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Technisches
Gebiet
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochreinem
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan
(nachfolgend als "BPTMC" bezeichnet) mit
stabiler Qualität
in hoher Ausbeute und hoher Selektivität durch eine Säurekondensationsreaktion
von Phenol mit 3,3,5-Trimethylcyclohexanon (nachfolgend als "TMC" bezeichnet).
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Stand der
Technik
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In
vergangenen Jahren wurde BPTMC als Rohmaterial für die Herstellung von optischen
Produkten, wie Bildplatten, als auch für synthetische Harze zur optischen
Anwendung, wie Polycarbonatharze zur optischen Anwendung, verwendet.
Es sind bereits eine Vielzahl von Verfahren zur Herstellung von
BPTMC bekannt. Gemäß einem
dieser Verfahren wird Phenol mit TMC unter Verwendung von Chlorwasserstoffgas
als Katalysator und einem Alkylmercaptan als Aktivator in Gegenwart
eines inaktiven organischen Lösungsmittels
oder in Abwesenheit eines Lösungsmittels
umgesetzt und anschließend
das nicht umgesetzte Phenol durch eine Dampfdestillation aus der
Reaktionsmischung entfernt, wie in der offengelegten japanischen
Patentanmeldung Nr. 2-88634 beschrieben. Darin ist auch beschrieben, dass
nach der Reaktion Wasser zu der Reaktionsmischung und anschließend eine
alkalische Verbindung zur Neutralisation der Reaktionsmischung zur
Reaktionsmischung gegeben werden, gefolgt vom Erwärmen, Abkühlen und
Entfernen einer wässrigen
Phase, wodurch das gewünschte
BPTMC als Rückstand erhalten
wird.
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Es
ist ein weiteres in der offengelegten japanischen Patenanmeldung
Nr. 8-505644 beschriebenes Verfahren bekannt. Gemäß diesem
Verfahren wird Phenol mit TMC unter Verwendung von Clorwasserstoffgas
als Katalysator und einem Alkylmercaptan, wie Octanthiol, als Aktivator
umgesetzt. Nach der Reaktion wird Wasser zu der Reaktionsmischung gegeben,
um eine Aufschlämmung
zu bilden, und die Aufschlämmung
wird zur Bereitstellung der 1:1 Kristalle des Addukts von BPTMC
und Phenol filtriert, und anschließend wird das Phenol von den
Kristallen des Addukts entfernt, wodurch das gewünschte BPTMC erhalten wird.
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Ferner
ist das in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 4-282334
beschriebene Verfahren bekannt, welches das gewünschte BPTMC durch Umsetzen
von Phenol mit TMC unter Verwendung eines wasserunlöslichen
Kationenaustauschharzes mit Sulfonsäuregruppen als Katalysator
und einer Mercaptanverbindung als Aktivator bereitstellt. In der
offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 5-213803 ist ein Verfahren
beschrieben, bei dem ein Säurekatalysator,
wie Benzolsulfonsäure,
zu einer Mischung von Phenol, TMC, einer Mercaptanverbindung als
Promotor und Wasser zugegeben wird, wonach die Reaktion mittels
Rühren
gestartet wird und das gewünschte
BPTMC in hoher Selektivität
erhalten wird.
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Wie
oben erwähnt,
wird BPTMC als Rohmaterial für
Polycarbonatharze für
optische Anwendungen verwendet. Um BPTMC für diese Anwendung bereitzustellen,
besteht ein immer stärkeres
Erfordernis, hochreines BPTMC stabil herzustellen, das frei von
aus der Reaktion stammenden Nebenprodukten und darüber hinaus
frei von Nebenprodukten mit hohem Siedepunkt oder gefärbten Nebenprodukten,
die aus den Reinigungsverfahren des erhaltenen Reaktionsprodukts
stammen, und zurückbleibenden
Phenol- oder Spurenverunreinigungen, wie Natrium, ist.
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Insbesondere
wird besonders gefordert, nicht nur die Erzeugung von Nebenprodukten,
wie Isomere, zu unterdrücken,
um die Reinheit des erhaltenen BPTMC zu erhöhen, sondern auch die Menge an
zurückbleibenden
Phenol- und Spurenverunreinigungen, wie Natrium, Chlor und Schwefel,
die von einem in der Reaktion verwendeten Katalysator oder Aktivator
oder einer zum Neutralisieren der erhaltenen Reaktionsmischung verwendeten
alkalischen Verbindung stammen, soweit wie möglich zu verringern, da solche
Verunreinigungen das erhaltene BPTMC in nachteiliger Weise beeinflussen,
wenn dieses als Rohmaterial für
Polymere verwendet wird oder wenn dieses zur Herstellung von elektronischen Elementen
verwendet wird.
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Im
Allgemeinen sollte die Verringerung von nebenbei erzeugten Verunreinigungen,
wie Isomere, bei der Herstellung von BPTMC durch eine Säurekondensationsreaktion
von Phenol mit TMC hauptsächlich
durch Verbessern der Selektivität
der Erzeugung des gewünschten
Produkts in der Reaktion erreicht werden. Die Verunreinigungen können jedoch auch
in einem gewissen Maß in
einer Stufe verringert werden, in der die erhaltene Reaktionsmischung neutralisiert
wird oder in einer Stufe, in der das erhaltene Reaktionsprodukt
gereinigt wird. In der Tat haben eine Vielzahl von Bedingungen,
unter denen die Reaktionsmischung neutralisiert wird oder das Reaktionsprodukt
nach Beendigung der Reaktion gereinigt wird, eine hohe Bedeutung,
um die Menge von Spurenverunreinigungen, die in dem erhaltenen BPTMC enthaften
sind, zu verringern.
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Üblicherweise
ist bei der Reaktion von Phenol und TMC die Selektivität der Reaktion
um so höher,
desto niedriger die Reaktionstemperatur und desto geringer die Menge
an verwendetem Reaktionslösungsmittel
ist. Andererseits verringert sich die Reaktionsgeschwindigkeit zwangsläufig, wenn
die Reaktionstemperatur niedrig ist, oder das Reaktionslösungsmittel
in großer
Menge verwendet wird, und überdies
erhöht
sich die Viskosität
der Reaktionsmischung beim Fortschreiten der Reaktion, was zu Schwierigkeiten
beim Rühren
führt.
Zusätzlich
steht die Verbesserung der Reinheit des Reaktionsprodukts und die
Verringerung der Verunreinigungen des Reaktionsprodukts in der Stufe
des Neutralisierens der erhaltenen Reaktionsmischung und des Reinigens
der erhaltenen Reaktionsmischung konträr gegenüber. Es ist folglich sehr wichtig,
eine optimale Kombination aller beteiligten Stufen festzulegen,
wobei jede Stufe optimale Betriebsbedingungen in allen Produktionsstufen
aufweist, um nicht gefärbtes, hochreines
BPTMC, das von einer möglichst
geringen Menge an Verunreinigungen begleitet ist, auf eine stabile
Art und Weise in hohen Ausbeuten herzustellen.
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Nach
den bekannten Verfahren zur Herstellung von BPTMC durch Umsetzen
von Phenol mit TMC ist die Selektivität der Reaktion jedoch lediglich etwa
70 % und überdies
wurde nach dem Wissen der vorliegenden Erfinder zuvor nicht in Betracht
gezogen, die Menge von in dem erhaltenen Produkt enthaltenen Spurenverunreinigungen,
wie Natrium, zu verringern.
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Überdies
wird Phenol gemäß den bekannten Verfahren üblicherweise
bezüglich
TMC in einem großen Überschuss
verwendet, so dass das Filtrat, das durch Filtrieren der Reaktionsmischung
nach der Reaktion erhalten wird, eine große Menge an Phenol als auch
in dem Phenol gelöstes
BPTMC und Verunreinigungen, wie Isomere, enthält. Es ist folglich auch wichtig,
aus dem erhaltenen Filtrat Phenol zurückzugewinnen und wiederzuverwenden
oder BPTMC zurückzugewinnen,
um BPTMC auf vorteilhafte Art und Weise in industriellem Maßstab herzustellen.
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Andererseits
ist ein Verfahren zur Herstellung von hochreinem 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan
(nachfolgend als "Bisphenol
A" bezeichnet) bereits
beispielsweise in den offengelegten japanischen Patentanmeldungen
Nr. 5-392388, Nr. 6-25048 oder Nr. 6-25043 beschrieben.
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Ferner
wird im Hinblick auf Bisphenol A beispielsweise in der offengelegten
japanischen Patentanmeldung Nr. 5-345737 ein Verfahren zur Herstellung
desselben vorgeschlagen, umfassend die Wiederverwendung des Filtrats
aus einer Kristallisationsstufe nach der Reaktion. Gemäß diesem
Verfahren werden Kristalle des Phenol-Addukts von Bisphenol A aus einer Bisphenol
A enthaltenden Phenollösung nach
Beendigung der Reaktion auskristallisiert, die Kristalle durch Filtration
abgetrennt, die erhaltene Stammlösung
einer Destillation unterzogen, um das Phenol zurückzugewinnen und das so wieder
gewonnene Phenol wird in die Reaktionsstufe zurückgeführt. Die Sumpfflüssigkeit
in der Destillationssäule wird
in Gegenwart einer alkalischen Katalysatorverbindung erwärmt und
zersetzt. Die erhaltene Substanz wird unter verringertem Druck zurückgewonnen
und unter Verwendung eines Anionenaustauschharzes gereinigt, gefolgt
vom Zurückführen in
die Reaktionsstufe.
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In
der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 6-321834 wird
beschrieben, dass die erhaltene Stammlösung nach dem Auskristallisieren und
Abtrennen der Kristalle des Phenol-Addukts von Bisphenol aus der
Reaktionsmischung mit einem Säurekatalysator
in Kontakt gebracht wird, um o- und p-Isomere zu p- und p'-Isomere zu isomerisieren,
und die erhaltenen Isomere anschließend in die Kristallisationsstufe
zur Wiederverwendung zurückgeführt werden.
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Des
Weiteren ist in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr.
10-59888 das Folgende beschrieben. Phenol wird mit Aceton in Gegenwart eines
Ionenaustauschharzkatalysators umgesetzt, um Bisphenol A herzustellen,
und das hergestellte Bisphenol A wird einer Phenolentfernungseinheit
zugeführt,
um nicht umgesetztes Phenol davon abzutrennen. Das erhaltene Bisphenol
A wird einem Schmelzkatalysator zugeführt, um zurückgebliebenes Phenol und Isomere
davon abzutrennen. Das abgetrennte Phenol und die abgetrennten Isomere
werden gecracked, und das so wiedergewonnene Phenol wird in die
Reaktionsstufe zurückgeführt.
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Dieses
Verfahren wurde unter Berücksichtigung
der Tatsache vorgeschlagen, dass bei der Herstellung von Bisphenol
A das Filtrat aus der Kristallisationsstufe Nebenprodukte, wie Isomere
oder Substanzen mit hohem Molekulargewicht, die in der Reaktionsstufe
erzeugt werden, enthält,
so dass sich die Nebenprodukte bei wiederholter Verwendung des Filtrats
in dem Filtrat aufkonzentrieren und sich anreichern, wodurch das
Produkt verunreinigt wird, was zu einer unerwünschten Färbung oder Verschlechterung
der Qualität
des Produkts führt.
Gemäß diesem bekannten
Verfahren wird das Filtrat folglich zunächst gereinigt und dann in
die Reaktionsstufe zurückgeführt.
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Es
ist jedoch schwierig, ausgehend von dem Verlauf der Bildung von
Bisphenol A mittels einer Kondensationsreaktion von Aceton und Phenol,
den Verlauf der Bildung von BPTMC mittels einer Kondensationsreaktion
von TMC, das ein alicyclisches Keton mit drei Methylgruppen im Molekül ist, mit
Phenol vorherzusagen. Es ist noch viel schwieriger vorherzusagen,
wie jede Stufe aussehen sollte, und wie die Kombination der Stufen
sein sollte, um BPTMC zu erzeugen, das nicht gefärbt und im Wesentlichen frei
von zurückgebliebenen
Phenol- oder Spurenverunreinigungen, wie Natrium, Chlor und Schwefel,
ist, da nicht nur hinsichtlich der Reaktivität der verwendeten Ketone, sondern
unter anderem auch hinsichtlich des Herstellungsverhältnisses
der gewünschten
Produkte zu den Nebenprodukten, der Löslichkeit oder des Schmelzpunkts
der gewünschten
Produkte, der Zusammensetzung der in den gewünschten Produkten enthaltenen
Verunreinigungen beachtliche Unterschiede bestehen.
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Es
ist auch nichts darüber
bekannt, wie das Filtrat, das Phenol und darin gelöstes BPTMC
enthält,
welches aus dem Kristallisationsschritt des gebildeten Reaktionsprodukts
erhalten wird, effektiv wiederverwendet wird.
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Unter
diesen Umständen
war kein Verfahren zur industriellen Herstellung von ungefärbtem, hochreinem
BPTMC in hoher Selektivität
und in hoher Ausbeute auf eine stabile Art und Weise bekannt, welches
im Wesentlichen frei von zurückbleibendem Phenol
oder zurückbleibenden
Spurenverunreinigungen, wie Natrium, Chlor und Schwefel, ist.
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Die
Erfindung wurde gemacht, um diejenigen Probleme zu lösen, welche
die bekannten Verfahren zur Herstellung von BPTMC durch eine Säurekondensationsreaktion
von Phenol und TMC mit sich bringen.
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Es
ist demzufolge eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen,
das zur industriellen Herstellung von nicht gefärbtem, hochreinem BPTMC in
hoher Selektivität
und hoher Ausbeute auf eine stabile Art und Weise geeignet ist,
das im Wesentlichen frei von zurückgebliebenem
Phenol wie auch Spurenverunreinigungen von Natrium, Chlor und Schwefel
ist, und deshalb zur Verwendung als Rohmaterial für die Herstellung
von Harzen zur optischen Anwendung geeignet ist, indem jede Reaktions-,
Neutralisations-, erste Kristallisationsfiltrations-, zweite Kristallisationsfiltrationssowie
Filtrat-Recycling-Stufe optimiert wird, und zusätzlich eine optimale Kombination
dieser Stufen festgelegt wird.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
Verbindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von hochreinem 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan
bereit, umfassend:
- (a) eine Reaktionsstufe,
wobei Phenol mit 3,3,5-Trimethylcyclohexanon in einer Aufschlämmung, die
Kristalle des Phenol-Addukts von 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan
enthält,
in Gegenwart eines Säurekatalysators
zur Reaktion gebracht wird;
- (b) eine Neutralisationsstufe, wobei nach der Reaktion das erhaltene
Reaktionsgemisch in Form einer Aufschlämmung während es erhitzt wird mit einer
alkalischen Verbindung auf einen pH-Wert von 5 bis 8 neutralisiert
wird, so dass es sich in eine Lösung
verwandelt;
- (c) eine erste Kristallisations- und Filtrationsstufe, wobei
die erhaltene Lösung
gekühlt
und die erhaltenen Kristalle des Phenol-Addukts von 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan
durch Filtration abgetrennt werden;
- (d) eine zweite Kristallisations- und Filtrationsstufe, wobei
die in der ersten Kristallisations- und Filtrationsstufe erhaltenen
Kristalle des Addukts in einem Kristallisations-Lösungsmittel
erhitzt werden, damit die Kristalle des Addukts sich darin lösen und
so eine Lösung
erzeugt wird, und diese Lösung
anschließend
abgekühlt
wird, um das 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan
aus der Lösung
auszukristallisieren, gefolgt vom Abtrennen der Kristalle mittels
Filtration;
- (e) eine Filtrat-Recycling-Stufe, wobei zumindest ein Teil des
in der zweiten Kristallisations- und Filtrationsstufe erhaltenen
Filtrats der zweiten Kristallisation in die Reaktionsstufe zurückgeführt wird.
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Beste Ausführungsform
der Erfindung
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von hochreinem BPTMC wird nachfolgend ausführlich beschrieben.
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(Reaktionsstufe)
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In
der Reaktionsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird Phenol
mit TMC in Gegenwart eines Säurekatalysators
in einer Aufschlämmung,
die Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC und hydriertes Phenol umfasst, umgesetzt, wodurch Kristalle
des Phenol-Addukts von BPTMC gebildet werden.
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Um
die Reaktion in der Aufschlämmung
auf diese Art und Weise auszuführen,
ist es bevorzugt, dass beispielsweise eine Mischung von Phenol und Wasser
vor dem Beginn der Reaktion in ein Reaktionsgefäß gegeben werden und während die
Mischung von Phenol und Wasser (d.h. hydriertes Phenol), welche
hierin oft als Ausgangsflüssigkeitsmischung
bezeichnet wird, bei einer Temperatur im Bereich von 15 °C bis 40 °C gehalten
wird, bei der sich Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC weder
zersetzen noch in der Ausgangsflüssigkeitsmischung löslich sind,
Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC zu der Ausgangsflüssigkeitsmischung
gegeben werden, so dass die Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC
bereits vor dem Beginn der Reaktion in der Ausgangsflüssigkeitsmischung
vorliegen. Danach wird ein Säurekatalysator
in das Reaktionsgefäß eingeführt und
anschließend
eine Mischung von TMC und Phenol, um die Reaktion zu starten, wobei
die Reaktionsmischung während
der gesamten Reaktion bei einer Temperatur in dem oben erwähnten Bereich
gehalten wird.
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Vorzugsweise
wird die Reaktion von Phenol mit TMC in Gegenwart eines Säurekatalysators
in einer Aufschlämmung
gestartet, die Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC enthalten,
und die Reaktion wird dann in der Aufschlämmung fortgesetzt. Auf diese
Art und Weise bildet das durch die Reaktion erzeugte BPTMC unmittelbar
in der Reaktionsmischung Kristalle des Addukts mit Phenol. Folglich wird
die Reaktion vom Beginn bis zum Ende der Reaktion in der Aufschlämmung durchgeführt.
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Gemäß der Erfindung
wird wenigstens ein Teil des Filtrats der zweiten Kristallisation,
vorzugsweise das gesamte Filtrat der zweiten Kristallisation, das
in der zweiten Kristallisationsstufe erhalten wird und wie nachfolgend
beschrieben Phenol und BPTMC enthält, zur Ausgangsflüssigkeitsmischung gegeben,
so dass Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC vor dem Beginn der Reaktion vorhanden sind.
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Die
Menge von BPTMC, die in der Ausgangsflüssigkeitsmischung vor dem Beginn
der Reaktion vorliegt, hängt
von der Temperatur der Ausgangsflüssigkeitsmischung ab, beträgt jedoch üblicherweise
nicht weniger als 3 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-% des Phenols
in der Ausgangsflüssigkeitsmischung,
so dass BPTMC darin leicht Kristalle des Phenol-Addukts bildet.
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Das
Verhältnis
von Phenol (A) und TMC (B), die beide als Rohmaterialien in der
Reaktionsstufe verwendet werden, liegt im Bereich von 4 bis 9, vorzugsweise
im Bereich von 6 bis 8, bezogen auf das A/B-Molverhältnis. Ferner
können
aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, Xylol oder Mesitylen,
zusammen mit Phenol in einer Menge von 10 Gew.-% oder weniger, bezogen
auf die Reaktionsmischung, verwendet werden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
in der Reaktionsstufe Wasser zusammen mit Phenol üblicherweise
in einer Menge von 3 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge
von 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des in der Reaktionsstufe
verwendeten Phenols, verwendet. Das Wasser dient der Bildung von
hydriertem Phenol und folglich der Verringerung des Gefrierpunkts
von Phenol, und dient überdies
dazu, die Absorption des Chlorwasserstoffgases der Reaktionsmischung
zu verbessern, wenn dieses als Katalysator verwendet wird, wodurch
die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht wird.
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Der
im Rahmen der Erfindung verwendete Säurekatalysator ist eine anorganische
Säure,
wie Chlorwasserstoffgas, konzentrierte Salzsäure, konzentrierte Schwefelsäure, Phosphorsäure oder
Methansulfonsäure.
Diese können
einzeln oder als Mischung von zwei oder mehreren verwendet werden. Unter
diesen anorganischen Säuren
ist Chlorwasserstoffgas besonders bevorzugt.
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Es
ist möglich,
Phenol mit TMC unter Verwendung lediglich einer anorganischen Säure als
Katalysator umzusetzen, es ist jedoch bevorzugt, ein Thiol als Aktivator
zusammen mit der anorganischen Säure
zu verwenden. Die Verwendung eines Aktivators beschleunigt die Reaktion.
Alkylmercaptane mit 1 bis 12 Kohlenstoffen werden als Thiol bevorzugt, und
als Thiole können
beispielsweise Methylmercaptan, Ethylmercaptan, n-Octylmercaptan
oder n-Laurylmercaptan oder Alkalimetallsalze, wie Natriumsalze
dieser Alkylmercaptane, genannt werden. Unter diesen ist Natriummethylmercaptid
besonders bevorzugt. Das verwendete Thiol wird üblicherweise in einer Menge
von 1 bis 30 Mol-%, vorzugsweise 2 bis 10 Mol-%, bezogen auf das
verwendete TMC, verwendet.
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Wenn
Chlorwasserstoffgas als Säurekatalysator
verwendet wird, ist es bevorzugt, dass die Reaktion in einem Reaktionsgefäß auf eine
solche Art und Weise ausgeführt wird,
dass die Konzentration des Chlorwasserstoffgases in der Gasphase
in dem Reaktionsgefäß im Bereich
von 75 bis 90 Vol.-% liegt, wodurch die Ausbeute des gewünschten
Reaktionsprodukts besser wird, obwohl die Gründe dafür bislang nicht aufgeklärt wurden.
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Um
die Konzentration des Chlorwasserstoffgases in der Gasphase in dem
Reaktionsgefäß bei 75
bis 90 Vol.-% zu halten, wird beispielsweise die Konzentration des
Chlorwasserstoffgases bei 75 bis 90 Vol.-% der Gesamtmenge (100
Vol.-%) eines inerten Gases, wie Stickstoffgas, und Chlorwasserstoffgas
in der Gasphase in dem Reaktionsgefäß unter Atmosphärendruck
gehalten.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren
liegt die Temperatur üblicherweise
im Bereich von 15 bis 40 °C,
vorzugsweise im Bereich von 20 bis 30 °C. Wenn die Reaktion bei der
oben erwähnten
Temperatur durchgeführt
wird, zerfallen die während
der Reaktion gebildeten Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC nicht,
noch sind diese in der Reaktionsmischung gelöst. Ferner wird die Reaktion üblicherweise
unter Atmosphärendruck
durchgeführt,
die Reaktion kann jedoch unter erhöhtem Druck durchgeführt werden.
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Die
Art und Weise der Umsetzung von Phenol mit TMC ist nicht speziell
eingeschränkt,
wie oben erwähnt
ist es jedoch bevorzugt, dass Phenol mit TMC auf die folgende Art
und Weise umgesetzt wird. Das heißt, dass das Filtrat der zweiten
Kristallisation, das nachfolgend beschrieben ist, zu der aus Phenol und
Wasser (d.h. hydriertes Phenol) bestehenden Ausgangsflüssigkeitsmischung
in einem Reaktionsgefäß gegeben
wird, um eine Aufschlämmung
herzustellen, die wie oben beschrieben Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC enthält.
Anschließend
wird Chlorwasserstoffgas in das Reaktionsgefäß eingeführt und die Konzentration des
Chlorwasserstoffgases wird auf 75 bis 90 Vol.-% in der Gasphase
des Reaktionsgefäßes eingestellt.
Auf diese Art kommt das Chlorwasserstoffgas in Kontakt mit der Aufschlämmung, während eine
Mischung von TMC und Phenol tropfenweise zu der Aufschlämmung in
dem Reaktionsgefäß zugegeben
wird, um die Reaktion zu starten, und die Reaktion wird fortgesetzt.
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(Neutralisationsstufe)
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Nach
der Reaktion wird die erhaltene Reaktionsmischung mit einer alkalischen
Verbindung in der Neutralisationsstufe neutralisiert. Die verwendete
alkalische Verbindung beinhaltet Hydroxide von Alkalimetallen, wie
Natriumhydroxid oder Kalium hydroxid. Vorzugsweise wird eine wässrige Lösung von
Natriumhydroxid in einer Konzentration von etwa 10 bis 20 Gew.-%
verwendet. Die alkalische Verbindung wird zu der Reaktionsmischung
gegeben, so dass diese schlussendlich einen pH-Wert von 5 bis 8,
vorzugsweise 5 bis 6,5, aufweist und die Reaktionsmischung schwach
sauer ist.
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Es
ist gemäß der Erfindung
bevorzugt, dass die erhaltene Reaktionsmischung mit einer alkalischen
Verbindung neutralisiert wird und andererseits erwärmt wird.
Folglich kann die Reaktionsmischung gleichzeitig neutralisiert und
erwärmt
werden, d.h. dass die Reaktionsmischung erwärmt werden kann, während eine
alkalische Verbindung zu der Reaktionsmischung gegeben wird. Alternativ
dazu kann die erhaltene Reaktionsmischung in zwei Stufen behandelt
werden. Das heißt,
dass eine alkalische Verbindung zu der Reaktionsmischung gegeben
wird und diese dann erwärmt
wird.
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Es
ist jedoch bevorzugt, dass die alkalische Verbindung in der ersten
Stufe zu der Reaktionsmischung gegeben wird, während diese bei einer Temperatur
von 20 bis 60 °C,
vorzugsweise 20 bis 50 °C, gehalten
wird, so dass die Reaktionsmischung eine Aufschlämmung bleibt und Kristalle
des Phenol-Addukts darin enthält,
gefolgt vom Rühren
für 30
Minuten bis zu einer Stunde. Die Reaktionsmischung wird anschließend in
der zweiten Stufe auf einer Temperatur von 60 bis 100 °C, vorzugsweise
80 bis 95 °C,
unter Rühren
erwärmt,
so dass sich die Kristalle des Phenol-Addukts auflösen, um
die neutralisierte Reaktionsmischung in eine Lösung zu verwandeln.
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Die
beispielsweise in Form einer wässrigen Lösung von
Natriumhydroxid vorliegende alkalische Verbindung kann auf einmal
oder portionsweise zu der Reaktionsmischung gegeben werden. Es ist
jedoch bevorzugt, dass die alkalische Verbindung sowohl in der ersten
und der zweiten Stufe jeweils in einer geeigneten Menge zu der Reaktionsmischung gegeben
wird, so dass der pH-Wert der Reaktionsmischung leicht kontrolliert
werden kann. Gemäß der Erfindung
wird die Reaktionsmischung neutralisiert, während diese erwärmt wird,
so dass diese zu einer Lösung
wird und das schlußendlich
erhaltene Produkt nicht nur von Spurenverunreinigungen sondern auch
von einer Reinheits- und Farbreduktion im Wesentlichen frei ist.
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(Erste Kristallisations-
und Filtrationsstufe)
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Wie
oben beschrieben, wird die Reaktionsmischung neutralisiert, während sie
erwärmt
wird und anschließend
Wasser aus der erhaltenen Lösung entfernt.
In der ersten Kristallisations- und Filtrationsstufe wird die so
erhaltene ölige
Substanz auf eine Temperatur von 20 bis 40 °C, vorzugsweise 25 bis 35 °C, abgekühlt, um
die gewünschten
Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC aus der öligen Substanz auszukristallisieren.
Die Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC werden durch geeignete Mittel,
beispielsweise durch Zentrifugieren, aus der öligen Substanz abfiltriert
und abgetrennt, wodurch ein Filtrat der ersten Kristallisation erhalten
wird.
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Dieses
Filtrat der ersten Kristallisation enthält üblicherweise nicht umgesetztes
Phenol als größeren Teil
der organischen Komponenten und eine geringe Menge an darin gelöstem BPTMC.
Genauer gesagt, besteht das Filtrat der ersten Kristallisation üblicherweise
aus 80 bis 90 Gew.-% organische Komponenten, die aus nicht reagiertem
Phenol, in dem nicht reagierten Phenol gelöstem BPTMC und anderen Komponenten
(Nebenprodukte, wie Isomere, oder polymere Materialien) und 10 bis
20 Gew.-% Wasser. Die organischen Komponenten bestehen beispielsweise
aus 80 bis 90 Gew.-% Phenol, 3 bis 7 Gew.-% BPTMC und 5 bis 10 Gew.-%
der oben erwähnten
anderen Komponenten.
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Vorzugsweise
wird eine geringe Menge einer alkalischen Verbindung, wie Natriumhydroxid,
zu dem Filtrat aus der ersten Kristallisation gegeben, und das Filtrat
wird dann auf eine Temperatur von etwa 150 bis 250 °C unter verringertem
Druck erwärmt,
um das in dem Filtrat verbliebene BPTMC zu zersetzen als auch um
das Phenol zurück
zu gewinnen.
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(Zweite Kristallisations-Filtrations-Stufe)
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Die
Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC, welche in der ersten Kristallisations-Filtrations-Stufe
erhalten wurden, werden weiter durch Umkristallisieren in der zweiten
Kristallisations-Filtrations-Stufe gereinigt. Genauer gesagt, werden
die in der ersten Kristallisations-Filtrations-Stufe erhaltenen
Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC zunächst zu einem Kristallisationslösungsmittel
gegeben, erwärmt
und in dem Lösungsmittel
gelöst.
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Das
bevorzugt verwendete Lösungsmittel beinhaltet
aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel.
Jedes aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel kann verwendet
werden, solange BPTMC darin löslich
ist, wenn das Lösungsmittel
erwärmt
wird und sich die Löslichkeit
von BPTMC darin verringert, wenn das Lösungsmittel abgekühlt wird. Folglich
werden Kohlenwasserstofflösungsmittel
mit verhältnismäßig niedrigem
Siedepunkt, wie Benzol, Toluol, Xylol oder Ethylbenzol verwendet,
und Toluol wird bevorzugt verwendet. Das am meisten bevorzugte Kristallisationslösungsmittel
ist eine Mischung aus einem oben erwähnten aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel
und Wasser.
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Wenn
eine solche Mischung eines aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittels
und Wasser als Kristallisationslösungsmittel
verwendet wird, wird dieses auf eine Temperatur von etwa 100 bis
130 °C unter
einem Druck von beispielsweise 0,2 bis 0,4 MPa erwärmt, um
die darin befindlichen Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC zu
lösen.
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Die
Mischung eines aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittels und Wasser enthält üblicherweise
55 bis 75 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 70 Gew.-%, eines aromatischen
Kohlenwasserstofflösungsmittels.
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Ein
solches Kristallisationslösungsmittel
wird üblicherweise
in einer Menge von 150 bis 400 Gew.-Teilen, vorzugsweise in einer
Menge von 200 bis 300 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Kristalle
des Phenol-Addukts von BPTMC, verwendet. Wenn das Kristallisationslösungsmittel
in einer Menge von mehr als 400 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile
der Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC, verwendet wird, verringert
sich die Volumeneffizienz in dem Reinigungsvorgang, während es schwierig
ist, zurückgebliebenes
Phenol und Verunreinigungen aus dem erhaltenen BPTMC ausreichend
zu entfernen, wenn das verwendete Kristallisationslösungsmittel
in einer Menge von weniger als 150 Gew.-Teilen, bezogen auf 100
Gew.-Teile der Kristalle des Addukts, verwendet wird.
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Auf
diese Art wird das zurückgebliebene Phenol
leicht aus dem BPTMC entfernt, indem das aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel
als zweites Kristallisationslösungsmittel
in der zweiten Kristallisations- und Filtrationsstufe der Erfindung verwendet
wird, und zusätzlich
erhöht
sich die Löslichkeit
von BPTMC in dem Kristallisationslösungsmittel, wodurch die Volumeneffizienz
in dem Reinigungsverfahren erhöht
wird, indem Wasser in Kombination mit dem aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel
verwendet wird.
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Wie
oben beschrieben, werden gemäß der Erfindung
die Kristalle des Addukts in einem Kristallisationslösungsmittel,
das aus dem aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel und Wasser besteht, und
Wasser aus der erhaltenen Mischung entfernt, die erhaltene ölige Substanz
abgekühlt,
um BPTMC auszukristallisieren, gefolgt vom Abfiltrieren der Kristalle,
wodurch hochreines BPTMC bereitgestellt wird.
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(Filtrat-Recycling-Stufe)
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In
der zweiten Kristallisations- und Filtrationsstufe wird wie oben
beschrieben ein Filtrat der zweiten Kristallisation erhalten. Es
ist bevorzugt, dass das aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel
und Wasser aus dem Filtrat der zweiten Kristallisation entfernt
werden, um einen zweiten Filtratrückstand bereitzustellen. Gemäß der Erfindung
wird dann wenigstens ein Teil des zweiten Filtratrückstands,
vorzugsweise 50 bis 100 % und besonders bevorzugt der gesamte zweite
Filtratrückstand,
in die in der Reaktionsstufe verwendete Ausgangsflüssigkeitsmischung
zur Wiederverwendung zurückgeführt.
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Diese
Rückführung oder
Wiederverwendung des zweiten Filtratrückstands ist nicht nur unter
dem Gesichtspunkt der Wiederverwendung von Rohmaterialien sinnvoll,
sondern auch sinnvoll, um Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC
in der Ausgangsflüssigkeitsmischung
zu bilden, indem der zweite Filtratrückstand in die Ausgangsflüssigkeitsmischung zurückgeführt wird,
da der zweite Filtratrückstand eine
verhältnismäßig große Menge
von BPTMC enthält.
Die Rückführung des
zweiten Filtratrückstands ist
zudem sinnvoll zur Rückgewinnung
von BPTMC. Ferner kann gemäß der Erfindung
wenigstens ein Teil des in der ersten Kristallisations- und Filtrationsstufe erhaltenen
Filtrats der ersten Kristallisation zusammen mit dem zweiten Filtratrückstand
ebenfalls in die Reaktionsstufe zurückgeführt werden.
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Gemäß der Erfindung
kann der zweite Filtratrückstand
mehrere Male in die Ausgangsflüssigkeitsmischung
zur Wiederverwendung zurückgeführt werden.
Andererseits reichern sich, wenn das Filtrat der ersten Kristallisation
rückgeführt wird,
während
dem Rückführen Nebenprodukte,
wie Isomere und polymere Materialien, in dem Filtrat der ersten
Kristallisation an. Deshalb ist es bevorzugt, dass, falls das gesamte
Filtrat der ersten Kristallisation rückgeführt wird, dieses dreimal oder
weniger rückgeführt wird. Wenn
jedoch ein Teil des Filtrats der ersten Kristallisation rückgeführt wird,
ist es bevorzugt, dass etwa 50 bis 70 % rückgeführt werden.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Wie
oben beschrieben, umfasst das erfindungsgemäße Verfahren die Reaktionsstufe,
worin Phenol mit TMC in einer Aufschlämmung, die Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC enthält,
in Gegenwart eines Säurekatalysators
umgesetzt wird, die Neutralisationsstufe, die erste Kristallisations-
und Filtrationsstufe, die zweite Kristallisations- und Filtrationsstufe
und die zweite Filtrat-Recycling-Stufe. Folglich stellt das Verfah ren
durch die oben erwähnte Kombination
von Stufen BPTMC in einer Ausbeute von nicht weniger als 75 % bereit,
das eine hohe Reinheit von nicht weniger als 99,8 %, einen Phenol-Gehalt
von nicht mehr als 200 ppm und Spurenverunreinigungen an Natrium,
Chlor und Schwefel von jeweils nicht mehr als 1 ppm aufweist und
nicht gefärbt
ist.
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Ferner
wird im Rahmen der Erfindung, da wenigstens ein Teil des zweiten
Filtratrückstands
in die Reaktionsstufe zur Wiederverwendung rückgeführt wird, die Bildung von Kristallen
des Phenol-Addukts von BPTMC gefördert,
und ferner ist auch die Wiedergewinnung von in dem Phenol gelöstem BPTMC
in der zweiten Kristallisations- und
Filtrationsstufe vereinfacht.
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Beispiele
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Beispiele ausführlicher
beschrieben, die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Beispiele
beschränkt.
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Beispiel 1
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87,5
g (0,93 Mol) Phenol, 16,9 g Wasser, 0,5 g einer 75 %igen wässrigen
Phosphorsäurelösung und
38,5 g des zweiten Filtratrückstands,
der wie nachfolgend beschrieben in der zweiten Kristallisations-
und Filtrationsstufe erhalten wurde, wurden in einen mit einem Thermometer,
einem Tropftrichter, einem Rückflusskühler und
einem Rührer
versehenen Vierhalskolben mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter gegeben, um
eine Aufschlämmung
herzustellen, die Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC enthält. Es wurde
durch eine Analyse mittels Flüssigchromatographie
festgestellt, dass der zweite Filtratrückstand aus 25,7 g Phenol und
12,8 g BPTMC besteht.
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Die
Aufschlämmung
wurde auf eine Temperatur von 20 °C
eingestellt. Nachdem das Innere des Kolbens durch Stickstoffgas
ersetzt wurde, wurde Chlorwasserstoffgas unter Rühren in den Kolben eingeführt. Nachdem
die Gaszusammensetzung in dem Reaktionsgefäß analysiert und die Volumenkonzentration
des Chlorwasserstoffgases auf 80 % eingestellt waren, wurden 4,2
g einer 15 %igen wässrigen Lösung von
Natriummethylmercaptid tropfenweise zu der Aufschlämmung gegeben,
während
die Aufschlämmung
bei einer Temperatur von 20 °C
gehalten wurde, und nachfolgend eine Mischung von 112,8 g (1,2 Mol)
Phenol und 42,0 g (0,3 Mol) TMC tropfenweise zu der Aufschlämmung während einer
Zeitspanne von 6 Stunden gegeben. Es wurde festgestellt, dass sich
die Temperatur der Reaktionsmischung während der Zugabe erhöht und die
Temperatur bei Abschluss der Zugabe 40 °C betrug. Die Reaktion wurde
dann bei einer Temperatur von 40 °C
für weitere
3 Stunden unter Rühren
fortgesetzt (Reaktionsstufe).
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Nach
der Reaktion wurde die erhaltene Reaktionsmischung mittels Flüssigchromatographie analysiert.
Die Herstellungsausbeute (Mol erzeugtes BPTMC/Mol verwendetes Ausgangs-TMC)
betrug 91,6 %.
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Nach
der Reaktion wurde eine 18 %ige wässrige Natriumhydroxidlösung zu
der Reaktionsmischung gegeben, so dass diese auf einen pH-Wert von
6,5 neutralisiert wurde, während
die Temperatur bei 40 bis 50 °C
gehalten wurde. Die so neutralisierte Reaktionsmischung wurde auf
eine Temperatur von 95 °C
erwärmt,
so dass die gebildeten Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC sich
darin lösten
(Neutralisationsstufe).
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Wasser
wurde aus der Reaktionsmischung entfernt, und die erhaltene ölige Substanz
wurde auf eine Temperatur von 30 °C
abgekühlt,
um die Kristalle des Addukts auszukristallisieren. 129,4 g der Kristalle
des Addukts wurden mittels Filtration abgetrennt, wodurch ein Filtrat
der ersten Kristallisation erhalten wurde (erste Kristallisation-
und Filtrationsstufe). Es wurde festgestellt, dass die Farbe der
erhaltenen Kristalle des Addukts 40 war, gemessen als 20 % Lösung in
Methanol gemäß den APHA
(American Public Health Association)-Standards.
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Anschließend wurde
eine Mischung von 129,4 g der Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC,
194,1 g Toluol und 129,4 g Wasser in einen mit einem Thermometer,
Manometer und Rührer
versehenen Autoklaven mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter gegeben. Nachdem
die innere Atmosphäre
des Autoklaven durch Stickstoffgas ersetzt war, wurde der Autoklav
geschlossen und dann das Innere auf eine Temperatur von 120 °C unter Rühren erwärmt, um
die Kristalle des Addukts in der Mischung zu lösen. Das Rühren wurde dann gestoppt und
die Mischung wurde für
30 Minuten stehengelassen. Wasser wurde von der Mischung abgetrennt
und die erhaltene ölige
Substanz wurde auf eine Temperatur von 50 °C abgekühlt, um BPTMC-Kristalle aus
der Mischung auszukristallisieren. Die ölige Substanz wurde dann zentrifugiert,
um die BPTMC-Kristalle abzutrennen, während diese bei einer Temperatur
von 50 °C
gehalten wurde (zweite Kristallisations- und Filtrationsstufe).
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Die
so erhaltenen BPTMC-Kristalle wurden bei einer Temperatur von 110 °C unter einem
Druck von 20 mm Hg für
4 Stunden getrocknet, um das Lösungsmittel
zu verdampfen, wodurch 86 g weiße BPTMC-Kristalle
erhalten wurden. Die Ausbeute war 78,7 Mol-%, bezogen auf das Ausgangs-TMC.
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Die
BPTMC-Kristalle wiesen eine Farbe von 10, gemessen als 10 % Lösung in
Methanol gemäß den APHA-Standards,
eine Reinheit von 99,9 % gemäß einer
Analyse durch Flüssigchromatographie und
einen Phenol-Gehalt von 100 ppm auf. Die enthaltenen Spurenverunreinigungen
waren 0,4 ppm Natrium (Atomabsorptionsspektrometrie), 0,27 ppm Chlor
(Spektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) und 0,6 ppm Schwefel
(Spektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma).
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Beispiel 2
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86,0
g (0,9 Mol) Phenol, 16,9 g Wasser, 0,5 g einer 75 %igen wässrigen
Phosphorsäurelösung und
34,7 g des zweiten Filtratrückstands,
der durch Entfernen von Toluol aus dem Filtrat der zweiten Kristallisation,
das auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 1 erhalten wurde,
mittels Destillation erhalten wurde, wurden in einen mit einem Thermometer,
einem Tropftrichter, einem Rückflusskühler und
einem Rührer
versehenen Vierhalskolben mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter gegeben, um
eine Aufschlämmung
herzustellen, die Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC enthält. Durch
eine Analyse mittels Flüssigchromatographie
wurde festgestellt, dass das Filtrat der zweiten Kristallisation
aus 26,8 g (1,2 Mol) Phenol und 7,9 g BPTMC besteht.
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Die
Aufschlämmung
wurde auf eine Temperatur von 20 °C
eingestellt. Nachdem das Innere des Kolbens durch Stickstoffgas
ausgetauscht war, wurde Chlorwasserstoffgas unter Rühren in
den Kolben eingeführt.
Die Gaszusammensetzung in dem Reaktionsgefäß wurde analysiert und die
Volumenkonzentration des Chlorwasserstoffgases wurde auf 80 % eingestellt.
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4,2
g einer 15 %igen wässrigen
Lösung
von Natriummethylmercaptid wurden tropfenweise zu der Aufschlämmung gegeben,
während
die Aufschlämmung
bei einer Temperatur von 20 °C
gehalten wurde. Eine Mischung von 129,4 g des ersten Filtratrückstands,
der durch Entfernen von Wasser aus dem Filtrat der ersten Kristallisation
erhalten wurde, das auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 1
erhalten wurde, und 42,0 g (0,3 Mol) TMC wurde tropfenweise zu der
Aufschlämmung über eine
Zeitspanne von 6 Stunden gegeben. Durch eine Analyse mittels Flüssigchromatographie wurde
festgestellt, dass der erste Filtratrückstand aus 112,8 g Phenol,
6,8 g BPTMC und 9,8 g anderer Komponenten besteht. Es wurde festgestellt,
dass sich die Temperatur der Reaktionsmischung während der Zugabe erhöht und bei
Abschluss der Zugabe 40 °C
betrug. Anschließend
wurde die Reaktion bei einer Temperatur von 40 °C für weitere 3 Stunden unter Rühren fortgesetzt
(Reaktionsstufe).
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Nach
der Reaktion wurde die erhaltene Reaktionsmischung durch Flüssigchromatographie
analysiert und es wurde festgestellt, dass die Herstellungsausbeute
von BPTMC 96,8 Mol-% betrug. Die Reaktionsmischung wurde auf dieselbe
Art und Weise wie in Beispiel 1 aufgearbeitet, wodurch 127 g der Kristalle
des Phenol-Addukts
von BPTMC erhalten wurden, deren Farbe 50 betrug, gemessen gemäß den APHA-Standards
als 20 % Methanol-Lösung.
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Die
Reaktionsmischung, welche die so erhaltenen Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC enthielten, wurden durch die Neutralisationsstufe, die erste
Kristallisations- und
Filtrationsstufe und die zweite Kristallisations- und Filtrationsstufe
auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 1 gereinigt, wodurch 82
g weiße
BPTMC-Kristalle erhalten wurden. Die Herstellungsausbeute war 80,5
Mol-%, bezogen auf das Ausgangs-TMC.
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Es
wurde festgestellt, dass die Kristalle eine Farbe von 10, gemessen
als 10 % Methanol-Lösung gemäß den APHA-Standards,
eine Reinheit von 99,9 % und einen Phenol-Gehalt von 100 ppm, bestimmt durch
eine Analyse mittels Flüssigchromatographie, aufwiesen.
Die enthaltenen Spurenverunreinigungen betrugen 0,3 ppm Natrium
(Atomabsorptionsspektrometrie), 0,5 ppm Chlor (Spektrometrie mit
induktiv gekoppeltem Plasma) und 0,6 ppm Schwefel (Spektrometrie
mit induktiv gekoppeltem Plasma).
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Vergleichsbeispiel 1
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112,8
g (1,2 Mol) Phenol, 16,9 g Wasser und 0,5 g einer 75 %igen wässrigen
Phosphorsäurelösung wurden
in denselben in Beispiel 1 verwendeten Vierhalskolben mit einem
Fassungsvermögen
von 1 Liter gegeben, und die Reaktion wurde sonst auf dieselbe Art
und Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt.
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Als
Ergebnis wurde gefunden, dass BPTMC in einer Herstellungsausbeute
von 87,9 Mol-% erzeugt wurde, und 111 g der Kristalle des Phenol-Addukts
von BPTMC auf dieselbe Art und Weise erhalten wurden. 111 g der
Kristalle des Phenol-Addukts von BPTMC und 77 g Wasser wurden in
einen Autoklaven mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter gegeben, und
nachdem die Atmosphäre
im Inneren durch Stickstoffgas ersetzt war, wurde der Autoklav geschlossen
und das Innere des Autoklaven wurde auf eine Temperatur von 140 °C erhöht. Die
Mischung wurde dann auf eine Temperatur von 80 °C abgekühlt und einer Zentrifugation
unterzogen. Die erhaltenen Kristalle wurden bei einer Temperatur
von 120 °C
unter einem Druck von 20 mm Hg für
vier Stunden getrocknet, wodurch 70 g schwach gelbe BPTMC-Kristalle
erhalten wurden.
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Die
Kristalle wiesen gemäß einer
Analyse durch Flüssigchromatographie
eine Reinheit von 99,5 % und einen Phenol-Gehalt von 500 ppm sowie eine
Farbe von 30, gemessen als 10 % Methanol-Lösung gemäß den APHA-Standards, auf.