-
QUERVERWEIS
AUF EINE VERWANDTE ANMELDUNG
-
Die
vorliegende Patentanmeldung steht in einer rechtlichen Beziehung
zu und beansprucht Priorität
der vorläufigen
US-Patentanmeldung,
Seriennr. 60/178,086, mit dem Titel "Processing RSVP Signalling in the MT", die am 25. Januar
2000 eingereicht wurde und deren Offenbarung durch Querverweis in die
vorliegende Patentanmeldung einbezogen ist.
-
ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
-
Die
vorliegende Patentanmeldung betrifft allgemein Internet-Protokoll-
("IP"-) Netze und spezieller
Mechanismen zur Bereitstellung von Dienstgüte (Quality of Service, "QoS") in IP-Netzen.
-
Ursprünglich waren
IP-Netze dazu bestimmt, "Best
Effort" Verkehr" zu transportieren.
Das heißt, das
Netz garantierte nicht, dass ein Datenpaket des Benutzers am Ziel
ankommen würde.
Aufgrund des Markterfolges von IP-Netzen besteht heute eine klare Forderung
nach Mechanismen, welche IP-Netzen
ermöglichen,
verschiedene Typen von Anwendungen zu unterstützen. Einige dieser Anwendungen
weisen QoS-Anforderungen
auf. Zu den Beispielen solcher Anwendungen gehören verschiedene Echtzeitanwendungen
(IP-Telefonie, Videokonferenzen), Streaming-Dienste (Audio oder
Video) oder Datendienste von hoher Qualität (Browsen mit begrenzten Download-Verzögerungen).
Diesen Anforderungen Rechnung tragend, hat die Internet Engineering
Task Force ("IETF"), welche die wichtigste
Organisation für
Standards für
IP-Netze ist, unlängst eine
Gruppe von Protokollen und Mechanismen standardisiert, welche Betreiber
von IP-Netzen in die Lage versetzen, QoS-fähige IP-Netze aufzubauen.
-
1 zeigt
ein vereinfachtes High-Level-Modell eines IP-Netzes, welches bei der Erläuterung
der QoS-Bereitstellung von Nutzen sein kann. Wie zu erkennen ist,
enthält
das Modell zwei Benutzer, könnte
jedoch leicht so erweitert werden, dass es mehrere Benutzer enthält, ohne
die Grundfunktionalität
des Netzes zu ändern.
-
In 1 kann
Benutzer-A 101 mit Benutzer-B 102 oder mit einem
Anwendungsserver 103 kommunizieren. Zum Beispiel kann im
Falle einer IP-Telefonie-Sitzung Benutzer-A 101 mit Benutzer-B 102 kommunizieren. Ähnlich kann
im Falle von Streaming-Diensten Benutzer-A 101 mit dem
Anwendungsserver 103 kommunizieren, welcher als ein Videoserver
konfiguriert sein kann. In beiden Fällen greift Benutzer-A 101 über ein
lokales Zugangsnetz 105, wie etwa ein Telefon-, GSM- oder
UMTS-Netz, auf ein IP-Backbone-Netz 104 zu. Der Benutzer-B 102 ist ähnlich über ein
lokales Zugangsnetz 106 an das IP-Netz 104 angeschlossen. Es
ist jedoch leicht einzusehen, dass Benutzer-A und Benutzer-B nicht denselben
Typ eines Zugangsnetzes verwenden müssen.
-
Wie
allgemein bekannt ist, kann das IP-Netz 104 aus einer Anzahl
von IP-Routern und Verbindungsabschnitten bestehen, welche zusammen
die Konnektivität
zwischen den Eintritts- und
Austrittspunkten des IP-Netzes gewährleisten und dadurch eine
Zweierkommunikation ermöglichen.
-
Soweit
es die Benutzer betrifft, hängt
die wahrgenommene QoS von den Mechanismen sowohl in den Zugangsnetzen 105, 106 als
auch im IP-Backbone-Netz 104 ab. Von besonderem Interesse
ist der spezielle Fall, in dem wenigstens eines der Zugangsnetze
ein UMTS-Netz ist.
-
Wenn
Benutzer auf IP-basierte Dienste zugreifen, verwenden sie normalerweise
eine Vorrichtung, welche ein Anwenderprogramm ausführt, das die
Schnittstelle für
den Benutzer zur Verfügung stellt,
um auf den speziellen Dienst zuzugreifen. Zum Beispiel kann in 1 Benutzer-A
einen Laptop verwenden, der ein Conferencing-Anwenderprogramm ausführt, um
an einer IP-Netz-gestützten
Besprechung teil zunehmen, wobei die Teilnehmer der Besprechung unter
Verwendung unterschiedlicher Programme zusammenarbeiten. Solche
Programme sind in der Technik wohlbekannt.
-
Verschiedene
Anwendungen können
auf Netzdienste über
eine Anwenderprogramm-Schnittstelle (Application Programming Interface, "API") zugreifen. Eine
API stellt Anwendungsprogrammierern eine einheitliche Schnittstelle
zur Verfügung,
um auf zugrunde liegende Systemressourcen zuzugreifen. Zum Beispiel
kann eine API verwendet werden, um den Netzressourcen-Manager so
zu konfigurieren, dass er fordert, dass ein bestimmtes IP-Paket,
das von einer gegebenen Anwendung stammt, eine gewisse Behandlung
durch das Netz erfährt,
wie etwa eine bestimmte QoS. Falls zum Beispiel das IP-Netz ein
Differentiated Services IP-Netz ist, kann ein Anwenderprogramm fordern,
dass seine sämtlichen IP-Pakete die Behandlung "Expedited Forwarding" erhalten.
-
Es
ist anzumerken, dass der Benutzer (und die API im Gerät des Benutzers)
möglicherweise nicht
die unterschiedlichen Technologien bemerkt, welche verschiedene
Zugangsnetze und IP-Backbone-Netze anwenden, um Ende-zu-Ende-Dienstgüte bereitzustellen.
Zum Beispiel kann der Benutzer eine RSVP/IntServ-basierte API verwenden,
und die Ende-zu-Ende-Ausführungsform,
in welche der Benutzer einbezogen ist, kann ein UMTS-Zugangsnetz und
ein nicht RSVP-fähiges
IP-Netz umfassen.
In solchen Fällen
können
bestimmte Interworking-Mechanismen zwischen den verschiedenen Technologien erforderlich
sein, um sicherzustellen, dass die QoS als Ende-zu-Ende-QoS bereitgestellt
wird.
-
Integrierte
Dienste (Integrated Services, "IntServ") bieten Anwendungen
die Möglichkeit,
zwischen mehreren gesteuerten Niveaus des Übergabedienstes für ihre Datenpakete
zu wählen.
Um diese Fähigkeit
zu unterstützen,
sind zwei Dinge erforderlich. Erstens müssen die einzelnen Netzelemente
wie etwa Teilnetze und IP-Router entlang des Weges, den die Datenpakete
einer Anwendung nehmen, Mechanismen unterstützen, um die Dienstgüte zu steuern,
die diesen Paketen geliefert wird. Zweitens muss eine Verfahrensweise
vorgesehen sein, um die Anforderungen der Anwendung den Netzelementen entlang
des Weges zu übermitteln
und QoS-Management-Informationen
zwischen Netzelementen und der Anwendung zu transportieren.
-
IntServ
definiert eine Anzahl von Diensten wie etwa Controlled-Load (definiert
in IETF RFC 2211) und Guaranteed (definiert in IETF RFC 2212). Die
Dienstdefinition legt die erforderlichen Eigenschaften der Netzausrüstung fest,
um den Dienst zu liefern. Zum Beispiel stellt garantierter Dienst
(Guaranteed Service) feste, mathematisch nachweisbare Schranken
für Ende-zu-Ende-Warteschlangenverzugszeiten
von Datagrammen bereit und ermöglicht es,
einen Dienst bereitzustellen, welcher sowohl Verzug als auch Bandbreite
garantiert. Dienst mit Laststeuerung (Controlled-Load Service) versorgt
den Client-Datenfluss mit einer Dienstgüte, die der QoS nahe kommt,
welche derselbe Datenfluss von einem unbelasteten Netzelement empfangen
würde,
verwendet jedoch eine Kapazitätssteuerung
(Zulassungssteuerung), um sicherzustellen, dass dieser Dienst sogar
dann empfangen wird, wenn das Netzelement überlastet ist. Die einzelnen
Netzelemente (Teilnetze und IP-Router), welche den Dienst unterstützen, müssen die
für den
Dienst festgelegten Definitionen erfüllen.
-
Die
Dienstdefinition legt auch die Informationen fest, welche über das
Netz zur Verfügung
gestellt werden müssen,
um den Dienst einzurichten. Diese Funktion kann auf vielfältige Weise
bereitgestellt werden, wird jedoch häufig durch ein Ressourcenreservierungsprotokoll
wie etwa RSVP (definiert in IETF RFC 2205) implementiert.
-
RSVP
(Resource reSerVation Protokoll) ist ein Ressourcenreservierungsprotokoll,
das für
ein IntServ Internet (defi niert in IETF RFC 1633, 2205 und 2210)
bestimmt ist. Das RSVP Protokoll wird von einem Host verwendet,
um von dem Netz spezielle Dienstgüten für Datenströme oder Datenflüsse einer bestimmten
Anwendung anzufordern. RSVP wird außerdem von Routern verwendet,
um allen Knoten entlang des Weges (der Wege) der Datenflüsse Dienstgüte- ("QoS"-) Anforderungen
zu liefern und um den Zustand zum Bereitstellen des angeforderten Dienstes
herzustellen und aufrechtzuerhalten. RSVP-Anforderungen werden im
Allgemeinen zur Folge haben, dass in jedem Knoten entlang des Datenweges
Ressourcen reserviert werden.
-
2 zeigt
den Ende-zu-Ende integrierten Dienst zwischen den Hosts. Der Dienst
wird unter Verwendung von Routern und Hosts bereitgestellt, welche
die für
den geforderten Dienst festgelegte Dienstdefinition unterstützen, sowie
durch Signalisierung der relevanten Informationen zwischen den Knoten.
-
Da
RSVP ein Protokoll ist, welches primär dazu bestimmt ist, ein Ende-zu-Ende-Protokoll
zu sein, ist in einer Situation, in welcher der Absender RSVP zur
Ressourcenreservierung nur in einem bestimmten Teil des durchgehenden
Weges verwenden möchte,
eine gewisse zusätzliche
Funktionalität
erforderlich. Dieser Fall kann eintreten, wenn RSVP in einem Zugangsnetz
verwendet wird und im Backbone-Netz Overprovisioning verwendet wird.
In solchen Situationen ist das Konzept des RSVP-Proxy von Nutzen.
-
Der
RSVP-Proxy ist eine von einem Netzgerät wie etwa einem Router oder
einer Weiche bereitgestellte Funktionalität, in welcher das Netzgerät die RESV-Nachricht
in Reaktion auf eine ankommende PATH-Nachricht im Namen eines oder
mehrerer Empfänger,
die durch die PATH-Nachricht bezeichnet werden, erzeugt. Anders
ausgedrückt,
der RSVP-Proxy handelt im Namen des entfernten Hosts und ermöglicht dadurch
eine Ressourcenreservierung zwischen dem erzeugenden Host und dem
RSVP-Proxy. Dies ist in 3 dargestellt. Der RSVP-Proxy kann die Kenntnis
der Netzbedingungen zwischen dem RSVP-Proxy und dem Nicht-RSVP-Host
nutzen.
-
Verbesserungen
des Internet-Protokolls durch differenzierte Dienste (Differentiated
Services, "DiffServ") sind dazu vorgesehen,
eine Diskrimination skalierbarer Dienste im Internet zu ermöglichen, ohne
dass Per-flow State und Signalisierung bei jedem Hop benötigt werden.
Aus einer kleinen, wohldefinierten Menge von Bausteinen, welche
in Netzknoten eingesetzt sind, kann eine Vielzahl von Diensten aufgebaut
werden. Die Dienste können
entweder Ende-zu-Ende-Dienste
oder Intradomain-Dienste sein; zu den Diensten gehören jene,
welche quantitative Leistungsanforderungen erfüllen können (z.B. Spitzen-Bandbreite),
und jene, die auf relativer Leistung beruhen (z.B. "Klassen"-Differenzierung).
Dienste können
durch eine Kombination des Setzens von Bits in einem IP-Header-Feld
an Netzgrenzen (Grenzen autonomer Systeme, interne administrative
Grenzen oder Hosts), des Verwendens jener Bits, um zu bestimmen,
wie Pakete von den Knoten innerhalb des Netzes weitergeleitet werden,
und des Konditionierens der markierten Pakete an Netzgrenzen entsprechend
den Anforderungen oder Regeln des jeweiligen Dienstes konstruiert
werden.
-
Differenzierte
Dienste definieren einen Edge-Router an der Netzgrenze und Kern-Router
innerhalb des Netzes. Der Edge-Router
und die Kern-Router haben unterschiedliche Aufgaben. Der Edge-Router
muss den Verkehr konditionieren, um sicherzustellen, dass der Verkehr
mit der Dienstvereinbarung konform ist. Der Edge-Router markiert
außerdem
den Paketverkehr mit dem entsprechenden Differentiated Services
Code Point ("DSCP") und leitet danach
die Pakete entsprechend dem Dienstverhalten weiter, das für diesen
DSCP definiert ist. Das Dienstverhalten, Weiterleitungsverhalten
(Per Hop Behavior, "PHB") genannt, kann die
Priorisierung oder Wichtung des betreffenden Typs von Verkehr definieren,
um dem Verkehr einen besseren Dienst zu geben als anderem Verkehr
von einem anderen Typ. Die Kern-Knoten prüfen den DSCP und wenden das
Dienstverhalten an, das für
den betreffenden Dienst geeignet ist.
-
4 zeigt
den Ende-zu-Ende-Dienst. Die DS Edge-Router führen die Konditionierung des
Verkehrs durch, während
die DS Kern-Router einfach das PHB anwenden.
-
Die
IntServ-Architektur stellt ein Mittel zur Lieferung von Ende-zu-Ende-QoS
für Anwendungen über heterogene
Netze bereit. Um dieses Ende-zu-Ende-Modell zu unterstützen, muss
die IntServ-Architektur über
eine breite Vielfalt unterschiedlicher Typen von Netzelementen unterstützt werden. In
diesem Kontext kann ein Netz, welches differenzierte Dienste unterstützt, als
ein Netzelement in dem gesamten Ende-zu-Ende-Weg angesehen werden.
-
Aus
der Perspektive von IntServ werden DiffServ-Regionen des Netzes
als virtuelle Verbindungen behandelt, welche IntServ-fähige Router
oder Hosts verbinden (etwa so wie ein Ethernet-LAN als eine virtuelle
Verbindung behandelt werden kann). Innerhalb der DiffServ-Regionen
des Netzes implementieren Router spezielle PHBs (aggregierte Verkehrssteuerung).
Die Gesamtmenge des Verkehrs, welcher in die DiffServ-Region eingelassen
wird, welche ein gewisses PHB empfangen soll, wird durch das Konditionieren
an den Edge Routern gesteuert. Ein IntServ-Dienst kann über eine
DiffServ-Domain hinweg bereitgestellt werden, indem Zulassungskontrolle
und Verkehrskonditionierung am Edge-Router und Signalisierung unter
Verwendung von RSVP über
die DiffServ-Domain
hinweg angewendet werden. Die Informationen, die in der RSVP-Signalisierung
zur Verfügung
gestellt werden, sollten für
den Dienst über
die DiffServ-Domain hinweg geeignet sein. Dies ist in 5 dargestellt.
-
Um
einen QoS Trägerdienst
mit klar definierten Eigenschaften und klar definierter Funktionalität zu realisieren,
muss der Träger
von der Quelle bis zum Ziel des Dienstes eingerichtet werden. Ein
Trägerdienst
umfasst alle Aspekte, um die Bereitstellung einer vertraglich festgelegten
QoS zu ermöglichen. Diese
Aspekte sind unter anderem die Steuersignalisierung, Benutzerebenentransport
und QoS-Management-Funktionalität.
-
Mobilfunk-Zugangsdatennetze,
zu denen General Packet Radio Service ("GPRS")
und Universal Mobile Telecommunication System ("UMTS")
gehören,
können
einen Bestandteil des Gesamtnetzes bilden und eine wichtige Rolle
im Ende-zu-Ende-Trägerdienst
für Kunden,
die an ihn angeschlossen sind, spielen. Folglich muss der über das GPRS-/UMTS-Netz
bereitgestellte Dienst unter den oben erwähnten Aspekten der Steuersignalisierung und
des Benutzerebenentransports geeignet sein, um den geforderten Ende-zu-Ende-Trägerdienst
zur Verfügung
zu stellen.
-
Das
GPRS-/UMTS-Netz besteht aus einer Menge von Netzelementen zwischen
dem Host, der als die Mobilstation ("MS")
bezeichnet wird, und dem externen Paketvermittlungsnetz, an das
der Benutzer angeschlossen ist. Diese Knoten sind in 6 dargestellt.
-
Der
Gateway GPRS Support Node ("GGSN") gewährleistet
das Interworking mit externen paketvermittelten Netzen.
-
Um
paketvermittelte (packet-switched, "PS") Daten
zu senden und zu empfangen, muss die MS den Paketdatenprotokoll-Kontext aktivieren,
welchen die MS benutzen möchte.
Diese Operation macht die MS in dem entsprechenden GGSN bekannt,
und das Interworking mit externen Datennetzen kann beginnen.
-
Benutzerdaten
werden transparent zwischen der MS und den externen Datennetzen
mit einem Verfahren übertragen,
das unter der Bezeichnung Kapselung und Tunnelung bekannt ist: Datenpakete werden
mit PS-spezifischen Protokollinformationen ausgestattet und zwischen
der MS und dem GGSN übermittelt.
-
Dienstgüte (Quality
of Service, "QoS") spielt auch bei
3G Mobilnetzen eine äußerst wichtige
und zentrale Rolle. QoS ist ein Mittel, um Endbenutzer mit einem
zufrieden stellenden Dienst zu versorgen, und ist auch für das Netzmanagement
wesentlich, was Kenntnisse anbelangt. QoS setzt Kenntnisse des Verkehrs
im Netz voraus, und folglich ermöglicht
QoS auch eine effiziente Nutzung der Spektrumsressourcen.
-
Die
Erfindung wird anhand einer UMTS QoS-Architektur beschrieben. Dementsprechend wird,
um einen einheitlichen Grad des Verständnisses sicherzustellen, ein
dem Stand der Technik entsprechender Überblick über QoS bei UMTS gegeben. Es
wird die 3GPP UMTS QoS-Architektur beschrieben, einschließlich einer
Erläuterung
des Paketdatenprotokoll-Kontextes
("PDP-Kontext"), des Traffic Flow
Templates ("TFT") und der QoS-Wartungsprozeduren
für aktivierte
UMTS Träger.
-
Es
ist zu erwarten, dass die mit Funk verknüpfte Bandbreite die teuerste
und wertvollste Ressource in der Ende-zu-Ende-Kette ist. Innerhalb von UMTS-Zugangsnetzen
werden die Funknetzressourcen mit einer Granularität je nach
PDP-Kontext verwaltet,
welche einem User Flow und einem gewissen QoS-Niveau entspricht.
-
Das
QoS-Rahmenwerk für
R99 3G Netze ist in TS23.107 V.3.4.0 spezifiziert. Der Schwerpunkt liegt
auf der QoS-Architektur, die auf der UMTS-Ebene zu verwenden ist,
wobei die Liste von QoS-Attributen, die für UMTS Trägerdienst und den Radio Access
Bearer Service (Funkzugangs-Trägerdienst) anwendbar
sind, zusammen mit entsprechenden Abbildungsregeln spezifiziert
ist.
-
TS23.060
V.3.4.0 spezifiziert die allgemeinen Mechanismen, die von R99 3G
Netzen für
paketvermittelte Konnektivitätsdienste
auf der UMTS-Ebene verwendet werden. Dies definiert die Dienstbeschreibung
für die
Paketdomain des 3G Netzes, welche den General Packet Radio Service
("GPRS") in GSM und UMTS
umfasst.
-
In
einer UMTS QoS-Architektur werden Netzdienste Ende-zu-Ende betrachtet,
von einer Endeinrichtung (Terminal Equipment, "TE")
zu einer anderen TE. Ein Ende-zu-Ende-Dienst kann eine gewisse Dienstgüte aufweisen,
welche dem Benutzer eines Netzdienstes zur Verfügung gestellt wird.
-
Um
eine gewisse Netz-QoS zu realisieren, wird ein Trägerdienst
mit klar definierten Eigenschaften und klar definierter Funktionalität von der
Quelle bis zum Ziel eines Dienstes eingerichtet. Der Trägerdienst
umfasst alle Aspekte, um die Bereitstellung einer vertraglich festgelegten
QoS zu ermöglichen, z.B.
Steuersignalisierung, Benutzerebenentransport, QoS-Management-Funktionalität usw.
-
Eine
Mehrschichtenarchitektur eines UMTS Trägerdienstes ist in 7 dargestellt.
Jeder Trägerdienst
bietet auf einer bestimmten Schicht seine individuellen Dienste
unter Verwendung der Dienste, die von den darunter befindlichen
Schichten bereitgestellt werden. Träger werden in zugrunde liegende Träger heruntergebrochen,
von denen jeder eine QoS durch eine Realisierung bereitstellt, welche
von den anderen Trägern
unabhängig
ist. Dienstvereinbarungen werden zwischen Netzkomponenten abgeschlossen,
welche in 7 horizontal angeordnet sind.
Die Dienstvereinbarungen können
von einer oder mehreren Schichten des Dienstes ausgeführt werden.
-
Zum
Beispiel besteht der UMTS Trägerdienst
aus einem Radio Access Bearer ("RAB") Dienst (Funkzugangs-Trägerdienst)
und einem Core Network ("CN") Trägerdienst
(Kernnetz-Trägerdienst).
Der RAB Dienst ist dann in einen Funk-Trägerdienst und einen Iu Trägerdienst
unterteilt. Die Iu Schnittstelle ist die Schnittstelle zwischen
dem Funkzugangsnetz und dem Kernnetz.
-
Das
Folgende sind Beispiele der in 7 dargestellten
Entitäten.
Die Endeinrichtung ("TE") kann ein Laptop
sein, und das mobile Endgerät
(Mobile Terminal, "MT") kann ein Handapparat
sein. Das UTRAN kann aus einer Kombination von Knoten B und einer
Funknetzsteuerung (Radio Network Controller, "RNC")
bestehen. Der CN Iu Edge Node kann ein Serving GPRS Support Node
("SGSN") sein, und das CN
Gateway kann ein Gateway GPRS Support Node ("GGSN")
sein.
-
Die
QoS Management-Funktionen in UMTS werden verwendet, um einen UMTS-Trägerdienst
mit einer spezifischen QoS, die durch spezifische QoS-Attribute
definiert ist, aufzubauen, zu modifizieren und zu warten. Die QoS
Management-Funktionen aller UMTS Entitäten stellen kombiniert die
Bereitstellung des verhandelten UMTS Trägerdienstes sicher.
-
Die
UMTS-Architektur umfasst vier Management-Funktionen in der Steuerungsebene
und vier in der Benutzerebene. Die Management-Funktionen der Steuerungsebene
sind:
Bearer Service ("BS") Manager, welcher
den entsprechenden Trägerdienst
einrichtet, steuert und beendet. Jeder BS Manager übersetzt
auch die Attribute seiner Ebene während Dienstanforderungen in
Attribute des zugrunde liegenden Trägerdienstes.
-
Übersetzungsfunktion,
welche zwischen externer Dienstsignalisierung und internen Dienstprimitiven
konvertiert, ein schließlich
der Übersetzung
der Dienstattribute, und sich im MT und im Gateway befindet.
-
Zulassungskontrolle
(Admission Control)/Capability Control, welche bestimmt, ob die
Netzentität
den spezifischen angeforderten Dienst unterstützt und ob die benötigten Ressourcen
verfügbar sind.
-
Subscription
Control (Abonnement-Kontrolle), welche bestimmt, ob der Benutzer
das Abonnement für
den Dienst hat, welcher angefordert wird.
-
Die
Management-Funktionen der Benutzerebene sind:
Abbildungsfunktion,
welche jede Dateneinheit mit der spezifischen QoS-Angabe markiert,
die sich auf den Trägerdienst
bezieht, der die Übertragung
der Dateneinheit durchführt.
Zum Beispiel kann die Abbildungsfunktion DiffServ Code Points zu
Pakete hinzufügen,
bevor die Pakete auf den Iu- oder
CN-Träger gebracht
werden.
-
Klassifizierungsfunktion,
welche in dem GGSN und in dem MT resident ist, weist Benutzerdaten-Einheiten
(z.B. IP-Paketen), die von dem externen Trägerdienst (oder dem lokalen
Trägerdienst) empfangen
wurden, dem entsprechenden UMTS Trägerdienst zu, entsprechend
den QoS-Anforderungen der jeweiligen Benutzerdaten-Einheit. Hier
befinden sich die Traffic Flow Template ("TFT")
und Paketfilter, wie weiter unten beschrieben ist.
-
Ressourcenmanager,
welcher seine Ressourcen unter allen Trägerdiensten verteilt, welche eine
Verwendung dieser Ressourcen anfordern. Der Ressourcenmanager versucht,
die QoS-Attribute bereitzustellen, die für jeden einzelnen Trägerdienst
erforderlich sind. Ein Beispiel eines Ressourcenmanagers ist ein
Packet Scheduler.
-
Traffic
Conditioner (Verkehrskonditionierer), welcher eine verkehrsformende
(Shaping) und verkehrsüberwachende
(Policing) Funktion ist, welche für die Konformität des Benutzerdatenverkehrs
mit den QoS-Attributen des betreffenden UMTS Trägerdienstes sorgt. Er ist im
GGSN und im MT sowie im UTRAN resident.
-
Die
QoS-Management-Funktionen zum Steuern des UMTS Trägerdienstes
sind in 8 dargestellt. Der Zweck dieser
Steuerungsfunktionen ist es, den Aufbau und die Modifizierung von
UMTS Trägerdiensten
durch Interaktion mit der Local Service Control in der TE und der
External Service Control im externen Netz zu unterstützen.
-
Die
QoS-Management-Funktionen des UMTS Trägerdienstes in der Benutzerebene
sind in 9 dargestellt. Diese Funktionen
halten zusammen die Eigenschaften der Datenübertragung gemäß den durch
die Steuerungsfunktionen des UMTS Trägerdienstes festgelegten Verpflichtungen
aufrecht, die durch die Attribute des Trägerdienstes ausgedrückt werden.
Die Benutzerebene verwendet die QoS-Attribute. Die relevanten Attribute
werden den Management-Funktionen der Benutzerebene durch die QoS-Management-Steuerungsfunktionen
zur Verfügung
gestellt.
-
Vier
verschiedene QoS-Klassen sind in UMTS standardisiert und in Tabelle
1 dargestellt. Der Datentransport kann für den entsprechenden Typ von
Anwendungsdaten oder für
einen Trägerdienst einer
bestimmten Klasse optimiert werden. Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal
zwischen diesen Klassen ist, wie verzögerungsempfindlich der Verkehr
ist: Die Konversationsklasse bezeichnet Verkehr, welcher sehr verzögerungsempfindlich
ist (für Echtzeitdienste),
während
die Hintergrundklasse die am meisten verzögerungsunempfindliche Verkehrsklasse
ist (für
Nicht-Echtzeitdienste).
-
Um
einen Trägerdienst
im Einzelnen zu charakterisieren, ist in UMTS eine Menge von Trägerdienstattributen
standardisiert, wie in den Tabellen weiter unten angegeben ist.
Eine bestimmte QoS wird angefordert, indem eine Menge von Attributwerten
gewählt
wird, welche die Träger-Anforderung
beschreibt. Die Parameter unterscheiden sich in Abhängigkeit
vom Typ des angeforderten Trägerdienstes.
-
Tabelle
2 zeigt, welche Attribute für
welche Verkehrsklasse anwendbar sind. Tabelle 3 gibt einen Überblick
darüber,
wofür die
verschiedenen QoS-Attribute verwendet werden. Die exakten Definitionen der
QoS-Attribute sind in TS23.107 zu finden, von dem gegenwärtig die
Version 3.4.0 aktuell ist.
-
Ein
Abonnement ist mit einer oder mehreren Paketdatenprotokoll- ("PDP"-) Adressen verknüpft, d.h.
IP-Adressen im Fall von IP-Verkehr. Jede PDP-Adresse wird durch
einen oder mehrere PDP-Kontexte beschrieben, die in der MS, im SGSN und
im GGSN gespeichert sind. Standardwerte sind außerdem im HLR verfügbar, welches
die Abonnements-Information speichert. Jeder PDP-Kontext kann mit
einem Traffic Flow Template ("TFT") verknüpft sein.
Zu einem beliebigen Zeitpunkt kann höchstens ein PDP-Kontext (der
mit derselben PDP-Adresse verknüpft
ist) existieren, dem kein TFT zugeordnet ist. Die Beziehung zwischen
PDP-Adresse, PDP-Kontext und TFT ist in 10 dargestellt.
-
Ein
PDP-Kontext ist eine dynamische Tabelle von Dateneinträgen, die
alle benötigten
Informationen zum Übertragen
von PDP PDUs zwischen MS und GGSN umfasst, zum Beispiel Adressierungsinformationen,
Datenfluss-Steuerungsvariable, QoS-Profil, Gebühreninformationen usw. Die
Beziehung zwischen UMTS Trägerdiensten
und PDP-Kontext ist eine eineindeutige Abbildung, d.h. wenn zwei UMTS
Trägerdienste
für eine
PDP-Adresse festgelegt sind, so sind zwei PDP-Kontexte definiert.
-
Die
PDP-Kontext-Prozeduren sind in TS23.060 definiert, von dem gegenwärtig die
Version 3.4.0 aktuell ist. Die Konzepte, welche mit dem QoS-Profil
und dem Traffic Flow Template ("TFT") zusammenhängen, sind
aus der Perspektive der QoS relevant.
-
Die
UMTS QoS-Attribute sind hauptsächlich zur
Unterstützung
einer effizienten Realisierung des Funks gewählt und definiert worden. Ein
QoS-Profil ist durch eine Menge von UMTS QoS-Attributen definiert.
Der RNC erhält
das relevante RAB QoS-Profil von dem SGSN während der PDP-Kontext Aktivierung.
Es gibt drei verschiedene QoS-Profile, die an einer PDP-Kontext
Aktivierung beteiligt sind – das
angeforderte QoS-Profil, das verhandelte QoS-Profil und das abonnierte
QoS-Profil (oder das Standard-QoS-Profil).
-
In
Abhängigkeit
vom Typ der benötigten
Information unterscheiden sich die gespeicherten PDP-Kontext-Informationen
in der MS, im RNS, SGSN, GGSN und HLR. In Bezug auf das QoS-Profil gilt
Folgendes:
- GGSN:
- Verhandeltes QoS-Profil
- MS:
- Verhandeltes QoS-Profil,
angefordertes QoS-Profil und abonniertes QoS-Profil
- SGSN:
- Verhandeltes QoS-Profil,
angefordertes QoS-Profil
und abonniertes QoS-Profil
- RNC:
- Verhandeltes RAB QoS-Profil
- HLR:
- Abonniertes QoS-Profil
-
Ein
TFT ist ein Paketfilter (oder eine Satz von Filtern), welches Pakete
mit dem richtigen PDP-Kontext verknüpft und damit sicherstellt,
dass die Pakete in dem entsprechenden GTP-Tunnel weitergeleitet werden.
Das TFT ermöglicht
es, über
verschiedene PDP-Kontexte mit variierenden QoS-Profilen zu verfügen, die
mit einer einzigen PDP-Adresse verknüpft sind. Das TFT wird von
dem MT sowohl für
Uplink- als auch für
Downlink-Ströme
verwaltet und initiiert. Das Uplink TFT ist im MT resident, während das
Downlink TFT im GGSN resident ist. Das Downlink TFT wird vom MT
während
der PDP-Kontext Aktivierung/Modifizierung an den GGSN gesendet.
Die Downlink TFTs können
zu einem PDP-Kontext hinzugefügt
werden, welcher ohne ein solches erzeugt wurde, und der Inhalt kann
ebenfalls modifiziert werden.
-
Tabelle
4 zeigt die Attribute der TFT Paketfilter und gültige Kombinationen. Jedes
TFT hat eine Kennung und einen Evaluations-Rangfolgeindex, welcher
eindeutig innerhalb aller TFTs ist, die mit den PDP-Kontexten verknüpft sind,
welche gemeinsam dieselbe PDP-Adresse benutzen. Die MS verwaltet die
Kennungen und die Evaluations-Rangfolgeindezes und ebenso die Paketfilter-Inhalte.
-
Einige
der Attribute in Tabelle 4 können
in einem Paketfilter nebeneinander bestehen, während andere einander gegenseitig
ausschließen.
Nur diejenigen Attribute, die mit einem "X" gekennzeichnet sind,
können
für ein
einziges Paketfilter spezifiziert werden. Alle gekennzeichneten
Attribute können spezifiziert
werden, jedoch mindestens eines muss spezifiziert werden.
-
Die
PDP-Kontext Signalisierung ist das Mittel zum Transportieren des
angeforderten und verhandelten QoS-Profils zwischen den Knoten in
dem UMTS-Netz. PDP-Kontext Signalisierung spielt eine zentrale Rolle
für das
QoS-Handling in Bezug auf Zulassungskontrolle, Verhandlung und Modifizierung von
Trägern
auf einer QoS-Ebene. Der Austausch von PDP-Kontext Signalisierungsnachrichten
wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Bezugszahlen in 11 beschrieben.
-
In
Schritt 1 wird eine RRC-Verbindung aufgebaut. Diese Prozedur
ist notwendig, um eine Verbindung zwischen der MS und dem UTRAN
aufzubauen. Vom Standpunkt der QoS aus betrachtet beinhaltet die
Aufbauphase jedoch kaum mehr, als dass der Typ des Funkkanals angegeben
wird, welcher verwendet wird.
-
In
Schritt 2 sendet die MS eine PDP-Nachricht an den SGSN,
um den PDP-Kontext zu aktivieren. Das angeforderte QoS-Profil ist in dieser
Nachricht enthalten. Zu diesem Zeitpunkt führt der SGSN eine Zugangsprüfung durch
und könnte
die angeforderte QoS einschränken,
falls das System überlastet ist.
-
In
Schritt 3 sendet der SGSN eine RANAP-Nachricht "RAB Assignment Request" (RAB Zuweisungsanforderung)
an den RNC. RANAP, oder Radio Access Network Application Part, ist
ein Anwendungsprotokoll zur Unterstützung der Signalisierung und
Steuerungsübertragung
zwischen dem Funkzugangsnetz (Radio Access Network, "RAN") und dem externen
CN. RANAP ermöglicht
die Kommunikation zwischen dem RAN und leitungsvermittelten oder
paketvermittelten Netzen. Diese Anforderung, einen Funknetz-Trägerdienst
aufzubauen, transportiert die RAB QoS-Attribute, welche von dem SGSN
modifiziert worden sein können.
-
In
Schritt 4 verwendet der RNC die RAB QoS-Attribute, um die
mit dem Funk zusammenhängenden
Parameter zu bestimmen, die dem QoS-Profil entsprechen. Diese Parameter
können
Transportformatmenge und Transportformatkombinationsmenge enthalten.
Außerdem
führt das
UTRAN eine Zulassungskontrolle auf diesem Träger durch.
-
In
Schritt 5 sendet der RNC eine RRC-Nachricht "Radio Bearer Set-up" (Einrichtung des
Funkträgers)
an die MS. Die RRC-Nachricht enthält die mit dem Funk zusammenhängenden
Parameter, welche in Schritt 4 bestimmt wurden.
-
In
Schritt 6 wenden das UTRAN und die MS die Funkparameter
an und sind bereit, Verkehr zu übertragen.
Um dies zu signalisieren, sendet die MS eine RRC-Nachricht "Radio Bearer Set-up
Complete" (Einrichtung
des Funkträgers
abgeschlossen) an den RNC.
-
In
Schritt 7 sendet das UTRAN eine RANAP-Nachricht "RAB Assignment Complete" (RAB-Zuweisung abgeschlossen)
an den SGSN.
-
In
Schritt 8 kann eine Ablaufverfolgungsprozedur initiiert
werden. Dies ist eine Betriebs- und Wartungsfunktion zum Befragen
von Teilnehmern.
-
In
Schritt 9 sendet der SGSN eine "Create PDP Context Request" (Anforderung, PDP-Kontext zu
erzeugen) an den GGSN, welche das QoS-Profil transportiert. Das
QoS-Profil kann jedoch andere Parameter aufweisen als diejenigen,
welche von der MS in Schritt 2 angefordert wurden. Auf
der Basis dieses Profils wird auf der Ebene des GGSN eine Zulassungskontrolle
durchgeführt,
und der GGSN kann die QoS einschränken, falls zum Beispiel das
System überlastet
ist. Der GGSN speichert den PDP-Kontext in seiner Datenbank.
-
In
Schritt 10 sendet der GGSN die verhandelte QoS an den SGSN
in einer Nachricht "Create PDP
Context Response" ("PDP-Kontext erzeugen"-Antwort) zurück, und
der SGSN speichert den PDP-Kontext in seiner Datenbank.
-
In
Schritt 11 wird die verhandelte QoS von dem SGSN in einer
Nachricht "Activate
PDP Context Accept" (PDP-Kontext
aktivieren – Annahme)
an die MS gesendet. Falls entweder der SGSN oder der GGSN das QoS-Profil
geändert
hat, muss die MS dieses Profil entweder annehmen oder zurückweisen.
-
Es
sind verschiedene lokale Zulassungskontrollen vorhanden, die während der
Prozedur stattfinden. Da jedoch mit Funk verknüpfte Bandbreite die teuerste
Ressource ist, wird während
der PDP-Kontext Aktivierung oder Modifizierung das UTRAN konsultiert,
wenn bestimmt wird, ob Funkressourcen verfügbar sind oder nicht. Somit
wird die Zulassungskontrolle bei UMTS auf eine Art und Weise durchgeführt, bei
der Funk die zentrale Rolle spielt.
-
Um
IP QoS Ende-zu-Ende bereitzustellen, ist es erforderlich, die QoS
innerhalb jeder Domain zu verwalten. Es wird ein IP BS Manager im
Gateway verwendet, um den externen IP-Trägerdienst
zu steuern. Aufgrund der unterschiedlichen Verfahren, die innerhalb
des IP-Netzes angewendet werden, kommuniziert dieser mit dem UMTS
BS Manager über
die Übersetzungsfunktion.
-
Ebenso
ist es erforderlich, dass eine IP-Trägerdienst Manager-Funktion
in einem UE (Teilnehmergerät)
vorgesehen ist, wobei der Trägerdienst-Manager
die QoS-Anforderungen der Anwendung auf die entsprechenden QoS-Mechanismen
abbildet.
-
12 zeigt
die Ausführungsform
zur Steuerung eines IP-Dienstes
unter Verwendung eines IP BS Managers an beiden möglichen
Orten im UE und im Gateway-Knoten. Die Figur gibt auch den optionalen
Kommunikationsweg zwischen den IP BS Managern im UE und im Gateway-Knoten
an.
-
Die
IP BS Manager verwenden standardmäßige IP-Mechanismen, um den
IP-Trägerdienst
zu verwalten. Diese Mechanismen können von den Mechanismen verschieden
sein, die innerhalb von UMTS verwendet werden, und können andere
Parameter aufweisen, welche den Dienst steuern. Die Übersetzungs-/Abbildungsfunktion
gewährleistet
das Interworking zwischen den Mechanismen und Parametern, die innerhalb
des UMTS Trägerdienstes
verwendet werden, und jenen, die innerhalb des IP-Trägerdienstes
verwendet werden, und interagiert mit dem IP BS Manager.
-
Falls
ein IP BS Manager sowohl im UE als auch im Gateway-Knoten existiert,
ist es möglich, dass
diese IP BS Manager unter Verwendung relevanter Signalisierungsprotokolle
direkt miteinander kommunizieren.
-
Obwohl
eine Signalisierung auf IP-Ebene wie etwa RSVP von Nutzen sein kann,
um Ende-zu-Ende-Signifikanz einer Dienstgüte-Unterstützungs-Anforderung vom Endbenutzer
sicherzustellen, hat sie eine Anzahl von Nachteilen. Zu ihnen gehören eine
schlechte Funkressourcen-Effizienz, und dass die Dienstdefinition
für heterogene
Netze möglicherweise
nicht geeignet ist und die Prozeduren möglicherweise für bidirektionale
Ströme
nicht geeignet sind. Dementsprechend besteht Bedarf an einer Signalisierung
auf IP-Ebene in Funknetzen bei gleichzeitiger Vermeidung dieser
Mängel.
-
KURZDARSTELLUNG
-
Die
Erfindung beseitigt eine Anzahl von Unzulänglichkeiten des Standes der
Technik durch Verwendung eines Proxy-Verfahrens in einem Funknetz wie
etwa UMTS. Es wird eine Lösung
für RSVP-Unterstützung und
Interworking bereitgestellt.
-
Im
Kontext der Erfindung beinhaltet Interworking das Abbilden von Informationen
in einem Protokoll auf Informationen in einem anderen Protokoll. Die
Informationen können
einen Verkehrsdeskriptor oder eine QoS-Definition enthalten. Interworking kann
auch das Verwenden von Ereignissen in der Zustandsmaschine einer
Seite des Interworkings beinhalten, um Aktionen in der Funktion
der anderen Seite des Interworkings auszulösen. Ferner kann Interworking
das Verwenden von Informationen beinhalten, die an der Eingangsseite
des Interworkings empfangen werden, um das Shaping (Formen)/Marking (Markieren)
der Ausgangsseite des Interworkings zu konfigurieren.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren in einem mobilen Endgerät zum Bereitstellen
von Unterstützung für IP-Signalisierung
bereitgestellt, wobei das mobile Endgerät in Kommunikation mit einer
Endeinrichtung eines lokalen Benutzers steht und außerdem in
Kommunikation mit einem Funknetz steht. Das Verfahren umfasst die
folgenden Schritte: Beenden einer PATH-Nachricht, die von der Endeinrichtung
des Benutzers gesendet wurde; Bestimmen, ob ein neuer PDP-Kontext
erzeugt oder ein existierender PDP-Kontext geändert werden soll, auf der
Basis der in der PATH-Nachricht
enthaltenen RSVP-Parameter; und Senden einer Anforderung, den PDP-Kontext
zu erzeugen oder zu ändern, über das Funknetz.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren in
einem mobilen Endgerät
zum Bereitstellen von Unterstützung
für IP-Signalisierung
bereitgestellt, wobei das mobile Endgerät in Kommunikation mit einer
Endeinrichtung eines lokalen Benutzers steht und außerdem in
Kommunikation mit einem Funknetz steht. Das Verfahren umfasst die
Schritte: Empfangen einer Nachricht von dem Funknetz; Bestimmen
aus der Nachricht, ob eine Anwendung in der Endeinrichtung RSVP-Signalisierung
erfordert; Erzeugen einer PATH-Nachricht; Senden der PATH-Nachricht
an die Endeinrichtung; Empfangen einer RESV-Nachricht von der Endeinrichtung;
Bestimmen der Anforderungen für
einen PDP-Kontext;
und Senden einer Anforderung, den PDP-Kontext zu erzeugen oder zu ändern, über das Funknetz.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren in
einem mobilen Endgerät
zum Bereitstellen von Unterstützung
für IP-Signalisierung
bereitgestellt, wobei das mobile Endgerät in Kommunikation mit einer
Endeinrichtung eines lokalen Benutzers steht und außerdem in
Kommunikation mit einem Funknetz steht. Das Verfahren umfasst die
Schritte: Empfangen einer PATH-Nachricht, die von der Endeinrichtung
des Benutzers gesendet wurde; Ändern
der PATH-Nachricht entsprechend einer lokalen Konfiguration; Senden
der geänderten
PATH-Nachricht an das Funknetz; Empfangen einer RESV-Nachricht von
dem Funknetz in Reaktion auf die PATH-Nachricht; Bestimmen, ob ein
neuer PDP-Kontext erzeugt oder ein existierender PDP-Kontext geändert werden
soll, auf der Basis von in der RESV-Nachricht enthaltenen RSVP-Parametern;
Senden einer Anforderung, den PDP-Kontext zu erzeugen oder zu ändern, über das
Funknetz; Empfangen einer Antwort auf die Anforderung, einen PDP-Kontext
zu erzeugen oder zu ändern,
von dem Funknetz; und Senden der RESV-Nachricht an die Endeinrichtung.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren in
einem mobilen Endgerät
zum Bereitstellen von Unterstützung
für IP-Signalisierung
bereitgestellt, wobei das mobile Endgerät in Kommunikation mit einer
Endeinrichtung eines lokalen Benutzers steht und außerdem in
Kommunikation mit einem Funknetz steht. Das Verfahren umfasst die
Schritte: Empfangen einer PATH-Nachricht von dem Funknetz; Senden
der PATH-Nachricht an die Endeinrichtung; Empfangen einer RESV-Nachricht
von der Endeinrichtung; Bestimmen der Anforderungen für einen
PDP-Kontext aus der RESV-Nachricht; Senden einer Anforderung, den PDP-Kontext zu erzeugen
oder zu ändern, über das Funknetz;
Empfangen einer Antwort auf die Anforderung, den PDP-Kontext zu
erzeugen oder zu ändern, von
dem Funknetz; und Senden der RESV-Nachricht an das Funknetz.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Einbinden von IP QoS-Information in einen PDP-Kontext und zum Transportieren
der QoS-Information über
ein UMTS-Netz bereitgestellt. Das Verfahren umfasst die Schritte:
Einbinden der QoS-Information in den PDP-Kontext; und Interworking
zwischen der QoS-Information und RSVP in einem GGSN.
-
Es
muss betont werden, dass der Begriff "umfasst" oder "umfassend", wenn er in dieser Beschreibung verwendet
wird, benutzt wird, um das Vorhandensein von genannten Merkmalen, ganzen Zahlen,
Schritten oder Komponenten anzugeben, jedoch nicht das Vorhandensein
oder das Hinzukommen eines oder mehrerer anderer Merkmale, ganzer Zahlen,
Schritte oder Komponenten oder von Gruppen davon ausschließt.
-
BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
ein Blockschaltbild eines High-Level IP-Netzes;
-
2 ist
ein Blockschaltbild, das ein Beispiel eines Netzes darstellt, das
Ende-zu-Ende integrierte Dienste verwendet;
-
3 ist
ein Blockschaltbild, das ein Beispiel eines Netzes darstellt, das
einen RSVP-Proxy verwendet;
-
4 ist
ein Blockschaltbild, das ein Beispiel eines Netzes darstellt, das
Ende-zu-Ende differenzierte Dienste verwendet;
-
5 ist
ein Blockschaltbild, das ein Beispiel eines Netzes darstellt, das
RSVP-Signalisierung im Interworking mit differenzierten Diensten
verwendet;
-
6 ist
ein Blockschaltbild, das ein Mobilfunk-Zugangsdatennetz darstellt,
das als ein DiffServ modelliert ist;
-
7 ist
ein Blockschaltbild einer UMTS QoS-Architektur;
-
8 ist
ein Blockschaltbild, das QoS Management-Funktionen für UMTS Trägerdienst
in der Steuerungsebene darstellt;
-
9 ist
ein Blockschaltbild, das QoS Management-Funktionen für UMTS Trägerdienst
in der Benutzerebene darstellt;
-
10 ist
ein Blockschaltbild der Beziehung zwischen PDP-Adresse, PDP-Kontext
und TFT;
-
11 ist
ein Schema des Nachrichtenaustausches des PDP-Kontexts;
-
12 ist
ein Blockschaltbild der QoS Management-Funktionen für UMTS Trägerdienst
in der Steuerungsebene und QoS Management-Funktionen für Ende-zu-Ende
IP QoS;
-
13 ist
ein Schema, das IP-Signalisierung darstellt, welche für das UMTS-Netz
transparent ist;
-
14 ist
ein Schema, das IP-Signalisierung darstellt, welche im GGSN interpretiert
wird;
-
15 ist
ein Funktionsblockdiagramm der ersten Ausführungsform der Erfindung;
-
16 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der ersten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT eine PATH-Nachricht
von der TE empfängt;
-
17 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der ersten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT Daten vom Netz empfängt;
-
18 ist
ein Funktionsblockdiagramm der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
-
19 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der zweiten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT eine PATH-Nachricht
von der TE empfängt;
-
20 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der zweiten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT eine PATH-Nachricht
vom Netz empfängt;
-
21 ist
ein Funktionsblockdiagramm der dritten Ausführungsform der Erfindung;
-
22 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der dritten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT eine PATH-Nachricht
von der TE empfängt;
-
23 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der dritten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem das MT eine PATH-Nachricht
vom Netz empfängt;
-
24 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der dritten Ausführungsform der Erfindung, welche
die Aufbauphase und die Datenphase definiert;
-
25 ist
ein Signalflussdiagramm, in welchem das UE IP-spezifische Elemente in der PDP-Kontext-Nachricht
unterstützt
und der GGSN Interworking mit RSVP gewährleistet;
-
26 ist
ein Funktionsblockdiagramm der vierten Ausführungsform der Erfindung;
-
27 ist
eine Prinzipskizze eines Netzmodells, welches die vierte Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet;
-
28 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der vierten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem der GGSN RSVP-Nachrichten
für den
Uplink-Strom aufruft;
-
29 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm der vierten Ausführungsform der Erfindung, in
welchem der GGSN RSVP-Nachrichten
für den
Downlink-Strom beendet und aufruft;
-
30 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm, welches die Phasen des Aufbaus des
Trägers
zeigt; und
-
31 ist
ein Signalflussdiagramm, in welchem das UE IP-spezifische Elemente in der PDP-Kontext-Nachricht
unterstützt
und der GGSN Interworking mit DiffServ gewährleistet.
-
AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG
-
Obwohl
eine Signalisierung auf IP-Ebene wie etwa RSVP verwendet werden
kann, um Ende-zu-Ende-Signifikanz einer Dienstgüte-Unterstützungs-Anforderung vom Endbenutzer
sicherzustellen, weist sie eine Anzahl von Unzulänglichkeiten auf.
-
Die
Erfindung beseitigt eine Anzahl von Unzulänglichkeiten, die mit der Signalisierung
auf IP-Ebene über
Funknetze zusammenhängen,
durch Verwendung eines Proxy-Verfahrens. Dementsprechend können Verfahren
der Signalisierung auf IP-Ebene
wie etwa RSVP über
ein Funknetz wie etwa UMTS verwendet werden, ohne wertvolle Funkbandbreite
zu verschwenden. Wie leicht einzusehen ist, kann die Signalisierung
auf IP-Ebene transparent
für das
UMTS-Netz sein, oder die Signalisierung auf IP-Ebene kann im GGSN
interpretiert werden. Bevor die Erfindung anhand ihrer Ausführungsformen
erörtert
wird, ist es nützlich,
die Prinzipien des Interworking zu erörtern, die bei diesen zwei
Fällen
der IP-Signalisierung eine Rolle spielen.
-
15 zeigt
ein Funktionsblockdiagramm einer Netzkonfiguration zwischen der
Endeinrichtung (Terminal Equipment, "TE")
des Benutzers und dem externen Netz. Wie in dem Diagramm dargestellt
ist, ist die TE des Benutzers mit dem mobilen Endgerät (Mobile
Terminal, "MT") verbunden. Die
TE kann irgendeines aus einer Vielzahl von bekannten Rechengeräten sein,
wie etwa ein tragbarer Computer oder ein persönlicher Datenassistent. Das
MT bedient die Schnittstelle zum Kommunikationsnetz wie etwa einem
UMTS- oder anderen Funknetz. Wie leicht einzusehen ist, kann das
MT physisch in die TE integriert sein oder mit der TE durch Kabel,
Infrarotverbindung oder mit einem anderen Verfahren verbunden sein.
-
Das
UTRAN oder UMTS Funkzugangsnetz beendet die Funkverbindung von dem
MT. Das UTRAN wickelt die Aufgaben ab, die mit der Aufrechterhaltung
der physischen Verbindung zum MT zusammenhängen, und hat keine Kenntnis
von Anwendungen, welche möglicherweise
auf der TE oder dem MT ausgeführt
werden. Ähnlich
hat das UTRAN keine Kenntnis von Netzteilnehmern.
-
Das
UMTS/GPRS Kernnetz stellt Routing und den Zugang zum externen Internet
zur Verfügung.
Somit werden über
UMTS gesendete Daten empfangen und für die Übertragung zum IP-Netz geeignet formatiert.
Ebenso werden Daten, die vom IP-Netz
empfangen werden, für
die Übertragung über das
UMTS geeignet formatiert.
-
15 zeigt
auch eine Anzahl von Funktionen, die mit den einzelnen Knoten verknüpft sind.
Anwendungsfunktionen enthalten im Allgemeinen irgendeine Anwendung,
welche einen Kommunikationsweg erfordert und von der TE oder dem
MT ausgeführt
werden kann. Beispiele von üblichen
Anwendungsfunktionen sind Web-Browser, Multimedia-Clients und Audiotools.
-
Ebenfalls
innerhalb der TE und des MT sind IP-Signalisierungsfunktionen vorhanden.
Diese Funktionen wickeln die Signalisierung auf der IP-Ebene ab,
wie etwa RSVP.
-
UMTS-Funktionen
wickeln die Aufgaben ab, die mit dem Kommunizieren in einem UMTS-Netz
zusammenhängen.
Diese Aufgaben können
PDP Mobilitätsmanagement,
Verbindungsmanagement, Funkressourcenmanagement und Handover-Prozeduren
umfassen.
-
IP-Funktionen
umfassen IP-Routing, welches erforderlich sein kann, um IP-Pakete
in einem IP-Netz weiterzuleiten.
-
Obwohl 15 nur
den Netzknoten von der TE bis zum externen Netz zeigt, ist leicht
einzusehen, dass der Benutzer wahrscheinlich wünschen wird, eine Verbindung
zu einer TE eines anderen Benutzers oder einem bestimmten Anwendungsserver
herzustellen. Diese zweite TE oder dieser Server kann mit dem externen
Netz auf dieselbe oder eine ähnliche
Weise verbunden sein, wie in 15 dargestellt.
-
Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung wird die IP-Signalisierung im MT beendet. 16 ist ein
Nachrichtenflussdiagramm, wobei die TE eine PATH-Nachricht initiiert
und das MT die RSVP-Signalisierung beendet. Wenn die PATH-Nachricht empfangen
wird, empfängt
das MT sämtliche
RSVP-Parameter und
bestimmt, ob ein neuer sekundärer PDP-Kontext
erzeugt oder ein existierender geändert werden soll, um den Verkehr
zu transportieren. Der sekundäre
PDP-Kontext wird dann auf eine Art und Weise erzeugt oder geändert, die
durch Standards definiert und in der Technik bekannt ist.
-
Sobald
der sekundäre
PDP-Kontext erfolgreich aufgebaut worden ist, kann das MT eine RSVP-Proxy
instanzieren. Der RSVP kann sich in einem Modus befinden, in dem
der RSVP-Proxy die
Signalisierung beendet. In diesem Modus kann der RSVP-Proxy eine
PATH-Nachricht empfangen und eine RESV-Antwort erzeugen. Das MT kann ebenfalls
auf die ursprüngliche
PATH-Nachricht mit einer RESV-Nachricht antworten.
-
17 ist
ein entsprechendes Nachrichtenflussdiagramm, wobei das MT die RSVP-Signalisierung
beendet und ankommende Daten vom externen Netz vorhanden sind. In
diesem Falle initiiert das MT die PATH-Nachricht. Damit das MT die
RSVP PATH initiiert, muss es irgendeine Aktion geben, welche eintritt,
um dies auszulösen.
Der Auslöser
könnte
aus dem Empfangen von Daten in einem existierenden sekundären PDP- Kontext resultieren,
welcher mit einer bestimmten Filterspezifikation übereinstimmt, welche
erkennt, dass dieser Verkehr mit einer anderen QoS versehen sein
sollte. Eine andere Möglichkeit
ist, falls der Benutzer das MT konfiguriert (entweder direkt oder über eine
API von der TE), sich auf einen erwarteten Datenstrom vorzubereiten.
-
Falls
das MT bestimmt, dass die Anwendung RSVP-Signalisierung erfordert,
so initiiert das MT eine PATH-Nachricht. Beim Empfangen der RESV-Nachricht
von der TE können
die Anforderungen für
den PDP-Kontext bestimmt werden, und der sekundäre PDP-Kontext kann erzeugt/modifiziert werden.
-
Das
MT muss außerdem
Timer ausführen, die
für die
RSVP-Prozeduren
geeignet sind. Zum Beispiel kann das MT in Reaktion auf den periodischen Ablauf
des Timers eine PATH-Nachricht
an die TE senden. Das MT muss so konfiguriert sein, dass es bestimmt,
welche Aktion durchzuführen
ist, falls die RESV-Nachricht nicht von der TE empfangen wird. Zum
Beispiel kann das MT bestimmen, dass die Anwendung nicht mehr auf
der TE ausgeführt
wird und der Kommunikationsweg, der durch den PDP-Kontext definiert
ist, nicht mehr benötigt
wird.
-
Wie
man leicht sieht, ermöglicht
diese Ausführungsform
das Interworking von zwei verschiedenen Protokollen. 13 zeigt
die Prinzipien des Interworkings in dem Fall, wenn die IP-Signalisierung (RSVP)
für das
UMTS-Netz transparent ist. In diesem Fall stellt das UE, welches
sowohl die TE als auch das MT umfassen kann, eine IP-Trägerdienst-
(Bearer Service, "BS") Funktion zur Verfügung, welche Ende-zu-Ende-QoS unter Verwendung
von IP-Schicht-Signalisierung zum entfernten Ende ermöglicht.
Es ist keine IP-Schicht-Signalisierung zwischen den IP BS Managern
in dem UE und im GGSN vorhanden. Jedoch kann der GGSN Informationen betreffs
des PDP-Kontextes nutzen, welche zwischen den UMTS BS Managern signalisiert
wird und über
die Übersetzungs-/Abbildungsfunktion
zur Verfügung
gestellt wird.
-
In 13 wird
angenommen, dass das UE und der GGSN DiffServ Edge-Funktionen unterstützen und
dass das Backbone-IP-Netz DiffServ-fähig ist. Außerdem kann das UE RSVP-Signalisierung unterstützen, welche
innerhalb des UE ein Interworking realisiert, um die DiffServ zu
steuern.
-
Die
Steuerung der QoS über
das UMTS-Zugangsnetz (vom UE zum GGSN) kann vom Endgerät aus unter
Verwendung der PDP-Kontext-Signalisierung durchgeführt werden.
Stattdessen können
auch Abonnementsdaten, auf die durch den SGSN zugegriffen wird,
die QoS überschreiben,
die mittels Signalisierung vom UE angefordert wird.
-
Das
Endgerät
kann Signalisierung über
das RSVP-Protokoll unterstützen,
um die QoS am lokalen und am entfernten Zugang zu steuern. Das Endgerät kann auch
DiffServ unterstützen,
um die IP QoS über
das Backbone-IP-Netz zu steuern. Das RSVP Signalisierungsprotokoll
kann für
verschiedene Dienste verwendet werden. Es ist zu erwarten, dass
nur RSVP, das die Integrated Services ("IntServ") Semantik verwendet, unterstützt wird,
obwohl in der Zukunft neue Dienstdefinitionen und Semantiken eingeführt werden
können.
Die Entitäten,
welche die RSVP-Signalisierung unterstützen, unterstützen möglicherweise
vollständig
ebenso die Spezifikationen für
IntServ und IntServ/DiffServ Interworking. Wenn nicht, ist zu erwarten,
dass sie das Break-Bit setzen.
-
Die
QoS für
den drahtlosen Zugang wird durch den PDP-Kontekt gewährleistet.
Das UE kann die QoS des drahtlosen Zugangs durch Signalisierung
für den
PDP-Kontext steuern. Die Eigenschaften für den PDP-Kontext können aus
der RSVP-Signalisierungsinformation
abgeleitet werden, oder sie können
andere Informationen verwenden.
-
QoS
für die
IP-Schicht wird auf zwei Ebenen ausgeführt. Die Ende-zu-Ende-QoS wird
durch die RSVP-Signalisierung gesteuert. Obwohl RSVP-Signalisierung
im QoS-Modell Ende-zu-Ende
verwendet werden kann, wird sie nicht zwangsläufig von allen Zwischenknoten
unterstützt.
Stattdessen wird DiffServ verwendet, um die QoS über das Backbone-IP-Netz bereitzustellen.
-
Am
UE werden die Daten ebenfalls für
DiffServ klassifiziert. Dazwischenliegende QoS Domains können QoS
gemäß entweder
der RSVP-Signalisierungsinformation oder DiffServ Mechanismen anwenden.
Bei dieser Ausführungsform
gewährleistet das
UE Interworking zwischen den RSVP und DiffServ Domains. Der GGSN
kann die DiffServ Einstellung vom UE aufheben. Dieser GGSN kann
Informationen betreffs des PDP-Kontextes
verwenden, um die geeignete anzuwendende DiffServ Einstellung zu wählen, wie
in 13 dargestellt ist.
-
Die
Ende-zu-Ende-QoS wird von einem lokalen Mechanismus im UE, dem PDP-Kontext über das UMTS-Zugangsnetz,
DiffServ durch das Backbone-IP-Netz hindurch und DiffServ im entfernten
Zugangsnetz bereitgestellt, welche ebenfalls in 13 dargestellt
sind. Die RSVP-Signalisierung kann die QoS sowohl am lokalen als
auch am entfernten Zugang steuern. Diese Funktion kann verwendet
werden, um die Eigenschaften für
den PDP-Kontext zu bestimmen, so dass das UE das Interworking zwischen
der RSVP-Signalisierung und dem PDP-Kontext durchführen kann.
-
Das
UE kann eine Steuerung des DiffServ zur Verfügung stellen, obwohl diese
von dem GGSN überschrieben
werden kann. In Wirklichkeit bestimmt das UE das geeignete Interworking
zwischen dem PDP-Kontext und DiffServ.
-
Bei
dieser Ausführungsform
kann das Interworking durch Abbilden von Informationen in einem Protokoll
auf Informa tionen in einem anderen Protokoll durchgeführt werden.
Zum Beispiel wird in dem Fall, wenn die TE die PATH-Nachricht erzeugt,
der Verkehrsdeskriptor im RSVP PATH auf verschiedene UMTS-Attribute
abgebildet, und die QoS-Definition in den UMTS-Attributen wird auf
die RSVP RESV Antwort abgebildet. Ebenso kann in dem Fall, wenn
das MT die PATH-Nachricht
erzeugt, der Verkehrsdeskriptor im MT konfiguriert werden, oder
Informationen, die von der Anwendungsfunktion im MT erzeugt wurden,
können
auf den RSVP PATH abgebildet werden. Die QoS-Definition in der RSVP
RESV kann auf die UMTS-Attribute abgebildet werden.
-
Das
Interworking kann auch durchgeführt werden,
indem Ereignisse in der Zustandsmaschine eines Protokolls verwendet
werden, um Aktionen in Funktionen auszulösen, die das andere Protokoll
implementieren. Zum Beispiel kann in dem Fall, wenn die TE die PATH-Nachricht
erzeugt, der Empfang der PATH-Nachricht die Erzeugung oder Änderung
eines sekundären
PDP-Kontextes auslösen.
Der Empfang einer "PDP-Kontext
erzeugen/ändern"-Antwort löst die Erzeugung
von RSVP RESV aus und ist auch eine Bedingung für die Erzeugung von RSVP RESV mit
der Angabe, dass der Strom angenommen wird. Ähnlich aktiviert in dem Fall,
wenn das MT die PATH-Nachricht erzeugt, ein von der Anwendungsfunktion
im MT erzeugter Auslöser
RSVP PATH. Der Empfang einer "PDP-Kontext
erzeugen/ändern"-Antwort löst den Start
der Erzeugung einer RSVP Soft-State Nachricht aus.
-
Diese
Ausführungsform
ermöglicht
Standardanwendungen in einer TE wie etwa einem Laptop, auf dem ein
netzfähiges
Betriebssystem wie etwa Microsoft Windows läuft, einen standardmäßigen IP-Signalisierungsmechanismus
wie etwa RSVP zu verwenden. Normalerweise erfordert dieser Typ von
Mechanismus zusätzliches
Overhead, welches das Funknetz übermäßig belasten
kann. Bei dieser Ausführungsform
muss die IP-Signalisierung
nicht über das
Funknetz gesendet werden, was zur Folge hat, dass die Funkressourcen
optimiert werden.
-
Dies
ist insbesondere wichtig, wenn RSVP-Signalisierung verwendet wird,
da RSVP-Signalisierung regelmäßig Soft-State-Information
für "Keep-Alive"- und andere Zwecke
erzeugen muss.
-
18 zeigt
ein Funktionsblockdiagramm einer Netzkonfiguration zwischen der
Endeinrichtung (Terminal Equipment, "TE")
des Benutzers und dem externen Netz. Diese Figur enthält viele
der Komponenten, die zuvor im Zusammenhang mit 15 beschrieben
wurden. In 18 wird die IP-Signalisierung Ende-zu-Ende
verwendet. Dementsprechend wurden den UMTS/GPRS-Kernnetzknoten und
dem externen Netz IP-Signalisierungsfunktionen hinzugefügt. Wie
zuvor kann das entfernte Ende, welches ein anderer Benutzer oder
ein externer Anwendungsserver sein kann, auf ähnliche Weise mit dem externen Netz
verbunden sein.
-
Die
in 18 dargestellte Netzkonfiguration kann zu einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung gehören.
Bei dieser Ausführungsform
wird die IP-Signalisierung zu der entfernten Seite übertragen. 19 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm, in welchem das MT die ankommende PATH-Nachricht
von der TE abfängt.
Wenn das MT die PATH-Nachricht empfängt, kann das MT die PATH-Parameter ändern, so
dass sie einer lokalen Konfiguration entsprechen. Die PATH-Nachricht wird dann
zum Netz weitergeleitet. Wenn die RESV-Antwort durch das MT empfangen wird,
verwendet das MT die Informationen in der RESV-Antwort zusammen
mit der relevanten lokalen Konfiguration, um endgültig die
Parameter zu bestimmen, die für
den PDP-Kontext erforderlich sind. Das MT erzeugt oder ändert dann
einen PDP-Kontext, um diese Netzparameter widerzuspiegeln, und die
angepasste RESV-Nachricht
wird weiter zur TE gesendet. Auf diese Weise können die verschiedenen Netzkomponenten
die Dienstparameter auf der Basis der verfügbaren Ressourcen ändern.
-
20 ist
ein entsprechendes Nachrichtenflussdiagramm, in welchem das MT die
PATH-Nachricht von dem externen Netz weiterleitet, jedoch die RESV-Antwort
von der TE abfängt.
Wenn die PATH-Nachricht über
die Funkschnittstelle empfangen wird, wird die PATH-Nachricht zur
TE weitergesendet. Wenn die TE mit der RESV-Nachricht antwortet,
fängt das
MT sie ab und kann die RESV-Parameter ändern, so dass sie einer lokalen
Konfiguration entsprechen. Das MT kann auch einen PDP-Kontext erzeugen
oder ändern,
um diese gewünschten
Netzparameter zu widerspiegeln. Die Anforderung, einen PDP-Kontext
zu erzeugen oder zu ändern,
wird zum Netz weitergeleitet, um den PDP-Kontext aufzubauen. Sobald
der PDP-Kontext aufgebaut ist, wird die geänderte RESV-Nachricht weitergesendet.
-
Wie
man leicht sieht, ermöglicht
diese Ausführungsform
das Interworking von zwei verschiedenen IntServ-Diensten oder zwei
Instanzen desselben Dienstes mit unterschiedlichen Parametern. Dieses Interworking
kann durchgeführt
werden, indem Informationen in einem Protokoll auf Informationen
in einem anderen Protokoll abgebildet werden. Zum Beispiel enthält in dem
Fall, wenn die TE die PATH-Nachricht erzeugt, die resultierende RESV-Nachricht
verschiedene UMTS-Attribute,
die verwendet werden, um den PDP-Kontext zu erzeugen oder zu ändern. Die
UMTS-Attribute in der empfangenen "PDP-Kontext erzeugen/ändern"-Antwort werden auf
entsprechende Parameter in der RESV-Nachricht abgebildet und zur
TE gesendet. Ähnlich
enthält
in dem Fall, wenn das MT die PATH-Nachricht vom Netz empfängt, die
entsprechende RESV-Nachricht, die von der TE empfangen wird, Parameter,
welche auf verschiedene UMTS-Attribute abgebildet werden und verwendet
werden, um eine Nachricht "PDP-Kontext
erzeugen oder ändern" zu erzeugen. Die
UMTS-Attribute, die vom Netz in der "PDP-Kontext erzeugen/ändern"-Antwort empfangen
werden, werden auf Parameter in der RESV-Nachricht abgebildet, welche
durch das Netz hindurch übertragen
wird. Auf diese Weise können Verkehrsdeskriptor
und QoS-Parameter von einem Protokoll auf ein anderes abgebildet
werden.
-
Das
Interworking kann auch durchgeführt werden,
indem Ereignisse in der Zustandsmaschine eines Protokolls verwendet
werden, um Aktionen in Funktionen auszulösen, die das andere Protokoll
implementieren. Zum Beispiel löst
in dem Fall, wenn die TE die PATH-Nachricht erzeugt, das Empfangen
der RESV-Nachricht am MT die Erzeugung einer Nachricht "PDP-Kontext erzeugen
oder ändern" aus. Ein erfolgreicher
Empfang der RESV-Nachricht ist auch eine Bedingung für die Erzeugung
einer Nachricht "PDP-Kontext
erzeugen/ändern". Ähnlich löst der Empfang
einer "PDP-Kontext
erzeugen oder ändern"-Antwort im MT die
Erzeugung der RESV-Nachricht aus, die an die TE gesendet wird, und
ist auch eine Bedingung für
die Erzeugung einer RESV-Nachricht mit einer Angabe, dass der Strom
angenommen wird. Ebenso löst
in dem Fall, wenn die PATH-Nachricht über das Netz empfangen wird,
der Empfang einer RESV-Nachricht am MT die Erzeugung einer Nachricht "PDP-Kontext erzeugen
oder ändern" aus. Wenn das MT
eine "PDP-Kontext
erzeugen/ändern"-Antwort empfängt, löst dieses
Ereignis eine RESV-Nachricht aus, die an die entfernte Seite gesendet
wird. Ein erfolgreicher Empfang der "PDP-Kontext erzeugen/ändern"-Antwort ist auch eine
Bedingung für
die Erzeugung einer RESV-Nachricht mit einer Angabe, dass der Strom
angenommen wird. Der Empfang der PATH-Nachricht kann die Erzeugung
oder Änderung
eines sekundären PDP-Kontextes
auslösen.
Der Empfang einer "PDP-Kontext erzeugen/ändern"-Antwort löst die Erzeugung
von RSVP RESV aus und ist außerdem eine
Bedingung für
die Erzeugung von RSVP RESV mit einer Angabe, dass der Strom angenommen
wird.
-
Diese
Ausführungsform
ermöglicht
Standardanwendungen, die auf einer TE laufen, wie etwa Laptops mit
einem netzfähigen
Betriebssystem wie etwa Microsoft Windows, einen standardmäßigen IP-Signalisierungsmechanismus
wie etwa RSVP zu verwenden. Der RSVP-Signalisierung wird Interworking
mit UMTS-Signalisierung in dem MT ermöglicht, und sie wird Ende-zu-Ende übertragen,
um dem entfernten Gerät
zu ermöglichen,
mit dem UMTS-System und den UMTS-Endgeräten zu interagieren. Dementsprechend
stellt diese Ausführungsform
Ende-zu-Ende Abwicklung für
die Steuerung von Ende-zu-Ende User Flows bereit.
-
Ein
potentieller Nachteil dieser Ausführungsform ist die Notwendigkeit,
Ende-zu-Ende RSVP-Signalisierung weiterhin zu unterstützen, nachdem
der PDP-Kontext aufgebaut worden ist. Wie weiter oben angemerkt
wurde, erfordert eine Unterstützung
von RSVP-Signalisierung den Transport von periodischen PATH-Nachrichten
und RESV-Antworten. Dies kann eine ineffiziente Nutzung von Funkbandbreite zur
Folge haben.
-
21 zeigt
ein Funktionsblockdiagramm einer Netzkonfiguration zwischen der
Endeinrichtung (Terminal Equipment, "TE")
des Benutzers und dem externen Netz. Diese Figur enthält viele
der Komponenten, die zuvor im Zusammenhang mit den 15 und 17 beschrieben
wurden. In 21 wird der Signalisierungsweg
zwischen dem MT und dem UMTS/GPRS-Kernnetzknoten nur während des
Aufbaus des PDP-Kontextes
verwendet. Während
der Datenphase wird von dem MT und dem GGSN eine gesonderte Prozedur
angewendet. Wie zuvor kann das entfernte Ende, welches ein anderer
Benutzer oder ein externer Anwendungsserver sein kann, auf ähnliche
Weise mit dem externen Netz verbunden sein.
-
Die
in 21 dargestellte Netzkonfiguration kann zu einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung gehören.
Bei dieser Ausführungsform
wird die RSVP-Sitzung Ende-zu-Ende verwendet. Jedoch ist ein RSVP-Proxy
in einem Leistungsverbesserungs-Modus am MT und Gateway eingefügt. Der Zweck
des Proxys in diesem Modus ist es, die Natur der RSVP-Sitzung durch
Benutzen des sekundären PDP-Kontextes
von einem Soft-State
zu einem Hard-State zwischen den zwei Proxys zu än dern. Dies verbessert die
Zuverlässigkeit
der RSVP-Sitzung und bewirkt eine Verringerung des Umfangs der Signalisierung über die
Funkschnittstelle.
-
22 ist
ein Nachrichtenflussdiagramm, welches den Fall widerspiegelt, wenn
das MT den RSVP-Proxy benutzt, um in Reaktion auf eine ankommende
PATH-Nachricht von der TE RSVP-Signalisierung weiterzuleiten. Wie
bei der vorhergehenden Ausführungsform
kann das MT, wenn das MT die PATH-Nachricht empfängt, die PATH-Parameter ändern, so
dass sie einer lokalen Konfiguration entsprechen. Die PATH-Nachricht
wird dann zum Netz weitergeleitet. Wenn die RESV-Antwort durch das
MT empfangen wird, verwendet das MT die Informationen in der RESV-Antwort
zusammen mit der relevanten lokalen Konfiguration, um endgültig die
Parameter zu bestimmen, die für
den PDP-Kontext erforderlich sind. Das MT erzeugt oder ändert dann
einen PDP-Kontext, um diese Netzparameter widerzuspiegeln, und die
angepasste RESV-Nachricht
wird weiter zur TE gesendet.
-
Beim
Empfang der Anforderung des sekundären PDP-Kontextes wird ein
RSVP-Proxy-Dienst instanziert. Diese Instanz des RSVP-Proxy-Dienstes ist
mit der RSVP-Sitzung zum externen Netz hin verknüpft, wie bei normaler RSVP-Signalisierung.
Sobald der sekundäre
PDP-Kontext und der Proxy-Dienst aufgebaut sind, wird die RESV dann
wie zuvor zur TE weitergesendet. Nach diesem Zeitpunkt werden die
am MT empfangenen PATH-Nachrichten lokal beantwortet, und PATH-Nachricht
werden periodisch am Gateway erzeugt. Nur wenn Änderungen in der RSVP-Sitzung
vorhanden sind, wird die aktualisierte PATH- oder RESV-Nachricht
zu dem anderen Proxy übertragen.
-
Für die RSVP-Sitzung
vom externen Netz ist die Sequenz ähnlich wie bei Ende-zu-Ende,
mit der Ausnahme, dass der lokale Proxy mit dem PDP-Kontext installiert
ist. Dies ist in 23 dargestellt.
-
14 zeigt
die Prinzipien es Interworking in dem Fall, wenn die IP-Signalisierung
(RSVP) in GGSN interpretiert wird und für das Interworking mit dem
Backbone verwendet wird. In diesem Fall führt das UE eine IP BS Funktion
aus, welche Ende-zu-Ende-QoS unter Verwendung von IP-Schicht-Signalisierung zum
entfernten Ende ermöglicht.
Das UE ist jedoch darauf angewiesen, dass diese Ende-zu-Ende-Kommunikation
wenigstens von dem Zugangspunkt (GGSN) benutzt wird, um die Ende-zu-Ende-QoS
bereitzustellen.
-
In 14 wird
angenommen, dass das UE und GGSN RSVP-Signalisierung unterstützen, welche
die QoS direkt steuern oder mit DiffServ zusammenwirken kann. Das
Backbone-IP-Netz kann RSVP, DiffServ oder beides unterstützen.
-
Das
Endgerät
kann Signalisierung über
das RSVP-Protokoll unterstützen,
um die QoS entlang des Ende-zu-Ende-Weges zu steuern. Der GGSN unterstützt ebenfalls
RSVP-Signalisierung und verwendet diese Informationen anstelle des
PDP-Kontextes, um die QoS durch das Backbone-IP-Netz zu steuern.
Es ist zu erwarten, dass die Steuerung der QoS durch den Kern durch
Interworking mit DiffServ am GGSN unterstützt wird, obwohl sie optional
durch Ressourcenreservierung per Flow unterstützt werden kann. Das RSVP-Signalisierungsprotokoll
kann für verschiedene
Dienste verwendet werden. Es ist nur zu erwarten, dass nur RSVP,
das die Integrated Services (IntServ) Semantik verwendet, unterstützt wird, obwohl
in der Zukunft neue Dienstdefinitionen und Semantiken eingeführt werden
können.
Die Entitäten,
welche die RSVP-Signalisierung unterstützen, unterstützen möglicherweise
vollständig
die Spezifikationen für
IntServ und IntServ/DiffServ Interworking. Wenn nicht, ist zu erwarten,
dass sie das Break-Bit setzen.
-
Die
Steuerung der QoS über
das UMTS-Zugangsnetz (vom UE bis zum GGSN) kann vom Endgerät aus unter
Verwendung der PDP-Kontext-Signalisierung
durchgeführt
werden. Stattdessen können auch
Abonnementsdaten, auf die durch den SGSN zugegriffen wird, die QoS überschreiben,
die mittels Signalisierung vom UE angefordert wird.
-
QoS
für die
IP-Schicht wird auf zwei Ebenen ausgeführt. Die Ende-zu-Ende-QoS wird
durch die RSVP-Signalisierung gesteuert. Obwohl RSVP-Signalisierung
im QoS-Modell Ende-zu-Ende erfolgt, wird sie nicht zwangsläufig von
allen Zwischenknoten unterstützt.
DiffServ wird verwendet, um die QoS im gesamten Backbone-IP-Netz
bereitzustellen, obwohl optional jeder Knoten RSVP-Signalisierung
und Zuweisung von Ressourcen per Flow unterstützen kann.
-
Der
GGSN unterstützt
die RSVP-Signalisierung und wirkt als der Interworking-Punkt zwischen RSVP
und DiffServ. Dazwischenliegende QoS Domains können QoS gemäß entweder
den RSVP oder DiffServ Mechanismen anwenden.
-
Bei
der Ausführungsform,
die in der untenstehenden Figur dargestellt ist, wird die Ende-zu-Ende-QoS
von einem lokalen Mechanismus im UE, dem PDP-Kontext über das
UMTS-Zugangsnetz, DiffServ durch das Backbone-IP-Netz hindurch und
RSVP im entfernten Zugangsnetz bereitgestellt. Die RSVP-Signalisierung kann
die QoS am lokalen Zugang steuern. Diese Funktion kann verwendet
werden, um die Eigenschaften für
den PDP-Kontext zu bestimmen, so dass das UE das Interworking zwischen
RSVP und dem PDP-Kontext durchführen
kann.
-
Wie
in 24 dargestellt, stellt diese Ausführungsform
eine Gateway-Funktion in GGSN zur Verfügung, welche einen RSVP-Proxy
emuliert, wenn der User Flow in die Datenphase eintritt. Die Ausführungsform
ermöglicht
Standardanwendungen in einer TE, wie etwa Laptops mit einem netzfähigen Betriebssystem
wie etwa Microsoft Windows, einen standardmäßigen IP-Signalisierungsmechanismus wie
etwa RSVP zu verwenden. Während
der Aufbauphase wird der RSVP-Signalisierung Interworking in dem
MT ermöglicht,
wie für
die vor hergehende Ausführungsform
beschrieben, und sie wird Ende-zu-Ende
signalisiert, um dem entfernten Gerät zu ermöglichen, mit dem UMTS-System/Endgeräten zu interagieren.
Während
der Datenphase erfolgt das Soft-State-Handling, d.h. das regelmäßige Erzeugen von
Soft-State-Information für "Keep-Alive"- und andere Zwecke,
lokal im MT und im GGSN. Diese Ausführungsform optimiert die Funkressourcen,
da die IP-Signalisierung während
der Datenphase nicht über
Funk gesendet werden muss. Diese Optimierung wird erreicht, ohne
die Ende-zu-Ende Abwicklung während
der Aufbauphase zu beeinträchtigen.
-
Auf
der Basis der vorhergehenden Ausführungsformen können die
Funktionen zum GGSN und zum MT hinzugefügt werden, um Interworking-Fähigkeiten
im GGSN und MT bereitzustellen. Zum Beispiel kann das MT mit einem
IP BS Manager und einer Interworking-Funktion zwischen dem IP BS
Manager und UMTS-Funktionen
ausgestattet sein. Dies ermöglicht
einen "Huckepack-Transport" von Verkehrsdeskriptor
und QoS-Informationen, die im IP BS Manager erzeugt wurden, in Nachrichten
der PDP-Kontext-Aktivierung/Änderung.
Außerdem
kann der GGSN mit einer IP BS Manager-Funktionalität ausgestattet
sein, welche Verbindungszulassungskontrolle und Interworking mit
anderen Netzmanagement-Komponenten wie etwa Bandbreiten-Brokern durchführen kann.
Der IP BS Manager im GGSN kann auch mit Policy-Decision-Funktionen
im Netz zusammenwirken. Der GGSN kann mit einer Interworking-Funktion
zwischen UMTS-Funktionen und IP BS Manager ausgestattet sein. 25 zeigt
die Prinzipien des Interworking, die zur Anwendung kommen, wenn
der GGSN IP-Signalisierung zum externen Netz unterstützt und
emuliert.
-
Bei
dieser Ausführungsform
führt das
UE eine IP BS Funktion aus, welche Ende-zu-Ende-QoS ohne IP-Schicht-Signalisierung
und Verhandlung zur IP BS Funktion im GGSN oder zum entfernten Host ermöglicht.
Das UE liefert dem GGSN Informationen über Ende-zu-Ende-QoS auf IP-Ebene
unter Verwendung IP-spezifischer Elemente der Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht, um die
Interworking-Optionen zu einer RSVP-Funktion im GGSN zu verbessern.
Der Ende-zu-Ende IP QoS Trägerdienst zum
entfernten Host wird vom GGSN gesteuert.
-
Für die Ausführungsform
wird vorausgesetzt, dass der GGSN DiffServ Edge-Funktionen unterstützt und
dass das Backbone-IP-Netz
DiffServ-fähig ist.
Diese Ausführungsform
schließt
nicht aus, dass das Backbone-IP-Netz RSVP nicht-transparente Router
aufweist.
-
Der
GGSN kann die IP-spezifischen Elemente in einer PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verwenden, um RSVP-Nachrichten aufzurufen, um den Uplink- sowie
die Downlink-Strom im Backbone-IP-Netz bis zum entfernten Host einzurichten.
Zum Beispiel kann der GGSN in der Uplink-Richtung die IP-spezifischen Elemente
in einer PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verwenden, um die RSVP PATH-Nachrichten mit den gewünschten
QoS- und Verkehrs-Spezifikationen
zu der spezifizierten Ziel-IP-Adresse zu erzeugen. Außerdem kann
die GGSN DiffServ Edge-Funktion die IP-spezifischen Elemente in
einer PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verwenden, um die geeignete anzuwendende DiffServ-Einstellung zu
wählen.
IP-spezifische Elemente der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht können vom
UE zum GGSN vorhanden sein.
-
Bei
dieser Ausführungsform
kann die Steuerung der QoS über
das UMTS-Zugangsnetz (vom UE bis zum GGSN) vom Endgerät aus unter
Verwendung der PDP-Kontext-Signalisierung durchgeführt werden.
Stattdessen können
auch Abonnementsdaten, auf die durch den SGSN zugegriffen wird,
die QoS überschreiben,
die mittels Signalisierung vom UE angefordert wird.
-
Die
QoS für
die Downlink-Richtung kann zwischen dem UE und dem GGSN durch den
PDP-Kontext gesteuert werden. Der GGSN beendet die RSVP-Signalisierung,
die vom entfernten Host empfangen wird, und kann bei der Verarbeitung
von RSVP die Informationen in den IP-spezifischen Elementen in der
PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verwenden. Die QoS in der Uplink-Richtung wird durch den PDP-Kontext
bis hin zum GGSN gesteuert. Der GGSN kann die IP-spezifischen Elementen in
der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verwenden, um das Interworking mit RSVP zum entfernten Host sicherzustellen.
Die IP-spezifischen Elementen in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
können
den Aufbau der RSVP-Sitzung ermöglichen.
-
Die
Ende-zu-Ende-QoS wird von einem lokalen Mechanismus im UE, dem PDP-Kontext über das UMTS-Zugangsnetz,
DiffServ durch das Backbone-IP-Netz hindurch und RSVP im entfernten
Zugangsnetz bereitgestellt.
-
Beim
Konzipieren eines UMTS-Systems sind zwei Anforderungen zu beachten.
Erstens darf der UMTS QoS Verhandlungsmechanismus keinerlei Annahmen über Signalisierungsprotokolle
der Anwendungsschicht machen. Zweitens muss das UMTS-Netz in der
Lage sein, Ende-zu-Ende-QoS auch für mobile Endgeräte und Anwendungen
zu verhandeln, welche nicht in der Lage sind, andere QoS Verhandlungsmechanismen
zu verwenden als diejenigen, die von UMTS zur Verfügung gestellt
werden.
-
Das
Bereitstellen von Ende-zu-Ende-QoS erfordert, dass Ressourcen in
dem externen IP-Netz von dem IP BS Manager im GGSN verwaltet werden müssen. Dem
IP BS Manager stehen verschiedene Verfahren der IP Ressourcenverwaltung
zur Verfügung,
um die IP-Ressourcen zu verwalten, und einige von ihnen erfordern
Call Admission Control (Verbindungszulassungssteuerung, "CAC") Funktionalität im GGSN.
Damit der GGSN CAC durchführen
kann, können
Informationen über
den IP-Verkehr (z.B. mittlere und maximale Übertragungsgeschwindigkeiten, erforderliche
QoS und Ziel) notwendig sein.
-
Die
erste oben genannte Anforderung hat zur Folge, dass sich das auslösende Endgerät nicht
auf Signalisierung auf der Anwendungsebene stützen kann, um zu prüfen, ob
Ressourcen durch das Netz hindurch und am entfernten Zugang verfügbar sind. Daraus
folgt, dass eine solche Ressourcenprüfung auf der Trägerebene
durchgeführt
werden muss. Falls das UE diese Anforderung auf der Trägerebene nicht
ausführt,
muss möglicherweise
der GGSN diese Funktion ausführen
und benötigt
Informationen über
die Ziel-IP-Adresse, um eine CAC-Entscheidung zu treffen.
-
Die
zweite oben angegebene Anforderung hat zur Folge, dass Ende-zu-Ende-QoS
sogar für Endgeräte bereitgestellt
werden muss, welche die Funktionalität des IP BS Managers nicht
implementieren und nur den UMTS BS Manager (z.B. PDP-Kontext-Signalisierung)
verwenden, um Ressourcen innerhalb des UMTS-Netzes anzufordern.
-
26 zeigt
ein Blockschaltbild eines Netzes, in welchem Interworking-Funktionen
im GGSN unterstützt
werden. Zusätzlich
zu den Funktionen, die bei den vorhergehenden Ausführungsformen
erörtert
wurden, wurden weitere Funktionen hinzugefügt. Zum Beispiel sind externe
Funktionen beliebige Funktionen in Servern oder Knoten außerhalb
von UMTS. Der Bandbreiten-Broker ist eine Funktion in einem Knoten,
welche das Netzmanagement von Transportressourcen abwickelt. Er
hat von der aktuellen Ressourcensituation im Netz Kenntnis. Der
IP BS Manager kann eine Anforderung von Ressourcen ausgeben, und
der Bandbreiten-Broker kann, ausgehend von der aktuellen Ressourcensituation
im Netz, die Anforderung entweder zurückweisen oder bestätigen. Die
Policy-Decision-Funktion hat eine vergleichbare Aufgabe wie der
Bandbreiten-Broker. Die Policy-Decision-Funktion berücksichtigt
zusätzlich zur
reinen Ressourcenverfügbarkeit
weitere Faktoren. Zum Beispiel kann die Policy-Decision-Funktion die Tageszeit,
die verwendete Anwendung und die Ziel-IP-Adresse als Faktoren bei
der Zuweisung von Bandbreite verwenden.
-
Aus
den Anforderungen und den obigen Erläuterungen folgt, dass das UE
möglicherweise
Informationen, welche die Ende-zu-Ende-QoS
betreffen, an den GGSN signalisieren muss. Bei dieser Ausführungsform
können
Informationen, welche die Ende-zu-Ende-QoS betreffen, als neues
Informationsattribut zu dem existierenden PDP-Kontext hinzugefügt werden.
Dieses Attribut der Ende-zu-Ende-QoS kann für das UMTS-Netz transparent
sein und kann innerhalb der existierenden PDP-Kontext-Signalisierung
im "Huckepack-Verfahren" transportiert werden.
-
27 ist
eine Prinzipskizze eines Netzmodells, welches verwendet werden soll,
um diese Ausführungsform
zu beschreiben. Die entsprechende Erweiterung des PDP-Kontextes
hängt von
der IP BS Funktionalität
ab, welche gegenwärtig
im GGSN implementiert ist. In Abhängigkeit vom Umfang der Call Admission
Control im GGSN unterscheiden wir die folgenden beiden Fälle.
-
Im
ersten Fall beruht die CAC auf der Verfügbarkeit von Ressourcen, über welche
der GGSN die Kontrolle hat. In diesem Fall können die erforderlichen QoS-Informationen
aus dem existierenden PDP-Kontext mittels der Übersetzungsfunktion zwischen
dem UMTS BS Manager und dem IP BS Manager extrahiert werden. Um
eine effiziente Nutzung der IP-Ressourcen
zu fördern
und Policy-Entscheidungen auf der Basis von RSVP-Parametern zu ermöglichen,
könnte
der PDP-Kontext
zusätzliche,
die QoS betreffende Informationen transportieren, die für den IP-Träger spezifisch
sind. Zum Beispiel kann ein solcher zusätzlicher Parameter Verkehrsdeskriptoren und
QoS-Deskriptoren spezifizieren. Solche Deskriptoren können auf
denen basieren, die mit Standard-IP-Mechanismen
verknüpft
sind, wie etwa den differenzierten Diensten oder integrierten Diensten. Stattdessen
können diese
Deskriptoren auch auf dem Konzept der generischen IP-Träger basieren.
-
Im
zweiten Fall beruht die CAC zusätzlich
auf der Ressourcensituation an der Eingangs-SLA. In diesem Fall
muss die Ziel-IP-Adresse im IP-Kontext transportiert werden (getrennt
von den Deskriptoren von Fall 1).
-
Interworking,
Policy Control und Admission Control sind verschiedene Konzepte
mit unterschiedlichen Zielen. Diese können sich jedoch in einer konkreten
Implementierung (da eine solche im Implementierungsprozess von einer
anderen abhängig oder
Teil einer anderen sein kann) überlappen
und im Wesentlichen mit derselben oder einer ähnlichen Menge von RSVP/DS
Parametern verknüpft
sein. Welche Funktionalitäten
am GGSN implementiert sind, ist der Wahl des Betreibers überlassen.
Es ist vorgesehen, dass es möglich
sein wird, für
leichte Mobilgeräte
die drei Funktionalitäten
gleichzeitig unter Verwendung eines einzigen Mechanismus zu behandeln,
welcher mit den IP-spezifischen Elementen in der IP-Kontext-Aktivierungs-
und Änderungs-Nachricht
verbunden ist. Zur Vereinfachung der Beschreibung wird dieser Mechanismus
im Weiteren als "UMTS-spezifischer
IP QoS Mechanismus" bezeichnet.
-
Die
natürliche
Forderung nach Exaktheit und Vollständigkeit der Implementierung
der obigen Funktionalitäten
führt zusammen
mit den allgemeinen Richtlinien betreffs der Sauberkeit der Lösung (Trennung
und Unabhängigkeit
von Schichten sicherstellen) und der Zukunftsbeständigkeit
der Lösung, obwohl
dies die Kernprinzipien des guten Designs sind, zu der Tendenz,
den UMTS-spezifischen IP QoS Mechanismus komplexer zu machen, und
kann das Hauptziel zunichte machen, welches darin besteht, einfache,
leichte Implementierungen für
Mobiltelefone zu ermöglichen.
-
Es
wird daher vorgeschlagen, gewisse Annahmen und Einschränkungen
anzuwenden, wenn der UMTS-spezifische IP QoS Mechanismus verwendet
wird. Diese Annahmen und Einschränkungen umfassen:
- 1. Ein PDP-Kontext soll höchstens einen IP-Ebenen-Strom
pro Richtung transportieren (d.h. kein Multiplexing von unidirektionalen
IP-Ebenen-Strömen
in ein und demselben PDP-Kontext).
- 2. Falls das UE eine Unterstützung
des UMTS-spezifischen IP QoS Mechanismus am GGSN wünscht, müssen die
folgenden Informationen durch das UE zum GGSN transportiert werden.
Der UMTS-spezifische IP QoS Mechanismus soll jedoch nur die minimale
Teilmenge der Informationen transportieren, welche in den Mechanismen
der UMTS-Ebene nicht verfügbar
sind.
- • Eine
Angabe der Anforderung von Unterstützung des UMTS-spezifischen
IP QoS Mechanismus zum Interworking desselben mit einem Ende-zu-Ende-QoS-Mechanismus
der IP-Ebene,
- • eine
Angabe der Richtung des Stroms,
- • eine
Verkehrsspezifikation, welche das gewünschte QoS-Niveau spezifiziert,
- • eine
Filterspezifikation, welche eindeutig die Menge der Datenpakete
oder den "Strom" in der IP-Ebene
definiert, welcher die in der Verkehrsspezifikation definierte QoS
empfangen soll.
- 3. Angabe der Anforderung von Unterstützung des UMTS-spezifischen
IP QoS Mechanismus zum Interworking mit einem Ende-zu-Ende-QoS-Mechanismus
der IP-Ebene. Das UE muss seine Anforderung von Interworking am GGSN
angeben, um Ende-zu-Ende-QoS
zu erhalten. Diese Angabe muss vom UE über den UMTS-spezifischen IP
QoS Mechanismus zum GGSN gesendet werden. Diese Angabe schließt jedoch
nicht aus, dass der GGSN möglicherweise die
Anforderung des UE überschreibt
oder ignoriert, und es ist der Wahl des Betriebs über lassen, ob
Interworking, Policy Control oder Admission Control oder eine Kombination
dieser Funktionalitäten
implementiert wird. Außerdem
kann, wenn das UE nicht Ende-zu-Ende-QoS
fordert oder sich nicht darum kümmert,
dies dem GGSN implizit dadurch angezeigt werden, dass Attribute
der UMTS-spezifischen IP QoS vollständig fehlen.
- 4. Angabe der Richtung des Stroms. Das UE muss Informationen
betreffs der Richtung des Stroms liefern. Diese Angabe kann aus
dem Anzeigeparameter des UMTS-spezifischen IP QoS Mechanismus abgeleitet
werden, welcher für Uplink
und Downlink separat einstellbar sein muss. Somit muss der UMTS-spezifische
IP QoS Mechanismus keine explizite Angabe der Richtung des Stroms
transportieren.
- 5. Verkehrsspezifikation. Um die Implementierung in einem leichten
UE zu vereinfachen, sollen QoS-Parameter der IP-Ebene von den Attributen des UMTS Trägerdienstes
am GGSN entsprechend der in 16 dargestellten Übersetzungsfunktion
abgeleitet werden. Das UE muss nur dann die QoS-Parameter der IP-Ebene liefern, wenn
die entsprechenden QoS-Parameter der UMTS-Ebene nicht in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht
verfügbar
sind. Ferner soll eine minimale Menge von QoS-Parametern, welche
das UE liefert, spezifiziert werden. Die Parameter sind Peak Data
Rate [p], Token Bucket Rate [r], Maximum Packet Size [M] und Token
Bucket Size [b]. Die Definition der Parameter stimmt mit dem Parameter
Token Bucket Tspec überein
(service number 1, Parameter 127, wie in IETF RFC2215 definiert).
In Abhängigkeit
von dem Mechanismus der IP-Ebene, der von dem GGSN für Interworking,
Policy Control oder Admission Control gewählt wird (RSVP oder DS), führt der
GGSN Folgendes durch:
- • Fall
RSVP: Der GGSN verwendet die Parameter Peak Data Rate [p], Token
Bucket Rate [r], Maximum Packet Size [M] und Token Bucket Size [b], die
vom UE zur Verfügung
gestellt werden. Der GGSN stellt, wenn notwendig, die folgenden
Parameter zur Verfügung:
Minimum Policed Unit [m] (abgeleitet aus Informationen der Anwendungsschicht,
z.B. von IP MM CN SS, oder ein Default-Wert), Rate [R] und Slack
Term [S] (abgeleitet aus der ankommenden RSVP PATH-Nachricht, oder
ein Default-Wert). Es ist zu erwarten, dass die Host RSVP Implementierung
im GGSN den Default-Wert von ADSPEC liefert, welcher von den QoS
Steuerungsdiensten abhängen
würde,
die dem Host bekannt sind. Andere relevante Anfangswerte in der
PATH/RESV-Nachricht werden ebenfalls vom GGSN zur Verfügung gestellt (z.B.
Integritätsparameter,
Policy-Daten, Refresh Period, Style-Parameter usw.).
- • Fall
DS: Der GGSN verwendet die Parameter Token Bucket Rate [r] und Token
Bucket Size [b], die vom UE zur Verfügung gestellt werden, zum Einstellen/Konfigurieren
des Verkehrsprofils (Regeln, um zu bestimmen, ob ein bestimmtes
Paket "in-profile" oder "out-of-profile" ist).
- 6. Filterspezifikation. Das UE soll nur eine Filterspezifikation
pflegen müssen,
welche eindeutig die Menge der Datenpakete oder den "Strom" auf der IP-Ebene
definiert, welcher die in der Verkehrsspezifikation definierte QoS
erhalten soll. Die Filterspezifikation soll für das TFT auf der UMTS-Ebene
verwendet werden, ebenso wie die Filterspezifikation auf der IP-Ebene.
Die Filterparameter sind Source Address (Quelladresse), Destination
Address, (Zieladresse) Protocol Number (Protokollnummer) (IPv4)
oder Next Header (IPv6), Destination Port (Zielport), Source Port (Quellport),
IPSec Security Parameter Index (SPI), Flow Label (IPv6). Im Vergleich
zur Benutzung von TFT in TS23.060 werden zusätzliche Einschränkungen
in Bezug auf mögliche
Kombinationen von Filterparametern spezifiziert, die vom Typ oder
der Natur des IP-Stroms abhängen (z.B.
es ist nur ein Filter zulässig,
einzelne Portnummer im Unter schied zu einem Portbereich, TOS/Verkehrsklasse
nicht enthalten usw.). Die Einschränkungen sollten in einem separaten
Dokument spezifiziert werden, da dies über den Umfang von TS23.107
hinausgeht.
- • Fall
Downlink: Downlink TFTs müssen
der Filterspezifikation der IP-Ebene für die Downlink-Richtung entsprechen.
Dies kann mit einer zusätzlichen
Einschränkung
für die
Parameter in den Downlink TFTs verbunden sein. Somit muss der UMTS-spezifische IP QoS
Mechanismus keine Downlink TFTs transportieren.
- • Fall
Uplink: Uplink TFTs müssen
der Filterspezifikation der IP-Ebene für die Uplink-Richtung entsprechen.
Dies kann mit einer zusätzlichen
Einschränkung
für die
Parameter in den Uplink TFTs verbunden sein. Da die aktuelle UMTS
GPRS Spezifikation die Uplink TFTs auf das UE beschränkt, muss
der UMTS-spezifische IP QoS Mechanismus die Uplink TFTs vom UE zum GGSN
transportieren. Die damit verbundenen Filterparameter verwenden
dieselbe Definition/Benutzung, wie die in TS23.060 definierte TFT.
-
Es
ist anzumerken, dass eine Anwendungsinstanz, die in dem leichten
UE resident ist, nicht selbst an dem Steuerungsprozess der Ende-zu-Ende-QoS
teilnimmt und nicht spezifiziert, welcher Typ von QoS Steuerungsdienst
(für RSVP)
oder PHB (für DS)
verwendet wird. Die Anwendung stellt dem UE eine Ausgangs-Verkehrsspezifikation
und eine Filterspezifikation zur Verfügung. Es ist dann Angelegenheit
des GGSN, den geeigneten Mechanismus der IP-Ebene zu wählen, der
verwendet werden soll. Wie der GGSN die Wahl trifft (ob das UE eine
Präferenz angibt,
oder ob APN-abhängig,
oder Policy von den oberen Schichten, oder als Default-Einstellung),
bedarf einer weiteren Untersuchung.
-
Das
UE liefert dem GGSN Informationen über Ende-zu-Ende-QoS auf IP-Ebene
unter Verwendung IP-spezifischer Elemente in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht,
und der GGSN verwendet diese Informationen, um RSVP-Nachrichten
zum Einrichten des Uplink- sowie des Downlink-Stroms aufzurufen.
Die RSVP-Signalisierung wird von dem GGSN erzeugt und beendet, wie
in den 28 und 29 dargestellt
ist. In diesen Figuren wird die Verknüpfung zwischen der RSVP PATH-Nachricht und dem
PDP-Kontext in dem GGSN durchgeführt.
-
30 zeigt
die Phasen eines Bearer Setups. Die verschiedenen Interworking-Aspekte
werden weiter unten unter Bezugnahme auf die Phasen erörtert.
-
Wie
bei den vorhergehenden Ausführungsformen
ist ein Aspekt des Interworkings das Abbilden von Informationen
in einem Protokoll auf die Informationen in einem anderen Protokoll.
Zum Beispiel können
der Verkehrsdeskriptor und QoS-Definitionen wie folgt abgebildet
werden.
-
Wenn
das UE die Aufbauphase einleitet, wird der Verkehrsdeskriptor, welcher
empfangen oder in der PATH- oder RESV-Prozedur des IP BS Managers im UE erzeugt
wird, auf das entsprechende Attribut in dem IP-spezifischen Element
abgebildet und in einer PDP-Kontext-Aktivierungs- oder Änderungs-Nachricht
gesendet. Wenn das UE die Aufbauphase beendet, empfängt das
UE eine "Sekundären PDP-Kontext
erzeugen oder ändern"-Antwort, und die
mit dem Verkehrsdeskriptor zusammenhängenden Attribute können auf
entsprechende RSVP-Elemente abgebildet werden. Die RSVP-Elemente
können
von dem IP BS Manager bei der RESV-Verarbeitung im UE verwendet
werden.
-
Wie
in 28 dargestellt, wird, wenn der GGSN den Verkehrsdeskriptor
in dem IP-spezifischen Element empfängt, dieser auf den RSVP-Verkehrsdeskriptor
abgebildet und in der RSVP PATH-Nachricht zum externen Netz verwendet.
Er kann auch auf Attribute abgebildet werden, die für die Call
Admission Control und Policy verwendet werden.
-
Der
Verkehrsdeskriptor, welcher in der RESV-Nachricht an den IP BS Manager
im GGSN empfangen wird, kann auf ein UMTS-Attribut in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Antwortnachricht
abgebildet werden. Er kann auch auf Attribute abgebildet werden,
die für
die Call Admission Control und Policy verwendet werden.
-
In 29 wird,
wenn der GGSN den Verkehrsdeskriptor in dem IP-spezifischen Element
der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht empfängt, dieser
auf den RSVP-Verkehrsdeskriptor abgebildet und in der RSVP RESV-Nachricht
verwendet, die zum externen Gerät
gesendet wird. Er kann auch auf Attribute abgebildet werden, die
für die Call
Admission Control und Policy verwendet werden.
-
Der
Verkehrsdeskriptor einer empfangenen RSVP PATH-Nachricht kann auf
ein entsprechendes Attribut in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Antwortnachricht
abgebildet werden. Er kann auch auf Attribute abgebildet werden,
die für
die Call Admission Control und Policy verwendet werden.
-
Ähnlich werden,
wenn das UE die Aufbauphase einleitet, die QoS-Attribute, welche
empfangen oder in der RESV-Prozedur des IP BS Managers im UE erzeugt
werden, auf das entsprechende Attribut in dem IP-spezifischen Element
abgebildet und in einer PDP-Kontext-Aktivierungs- oder Änderungs-Nachricht gesendet.
Wenn das UE die Aufbauphase beendet, empfängt das UE eine "Sekundären PDP-Kontext
erzeugen oder ändern"-Antwort, und die
UMTS QoS-Attribute können
auf entsprechende RSVP-Elemente abgebildet und von dem IP BS Manager
bei der RSVP RESV-Verarbeitung im UE verwendet werden.
-
Wie
in 28 dargestellt, werden RSVP QoS Attribute, welche
in der RSVP RESV-Nachricht an den IP BS Manager im GGSN empfangen
werden, auf ein UMTS QoS-Attribut in der PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Antwortnachricht
abgebildet. Sie können
auch auf Attribute abgebildet werden, die für die Call Admission Control
und Policy verwendet werden.
-
Wie
in 29 dargestellt, werden, wenn der GGSN die QoS-Attribute der PDP-Kontext-Aktivierungs-
oder Änderungs-Nachricht empfängt, diese auf
die RSVP QoS abgebildet und in der RSVP RESV-Nachricht verwendet,
die zum externen Gerät gesendet
wird. Sie können
auch auf Attribute abgebildet werden, die für die Call Admission Control
und Policy verwendet werden.
-
Ein
anderer Aspekt des Interworkings betrifft das Verwenden von Ereignissen
in der Zustandsmaschine einer Seite des Interworkings, um Aktionen
in der Funktion der anderen Seite des Interworkings auszulösen. Zum
Beispiel wenn das das UE die Aufbauphase einleitet, lösen die
RSVP-Einleitungsprozeduren (RSVP PATH-Prozedur) des IP BS Managers
im UE aus, dass eine PDP-Kontext-Aktivierungs-/Änderungs-Nachricht in der Uplink-Richtung gesendet
wird. Der Empfang einer "Sekundären PDP-Kontext
erzeugen oder ändern"-Antwort löst eine
RSVP RESV-Verarbeitung im UE aus und beendet die Aufbauphase.
-
Wie
in 28 dargestellt, wird, wenn der GGSN eine PDP-Kontext-Aktivierungs-
oder Änderungs-Nachricht
mit einem IP-spezifischen Element empfängt, das RSVP-Interworking
spezifiziert, dadurch die Initiierung eines RSVP-Hosts im IP BS
Manager des GGSN ausgelöst,
und eine RSVP PATH-Nachricht wird zum externen Netz gesendet. Auf
diese Weise kann eine Call Admission Control durchgeführt werden,
um zu entscheiden, ob der Träger
angenommen werden kann. Die Call Admission Control Prozedur kann
mit Interworking mit einem Bandbreiten-Broker oder einem Policy
Decision Server verbunden sein.
-
In 29 löst der Empfang
einer PDP-Kontext-Aktivierungs- oder Änderungs-Nachricht mit einem
IP-spezifischen Element, das RSVP-Interworking spezifiziert, die
Initiierung eines RSVP-Hosts im IP BS Manager des GGSN aus. Auf
diese Weise kann eine Call Admission Control durchgeführt werden,
um zu entscheiden, ob der Träger
angenommen werden kann. Die Call Admission Control Prozedur kann
mit Interworking mit einem Bandbreiten-Broker oder einem Policy
Decision Server verbunden sein.
-
Der
Empfang einer RSVP PATH-Nachricht löst einen Zustandsübergang
aus einer Ruhephase in eine Aufbauphase aus. In Abhängigkeit
von der Nachrichtensequenz kann er auch das Senden einer PDP-Kontext-Aktivierungs-
oder Änderungs-Antwortnachricht
auslösen.
-
Wenn
der RSVP-Host initiiert ist oder ein IP BS Manager des GGSN in die
Aufbauphase eingetreten ist, wird eine RSVP RESV-Nachricht zum externen
Gerät gesendet.
Auf diese Weise kann eine Call Admission Control durchgeführt werden,
um zu entscheiden, ob der Träger
angenommen werden kann. Die Call Admission Control Prozedur kann
mit Interworking mit einem Bandbreiten-Broker oder einem Policy
Decision Server verbunden sein.
-
Interworking
kann auch das Verwenden von Informationen beinhalten, die an der
Eingangsseite des Interworkings empfangen werden, um das Shaping
oder Marking der Ausgangsseite des Interworkings zu konfigurieren.
Zum Beispiel kann im Falle eines Interworkings, das den IP BS Manager
des GGSN Uplink-Verkehrs betrifft, der Verkehr, der gemäß einem
Verkehrsvertrag und Verkehrsdeskriptor des PDP-Kontextes empfangen
wird, so markiert und geformt werden, dass er mit der Konfiguration
und den Mitteln des externen Netzes konform ist. Der Algorithmus,
der für
das Shaping und Marking verantwortlich ist, kann auch die Eigenschaften
für den PDP-Kontext-Strom
berücksichtigen.
-
Wenn
Interworking im IP BS Manager des GGSN Downlink-Verkehrs abgewickelt
wird, können die
Downlink-Pakete entsprechend der möglichen Markierung der IP-Pakete
gefiltert und geformt werden, bevor sie als PDP-Kontext-Strom transportiert werden.
Der IP BS Manager führt
das Interworking zwischen spezifischer Markierung der empfangenen Pakete
und den QoS-Eigenschaften eines spezifischen PDP-Kontext-Stroms
durch.
-
Speziell
für leichte
UE, welche IP-Schicht-Signalisierung und Verhandlung in Richtung
der IP BS Funktion im GGSN nicht unterstützen können, wird die Übertragung
von QoS-Informationen
auf der IP-Ebene vom UE zum GGSN für vielfältige Zwecke benötigt, einschließlich der
Verbesserung von Interworking-Optionen für DS und RSVP in GGSN und des
Ermöglichens
von Policy Control und Admission Control ("AC")
am GGSN.
-
Diese
Ausführungsform
kombiniert außerdem
einige der Vorteile der ersten zwei Ausführungsformen. Speziell werden
Funkressourcen gespart, ohne dass das Ende-zu-Ende Konzept der Signalisierung
auf IP-Ebene beeinträchtigt
wird. Außerdem entlastet
diese Ausführungsform
die Komplexität
des Handlings der QoS auf zwei Träger-Ebenen im UE und ermöglicht somit
die Entwicklung von in hohem Grade optimierten und wenig Energie
verbrauchenden mobilen Endgeräten.
-
Im
Vergleich zur vorhergehenden Ausführungsform hat diese Ausführungsform
den Vorteil, dass sie vollständig
den Prinzipien folgt, die für
IP-Signalisierung festgelegt wurden, ohne dass sie die Notwendigkeit
mit sich bringt, QoS auf zwei verschiedenen Ebenen im GGSN oder
TE/MT zu signalisieren.
-
Bei
manchen Anwendungen kann es wünschenswert
sein, ein Interworking zwischen IP BS Manager-Funktion und der DiffServ-Funktion
sicherzustellen. Dies kann realisiert werden, indem die vorhergehende
Ausführungsform
so modifiziert wird, dass der GGSN keine IP-Signalisierungs-Host-Funktionalität zur Verfügung stellt.
Der IP BS Manager gewährleistet
dann nur Interworking zu Mitteln für die Verkehrsaggregation wie
etwa DiffServ.
-
Wie
in 31 dargestellt ist, führt das UE eine IP BS Funktion
aus, welche Ende-zu-Ende-QoS ohne IP-Schicht-Signalisierung und Verhandlung zur IP
BS Funktion im GGSN oder zum entfernten Host ermöglicht. Das UE stellt dem GGSN
IP-spezifische Informationen zur Verfügung, unter Verwendung IP-spezifischer
Elemente der PDP-Kontext-Aktivierungs- oder Änderungs-Nachricht, um die
Interworking-Optionen der DiffServ Edge-Funktion des GGSN zu verbessern.
Diese Ausführungsform
setzt voraus, dass der GGSN DiffServ Edge-Funktionen unterstützt und dass das Backbone-IP-Netz
DiffServ-fähig
ist.
-
Die
DiffServ Edge-Funktion des GGSN kann die IP-spezifischen Informationen
für die
DiffServ Classifier Funktionalität
verwenden, wie etwa eine Kombination von Quell- und Ziel-IP-Adresse,
Quell- und Ziel-Portnummer, und den Protocol Identifier. Die Informationen
können
auch für
die DiffServ Class Admission Control verwendet werden; so kann etwa
der GGSN im Voraus über
die vom UE angeforderte Ende-zu-Ende
Bandbreite für
einen bestimmten Strom informiert werden, damit die DiffServ Edge-Funktion des
GGSN bestimmt, ob der Strom für
eine gewisse DiffServ Klasse oder einen Eingangspunkt zugelassen
werden kann. Im Ergebnis kann der GGSN die geeignete DiffServ Einstellung
wählen,
die angewendet werden soll. Die IP-spezifischen Elemente einer PDP-Kontext-Aktivierungs-
oder Änderungs-Nachricht,
welche vom UE zum GGSN übertragen
werden und im Zusammenhang mit den vorhergehenden Ausführungsformen
erörtert
wurden, können
auch für diese
Ausführungsform
existieren.
-
Bei
dieser Ausführungsform
kann die Steuerung der QoS über
das UMTS-Zugangsnetz (vom UE bis zum GGSN) vom Endgerät aus unter
Verwendung der PDP-Kontext-Signalisierung durchgeführt werden.
Stattdessen können
auch Abonnementsdaten, auf die durch den SGSN zugegriffen wird,
die QoS überschreiben,
die mittels Signalisierung vom UE angefordert wird.
-
Die
QoS für
die Downlink-Richtung wird durch den entfernten Host vom entfernten
Netz bis zum GGSN gesteuert. Der PDP-Kontext steuert die QoS der UMTS-Ebene
zwischen dem GGSN und dem UE. Die QoS in der Uplink-Richtung wird
durch den PDP-Kontext bis hin zum GGSN gesteuert. Der GGSN verwendet
die IP-spezifischen Elemente der UMTS-Signalisierung für das Interworking
mit DiffServ im Backbone-IP-Netz und bei der Steuerung des IP QoS
Trägerdienstes
zum entfernten Host hin.
-
Die
Ende-zu-Ende-QoS wird von einem lokalen Mechanismus im UE, dem PDP-Kontext über das UMTS-Zugangsnetz,
DiffServ durch das Backbone-IP-Netz hindurch und DiffServ im entfernten
Zugangsnetz bereitgestellt. Es ist anzumerken, dass in diesem Beispiel
eine Steuerung durch DiffServ am entfernten Host dargestellt ist.
Am entfernten Ende können
jedoch auch andere Mechanismen verwendet werden, wie bei den anderen
Ausführungsformen dargelegt
wurde.
-
Signalisierung
auf der IP-Ebene wie etwa RSVP wird noch nicht in größerem Umfang
angewendet. Eine Lösung
für leichte
Geräte
unter Verwendung des am häufigsten
benutzten DiffServ Paradigmas ist daher vorteilhaft.
-
Die
Erfindung wurde unter Bezugnahme auf verschiedene Ausführungsformen
beschrieben. Angesichts der vorliegenden Offenbarung können Fachleute
andere Ausführungsformen dieser
Erfindung herstellen, wie etwa durch Einbeziehung zusätzlicher
Aufgaben oder die Verwendung anderer Netzeinrichtungen. Diese und
andere alternative Ausführungsformen
sollen im Schutzbereich der nachfolgenden Patentansprüche enthalten
sein.