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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen wärmeempfindlichen Lithografie-Druckplattenvorläufer, der keine
Entwicklungsbehandlung erfordert und eine ausgezeichnete Haltbarkeit
des Drucks und Widerstandsfähigkeit
gegen Fleckenbildung besitzt. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung einen Lithografie-Druckplattenvorläufer, der durch Infrarotstrahlungs-
oder Nahinfrarotstrahlungs-Laserstrahl-Scanning-Belichtung auf Basis von digitalen
Signalen ein Bild aufzeichnen kann, sowie einen Lithografie-Druckplattenvorläufer, auf
dem das Bild aufgezeichnet wurde, der direkt einem Drucker (d.h.
einer Druckpresse) zugeführt
werden kann, ohne Entwicklungsbehandlung zu durchlaufen und dann
das Drucken durchgeführt
werden kann.
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Hintergrund
der Erfindung
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Unterschiedliche
Techniken wurden für
einen Lithografie-Druckplattenvorläufer vorgeschlagen,
der durch Wärme
ein Bild bilden kann und direkt einem Drucker zugeführt werden
kann, ohne Entwicklungsbehandlung zu durchlaufen. Ein vielversprechendes
Verfahren ist das Verfahren der Verwendung von Ablation, wobei ein
Lithografie-Druckplattenvorläufer
der Belichtung mit Festphasen-Hochleistungs-Infrarotstrahllasern wie
einem Halbleiterlaser oder einem YAG-Laser unterzogen wird, um den
bestrahlten Teil Wärme
mit einem Licht/Wärme-Umwandlungsmaterial
erzeugen zu lassen, wodurch bruchbildende Verdampfung (cracking
evaporation) verursacht wird.
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Dies
ist somit ein Verfahren, bei dem eine hydrophile Schicht auf einem
lipophilen Substrat oder einem Substrat mit einer lipophilen Schicht
bereitgestellt wird und die hydrophile Schicht durch Ablation entfernt
wird.
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WO
94/18005 offenbart eine Druckplatte, die eine Laserstrahl absorbierende
lipophile Schicht mit darauf angebracht einer vernetzten hydrophilen
Schicht umfasst, wobei die hydrophile Schicht durch Ablation entfernt
wird. Diese hydrophile Schicht umfasst Polyvinylalkohol, der mit
dem Hydrolysat von Tetraethoxysilan und Titandioxidpartikeln, die
darin enthalten sind, vernetzt ist, was zur Verbesserung der Festigkeit
der hydrophilen Schicht dienen soll. Die Eindruckfähigkeit
(impression capability) eines Lithografie-Druckplattenvorläufers wird durch diese Technik
verbessert; weil jedoch der Polyvinylalkohol, der Kohlenwasserstoffgruppen
aufweist und nicht immer stark hydrophile Eigenschaften besitzt,
48 Gew.-% der hydrophilen Schicht ausmacht, ist die Widerstandsfähigkeit
gegen Fleckenbildung immer noch nicht ausreichend und weitere Verbesserung
ist erforderlich.
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In
WO 98/40212, WO 99/19143 und WO 99/19144 werden Lithografie-Druckplattenvorläufer offenbart, die
direkt einem Drucker zugeführt
werden können,
ohne einer Entwicklung unterzogen zu werden, welche ein Substrat
mit einer farbaufnehmenden (tintenaufnehmenden) Schicht aufgebracht,
sowie eine hydrophile Schicht, die als eine Hauptkomponente ein
Kolloid, wie beispielsweise Silica, das mit einem Vernetzer, wie Aminopropyltriethoxysilan
vernetzt ist, umfassen. Diese hydrophile Schicht enthält Kohlenwasserstoffgruppen, die
so klein wie möglich
sind, um die Widerstandsfähigkeit
gegen die Fleckenbildung beim Druck zu erhöhen und besitzt eine verbesserte
Eindruckfähigkeit
durch Vernetzen des Kolloids mit einem Vernetzungsmittel; die Eindruckfähigkeit
ist mehrere tausend, was immer noch nicht ausreichend ist.
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EP-A
0 967 077 ist Stand der Technik gemäß Artikel 54(3) EPÜ. Sie offenbart
ein wärmeempfindliches Bildelement
sowie ein Verfahren zur Herstellung von Lithografie-Druckplatten.
Die digitale direkte verarbeitungsfreie Druckplatte, welche Ablation
benutzt, hat große
Vorteile der Rationalisierung des Druckens und der Verringerung
von Abfall, so dass die Plattenherstellung direkt aus einer kamerafertigen
Kopie durchgeführt werden
kann, ohne Verwendung eines Films, die Druckplatte, so wie sie ist,
einem Drucker zugeführt
werden kann und das Drucken sofort durchgeführt werden kann. Infolge der
Schwierigkeit der verarbeitungsfreien Technik neigen jedoch entweder
die Widerstandsfähigkeit
gegen die Fleckenbildung oder die Eindruckfähigkeit, die beide für das Drucken
grundlegend sind, zur Beeinträchtigung
und folglich wurde noch keine Technik entwickelt, welche beide kompatibel
macht.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist ein erfindungsgemäßes Ziel,
die obige Aufgabe zu lösen.
Das heißt,
es ist ein erfindungsgemäßes Ziel,
einen wärmeempfindlichen
Lithografie-Druckplattenvorläufer
zur Verfügung
zu stellen, der ohne Entwicklungsbehandlung direkt auf einen Drucker
(d.h. einer Druckpresse) montiert werden kann und mit dem sofort
gedruckt werden kann, und der eine ausgezeichnete Haltbarkeit des
Drucks und Widerstandsfähigkeit
gegen die Fleckenbildung beim Druck (printing staining) besitzt.
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Die
Erfinder haben gefunden, dass durch die Entwicklung einer neuen
und besseren hydrophilen Schicht ein wärmeempfindlicher Lithografie-Druckplattenvorläufer erhalten
werden kann, der ohne Entwicklungsbehandlung direkt auf einen Drucker
montiert werden kann und eine ausgezeichnete Druckeignung, insbesondere
Eindruckfähigkeit
(impression capability) und Widerstandsfähigkeit gegen die Fleckenbildung
beim Drucken (printing staining) besitzt, und die vorliegende Erfindung
beruht auf diesem Befund.
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Demnach
ist die vorliegende Erfindung wie in den Patentansprüchen dargelegt.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend ausführlich beschrieben.
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Die
hydrophile Schicht für
die erfindungsgemäße Verwendung
umfasst ein Kolloid eines Oxids oder eines Hydroxids mindestens
eines Elements, ausgewählt
aus Beryllium, Magnesium, Aluminium, Silizium, Titan, Bor, Germanium,
Zinn, Zirkonium, Eisen, Vanadium, Antimon und Übergangsmetallen, ein hydrophiles Harz
und ein Licht/Wärme-Umwandlungsmaterial.
Die erfindungsgemäße hydrophile
Schicht ist eine Schicht, die unlöslich ist in einem Feuchtmittel
(fountain solution) beim Lithografiedruck unter Verwendung eines Feuchtmittels.
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Diese
Kolloide werden mit unterschiedlichen Verfahren hergestellt, wie
der Hydrolyse der Halogenide und der Alkoxyverbindungen der obigen
Elemente und Kondensation der Hydroxide der obigen Elemente. Die obigen
Elemente, bilden durch Sauerstoffatome eine Netzwerkstruktur und
haben gleichzeitig nicht gebundene Hydroxylgruppen und Alkoxygruppen
und sie bilden eine gemischte Struktur. Viele aktive Alkoxygruppen
und Hydroxylgruppen sind im Anfangsstadium der Hydrolyse und Kondensation
enthalten und die Partikeldurchmesser werden groß und aktive Gruppen werden
inaktiv, wenn die Reaktion fortschreitet. Die Partikelgröße des Kolloids
ist allgemein 2 bis 500 nm und im Fall von Silica werden sphärische Partikel
mit einem Partikeldurchmesser von 5 bis 100 nm erfindungsgemäß bevorzugt
verwendet. Perlhalsartige Kolloide (Pearl neck-like colloids), in
denen sphärische
Partikel mit Partikeldurchmessern von 10 bis 50 nm in einer Reihe
in einer Länge von
50 bis 400 nm liegen, können
ebenso verwendet werden.
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Darüber hinaus
können
auch federartige Kolloide (plume-like colloids) von 100 nm × 10 nm,
wie Aluminiumkolloide, wirksam verwendet werden.
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Als
hydrophile Harze für
die Verwendung in der erfindungsgemäßen hydrophilen Schicht sind
Harze mit einer hydrophilen Gruppe, wie Hydroxyl, Carboxyl, Hydroxyethyl,
Hydroxypropyl, Amino, Aminoethyl, Aminopropyl und Carboxymethyl
bevorzugt.
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Spezielle
Beispiele hydrophiler Harze schließen Gummi arabicum, Casein,
Gelatine, Stärkederivate, Carboxymethylcellulose
und Na-Salze davon, Celluloseacetat, Natriumalginat, Vinylacetat-Maleinsäure-Copolymere,
Styrol-Maleinsäure-Copolymere,
Polyacrylsäure
und Salze davon, Polymethacrylsäure
und Salze davon, Homopolymere und Copolymere von Hydroxyethylmethacrylat,
Homopolymere und Copolymere von Hydroxyethylacrylat, Homopolymere
und Copolymere von Hydroxypropylmethacrylat, Homopolymere und Copolymere
von Hydroxypropylacrylat, Homopolymere und Copolymere von Hydroxybutylmethacrylat,
Homopolymere und Copolymere von Hydroxybutylacrylat, Polyethylenglykol,
Polypropylenglykol, Polyvinylalkohol, hydrolysiertes Polyvinylacetat
mit einem Hydrolysegrad von mindestens 60 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 80
Gew.-%, Polyvinylformal, Polyvinylbutyral, Polyvinylpyrrolidon,
Homopolymere und Copolymere von Acrylamid, Homopolymere und Copolymere
von Methacrylamid und Homopolymere und Copolymere von N-Methylolacrylamid
ein.
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Besonders
bevorzugte hydrophile Harze sind hydroxylgruppenhaltige Polymere,
insbesondere Homopolymere und Copolymere von Hydroxyethylacrylat
und Hydroxyethylmethacrylat.
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Der
Anteil der zugesetzten Menge dieser hydrophilen Harze ist 5 bis
20 Gew.-% auf Basis des Gesamtfeststoffgehalts der hydrophilen Schicht.
Wenn die zugesetzte Menge weniger als dieser Bereich ist, ist die
Eindruckfähigkeit
ungenügend
und wenn sie diesen Bereich übersteigt,
tritt tendenziell Fleckenbildung vom Drucken auf.
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Was
die Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterialien
angeht, die zu der erfindungsgemäßen hydrophilen Schicht
hinzugesetzt werden sollen, um die Wärmeempfindlichkeit zu erhöhen, können Substanzen,
welche Licht der Wellenlänge
von 700 nm oder mehr absorbieren, verwendet werden, und unterschiedliche
Pigmente und Farbstoffe können
als die Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterialien
verwendet werden. Als solche Pigmente können handelsübliche Pigmente
und Pigmente, die beschrieben sind in Color Index (C. I.) Binran
(Color Index (C. I.) Handbook), Shaishin Ganryo Binran (The Latest
Pigment Handbook), zusammengestellt von Nihon Ganryo Gijutsu Kyokai
(1977), Shaishin Ganryo Oyo Gijutsu (The Latest Pigment Applied
Technique), publiziert von CMC Publishing Co. Ltd. (1986), Insatsu
Ink Gijutsu (Printing Ink Technique), CMC Publishing Co. Ltd. (1984)
verwendet werden.
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Unterschiedliche
Arten von Pigmenten können
verwendet werden, z.B. lassen sich schwarze Pigmente, braune Pigmente,
rote Pigmente, Purpurpigmente, blaue Pigmente, grüne Pigmente,
Fluoreszenz-Pigmente, Metallpulver-Pigmente und Polymer anlagernde
Pigmente (polymer-altaching pigments) als Beispiele nennen. Im Einzelnen
können
unlösliche
Azo-Pigmente, Azo-Farblack-Pigmente,
Kondensations-Azo-Pigmente, Chelat-Azopigmente, Phthalocyanin-Pigmente,
Anthrachinon-Pigmente,
Perylen-Pigmente, Perinon-Pigmente, Thioindigo-Pigmente, Chinacridon-Pigmente, Dioxazin-Pigmente,
Isoindolinon-Pigmente, Chinophthalon-Pigmente, in-mold- Farblack-Pigmente,
Azin-Pigmente, Nitroso-Pigmente, Nitro-Pigmente, natürliche Pigmente, Fluoreszenz-Pigmente,
anorganische Pigmente und Ruß verwendet
werden.
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Diese
Pigmente können
ohne Oberflächenbehandlung
verwendet werden oder oberflächenbehandelt werden.
Als Verfahren der Oberflächenbehandlungen
lassen sich beispielhaft das Verfahren der Oberflächenbeschichtung
mit hydrophilen Harzen und lipophilen Harzen, das Verfahren der
Anhaftung von Tensiden und das Verfahren der Anlagerung von reaktiven
Substanzen (z.B. Silicasol, Aluminiumoxidsol, Silan-Haftmittel, Epoxyverbindungen,
Isocyanatverbindungen usw.) auf die Oberflächen der Pigmente nennen. Diese
Oberflächenbehandlungsverfahren
sind in Kinzoku Sekken no Seishitsu to Oyo (Natures and Applications
of Metal Soaps), Saiwai Shobo Co., Ltd., Insatsu Ink Gijutsu (Printing
Ink Technique), CMC Publishing Co., Ltd. (1984), und Shaishin Ganryo
Oyo Gijutsu (The Latest Pigment Applied Technique), CMC Publishing
Co., Ltd. (1986) beschrieben. Von diesen Pigmenten sind solche,
die Infrarotstrahlen oder Nahinfrarotstrahlen absorbieren, besonders
bevorzugt, weil sie für
die Verwendung von Lasern geeignet sind, die Infrarotstrahlen oder
Nahinfrarotstrahlen emittieren.
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Als
solche Pigmente, die Infrarotstrahlen und Nahinfrarotstrahlen absorbieren,
werden bevorzugt Ruß, mit
einem hydrophilen Harz beschichteter Ruß und mit einem Silicasol modifizierter
Ruß verwendet.
Von diesen sind Ruße,
die mit einem hydrophilen Harz oder einem Silicasol oberflächenbeschichtet
sind, besonders bevorzugt, weil sie leicht mit wasserlöslichen
Harzen dispergierbar sind und die hydrophilen Eigenschaften nicht
beeinträchtigt
werden.
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Die
Partikelgröße von Pigmenten
ist vorzugsweise 0,01 bis 1 μm,
mehr bevorzugt 0,01 bis 0,5 μm.
Gut bekannte Dispergierverfahren, die bei der Herstellung von Tinten
und Tonern verwendet werden, können
als Dispergierverfahren für Pigmente
verwendet werden. Beispiele von Dispergierapparaten schließen einen
Ultraschalldisperser, eine Sandmühle,
einen Attritor, eine Perlmühle,
eine Supermühle,
eine Kugelmühle,
einen Impeller, einen Disperser, eine KD-Mühle, eine Kolloidmühle, einen
Dynatron, eine Dreiwalzenmühle,
einen Druckkneter usw. ein und Details sind beschrieben in Shaishin
Ganryo Oyo Gijutsu (The Latest Pigment Applied Technique), CMC Publishing
Co., Ltd. (1986).
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Farbstoffe
für die
Verwendung als Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
schließen
handelsübliche Farbstoffe
ein und gut bekannte Farbstoffe, die beispielsweise beschrieben
sind in Senryo Binran (Dye Handbook), zusammengestellt von Yuki
Gosei Kagaku Kyokai (1970). Im Einzelnen können Azo-Farbstoffe, Metallkomplex-Azo-Farbstoffe,
Pyrazolon-Azo-Farbstoffe,
Anthrachinon-Farbstoffe, Phthalocyanin-Farbstoffe, Carbonium-Farbstoffe, Chinonimin-Farbstoffe,
Methin-Farbstoffe und Cyanin-Farbstoffe verwendet werden. Von diesen
Farbstoffen sind solche, die Infrarotstrahlen oder Nahinfrarotstrahlen
absorbieren, besonders bevorzugt, weil sie geeignet sind für die Verwendung
von Lasern, die Infrarotstrahlen oder Nahinfrarotstrahlen emittieren.
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Als
Farbstoffe, die Infrarotstrahlen oder Nahinfrarotstrahlen absorbieren,
lassen sich als Beispiele die Cyanin-Farbstoffe nennen, die in JP-A-58-125246
(die Bezeichnung "JP-A", wie sie hier verwendet
wird, bezeichnet eine "ungeprüfte veröffentlichte
japanische Patentanmeldung"),
JP-A-59-84356 und JP-A-60-78787 offenbart sind, die in JP-A-58-173696,
JP-A-58-181690 und JP-A-58-194595 offenbarten Methin-Farbstoffe, die in
JP-A-58-112793, JP-A-58-224793, JP-A-59-48187, JP-A-59-73996, JP-A-60-52940
und JP-A-60-63744 offenbarten Naphthochinon-Farbstoffe, die in JP-A-58-112792
offenbarten Squarylium-Farbstoffe, die im britischen Patent 434,875
offenbarten Cyanin-Farbstoffe, die im US-Patent 4,756,993 offenbarten
Farbstoffe, die im US-Patent 4,973,572 offenbarten Cyanin-Farbstoffe
und die in JP-A-10-268512 offenbarten Farbstoffe.
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Ferner
werden die im US-Patent 5,156,938 offenbarten Nahinfrarotstrahlung
absorbierenden Sensibilisierungs-Farbstoffe
ebenso bevorzugt als der Farbstoff verwendet. Zusätzlich werden
besonders bevorzugt verwendet: die im US-Patent 3,881,924 offenbarten substituierten
Arylbenzo(thio)pyryliumsalze, die in JP-A-57-142645 (korrespondierend
zum US-Patent 4,327,169) offenbarten Trimethinthiapyryliumsalze,
die in JP-A-58-181051, JP-A-58-220143,
JP-A-59-41363, JP-A-59-84248, JP-A-59-84249, JP-A-59-146063 und JP-A-59-146061
offenbarten Verbindungen auf Pyryliumbasis, die in JP-A-59-216146
offenbarten Cyanin-Farbstoffe,
die im US-Patent 4,283,475 offenbarten Pentamethinthiopyryliumsalze,
die in JP-B-5-13514 (die hier verwendete Bezeichnung "JP-B" bezeichnet eine "geprüfte japanische
Patentveröffentlichung") und JP-B-5-19702
offenbarten Pyryliumverbindungen, Epolight III-178, Epolight III-130
und Epolight III-125 (hergestellt von Epolin Co., Ltd.). Von diesen
Farbstoffen sind spezielle Beispiele besonders bevorzugter Farbstoffe nachstehend
anhand ihrer Strukturformeln gezeigt.
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Der
Anteil des Pigments oder des Farbstoffs ist 2 bis 20 Gew.-% des
Gesamtgewichts des Kolloids und des hydrophilen Harzes. Wenn die
zugesetzte Menge des Pigments oder des Harzes weniger als der obige
Bereich ist, wird die Wärmeempfindlichkeit
verringert und wenn die Menge den obigen Bereich überschreitet,
wird die hydrophile Eigenschaft der Schicht beeinträchtigt oder
die Haltbarkeit der Schicht verschlechtert.
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Außer den
oben beschriebenen Kolloiden, hydrophilen Harzen und Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterialien
kann ein Vernetzungsmittel für
die Beschleunigung der Vernetzung des Kolloids zu der erfindungsgemäßen hydrophilen
Schicht gegeben werden. Ein anfängliches
Hydrolyse-Kondensationsprodukt von Tetraalkoxysilan, Trialkoxysilylpropyl-N,N,N-trialkylammoniumhalogenid
und Aminopropyltrialkoxysilan werden bevorzugt verwendet. Die zugesetzte
Menge der Vernetzungsmittel ist vorzugsweise 5 Gew.-% oder weniger
des Gesamtfeststoffgehalts der hydrophilen Schicht.
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Ferner
können
zum Zweck der Erhöhung
der Eindruckfähigkeit
beim Drucken Vernetzungsmittel für hydrophile
Harze zur erfindungsgemäßen hydrophilen
Schicht hinzugefügt
werden. Als solche Vernetzungsmittel für hydrophile Harze lassen sich
beispielsweise Formaldehyd, Glyoxal, Polyisocyanat, ein anfängliches Hydrolyse-Kondensationsprodukt
von Tetraalkoxysilan, Dimethylolharnstoff und Hexamethylolmelamin
nennen.
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Zusätzlich können gut
bekannte Tenside auf Fluorbasis, Tenside auf Siliziumbasis, Tenside
auf Polyoxyethylenbasis usw. zu der erfindungsgemäßen hydrophilen
Schicht hinzugegeben werden, um den Zustand der Beschichtungsoberfläche zu verbessern.
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Die
Beschichtungsdicke der erfindungsgemäßen hydrophilen Schicht ist
vorzugsweise 0,1 bis 3 μm, mehr
bevorzugt 0,5 bis 2 μm.
Wenn die Schichtdicke zu dünn
ist, verschlechtert sich die Haltbarkeit der hydrophilen Schicht
und die Eindruckfähigkeit
beim Drucken wird verschlechtert, während dann, wenn die Schicht zu
dick ist, eine große
Energiemenge erforderlich ist, um die hydrophile Schicht durch Abrasion
von der unteren tintenaufnehmenden Schicht abzuziehen, und eine
lange Bildzeichnungszeit bei der Laserbelichtung notwendig ist und
im Ergebnis die Produktivität
bei der Herstellung der Druckplatte verringert wird. Wenn die Bildzeichnung
(image-drawing) mit einem handelsüblichen allgemeinen Halbleiterlaser
durchgeführt
wird, erfordert eine Dicke von etwa 0,5 μm eine Energie von 300 bis 400
mJ/cm2 und eine Dicke von etwa 1,5 μm erfordert eine
Energie von 400 bis 500 mJ/cm2.
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Dimensionsstabile
plattenartige Substanzen werden als Substrat mit einer farbaufnehmenden
(tintenaufnehmenden) Oberfläche
verwendet oder mit einer farbaufnehmenden Schicht für die Verwendung
in der vorliegenden Erfindung beschichtet, z.B. Papier, mit hydrophilem
Kunststoff (z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol usw.) laminiertes
Papier, Metallplatten (z.B. Aluminium-, Zink-, Kupfer-, Nickel-,
Edelstahlplatten usw.), Plastikfolien (z.B. Cellulosediacetat, Cellulosetriacetat,
Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosenitrat,
Polyethylenterephthalat, Polyethylen, Polystyrol, Polypropylen,
Polycarbonat, Polyvinylacetal usw.), Papier oder Kunststoffolien,
die mit den obigen Metallen laminiert oder auf welche die obigen
Metalle abgeschieden sind.
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Bevorzugte
Substrate sind Polyethylenterephthalatfolien, Polycarbonatfolien,
Aluminium- oder Stahlplatten und mit lipophilen Kunststoffolien
laminierte Aluminium- oder Stahlplatten.
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Aluminiumplatten
herkömmlicher
gut bekannter Materialien können
erfindungsgemäß beliebig
verwendet werden.
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Aluminiumplatten
werden vorzugsweise vor der Verwendung einer Oberflächenaufrauungsbehandlung
unterzogen. Durch die Oberflächenaufrauungsbehandlung
kann die Adhäsion
der farbaufnehmenden Schicht, welche ein organisches Hochpolymer
umfasst, mit dem Substrat sichergestellt werden. Gut bekannte Oberflächenaufrauungsbehandlungen
von Aluminiumplatten können
erfindungsgemäß verwendet
werden.
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Die
organischen Hochpolymere, die als farbaufnehmende Schicht auf die
Oberfläche
des erfindungsgemäßen Substrats
aufgebracht werden sollen, sind diejenigen, welche in einem Lösungsmittel
löslich
sind und einen lipophilen Film bilden können. Ferner sind diese organischen
Hochpolymere vorzugsweise im Beschichtungslösungsmittel der oberen hydrophilen
Schicht unlöslich,
manchmal ist es jedoch bevorzugt, dass die organischen Hochpolymere
teilweise in dem Beschichtungslösungsmittel
der oberen hydrophilen Schicht gequollen sind, im Hinblick auf die
Adhäsion
mit der oberen Schicht. Darüber
hinaus ist es, wenn organische Hochpolymere verwendet werden, die
im Beschichtungslösungsmittel
der oberen Schicht löslich
sind, bevorzugt, es zu verstehen, ein Vernetzungsmittel hinzuzufügen, um
so die Polymere im voraus zu härten.
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Beispiele
verwendbarer organischer Hochpolymere für die erfindungsgemäße Verwendung
schließen ein:
Polyester, Polyurethan, Polyharnstoff, Polyimid, Polysiloxan, Polycarbonat,
ein Phenoxyharz, ein Epoxyharz, ein Phenol-Formaldehyd-Harz, ein Alkylphenol-Formaldehyd-Harz, Polyvinylacetat,
ein Acrylatharz und Copolymere davon, Polyvinylphenol, Polyvinyl-halogeniertes
Phenol, ein Methacrylatharz und Copolymere davon, ein Acrylamid-Copolymer, ein Methacrylamid-Copolymer,
Polyvinylformal, Polyamid, Polyvinylbutyral, Polystyrol, ein Cellulose-Ester-Harz, Polyvinylchlorid
und Polyvinylidenchlorid. Von diesen organischen Hochpolymeren sind
Harze mit einer Hydroxylgruppe, einer Carboxylgruppe, einer Sulfonamidogruppe
oder einer Trialkoxysilylgruppe in der Seitenkette mehr bevorzugt,
weil sie eine ausgezeichnete Adhäsion
mit dem Substrat oder der oberen hydrophilen Schicht besitzen und
in einigen Fällen
werden sie mit einem Vernetzungsmittel leicht gehärtet. Außer diesen
werden Acrylnitril-Copolymere, Polyurethan, Copolymere mit einer
Sulfonamidogruppe in der Seitenkette und Copolymere mit einer Hydroxylgruppe
in der Seitenkette, die mit einem Diazoharz fotopolymerisiert (d.h.
fotogehärtet)
werden, bevorzugt verwendet.
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Zusätzlich sind
Novolak-Harze und Resolharze der Kondensation mit Formaldehyd wie,
Cresol (m-Cresol, p-Cresol, gemischtes m/p-Cresol), Phenol/Cresol
(m-Cresol, p-Cresol, gemischtes m/p-Cresol), Phenol-modifiziertes
Xylol, tert-Butylphenol, Octylphenol, Resorcinol, Pyrogallol, Catechol,
Chlorphenol (m-Cl, p-Cl), Bromphenol (m-Br, p-Br), Salicylsäure und
Fluorglucinol und Kondensationsharze der obigen Phenolverbindungen
mit Aceton in der vorliegenden Erfindung verwendbar.
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Als
andere bevorzugte Hochpolymerverbindungen lassen sich beispielhaft
Copolymere mit den unter (1) bis (12) unten gezeigten Monomeren
als Repetiereinheiten und mit einem Molekulargewicht von gewöhnlich 10.000
bis 200.000 nennen.
- (1) Acrylamide, Methacrylamide,
Acrylate, Methacrylate und Hydroxystyrole, von denen jedes eine
aromatische Hydroxylgruppe aufweist, z.B. N-(4-Hydroxyphenyl)-acrylamid, N-(4-Hydroxyphenyl)-methacrylamid, o-,
m- und p-Hydroxystyrol, o-, m- und p-Hydroxyphenylacrylat oder Methacrylat;
- (2) Acrylate und Methacrylate, die jeweils eine aliphatische
Hydroxylgruppe aufweisen, z.B. 2-Hydroxyethylacrylat oder 2-Hydroxyethylmethacrylat;
- (3) (Substituierte) Acrylate, z.B. Methylacrylat, Ethylacrylat,
Propylacrylat, Butylacrylat, Amylacrylate, Hexylacrylat, Cyclohexylacrylat,
Octylacrylat, Phenylacrylat, Benzylacrylat, 2-Chlorethylacrylat,
4-Hydroxybutylacrylat, Glycidylacrylat und N-Dimethylaminoethylacrylat,
usw.;
- (4) (Substituierte) Methacrylate, z.B. Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat,
Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, Amylmethacrylat, Hexylmethacrylat,
Cyclohexylmethacrylat, Octylmethacrylat, Phenylmethacrylat, Benzylmethacrylat,
2-Chlorethylmethacrylat, 4-Hydroxybutylmethacrylat, Glycidylmethacrylat und
N-Dimethylaminoethylmethacrylat, usw.;
- (5) Acrylamid oder Methacrylamid, z.B. Acrylamid, Methacrylamid,
N-Methylolacrylamid, N-Methylolmethacrylamid, N-Ethylacrylamid,
N-Ethylmethacrylamid, N-Hexylacrylamid, N-Hexylmethacrylamid, N-Cyclohexylacrylamid,
N-Cyclohexylmethacrylamid, N-Hydroxyethylacrylamid, N-Hydroxyethylmethacrylamid, N-Phenylacrylamid,
N-Phenylmethacrylamid, N-Benzylacrylamid, N-Benzylmethacrylamid,
N-Nitrophenylacrylamid, N-Nitrophenylmethacrylamid, N-Ethyl-N-phenylacrylamid
und N-Ethyl-N-phenylmethacrylamid, usw.;
- (6) Vinylether, z.B. Ethylvinylether, 2-Chlorethylvinylether,
Hydroxyethylvinylether, Propylvinylether, Butylvinylether, Octylvinylether,
Phenylvinylether, usw.;
- (7) Vinylester, z.B. Vinylacetat, Vinylchloracetat, Vinylbutyrat,
Vinylbenzoat, usw.;
- (8) Styrole, z.B. Styrol, Methylstyrol, Chlormethylstyrol, usw.;
- (9) Vinylketone, z.B. Methylvinylketon, Ethylvinylketon, Propylvinylketon,
Phenylvinylketon, usw.;
- (10) Olefine, z.B. Ethylen, Propylen, Isobutylen, Butadien,
sopren, usw.;
- (11) N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcarbazol, N-Vinylpyridin, Acrylnitril,
Methacrylnitril, usw.;
- (12) Acrylamide, z.B. N-(o-Aminosulfonylphenyl)acrylamid,
N-(m-Aminosulfonylphenyl)acrylamid,
N-(p-Aminosulfonylphenyl)acrylamid,
N-[1-(3-Aminosulfonyl)naphthyl]acrylamid
und
N-(2-Aminosulfonylethyl)acrylamid, Methacrylamid, z.B.
N-(o-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid,
N-(m-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid,
N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid,
N-[1-(3-Aminosulfonyl)naphthyl]methacrylamid
und
N-(2-Aminosulfonylethyl)methacrylamid, ungesättigte Sulfonamide,
wie Acrylat, z.B.
o-Aminosulfonylphenylacrylat,
m-Aminosulfonylphenylacrylat,
p-Aminosulfonylphenylacrylat
und
1-(3-Aminosulfonylphenylnaphthyl)acrylat und ungesättigte Sulfonamide,
wie Methacrylat, z.B.
o-Aminosulfonylphenylmethacrylat,
m-Aminosulfonylphenylmethacrylat,
p-Aminosulfonylphenylmethacrylat
und
1-(3-Aminosulfonylphenylnaphthyl)methacrylat usw.
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Die
farbaufnehmende Schicht kann bereitgestellt werden durch Auflösen dieser
organischen Hochpolymere in einem geeigneten Lösungsmittel und ihre Aufbringung
auf ein Substrat und das anschließende Trocknen. Organische
Hochpolymere können
alleine in einem Lösungsmittel
aufgelöst
werden, gegebenenfalls kann jedoch ein Vernetzungsmittel, ein Hilfsklebemittel
(d.h. ein Klebehilfsstoff), ein Färbemittel, anorganische oder
organische Feinpartikel, ein Beschichtungsoberflächenverbesserungsmittel oder
ein Weichmacher hinzugefügt
werden.
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Zusätzlich kann
ein Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
für die
Verbesserung der Wärmeempfindlichkeit
und eine unter Wärme
farbbildende Verbindung oder eine Entfärbungsverbindung für die Bildung
von Ausdruckbildern nach Belichtung zu der farbaufnehmenden Schicht
hinzugefügt
werden.
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Spezielle
Beispiele der Vernetzungsmittel für die Vernetzung organischer
Hochpolymere schließen
Diazoharze, aromatische Azidoverbindungen, Epoxyharze, Isocyanatverbindungen,
Block-Isocyanatverbindungen,
das anfängliche
Hydrolyse-Kondensationsprodukt
von Tetraalkoxysilan, Glyoxal, Aldehydverbindungen und Methylolverbindungen
ein.
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Als
Hilfsklebemittel sind die zuvor beschriebenen Diazoharze überlegen
in ihrer Adhäsion
an das Substrat und der hydrophilen Schicht und zusätzlich sind
Silanhaftmittel, Isocyanatverbindungen, Titanhaftmittel ebenso verwendbar.
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Gewöhnlich verwendete
Farbstoffe und Pigmente werden als die erfindungsgemäßen Färbemittel
verwendet und bevorzugte Beispiele schließen Rhodamin-6G-chlorid, Rhodamin-B-chlorid,
Kristallviolett, Malachitgrünoxalat,
Oxazin-4-perchlorat, Chinizarin, 2-(α-Naphthyl)-5-phenyloxazol und
Koumarin-4 ein. Als weitere Farbstoffe können Farbstoffe auf Triphenylmethan-Basis,
Diphenylmethan-Basis, Oxazin-Basis, Xanthen-Basis, Iminonaphthochinon-Basis,
Azomethin-Basis und Anthrachinon-Basis, repräsentiert durch Oil Yellow #101,
Oil Yellow #103, Oil Pink #312, Oil Green BG, Oil Blue BOS, Oil
Blue #603, Oil Black BY, Oil Black BS, Oil Black T-505 (hergestellt
von Orient Chemical Industry Co., Ltd.), Victoria Pure Blue Crystal
Violet (C. I. 42555), Methylviolet (C. I. 42535), Ethyl-Violet,
Methylenblau (C. I. 52015), Patent Pure Blue (hergestellt von Sumitomo
Mikuni Chemical Co., Ltd.), Brilliant Blue, Methylgrün, Erythrisine
B, Basic Fuchsine, m-Cresol Purple, Auramin, 4-p-Diethylaminophenyliminonaphthochinon
und Cyan-p-diethylaminophenylacetanilid
und die in JP-A-62-293247 und JP-A-9-17290 offenbarten Farbstoffe
beispielhaft genannt werden.
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Wenn
diese Farbstoffe zu der farbaufnehmenden Schicht hinzugefügt werden,
ist der Anteil üblicherweise
vorzugsweise 0,02 bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-%,
auf Basis des Gesamtfeststoffgehalts der farbaufnehmenden Schicht.
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Darüber hinaus
können
Tenside auf Fluorbasis und Tenside auf Siliziumbasis, die als Beschichtungsoberflachenverbesserungsmittel
gut bekannt sind, ebenso verwendet werden. Insbesondere Tenside
mit einer Perfluoralkylgruppe oder einer Dimethylsiloxangruppe sind
verwendbar, weil sie die Beschichtungsoberflache einstellen können.
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Als
die anorganischen oder organischen Feinpartikel, die erfindungsgemäß verwendet
werden können,
lassen sich beispielhaft kolloides Silica und kolloides Aluminium
mit einer Partikelgröße von 10
bis 100 nm, inerte Partikel mit einer größeren Partikelgröße als die
obigen Kolloide, z.B. Silicapartikel, Silicapartikel mit hydrophobisierter Oberfläche, Aluminiumoxidpartikel,
Titandioxidpartikel oder metallische Partikel, Ton und Talk nennen.
Durch Zusatz dieser anorganischen oder organischen Feinpartikel
zu der farbaufnehmenden Schicht kann die Hafteigenschaft der farbaufnehmenden
Schicht mit der oberen hydrophilen Schicht verbessert werden und
die Eindruckfähigkeit
beim Drucken verbessert werden. Der Anteil dieser feinen Partikel
ist 80 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 40 Gew.-% oder weniger
der Gesamtmenge der farbaufnehmenden Schicht.
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Weichmacher
werden gegebenenfalls der erfindungsgemäßen farbaufnehmenden Schicht
hinzugefügt,
um dem Film Flexibilität
zu verleihen. Als solche Weichmacher werden z.B. Polyethylenglykol,
Tributylcitrat, Diethylphthalat, Dibutylphthalat, Dihexylphthalat,
Dioctylphthalat, Tricresylphosphat, Tributylphosphat, Trioctylphosphat,
Tetrahydrofurfuryloleat, Oligomere und Polymere von Acrylsäure oder
Methacrylsäure
usw. verwendet.
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Ferner
werden der erfindungsgemäßen farbaufnehmenden
Schicht vorzugsweise farbbildende oder Entfärbungsverbindungen hinzugefügt, um zwischen
einem Bildbereich und einem Nicht-Bildbereich nach der Belichtung zu unterscheiden.
Beispielsweise werden Leuco-Farbstoffe (Leuco Malachite Green, Leuco
Crystal Violet und der Lactonkörper
von Crystal Violet, usw.) und PH-Entfärbungsfarbstoffe (z.B. Ethyl
Violet, Victoria Pure Blue BOH, usw.) zusammen mit einem Wärme-Säure erzeugenden
Mittel, wie Diazoverbindungen und Diphenyliodoniumsalzen verwendet.
Darüber
hinaus ist auch die Kombination von Säurefärbungsfarbstoffen mit sauren
Bindemitteln, wie in
EP 897134 offenbart,
verwendbar. In diesem Fall wird die Bindung des damit verbundenen
Zustands, der einen Farbstoff bildet, durch Erwärmen geschnitten, um den Lactonkörper zu
bilden, und ein farbiger Zustand ändert sich in einen farblosen
Zustand.
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Die
zugesetzte Menge dieser farbbildenden oder Entfärbungsverbindungen ist 10 Gew.-%
oder weniger, vorzugsweise 5 Gew.-% oder weniger, bezogen auf die
Gesamtmenge der farbaufnehmenden Schicht.
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Ein
Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
für die
Verbesserung der Wärmeempfindlichkeit
kann ferner der erfindungsgemäßen farbaufnehmenden
Schicht hinzugefügt
werden. Das Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
kann die oben beschriebenen Infrarot-absorbierenden Farbstoffe und
Pigmente sein, jedoch werden in diesem Fall lipophile Farbstoffe
und Pigmente bevorzugt verwendet. Ruß und lipophile Cyaninfarbstoffe
werden besonders bevorzugt verwendet. Spezielle Beispiele lipophiler
Cyaninfarbstoffe sind nachstehend gezeigt.
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Der
Anteil (die zugesetzte Menge) der Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterialien zu der farbaufnehmenden
Schicht ist vorzugsweise 20 Gew.-% oder weniger, mehr bevorzugt
15 Gew.-% oder weniger, auf Basis der Gesamtmenge der farbaufnehmenden
Schicht. Wenn die zugesetzte Menge von Pigmenten oder Farbstoffen
den obigen Bereich übersteigt,
verschlechtert sich die Haltbarkeit der farbaufnehmenden Schicht.
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Als
Lösungsmittel
für die
Verwendung in der Beschichtungslösung
der farbaufnehmenden Schicht können
verwendet werden: Alkohole (z.B. Methanol-, Ethanol-, Propylalkohol,
Ethylenglykol, Diethylenglykol, Propylenglykol, Dipropylenglykol,
Ethylenglykolmonomethylether, Propylenglykolmonomethylether, Ethylenglycolmonoethylether,
usw.), Ether (z.B. Tetrahydrofuran, Ethylenglykoldimethylether,
Propylenglykoldimethylether, Tetrahydropyran, usw.), Ketone (z.B.
Aceton, Methylethylketon, Acetylaceton, usw.), Ester (z.B. Methylacetat,
Ethylenglykolmonomethylmonoacetat usw.), Amide (z.B. Formamid, N-Methylformamid,
Pyrrolidon, N-Methylpyrrolidon usw.), γ-Butyrolacton, Methyllactat, Ethyllactat
usw. Diese Lösungsmittel
werden alleine oder als Mischung verwendet. Wenn die Beschichtungslösung hergestellt
wird, ist die Konzentration der Aufbaukomponente der farbaufnehmenden
Schicht (der gesamte Feststoffgehalt ausschließlich Additive) in einem Lösungsmittel
vorzugsweise 1 bis 50 Gew.-%. Der Film kann nicht nur durch Beschichten
aus dem organischen Lösungsmittel,
sondern auch aus wässriger
Emulsion gebildet werden. In diesem Fall ist die Konzentration der
Komponente der farbaufnehmenden Schicht vorzugsweise 5 Gew.-% bis
50 Gew.-%.
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Die
Trockenbeschichtungsdicke der erfindungsgemäßen farbaufnehmenden Schicht
ist nicht besonders beschränkt
und eine Dicke von 0,1 μm
oder mehr sollte ausreichend sein. Wenn die farbaufnehmende Schicht
auf einer Metallplatte vorgesehen ist, ist eine Dicke von 0,5 μm oder mehr
bevorzugt, weil die Schicht auch als wärmeisolierende Schicht wirkt.
Wenn die Dicke der farbaufnehmenden Schicht zu gering ist, wird erzeugte
Wärme in
die Metallplatte dispergiert und die Sensitivität erniedrigt. Darüber hinaus
ist, wenn die Metallplatte hydrophil ist, Abriebfestigkeit für die farbaufnehmende
Schicht erforderlich und folglich kann die Eindruckfähigkeit
nicht sichergestellt werden. Wenn eine lipophile Kunststoffolie
als das Substrat verwendet wird, kann, weil die farbaufnehmende
Schicht ausreichend sein sollte, wenn sie als Haftschicht mit der
oberen Schicht wirkt, die Beschichtungsmenge kleiner sein als diejenige
im Fall der Metallplatte, vorzugsweise 0,05 μm oder mehr.
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Eine Überzugsschicht,
die ein wasserlösliches
Harz umfasst, kann auf der hydrophilen Schicht des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen
Lithografie-Druckplattenvorläufers
vorgesehen sein, um das Verstreuen von Splittern (d.h. Rückständen, tailings)
infolge von Abrasion zu vermeiden und zu verhindern, dass die hydrophile
Schicht durch lipophile Substanzen verschmutzt wird.
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Die
wasserlösliche Überzugsschicht
für die
erfindungsgemäße Verwendung
kann leicht beim Drucken entfernt werden und enthält Harze,
die aus wasserlöslichen
organischen oder anorganischen hochmolekularen Verbindungen ausgewählt sind.
Diese wasserlöslichen
organischen oder anorganischen hochmolekularen Verbindungen sollten
Filmbildungsfähigkeit
durch Schichten und Trocknen besitzen. Spezielle Beispiele solcher
hochmolekularer Verbindungen schließen ein: Polyvinylacetat (Hydrolysefaktor
von 65% oder mehr), Polyacrylsäure
und Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Polyacrylsäure-Copolymer
und Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Polymethacrylsäure und
Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Polymethacrylsäure-Copolymer
und Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Polyacrylamid und Copolymere
davon, Polyhydroxyethylacrylat, Polyvinylpyrrolidon und Copolymere
davon, Polyvinylmethylether, Polyvinylmethylether-Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
Poly-2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure und
Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Poly-2-acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure-Copolymer
und Alkalimetallsalze oder Aminsalze davon, Gummi arabicum, Cellulosederivate
(z.B. Carboxymethylcellulose, Carboxyethylcellulose, Methylcellulose
usw.) und modifizierte Produkte davon, weißes Dextrin, Pullulan und enzymzersetzendes
verethertes Dextrin. Diese Harze können je nach dem Zweck als
Mischung von zwei oder mehr Arten verwendet werden.
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Zusätzlich können im
Fall der Beschichtung einer wässrigen
Lösung
zum Zweck der Sicherstellung einer Gleichförmigkeit der Beschichtung nichtionische
Tenside zur Überzugsschicht
hinzugefügt
werden. Als solche nichtionischen Tenside lassen sich beispielsweise
Sorbitantristearat, Sorbitanmonopalmitat, Sorbitantrioleat, Stearinsäuremonoglycerid,
Polyoxyethylennonylphenylether und Polyoxyethylendodecylether nennen.
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Der
Anteil der nichtionischen Tenside im Feststoffgesamtgehalt der Überzugsschicht
ist vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-%, mehr bevorzugt 1 bis 3 Gew.-%.
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Ein
Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
für die
Verbesserung der Wärmeempfindlichkeit
kann noch der erfindungsgemäßen Überzugsschicht
hinzugefügt
werden. Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterialien,
die zur Überzugsschicht
hinzugefügt
werden können,
können
die oben beschriebenen Infrarotstrahlen absorbierenden Farbstoffe
oder Pigmente sein, jedoch werden wasserlösliche Cyaninfarbstoffe, die
für die
hydrophile Schicht geeignet sind, bevorzugt verwendet.
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Die
Menge von Pigmenten oder Farbstoffen ist 1 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise
2 bis 50 Gew.-% des Gesamtfeststoffgehalts der Überzugsschicht; im Fall von
Farbstoffen ist der Anteil (der zugesetzten Menge) besonders bevorzugt
2 bis 30 Gew.-% und im Fall von Pigmenten besonders bevorzugt 20
bis 50 Gew.-%. Weil ein Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial
erfindungsgemäß zu der
hydrophilen Schicht hinzugefügt
wird, kann die Zusatzmenge, die zu der Überzugsschicht hinzugefügt werden
muss, je nach Notwendigkeit verringert werden.
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Die
erfindungsgemäße Überzugsschicht
hat vorzugsweise eine Dicke von 0,05 bis 4,0 μm, mehr bevorzugt von 0,1 bis
1,0 μm.
Wenn die Überzugsschicht
zu dick ist, erfordert die Entfernung der Überzugsschicht eine längere Zeit,
ferner beeinflusst ein in großer
Menge gelöstes
wasserlösliches
Harz ein Feuchtmittel und im Ergebnis werden schlechte Einflüsse verursacht,
wie dass ein Walzenstreifen beim Drucken erzeugt werden kann oder
Tinte nicht an dem Bildbereich haftet. Darüber hinaus wird, wenn die Überzugsschicht
zu dünn
ist, in einigen Fällen
die Filmeigenschaft beeinträchtigt.
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Durch
Erwärmen
wird ein Bild auf dem erfindungsgemäßen Lithografie-Druckplattenvorläufer gebildet. Im
einzelnen wird ein Bild aufgezeichnet durch direktes Bildzeichnen
mit einem Wärmeaufzeichnungskopf, Scanning-Belichtung
mit einem Infrarotlaser, Hochintensitäts-Blitzbelichtung durch eine
Xenon-Entladungslampe usw., sowie Infrarotlampenbelichtung. Belichtung
durch Feststoff-Hochleistungs-Infrarotlaser, wie Halbleiterlaser,
die Infrarotstrahlen mit Wellenlängen
von 700 bis 12.000 nm emittieren, sowie YAG-Lasern ist erfindungsgemäß bevorzugt.
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Der
bildbelichtete erfindungsgemäße Lithografie-Druckplattenvorläufer kann
einem Drucker (d.h. einer Druckpresse) zugeführt werden, ohne dass ein weiteres
Verfahren notwendig ist. Beim Eintreten in den Druck unter Verwendung
von Farbe und einem Feuchtmittel wird die Überzugsschicht durch das Feuchtmittel
entfernt und gleichzeitig wird die hydrophile Schicht im belichteten
Bereich ebenso entfernt, Farbe haftet an die farbaufnehmende Schicht
unter der hydrophilen Schicht an und das Drucken beginnt.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend im einzelnen unter Bezugnahme
auf Beispiele beschrieben; dies sollte jedoch nicht so verstanden
werden, dass die vorliegende Erfindung darauf beschränkt ist.
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Beispiel 1
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Synthese von organischem
Hochpolymer für
farbaufnehmende Schicht
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Vier
Komma sechs eins (4,61) g (0,0192 mol) N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid,
2,94 g (0,0258 mol) Ethylmethacrylat, 0,80 g (0,015 mol) Acrylnitril
und 20 g N,N-Dimethylacetamid wurden in einen Dreihalskolben mit
einem Fassungsvermögen
von 200 ml, ausgerüstet
mit Rührer,
Kühlrohr
und Tropftrichter gegeben, und die Mischung unter Erwärmen bei
65°C in
einem Heißwasserbad
gerührt.
Zu der Mischung wurden 0,15 g V-65 (ein Produkt von Wako Pure Chemical
Co., Ltd.) gegeben und die Reaktionsmischung unter Stickstoffluss
für 2 Stunden
gerührt,
wobei die Temperatur bei 65°C
gehalten wurde. Zur Reaktionsmischung wurde ferner mit Hilfe eines
Tropftrichters über
2 Stunden eine Mischung hinzugetropft, die 4,61 g N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid,
2,94 g Ethylmethacrylat, 0,80 g Acrylnitril, N,N-Dimethylacetamid
und 0,15 g Polymerisationsinitiator V-65 (ein Produkt von Wako Pure
Chemical Co., Ltd.) enthielt. Nach Beendigung des Zutropfens wurde
die Reaktionsmischung noch bei 65°C
für 2 Stunden
gerührt.
Nach Beendigung der Reaktion wurden 40 g Methanol hinzugefügt und abgekühlt. Die
erhaltene Mischung wurde unter Rühren
in 2 l Wasser gegossen und dann das Rühren für 30 Minuten fortgesetzt und
dann durch Filtration isoliert und getrocknet, wodurch 15 g weißer Feststoff
erhalten wurden. Wie sich ergab, besaß dieses N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid-Copolymer
ein gewichtsmittleres Molekulargewicht (Polystyrolstandard) von
53.000 mittels Gelpermeationschromatographie.
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Herstellung
des farbaufnehmenden Substrats
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Auf
eine Aluminiumplatte (Qualität
des Materials: JIS A1050, Dicke: 0,24 mm), die gut bekannter Körnung, anodischer
Oxidationsbehandlung und Natriumsilikat-Lösungsbehandlung unterzogen
worden war, wurde eine Beschichtungslösung als Schicht aufgebracht,
die 3 g des obigen N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid-Copolymers,
9,5 g γ-Butyrolacton,
3 g Methyllactat, 22,5 g Methylethylketon und 22 g Propylenglykolmonomethylether
enthielt. Die Beschichtungslösung
wurde mit einem Stabbeschichter beschichtet, so dass die Beschichtungsmenge
der Lösung
24 ml/m2 wurde. Danach wurde die Aluminiumplatte
durch Erhitzen auf 100°C
für 1 Minute
getrocknet, wodurch ein Aluminiumsubstrat mit einer farbaufnehmenden
Schicht mit einem Trockenbeschichtungsgewicht von etwa 1 g/m2 erhalten wurde.
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Herstellung
von wärmeempfindlichem
Lithografie-Druckplattenvorläufer
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Eine
Beschichtungslösung,
die 1 g einer 10% Ethylenglykolmonomethyletherlösung von Poly-2-hydroxyethylmethacrylat
(gewichtsmittleres Molekulargewicht: 250.000), 3 g Methanolsilica
(hergestellt von Nissan Chemical Industries, Ltd., Kolloid, umfassend
eine Methanollösung,
die 30 Gew.-% Silicapartikel mit einem Partikeldurchmesser von 10
bis 20 nm enthält),
0,08 g Cyanin-Farbstoff (I-33) und 16 g Methanol enthielt, wurde
als Schicht auf die obige beschichtete, auf dem Aluminiumsubstrat
vorgesehene farbaufnehmende Schicht als Schicht aufgebracht und
bei 100°C
für 1 Minute
getrocknet und dadurch eine hydrophile Schicht mit einem Trockenbeschichtungsgewicht
von etwa 1 g/m2 auf der farbaufnehmenden
Schicht zur Verfügung
gestellt.
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Herstellung
von lithografischer Druckplatte und Drucken
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Der
Lithografie-Druckplattenvorläufer
von oben wurde an einem 40 W Trend Setter (ein Platteneinrichter,
plate setter, der einen Halbleiterlaser von 830 nm, 40 W, hergestellt
von CREO Co., Kanada zuführte)
montiert und Belichtung mit Energie von 300 mJ/cm2 durchgeführt. Der
belichtete Druckplattenvorläufer
wurde ohne ein weiteres Verfahren einem Harris-Drucker zugeführt. Wenn
der Druck unter Verwendung von Farbe und einem Feuchtmittel durchgeführt wurde,
das 10 Vol% wässrige
Isopropylalkohollösung
umfasste, die eine Ätzlösung enthielt,
konnten 10.000 Blätter
klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 2
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass
4,5 g Graska 401 (hergestellt von Nippan Kenkyu-Jo Co., Ltd., eine
20 Gew.-% kolloidale Methanollösung,
die ZrO2·SiO2 enthält) anstelle
von 3 g Methanol-Silica verwendet wurde.
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Der
Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen. Wenn
der Druck mit dem Harris-Drucker durchgeführt wurde, konnten 10.000 Blatt
klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 3
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass
1 g einer 10% Ethylenglykolmonomethylether-Lösung eines Copolymers (gewichtsmittleres
Molekulargewicht: 200.000) von 2-Hydroxyethylmethacrylat/Methylmethacrylat
(70/30 Gew.-%) anstelle von 1 g einer 10% Ethylenglykolmonomethylether-Lösung von 2-Hydroxyethylmethacrylat-Homopolymer
verwendet wurde. Der Druckplattenvorläufer wurde in derselben Weise
wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen. Wenn das Drucken mit
dem Harris-Drucker durchgeführt
wurde, konnten 15.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 4
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass
2 g einer 10% Ethylenglykolmonomethylether-Lösung eines Copolymers (gewichtsmittleres
Molekulargewicht: 300.000) von 2-Hydroxyethylmethacrylat/Acrylsäure (90/10
Gew.-%) anstelle von 1 g einer 10% Ethylenglykolmonomethylether-Lösung von
2-Hydroxyethylmethacrylat-Homopolymer
verwendet wurde. Der Druckplattenvorläufer wurde in derselben Weise
wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen. Wenn der Druck mit
dem Harris-Drucker durchgeführt
wurde, konnten 20.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 5
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
wurde hergestellt durch Aufbringen einer hydrophilen Schicht mit
der folgenden Zusammensetzung auf das Substrat mit der farbaufnehmenden
Schicht in Beispiel 1.
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Rezeptur
der hydrophilen Schicht
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Das
Trockengewicht der hydrophilen Schicht dieses Druckplattenvorläufers war
1,5 g/cm2. Der Druckplattenvorläufer wurde
an denselben Platteneinrichter montiert, der in Beispiel 1 verwendet
wurde, und Belichtung mit Energie von 450 mJ/cm2 durchgeführt. Der
belichtete Druckplattenvorläufer
wurde einem Harris-Drucker zugeführt.
Wenn das Drucken unter Verwendung von Farbe und einem Feuchtmittel
durchgeführt
wurde, das 10 Vol-% wässrige
Isopropylalkohollösung,
die eine Ätzlösung enthielt,
umfasste, konnten 25.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 6
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Eine Überzugsschicht
mit der folgenden Zusammensetzung wurde als Schicht auf den wärmeempfindlichen
Lithografie-Druckplattenvorläufer in
Beispiel 1 aufgebracht, und die aufgebrachte Schicht bei 100°C für 2 Minuten
getrocknet, wodurch ein wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer mit
einer Überzugsschicht
mit einem Trockenbeschichtungsgewicht von 0,6 g/m2 auf
der hydrophilen Schicht hergestellt wurde.
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Rezeptur
der Überzugsschicht:
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Der
Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen.
Gemäß Inspektion
des belichteten Druckplattenvorläufers
ist die hydrophile Schicht kaum infolge von Abrieb verstreut und
es wurde gefunden, dass die Verstreuung verhindert wurde. Wenn der
Druck mit einem Harris-Drucker in derselben Weise wie in Beispiel
1 durchgeführt
wurde, konnten 10.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
In dem Bereich, den die Finger berührten, wenn der Druckplattenvorläufer in
den Drucker eingesetzt wurde, wurden keine Flecken von Fingerabdrücken beobachtet.
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Beispiele 7 bis 11
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Anstelle
von N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid-Copolymer in Beispiel
1 wurde ein Phenoxyharz (Handelsname: Phenototo YP-50, hergestellt
von Toto Kasei Co., Ltd.) in Beispiel 7 verwendet, ein Polyvinylformalharz
(Handelsname: Denka Formal #200, hergestellt von Electro Chemical
Industry Co., Ltd.) wurde in Beispiel 8 verwendet, ein Polyurethanharz
(Handelsname: Estan #5715, hergestellt von Monsanto Co., Ltd.) wurde
in Beispiel 9 verwendet, ein gesättigtes
Copolymer-Polyesterharz (Handelsname: Kemit K-1294, hergestellt
von Toray Industries Inc.) wurde in Beispiel 10 verwendet und ein
Methylmethacrylat/Methacryloyloxypropyltriethoxysilan(60/40 Gew.-%)-Copolymer
(mittleres Molekulargewicht: 85.000) wurde in Beispiel 11 verwendet.
Drei Komma Null (3,0) Gramm des jeweiligen Harzes wurde in einem
gemischten Lösungsmittel
aufgelöst, das
37 g Methylethylketon und 20 g Propylenglykolmonomethylether umfasste,
ferner wurden 0,04 g Megafac F-177 (ein Tensid auf Fluorbasis, hergestellt
von Dainippon Chemicals and Ink Co., Ltd.) zu der jeweiligen Beschichtungslösung hinzugefügt, und
die Beschichtungslösung
wurde mit einem Stabbeschichter so als Schicht aufgebracht, dass
die Beschichtungsmenge der Lösung
24 ml/m2 wurde. Danach wurde die Aluminiumplatte durch
Erhitzen auf 100°C
für 1 Minute
getrocknet, wodurch ein Aluminiumsubstrat mit einer farbaufnehmenden Schicht
mit einem Trockenbeschichtungsgewicht von etwa 1 g/m2 erhalten
wurde. Dieselbe hydrophile Schicht wie in Beispiel 1 wurde auf das
jeweilige Substrat als Schicht aufgebracht, und dieselbe Überzugsschicht
wie in Beispiel 6 wurde auf die hydrophile Schicht aufgebracht und
so ein wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
erhalten. Jeder Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen.
Wenn das Drucken mit dem Harris-Drucker vorgenommen wurde, konnten
10.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiele 12 bis 14
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Substrate
mit einer farbaufnehmenden Schicht, die Licht-/Wärme-Umwandlungsmaterial enthielt,
wurden hergestellt, indem die Beschichtungslösung für die farbaufnehmende Schicht
in Beispiel 1 durch die folgende Zusammensetzung ersetzt wurde.
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Rezeptur
der Beschichtungslösung
für die
farbaufnehmende Schicht
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Cyanin-Farbstoff
(I-36) wurde in Beispiel 12 verwendet, Cyanin-Farbstoff (I-37) wurde
in Beispiel 13 verwendet und Cyanin-Farbstoff (I-38) wurde in Beispiel
14 verwendet.
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Dieselbe
hydrophile Schicht wie in Beispiel 5 wurde als Schicht auf das oben
hergestellte Substrat mit der farbaufnehmenden Schicht in einem
Trockenbeschichtungsgewicht von etwa 1,5 g/m2 aufgebracht,
und dieselbe Überzugsschicht
wie in Beispiel 6 wurde als Schicht auf die hydrophile Schicht aufgebracht,
wodurch ein wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
erhalten wurde. Der jeweilige Druckplattenvorläufer wurde an denselben Platteneinrichter
angebracht, der in Beispiel 1 verwendet wurde, und Belichtung mit
einer Energie von 400 mJ/cm2 durchgeführt. Wenn
der belichtete Druckplattenvorläufer
in einen Harris-Drucker eingelegt und bedruckt wurde, konnten 25.000
Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 15
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Eine Überzugsschicht
mit der folgenden Zusammensetzung wurde als Schicht auf den wärmeempfindlichen
Lithografie-Druckplattenvorläufer in
Beispiel 5 in einem Trockenbeschichtungsgewicht von 0,6 g/m2 aufgebracht, wodurch ein wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
hergestellt wurde.
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Rezeptur
der Überzugsschicht
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Der
Druckplattenvorläufer
wurde an denselben Platteneinrichter montiert, der in Beispiel 1
verwendet wurde, und mit Energie von 400 mJ/cm2 die
Belichtung durchgeführt.
Wenn der belichtete Druckplattenvorläufer in einen Harris-Drucker
eingelegt und Druck durchgeführt
wurde, konnten 25.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 16
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass
eine Polyethylenterephthalatfolie mit einer Dicke von 0,2 mm anstelle
der Aluminiumplatte in Beispiel 1 verwendet wurde. Der Druckplattenvorläufer wurde
in derselben Weise wie in Beispiel 1 der Belichtung unterzogen.
Wenn der belichtete Druckplattenvorläufer in einen Harris-Drucker
eingelegt wurde und Druck durchgeführt wurde, konnten 10.000 Blatt
klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 17
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Eine
hydrophile Schicht mit der folgenden Zusammensetzung wurde als Schicht
auf das Substrat mit darauf aufgebracht der in Beispiel 1 verwendeten
farbaufnehmenden Schicht aufgebracht und die aufgebrachte Schicht
wurde bei 100°C
für 1 Minute
getrocknet, wodurch eine dreidimensional vernetzte hydrophile Schicht
mit einem Trockenbeschichtungsgewicht von etwa 1 g/m2 erhalten
wurde.
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Rezeptur
der Beschichtungslösung
für hydrophile
Schicht
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Ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer
mit derselben Überzugsschicht
auf der hydrophilen Schicht wie in Beispiel 6 wurde hergestellt.
Der Druckplattenvorläufer
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 belichtet. Wenn der belichtete
Druckplattenvorläufer
in einen Harris-Drucker eingelegt und Druck durchgeführt wurde,
konnten 20.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Beispiel 18
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Die
Beschichtungslösung
für eine
farbaufnehmende Schicht mit der folgenden Zusammensetzung wurde
als Schicht auf dieselbe Aluminiumplatte wie in Beispiel 1 in einer
Beschichtungsmenge von 20 ml/m2 aufgebracht
und die aufgebrachte Schicht bei 100°C für 1 Minute getrocknet, wodurch
ein Aluminiumsubstrat mit einer farbaufnehmenden Schicht mit einem
Trockenbeschichtungsgewicht von etwa 0,6 g/m2 erhalten
wurde.
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Rezeptur
der Beschichtungslösung
für die
farbaufnehmende Schicht
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Die
Beschichtungslösung
für eine
hydrophile Schicht, wie nachstehend beschrieben, wurde als Schicht
auf die farbaufnehmende Schicht mit einem Stabbeschichter aufgebracht,
und die aufgebrachte Schicht bei 100°C für 5 Minuten getrocknet, wodurch
eine hydrophile Schicht mit einem Trockenbeschichtungsgewicht von
etwa 2 g/m2 erhalten wurde.
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Herstellung
von Beschichtungslösung
für hydrophile
Schicht
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Achtzehn
(18) Gramm Tetraethoxysilan, 32 g Ethanol, 32 g reines Wasser und
0,02 g Salpetersäure wurden
in ein Becherglas gegeben und bei Raumtemperatur für 1 Stunde
gerührt
und so eine Sollösung
hergestellt. Drei (3) Gramm der Sollösung, 4 g 10% wässrige Lösung Polyvinylalkohol
(Handelsname: PVA117, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.), 8 g einer
20% wässrigen
Lösung
von kolloidalem Silica (Handelsname: Snowtex C, hergestellt von
Nissan Chemical Industries, Ltd.), 0,10 g Cyanin-Farbstoff (1-33),
8 g reines Wasser und 0,04 g Polyoxyethylennonylphenylether wurden
vermischt. Dieselbe Überzugsschicht
wie in Beispiel 6 wurde dann als Schicht auf die hydrophile Schicht
aufgebracht, wodurch ein wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer erhalten
wurde. Dieser Druckplattenvorläufer
wurde in einen 40 W Trend Setter (ein Platteneinrichter, der einen
Halbleiterlaser von 830 nm, 40 W, hergestellt von CREO Co., Kanada,
zuführte) montiert
und Belichtung durchgeführt
durch Einstrahlen von Energie von 600 mj/cm2,
und der belichtete Druckplattenvorläufer wurde in einen Harris-Drucker
eingelegt. Im Ergebnis des Druckens konnten 40.000 Blatt klarer
Drucksachen erhalten werden.
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Beispiele 19 bis 22
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Das
jeweilige der folgenden hydrophilen Harze wurde anstelle von 4 g
einer 10% wässrigen
Polyvinylalkohollösung
in Beispiel 18 verwendet.
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Beispiel 19:
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4
g einer 10% wässrigen
Lösung
von Ethylenglykolmonomethylether eines 2-Hydroxyethylmethacrylat/Acrylsäure (70/30
Gew.-%)-Copolymers
(gewichtsmittleres Molekulargewicht: 250.000)
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Beispiel 20:
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4
g einer 10% wässrigen
Lösung
von Poly-2-hydroxyethylacrylat
(gewichtsmittleres Molekulargewicht: 200.000)
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Beispiel 21:
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4
g einer 10% wässrigen
Lösung
von Polyacrylsäure
(gewichtsmittleres Molekulargewicht: 100.000)
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Beispiel 22:
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4
g einer 10% wässrigen
Lösung
eines 2-Hydroxyethylmethacrylat/2-Acrylamid-2-methyl-1-propansulfonsäure (80/20
Gew.-%)-Copolymers (gewichtsmittleres Molekulargewicht: 100.000)
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Weil
die Gelierung der Beschichtungslösung
in Beispiel 22 schnell fortschreitet, wurde das Beschichten unmittelbar
nach dem Mischen des Copolymers vervollständigt. Außer diesem Punkt wurde jeder
wärmeempfindliche
Lithografie-Druckplattenvorläufer mit
einer Überzugsschicht
in derselben Weise wie in Beispiel 18 hergestellt, und der Druckplattenvorläufer der
Belichtung unterzogen. Als Resultat des Druckens konnten mit jedem
Druckplattenvorläufer
40.000 Blatt klarer Drucksachen erhalten werden.
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Effekt der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung kann die Nachteile des Plattenherstellungsverfahren
im Heizmodus gemäß herkömmlicher
Laserbelichtung lösen.
Das heißt,
der erfindungsgemäße Lithografie-Druckplattenvorläufer kann
in einen Drucker (d.h. einer Druckpresse) eingelegt werden, ohne
dass irgendein Prozess nach der Belichtung notwendig ist, und dann
kann das Drucken so wie er ist, durchgeführt werden. Erfindungsgemäß kann ein
wärmeempfindlicher
Lithografie-Druckplattenvorläufer, der
eine ausgezeichnete Haltbarkeit des Drucks besitzt und kaum Fleckenbildung
beim Drucken erzeugt, erhalten werden.