-
Technisches Gebiet
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Materialverbund zur Verwendung
als Hüllenlage
für absorbierende
Gegenstände,
wie beispielsweise Damenbinden, Inkontinenzprotektoren, Windeln,
Höschenwindeln
oder ähnlichem.
Der Materialverbund umfasst eine erste fluiddurchlässige Faserlage
und eine zweite fluiddurchlässige
poröse
Materiallage, wobei wenigstens eine der zwei Materiallagen ein thermoplastisches
Material umfasst und wobei die zwei Materiallagen dadurch miteinander
verbunden sind, dass der Hüllenmaterialverbund
Verbindungsstellen aufweist innerhalb derer das thermoplastische Material
zumindest teilweise zum Erweichen oder Schmelzen gebracht wurde
und dadurch die zwei Materiallagen verbindet. Die Erfindung betrifft
ferner einen absorbierenden Gegenstand umfassend den Materialverbund.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Fluiddurchlässige Hüllenlagen
für absorbierende
Gegenstände
dieser Art, die im Gebrauch dazu gedacht sind in Kontakt mit dem
Körper
eines Benutzers zu gelangen, unterliegen hohen Anforderungen hinsichtlich
sowohl Weichheit als auch Trockenheit.
-
Es
hat sich jedoch als schwierig herausgestellt eine fluiddurchlässige Hüllenlage
mit einer weichen Textil ähnlichen
Fläche
zu schaffen, die selbst nach wiederholter Benetzung trocken bleibt,
wenn die Hüllenlage
in einem absorbierenden Gegenstand verwendet wird.
-
Es
ist bekannt Vliesstoffe zu verwenden, um eine weiche und glatte
Oberfläche
auf einem absorbierenden Gegenstand zu erzielen. Um eine trockene
Fläche
am nächsten
zur Haut eines Benutzers zu erzielen, ist es auch bekannt hydrophobe
Vliesstoffe zu verwenden, die perforiert wurden, um so Öffnungen
im Material zu erzeugen, die größer sind
als die Zwischenräume
zwischen den Fasern des Vliesstoffes. Dadurch tritt das Fluid durch
die perforierten Öffnungen
durch das Hüllenmaterial
nach unten in eine darunter liegende Lage aus Absorptionsmaterial.
-
Um
die Hüllenlage
mit einer inneren Lage zu verbinden, ist es üblich Klebemittel zu verwenden. Die
zur Zeit erhältlichen
Klebemittel sind jedoch üblicherweise
relativ hydrophob was impliziert, dass der Fluidtransfer von der
Hüllenlage
zur Innenlage behindert wird. Wird ein hydrophileres Klebemittel
verwendet, besteht das Risiko, dass das Klebemittel in die hydrophobe
Vliesstofflage am nächsten
zum Verwender wandert, was dazu führen wird, dass die Oberfläche am nächsten zum
Benutzer nach einer ersten Fluidabgabe als nass empfunden wird.
Ein weiteres Problem in Bezug auf klebend verbundene Materialverbunde,
bei denen eine der Lagen perforiert ist, besteht darin das Klebemittel
in den Perforationen die Haut des Benutzers während der Verwendung irritieren
kann. Auch besteht ein Problem in der Herstellung des Verbunds dahingehend
das Klebemittel, das in die Perforationen gelant, auf das Förderband
der Maschine übertragen
wird. Ein weiteres Problem in Verbindung mit absorbierenden Gegenständen, die eine
perforierte Hüllenlage
aufweisen, die an der Innenlage angeklebt ist, besteht in dem Problem
der Klebemitteldurchdringung, wenn die Gegenstände nach der Herstellung gefaltet
werden.
-
Es
ist ferner z. B. aus der
EP 0
685 214 und aus der
EP
0 617 602 bekannt die Hüllenlage
mit einer Innenlage zu verbinden, indem die Lagen in einem Verbindungsmuster
zusammengeschmolzen werden. In der
EP
0 617 602 wird eine Hüllenlage
bestehend aus einer Folie thermisch mit einer Innenseitenmateriallage
durch verschmelzen der Lagen innerhalb spezieller Verbindungsbereiche
verbunden. Die Verbindungen können
z. B. kreisförmige
Verbindungsstellen sein.
-
Es
wurde jedoch herausgefunden, dass die Hüllenlage und die Innenlage
durch thermisches Verbinden Volumen und dadurch Weichheit und Hautfreundlichkeit
verlieren. Ferner gestalten die thermischen Verbindungen die Oberfläche der
Hüllenlage steifer
und daher weniger komfortabel in direktem Kontakt mit der Haut zu
tragen. Da die Verbindungen das Volumen, d. h. die Stärke der
Hüllenlage
und der Innenlage reduzieren, wird auch der Abstand zwischen dem
Absorptionskörper
des Gegenstands und dem Körper
des Benutzers reduziert. Das bedeutet, dass das Risiko einer Fluidrückströmung aus
dem Gegenstand und Benetzen des Körpers des Benutzers erhöht ist.
Es wurde ebenso herausgefunden, dass die thermischen Verbindungen
die Fluidaufnahme in der Hüllenlage
am nächsten
zum Benutzer beeinflussen, so dass die Oberfläche am nächsten zum Körper des
Benutzers nach einer ersten Fluidausgabe als nass empfunden wird.
-
Ein
weiteres Problem bei der Verwendung absorbierender Gegenstände der
oben genannten Art besteht darin, dass sie unterschiedlichen Arten mechanischer
Beanspruchungen ausgesetzt sind. Um das Risiko zu minimieren, dass
die bildenden Lagen während
dem Gebrauch voneinander getrennt werden ist es folglich wichtig,
dass die Lagen im absorbierenden Gegenstand ausreichend fest aneinander
angebracht sind.
-
Ferner
sollte das Verbinden derart sein, dass die Fluidtransferfähigkeit
zwischen den bildenden Lagen gut ist, dass der Gegenstand eine geringe
Wiederbenetzung und eine hohe Weichheit und Anpassungsfähigkeit
aufweist.
-
Beschreibung der Erfindung
-
Das
Problem beim Erzielen eines absorbierenden Gegenstands der mechanischen
Beanspruchungen standhält
und gleichzeitig eine fluiddurchlässige Hüllenlage aufweist, die gegen
die Haut weich und komfortabel ist und noch immer eine hohe Oberflächentrockenheit
aufweist, wurde durch die vorliegende Erfindung im Wesentlichen
gelöst.
-
Ein
Materialverbund gemäß der Erfindung zur
Verwendung als fluiddurchlässige
Hüllenlage
in absorbierenden Gegenständen,
wie z. B. einer Damenbinde, einem Inkontinenzschutz oder einer Windel
unterscheidet sich primär
dadurch, dass der Materialverbund in seiner ebenen Erstreckung zwei
Seitenabschnitte, die sich in Längsrichtung
und jeweils einem Abstand in Querrichtung von einer Seitenkante
in Richtung der Längsmittelachse
des Materialverbunds erstrecken und einen Mittelabschnitt, der zwischen
den Seitenabschnitten in der ebenen Erstreckung des Materialverbunds
angeordnet ist, aufweist. Die erste Materiallage und die zweite
Materiallage im Mittelabschnitt des Materialverbunds sind in einem
ersten Verbindungsmuster mit Unterbrechungen miteinander verbunden
und die erste Materiallage und die zweite Materiallage in den zwei
Seitenabschnitten des Materialverbunds sind in einem zweiten Verbindungsmuster
mit Unterbrechungen miteinander verbunden. Ferner ist die Prozentzahl
der verbundenen Fläche
in Bezug auf die Gesamtfläche
in den zwei Seitenabschnitten größer als
die Prozentzahl der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche des
Mittelabschnitts.
-
Die
Erfindung betrifft ferner einen absorbierenden Gegenstand mit einer
im Wesentlichen länglichen
Form mit einer ebenen Erstreckung, einer Längsrichtung, einer Querrichtung
und einer Dickenrichtung sowie mit einer Mittelachse, die sich in Längsrichtung
erstreckt und zwei gegenüberliegenden
Seitenkanten, die sich in Längsrichtung
erstrecken. Der absorbierende Gegenstand umfasst eine flüssigkeitsdurchlässige Hüllenlage,
eine fluidundurchlässige
Hüllenlage
und einen Absorptionskörper,
der zwischen den zwei Hüllenlagen
eingeschlossen ist. Der absorbierende Gegenstand umfasst einen Materialverbund
gemäß der vorstehenden
Beschreibung, wobei der Materialverbund in einem Mittelabschnitt,
der sich in Längsrichtung
erstreckt, das erste Verbindungsmuster aufweist und der Materialverbund
in den sich längs
erstreckenden Seitenabschnitten des absorbierenden Gegenstands das zweite
Verbindungsmuster aufweist. Zusätzlich
ist die Prozentzahl der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche in den
zwei Seitenabschnitten größer als
die Prozentzahl der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche im Mittelabschnitt. Der
Mittelabschnitt erstreckt sich in Längsrichtung des Gegenstands über die
gesamte Länge
des Gegenstands und die zwei Seitenabschnitte erstrecken sich in
Längsrichtung
des Gegenstands über
die gesamte Länge
des Gegenstands.
-
Mit
einer Hüllenlage
gemäß der Erfindung hat
sich ein beachtlich geringeres Risiko gezeigt, dass sich die zwei
bildenden Lagen voneinander trennen. Da das Risiko, dass sich die
Lagen voneinander trennen, reduziert ist, folgt auch eine Reduzierung
des Ausflussrisikos. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht
darin, dass der visuelle Eindruck eines Benutzers vom Gegenstand
verbessert ist, wenn die Materiallagen entlang der längslaufenden
Seitenkanten des Gegenstand zusammengehalten sind. Der Vorteil,
dass die Oberfläche
am nächsten
zum Benutzer im längslaufenden
Mittelabschnitt des Gegenstands keinen so großen Anteil an verbundener Fläche aufweist,
wie die längslaufenden
Seitenabschnitte besteht darin, dass die Hüllenlage in Kontakt mit der
Haut weicher und komfortabler zu tragen sein wird. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass das Risiko, dass der Mittelabschnitt
Flüssigkeit
an den Verbindungsstellen aufnimmt, merklich reduziert ist.
-
Um
die zuvor genannten Vorteile bei einer Hüllenlage umfassend einen Materialverbund
gemäß der Erfindung
zu erzielen, weist der Materialverbund gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
einen Anteil an verbundener Fläche
in Bezug auf die Gesamtfläche
im Mittelabschnitt auf, die wenigstens 0,5% geringer ist als der
Anteil der verbundenen Fläche
in Bezug auf die Gesamtfläche
in den Seitenabschnitten.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
beträgt
der Anteil der verbundenen Fläche
in den Seitenabschnitten wenigstens 3%, aber bevorzugterweise mehr
als 5%.
-
Gemäß einer
anderen Ausführungsform
liegt der Anteil der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche im Mittelabschnitt
zwischen 3% und 6% und der Anteil der verbundenen Fläche in Bezug auf
die Gesamtfläche
in den Seitenabschnitten liegt zwischen 5% und 8%. Diese Ausführungsform
hat sich als vorteilhaft herausgestellt, weil die Materiallagen
sowohl in den Seitenabschnitten als auch in den Mittelabschnitten
ausreichend fest aneinander angebracht sein sollten, um Luft daran
zu hindern zwischen die Lagen zu dringen und die Flüssigkeitstransferfähigkeit
zu reduzieren, aber gleichzeitig darf der Anteil der verbundenen
Fläche
nicht so groß sein, dass
die Hüllenlage
Fluid an den Verbindungsstellen in einem solchen Maße aufnimmt,
dass sich die Oberfläche
nach der ersten Benetzung nass anfühlt. Insbesondere im Mittelabschnitt
ist der Anteil der verbundenen Fläche abhängig von der Stärke und
Dichte der Materiallagen, die den Materialverbund bilden. Bei dünnen und
dichten Materiallagen ist der Anteil der verbundenen Fläche vorzugsweise
größer als
bei Materiallagen, die etwas voluminöser und dicker sind.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
sind sowohl die erste Materiallage als auch die zweite Materiallage
relativ dünn.
Vorzugsweise weist die erste Materiallage ein Flächengewicht von 27 g/m2 oder weniger und die zweite Materiallage
ein Flächengewicht
von 35 g/m2 oder weniger auf. Der Vorteil
einer solchen Ausführungsform
besteht darin, dass die Materialien am nächsten zu den Verbindungsstellen
im Vergleich zum Aufbau der Materiallage außerhalb des Bereichs am nächsten zu
den Verbindungsstellen nur in einem sehr beschränkten Maß einen verdichteten Aufbau aufweisen.
Das bedeutet, dass die Tendenz der Verbindungsstellen Fluid durch
Kapillarwirkung anzuziehen relativ begrenzt ist.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
weist jede Verbindungsstelle eine kleinste Dimension und eine zweite
Dimension, die senkrecht zur kleinsten Dimension verläuft, auf,
wobei die kleinste Dimension wenigstens in dem ersten Verbindungsmuster
kleiner als 0,8 mm ist. Gemäß einer
noch weiter bevorzugten Ausführungsform
ist die kleinste Dimension in wenigstens dem ersten Verbindungsmuster
kleiner gleich 0,3 mm. Die besagten Ausführungsformen sind vorteilhaft,
weil sich gezeigt hat, dass wenn die Verbindungsstellen eine gewisse
Größe überschreiten,
das Risiko größer ist
das Fluid in dem Materialverbund in und um die Verbindungsstellen
aufgenommen wird. Um eine ausreichende Verankerung zwischen den
Lagen zu erzielen, d. h., um zu vermeiden, dass Luft zwischen den
Lagen vorkommt und den Kontakt zwischen ihnen verschlechtert, hat
es sich darüber
hinaus als vorteilhafter herausgestellt eine größere Anzahl kleiner Verbindungsstellen
als eine kleinere Anzahl an Verbindungsstellen mit einer größeren Verbindungsfläche zu verwenden.
-
Der
Materialverbund liegt vorzugsweise in Form einer kohärenten kontinuierlichen
Bahn vor, bei der sich der Mittelabschnitt und die Seitenabschnitte kontinuierlich
in Längsrichtung
der kontinuierlichen Bahn erstrecken. Ein derartiger Materialverbund
ist vergleichsweise leicht und rationell in einem kontinuierlichen
Vorgang herzustellen und kann ferner als eine Hüllenlage eines absorbierenden
Gegenstands ohne jegliche spezielle Synchronisationsprobleme verwendet
werden.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform erstreckt
sich das erste Verbindungsmuster über die gesamte Länge des
Gegenstands und auch das zweite Verbindungsmuster erstreckt sich über die
gesamte Länge
der zwei Seitenabschnitte des Gegenstands. Bei einer solchen Ausführungsform
ist der Anteil der verbundenen Fläche im Mittelabschnitt über die
gesamte Länge
des Gegenstands gleich, d. h. die Oberfläche des Mittelabschnitts der
Hüllenlage,
die in der Ebene des Gegenstands am nächsten zu den sich quer erstreckenden
Endkanten des Gegenstands angeordnet ist, weist ebenfalls einen
kleineren Anteil an verbundener Fläche auf als der Anteil der
verbundenen Fläche
in den sich längs
erstreckenden Seitenabschnitten. Der Vorteil einer solchen Ausführungsform
besteht darin, dass die Herstellung eines absorbierenden Gegenstands
mit einer solchen Hüllenlage
aufgrund geringer Synchronisationsprobleme einfacher ist. Die Synchronisation
in Bezug auf die Absorptionskörper
muss nur in Längenrichtung
des Absorptionskörpers
durchgeführt werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim Verbinden des Materialverbunds
zur Verwendung als Hüllenlage
für absorbierende
Gegenstände
die gleiche Musterwalze für
unterschiedliche Größen des absorbierenden
Gegenstandes verwendet werden kann.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
sind die Seitenabschnitte über
die gesamte Länge
des Gegenstands 4 mm oder mehr breit. Ferner weist der Mittelabschnitt
der gleiche Breite in Querrichtung über die gesamte Länge des
Mittelabschnitts auf. Da der Schrittabschnitt des Gegenstands in
Querrichtung etwas schmäler
ist als die zwei Endabschnitte des Gegenstands impliziert dies,
dass die Seitenabschnitte im Schrittabschnitt am schmälsten und
in den Endabschnitten des Gegenstands etwas breiter sind.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
umfassen die Verbindungsstellen punktförmige Verbindungen.
-
Gemäß einer
anderen Ausführungsform
ist das zweite Verbindungsmuster dichter als das erste Verbindungsmuster.
Dies impliziert, dass der Abstand zwischen den Verbindungsstellen
im zweiten Verbindungsmuster geringer ist als der Abstand zwischen
den Verbindungsstellen im ersten Verbindungsmuster.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
sind sowohl die erste Materiallage als auch die zweite Materiallage
relativ dünn.
Vorzugsweise weist die erste Materiallage ein Flächengewicht von 27 g/m2 oder weniger und die zweite Materiallage
ein Flächengewicht
von 35 g/m2 oder weniger auf. Der Vorteil
einer solchen Ausführungsform
besteht darin, dass die Materialien am nächsten zu den Verbindungsstellen
nur zu einem sehr beschränkten
Maß einen
verdichteten Aufbau aufweisen, wenn sie mit dem Aufbau der Materiallage
außerhalb
des Bereichs am nächsten
zu den Verbindungsstellen verglichen werden. Das bedeutet, dass
die Tendenz der Verbindungsstellen Fluid durch Kapillarwirkung anzuziehen
vergleichsweise begrenzt ist.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt
eine Draufsicht eines Materialverbunds gemäß der Erfindung mit einem ersten
Verbindungsmuster.
-
2 zeigt
ein zweites Verbindungsmuster.
-
3 zeigt
eine Damenbinde mit einem Materialverbund gemäß der Erfindung.
-
4 zeigt
einen Inkontinenzschutz mit einem Materialverbund gemäß der Erfindung.
-
Genaue Beschreibung der Ausführungsformen
-
Der
in 1 dargestellt Materialverbund 1 umfasst
eine erste fluiddurchlässige
faserförmige Materiallage 2 und
eine zweite fluiddurchlässige
poröse
Materiallage 3. Wenigstens die erste Materiallage 2,
aber vorzugsweise beide Materiallagen 2, 3 umfassen
ein thermoplastisches Material. Geeignete thermoplastische Materialien
sind Polyolefine, wie beispielsweise Polyethylen und Polypropylen
sowie Polyamide, Polyester und ähnliches.
Ferner können unterschiedliche
Arten von 2-Komponenten Fasern verwendet werden. Die zwei Materiallagen 2, 3 sind durch
Verbindungsstellen im Materialverbund 1, an denen die zwei
Materiallagen 2, 3 komprimiert wurden und das
thermoplastische Material wenigstens teilweise zum Erweichen und/oder
Schmelzen gebracht wurde, miteinander verbunden.
-
Der
Materialverbund 1 weist eine ebene Dimension, eine Längsrichtung,
eine Querrichtung und eine Stärke
bzw. Dickerichtung auf. Der Materialverbund 1 weist eine
Mittelachse auf, die sich in Längsrichtung
erstreckt und zwei gegenüberliegende längslaufende
Seitenkanten 9, 10, die sich in Längsrichtung
erstrecken. In der Dickerichtung umfasst der Materialverbund eine
erste Fluid durchlässige
faserförmige
Materiallage 2 und eine zweite Fluid durchlässige poröse Materiallage.
Ein Mittelabschnitt 4 erstreckt sich von der längslaufenden
Mittelachse des Materialverbunds und eine Strecke in Richtung jeder längslaufenden
Seitenkanten hinaus. Die zwei längslaufenden
Mittellinien 11, 12 begrenzen den Mittelabschnitt 4.
Ein Seitenabschnitt 5, 6 erstreckt sich von jeder
Mittellinie 11, 12 des Mittelabschnitts 4 in
Richtung der jeweiligen längslaufenden
Seitenkante 8, 9 des Materialverbunds. Die Materiallagen 2, 3 im
Mittelabschnitt 4 des Materialverbunds sind mit Unterbrechungen
in einem ersten Verbindungsmuster 7 miteinander verbunden
und die Materiallagen 2, 3 sind in den Seitenabschnitten 5, 6 des Materialverbunds
mit Unterbrechungen in einem zweiten Verbindungsmuster 8 miteinander
verbunden. Die Prozentzahl der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche in den
zwei Seitenabschnitten 5, 6 ist größer als
die Prozentzahl der verbundenen Fläche in Bezug auf die Gesamtfläche des
Mittelabschnitts 4.
-
Wird
der Materialverbund als fluiddurchlässige Hüllenlage eines absorbierenden
Gegenstands verwendet, ist die erste Materiallage 2 die
Lage auf einem absorbierenden Gegenstand, die dazu gedacht ist zu
einem Benutzer zu weisen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass
die erste Materiallage 2 eine glatte und weiche Oberfläche aufweist.
Die erste Materiallage 2 besteht geeigneterweise aus einem Vliesstoff.
Vliesstoffe können
durch eine Vielzahl von Verfahren hergestellt werden, z. B. durch
Kardieren oder Spinnen einer faserförmigen Bahn, die dann verbunden
wird. Ferner kann ein sog. Meltblown-Verfahren verwendet werden, um kurze
Fasern in Form einer faserförmigen
Bahn zu deponieren. Mehrere unterschiedliche Arten die Fasern in
einem Vliesstoff zu verbinden, sind vorhanden. Z. B. können unterschiedliche
Arten von Bindemitteln verwendet werden. Darüber hinaus können heiß schmelzbare
Komponenten im Material mit Ultraschallverbinden oder mit Wärme verwendet
werden. Andere Verbindungsverfahren sind Nadeln und Hydroverschlingen.
Zusätzlich
können
unterschiedliche Verbindungsverfahren miteinander kombiniert werden.
-
Die
zweite Materiallage 3 kann auch aus einem Vliesstoff bestehen.
Ist der Materialverbund dazu gedacht als flüssigkeitsdurchlässige Hüllenlage einer
Damenbinde verwendet zu werden, ist die zweite Materiallage 3 geeigneterweise
ein Vliesstoff mit einem höheren
Grad an Hydrophilität
als die erste Materiallage 2. Bei einem solchen Gegenstand
wird die zweite Materiallage 3 geeigneterweise als Fluidverteilungslage
fungieren und gleichzeitig die Wiederbenetzung aus dem Absorptionskörper unter Druck abschwächen. Ist
der Materialverbund dazu gedacht als eine fluiddurchlässige Hüllenlage
für einen
Inkontinenzschutz oder eine Kinderwindel verwendet zu werden, weist
die zweite Materiallage 3 vorzugsweise eine größere Stärke bzw.
Dicke als die erste Materiallage auf und ist aus einem porösen und elastischen
Fasermaterial gebildet. Die zweite Materiallage 3 fungiert
als Fluidtransferlage und sollte die Fähigkeit aufweisen große Flüssigkeitsmengen
in kurzer Zeit aufzunehmen, das Fluid in der Ebene der Materiallage
zu verteilen und das Fluid zum Absorptionskörper, der unterhalb des Materialverbunds
positioniert ist, zu transferieren und zusätzlich in der Lage sein Fluid
zu speichern, das noch nicht von dem Absorptionskörper absorbiert
wurde. Insbesondere geeignete Materialien zur Verwendung als zweite Materiallage
sind Kunstfaserwatte, kardierte, bondierte oder ungebundene faserförmige Lagen
oder relativ voluminöse
Vliesstoffe. Andere Arten geeigneter Materialien sind poröse hydrophile
Schaumstoffe. Es ist auch denkbar, dass die zweite Materiallage
aus zwei oder mehreren Lagen aus unterschiedlichen oder gleichen
Materialien besteht.
-
Die
zwei Materiallagen 2, 3 sind an einer Vielzahl
von Verbindungsstellen 7, 8 verbunden. Die Verbindungsstellen
wurde durch gleichzeitiges Komprimieren und Aufbringen von Energie
auf den Materialverbund 1 ausgebildet. Auf die Energieaufbringung
erweicht oder schmilzt das thermoplastische Material an den Verbindungsstellen 7, 8 und
dadurch werden die zwei Materiallagen 2, 3 miteinander
verbunden. Die Verbindung der ersten und zweiten Materiallage 2, 3 wird
durch Wärmeverbinden,
wie beispielsweise Ultraschallverbinden oder Laserverbinden ausgeführt. Wenn
das geschmolzene oder weiche thermoplastische Material im Verbund 1 gekühlt wird,
verfestigt sich das geschmolzene und/oder erweichte Material.
-
Der
Materialverbund 200, der in 2 dargestellt
ist, weist punktförmige
Verbindungsmuster auf. Der Materialverbund 200 weist ein
erstes Verbindungsmuster 207 im längslaufenden Mittelabschnitt 204 des
Gegenstands und ein zweites Verbindungsmuster 208 in den
längslaufenden
Seitenabschnitten 205, 206 des Gegenstands auf.
Im Mittelabschnitt 204 haben die punktförmigen Verbindungen 204 im Verbindungsmuster 207 ein
größeren Abstand
voneinander als die punktförmigen
Verbindungen im zweiten Verbindungsmuster 208 in den zwei
Seitenabschnitten 205, 206. Selbstverständlich könnten die Verbindungsstellen
andere Formen als die in den 1 und 2 dargestellten
aufweisen. Wenn die Verbindungsstellen aus linienförmigen Verbindungsbereichen
gebildet sind, bedeutet dies, dass die kleinste Dimension der Verbindungsstelle
viel kleiner ist als die zweite Dimension, die senkrecht zur kleinsten
Dimension verläuft.
Der Begriff linienförmige
Verbindungsstellen umfasst auch gekrümmte Verbindungsstellen. Ferner
kann das erste Verbindungsmuster und das zweite Verbindungsmuster
die gleiche Form oder alternativ unterschiedliche Formen aufweisen.
Haben die Verbindungsmuster die gleiche Form sind die Verbindungsstellen
im ersten Verbindungsmuster spärlich
verteilt oder alternativ ist jede Mustereinheit im ersten Verbindungsmuster
spärlich verteilt.
Es ist auch möglich,
dass jede Verbindungsstelle im ersten Verbindungsmuster eine kleinere
Fläche
belegt als jede Verbindungsstelle im zweiten Verbindungsmuster.
Es ist auch möglich
in Querrichtung des Materialverbunds Verbindungsmuster vorzusehen,
die einen größten Anteil
an verbundener Fläche in
Bezug auf den Anteil der unverbundenen Fläche am nächsten zu den längslaufenden
Seitenkanten des Materialverbunds aufweisen, wobei der Anteil der
verbundenen Fläche
allmählich
in Richtung zur Längsmittelachse
des Materialverbunds abnimmt.
-
Die
Damenbinde 300, die in 3 dargestellt
ist, umfasst eine erste fluiddurchlässige Hüllenlage 301 gemäß der Erfindung,
eine fluidundurchlässige
Hüllenlage 313 und
einen Absorptionskörper 315,
der zwischen den Hüllenlagen
eingeschlossen ist. Die fluidundurchlässige Hüllenlage 313 kann
aus einer fluidundurchlässigen
Kunststofffolie, einem Vliesstoffbogen, der mit einem Fluidbarrierenmaterial beschichtet
wurde oder einem anderen flexiblen Materialbogen, der der Fluiddurchdringung
widersteht, bestehen. Es ist im Allgemeinen vorteilhaft, wenn die fluidundurchlässige Hüllenlage
ein gewisses Maß an Atmungsfähigkeit
aufweist, d. h. den Durchgang von Wasserdampf gestattet. Die zwei
Hüllenlagen 301, 313 haben
eine etwas größere Dimension
in der Ebene als der Absorptionskörper 315 und erstrecken
sich eine Strecke über
die Kanten des Absorptionskörpers 315 entlang
seines gesamten Umfangs hinaus. Die Hüllenlagen 301, 313 sind
in den vorragenden Abschnitten, z. B. durch Verkleben oder durch Schweißen mit
Wärme oder
Ultraschall miteinander verbunden. Es ist auch möglich die Verbindung der vorragenden
Abschnitte gleichzeitig mit dem Verbinden der ersten und zweiten
Materiallagen 302, 303 der fluiddurchlässigen Hüllenlage
durchzuführen.
-
Der
Absorptionskern
315 ist üblicherweise aus einer oder
mehreren Lagen aus Cellulosefasern z. B. Celluloseflufffaserstoff
aufgebaut. Ein Beispiel eines absorbierenden Aufbaus, der für den Zweck geeignet
ist, findet sich in der
WO 94/10956 ,
die ein Absorptionsmaterial beschreibt, das aus einer Materialbahn
ohne vorangehende Entfaserung und Mattenformierung herausgeschnitten
wird. Das Material erhöht
die Oberflächentrockenheit
des resultierenden Gegenstands, was vorteilhaft ist, wenn die fluiddurchlässige Hüllenlage
301 eine
textile Materialschicht am nächsten
zum Benutzer aufweist.
-
Zusätzlich zu
Cellulosefasern kann der Absorptionskern 315 auch superabsorbierendes
Material enthalten, d. h. ein Material in Form von Fasern, Partikeln,
Granulaten, Schichten oder ähnlichem, das
die Fähigkeit
aufweist mehrmals das Gewicht des superabsorbierenden Materials
selbst an Fluid zu absorbieren. Das superabsorbierende Material bindet
das absorbierte Fluid und bildet ein Fluid enthaltendes Gel.
-
Ferner
kann der Absorptionskern 315 Bindemittel, formstabilisierende
Komponenten oder ähnliches
enthalten. Zusätzliche
Absorptionslagen, die die Absorptionseigenschaften verbessern, können ebenfalls
verwendet werden, wie beispielsweise unterschiedliche Arten von
Dochteinsätzen
oder Materiallagen. Der Absorptionskern 315 kann chemisch oder
physikalisch behandelt sein, um die Absorptionseigenschaften zu
verändern.
Es ist z. B. üblich komprimierte
Bereich in einer absorbierenden Lage anzuordnen, um die Fluidströmung in
den Absorptionskern zu steuern. Darüber hinaus können andere Arten
von absorbierenden Materialien alleine oder in Kombination mit Cellulosefasern
und superabsorbierendem Material verwendet werden. Einige Beispiele geeigneter
absorbierender Materialien sind absorbierende Vliesstoffe, Schaum
oder ähnliches.
-
Auf
der Außenseite
der fluidundurchlässigen Hüllenlage 313 ist
eine Befestigungseinrichtung 317 in Form zweier Bereiche
eines selbstklebenden Klebemittels angeordnet. Vor der Verwendung
sind die Klebemittelbereiche 317 vorzugsweise durch entfernbare
Schutzschichten aus mit einem Release beschichteten Papier oder
einer Kunststofffolie, die in den Zeichnungen nicht dargestellt
sind, bedeckt. Mehrere andere Klebemittelmuster als die dargestellten
sind selbstverständlich
denkbar genauso wie andere Arten einer Befestigungseinrichtung,
wie beispielsweise Haken- und Schlaufenflächen, Druckknöpfe, Gürtel, spezielle
Unterhöschen
oder ähnliches.
Eine Damenbinde der in 3 dargestellten Art wird im
Gebrauch innerhalb einer herkömmlichen Unterwäsche angebracht.
Die Befestigungseinrichtung sollte natürlich derart sein, das sich
ein Entfernen der Damenbinde aus der Unterwäsche gestattet ohne eine Beschädigung davon
zu verursachen.
-
Die
Damenbinde 300 weist etwas breitere Endabschnitte 318, 319 und
einen etwas schmäleren Schrittabschnitt 320,
der zwischen den Endabschnitten 318, 319 angeordnet
ist, auf. Der Schrittabschnitt 320 ist der Abschnitt der
Damenbinde, der im Gebrauch dazu gedacht ist im Schritt des Benutzers platziert
zu werden und der als eine Aufnahmefläche für das Körperfluid, das auf die Damenbinde
ausgegeben wird, dient.
-
Ferner
weist die Damenbinde 2 sich quer erstreckende Endkanten 322, 324 und
zwei sich längs erstreckende
Seitenkanten 326, 328, die zwischen den Endkanten 322, 324 verlaufen,
auf.
-
Die
Damenbinde ist ferner mit Befestigungslaschen 330, 332 versehen,
die aus zwei Hüllenlagen 301, 313 ausgebildet
sind und die sich von den Seitenkanten 326, 328 der
Damebinde 300 im Schrittabschnitt 320 erstrecken.
Die Befestigungslaschen 330, 332 sind dazu gedacht,
um im Gebrauch der Damebinde 300 um die Beinkanten der
Unterwäsche
des Benutzers gefaltet zu werden und an der Außenseite der Unterwäsche angebracht
zu werden. Zu diesem Zweck sind die Befestigungslaschen 330, 323 mit speziellen
Befestigungseinrichtungen 334 versehen, die auf die gleiche
Weise gewählt
werden können, wie
die Befestigungseinrichtung 317 auf der fluidundurchlässigen Hüllenlage 313.
Selbstverständlich kann
die Erfindung auch auf Damenbinden angewendet werden, die keine
vorragenden Befestigungslaschen im Schrittabschnitt aufweisen, aber
ein Vorteil einer derartige Ausführungsform
besteht darin, dass sich das zweite Verbindungsmuster in der Querrichtung
des Gegenstands entlang der gesamten Länge der Befestigungslaschen
erstreckt, wodurch die Breite des zweiten Verbindungsmusters in
den zwei Endabschnitten des Gegenstands nicht geringer sein wird.
-
Die
fluiddurchlässige
Hüllenlage 301 besteht aus
einer ersten Lage aus Material 302 und einer zweiten Lage
aus Material 303. Die erste Lage aus Material 302 besteht
aus einem textilen Material, das bei Verwendung der Damenbinde dazu
gedacht ist in Kontakt mit dem Körper
des Benutzers zu stehen. Das texitle Material kann aus einem Gewebe
oder einem gestrickten Tuch bestehen, aber ist vorzugsweise ein
Spundbond-artiger Vliesstoff. Ferner weist die erste Lage aus Material 302 mehrere
durchtretende Öffnungen 336 auf.
Selbst erklärend
ist es auch möglich,
dass die erste Materiallage 302 Öffnungen mit unterschiedlichen
Größen aufweist.
Ein Vorteil, dass die erste Materiallage durchtretende Öffnungen 336 aufweist,
besteht darin, dass die Materiallage durch einen hydrophoben Vliesstoff
gebildet sein kann, der inhärent
nicht fluiddurchlässig
ist. Eine solche erste Materiallage wird selbst nach dem mehrmaligen
Benetzen vergleichsweise trocken bleiben.
-
Die Öffnungen
können
z. B. mittels heißer Nadeln
ausgebildet sein. Ein heiß schmelzbares
Material in der ersten Materiallage 302 kann in Verbindung
mit der Bildung der Öffnungen 336 in
der Materiallage in den Bereichen am nächsten zu den Öffnungen 336 schmelzen.
Verfestigt sich das geschmolzene Material nach dem Perforationsvorgang bildet
es eine im Wesentlichen flüssigkeitsundurchlässige Kante
entlang des gesamten Umfangs der Öffnung. Die kontinuierliche
Kante erhöht
die Zugfestigkeit der Hüllenlage
und verhindert ein Einsaugen von Fluid von den Öffnungen nach außen in die
Hüllenlage 301.
Stattdessen werden Körperfluide,
die auf die Damenbinde 300 treffen nach unten durch die Hüllenlage 301 zum
Absorptionskörper 315,
der innerhalb der Hüllenlage
positioniert ist, treten.
-
Die
zweite Lage aus Material 303 der fluiddurchlässigen Hüllenlage 301 ist
innerhalb der ersten Lage aus Material 302 angeordnet.
Die zweite Lage aus Material 303 besteht vorzugsweise aus
einem Material, das hydrophiler ist als die erste Lage aus Material 302,
wodurch der Fluidtransport zwischen den zwei Materiallagen 302, 303 in
einer Richtung zum Absorptionskörper 315 der
Damenbinde stattfinden wird. Einige Beispiele geeigneter Materialien sind
unterschiedliche Arten von Vliesstoffen, Air-laid- oder Wet-laid- Celluloselagen, Watten
unterschiedlicher Art, Schaumstoffe oder ähnliches.
-
Die
zwei Materiallagen 302, 303 in der Hüllenlage 310 sind
in der gleiche Weise wie die Materiallagen 2, 3 in
dem Materialverbund 1, der in 1 beschrieben
wurde, verbunden. Folglich weist die Hüllenlage 301 ein erstes
Verbindungsmuster 307 im längslaufenden Mittelabschnitt 304 des
Gegenstands und eine zweites Verbindungsmuster 308 in den längslaufenden
Seitenabschnitten 305, 306 des Gegenstands auf.
Das erste Verbindungsmuster 307 besteht aus linienförmigen Verbindungsstellen,
wobei fünf
oder alternativ sechs Verbindungsstellen zusammen eine sternförmige Einheit
bilden. Folglich besteht das erste Verbindungsmuster 307 aus
mehreren sternförmigen
Einheiten. Das zweite Verbindungsmuster 308 besteht aus
mehreren geradlinienförmigen
Verbindungsstellen, die sich in Querrichtung des Gegenstands erstrecken.
Bestehen die Verbindungsstellen aus einer im Wesentlichen geraden Linie,
besteht ein Vorteil, wenn die Erstreckung der Verbindungsstellen
in Längsrichtung
einen Winkel zur Längsrichtung
des Gegenstands hat. Folglich werden auf diese Art die Materiallagen
an den Seitenkanten des Gegenstands effektiver daran gehindert sich
voneinander zu trennen, verglichen damit, wenn die Erstreckung der
Verbindungsstellen in Längsrichtung
mit der Längsrichtung
des Gegenstands zusammenfällt.
-
Der
Inkontinenzschutz 400, der in 4 dargestellt
ist, umfasst eine Hüllenlage 401,
die durch einen Materialverbund gebildet ist, wie er zuvor in 1 beschrieben
wurde. Der Inkontinenzschutz 400 weist im Wesentlichen
den gleichen Aufbau wie die Damenbinde in 3 auf. Die
zweite Materiallage 403 der fluiddurchlässigen Hüllenlage 401 ist eine fluiddurchlässige Fluidtransferlage.
Die fluiddurchlässige
Hüllenlage 401 umschließt zusammen
mit einer fluidundurchlässigen
Hüllenlage 403 einen Absorptionkörper 415.
Die zwei Hüllenlagen 401, 413 weisen eine
etwas größere planare
Dimension als der Absorptionskörper 415 auf
und erstrecken sich eine Strecke über die Kanten des Absorptionskörpers hinaus.
Die Hüllenlagen 401, 413 sind
innerhalb der vorragenden Abschnitte, z. B. durch Kleben oder Ultraschall
oder Heißschweißen miteinander
verbunden.
-
Als
nicht beschränkendes
Beispiel eines Materialverbunds gemäß der Erfindung kann ein Vliesstoff
aufgebaut gemäß der Erfindung
und bestehend aus einer ersten Materiallage 402 aus einem
Vliesstoff aus Kunstfasern und einer zweiten Materiallage 403 aus
einer kunstfaserförmigen
Watte bestehen.
-
Der
Absorptionskörper 415 ist ähnlich dem Absorptionskörper 215 aufgebaut,
wie er für
die Damenbinde in 3 beschrieben wurde. Absorptionskörper für Inkontinenzprotektoren
enthalten üblicherweise
mehr superabsorbierendes Material als Absorptionskörper für Damenbinden.
Die dünnen
Absorptionskörper,
die heutzutage üblicherweise
in Kinderwindeln und Inkontinenzprotektoren verwendet werden, bestehen
oftmals aus komprimierten gemischten oder lagenhaften Strukturen
aus Celluloseflufffaserstoff und superabsorbierendem Material.
-
Auf
die gleiche Art und Weise, wie bei der Damenbinde, die in 3 erläutert wurde,
ist eine Befestigungseinrichtung auf der Außenseite der fluidsperrenden
Hüllenlage 413 angeordnet,
z. B. in Form von zwei Bereichen aus einem selbst-klebenden Klebstoff.
Vor der Verwendung sind die Klebemittelbereiche 417 geeigneterweise
durch entfernbare Schutzschichten aus mit Release beschichtetem
Papier oder einer Kunststofffolie, die in den Zeichnungen nicht
dargestellt sind, bedeckt. Mehrere andere Klebemuster als die dargestellten
sind selbstverständlich
denkbar.
-
Der
Inkontinenzschutz 400 weist etwas breitere Endabschnitte 418, 419 und
einen etwas schmäleren
Schrittabschnitt 420 zwischen den Endabschnitten 418, 410 auf.
Der Schrittabschnitt 420 ist der Teil des Inkontinenzschutzes,
der im Gebrauch dazu gedacht ist im Schritt des Benutzers platziert
zu werden und der als eine Aufnahmefläche für das Köperfluid dient, das auf den
Inkontinenzschutz ausgeschieden wird.