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Die Erfindung betrifft einen Tank
mit einer Beobachtungsklappe und einem Tankfahrzeug mit solch einem
Tank.
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Insbesondere betrifft die Erfindung
einen aus einem zylindrischen Mantel gebildeten Tank, der an seinen
beiden Enden verschlossen ist und an seinem Scheitel mit einer Beobachtungsklappe
versehen ist, die auch als Beobachtungs- oder Mannloch bezeichnet
wird und einen zylindrischen Ring und einen Deckel aufweist.
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Es wird darauf hingewiesen, dass
für die
Erfordernisse der Beschreibung der vorliegenden Erfindung der Ausdruck „zylindrisch" als jede allgemeine Form
des Mantels des Tanks mit Ausnahme der Kugelform bezeichnend verstanden
werden soll. Tatsächlich
betrifft die vorliegende Erfindung Tanks, die aus einem langgestreckten
Behälter
bestehen, wobei die genaue Form des Mantels, d. h. zylindrisch,
rotationszylindrisch, kegelstumpfförmig oder alle Mischformen,
indifferent ist, da die Erfindung insbesondere die Anordnung der
Beobachtungsklappe am Tank und den Teil des Tanks betrifft, in dem
sich die Beobachtungsklappe befindet.
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Ebenso ist festzustellen, dass sich
die vorliegende Erfindung in gleicher Weise auf Tanks bezieht, die
aus einem einzigen Behälter
bestehen, und auf Behälter,
die in mehrere Behälter
unterteilt oder auf mehrere Behälter
verteilt sind oder daraus bestehen, und dass in der nachfolgenden
Beschreibung der Ausdruck „Tank" beide umfasst.
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Die Beobachtungsklappen von Tanks
haben mehrere Funktionen. Eine dieser Funktionen besteht darin,
Zugang zum Inneren des Tanks für
seine Füllung
und auch für
Inspektions-, Reinigungs- oder auch Reparaturarbeiten zu ermöglichen.
Eine weitere Funktion ist die der Füllstandsmarkierung des Behälters, und
noch eine weitere Funktion ist die einer Entlüftung beim Füllen oder
beim Entleeren des Behälters,
wenn hierfür
verschiedene Ein- und Auslässe vorgesehen
sind. Jede dieser Funktionen und ggf. weitere verursachen ein häufiges Öffnen und
Schließen
der Beobachtungsklappe des Tanks. Aus diesem Grund und um außerdem das Öffnen und
Schließen der
Beobachtungsklappe zu erleichtern, besteht diese aus einem zylindrischen
Ring, der mit dem Mantel des Tanks verbunden ist, und einem Deckel,
der üblicherweise
am Ring durch ein Scharnier befestigt ist. Die Beobachtungsklappe
oder ggf. jede der Beobachtungsklappen des Behälters ist daher am Scheitel des
Tanks vorstehend befestigt. Daraus ergibt sich, dass die Höhe des Tanks
somit um eine zusätzlich Höhe vergrößert ist,
was eine Einschränkung
bei der Wahl eines Tanks bilden kann.
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Wenn der Tank an einer Stelle installiert
werden muss, darf er eine bestimmte unter Berücksichtung der Abmessungen
dieses Orts oder unter Berücksichtigung
der maximalen Durchgangshöhe durch
eine Öffnung,
um zu diesem Ort zu gelangen, tatsächlich nicht überschreiten.
Und wenn der Tank dazu bestimmt ist, ein Straßen- oder Schienenfahrzeug auszustatten,
darf das den Tank aufweisende Fahrzeug die vorschriftsmäßige Höhe gemäß dem entsprechenden
Maß nicht überschreiten.
Die Beobachtungsklappe, die bzgl. des Mantels des Tanks vorsteht,
die effektive Höhe
des Fahrzeugs, und dadurch auch das Nutzvolumen des Tanks werden
somit verringert.
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Ein durch einen zylindrischen Mantel
gebildeter Tank, der an seinen beiden Enden verschlossen und am
Scheitel mit einer Beobachtungsklappe versehen ist, ist aus dem
Dokument FR-A-2670470 bekannt. Die Beobachtungsklappe hat einen
zylindrischen Ring, der der Sitz eines Deckels ist und der sich
in das innere des Mantels erstreckt.
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Bei gleichem Volumen kann dieser
Verlust an Höhe
manchmal durch eine größere Breite
des Tanks kompensiert werden. Jedoch ist diese Möglichkeit der Kompensation
im Allgemeinen durch das gleiche Maß begrenzt wie das, das die
Höhe des
Tanks begrenzt.
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Die Kompensation des Volumenverlusts durch
eine größere Länge des
Tanks ist nicht immer möglich,
sei es auch vorschriftsmäßigen Gründen, aus
Gründen
der Stabilität
des Tanks oder aus anderen Gründen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Tank zu schaffen, dessen Beobachtungsklappe die Form des Tanks
nicht überschreitet,
jedoch dennoch eine einfache Konstruktion hat und insbesondere eine
einfache Handhabung des Deckels der Klappe ermöglicht, vergleichbar mit der
Konstruktion und der einfachen Handhabung, wie sie von bisher verwendeten
Tanks bekannt sind.
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Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung
durch einen Tank, der aus einem zylindrischen Mantel besteht, der
an seinen beiden Enden verschlossen ist, und der am Scheitel mit
einer Beobachtungsklappe versehen ist, die einen zylindrischen Ring
als Sitz eines Deckels aufweist.
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Gemäß der Erfindung erstreckt sich
der Ring bzgl. des Scheitels des Mantels auf einem solchen Niveau,
dass die Oberseite des Deckels eine Ebene bildet, die parallel zum
und im kleinstmöglichen
Abstand vom Scheitel des Mantels verläuft, wobei der Ring von einer
Rille umgeben ist, die an wenigstens einer Stelle auf den Mantel
mündet.
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Diese Anordnung der Erfindung wird
durch die Zusammenwirkung von drei Elementen erreicht:
- – Die
Beobachtungsklappe ist bzgl. des Niveaus abgesenkt, das durch den
Scheitel des Mantels des Tanks gebildet wird. Die Tatsache, dass
sich der Ring der Beobachtungsklappe im Wesentlichen in das Innere
des Volumens erstreckt, das vom Mantel gebildet wird, ermöglicht es,
die obere Oberfläche
des Deckels, der im Rahmen der vorliegenden Erfindung als der oberste
Abschnitt der Beobachtungsklappe angesehen wird, auf dem gleichen
Niveau anzuordnen wie die Scheitellinie des Abschnitts des Mantels
des Tanks, in dem die Beobachtungsklappe angeordnet ist. Somit wird die
maximale zulässige
Höhe für einen
Tank im Wesentlichen gleich der Höhe der Scheitellinie des Mantels
des Tanks.
- – Die
Beobachtungsklappe und insbesondere der zylindrische Ring, der den
Sitz für
den Deckel bildet, ist von einer Rille umgeben. Die Rille bildet
einen leeren Raum um die Beobachtungsklappe, was es ermöglicht,
weiterhin einfache Einrichtungen wie Scharniere zu verwenden, um
den Deckel am Ring zu befestigen, sowie Deckelverschlusseinrichtungen.
- – Die
Rille mündet
auf dem Mantel. Diese Anordnung gemäß der Erfindung wird vorteilhafterweise dadurch
erreicht, dass die Tiefe der Rille derart gewählt wird, dass der Boden der
Rille entsprechend einem Kreis für
einen rotationszylindrischen Ring den Mantel an wenigstens einer
Stelle schneidet. Somit ist die Rille an dieser Stelle oder an diesen
Stellen zum Mantel hin offen. Die so gebildete Öffnung dient als Auslauf für Regen-
oder Waschwasser in der Rille.
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Gemäß einer idealen Ausführungsform
der Erfindung ist die Höhe
des Rings derart gewählt, dass
die Oberseite des Deckels und kein anderer Abschnitt der Beobachtungsklappe
auf einem höheren Niveau
als der Scheitel des Mantels liegen.
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Jedoch können Konstruktionsanforderungen wie
die Verwendung von Standardteilen oder die Bestimmungen hinsichtlich
der maximal zulässigen
Höhe, die
möglicherweise
von Land zu Land verschieden sind, zu Ausführungsvarianten führen, die
auf die zuvor dahingehend beschriebene ideale Ausführungsform
insoweit zurückgehen,
dass die durch die Oberseite des Deckels der Beobachtungsklappe
definierte Ebene parallel zum, jedoch- in einem Abstand vom Scheitel
des Mantels des Tanks bzw. des Abschnitts des Tanks verläuft, in
dem die Beobachtungsklappe liegt. Selbstverständlich sollte dieser Abstand
gemäß der Erfindung
so klein wie möglich sein,
d. h. bzgl. der Abmessungen des Tanks vernachlässigbar sein.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist die Höhe
des Rings der Beobachtungsklappe derart gewählt, dass der Ring in zwei Abschnitte
unterteilt ist.
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Gemäß dieser bevorzugten Anordnung
der Erfindung ist der Ring der Beobachtungsklappe so in das Innere
des Mantels in Abhängigkeit
vom Durchmesser des Rings und des die Krümmung des oberen Abschnitts
des Behälters
definierenden Radius auf ein Niveau abgesenkt, dass der Boden der
Rille, der durch einen Kreis im Falle einer rotationszylindrischen
Beobachtungsklappe wiedergegeben wird, den Mantel des Tanks an wenigstens
zwei Stellen schneidet. Diese bevorzugte Ausführungsform der Erfindung verleiht
der Rille zwei Öffnungen,
die ein Auslaufen sowohl auf die eine als auch auf die andere Seite
des Tanks ermöglichen.
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Gemäß einer ersten Variante ist
der Ring rotationszylindrisch, und die Rille mündet an zwei diametral gegenüberliegenden
Stellen auf den Mantel, wobei diese Öffnungen die Rille in zwei
Abschnitt unterteilen, von denen jeder wenigstens eine Hälfte des Rings
umgibt.
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Gemäß einer zweiten Variante hat
der Ring einen nicht kreisförmigen
Querschnitt, wobei die größte Achse
dieses Abschnitts einen nicht rechtwinkligen Winkel mit der Längsachse
des Tanks bildet. Gemäß diesem
Prinzip, das für
Tanks verwendbar ist, deren Beobachtungsklappen speziellen Kriterien
entsprechen müssen,
und deren Deckel sich außerdem
in einer Richtung verschieden von der der Längsachse des Tanks öffnen müssen, mündet die Rille
an zwei Stellen des Mantels, wobei diese Öffnungen die Rille in zwei
bzgl. der Längsachse
des Tanks unterschiedliche Abschnitte unterteilen.
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Unabhängig von der speziellen Ausführungsform
kann der Deckel am Ring durch ein Scharnier befestigt und durch
Schnellverschlusseinrichtungen verschlossen werden. Er kann auch
gleichzeitig durch elastische Schnellbefestigungselemente befestigt
und verschlossen werden.
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Die Erfindung kann in unterschiedlichen
Erscheinungsformen angewandt werden. Die erste besteht darin, Tanks
herstellen zu können,
deren Gesamthöhe
reduziert ist, da die Beobachtungsklappe den Scheitel des Tanks
nicht überschreiten.
Die zweite besteht darin, das Volumen von Tanks erhöhen zu können, ohne
die tatsächliche
Gesamthöhe
entsprechender Tanks zu erhöhen.
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Die Aufgabe der Erfindung wird auch
durch ein Tankfahrzeug gelöst,
das einen Tank mit den oben beschriebenen Eigenschaften hat.
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Weitere Merkmale und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung einer nachstehend anhand
der Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsform. In diesen Zeichnungen:
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zeigt 1 perspektivisch
ein Tankfahrzeug, wobei das Fahrzeug einen Tank gemäß der Erfindung
aufweist,
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zeigt 2 einen
Längsschnitt
des Tanks der 1 entsprechend
einer mittleren Ebene des Tanks, und
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zeigen die 3 und 4 zwei
Querschnitte des Tanks der 1 längs der
Schnittlinien A-A und B-B, die in 2 angegeben
sind.
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Das in 1 gezeigte
Tankfahrzeug besteht im Wesentlichen aus einem Tank, der gemäß der Erfindung
aus einem zylindrischen Mantel 1 besteht, der an seinen
beiden Enden geschlossen ist. Um die Zeichnung zu vereinfachen ist
der Tank mit einer einzigen Beobachtungsklappe 2 versehen,
die bzgl. des Scheitels 11 des Tanks symmetrisch angeordnet
ist. Selbstverständlich
ist vorstellbar, dass der Tank, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen, auf mehrere Kammern verteilt ist, von denen
jede mit einer Beobachtungsklappe versehen ist, oder dass der Tank
nur eine einzige Kammer bildet, jedoch mit mehreren Beobachtungsklappen
versehen ist, oder auch, dass der Tank unabhängig von einer Unterteilung
ggf. aus mehreren Kammern, aus zwei oder mehreren zylindrischen,
rotationszylindrischen oder kegelstumpfförmigen Mantelabschnitten gebildet
ist, deren Achsen untereinander unterschiedliche Winkel bilden.
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Ebenso ist die Beobachtungsklappe
zur Vereinfachung der Zeichnung und zur Erläuterung als im Wesentlichen
aus einem rotationszylindrischen Ring 21 und einem Deckel 22 mit
zylindrischem Umfang bestehend gezeigt. Selbstverständlich sind
andere Formen der Beobachtungsklappe, z. B. ovale Klappen vorstellbar,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, um spezielle
Anforderungen bzgl. z. B. einer speziellen Verwendung des Tanks
zu erfüllen.
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Die Beobachtungsklappe 2 und
insbesondere der Ring 21 ist auf dem größten Teil seines Umfangs mit
zwei Teilrillen 241 und 242 versehen, die zusammen
als Rille 24 bezeichnet sind. Diese spezielle Anordnung
der Unterteilung der Rille 24 in zwei Abschnitte wird durch
eine ausreichende Absenkung h der Beobachtungsklappe in das innere
des Mantels erreicht.
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2 zeigt
in nicht proportionaler Weise zur besseren Klarheit der Zeichnung,
die Anordnung der Erfindung, gemäß der sich
eine Ebene A, die durch die Oberseite 23 des Deckels 22 gebildet
ist, im kleinstmöglichen
Abstand d von der Scheitellinie 11 des Mantels 1 erstreckt.
Dieser Abstand d kann in der Größenordnung
von 1 oder 2 cm liegen, obwohl Beobachtungsklappen von bisher verwendeten
Tanks über
den Mantel um etwa 10 oder 20 cm vorstehen.
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Um die Formen der Rille 24 richtig
darzustellen, die zu zwei Öffnungen
C und D führt,
durch die Regen- oder Waschwasser ablaufen kann, zeigen die 3 und 4 zwei Querschnitte des Tanks gemäß der Erfindung
in einem axialen Abstand voneinander. Insbesondere 3 zeigt einen Querschnitt, der durch
eine Linie A-A entsprechend der Stelle der größten Tiefe der Rille bzgl.
des Mantels verläuft, während 4 einen Querschnitt zeigt,
der durch eine Linie B-B verläuft,
die die Rotationsachse des Rings 21 bildet.