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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die thermische Bearbeitung von Produkten,
insbesondere von Lebensmittelprodukten, in einem kontinuierlichen Verfahren.
Die Erfindung betrifft eine Kammer und ein Verfahren zum Erwärmen oder
Gefrieren von Lebensmitteln mittels einer Kombination aus einer
Wärmekonvektion
zwischen einem Förderband
und dem Produkt sowie einer Wärmekonvektion
zwischen einem Kühl-
oder Wärmemedium
und dem Produkt. Die Kombination stellt eine verbesserte Produktqualität und eine
höhere
Kammerkapazität
zur Verfügung.
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BESCHREIBUNG
DES STANDS DER TECHNIK
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Geräte und Verfahren
zum kontinuierlichen Gefrieren oder Erwärmen von Lebensmittelprodukten,
z.B. zum Formfrieren der Lebensmittelprodukte, bestehen bereits.
Bekannte Geräte
weisen typischerweise Fördermittel
auf, die als Förderbänder mit
offener Struktur bereitgestellt werden, wodurch entweder das Kühl- oder
Wärmemedium,
wie z.B. Luft, durch das Band geleitet werden kann. Die Bänder weisen daher
Förderflächen auf,
die nicht einheitlich angeordnet oder rau sind und die typischerweise
ungewünschte
Strukturen auf den Lebensmittelprodukten entweder beim Erwärmen oder
Gefrieren hinterlassen, während
sie auf der Oberfläche
getragen werden. Weiterhin gibt die Ungleichmäßigkeit eine schlechte Wärmekonvektion
von der Oberfläche
des Förderbandes
an die Lebensmittelprodukte ab, wodurch der Wärmewirkungsgrad des Gerätes relativ niedrig
ist.
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Eine
thermische Bearbeitungskammer, umfassend die Merkmale des Oberbegriffs
von Anspruch 1 ist aus der EP-A-0 451 346 bekannt.
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Werden
empfindliche oder delikate Lebensmittelprodukte eingefroren, wie
z.B. Fischfilets, ist es erforderlich, dass die Produkte eine steife äußere Form
erhalten, bevor das Produkt weiter gehandhabt wird, weil sonst der
Wert des Produkts gemindert werden könnte. Es ist deshalb von wesentlicher
Bedeutung, das Formfrieren der Produkte in einem einzigen Verfahren
durchzuführen.
Um die Formstabilität
zu gewährleisten,
weisen die bekannten Tunnelgefriergerätoder IQF- (Individual quick
freezer) Einrichtungen relativ lange Formfrier-Förderbänder auf und deshalb nehmen
die bekannten Gefriergeräte
relativ viel Platz in Anspruch. Dasselbe Problem trifft auf Geräte zum kontinuierlichen
Erwärmen
zu, wie z.B. Förderöfen.
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Die
bekannten Geräte
verwenden typischerweise Förderbänder, wobei
ein Kühl-
oder Wärmemedium
auf die Lebensmittel entweder von der Seite des Förderbandes
oder von oberhalb des Bandes aufgeblasen wird. Eine ausreichende
Kühlung
oder Erwärmung
wird durch die Erweiterung der Länge des
Förderbandes
und damit der Größe der Kammer erzielt.
Dies kann zu Problemen führen,
wenn z.B. die Kammer auf Schiffen oder anderen Orten mit beschränkten Platzmöglichkeiten
installiert werden soll.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren und ein Gerät zur kontinuierlichen
Bearbeitung von empfindlichen Lebensmittelprodukten bereitzustellen,
wobei die Bearbeitungswirksamkeit so verbessert wird, dass die Qualität des Produkts unter
Verwendung von weniger Platz für
das Gerät verbessert
werden kann.
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Gemäß der Aufgabe
betrifft die vorliegende Erfindung eine thermische Bearbeitungskammer
zur Weiterbearbeitung von individuellen Produkten, wobei die Bearbeitungskammer
umfasst:
- – ein
Förderband
zum Befördern
des Produkts in der Kammer, wobei das genannte Förderband umfasst:
- – ein
Förderband,
das mit einem Bearbeitungsteil und einem Leerlaufteil einen endlosen
Kreislauf bildet, wobei das Förderband
eine Vielzahl an thermisch leitenden Elementen umfasst, wobei jedes
der Elemente derart angepasst ist, um eine erste Ausrichtung in
dem Bearbeitungsteil des Kreislaufs zu erzielen und derart angepasst
ist, um eine zweite Ausrichtung in dem Leerlaufteil des Kreislaufs
zu erzielen, wobei die erste Ausrichtung eine im Wesentlichen ebene
und durchgehende Oberfläche
zum Tragen der Produkte über
einer Anzahl der Elemente, Mittel zum Bereitstellen eines thermischen
Mediums in der Kammer bereitstellt und
- – mit
Strom angetriebene Mittel zum Vortrieb des Förderbandes,
wobei
die thermische Bearbeitung der Produkte durch Wärmekonvektion von den Elementen
der Produkte durchgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ausrichtung der Elemente
einen Durchtritt derart zwischen den Elementen bereitstellt, um
es dem Gas zu ermöglichen,
zwischen den Elementen zu strömen.
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Bei
den mit Strom angetriebenen Mitteln könnte es sich um normale AC/DC-Motoren
mit einem Steuerungssystem handeln, das zur Steuerung der Position
und der Geschwindigkeit des Förderbandes
angepasst ist. Das Steuerungssystem könnte in einem Industrie-PC
integriert sein, der ebenfalls zur Steuerung der Kammer im Allgemeinen
verwendet werden könnte,
z.B. zur Steuerung der Temperatur in der Kammer oder zur Steuerung
der Bearbeitung der Produkte.
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Die
Kammer kann ferner Mittel zum Bereitstellen von thermischen Medien
an die Kammer aufweisen. Bei den thermischen Medien könnte es
sich um ein Gas handeln, wie z.B. einfache Luft, die entweder relativ
heiß oder
kalt ist.
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Die
zweite Ausrichtung der Elemente ist so angepasst, dass ein Durchtritt
zwischen den Elementen bereitgestellt wird. Dies ermöglicht den
Strom kalter oder heißer
Luft zwischen den Elementen und gewährleistet somit eine gute Verteilung
des kalten oder heißen
Mediums in der Kammer. Gleichzeitig ermöglicht dies dem Medium, die
Elemente abzukühlen oder
zu erwärmen,
bevor diese wieder in den Bearbeitungsteil des Kreislaufs eintreten.
Vorzugsweise ist die zweite Ausrichtung anpassbar, sodass die Größe des Durchtritts
eingestellt werden kann, z.B. sodass die Menge an Gas gesteuert
werden kann, die zwischen den Elementen strömt.
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Bei
den thermisch leitenden Elementen könnte es sich um parallel angeordnete,
gestreckte Träger
handeln, die eine flügelförmige Querschnittsform
aufweisen. Durch die drehbare Anordnung jedes Trägers um eine mittlere Längsachse
des Trägers,
kann die Ausrichtung der Träger
eine flache und kontinuierliche Oberfläche über einer Anzahl der Träger bereitstellen.
Die zweite Ausrichtung der Träger kann
eine offene Struktur aufweisen mit guten Bedingungen für den Strom
des Mediums zwischen den Trägern.
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Die
thermische Bearbeitung der Produkte wird bevorzugt mit einer Kombination
aus einer ersten Wärmekonvektion
von den Elementen zu den Produkten und einer zweiten Wärmekonvektion
von dem thermischen Medium zu den Produkten durchgeführt.
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Die
Elemente könnten
thermisch durch eine Wärmekonvektion
von dem thermischen Medium zu den Elementen beeinflusst werden oder
das thermische Medium könnte
durch eine Wärmekonvektion vom
Element beeinflusst werden. Zum Beispiel könnten die Elemente entweder
mit kalter oder heißer Luft,
die zwischen den Elementen strömt,
abgekühlt oder
erwärmt werden,
oder die Luft, die zwischen den Elementen strömt, könnte durch die Elemente entweder
erwärmt
oder abgekühlt
werden. Jede dieser Situationen könnte ausgewählt werden basierend darauf,
welches Erwärmungs-
oder Kühlungsverfahren jeweils
für den
jeweiligen Fall am vorteilhaftesten ist. Bei einem normalen Kühlungsverfahren
wäre es
am sinnvollsten, die Elemente mit kalter Luft abkühlen zu lassen,
die in einem normalen Kühlelement
erzeugt wird, z.B. umfassend einen Kompressor und einen Verdunster.
Bei einem normalen Heizverfahren andererseits, wäre es sinnvoller, die Luft
während
dem Durchtritt durch die Elemente, die beheizt sind, von internen
elektrischen Heizelementen erwärmen
zu lassen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung handelt es sich bei der thermischen Bearbeitung um
das Gefrieren der Produkte und das thermische Medium ist dementsprechend
ein Kühlungsmedium,
das ausgewählt
sein könnte
aus einer Gruppe umfassend:
- – einfache
Luft,
- – CO2 und
- - Stickstoff.
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Die
Elemente könnten
ebenfalls elektrisch gekühlt
werden, z.B. durch interne thermoelektrische Elemente.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung, kann es sich bei der thermischen Bearbeitung um das
Erwärmen
handeln und das thermische Medium ist dementsprechend erwärmtes Gas,
wie z.B. erwärmte
Luft. Die Luft könnte
in einem Wärmeaustauscher
erwärmt
werden oder die Luft könnte durch
die Elemente erwärmt
werden, die wiederum durch interne elektrische Heizelemente erwärmt werden
könnten.
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Bevorzugt
bestehen die Elemente aus einem Material mit guter thermischer Leitfähigkeit,
wie z.B. aus Aluminium. Es wurde festgestellt, dass eine Leitfähigkeit
von zwischen 30 W/(K·m)
und 230 W/(K·m), wie
z.B. zwischen 209 W/(K·m)
und 229 W/(K·m)
bevorzugt ist, um eine ausreichende Kühlung oder Erwärmung der
Produkte zu erhalten, die auf den Elementen angeordnet sind. W steht
für geleitete
Energie, K steht für
Grad Kelvin und m steht für
die Länge des
Materials.
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Die
Elemente könnten
mit einem Material mit niedriger Oberflächenreibung für die Betriebstemperatur
beschichtet sein. Beispielsweise könnten die Elemente mit PTFE
(TeflonTM) oder mit einem ähnlichen
Kunststoffmaterial beschichtet sein. Die Beschichtung ermöglicht den
Produkten, am Ende des Bearbeitungsteils in dem Kreislauf vom Förderband herunter
zu fallen und nicht an der Oberfläche der Elemente haften zu
bleiben, entweder nach dem Gefrieren der Produkte oder nach dem
Erwärmen
der Produkte. Die Beschichtung könnte
ferner die Elemente vor Korrosion schützen. Bevorzugt sind die Elemente
oder die Träger
aus tiefgezogenen Aluminiumprofilen hergestellt, die nach einem
chemischen Besintern mit TeflonTM beschichtet
werden.
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Die
Elemente könnten
derart angepasst sein, um bei einer Bewegung der Elemente in dem endlosen
Kreislauf von dem Bearbeitungsteil zu dem Leerlaufteil des Kreislaufs
von der ersten Ausrichtung zu der zweiten Ausrichtung zu rotieren.
Die Rotation könnte
durch Schwerkraft verursacht werden, indem die Elemente oder Träger einfach
aus der ersten Ausrichtung um ein drehbares Scharnier in die zweite
Ausrichtung fallen. Die Elemente könnten dann derart angepasst
sein, um bei einer Bewegung der Elemente in dem endlosen Kreislauf
von dem Leerlaufteil zu dem Bearbeitungsteil des Kreislaufs von
der zweiten Ausrichtung zu der ersten Ausrichtung zurückzurotieren.
Die Rotation könnte
wiederum durch Schwerkraft verursacht werden, indem die Elemente
und die Träger
rotieren, während
sie vertikal in einer kreisförmigen
Bewegung angehoben werden, z.B. um eine Stütze oder ein Antriebsrad des
Förderbandes
herum. Die Rotation der Elemente oder Träger könnte in der zweiten Ausrichtung
angehalten werden, wobei die Elemente oder Träger gestützt werden, z.B. durch das
im Kreislauf jeweils nachfolgende Element oder Träger.
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Die
thermale Kammer kann mit einer Anzahl von zusätzlichen Förderbändern bereitgestellt werden.
Die zusätzlichen
Förderbänder könnten mit Bändern bereitgestellt
werden, die eine zum thermischen Medium hin teilweise offene Oberfläche aufweisen.
Beispielsweise kann es sich bei den Bändern um normale Kunststoffbänder mit
einer 20, 30 oder sogar 40 offenen Struktur handeln, wodurch den
thermischen Medien der Weg durch die Bänder ermöglicht wird. Solche Bänder würden die
thermischen Medien derart stützen,
um durch das Band zu strömen
und daher die Konvektion von den thermischen Medien zu dem Produkt
unterstützen.
Die Konvektion von z.B. Luft zu dem Produkt wäre nicht so wirksam wie die
Konvektion direkt von einem Band zu einem Produkt, das vollständig auf
der Oberfläche
des Bandes gestützt
ist. Die Konvektion ist trotzdem relativ wirksam in dem Fall, dass
die Produkte nicht fest auf der Oberfläche des Bandes aufliegen; dies
wäre typischerweise
der Fall nachdem die Produkte von einem Band auf ein anderes Band
abgeworfen werden. Die Kunststoffbänder oder ähnlichen herkömmlichen Bänder können z.B.
dafür verwendet
werden, die Produkte mittels Konvektion zwischen der Luft und den
Produkten vollständig
zu gefrieren.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung handelt es sich bei den Produkten um Lebensmittel, wie
z.B. Fisch, Fleisch, Kuchen, Brot, etc. Die für die Kammer ausgewählten Materialien sollten
dementsprechend zum Zweck einer hygienischen Behandlung angepasst
sein. Typischerweise würde
die umfassende Verwendung eines korrosionsbeständigen Materials, wie z.B.
rostfreier Stahl und Kunststoff, bevorzugt.
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Gemäß einer
weiteren Erscheinungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
thermischen Bearbeiten von Produkten in einer thermischen Bearbeitungskammer,
die mit einem thermischen Medium bereitgestellt wird, wobei das
genannte Verfahren die Schritte umfasst:
- – das Fördern der
Produkte durch die Kammer auf einer Vielzahl von thermisch leitenden
Elementen,
- – die
thermische Weiterverarbeitung des Produkts durch das Bereitstellen
von Wärmekonvektion von
den Elementen zu den Produkten und
- – das
gleichzeitige Bereitstellen von Wärmekonvektion von dem thermischen
Medium zu den Produkten.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung, die für
das kontinuierliche Gefrieren von Lebensmittelprodukten angepasst
ist, wird im Folgenden unter Bezugnahme der Zeichnungen ausführlich beschrieben,
in welchen:
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1 eine
Bearbeitungskammer gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt,
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2 eine
Bearbeitungskammer mit einem Einführungsbereich und einem Austrittsbereich,
seitlich gesehen, zeigt,
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3 eine
detaillierte Ansicht eines Förderbandes
für ein
Förderband
zum Formfrieren zeigt,
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4 die
Ansicht von 3, einschließlich der Andeutung eines Luftstroms
zeigt, der durch das Förderband
strömt
und
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5 eine
Ansicht des Förderbands
von 3 und 4 mit einem Einführungsgerät zeigt.
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Die
Bearbeitungskammer wird zum individuellen Gefrieren der Lebensmittelprodukte
verwendet. Bei den Produkten kann es sich um Fischfilets order ähnliche
Fleischstücke
handeln, die derart individuell gefroren werden, sodass sie deren
Form beibehalten und nicht zusammenhaften. Durch das individuelle Gefrieren
der Produkte ist es möglich,
den Wert der Produkte zu erhöhen
und die in dem Produktionsverfahren hinzugefügten Werte auf ein Maximum
zu bringen.
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Die
Lebensmittelprodukte werden teilweise durch Konvektion zwischen
einem Förderband
zum Formfrieren und dem Lebensmittel und teilweise durch Konvektion
zwischen kalter Luft in der Kühlkammer
und dem Lebensmittel abgekühlt.
Die Temperatur in der Kühlkammer
beträgt
ungefähr
minus 38 Grad Celsius, welche eine rasche und wirksame Kühlung ergibt.
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Durch
ein rascheres Abkühlen
der Produkte wird der Zeitraum, in welchem die Produkte einer starken
Strömung
von Kühlluft
ausgesetzt sind, verkürzt.
Die gefrorenen Produkte verlieren deshalb weniger Wasser und aufgrund
dessen ist der Ertrag und die Qualität des Endprodukts entsprechend
höher.
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Unter
Bezugnahme auf 1 umfasst die Bearbeitungskammer
ein Einführungsgerät 1,
ein Förderband
zum oberen Formfrieren 2, ein Förderband zum unteren Formfrieren 3,
ein oberes Förderband
zum vollständigen
Gefrieren 4, ein unteres Förderband zum vollständigen Gefrieren 5,
einen Abwurfschacht 7 zum Befördern der Produkte aus der Kammer
heraus, einen Abwurfschacht 8 zum Überführen der Produkte zwischen
den Förderbändern zum
vollständigen
Gefrieren 4 und 5, einen Schrank 14 und
eine Tür 17,
die beide zum Zweck der Reinigung und Wartung angepasst worden sind.
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Wie
in 2 gezeigt, teilt das Einführungsgerät 1 die Produkte in
eine Anzahl von Förderbändern zum
Formfrieren ein – 2 zeigt
zwei Förderbänder zum
Formfrieren 2, 3. Das Einführungsgerät ist so angeordnet, dass die
Lebensmittelprodukte zum Förderband 2 hin
bewegt werden, wo sie flach gegen die obere Oberfläche des
Förderbandes 2 positioniert
werden. Wenn das Förderband 2 voll
ist, wird das Förderband
angehalten und das Einführungsgerät 1 nach
unten bewegt, sodass die Lebensmittelprodukte nicht zum Förderband 3 hin
bewegt werden und das Verfahren wird dann wiederholt. Während das
Förderband 3 gefüllt wird,
wird dem Lebensmittel auf dem Förderband 2 Zeit
gegeben, um eine formstabile gefrorene Hülle zu erzielen. Wenn das Förderband 3 voll
ist, wird das Einführungsgerät 1 wieder
zum Förderband 2 hin
bewegt, welches wiederum damit beginnt, neue Lebensmittelprodukte von
dem Einführungsgerät und in
die Kammer zu befördern,
während
die nun formstabilen, teilweise gefrorenen Produkte in den Abwurfschacht 6 geworfen werden
und vom Förderband
zum vollständigen
Gefrieren 4 aufgefangen werden.
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Der
Abwurfschacht 8 ist derart angepasst, um Lebensmittelprodukte
von dem Förderband 4 und zur
sofortigen Lagerung der Produkte aufzunehmen, bevor diese zum Förderband 5 bewegt
werden. Der Abwurfschacht 8 könnte ebenfalls derart angepasst werden,
um die Lebensmittelprodukte zu einem Glasurgerät zu bewegen, bevor diese wieder
in die Kammer auf das Förderband 5 gelangen.
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Die
vollständig
gefrorenen Lebensmittelprodukte verlassen die Kammer durch den Abwurfschacht 7 zur
Weiterbearbeitung oder Verpackung.
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Der
Verdunster ist in ein unteres und ein oberes Teil 9, 10 eingeteilt.
Der Verdunster kühlt
die Kammer, z.B. durch Verdunsten von FCKW-Gasen oder durch Ammoniak,
das durch einen Kompressor verdichtet worden ist.
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Der
Ventilator 11 mit dem Elektromotor 12 ist derart
angepasst, um kalte Luft von dem Verdunster zu dem Förderband
zu bringen. Der Isolator isoliert die Kammer von der Umgebung durch
einen entgegenarbeitenden Luftstrom in und aus der Kammer. Der Einlass
zur Kammer wird ebenfalls mit einem Isolator 15 vorgesehen.
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Die
Türen 16 und 17 sind,
wie zuvor erwähnt, zur
Inspektion und Wartung der Kammer vorgesehen.
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Unter
Bezugnahme auf 3 sind die Förderbänder zum Formfrieren aus einer
Vielzahl von gestreckten Trägern 18 hergestellt,
die in einem Endlosband durch rostfreie Stahlketten 19 verbunden sind.
Die Stahlketten können
aus einer herkömmlichen
Art bestehen, gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
sind jedoch Schrauben 24 in Löcher in dem Ende jedes Kettenglieds
eingesetzt, die somit die Glieder der Kette verbinden. Die Schrauben
sind in die gestreckten Träger
eingeschraubt und verbinden somit gleichzeitig die individuellen
Glieder der Kette und verbinden die Kette mit den Trägern. Da sich
die Schrauben in den Löchern
drehen können, können sich
die Träger
ebenfalls drehen.
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Die
Träger 18 sind
aus Aluminium hergestellt, könnten
jedoch ebenfalls aus einem beliebigen anderen Material mit guter
Wärmeleitfähigkeit
hergestellt sein. Die Aluminiumprofile können bevorzugt mit einer Kunststoffbeschichtung
beschichtet sein, wie z.B. einer PTFE- oder TeflonTM-Beschichtung.
Die Beschichtung ermöglicht
ein leichtes Abfallen der formgefrorenen Lebensmittelprodukte auf
das Förderband,
anstatt am Förderband
haften zu bleiben und schützt
ferner das Aluminium vor Korrosion. Die Träger werden mit einer flügelförmigen Querschnittsform
bereitgestellt, wodurch eine turbulenzfreie Strömung der Luft durch den Durchtritt 30 zwischen
den nach unten gerichteten Trägern
ermöglicht
wird. Zusätzlich
erhöht
die glatte Form der Oberfläche
die Qualität
und daher den Wert des formgefrorenen Produkts weiter.
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Die
flügelförmige Querschnittsform
der Träger
stellt einen oberen Teil der Träger
bereit, wenn diese in eine horizontale Position angehoben werden,
wobei der obere Teil eine Plattform zum Formfrieren des Produkts
bildet. Das auf der Plattform liegende Produkt gefriert rasch zur
Form innerhalb einer ebenen Fläche
zur ebenen Plattform hin, sowohl aufgrund der von den unterhalb
des Produkts befindlichen Trägern
eingeführten
Kühlung,
als auch aufgrund der Kühlung
von der kalten Luft oberhalb der Produkte. Nach dem Formfrieren
verhindert die Steifheit der Produkte eine Veränderung der Form im restlichen
Verfahren, wenn diese zwischen den Förderbändern und der Kammer bewegt
werden. Die sehr hohen Wärmekonvektionsfähigkeiten
der Aluminiumträger
gewährleisten
eine extrem rasche Kühlung
der Produkte im Vergleich zu der Kühlung von herkömmlichen
Förderbändern aus
Kunststoff oder mit einem Stahlrost versehenen Förderbändern, bei welchen infolgedessen
nur die Wärmekonvektion
von kalter Luft zur Kühlung
beiträgt.
Bei dem Förderband
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird sowohl das Oberflächengefrieren
aufgrund der Wärmeleitung
des kalten Aluminiums, sowohl als auch das Kühlen von der kalten Luft verwendet.
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Die
Form der Träger
erhöht
nicht nur den Luftstrom um das Produkt herum, sondern gewährleistet
auch einen homogenen Luftstrom und steuert den Luftstrom auf derartige
Weise, dass ein Wärmestau
um das Produkt herum verhindert wird. Gleichzeitig bewegen sich
die Träger
und der Luftstrom wird dadurch noch homogener.
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In
dem Rahmen 20 ist das Kettenrad 32 gelagert. Das
Kettenrad ist bevorzugt aus PE-Kunststoff hergestellt und zwischen
den beiden Kettenelementen 25 befestigt, um die Kette und
somit auch die Träger
zu stützen.
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Pfeil 22 deutet
die Bewegungsrichtung des Förderbandes
an.
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Der
Abstand zwischen jedem Träger
oder die Größe der Träger ist
derart ausgewählt,
sodass der Endabschnitt 26 jedes Trägers durch den oberen Abschnitt 27 des
nachfolgenden Trägers
gestützt
wird, wenn die Träger
um das Antriebs- oder
Stützrad 28 angehoben
werden. Am anderen Ende des endlosen Kreislaufs am Stütz- oder
Antriebsrad 29 fallen die Träger nach unten in eine Ausrichtung,
in welcher sie frei vertikal nach unten hängen.
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Wie
in 3 gezeigt werden die Lebensmittelprodukte, wie
z.B. ein Fischfilet 21, auf einer ebenen, kontinuierlichen
oberen Oberfläche über wenigstens
eine Anzahl von Trägern 18 gestützt.
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Unter
Bezugnahme von 4 kann ein Luftstrom 23 von
der Seite des Förderbands
teilweise über
das Band und teilweise unter dem Band strömen. Wie angedeutet, kann der
Teil des Luftstroms, der unter dem Band strömt, durch den Durchtritt zwischen
den vertikal hängenden
Trägern
und auf das darunter angeordnete nachfolgende Förderband strömen.
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Sowohl
für die
Gefrierfähigkeit,
als auch für die
Produktqualität
ist es von Wichtigkeit, dass die Lebensmittelprodukte präzise und
flach gegen die Oberfläche
des Förderbandes
zum Formfrieren positioniert sind. Unter Bezugnahme von 5 sollte
das Einführungs-Förderband
des Einführungsgerätes 1 daher
bevorzugt mit einem Ende 31 bereitgestellt werden, das
zum Fördern
des Lebensmittels an einen Punkt in der Nähe der Oberfläche des
Förderbandes
zum Formfrieren angepasst ist. Die Fördergeschwindigkeit des Förderbandes
zum Formfrieren sollte wenigstens ebenso schnell oder schneller
sein, als die Fördergeschwindigkeit
des Einführungs-Förderbandes.
Auf diese Weise werden die Lebensmittelprodukte vom Einführungs-Förderband
herunter gezogen, wodurch das Risiko auf ein Mindestmaß beschränkt wird,
dass die Lebensmittelprodukte bei der Überführung zwischen den beiden Förderbändern verdreht
werden.
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Die
Förderbänder zum
vollständigen
Gefrieren 3 und 4 bestehen aus PE-Kunststoff mit
halb offenen Förderbändern und
mit Stahlseitenketten, die an jeder Seite aus rostfreiem Stahl bestehen.
Durch die Verwendung von Stahlseitenketten und Förderbändern aus Kunststoff kann eine
Wärmeausdehnung
auf dem Kunststoff-Förderband
reduziert werden. Die Stahlseitenkette verhindert das Ausdehnen des
Kunststoff-Förderbandes
und weist den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
auf, wie der Rahmen und zwar an einer Position, wo sich die Förderbänder befinden.
Bei dem Erwärmen
der Kammer, z.B. zum Auftauen der Verdunster, gibt es keine Probleme.
Durch das Auftauen des Verdunsters steigt die Temperatur von ungefähr –38 °C auf ungefähr 30 °C an, was
somit zu einer erheblichen Ausdehnung der herkömmlichen Kunststoff-Förderbänder führt. Diese
Konstruktion der Förderbänder zum
vollständigen
Gefrieren ermöglicht
verbesserte Glasurfähigkeiten
als mit den bekannten Konstruktionen zum vollständigen Gefrieren, bei welchen
die Glasur aufgebracht wird, nachdem das Produkt das Gefriergerät verlassen
hat. Während
dem Verfahren kann es vorkommen, dass die Temperatur der Produkte
durch die Glasur gesenkt wird, sodass das Produkt an Qualität einbüßt. Weiterhin
können
die Produkte aneinander gefrieren, was wiederum den Preis des Produkts mindert.
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Die
Förderbänder werden
durch frequenzgesteuerte, elektrische Getriebemotoren angetrieben, die
selbstständig
arbeiten. Am Ende dieser Getriebemotoren sind Impulsanzeiger an
Sensoren angebracht, sodass ein Steuerungsrechner die Pulse zählen und
aus diesen die Stelle jeden Trägers
in der Förderbandanlage
ermitteln kann. Ein angeschlossener Steuerungsrechner, z.B. in Form
eines Industrie-PCs – nicht
in den Figuren abgebildet, kann daher jederzeit die exakte Position
des Kreislaufs der Förderbänder unabhängig voneinan der
mitverfolgen und dadurch das System entsprechend steuern. Die Steuerung
der Kammer kann bevorzugt mit einem Softwarecode durchgeführt werden,
der im Datenspeicher des Industrie-PCs gespeichert ist.