DE600507C - Synchronkleinmotor - Google Patents
SynchronkleinmotorInfo
- Publication number
- DE600507C DE600507C DE1930600507D DE600507DD DE600507C DE 600507 C DE600507 C DE 600507C DE 1930600507 D DE1930600507 D DE 1930600507D DE 600507D D DE600507D D DE 600507DD DE 600507 C DE600507 C DE 600507C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rotor
- synchronous
- small
- starting
- synchronous motor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 title claims description 37
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 6
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/02—Synchronous motors
- H02K19/14—Synchronous motors having additional short-circuited windings for starting as asynchronous motors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen untersynchron laufenden Synchronkleinmotor,
einen sogenannten Reaktionsmotor, bei dem der Läufer ausgeprägte Läuferpole besitzt
und mit seiner Drehzahl weit unter der des Ständerdrehfeldes zurückbleibt. Derartige
Synchronkleinmotoren dienen vorzugsweise zum Antrieb von Uhren, Tarifapparaten oder
anderen ähnlichen Apparaten und besitzen den Vorteil, daß sie infolge ihrer geringen
Drehzahl einerseits Übersetzungsgetriebe mit nur verhältnismäßig kleiner Übersetzung benötigen,
andererseits diese Übersetzungsgetriebe einem geringen Verschleiß unterworfen sind.
Gemäß der Erfindung wird für derartige untersynchron laufende Synchronkleinmotoren
ein asynchroner oder selbstanlaufender synchroner Anwurfläufer vorgesehen, der gleichachsig zum Läufer des Synchronkleinmotors
angeordnet ist und von dessen Ständer induziert wird, wobei er nach der Anlaufiperiode
von dem Läufer des Synchronmotors selbsttätig entkuppelt und stillgesetzt wird.
Es ist zwar schon bekannt, synchron laufende Synchronkleinmotoren mit Anwurfläufern
zu versehen. Bei diesen bekannten Synchronmotoren bleibt der Synchronläufer mit seiner Drehzahl nicht hinter der des Ständerdrehfeldes
zurück. Da hier die Umlaufdrehzahl des Anwurfläufers mit der Betriebsdrehzahl des Synchronläufers übereinstimmt,
entwickelt der Anwurfläufer in der Nähe der Betriebsdrehzahl fast kein Drehmoment, es
besteht also die Gefahr, daß der Motor bei Belastung überhaupt nicht die synchrone
Drehzahl erreicht.
Außerdem sind auch bereits Synchronmotoren für Starkstromzwecke mit Anwurfmotoren
bekanntgeworden. Bei diesen Maschinen kommt es jedoch in erster Linie auf hohen Wirkungsgrad an und auf den Umstand,
daß beim Anlauf keine zu hohen Stromstöße auftreten. Bei Synchronkleinmotoren für Uhrenantrieb ist der Wirkungsgrad
vollkommen nebensächlich; auch spielt der Stromverbrauch praktisch überhaupt keine
Rolle. Das Auftreten von Stromstößen beim unmittelbaren Einschalten eines Synchronkleinmotors
ist möglich, da die Stromaufnähme eines solchen Motors praktisch vom
Verhalten des Ankers unabhängig ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
ι ist der Ständer mit der Erregerwicklung 2, dessen Polflächen teilweise durch
Kupferbrillen 3 abgeschirmt sind; auf der axial verschiebbaren Läuferachse 4 sitzen fest
das Stirnrad 5 und der Synchronläufer 6. Auf der lose die Achse 4 umschließenden
Hülse 7 ist fest der Anwurfsteil 8 und das Zahnrad 9 mit dem Anschlagstift 10 angebracht.
Der Teil 8 besteht aus einem asynchronen Teil oder einem selbstanlaufenden Synchronteil mit beispielsweise zwei Polen.
Oberhalb des Stiftes 10 ist der Anschlag 11
angebracht. Das Zahnrad 5 greift in das Ritzel 12, das Zahnrad 9 in das Ritzel 13.
Beide Ritzel sitzen fest auf der Welle 14, durch die mittels des Ritzels 15 irgendein
Apparat, beispielsweise eine Uhr, angetrieben wird. Die Wellen sind in den Platinen
16, 17 gelagert.
Der Motor arbeitet auf folgende Weise:
Im Stillstand (Fig, 1) liegt die Läuferachse mit dem Bund des Zahnrades 5 auf der Platine 17 auf. Der Synchronläufer 6 befindet sich außerhalb, der Anwurfteil 8 innerhalb der Ständerbohrung. Wird nun die Magnetwicklung 2 eingeschaltet, so wird zugleich der Teil 8 in Umdrehung versetzt und treibt mittels der Zahnräder 9, 13, der Welle 14 und der-Zahnräder 12, 5 den Synchronlauf er 6 an. Gleichzeitig wird auch durch den magnetischen Axialzug des Ständers der Synchronläufer 6 in die Ständerbohruug allmählich eingezogen und hierauf das Zahnrad 9 axial aus dem Ritzel 13 ausgerückt und durch den Anschlag 11 an dem Stift 10 festgehalten (Fig. 2). Der kurze Anwurf durch den Teil 8 hat aber genügt, um den Synchronläufer 6 auf Touren zu bringen. Dieser läuft selbsttätig mit seiner Eigendrelizahl weiter.
Im Stillstand (Fig, 1) liegt die Läuferachse mit dem Bund des Zahnrades 5 auf der Platine 17 auf. Der Synchronläufer 6 befindet sich außerhalb, der Anwurfteil 8 innerhalb der Ständerbohrung. Wird nun die Magnetwicklung 2 eingeschaltet, so wird zugleich der Teil 8 in Umdrehung versetzt und treibt mittels der Zahnräder 9, 13, der Welle 14 und der-Zahnräder 12, 5 den Synchronlauf er 6 an. Gleichzeitig wird auch durch den magnetischen Axialzug des Ständers der Synchronläufer 6 in die Ständerbohruug allmählich eingezogen und hierauf das Zahnrad 9 axial aus dem Ritzel 13 ausgerückt und durch den Anschlag 11 an dem Stift 10 festgehalten (Fig. 2). Der kurze Anwurf durch den Teil 8 hat aber genügt, um den Synchronläufer 6 auf Touren zu bringen. Dieser läuft selbsttätig mit seiner Eigendrelizahl weiter.
Beim Abschalten des Ständers gelangen alle Teile infolge ihres Gewichtes wieder in
die Stellung der Fig. 1 zurück.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Anwurfteil 8 und der gemeinsamen Kupplungswelle 14 wird zweckmäßig größer gemacht als das zwischen dem Synchronläufer 6 und dieser Welle. Vorteilhaft macht man das Gesamtübersetzungsverhältnis zwischen den Teilen 9, 13, 14, 12, 5 wenigstens annähernd gleich dem Verhältnis der Betriebsdrehzahlen der Teile 8 und 6.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Anwurfteil 8 und der gemeinsamen Kupplungswelle 14 wird zweckmäßig größer gemacht als das zwischen dem Synchronläufer 6 und dieser Welle. Vorteilhaft macht man das Gesamtübersetzungsverhältnis zwischen den Teilen 9, 13, 14, 12, 5 wenigstens annähernd gleich dem Verhältnis der Betriebsdrehzahlen der Teile 8 und 6.
Der magnetische Axialzug des Ständers kann gegebenenfalls durch einen beim Einschalten
der Spannung axial verschiebbaren Magneten unterstützt werden.
Die Axialverschiebung der Welle kann unter Umständen durch eine Dämpfungsvorrichtung,
durch Gewindeführung oder andere ähnlich wirkende Einrichtungen verzögert werden.
Im Ausführungsbeispiel wird der Anwurfteil 8 durch Axialverschiebung vom Synchronläufer
6 entkuppelt, man kann statt dessen auch eine elektromagnetisch entweder vom Ständer 1 oder von einem besonderen
Hilfsmagneten mit Verzögerung betätigte Ausrückvorrichtung verwenden oder unter Umständen e"ine selbsttätige Ausrückung der
Kupplung in Abhängigkeit von der Drehzahl durch Schleuderkräfte erzielen.
Claims (6)
1. Die Anwendung eines asynchronen oder selbstanlaufenden synchronen Anwurfläufers
zur Erzwingung des sicheren Anlaufes eines untersynchron laufenden, zum Antrieb von Uhren, Tarifapparaten
oder ähnlichen Apparaten dienenden Synchronkleinmotors, dessen eine geringere
Polzahl als der Läufer des Synchronmotors aufweisender Ständer sowohl diesen Läufer als auch den mit diesem
über eine Kupplung verbundenen, gleichachsig angeordneten Anwurfläufer induziert,
der nach der Anlaufperiode von dem Läufer des Synchronmotors selbsttätig entkuppelt und stillgesetzt wird.
2. Synchronkleinmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkupplung
des Anwurfteiles durch axiales Ausrücken von Zahnrädern erfolgt.
3. Synchronkleinmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anwurfläufer und der Läufer des Synchronmotors unabhängig voneinander gelagert sind und
über Zahnradgetriebe mit einer gemeinsamen Welle gekuppelt sind, von der nach vollendetem Anlauf durch Axialbewegung
des Synchronläufers der Anwurfläufer abgekuppelt wird.
4. Synchronkleinmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Abkuppeln der Anwurfläufer durch An- go schlage an einer Drehung gehindert wird.
5. Synchronkleinmotor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen den Anwurfteilen
und der gemeinsamen Kupplungswelle größer ist als das Übersetzungsverhältnis
zwischen dem Synchronläufer und dieser Welle.
6. Synchronkleinmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abschalten
des Synchronkleinmotors der Anwurfläufer und der Synchronläufer durch ihr Eigengewicht in ihre Ausgangslage
zurückgeführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE600507T | 1930-03-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600507C true DE600507C (de) | 1934-07-24 |
Family
ID=6574558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930600507D Expired DE600507C (de) | 1930-03-05 | 1930-03-05 | Synchronkleinmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600507C (de) |
-
1930
- 1930-03-05 DE DE1930600507D patent/DE600507C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE600507C (de) | Synchronkleinmotor | |
| DE2117274A1 (de) | Elektromotorischer Antrieb, insbesondere für Kühlmittelpumpen in Kernreaktoren | |
| AT134895B (de) | Andrehvorrichtung für Brennkraftmaschinen. | |
| DE730285C (de) | Von einem Synchronkleinmotor angetriebener Kontaktwaehler fuer Fernsteueranlagen, die nach dem Startstoppprinzip arbeiten | |
| DE630179C (de) | Anlassvorrichtung fuer Verbrennungsmotoren | |
| DE887914C (de) | Zusatzgetriebe an Kraftfahrzeuggetrieben | |
| DE738877C (de) | Verfahren zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere solchen fuer Luftfahrzeuge | |
| DE563058C (de) | Einrichtung zum selbsttaetigen Anlassen eines zum Antrieb von Uhren o. dgl. dienenden Synchronmotors | |
| DE966069C (de) | Stromerzeugungsanlage | |
| DE975853C (de) | Elektrischer Antrieb fuer Kugelmuehlen, bei dem zur Schonung des Antriebsmotors ein Hilfsmotor angeordnet ist | |
| AT267261B (de) | Antriebsaggregat | |
| DE917264C (de) | Verfahren zur Erleichterung des Anlassens von Synchron-Drehstrommotoren | |
| DE707048C (de) | Schwungmassenanlasser fuer Brennkraftmaschinen | |
| DE422088C (de) | Anwurfmotor fuer Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere von Kraftfahrzeugen | |
| DE934779C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Betreiben einer Arbeitsmaschine durch mehrere Natur-Kraftmaschinen mit schwankender Antriebsleistung und/oder Drehzahl, insbesondere Windkraftanlagen, Wasserturbinen od. dgl. | |
| DE724407C (de) | Anordnung zum Inbetriebsetzen von Verbrennungskraftmaschinen mit Hilfe eines elektrischen Anlassers | |
| DE322800C (de) | Vorrichtung zum Anlassen und Synchronisieren von zweipoligen Synchronmotoren | |
| DE402168C (de) | Elektrischer Einzelantrieb von Baumwoll-Vorspinnmaschinen (Flyer) und aehnlichen Maschinen | |
| DE911150C (de) | Maschinengruppe, bestehend aus einer mindestens zweilagerigen Kraft- oder Arbeitsmaschine, insbesondere Kolbenmaschine, und einer mit ihr verbundenen elektrischen Maschine | |
| DE1061425B (de) | Getriebanordnung fuer Synchronkleinstmotoren | |
| DE859837C (de) | Motorischer Differentialantrieb | |
| DE656096C (de) | Elektrischer Einzelantrieb fuer mechanische Webstuehle | |
| AT114721B (de) | Andrehvorrichtung. | |
| DE466782C (de) | Anlassvorrichtung fuer Kraftmaschinen | |
| DE520002C (de) | Einrichtung zum Grobsynchronisieren einer mit einer Kraftmaschine oder einem im Synchronismus nicht verbleibenden Anwurfsmotor gekuppelten Synchronmaschine |