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Diese
Erfindung betrifft die Herstellung von Polyethern und insbesondere
ein Verfahren zur Aufreinigung eines Polyethers, um den Polymerisationskatalysator
daraus rückzugewinnen.
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Polyether
sind chemische Großserienverbindungen,
die bei vielen Anwendungen verwendet werden, umfassend beispielsweise
bei der Herstellung von Polyurethanen, bei der Herstellung von aminierten
Polyethern und als Tenside. Ein gebräuchliches Verfahren zur Herstellung
von Polyethern stellt die Polymerisation eines Alkylenoxids in Gegenwart
einer "Initiatorverbindung" und eines Alkalimetallhydroxidkatalysators
dar. Auf diese Art und Weise können
Polymere von Alkylenoxid mit breit gefächerten Molekulargewichten
hergestellt werden. Die Funktion der Initiatorverbindung besteht
darin, die Nennfunktionalität
(Anzahl von Hydroxylgruppen pro Molekül) des Polyethers einzustellen.
Manchmal verleiht der Initiator dem Polyether bestimmte wünschenswerte
Gebrauchseigenschaften. Dies ist beispielsweise bei zahlreichen
Tensiden der Fall.
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Am
Ende der Polymerisationsreaktion ist es üblicherweise notwendig, den
Alkalimetallkatalysator zu entfernen. Verschiedene Verfahren zur
Durchführung
dieser Entfernung sind im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise
kann der Polyether mit Wasser und einem Wasser-unmischbaren Lösungsmittel
gemischt und dann einer elektrostatischen Koaleszenz unterzogen
werden. Der Katalysator wandert vorzugsweise in die Wasserphase
und der Polyether wandert in die Lösungsmittelphase, wodurch eine
Trennung des Katalysators von dem Polyether erreicht wird. Dieses
Verfahren weist jedoch den erheblichen Nachteil auf, dass ein organisches
Lösungsmittel
verwendet wird, welches zu zusätzlichen
Unkosten führt
und in einem getrennten Bearbeitungsschritt von dem Polyether abgetrennt
werden muss.
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Bei
einer Abwandlung des vorangehenden Verfahrens wird vor der elektrostatischen
Koaleszenz oder Zentrifugation zusätzlich eine Säure zu dem
Rohpolyether gegeben. Dieses Verfahren weist immer noch die mit
der Verwendung des Lösungsmittels verbundenen
Nachteile auf. Zudem wird der Alkalimetallkatalysator durch die
Säure neutralisiert,
wodurch sich Salze bilden, die zu einem zusätzlichen Entsorgungsproblem
führen.
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Ein
anderer Ansatz für
die Aufreinigung von Polyethern basiert auf der Behandlung mit einem
Absorptionsmittel, wie synthetisches Magnesiumsilicat und Wasser.
Das Absorptionsmittel, welches den Katalysator enthält, wird
dann von dem Polyether abgetrennt und das Wasser wird anschließend unter
Verwendung von Hitze und Vakuum aus dem Polyether abgestrippt. Dieses
Verfahren ist daher energieintensiv und der Katalysator geht mit
dem Absorptionsmittel verloren. Eine Abwandlung dieses Verfahrens,
bei der die Wasser/Absorptionsmittel/Polyether-Mischung mit Kohlendioxid,
gefolgt von einer Filtration und dem Abstrippen des Wassers, behandelt
wird, weist die gleichen Nachteile auf.
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Ionenaustauschtechniken
wurden auch verwendet, um Polyether aufzureinigen. Diese Techniken
weisen die Nachteile des Erfordernisses eines Lösungsmittels, um die Viskosität zu reduzieren,
und der Notwendigkeit, den Ionenaustauschharz zu regenerieren, auf. Überdies
geht der Katalysator bei diesem Verfahren verloren und muss verworfen
werden.
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Ein
anderes Verfahren zur Aufreinigung von Polyethern umfasst das Mischen
des Rohpolyethers mit Wasser, um eine Emulsion zu bilden, das Erhitzen
der Emulsion auf etwa 90 bis etwa 150°C, und dann das Durchleiten
der Emulsion durch ein Koaleszenzmedium, durch welches die Emulsion
gebrochen wird und getrennte wässrige
und Polyetherphasen gebildet werden. Salze oder zusätzliche
Alkalimetallhydroxide können mit
dem Wasser zugegeben werden, um einen größeren Dichteunterschied zwischen
der wässrigen
Phase und der Polyetherphase zu begünstigen, wodurch ihre Auftrennung
erleichtert wird.
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Obwohl
das gerade beschriebene Koaleszenzverfahren einige Vorteile gegenüber anderen
Verfahren besitzt, ist es wünschenswert,
die Effizienz dieses Verfahrens zu verbessern, um die entfernte
Menge des Alkalimetallkatalysators zu maximieren.
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Der
gebräuchlichste
Katalysator zur Polyetherherstellung ist Kaliumhydroxid (KOH). Wird
KOH verwendet, um Propylenoxid zu polymerisieren und einen Polyether
herzustellen, wird jedoch häufig
aufgrund der Isomerisierung des Propylenoxids zu Allylalkohol eine
erhebliche Menge an monofunktionellen Verunreinigungen gebildet.
Der Allylalkohol wirkt als monofunktioneller Initiator für die Polymerisation
der Polyethermonoalkohole. Ein Verfahren zur Verringerung dieser
unerwünschten
Isomerisierungsreaktion ist die Verwendung von Cäsiumhydroxid (CsOH) als Polymerisationskatalysator.
CsOH ist häufig
jedoch teurer als KOH. Damit ein Verfahren unter Verwendung von
CsOH ökonomisch
realisierbar ist, ist es daher notwendig, die Katalysatormenge,
die während
der Polyetherherstellung verloren geht, zu minimieren.
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Demzufolge
wäre es
wünschenswert,
ein Verfahren bereitzustellen, bei dem ein Alkalimetallhydroxid aus
einem Rohpolyether rückgewonnen
werden kann, wobei das Verfahren keine organischen Lösungsmittel oder
Absorptionsmittel verwendet und nur zu geringen Verlusten des Polyetherpolymerisationskatalysators führt.
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1 ist
ein schematisches Diagramm eines bevorzugten Gesamtverfahrens zur
Herstellung und Aufreinigung von Polyethern, umfassend zahlreiche
Aspekte der Erfindung und veranschaulicht bevorzugte Anordnungen
zur Rückführung des
Wassers und Alkalimetallkatalysators.
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Polyethers,
umfassend
- a) Umsetzen einer Initiatorverbindung
mit wenigstens einer einen aktiven Wasserstoff enthaltenden Gruppe mit
einem Cäsiumpolymerisationskatalysator,
um wenigstens einen Teil der Wasserstoffatome dieser einen aktiven
Wasserstoff enthaltenden Gruppe(n) durch ein Cäsiumkation zu substituieren,
um einen Alkoxidinitiator zu erzeugen;
- b) Umsetzen des Alkoxidinitiators mit wenigstens einem Alkylenoxid,
um einen Rohpolyether zu erzeugen;
- c) Mischen des Rohpolyethers mit Wasser unter Bedingungen, bei
denen eine Emulsion gebildet wird und der Cäsiumpolymerisationskatalysator
in in der wässrigen
Phase gelöstes
oder suspendiertes Cäsiumhydroxid
umgewandelt wird; und
- d) Durchleiten der Emulsion durch ein Koaleszenzmedium, umfassend
partikuläres
Zirkoniumdioxid, unter Bedingungen, bei denen die Emulsion in eine
wässrige
Phase, enthaltend das Cäsiumhydroxid,
und eine Polyetherphase, im Wesentlichen frei von dem Cäsiumpolymerisationskatalysator,
aufgetrennt wird; und
- e) Rückführen wenigstens
eines Teils des Alkalimetallhydroxids zu Schritt a).
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Es
hat sich gezeigt, dass die Effizienz des nachfolgenden Koaleszenzschrittes
verbessert wird, wenn der Rohpolyether während jeder Verweilzeit zwischen
dem Ende der Polymerisationsreaktion und dem Koaleszenzschritt in
Form einer Mischung mit genügend
Wasser gehalten wird, um den Alkalimetallpolymerisationskatalysator
in wässriges
Alkalimetallhydroxid zu überführen. Dies
ermöglicht
eine einfachere und effizientere Abtrennung der wässrigen
Phase und der Polyetherphase, was wiederum eine vollständigere
Entfernung des Alkalimetallpolymerisationskatalysators aus dem Polyether
ermöglicht.
Der Katalysator kann dann rückgeführt werden
und die mit dem Ersetzen des verlorenen Katalysators verbundenen
Kosten werden dementsprechend verringert.
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Es
hat sich gezeigt, dass die Verwendung von Zirkoniumdioxid als Koaleszenzmedium
zu verschiedenen einzigartigen Vorteilen führt, die wiederum zu wichtigen ökonomischen
Vorteilen führen
können.
Zirkoniumdioxid ist in dem Polyol und der Wasser/Alkalimetallkatalysator-Lösung unlöslich, sodass
es eine lange Bettlebensdauer aufweist. Zirkoniumdioxid absorbiert
sehr wenig Polyetherpolyol, sodass Probleme in Zusammenhang mit
dem Fouling oder dem Verlust des Produktes größtenteils vermieden werden.
Zirkoniumdioxid wird vorzugsweise durch die Wasser/Alkalimetallkatalysator-Phase
benetzt und stellt daher eine ausgezeichnete Koaleszenzeffizienz
bereit. Ferner ist Zirkoniumdioxid einfach in Partikelgrößen erhältlich,
die leicht auf Großherstellungsverfahren
angepasst werden können.
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Bei
dieser Erfindung wird ein Polyether durch Umsetzen einer Initiatorverbindung
mit einem Alkylenoxid in Gegenwart eines Cäsiumpolymerisationskatalysators
hergestellt.
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Die
Herstellung der Polyether durch Alkalimetall-katalysierte Polymerisation
von Alkylenoxiden ist gut bekannt und mit Ausnahme von hierin als
kritisch beschriebenen Merkmalen können herkömmliche Alkylenoxidpolymerisationsverfahren
verwendet werden, um einen Rohpolyether gemäß dieser Erfindung herzustellen.
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Dementsprechend
kann das Alkylenoxid jedes Alkylenoxid sein, das unter Verwendung
eines Alkalimetallpolymerisationskatalysators polymerisiert werden
kann, umfassend Ethylenoxid, Propylenoxid, 1,2-Butylenoxid, 2,3-Butylenoxid
und 1,2-Hexylenoxid.
Mischungen aus zwei oder mehreren der vorangehenden Alkylenoxide
können
verwendet werden und zwei oder mehrere der vorangehenden Alkylenoxide
können nacheinander
polymerisiert werden, um eine Blockstruktur in dem Polyether zu
erzeugen. Ethylenoxid, Propylenoxid, 1,2-Butylenoxid und 2,3-Butylenoxid
sind aufgrund ihrer Kosten, ihrer Verfügbarkeit und der Eigenschaften
des resultierenden Polyethers bevorzugt. Polymere aus jedem dieser
Oxide sind gemäß dieser
Erfindung bevorzugte Polyether, vorausgesetzt, dass das Polymer
in Wasser ausreichend unlöslich
ist, sodass es mit dem Wasser eine Emulsion bilden kann, die durch
einen Koaleszenzschritt in getrennte Polyether- und wässrige Phasen
aufgebrochen werden kann. Mischungen aus Ethylenoxid mit Propylenoxid
oder ein Butylenoxidisomer sind ebenfalls bevorzugt, wie es auch
die aufeinanderfolgenden Polymerisationen von Propylenoxid oder
einem Butylenoxidisomer gefolgt von Ethylenoxid und von Ethylenoxid
gefolgt von Propylenoxid oder einem Butylenoxidisomer sind. Homopolymere
von Propylenoxid und Polymere von Mischungen aus Alkylenoxiden,
enthaltend Propylenoxid, sind die am meisten bevorzugten Polyether.
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Die
Initiatorverbindung enthält
eine oder mehrere einen aktiven Wasserstoff enthaltende Gruppen. Eine
einen aktiven Wasserstoff enthaltende Gruppe enthält, wie
hierin verwendet, einen an ein Heteroatom gebundenen Wasserstoff
und greift in eine Ringöffnungsreaktion
mit einem Alkylenoxid ein. Ein Kohlenstoffatom des Alkylenoxids
wird an das Heteroatom gebunden und eine endständige Hydroxylgruppe wird gebildet.
Unter solchen einen aktiven Wasserstoff enthaltenden Gruppen sind
Carbonsäure
(-COOH), Hydroxyl (-OH), primäres
Amin (-NH2), sekundäres Amin (-NRH, wobei R Alkyl,
insbesondere ein niedriges Alkyl, ist) und Mercapto (-SH). Die Struktur
der Initiatorverbindung wird so ausgewählt, dass sie in dem Endprodukt
eine gewünschte Funktionalität (d.h.
eine Anzahl von Hydroxylgruppen/Molekül) bereitstellt und manchmal
gewünschte
Gebrauchseigenschaften erzeugt. Beispielsweise kann ein Initiator
mit einer hydrophoben Gruppe ausgewählt werden, wenn Tensideigenschaften
in dem Produktpolyether erwünscht
sind. Im Allgemeinen sind Hydroxylgruppen enthaltende Initiatoren
mit 1 bis 8 Hydroxylgruppen pro Molekül bevorzugt. Unter den vielen
geeigneten Initiatorverbindungen sind Wasser, Glycerin, Trimethylolpropan,
Ethylenglycol, Diethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol,
niedermolekulare Poly(alkylenoxide), Sucrose, Sorbitol, α-Methylenglycosid, α-Hydroxyethylglycosid,
gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische C4-C22-Carbonsäuren, Alkyl-substituierte
Phenole, vorzugsweise mit 4 oder mehr Kohlenstoffen in der Alkylgruppe,
wie p-Nonylphenol,
Alkylenamine, Alkylendiamine, wie Ethylendiamin oder Diethylentriamin,
Aminoethylpiperazin, aromatische Mono- und Polyamine, wie Toluoldiamin
und Methylendiphenylamin, Alkylmono- und Alkylpolymercaptane.
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Der
Cäsiumpolymerisationskatalysator
ist ein Salz oder Hydroxid, das einen Wasserstoff aus einer einen
aktiven Wasserstoff enthaltenden Gruppe auf dem Initiatormolekül verdrängt. Geeignete
Polymerisationskatalysatoren umfassen Cäsiumcarbonate, -oxide und -salze
von organischen Säuren,
wie Acetate und Propionate. Cäsiumhydroxid
ist aus zwei Hauptgründen
besonders bevorzugt. Cäsiumhydroxid
katalysiert die Polymerisationsreaktion unter Bedingungen, welche
den Isomerisierungsgrad des Propylenoxids, um monofunktionelle Verunreinigungen
zu erzeugen, verringern. Da diese Erfindung eine effiziente Rückgewinnung
und Rückführung des
Katalysators ermöglicht,
ist sie bei der Verwendung des relativ teuren Cäsiumkatalysators von besonderem
Interesse.
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Im
Verlauf der folgenden Beschreibung bezeichnet "Alkalimetallkatalysator" Cäsiumkatalysator.
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Der
Polyether wird durch Mischen des Alkylenoxids und der Initiatorverbindung
unter Polymerisationsbedingungen in Gegenwart des Alkalimetallkatalysators
hergestellt. Ein Verfahren zur Zugabe des Alkalimetallkatalysators
besteht darin, eine konzentrierte wässrige Lösung des Katalysators mit einem
Teil oder der gesamten Initiatorverbindung zu mischen. Solch eine
konzentrierte wässrige
Lösung
enthält vorteilhafterweise etwa
20 bis etwa 60 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 40 bis etwa 55
Gewichtsprozent des Katalysators. Üblicherweise werden etwa 0,04
bis etwa 0,2 Mol des Katalysators pro Äquivalent an aktivem Wasserstoffatom in
der Initiatorverbindung verwendet. Auf diese Art und Weise wird
ein Teil der aktiven Wasserstoffatome auf dem Initiator umgesetzt
und durch Alkalimetallkationen ersetzt. Da das Wasser während des
Polymerisationsverfahrens als difunktioneller Initiator wirkt, wird
das meiste oder das gesamte Wasser üblicherweise aus der Initiator/Katalysator-Mischung
abgestrippt. Das Wasser kann jedoch auch in dem Initiator verbleiben,
wenn die Gegenwart von Wasser initiierten Polyethermolekülen in dem
Endprodukt hinnehmbar ist.
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Die
Polymerisation wird üblicherweise
bei einer erhöhten
Temperatur, beispielsweise bei etwa 80°C bis etwa 150°C, durchgeführt. Ein
Druck vom Atmosphärendruck
bis etwa 100 psig ist üblicherweise
geeignet.
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Am
Ende der Polymerisationsreaktion wird ein Rohpolyether erhalten,
der zusätzlich
zu dem Polyether verbliebenen Alkalimetallkatalysator und nicht
umgesetztes Alkylenoxid enthält.
Der Alkalimetallkatalysator liegt wenigstens teilweise in der Form
von endständigen
Alkoxid(-O–M+, wobei M das Alkalimetall darstellt)-Gruppen
auf dem Polyether vor.
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Um
gemäß vorliegender
Erfindung den Katalysator aus dem Rohpolyether zu entfernen, wird
der Rohpolyether mit ausreichend Wasser und unter anderen Bedingungen
gemischt, sodass eine Emulsion aus dem Wasser und dem Polyether
gebildet wird. Dies wird leicht durch Bewegen, die Anwendung von
Hitze oder durch beides erreicht. Ein ausreichendes Bewegen, um
das Wasser und den Polyether fein ineinander zu dispergieren, kann
durch Verwendung verschiedener Arten von Mischapparaturen erreicht
werden, wie Rührkessel,
Stiftmischer, Im-Rohr-Mischer, Prallmischer, Düsenmischer, Ultraschallmischer
oder statische Mischer. Erhöhte
Temperaturen unterstützen
die Bildung einer Emulsion, indem sie die Viskosität des Polyethers
verringern. Temperaturen von etwa 80°C bis etwa 150°C sind zur
Bildung der Emulsion geeignet, wobei eine Temperatur von etwa 100°C bis etwa
140°C bevorzugt
ist. Wird eine Temperatur oberhalb des Siedepunktes von Wasser verwendet,
ist ein erhöhter
Druck bevorzugt, um ein Sieden zu verhindern.
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Die
Menge an Wasser, die zur Herstellung der Emulsion verwendet werden
kann, kann stark variieren. So wenig wie etwa 3%, vorzugsweise wenigstens
etwa 5%, mehr bevorzugt wenigstens etwa 6% Wasser, bezogen auf das
Gewicht des Rohpolyethers, wird verwendet. 100% oder mehr Wasser,
bezogen auf das Gewicht des Rohpolyethers, kann verwendet werden,
vorzugsweise wird jedoch nicht mehr als etwa 70%, mehr bevorzugt
nicht mehr als etwa 40%, am meisten bevorzugt nicht mehr als etwa
20% Wasser verwendet. Die Verwendung von unnötig großen Mengen an Wasser führt nur
zu geringen oder keinen Vorteilen und erfordert die Handhabung von
großen
Volumen an Materialien.
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Nach
der Bildung dieser Emulsion reagieren die endständigen Alkoxid(-O–M+)-Gruppen mit Wassermolekülen, um
endständige
Hydroxylgruppen zu bilden, und erzeugen das entsprechende Alkalimetallhydroxid,
das in der wässrigen
Phase gelöst
wird.
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Ist
die Dichte des Wassers nahe der Dichte des Polyethers, trennt sich
die Wasserphase langsam, wenn überhaupt,
von der Polyetherphase ab. Demzufolge umfasst die vorliegende Erfindung
die Zugabe eines löslichen
anorganischen Salzes oder Hydroxids zu dem Wasser, um dessen Dichte
in Bezug auf die Dichte der Polyetherphase zu erhöhen. Geeignete
Salze umfassen lösliche
Alkalimetallsalze, insbesondere Kalium-, Natrium- oder Cäsiumsalze.
Die Alkalimetallhydroxide sind bevorzugt und es ist am meisten bevorzugt,
einfach das gleiche Alkalimetallhydroxid zu verwenden, das bei der
Herstellung des Polyethers als Katalysator verwendet wird. Es ist
am meisten bevorzugt, Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Bariumhydroxid
oder Cäsiumhydroxid
zu verwenden, um die Dichte der Wasserphase, falls erforderlich,
zu erhöhen.
Ausreichend Salz oder Hydroxid wird zugegeben, um einen Dichteunterschied
zwischen den Wasser- und Polyetherphasen von wenigstens 0,01 g/cm3, mehr bevorzugt wenigstens 0,02 g/cm3 zu erzeugen. Bis zu etwa 10 Gew.-%, vorzugsweise bis
zu etwa 5 Gew.-% des löslichen
Salzes oder Hydroxids, bezogen auf das Gewicht des Wassers, ist üblicherweise
ausreichend für
diesen Zweck. Der gesamte Alkalimetallkatalysatorrückführungsstrom
aus Schritt 5 des in 1 gezeigten
Verfahrens oder ein Teil davon kann als Katalysatorquelle, mit der
die Dichte der wässrigen
Phase erhöht
wird, verwendet werden.
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Mit
Ausnahme von Wasser und der optionalen Zugabe von löslichem
Salz oder Hydroxid, ist es bevorzugt keine anderen Zusätze zu der
Emulsion zuzugeben.
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Die
Emulsion wird dann durch ein Koaleszenzmedium geleitet. Der Kontakt
mit dem Koaleszenzmedium führt
dazu, dass die fein dispergierten Wassertropfen zu größeren Agglomeraten
koaleszieren, die sich aufgrund ihrer höheren Dichte in Bezug auf die
Polyetherphase von dem Polyether abtrennen, wodurch eine eindeutige
Wasserphase erzeugt wird. Üblicherweise
enthält
der das Koaleszenzmedium verlassende Produktstrom vergrößerte Wasser-
und Polyethertropfen, verglichen mit der Mischung, die dem Koaleszenzmedium
zugeführt
wird. Es erfolgt dann ein Abscheidenlassen des Produktstroms, wobei
die Schwerkraft dazu führt, dass
die agglomerierten Wasser- und
Polyethertropfen sich in getrennte Wasser- und Polyetherphasen auftrennen.
Das Auftrennungsverfahren kann unterstützt werden, indem der Auslass
aus dem Koaleszenzbett in einem relativen Ruhezustand gehalten wird.
Vorteilhafterweise wird für
den Produktstrom aus dem Koaleszenzbett ein Absetztank oder ein
Anbau an das Koaleszenzgefäß bereitgestellt,
um diesen in einem relativen Ruhezustand zu halten, sodass die Phasenauftrennung
abgeschlossen wird.
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Falls
erforderlich, kann die Emulsion mit zwei oder mehreren Koaleszenzbetten,
die in Serie geschaltet sind, in Kontakt gebracht werden, um eine
vollständigere
Auftrennung der Polyether- und Wasserphasen zu erhalten.
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Das
Koaleszenzmedium liegt vorzugsweise in einer Form vor, die ein hohes
Oberfläche-Volumen-Verhältnis aufweist,
wie ein Netz, eine Faser oder ein Feststoffteilchen. Feststoffteilchen
als Koaleszenzmedien sind bevorzugt. Wird ein partikuläres Koaleszenzmedium
verwendet, wird die Partikelgröße vorteilhafterweise zusammen
mit der Dichte ausgewählt,
sodass (1) das Bett nicht aufgewirbelt wird, verschoben wird oder
eine unebene Fließverteilung
entwickelt, (2) sich ein geeigneter Druckabfall über das Koaleszenzbett entwickelt, und
(3) eine effiziente Koaleszenz erhalten wird. Partikelgrößen im Bereich
von 10 bis etwa 140 Mesh, vorzugsweise von etwa 20 Mesh bis 70 Mesh
(U.S. Standard) sind für
anorganische Koaleszenzmedien vorteilhaft.
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Es
ist bevorzugt, die Emulsion mit dem Koaleszenzmedium bei einer Emulsionstemperatur
von etwa 80°C
bis etwa 150°C,
vorzugsweise 100 bis etwa 140°C,
in Kontakt zu bringen. Das Arbeiten bei erhöhten Temperaturen bringt verschiedene
Vorteile mit sich. Einer besteht darin, dass die Viskosität bei diesen
Temperaturen im Vergleich zu niedrigeren Temperaturen verringert
wird. Ein anderer Vorteil des Arbeitens bei diesen Temperaturbereichen
ist, dass der Dichteunterschied zwischen der wässrigen Phase und der Polyetherphase üblicherweise
größer ist
als bei niedrigeren Temperaturen. Ein dritter Vorteil ist, dass
der Polyether dazu neigt, bei erhöhten Temperaturen in Wasser
weniger löslich
zu sein. Werden, wie zuvor bereits erwähnt, Temperaturen oberhalb
etwa 100°C
verwendet, ist es bevorzugt, Überdruck
zu verwenden, um ein Sieden zu verhindern.
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Es
ist besonders bevorzugt, dass die Tiefe des Bettes in Abhängigkeit
von der Wahl des Koaleszenzmediums so gewählt wird, dass ein Druckabfall
von wenigstens 5 psig über
das Bett hinweg beobachtet wird. Für eine Polyetherherstellung
im Großmaßstab unter
Verwendung eines partikulären
Koaleszenzmediums, wie partikuläres
Zirkoniumdioxid, ist ein Koaleszenzbett mit einer Tiefe von etwa
5 Inch bis 20 Fuß,
vorzugsweise von etwa 10 Inch bis etwa 20 Fuß geeignet. Ein etwas tieferes
Bett kann verwendet werden, wenn es besonders schwierig ist, die
Emulsion zu brechen, wie es beispielsweise der Fall ist, wenn der
Polyether besonders wasserverträglich
ist. Verringerte Fließgeschwindigkeiten
können
auch die Auftrennung von Emulsionen, die schwierig zu brechen sind,
unterstützen.
Der Durchmesser des Bettes wird bei Großanwendungen vorzugsweise so
gewählt,
dass über
die Oberfläche
des Bettes ein Flux im Bereich von etwa 800 bis 2000 Pfund/Stunde/Fuß2 bereitgestellt wird.
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Auf
diese Art und Weise werden getrennte wässrige und Polyetherströme erhalten.
Der wässrige Strom
enthält
wenigstens etwa 90 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens etwa 95 Gew.-%,
mehr bevorzugt wenigstens etwa 98 Gew.-%, am meisten bevorzugt wenigstens
etwa 99 Gew.-% des ursprünglich
in dem Rohpolyether enthaltenen Alkalimetallpolymerisationskatalysators.
Die Polyetherphase enthält
eine kleine Menge Wasser und eine Restmenge des Katalysators. Häufig enthält sie kleine
Mengen von organischen Nebenprodukten.
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Gemäß einem
Aspekt dieser Erfindung wird eine verbesserte Effizienz des Gesamtprozesses
zur Herstellung von Polyethern durch Rückführen wenigstens eines Teils
des Alkalimetallkatalysators, der durch die Aufreinigung des Rohpolyethers
rückgewonnen
wird, an den Anfang des Gesamtprozesses (Schritt 1 in 1) erreicht.
Wenn es erforderlich ist, ein Alkalimetallsalz zu dem Emulgierungsschritt
des Rohpolyethers zuzugeben, kann ein Teil des rückgewonnenen Alkalimetallkatalysators
auch zu diesem Schritt rückgeführt werden. Das
Rückführen wird
vorzugsweise durch Entfernen wenigstens eines Teils des Wassers
aus dem aus dem Koaleszenzmedium erhaltenen Wasser/Alkalimetallhydroxid-Strom,
um einen konzentrierten Alkalimetallhydroxidstrom zu erhalten, bewerkstelligt.
Dies ist in Schritt 5 in 1 gezeigt.
Im Rahmen der Erfindung ist es jedoch auch möglich, den Konzentrationsschritt
wegzulassen und die aus dem Koaleszenzschritt erhaltene rückgewonnene
wässrige
Alkalimetallhydroxidlösung
direkt zu dem Verfahren rückzuführen.
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Ähnlich ist
es wünschenswert,
das Restwasser aus der Polyolphase rückzugewinnen und dieses rückzuführen, sodass
das Volumen der Abfallströme,
die weggeworfen oder behandelt werden müssen, minimiert wird.
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In 1 wird
der Initiator und eine konzentrierte wässrige Alkalimetalllösung in
Schritt 1 gemischt. Wie zuvor bereits beschrieben, umfasst
Schritt 1 üblicherweise
einen Abstrippschritt (nicht gezeigt), um Wasser zu entfernen. In
Schritt 2 wird die Initiator/Katalysator-Mischung mit einem
oder mehreren Alkylenoxiden umgesetzt, um einen Rohpolyether mit
dem gewünschten
Molekulargewicht zu erzeugen. Der Rohpolyether wird dann in dem
optionalen, jedoch bevorzugten Quenchschritt 3 und/oder
Emulgierungsschritt 3a mit Wasser gemischt, um eine Emulsion
zu erzeugen, die in Schritt 4 durch ein Koaleszenzmedium
geleitet wird. Getrennte Polyether- und wässrige Ströme werden durch den Koaleszenzschritt
erhalten. Wie in Schritt 5 von 1 gezeigt,
kann die wässrige
Phase aufkonzentriert werden, wobei ein konzentrierter Katalysatorstrom
und ein Wasserstrom erzeugt wird. Wie gezeigt, kann der konzentrierte
Katalysatorstrom zu Schritt 1 rückgeführt werden. Wie zuvor bereits
erwähnt,
ist der Konzentrationsschritt optional, jedoch bevorzugt.
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Der
Schritt des Aufkonzentrierens des Alkalimetallhydroxidstroms kann
auf jede geeignete Art und Weise durchgeführt werden, wie durch die Anwendung
von Hitze und/oder Vakuum. Geeignete Bedingungen umfassen eine Temperatur
von etwa 60 bis 120°C
und einen verminderten Druck von etwa 10 bis etwa 400 mm Hg. Natürlich kann
der Konzentrationsschritt in Form einer Reihe von Schritten durchgeführt werden,
wobei jeder Schritt die konzentrierte Alkalimetallhydroxidlösung aus
dem vorangehenden Schritt aufnimmt und diese weiter aufkonzentriert,
bis eine Alkalimetallhydroxidlösung
der gewünschten
Konzentration erhalten wird. Der Wassergehalt in dem Alkalimetallhydroxidstrom
wird vorteilhafterweise auf weniger als etwa 80 Gew.-%, vorzugsweise
weniger als etwa 70 Gew.-%, mehr bevorzugt etwa 40 bis 60 Gew.-%
verringert. Eine Verringerung des Wassergehalts auf diesen Bereich
minimiert die Wassermenge, die zu dem Initiator zugegeben und anschließend aus
diesem entfernt werden muss. Ein Teil des Alkalimetallhydroxids
kann zu Schritt 3 oder 3a oder zu beiden Schritten
rückgeführt werden.
Dies ist bevorzugt, wenn es gewünscht
wird, die Dichte der wässrigen
Phase der Emulsion zu erhöhen,
um deren Abtrennung von der Polyetherphase, wie zuvor beschrieben, zu
erleichtern.
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Das
durch die Aufkonzentrierung des Alkalimetallhydroxidstroms rückgewonnene
Wasser wird vorteilhafterweise zu dem Verfahren rückgeführt. Wie
in 1 gezeigt, wird ein Teil oder das gesamte Wasser
vorteilhafterweise aus dem Konzentrationsschritt 5 zu dem
optionalen Quenchschritt 3 und/oder Emulgierungsschritt 3a rückgeführt.
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Die
Beispiele A und B veranschaulichen die Effekte der Alkalimetallkatalysatorrückgewinnung
und -rückführung gemäß diesem
ersten Aspekt der Erfindung. Beispiel A ist ein unter Verwendung
eines frischen Cäsiumhydroxidkatalysators
hergestellter Polyether. Beispiel B ist ein unter Verwendung eines
aus dem Polyether A rückgewonnenen
und rückgeführten Cäsiumhydroxidkatalysators
hergestellter Polyether. Beide Polyether sind Poly(propylenoxid)homopolymere,
die durch Polymerisation von Propylenoxid auf einen propoxylierten
Glycerininitiator hergestellt wurden. Um den Katalysator aus dem
Rohpolyether des Beispiels A zu entfernen, wird der Rohpolyether
mit 12 Gew.-% Wasser bei einer Temperatur von etwa 120°C gemischt.
Die resultierende Emulsion wird durch Durchleiten derselben durch
ein Koaleszenzbett, enthaltend partikuläres Zirkoniumdioxid mit einer
ungefähren
Partikelgröße von 20 × 50 Mesh,
mit einem Durchmesser von 4 Inch bei einer Geschwindigkeit von etwa
80 Litern/Stunde koalesziert. Diese Bedingungen führen zu
einem ungefähren Flux
von 2000 Pfund/Stunde/Fuß2 durch das Koaleszenzmedium. Ein unterhalb
des Bettes befindlicher Anbau an das Koaleszenzgefäß stellt
eine Ruhezone zur Auftrennung der Polyether- und wässrigen
Phasen bereit. Ein eine wässrige
Cäsiumhydroxidlösung enthaltender
Strom wird in einem Ablaufgefäß gesammelt
und zu dem Reaktor rückgeführt, um
den in Beispiel B verwendeten Initiator herzustellen. Der Rohpolyether
aus Beispiel B wird dann auf die gleiche Art und Weise koalesziert.
Außer
der Verwendung des rückgeführten CsOH werden
die Polyether A und B auf die gleiche Art und Weise hergestellt.
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Einige
Verarbeitungsbedingungen und -eigenschaften der Beispiele A und
B werden in der folgenden Tabelle 1 verglichen:
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Wie
in der vorangehenden Tabelle gezeigt, ermöglicht die Verwendung des aus
dem Koaleszenzschritt rückgeführten CsOH
die Herstellung eines Polyols mit denselben Eigenschaften (innerhalb üblicher
Herstellungsabweichungen) wie ein Polyol, das unter Verwendung von
frischem CsOH erhalten wurde. Zudem kann das rückgeführte CsOH ohne Verlust der
Koaleszenzeffizienz aus dem Produktpolyether entfernt werden.
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Gemäß dieser
Erfindung erhält
der den Koaleszenzschritt verlassende Polyetherstrom üblicherweise Restmengen
an Wasser, Katalysator und einigen Verunreinigungen. Der Polyetherstrom
kann daher einer Entfernung der flüchtigen Bestandteile unterzogen
werden, um Wasser und niedermolekulare organische Verunreinigungen
zu entfernen. Die Entfernung der flüchtigen Bestandteile wird durchgeführt, indem
der Polyether einer erhöhten
Temperatur, einem verminderten Druck oder einer Kombination davon
ausgesetzt wird. Gemäß einem
anderen Aspekt dieser Erfindung wird der Polyether einer Entfernung
der flüchtigen
Bestandteile unterzogen, die in wenigstens zwei Schritten abläuft, sodass
mehr Wasser rückgewonnen
und rückgeführt werden kann.
Daher wird, wie in 1 gezeigt, ein erster Entfernungsschritt
als Schritt 6A durchgeführt
und Wasser wird entfernt und zu den Schritten 3 und/oder 3A rückgeführt. Der
teilweise einer Entfernung der flüchtigen Bestandteile unterzogene
Polyether wird dann einem zweiten Entfernungsschritt 6B unterzogen,
der unter strengeren Bedingungen durchgeführt wird, wobei ein Produktpolyetherstrom
und ein Wasser/organische Substanzen enthaltender Wasserstrom, der
verworfen oder behandelt wird, erzeugt wird. Der Produktpolyetherstrom kann
einer weiteren Aufreinigung unterzogen werden, um Restkatalysator
oder -wasser zu entfernen, wie beispielsweise durch Durchleiten
desselben durch ein Bett aus einem geeigneten Absorptionsmittel,
wie Magnesiumsilikat.
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In
dem ersten Entfernungsschritt werden die Bedingungen so gewählt, dass
Wasser aus dem Polyether abgestrippt wird, wobei jedoch der Allylalkohol
und andere organische Verunreinigungen in dem Polyether verbleiben.
Falls gewünscht,
werden die Abstrippbedingungen in dem ersten Entfernungsschritt
so gewählt, dass
das restliche Alkylenoxid in dem Polyether zusammen mit dem Wasser
abgestrippt wird. Auf diese Art und Weise wird ein Wasserstrom erzeugt,
der im Wesentlichen frei von Allylalkohol und anderen organischen Verunreinigungen
(außer
das Alkylenoxid) ist und vorzugsweise weniger als 1000 ppm und mehr
bevorzugt nicht mehr als Spurenmengen davon enthält. Dieser Wasserstrom ist
beispielsweise zur Rückführung zu
dem Polyetherherstellungsverfahren geeignet. Jegliches Restalkylenoxid,
das in der wässrigen
Phase vorliegt, kann zusammen mit dem Wasser rückgeführt werden. 1 veranschaulicht
die Rückführung dieses
Wasserstroms in den Quenchschritt 3 und den Emulgierungsschritt 3A.
Geeignete Bedingungen für
diesen ersten Entfernungsschritt umfassen eine Temperatur von etwa
100 bis etwa 140°C
und einen verminderten Druck von etwa 20 bis etwa 200 mm Hg. Der
erste Entfernungsschritt wird vorteilhafterweise solange durchgeführt, bis soviel
Wasser wie möglich
aus dem Polyether abgestrippt ist, ohne dass erhebliche Mengen von
Allylalkohol und anderen organischen Verunreinigungen (obwohl, wie
zuvor erwähnt,
das Alkylenoxid (die Alkylenoxide) mit dem Wasser in diesem Schritt
abgestrippt werden können)
abgestrippt werden. Dies ermöglicht
die Rückgewinnung
und Rückführung einer
maximalen Wassermenge.
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Nachdem
der erste Entfernungsschritt beendet ist, enthält der Polyether üblicherweise
Restmengen an Wasser als auch niedermolekularen organischen Verunreinigungen.
Diese werden in einem zweiten Entfernungsschritt entfernt, der unter
strengeren Bedingungen durchgeführt
wird, sodass organische Verunreinigungen mit einem Molekulargewicht
von bis zu etwa 250 zusammen mit im Wesentlichen dem gesamten verbleibenden
Wasser abgestrippt werden. Übliche
Bedingungen für
diesen zweiten Entfernungsschritt umfassen eine Temperatur von etwa
100°C bis
etwa 140°C
und einen verminderten Druck von etwa 3 bis etwa 20 mm Hg.
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Der
zweite Entfernungsschritt erzeugt einen Wasser/organische Substanzen
enthaltenden Abfallstrom, der im Allgemeinen für eine Rückführung ungeeignet ist. Da jedoch
der meiste Teil des Wassers in dem Polyetherstrom aus dem Koaleszenzschritt
in dem ersten Entfernungsschritt rückgewonnen wird, wird die Menge
an Wasser in dem Abfallstrom aus dem zweiten Entfernungsschritt
minimiert. Dies ermöglicht,
dass eine minimale Wassermenge einer Abwasserreinigungsanlage zugeleitet
oder verworfen wird.
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Der
dritte Aspekt dieser Erfindung betrifft, was als "Quench"-Schritt bezeichnet
wird. Dieser dritte Aspekt kann in Verbindung mit der Katalysatorrückführung des
ersten Aspekts oder der zweistufigen Entfernung von flüchtigen
Bestandteilen des zweiten Aspekts verwendet werden, er kann jedoch
auch unabhängig
von jedem oder beiden dieser anderen Aspekte der Erfindung verwendet
werden.
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Gemäß diesem
Aspekt wird der "Quench"-Schritt mit dem
Rohpolyether durchgeführt,
wann immer ein Zeitraum auftritt, während dem der Rohpolyether
vor der Durchführung
des Koaleszenzschrittes gelagert oder aufbewahrt wird. Aufgrund
der Verfahren, mit denen die Polymerisations- und Koaleszenzschritte
durchgeführt werden,
ist es häufig
erforderlich, den Rohpolyether zu lagern. Der Schritt des Durchleitens
der Wasser/Polyether-Emulsion durch das Koaleszenzbett wird üblicherweise
und bevorzugt kontinuierlich durchgeführt. Andererseits wird die
Alkylenoxidpolymerisation, um einen Polyether herzustellen, üblicherweise
in einem diskontinuierlichen Verfahren durchgeführt, insbesondere wenn der
Polyether ein Molekulargewicht von etwa 500 oder mehr aufweist.
Dieser Unterschied der zwei Verfahren führt zu einer Situation, bei
der der Rohpolyether periodisch für den Koaleszenzschritt fertig
wird, jedoch nicht sofort koalesziert werden kann, da der Koaleszenzschritt
kontinuierlich durchgeführt
wird und da üblicherweise
Beschränkungen
der Leistungsfähigkeit
der Apparaturen bestehen. Daher müssen die meisten Rohpolyetherchargen
für eine
Zeit gelagert werden, bis sie dem Koaleszenzschritt zugeführt werden.
Bei Herstellungsverfahren im Großmaßstab kann diese Zeitdauer von
etwa 1 Stunde, üblicherweise
4 Stunden und mehr üblicherweise
8 Stunden, bis zum mehreren Tagen oder länger dauern.
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Es
hat sich gezeigt, dass ein verbessertes Koaleszenzverhalten erreicht
wird, wenn der Rohpolyol in Form einer Mischung mit Wasser während den
Haltezeiten zwischen dem Ende der Polymerisationsreaktion und dem
nachfolgenden Koaleszenzschritt gelagert wird. Diese Verbesserung
zeigt sich insbesondere, wenn der aus dem Koaleszenzschritt erhaltene
Wasserstrom in frühere
Schritte des Verfahrens rückgeführt wird.
Obwohl diese Erfindung nicht durch irgendeine Theorie beschränkt wird,
wird davon ausgegangen, dass der Rohpolyether, der O–M+-Endgruppen aufweist, besonders anfällig gegenüber einer
Oxidation ist, wodurch Carboxylgruppen enthaltende Verunreinigungen
gebildet werden. Es wird davon ausgegangen, dass diese Carboxylgruppen
enthaltenden Verunreinigungen als Tenside in der Polyether/Wasser-Emulsion
wirken. Diese Tenside erleichtern die Solubilisierung der Polyether-
und Wasserphasen, wodurch es schwieriger wird, eine klare Trennung
des Polyethers von dem Wasser zu erhalten. Die Tensidmoleküle bilden
sich in dem System, wenn die Wasserphase rückgeführt wird und verursachen mit
der Zeit zunehmende Schwierigkeiten bei der Auftrennung der Polyether-
und Wasserphasen. Es wird ferner davon ausgegangen, dass der Alkalimetallkatalysator durch
das "Quenchen" des Rohpolyethers
in Wasser in das entsprechende Hydroxid in wässriger Lösung überführt wird. Die Endgruppen des
Rohpolyethers werden gleichzeitig in Hydroxylgruppen überführt. Es
wird davon ausgegangen, dass die Oxidation des Polyethers, wodurch
Carboxylgruppen enthaltende Verunreinigungen erzeugt werden, inhibiert
wird, wenn der Rohpolyether wie oben beschrieben gequencht wurde.
Dies führt zu
einer Verringerung der Geschwindigkeit, bei der Tensidmoleküle gebildet
werden und sorgt somit für
einen effizienteren Betrieb des Koaleszenzbettes.
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Demzufolge
ist die in dem "Quench"-Schritt verwendete
Wassermenge ausreichend, um im Wesentlichen alle -O–M+ in dem Rohpolyether in Hydroxylgruppen
umzuwandeln und im Wesentlichen alle Alkalimetallionen in Alkalimetallhydroxid
in wässriger
Lösung
umzuwandeln. Im Allgemeinen sind etwa 0,5 bis etwa 4 Gew.-% Wasser,
bezogen auf das Gewicht des Rohpolyethers, ausreichend, um den gewünschten
Effekt zu erzielen. Um die Entfernung von unnötigen Mengen an Wasser zu vermeiden,
ist es wünschenswert,
nicht mehr Wasser zu verwenden als zur Bildung der Polyether/Wasser-Emulsion,
die dem Koaleszenzschritt unterzogen wird, notwendig ist. Eine etwas
geringere Wassermenge kann jedoch in dem Quenchschritt verwendet werden,
wobei jedoch zusätzliches
Wasser, das zur Durchführung
des Koaleszenzschrittes benötigt
wird, direkt vor der Durchführung
des Koaleszenzschrittes zugegeben wird.
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In 1 ist
der Quenchschritt unter 3 als von dem Emulgierungsschritt 3A getrennter
Schritt gezeigt, wobei in jedem der Schritte getrennte Wasserströme zu dem
Rohpolyether zugegeben werden. Es ist jedoch nicht notwendig, dass
getrennte Quench- oder Emulgierungsschritte durchgeführt werden,
wie in dem Fall, bei dem ausreichend Wasser in Schritt 3 (dem
Quenchschritt) zugegeben wird, um eine Emulsion herzustellen, die
zur Durchleitung durch das Koaleszenzmedium geeignet ist. Der kritische
Aspekt des Quenchschrittes besteht darin, dass der Polyether, wie
oben beschrieben, während
jeglicher Lagerzeit zwischen dem Ende des Polymerisationsschrittes
und dem Koaleszenzschritt mit ausreichend Wasser in Kontakt gebracht
wird.
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Bei
der herkömmlichen
Herstellung eines Polyethers im Großmaßstab wird daher üblicherweise
eine Rohpolyethercharge von einem diskontinuierlichen Reaktorgefäß in ein
Haltegefäß überführt, wo
diese auf den Koaleszenzschritt wartet. Der Polyether wird vorteilhafterweise
mit Wasser, wie oben beschrieben, kombiniert, während er in dem Haltegefäß verbleibt.
Sind zusätzliches
Wasser oder andere Bedingungen für
die Beendigung des Emulgierungsschrittes erforderlich, können diese,
solange der Polyether in dem Haltegefäß auf den Koaleszenzschritt
wartet oder in einem getrennten Schritt direkt vor dem Koaleszenzschritt,
erfolgen. Der gequenchte Polyether kann und wird vorzugsweise einem
Mischen unterzogen, wodurch die Umwandlung von -O–M+-Gruppen in Hydroxylgruppen während der
Haltezeit maximiert wird. Dieses Mischen kann zur Bildung einer
einphasigen Mischung oder einer Emulsion mit wässrigen und Polyetherphasen
führen.
Wird eine Emulsion gebildet, kann diese Emulsion durch das Koaleszenzmedium
geleitet werden und in seine Komponentenphasen aufgetrennt werden.
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In
dem vierten Aspekt der Erfindung wird die Wirkungsweise des Koaleszenzschrittes
verbessert, indem die Polymerisations-, Emulgierungs- und Koaleszenzschritte
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre durchgeführt werden. Wird der Quenchschritt
verwendet, wird dieser Schritt ebenfalls in einer nicht oxidierenden
Atmosphäre
durchgeführt.
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Obwohl
diese Erfindung nicht durch irgendeine Theorie beschränkt wird,
wird davon ausgegangen, dass das Koaleszenzverhalten negativ durch
die Bildung der Tensidmoleküle
in der Polyether/Wasser-Mischung beeinflusst wird. Es wird davon
ausgegangen, dass diese Tensidmoleküle durch Oxidation der Polyethermoleküle in Gegenwart
des Alkalimetallhydroxidkatalysators gebildet werden. Demzufolge
verringert in diesem Aspekt der Erfindung das Halten des Rohpolyethers
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre die Bildung von oxidierten
Polyethertensidmolekülen.
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Vorzugsweise
werden alle flüssigen
Ströme,
die mit dem Rohpolyether in Kontakt kommen, umfassend die rückgeführte Alkalimetallhydroxidlösung und
Wasser, während
des Verfahrens unter einer inerten Atmosphäre gehalten. Dies verhindert,
dass gelöster
oder mitgeschleppter Sauerstoff aus diesen Quellen in das Verfahren
eingebracht wird.
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Unter
Bezugnahme auf 1 werden gemäß diesem Aspekt der Erfindung
wenigstens die Schritte 1, 2, 3 (falls
durchgeführt), 3A und 4 unter
einer inerten Atmosphäre
durchgeführt.
Vorzugsweise werden auch die Schritte 5 und 6A unter
einer inerten Atmosphäre
durchgeführt
und gemäß einem
besonders bevorzugten Verfahren werden auch die Rückführungsleitungen
aus den Schritten 5 und 6A zu den vorherigen Schritten des
Verfahrens unter einer inerten Atmosphäre gehalten. Bei den am meisten
bevorzugten Verfahren werden die gesamten in das Verfahren eintretenden
Ströme
unter einer inerten Atmosphäre
gehalten.
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Geeignete
nicht oxidierende Atmosphären
umfassen Stickstoff, Argon und Helium, wobei Stickstoff aufgrund
der Kosten, der leichten Verfügbarkeit
und der leichten Verwendbarkeit besonders bevorzugt ist.
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Eine
große
Anzahl von Koaleszenzmedien kann in dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden, umfassend beispielsweise Sand, Aktivkohle, zerkleinerte
Kohleanoden, nicht rostfreie Stahlteilchen, Keramiken und Fasern.
Das Koaleszenzmedium ist vorteilhafterweise jedoch gekennzeichnet
durch die folgenden Merkmale:
- 1. Im Wesentlichen
undurchdringbar, um von dem Polyol, dem Wasser oder dem Alkalimetallkatalysator
angegriffen zu werden.
- 2. Stabil gegenüber
Temperaturen von bis zu 150°C.
- 3. Vorzugsweise durch die wässrige
Phase benetzbar.
- 4. Eine ausreichende Dichte zusammen mit der Partikelgröße, dass
(1) das Bett nicht verwirbelt wird, verschoben wird oder eine unebene
Fließrichtung
entwickelt, (2) ein geeigneter Druckabfall über das Koaleszenzbett hinweg
entwickelt wird, und (3) eine effiziente Koaleszenz erreicht wird.
- 5. Resistent gegenüber
einem physikalischen Abbau unter den Bedingungen der Durchführung des
Koaleszenzschritts.
- 6. Absorbiert keine organischen Verunreinigungen.
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Ein
Koaleszenzmedium, das die gesamten vorangehenden Kriterien erfüllt, ist
Zirkoniumdioxid. Zirkoniumdioxid wird vorteilhafterweise in der
Form von Feststoffteilchen mit einer Partikelgröße im Bereich von etwa 10 Mesh
bis etwa 140 Mesh, vorzugsweise zwischen 20 und 70 Mesh, U.S. Sieb
(d.h. zwischen etwa 0,84 und 0,21 mm effektiver Durchmesser) verwendet.
Zirkoniumdioxid hat den zusätzlichen
Vorteil, dass es zu einer langen Bettlebensdauer beiträgt. Da die
Verwendung eines partikulären
Zirkoniumdioxidkoaleszenzmediums zu einer besonders effizienten
Auftrennung der wässrigen
Phase und der Polyetherphase in dem Koaleszenzschritt führt, ist
dessen Verwendung insbesondere geeignet, wenn das Alkalimetall Cäsiumhydroxid ist.
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Die
Beispiele 1–6
zeigen die Verwendung eines 20–50
Mesh Zirkoniumdioxidkoaleszenzmediums, um eine Wasser/Polyether-Emulsion
zu brechen und den Alkalimetallkatalysator rückzugewinnen. Die Apparatur und
die allgemeinen Koaleszenzbedingungen sind wie oben in Bezug auf
die Beispiele A und B beschrieben. Spezielle Bedingungen und Ergebnisse
sind wie in Tabelle 2 aufgelistet.
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Wie
in 1 gezeigt, ist Zirkoniumdioxid ein wirksames Koaleszenzmedium
zur Verwendung mit einer Vielzahl von Polyethertypen und zur Verwendung
mit entweder Kaliumhydroxid oder Cäsiumhydroxid. Es wird angemerkt,
dass die Polyolbeispiele 1 und 2 nominelle Doppel sind, die sich
nur durch die Auswahl des Alkalimetallpolymerisationskatalysators
unterscheiden. Da Cäsiumhydroxid
ein höheres
Molekulargewicht als Kaliumhydroxid aufweist, wird eine größere Menge
davon benötigt,
um die gleiche Molzahl bereitzustellen. Die Verwendung des Zirkoniumdioxidkoaleszenzmediums
ermöglicht
jedoch die Rückgewinnung
des Cäsiumhydroxids
nahezu in der gleichen Menge, auf der Gewichtsbasis, wie sie mit
Kaliumhydroxid erreicht wird.
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In
allen Fällen
außer
bei dem Beispiel 4 übersteigt
die Alkalimetallentfernung aus dem Polyether 95%, selbst wenn nicht
optimierte Bedingungen verwendet werden. Bei Beispiel 4 wird davon
ausgegangen, dass die etwas geringere Rückgewinnung auf die höhere Viskosität des Polyethers
zurückzuführen ist.
Diese Ergebnisse können
durch eine Optimierung der Koaleszenzbedingungen verbessert werden.