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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
Erfindung betrifft ein absorbierendes Produkt, wie beispielsweise
eine Damenbinde, eine Slipeinlage oder ein Inkontinenzpad, mit einer
Längsrichtung
und einer Querrichtung, zwei Seitenkanten, die sich in Längsrichtung
erstrecken, einem Vorderabschnitt, einem Hinterabschnitt, einer
ersten Oberfläche
und einer zweiten Oberfläche,
und einem Absorptionskörper,
der zwischen der ersten Oberfläche und
der zweiten Oberfläche
angeordnet ist, wobei das Produkt in seiner Form dreieckig ist und
der Vorderabschnitt breiter ist als der Hinterabschnitt.
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STAND DER
TECHNIK
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Absorbierende
Produkte, wie Damenbinden, Slipeinlagen und Inkontinenzpads, sind
dazu gedacht, in engem Kontakt mit dem Körper des Trägers getragen zu werden. In
diesem Zusammenhang wird ein derartiges absorbierendes Produkt üblicherweise innerhalb
der Unterhose des Trägers
angeordnet und wird im Gebrauch durch Druck von der Unterhose mit dem
Körper
in Kontakt gehalten. Es ist jedoch wesentlich üblicher geworden, dass Damen
Höschen tragen,
die als Strings bekannt sind, das heißt Höschen, bei denen der Hinterteil
des Schrittabschnitts sehr schmal ist. In diesem Zusammenhang hat
sich gezeigt, dass Damenbinden, Slipeinlagen und Inkontinenzpads,
die ausgestaltet sind, um in herkömmliche Höschen zu passen, es nahezu
nicht gestatten, in einem String derart befestigt zu werden, dass
die Binde oder die Slipeinlage in Bezug auf den Körper des
Trägers
richtig sitzt und darüber
hinaus während der
Verwendung in Position gehalten wird. Darüber hinaus werden Strings oftmals
aus ästhetischen Gründen getragen,
weil sie selbst unter eng anliegender Kleidung nahezu unsichtbar
sind und keinen Anlass zu hässlichen Kantenbildungen
oder Falten in den Kleidungsstücken
geben. Bei herkömmlichen absorbierenden
Produkten, die über
die Kanten des Strings hinausragen, geht selbstverständlich ein
großer
Teil des gewünschten ästhetischen
Effekts eines Strings verloren. Absorbierende Produkte wurden daher
hergestellt, die an die Form eines Strings angepasst sind. Derartige
absorbierende Produkte sind in der SE 9803981-1, WO 97/39713 und
SE 9901758-4 beschrieben. Die spezielle dreieckige Form mit einem
sehr schmalen Hinterabschnitt, die notwendig ist, damit das Produkt
in einen String passt, bedeutet jedoch, dass der Oberflächenbereich,
der zur Absorption zur Verfügung
steht, relativ klein ist. Das Ausflussrisiko ist dann groß, wenn
der Absorptionskörper
nicht in der Lage ist, das gesamte Körperfluid, das ausgegeben wird,
aufzufangen und zu absorbieren.
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Eine
Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein absorbierendes Produkt
bereitzustellen, das zur Verwendung zusammen mit einem String geeignet
ist und einen hohen Grad an Ausflusssicherheit bietet. Eine andere
Aufgabe der Erfindung ist es, ein absorbierendes Produkt zu erzeugen,
das flexibel, komfortabel und unscheinbar zu tragen ist.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Mittels
der Erfindung wurde ein absorbierendes Produkt des in der Einleitung
erwähnten
Typs bereitgestellt, das die oben erwähnten Probleme, die mit absorbierenden
Produkten einhergehen, die zur Verwendung zusammen mit Strings gedacht
sind, im Wesentlichen eliminiert.
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Ein
Produkt gemäß der Erfindung
ist hauptsächlich
dadurch gekennzeichnet, dass der Absorptionskörper einen Hauptabsorptionsteil
aufweist, der im Wesentlichen eben und in der Ebene des Produkts
derart geformt und positioniert ist, dass wenigstens 85% der gesamten
Absorptionsfähigkeit
des Produkts in den vorderen drei Vierteln der Länge des Produkts und wenigstens
70% der Absorptionsfähigkeit
in der vorderen Hälfte
des Produkts liegen.
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Durch
Konzentrieren der Absorptionsfähigkeit
in einem primären
Flüssigkeitsabsorptionsbereich,
in dem die Flüssigkeit
absorbiert und gespeichert werden kann, ist es möglich, die Verteilung der Flüssigkeit
in dem absorbierenden Produkt zu begrenzen und zu steuern.
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Da
das Produkt innerhalb eines Strings getragen wird, wird es aufgrund
der sehr speziellen Form des Strings dicht über die Genitalien und die Vaginalöffnung der
Trägerin
passen. Es wurde ferner herausgefunden, dass der schmale Hinterabschnitt des
Strings das Produkt gegen den Körper
der Trägerin
drückt,
so dass vom Perineum eine sehr effektive Dichtung nach hinten erzielt
wird. Aufgrund der Tatsache, dass der Hauptabsorptionsteil des Produkts im
Wesentlichen dreieckig ist, wird absorbiertes Körperfluid zunächst nach
vorne transportiert in Richtung des breiteren Teils des Hauptabsorptionsteils. Als
eine Folge weist ein absorbierendes Produkt gemäß der Erfindung eine einzigartige
Ausflusssicherheit kombiniert mit einem hohen Grad an Unauffälligkeit
und Komfort auf.
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Es
ist vorteilhaft, wenn der Hauptabsorptionsteil im Wesentlichen aus
einem Material besteht, das feinere Kapillare aufweist und/oder
hydrophiler ist als das eines umgebenden sekundären Absorptionsteils oder wenn
der Hauptabsorptionsteil einen Superabsorbents umfasst, weil das
heißt,
dass die Flüssigkeit
in der Richtung von dem sekundären
Absorptionsteil zu dem Hauptabsorptionsteil und nicht in der entgegengesetzten
Richtung transportiert wird. Als eine Folge davon fungieren die
Kanten des Hauptabsorptionsteils auch als Flüssigkeitstransportbarrieren,
so dass Flüssigkeit
nicht von dem Hauptabsorptionsteil zu dem weicheren und/oder weniger hydrophilen
sekundären
Absorptionsteil tritt, bis der Hauptabsorptionsteil mit Flüssigkeit
gesättigt ist.
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Es
wurde herausgefunden, dass, wenn der Hauptabsorptionsteil eine dreieckige
Form aufweist, wobei der breitere Teil in dem Vorderabschnitt des Produkts
angeordnet ist und der schmälere
Teil dem Hinterabschnitt des Produkts zugewandt ist, die Absorptionsfähigkeit
in Richtung des Vorderabschnitts des Produkts konzentriert wird
und die Flüssigkeitsverteilung
in dem Produkt im Wesentlichen in der Vorwärtsrichtung stattfindet.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Produkt einen sekundären Absorptionsteil, der sich
wenigstens innerhalb des Hinterabschnitts des Produkts außerhalb
des Hauptabsorptionsteils in der Ebene des Produkts erstreckt, wobei der
sekundäre
Absorptionsbereich höchstens
25% zu der gesamten Absorptionsfähigkeit
des Produkts beiträgt.
Der sekundäre
Absorptionsbereich bildet ein Hindernis gegenüber dem Auslaufen von Körperfluid über die
Kanten des Produkts und dient darüber hinaus als eine Sicherheitszone,
die geringe Flüssigkeitsmengen
absorbieren kann, die die Kantenabschnitte des Produkts und den
schmalsten Teil des Hinterabschnitts des Produkts erreichen können. Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst der sekundäre Absorptionsteil
Abschnitte, die den Hauptabsorptionsteil in der Ebene des Produkts
vollständig
umgeben.
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Geeignete
Materialien für
den Hauptabsorptionsteil sind eine oder mehrere Lagen aus Zellulosefasern
mit einer Dichte von wenigstens 150 g/dm3.
In diesem Zusammenhang besteht ein insbesondere geeignetes Produkt
aus trockengeformten Zellulosefasern mit einer Dichte von wenigstens
250 g/dm3.
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Es
wurde ebenfalls herausgefunden, dass es geeignet ist, wenn der sekundäre Absorptionsteil eine
Lage aus gebundenem, auf Faserstoff basierendem Material mit einer
Dichte von höchstens
125 g/dm3 umfasst. In diesem Zusammenhang
versteht sich unter gebundenem Material faserförmiges Material, das durch
ein Bindemittel gebunden ist, das auf einer oder beiden Oberflächen der
Materiallage angeordnet ist, oder Zellulosefaserlagen, die einen
Anteil an bindenden Fasern enthalten, die aktiviert wurden, um die
Faserstruktur zu stabilisieren. Kombinationen unterschiedlicher
Verbindungsverfahren sind auch möglich.
Der sekundäre
Absorptionsteil kann auf der ersten Oberfläche des Produkts angeordnet sein
und sich über
den Hauptabsorptionsteil und über die
Kanten des primären
Absorptionsbereichs um den gesamten Umfang des Hauptabsorptionsteils
erstrecken oder er kann nur um den Umfang des Hauptabsorptionsteils
angeordnet sein.
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Um
die Ansammlung von Flüssigkeit
zu vermeiden und um dem Auslaufen im Hinterabschnitt des Produkts
entgegenzuwirken, wurde es als geeignet herausgefunden, dass der
Hauptabsorptionsteil in dem Hinterabschnitt des Produkts in einem
Abstand von der Hinterkante des Produkts endet, der wenigstens 10%
der gesamten Länge
des Produkts entspricht. In diesem Zusammenhang ist es geeignet,
wenn der hinterste Teil des Hinterabschnitts ein weiches komprimierbares
Material umfasst. Ein derartiges Material dient mehreren Funktionen.
Zum Beispiel erhöht
es den Komfort des Produkts, erteilt dem sehr schmalen Hinterabschnitt
Festigkeit und bildet eine Ausflussbarriere. Es kann auch geeignet sein,
dass der hinterste Teil des Hinterabschnitts eine gewisse Fähigkeit
aufweist, Flüssigkeit
in einer Menge von einzelnen Flüssigkeitstropfen
zu absorbieren.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung ist im Folgenden unter Bezugnahme auf die beispielhaften
Ausführungsformen, die
in den begleitenden Zeichnungen dargestellt sind, genauer beschrieben,
in denen:
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1 eine
Damenbinde gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
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2 einen
Querschnitt entlang der Linie II-II durch die Damenbinde in 1 zeigt;
und
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3 eine
Damenbinde gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
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MÖGLICHKEITEN
ZUM AUSFÜHREN
DER ERFINDUNG
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Die
Damenbinde 101, die in den 1 und 2 dargestellt
ist, umfasst eine flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 102,
die auf der Seite der Damenbinde angeordnet ist, die im Gebrauch
dazu gedacht ist, dem Träger
zugewandt zu sein, eine flüssigkeitsdichte
Rückseitenlage 103,
die auf der Seite der Damenbinde angeordnet ist, die im Gebrauch dazu
gedacht ist, von dem Träger
weg zu weisen, und einen Absorptionskörper 104, der zwischen
den zwei Oberflächenlagen 102, 103 eingeschlossen
ist.
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Die
flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 102 weist
die gleiche Form und Größe wie der
Absorptionskörper 104 auf.
Die Rückseitenlage 103 ist ebenfalls ähnlich dem
Absorptionskörper
ausgebildet. Die Oberflächenlagen 102, 103 sind
zum Beispiel durch Kleben, Nadeln, Nähen oder durch Schweißen unter
Verwendung von Wärme
oder Ultraschall mit dem Absorptionskörper 104 verbunden.
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Die
flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 102 ist
von gewöhnlicher
Art und kann daher aus einem beliebigen flüssigkeitsdurchlässigen Material bestehen,
das zu diesem Zweck geeignet ist. Beispiele derartiger Materialien
sind unterschiedliche Arten von dünnem Vliesstoff, perforierte
Kunststofffolien, Netzmaterial, flüssigkeitsdurchlässiger Schaumstoff
oder ähnliches.
Die flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 102 kann
aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Materialien aufgebaut sein,
um unterschiedliche Funktionen der Oberflächenlage bereitzustellen. Zum
Beispiel ist es üblich,
eine Flüssigkeitstransportlage
innerhalb einer Flüssigkeitsaufnahmelage
anzuordnen. Es ist auch gut bekannt, unterschiedliche Materialarten
in unterschiedlichen Teilen der Oberfläche der Damenbinde, die der
Trägerin während der
Verwendung zugewandt ist, anzuordnen. Ein Material mit guter Aufnahmefähigkeit
kann daher vorteilhafterweise in dem Abschnitt der Damenbinde angeordnet
sein, der erwartungsgemäß durch
den Hauptteil des Körperfluids
benetzt wird, während
Abschnitte der Oberflächenlage,
die hauptsächlich
eine Kontaktfläche
gegen den Körper
des Trägers
bilden, mit einem Material versehen sind, das in Bezug auf Weichheit
und Hautfreundlichkeit optimiert wurde.
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Es
ist nicht notwendig für
die Erfindung, dass die flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 102 aus
einer separaten Materiallage besteht, sondern die Oberflächenlage 102 kann
eine Oberfläche
auf dem Absorptionskörper 104 der
Damenbinde 101 sein.
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Die
flüssigkeitsdichte
Rückseitenlage 103 kann
ebenfalls aus einem geeigneten flüssigkeitsdichten Material bestehen.
Insbesondere vorteilhafte Materialien sind dünne Kunststofffolien, flüssigkeitsdichte
Vliesstoffe oder Materialien, die mit flüssigkeitsdichten Materialien,
wie beispielsweise Wachs, Kunstharz, Klebemittel oder ähnlichem,
beschichtet sind. Es ist auch möglich,
flüssigkeitsdichte
Materiallaminate zu verwenden. Es kann zum Beispiel wünschenswert
sein, die Rückseite
des Produkts mit einer äußeren Lage
mit textiler Natur, zum Beispiel einer Vliesstofflage, zu versehen.
Ein derartiger Vliesstoff stellt eine weiche hautfreundliche textile
Oberfläche
bereit und bietet Vorteile wie einen hohen Grad an Trägerkomfort,
eine hohe Reibung und somit eine bessere Haftung in einem String.
Ferner wird eine textile Oberfläche
oftmals als ein ästhetisch
attraktives Erscheinungsbild aufweisend angesehen. Es ist auch ein
Vorteil, wenn die flüssigkeitsdichte
Rückseitenlage 103 atmungsfähig ist,
das heißt,
dass sie es Gas und Wasserdampf erlaubt, durch die Lage zu treten.
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Es
ist nicht notwendig für
die Erfindung, dass die Oberflächenlagen
und der Absorptionskörper
die gleiche Dimension in der Ebene des Produkts aufweisen. Es ist
daher eine alternative Möglichkeit,
den Absorptionskörper
auf herkömmliche
Art und Weise zwischen zwei Oberflächenlagen mit etwas größerer Dimension
in der Ebene als der Absorptionskörper einzuschließen. Bei
einer derartigen Ausführungsform
werden die Oberflächenlagen
mit einer Kantenverbindung, die über
den Absorptionskörper
vorragen, miteinander verbunden. Eine derartige Kantenverbindung
kann zum Beispiel durch Kleben, Nähen oder Schweißen unter
Verwendung von Wärme
oder Ultraschall erzeugt werden.
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Der
Absorptionskörper 104 besteht
aus zwei Teilen, einem ersten Teil, der den Hauptabsorptionsteil 106 des
Absorptionskörpers 104 bildet,
und einem zweiten Teil, der relativ dünn ist und die Form einer oder
mehrerer Materiallagen aufweist, die sich über im Wesentlichen die gesamte
Oberfläche
der Damenbinde erstrecken. Während
der Verwendung der Damenbinde 101 ist sie im Genitalbereich
der Trägerin
angeordnet, wobei ein Abschnitt im Bereich der Vaginalöffnung der
Trägerin
angeordnet ist. Als Folge wird ausgegebenes Körperfluid in einem begrenzten
und in großem
Maß vorbestimmten
Bereich der Damenbinde auf die Damenbinde treffen, der als Benetzungsbereich
bekannt ist. Die Positionierung des Hauptabsorptionsteils 106 wird
derart gewählt, dass
er mit dem erwarteten Benetzungsbereich der Damenbinde 101 zusammenfällt. Der
Hauptabsorptionsteil 106 ist daher flächenmäßig merklich kleiner als die
gesamte Damenbinde. Aufgrund der Tatsache, dass der Hauptabsorptionsteil 106 im
Benetzungsbereich der Damenbinde positioniert wird, wird jedoch
im Wesentlichen das gesamte Körperfluid, das
in die Damenbinde ausgegeben wird, noch immer in den Hauptabsorptionsteil 106 treten
und in diesem absorbiert werden. Es ist daher von höchster Bedeutung,
dass der Hauptabsorptionsteil 106 eine ausreichende Absorptionsfähigkeit
aufweist, um in der Lage zu sein, die erwartete Menge an Körperfluid zu
absorbieren. In diesem Zusammenhang sollte die Absorptionsfähigkeit
des Hauptabsorptionsteils 106 wenigstens 75% und vorzugsweise
wenigstens 85% der gesamten Absorptionsfähigkeit der Damenbinde betragen.
Es wird üblicherweise
erwartet, dass eine Slipeinlage eine Absorptionsfähigkeit
von ungefähr
3 bis 5 ml aufweisen sollte und eine Damenbinde sollte in der Lage
sein, ungefähr
12 bis 15 ml zu absorbieren. Produkte, die für die Verwendung bei Nacht
gedacht sind oder Inkontinenzpads können sogar eine noch größere Absorptionsfähigkeit
erfordern.
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Der
Hauptabsorptionsteil 106 ist im Wesentlichen dreieckig
und derart positioniert, dass der breitere Teil an der Basis des
Dreiecks dem Abdomen des Trägers
zugewandt ist, wenn die Damenbinde im String platziert ist. Das
heißt,
die Flüssigkeit,
die auf den Hauptabsorptionsteil 106 trifft, wird in Richtung des
Vorderendes der Damenbinde absorbiert, wo die größere Menge an Absorptionsmaterial
angeordnet ist. Als eine Folge wird die Flüssigkeit daran gehindert, in
Richtung des Hinterendes zu laufen und aus der Damenbinde auszulaufen.
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Der
zweite Teil des Absorptionskörpers 104 ist
als eine Lage zwischen der flüssigkeitsdurchlässigen Oberflächenlage 102 und
dem Hauptabsorptionsteil 106 angeordnet und dient als eine
Flüssigkeitstransferlage 108 zwischen
der flüssigkeitsdurchlässigen Oberflächenlage 102 und
dem Hauptabsorptionsteil 106. Der zweite Teil des Absorptionskörpers 104 erstreckt
sich auch über
die Kanten des Hauptabsorptionsteils 106 in der Ebene des
Produkts hinaus um den gesamten Umfang des Hauptabsorptionsteils 106 und
bildet dann einen sekundären
Absorptionsteil 107 um den Hauptabsorptionsteil 106.
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Geeignete
absorbierende Materialien zur Verwendung im Absorptionskörper 104 sind
zum Beispiel Zellulosefluffzellstoff, absorbierende gebundene Faserlagen,
Tissuelagen, absorbierender Schaum, Torf oder ähnliches. Der Absorptionskörper 104 kann
auch superabsorbierende Polymere enthalten, das heißt Polymere
mit der Fähigkeit,
mehrmals ihr Eigengewicht an Flüssigkeit
zu absorbieren, wobei ein flüssigkeitsenthaltendes
Gel gebildet wird. Superabsorbentien liegen üblicherweise in der Form von
Partikeln, Flocken, Fasern, Kügelchen
oder ähnlichem
vor. Das superabsorbierende Material kann alleine oder zusammen
mit anderen absorbierenden Materialien verwendet werden.
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Die
Materialien in dem Hauptabsorptionsteil 106 und entsprechend
dem sekundären
Absorptionsteil 107 sind vorteilhafterweise derart gewählt, dass der
Hauptabsorptionsteil feinere Kapillare und/oder hydrophilere Eigenschaften
aufweist als der sekundäre
Absorptionsteil 107. Ein Material mit feineren Kapillaren
kann zum Beispiel durch Komprimieren eines porösen, komprimierbaren Aufbaus,
wie beispielsweise Faserwatte, oder durch Wählen eines Materials mit kleineren
Poren erzeugt werden. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass faserförmige Strukturen
mit einem großen
Anteil an dünnen
Fasern feinere Kapillare aufweisen als faserförmige Strukturen mit einem
größeren Anteil
dicker Fasern. Auf entsprechende Art und Weise kann ein Unterschied
der hydrophilen Eigenschaften entweder durch Behandeln des Materials
auf chemische oder physikalische Art und Weise oder durch anfängliches
Auswählen von
Materialien, die unterschiedliche hydrophile Eigenschaften aufweisen,
erzielt werden.
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Um
den gewünschten
Effekt der schnellen Flüssigkeitsaufnahme
in dem Hauptabsorptionsteil 106, die große Absorptionsfähigkeit
und Flüssigkeitsrückhaltefähigkeit
in dem Hauptabsorptionsteil 106, sowie eine geringe oder
keine Verteilung der absorbierten Flüssigkeit von dem Hauptabsorptionsteil
zu dem sekundären
Absorptionsteil 107 und der Flüssigkeitstransferlage 108 zu
erzielen, sollte der Hauptabsorptionsteil 106 daher ein
hydrophiles Material mit einer höheren
Absorptionsfähigkeit,
wie beispielsweise Zellulosefasern, superabsorbierendes Material
oder ähnliches,
umfassen, während
das Material in dem sekundären
Absorptionsteil 107 und der Flüssigkeitstransferlage 108 aus
Materialien ausgewählt
werden kann, die eine sehr geringe Absorptionsfähigkeit aufweisen, zum Beispiel
Faserwatte aus Kunstfasern. Ein Material, das insbesondere als Absorptionsmaterial
in dem Hauptabsorptionsteil als funktionabel herausgefunden wurde,
ist trockengeformtes Zellulosefasermaterial, wie es in der WO 94/10956
beschrieben ist. Materialien, die bewiesen haben, besonders gut
als sekundäres
Absorptionsmaterial zu funktionieren, sind luftgebundenes Zellulosefaser
basiertes Material mit einer Dichte von höchstens 125 g/dm3.
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Wie
es erwähnt
wurde, umgibt der sekundäre
Absorptionsteil 107 den Hauptabsorptionsteil 106 um
seinen gesamten Umfang. Als Folge bildet der sekundäre Absorptionsteil 107 eine
Sicherheitszone, die geringe Flüssigkeitsmengen
oder einzelne Flüssigkeitstropfen
auffangen und absorbieren kann, die außerhalb des Benetzungsbereichs
auf die Damenbinde auftreffen. Aufgrund seiner niedrigen Flüssigkeitstransportfähigkeit
verhindert der sekundäre
Absorptionsteil 107 auch, dass Flüssigkeit die Kanten der Damenbinde
erreicht und einen Ausfluss verursacht. Weil der Hauptabsorptionsteil 106 eine
größere Absorptionsfähigkeit
in Bezug auf diesen Bereich aufweisen muss, weist dieser Bereich üblicherweise eine
relativ hohe Steifigkeit auf. Der sekundäre Absorptionsteil 107 dient
dann dem zusätzlichen Zweck,
ein weiches Kissen zwischen dem Hauptabsorptionsteil 106 und
dem Körper
des Trägers
zu bilden.
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Es
kann auch geeignet sein, den Flüssigkeitstransport
in der Ebene der Damenbinde noch schwieriger zu gestalten und zwar
durch Bereitstellen der Damenbinde mit einer gewissen Form einer
Flüssigkeitsbarriere,
die Flüssigkeit
daran hindert, in dem Absorptionsmaterial oder in der flüssigkeitsdurchlässigen Oberflächenlage 102 zu
den Außenkanten
der Damenbinde transportiert zu werden. Beispiele derartiger Flüssigkeitsbarrieren
sind Verdichtungen, Schweißungen,
Klebestreifen, umgefaltete Kunststoffstreifen oder Mittel, um die
Materialien hydrophober zu gestalten, wie beispielsweise Wachs oder ähnliches.
In diesem Zusammenhang können
die Flüssigkeitsbarrieren
entlang der Kanten der Damenbinde und/oder entlang der Kanten des
Hauptabsorptionsteils 106 angeordnet sein.
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Wie
es aus 1 ersichtlich ist, ist die Damenbinde 101 mit
einem relativ breiten Vorderabschnitt 114 und einem merklich
schmäleren
Hinterabschnitt 115 ausgestaltet. Die Damenbinde 101 weist ferner
auf: zwei Seitenkanten 109, 110, deren Haupterstreckung
in der Längsrichtung
der Damenbinde liegt, und eine im Wesentlichen quer verlaufende
Vorderkante 110 und eine gleichermaßen querverlaufende Hinterkante 112.
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Während der
Verwendung der Damenbinde 101 ist der Vorderabschnitt 114 der
Teil der Damenbinde, der an der Trägerin nach vorne weist und
dann über
den Genitalien der Trägerin
angeordnet sein wird. Der Vorderabschnitt 114 verjüngt sich
in der Richtung zu dem Hinterabschnitt 115, der merklich schmäler ist
als der Vorderabschnitt 114.
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Damit
sich die Damenbinde im Gebrauch nicht so weit nach hinten erstreckt,
dass sie, wenn sie zusammen mit einem String getragen wird, auffällt, ist
es zweckmäßig, dass
der Hinterabschnitt 115 der Damenbinde eine Länge zwischen
80 mm und 140 mm aufweist und dass die gesamte Länge der Damenbinde ungefähr 260 mm
nicht überschreitet.
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Um
die Damenbinde in einem Höschen
zu befestigen, ist eine Befestigungseinrichtung 116 auf der
Außenseite
der Rückseitenlage 103 der
Damenbinde angeordnet. Die Befestigungseinrichtung 116 ist
in Form von länglichen
Streifen aus selbstklebendem Klebemittel ausgebildet. Vor der Verwendung
ist die Befestigungseinrichtung 116 auf herkömmliche Art
und Weise zum Beispiel durch Bedecken mit einer Schutzschicht aus
Papier oder Kunststoff, die mit Silikon behandelt oder geprägt ist,
so dass sie leicht von dem Klebemittel lösbar ist, wenn die Damenbinde
zu verwenden ist, geschützt.
Das Klebemittel kann selbstverständlich
in einem beliebigen Muster angeordnet sein, dass zu diesem Zweck
geeignet ist. Andere Arten einer Befestigungseinrichtung können ebenfalls
verwendet werden, wie beispielsweise Reibungsbeschichtungen, Druckstollen,
Clips, Befestigungslaschen oder ähnliches.
Eine andere Alternative ist ein Befestigungsklebemittel, das am
Körper des
Trägers
angebracht wird. Unterschiedliche Arten von Befestigungsanordnungen
können
ebenso miteinander kombiniert werden. Es ist beispielsweise üblich, eine
Damenbinde mit sowohl einem Befestigungsklebemittel auf der Rückseitenlage
als auch mit Befestigungslaschen zu versehen.
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Obwohl
der Absorptionskörper 104 in
den Figuren derart dargestellt ist, dass er aus zwei separaten Teilen
aufgebaut ist, ist es möglich,
den Absorptionskörper 104 aus
einer einzigen Absorptionslage zu bilden, dem hydrophilere Eigenschaften
und/oder eine kompaktere Struktur innerhalb des Hauptabsorptionsteils 106 erteilt
wurde. Eine höhere
Absorptionsfähigkeit
innerhalb des Hauptabsorptionsteils 106 kann auch mittels
einer Ansammlung an Absorptionsmaterial innerhalb dieses Bereichs
und/oder dem Zusatz von Superabsorbentien herbeigeführt werden.
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3 zeigt
eine Damenbinde 301 gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung. Die Damenbinde 301, die in 3 dargestellt
ist, umfasst in entsprechender Art und Weise wie die Damenbinde 101 in
den 1 und 2 eine flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenlage 302 und
eine flüssigkeitsdichte
Rückseitenlage 303,
mit einem zwischen den Oberflächenlagen 302, 303 angeordneten
Absorptionskörper 304.
Die Oberflächenlagen 302, 303 erstrecken
sich über
den Umfang des Absorptionskörpers 304 in
der Ebene der Damenbinde 301 hinaus und sind innerhalb
des vorragenden Kantenabschnitts 305 miteinander verbunden.
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Wie
bei der Damenbinde 101, die in den 1 und 2 dargestellt
ist, umfasst die Damenbinde in 3 einen
zweiteiligen Absorptionskörper 304,
wobei eine obere Lage unmittelbar innerhalb der flüssigkeitsdurchlässigen Oberflächenlage 302 angeordnet
ist, die einerseits eine Flüssigkeitstransportlage 308 für den Weitertransport
von Flüssigkeit
zu einem Hauptabsorptionsteil 306, der innerhalb liegt, bildet
und andererseits einen sekundären
Absorptionsteil 307 bildet, der um die Kanten des Hauptabsorptionsteils 306 vorragt.
Der Hauptabsorptionsteil 306 ist daher zwischen dem oberen
Teil 307, 308 des Absorptionskörpers 304 und der
Rückseitenlage 303 angeordnet.
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Die
Damenbinde 301 weist einen breiten Vorderabschnitt 314,
einen merklich schmäleren
Hinterabschnitt 315, zwei Seitenkanten 309, 310,
eine Vorderkante 311 und eine kurze Hinterkante 312 auf. Wird
die Damenbinde verwendet, wird sie in einem Höschen derart platziert, dass
der Vorderabschnitt 314 im vorderen Teil des Schritts des
Höschens
angeordnet ist, das heißt
dem Teil, den die Trägerin nach
vorne gerichtet positioniert, in Richtung des Abdomens, und dass der
Hinterabschnitt in dem Hinterteil des Schritts des Höschens angeordnet
ist, das heißt
in dem Teil des Höschens,
der nach hinten gerichtet ist, in Richtung des Gesäßes der
Trägerin.
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Wie
es aus 3 ersichtlich ist, weist der Hauptabsorptionsteil 306 breit
gesprochen im Wesentlichen die gleiche Form auf wie die Damenbinde 301.
Jedoch erstreckt sich der Hauptabsorptionsteil 306 nicht
den gesamten Weg nach hinten zu der Hinterkante 312, sondern
endet in einem Abstand von der Hinterkante 312, der wenigstens
10% der gesamten Länge
der Damenbinde 301 entspricht. Als eine Folge wird ein
kleiner Bereich 317 in dem hinteren Teil des Hinterabschnitts 315 ausgebildet,
innerhalb dessen die Damenbinde 301 eine extrem geringe
Absorptionsfähigkeit
aufweist, weil nur der sekundäre Absorptionsteil 307 in
diesem hintersten Bereich 317 vorliegt. Das sekundäre Absorptionsmaterial
dient dann dazu, geringe Flüssigkeitsmengen
aufzufangen, die den hinteren Bereich 317 des Hinterabschnitts 315 erreichen,
und bildet einen weichen komfortablen Teil, der sich selbst leicht
an den Körper der
Trägerin
anpasst und die Haut der Trägerin
nicht aufscheuert oder anderweitig irritiert. Wie es in Verbindung
mit der Damenbinde 101, die in den 1 und 2 dargestellt
ist, diskutiert wurde, sollte das Material in dem zweiten Absorptionsteil 307 derart ausgewählt werden,
dass im Wesentlichen kein Flüssigkeitstransfer
in Richtung von dem Hauptabsorptionsteil 306 zu dem sekundären Absorptionsteil 307 stattfindet,
wodurch der sekundäre
Absorptionsteil 307 innerhalb des hinteren Bereichs 317 auch
eine Barriere gegenüber
dem Flüssigkeitsausfluss
in dem Hinterabschnitt 315 der Damenbinde 301 bildet.
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Die
Damenbinde 301, die in 3 dargestellt
ist, weist ebenfalls Befestigungslaschen 318, 319 auf,
die in der Längsrichtung
der Damenbinde entlang der Seitenkanten 309, 310 zentral
angeordnet sind. Die Befestigungslaschen 318, 319 sind dazu
gedacht, um die Beinkanten des Höschens
gefaltet an dem Höschen
befestigt zu werden oder aneinander selbst auf der Außenseite
des Schritts des Höschens,
wenn die Damenbinde in einem Höschen angeordnet
ist. Zu diesem Zweck sind die Befestigungslaschen 318, 319 zweckmäßigerweise
mit einer separaten Befestigungseinrichtung, zum Beispiel einem
Klebemittel oder einem Klettverschluss versehen. Derartige Befestigungseinrichtungen
sind in 3 nicht dargestellt. Es ist
auch möglich,
die Befestigungslaschen ohne separate Befestigungseinrichtungen
zu verwenden. Es ist zum Beispiel bekannt, Befestigungslaschen zu
verwenden, die an dem absorbierenden Produkt befestigt sind, wobei der
freie Teil der Laschen bereits von Anfang an nach innen über die
Rückseitenlage
gerichtet ist. Derartige Befestigungslaschen sind selbstverriegelnd
und werden gegen die Unterseite des Produkts gedrückt, wenn
das Produkt in der Längsrichtunggebogen
wird, zum Beispiel wenn es in einem Höschen angeordnet ist und dann
gemäß dem Körper der
Trägerin
verformt wird.
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Befestigungslaschen
müssen
selbstverständlich
nicht die Größe oder
Form aus 3 aufweisen. Andere Arten an
Befestigungslaschen können
stattdessen verwendet werden. Es ist selbstverständlich auch möglich, die
Befestigungslaschen bei der Damenbinde 301, die in 3 dargestellt
ist, wegzulassen.
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Die
Damenbinde in 3, gleichermaßen wie
die in den 1 und 2 dargestellte,
ist ebenfalls mit einer Befestigungseinrichtung versehen, die auf
der Rückseitenlage 303 angeordnet
ist, um die Damenbinde im Höschen
der Trägerin
zu befestigen. Die Befestigungseinrichtung ist in 3 nicht
sichtbar.
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Obwohl
die Erfindung oben in Verbindung mit Damenbinden beschrieben wurde,
kann sie selbstverständlich
auch auf absorbierende Produkte, wie Inkontinenzpads oder Slipeinlagen,
angewendet werden.