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Hintergrund der Erfindung
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Diese
Erfindung stellt neue 2-(4-Pyridyl)-oxazolin-Verbindungen bereit,
die zur Verwendung als Insektizide und Akarizide nützlich sind.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung 2-(3,5-disubstituierte-4-Pyridyl)-1,3-oxazolin-Verbindungen und
bestimmte Stereoisomere davon. Die Erfindung umfasst auch neue synthetische
Verfahren und Zwischenstufen zur Herstellung der Verbindungen, die
Verbindungen enthaltende Pestizidzusammensetzungen und Verfahren
zur Bekämpfung
von Insekten und Milben unter Verwendung der Verbindungen.
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Es
besteht ein akuter Bedarf für
neue Insektizide und Akarizide. Insekten und Milben entwickeln Resistenzen
für die
gegenwärtig
Verwendung findenden Insektizide und Akarizide. Wenigstens 400 Gliederfüßlerarten
sind gegenüber
einem oder mehreren Insektizid(en) resistent. Die Entwicklung von
Resistenzen gegenüber
einigen der älteren
Insektizide, wie beispielsweise DDT, den Carbamaten und den Organophospaten ist
wohl bekannt. Aber es haben sich auch gegenüber den neueren Pyrethroid-Insektiziden
und -Akariziden Resistenzen entwickelt. Deshalb besteht ein Bedarf
für neue
Insektizide und Akarizide und insbesondere besteht Bedarf für Verbindungen
die neue oder atypische Wirkungsweisen aufweisen.
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Bestimmte
3-(3,5-disubstituierte-4-Pyridyl)-1H-1,2,4-triazole mit Aktivität gegen
Milben und Insekten sind in WO 00/24735 offenbart. 2-(substituierte-Phenyl)-1,3-oxazoline
mit insektizider Wirkung sind in JP 4-89484, EP 0345775-A1, EP 0432661-A2,
EP 0553623-A1, WO 99/01443, WO 99/23081 und WO 98/47881 offenbart.
2-Aryl- und 2-Heteroaryl-1,3-oxazoline mit akarizider und insektizider
Aktivität
sind in JP 6-145169 und WO 99/65901 offenbart. Arthropozide 2-(substituierte-Phenyl)-1,3-oxazoline
sind in WO 93/24470 offenbart. Nach den Kenntnissen der Anmelderin
wurden nur ein Oxazolinprodukt, Etoxazol, zu einem handelüblichen
Akarizid entwickelt. Es ist in hohem Maße wünschenswert, verwandte Produkte
mit dieser Wirkungsweise zu entdecken, die stärker wirksam sind, die selektiver
sind oder bezüglich
ihrer Wirksamkeit ein breiteres Spektrum zeigen und/oder die verbesserte
toxikologische oder die Umwelt betreffende Eigenschaften aufweisen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Diese
Erfindung stellt neue substituierte Pyridyloxazolinderivate bereit,
die insbesondere zur Bekämpfung
von Insekten und Milben nützlich
sind. Insbesondere stellt diese Erfindung neue Verbindung der Formel (I)
mit insektizider Wirksamkeit bereit,
wobei
R
1 H,
(C
1-C
6)Alkyl, (C
1-C
6)Halogenalkyl,
(C
2-C
6)Alkenyl,
(C
2-C
6)Alkinyl oder
(C
1-C
6)Alkoxyalkyl
darstellt;
R
2 H, Halogen, (C
1-C
6)Alkyl, (C
1-C
6)Halogenalkyl,
(C
1-C
6)Alkoxy, (C
1-C
6)Halogenalkoxy
darstellt;
Q eine aus
ausgewählte Gruppe
ist;
R
3 H, Halogen, (C
1-C
6)Alkyl, (C
7-C
21) geradkettiges Alkyl, Hydroxy, (C
1- C
6)Alkoxy, (C
1-C
6)Halogenalkyl, (C
1-C
6)Halogenalkoxy, (C
1-C
6)Alkoxyalkyl, (C
1-C
6)Alkoxyalkoxy,
(C
2-C
6)Alkenyl,
(C
2-C
6)Halogenalkenyl,
CN, NO
2, CO
2R
6, CON(R
6)
2, (C
3-C
6)Cycloalkyl,
S(O)
mR
6, SCN, Pyridyl,
substituiertes Pyridyl, Isoxazolyl, substituiertes Isoxazolyl, Thienyl,
substituiertes Thienyl, Thiazolyl, substituiertes Thiazolyl, Phenyl,
substituiertes Phenyl, -(CH
2)NR
6,
-CH=CHR
6, -C≡CR
6,
-CH
2OR
6, -CH
2SR
6, -CH
2NR
6R
6,
-OCH
2R
6, -SCH
2R
6, -NR
6CH
2R
6,
darstellt;
R
4 H, Halogen, (C
1-C
6)Alkyl, (C
1-C
6)Alkoxy, (C
1-C
6)Halogenalkyl, (C
1-C
6)Halogenalkoxy,
CN, CO
2R
6, CON(R
6)
2, (C
1-C
6)S(O)
mAlkyl oder
(C
1-C
6)S(O)
mHalogenalkyl
darstellt;
darstellt
R
6 H, (C
1-C
6)Alkyl, (C
1-C
6)Halogenalkyl, (C
2-C
6)Alkenyl, (C
2-C
6)Alkinyl, Phenyl oder substituiertes Phenyl
darstellt;
R
7 und R
8 unabhängig Cl,
F, Methyl, Halogenmethyl, Methoxy oder Halogenmethoxy sind;
m
0, 1 oder 2 ist; und
n 1 oder 2 ist;
oder ein phytologisch
annehmbares Säureadditionssalz
oder N-Oxid davon.
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Bevorzugte
Verbindungen von Formel (I) umfassen die folgenden Klassen:
- (1) Verbindungen der Formel (I), wobei R7 und R8 unabhängig F oder
Cl sind.
- (2) Verbindungen der Formel (I), wobei R7 und
R8 beide F oder beide Cl sind.
- (3) Verbindungen der Formel (I), wobei R1 H
oder Methyl ist.
- (4) Verbindungen der Formel (I), wobei R2 H
ist.
- (5) Verbindungen der Formel (I), wobei Q eine Gruppe der Formel darstellt und wobei R4 und R5 wie in Formel
(I) definiert sind.
- (6) Verbindungen der Klasse (5), wobei Q eine Gruppe der Formel darstellt und wobei R3 und R4 wie in Formel
(I) definiert sind.
- (7) Verbindungen der Formel (I), wobei R3 und
R4 unabhängig
H, Halogen, (C1-C6)Alkyl, (C1-C6)Alkoxy, (C1-C6)Halogenalkyl
oder (C1-C6)Halogenalkoxy
sind.
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Der
Fachmann erkennt an, dass die am stärksten bevorzugten Verbindungen
im Allgemeinen diejenigen sind, die von verschiedenen Kombinationen
der oben beschriebenen, bevorzugten Klassen umfasst sind.
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Die
Erfindung stellt auch sowohl neue Verfahren und Zwischenstufen zur Herstellung
von Verbindungen der Formel (I) als auch von neuen Zusammensetzungen
und Verfahren zur Verwendung bereit, die hierin im Folgenden ausführlicher
beschrieben werden.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Durch
die ganze Druckschrift hinweg, werden soweit nicht anders angemerkt
Temperaturen in Grad Celsius angegeben und alle Prozentangaben betreffen
Gewichtsprozent.
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Soweit
nicht anderweitig spezifisch beschränkt, umfassen sowohl die Bezeichnungen „Alkyl", „Alkenyl" und "Alkinyl" als auch abgeleitete
Bezeichnungen, wie beispielsweise „Alkoxy" und „Alkanoyl", wie sie hierin verwendet werden, innerhalb
ihres Bereichs geradkettige, verzweigte und cyclische Reste. Es
ist beabsichtigt, dass die Bezeichnungen „Alkenyl" und „Alkinyl" eine oder mehrere ungesättigte Bindungen
umfassen.
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Soweit
nicht anderweitig spezifisch beschränkt, betrifft sowohl die Bezeichnung „Halogen" als auch abgeleitete,
wie hierin verwendete Bezeichnungen, wie beispielsweise „Halo", Fluor, Chlor, Brom
und Jod. Bevorzugte Halogene sind Fluor und Chlor.
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Die
Bezeichnungen „Halogenmethyl", „Halogenalkyl" und „Halogenalkenyl" betreffen Methyl-,
Alkyl- und Alkenylgruppen, die mit einem bis hin zur maximal möglichen
Anzahl von Halogenatomen substituiert sind. Die Bezeichnungen „Halogenmethoxy" und „Halogenalkoxy" betreffen Methoxy-
und Alkoxygruppen, die mit einem bis hin zur maximal möglichen
Zahl von Halogenatomen substituiert sind.
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Die
Bezeichnungen „substituiertes
Pyridyl", „substituiertes
Isoxazolyl", „substituiertes
Thienyl" und „substituiertes
Thiazolyl" betreffen
das Ringsystem, das mit einer oder mehreren Gruppen substituiert
ist, wobei die Gruppen unabhängig
aus Halogen, (C1-C4)Alkyl,
(C1-C4)Halogenalkyl,
CN, NO2, Phenyl, (C1-C4)Alkoxy oder (C1-C4)Halogenalkoxy ausgewählt sind.
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Die
Bezeichnung „substituiertes
Phenyl" betrifft
eine Phenylgruppe, die mit einer oder mehreren Gruppen substituiert
ist, wobei die Gruppen unabhängig
aus Halogen, (C1-C10)Alkyl,
(C1-C7)Halogenalkyl, (C1-C7)Hydroxyalkyl,
(C1-C7)Alkoxy, (C1-C7)Halogenalkoxy,
Phenoxy, Phenyl, NO2, OH, CN, (C1-C4)Alkanoyl, Benzoyl,
(C1-C4)Alkanoyloxy,
(C1-C4)Alkoxycarbonyl,
Phenoxycarbonyl oder Benzoyloxy ausgewählt sind.
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Soweit
es nicht anders angegeben ist, ist beabsichtigt, dass, wenn angegeben
ist, dass eine Gruppe mit einem oder mehreren Substituenten ausgewählt aus
einer identifizierten Klasse substituiert sein kann, die Substituenten
unabhängig
aus der Klasse ausgewählt
werden können,
mit der Maßgabe,
dass die Substituenten sterisch kompatibel sind und den Regeln zur
chemischen Bindung und Verzerrungsenergie Genüge getan wird.
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Wenn
R1 anders als Wasserstoff ist, können die
erfindungsgemäßen Verbindungen
als eines oder als mehrere Stereoisomere vorliegen. Die verschiedenen
Stereoisomere umfassen geometrische Isomere, Diastereomere und Enantiomere.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung umfassen deshalb racemische
Gemische, einzelne Stereoisomere und optisch aktive Gemische. Es
wird vom Fachmann anerkannt, dass ein Stereoiomer wirksamer sein
kann als die anderen Stereoisomere. Einzelne Stereoisomere und optisch
aktive Gemische können
durch selektive synthetische Verfahren, durch herkömmliche
synthetische Verfahren unter Verwendung aufgetrennter Ausgangsmaterialien
oder durch herkömmliche
Trennungsverfahren erhalten werden.
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Synthese
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Verbindungen
der Formel (I) können
durch das in Schema A gezeigte Verfahren hergestellt werden: Schema
A
wobei Q, R
1, R
7 und
R
8 wie in Formel (I) definiert sind.
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Das
Ausgangsmaterial gemäß der in
Schema A verwendeten Formel (A) kann durch Umsetzung des Siliziumsalzes
einer geeigneten Isonicotinsäure
mit Thionylchlorid in 1,2-Dichlorethan unter Rückfluss hergestellt werden.
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In
Schritt a aus Schema A kann eine Verbindung der Formel (A) mit einem
Aminosäureester
(J. Org. Chem. 1991, 56, 420) umgesetzt werden, um eine Verbindung
der Formel (B) zu erhalten. 1,2-Dichlorethan ist das bevorzugte
Lösungsmittel,
wobei jedoch auch andere polare aprotische Lösungsmittel, wie beispielsweise Pyridin
oder THF verwendet werden können.
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In
Schritt b aus Schema A kann die Verbindung der Formel (B) mit einem
reduzierenden Mittel, wie beispielsweise Natriumborhydrid in einem
organischen Lösungsmittel,
wie beispielsweise Ethanol bei einer Temperatur im Bereich von 0°C bis Raumtemperatur
umgesetzt werden, um eine Verbindung der Formel (C) zu erhalten.
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In
Schritt c aus Schema A kann die Verbindung der Formel (A) mit einem
Aminoalkohol (D) umgesetzt werden, um eine Verbindung der Formel
(C) zu erhalten. 1,2-Dichlorethan ist das bevorzugte Lösungsmittel, wobei
jedoch auch andere polare aprotische Lösungsmittel, wie beispielsweise
Pyridin oder THF verwendet werden können.
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In
Schritt d aus Schema A kann der N-Amidalkohol der Formel (C) sowohl
mit (Diethylamino)schwefeltrifluorid (DAST) als auch mit Thionylchlorid
umgesetzt werden, um das Produkt der Formel (I) bereitzustellen.
Die Ringschlussreaktion wird in Dichlormethan, 1,2-Dichlorethan
oder unverdünnt
bei einer Temperatur im Bereich von –78°C bis Raumtemperatur durchgeführt.
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Alternativ
können,
wenn Q
darstellt, Verbindungen der
Formel (I) durch das in Schema B gezeigte Verfahren hergestellt
werden: Schema
B
wobei Q, R
1, R
4,
R
5, R
7 und R
8 wie in Formel (I) definiert sind.
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In
Schritt a aus Schema B wird das Oxazolin der Formel (Ia) unter Bedingungen
einer Standard-Suzuki-Kopplungsreaktion mit einer geeigneten R5-substituierten
Borsäure
umgesetzt, um das Produkt der Formel (Ib) bereitzustellen. Die Kopplungsreaktion
wird bei einer Temperatur im Bereich von Raumtemperatur bis Rückflusstemperatur
in einem Acetonitril-Wassergemisch oder in Ethanol durchgeführt. Zur
Kopplung werden typischerweise katalytische Mengen von Dichlorbis(triphenylphosphin)palladium(II)
oder Tetrakis(triphenylphosphin)palladium(0) verwendet, wobei jedoch
auch andere Pd(II)- oder Pd(0)-Katalysatoren
verwendet werden können.
Typischerweise wird in der Kopplungsreaktion Natriumcarbonat als
Base verwendet, wobei aber auch andere anorganische oder organische
Basen, wie beispielsweise Kaliumcarbonat oder Triethylamin, verwendet
werden können.
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Wenn
R
1 nicht Wasserstoff darstellt, können Verbindungen
der Formel (I), insbesondere Diastereomere Syn (I) und Anti (I),
durch das in Schema C dargestellte Verfahren hergestellt werden: Schema
C
wobei R
1 Q, R
7 und
R
8 wie in Formel (I) definiert sind, mit
der Maßgabe,
dass R
1 nicht H darstellt.
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In
Schritt a aus Schema C wird die Verbindung der Formel (A) mit einem
Aminoalkohol (D) umgesetzt, um eine Verbindung der Formel (C) zu
erhalten. 1,2-Dichlorethan
ist das bevorzugte Lösungsmittel,
wobei jedoch auch andere polare aprotische Lösungsmittel, wie beispielsweise
Pyridin oder THF, verwendet werden können.
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Der
Schritt b zum Ringschluss gemäß Schema
C ist ähnlich
dem Schritt d aus Schema A und stellt die Produkte der Formeln Syn
(I) und Anti (I) bereit, die unter Verwendung chromatografischer
Techniken getrennt werden können.
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Alternativ
können
wenn Q
darstellt, Verbindungen der
Formel (I), insbesondere Diastereoisomere Syn (Ib) und Anti (Ib)
unter Verwendung des in Schema D gezeigten Verfahrens hergestellt
werden. Schema
D
wobei R
1, Q, R
4,
R
5, R
7 und R
8 wie in Formel (I) definiert sind, mit der
Maßgabe,
dass R
1 nicht H darstellt.
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Der
Suzuki-Kopplungsschritt a gemäß Schema
D ist ähnlich
zum Schritt a gemäß Schema
B und stellt Produkte der Formeln Syn (Ib) und Anti (Ib) bereit,
die unter Verwendung chromatografischer Techniken getrennt werden
können.
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Verbindungen
der Formel D können
durch das in Schema E dargestellte Verfahren hergestellt werden:
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In
Schritt a gemäß Schema
E wird die Verbindung der Formel E mit einem Gemisch aus Kaliumacetat und
Tetrabutylammoniumchlorid bei der Rückflusstemperatur von Dichlorethan
umgesetzt, um eine Verbindung der Formel (F) zu erhalten. Dichlorethan
ist das bevorzugte Lösungsmittel,
wobei jedoch auch andere chlorierte Lösungsmittel, wie beispielsweise
Dichlormethan und Tetrachlorkohlenstoff verwendet werden können. Alternativ
kann die Umwandlung unter Verwendung anorganischer Acetate, wie
beispielsweise Natriumacetat, mit anderen Phasentransferkatalysatoren,
wie beispielsweise Tetrabutylammoniumbromid oder -jodid durchgeführt.
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In
Schritt b gemäß Schema
E wird die Verbindung der Formel (F) mit Kaliumacetat in Ethanol
umgesetzt, wobei sich daran eine Behandlung mit Methoxylaminhydrochlorid
anschließt,
um die Verbindung der Formel (G) bereitzustellen.
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In
Schritt c gemäß Schema
E wird in einem organischen Lösungsmittel,
wie beispielsweise Tetrahydrofuran, die Verbindung gemäß Formel
(G) mit einem reduzierendem Mittel, wie beispielsweise Natriumborhydrid
in Trifluoressigsäure,
umgesetzt, um die Verbindung der Formel (D) bereitzustellen. Die
Reaktion kann bei Raumtemperatur bis hin zur Rückflusstemperatur durchgeführt werden.
Das Produkt kann als Salz, vorzugsweise als das HCl-Salz, isoliert
werden.
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Beispiele Herstellung
des Ausgangsmaterials gemäß Formel
(D) A)
4-[(1-Amino)-(2-hydroxy)ethyl]-jodbenzol (HCl-Salz) 2'-Brom-4-jodacetophenon
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Ein
1 Liter Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührwerk, einem Zugabetrichter,
einem Thermoelement und einem Rückflusskühler, der
an einen mit aq. NaOH (2 M) gefüllten
Alligatorabscheider (Alligator Trap) angebracht war, ausgestattet
war, wurde mit CuBr2 (92,4 g, 0,414 mol)
und Ethylacetat (320 ml) beladen. 4-Jodacetophenon (53,4 g, 0,217
mol) wurde in Chloroform (320 ml gelöst und im Zugabetrichter platziert.
Die Chloroformlösung
wurde zur Ethylacetatlösung
zugegeben und das Reaktionsgemisch wurde bei 70°C für 6 Stunden gerührt und
anschließend
auf 25°C
für 16
Stunden abgekühlt.
Das CuBr-Salz wurde durch Filtration über Celite entfernt. Das Filtrat
wurde mit aq. gesättigter
Natriumdicarbonatlösung
(2 × 220
ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und die Lösungsmittel
wurden unter verringertem Druck entfernt, um ein Rohprodukt zu ergeben,
das mit nicht umgesetztem Ausgangsmaterial verunreinigt war. Das
Produkt wurde durch Umkristallisierung aus Dichlormethan/Hexan gereinigt,
um reines Material als einen bräunlichen
Feststoff zu ergeben (44,5 g, 63% Ausbeute): Smp. 109–111°C.
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2'-Acetoxy-4-jodacetophenon
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Ein
1 Liter Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührwerk, einem Thermoelement
und einem Rückflusskühler ausgestattet
war, wurde mit 2-Brom-4-jodacetophenon
(44,0 g, 0,135 mol), Kaliumacetat (19,9 g, 0,203 mol), Benzyltriethylammoniumchlorid
(1,5 g, 0,007 mol) und 1,2-Dichlorethan (425 ml) beladen. Das Reaktionsgemisch
wurde bei 70°C
für 4 Stunden
gerührt
und anschließend
auf 25°C
abgekühlt.
Wasser (275 ml) wurde zugegeben und der Inhalt wurde in einem Scheidetrichter
geschüttelt.
Die Dichlorethanschicht wurde abgetrennt und mit aq. gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
(200 ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen. Das Dichlorethan wurde über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und die Lösungsmittel
wurden unter verringertem Druck entfernt, um einen bräunlichen
Feststoff zu ergeben, (41,2 g, 97% Ausbeute): Smp. 103–107°C.
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4-[(2-Acetoxy)-(1-methoxyimino)ethyl]-jodbenzol
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Ein
2 Liter Rundkolben, der mit einem mechanischen Rührwerk, einem Thermoelement
und einem Rückflusskühler ausgestattet
war, wurde mit 2-Acetoxy-4-jodacetophenon
(35,9 g, 0,118 mol), Kaliumacetat (13,9 g, 0,142 mol), Methoxylaminhydrochlorid
(11,8 g, 0,142 mol) und Ethylalkohol (700 ml) beladen. Das Reaktionsgemisch
wurde bei 70°C
für 8 Stunden
gerührt
und anschließend
auf 25°C
abgekühlt
und bei dieser Temperatur für
16 Stunden gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde über
Celite filtriert. Der Ethylalkohol wurde unter verringertem Druck
entfernt und der Rückstand
wurde in Ethylacetat (500 ml) gelöst. Wasser (100 ml) wurde zugegeben
und der Inhalt wurde in einem Scheidetrichter geschüttelt. Die
Ethylacetatschicht wurde abgetrennt und mit aq. gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
(2 × 100
ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen. Die Ethylacetatschicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und die Lösungsmittel
wurden unter verringertem Druck entfernt, um ein Öl als Produkt
zu ergeben, (37,4 g, 95% Ausbeute): Das Produkt ist ein 4:1 Gemisch
von Methoximisomeren.
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4-[(1-Amino)-(2-hydroxy)ethyl]-jodbenzol
(HCl-Salz)
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Ein
250 ml Rundkolben, der mit einem magnetischen Rührer, einem Zugabetrichter,
einem Thermoelement und einem Rückflusskühler ausgestattet
war, wurde mit NaBH4 (4,54 g, 0,120 mol)
und THF (100 ml) beladen. Trifluoressigsäure (13,7 g, 0,3 ml, 0,120
mol) wurde im Zugabetrichter platziert und der NaBH4-Suspension
langsam zugegeben. Eine Lösung
von 4-[(2-Acetoxy)-(1-methoxyimino)ethyl]-jodbenzol
(10,0 g, 0,030 mol) in 20 ml THF wurde in den Zugabetrichter zugegeben
und anschließend
langsam der Trifluoracetoxyborhydridsuspension zugegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde für
3 Stunden auf 70°C
erhitzt und anschließend
auf 25°C
abgekühlt.
Der pH-Wert wurde durch vorsichtige Zugabe konzentrierter HCl zur
Neutralisierung des verbleibenden NaBH4 auf < 3 eingestellt.
Der pH-Wert wurde mit 50% aq. NaOH auf > 9 eingestellt. Wasser (100 ml) und Dichlormethan
(200 ml) wurden zugegeben und die Phasen wurden getrennt. Die wässrige Phase
wurde mit Dichlormethan (3 × 100
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Phasen wurden
mit Kochsalzlösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und die Lösungsmittel wurden unter verringertem
Druck entfernt, um Rohprodukt zu ergeben. Das Produkt wurde durch
Suspendieren in Dichlormethan gereinigt und zur Herstellung des
HCl-Salzes, ließ man
wasserfreies HCl-Gas hindurchperlen. Das Salz wurde filtriert und
getrocknet, um das Produkt als weißen Feststoff zu ergeben (6,5
g, 72% Ausbeute): Smp. 200–206°C.
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B)
2-Hydroxy-1-(4-jodphenyl)propanaminiumchlorid 1-Bromethyl-(4-jodphenyl)keton
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Fein
gepulvertes Kupferbromid (20,21 g, 91 mmol) wurde in Ethylacetat
(30 ml) suspendiert und unter Rückfluss
erhitzt. Eine Lösung
von Keton (14 g, 54 mmol) in Chloroform (30 ml) wurde über 10 Minuten
hinweg tropfenweise zugegeben. Nach Halten unter Rückfluss
für 7 Stunden
ließ man
die Reaktion über
Nacht abkühlen
und filtrierte über
Celite. Das Filtrat wurde mit gesättigtem wässrigem Natriumbicarbonat (2 × 50 ml)
und Kochsalzlösung
(50 ml) gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter verringertem Druck reduziert. Umkristallisierung
aus Hexan erbrachte einen hellgelben Feststoff. Smp. 76°C. Ausbeute
12,2 g (66%). 1H NMR (CDCl3) δ 7,83 (d,
2H), 7,72 (d, 2H), 5,21 (q, 2H), 1,87 (d, 3H). MI = 338, IR (fl.
Film) cm–1 1677.
Berechnet für
C9H8BrIO: C, 31,9%,
H, 2,38%. Gefunden: C, 32,2%, H, 2,5%.
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1-Acetoxyethyl-(4-jodphenyl)keton
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Eine
Suspension des Bromketons (12 g, 35 mmol), Kaliumacetat (5,2 g,
53 mmol) und Benzyltriethylammoniumchlorid (0,27 g, 1,2 mmol) in
1,2-Dichlorethan
(75 ml) wurde unter Stickstoff für
6 Stunden unter Rückfluss
gehalten. Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde Wasser (35 ml) zugegeben und die organische
Schicht wurde gesammelt. Die organische Schicht wurde mit gesättigtem
wässrigem
Natriumbicarbonat (30 ml) und Kochsalzlösung (820 ml) gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und unter verringertem Druck reduziert, um eine gelborange
Flüssigkeit
zurückzulassen.
Diese wurde auf eine Kieselgelsäule
aufgetragen und mit 5:1 Hexan/Ethylacetat eluiert. Konzentrierung
der Hauptfraktion ergab 9,8 g (87%) einer blassgelben Flüssigkeit. 1H NMR (CDCl3) δ 7,84 (d,
2H), 7,64 (d, 2H), 5,87 (q, 2H), 2,14 (s, 3H), 1,56 (d, 3H). MI
= 318, IR (fl. Film) cm–1 1740, 1699. Berechnet
für C11H11IO3:
C, 41,5%, H, 3,49%.
Gefunden: C, 41,04%, H, 3,60%.
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2-Acetoxy-3-hydroxyamino-3-(4-jodphenyl)propan
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Zu
einer Lösung
des Acetats (4,5 g, 14 mmol) in absolutem Ethanol (80 ml) wurde
Natriumacetat (1,66 g, 17 mmol) und Methoxylaminhydrochlorid (1,41
g, 17 mmol) zugegeben. Die Reaktanten wurden unter Stickstoff bei
63°C für 10 Stunden
gerührt
und anschließend
für 3 Stunden
unter Rückfluss
gehalten. Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur und Filtration über Celite wurde das Filtrat
unter verringertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde in Ethylacetat
(45 ml) aufgenommen und vor dem Trocknen über Magnesiumsulfat mit Wasser
(15 ml), gesättigtem
wässrigem
Bicarbonat (2 × 15
ml) und Kochsalzlösung
(20 ml) gewaschen. Konzentrierung unter verringertem Druck führte zu
4,45 g (91%) einer blassgelben Flüssigkeit. 1H
NMR (CDCl3) δ 7,75 & 7,69 (beide d, 2H total), 7,30 & 7,12 (d, 2H),
6,15 & 5,68 (q,
2H), 4,01 & 3,87
(s, 3H), 2,05 & 1,90
(s, 3H), 1,60 & 1,41
(d, 3H). MI = 347, IR (fl. Film) cm–1 1743.
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2-Hydroxy-1-(4-jodphenyl)propanaminiumchlorid
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Natriumborhydrid
(0,44 g, 11,5 mmol) wurde in trockenem Tetrahydrofuran (10 ml) suspendiert
und in einem Eisbad gekühlt.
Anschließend
wurde Trifluoressigsäure
(1,31 g, 0,89 ml; 11,6 mmol) tropfenweise über 10 Minuten hinweg zugegeben.
Das Kühlbad
wurde entfernt und eine Lösung
des Oxims (1 g, 2,9 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (10 ml) wurde über 10 Minuten
hinweg zugegeben. Die Reaktion wurde unter Stickstoff für 14 Stunden
unter Rückfluss
gehalten, auf Raumtemperatur abgekühlt und unter Verwendung konzentrierter Salzsäure auf
pH 3,0 angesäuert.
Nach Kühlen
im Eisbad wurde zur Einstellung des pH-Werts auf 11 50% wässriges
Natriumhydroxid zugegeben. Anschließend wurde zu dem Reaktionsgemisch
ein Gemisch aus Methylenchlorid (20 ml) und Wasser (20 ml) zugegeben.
Die organische Schicht wurde gesammelt und die wässrige Schicht wurde mit Methylenchlorid
(2 × 20
ml) reextrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit
Wasser (2 × 15
ml) und Kochsalzlösung
(15 ml) gewaschen und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Konzentrierung unter verringertem Druck
ließ eine
klare Flüssigkeit
zurück,
die in Methylenchlorid (20 ml) aufgenommen wurden. Bevor 30 Minuten
bei Raumtemperatur gerührt
wurde, ließ man
trockenes Wasserstoffchloridgas für 15 Minuten durch diese Lösung hindurch
perlen. Durch Filtration wurde ein weißer Feststoff gesammelt. Ausbeute
0,25 g (28%). 1H NMR (CDCl3) δ 8,52 (br,
3H), 7,79 (m, 2H), 7,31 (m, 2H), 5,68 & 5,39 (d, gesamt 1H), 4,18 & 3,96 (m, gesamt
2H), 0,94 (s, 3H). MI = 278.
-
C)
1-(4-Brom-2-methylphenyl)-2-hydroxyethanaminiumchlorid Ethyl(4-brom-2-methylphenyl)(oxo)acetat
-
Zu
einer Suspension von AlCl3 (20,3 g, 152
mmol) in Dichlorethan (250 ml, DCE) wurde Ethylchloroxoacetat (16,8
g, 123 mmol) bei Raumtemperatur hinzugefügt. Zu der sich ergebenden
goldfarbenen Lösung wurde
3-Bromtoluol (20,0 g, 117 mmol) zugegeben und die dunkle Lösung wurde
bei Raumtemperatur für
4 Stunden gerührt.
Die Reaktion wurde auf 0°C
abgekühlt
und gesättigtes
wässriges
Ammoniumchlorid wurde langsam zugegeben. Die Phasen wurden getrennt
und die DCE-Schicht wurde mit zusätzlichem Ammoniumchlorid gewaschen
(Na2SO4), getrocknet,
filtriert und das DCE wurde im Vakuum entfernt, um ein goldfarbenes Öl als Rohprodukt
zu ergeben. Flash-Chromatografie (SiO2;
0–3% Et2O/Hexane) ergab Ethyl(4-brom-2-methylphenyl)-(oxo)acetat
(16,2 g; 33%) als goldfarbenes Öl. 1H NMR (CDCl3) δ 1,41 (t,
3H, J = 7,0 Hz), 2,58 (s, 3H), 4,43 (q, 2H, J = 7,0 Hz), 7,44–7,48 (m,
2H), 7,58 (d, 1H, J = 8,0 Hz); EI/MS 271 m/e (M+).
-
Ethyl(4-brom-2-methylphenyl)-(methoxyimino)ethanoat
-
Zu
einem Gemisch von Ethyl(4-brom-2-methylphenyl)(oxo)acetat (10,0
g, 36,9 mmol) und KOAc (4,71 g, 48,0 mmol) in EtOH (185 ml) wurde
Methoxylaminhydrochlorid (4,00 g, 48,0 mmol) zugegeben und die sich ergebende
milchige Suspension wurde bei 70°C
für 4 Stunden
gerührt.
Zusätzliche
0,6 Äquivalente
KOAc und Methoxylaminhydrochlorid wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch
wurde für
16 Stunden bei 70°C
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde über
Celite filtriert und das EtOH wurde unter verringertem Druck entfernt. Der
Rückstand
wurde in Ethylacetat (250 ml) gelöst und mit aq. gesättigtem
Natriumbicarbonat (2 × 100
ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen. Die Ethylacetatschicht wurde über Na2SO4 getrocknet,
filtriert und die Lösungsmittel
wurden im Vakuum entfernt, um das Produkt als ein farbloses Öl (11,0
g, 99%) zu ergeben. Das Produkt ist etwa ein 1:1 Gemisch der Methoximisomere. 1H NMR (CDCl3) δ 1,30–1,36 (m,
6H), 2,16 (s, 3H), 2,43 (s, 3H), 4,01 (s, 3H), 4,04 (s, 3H), 4,30–4,38 (m,
4H), 6,98 (d, 1H, J = 8,2 Hz), 7,22 (d, 1H, J = 8,2 Hz), 7,33–7,40 (m,
4H).
-
1-(4-Brom-2-methylphenyl)-2-hydroxyethanaminiumchlorid
-
Zu
einer Suspension von NaBH4 (5,56 g, 147
mmol) in THF (100 ml) wurde tropfenweise Trifluoressigsäure (16,7
g, 147 mmol) mit so einer Geschwindigkeit zugegeben, dass sich die
Reaktionstemperatur zwischen 25 und 35°C hielt und die sich ergebende
Aufschlämmung
wurde bei Raumtemperatur für
30 Minuten gerührt.
Zu der Trifluoracetoxyborhydridsuspension wurde eine Lösung von
Ethyl(4-brom-2-methylphenyl)-(methoxyimino)ethanoat (11,0 g, 36,7
mmol) in 20 ml THF zugegeben. Das sich ergebende hellgelbe Gemisch
wurde unter Rückfluss
für 3,5
Stunden gerührt
und anschließend
bei Raumtemperatur für
weitere 16 Stunden gerührt.
Das überschüssige NaBH4 wurde durch vorsichtige Zugabe von konz.
HCl neutralisiert (pH < 3).
Der pH-Wert wurde mit 50% aq. NaOH auf > 9 eingestellt und das alkalische Gemisch
wurde mit Wasser (100 ml) verdünnt.
Das THF wurde verdampft und der aq. Rückstand wurde mit CH2Cl2 (3 × 100 ml)
extrahiert. Die organischen Extrakte wurden mit Kochsalzlösung gewaschen
(Na2SO4), getrocknet,
filtriert und das CH2Cl2 wurde
im Vakuum entfernt, um ein gelbes Öl als Rohprodukt zu ergeben.
Das Öl
wurde in CH2Cl2 gelöst und man
ließ wasserfreies
HCl in die Lösung
einperlen. Das sich ergebende HCl-Salz wurde durch Vakuumfiltration gesammelt
und getrocknet, um das gewünschte
Produkt als weißen
Feststoff zu ergeben (5,7 g, 58%). Smp. 211–214°C (d); 1H
NMR (DMSO-d6) δ 2,35 (s, 3H), 3,67 (d, 2H,
J = 6,0 Hz), 4,39 (m, 1H), ~5,30 (bs, 1H), 7,45–7,48 (m, 2H), 7,56 (d, 1H,
J = 8,8 Hz), 8,66 (s, 3H).
-
Beispiel
1 Herstellung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-bromphenyl)oxazolin (Verbindung
4) N-(4-bromphenylglycinmethylester)-3,5-dichlor-4-pyridinylcarboxamid
-
4-Bromphenylglycinmethylester
(36 mmol, 10,07 g) und 3,5-Dichlor-4-pyridinylcarbonylchlorid (40 mmol, 8,40
g) wurden in 1,2-Dichlorethan (200 ml) kombiniert und Pyridin (100
mmol, 8,09 ml) wurde zugegeben und die Reaktion wurde bei Raumtemperatur
für 18
Stunden gerührt.
Die Reaktion wurde mit 1 M HCl und Kochsalzlösung gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Chromatografie (SiO2, EtOAc-Hex) führte zum Produkt als einem
gelben Öl
(5,78 g):
-
N-1-(4-bromphenyl)-2-hydroxyethyl-(3,5-dichlor-4-pyridinyl)carboxamid
-
N-(4-bromphenylglycinmethylester)-3,5-dichlor-4-pyridinylcarboxamid
(13,5 mmol, 5,65 g), Natriumborhydrid (54,0 mmol, 2,04 g) und Calciumchlorid
(27,0 mmol, 3,0 g) wurden in THF (20 ml) und Ethanol (40 ml) kombiniert
und bei Raumtemperatur für
36 Stunden gerührt.
Die gelbe Suspension wurde in 1 M Natriumacetat (100 ml) eingegossen
und vor der Extraktion mit EtOAc für 20–30 min gerührt. Der organische Extrakt wurde
mit Kochsalzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet. Filtration und Konzentrierung
im Vakuum führten
zu einem gelben Feststoff (5,24 g). Chromatografie (SiO2,
EtOAc) ergab das Produkt als einen weißen Feststoff (2,44 g, 57,5%
Ausbeute): Smp. 152–155°C.
-
2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-bromphenyl)oxazolin
(Verbindung 4)
-
Zu
einer Suspension von N-1-(4-bromphenyl)-2-hydroxyethyl-(3,5-dichlor-4-pyridinyl)carboxamid (5,84
mmol, 2,27 g) in 1,2-Dichlorethan (80 ml) wurde (Diethylamino)schwefeltrifluorid
(DAST, 6,42 mmol, 0,85 ml) bei –78°C zugegeben.
Man ließ sich
die Reaktion langsam auf Raumtemperatur erwärmen und rührte für 18 Stunden. Nach Vervollständigung
der Reaktion wurde das Gemisch in NH4OH
(6 ml) enthaltendes Eis gegossen und man ließ sich das Gemisch vor der
Extraktion mit Methylenchlorid auf Raumtemperatur erwärmen. Der
organische Extrakt wurde mit Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und zu einem Öl (2,60 g)
konzentriert. Chromatografie ((SiO2, 25%
EtOAc-Hex) ergab das Produkt als einen weißen Feststoff (1,63 g, 75%
Ausbeute): Smp. 102–103°C.
-
Beispiel
2 Herstellung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-jodphenyl)oxazolin (Verbindung
11) N-1-(4-jodphenyl)-2-hydroxyethyl-(3,5-dichlor-4-pyridinyl)carboxamid
-
Ein
250 ml Rundkolben, der mit einem Rührfisch, einem Thermoelement
und einem Rückflusskühler ausgestattet
war, wurde mit 4-[(1-amino)-(2-hydroxy)ethyl]jodbenzol (HCl-Salz)
(5,26 g, 17,6 mmol), Triethylamin (4,3 g, 5,7 ml, 42,2 mmol) und
THF (25 ml) beladen. Das Reaktionsgemisch wurde auf 10°C abgekühlt. Das
3,5-Dichlor-4-pyridinylcarbonylchlorid (7,7 g, 17,6 mmol) wurde
zu der THF-Lösung zugegeben,
wobei man die Temperatur < 30°C hielt.
Das Gemisch wurde bei 25–30°C für 2 Stunden
gerührt.
Dichlormethan (100 ml) und Wasser (100 ml) wurden zugegeben und
die Phasen wurden getrennt. Die wässrige Phase wurde mit Dichlormethan
(2 × 50
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Phasen wurden
mit aq. 0,5 N HCl (50 ml) und Kochsalzlösung (50 ml) gewaschen. Das
Dichlormethan wurde über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und die Lösungsmittel wurden unter verringertem
Druck entfernt, um das Produkt als bräunlichen Feststoff zu ergeben
(7,4 g, 96%): Smp. 177–180°C.
-
2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-jodphenyl)oxazolin
(Verbindung 11)
-
Ein
50 ml Rundkolben, der mit einem Rührfisch, einem Thermoelement
und einem Rückflusskühler ausgestattet
war, wurde mit N-1-(4-jodphenyl)-2-hydroxyethyl-(3,5-dichlor-4-pyridinyl)carboxamid
(1,07 g, 2,45 mmol) und Dichlormethan (25 ml) beladen. Das Reaktionsgemisch
wurde auf –78°C abgekühlt. (Diethylamino)schwefeltrifluorid
(396 mg, 0,325 ml, 2,45 mmol) wurde zu der Dichlormethanlösung zugegeben,
wobei die Temperatur < –70°C gehalten
wurde. Man ließ sich
die Reaktion auf 25°C
erwärmen
und rührte über Nacht. Das
Reaktionsgemisch wurde in 50 g Eis gegossen, das konz. Ammoniumhydroxid
(5 ml) enthielt. Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Phase
wurde mit Dichlormethan (2 × 50
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden mit Kochsalzlösung (50
ml) gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und filtriert und die Lösungsmittel wurden unter verringertem
Druck entfernt, um das Rohprodukt als ein bräuliches Öl zu ergeben. Chromatografie
ergab reines 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-jodphenyl)oxazolin
als bräunlichen Feststoff
(740 mg, 72%): Smp. 90–92°C.
-
Beispiel
3 Herstellung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-(4-ethoxyphenyl)phenyl)oxazolin
(Verbindung 12)
-
Eine
Lösung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-jodphenyl)oxazolin (0,2 g,
0,48 mmol), p-Ethoxybenzolboronsäure
(0,095 g, 0,57 mmol), Natriumcarbonat (0,076 g, 0,72 mmol), Dichlorbis(triphenylphosphin)palladium(II)
(0,025 g) und Tri-o-tolylphosphin
(0,020 g) wurde für
12 h unter Rückfluss
in einer Stickstoffatmosphäre
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde 1 N HCl (15 ml) zugegeben und das Gemisch wurde mit Diethylether (3 × 30 ml)
extrahiert. Die vereinigten Etherschichten wurden über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Chromatografie gereinigt (Elutionsmittel, Ether/Hexan – 1:1), um
das Produkt als einen cremefarbenen Feststoff zu ergeben: Smp. 121–122°C.
-
Die
im Folgenden beschriebenen Verbindungen wurden gemäß dem Verfahren
aus Beispiel 3 hergestellt.
-
-
Isoliert
als ein weißer
Feststoff (62% Ausbeute): Smp. 144–146°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,64 (s, 2H); 7,72 (s, 4H);
7,68–7,64
(Ar-m, 2H), 7,54–7,51
(Ar-m, 2H), 5,62
(dd, 1H, J = 8,6, 10,2 Hz), 4,97 (dd, 1H, J = 8,5, 10,4 Hz), 4,43
(dd, 1H, J = 8,5, 8,5 Hz); EI/MS 437 m/e (M+);
Anal. berechnet für
C21H13Cl2F3N2O1; C, 57,69; H, 3,00; N, 6,41. Gefunden:
C, 57,64; H, 3,02; N, 6,33.
-
-
Isoliert
als ein weißer
Feststoff (20% Ausbeute): Smp. 113–115°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,61–7,58 (Ar-m,
4H), 7,48 (d, 2H, J = 8,4 Hz), 7,29 (d, 2H, J = 7,7 Hz), 5,58 (dd,
1H, J = 8,8, 10,2 Hz) 4,94 (dd, 1H, J = 8,6, 10,2 Hz), 4,41 (dd,
1H, J = 8,6, 8,6 Hz); EI/MS 352 m/e (M+);
Anal. berechnet für C21H13Cl2F3N2O2;
C, 55,65; H, 2,89; N, 6,18. Gefunden: C, 55,24; H, 2,82; N, 6,09.
-
-
Isoliert
als ein weißer
Feststoff (34% Ausbeute): Smp. 145–147°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 8,39 (d, 1H,
J = 2,6 Hz), 7,58–7,55
(d, 2H, J = 8,4 Hz), 7,47 (d, 2H, J = 8,4 Hz), 6,82 (d, 1H, J =
8,8 Hz), 5,58 (dd, 1H, J = 8,6, 10,2 Hz), 4,94 (dd, 1H, J = 8,4,
10,2 Hz), 4,40 (dd, 1H, J = 8,6, 8,6 Hz), 3,98 (s, 3H); EI/MS 400
m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein bräunlicher
Feststoff (63% Ausbeute): Smp. 112–115°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,60 (s, 2H); 7,61 (d, J =
8,4 Hz, 2H), 7,44 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,37–7,32 (m, 2H) 7,20 (d, J =
8,1 Hz, 1H), 5,56 (dd, J = 8,8, 10,2 Hz, 1H), 4,92 (dd, J = 8,8,
10,4 Hz, 1H), 4,41 (dd, J = 8,8, 8,8 Hz, 1H), 2,33 (s, 3H); 2,31
(s, 3H); EI/MS 397 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein bräunlicher
Feststoff (2% Ausbeute): Smp. 107–120°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,63 (d, J =
2,2 Hz, 2H), 7,62–7,44
(m, 4H), 7,26 (d, J = 7,6 Hz, 2H), 5,57 (dd, J = 8,7, 10,2 Hz, 1H),
4,93 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,41 (dd, J = 8,7, 8,4 Hz, 1H),
2,40 (s, 3H); EI/MS 382 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein weißer
Feststoff (19% Ausbeute): Smp. 128–136°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,57 (d, J =
8,4 Hz, 2H), 7,37 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,12 (d, J = 3,6 Hz, 1H),
6,74 (dd, J = 1,0, 3,6 Hz, 1H), 5,53 (dd, J = 8,7, 10,2 Hz, 1H),
4,91 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,37 (dd, J = 8,4, 8,4 Hz, 1H),
2,51 (s, 3H); EI/MS 388 m/e (M+).
-
-
33%
Ausbeute; Smp. 109–110°C; 1H NMR (CDCl3) δ 4,33 (t,
1H, J = 2,8 Hz); 4,84 (dd, 1H, J = 2,8 Hz), 5,48 (dd, 1H, J = 3,5
Hz), 5,92 (s, 2H), 6,80 (d, 2H, J = 2,2 Hz), 6,98 (d, 2H, J = 2,2
Hz), 7,35 (d, 2H, J = 2,2 Hz), 7,45 (d, 2H, J = 2,2 Hz), 8,53 (s,
2H); MS m/e 412 (M+).
-
-
Isoliert
als ein gelblicher Feststoff (53% Ausbeute): Smp. 130°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H);
7,55 (d, 2H), 7,48 (d, 2H), 7,42–7,17 (m, 3H), 5,58 (dd, 1H),
4,94 (dd, 1H), 4,39 (dd, 1H); EI/MS 404 m/e (M+).
-
-
15%
Ausbeute, isoliert als ein klares Öl: 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,62 (s, 2H); 7,84–7,49 (m,
8H), 5,60 (dd, 1H), 4,95 (dd, 1H), 4,41 (dd, 1H); EI/MS 437 m/e
(M+).
-
-
20%
Ausbeute als ein oranger Feststoff: Smp. 153–157°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,60–7,39 (m,
8H), 5,58 (dd, 1H), 4,94 (dd, 1H), 4,40 (dd, 1H); EI/MS 404 m/e
(M+).
-
-
Isoliert
als ein brauner Gummi (74% Ausbeute): 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,62 (s, 2H); 7,75 (s, 1H), 7,57
(d, 1H), 7,49 (br, 5H), 5,60 (dd, 1H), 4,95 (dd, 1H), 4,45 (dd,
1H); EI/MS 470 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein dunkel-bernsteinfarbenes Öl (20% Ausbeute): 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,49–7,28 (m,
8H), 5,59 (dd, 1H), 4,95 (dd, 1H), 4,45 (dd, 1H); EI/MS 404 m/e
(M+).
-
-
Isoliert
als ein oranger Feststoff (80% Ausbeute): Smp. 98–103°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,61 (d, J = 8,42 Hz, 2H), 7,48 (d, J = 8,06 Hz, 2H), 7,42–7,36 (m,
2H), 7,31–7,27
(m, 1H), 7,07–7,02 (m,
1H), 5,58 (dd, J = 9,52, 9,89 Hz, 1H), 4,94 (dd, J = 10,25, 8,42
Hz, 1H), 4,41 (dd, J = 8,42, 8,42 Hz, 1H); EI/MS 387 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein bernsteinfarbenes Öl
(63% Ausbeute): 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61
(s, 2H); 7,62–7,33
(m, 8H), 5,58 (dd, 1H), 4,94 (dd, 1H), 4,40 (dd, 1H); EI/MS 404
m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein hellbrauner Feststoff (27% Ausbeute): Smp. 146–149°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,59–7,52
(m, 4H), 7,46 (d, J = 8,42 Hz, 2H), 7,16–7,10 (m, 2H), 5,57 (dd, J
= 10,25, 8,79 Hz, 1H), 4,93 (dd, J = 10,44, 8,79 Hz, 1H), 4,40 (dd,
J = 8,61, 8,79 Hz, 1H); EI/MS 386 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein hellbrauner Feststoff (80% Ausbeute): Smp. 97–98°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,75 (d, J = 7,69 Hz, 1H), 7,56 (t, J = 7,42, Hz, 1H), 7,49–7,42 (m,
4H), 7,37–7,30
(m, 2H), 5,58 (dd, J = 9,61, 10,16 Hz, 1H), 4,95 (dd, J = 10,16,
8,52 Hz, 1H), 4,45 (dd, J = 8,79, 8,79 Hz, 1H); EI/MS 436 m/e (M+).
-
-
Isoliert
als ein helloranger Feststoff (92% Ausbeute): Smp. 91–93°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,61–7,58
(m, 2H), 7,49–7,41
(m, 2H), 7,36–7,29
(m, 2H), 7,24–7,12
(m, 2H), 5,59 (dd, J = 10,25, 8,79 Hz, 1H), 4,94 (dd, J = 10,25,
8,42 Hz, 1H), 4,42 (dd, J = 8,61, 8,42 Hz, 1H); EI/MS 386 m/e (M+).
-
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Isoliert
als ein oranger Schaum (93% Ausbeute): 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,62 (s, 2H); 8,02 (breit m,
4H), 7,86 (breit m, 1H), 7,68–7,64
(m, 2H), 7,56–7,53
(m, 2H), 5,62 (dd, J = 10,25, 8,79 Hz, 1H), 4,96 (dd, J = 10,44,
8,79 Hz, 1H), 4,40 (dd, J = 8,62, 8,79 Hz, 1H); EI/MS 504 m/e (M+).
-
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Isoliert
als ein cremefarbener Feststoff (34% Ausbeute): Smp. 78–81°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,44 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 7,37 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 7,28–7,21 (m,
4H), 5,58 (dd, J = 9,1, 10,2 Hz, 1H), 4,95 (dd, J = 8,6, 10,4 Hz,
1H), 4,45 (t, J = 8,6 Hz, 1H), 2,28 (s, 3H); EI/MS 382 m/e (M+); Anal. berechnet für C21H16Cl2N2O:
C, 65,81; H, 4,21; N, 7,31. Gefunden: C, 65,67; H, 4,26; N, 7,36.
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Isoliert
als ein brauner Feststoff (30% Ausbeute): Smp. 88–91°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H);
7,59 (d, 2H), 7,46 (d, 2H), 7,29–7,22 (m, 3H), 5,57 (dd, 1H),
4,93 (dd, 1H), 4,40 (dd, 1H), 2,31 (d, 3H); EI/MS 400 m/e (M+).
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Isoliert
als ein cremefarbener Feststoff (33% Ausbeute): Smp. 84–87°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,62 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,46 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 7,41–7,31 (m,
3H), 7,17 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 5,58 (dd, J = 8,7, 10,2 Hz, 1H),
4,94 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,42 (dd, J = 8,4, 8,7 Hz, 1H),
2,43 (s, 3H); EI/MS 382 m/e (M+).
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Isoliert
als ein brauner Feststoff (53% Ausbeute): Smp. 141–143°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H), 7,62 (dd, J = 7,3, 9,5 Hz, 4H), 7,49–7,36 (m, 5H) 5,59 (dd, J =
8,7, 10,2 Hz, 1H), 4,94 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,42 (dd, J
= 8,4, 8,7 Hz, 1H); EI/MS 368 m/e (M+).
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Isoliert
als ein gelbes Öl
(48% Ausbeute): 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61
(s, 2H); 7,63–7,49
(m, 6H), 7,32 (m, 1H), 5,60 (dd, J = 8,8, 10,4 Hz, 1H), 4,95 (dd,
J = 8,8, 10,4 Hz, 1H), 4,42 (dd, J = 8,8, 8,8 Hz, 1H); EI/MS 455
m/e (M+).
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Isoliert
als ein hellgelber Feststoff (21% Ausbeute): Smp. 123–128°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,61 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 7,53 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 7,46 (d,
J = 8,4 Hz, 2H), 7,31 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 5,57 (dd, J = 8,7, 10,2
Hz, 1H), 4,93 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,40 (dd, J = 8,4, 8,7
Hz, 1H), 2,96 (h, J = 6,9 Hz, 1H), 1,29 (d, J = 6,9 Hz, 6H); EI/MS
410 m/e (M+).
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Isoliert
als ein weißer
Feststoff (71% Ausbeute): Smp. 98–99°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,66–7,57 (m,
4H), 7,51 (d, 2H), 7,31 (t, 1H), 5,60 (dd, 1H), 4,96 (dd, 1H), 4,42
(dd, 1H); EI/MS 454 m/e (M+).
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26%
Ausbeute als ein gelbes Öl: 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,61–7,13
(m, 7H), 5,60 (dd, 1H), 4,96 (dd, 1H), 4,42 (dd, 1H); EI/MS 455
m/e (M+).
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67%
Ausbeute als ein gelbes Öl: 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,60 (s,
2H); 7,56 (d, 2H), 7,45 (d, 2H), 7,34–6,99 (m, 3H), 5,58 (dd, 1H),
4,94 (dd, 1H), 4,41 (dd, 1H), 2,39 (s, 3H); EI/MS 400 m/e (M+).
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Isoliert
als ein gelbes Öl
(85% Ausbeute): 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,58
(s, 2H); 7,68 (d, 1H), 7,55 (m, 3H), 7,48 (d, 2H), 7,22 (m, 1H),
5,55 (dd, 1H), 4,90 (dd, 1H), 4,38 (dd, 1H); EI/MS 455 m/e (M+).
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Isoliert
als ein bräunlicher
Feststoff (83% Ausbeute): Smp. 170–173°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,61 (d, J =
8,4 Hz, 2H), 7,53 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,46 (d, J = 8,4 Hz, 2H),
7,33 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 5,57 (dd, J = 8,4, 10,3 Hz, 1H), 4,93
(dd, J = 8,4, 10,3 Hz, 1H), 4,41 (dd, J = 8,4, 8,4 Hz, 1H), 2,53
(s, 3H); EI/MS 415 m/e (M+).
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Isoliert
als ein gelber Feststoff (68% Ausbeute): Smp. 153–156°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s,
2H); 7,73 (m, 4H), 7,65 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,50 (d, J = 8,4 Hz,
2H), 5,60 (dd, J = 8,8, 10,1 Hz, 1H), 4,95 (dd, J = 8,8, 10,1 Hz,
1H), 4,41 (dd, J = 8,8, 8,8 Hz, 1H), 2,77 (s, 3H); EI/MS 431 m/e
(M+).
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Isoliert
als ein bräunlicher
Feststoff (76% Ausbeute): Smp. 135–138°C; 1H
NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,61 (s, 2H); 7,61 (d, J =
8,1 Hz, 2H), 7,57 (s, 4H), 7,48 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 5,76 (d, JH-F = 52,7 Hz, 2H), 5,58 (dd, J = 8,4, 10,3
Hz, 1H), 4,94 (dd, J = 8,4, 10,3 Hz, 1H), 4,41 (dd, J = 8,4, 8,4
Hz, 1H); EI/MS 433 m/e (M+).
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Beispiel
4 Herstellung
von 2-(3,5-difluor-4-pyridinyl)-4-(4-jodphenyl)oxazolin (Verbindung
38)
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Das
Verfahren aus Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei 3,5-Difluor-4-pyrdinylcarbonylchlorid
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Produkt wurde als cremefarbener
weißer
Feststoff isoliert (1,52 g, 62%): Smp. 84–86°C; 1H
NMR (CDCl3) δ 8,49 (s, 2H); 7,72 (d, 2H,
J = 8,4 Hz), 7,06 (d, 2H, J = 8,4 Hz), 5,45 (dd, 1H, J = 10,3, 8,8
Hz), 4,85 (dd, 1H, J = 10,3, 8,4 Hz), 4,29 (dd, 1H, J = 8,8, 8,4
Hz); EI/MS 386 m/e (M+); Für C14H9F2N2O: berechnet C, 43,55; H, 2,35; N, 7,25.
Gefunden: C, 43,46; H, 2,40; N, 7,17.
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Beispiel
5 Herstellung
von 2-(3,5-Difluor-4-pyridinyl)-4-(4-(4-trifluormethylphenyl)phenyl)oxazolin
(Verbindung 39)
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Das
Verfahren gemäß Beispiel
3 wurde wiederholt, wobei die entsprechenden Ausgangsmaterialien verwendet
wurden und das Produkt wurde als bräunlicher Feststoff isoliert
(73% Ausbeute): Smp. 136–138°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,50 (s,
2H); 7,69 (s, 4H), 7,62 (d, J = 8,4 Hz, 2H), 7,43 (d, J = 8,4 Hz,
2H), 5,56 (dd, J = 8,4, 10,1 Hz, 1H) 4,92 (dd, J = 8,4, 10,1 Hz,
1H), 4,39 (dd, J = 8,4, 8,4 Hz, 1H); EI/MS 404 m/e (M+).
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Die
folgende Verbindung wurde in ähnlicher
Weise wie das Verfahren aus Beispiel 3 hergestellt.
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Isoliert
als ein orangener Feststoff (55% Ausbeute): Smp. 92–95°C; 1H NMR (300 MHz, CDCl3) δ 8,50 (s,
2H); 7,60–7,57
(m, 4H), 7,40 (d, J = 8,1 Hz, 2H), 7,28 (d, J = 8,1 Hz, 2H), 5,55
(dd, J = 8,4 10,2 Hz; 1H), 4,89 (dd, J = 8,4, 10,2 Hz, 1H), 4,38
(dd, J = 8,4, 8,4 Hz, 1H); EI/MS 420 m/e (M+).
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Beispiel
6 Herstellung
von 4[4-(4-Brom-2-methylphenyl)-4,5-dihydro-1,3-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridin (Verbindung
41) N-[1-(4-brom-2-methylphenyl)-2-hydroxyethyl]-3,5-dichlorisonicotinamid
-
Zu
einer Suspension von 1-(4-Brom-2-methylphenyl)-2-hydroxyethanaminiumchlorid
(3,0 g, 11,2 mmol) in THF (100 ml) wurde tropfenweise Triethylamin
(2,85 g, 28,1 mmol) bei 0°C
zugegeben. Zu der sich ergebenden weißen Aufschlämmung wurde tropfenweise eine
3,5-Dichlorisonicotinoylchlorid-Lösung zugegeben, die aus Lithium-3,5-dichlorisonicotinat
(2,34 g, 11,8 mmol) frisch hergestellt worden war, und die sich
ergebende bräunliche
Aufschlämmung
wurde auf Raumtemperatur erwärmt
und für
16 h gerührt.
Die Reaktion wurde mit Wasser verdünnt und das THF wurde im Vakuum
entfernt. Der wässrige
Rückstand
wurde mit CH2Cl2 (2 × 100 ml)
extrahiert und die organischen Extrakte wurden vereinigt, mit 2
N HCl gewaschen, mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet (Na2SO4),
filtriert und das CH2Cl2 wurde
im Vakuum entfernt, um das Rohprodukt als einen öligen, bräunlichen Feststoff zu ergeben.
Pulverisierung mit Et2O ergab das gewünschte Produkt
(3,0 g, 67%) als einen bräunlichen
Feststoff: Smp. 192–194°C; 1H NMR (DMSO-d6) δ 2,45 (s,
3H); 3,88–3,97
(m, 2H), 5,40–5,46
(m, 1H), 6,66 (d, 1H, J = 7,0 Hz), 7,21–7,39 (m, 3H), 8,50 (s, 2H);
EI/MS 404 m/e (M+).
-
4-[4-(4-Brom-2-methylphenyl)-4,5-dihydro-1,3-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridin
(Verbindung 41)
-
Zu
einer Suspension von N-[1-(4-brom-2-methylphenyl)-2-hydroxyethyl]-3,5-dichlorisonicotinamid (2,90
g, 7,2 mmol) in CH2Cl2 (75
ml) wurde tropfenweise (Diethylamino)schwefeltrifluorid (1,16 g,
7,2 mmol) bei –78°C zugegeben.
Das Kühlbad
wurde entfernt und das hellorange Gemisch wurde auf Raumtemperatur
erwärmt.
Die sich ergebende hellorange Lösung
wurde bei Raumtemperatur für
16 h gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf 100 g Eis, das konz. NH4OH
(25 ml) enthielt, gegossen. Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Phase
wurde mit CH2Cl2 (2 × 50 ml)
extrahiert. Die organischen Extrakte wurden vereinigt, mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet (Na2SO4),
filtriert und die Lösungsmittel
wurden im Vakuum entfernt, um das Rohprodukt als einen bräunlichen
Feststoff zu ergeben. Flash-Chromatografie (SiO2;
20% EtOAc/Hexane) ergab das Rohprodukt als einen weißen Feststoff
(2,25 g, 81%): Smp. 93–95°C; 1H NMR (CDCl3) δ 2,32 (s, 3H),
4,17 (dd, 1H, J = 8,7, 8,7 Hz), 4,94 (dd, 1H, J = 8,4, 10,4 Hz),
5,65 (dd, 1H, J = 9,7, 9,7 Hz), 7,32–7,39 (m, 3H), 8,60 (s, 2H);
EI/MS 386 m/e (M+); Anal. berechnet für C15H1BrCl2N2O: C, 46,67; H, 2,87; N, 7,26. gefunden:
C, 46,85; H, 2,77; N, 7,19.
-
Beispiel
7 Herstellung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-(4-trifluormethyphenyl)-2-methylphenyl)-oxazolin
(Verbindung 43)
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Zu
einer Lösung
von 4-[4-(4-Brom-2-methylphenyl)-4,5-dihydro-1,3-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridin
(0,5 g, 1,3 mmol) in EtOH (13 ml) wurde K2CO3 (0,27 g, 2,0 mmol) und 4-(Trifluormethyl)benzolboronsäure (0,25
g, 1,3 mmol) zugegeben. Das Gemisch wurde vor der Zugabe von (PPh3)4Pd(0) (3–10 mol%)
entgast und anschließend
für 16
h unter Rückfluss
gerührt.
Zusätzliche
Boronsäure
wurde zugegeben und das Gemisch wurde unter Rückfluss für 3 h gerührt. Die Reaktion wurde auf
Raumtemperatur abgekühlt
und wurde für
48 h gerührt.
Die Reaktion wurde mit CH2Cl2 (100
ml) verdünnt,
mit 2 N HCl gewaschen und die wässrige
Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 extrahiert.
Die organischen Extrakte wurden vereinigt, mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet (Na2SO4)
und filtriert und das Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt, um das Rohprodukt als ein hellgelbes Öl zu ergeben.
Flash-Chromatografie (SiO2; 0–20% Et2O/Hexane) ergab ein farbloses Öl. Das Öl wurde
in heißem
Hexan aufgelöst
und anschließend
im Kühlschrank
abgekühlt.
Vakuumfiltration ergab das Produkt (0,2 g, 34%) als einen weißen kristallinen
Feststoff: Smp. 129–131°C; 1H NMR (CDCl3) δ 2,46 (s, 3H),
4,28 (dd, 1H, J = 8,2, 9,0 Hz), 5,01 (dd, 1H, J = 8,2, 10,4 Hz),
5,78 (dd, 1H, J = 9,0, 10,4 Hz), 7,45 (d, 1H, J = 1,8 Hz), 7,51
(dd, 1H, J = 1,8, 8,0 Hz), 7,59 (d, 1H, J = 8,0 Hz), 7,70 (s, 4H),
8,63 (s, 2H); Anal. berechnet für
C22H15Cl2F3N2O:
C, 58,55; H, 3,35; N, 6,21. Gefunden: C, 58,54; H, 3,35; N, 6,17.
-
Die
folgende Verbindung wurde gemäß dem Verfahren
aus Beispiel 7 in ähnlicher
Weise hergestellt.
-
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Isoliert
als ein weißer
Feststoff (43% Ausbeute): Smp. 127–129°C; 1H
NMR (CDCl3) δ 1,45 (t, 3H, J = 7,0 Hz), 2,43
(s, 3H), 4,08 (q, 2H, J = 7,0 Hz), 4,28 (dd, 1H, J = 8,6, 8,6 Hz),
4,98 (dd, 1H, J = 8,2, 10,4 Hz), 5,65 (dd, 1H, J = 9,2, 10,2 Hz),
6,96 (d, 2H, J = 8,8 Hz), 7,40–7,47
(m, 3H), 7,51 (d, 2H, J = 8,8 Hz), 8,62 (s, 2H); EI/MS 427 m/e (M+); Anal. berechnet für C23H20Cl2N2O:
C, 64,65; H, 4,72; N, 6,65. Gefunden: C, 64,31; H, 4,76; N, 6,49.
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Beispiel
8 Herstellung
von 2-(3,5-Dichlor-4-pyridinyl)-4-(4-(4-trifluormethoxyphenyl)-2-methylpheny)-oxazolin
(Verbindung 44)
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Zu
einem Gemisch von 4-[4-(4-Brom-2-methylphenyl)-4,5-dihydro-1,3-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridin (0,46
g, 1,2 mmol), 4-(Trifluormethoxy)benzolboronsäure (0,26 g, 1,2 mmol), Na2CO3 (0,18 g, 1,7
mmol) und Tri-o-tolylphosphin
(0,07 g, 0,2 mmol) in 10% H2O/CH3CN (13,2 ml) wurde (PPh3)2PdCl2 (0,08 g, 0,1
mmol) zugegeben und das sich ergebende bernsteinfarbene Gemisch
wurde unter Rückfluss
für 16
h gerührt.
Das schwarze Gemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, mit
2 N HCl verdünnt
und das Acetonitril wurde unter Vakuum entfernt. Der wässrige Rückstand
wurde mit CH2Cl2 (2 × 150 ml)
extrahiert und die organischen Extrakte wurden vereinigt, mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet (Na2SO4)
und filtriert und das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum entfernt, um das Rohprodukt als ein orangenes Öl zu ergeben.
Flash-Chromatografie (SiO2; 0–30% Et2O/Hexane) ergab ein farbloses Öl. Das Öl wurde
in heißem
Hexan aufgelöst
und anschließend
im Kühlschrank
abgekühlt.
Vakuumfiltration ergab die Zielverbindung (0,16 g, 28%) als einen
weißen
Feststoff: Smp. 100–102°C; 1H NMR (CDCl3) δ 2,44 (s,
3H), 4,27 (dd, 1H, J = 8,6, 8,6 Hz), 5,00 (dd, 1H, J = 8,2, 10,4
Hz), 5,77 (dd, 1H, J = 10,2, 9,2 Hz), 7,27 (d, 2H, J = 10,2 Hz),
7,40 (s, 1H), 7,45 (dd, 1H, J = 1,8, 9,0 Hz), 7,54 (s, 1H), 7,60
(d, 2H, J = 8,8 Hz), 8,62 (s, 2H); EI/MS 467 m/e (M+).
Anal. berechnet für C22H15Cl2F3N2O2:
C, 56,55; H, 3,24; N, 6,00. Gefunden: C, 56,44; H, 3,37; N, 5,90.
-
Beispiel
9 Herstellung
von 4-[4-(4'-Jodphenyl)-5-methyl-4,5-dihydro-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridinen
(Verbindungen 45 & 46)
-
Lithium-3,5-dichlorpyridin-4-carboxylat
(0,54 g, 2,7 mmol) wurde in 1,2-Dichlorethan
(10 ml) suspendiert. Thionylchlorid (0,42 ml, 5,7 mmol) und Dimethylformamid
(3 Tropfen aus einer Pasteurpipette) wurden zugegeben. Nach Erhitzen
unter Rückfluss
für 5,5
Stunden unter Stickstoff wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur
abgekühlt
und unter verringertem Druck konzentriert. 1,2-Dichlorethan (20
ml) wurde zu dem Rückstand
zugegeben und unter verringertem Druck rekonzentriert. Der braune
Rückstand
wurde in trockenem Tetrahydrofuran (2,5 ml) aufgenommen und zu einer
Suspension von 1-Amino-2-hydroxy-1-(4-jodphenyl)propanhydrochlorid
(0,85 g, 2,7 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (5 ml) bei –5°C zugegeben.
Um die Reaktionstemperatur bei 0°C
zu halten, wurde die Zugabegeschwindigkeit kontrolliert. Das Reaktionsgemisch wurde
bei Raumtemperatur für
14 Stunden gerührt.
Methylenchlorid (20 ml) und Wasser (20 ml) wurden dem Reaktionsgemisch
zugegeben und die organische Schicht wurde gesammelt. Die wässrige Schicht
wurde mit mehr Methylenchlorid (2 × 10 ml) extrahiert. Die vereinigten
organischen Extrakte wurden mit Wasser (50 ml) und Kochsalzlösung (30
ml) gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, an Kieselgel adsorbiert, auf eine Michel-Miller-Säule aufgetragen
und mit 2:1 Hexan/Ethylacetat eluiert. Die Hauptfraktion wurde gesammelt und
unter verringertem Druck konzentriert, um 0,94 g (76%) eines weißen Feststoffs
zurückzulassen:
Smp. 210–213°C; 1H NMR (DMSO-d6) δ 9,32 (dd,
1H), 8,68 (s, 2H), 7,68 (d, 2H), 7,19
(dd, 2H), 4,71–4,95
(m, 2H),
3,91 & 3,80 (m,
1H), 1,13 (m, 3H). MI = 451. IR (KBr) cm–1 3282 & 1654.
-
4-[4-(4'-Jodphenyl)-5-methyl-4,5-dihydro-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridine
(Verbindungen 45 & 46)
-
N-[2-hydroxy-1-(4-jodphenyl)-propyl]-2,5-dichlorisonicotinamid
(918 mg, 2 mmol) wurde in Methylenchlorid (220 ml) aufgelöst und auf –78°C abgekühlt. Zu
dieser trüben
Suspension wurde (Diethylamino)schwefeltrifluorid (0,33 g, 2 mmol)
tropfenweise über
10 Minuten hinweg zugegeben. Man ließ das Reaktionsgemisch über Nacht
Raumtemperatur annehmen und goss es in gestoßenes Eis (80 g), das Ammoniaklösung (10
ml) enthielt. Die organische Schicht wurde gesammelt und die wässrige Schicht
wurde mit Methylenchlorid (2 × 50 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden mit Wasser
(150 ml) und Kochsalzlösung
(100 ml) gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, an Kieselgel adsorbiert, auf eine Michel-Miller-Säule aufgetragen
und mit einem Gradienten aus Ethylacetat in Hexan eluiert. Zwei
reine Fraktionen und eine Fraktion, die ein Gemisch beider Komponenten
enthielt, wurden gesammelt und unter verringertem Druck konzentriert. Durch 1H NMR wurde für die sich schneller bewegende
Fraktion gezeigt, dass sie die anti-Diastereomere enthielt. 1H NMR (CDCl3) δ 8,60 (s,
2H), 7,73 (d, 2H), 7,12 (d, 2H), 4,92 (d, 2H), 4,67 (p, 1H), 1,61
(d, 3H). MI = 433. Smp. 117–119°C. Die Gesamtausbeute
an Material wurde durch NMR auf 0,11 g (12%) geschätzt. Durch 1H NMR wurde für die sich langsamer bewegende
Fraktion gezeigt, dass sie die syn-Diastereomere enthielt. 1H NMR (CDCl3) δ 8,60 (s,
2H), 7,71 (d, 2H), 7,12 (d, 2H), 5,56 (d, 1H), 5,19–5,30 (m,
1H), 0,99 (t, 1H). MI = 432. Smp 99–100°C. Die Ausbeute für dieses
Material wurde durch NMR auf 0,28 g (27%) geschätzt. Beispiel 10
-
Herstellung
von 4-[-5-Methyl-4-(4'-trifluormethoxybiphenyl)-4-yl)-4,5-dihydrooxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridinen (Verbindungen
47 & 48)
-
4-[4-(4'-Jodphenyl)-5-methyl-4,5-dihydro-oxazol-2-yl]-3,5-dichlorpyridine
(50/50 Gemisch. 200 mg, 0,5 mmol), 4-(Trifluormethoxy)-benzolboronsäure (95
mg, 0,5 mmol), Natriumcarbonat (88 mg, 0,8 mmol), tri-o-Tolylphosphin
(14 mg, 45 nmol) und Dichlorbis(triphenylphosphin)-palladium(II)
(32 mg, 45 nmol) wurden in Acetonitril (5 ml) vereinigt. Wasser
(0,5 ml) wurde zugegeben und das Gemisch wurde unter Stickstoff
für 5 Stunden
unter Rückfluss
gehalten. Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde das Gemisch in verdünnte Salzsäure (1 N, 12 mmol) gegossen
und mit Ether (3 × 15
ml) extrahiert. Die vereinigten Etherextrakte wurden mit Wasser
(70 ml) und Kochsalzlösung
(70 ml) gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, an Silicagel adsorbiert, auf eine Michel-Miller- Säule aufgetragen und mit 10:1
Hexan/Ethylacetat eluiert. Es wurden zwei Fraktionen gesammelt und
unter verringertem Druck konzentriert. Für die sich schneller bewegende
Fraktion wurde durch 1H NMR gezeigt, dass
sie die anti-Diastereomere
enthielt. 1H NMR (CDCl3) δ 8,61 (s,
2H), 7,61 (d, 2H), 7,58 (d, 2H), 7,46 (d, 2H), 7,28 (d, 2H), 5,02
(d, 2H), 4,77 (p, 1H), 1,65 (d, 3H); MI = 466. Smp. 132–133°C. Ausbeute
an braunem Pulver 34 mg (31%). Für
die sich langsamer bewegende Fraktion wurde durch 1H
NMR gezeigt, dass sie die syn-Diastereomere
enthielt. 1H NMR (CDCl3) δ 8,61 (s,
2H), 7,61 (d, 2H), 7,57 (d, 2H), 7,42 (d, 2H), 7,28 (d, 2H), 5,66
(d, 1H), 5,29 (m, 1H), 1,05 (d, 3H). MI = 466. Smp. 147–148°C; Ausbeute
an weißem
Pulver 36 mg (33%).
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Phytologisch
annehmbare, durch Säureadditionssalze
der Verbindungen der Formel (I) liegen ebenfalls im Bereich der
Erfindung. Beispielsweise können
Borontetrafluorid, Wasserstoffchlorid, Wasserstoffbromid, Wasserstoffjodid,
Wasserstoffsulfat oder organische Säuresalze verwendet werden.
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Die
in den nachfolgenden Tabellen bezeichneten Verbindungen wurden unter
Verwendung der in den vorausgehenden Beispielen dargelegten Verfahren
hergestellt und die Verbindungen wurden unter Verwendung der hierin
beschriebenen Verfahren gegenüber
dem Baumwollrüssler
(tobacco budworm) (TBW), der Zuckerrübeneule (beet armyworm) (BAW),
der Amerikanischen Gemüseeule
(cabbage looper) (CL), der Gurkenblattlaus (cotton aphid) (CA),
der Gemeinen Spinnmilbe (two-spotted spider mite) (SM) und der Mottenschildlaus
(sweetpotato whitefly) (WF) getestet.
- TBW
- betrifft die Wirksamkeit
bei 400 ppm gegen den Baumwollrüssler,
- BAW
- betrifft die Wirksamkeit
bei 400 ppm gegen die Zuckerrübeneule,
- CL
- betrifft die Wirksamkeit
bei 400 ppm gegen die Amerikanische Gemüseeule,
- CA
- betrifft die Wirksamkeit
bei 50 ppm gegen die Gurkenblattlaus,
- SM
- betrifft die Wirksamkeit
bei 2,5 ppm gegen die Gemeine Spinnmilbe,
- WF
- betrifft die Wirksamkeit
bei 200 ppm gegen die Mottenschildlaus.
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In
jedem Fall ist die Beurteilungsskala wie folgt:
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Nützlichkeit als Insektizid und
als Mitizid
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind zur Bekämpfung
von Insekten, Milben und Blattläusen nützlich.
Daher ist die vorliegende Erfindung auch auf ein Verfahren zur Hemmung
eines Insekts, einer Milbe oder einer Blattlaus, das das Anwenden
einer Insekten- oder Milben hemmenden Menge der Verbindung der Formel
(I) an einem Ort des Insekts oder der Milbe umfasst, gerichtet.
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Die
Verbindungen sind zur Reduzierung von Insekten- und Milbenpopulationen
nützlich
und sie sind in einem Verfahren zur Hemmung einer Insekten- oder
Milbenpopulation nützlich,
wobei das Verfahren das Anwenden einer wirksamen Insekten- oder
Milben-inaktivierenden Menge einer Verbindung der Formel (I) an
einem Ort mit Insekten oder Milben umfasst. Der „Ort" mit Insekten oder Milben ist eine Bezeichnung,
die hierin verwendet wird, um die Umgebung zu bezeichnen, in der
die Insekten oder Milben leben oder in der ihre Eier vorliegen,
einschließlich
der Luft, die diese umgibt, die Nahrung, die sie zu sich nehmen,
oder Objekte, die sie berühren.
Beispielsweise können
Insekten oder Milben, welche Pflanzen als Nahrung aufnehmen, durch
Anwenden der aktiven Verbindung auf Pflanzenteile, die die Insekten
oder Milben fressen, bekämpft
werden, insbesondere das Blattwerk. Es wird auch daran gedacht,
dass die Verbindungen auch zum Schutz von Textilien, Papier, gelagertem
Getreide oder Saatgut durch Auftragen einer wirksamen Verbindung
auf eine solche Substanz nützlich
sein können.
Die Bezeichnung „Hemmung
eines Insekts oder einer Milbe" betrifft
eine Verringerung der Zahl lebender Insekten oder Milben oder eine
Verringerung der Zahl entwicklungsfähiger Insekten- oder Milbeneier.
Das Ausmaß der
durch eine Verbindung erreichten Verringerung hängt selbstverständlich von der
Verabreichungsrate der Verbindung der bestimmten eingesetzten Verbindung
und der als Ziel bestimmten Insekten- oder Milbenart ab. Es sollte
wenigstens eine inaktivierende Menge verwendet werden. Die Bezeichnungen „Insekten
inaktivierende Menge" und „Milben
inaktivierende Menge" werden
verwendet, um die Menge zu beschreiben, die ausreichend ist, eine
messbare Verringerung in der behandelten Insekten- oder Milbenpopulation
herbeizuführen.
Im Allgemeinen wird eine Menge im Bereich von etwa 1 bis etwa 1000
ppm bezogen auf das Gewicht der aktiven Verbindung verwendet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Hemmen einer
Milbe oder einer Blattlaus gerichtet, wobei das Verfahren das Anwenden
einer wirksam Milben- oder Blattlaus-inaktivierenden Menge einer
Verbindung der Formel (I) umfasst.
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Insektizidtest für den Baumwollrüssler (Heliothis
virescens), die Zuckerrübeneule
(Spodoptera exigua) und die Amerikanische Gemüseeule (Trichoplusia ni).
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Zur
Herstellung der Testlösung
wurde die Testverbindung bei 400 ppm in 7,5 ml 2 Aceton:1 Leitungswasser
formuliert. 250 μl
der Testlösung
wurden auf die Oberfläche
von 8 ml Lepidoptera Nährmedium
(nach Shorey modifiziert) pipettiert, die jeweils in fünf Ein-Unzen-Plastikbechern
enthalten waren (ein Becher = 1 Wiederholung). Nachdem das Lösungsmittel
luftgetrocknet war, wurde in jedem Becher eine Zuckerrübeneule im
2. Stadium wurde auf dem behandeltem Nährmedium platziert. Die verbleibenden
Lösungen
wurden nach Abschluss des Auftragens auf die Ein-Unzen-Becher anschließend als
Lösungen
zum Eintauchen von Blättern für 3,5 cm
Blattscheiben verwendet, wobei die Blattscheiben aus Kohlblättern und
Baumwollkeimblättern
ausgeschnitten worden waren. Fünf
Scheiben eines jeden Pflanzentyps wurden in jeden Anteil jeder Verbindung eingetaucht
(= 5 Wiederholungen für
jede Behandlung), bis sie gründlich
beschichtet waren. Nach Lufttrocknung wurden die behandelten Blattscheiben
einzeln in Ein-Unzen-Plastikbechern platziert. Jede getrocknete, behandelte
Scheibe aus einem Baumwollkeimblatt wurde mit einer Baumwollrüsslerlarve
im 2. Stadium infiziert (infested) und jede Kohlblattscheibe wurde
mit einer Amerikanischen Gemüseeulenlarve
im 2. Stadium infiziert. Die Becher, die die behandelten Substrate
und die Larven enthielten, wurden bedeckt und anschließend in
einer Wachstumskammer bei 25°C,
50–55%
Luftfeuchtigkeit und 14 h Licht zu 10 h Dunkelheit für 5 Tage
gehalten. Die Zahl der toten Insekten von 5 Ansätzen pro Art pro Behandlung
wurde anschließend
bestimmt und die Ergebnisse sind in den Tabellen 1–4 gezeigt.
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Insektizidtest für die Gurkenblattlaus
(Aphis gossypii)
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Zur
Herstellung von Spraylösungen
wurde 1 mg jeder Testverbindung in 1 ml eines 90:10 Aceton:Ethanol-Lösungsmittels
aufgelöst.
Dieser 1 ml chemische Lösung
wurde zur Herstellung einer 50 ppm Spraylösung zu 19 ml Wasser zugegeben,
das 0,05% Tween 20 als oberflächenaktives
Mittel enthielt.
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Kürbiskeimblätter wurden
mit Gurkenblattlaus (alle Lebensstadien) 16–20 Stunden vor dem Auftragen der
Spraylösung
infiziert. Die Lösung
wurde auf beiden Seiten eines jeden infizierten Kürbiskeimblatts
(0,5 ml × 2
pro Seite) mit einer kippenden Bewegung bis zum Abfließen besprüht. Man
ermöglichte
es den Pflanzen, an der Luft zu trocknen und hielt sie für 3 Tage
in einem geregelten Raum bei 26°C
und 40% Luftfeuchtigkeit, wobei der Test nach dieser Zeit ausgewertet
wurde. Eine Auswertung wurde hinsichtlich des tatsächlichen Werts
durchgeführt,
wobei ein Seziermikroskop und ein Vergleich der Testwerte mit den
unbehandelten Kontrollen hinzugezogen wurden. Die Ergebnisse sind
in den Tabellen 1–4
als Prozentangabe der Bekämpfung
auf Grundlage der Populationsverringerung im Vergleich zu den unbehandelten
Kontrollen angegeben.
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Insektizidtest für die Gemeine
Spinnmilbe (Tetranychus urticae)
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Ovizides Verfahren:
-
Zehn
ausgewachsene, weibliche Gemeine Spinnmilben wurden auf acht 2,2
cm Blattscheiben von Baumwollblättern
platziert. Man ermöglichte
es ihnen sich über
24 Stunden hinweg fortzupflanzen und danach wurden sie entfernt.
Die Blattscheiben wurden mit 100 ppm Testlösungen unter Verwendung einer
Handspritze besprüht
und anschließend
ließ man
sie mit sechzehn unbehandelt belassenen Scheiben als Negativkontrolle zu
trocknen. Die Scheiben wurden auf einem Agarträger platziert und bei 24°C und 90%
Luftfeuchtigkeit für
6 Tage gehalten. Eine Prozentangabe zur Bekämpfung auf Grundlage der Zahl
ausgeschlüpfter
Larven auf behandelten Scheiben und der Zahl ausgeschlüpfter Larven
auf unbehandelten Scheiben ist in den Tabellen 1–4 beschrieben.
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Insektizidtest für die Mottenschildlaus
(Bernisia tabacia)
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Vier
mg jeder Testverbindung wurden durch Zugabe von 4 ml eines 90:10
Aceton/Ethanol-Lösungsmittelgemisches
im die Testverbindung enthaltenden Gefäß gelöst. Zur Herstellung von 20
ml einer 200 ppm Spraylösung,
wurden dieser Lösung
16 ml Wasser zugegeben, das als oberflächenaktiven Stoff 0,05% Tween 20
enthielt.
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Von
in einem Gewächshaus
aufgezogenen, fünf
Wochen alten Baumwollpflanzen wurde das vollständige Blattwerk bis auf die
zwei höchsten
echten Blätter,
die im Durchmesser größer als
5 cm waren, entfernt. Diese Pflanzen wurden anschließend für zwei Tage
in einer Laborkolonie von Mottenschildläusen zur [TEXT UNLESBAR] durch
die Weibchen aus der Kolonie platziert. Alle Mottenschildläuse wurden
anschließend
durch Druckluft von den Testpflanzen entfernt. Anschließend wurde
die Spraylösung
mit einer tragbaren Spritze, die mit einer hohlen, kegelförmigen Düse versehen
war, aufgetragen. Ein ml Spraylösung
wurde auf jede Blattoberseite und -unterseite aufgetragen, wobei
sich in der Summe 4 ml pro Pflanze ergaben. Vier Wiederholungen für jede Testverbindung
benötigten
insgesamt 16 ml Spraylösung.
Die Pflanzen wurden luftgetrocknet und anschließend in einer Lagerkammer (28°C und 60%
Luftfeuchtigkeit) für
13 Tage platziert. Die Wirksamkeit der Verbindungen wurde durch
Auszählen
der Zahl großer
Nymphen (3. bis 4. Stadium) pro Blatt unter einem beleuchteten Vergrößerungsglas
bestimmt.
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Eine
Prozentangabe zur Bekämpfung
auf Grundlage einer Verringerung von großen Nymphen einer Testverbindung
im Vergleich zu nur mit Lösung
(ohne Testverbindung) besprühten
Pflanzen wird in den Tabellen 1–4
beschrieben.
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Zusätzlich zu
ihrer Wirksamkeit gegen Milben, Blattläuse und Insekten, wenn sie
auf Blattwerk aufgetragen werden, weist die Verbindung der Formel
(I) eine systemische Wirksamkeit auf. Entsprechend ist ein anderer
Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Schutz einer Pflanze, das
ein Behandeln von Saatgut vor seinem Pflanzen, ein Behandeln des
Bodens, in welchem das Saatgut gepflanzt werden soll oder ein Behandeln des
Bodens an den Wurzeln der Pflanze, nachdem sie gepflanzt worden
ist, mit einer wirksamen Menge einer Verbindung gemäß Formel
(I) umfasst.
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Zusammensetzungen
-
Die
Verbindungen dieser Erfindung werden in Form von Zusammensetzungen,
die wichtige Ausführungsformen
dieser Erfindung darstellen, aufgetragen und in Form von Zusammensetzungen,
die eine Verbindung dieser Erfindung und einen phytologisch annehmbaren
inerten Träger
umfassen. Die Zusammensetzungen sind entweder konzentrierte Formulierungen,
die in Wasser zur Anwendung dispergiert werden, oder sie sind staubförmige oder
gekörnte
Formulierungen, die ohne weitere Behandlung angewendet werden. Die
Zusammensetzungen werden gemäß den Verfahren
und Formeln, welche auf dem Gebiet der Agrarchemie üblich sind,
hergestellt, aber die aufgrund des Vorliegens der erfindungsgemäßen Verbindungen
darin neu und wichtig sind. Eine ungefähre Beschreibung der Formulierung
dieser Zusammensetzungen wird jedoch im Folgenden gegeben, um sicherzustellen,
dass der Chemiker auf dem Gebiet der Agrarchemie eine beliebige
gewünschte
Zusammensetzung auf einfache Weise herstellen kann.
-
Die
Dispersionen, in denen die Verbindungen angewendet werden, sind
am häufigsten
wässrige
Suspensionen oder Emulsionen, die aus konzentrierten Formulierungen
der Verbindungen hergestellt werden. Solche wasserlösliche,
wassersuspendierbare oder emulgierbare Formulierungen sind entweder
Feststoffe, die üblicherweise
als benetzbare Pulver bekannt sind, oder Flüssigkeiten, die üblicherweise
als emulgierbare Konzentrate oder wässrige Suspensionen bekannt
sind. Benetzbare Pulver, welche verdichtet werden können, um
wasserdispergierbarere Körnchen
zu bilden, umfassen ein intensives Vermischen der wirksamen Verbindung,
eines inerten Trägers
und von oberflächenaktiven
Stoffen. Die Konzentration der wirksamen Verbindung reicht üblicherweise
von etwa 10% bis etwa 90 Gew.-%. Der inerte Träger wird üblicherweise aus Attapulgit-Tonerden,
den Montmorillonit-Tonerden, Kieselgurmaterialien und gereinigten
Silicaten ausgewählt.
Wirksame oberflächenaktive
Stoffe, welche vom benetzbarer Pulver von etwa 0,5% bis etwa 10%
umfasst sind, werden unter den sulfonierten Ligninen, den kondensierten
Naphthalensulfonaten, den Naphthalensulfonaten, den Alkylbenzolsulfonaten,
den Alkylsulfaten und nicht-ionischen oberflächenaktiven Stoffen, wie beispielsweise
Ethylenoxidaddukten von Alkylphenolen, gefunden.
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Emulgierbare
Konzentrate der Verbindungen umfassen eine übliche Konzentration einer
Verbindung, wie beispielsweise von etwa 50 bis etwa 500 Gramm pro
Liter Flüssigkeit,
entsprechend etwa 10% bis etwa 50%, gelöst in einem inerten Träger, der
entweder ein wassermischbares Lösungsmittel
oder ein Gemisch eines nicht wassermischbaren organischen Lösungsmittels
und eines Emulgators ist. Nützliche
organische Lösungsmittel
umfassen aromatische Mittel, insbesondere die Xylole, und die Mineralölfraktionen,
insbesondere die hoch siedenden naphthalenischen und olefinischen
Mineralölanteile,
wie beispielsweise schweres aromatisches Naphtha. Andere organische
Lösungsmittel
können ebenfalls
verwendet werden, wie beispielsweise die terpenischen Lösungsmittel,
einschließlich
Rosinderivate, aliphatische Ketone, wie beispielsweise Cyclohexanon,
und komplexe Alkohole, wie beispielsweise 2-Ethoxyethanol. Geeignete
Emulgatoren für
emulgierbare Konzentrate werden aus üblichen nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mitteln ausgewählt,
wie beispielsweise den weiter oben diskutierten.
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Wässrige Suspensionen
umfassen Suspension wasserunlöslicher
Verbindungen dieser Erfindung, die in einem wässrigen Vehikel mit einer Konzentration
im Bereich von etwas 5% bis etwa 50 Gew.-% dispergiert sind. Suspensionen
werden hergestellt durch feines Zermahlen der Verbindung und ihr
energisches Einmischen in ein Vehikel, das aus Wasser und oberflächenaktiven
Mitteln besteht, die aus den selben Typen wie oben beschriebenen
ausgewählt
sind. Inerte Inhaltsstoffe, wie beispielsweise anorganische Salze,
und synthetische oder natürliche
Gummis können
ebenfalls zugegeben werden, um die Dichte und Viskosität des wässrigen
Vehikels zu erhöhen.
Es ist oftmals wirksamer, die Verbindung gleichzeitig zu zermahlen
und zu mischen, wobei das wässrige
Gemisch entsteht und es durch ein Hilfsmittel zu homogenisieren,
wie beispielsweise einer Samtmühle,
einer Kugelmühle
oder einer Homogenisierungsvorrichtung vom Kolbentyp.
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Die
Verbindungen können
auch als gekörnte
Zusammensetzungen aufgetragen werden, die insbesondere für Anwendungen
gegenüber
dem Boden nützlich
sind. Gekörnte
Zusammensetzungen enthalten gewöhnlich
von etwa 0,5 bis etwa 10 Gew.-% der Verbindung, die in einem inerten
Träger
dispergiert sind, der gänzlich
oder zum großen
Teil aus Ton oder einer ähnlichen,
kostengünstigen
Substanz besteht. Derartige Zusammensetzungen werden gewöhnlich durch
Auflösen
der Verbindung in einem geeigneten Lösungsmittel und ihr Auftragen
auf einen gekörnten
Träger
hergestellt, wobei der granuläre
Träger
zur passenden Teilchengröße, welche
einem Bereich von etwa 0,5 bis 3 mm liegt, vorgeformt worden ist.
Derartige Zusammensetzungen können
auch durch Herstellen einer teigartigen Masse oder Paste des Trägers und
der Verbindung und Mahlen und Trocknen, um die gewünschte,
gekörnte
Partikelgröße zu erreichen,
formuliert werden.
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Staubförmige, die
Verbindung enthaltende Zusammensetzungen können auf einfache Weise durch
intensives Mischen der Verbindung in gepulverter Form mit einem
geeigneten staubförmigen
agrarwirtschaftlichen Träger,
beispielsweise Kaolintonerde, gemahlenem Vulkangestein und dergleichen
hergestellt werden. Staubförmige
Zusammensetzungen können
geeignetermaßen
etwa 1% bis etwa 10% der Verbindung enthalten.
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Wenn
aus einem beliebigen Grund gewünscht,
ist es ebenso zweckmäßig, die
Verbindung in Form einer Lösung
in einem geeigneten organischen Lösungsmittel anzuwenden, üblicherweise
in einem reinen Mineralöl,
wie beispielsweise den Sprayölen,
die in der Agrarchemie breite Verwendung finden.
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Isektizide
und Akarizide werden im Allgemeinen in Form einer Dispersion des
aktiven Inhaltsstoffs in einem flüssigen Träger angewendet. Es ist üblich, sich
auf Anwendungsraten in Form der Konzentration eines aktiven Inhaltsstoffs
im Träger
zu beziehen. Der am häufigsten
eingesetzte Träger
ist Wasser.
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Verbindungen
dieser Erfindung können
auch in Form einer Aerosolzusammensetzung angewendet werden. In
derartigen Zusammensetzungen wird die aktive Verbindung in einer
inerten Träger
aufgelöst
oder dispergiert, wobei der Träger
ein druckerzeugendes Treibgasgemisch ist. Die Aerosolzusammensetzung
wird in einem Behälter
verpackt, aus dem das Gemisch durch ein zerstäubendes Ventil verteilt wird.
Treibgasgemische umfassen entweder niedrig siedende Halogenkohlenwasserstoffe,
die mit organischen Lösungsmitteln vermischt
werden können,
oder wässrige
Suspensionen, die mit Inertgasen oder gasförmigen Kohlenwasserstoffen
unter Druck stehen.
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Die
tatsächliche
Menge der Verbindung, die auf die Orte mit Insekten, Milben und
Blattläusen
angewendet wird, ist nicht entscheidend und kann durch den Fachmann
angesichts obiger Beispiele auf einfache Weise bestimmt werden.
Im Allgemeinen wird für
Konzentrationen von 10 ppm bis 5000 ppm bezogen auf das Gewicht
der Verbindung erwartet, dass sie eine gute Bekämpfung bereitstellen. Für viele
der Verbindungen reichen Konzentrationen von 100 bis 1500 ppm aus.
Auf dem Gebiet der Feldfrüchte,
wie beispielsweise Sojabohnen und Baumwolle, liegt eine geeignete
Anwendungsrate für
die Verbindungen bei etwa 0,5 bis etwa 1,5 lb/Acre, typischerweise
aufgetragen in einer 5–20
gal/A Sprayformulierung, die 1200 bis 3600 ppm dieser Verbindung
enthält.
Für Zitrusfrüchte liegt
eine geeignete Anwendungsrate bei etwa 100 bis 1500 gal/A Sprayformulierung,
wobei dies einer Rate von 100 bis 1000 ppm entspricht.
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Der
Ort, an dem die Verbindung aufgetragen wird, kann ein beliebiger
Ort, der durch ein Insekt oder ein Spinnentier bewohnt wird, sein,
beispielsweise Gemüsepflanzen,
Frucht- und Nussbäume,
Weinstöcke und
Zierpflanzen. Sofern viele Arten für einen bestimmten Wirt spezifisch
sind, stellt die vorausgehende Liste von Milbenarten eine beispielhafte
Darstellung des breiten Rahmenbereichs dar, in dem die vorliegenden
Verbindungen eingesetzt werden können.
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Aufgrund
der einzigartigen Fähigkeit
von Milbeneiern, einer Giftwirkung zu widerstehen, können wiederholte
Anwendungen wünschenswert
sein, um neu geschlüpfte
Larven zu bekämpfen,
wie es auch für
andere bekannte Akarizide zutrifft.