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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Katalysatorzusammensetzung zur
signifikanten Erhöhung
der Produktivität
von Festbettreaktoren bei der Herstellung von Bisphenol-A.
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Die
industrielle Herstellung von Bisphenol-A (BPA) umfasst gegenwärtig ein
Verfahren, bei dem ein Gemisch aus einem Phenolüberschuss und Aceton durch
einen zylindrischen Festbettreaktor geleitet wird, der mit einem
Divinylbenzol-vernetzten sulfonierten Polystyrollonenaustauschharz-Katalysator
gefüllt
ist. Die Strömungsrichtung
des Gemischs kann je nach den Anforderungen der Reaktorgestaltung
nach unten oder nach oben gerichtet sein. Jede Einspeisungsrichtung
kann ihre eigenen Vorteile und Nachteile aufweisen. Typischerweise
ist die Strömung
des viskosen Reaktandgemischs eine nach unten gerichtete Strömung. Wenn
die Einspeisungsrichtung nach unten gerichtet ist, ist der Druckabfall
durch das Sulfonsäureharz-Katalysatorbett ein
Hauptproblem, das den Durchsatz von Reaktanden und Produkten begrenzt,
was schließlich
die Erzeugung von Bisphenol-A begrenzt. Der Druckabfall wird durch
verschiedene Faktoren verursacht, einschließlich der Viskosität und Dichte
sowohl der Reaktanden als auch der Produkte, der Teilchengröße und der
Teilchengrößenverteilung
des Katalysators und der Kompressibilität des Katalysators. Die Kompressibilität des Sulfonsäure-Katalysators
scheint ein wichtiger Faktor zu sein, der mit dem Grad des Druckabfalls
zusammenhängt. Die
kugelförmigen
Katalysatorteilchen können
unter Druck zu verschiedenen nicht-kugelförmigen oder linsenförmigen Formen
komprimiert/verformt werden und es kann ein Verlust des Betthohlraumanteils
eintreten, was zu einer exponentiellen Verminderung des Durchsatzes
führt.
Darüber
hinaus kann die Komprimierung des Katalysatorbetts unter Druck die
Bildung von Strömungskanälen fördern, so
dass die Strömung
durch den Reaktor nicht einheitlich ist. Als Ergebnis kann die Menge
des gesamten verwendeten Katalysators nicht vollständig genutzt
werden.
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Ein
optimiertes Katalysatorsystem für
die Synthese von Bisphenol-A wurde von Berg et al. im US-Patent
5,395,857 beschrieben. Berg et al. beschreiben Sulfonsäure-Katalysatorbette
zur Erhöhung
der Volumen/Zeit-Ausbeute von Festbettreaktoren bei der Herstellung
von Bisphenol-A aus Phenol und Aceton in zylindrischen Festbettreaktoren,
die mit Sulfonsäurelonenaustauschharz-Katalysatoren
in Gel-Form oder mit makroporösen
Sulfonsäurelonenaustauschharz-Katalysatoren
gefüllt
sind, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die untere Schicht des
Betts aus einem Harz mit einem niedrigen Vernetzungsgrad (≤ 2%) besteht
und 75 bis 85 Vol.-% des gesamten Betts bildet und die obere Schicht
des Betts, die 15 bis 25 Vol.-% bildet, entweder aus einem Harz
mit einem höheren
Vernetzungsgrad (≥ 2
% bis ≤ 4
%), bei dem 1 bis 25 mol-% der Sulfonsäuregruppen mit Verbindungen
belegt sein können,
die Alkyl-SH-Einheiten enthalten (lonenfixierung), oder aus einem
Harz mit einem niedrigen Vernetzungsgrad (≤ 2 %) besteht, bei dem 1 bis
25 mol-% der Sulfonsäuregruppen
mit Verbindungen belegt sind, die Alkyl-SH-Einheiten enthalten (lonenfixierung).
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Ein
weiteres Katalysatorsystem zur Synthese von Bisphenol-A wurde von
Kissinger et al. in der internationalen Veröffentlichung WO 00/50372 A1
beschrieben. Kissinger et al. beschreiben ein verbessertes Verfahren
zur Herstellung von Bisphenol-A, bei dem ein katalytisches Ionenaustauschharz-Bett
verwendet wird, bei dem der untere Abschnitt des Betts mit einem
Harz gefüllt
ist, das einen höheren
Vernetzungsgrad aufweist als die obere Schicht, und die obere Schicht
des Betts mit einem unmodifizierten Harz, das einen niedrigen Vernetzungsgrad
aufweist, oder mit einem Harz gefüllt ist, das einen niedrigen
Vernetzungsgrad aufweist, bei dem 1 bis 35 mol-% der Sulfonsäuregruppen
durch Ionenfixieren mit Verbindungen belegt worden sind, die Alkyl-SH-Gruppen
enthalten.
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Ein
Reaktorsystem für
Bisphenol-A ist auch in der internationalen Veröffentlichung WO 97/34688 beschrieben,
bei dem der Reaktor in einem nach oben gerichteten Strömungsmodus
mit einem Festbettkatalysator und einer statistisch verteilten Reaktorpackung
betrieben wird und schwach vernetzte Ionenaustauschharz-Katalysatoren
verwendet werden, die typischerweise nicht mehr als 2 bis 4 % Divinylbenzol-Vernetzung enthalten.
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Es
ist bevorzugt, dass die Katalysatoren in beiden Reaktorsystemen
sulfonierte aromatische Harze sind, die vernetzte Polymere umfassen,
typischerweise Polystyrol/Divinylbenzol-Copolymere (PS/DVB-Copolymere) mit einer
Mehrzahl von daran gebundenen Sulfonsäuregruppen. In beiden Arten
von Reaktorsystemen werden dann, wenn der Katalysator 1 bis 3 %
Vernetzung enthält,
die Katalysatorkomprimierung und der resultierende Druckabfall stärker begrenzend
als die Aceton-Reaktionsgeschwindigkeit. Die Kompressibilität der Katalysatorteilchen
kann durch Erhöhen
der Menge des bei der Copolymerisation verwendeten Vernetzungsmaterials
(Divinylbenzol) vermindert werden. Wie es jedoch in dem US-Patent
5,395,857 gelehrt wird, vermindert die Erhöhung der Menge des Vernetzungsmaterials
die Reaktivität
und die Selektivität
des Bisphenol-A-Katalysators zur Herstellung von BPA.
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Die
vorliegende Erfindung ist in den beigefügten Ansprüchen dargelegt.
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Es
wurde ein Verfahren gefunden, bei dem der Druckabfall bei der industriellen
Herstellung von Bisphenol-A aus Aceton und Phenol in einem zylindrischen
Festbettreaktor, der mit großen
Mengen von Sulfonsäure-Ionenaustauschharz-Katalysatoren
gefüllt
ist, signifikant ver mindert werden kann. Die Katalysator-Kompressibilität kann durch
Vernetzen des PS/DVB-Copolymers
mit Sulfon-Verbrückungen
während
des Sulfonierungsverfahrens wesentlich vermindert werden. Überraschenderweise
hat die Sulfonvernetzung keinen negativen Effekt auf die Aktivität und Selektivität des Katalysators
bei der Bisphenol-A-Herstellung. Es wurde gefunden, dass das Sulfonierungsverfahren,
das zum Einführen
einer Sulfonvernetzung verwendet wird, auch zusätzliche Sulfonsäuregruppen
einführt,
so dass der durchschnittliche aromatische Ring von Styrol mehr als eine
Sulfonsäuregruppe
enthält.
Die in dem ertindungsgemäßen Verfahren
verwendeten Katalysatoren stellen eine unerwartete Kombination aus
gewünschten
Leistungseigenschaften bei der Synthese von Bisphenol-A bereit:
Reaktivität,
Selektivität,
Kompressibilität
und hydraulische Eigenschaften.
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Es
wurde ein Katalysator mit hoher Produktivität für Bisphenol-A gefunden, der
stark saure Kationenaustauschharz-Kügelchen umfasst, die aus einem
Polystyrol/Divinylbenzol-Copolymer
(PS/DVB-Copolymer) hergestellt worden sind, das unter Bedingungen
sulfoniert worden ist, so dass eine Sulfonvernetzung eingeführt wird. Überraschenderweise
verbessert die Sulfonvernetzung die Beständigkeit gegen eine Verformung, weist
jedoch keinen negativen Effekt auf die Aktivität und Selektivität des Katalysators
bei der Bisphenol-A-Herstellung auf. Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendeten Katalysatoren stellen eine unerwartete Kombination aus
gewünschten
Leistungseigenschaften bei der Synthese von Bisphenol-A bereit: Reaktivität, Selektivität, Kompressibilität und hydraulische
Eigenschaften.
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Der
Bisphenol-A-Katalysator ist dadurch gekennzeichnet, dass die kugelförmigen Katalysatorteilchen verglichen
mit gegenwärtig
bekannten Bisphenol-A-Katalysatoren einer Verformung unter Druck
im Wesentlichen widerstehen und verglichen mit gegenwärtig bekannten
Bisphenol-A-Katalysatoren eine höhere
Reaktivität
aufweisen.
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Der
Katalysator für
Bisphenol-A mit hoher Produktivität umfasst stark saure Kationenaustauschharz-Teilchen,
die aus einem Polystyrol/Divinylbenzol-Copolymer (PS/DVB-Copolymer) hergestellt
worden sind, das unter Bedingungen sulfoniert worden ist, durch
die eine Sulfonvernetzung eingeführt
wird.
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Die
kugelförmigen
Bisphenol-A-Katalysatorteilchen wurden durch Suspendieren eines
Gemischs aus Styrol- und Divinylbenzol-Monomeren und Initiatoren
in einer wässrigen
Flüssigkeit
und anschließend
Polymerisieren des Gemischs zur Herstellung kugelförmiger Copolymerteilchen
gebildet, die, wenn sie sulfoniert werden, um Sulfonsäuregruppen
und eine Sulfonvernetzung einzuführen,
einen Katalysator mit überraschend
hohen Reaktionsgeschwin digkeiten und einer geringen Verformung ergeben,
wenn sie zur Katalyse der Umwandlung von Phenol und Aceton zu Bisphenol-A
verwendet werden.
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Das
Verfahren, mit dem der Katalysator hergestellt wird, umfasst das
Suspendieren eines Gemischs aus Styrol- und Divinylbenzol-Monomeren
und eines radikalischen Polymerisationsinitiators in einem wässrigen
Suspendiermediums, das gerührt
wird, um Monomertröpfchen
zu bilden, Erhitzen der Tröpfchen
auf eine Temperatur über
die Aktivierungstemperatur des Polymerisationsinitiators, bis die
Tröpfchen
polymerisieren, Abtrennen der resultierenden Polymerteilchen von
dem Suspendiermedium, Trocknen der Teilchen, Funktionalisieren der
Teilchen mit stark sauren Kationenaustauschgruppen und Sulfonvernetzungen.
Das Verfahren zur Herstellung solcher Arten von Ionenaustauschharz-Katalysatoren
mit einheitlicher Teilchengröße ohne
Sulfonvernetzung ist von Lundquist im US-Patent 5,233,096 beschrieben
worden.
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Die
einfach ungesättigten
vinylaromatischen Monomere, die zur Herstellung der vernetzten Copolymerteilchen
geeignet sind, umfassen Styrol und ungesättigte Styrole wie z.B. α-Methylstyrol, Vinyltoluol,
Ethylvinylbenzol, Vinylnaphthalin und dergleichen. Die polyvinylaromatischen
Monomere umfassen aromatische vernetzende Monomere, wie z.B. Divinylbenzol,
Divinyltoluol, Trivinylbenzol, Divinylchlorbenzol, Diallylphthalat,
Divinylnaphthalin, Divinylxylol, Divinylethylbenzol, Trivinylnaphthalin
und Polyvinylanthracene. Das vernetzende Monomer liegt vorzugsweise
in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% der gesamten Monomere vor.
Bevorzugte vernetzende Monomere sind aromatische vernetzende Monomere
und Divinylbenzol ist besonders bevorzugt.
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Ein
Beispiel für
das Suspensionspolymerisationsverfahren mit Drücken durch eine Düse ("Jetting"), das zur Bildung
der einheitlichen vernetzten Copolymerteilchen der vorliegenden
Erfindung geeignet ist, ist unter anderem das Verfahren, das von
Koestler et al. im US-Patent 3,922,255 beschrieben worden ist. In
diesem Verfahren ist die minimale Löslichkeit der Monomere in dem
wässrigen
Suspendiermedium wichtig. Die Löslichkeit
kann durch Zugeben eines Elektrolyten zu dem wässrigen Suspendiermedium vermindert
werden. Das Jetting-Verfahren
erzeugt Monomertröpfchen
in dem Suspendiermedium, deren durchschnittlicher Durchmesser für die Teilchenpopulation
vorzugsweise im Bereich von etwa 20 μm bis etwa 1 mm variiert, und
die resultierenden Copolymerteilchen können mit einem durchschnittlichen
Durchmesser für
die Tröpfchenpopulation erzeugt
werden, der über
dem gleichen Bereich variiert. Das Jetting-Suspensionspolymerisationsverfahren
erzeugt eine schmale Tröpfchengrößenverteilung,
was zu Tröpfchen
mit einheitlicher Größe und Copolymerteilchen
mit einheitlicher Größe führt. Es
können
andere Verfahren verwendet werden, die Copolymerteil chen mit einheitlicher
Größe durch
Drücken
eines Monomers durch eine Düse
in eine wässrige
Suspensionsflüssigkeit bilden,
wie z.B. das Verfahren, das von Timm et al. im US-Patent 4,623,706
beschrieben worden ist, bei dem eine schwingende Öffnung verwendet
wird, um das Monomer in das Suspendiermedium zu drücken. Das
Suspendiermedium bewegt sich vorzugsweise bezogen auf die Jetting-Öffnung oder
-Öffnungen,
und die Monomertröpfchen
können
entweder durch Drücken
des Monomers in das Suspendiermedium bei der Polymerisationstemperatur
in der Nähe
der Öffnungen
polymerisiert werden, oder sie können
in einer anderen Zone der Polymerisationsvorrichtung dadurch polymerisiert
werden, dass dafür
gesorgt wird, dass die Monomertröpfchen
durch das sich bewegende Suspendiermedium in eine erhitzte Polymerisationszone
mitgeführt
werden. Alternativ können
die einheitlich durch eine Düse
gedrückten
Monomerteilchen mit stabilen Hüllen
eingekapselt und polymerisiert werden, wie es von Lange et al. im
US-Patent 4,427,794 gelehrt wird.
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Die
polymerisierten Teilchen können
von dem Suspendiermedium mittels Schwerkraft, durch eine Zentrifugalströmung, durch
eine hydraulische Trennung oder durch Filtration abgetrennt werden.
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Die
Monomere können
als solche durch eine Düse
gedrückt
werden oder sie können
mit inerten Flüssigkeiten
oder Vorpolymeren gemischt werden, die in den Monomeren gelöst werden,
oder durch Vorpolymerisation der Monomere gebildet werden, oder
durch eine Kombination von beiden Verfahren. Die bevorzugte Jetting-Rate
erzeugt ein Verhältnis
von Suspendiermedium zu Monomer von etwa 1,5:1 bis etwa 10:1 und mehr
bevorzugt von etwa 2:1 bis etwa 5:1. Das Monomer kann bei einer
Temperatur von etwa der Aktivierungstemperatur des nachstehend beschriebenen
radikalischen Polymerisationsinitiators durch eine Düse in das Suspendiermedium
gedrückt
werden, was dazu führt,
dass die Polymerisation nahezu sofort beginnt, oder das Medium kann
sich unterhalb der Aktivierungstemperatur befinden, jedoch vorzugsweise über etwa
15°C, und es
kann anschließend
erhitzt werden, nachdem es in eine Heizzone geströmt ist.
Dies wird eine Stabilisierung der Monomertröpfchen ermöglichen, bevor die Polymerisation
beginnt.
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Alle
gebräuchlich
verwendeten Stabilisatoren, insbesondere Gelatine, Stärke, Carboxymethylcellulose,
Polyacrylsäuren,
Polyvinylalkohol, oder wasserunlösliche
anorganische Stabilisatoren in Teilchenform, wie z.B. Bentonit,
Magnesiumhydroxid und dergleichen, oder Kombinationen solcher Stabilisatoren
können
verwendet werden, um die Monomertröpfchen in diesem oder anderen
Jetting-Suspensionspolymerisationsverfahren zu stabilisieren.
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Radikalische
Polymerisationsinitiatoren sind bevorzugt, um die Polymerisation
der Monomertröpfchen zu
initiieren, die in dem Suspendiermedium suspendiert sind. Bevorzugte
radikalische Polymerisationsinitiatoren sind öllösliche Initiatoren, die in
dem Monomer gelöst
sind, wie z.B. Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, t-Butylperoctoat,
t-Butylperoxybenzoat, t-Butylperoxypivalat,
t-Butylperoxy-2-ethylhexanoat, Bis(4-t-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat
und dergleichen, und Azoverbindungen wie z.B. Azobis(isobutyronitril),
Azobis(dimethylvaleronitril) und dergleichen. Die Polymerisationstemperatur,
d.h. die Temperatur, bei der das Suspendiermedium während der
Polymerisation der Monomertröpfchen
gehalten wird, und der Polymerisationsinitiator sind dahingehend
voneinander abhängig,
dass die Temperatur hoch genug sein muss, um den gewählten Initiator in
eine angemessene Anzahl von Radikalen zerfallen zu lassen, um die
Polymerisation zu initiieren und aufrecht zu erhalten, d.h. die
Polymerisationstemperatur muss über
der Aktivierungstemperatur des Initiators liegen. Bevorzugte Polymerisationstemperaturen
liegen bei etwa 40°C
bis etwa 100°C
und mehr bevorzugt bei etwa 50°C
bis etwa 90°C
und der radikalische Initiator wird so gewählt, dass er eine Aktivierungstemperatur unter
der Polymerisationstemperatur aufweist.
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Erfindungsgemäß wurden
kugelförmige
Teilchen des Bisphenol-A-Katalysators durch Sulfonieren eines Styrol/Divinylbenzol-Copolymers
unter Bedingungen erhalten, die derart waren, dass Sulfonsäuregruppen und
eine Sulfonvernetzung eingeführt
wurden. Überraschenderweise
verhindert eine Sulfonvernetzung eine Teilchenbildung und weist
dennoch keinen negativen Effekt auf die Aktivität und Selektivität des Katalysators bei
der Bisphenol-A-Herstellung
auf. Insbesondere umfassen die Katalysatorharze der vorliegenden
Erfindung stark saure, sulfonvernetzte PS/DVB-Ionenaustauschharze
mit einem relativ niedrigen Grad an Divinylbenzolvernetzung von
0,5 % bis 5,0 %. In einer bevorzugten Ausführungsform nutzt die Erfindung
Teilchen eines stark sauren, sulfonvernetzten PS/DVB-Ionenaustauschharz-Katalysators
mit einheitlicher Größe, die
durch die Vernetzung und Funktionalisierung von kugelförmigen PS/DVB-Copolymerteilchen
mit einheitlicher Größe erzeugt
werden.
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Eine
Klasse sulfonvernetzter PS/DVB-Ionenaustauschharz-Katalysatoren,
die in der vorliegenden Erfindung geeignet ist, weist eine hervorragende
physikalische Stabilität
und eine hohe Kapazität
zur Umwandlung von Phenol und Aceton in Bisphenol-A auf. Die Harze
liegen vorzugsweise in einer einheitlichen Größe vor, wodurch das Erfordernis
einer späteren
Abtrennung von Teilchen mit falscher Größe vermieden wird. Durch das
erfindungsgemäße Verfahren
können
PS/DVB-Copolymere mit dem Sulfonierungsreagenzgemisch gleichzeitig
sowohl sulfonvernetzt als auch funktionalisiert werden, um Katalysatoren
der vorliegenden Erfindung zu erhalten. Sulfonvernetzte Polystyrolmaterialien
und das Verfahren zur Herstel lung solcher Materialien wurden von
Amick im US-Patent 4,177,331 beschrieben. Das in dem US-Patent 4,177,331
beschriebene Verfahren erzeugte ein Sulfon-vernetztes lineares Polystyrolharz,
das eine hervorragende physikalische Stabilität und eine hohe Ionenaustauschkapazität aufwies.
Ein Verfahren zur Herstellung sulfonvernetzten Materialien aus geimpften,
vernetzten Polystyrol-Copolymeren wurde von Harris et al. im US-Patent
5,616,622 beschrieben. Die Oxidationsstabilität geimpfter Kationenaustauschharze
konnte durch die Einführung
einer Sekundärvernetzung
wie z.B. Sulfonvernetzungen erhöht
werden.
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Die
Sulfonierung von PS/DVB durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung
führt nicht
nur zu einer Sulfonvernetzung des Polymens, sondern auch zu Katalysatoren,
die eine Polysulfonierung enthalten, bei denen der aromatische Ring
mehr als eine Sulfonsäuregruppe
pro Ring enthält.
Sulfonierte vernetzte Vinylbenzol-Polymere, die mehr als eine Sulfonsäuregruppe
pro aromatischem Kern enthalten, und ein Verfahren zur Herstellung
solcher sulfonierten Polymere wurden von Corte et al. im US-Patent
3,158,583 beschrieben.
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Es
wurde gefunden, dass Körnchen
oder Teilchen eines PS/DVB-Copolymens in einer effizienten und steuerbaren
Weise mit einem speziellen Sulfonierungsreagenzgemisch sulfonvernetzt
und funktionalisiert werden können.
Die in dem Verfahren der Erfindung geeigneten Reagenzien umfassen
verschiedene Kombinationen von Chlorsulfonsäure, Schwefeltrioxid, Schwefelsäure und
einer Borverbindung wie z.B. Borsäure und Boroxid. Die Kombinationen
von Sulfonierungsreagenzien und Borverbindungen, die für die Einführung einer Sulfonvernetzung
zur Vernetzung von PS/DVB-Copolymeren am meisten bevorzugt sind,
sind die folgenden: Schwefelsäure/Schwefeltrioxid,
Chlorsulfonsäure/Schwefeltrioxid,
Chlorsulfonsäure-Schwefeltrioxid/Borverbindung,
Chlorsulfonsäure/Schwefelsäure/Borver-bindung,
Schwefeltrioxid/Schwefelsäure/Borverbindung.
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Die
Sulfonierung entweder monomerer oder polymerer aromatischer Verbindungen
mit Chlorsulfonsäure
oder Schwefeltrioxid, die bisher beschrieben worden ist, führt inhärent zur
Bildung einiger Sulfonverbrückungen.
Es ist bekannt, dass Sulfonverbrückungen
aus dem elektrophilen Angriff von "Pyrosulfonsäure"-Zwischenprodukten auf nicht umgesetzte
aromatische Ringe resultieren. Diese Zwischenprodukte werden wiederum
durch die Reaktion einer Sulfonsäure
mit SO3 gebildet (W.H.C. Ruegeberg, T.W.
Sauls und S.L. Norwood, J. Org. Chem. 20, 455, 1955). Wir haben
gefunden, dass durch Einstellen der Konzentration des Schwefelsäure/SO3-Gemischs die Anzahl von Schwefelverbrückungen
gesteuert werden kann. Es ist bevorzugt, dass Schwefelsäure/SO3-Gemische, die auch als Oleum bekannt sind,
mit Säurekonzentrationen
zwischen 101,0 % und 104,5 % (20 %iges Oleum enthält 20 Gew.-%
SO3 in 100 %iger Schwefelsäure für eine Endkonzentration von
104,5 %) als Sulfo nierungsmittel verwendet werden, um sowohl Sulfonverbrückungsgruppen
als auch mindestens eine Sulfonsäuregruppe
pro aromatischem Kern einzuführen.
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Die
Anzahl von Sulfonverbrückungen,
die in dem Katalysator enthalten sind, kann durch Subtrahieren der
Millimol Sulfonsäuregruppen
pro Gramm des trockenen Katalysators, die durch Titration der Sulfonsäuregruppen
bestimmt worden sind, von den Millimol des gesamten Schwefels, die
durch Elementaranalyse bestimmt worden sind, bestimmt werden. Die
Differenz sind die Millimol Sulfonverbrückungen pro Gramm des trockenen
Katalysators. In der Theorie sollte dann, wenn jeder der aromatischen
Ringe sulfoniert ist, das schwach vernetzte Kationenaustauschharz
eine Kapazität
von etwa 5,1 mmol Säuregruppen
pro Gramm des trockenen Harzes und eine Elementaranalyse von Schwefel
von 16,2 Gew.-% aufweisen. Wenn gefunden wird, dass ein Katalysator
5,7 mmol Säuregruppen
pro Gramm des trockenen Katalysators und eine Schwefelelementaranalyse
von 19 % aufweist, dann weisen in einem Gramm des trockenen Katalysators
0,6 mmol der aromatischen Ringe zwei Sulfonsäuregruppen auf und der Katalysator
weist 0,2 mmol Sulfonverbrückungsgruppen
auf. Der Katalysator enthält
0,1 bis 1,0 mmol Sulfongruppen pro Gramm des trockenen Katalysators und
eine Säurekapazität von 4,0
bis 6,0 mmol Sulfonsäuregruppen
pro Gramm des trockenen Katalysators. In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
der Katalysator 1 bis 6 % Divinylbenzolvernetzung, mehr bevorzugt
4,5 bis 6 und insbesondere 5 bis 6, und der Katalysator enthält 0,1 bis
0,8 mmol Sulfonsäuregruppen
pro Gramm des trockenen Katalysators, mehr bevorzugt 0,2 bis 0,5
mmol Sulfongruppen pro Gramm des trockenen Katalysators.
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Der
Katalysator zur Synthese von Bisphenol-A stellt für die Synthese
von Bisphenol-A eine unerwartete Kombination aus Reaktivität, Selektivität, Kompressibilität und hydraulischer
Leistung bereit. Ein bevorzugter Katalysator umfasst ein Copolymer
mit einer Divinylbenzolvernetzung zwischen 1,0 und 10,0 %, vorzugsweise
mit einer Divinylbenzolvernetzung zwischen 1 und 5 %, das zu einer
Trockengewichtskapazität
von mehr als 4,0 mmol/g und vorzugsweise von mehr als 5,0 mmol/g
sulfoniert worden ist und 0,1 bis 1,0, vorzugsweise 0,1 bis 0,8
und mehr bevorzugt 0,2 bis 0,5 mmol/g Sulfonverbrückungsgruppen
umfasst. In einer separaten Ausführungsform
umfasst der Katalysator ferner 1 bis 35 mol-% der Sulfonsäuregruppen,
die einen ionisch gebundenen Thiol-Promotor enthalten.
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Die
Reaktionen, die von den sulfonverbrückten, stark sauren Kationenaustauschharz-Teilchen katalysiert
werden, sind diejenigen Reaktionen, die durch die Gegenwart starker
Säuren
katalysiert werden, und es handelt sich dabei um Kondensationsreaktionen
zur Kondensation von Phenolen mit Ketonen oder Aldehyden zur Erzeugung
von Bisphenolen. Eine bevorzugte Reaktion, die durch die stark sauren
Ionenaustauschharz-Teilchen der vorliegen den Erfindung katalysiert
wird, ist die Reaktion von Phenol mit Aceton zur Erzeugung von Bisphenol-A.
Die Reaktion, bei der Phenol und Aceton in einem Molverhältnis von
etwa 20:1 bis etwa 2:1 kombiniert werden und die Kombination bei
etwa 40°C
bis etwa 100°C
mit etwa 1 bis etwa 40 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht von Phenol
und Aceton) der stark sauren Kationenaustauschharz-Teilchen der
vorliegenden Erfindung, gegebenenfalls in der Gegenwart von etwa
0,1 bis etwa 40 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht von Phenol und Aceton)
eines Mercaptan-Reaktionspromotors, vorzugsweise Ethanthiol, 3-Mercaptopropionsäure, Aminoethanthiol
oder Dimethylthiazolidin in Kontakt gebracht wird, ist mehr bevorzugt.
Aminothiol-Promotoren wie z.B. Aminoethanthiol und Dimethylthiazolidin
können
an das Ionenaustauschharz der vorliegenden Erfindung ionisch gebunden
werden. Die Bindung ionischer Promotoren ist in dem US-Patent 3,394,089
beschrieben.
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Aufgrund
der Größe von Festbett-BPA-Reaktoren
und der Viskosität
des BPA-Reaktionsstroms
wird die BPA-Herstellungsgeschwindigkeit stark vom Druckabfall beeinflusst.
Deshalb müssen
Katalysatorfaktoren wie z.B. die Teilchengröße, die Einheitlichkeit und
die Kompressibilität
der Teilchen verstanden werden, um BPA mit einer akzeptablen Geschwindigkeit
herzustellen und momentane Herstellungssteigerungen zur Berücksichtigung
von Marktanforderungen zu ermöglichen.
Die Teilchengröße und -einheitlichkeit
der BPA-Katalysatoren können
gemäß der Beschreibung
von Lundquist im US-Patent 5,233,096 genau gesteuert werden. Die
Komprimierung der BPA-Katalysatorteilchen ist nicht gut verstanden,
kann jedoch durch Messen der Verformung des Katalysatorteilchens
bei einer allmählichen
Zunahme der Kraft getestet werden. Das resultierende Messergebnis,
das als Kompressionsmodul des Katalysators bekannt ist, wurde in
einem Phenol-gequollenen Zustand unter Verwendung eines Chatillon-Geräts bestimmt,
wobei der Kompressionsmodul die Steigung der Linie ist, die sich
aus der Messung der anfänglichen
Verformung des Teilchens bis zu einer Kraft von 200 g/Teilchen ergibt.
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Die
Verwendung von stark sauren Kationenaustauschharz-Teilchen, die
eine Sulfonvernetzung enthalten, für die Kondensation von Phenolen
mit Aldehyden oder Ketonen ermöglicht
höhere
BPA-Herstellungsgeschwindigkeiten durch Erhöhen sowohl der katalytischen
als auch der hydraulischen Leistung. Die erhöhte hydraulische Leistung wird
durch die Einführung
einer Sulfonvernetzung erreicht, welche die Teilchen gegen eine Verformung
beständiger
macht und es folglich ermöglicht,
dass die Teilchen höheren
Reaktorströmungsgeschwindigkeiten
widerstehen. Überraschenderweise
wird eine äquivalente
oder erhöhte
Katalysatoraktivität zur
Herstellung von Bisphenol-A selbst bei erhöhten Vernetzungsgraden erreicht.
Ohne an eine Theorie gebunden sein zu wollen, wird angenommen, dass
die Beständigkeit
gegen eine Verformung und die höheren Umwandlungsgeschwindigkeiten
aus der unerwarteten Wechselwirkung des Phenol/Aceton-Reaktionsgemischs
mit der Struktur des sulfonvernetzten polysulfonierten Harz-Katalysators
resultieren. Das Vermögen zur
Herstellung von mehr Bisphenol-Produkt in einer gegebenen Zeit,
das durch eine höhere
Reaktionsgeschwindigkeit und Strömungsgeschwindigkeit
in diesen Verfahren erreicht wird, ist ein Vorteil, der für den Fachmann
leicht ersichtlich ist.
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Experimentelle
Beispiele
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In
den folgenden Beispielen weisen alle verwendeten Reagenzien eine
gute technische Qualität
auf, falls nichts anderes angegeben ist, und alle Prozentangaben
und Verhältnisse,
die hier angegeben sind, beziehen sich auf das Gewicht, falls nichts
anderes angegeben ist.
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Beispiel 1
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die typische Herstellung der durch eine
Düse gedrückten PS/DVB-Copolymerteilchen,
die zur Herstellung der sulfonverbrückten, stark sauren Kationnenaustauschharz-Teilchen geeignet
sind.
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Es
wurde ein wässriges
Suspendiermedium hergestellt, das 0,55 % Acrysol A-3-Polyacryldispergiermittel,
0,2 % Natriumhydroxid, 0,39 % Borsäure, 0,04 % Gelatine enthielt
und einen pH-Wert zwischen 8,5 und 8,7 aufwies. Es wurde eine Monomerlösung hergestellt,
die 3,6 % technisches Divinylbenzol (das 55 % reines Divinylbenzol
und 45 % Ethylvinylbenzol enthielt), 95,8 % Styrol, 0,3 % Benzoylperoxid
und 0,3 % Bis(4-t-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat enthielt. Das
Monomergemisch wurde durch schwingende Jetting-Öffnungen mit einem Durchmesser
von 450 μm
mit einer Geschwindigkeit von 145 kg/Stunde in einen Strom des Suspendiermediums
gedrückt,
das sich mit einer Geschwindigkeit von 386 Liter/Stunde bewegte.
Diese Dispersion wurde durch den Strom des Suspendiermediums zu
einer bei 63°C
gehaltenen Gelierkolonne gefördert.
Die Strömung
führte
zu einer Verweilzeit in der Gelierkolonne von 3,5 Stunden und die
Umwandlung des Monomers in das Copolymer während dieser Zeit betrug 25
%. Das Copolymer wurde von der wässrigen
Phase abgetrennt, die rezykliert wurde. Das Copolymer wurde dann
4 Stunden bei 65°C
in einem Fertigstellungsbehälter
gehalten und dann in einen Endfertigstellungsbehälter überführt und 1,5 Stunden bei 80°C gehalten,
auf 92°C
erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Das fertiggestellte
2,0 % Divinylbenzol-vernetzte Polystyrol-Copolymer wurde mit Wasser
gewaschen und luftgetrocknet.
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Beispiel 2
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Im
Beispiel 2 wurde das Verfahren von Beispiel 1 eingesetzt, um ein
3,5 % Divinylbenzolvernetztes Copolymer herzustellen.
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Beispiel 3
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Im
Beispiel 3 wurde das Verfahren von Beispiel 1 eingesetzt, um ein
4,5 % Divinylbenzolvernetztes Copolymer herzustellen.
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Beispiel 4
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Katalysator A
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 75 g des Copolymers von Beispiel 1
enthielt, wurden 1000 g 96 %ige Schwefelsäure und 50 g Ethylendichlorid
(EDC) eingebracht. Dieses Gemisch wurde während 1 Stunde auf 125°C erhitzt
und 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten, um das EDC zu entfernen,
und dann auf 110°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators
A sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Beispiel 5
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Katalysator B
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 75 g des Copolymers von Beispiel 1
enthielt, wurden 1200 g 102,5 %ige Schwefelsäure eingebracht. Dieses Gemisch
wurde während
1 Stunde auf 120°C
erhitzt und 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten und dann auf
110°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators
B sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Beispiel 6
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Katalysator C
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 75 g des Copolymers von Beispiel 1
enthielt, wurden 1000 g 20 %iges Oleum (104,5 %ige Schwefelsäure) eingebracht.
Dieses Gemisch wurde während
1 Stunde auf 120°C
erhitzt, 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten und dann auf 120°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators C
sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Beispiel 7
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Katalysator D
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 100 g des Copolymers von Beispiel
2 enthielt, wurden 900 g 96 %ige Schwefelsäure und 40 g Ethylendichlorid
(EDC) eingebracht. Dieses Gemisch wurde während 1 Stunde auf 125°C erhitzt
und 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten, um das EDC zu entfernen,
und dann auf 110°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators
D sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Beispiel 8
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Katalysator E
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 100 g des Copolymers von Beispiel
2 enthielt, wurden 850 g 20 %iges Oleum (104,5 %ige Schwefelsäure) eingebracht.
Dieses Gemisch wurde auf 120°C
erhitzt, 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten und dann auf 120°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators
E sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Beispiel 9
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Katalysator F
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In
einen 1 Liter-Rundkolben, der 100 g des Copolymers von Beispiel
3 enthielt, wurden 800 g 96 %ige Schwefelsäure und 40 g Ethylendichlorid
(EDC) eingebracht. Dieses Gemisch wurde während 1 Stunde auf 125°C erhitzt
und 2 Stunden bei dieser Temperatur gehalten, um das EDC zu entfernen,
und dann auf 110°C gekühlt. Das
sulfonierte Harz wurde bei einer Temperatur zwischen 110°C und 60°C durch aufeinander
folgende Zugaben von verdünnter
Säure und
Entfernen der resultierenden verdünnten Säure, bis weniger als 5 % Säure verblieben,
hydratisiert. Der Katalysator wurde mit 2 × 500 ml entionisiertem Wasser
gewaschen und dicht gepackt. Die Eigenschaften des Katalysators
F sind in der Tabelle 1 angegeben.
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Tabelle
1: Katalysatoreigenschaften
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Beispiel 10
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die katalytische Aktivität der stark
sauren Kationenaustauschharze bei der Katalyse der Kondensation
von Phenol und Aceton.
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Die
katalytische Aktivität
der Ionenaustauschharz-Katalysatoren für die BPA-Synthese wurde unter Verwendung
eines CSTR-Reaktors mit einem Reaktionsgemisch bestimmt, das ein
Molverhältnis
von Phenol zu Aceton von 10:1 und eine Temperatur von 70°C aufwies.
Aktivierte Katalysatoren wurden durch Neutralisieren von 17 % der
sauren Stellen mit einem Aminoethanthiol-Promotor hergestellt. Die
Zusammensetzung des Reaktionsgemischs wurde mittels HPLC unter Verwendung
einer mit Nucleosil C18 gefüllten
250 × 4
mm-Säule
und 66 Vol.-% Methanol in Wasser als mobile Phase bestimmt. Die
Flussrate betrug 0,6 ml/min bei einer photometrischen Detektion
bei einer Wellenlänge
von 290 nm. Die Acetonumwandlung wurde aus dem bestimmten Phenol/BPA-Verhältnis und
dem bekannten Phenol/Aceton- Verhältnis in
dem Ausgangsreaktionsgemisch bestimmt. Die anfänglichen Reaktionsgeschwindigkeiten
für die
aktivierten und die nicht-aktivierten Katalysatoren sind in der
Tabelle 2 angegeben.
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Beispiel 11
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die Verformungsbeständigkeit der stark sauren Kationenaustauschharze
bei einer Kraft bis zu 200 g pro Teilchen.
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Der
Kompressionsmodul des Katalysators wurde in einem Phenol-gequollenen
Zustand unter Verwendung eines Chatillon-Geräts gemessen, wobei der Kompressionsmodul
die Steigung der Linie ist, die durch Messen der anfänglichen
Verformung des Teilchens bis zu einer Kraft von 200 g/Teilchen erhalten
wurde. Je höher
der Kompressionsmodulwert, desto beständiger ist das Material gegen
eine Verformung bei einer ausgeübten
Kraft. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben.
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