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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft die Verwendung von Antizahnsteinsystemen, wie
in den vorliegenden Ansprüchen
1–10 beansprucht,
beim Bekämpfen
der Zahnsteinakkumulation auf Zähne.
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Stand der Technik
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Zahnstein,
auch bekannt als Calculus, ist eine harte, mineralisierte Ablagerung,
die sich um die Zähne bildet.
Diese Bildung entsteht aus der Abscheidung von Kristallen von Calciumphosphat
in den Häutchen
und der extracellulären
Matrix von dentaler Plaque. Verschiedene Formen von Calciumphosphat
wurden identifiziert, jedoch die am schwierigsten zu entfernende
und thermodynamisch stabilste Form wird Hydroxyapatit (HAP) genannt.
Amorphe Formen von Calciumphosphat werden als die Vorstufen von
HAP angenommen. Regelmäßiges Bürsten kann
gewöhnlich
die amorphen Formen entfernen, jedoch ist es nicht vollständig wirksam, die
letztendlich stabile Calculusform zu beseitigen. Deshalb ist es
erwünscht,
amorphe Formen der Calciumphosphatform am Umformen zu HAP zu hindern.
Der Stand der Technik hat erkannt, dass Mittel, die mit der Bildung
der HAP-Kristallisation
in Wechselwirkung treten, als Antizahnsteinmittel wirksam sein werden.
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Lösliche,
anorganische Pyrophosphatsalze haben innerhalb des letzten Jahrzehnts
den kommerziellen Standard als Zahnsteinbekämpfungsmittel gesetzt. Diese
Technologie wurde von Parran, Jr. et al. in einer Reihe von Patenten,
einschließlich
US-Patent 4 590 077, US-Patent 4 515 772 und US-Patent 4 684 518, berichtet.
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Anionische
Polymere, insbesondere mit Carboxylatgruppen funktionalisierte Polymere,
wurden vielfach als wirksame Antizahnsteinmittel mitgeteilt. Kommerziell
besonders wesentlich wurde die Verwendung von synthetischen, linearen,
anionischen Polymeren mit höherem
Molekulargewicht in Kombination mit den anorganischen Pyrophosphaten.
Diese Technologie leitet sich von einer Arbeit ab, die von Gaffar
et al. ausgeführt
wurde, berichtet in einer Reihe von Patenten, einschließlich US-Patent 4 627 977,
US-Patent 4 806 340, US-Patent 4 806 342, US-Patent 4 808 400 und
US-Patent 4 808 401. Es wurde gefunden, dass die hierin beschriebenen
anionischen Polymere die Wirkung von Pyrophosphatase im Mund inhibieren
und deshalb größere Wirksamkeit
von dem anorganischen Pyrophosphat erlauben. Das kommerziell wirksame
Polymer ist ein Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid-Copolymer, das
unter der Handelsmarke Gantrez von GAF erhältlich ist.
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Organische
Phosphonsäurederivate,
einige in polymerer Form, wurden in US-Patent 3 934 002 (Haefele)
offenbart.
EP 0 341 662 (Amjad)
führt eine
Zahnstein-inhibierende, orale Zusammensetzung an, die an der Fluoridquelle
ein Zahn-abreibendes Mittel, ein Carboxylatpolymer und verschiedene
Phosphonsäuren
und deren Derivate einschließt.
Ein phosphatiertes Acrylsäure/Hydroxyethylmethacrylat/Alkylmethacrylsäureester-Copolymer wurde in
GB 2 139 635B (Causton)
als verwendbar in einer oralen Zusammensetzung zum Behandeln von
Zähnen
vorgeschlagen.
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Aus
der vorangehenden Übersicht
des Standes der Technik wird deutlich, dass starke Bemühungen unternommen
wurden, bessere Zahnsteinbekämpfungszusammensetzungen
zu entwickeln. Jedoch war kein Mittel von jenen des angeführten Standes
der Technik in der Lage, sich dem Problem mehr als anzunähern. Es
gibt für
bekannte Bekämpfungsmittel
bzw. Steuerungsmittel viel Raum zur Verbesserung.
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Folglich
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Verwendung eines
Produkts zur verbesserten Wirksam keit bei der Bekämpfung der
Bildung von Zahnstein bereitzustellen.
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Eine
noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verwendung
eines Zahnsteinbekämpfungsprodukts
von verbessertem Geschmack, Sicherheit und Aussehen bereitzustellen.
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Diese
und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden im Lichte
der Beschreibung im Einzelnen und der nachfolgenden Beispiele deutlicher.
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Kurzdarstellung der Erfindung
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Eine
nachstehende Verwendung für
die Behandlung von Zahnstein wird bereitgestellt:
Verwendung
einer ersten Komponente, umfassend 0,01 bis 30 Gewichtsprozent eines
in Wasser löslichen
Calciumphosphats oder einer monolithischen Kombination von in Wasser
löslichen
Calcium- und Phosphatsalzen, wobei die Zusammensetzung einen pH-Wert
von weniger als 7 aufweist und einer zweiten Komponente, die 0,01
bis 30 Gewichtsprozent eines alkalischen Materials und eine gegen
Karies wirksame Menge einer Fluoridionenquelle einschließt, wobei
die zweite Zusammensetzung einen pH-Wert größer als 7 aufweist und getrennt
von der ersten Komponente in einer Weise gelagert wird, um Kontakt
zwischen dem Phosphat und dem alkalischen Material zu vermeiden,
bei der Herstellung einer oralen Pflegezusammensetzung für die Behandlung
von Zahnstein.
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Beschreibung der Erfindung
im Einzelnen
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Zur
Remineralisierung von Zähnen
vorgesehene Produkte verwenden gewöhnlich Calcium- und Phosphationen.
Naturgemäß besteht
ein großer
Bedarf, dass diese Ionen von der Remineralisierung zu Calculus bildendem
Hydroxyapatit umgeleitet werden können. Nun wurde gefunden, dass
wenn ein in Wasser lösliches Calciumphosphatsalz
innerhalb einer Zusammensetzung gelagert wird, die bei einem niedrigen
pH-Wert gehalten wird und nach Lagerung mit einer zweiten Zusammensetzung
mit einem hohen pH-Wert vermischt wird, das Ergebnis eine wesentliche
Verminderung der normalen Zahnsteinbildung gegen die Zähne ist.
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Getrennte
Lagerung der zwei Zusammensetzungen dieser Erfindung kann durch
einen Doppelkammerspender ausgeführt
werden. US-Patent 4 687 663 (Schaeffer) offenbart eine Doppelkammerverpackung, die
ein Peroxidgel bzw. eine Bicarbonatpaste lagert. Pumpverpackungen
mit Mehrfachkammern werden in US-Patent
5 038 963 (Pettengill et al.) und US-Patent 5 020 694 (Pettengill)
angeführt,
die in ein US-Produkt, bekannt als Mentadent® Baking
Soda & Peroxide
Zahnpaste, eingebettet sind.
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Natürlich ist
die Abgabe der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
nicht auf einheitliche, aber doch in mehreren Kammern vorliegende
Spender noch auf vollständig
getrennte Kammern begrenzt. Der Verteiler kann ein System in Form
von zwei einzelnen deutlich voneinander getrennten Röhren, jedoch
verpackt innerhalb eines Kits, sein. Stränge der Zahnpasta aus jeder
Röhre werden
auf die Zahnbürste
unter Vermischen der Zusammensetzungen, was im Mund stattfindet,
abgegeben. Die Freisetzung kann auch aus einer Einkammerröhre erfolgen,
mit der Ausnahme, dass jede der zwei Zusammensetzungen halbfeste
Streifen sind, die einander Seite an Seite berühren, sich jedoch nicht miteinander
vermischen. Die relativ hohe Viskosität der Produkte verhindert eine
wesentliche Übertragung
von entweder pH-Wert-Änderung
oder Komponenten zwischen den Streifen. Erläuternd für diese Technologie ist ein
US-Produkt, das unter der Marke Baking Soda & Peroxide von Colgate® vertrieben
wird. Ein weiteres Verfahren zur Darreichung kann eine einzige Zusammensetzung,
wie eine Paste oder ein Gel, die sich in einer alkalischen Umgebung
befinden, sein. Monocalciumphosphatzusammensetzungen können durch
die alkalische Zusammensetzung dispergiert sein, aber dennoch durch
Beschichten mit einer das Phosphat einkapselnden Beschichtung getrennt
sein. Aktivierung findet im Mund durch das Vorliegen von Wasser
oder Speichel statt, welche die einkapselnde Beschichtung durchdringen,
un ter Freisetzen von Phosphatsalz zum Wechselwirken mit der alkalischen
Umgebung.
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Eine
kritische Komponente der ersten Zusammensetzung dieser Erfindung
ist ein in Wasser lösliches Calciumphosphatsalz.
Mit dem Begriff „in
Wasser löslich" ist eine Möglichkeit
von mindestens 0,1 Gramm in 100 ml Wasser bei 25°C gemeint. Besonders bevorzugt
ist Monocalciumhydrogenphosphat, jedoch auch von potenzieller Verwendung
sind Calciumpolyolphosphate (beispielsweise Calciumglycerophosphat)
und Monocalciumammoniumphosphatsalze. Monolithische Zusammensetzungen
von in Wasser löslichen
Calcium- und Phosphatsalzen können
als Alternativen zu vorgebildeten, in Wasser löslichen Calciumphosphaten angewendet
werden. Mit dem Begriff „monolithisch" sind, getrennte,
in Wasser lösliche
Calciumsalze und Phosphatsalze gemeint, die aus der Lösung in
Calciumphosphat in Lösung
oder später
nach Vermischen mit der zweiten Zusammensetzung zersetzt werden
können.
Erläuternde
Calciumsalze schließen
die Halogenide, Sulfate, Nitrate, Citrate, Zucker und C1-C6-Carboxylate ein. Besonders bevorzugt ist
Calciumchlorid, Calciumsulfat und Calciumacetat. Die monolithischen
Partnerphosphatsalze können
Alkali-, Ammonium- oder Kombinationssalze davon sein. Beispiele
schließen
Natriumammoniumphosphat, Natriumphosphat, Ammoniumphosphat und Kaliumphosphat
ein. Die in Wasser löslichen
Calciumphosphatsalze oder die monolithischen Calcium- und Phosphatsalze
(auf das Gewicht nur von Calcium- und Phosphationen) können in
Mengen im Bereich von 0,01 bis 30%, vorzugsweise 0,1 bis 20%, optimal
1 bis 10 Gewichtsprozent, der ersten Zusammensetzung vorliegen.
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Die
Löslichkeit
des Phosphatsalzes wird in der ersten Zusammensetzung mit einer
sauren Umgebung gehalten. Der pH-Wert
wird weniger als 7, vorzugsweise 1 bis 6,5, bevorzugter 1,8 bis
6, gegebenenfalls 2,5 bis 5,5, sein.
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Die
zweite erfindungsgemäße Zusammensetzung
erfordert ein alkalisches Material, sodass die zweite Zusammensetzung
einen pH-Wert größer als
7, vorzugsweise 7,2 bis 11, bevorzug ter 8 bis 10, optimal 8,5 bis 9,5,
aufweist. Alkalische Materialien, die zum Erreichen des pH-Werts
geeignet sind, sind Natriumbicarbonat, Kaliumbicarbonat, Natriumcarbonat,
Kaliumcarbonat, Calciumcarbonat, Calciumoxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid
und Gemische davon. Die Mengen des alkalischen Materials können im
Bereich von 0,1 bis 60%, beispielsweise 0,5 bis 30%, bevorzugter
1 bis 20%, optimal 3 bis 15 Gewichtsprozent, der zweiten Zusammensetzung
liegen.
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Vorteilhafterweise
können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
insbesondere die zweite Zusammensetzung, eine gegen Karies wirksame
Fluoridverbindung enthalten. Erläuternd
für solche
Fluoridverbindungen sind Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Calciumfluorid,
Magnesiumfluorid, Zinn(II)fluorid, Zinn(II)monofluorophosphat, Natriummonofluorophosphat
und Kupferfluorid. Besonders bevorzugt ist Natriumfluorid. Diese
Quellen sollten irgendwo von etwa 25 bis etwa 5000 ppm Fluoridion
freisetzen. Die gegen Karies wirksame Verbindung wird normalerweise
in einer Menge von etwa 0,01 bis etwa 5%, vorzugsweise 0,1 bis 2,5%, optimal
0,2 bis 1,5 Gewichtsprozent, der kombinierten ersten und zweiten
Zusammensetzungen vorliegen.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
in Form entweder einer Zahnpasta, Gel, Pulver oder Mundwäsche vorliegen.
Besonders bevorzugt sind die Zusammensetzungen entweder Pasten oder
Gele. Besonders geeignet ist, wenn das Phosphatsalz in ein Gel eingearbeitet
ist und das alkalische Material in eine Paste eingearbeitet ist.
Diese Zusammensetzungen können
Wasser einschließen
oder wasserfrei sein.
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Das
Phosphatsalz sowie das alkalische Material wird durch einen pharmazeutisch
verträglichen
Träger
abgegeben. Der Begriff „pharmazeutisch
verträglicher
Träger" wird solche funktionellen
Bestandteile wie Wasser, Feuchthaltemittel, Schleifmittel, Verdickungsmittel,
Tenside und Kombinationen davon einschließen. Gesamtanteile von diesen
Materialien können
im Bereich irgendwo von etwa 1 bis etwa 99%, vorzugsweise 20 bis
80%, optimal 30 bis 60 Gewichtsprozent, liegen.
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Die
Azidität
der ersten Zusammensetzung kann durch Formulieren mit einem Peroxid,
wie Wasserstoffperoxid, anorganischen Säuren, wie Phosphor-, Salz-,
Salpeter- oder Borsäuren,
und organischen C2-C20-Carbonsäuren, wie
Zitronen-, Äpfel-,
Milch-, Alginin-, Bernstein-, Wein- und Ascorbinsäuren, erreicht werden.
Lösliche
Salze können
auch angewendet werden, wie Kaliumbitartrat, saures Natriumcitrat,
saure Phosphat- und Pyrophosphatsalze, wie Mononatriumphosphat und
Dinatriumpyrophosphat. Anteile der Azidität induzierenden Substanzen
können
in Mengen von etwa 0,1 bis etwa 20%, vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 10%,
optimal 1,0 bis 8 Gewichtsprozent, der ersten Zusammensetzung vorliegen.
Wasserstoffperoxid und Phosphorsäure
sind die bevorzugten Substanzen.
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Unter
den Trägern
kann Wasser, falls vorliegend, in Mengen von etwa 1 bis 95%, vorzugsweise
20 bis 60%, optimal 30 bis 50 Gewichtsprozent, von jeder der Zusammensetzungen
liegen. Natürlich
können
einige Formulierungen wasserfrei sein.
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Feuchthaltemittel
liegen gewöhnlich
auch als einer der Träger
vor. Erläuternd
für diese
Kategorie sind Sorbit, Maltit, Mannit, Glycerin und Polyethylenglycole
(beispielsweise Carbowax). Die Mengen des Feuchthaltemittels können im
Bereich von 1 bis 60%, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 50%, optimal
10 bis 40 Gewichtsprozent, von jeder Zusammensetzung sein.
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Schleifmittel
liegen normalerweise in Zahnpasten und einigen Gelen vor. Diese
können
Natriummetaphosphat, Dicalciumphosphat (das nicht als in Wasser
lösliches
Phosphat betrachtet wird), Calciumpyrophosphat, Siliziumdioxid,
Aluminiumoxid, Kalk, unlösliche
Bicarbonatsalze und Gemische davon einschließen. Die Mengen der Schleifmittel
können
im Bereich von etwa 1 bis etwa 80%, vorzugsweise 5 bis 50 Gewichtsprozent, von
jeder Zusammensetzung sein.
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Verdickungsmittel
sind ein weiterer Trägertyp,
der in die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingeschlossen
sein kann. Erläuternde
Verdickungsmittel, wie Natriumcarboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose,
Methylcellulose, Ethylcellu lose, Tragacanthgummi, Gummiarabikum,
Karayagummi, Natriumalginat, Carrageenan, Guar, Xanthangummi, Irisch
Moos, Stärke,
modifizierte Stärke,
Carbomere (vernetzte Acrylate) und Gemische davon. Anorganische
Substanzen können
auch geeignet sein, insbesondere Siliziumdioxidaerogele und Magnesiumaluminiumsilikat
(beispielsweise Veegum). Die Mengen des Verdickungsmittels können im
Bereich von etwa 0,01 bis etwa 30%, vorzugsweise 0,1 bis 20%, optimal
0,5 bis 15 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung liegen.
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Tenside
werden auch als innerhalb der Trägerdefinition
betrachtet. Tenside können
entweder anionisch, nichtionisch, kationisch oder amphoter sein.
Besonders bevorzugt sind Natriumlaurylsulfat, Natriumdodecylbenzolsulfonat
und Natriumlaurylsarcosinat. Tenside können in einer Menge von etwa
0,5 bis etwa 10%, vorzugsweise 0,8 bis 5 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung
vorliegen.
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Gelzusammensetzungen
sind mit Substanzen strukturiert, die dann als entweder Feuchthaltemittel oder
Tenside charakterisiert werden können.
Beispielsweise ist ein typisches Gelstrukturierungsmittel ein Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Copolymer, wie jenes,
vertrieben durch die BASF Corporation unter der Handelsmarke Pluronic® F88,
F99, F108 und F127. Diese Materialien sind auch als Poloxamere bekannt
und werden in Mengen von etwa 5 bis etwa 30%, vorzugsweise zwischen
etwa 18 und etwa 25 Gewichtsprozent, einer Zusammensetzung angewendet.
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Geschmacksmittel
können
in den Zusammensetzungen ebenfalls vorliegen. Diese Geschmacksmittel können auf Ölen von
Spearminze und Pfefferminze basieren. Beispiele für andere
Geschmacksmaterialien schließen
Menthol, Nelke, Wintergrün,
Eukalyptus und Anis ein. Geschmacksmittel können im Bereich der Konzentration
von etwa 0,1 bis etwa 5 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung vorliegen.
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Süßungsmittel
können
ebenfalls eingeschlossen sein, wie Saccharin, Natriumcyclamat, Aspartam, Acesulfam,
Xylit und Kombinationen davon mit Anteilen von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent
einer Zusammensetzung.
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Die
Wasserstoffperoxid enthaltenden Gelzusammensetzungen können Markierungsmittel,
wie Pyrophosphat oder anderes Phosphat zur Chelatisierung von Eisen(II)/Eisen(III)-Ion
sowie anderen Übergangsmetallionen
zur Verstärkung
der Wasserstoffperoxidstabilität
einschließen.
Die Maskierungsmittel können
auch in die Pastenzusammensetzungen eingeschlossen sein und liegen
in Mengen von etwa 0,01 bis etwa 20 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung
vor. Besonders bevorzugte Chelatisierungsmittel sind Tetranatriumpyrophosphat,
Natriumtripolyphosphat und Natriumhexametaphosphat, die alle dafür bekannt
sind, dass sie bei niedrigem pH-Wert mit wenig Affinität für das Calciumion
wirksam sind. Andere organische Chelatisierungsmittel, wie Natriumcitrat
und Zinkcitrat, sind auch verwendbar.
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Andere
Additive können
auch eingeschlossen sein, wie Konservierungsmittel, Silikone, andere
synthetische oder natürliche
Polymere, wie Gantrez S97®, weitere Antizahnsteinwirkstoffe
und Antigingivitiswirkstoffe. Unter den zusätzlichen Antigingivitismitteln
sind Zinkcitrat, Tetranatriumpyrophosphat, Dinatriumpyrophosphat,
Dikaliumpyrophosphat, Tetrakaliumpyrophosphat und Gemische davon
eingeschlossen. Antigingivitiswirkstoffe schließen Thymol, Triclosan, Zinn(II)gluconat
und Gemische davon ein. Mengen von jedem der vorstehend erwähnten Bestandteile
werden von deren Funktion abhängen.
Im Allgemeinen wird jede von diesen Substanzen im Bereich in Mengen
von etwa 0,01 bis etwa 20 Gewichtsprozent einer Zusammensetzung
vorliegen.
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Die
nachstehenden Beispiele werden die erfindungsgemäßen Ausführungsformen vollständiger erläutern. Alle
Teile, Prozentangaben und Verhältnisse,
auf die hierin und in den beigefügten
Ansprüchen
Bezug genommen wird, sind auf das Gewicht von entweder der ersten
oder zweiten Zusammensetzung bezogen, sofern nicht anders ausgewiesen.
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Beispiel 1
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Typisch
für die
vorliegende Erfindung sind eine erste Zusammensetzung in der Form
eines Gels und eine zweite Zusammensetzung in der Form einer Paste.
Jede von diesen Formulierungen wird in einer getrennten Kammer eines
Zweikammerspenders, ähnlich
zu jenem, der in US-Patent 5 038 963 (Pettengill et al.) offenbart
wurde, gehalten.
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Beispiel 2
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Ein
weiteres für
die vorliegende Erfindung typisches System ist eine zweiteilige
Zahnpasta. Jeder Teil wird in einem Doppelkammerspender ähnlich zu
jenem von Beispiel 1 angeordnet.
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Der
pH-Wert von Paste 2A ist ungefähr
2,0. Paste 2B hat einen pH-Wert von ungefähr 9,0. Streifen von jeder
von diesen werden auf eine Zahnbürste
extrudiert. Diese Streifen werden dann gegen die Zähne gebürstet unter
dabei Vermischen derselben miteinander.
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Beispiel 3
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Noch
ein weiteres für
die vorliegende Erfindung typisches System ist eine wie nachstehend
beschriebene Zahnpasta. Jeder Teil wird in einem Zweikammerverteiler ähnlich zu
jenem von Beispiel 1 angeordnet.
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Die
pH-Werte von Paste 3A bzw. 3B sind ungefähr 2 und 9. Streifen von jeder
von diesen Pasten werden auf einer Zahnbürste angeordnet. Diese Streifen
werden dann gegen die Zähne
gebürstet
unter dabei Vermischen derselben miteinander.
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Beispiel 4
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Dieses
Beispiel erläutert
die Verwendung einer monolithischen Calcium- und Phosphatsalzkombination
zur Freisetzung der in Wasser löslichen
Monocalciumphosphatkomponenten. Getrennte Gel- und Pastenformulierungen,
die die ersten und zweiten Zusammensetzungen dieser Erfindung wiedergeben,
wurden durch die nachstehenden Zusammensetzungen hergestellt.
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Beispiel 5
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Noch
ein weiteres für
die vorliegende Erfindung typisches System ist eine zweiteilige
Zahnpasta wie nachstehend beschrieben. Jeder Teil wird in einem
Zweikammerverteiler ähnlich
zu jenem von Beispiel 1 angeordnet.
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Die
pH-Werte von 5A bzw. 5B sind ungefähr 2,7 und 9,5.
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Beispiel 6
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Dieses
Beispiel erläutert
die Verwendung von Monocalciumphosphat in einer Gelzusammensetzung zusammen
mit Triclosan solubilisiert in Alkohol.
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Die
pH-Werte von 6A bzw. 6B sind ungefähr 2,7 und 9,2.
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Beispiel 7
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Ein
weiteres Beispiel wird unter Verwendung von Monocalciumphosphat
in einer Gelzusammensetzung gezeigt. Hier wird Triclosan in eine
Pastenzusammensetzung von erhöhtem
pH-Wert für
die fertige Kombination mit dem Gel eingearbeitet.
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Die
pH-Werte von 7A bzw. 7B sind ungefähr 2,7 und 9,2.
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Beispiel 8
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Ein
klinischer Versuch wurde durchgeführt, um das Dentalprodukt von
Beispiel 1 mit einem identischen Produkt, das kein Monocalciumphosphatmonohydrat
einschließt,
zu vergleichen. Die kommerziellen Zahnpasten Aim® und
Colgate Total® wurden
als Bezugsproben verwendet, wobei das letztere Produkt eine Formulierung
darstellt, die Triclosan enthält.
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Das
Protokoll für
den klinischen Versuch war wie nachstehend. Probanden wurden sorgfältig ausgewählt, um
eine lange Liste an Kriterien zu erfüllen, wie das Aufweisen von
sichtbarem Zahnstein innerhalb nur 1 bis 2 Monaten von einem professionellen
Reinigen. In dem Zungenbereich vorliegender Zahnstein von den 6
anterioren mandibulären
Zähnen
wurde gemäß dem Volpe/Manhold-Bewertungsindex
bewertet. Nach einer anfänglichen
Zahnsteinbewertung empfing jeder Proband eine sorgfältige Zahnreinigung.
Den Probanden wurde dann Aim®-Zahnpasta zur Verwendung über die
nachstehenden 3 Wochen gegeben, um Zahnstein aufbauen zu lassen.
Eine weitere Zahnsteinbewertung identifizierte die Grundlinie für eine normale
Zahnsteinwachstumsgeschwindigkeit des Probanden. Eine zweite dentale
Prophylaxe wurde dann durchgeführt,
um den dentalen Zahnstein zu entfernen, der die Probanden leicht
empfänglich
für das
erste Testprodukt macht (Beispiel 1 mit Monocalciumphosphatmonohydrat).
Zahnsteinbewertungen wurden nach 2 und 3 Wochen der Produktverwendung
durchgeführt.
Aim® wurde
dann an die Probanden für
einen Zeitraum des Auswaschens für
4 Wochen gegeben.
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Die
mandibulären
Anterioren-Zähne
wurden dann auf Entfernung von Zahnsteinaufbau über den Auswaschzeitraum bewertet.
Die Probanden wurden nun angewiesen, Colgate Total® für die anschließenden 3 Wochen
zu verwenden. Die Bewertungen wurden erneut nach den 2 und 3 Wochen
Anwendungszeitraum durchgeführt.
In einer weiteren Testphase wurden die Probanden angewiesen, Aim® für weitere
4 Wochen Auswaschen zu verwenden. Wiederum wurden die mandibulären anterioren
Zähne zur
Entfernung von Zahnsteinaufbau über
einen Auswaschzeitraum von 4 Wochen bewertet. Die Probanden wurden
dann Beispiel 1 zugeordnet, wo Monocalciumphosphatmonohydrat nicht
vorlag (ersetzt durch 2%-iges Zinkcitrat) für die nächsten 3 Wochen. Die Zahnsteinbewertungen
wurden in dem 2- und 3-Wochenintervall durchgeführt. Die Testergebnisse werden
in der nachstehenden Tabelle mitgeteilt.
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Tabelle
I Klinischer
Calculus
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Positive
Werte weisen eine Erhöhung
an Calculus auf. Negative Werte weisen eine Verminderung auf. Tabelle
I gibt wieder, dass Beispiel 1, das Calciumphosphat enthält, wesentlich
bessere Calculus-Inhibierungsleistung als Aim® aufwies.
Die bessere Leistung wird für
Calciumphosphat zugeteilt, welches, wenn in Beispiel 1 nicht vorlag,
sehr viel stärkere
Calculus-Bildung erlaubte.
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Beispiel 9
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Eine
weitere Studie wurde unter einem ähnlich zu jenem in Beispiel
8 beschriebenen Protokoll und unter Verwenden von einigen der früheren Daten
durchgeführt.
Alle drei Zellen des Tests, der die gleiche Pastenzusammensetzung
(Natriumbicarbonat) anwendete, sind wie nachstehend ausgewiesen.
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Die
Gelzusammensetzungen (enthaltend Monocalciumphosphatmonohydrat)
waren für
jede der Testzellen verschieden. Die Formulierungen werden in den
nachstehenden Tabellen angeführt.
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Tabelle
II stellt die Calculus-Verminderungsergebnisse in % bereit.
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Tabelle
II Calculus-Verminderungsergebnisse
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Die
Studie zeigt an, dass Calcium für
eine Verminderung im Calculus wesentlich ist. Anteile von 810 und
1250 ppm Calcium in Kombination mit Phosphat waren ausreichend,
um signifikante Calculus-Verminderung bereitzustellen.