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Diese
Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil zur Verwendung
bei der Zufuhr von unter Druck stehendem Kraftstoff an den Verbrennungsraum
eines Verbrennungsmotors. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
Kraftstoffeinspritzventil, bei dem während des Betriebs eine Charakteristik
des Kraftstoffeinspritzventils verändert werden kann.
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Um
das Ausmaß von
durch einen Motor erzeugtem Lärm
und hervorgerufenen teilchenförmigen
Emissionen zu verringern, ist es wünschenswert, eine Anordnung
vorzusehen, durch die die Einspritz-Charakteristiken von Kraftstoff,
der dem Motor zugeführt
wird, gesteuert werden können.
Beispielsweise kann es wünschenswert
sein, sich in der Lage zu finden, das durch die Abgabe von Kraftstoff
durch ein Einspritzventil gebildete Spritzmuster anzupassen oder
das Ausmaß der
Kraftstoff-Einspritzung anzupassen. Die europäische Patentanmeldung
EP 0 713 004 A beschreibt
ein Kraftstoffeinspritzventil der Art, bei der die Kraftstoffeinspritz-Charakteristik
während
des Betriebs dadurch verändert
werden kann, dass unterschiedliche Sätze von Kraftstoffeinspritzventil-Auslassöffnungen
im Düsenkörper des
Kraftstoffeinspritzventils vorgesehen sind. Durch die Steuerung
einer gewinkelten Bewegung eines Hülsenelements, das vom Düsenkörper umfangen
ist, werden Öffnungen,
die in der Hülse
ausgebildet sind, dazu gebracht, mit ausgewählten Auslassöffnungen
zu fluchten. Eine anschließende
einwärts
gerichtete, axiale Bewegung eines Ventilelements innerhalb der Bohrung
des Düsenkörpers bewirkt,
dass Kraftstoff aus den gewählten
Auslassöffnungen
ausgespritzt wird. Kraftstoffeinspritzventile von dieser Art unterliegen
jedoch Leistungsbeschränkungen.
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Darüber hinaus
beschreibt die britische Patentanmeldung Nr. 9905231 ein Kraftstoffeinspritzventil
mit einem Düsenkörper, in
dem eine Bohrung ausgebildet ist, in welcher ein sich nach außen öffnendes, äußeres Ventilelement
verschiebbar ist. Die Bewegung des äußeren Ventilelements in Auswärtsrichtung
bewirkt, dass Kraftstoff aus einer oberen, im äußeren Ventilelement vorhandenen
Gruppe von Auslassöffnungen
ausgespritzt wird. Das äußere Ventilelement
begrenzt eine geschlossenendige Bohrung, in der eine innere Ventilnadel
gleiten kann. Die einwärts
gerichtete Bewegung der inneren Ventilnadel bewirkt, dass Kraftstoff
durch eine untere, in dem äußeren Ventilelement
vorhandene Gruppe von Auslassöffnungen
eingespritzt wird. Die Kraftstoffeinspritz-Rate wird mit Hilfe einer
Betätigungsanordnung
gesteuert, die die auf die innere Ventilnadel aufgebrachte, nach
unten gerichtete Kraft steuert. Ein Kraftstoffeinspritzventil dieser
Art leidet jedoch an den Nachteilen von sich nach außen öffnenden
Kraftstoffeinspritzventilen. Beispielsweise erhält man eine ungünstige Spritzcharakteristik,
weil die Auslassöffnungen
ausgesetzt sind und darüber
hinaus während unerwünschter
Stadien des Kraftstoffeinspritz-Zyklus Kraftstoff aus den Auslassöffnungen
sickern kann.
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Auch
andere Kraftstoffeinspritzventile, die Mittel zum Verändern von
Kraftstoffeinspritz-Charakteristiken aufweisen, sind bekannt. Beispielsweise
ist in der
DE 41 15 477 eine
innere Nadel konzentrisch innerhalb einer hohlen äußeren Nadel
angeordnet. Beide, die innere und die äußere Nadel, befinden sich in
Anlage mit vom Düsenkörper bereitgestellten Sitzen,
um die Kraftstoff-Einspritzung durch erste und zweite Sätze von
Auslassöffnungen
zu steuern.
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Die
DE 38 24 467 offenbart ein
Kraftstoffeinspritzventil mit einem äußeren Ventilelement, das innerhalb
einer Düsenkörper-Bohrung
verschiebbar ist, und einem inneren Ventilelement, das innerhalb
einer im äußeren Ventilelement
ausgebildeten Bohrung verschiebbar ist. Beide, das innere und das äußere Ventilelement,
können
unabhängig
voneinander betätigt
und mit entsprechenden, vom Düsenkörper bereitgestellten
Sitzen zur Anlage gebracht werden, um die Einspritzung von Kraftstoff
durch zwei Reihen von Düsenöffnungen
zu steuern.
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Die
EP 0 470 348 offenbart ein
Kraftstoffeinspritzventil mit einem Düsenkörper, in dem zwei koaxiale
Ventilnadeln angeordnet sind, um die individuelle Einspritzung durch
zwei Sätze
von Einspritzlöchern
zu ermöglichen.
Das Einspritzventil ist außerdem
mit einer Trennhülse
ausgestattet, die die koaxialen Ventilnadeln voneinander trennt.
Die Trennhülse ist
durch eine Feder in Anlage mit einem Sitz gespannt, um zu verhindern,
dass Kraftstoff vom Bereich des ersten Satzes von Einspritzlöchern zu
dem zweiten Satz von Einspritzlöchern
fließt.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein alternatives Kraftstoffeinspritzventil
bereitzustellen, welches die Veränderung
von Kraftstoffeinspritz-Charakteristiken
während
des Betriebs möglich
macht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein Kraftstoffeinspritzventil
bereitzustellen, das zumindest einige der Nachteile von Kraftstoffeinspritzventilen
vom sich nach außen öffnenden
Typ mindert.
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Erfindungsgemäß wird ein
Kraftstoffeinspritzventil bereitgestellt, umfassend einen Düsenkörper, der
eine Bohrung begrenzt, in welcher ein äußeres Ventilelement verschieblich
angeordnet ist, wobei das äußere Ventilelement
an einem ersten Sitz zur Anlage gebracht werden kann, um die Einspritzung
von Kraftstoff aus einer ersten, in einem Düsenkörper befindlichen Auslassöffnung zu
steuern, wobei das äußere Ventilelement
mit einer durchgehenden Bohrung ausgestattet ist, in der ein inneres
Ventilelement verschieblich angeordnet ist, wobei das innere Ventilelement
an einem zweiten, durch das äußere Ventilelement gebildeten Sitz zur Anlage gebracht
werden kann, um die Einspritzung von Kraftstoff durch eine zweite,
im Düsenkörper befindliche Auslassöffnung zu
steuern. Das Kraftstoffeinspritzventil umfasst weiterhin eine erste
und eine zweite Steuerkammer für
Kraftstoff, wobei im Betrieb die Bewegung des inneren und des äußeren Ventilelements weg
von seinem jeweiligen Sitz gesteuert wird, indem der Kraftstoffdruck
innerhalb der ersten und der zweiten Steuerkammer derart gesteuert
wird, dass die Abgabe von Kraftstoff aus einer gewählten Auslassöffnung möglich ist.
In einer ersten Kraftstoffeinspritz-Stellung kann ausschließlich das
innere Ventilelement weg vom zweiten Sitz angehoben sein, und das äußere Ventilelement
bleibt in Sitzposition, so dass die Kraftstoffeinspritzung ausschließlich durch die
zweite Auslassöffnung
erfolgt. In einer zweiten Kraftstoffeinspritz-Stellung kann ausschließlich das äußere Ventilelement
weg vom ersten Sitz angehoben sein, wobei eine Kraft, die von der
Bewegung des äußeren Ventilelements
verursacht wird, auf das innere Ventilelement übertragen wird, derart, dass das
innere Ventilelement an seinem Sitz verbleibt. Vorzugsweise wird
die Abgabe von Kraftstoff durch die zweite Auslassöffnung in
der zweiten Kraftstoffeinspritz-Stellung
verhindert. Durch das Vorsehen von ersten und zweiten Auslassöffnungen
von beispielsweise unterschiedlicher Größe und Form können deshalb
die Kraftstoffeinspritz-Charakteristiken
dadurch verändert
werden, dass Kraftstoff aus einer gewählten Auslassöffnung ausgespritzt
wird.
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Da
eine einwärts
gerichtete Bewegung des äußeren Ventilelements
oder des inneren Ventilelements weg vom jeweiligen Sitz die Kraftstoffabgabe durch
eine gewählte
Auslassöffnung
erlaubt, wird die Spritzcharakteristik von in den Motor eingespritztem Kraftstoff
verbessert. Außerdem
wird eine Leckage aus den Auslassöffnungen während unerwünschter Stadien des Kraftstoffeinspritz-Zyklus
im wesentlichen vermieden.
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In
günstiger
Weise kann das äußere Ventilelement
einen ersten und einen zweiten Ventilteil umfassen, wobei der erste
Ventilteil an dem ersten Sitz zur Anlage gebracht werden kann, um
den Fluss von Kraftstoff durch die erste Auslassöffnung zu steuern, während der
zweite Ventilteil an einem zusätzlichen Sitz
zur Anlage gebracht werden kann. Der erste und der zweite Ventilteil
können
zusammen eine Kammer zur Aufnahme eines Dichtungselements begrenzen, und
ein Mittel zum ständigen
Vorspannen des Dichtungselements gegen einen Dichtungssitz kann
vorgesehen sein. Das Vorsehen des Dichtungselements verhindert,
dass möglicherweise
Kraftstoff durch die zweite Auslassöffnung sickert, wenn das äußere Ventilelement
weg von dem ersten Sitz angehoben ist und eine Kraftstoffabgabe
durch die erste Auslassöffnung
erfolgt.
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Zusätzlich dient
das Vorsehen des Dichtungselements zur Verhinderung einer möglichen Kraftstoff-Leckage
durch die erste Auslassöffnung, wenn
das innere Ventilelement weg von seinem Sitz angehoben ist und eine
Kraftstoffabgabe durch die zweite Auslassöffnung erfolgt.
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Der
erste und der zweite Teil des äußeren Ventilelements
können
integral ausgebildet sein, indem sie einen einheitlichen Körper bilden,
oder sie können
separate Teile sein, die miteinander verbunden sind.
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Die
erste Steuerkammer kann innerhalb der Bohrung im Düsenkörper ausgebildet
sein, wobei der Kraftstoffdruck innerhalb der ersten Steuerkammer dazu
dient, das äußere Ventilelement
gegen den ersten Sitz zu spannen. Das äußere Ventilelement kann eine
oder mehrere Druckflächen
aufweisen, so dass während
des Betriebs Kraftstoffdruck, der auf die oder jede Druckfläche des äußeren Ventilelements einwirkt,
dazu dient, das äußere Ventilelement
gegen die Wirkung des Kraftstoffdrucks innerhalb der ersten Steuerkammer
nach innen zu drücken.
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Der
Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer kann dazu dienen,
das innere Ventilelement gegen den zweiten Sitz zu spannen. Das
innere Ventilelement kann eine oder mehrere Druckflächen aufweisen,
so dass während
des Betriebs der Kraftstoffdruck, der auf die oder jede der Druckflächen des
inneren Ventilelements einwirkt, dazu dient, das innere Ventilelement
gegen die Wirkung des Kraftstoffdrucks innerhalb der zweiten Steuerkammer
nach innen zu drücken.
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Das
Kraftstoffeinspritzventil kann ein Kolbenelement mit einer Außenfläche aufweisen,
die während
des Betriebs dem Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer
ausgesetzt ist, wobei das Kolbenelement so angeordnet ist, dass
es eine Kraft, die auf dem Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer
beruht, auf das innere Ventilelement überträgt. Vorzugsweise ist der effektive
Durchmesser der Außenfläche des
Kolbenelements, die dem Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer ausgesetzt
ist, größer als
der Durchmesser des inneren Ventilelements.
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Das
Kraftstoffeinspritzventil kann weiterhin eine erste Steuerventilanordnung
zum Steuern des Kraftstoffdrucks innerhalb der ersten Steuerkammer und
eine zweite Steuerventilanordnung zum Steuern des Kraftstoffdrucks
innerhalb der zweiten Steuerkammer umfassen. Alternativ kann das
Kraftstoffeinspritzventil eine gemeinsame Steuerventilanordnung aufweisen,
die ausgestaltet ist, um die Kraftstoffdrücke innerhalb sowohl der ersten
als auch der zweiten Steuerkammer zu steuern.
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Die
erste und die zweite Auslassöffnung
können
eine unterschiedliche Gestalt besitzen, um unterschiedliche Kraftstoffeinspritz-Sprühcharakteristiken aus
der ersten und der zweiten Auslassöffnung zu ermöglichen.
Beispielsweise können
die erste und die zweite Auslassöffnung
eine unterschiedliche Größe besitzen,
oder jede kann so geformt sein, dass sie Kraftstoff mit einem unterschiedlichen
Kraftstoff-Spritzwinkel ausgeben.
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Das
Kraftstoffeinspritzventil kann eine erste Auslassöffnung oder
eine Gruppe von ersten Auslassöffnungen
aufweisen, aus der bzw. aus denen in der ersten Kraftstoffeinspritz-Stellung
Kraftstoff in den Motor eingespritzt wird. Das Kraftstoffeinspritzventil kann
eine einzige zweite Auslassöffnung
oder eine Gruppe von zweiten Auslassöffnungen aufweisen, aus der
bzw. aus denen in der zweiten Kraftstoffeinspritz-Stellung Kraftstoff
in den Motor eingespritzt wird.
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Die
Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
rein beispielhaft erläutert,
worin:
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1 eine
Ausführungsform
eines Kraftstoffeinspritzventils gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
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Die 2 und 3 vergrößerte Ansichten eines
Teils des in 1 gezeigten Kraftstoffeinspritzventils
zeigen,
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4 eine
vergrößerte Ansicht
des in den 1 bis 3 gezeigten
Kraftstoffeinspritzventils in einer Kraftstoffeinspritz-Stellung
ist, in welcher die Einspritzung von Kraftstoff aus einem ersten
Satz von Auslassöffnungen
heraus erfolgt; und
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die 5 und 6 vergrößerte Ansichten des
in den 1 bis 3 gezeigten Kraftstoffeinspritzventils
in einer Kraftstoffeinspritz-Stellung sind, in der die Einspritzung
von Kraftstoff aus einem zweiten Satz von Auslassöffnungen
heraus erfolgt.
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Bezugnehmend
auf die 1, 2 und 3 umfasst
das Kraftstoffeinspritzventil einen Düsenkörper 10, der mit einer
geschlossenendigen Bohrung 11 ausgestattet ist, in der
ein äußeres Ventilelement,
allgemein mit 12 bezeichnet, verschieblich angeordnet ist.
Das äußere Ventilelement 12 umfasst einen
inneren Ventilteil 12a und einen äußeren Ventilteil 12b,
wobei der äußere Ventilteil 12b und
der innere Ventilteil 12a so miteinander verbunden sind, dass
sie innerhalb der Bohrung 11 zusammen gleiten. Die Bohrung 11 besitzt
einen Bereich mit verringertem Durchmesser 11a, der im
wesentlichen den selben Durchmesser besitzt wie der benachbarte
Teil des äußeren Ventilteils 12b,
welcher dazu dient, die gleitende Bewegung des äußeren Ventilelements 12 innerhalb
der Bohrung 11 zu führen.
Das Ende des äußeren Ventilteils 12b am
geschlossenen Ende der Bohrung 11 besitzt eine im wesentlichen
kegelstumpfförmige
Gestalt und kann an einem ersten, kegelstumpfförmigen Sitz 14 zur
Anlage gebracht werden, der durch die Bohrung 11 gebildet
wird. Das Ende des inneren Ventilteils 12a am geschlossenen Ende
der Bohrung 11 ist ebenfalls von kegelstumpfförmiger Gestalt
und bildet zusammen mit dem geschlossenen Ende der Bohrung 11 einen
Spalt 16, wobei der innere Ventilteil 12a mit
einem weiteren, durch die Bohrung 11 gebildeten Sitz 15 zur
Anlage gelangen kann. Im Betrieb bewegt die nach innen gerichtete
Bewegung des äußeren Ventilelements 12 den äußeren Ventilteil 12b weg
von dem ersten Sitz 14, um den Fluss von Kraftstoff durch
einen ersten, im Düsenkörper 10 vorhandenen
Satz von Auslassöffnungen 18 zu
steuern.
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Der
innere Ventilteil 12a des äußeren Ventilelements 12 ist
mit einer durchgehenden Bohrung 19 ausgestattet, in welcher
eine innere Ventilnadel 20 bewegbar angeordnet ist. Die
innere Ventilnadel 20 umfasst einen Spitzen-Teil 22,
der sich durch ein offenes Ende der durchgehenden Bohrung 19 in
einen ausgestülpten
oder sackartigen Bereich 27 am geschlossenen Ende der Bohrung 11 erstreckt,
wobei der Spitzen-Teil 22 durch einen Zwischenabschnitt 24 von
kegelstumpfförmiger
Gestalt vom Hauptkörper
der inneren Ventilnadel 20 beabstandet ist, wobei dieser
Zwischenabschnitt 24 an einem dritten Sitz 26 zur
Anlage gelangt, der durch die durchgehende Bohrung 19 gebildet
wird. Am dem Spitzen-Teil 22 abgewandten Ende der inneren
Ventilnadel 20 besitzt die innere Ventilnadel 20 einen
Bereich 20a mit vergrößertem Durchmesser,
der im wesentlichen denselben Durchmesser besitzt wie der benachbarte Teil
der Bohrung 19 und dazu dient, die gleitende Bewegung der
inneren Ventilnadel 20 innerhalb der Bohrung 19 zu
führen.
Die innere Ventilnadel 20 umfasst außerdem eine Druckfläche 20c,
so dass während
des Betriebs Kraftstoffdruck innerhalb der durchgehenden Bohrung 19 auf
die Druckfläche
einwirkt und damit die innere Ventilnadel 20 weg von ihrem
Sitz 26 drückt.
Eine Bewegung des Zwischenabschnitts 24 der inneren Ventilnadel 20 weg
von dem Sitz 26 macht es möglich, dass Kraftstoff durch
einen zweiten Satz von im Düsenkörper 10 angeordneten Auslassöffnungen 28 fließen kann.
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Der
innere Ventilteil 12a ist außerdem so gestaltet, dass er
zusammen mit einer inneren Oberfläche des äußeren Ventilteils 12b eine
Kammer 30 bildet, die, am dem geschlossenen Ende der Bohrung 11 abgewandten
Ende der Kammer 30, eine Druckfeder 32 beherbergt.
Die Feder 32 dient dazu, ein Dichtungselement 34,
das sich ebenfalls innerhalb der Kammer 30 befindet, gegen
einen durch die Bohrung 11 gebildeten Dichtungssitz 36 zu
spannen.
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An
dem den Auslassöffnungen 18, 28 abgewandten
Ende des Düsenkörpers 10 ist
dieser mit einer ringförmigen
Kammer 38 versehen, die mit einem Versorgungskanal 40 für Kraftstoff
in Verbindung steht, der in Form einer im Düsenkörper 10 ausgebildeten
Drillbohrung zur Verfügung
steht, wobei die ringförmige
Kammer 38 außerdem
mit der Bohrung 11 in Verbindung steht. Der Versorgungskanal 40 steht
mit einer Quelle von unter hohem Druck stehendem Kraftstoff (nicht
gezeigt) in Verbindung, beispielsweise einer gemeinsamen Druckleitung
eines "common rail"-Kraftstoffsystems,
wobei die gemeinsame Druckleitung so angeordnet ist, dass sie durch eine
geeignete Hochdruck-Kraftstoffpumpe auf einen geeignet hohen Druck
aufgeladen werden kann, so dass unter hohem Druck stehender Kraftstoff
in die ringförmige
Kammer 38 eingebracht werden kann.
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Der
innere und der äußere Ventilteil 12a, 12b sind
mit Öffnungen 42 bzw. 44 versehen,
die mit einer Abgabekammer 46 für Kraftstoff in Verbindung
stehen, die von der Bohrung 11 und der äußeren Oberfläche des äußeren Ventilteils 12b begrenzt
wird. Außerdem
ist der innere Ventilteil 12a mit einer zweiten Öffnung 48 ausgestattet,
die mit demjenigen Teil der Bohrung 11 in Verbindung steht,
der direkt mit der ringförmigen
Kammer 38 kommuniziert. Daher kann Kraftstoff, der der
ringförmigen
Kammer 38 über
den Versorgungskanal 40 zugeführt wird, durch die im inneren
Ventilteil 12a vorhandene zweite Öffnung 48 in die durchgehende
Bohrung 19 und durch die Öffnungen 42, 44 in
die Abgabekammer 46 fließen. Der innere Ventilteil 12a des äußeren Ventilelements 12 ist mit
einer Druckfläche 12d versehen,
so dass der Kraftstoffdruck innerhalb der ringförmigen Kammer 38,
der auf die Druckfläche 12d einwirkt,
den inneren Ventilteil 12a weg von seinem Sitz 15 drückt.
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Das
den Auslassöffnungen 18, 28 abgewandte
Ende des Düsenkörpers 10 liegt
an einem Abstandsstück 50 an,
welches mit einer Drillbohrung ausgestattet ist, die einen ersten
Durchflusskanal 52 bildet, der mit dem Versorgungskanal 40 in
Verbindung steht. Das Abstandsstück 50 ist
außerdem
mit einer durchgehenden Bohrung 54 versehen, die sich koaxial
zu der im inneren Ventilteil 12a vorhandenen Bohrung 19 erstreckt,
wobei sich der vergrößerte Bereich 20a der
inneren Ventilnadel 20 ein Stück des Wegs hinein in die Bohrung 54 erstreckt.
Das Abstandsstück 50 umfaßt einen
vorstehenden Teil 52a, der sich in die Bohrung 11 hinein
erstreckt, wobei der vorstehende Teil 52a zusammen mit
einer oberen Endfläche
des inneren Ventilteils 12a eine erste Steuerkammer 56 für Kraftstoff
begrenzt. Kraftstoff kann durch Leckage zwischen dem Abstandsstück 50 und dem
Düsenkörper 10 in
die Steuerkammer 56 fließen. Alternativ können Abflachungen,
Schlitze oder Nuten (nicht gezeigt) im Düsenkörper oder im inneren Ventilteil 12a vorgesehen
sein, um es zu ermöglichen,
dass Kraftstoff in die erste Steuerkammer 56 fließt. Der
Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer 56 dient dazu,
den inneren Ventilteil 12a in Abwärtsrichtung zu spannen und
dadurch dazu zu dienen, den äußeren Ventilteil 12b und
den inneren Ventilteil 12a gegen die auf die Druckfläche 20c und
die Druckfläche 12d aufgebrachte
Kraft gegen ihre entsprechenden Sitze 14, 15 vorzuspannen.
Ein zweiter Durchflusskanal 58 ist ebenfalls im Abstandsstück 50 vorhanden,
wobei der zweite Durchflusskanal 58 mit einem in einem
oberen Gehäuseteil 62 des
Kraftstoffeinspritzventils ausgebildeten Versorgungskanal 60 in
Verbindung steht. Der Versorgungskanal 60 steht über eine
Steuerventil-Anordnung (nicht gezeigt) mit einem Niederdruck-Kraftstoffspeicher
(nicht gezeigt) in Verbindung. Das Öffnen und Schließen der
Steuerventil-Anordnung steuert deshalb den Kraftstoffdruck innerhalb
der ersten Steuerkammer 56. Zusätzlich ist der zweite Durchflusskanal 58 mit
einem Durchflussbegrenzer 58a versehen, der dazu dient,
die Menge des Kraftstoffflusses aus der Steuerkammer 56 zu niederem
Druck zu begrenzen.
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Der
Gehäuseteil 62 ist
außerdem
mit einer weiteren Drillbohrung versehen, die einen Durchflusskanal 66 für Kraftstoff
bildet, wobei der Durchflusskanal 66 mit dem Kanal 52 im
Abstandsstück 50 in
Verbindung steht, der seinerseits mit dem Versorgungskanal 40 im
Düsenkörper 10 verbunden
ist, um es zu ermöglichen,
dass unter hohem Druck stehender Kraftstoff in die ringförmige Kammer 38 und
damit in die stromabwärts
gelegenen Teile des Kraftstoffeinspritzventils fließen kann.
Der Gehäuseteil 62 ist außerdem mit
einer geschlossenendigen Bohrung 68 ausgestattet, in der
ein Kolbenelement 70 verschieblich angeordnet ist. Das
Kolbenelement umfasst eine Verlängerung 70a mit
verringertem Durchmesser, die zusammen mit der Bohrung 68 eine
Federkammer 72 begrenzt. Die Federkammer 72 beherbergt
eine Druckfeder 74, die an einer Außenfläche eines T-förmigen Anlageelements 76 anliegt,
wobei die gegenüberliegende
Außenfläche des
Anlageelements 76 an der oberen Endfläche des vergrößerten Bereichs 20a der
inneren Ventilnadel 20 anliegt. Auf diese Weise wird die
Bewegung des Kolbenelements 70 in Abwärtsrichtung über das
Anlageelement 76 auf die innere Ventilnadel 20 übertragen.
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ine
obere Endfläche 70b des
Kolbens 70 und das geschlossene Ende der Bohrung 68 bilden
zusammen eine zweite Steuerkammer 80 für Kraftstoff, die über einen
verengten Kanal 82 mit dem Versorgungskanal 66 in
Verbindung steht, so dass unter hohem Druck stehender Kraftstoff
in der Lage ist, in die Steuerkammer 80 zu fließen. Der
Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer dient dazu, den Kolben 70 gegen
die Kraft, die aufgrund des Kraftstoffdrucks innerhalb der durchgehenden
Bohrung 19 bzw. der ringförmigen Kammer 38 auf
den Druckflächen 20c, 12d lastet,
in Abwärtsrichtung
zu spannen. Der Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 wird
mit Hilfe einer zweiten Steuerventil-Anordnung gesteuert, die allgemein
mit 85 bezeichnet und in einem zweiten Gehäuseteil 84 angeordnet
ist, welches am Gehäuseteil 62 anliegt.
Die Steuerventil-Anordnung umfasst ein Steuerventilelement 86,
das innerhalb einer im Gehäuseteil 84 ausgebildeten
Bohrung 88 unter der Steuerung einer Betätigungsanordnung, die
eine Ankerplatte 90 (wie in 1 gezeigt)
umfasst, gleiten kann. Alternativ kann die Betätigungsanordnung beispielsweise
eine piezoelektrische Betätigungsanordnung
sein.
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Das
Steuerventilelement 86 kann an einem Sitz zur Anlage gebracht
werden, der durch die Bohrung 88 gebildet wird, um den
Fluss von Kraftstoff zu einem Niederdruck-Kraftstoffspeicher (nicht gezeigt) zu
steuern. Kraftstoff kann aus der Steuerkammer 80 über im Gehäuseteil 84 ausgebildete
Drillbohrungen 87 am Sitz des Steuerelements 86 vorbei
fließen.
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Wenn
das Steuerventilelement 86 an seinem Sitz anliegt, kann
kein unter hohem Druck stehender Kraftstoff innerhalb der Steuerkammer 80 zum
Niederdruck-Kraftstoffspeicher
fließen.
Wenn das Steuerventilelement 86 weg von seinem Sitz bewegt
ist, ist die Steuerventil-Anordnung offen, um es zu ermöglichen,
dass unter hohem Druck stehender Kraftstoff innerhalb der zweiten
Steuerkammer 80 zum Niederdruck-Kraftstoffspeicher fließt, was
den Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer 80 verringert.
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Die
relativen Flächenbereiche
der Endfläche 70b des
Kolbens 70 und der Druckfläche 20c der inneren
Ventilnadel 20 sind so gestaltet, dass dann, wenn die Steuerventil-Anordnung 85 geschlossen
ist, unter hohem Druck stehender Kraftstoff innerhalb der zweiten
Steuerkammer 80 dazu dient, das Kolbenelement 70,
das Anlageelement 76 und die innere Ventilnadel 20 gegen
die Kraft, die durch den Kraftstoffdruck innerhalb der Bohrung 19 auf
der Druckfläche 20c lastet,
in Abwärtsrichtung
zu spannen. Wenn die Steuerventil-Anordnung 85 geöffnet ist,
ist die Kraft, die aufgrund des Kraftstoffdrucks innerhalb der Bohrung 19 auf
den Druckflächen 20c der
inneren Ventilnadel 20 lastet, ausreichend, um die Kraft,
die auf die Endfläche 70b des
Kolbens aufgebracht ist, zu überwinden,
und die innere Ventilnadel 20 wird von ihrem Sitz 26 abgehoben,
wie nachstehend in weiteren Einzelheiten beschrieben.
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Es
sollte klar sein, dass die Steuerventil-Anordnung zum Steuern des
Kraftstoffdrucks innerhalb der ersten Steuerkammer 56 von
einer der Steuerventil-Anordnung 85 zum
Steuern des Kraftstoffdrucks innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 vergleichbaren
Art sein kann, aber nicht muss. Alternativ kann der Kraftstoffdruck
innerhalb er ersten und der zweiten Steuerkammer mit Hilfe einer
gemeinsamen Steuerventil-Anordnung gesteuert werden.
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Der
Betrieb des Kraftstoffeinspritzventils wird nun während verschiedener
Stadien des Kraftstoffeinspritz-Zyklus beschrieben. Im Betrieb,
wenn unter hohem Druck stehender Kraftstoff an die Versorgungskanäle 66, 40 abgegeben
wird, so dass Kraftstoff in die ringförmige Kammer 38, die
Bohrung 19 und die Abgabekammer 46 fließt, und
wenn die zu der ersten Steuerkammer 56 gehörende Steuerventilanordnung
geschlossen ist und die Steuerventil-Anordnung 85 geschlossen
ist, dient unter hohem Druck stehender Kraftstoff innerhalb der
zweiten Steuerkammer 80 dazu, das Kolbenelement 70,
das Anlageelement 76 und die innere Ventilnadel 20 gegen die
Kraft, die durch Kraftstoff in der Bohrung 19 auf der Druckfläche 20c lastet,
in Abwärtsrichtung
zu spannen. Damit verbleibt der kegelstumpfförmige Abschnitt 24 der
inneren Ventilnadel 20 in Anlage gegen seinen Sitz 26.
Während
dieses Betriebsstadiums kann Kraftstoff, der in die ringförmige Kammer 38 und durch
die Öffnung 48 in
die durchgehende Bohrung 19 fließt, nicht am Sitz 26 vorbei
in den ausgestülpten oder
sackartigen Bereich 27 fließen, und eine Kraftstoffeinspritzung
durch den zweiten Satz von Auslassöffnungen 28 findet
nicht statt. Außerdem
ist der Oberflächenbereich
der Endfläche
der inneren Ventilnadel 20, der dem Kraftstoffdruck innerhalb
der Steuerkammer 56 ausgesetzt ist, größer als der effektive Flächenbereich
der Druckfläche 12d,
so dass der Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer 56 den äußeren Ventilteil 12b in
Abwärtsrichtung
gegen seinen Sitz 14 spannt. Kraftstoff innerhalb der Bohrung 19,
der durch die Öffnungen 42, 44 in
die Abgabekammer 46 fließt, kann am Sitz 14 nicht
vorberfließen,
und eine Kraftstoffeinspritzung durch den ersten Satz von Auslassöffnungen 18 findet
deshalb nicht statt. Die 1 bis 3 zeigen
das Kraftstoffeinspritzventil während
dieses Betriebsstadiums.
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Unter
Bezugnahme auf 4 sei vermerkt, dass dann, wenn
die Kraftstoffeinspritzung durch den zweiten Satz von Auslassöffnungen 28 beginnen
soll, die Steuerventil-Anordnung, die den Kraftstoffdruck innerhalb
der ersten Steuerkammer 56 steuert, in ihrer geschlossenen
Stellung gehalten wird, um einen hohen Kraftstoffdruck innerhalb
der ersten Steuerkammer 56 aufrecht zu erhalten. Ein hoher
Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer 56 dient dazu, den äußeren Ventilteil 12b gegen
die Wirkung der Kraft, die aufgrund des Kraftstoffdrucks innerhalb
der ringförmigen
Kammer 38 auf den Druckflächen 12d lastet, in
Anlage an seinem Sitz 14 zu halten. Zusätzlich ist das Steuerventilelement 86 der
Steuerventil-Anordnung 85 geöffnet, so dass Kraftstoff innerhalb
der zweiten Steuerkammer 80 über die Drillbohrungen 87 am
Sitz des Steuerventilelements 86 vorbei zum Niederdruckspeicher
fließen
kann. Da Kraftstoff aus der zweiten Steuerkammer 80 entweichen kann
und das Ausmaß,
mit dem Kraftstoff zur zweiten Steuerkammer fließen kann, durch den Kanal 82 beschränkt ist,
fällt der
Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 ab,
und es wird ein Punkt erreicht, jenseits dessen sich das Anlageelement 76 und
die innere Ventilnadel 20 in Aufwärtsrichtung bewegen. Deshalb
wird, wie in 4 zu sehen, die innere Ventilnadel 20 weg
von dem Sitz 26 angehoben, und Kraftstoff innerhalb der
durchgehenden Bohrung 19 ist in der Lage, am Sitz 26 vorbei
in den sackartigen Bereich 27 und durch den zweiten Satz
von Auslassöffnungen 28 nach
außen
zu fließen.
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Während dieses
Betriebsstadiums kann kein Kraftstoff aus der Abgabekammer 46 durch
den ersten Satz von Auslassöffnungen 18 fließen, weil
der äußere Ventilteil 12b des äußeren Ventilelements 12 in
Anlage gegen den Sitz 14 verbleibt und das Dichtungselement 34,
das sich in Anlage gegen den Dichtungssitz 36 befindet,
verhindert, dass im sackartigen Bereich 27 befindlicher
Kraftstoff möglicherweise durch
den Spalt 16 und am Dichtungssitz 36 vorbei sickert
und durch den ersten Satz von Auslassöffnungen 18 fließt. Es sollte
deshalb klar sein, dass unter diesen Umständen eine Kraftstoffeinspritzung
ausschließlich
durch den zweiten Satz von Auslassöffnungen stattfindet.
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Ausgehend
von der in 4 gezeigten Stellung wird dann,
wenn es gewünscht
ist, dass die Kraftstoffeinspritzung aufhört, die Steuerventil-Anordnung 85 geschlossen.
Demzufolge kann unter hohem Druck stehender Kraftstoff, der in die
zweite Steuerkammer 80 fließt, nicht am Sitz des Steuerventilelements 86 vorbei
zum Niederdruck-Kraftstoffspeicher fließen. Der Kraftstoffdruck innerhalb
der zweiten Steuerkammer 80 steigt an und übersteigt
die Kraft, die aufgrund des Kraftstoffdrucks innerhalb der Bohrung 19 auf
die Druckfläche 20c einwirkt.
Demzufolge wird die innere Ventilnadel 20 in Anlage gegen ihren
Sitz 26 zurückgeführt. Kraftstoff
innerhalb der Bohrung 19 kann nicht länger am Sitz 26 vorbei
in den sackartigen Bereich 27 und durch den zweiten Satz
von Auslassöffnungen 28 hindurch
nach außen fließen, und
die Kraftstoffeinspritzung endet.
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Alternativ
werden, ausgehend von der in 3 gezeigten
Stellung, die Steuerventil-Anordnung für die erste Steuerkammer 56 und
die Steuerventil-Anordnung 85 geöffnet, um
Kraftstoff vom ersten Satz der Auslassöffnungen 18 aus einzuspritzen. Kraftstoff
kann daher aus der ersten Steuerkammer 56 zu niedrigem
Druck fließen,
was den Kraftstoffdruck innerhalb der Steuerkammer 56 verringert.
Da die Steuerventil-Anordnung 85 zu diesem Zeitpunkt ebenfalls
offen ist, kann Kraftstoff innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 ebenfalls
zu niedrigem Druck fließen,
und der Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 ist
ebenfalls relativ gering.
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Weil
der Kraftstoffdruck innerhalb der ersten Steuerkammer 56 verringert
ist, ist die Kraft, die durch den Kraftstoffdruck innerhalb der
ringförmigen Kammer 38 auf
die Druckfläche 12d aufgebracht
ist, ausreichend, um den Kraftstoffdruck innerhalb der ersten Steuerkammer 56 zu überkompensieren,
und das äußere Ventilelement 12 bewegt
sich in Aufwärtsrichtung,
wodurch sich der äußere Ventilteil 12b und
der innere Ventilteil 12a weg von dem Sitz 14 bewegen.
Die Bewegung des äußeren Ventilelements 12 in
Aufwärtsrichtung
wird auf die innere Ventilnadel 20 übertragen, und zwar aufgrund
der Anlage zwischen dem Sitz 26 und dem Zwischenabschnitt 24 der
inneren Ventilnadel und aufgrund der aufwärts gerichteten Bewegung der
inneren Ventilnadel 20 infolge der Kraft, die gegen die
Wirkung des verringerten Kraftstoffdrucks innerhalb der Steuerkammer 80 auf
die Druckfläche 20c aufgebracht
ist.
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Während dieses
Betriebsstadiums kann also, wie in den 5 und 6 gezeigt,
Kraftstoff innerhalb der Bohrung 19 nicht an dem Sitz 26 vorbei in
den sackartigen Bereich 27 und durch den zweiten Satz von
Auslassöffnungen 28 nach
außen
fließen, aber
Kraftstoff innerhalb der Abgabekammer 46 ist in der Lage,
am Sitz 14 vorbei und durch den ersten Satz von Auslassöffnungen 18 nach
außen
zu fließen.
Eine Kraftstoffeinspritzung findet deshalb nur durch den ersten
Satz von Auslassöffnungen 18 statt. Weil
die Druckfeder 32 das Dichtungselement 34 in Anlage
gegen den Dichtungssitz 36 hält, kann Kraftstoff innerhalb
der Steuerkammer 46, der am Sitz 14 vorbei fließt, nicht
in den sackartigen Bereich 27 und durch den zweiten Satz
von Auslassöffnungen 28 nach
außen
fließen.
Außerdem
ist die Leckage von Kraftstoff aus der Federkammer 34 durch
den engen Spalt, der zwischen dem Dichtungselement 34 und dem
inneren Ventilteil 12a ausgebildet ist, aufgrund des Kraftstoffdrucks
innerhalb der Abgabekammer 46 und zwischen dem Dichtungselement 34 und
dem äußeren Ventilteil 12b behindert.
Eine Kraftstoff-Leckage aus dem zweiten Satz von Auslassöffnungen 28 wird
deshalb im Wesentlichen vermieden.
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Während dieses
Betriebsstadiums ist dann, wenn ausschließlich die zur ersten Steuerkammer 56 gehörige Steuerventil-Anordnung
geöffnet
wird, während
die Steuerventil-Anordnung 85 geschlossen bleibt, die Kraft,
die durch den Kraftstoffdruck innerhalb der ringförmigen Kammer 38 auf
der Druckfläche 12d lastet,
nicht ausreichend, um den inneren Ventilteil 12a und den äußeren Ventilteil 12b in
Aufwärtsrichtung
weg von ihren entsprechenden Sitzen anzuheben. Nur dann, wenn die
Steuerventil-Anordnung 85 geöffnet ist
und der Kraftstoffdruck innerhalb der zweiten Steuerkammer 80 abgefallen
ist, heben sich der innere Ventilteil 12a und der äußere Ventilteil 12b beide
weg von ihren entsprechenden Sitzen, unterstützt von der durch den Kraftstoffdruck
innerhalb der Bohrung 19 auf die Druckfläche 20c der
Ventilnadel 20 aufgebrachten, aufwärts gerichteten Kraft.
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Ausgehend
von der in den 5 und 6 gezeigten
Stellung werden zur Beendigung der Kraftstoffeinspritzung die der
zweiten Steuerkammer 80 zugeordnete Steuerventil-Anordnung 85 und
die der ersten Steuerkammer 56 zugeordnete Steuerventil-Anordnung
beide geschlossen, um einen hohen Kraftstoffdruck sowohl in der
zweiten als auch in der ersten Steuerkammer 80, 56 wieder
herzustellen. Damit werden die innere Ventilnadel 20 und
der äußere Ventilteil 12b des äußeren Ventilelements 12 in Abwärtsrichtung
gegen ihre entsprechenden Sitze 26 und 14 vorgespannt.
Kraftstoff in der Abgabekammer 46 kann daher nicht am Sitz 14 vorbei
aus dem ersten Satz von Auslassöffnungen 18 heraus
nach außen
fließen,
und Kraftstoff in der Bohrung 19 kann nicht am Sitz 26 vorbei
in den sackartigen Bereich 27 und durch die zweite Gruppe
von Auslassöffnungen 28 heraus
nach außen
fließen.
Deshalb hört
die Kraftstoffeinspritzung auf.
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In
einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung können anstelle der Öffnungen 42, 44 und 48, die
in den inneren und äußeren Ventilteilen 12a, 12b vorgesehen
sind, Schlitze, Abflachungen, Nuten oder Rillen vorhanden sein,
um es möglich
zu machen, dass Kraftstoff zwischen der Bohrung 19 und
der Abgabekammer 46 und zwischen der Bohrung 19 und der
Bohrung 11 fließen
kann. Außerdem
kann ein zusätzliches
Leitungssystem vorgesehen sein, anstatt dass unter Druck stehender
Kraftstoff der ersten Steuerkammer 56 von dem "Common rail"-System zugeführt wird,
das unter Druck stehenden Kraftstoff an die ringförmige Kammer 38 im
Düsenkörper 10 abgibt.
In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann die gleitende
Bewegung der inneren Ventilnadel 20 durch die Bohrung 54 in
dem Abstandsstück 50 geführt werden,
und zwar zusätzlich
zu oder anstelle einer Führung
durch die Bohrung 19 in Nachbarschaft zum vergrößerten Endbereich 20a der
inneren Ventilnadel 20.
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Die
Anzahl von Auslassöffnungen
im ersten Satz 18 kann sich von der Anzahl der Auslassöffnungen
im zweiten Satz 28 unterscheiden. Außerdem sollte klar sein, dass
weniger oder mehr Auslassöffnungen
als die dargestellten vorhanden sein können. Die Auslassöffnungen
können
in jedem der beiden Sätze
eine unterschiedliche Gestalt besitzen, um es zu ermöglichen,
dass das Spritzmuster des in den Motor eingespritzten Kraftstoffs
während
des Betriebs verändert
wird, indem verschiedene der ersten und der zweiten Auslassöffnungen 18, 28 ausgewählt werden.