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DE60018956T2 - Zweirohr-Schwingungsdämpfer, gefüllt mit hydraulischer Flüssigkeit und magnetorheologischer Flüssigkeit - Google Patents

Zweirohr-Schwingungsdämpfer, gefüllt mit hydraulischer Flüssigkeit und magnetorheologischer Flüssigkeit Download PDF

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DE60018956T2
DE60018956T2 DE2000618956 DE60018956T DE60018956T2 DE 60018956 T2 DE60018956 T2 DE 60018956T2 DE 2000618956 DE2000618956 DE 2000618956 DE 60018956 T DE60018956 T DE 60018956T DE 60018956 T2 DE60018956 T2 DE 60018956T2
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vibration damper
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    • F16F9/10Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium using liquid only; using a fluid of which the nature is immaterial
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    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/32Details
    • F16F9/53Means for adjusting damping characteristics by varying fluid viscosity, e.g. electromagnetically
    • F16F9/535Magnetorheological [MR] fluid dampers

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwingungsdämpfer zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug; und insbesondere einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer, welcher eine magnetorheologische (MR)-Flüssigkeit und eine hydraulische Flüssigkeit verwendet. Das aus dem Stand der Technik bekannte Dokument EP-A-0 607 545 weist die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1 auf.
  • Üblicherweise sind Kraftfahrzeuge mit einem Dämpfungssystem ausgestattet, um die Straßenhaftung zu verbessern und um Fahrkomfort für die Insassen zu schaffen. Das Dämpfungssystem weist Federn und Schwingungsdämpfer auf. Die Schwingungsdämpfer sind parallel zu den Federn angeordnet, um die Vibrationen der Federn zu dämpfen.
  • Die Schwingungsdämpfer verwenden ein Flüssigkeits-Fließsystem, welches entweder eine hydraulische Flüssigkeit mit einer konstanten Viskosität oder eine Flüssigkeit mit einer veränderlichen Viskosität, z.B. eine magnetorheologische (MR)-Flüssigkeit, aufweist. Die Verwendung einer MR-Flüssigkeit ist dahingehend vorteilhaft, dass die Viskosität derselben durch das Aufbringen eines magnetischen Feldes gesteuert werden kann, um eine Dämpfkraft, welche auf die Federn wirkt, abhängig von einer Fahrbedingung einzustellen.
  • Genauer ausgedrückt ist eine MR-Flüssigkeit eine frei fließende Flüssigkeit mit einer Viskosität. Wenn diese Flüssigkeit einem magnetischen Feld ausgesetzt wird, kann sie in Millisekunden in einen annähernden Feststoff umgewandelt werden; und mit der Entfernung des magnetischen Feldes kann die Flüssigkeit genauso schnell wieder in ihren flüssigen Zustand zurückgeführt werden. Der Grad der Änderung der Viskosität der MR-Flüssigkeit ist proportional zu der Höhe des aufgebrachten magnetischen Feldes.
  • Die 1 und 2 sind Schnittansichten, welche einen konventionellen Schwingungsdämpfer darstellen, der von einer MR-Flüssigkeit Gebrauch macht, sowie eine vergrößerte Schnittansicht, welche eine in 1 dargestellte Kolbenanordnung zeigt, die in dem US-Patent 5,284,330 mit dem Titel "MAGNETORHEOLOGICAL FLUID DEVICE", veröffentlicht am 11. Januar 1994, beschrieben ist.
  • Der Schwingungsdämpfer 10 weist zwei Hauptbestandteile auf: ein Gehäuse 20 und eine Kolbenanordnung 30. Das Gehäuse 20 weist ein Volumen einer magnetorheologischen (MR)-Flüssigkeit auf. Das Fluid beinhaltet Karbonyleisenpartikel, welche in Silikonöl schwebend verteilt sind.
  • Das Gehäuse 20 besteht im allgemeinen aus einem zylindrischen Rohr mit einem ersten abgeschlossenen Ende 22. Eine zylindrische Buchse 25 kann an einem inneren Zylinder mittels einer konventionellen Einrichtung, z.B. einer Presspassung, Schweißen oder einem Klebemittel, angebracht sein, um die Querschnittsfläche des Gehäuses 20 zu vergrößern. Der Zylinder ist an einem zweiten Ende desselben mittels eines Endelements 26 abgeschlossen. Eine erste Dichtung 27 erstreckt sich über einen äußeren Umfang des Endelements 26, um ein Lecken von Flüssigkeit zwischen dem Gehäuse 20 und dem Endelement 26 zu verhindern.
  • Eine zweite ringförmige Dichtung 28 ist in einer Nut in einem inneren Umfang des Endelements 26 untergebracht und dichtet gegenüber einer Kolbenstange 32. Ein Abstreifer 29 kann verwendet werden, um die MR-Flüssigkeit von der Oberfläche der Kolbenstange 32 abzustreifen, um den Verlust von MR-Flüssigkeit über die zweite ringförmige Dichtung 28 zu minimieren.
  • Das Gehäuse 20 ist mit einem Schwimmkolben 21 versehen, um die MR-Flüssigkeit von einem Druckspeicher 23 abzutrennen. Der Druckspeicher 23 ist erforderlich, um ein Fluid aufzunehmen, welches von der Kolbenstange 32 verschoben wird, sowie um eine thermische Ausdehnung der Flüssigkeit zu ermöglichen.
  • Die Kolbenanordnung 30 ist in 2 detaillierter dargestellt. Ein Kolbenboden 34 ist in der Form einer Trommel ausgebildet und weist einen oberen, sich nach außen erstreckenden Flansch 36 und einen unteren, sich nach außen erstreckenden Flansch 38 auf. Eine Spule 40 ist auf den spulenförmigen Kolbenkopf 34 zwischen dem oberen Flansch 36 und dem unteren Flansch 38 aufgewickelt. Der Kolbenkopf 34 besteht aus einem magnetisch permeablen Material, wie zum Beispiel Stahl mit einem geringen Kohlenstoffanteil. Führungsschienen 42 sind um eine Außenseite des Kolbenkopfes 34 mit bestimmten Abständen voneinander angebracht. Wie in den 1 und 2 dargestellt, sind vier Führungsschienen 42 so dargestellt, dass sie gleichmäßig um einen Umfang des Kolbenkopfes 34 verteilt sind.
  • Eine elektrische Verbindung zu der Spule 40 ist mittels Leitungsdrähten 45 und 47 durch die Kolbenstange 32 hergestellt. Der erste Leitungsdraht 45 ist mit einem ersten Ende einer elektrisch leitenden Stange 48 verbunden, welche sich durch die Kolbenstange 32 zu einem Phono-Jack-Verbinder 46 erstreckt. Eine mittlere Verbindung des Phono-Jack ist mit einem ersten Ende 39 der Spule 40 verbunden. Ein zweites Ende 42 von Windungen der Spule 40 ist an einer "Masse"-Verbindung auf einer Außenseite des Phono-Jack 46 angebracht. Ein elektrischer Rückweg weist dann die Kolbenstange 32 und die Masseleitung 47 auf.
  • Ein derartiger MR-Schwingungsdämpfer weist jedoch einige ihm innewohnende Nachteile auf. Erstens, weil die MR-Flüssigkeit auch in der Abwesenheit eines magnetischen Feldes eine höhere Viskosität als die konventio nelle hydraulische Flüssigkeit aufweist, tendiert der MR-Schwingungsdämpfer dazu, eine härtere Dämpfkraft gegenüber von außen auf denselben aufgebrachten Kräften auszuüben, was zu einem verschlechterten Fahrkomfort unter bestimmten Umständen führt. Des weiteren ist die MR-Flüssigkeit teuer, wodurch die Herstellungskosten des Schwingungsdämpfers erhöht werden.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer zu schaffen, welcher eine magnetorheologische Flüssigkeit und eine hydraulische Flüssigkeit verwendet.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Zweirohr-Schwingungsdämpfer geschaffen, welcher folgendes aufweist: einen äußeren Zylinder, welcher eine erste Arbeitskammer aufweist; einen inneren Zylinder, welcher innerhalb der ersten Arbeitskammer angeordnet ist und eine zweite Arbeitskammer aufweist, wobei die erste und die zweite Arbeitskammer jeweils mit einer hydraulischen Flüssigkeit und einer magnetorheologischen Flüssigkeit gefüllt sind; einen ersten Kolben, der beweglich in der ersten Arbeitskammer eingesetzt ist; einen zweiten Kolben, der eine beweglich in der zweiten Arbeitskammer eingesetzte Spule aufweist, wobei jeder der Kolben eine oder mehrere Öffnungen aufweist; eine oder mehrere erste Kolbenstangen zum Überführen des ersten Kolbens in eine Hin- und Herbewegung; und eine zweite Kolbenstange zum Überführen des zweiten Kolbens in eine Hin- und Herbewegung.
  • Die oben genannten sowie weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen deutlicher, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen angegeben sind, in welchen:
  • 1 eine schematische Schnittansicht ist, welche einen zuvor beschriebenen Schwingungsdämpfer darstellt, der eine magnetorheologische Flüssigkeit verwendet;
  • 2 eine vergrößerte Schnittansicht zeigt, welche eine in dem in 1 gezeigten Schwingungsdämpfer eingebaute Kolbenanordnung darstellt;
  • 3 eine schematische Schnittansicht bietet, welche einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt, welcher sowohl eine magnetorheologische Flüssigkeit als auch eine hydraulische Flüssigkeit verwendet;
  • 4 eine perspektivische Ansicht repräsentiert, die eine Kolbenanordnung darstellt, die in den in 3 gezeigten Zweirohr-Schwingungsdämpfer eingebaut ist; und
  • 5 eine vergrößerte Schnittansicht des in 3 gezeigten Bereichs "A" zur Verfügung stellt.
  • Ein erfindungsgemäßer Zweirohr-Schwingungsdämpfer 100 zur Verwendung in einem Fahrzeug, z.B. einem Automobil, weist eine Zylinderanordnung 110 und eine Kolbenanordnung 130 auf, wie in 3 dargestellt.
  • Die Zylinderanordnung 110 ist mit einem äußeren Zylinder 112, welcher eine äußere und eine innere Fläche 121, 122 aufweist, und einem inneren Zylinder 114, welcher eine äußere und eine innere Fläche 123, 124 aufweist, versehen. Der äußere Zylinder 112 beinhaltet in demselben eine erste Arbeitskammer 116. Der innere Zylinder 114 ist innerhalb der ersten Arbeitskammer 116 angeordnet und beinhaltet darin eine zweite Arbeitskammer 118. Die erste und die zweite Arbeitskammer 116, 118 sind jeweils mit einer hydraulischen Flüssigkeit 126, welche eine konstante, niedrige Viskosität aufweist, und einer magnetorheologischen (MR)-Flüssigkeit 128 gefüllt, welche eine veränderliche Viskosität aufweist. Die erste und die zweite Arbeitskammer 116, 118 sind voneinander isoliert, um zu verhindern, dass sich die hydraulische Flüssigkeit 126 und die MR-Flüssigkeit 128 dazwischen vermischen.
  • Wie in den 3 und 4 dargestellt, ist die Kolbenanordnung 130 mit einem ersten Kolben 132, einem zweiten Kolben 142, drei ersten Kolbenstangen 152, einer zweiten Kolbenstange 154 und einer Stangenbefestigung 156 versehen, wie in 4 dargestellt.
  • Der erste Kolben 132, welcher eine äußere und eine innere Umfangswand 133, 134 aufweist, ist beweglich in die erste Arbeitskammer 116 eingesetzt, wobei seine äußere Umfangswand 133 horizontal benachbart zu der inneren Fläche 122 des äußeren Zylinders 112 und seine innere Umfangswand 134 horizontal benachbart zu der äußeren Fläche 123 des inneren Zylinders 114 ist. Der erste Kolben 132 weist drei erste Öffnungen 135 zur Schaffung von vertikalen Fließwegen für die hydraulische Flüssigkeit 126 in der ersten Arbeitskammer 116 auf. Der erste Kolben 132 weist des weiteren ein erstes und ein zweites Dichtungselement 136, 137 auf, welche z.B. aus Teflon oder ähnlichem hergestellt sind, wobei das erste und das zweite Dichtungselement 136, 137 jeweils an der äußeren Umfangswand 133 und an der inneren Umfangswand 134 des ersten Kolbens 132 angebracht sind, um zu verhindern, dass die hydraulische Flüssigkeit 126 weder entlang der äußern noch der inneren Umfangswand 133, 134 des ersten Kolbens 132 strömt.
  • Der zweite Kolben 142, der eine äußere Umfangswand 143 aufweist, ist beweglich in die zweite Arbeitskammer 118 eingesetzt, wobei seine äußere Umfangswand 143 horizontal angrenzend zu der inneren Fläche 124 des inneren Zylinders 114 ist. Der zweite Kolben 142 weist drei zweite Öffnungen 144 auf, um vertikale Fließwege für die MR-Flüssigkeit 128 in der zweiten Arbeitskammer 118 zu bilden. Der zweite Kolben 142 weist des weiteren ein drittes Dichtungselement 145 auf, welches aus z.B. Teflon oder ähnlichem hergestellt ist und an der äußeren Umfangswand 143 angebracht ist, um zu ver hindern, dass die MR-Flüssigkeit 128 entlang der äußeren Umfangswand 143 des zweiten Kolbens 142 strömt.
  • Obwohl die Anzahl der Öffnungen 135 und diejenige der Öffnungen 144 in der oben angegebenen Beschreibung jeweils vorzugsweise drei ist, ist die vorliegende Erfindung hierauf nicht beschränkt. Abhängig von der maximalen Höhe der Dämpfkraft, welche für den Zweirohr-Schwingungsdämpfer 100 der vorliegenden Erfindung erforderlich ist, können eine oder mehrere erste und zweite Öffnungen 135, 144 in dem ersten Kolben 132 bzw. dem zweiten Kolben 142 gebildet sein.
  • Wie in 5 dargestellt, ist der zweite Kolben 142 so ausgebildet, dass er einen Magnetfeldgenerator bildet, z.B. ein Solenoid, und zwar derart, dass der zweite Kolben 142 als eine Spule bzw. Trommel geformt ist und einen oberen und einen unteren Flansch 146, 147 aufweist und aus einem magnetisch permeablen Material, z.B. Ferrit, Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt oder ähnlichem, hergestellt ist und des weiteren an seiner äußeren Umfangswand 143 zwischen dem oberen und dem unteren Flansch 146, 147 mit einer Spule 148 umgeben ist. Folglich wird, wenn ein elektrischer Strom an der Spule 148 angelegt wird, um den zweiten Kolben 142 ein magnetisches Feld erzeugt, welches wiederum die Viskosität der MR-Flüssigkeit 128, welche durch die zweiten Öffnungen 144 strömt, ändert.
  • Zurückkehrend auf die 3 und 4 sind drei der ersten Kolbenstangen 142 zum Überführen des ersten Kolbens 132 in eine Hin- und Herbewegung starr mit dem ersten Kolben 132 an einem Ende desselben verbunden. Während die Anzahl der ersten Kolbenstangen 142 in der oben angegebenen Beschreibung vorzugsweise drei ist, ist die vorliegende Erfindung hierauf nicht beschränkt. Unter Betrachtung verschiedener mechanischer Faktoren, z.B. Balance, Zugkraft, Druckkraft oder ähnlichem, welche auf die ersten Kolbenstangen 152 aufgebracht werden, können eine oder mehrere erste Kolbenstangen 152 starr mit dem ersten Kolben 132 verbunden sein.
  • Die zweite Kolbenstange 154 zum Überführen des zweiten Kolbens 142 in eine Hin- und Herbewegung ist starr mit dem zweiten Kolben 142 an einem Ende desselben verbunden. Die zweite Kolbenstange 154 weist eine innere Ausnehmung 158 auf, an welcher elektrische Verbindungen (nicht dargestellt) zum Anlegen des elektrischen Signals auf die Spule 148 installiert sind.
  • Einander gegenüberliegende Enden der ersten Kolbenstangen 152 und der zweiten Kolbenstange 154 sind an der Kolbenbefestigung 156 auf eine solche Art und Weise angebracht, dass die Hin- und Herbewegungen des ersten Kolbens 132 und des zweiten Kolbens 142 während des Betriebs des Zweirohr-Schwingungsdämpfers 100 voneinander abhängig und deckungsgleich zueinander sind.
  • Der Zweirohr-Schwingungsdämpfer 100 weist des weiteren eine Anzahl von ersten und zweiten Dichtungsteilen 160, 161, einen ersten und einen zweiten Schwimmkolben 163, 164 und einen ersten und einen zweiten Speicher 165, 166 auf. Die ersten und zweiten Dichtungsteile 160, 161 verhindern jeweils, dass die hydraulische Flüssigkeit 126 und die MR-Flüssigkeit 128 entlang der ersten Kolbenstangen 152 bzw. der zweiten Kolbenstange 154 lecken. Der erste und der zweite Schwimmkolben 163, 164 sind jeweils beweglich in den äußeren Zylinder 112 und den inneren Zylinder 114 eingesetzt. Jeder der Speicher 165, 166 ist mit einem Gas, z.B. Stickstoff, gefüllt, wobei der erste und der zweite Speicher 165, 166 jeweils erforderlich sind, um sowohl die hydraulische und die MR-Flüssigkeit 126, 128, welche durch die ersten Kolbenstangen 152 und die zweite Kolbenstange 154 verschoben wurden, aufzunehmen als auch eine thermische Ausdehnung der hydraulischen und der MR-Flüssigkeit 126, 128 zu erlauben.
  • Wie aus dem oben Genannten deutlich wird, sollte klar sein, dass der Zweirohr-Schwingungsdämpfer 100 der vorliegenden Erfindung sowohl die hydraulische Flüssigkeit 126 in der ersten Kammer 116 als auch die MR-Flüssigkeit 128 in der zweiten Kammer 118 verwendet. Demzufolge kann der Zweirohr-Schwingungsdämpfer feinfühlig auf den auf denselben aufgebrachten Impuls reagieren, und zwar durch Verwendung der hydraulischen Flüssigkeit 126, welche eine relativ niedrige Viskosität aufweist, und kann gleichzeitig die Dämpfkraft durch die Verwendung der MR-Flüssigkeit, welche eine einstellbare Viskosität aufweist, unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, z.B. Fahrbedingungen, Bedienungselemente des Fahrers und so weiter, modulie ren. Des weiteren wird die teure MR-Flüssigkeit 128 lediglich in der zweiten Arbeitskammer 118 des inneren Zylinders 114 verwendet, wodurch die Menge der benötigten MR-Flüssigkeit 128 verringert und somit die Herstellungskosten des Zweirohr-Schwingungsdämpfers 100 verringert werden.
  • Während die vorliegende Erfindung dargestellt und unter Bezugnahme auf die speziellen Ausführungsformen beschrieben worden ist, wird dem Fachmann deutlich werden, dass viele Veränderungen und Modifikationen durchgeführt werden können, ohne von dem Schutzbereich der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen festgelegt ist, abzuweichen.

Claims (12)

  1. Zweirohr-Schwingungsdämpfer (100), welcher folgendes aufweist: einen äußeren Zylinder (112), welcher eine erste Arbeitskammer (116) aufweist; einen inneren Zylinder (114), der innerhalb der ersten Arbeitskammer (116) angeordnet ist und eine zweite Arbeitskammer (118) aufweist; einen ersten Kolben (132), der beweglich in der ersten Arbeitskammer (116) eingesetzt ist; einen zweiten Kolben (142), der beweglich in der zweiten Arbeitskammer (118) eingesetzt ist; eine oder mehrere erste Kolbenstangen (152) zum Überführen des ersten Kolbens (132) in eine Hin- und Herbewegung; und eine zweite Kolbenstange (154) zum Überführen des zweiten Kolbens (142) in eine Hin- und Herbewegung; dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Arbeitskammer (116, 118) jeweils mit einer hydraulischen Flüssigkeit (126) und einer magnetorheologischen Flüssigkeit (128) gefüllt sind, und dadurch, dass der zweite Kolben (142) von einer Spule (148) umgeben ist, wobei der erste und der zweite Kolben (132, 142) jeweils eine oder mehrere Öffnungen (135, 144) aufweisen.
  2. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, wobei die erste und die zweite Arbeitskammer (116, 118) voneinander isoliert sind, um zu verhindern, dass sich die hydraulische Flüssigkeit (126) und die magnetorheologische Flüssigkeit (128) sich dazwischen vermischen.
  3. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, wobei der erste Kolben (132) mit einer äußeren (133) und einer inneren Umfangswand (134) versehen ist und ein erstes (136) und ein zweites (137) Dichtungselement aufweist, wobei das erste und das zweite Dichtungselement (136, 137) jeweils auf der äußeren Umfangswand (133) und auf der inneren Umfangswand (134) angebracht sind, um zu verhindern, dass die hydraulische Flüssigkeit (126) entlang der äußeren und der inneren Umfangswand (133, 134) des ersten Kolbens (132) strömt.
  4. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, wobei der zweite Kolben (142) mit einer äußeren Umfangswand (143) versehen ist und ein drittes Dichtungselement (145) aufweist, welches an der äußeren Umfangswand (143) angebracht ist, um zu verhindern, dass die magnetorheologische Flüssigkeit (128) entlang der äußeren Umfangswand (143) des zweiten Kolbens (142) strömt.
  5. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, wobei der zweite Kolben (142) so ausgebildet ist, dass er einen Magnetfeldgenerator bildet, wobei der zweite Kolben (142) aus einem magnetischen Material hergestellt ist und mit der Spule (148) an einer äußeren Umfangswand desselben umgeben ist.
  6. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, welcher des weiteren ein Stangenbefestigungselement (156) aufweist, welches die erste (152) und die zweite (154) Kolbenstange gleichzeitig starr auf eine solche Art und Weise festhält, dass die Hin- und Herbewegungen des ersten und des zweiten Kolbens (132, 142) voneinander abhängig und deckungsgleich miteinander sind.
  7. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, welcher des weiteren eine Anzahl von Dichtungsteilen (160, 161) aufweist, um zu verhindern, dass die hydraulische Flüssigkeit (126) und die magnetorheologische Flüssigkeit (128) entlang der ersten Kolbenstange (152) und der zweiten Kolbenstange (154) lecken.
  8. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, wobei die zweite Kolbenstange (154) eine innere Ausnehmung (158) aufweist, durch welche ein elektrischer Strom auf die Spule (148) aufgebracht wird.
  9. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 1, welcher des weiteren einen ersten (163) und einen zweiten (164) Schwimmkolben aufweist, welche jeweils beweglich in dem äußeren und den inneren Zylinder (112, 114) eingesetzt sind.
  10. Schwingungsdämpfer (100) nach Anspruch 9, welcher des weiteren einen ersten (165) und einen zweiten (166) Speicher aufweist, der mit einem Gas gefüllt ist, wobei der erste und der zweite Speicher (165, 166) jeweils in dem äußeren und dem inneren Zylinder (112, 114) eingebaut sind.
  11. Kraftfahrzeug, in welchem der Zweirohr-Schwingungsdämpfer (100) gemäß Anspruch 1 eingebaut ist.
  12. Dämpfungssystem, in welchem der Zweirohr-Schwingungsdämpfer (100) gemäß Anspruch 1 eingebaut ist.
DE2000618956 2000-12-29 2000-12-29 Zweirohr-Schwingungsdämpfer, gefüllt mit hydraulischer Flüssigkeit und magnetorheologischer Flüssigkeit Expired - Lifetime DE60018956T2 (de)

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