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Die
Erfindung betrifft eine Schwimmflosse, umfassend eine Aufnahme für den Fuß, die so
genannte Fußtasche,
und ein Vortriebsflossenblatt, wobei sich die Flosse aus mindestens
zwei Materialien zusammensetzt, von denen eines verhältnismäßig steif
und im Wesentlichen nicht dehnbar ist und das andere verhältnismäßig weich
ist, d.h. gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 eine andere Steifigkeit aufweist und/oder dehnbar
ist.
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Verschiedene
Arten von Flossen mit den oben genannten Eigenschaften sind bekannt.
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Das
Dokument
EP 0 607 568 offenbart
eine Schwimmflosse mit mindestens zwei oder mehr Kanälen zum
Einschränken
und Lenken der während des
Schwimmens erzeugten Fluidströme.
Die Kanäle sind
parallel zu den Längsseitenrippen
des Flossenblattes ausgerichtet. Die Kanäle werden durch Formen eines
relativ weichen Materials innerhalb einer Reihe von Schlitzen, die
in dem Flossenteil ausgebildet sind, der aus relativ steifem Material
der Flosse hergestellt ist, realisiert.
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Das
Dokument
EP 0579046 offenbart
eine Schwimmflosse, die ein flexibles, jedoch relativ steifes Flossenblatt
und einen relativ weichen Schuh, der mit einem Ende des Flossenblattes
verbunden ist, umfasst. Das Flossenblatt weist einen aktiven Abschnitt
auf, der durch mindestens zwei relativ steife thermoplastische Materialien
gebildet ist, die miteinander verbunden sind und von denen das zweite
einen mittigen Bereich des aktiven Abschnitts einnimmt, in dem das
erste Material nicht vorhanden ist. Ein derartiger mittiger Bereich
weist eine Breite zwischen 5 und 95% des aktiven Abschnitts des
Flossenblattes auf.
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Das
Dokument
US 5,304,081 offenbart
eine Schwimmflosse, die eine Fußtasche
und ein Vortriebsflossenblatt umfasst. Das Vortriebsflossenblatt ist
an der mittleren Querrippe und zwischen der mittleren Querrippe
und den entsprechenden Seitenrippen mit einer Rille und mit Rillen
versehen. Jede dieser Rillen ist von der Oberseite zu der Unterseite
des Vortriebsflossenblatts konvex gekrümmt und erstreckt sich von
einem vorderen Ende des Flossenblatts hin zu der Fußtasche.
Die Schwimmflosse ist aus einem elastischen Material vom harten
Typ und einem elastischen Material vom weichen Typ einstückig geformt,
wobei entgegengesetzte Seitenkanten des Vortriebsflossenblatts aus
dem elastischen Material vom harten Typ geformt hergestellt sind
und eine Zone, die zwischen diesen Seitenkanten definiert ist, aus
dem elastischen Material vom weichen Typ geformt ist.
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Das
Dokument
EP 0308998 offenbart
eine Schwimmflosse, umfassend einen Schuhabschnitt, der aus einem
ersten, verhältnismäßig geschmeidigen,
formbaren Material hergestellt ist, und einen Flossenblattabschnitt,
der aus einem zweiten, verhältnismäßig steifen
Material hergestellt ist. Der Schuhabschnitt ist mit dem Flossenblattabschnitt durch
Formen des Schuhabschnitts an den Flossenblattabschnitt in einem
Formwerkzeug auf stabile Weise verbunden. Das Flossenblatt ist ferner
mit mindestens einem sich in Längsrichtung
erstreckenden verformbaren Membranelement versehen. Dieses Membranelement
wird durch Umspritzen in einem Schlitz des Flossenblattabschnitts
gebildet, wobei sich der Schlitz von dem freien vorderen Ende des
Flossenblattabschnitts bis in die Nähe des Wurzelendes des Flossenblattabschnitts
erstreckt.
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Das
Dokument
EP 0436927 offenbart
eine Schwimmflosse mit einem zusammengesetzten Flossenblatt und
ein Verfahren zur Herstellung der Flosse. Die Schwimmflosse umfasst
ein Flossenblatt aus einem relativ steifen thermoplastischen Material und
einen Schuh aus Elastomermaterial oder weichem thermoplastischen
Gummi. Das Flossenblatt weist eine zum Teil mehrschichtige Struktur
auf, welche eine Grundschicht, die aus dem relativ steifen thermoplastischen
Material hergestellt ist, und eine partielle Außenschicht aus einem widerstandsfähigeren
Material, welches über
die Grundschicht aufgebracht und damit dauerhaft verbunden wird,
umfasst.
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Das
Dokument
US 6,050,868 offenbart
eine hocheffiziente Tragflächen
und Schwimmflossenkonstruktion, die zum Erhöhen des Auftriebs und Verringern
des Widerstands bereitgestellt wird. Die Tragfläche weist eine pfeilförmige Vorderkante
auf und ist in einem reduzierten Anstellwinkel im Wesentlichen quer
zu der Bewegungsrichtung der Tragfläche ausgerichtet. Eine strukturelle
Verstärkung
kann verwendet werden, um die Verformung der Tragfläche während der
Verwendung zu verhindern, und eine Ausnehmung kann in die Tragfläche eingebunden
werden, um den Fluidstrom in Bezug auf die Tragflächenoberfläche zu lenken.
Bei einer in diesem Dokument offenbarten Ausführungsform ist das Flossenblatt mittels
einer dünnen
Ausnehmung, die aus dem Flossenblatt herausgeschnitten wurde, in
Paneele geteilt. Die Ausnehmungen sind durch Membrane überbrückt. Die
Membrane werden verwendet, um das Durchtreten von Wasser durch die
Ausnehmungen zu vermeiden. Das Flossenblatt, und zwar die Paneele,
welche das Flossenblatt bilden, sind aus flexiblem Material hergestellt.
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Während diese
im Stand der Technik bekannten Flossen eine derartige Konstruktion
aufweisen, welche verglichen mit herkömmlichen Flossen eine höhere Effektivität gewährleistet,
erzielen sie kein ideales hydrodynamisches Verhalten. Darüber hinaus
ist es während
des Umspritzens oft schwierig, die ver schiedenen Teile der Flosse
miteinander auszurichten und zu positionieren. In der Praxis werden die
verhältnismäßig steifen
Teile des Rahmens getrennt geformt und dann in einem Formwerkzeug zum
Aufspritzen des/der zusätzlichen
Materials/Materialien, welche die Flosse vervollständigen,
darauf angeordnet. Bei diesem Schritt können die verschiedenen Teile
der Flosse leicht in Bezug zu einander und/oder zu den Oberflächen des
Formwerkzeugs verrutschen.
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Demnach
ist es Zweck der vorliegenden Erfindung, mittels einfacher und kostengünstiger
Anordnungen eine Flosse wie die zuvor beschriebene zu verbessern,
um ein besseres hydrodynamisches Verhalten zu erreichen, welches
näher beim
Optimum liegt. Insbesondere ist es das Ziel, die Steifigkeits- und
Weichheitseigenschaften der verschiedenen Teile der Flosse zu diversifizieren,
um sowohl eine optimierte Übertragung
der Translationsbewegung von dem Fuß auf das Flossenblatt zu erreichen, als
auch das hydrodynamische Verhalten des Flossenblatts zu verbessern.
Die Flosse muss eine kostengünstige
Konstruktion aufweisen und ermöglichen,
die Anzahl von Fertigungsschritten verglichen mit im Stand der Technik
bekannten Flossen desselben Typs zu reduzieren und/oder zu vereinfachen. Ein
weiteres Ziel ist eine durchgehend sichere und exakte Positionierung
der Teile der Flosse beim Formungsschritt.
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Die
Erfindung realisiert die oben genannten Zwecke durch Bereitstellen
einer gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 in diesem Dokument zuvor beschriebenen Flosse, die
ferner die Merkmalskombination des kennzeichnenden Teils von Anspruch
1 umfasst.
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Das
verhältnismäßig steife
Material, welches den Rahmen bildet, kann ein synthetisches thermoplastisches
Material, bei spielsweise EVA oder dergleichen sein, wohingegen das
verhältnismäßig weiche
Material duroplastischer Gummi oder dergleichen sein kann.
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Vorteilhafterweise
können
die Kerne der seitlichen Rahmenglieder mit Mitteln zum Festhalten derselben
in ihrer Position innerhalb des Formwerkzeugs, wenn diese mit dem
weichen Material umspritzt werden, versehen sein.
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Die
Mittel zum Festhalten der Kerne in ihrer Position können aus
mindestens einem Paar von Teilen bestehen, welche von der Oberfläche des
jeweiligen Kerns hinausragen, welche sich von diametral entgegengesetzten
Seiten in Bezug auf die Längsmittelachse
des Kerns erstrecken und welche angeordnet sind, um durch die zwei
Formwerkzeug- und Gegenformwerkzeugteile eingeklemmt zu werden, wenn
die Letzteren zum Umspritzen mit weichem Material zur Gänze geschlossen
sind. Demnach wird jedwede Verlagerung der Kerne zueinander und/oder zu
den beiden Formwerkzeughälften
verhindert.
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Diese
Festhaltevorsprünge
können
in eine Richtung ausgerichtet sein, welche im Wesentlichen senkrecht
zu jeder Flossenblattfläche,
d.h. zu der Teilungsebene zwischen dem Formwerkzeug und dem Gegenformwerkzeug,
verläuft.
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Die
Festhaltevorsprünge
können
kontinuierlich und kammartig sein und sich über mindestens einen Abschnitt
oder über
die gesamte Längserstreckung
jedes Kerns erstrecken oder diskontinuierlich sein und in einer
vorgegebenen Anordnung über
die Länge
jedes Kerns angeordnet sein.
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Die
Membrane, welche die benachbarten Rippen verbinden, können vorteilhafterweise
aus demselben Material hergestellt sein, welches zum Überziehen
der Kerne der seitlichen Rahmenglieder verwendet wird, beispielsweise
aus duroplastischem Gummi oder dergleichen, oder aus einem oder
mehreren anderen Materialien.
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Die
Rippen können
sich von den Kernen der seitlichen Rahmenglieder bis zu den Kanten
einer mittleren Längskerbe
des Flossenblatts erstrecken, welche dieses in zwei Flossenhalbblätter teilt.
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Innerhalb
jedes Flossenhalbblatts können die
Rippen im Wesentlichen parallel verlaufen.
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Die
Rippen können
vorzugsweise eine flache Gestalt aufweisen und durchwegs dieselbe
Länge und/oder
Dicke aufweisen.
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Mindestens
einige der Rippen können
einen oder mehrere obere und/oder untere gerippte Abschnitte zur
weiteren Versteifung aufweisen.
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Die
Membrane zum Schließen
der Zwischenräume
zwischen jedem Paar von benachbarten Rippen können eine verglichen miteinander
und/oder mit den Rippen gleiche oder unterschiedliche Breite aufweisen.
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Die
Schließmembrane
können
dieselbe Dicke wie die Rippen aufweisen, um sich bündig mit beiden
Flossenhalbblattflächen
zu erstrecken, oder können
eine andere, insbesondere eine kleinere, Dicke aufweisen.
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Vorteilhafterweise
können
die Schließmembrane
einen balgförmigen
Querschnitt aufweisen, um die Dehnbarkeitseigenschaften der Schließelemente zwischen
den Rippen zu verbessern.
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Innerhalb
jedes Flossenhalbblattes, an dessen freiem Endabschnitt, kann mindestens
eine Endrippe vorgesehen sein, welche von dem seitlichen Rahmenglied
abzweigt und sich zu der Kante des freien Endes des Flossenhalbblattes
hinerstreckt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung kann der Rahmen, der aus dem vergleichsweise steifen Material
hergestellt ist, auch einen Fußtaschenrahmen
umfassen, der dauerhaft mit den Kernen der seitlichen Rahmenglieder
verbunden sein kann, dadurch, dass er einstückig damit ausgebildet ist,
oder durch chemisches und/oder physikalisches Verbinden. Die Fußtasche
kann ferner durch Umspritzen derselben mit einem oder mehreren Teilen,
die aus einem verhältnismäßig weichen
Material hergestellt sind, vervollständigt werden.
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Diese
aus einem verhältnismäßig weichen Material
hergestellten Teile, welche die Fußtasche vervollständigen,
können
den Abschnitt in Kontakt mit dem Rist und/oder einen bequemen inneren Überzug und/oder
Antirutschglieder an der unteren Fläche der Fußtasche und/oder zusätzliche
Glieder, beispielsweise einen Befestigungsgurt, der einstückig mit
der Fußtasche
ausgebildet ist, umfassen.
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Vorteilhafterweise
kann der Rahmen der Fußtasche
selbst einen oder mehrere Vorsprünge zum
Festhalten desselben in dessen Position aufweisen, welche mit den
Oberflächen
der beiden Formwerkzeugteile zusammenwirken, wenn letztere geschlossen
sind, auf dieselbe Weise wie jene, die oben für die seitlichen Rahmenglieder
beschrieben wurde, und wieder mit dem Ziel, jedwede relative Bewegung
der Teile der Fußtasche
in dem Formungsschritt zu verhindern.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung kann der gesamte Rahmen der Flosse aus einem einzigen
Material hergestellt sein, oder der Rahmen der Fußtasche
kann aus einem oder mehreren Materialien hergestellt sein, welche
sich von dem (den) Material(ien) der Kerne der seitlichen Rahmenglieder
und/oder der Rippen unterscheiden.
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Ebenfalls
können
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
alle verhältnismäßig weichen
Teile der Flosse aus einem einzigen Material hergestellt sein, mit
welchem der Rahmen umspritzt ist, oder es können zwei oder mehr verschiedene
Materialien vorgesehen werden.
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Der
Rahmen der Fußtasche
kann sich an der Bodenwand der Fußtasche erstrecken und diese
bilden, so dass letztere in einem hochgradig beanspruchten Abschnitt
versteift sein kann.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann
sich der Rahmen der Fußtasche
auch in dem oberen Abschnitt des Fußes erstrecken und eine Aufnahme
schaffen, welche im Wesentlichen den gesamten Fuß umgibt, um eine optimierte Übertragung der
Translationsbewegung von dem Fuß auf
das Flossenblatt zu erzielen.
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Die
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die oben stehende
Beschreibung klar dargelegt und bestehen aus der möglichen
Verbesserung von im Stand der Technik bekannten Flossen von demselben
Typ durch die Verwendung einfacher und kostengünstiger Anordnungen, um ein
besseres hydrodynamisches Verhalten zu erreichen. Dank den Eigenschaften
der Flosse dieser Erfindung kann eine optimierte Diversifizierung
der Steifigkeits- und Weichheitseigenschaften der Teile der Flosse
erreicht werden. Bei einigen Arten von im Stand der Technik bekannten
Flossen wird diese Diversifizierung für gewöhnlich durch Dickenvariationen
der Flossenteile erreicht, wobei ein einziges Material in der gesamten
Flosse verwendet wird, weshalb das Resultat nie optimal ist. Die
Flosse der Erfindung ist kostengünstig,
was die Konstruktion betrifft, und ermöglicht, die Anzahl von Fertigungsschritten
verglichen mit im Stand der Technik bekannten Flossen von demselben
Typ zu reduzieren und/oder zu vereinfachen. In der Praxis umfassen
diese für
gewöhnlich
mehrere Elemente, die aus einem verhältnismäßig steifen Material hergestellt
sind, welche miteinander und mit den verhältnismäßig weichen Teilen zusammenzufügen sind,
wogegen die bevorzugte Ausführungsform
dieser Erfindung vorteilhafterweise einen Rahmen umfasst, der durch
ein einziges Element gebildet wird, welches in einem Schritt geformt und
durch einen einzigen zusätzlichen
Umspritzschritt mit den anderen Teilen verbunden werden kann. Darüber hinaus
können
dank den Verriegelungsvorsprüngen
an den Kernen der seitlichen Rahmenglieder und/oder in der Schale
der Fußtasche
die Teile der Flosse stets auf sichere und zuverlässige Weise
positioniert werden, insbesondere die verhältnismäßig steifen Teile in Bezug
auf die verhältnismäßig weichen
Teile. Noch ein weiterer Vorteil besteht in einer reduzierten Verwendung
des verhältnismäßig weichen
Materials, für
gewöhnlich
duroplastischer Gummi oder dergleichen, welcher als ziemlich teures Material
bekannt ist, kompensiert durch eine erhöhte Verwendung des verhältnismäßig steifen
Materials, für
gewöhnlich
ein thermoplastisches Material oder dergleichen, welches als kostengünstigeres
Material bekannt ist, wodurch die Herstellungsgesamtkosten der Flosse
gesenkt werden, ohne deren Funktionalität zu beeinträchtigen.
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Auf
eine andere Eigenschaft Bezug nehmend, welche in jedweder Art von
Flosse vorgesehen werden kann, die ein Flossenblatt aufweist, welches aus
zwei Flossenhalbblättern
oder aus zwei Halbflügeln,
die in dem mittigen Bereich mindestens zum Teil durch eine Längskerbe
getrennt sind, zusammengesetzt ist, tragen die Flossenhalbblätter oder die
Halbflügel
Elemente an einer, an der anderen oder an beiden Flächen, um
die Biegung in einer, in der anderen oder in beiden Biegerichtungen
der Flossenhalbblätter
oder Flügel
zu beschränken.
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Vorteilhafterweise
bestehen diese Beschränkungselemente
aus Beschränkungskerben,
die mit Längsrippen,
insbesondere mit den seitlichen Rahmengliedern des Flossenblatts,
zusammenwirken.
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Eine
zusätzliche
Verbesserung sieht vor, dass die Biegebeschränkungskerben oder -streben angeordnet
sind oder Oberflächen
aufweisen, welche die Verstrebung gegen die Längsrippen, insbesondere die
seitlichen Rahmenglieder des Flossenblattes, begrenzen, um am Ende
des Biegewegs jedes Flossenblattteils oder jedes Flügels eine
bestimmte Biegegestalt, insbesondere eine annähernd spiralförmige Gestalt,
zu definieren.
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In
Kombination mit der Flosse der oben stehenden Beschreibung werden
die Beschränkungskerben
oder -streben durch die einstückig
mit dem Kern jedes seitlichen Rahmenglieds ausgebildeten Rippen
getragen.
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Dank
dieser Anordnung wird nicht nur eine exakte Verformung der Flossenhalbblätter oder
der Flügel
im maximalen Biegezustand erreicht, sondern durch Vermeiden übermäßiger Biegeverformungen und
dadurch, dass Verformungen in Bezug auf die Gestalt stets gut begrenzt
gehalten werden, die Beanspruchung des Materials in Grenzen gehalten,
wodurch der Flosse eine längere
Lebensdauer verliehen wird.
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Weitere
Eigenschaften und mögliche
Verbesserungen der Erfindung stellen Gegenstand der abhängigen Ansprüche dar.
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Die
Eigenschaften der Erfindung und die daraus erzielten Vorteile gehen
aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, welche in den beiliegenden
Zeichnungen dargestellt ist, deutlicher hervor. Es zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Flosse gemäß der Erfindung;
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2 eine
Draufsicht auf die in 1 dargestellte Flosse;
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3 eine
Draufsicht auf die Flosse, wobei in der rechten Hälfte nur
der aus dem verhältnismäßig steifen
Material hergestellte Rahmen der in 1 dargestellten
Flosse sichtbar ist, wogegen die linke Hälfte die fertige Flosse zeigt;
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4a dieselbe
Ansicht wie jene aus 2, wobei die unterbrochene Schnittlinie
gemäß der gebrochenen
Linie EE gezeigt wird;
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4b den
Schnitt gemäß Linie
DD aus 2;
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4c den
Schnitt gemäß Linie
EE aus 4a;
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5 eine
Schnittansicht des Flossenblatts gemäß Linie BB aus 1;
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6 eine
Schnittansicht des Flossenblatts gemäß Linie CC aus 1;
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7 eine
Schnittansicht der Fußtasche
gemäß Linie
AA aus 1;
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8 eine
Hälfte
des Flossenrahmens, welche entlang dessen Längsachse abgetrennt ist;
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9 den
Schnitt gemäß Linie
FF aus 8 und mit dem Flossenblatt im Ruhezustand;
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10 denselben
Schnitt wie 9, jedoch mit dem Flossenblatt
im gebogenen Zustand während
der Flossenvorwärtsbewegung.
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Auf 2 Bezug
nehmend setzt sich die Flosse aus einer Aufnahme für den Fuß, der so
genannten Fußtasche 1,
und einem Flossenblattteil zusammen.
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Die
Fußtasche 1 kann
von dem geschlossenen Typ, dem Typ mit offener Ferse, welcher in
den Figuren dargestellt ist, oder von jedwedem anderen Typ sein.
Der Flossenblattteil ist durch eine mittlere Längskerbe 3 des Flossenblatts
in zwei Flossenhalbblätter 102, 202 geteilt.
Diese Kerbe 3 erstreckt sich von einem Bereich nahe der
Spitze der Fußtasche 1 zu
der Kante des freien Endes des Flossenblatts.
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Auf 3 Bezug
nehmend umfasst die Flosse einen tragenden und versteifenden Rahmen,
der in dieser Figur mit 4 gekennzeichnet ist und sich sowohl
im Fußtaschenbereich 1 als
auch im Flossenblattbereich, d.h. im Bereich der beiden Flossenhalbblätter 102, 202,
erstreckt. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist dieser Rahmen 4 aus einem einzigen, verhältnismäßig steifen
und im Wesentlichen nicht dehnbaren Material hergestellt, welchem
jedoch eine gewisse Flexibilität
verliehen wurde. Zu geeigneten Materialien zählen viele thermoplastische Materialien,
beispielsweise EVA oder dergleichen. Jedenfalls können zwei
oder mehrere verschiedene Materialien zum Herstellen der verschiedenen
Teile des Rahmens 4 verwendet werden. Dieser Rahmen 4 kann
getrennt durch Formung hergestellt werden, wogegen alle anderen
Teile, welche die Teile des Rahmens 4 mindestens zum Teil
vervollständigen und/oder
verbinden und/oder überziehen,
in einem zweiten Schritt durch Umspritzen der Teile des Rahmens 4 mit
einem einzigen verhältnismäßig weichen und
dehnbaren Material hergestellt werden können. Allerdings können auch
hier wieder mehr Materialien zum Herstellen der verhältnismäßig weichen
Teile der Flosse verwendet werden.
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Der
Rahmen 4 umfasst, an zwei seitlichen Rahmengliedern, die
in Bezug auf jedes Flossenhalbblatt 102, 202 der
Länge nach
und seitlich angeordnet sind, Teile zum relativen Versteifen der
Oberfläche
jedes Flossenhalbblatts 102, 202 und der Fußtasche 1.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden all diese Teile in einem einzigen Formungsschritt
und auf eine derartige Weise hergestellt, dass sie aus einem Stück hergestellt sind,
um ein einzelnes "Skelett" zum Tragen der Flosse
zu bilden. Allerdings können
die Teile des Rahmens 4 getrennt hergestellt und mittels
chemischen und/oder physikalischen Verbindens zusammengefügt werden.
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Der
Rahmenteil 4 in dem Fußtaschenbereich 1 erstreckt
sich an der und bildet die Bodenwand 104 der Fußtasche 1.
Vorteilhafterweise erstreckt er sich auch entlang dem oberen Abschnitt 204 des
Fußes (siehe
auch 7) und schafft dadurch eine Aufnahme, welche im
Wesentlichen den gesamten Fuß umgibt,
insbesondere im Bereich, welcher dem Mittelfuß des Benutzers entspricht.
Die Fußtasche 1 wird
später
durch Umspritzen derselben mit Teilen, die aus einem verhältnismäßig weichen
Material hergestellt sind, fertig gestellt, insbesondere um den
Abschnitt 101 der Fußtasche,
der mit dem Rist in Kontakt steht, zu schaffen. Ferner ist ein innerer Überzug 201 der Fußtasche 1,
auch hier aus einem verhältnismäßig weichen
Material, um für
Fußkomfort
zu sorgen, vorgesehen, welcher aus einer Verlängerung des Teils 101 innerhalb
des Teils 204 des Rahmens 4 oder der oberen Schale
der Fußtasche 1 bestehen
kann. Die Bodenwand 104 der Fußtasche 1 weist ferner
einige Abschnitte 301, auch hier aus einem verhältnismäßig weichen
Material und ebenfalls umspritzt, auf, die Antirutschfunktionen
erfüllen.
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Der
Rahmenteil 4 der Fußtasche 1 ist
mit einem Paar von in Längsrichtung
ausrichteten, verhältnismäßig steifen
Elementen 204 (3) verbunden, von denen jedes
den Kern 204 eines seitlichen Rahmenglieds 5 des
Flossenhalbblattes 102, 202 (3) bildet.
Diese Kernelemente 204 erstrecken sich jeweils von einem
seitlichen Abschnitt des Rahmens 104, 204 der
Fußtasche 1 zu
der Kante des freien Vorderendes von jedem Flossenhalbblatt 102, 202. Dies
Kernelemente 204 weisen eine im Wesentlichen elliptische
oder ähnliche
Gestalt auf, wobei die längere
Achse im Wesentlichen senkrecht zu den Flossenhalbblattflächen 102, 202 ausgerichtet
ist, um für
eine effektive Versteifung der Seitenkanten der Flossenhalbblätter 102, 202 zu
sorgen. Diese Kernelemente 204 weisen einen abnehmenden
Querschnitt zu den freien Enden der Flossenhalbblätter 102, 202 hin
auf (siehe insbesondere 5 und 6), um in
diesem Bereich eine höhere
Flexibilität
vorzusehen. Daraufhin wird jedes Kernelement 204 durch
Umspritzen desselben mit dem verhältnismäßig weichen Material überzogen 105,
um ein vollständiges
seitliches Rahmenglied 5 zu bilden.
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Mehrere
Rippen 304 (3 und 4a, 4b, 4c)
erstrecken sich von der Fläche
jedes Kernelements 204, die der mittleren Längskerbe 3 des
Flossenblattes zugewandt ist, zu der Kante der Kerbe 3,
und bilden die Elemente zum Tragen und teilweisen Versteifen der
Oberfläche
jedes Flossenhalbblatts 102, 202. Diese Rippen 304 weisen
eine flache Fläche
auf, sind alle im Wesentlichen von derselben Länge, Breite und Dicke und sind
zu dem vorderen freien Ende jedes Flossenhalbblattes 102, 202 hin
ausgerichtet. Wie in 4a, 4b, 4c, 5 und 6 klar
ersichtlich ist, sind diese für weitere
Versteifung an der Oberseite gerippt 404. Innerhalb jedes
Flossenhalbblattes 102, 202 endet die Endrippe 304', die nahe dem
freien Ende des seitlichen Rahmenglieds 5 angeordnet ist,
an dem vorderen freien Ende des Flossenhalbblattes 102, 202 und ist
kürzer
als alle anderen.
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Die
Rippen 304 sind in einem konstanten Abstand voneinander
angeordnet, und jeder Zwischenraum zwischen einem jeweiligen Paar
von benachbarten Rippen 304 wird durch ein membranartiges Element 302 geschlossen,
welches durch Umspritzen mit dem verhältnismäßig weichen und dehnbaren Material
hergestellt wird. Dieses Material bildet auch den Bereich 402 aus,
welcher den vorderen Abschnitt der Fußtasche 1 mit dem
Paar von nächstliegenden
Rippen 304 verbindet und auch wenigstens teilweise den
Bereich 502 überzieht,
der die Rippen 304 und die Kerne 204 der seitlichen
Rahmenglieder 5 verbindet.
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Daher
erscheint die Oberfläche
jedes Flossenhalbblattes 102, 202 wie eine durchgehende Oberfläche, begrenzt
durch die beiden seitlichen Rahmenglieder 5 und durch die
mittlere Kerbe 3 und gebildet durch eine Mehrzahl von verhältnismäßig steifen
Abschnitten 304, die in einer kammartigen Konfiguration
angeordnet sind, wobei die Zähne
zu dem vorderen freien Ende des Flossenhalbblattes hin ausgerichtet
sind und sich mit verhältnismäßig weichen
Abschnitten 302 abwechseln. Das verhältnismäßig weiche Material kann auch
angeordnet sein, um den Rahmen 4 zur Gänze zu überziehen.
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Die
Membrane 302 zwischen jedem Paar von benachbarten Rippen 304 sind
im Wesentlichen so dick wie die Rippen 304 und erstrecken
sich bündig
damit. Die Seitenkanten der Rippen 304 sind auf eine Weise
geneigt, dass die Kontakt- und Verbindungsfläche zwischen den Rippen 304 und
den Schließmembranen 302 vergrößert wird.
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Die
Schließmembrane
(5 und 6) können auch einen balgförmigen Querschnitt
aufweisen, um deren Nachgiebigkeit zu erhöhen.
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Zu 3 zurückkehrend
weist jedes Kernelement 204 eine Mehrzahl von Teilen 504 auf,
welche von der Oberfläche
jedes Kerns 204 hinausragen, welche sich von diametral
entgegengesetzten Seiten in Bezug auf die Längsmittelachse des Kerns 204 erstrecken
und welche angeordnet sind, um durch die zwei Formwerkzeug- und
Gegenformwerkzeugteile eingeklemmt zu werden, wenn die Letzteren
zum Umspritzen mit weichem Material zur Gänze geschlossen sind. Mittels
dieser Anordnung wird jedwede Verlagerung der Kerne 204 relativ
zu einander und zu den beiden Formwerkzeughälften verhindert, und die weichen
Teile werden in Bezug auf die verhältnismäßig steifen Teile exakt positioniert,
wodurch jedwede Herstellung von defekten Produkten verhindert wird.
Sobald das verhältnismäßig weiche
Material eingespritzt wurde, erstrecken sich die freien Enden der
Vorsprünge 504 bündig mit
der vorderen und der hinteren Oberfläche des seitlichen Rahmenglieds 5 und
bilden kleine freiliegende Teile aus verhältnismäßig steifem Material. Dank
dem Vorhandensein der Vorsprünge 504 an
den Kernen 204 der seitlichen Rahmenglieder 5 können die
Rippen 304, die eine relative Mobilität aufweisen, welche durch die
Längsmittelkerbe 3 des
Flossenblattes herbeigeführt
wird, auch in ihrer geeigneten Position gehalten werden, wenn das
verhältnismäßig weiche Material
daran angeformt wird.
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Ferner
können
dadurch, dass dafür
gesorgt wird, dass der Rahmen 4 der Flosse sowohl den Rahmen
oder das Skelett 204, 304, 304' des Flossenblattes 102, 202 als
auch den Rahmen oder die Schale 104, 204 der Fußtasche 1 umfasst,
die entweder aneinander befestigt oder einstückig ausgebildet sind, die
Herstellungsschritte reduziert und jedwede unrichtige Positionierung
der beiden Teile vermieden werden.
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Der
Flossenrahmenteil 4 kann dieselbe Farbe wie jene Teile
aufweisen, die aus dem verhältnismäßig weichen
Material hergestellt sind, oder eine oder mehrere andere Farben
aufweisen, um seine Funktionsmerkmale hervorzuheben.
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Auf
eine andere Eigenschaft Bezug nehmend, welche in jedwedem Typ von
Flosse bereitgestellt werden kann, die ein Flossenblatt aufweist,
welches sich aus zwei Flossenhalbblättern 102, 202 oder
aus zwei Halbflügeln,
die in dem Flossenblatt ausgebildet sind, zusammensetzt, wobei die
Flossenhalbblätter
oder die Flügel
in dem mittleren Bereich wenigstens teilweise durch eine Längskerbe 3 getrennt
sind, tragen die Flossenhalbblätter
oder die Halbflügel
Elemente (10) an einer, an der anderen oder an beiden Flächen, um
die Biegung in einer, in der anderen oder in beiden Biegungsrichtungen
der Flossenhalbblätter
oder Flügel
zu beschränken.
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Diese
Beschränkungselemente
(10) sind über
die Länge
des Flossenblattes oder des entsprechenden Flossenhalbblattes (102, 202)
angeordnet. Vorteilhafterweise bestehen diese Beschränkungselemente
(10) aus Beschränkungskerben,
Streben oder Vorsprüngen,
die mit Längsrippen
zusammenwirken, insbesondere mit den seitlichen Rahmengliedern (5)
des Flossenblattes (2).
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Eine
weitere Verbesserung sieht vor, dass die Biegebeschränkungskerben
oder -streben (10) angeordnet sind oder Oberflächen (110)
aufweisen, um die Biegung durch Abstützung gegen die Längsrippen
zu beschränken,
insbesondere die seitlichen Rahmenglieder (5) mit verschiedenen
Ausrichtungen in Bezug auf die Position an der Längserstreckung des Flossenblattes,
um am Ende des Biegewegs des jeweiligen Flossenblattteils oder des
jeweiligen Flügels
eine bestimmte Biegegestalt, insbesondere eine annähernd spiralförmige Gestalt,
zu definieren.
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Wie
aus 8 bis 10 hervorgeht, kann die Fläche 110 je
nach der Position des Biegebeschränkungselements 10 relativ
zu der Längserstreckung
des Flossenblattes mehrere verschiedene Neigungen aufweisen. Darüber hinaus
können
die Elemente 10 einen Teil 210 aufweisen, der
sich entlang einem bestimmten Abschnitt der Rippe 304 erstreckt.
Wenn dies der Fall ist, ist die Erstreckung 210 ein Element,
um die Biegung des Flügels
und des Flossenhalbblattes sowie die dadurch geformte Gestalt in
dem gebogenen Zustand in der Nähe
der Rippe 304 zu beschränken.
Durch Beschränken
der Höhe
der Erstreckung 210, welche in der dargestellten Ausführungsform
allmählich
dünner
wird und einem leicht konkaven Profil folgt, kann der Biegewiderstand
an dem Biegebeschränkungselement
kalibriert werden, um die Biegekurve des Flossenhalbblattes an der
Rippe 304 zu beschränken.
Es muss festgehalten werden, dass die Biegebeschränkungselemente
ausgerichtet sind, um wie die Rippen 304 geneigt zu sein.
Diese Ausrichtung ist als nicht einschränkend anzusehen. In der Praxis
können,
ob nun dieselben geneigten Rippen oder Querrippen senkrecht zu der
Mittelachse vorgesehen werden, die Biegebeschränkungselemente 10 sogar
nicht parallel zu den Rippen und senkrecht zu der Längsmittelachse, d.h.
zu der Kerbe 3 des Flossenblattes, ausgerichtet sein.
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Zudem
können
die Biegebeschränkungselemente
auch in Kombination bei jedwedem Typ von Flossenblatt und nicht
nur bei einem Flossenblatt, wie es in 1 bis 10 dargestellt
ist, vorgesehen werden.
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Zudem
muss die Erstreckung 210 des Beschränkungselements 10 nicht
unbedingt zu dem freien Ende hin, welches der Mittelachse des Flossenblattes
zugewandt ist, dünner
werden, sondern kann jedes beliebige Profil aufweisen und sogar
zu diesem Ende hin allmählich
dicker werden. Das Obengesagte gilt auch für die Anzahl von Beschränkungselementen 10 und
für deren
Anordnung entlang dem Flossenblatt und in bestimmten Abschnitten
davon sowie für
die Länge
der Beschränkungselemente 10 in
Bezug auf die Richtung von dem entsprechenden seitlichen Rahmenglied
zu dem mittleren Abschnitt des Flossenblattes.
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Natürlich ist
die Erfindung nicht auf die in diesem Dokument beschriebene Ausführungsform
beschränkt,
sondern kann stark variiert werden, ohne von den Ansprüchen abzuweichen.