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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Sole auf Kieselsäure-Basis,
die zur Verwendung bei der Papierherstellung geeignet sind. Insbesondere
betrifft die Erfindung wässrige
Sole, die Teilchen auf Kieselsäure-Basis
enthalten, und deren Verwendung bei der Herstellung von Papier.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt
Sole, die Teilchen auf Kieselsäure-Basis
enthalten, mit hoher Leistung bei Entwässerung und Retention, hoher
Stabilität
und hohem Feststoffgehalt bereit.
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Hintergrund
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Im
Fachgebiet der Papierherstellung wird eine wässrige Suspension, die Cellulosefasern
und optionale Füllstoffe
und Zusatzstoffe enthält,
welche als Papierrohstoff bezeichnet wird, in eine Aufgabekammer
zugeführt,
aus der der Papierrohstoff auf ein Formsieb ausgestoßen wird.
Wasser kann aus dem Papierrohstoff durch das Formsieb hindurch abfließen, so
dass sich eine nasse Papierbahn auf dem Sieb bildet, und die Papierbahn
wird im Trocknungsabschnitt der Papiermaschine weiter entwässert und
getrocknet. Hilfsmittel für Entwässerung
und Retention werden herkömmlicherweise
in den Papierrohstoff eingebracht, um die Entwässerung zu erleichtern und
die Adsorption von feinen Teilchen auf den Cellulosefasern zu verstärken, so
dass sie mit den Fasern auf dem Sieb zurück gehalten werden.
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Teilchen
auf Kieselsäure-Basis
werden weit verbreitet als Hilfsmittel für Entwässerung und Retention in Kombination
mit geladenen organischen Polymeren, wie anionische und kationische
Polymere auf Acrylamid-Basis und kationische und amphotere Stärken, verwendet.
Solche Zusatzstoffsysteme werden in den U.S. Patent Nrn. 4,388,150;
4,961,825; 4,980,025; 5,368,833; 5,603,805; 5,607,552; und 5,858,174;
und der internationalen Patentanmeldung WO 97/18351 offenbart. Diese
Systeme sind unter den wirksamsten Hilfsmitteln für Entwässerung
und Retention, die derzeit in Verwendung sind.
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Teilchen
auf Kieselsäure-Basis,
die zur Verwendung als Hilfsmittel für Entwässerung und Retention geeignet
sind, werden normalerweise in Form von wässrigen kolloidalen Dispersionen,
so genannten Solen, geliefert. Kommerziell verwendete Sole auf Kieselsäure-Basis weisen üblicherweise
einen Kieselsäuregehalt von
etwa 7 bis 15 Gew.-% auf und enthalten Teilchen mit einer spezifischen
Oberfläche
von mindestens 300 m2/g. Sole von Teilchen
auf Kieselsäure-Basis
mit höherer
spezifischer Oberfläche
sind üblicherweise
stärker verdünnt, um
die Lagerstabilität
zu verbessern und Gelbildung zu vermeiden.
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Es
wäre von
Vorteil, Sole und Teilchen auf Kieselsäure-Basis mit weiter verbesserter
Leistung bei Entwässerung
und Retention und noch besserer Stabilität bereit stellen zu können. Es
wäre auch
von Vorteil, ein Verfahren zur Herstellung von Solen und Teilchen
auf Kieselsäure-Basis
mit verbesserten Entwässerungs-, Retentions-
und Stabilitätseigenschaften
bereit stellen zu können.
Es wäre
auch von Vorteil, ein Verfahren zur Papierherstellung mit verbesserter
Entwässerung
und/oder Retention bereitstellen zu können.
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Die Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden Sole auf Kieselsäure-Basis bereit gestellt,
die zur Verwendung als Flockungsmittel bei der Reinigung von Wasser
und als Hilfsmittel für
Entwässerung
und Retention bei der Papierherstellung geeignet sind. Die erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
zeigen gute Stabilität während ausgedehnter
Zeiträume,
insbesondere eine hohe Stabilität
der Oberfläche
und hohe Stabilität
gegenüber
Gelbildung, und folglich können
sie mit hohen spezifischen Oberflächen und hohen Kieselsäurekonzentrationen
hergestellt und versandt werden. Die Sole auf Kieselsäure-Basis
weisen eine verbesserte Fähigkeit
auf, die hohe spezifische Oberfläche
bei Lagerung bei hohen Kieselsäurekonzentrationen
zu erhalten. Die erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
führen
ferner zu sehr guter oder verbesserter Entwässerung und Retention, wenn
sie in Verbindung mit anionischen, kationischen und/oder amphoteren
organischen Polymeren verwendet werden. Dadurch ermöglichen
es die erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis,
die Geschwindigkeit der Papiermaschine zu erhöhen und eine niedrigere Dosierung
von Zusatzstoffen zu verwenden, um eine entsprechende Entwässerungs-
und/oder Retentionswirkung zu ergeben, was zu einem verbesserten
Verfahren der Papierherstellung und ökonomischem Nutzen führt. Die
Erfindung betrifft demnach ein wässriges
Sol, das Teilchen auf Kieselsäure-Basis
enthält,
das hier auch als Sol auf Kieselsäure-Basis bezeichnet wird,
wie ferner in den beigefügten
Ansprüchen
definiert.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung der Sole auf
Kieselsäure-Basis
als Hilfsmittel für
Entwässerung
und Retention bei der Papierherstellung, vorzugsweise in Kombination
mit organischen Polymeren, wie hier beschrieben und ferner in den
beigefügten
Ansprüchen
definiert. Der Begriff „Hilfsmittel
für Entwässerung
und Retention",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf eine oder mehrere Komponenten (Hilfsstoffe,
Hilfsmittel oder Zusatzstoffe), die, wenn sie zu einem Papierrohstoff
zugegeben werden, bessere Entwässerung
und/oder Retention ergeben, als erhalten wird, wenn die Komponenten
nicht zugegeben werden. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner
ein Verfahren zur Herstellung von Papier aus einer wässrigen Suspension,
die Cellulosefasern und optionale Füllstoffe enthält, welches
Zugeben eines Sols auf Kieselsäure-Basis
und mindestens eines geladenen organischen Polymers zu der Suspension,
Bilden und Entwässern der
Suspension auf einem Papiermaschinensieb umfasst. Die Erfindung
betrifft also ein Verfahren, wie es ferner in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist.
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Die
erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
sind wässrige
Sole, die anionische Teilchen auf Kieselsäure-Basis enthalten, d. h.
Teilchen auf der Basis von Siliciumdioxid (SiO2)
oder Kieselsäure.
Die Teilchen sind vorzugsweise kolloidal, d. h. im kolloidalen Bereich
der Teilchengröße. Die
im Sol vorliegenden Teilchen auf Kieselsäure-Basis weisen geeigneterweise
eine mittlere Teilchengröße unter
etwa 10 nm und vorzugsweise im Bereich von etwa 10 bis etwa 2 nm
auf. Wie in der Chemie von kolloidalen Teilchen auf Kieselsäure-Basis üblich, bezieht
sich die Teilchengröße auf die
mittlere Größe der Primärteilchen,
die aggregiert oder nicht aggregiert sein können.
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Die
spezifische Oberfläche
der Sole auf Kieselsäure-Basis
beträgt
geeigneterweise mindestens 90 m2/g wässriges
Sol, d. h. bezogen auf das Gewicht des wässrigen Sols, vorzugsweise
mindestens 95 m2/g wässriges Sol. In einer bevorzugten
Ausführungsform
dieser Erfindung beträgt
die spezifische Oberfläche
der wässrigen
Sole auf Kieselsäure-Basis
geeigneterweise mindestens 115 m2/g wässriges
Sol, vorzugsweise mindestens 120 m2/g wässriges
Sol. Im Allgemeinen kann die spezifische Oberfläche des wässrigen Sols bis zu etwa 200
m2/g wässriges
Sol, geeigneterweise bis zu 150 m2/g wässriges
Sol und vorzugsweise bis zu 130 m2/g wässriges
Sol betragen.
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Die
spezifische Oberfläche
der Teilchen auf Kieselsäure-Basis
beträgt
geeigneterweise mindestens 300 m2/g SiO2, d. h. bezogen auf das Gewicht von SiO2, vorzugsweise mindestens 400 m2/g
SiO2 und am stärksten bevorzugt mindestens
550 m2/g SiO2. Im
Allgemeinen kann die spezifische Oberfläche der Teilchen bis zu etwa
1200 m2/g SiO2,
geeigneterweise weniger als 1000 m2/g SiO2 und vorzugsweise bis zu 950 m2/g SiO2 betragen. In einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung liegt die spezifische Oberfläche der Teilchen im Bereich
von 550 bis 725 m2/g SiO2,
vorzugsweise 575 bis 700 m2/g SiO2. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung liegt die spezifische Oberfläche der Teilchen im Bereich
von 775 bis 1200 m2/g SiO2,
vorzugsweise 800 bis weniger als 1000 m2/g
SiO2.
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Die
spezifische Oberfläche
kann mittels Titration mit NaOH auf bekannte Weise, z. B. wie von
Sears in Analytical Chemistry 28 (1956):12, 1981-1983 und in U.S.
Patent Nr. 5,176,891 beschrieben, nach geeigneter Entfernung von
oder Einstellung auf alle Verbindungen, die in der Probe vorhanden
sind und die Titration stören
können,
wie Aluminium- und Borspezies, gemessen werden. Wenn die spezifische
Oberfläche
in Quadratmetern pro Gramm wässriges
Sol ausgedrückt
wird, steht sie für
die spezifische Oberfläche,
die pro Gramm wässriges
Sol auf Kieselsäure-Basis
verfügbar
ist. Wenn die spezifische Oberfläche
in Quadratmetern pro Gramm Kieselsäure ausgedrückt wird, steht sie für die mittlere
spezifische Oberfläche
der Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
die im Sol vorhanden sind.
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Die
Sole auf Kieselsäure-Basis
weisen üblicherweise
einen S-Wert im Bereich von 10 bis 45%, geeigneterweise 20 bis 40%
und vorzugsweise 25 bis 35% auf. Der S-Wert kann gemessen und berechnet
werden, wie von Iler & Dalton
in J. Phys. Chem. 60 (1956), 955-957, beschrieben. Der S-Wert gibt
den Grad der Aggregat- oder Mikrogelbildung an und ein niedrigerer
S-Wert bedeutet einen höheren
Aggregationsgrad.
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Die
Sole auf Kieselsäure-Basis
weisen üblicherweise
ein Molverhältnis
von SiO2 zu M2O,
wobei M ein Alkalimetallion (z. B. Li, Na, K) und/oder Ammonium
ist, von mindestens 10:1, geeigneterweise mindestens 12:1 und vorzugsweise
mindestens 15:1 auf. Das Molverhältnis
von SiO2 zu M2O
kann im Allgemeinen bis zu 100:1, geeigneterweise bis zu 40:1 und
vorzugsweise bis zu 30:1 betragen. Bevorzugte Bereiche sind demnach
von 10:1 bis 100:1 und insbesondere von 15:1 bis 30:1. Die Sole
auf Kieselsäure-Basis
weisen üblicherweise
einen pH-Wert von
mindestens 8,0, geeigneterweise mindestens 10,0, vorzugsweise mindestens
10,5 und stärker
bevorzugt mindestens 10,6 auf. Der pH-Wert kann bis zu etwa 11,5,
geeigneterweise bis zu 11,0 betragen.
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Die
Sole auf Kieselsäure-Basis
sollten geeigneterweise einen Kieselsäuregehalt von mindestens 3 Gew.-%
aufweisen, aber es ist besser, dass der Kieselsäuregehalt im Bereich von 10
bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 12 bis 25 Gew.-% liegt. Um den Versand
zu vereinfachen und die Transportkosten zu verringern, wird es im
Allgemeinen bevorzugt, Sole auf Kieselsäure-Basis mit hoher Konzentration
zu versenden, aber es ist selbstverständlich möglich und üblicherweise bevorzugt, die
Sole auf Kieselsäure-Basis
mit Wasser zu verdünnen
und zu mischen, um den Kieselsäuregehalt
vor der Verwendung wesentlich zu senken, beispielsweise auf Kieselsäuregehalte
im Bereich von 0,05 bis 5 Gew.-%, um das Mischen mit den Ausrüstungskomponenten zu
verbessern. Die Viskosität
der Sole auf Kieselsäure-Basis
kann in Abhängigkeit
von beispielsweise dem Kieselsäuregehalt
des Sols variieren. Üblicherweise
beträgt
die Viskosität
mindestens 5 cP, normalerweise im Bereich von 5 bis 40 cP, geeigneterweise
6 bis 30 cP und vorzugsweise 7 bis 25 cP. Die Viskosität, die geeigneterweise
an Solen mit einem Kieselsäuregehalt
von mindestens 10 Gew.-% gemessen wird, kann mittels bekannter Verfahren
gemessen werden, beispielsweise unter Verwendung eines Brookfield
LVDV II+ Viskosimeters.
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Die
Sole auf Kieselsäure-Basis
dieser Erfindung sind vorzugsweise stabil. Der hier verwendete Begriff „stabiles
Sol auf Kieselsäure-Basis" bezieht sich auf
Sole auf Kieselsäure-Basis,
die eine Zunahme der Viskosität
von weniger als 100 cP zeigen, wenn sie einen Monat bei 20°C unter dunklen
und nicht bewegten Bedingungen gelagert oder gealtert werden. Geeigneterweise
beträgt
die Viskositätszunahme,
falls eine eintritt, weniger als 50 cP und vorzugsweise weniger
als 30 cP, wenn die Sole den vorstehenden Bedingungen ausgesetzt
werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung ist das Sol auf Kieselsäure-Basis im Wesentlichen frei
von Aluminium, d. h. frei von zugegebenen Modifikationsmitteln,
die Aluminium enthalten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung ist das Sol auf Kieselsäure-Basis im Wesentlichen frei
von Bor, d. h. frei von zugegebenen Modifikationsmitteln, die Bor
enthalten. Kleinere Mengen dieser Elemente können jedoch in den Ausgangsmaterialien
vorhanden sein, die zur Herstellung der Sole und Teilchen auf Kieselsäure-Basis
verwendet werden. In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung werden die Sole auf Kieselsäure-Basis unter Verwendung
verschiedener Elemente, z. B. Aluminium und/oder Bor, modifiziert,
die in der wässrigen
Phase und/oder in den Teilchen auf Kieselsäure-Basis vorliegen können. Wenn
Aluminium verwendet wird, können
die Sole ein Molverhältnis
von Al2O3 zu SiO2 im Bereich von 1:4 bis 1:1500, geeigneterweise
1:8 bis 1:1000 und vorzugsweise 1:15 bis 1:500 aufweisen. Wenn Bor
verwendet wird, können
die Sole ein Molverhältnis
von B zu SiO2 im Bereich von 1:4 bis 1:1500,
geeigneterweise 1:8 bis 1:1000 und vorzugsweise 1:15 bis 1:500 aufweisen.
Wenn sowohl Aluminium als auch Bor verwendet werden, kann das Molverhältnis von
Al zu B im Bereich von 100:1 bis 1:100, geeigneterweise 50:1 bis
1:50 liegen.
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Die
erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
können
ausgehend von einer herkömmlichen wässrigen
Silicatlösung,
wie Alkaliwasserglas, z. B. Kalium- oder Natriumwasserglas, vorzugsweise
Natriumwasserglas, hergestellt werden. Das Molverhältnis von
SiO2 zu M2O, wobei
M ein Alkalimetall, z. B. Natrium, Kalium, Ammonium oder ein Gemisch
davon ist, in der Silicatlösung
oder dem Wasserglas liegt geeigneterweise im Bereich von 1,5:1 bis
4,5:1, vorzugsweise 2,5:1 bis 3,9:1. Geeigneterweise wird eine verdünnte Silicatlösung oder
Wasserglas verwendet, das einen SiO2-Gehalt
von etwa 3 bis etwa 12 Gew.-%, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 10 Gew.-%
aufweisen kann. Die Silicatlösung
oder Wasserglas, das üblicherweise
einen pH-Wert um 13 oder über
13 aufweist, wird auf einen pH-Wert von etwa 1 bis etwa 4 angesäuert. Das
Ansäuern kann
auf bekannte Weise durch Zugabe von Mineralsäuren, z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und
Phosphorsäure,
oder gegebenenfalls mit anderen Chemikalien durchgeführt werden,
die als geeignet zum Ansäuern
von Wasserglas bekannt sind, z. B. Ammoniumsulphat und Kohlendioxid.
Wenn eine Mineralsäure
zugegeben wird, wird das Ansäuern
geeigneterweise in zwei Schritten durchgeführt, einem ersten Schritt bis
zu einem pH-Wert von etwa 8 bis 9, worauf eine gewisse Reifung,
d. h. ein Teilchenwachstum, geschehen kann, bevor weiter auf einen
pH-Wert von etwa 1 bis etwa 4 angesäuert wird. Jedoch wird bevorzugt,
dass das Ansäuern mittels
eines sauren Kationenaustauschers durchgeführt wird, was unter anderem
zu stabileren Produkten führt.
Das Ansäuern
wird vorzugsweise mittels eines stark sauren Kationenaustauscherharzes,
beispielsweise vom Sulfonsäuretyp
durchgeführt.
Es wird bevorzugt, dass das Ansäuern
bis zu einem pH-Wert von etwa 2 bis 4, am stärksten bevorzugt etwa 2,2 bis
3,0 durchgeführt
wird. Das erhaltene Produkt, ein saures Sol oder Polykieselsäure, enthält Teilchen
auf Kieselsäure-Basis mit einer hohen
spezifischen Oberfläche,
normalerweise über
1000 m2/g SiO2 und üblicherweise
um etwa 1300 bis 1500 m2/g SiO2.
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Das
saure Sol wird dann alkalisiert, was hier als ein erster Alkalisierungsschritt
bezeichnet wrid. Die erste Alkalisierung kann durch Zugabe von herkömmlichem
Alkali, z. B. Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Ammoniumhydroxid und Gemische davon, und/oder einer wässrigen
Silicatlösung,
wie vorstehend definiert, durchgeführt werden. Kalium- und Natriumwasserglas,
insbesondere Natriumwasserglas, mit einem Molverhältnis von
SiO2 zu M2O wie
vorstehend definiert, wird geeigneterweise im Alkalisierungsschritt verwendet.
Der SiO2-Gehalt der Wasserglaslösungen,
die für
die erste Alkalisierung verwendet werden, liegt geeigneterweise
im Bereich von etwa 3 bis etwa 35 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich
von 5 bis 30 Gew.-%. Die erste Alkalisierung wird üblicherweise
bis zu einem pH-Wert
von mindestens 6, geeigneterweise mindestens 7 und vorzugsweise
mindestens 7,5 durchgeführt
und der pH-Wert beträgt üblicherweise
bis zu 10,5, geeigneterweise bis zu 10,0. Die erste Alkalisierung
wird ferner geeigneterweise bis zu einem Endmolverhältnis von
SiO2 zu M2O, wobei
M wie vorstehend definiert ist, von weniger als 100:1, geeigneterweise
im Bereich von etwa 20:1 bis etwa 80:1, vorzugsweise 30:1 bis 70:1
durchgeführt.
Bei der Herstellung eines Sols mit einem niedrigen S-Wert, wie vorstehend
definiert, kann der Grad an Mikrogel auf mehrere Arten beeinflusst und
auf einen gewünschten
Wert gesteuert werden. Der Grad an Mikrogel kann durch den Salzgehalt,
durch Einstellung der Konzentration bei der Herstellung des sauren
Sols und beim ersten Alkalisierungsschritt beeinflusst werden, da
in diesem Schritt der Grad an Mikrogel beeinflusst wird, wenn das
Stabilitätsminimum
für das Sol
bei einem pH-Wert
von etwa 5 durchlaufen wird. Mit verlängerten Zeiten bei diesem Durchlaufen
kann der Grad an Mikrogel auf den gewünschten Wert gelenkt werden.
Es ist besonders gut, den Grad an Mikrogel über das Einstellen des Trockengehaltes,
des SiO2-Gehaltes, im ersten Alkalisierungsschritt
zu steuern, wobei ein höherer
Trockengehalt einen niedrigeren S-Wert ergibt. Indem der SiO2-Gehalt beim ersten Alkalisierungsschritt
im Bereich von 4,5 bis 8 Gew.-% gehalten wird, kann der S-Wert auf
den gewünschten
Wert von beispielsweise 10 bis 45% gesteuert werden. Um Sole mit
S-Werten im Bereich von 20 bis 40% zu erhalten, wird der SiO2-Gehalt im ersten Alkalisierungsschritt
geeigneterweise im Bereich von 5,0 bis 7,5 Gew.-% gehalten.
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Mit
den Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
die in dem im ersten Alkalisierungsschritt erhaltenen alkalisierten
Sol vorliegen, wird dann Teilchenwachstum durchgeführt, so
dass Teilchen mit einer niedrigeren spezifischen Oberfläche und
höherer
Stabilität
erhalten werden. Das Teilchenwachstumsverfahren sollte geeigneterweise
durchgeführt
werden, um Teilchen auf Kieselsäure-Basis mit einer spezifischen
Oberfläche
von mindestens 300 m2/g SiO2,
vorzugsweise mindestens 400 m2/g SiO2 und am stärksten bevorzugt mindestens
550 m2/g SiO2 und
bis zu etwa 1200 m2/g SiO2,
geeigneterweise weniger als 1000 m2/g SiO2, insbesondere bis zu 950 m2/g
SiO2 bereit zu stellen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
dieser Erfindung wird das Teilchenwachstumsverfahren durchgeführt, um
Teilchen mit einer spezifischen Oberfläche im Bereich von 550 bis
725 m2/g SiO2, vorzugsweise
575 bis 700 m2/g SiO2 bereit
zu stellen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung
wird es durchgeführt,
um Teilchen mit einer spezifischen Oberfläche im Bereich von 775 bis 1200
m2/g SiO2, vorzugsweise
800 bis weniger als 1000 m2/g SiO2 bereit zu stellen. Die Abnahme der Oberfläche kann
durch Lagerung bei Zimmertemperatur während etwas längerer Zeitdauern,
ein Tag bis zu etwa zwei Tage und Nächte, oder vorzugsweise durch
Wärmebehandlung
erhalten werden. Bei der Wärmebehandlung
können
Dauer und Temperaturen so eingestellt werden, dass kürzere Dauern
bei höheren
Temperaturen verwendet werden. Auch wenn es selbstverständlich möglich ist,
relativ hohe Temperaturen während
sehr kurzer Dauern zu verwenden, ist es vom praktischen Gesichtspunkt
besser, niedrigere Temperaturen während etwas längerer Dauern
zu verwenden. Bei der Wärmebehandlung
sollte das alkalisierte Sol geeigneterweise auf eine Temperatur
von mindestens 30°C,
geeigneterweise 35 bis 95°C
und vorzugsweise 40 bis 80°C
erhitzt werden. Die Wärmebehandlung
sollte geeigneterweise mindestens 10 Minuten, geeigneterweise 15
bis 600 Minuten und vorzugsweise 20 bis 240 Minuten durchgeführt werden.
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Nach
dem Teilchenwachstumsschritt und optionalem Abkühlen wird das erhaltene Sol
auf Kieselsäure-Basis
wiederum alkalisiert, was hier als zweiter Alkalisierungsschritt
bezeichnet wird, der den pH-Wert weiter erhöht. Die zweite Alkalisierung
kann durch Zugabe von herkömmlichem
Alkali, z. B. Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Ammoniumhydroxid und Gemische davon, und/oder einer wässrigen
Silicatlösung,
wie vorstehend definiert, durchgeführt werden. Kalium- und Natriumwasserglas,
insbesondere Natriumwasserglas, mit einem Molverhältnis von
SiO2 zu M2O wie
vorstehend definiert, wird geeigneterweise im zweiten Alkalisierungsschritt
verwendet. Der SiO2-Gehalt der Wasserglaslösungen,
die für
die zweite Alkalisierung verwendet werden, liegt geeigneterweise
im Bereich von etwa 3 bis etwa 35 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich
von 5 bis 30 Gew.-%.
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Die
zweite Alkalisierung wird geeigneterweise bis zu einem pH-Wert von
mindestens 8,0, geeigneterweise mindestens 10,0, vorzugsweise mindestens
10,5 und am stärksten
bevorzugt mindestens 10,6 durchgeführt. Der pH-Wert kann bis zu
etwa 11,5, geeigneterweise bis zu 11,0 betragen. Die zweite Alkalisierung wird
ferner geeigneterweise bis zu einem Endmolverhältnis von SiO2 zu
M2O, wobei M wie vorstehend definiert ist,
im Bereich von etwa 10:1 bis 100:1 und geeigneterweise 12:1 bis
40:1, vorzugsweise 15:1 bis 30:1 durchgeführt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren auch das Konzentrieren des Sols auf Kieselsäure-Basis.
Das Konzentrieren kann nach der zweiten Alkalisierung durchgeführt werden.
In einer anderen Ausführungsform
oder zusätzlich
kann das nach der ersten Alkalisierung, aber vor dem Teilchenwachstums-
oder Wärmebehandlungsschritt
erhaltene alkalisierte Sol oder das nach dem Teilchenwachstums-
oder Wärmebehandlungsschritt,
aber vor der zweiten Alkalisierung erhaltene Sol konzentriert werden.
Das Konzentrieren kann auf bekannte Wiese, wie beispielsweise mit
osmotischen Verfahren, Verdampfen und Ultrafiltration, durchgeführt werden.
Das Konzentrieren wird geeigneterweise durchgeführt, um Kieselsäuregehalte
von mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-% und stärker bevorzugt
12 bis 25 Gew.-% zu erzeugen. Das Konzentrieren wird ferner geeigneterweise
so durchgeführt,
dass das bei dem Verfahren erhaltene Sol auf Kieselsäure-Basis
eine spezifische Oberfläche
von mindestens 80 m2/g wässriges Sol, d. h. bezogen
auf das Gewicht des wässrigen
Sols, vorzugsweise mindestens 85 m2/g wässriges
Sol, stärker
bevorzugt mindestens 90 m2/g wässriges
Sol und am stärksten
bevorzugt mindestens 95 m2/g wässriges
Sol aufweist. In einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung
beträgt
die spezifische Oberfläche
der erhaltenen wässrigen
Sole auf Kieselsäure-Basis
geeigneterweise mindestens 115 m2/g wässriges
Sol, vorzugsweise mindestens 120 m2/g wässriges
Sol. Im Allgemeinen kann die spezifische Oberfläche des erhaltenen wässrigen
Sols bis zu etwa 200 m2/g wässriges
Sol, geeigneterweise bis zu 150 m2/g wässriges
Sol und vorzugsweise bis zu 130 m2/g wässriges
Sol betragen.
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Falls
gewünscht,
können
die Sole und Teilchen auf Kieselsäure-Basis durch Zugabe von
Verbindungen, die beispielsweise Aluminium und/oder Bor enthalten,
modifiziert werden. Geeignete Aluminium enthaltende Verbindungen
schließen
Aluminate, wie Natriumaluminat und Kaliumaluminat, geeigneterweise
Natriumaluminat, ein. Die Aluminium enthaltende Verbindung wird
geeigneterweise in Form einer wässrigen
Lösung
verwendet. Geeignete Bor enthaltende Verbindungen schließen Borsäure, Borate,
wie Natrium- und Kaliumborat, geeigneterweise Natriumborat, Tetraborate,
wie Natrium- und Kaliumtetraborat, geeigneterweise Natriumtetraborat,
und Metaborate, wie Natrium- und Kaliummetaborat, ein. Die Bor enthaltende
Verbindung wird geeigneterweise in Form einer wässrigen Lösung verwendet.
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Wenn
im Verfahren eine Aluminium enthaltende Verbindung verwendet wird,
ist es gut, sie dem Sol, mit dem Teilchenwachstum oder Wärmebehandlung
durchgeführt
wurden, entweder vor oder nach dem zweiten Alkalisierungsschritt
zuzugeben. In einer anderen Ausführungsform
oder zusätzlich
kann die Aluminium enthaltende Verbindung der anzusäuernden
Silicatlösung,
dem sauren Sol oder dem im ersten Alkalisierungsschritt vor dem
Teilchenwachstums- oder Wärmebehandlungsschritt
erhaltenen alkalisierten Sol zugegeben werden. Die Aluminium enthaltende
Verbindung kann im Gemisch mit Säure
im Ansäuerungsschritt
und im Gemisch mit Alkali oder Silicatlösung in jedem der Alkalisierungsschritte
zugegeben werden. Die Aluminium enthaltende Verbindung wird geeigneterweise
in einer solchen Menge zugegeben, dass das erhaltene Sol ein Molverhältnis von
Al2O3 zu SiO2, wie vorstehend definiert, aufweist.
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Wenn
im Verfahren eine Bor enthaltende Verbindung verwendet wird, ist
es gut, sie dem Sol, mit dem Teilchenwachstum oder Wärmebehandlung
durchgeführt
wurden, entweder vor oder nach dem zweiten Alkalisierungsschritt
zuzugeben. In einer anderen Ausführungsform
oder zusätzlich
kann die Bor enthaltende Verbindung der anzusäuernden Silicatlösung, dem
sauren Sol oder dem im ersten Alkalisierungsschritt vor dem Teilchenwachstums-
oder Wärmebehandlungsschritt
erhaltenen alkalisierten Sol zugegeben werden. Die Bor enthaltende
Verbindung kann im Gemisch mit Säure
im Ansäuerungsschritt
und im Gemisch mit Alkali oder Silicatlösung in jedem der Alkalisierungsschritte
zugegeben werden. Die Bor enthaltende Verbindung wird geeigneterweise
in einer solchen Menge zugegeben, dass das erhaltene Sol ein Molverhältnis von
B zu SiO2, wie vorstehend definiert, aufweist.
Wenn sowohl Aluminium enthaltende als auch Bor enthaltende Verbindungen verwendet
werden, werden sie geeigneterweise in solchen Mengen zugegeben,
dass das erhaltene Sol ein Molverhältnis von Al zu B wie vorstehend
definiert aufweist.
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Wenn
das Sol vor jeglicher Modifikation mit Aluminium und/oder Bor zu
hohe Mengen an Alkalimetallionen oder Ammoniumionen enthält, wird
vorzugsweise mindestens ein Teil dieser Ionen beispielsweise mittels
Ionenaustausch entfernt, wodurch Sole auf Kieselsäure-Basis
mit einem Endmolverhältnis
von SiO2 zu M2O
im gewünschten
Bereich, wie vorstehend definiert, bereit gestellt werden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
können
Sole und Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
insbesondere stabile Sole und Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
mit den vorstehenden Eigenschaften hergestellt werden und die erzeugten
Sole zeigen gute Lagerstabilität
und können
mehrere Monate ohne wesentliche Abnahme der spezifischen Oberfläche und
ohne Gelbildung gelagert werden.
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Die
erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
sind zur Verwendung als Flockungsmittel, beispielsweise bei der
Herstellung von Zellstoff und Papier, insbesondere als Hilfsmittel
für Entwässerung
und Retention und im Gebiet der Wasserreinigung sowohl zur Reinigung
verschiedener Arten von Abwasser als auch zur Reinigung speziell
von Kreidewasser aus der Zellstoff- und Papierindustrie geeignet.
Die Sole auf Kieselsäure-Basis
können
in Kombination mit organischen Polymeren, die aus anionischen, amphoteren,
nicht ionischen und kationischen Polymeren und Gemischen davon,
hier auch als „Hauptpolymer" bezeichnet, ausgewählt werden,
als Flockungsmittel, insbesondere als Hilfsmittel für Entwässerung
und Retention, verwendet werden. Die Verwendung solcher Polymere
als Flockungsmittel und als Hilfsmittel für Entwässerung und Retention ist im
Fachgebiet bekannt. Die Polymere können sich von natürlichen
oder synthetischen Quellen ableiten und sie können linear, verzweigt oder
vernetzt sein. Beispiele für
im Allgemeinen geeignete Hauptpolymere schließen anionische, amphotere und
kationische Stärken,
anionische, amphotere und kationische Guargummis und anionische,
amphotere und kationische Polymere auf Acrylamid-Basis ebenso wie
kationisches Poly(diallyldimethylammoniumchlorid), kationische Polyethylenimine,
kationische Polyamine, Polyamidoamine und Polymere auf Vinylamid-Basis,
Melamin-Formaldehyd-Harze und Harnstoff-Formaldehyd-Harze ein. Geeigneterweise
werden die Sole auf Kieselsäure-Basis
in Kombination mit mindestens einem kationischen oder amphoteren
Polymer, vorzugsweise kationischem Polymer verwendet. Kationische
Stärke
und kationisches Polyacrylamid sind besonders bevorzugte Polymere
und sie können
einzeln, zusammen miteinander oder zusammen mit anderen Polymeren,
z. B. anderen kationischen Polymeren oder anionischem Polyacrylamid,
verwendet werden. Das Molekulargewicht des Hauptpolymers liegt geeigneterweise über 1.000.000
und vorzugsweise über
2.000.000. Die Obergrenze ist nicht kritisch; sie kann etwa 50.000.000, üblicherweise 30.000.000
und geeigneterweise etwa 25.000.000 betragen. Jedoch kann das Molekulargewicht
von Polymeren, die sich von natürlichen
Quellen ableiten, höher
sein.
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Wenn
die erfindungsgemäßen Sole
auf Kieselsäure-Basis
in Kombination mit Hauptpolymer(en) wie vorstehend erwähnt verwendet
werden, wird ferner bevorzugt, mindestens ein kationisches organisches
Polymer mit niedrigem Molekulargewicht (nachstehend LMW: low molecular
weight) zu verwenden, die gemeinhin als anionische Schmutzfänger (ATC:
anionic trash catchers) bezeichnet und verwendet werden. ATC's sind im Fachgebiet
als Neutralisierungsmittel und/oder Fixiermittel für schädliche anionische
Substanzen, die im Papierrohstoff vorliegen, bekannt und deren Verwendung
in Kombination mit Hilfsmitteln für Entwässerung und Retention stellt
oft weitere Verbesserungen bei Entwässerung und/oder Retention
bereit. Das kationische organische LMW-Polymer kann sich von natürlichen
oder synthetischen Quellen ableiten und vorzugsweise ist es ein
synthetisches LMW-Polymer. Geeignete organische Polymere dieses
Typs schließen
hoch geladene kationische organische LMW-Polymere, wie Polyamine,
Polyamidamine, Polyethylenimine, Homo- und Copolymere auf der Basis
von Diallyl-dimethylammoniumchlorid, (Meth)acrylamide und (Meth)acrylate
ein. In Bezug auf das Molekulargewicht des Hauptpolymers ist das
Molekulargewicht des kationischen organischen LMW-Polymers vorzugsweise
niedriger; es beträgt
geeigneterweise mindestens 1.000 und vorzugsweise mindestens 10.000.
Die Obergrenze für
das Molekulargewicht beträgt üblicherweise
etwa 700.000, geeigneterweise etwa 500.000 und üblicherweise etwa 200.000.
Bevorzugte Kombinationen von Polymeren, die zusammen mit den erfindungsgemäßen Solen
auf Kieselsäure-Basis
verwendet werden können,
schließen
kationisches organisches LMW-Polymer in Kombination mit Hauptpolymer(en),
wie beispielsweise kationische Stärke und/oder kationisches Polyacrylamid,
anionisches Polyacrylamid ebenso wie kationische Stärke und/oder
kationisches Polyacrylamid in Kombination mit anionischem Polyacrylamid
ein.
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Die
Komponenten der erfindungsgemäßen Hilfsmittel
für Entwässerung
und Retention können
dem Papierrohstoff auf herkömmliche
Weise und in beliebiger Reihenfolge zugegeben werden. Wenn Hilfsmittel
für Entwässerung
und Retention, umfassend Teilchen auf Kieselsäure-Basis und ein organisches
Polymer, z. B. ein Hauptpolymer, verwendet werden, wird das Polymer
dem Papierrohstoff bevorzugt vor der Zugabe der Teilchen auf Kieselsäure-Basis
zugegeben, auch wenn die umgekehrte Reihenfolge bei der Zugabe verwendet werden
kann. Ferner wird es bevorzugt, das Hauptpolymer vor einer Scherstufe
zuzugeben, welche aus Pumpen, Mischen, Cleaning usw. gewählt werden
kann, und die Teilchen auf Kieselsäure-Basis nach der Scherstufe
zuzugeben. Wenn kationische organische LMW-Polymere verwendet werden,
werden sie vorzugsweise vor der Einarbeitung des Hauptpolymers in
den Papierrohstoff eingeführt.
In einer anderen Ausführungsform können das
kationische organische LMW-Polymer
und das Hauptpolymer im Wesentlichen gleichzeitig entweder getrennt
oder im Gemisch, beispielsweise wie in U.S. Patent Nr. 5,858,174
offenbart, in den Papierrohstoff eingeführt werden. Das kationische
organische LMW-Polymer und das Hauptpolymer werden vorzugsweise vor
der Einführung
der Teilchen auf Kieselsäure-Basis
in den Papierrohstoff eingeführt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung werden die Sole auf Kieselsäure-Basis als Hilfsmittel für Entwässerung
und Retention in Kombination mit mindestens einem organischen Polymer,
wie vorstehend beschrieben, und mindestens einer Aluminiumverbindung
verwendet. Aluminiumverbindungen können verwendet werden, um die
Entwässerungs- und/oder Retemtionsleistung
von Papierrohstoffzusatzstoffen, umfassend Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
weiter zu verbessern. Geeignete Aluminiumsalze schließen Alaun,
Aluminate, Aluminiumchlorid, Aluminiumnitrat und Polyaluminiumverbindungen,
wie Polyaluminiumchloride, Polyaluminiumsulphate, Polyaluminiumverbindungen,
die sowohl Chlorid- als auch Sulphationen enthalten, Polyaluminiumsilicatsulphate,
und Gemische davon ein. Die Polyaluminiumverbindungen können auch
andere Anionen enthalten, beispielsweise Anionen von Phosphorsäure, organischen
Säuren,
wie Zitronensäure
und Oxalsäure.
Bevorzugte Aluminiumsalze schließen Natriumaluminat, Alaun
und Polyaluminiumverbindungen ein. Die Aluminiumverbindung kann
vor oder nach der Zugabe der Teilchen auf Kieselsäure-Basis
zugegeben werden. In einer anderen Ausführungsform oder zusätzlich kann
die Aluminiumverbindung gleichzeitig mit dem Sol auf Kieselsäure-Basis
an im Wesentlichen demselben Punkt entweder getrennt oder damit
im Gemisch zugegeben werden, beispielsweise wie von U.S. Patent
Nr. 5,846,384 offenbart. In vielen Fällen ist es oft gut, eine Aluminiumverbindung
dem Papierrohstoff früh
im Verfahren zuzugeben, beispielsweise vor den anderen Zusatzstoffen.
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Die
Komponenten für
die erfindungsgemäßen Hilfsmittel
für Entwässerung
und Retention werden dem Papierrohstoff, der entwässert werden
soll, in Mengen zugegeben, die innerhalb weiter Grenzen in Abhängigkeit
von unter anderem Art und Anzahl der Komponenten, Art der Ausrüstung, Füllstoffgehalt,
Art des Füllstoffs, Punkt
der Zugabe usw. variieren können.
Im Allgemeinen werden die Komponenten in einer Menge zugegeben,
die bessere Entwässerung
und/oder Retention ergeben, als erhalten wird, wenn die Komponenten
nicht zugegeben werden. Die Sole auf Kieselsäure-Basis werden üblicherweise
in einer Menge von mindestens 0,001 Gew.-%, oft mindestens 0,005
Gew.-%, berechnet als SiO2 und bezogen auf
trockene Papierrohstoffsubstanz, d. h. Cellulosefasern und optionale
Füllstoffe,
zugegeben und die Obergrenze beträgt üblicherweise 1,0 Gew.-% und
geeigneterweise 0,5 Gew.-%. Das Hauptpolymer wird üblicherweise
in einer Menge von mindestens 0,001 Gew.-%, oft mindestens 0,005
Gew.-%, bezogen auf trockene Papierrohstoffsubstanz, zugegeben und
die Obergrenze beträgt üblicherweise
3 Gew.-% und geeigneterweise 1,5 Gew.-%. Wenn im Verfahren ein kationisches
organisches LMW-Polymer verwendet wird, kann es in einer Menge von
mindestens 0,05%, bezogen auf die trockene Substanz des zu entwässernden
Papierrohstoffs, zugegeben werden. Geeigneterweise liegt die Menge
im Bereich von 0,07 bis 0,5%, vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis
0,35%. Wenn im Verfahren eine Aluminiumverbindung verwendet wird,
hängt die
Gesamtmenge, die in den zu entwässernden
Papierrohstoff eingeführt
wird, von der Art der verwendeten Aluminiumverbindung und von anderen,
davon gewünschten Wirkungen
ab. Es ist beispielsweise im Fachgebiet bekannt, Aluminiumverbindungen
als Fällungsmittel
für Leime
auf Kolophoniumbasis einzusetzen. Die zugegebene Gesamtmenge beträgt üblicherweise
mindestens 0,05%, berechnet als Al2O3 und bezogen auf trockene Papierrohstoffsubstanz.
Geeigneterweise liegt die Menge im Bereich von 0,1 bis 3,0%, vorzugsweise
im Bereich von 0,5 bis 2,0%.
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Weitere
Zusatzstoffe, die bei der Papierherstellung gebräuchlich sind, können selbst verständlich in Kombination
mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen
verwendet werden, wie beispielsweise Trockenfestigkeitsmittel, Nassfestigkeitsmittel,
optische Aufheller, Farbstoffe, Leime, wie Leime auf Kolophoniumbasis
und mit Cellulose reaktive Leime, z. B. Alkyl- und Alkenylketendimere
und Ketenmultimere, Alkyl- und Alkenylbernsteinsäureanhydride usw. Die Cellulosesuspension
oder Papierrohstoff kann auch mineralische Füllstoffe der herkömmlichen
Arten enthalten, wie beispielsweise Kaolin, Porzellanerde, Titandioxid,
Gips, Talkum und natürliche
und synthetische Calciumcarbonate, wie Kalk, gemahlenen Marmor und
ausgefälltes
Calciumcarbonat.
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Das
Verfahren dieser Erfindung wird zur Herstellung von Papier verwendet.
Der Begriff „Papier", wie er hier verwendet
wird, schließt
selbstverständlich
nicht nur Papier und dessen Herstellung, sondern auch anderes Cellulosefaser
enthaltendes bahnenförmiges
Material oder bahnartige Produkte, wie beispielsweise Pappe und
Karton, und deren Herstellung ein. Das Verfahren kann bei der Herstellung
von Papier aus unterschiedlichen Arten von Suspensionen aus Cellulose
enthaltenden Fasern verwendet werden und die Suspensionen sollten
geeigneterweise mindestens 25 Gew.-% und vorzugsweise mindestens
50 Gew.-% solcher Fasern, bezogen auf trockene Substanz, enthalten.
Die Suspension kann auf Fasern aus Chemiezellstoff, wie Sulphat-,
Sulphit- und Organosolvzellstoffen, mechanischem Zellstoff, wie
thermomechanischem Zellstoff, chemo-thermomechanischem Zellstoff,
Refinerzellstoff und Holzschliffzellstoff aus sowohl Hart- als auch Weichholz,
basieren und kann auch auf rezyklierten Fasern, gegebenenfalls aus
entfärbten
Zellstoffen, und Gemischen davon basieren. Der pH-Wert der Suspension,
des Papierrohstoffs, kann im Bereich von etwa 3 bis etwa 10 liegen.
Der pH-Wert liegt geeigneterweise über 3,5 und vorzugsweise im
Bereich von 4 bis 9.
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Die
Erfindung wird weiter in den folgenden Beispielen veranschaulicht,
die jedoch dieselbe nicht begrenzen sollen. Teile bzw. % bedeuten
Gewichtsteile bzw. Gew.-%, sofern nicht anders angegeben.
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Beispiel 1
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Ein
Standardkieselsäuresol
wurde wie folgt hergestellt:
762,7 g Natriumwasserglas mit
einem Molverhältnis
von SiO2 zu Na2O
von 3,3 und einem SiO2-Gehalt von 27,1%
wurden mit Wasser auf 3000 g verdünnt, was eine Silicatlösung (I)
mit einem SiO2-Gehalt von 6,9 Gew.-% ergab.
2800 g dieser Silicat- oder Wasserglaslösung wurden durch eine Säule laufen
gelassen, die mit einem starken Kationenaustauscherharz, das mit
Wasserstoffionen gesättigt
war, gefüllt
war. 2450 g ionenausgetauschtes Wasserglas oder Polykieselsäure (II)
mit einem SiO2-Gehalt von 6,5 Gew.-% und
einem pH-Wert von 2,4 wurden aus dem Ionenaustauscher gesammelt.
1988 g Polykieselsäure
(II) wurden in einen Reaktor gefüllt
und mit 12,3 g Wasser verdünnt.
173,9 g der 6,9%igen Silicatlösung
(I) wurden dann unter heftigem Rühren
zugegeben. Die resultierende Lösung
wurde dann 60 Minuten auf 85°C
erhitzt und dann auf 20°C
abgekühlt.
Das erhaltene Kieselsäuresol
(1a) hatte die folgenden Eigenschaften:
- Sol 1a (Bez.): SiO2-Gehalt = 7,3 Gew.-%, Molverhältnis SiO2/Na2O = 40, pH-Wert
= 10,2, S-Wert = 29%, Viskosität
= 2,2 cP, spezifische Oberflächen
= 530 m2/g SiO2 und
39 m2/g wässriges Sol.
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Zwei
weitere Kieselsäuresole,
Sol 1b und Sol 1c, wurden hergestellt, welche die folgenden Eigenschaften
hatten:
- Sol 1b (Bez.): SiO2-Gehalt
= 7,3 Gew.-%, Molverhältnis
SiO2/Na2O = 63,
pH-Wert = 10,0, S-Wert = 26%, Viskosität = 2,7 cP, spezifische Oberflächen = 500
m2/g SiO2 und 36,5
m2/g wässriges
Sol
- Sol 1c (Bez.): SiO2-Gehalt = 5,4 Gew.-%,
Molverhältnis
SiO2/Na2O = 35,
pH-Wert = 9,8, S-Wert
= 32%, Viskosität
= 1,6 cP, spezifische Oberflächen
= 690 m2/g SiO2 und
37 m2/g wässriges Sol.
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Beispiel 2
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Sechs
Sole von erfindungsgemäßen Teilchen
auf Kieselsäure-Basis
wurden mit demselben Ionenaustauschverfahren und mit einem SiO
2-Gehalt von 5,46 Gew.-% aus einer Polykieselsäure ähnlich der
hergestellten Polykieselsäure
(II) hergestellt. Zu 102,0 kg der Polykieselsäure wurden unter heftigem Rühren 1,46
kg Natriumwasserglas mit einem Verhältnis SiO
2/Na
2O von 3,3 gegeben, was zu einer Lösung mit
einem Molverhältnis
SiO
2/Na
2O von 54,0
führte.
Diese Lösung
wurde 2 h 20 min bei 60°C
wärmebehandelt
und auf 20°C abgekühlt, woraufhin
das Produkt auf einen SiO
2-Gehalt von 15,6
Gew.-% konzentriert wurde. Dieses Solzwischenprodukt wurde nun in
sechs getrennte Proben a bis f aufgeteilt. Die Proben a bis c wurden
weiter mit NaOH, die Proben d bis f mit Wasserglas alkalisiert,
wodurch Sole mit einem Molverhältnis
SiO
2/Na
2O zwischen
21,5 und 34,0 und einem Kieselsäuregehalt
von etwa 15,0 Gew.-% erhalten wurden. Die erhaltenen Sole von Teilchen
auf Kieselsäure-Basis wiesen die
Eigenschaften auf, die in Tabelle 1 angegeben sind: Tabelle
1
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Beispiel 3
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Eine
Polykieselsäure
(II), die mit dem vorstehenden Ionenaustauschverfahren hergestellt
und mit Wasserglas auf ein Molverhältnis SiO2/Na2O von 54,0 wie in Beispiel 2 alkalisiert
wurde, wurde 1 h bei 60°C wärmebehandelt.
Zu 58 kg dieses Produkts wurden 7,25 kg verdünntes Wasserglas mit einem
Molverhältnis SiO2/Na2O von 3,3 und
einem Kieselsäuregehalt
von 5,5 Gew.-% gegeben. Das resultierende Sol von Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
Sol 3, wurde auf einen Kieselsäuregehalt
von 15,2 Gew.-% konzentriert und wies ein Molverhältnis SiO2/Na2O = 24, pH-Wert
= 10,7, S-Wert = 34, Viskosität
= 9,0 cP und spezifische Oberflächen =
760 m2/g SiO2 und
115,5 m2/g wässriges Sol auf.
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Beispiel 4
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1000
g Polykieselsäure
(II) mit einem SiO2-Gehalt von 5,5 Gew.-%
wurden unter heftigem Rühren
mit 14,5 g Wasserglaslösung
mit einem SiO2-Gehalt von 27,1 Gew.-% und
einem Molverhältnis
SiO2/Na2O = 3,3 gemischt,
was zu einem Produkt mit einem Molverhältnis SiO2/Na2O von 51 und einem Kieselsäuregehalt
von 5,8 Gew.-% SiO2 führte, was 1,5 h bei 60°C wärmebehandelt
und dann auf einen Kieselsäuregehalt
von 16,7 Gew.-% SiO2 konzentriert wurde.
283 g des erhaltenen Produkts wurden mit 33,0 g NaOH gemischt, was
zu einem Sol von Teilchen auf Kieselsäure-Basis, Sol 4, mit SiO2-Gehalt = 15,2 Gew.-%, Molverhältnis SiO2/Na2O = 21, pH-Wert
= 10,6, S-Wert = 32%, Viskosität
= 14,2 cP und spezifische Oberflächen
= 720 m2/g SiO2 und 109,4
m2/g wässriges
Sol führte.
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Beispiel 5
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Die
allgemeine Vorgehensweise gemäß Beispiel
3 wurde befolgt, ausgenommen dass die Wärmebehandlung 1,25 h durchgeführt wurde
und das Konzentrieren zu höheren
Kieselsäuregehalten
durchgeführt wurde.
Zwei Sole von Teilchen auf Kieselsäure-Basis wurden hergestellt;
Sol 5a und Sol 5b. Sol 5a wies einen SiO2-Gehalt
= 18 Gew.-%, Molverhältnis
SiO2/Na2O = 18,
pH-Wert = 10,7, S-Wert = 36%, Viskosität = 18 cP und spezifische Oberflächen = 700
m2/g SiO2 und 126
m2/g wässriges
Sol auf. Sol 5b wies einen SiO2-Gehalt =
20 Gew.-%, Molverhältnis
SiO2/Na2O = 18,
pH-Wert = 10,7, S-Wert = 37%, Viskosität = 31 cP und spezifische Oberflächen = 700
m2/g SiO2 und 140
m2/g wässriges
Sol auf.
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Beispiel 6
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Die
Entwässerungsleistung
wurde mittels eines Dynamic Drainage Analyser (DDA), erhältlich von Akribi,
Schweden, bewertet, der die Zeitdauer zum Entwässern eines gegebenen Volumens
an Papierrohstoff durch ein Sieb misst, wenn ein Stopfen entfernt
und Vakuum an die Seite des Siebs angelegt wird, die der Seite,
auf der der Papierrohstoff vorhanden ist, gegenüber liegt.
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Der
verwendete Papierrohstoff basierte auf einer Mischung aus 60% gebleichtem
Birkensulphat und 40% gebleichtem Kiefersulphat, zu der 30% gemahlenes
Calciumcarbonat als Füllstoff
gegeben wurden. Das Papierrohstoffvolumen betrug 800 ml, die Stoffdichte
0,25% und der pH-Wert etwa 8,0. Die Leitfähigkeit des Papierrohstoffs
wurde durch Zugabe von Natriumsulphat auf 0,47 mS/cm eingestellt.
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In
den Tests wurden Sole auf Kieselsäure-Basis in Verbindung mit
einem kationischen Polymer Raisamyl 142 verwendet, was eine gebräuchliche,
mittel bis hoch kationisierte Stärke
mit einem Substitutionsgrad von 0,042 ist, die zum Papierrohstoff
in einer Menge von 12 kg/t gegeben wurde, berechnet als trockene
Stärke auf
trockenes Papierrohstoffsystem. Sole auf Kieselsäure-Basis gemäß den Beispielen 1 bis 4 wurde
in diesem Beispiel getestet. Außerdem
wurden auch die Sole 6a und 6b zu Vergleichszwecken getestet. Sol
6a ist ein kommerzielles Kieselsäuresol
mit einem S-Wert = 45%, SiO2-Gehalt = 15,0
Gew.-%, Molverhältnis
SiO2/Na2O = 40,
Viskosität
= 3,0 cP, spezifische Oberflächen
= 500 m2/g SiO2 und
75 m2/g wässriges Sol. Sol 6b ist ein weiteres
kommerzielles Kieselsäuresol
mit einem S-Wert = 36%, SiO2-Gehalt = 10,0
Gew.-%, Molverhältnis SiO2/Na2O = 10, Viskosität = 2,5
cP, spezifische Oberflächen
= 880 m2/g SiO2 und
88 m2/g wässriges Sol. Die Sole auf Kieselsäure-Basis
wurden in einer Menge von 0,5 kg/t zugegeben, berechnet als SiO2 und bezogen auf das trockene Papierrohstoffsystem.
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Der
Papierrohstoff wurde während
des Tests in einem abgeschirmten Standgefäß mit einer Geschwindigkeit
von 1500 Upm gerührt
und die Chemikalienzugaben wurde wie folgt durchgeführt: i)
Zugeben der kationischen Stärke
zum Papierrohstoff, gefolgt von 30 s Rühren, ii) Zugeben von Sol auf
Kieselsäure-Basis
zum Papierrohstoff, gefolgt von 15 s Rühren, iii) Entwässern des
Papierrohstoffs, während
die Entwässerungsdauer automatisch
aufgezeichnet wird.
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Die
Entwässerungsdauern
für die
unterschiedlichen Sole auf Kieselsäure-Basis sind in Tabelle 2
aufgeführt: Tabelle
2
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Beispiel 7
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Die
Entwässerungsleistung
wurde gemäß der allgemeinen
Vorgehensweise aus Beispiel 6 bewertet, ausgenommen dass der Papierrohstoff
eine Stoffdichte von 0,3% und einen pH-Wert von etwa 8,5 aufwies. Die
Zurückhalteleistung
wurde mittels eines Nephelometers durch Messen der Trübung des
Filtrats, des Kreidewassers, das durch Entwässern des Papierrohstoffs erhalten
wurde, bewertet.
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Erfindungsgemäße Sole
auf Kieselsäure-Basis
gemäß Beispiel
5 wurden gegen Sol 6a getestet, das zum Vergleich verwendet wurde.
Tabelle 3 zeigt die Entwässerungsdauer,
die bei verschiedenen Dosierungen (kg/t) von Teilchen auf Kieselsäure-Basis,
berechnet als SiO2 und bezogen auf trockenes
Papierrohstoffsystem, erhalten wurden. Die Zugabe von lediglich
kationischer Stärke
(12 kg/t, berechnet als trockene Stärke auf trockenes Papierrohstoffsystem)
führte
zu einer Entwässerungsdauer
von 15,8 s.
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