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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Prozesses zur
Herstellung eines Rasterfarbproofs, das den Farbfächer eines
von einer Druckmaschine hergestellten Farbbildes besser darstellt.
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Um
das Aussehen eines (fotografischen) Haltbonbildes mittels Tintendruck
auf Papier näherungsweise
darzustellen, bedient man sich in der kommerziellen Druckindustrie
eines so genannten Rasterdruckverfahrens. Im Rasterdruck werden Farbdichteabstufungen
erzeugt, indem man Punktmuster oder Flächen unterschiedlicher Größe aber gleicher
Farbdichte druckt, anstatt die Farbdichte kontinuierlich zu verändern, wie
dies in der fotografischen Bebilderung der Fall ist.
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Es
gibt einen bedeutenden kommerziellen Bedarf zur Erzeugung eines
farbigen Proof-Bildes vor Herstellung der Druckauflage. Es ist wünschenswert,
dass das Farb-Proof zumindest die Details und die Farbtonskala der
auf der Druckmaschine erzeugten Drucksachen genau darstellt. In
vielen Fällen
ist es zudem wünschenswert,
dass das Farb-Proof die Bildqualität und die Rastermuster der
auf der Druckmaschine erzeugten Drucksachen genau darstellt. In den
Vorgängen,
die zur Herstellung eines druckfarbengedruckten, vollfarbigen Bildes
notwendig sind, ist ein Proof zudem erforderlich, um die Genauigkeit der
Farbauszugsdaten zu kontrollieren, aus denen die drei oder mehr
Druckplatten oder Druckzylinder angefertigt werden. Herkömmlicherweise
werden für diese
Farbauszugs-Proofs kontraststarke fotografische Silberhalogenid-Offsetsysteme
oder silberhalogenidfreie, lichtempfindliche Systeme verwendet,
die zahlreiche Belichtungs- und Verarbeitungsschritte erfordern,
bevor ein fertiges Vollfarbenbild vorliegt.
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Es
besteht zudem ein erheblicher kommerzieller Bedarf nach der Erzeugung
eines Rasterfarbproofs direkt aus digitalen Farbauszugsdaten.
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Um
ein Rastermuster zu erzeugen, muss der Prozess in der Lage sein,
eine hohe Auflösung
zu liefern, d.h. mindestens 60 Pixel/mm. Um diese Auflösung zu
erzielen, muss der Prozess lokal und adiabetisch sein und darf die
Umgebungsbereiche mit keiner oder nur wenig Wärmeströmung beaufschlagen. Die örtlichen
Temperaturen in diesen Prozessen liegen zwischen 500°C und mehr
als 1500°C
bei Verwendung eines Lasers.
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Bekannte
Thermotransferprozesse, die einen Array von Widerstandsheizelementen
als Bebilderungsquelle benutzen, sind lokal und isothermisch, wodurch
die Umgebungsbereiche mit Wärmeströmung beaufschlagt
werden. Da diese Prozesse isothermisch sind, sind sie nicht in der
Lage, eine entsprechende Auflösung
zur Herstellung eines genauen Rasterfarbproofs zu erzeugen.
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US-A-5,126,760
beschreibt ein Verfahren zur Erzeugung eines direktdigitalen Rasterfarb-Proofs eines Originalbildes
auf einem Farbstoffempfangselement. Das Proof ist zur Darstellung
eines auf einer Druckmaschine gedruckten Farbbildes verwendbar.
Das darin beschriebene Verfahren umfasst:
- a)
Erzeugen einer Menge von elektrischen Signalen, die die Form und
die Farbskala eines Originalbildes darstellen;
- b) Berühren
eines Farbstoffgeberelements, das einen Träger mit einer darauf angeordneten
Farbstoffschicht und einem infrarotabsorbierenden Material umfasst,
mit einem ersten Farbstoffempfangselement, das einen Träger und
eine darauf angeordnete polymere Farbstoffbildempfangsschicht umfasst.
- c) Verwenden von Signalen zur bildweisen Erwärmung des Farbstoffgeberelements
mithilfe eines Diodenlasers, wodurch ein Farbstoffbild auf das erste
Farbstoffempfangselement übertragen
wird; und
- d) Rückübertragen
des Farbstoffbildes auf ein zweites Farbstoffbildempfangselement,
das das gleiche Substrat wie das gedruckte Farbbild aufweist.
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In
dem zuvor beschriebenen Verfahren werden mehrere Farbstoffgeber
verwendet, um einen Bereich von Farben in dem Proof zu erzeugen.
Beispielsweise werden für
ein Vollfarbenproof vier Farben verwendet, nämlich normalerweise blaugrün, purpurrot,
gelb und schwarz.
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Mithilfe
des zuvor genannten Verfahrens wird der Bildfarbstoff übertragen,
indem das Farbstoffgeberelement, das das infrarotabsorbierende Material
enthält,
mit dem Diodenlaser zur Verflüchtigung
des Farbstoffs erwärmt
wird, wobei der Diodenlaserstrahl mit einer Menge von Signalen modulierbar
ist, die die Form und Farbe des Originalbildes darstellen, so dass
der Farbstoff derart erwärmbar ist,
dass er nur in den Bereichen verflüchtigt wird, in denen seine
Anwesenheit auf der Farbempfangsschicht zur Rekonstruktion des Originalbildes
notwendig ist.
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Für ein hochwertiges
Farb-Proofing in der Druckindustrie muss man in der Lage sein, die
Proofing-Druckfarbenreferenzen der International Prepress Proofing
Association zu erfüllen.
Diese Druckfarbenreferenzen sind Dichtefelder aus üblichen
Vierfarb-Skalendruckfarben und werden als SWOP® Farbstandards
(Specifications Web Offset Publications) bezeichnet. Weitere Informationen
zur Farbmessung von Tinten für
das Rollenoffset-Proofing siehe "Advances
in Printing Science and Technology", Proceedings of the 19th International
Conference of Printing Research Institutes, Eisenstadt, Österreich,
Juni 1987, J. T. Ling and R. Warner, Seite 55.
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Zwar
ist es möglich,
einen großen
Fächer von
Druckfarben mit einigen wenigen Farbstoffgeberelementen abzudecken,
aber es gibt bestimmte Farben im Druckgewerbe, die sich durch keine
Farbstoffkombination nachbilden lassen. Zu diesen Pigmenten zählen Metallicfarben,
weiße
und lichtundurchlässige
Sonderfarben.
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US-A-5,278,023
beschreibt ein treibmittelhaltiges Laser-Thermotransfergeberelement,
das dazu verwendet wird, Pigmente oder Farbstoffe auf ein Empfangselement
in Massen zu übertragen.
Es gibt jedoch keinen Hinweis darauf, dass nur ein Teil des Farbstoffs
von einem Farbstoffgeberelement in Kombination mit einer Massenübertragung
einer Pigmentschicht übertragen
werden kann.
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US-A-5,464,723
beschreibt einen Prozess unter Verwendung einer thermischen Massenübertragung
einer weißen
oder metallicfarbenen Geberschicht, der ein thermisch übertragenes
Farbstoffbild folgt. Dieser Prozess ist jedoch insofern problematisch,
als dass er eine Anordnung von Heizwiderstandselementen als Bebilderungsquelle
verwendet, die isothermisch sind und die somit den Umgebungsbereich
mit einer Wärmeströmung beaufschlagen. Da
diese Prozesse isothermisch sind, sind sie nicht in der Lage, eine
entsprechende Auflösung
zur Herstellung eines genauen Rasterfarbproofs zu erzeugen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rasterfarbproof
herzustellen, das den Farbfächer
eines von einer Druckmaschine hergestellten Farbbildes besser darstellt.
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Diese
und weitere Aufgaben werden durch die vorliegende Erfindung gelöst, die
ein Verfahren zur Ausbildung eines Rasterfarbproofs mit mindestens
einem Farbstoffübertragungsbild
und mindestens einem Pigmentübertragungsbild
betrifft, das folgende Schritte umfasst: bildweises Belichten für weniger
als 10-4 Sekunden mithilfe eines Lasers
mit einer Leistungsdichte von größer als
104 Watt/cm2 eines
Farbstoffgeberelements mit einer darauf befindlichen Farbstoffschicht,
die einen in einem polymeren Bindemittel enthaltenen Farbstoff umfasst,
wobei die Farbstoffschicht ein zugeordnetes, infrarotabsorbierendes
Material aufweist, wobei die Laserbelichtung durch die Seite des
Trägers
des Farbstoffgeberelements erfolgt, auf der sich die Farbstoffschicht
nicht befindet, Übertragen
eines Teils des Farbstoffs in der Farbstoffschicht auf ein Empfangselement
mit einer darauf befindlichen Bildempfangsschicht, bildweises Belichten
fair weniger als 10-4 s mithilfe des Lasers
eines ablativen oder vortreibenden Pigmentgeberelements, das einen
Träger
umfasst, auf dem eine Übertragungsschicht
angeordnet ist, die ein in einem Bindemittel enthaltenes Pigment
umfasst, wobei die Übertragungsschicht
ein zugeordnetes, infrarotabsorbierendes Material aufweist, wobei
die Laserbelichtung durch die Seite des Trägers des Pigmentgeberelements
erfolgt, auf der sich die Übertragungsschicht
nicht befindet, und Übertragen
eines Pigmentbildes auf das Empfangselement zur Erzeugung des Rasterfarbproofs.
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Durch
Verwendung der vorliegenden Erfindung lässt sich ein breiter Farbfächer in
einem Farbproof erzielen, da ein Farbstoffgeberelement benutzt wird,
in dem je nach dem gewünschten
zu reproduzierenden Farbfächer
nur ein Teil des Farbstoffs übertragen
wird. Mithilfe der Erfindung lassen sich beispielsweise verschiedene
Goldschattierungen reprodu zieren. Im Unterschied dazu sind Farbstoffgeberelemente,
die ausschließlich
mit der Massenübertragung
von Farbmitteln arbeiten in ihrem Farbfächer beschränkt, da sich die Menge des übertragenen Farbstoffs
nicht ohne weiteres variieren lässt.
Beispielsweise kann nur eine Goldschattierung reproduziert werden,
die von dem verwendeten Pigment abhängt.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird ein Pigmentbild benachbart zum Farbstoffbild übertragen.
In diesem Fall kann das Pigmentbild dazu dienen, eine „Sonderfarbe" bereitzustellen.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung wird das Pigmentbild auf das Farbstoffbild übertragen.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung wird das Farbstoffbild auf das Pigmentbild übertragen.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist das Pigment eine Aluminiumflocke, eine der Farbstoffschichten
enthält
einen Purpurrotfarbstoff und eine andere Farbstoffschicht enthält einen
Gelbfarbstoff, wobei die bildweise Übertragung der Farbstoffschichten
auf das Empfangselement zuerst stattfindet, gefolgt von der Übertragung der
Aluminiumflocke auf die Farbstoffschicht, um ein metallicfarben
erscheinendes Farbproof zu erhalten.
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In
dem zuvor genannten Verfahren lässt
sich die Reihenfolge der Übertragung
des Farbstoffs oder Pigments auf das Empfangselement nach Wunsch variieren.
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Den
zuvor beschriebene Pigmentübertragungsprozess
kann man sich als eine Bebilderung mit Massenübertragungsverfahren unter
Beteiligung eines Laserstrahls vorstellen. Das Pigmentgeberelement
mit einer Übertragungsschicht,
die aus einem Pigment und einem Bindemittel besteht und auf einem
Substrat aufgetragen ist, wird von der Substratseite her bebildert.
Ein laserlichtabsorbierendes Material lässt sich in die Übertragungsschicht
oder in eine darunter liegende Schicht als Treibmittel oder als
Heizschicht einbringen. Die von dem Laser erzeugte Energie bewirkt
eine vollständige
physische Verschiebung, was zu einer nahezu vollständigen Übertragung
des Pigments führt.
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Die
Farbstoffe oder Pigmente in den in der Erfindung verwendeten Farbstoffgeberelementen sind
in einem polymeren Bindemittel, wie Cellulosederivat, dispergiert,
z.B. Celluloseacetat-Hydrogenphthalat,
Celluloseacetat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat,
Cellulosetriacetat oder einem der in US-A-4,700,207 beschriebenen
Materialien; als Polycarbonat; Poly(vinylacetat); Polystyrol-Coacrylnitril);
als Polysulfon oder als Poly(phenylenoxid). Das Bindemittel ist
mit einem Auftrag von 0,1 bis 5 g/m2 verwendbar.
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Die
Farbstoffschicht des Farbstoffgeberelements oder die Übertragungsschicht
des Pigmentgeberelements kann auf den Träger aufgetragen oder darauf
mithilfe einer Drucktechnik, wie einem Tiefdruckverfahren, gedruckt
werden.
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Als
Träger
für das
erfindungsgemäße Farbstoffgeberelement
oder Pigmentgeberelement ist jegliches Material verwendbar, vorausgesetzt,
es ist maßhaltig
und gegenüber
der Wärmeentwicklung des
Laser- oder Thermokopfes beständig.
Derartige Materialien sind u.a. Polyester, wie Poly(ethylenterephthalat);
Polyamide; Polycarbonate; Celluloseester, wie Celluloseacetat; Fluorpolymere,
wie Poly(vinylidenfluorid) oder Poly(tetrafluorethylen-Cohexafluorpropylen);
Polyether, wie Polyoxymethylen; Polyacetale; Polyolefine, wie Polystyrol,
Polyethylen, Polypropylen oder Methylpentenpolymere und Polyimide, wie
Polyimidamide und Polyetherimide. Der Träger hat im Allgemeinen eine
Dicke von 5 bis 200 μm.
Er kann ggf. mit einer Substratschicht beschichtet sein, beispielsweise
mit den in US-A-4,695,288 oder US-A-4,737,486 beschriebenen Materialien.
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Das
mit den erfindungsgemäßen Geberelementen
verwendete Empfangselement umfasst normalerweise einen Träger mit
einer darauf angeordneten Farbstoffbildempfangsschicht. Der Träger kann ein
transparenter Film sein, wie ein Poly(ethersulfon), ein Polyimid,
ein Celluloseester, wie ein Celluloseacetat, ein Poly(vinylalkohol-Coacetal)
oder ein Poly(ethylenterephthalat). Der Träger für das Empfangselement kann
auch reflektierend sein, wie ein barytbeschichtetes Papier, ein
polyethylenbeschichtetes Papier, ein Elfenbeinpapier, ein Kondensatorpapier oder
ein synthetisches Papier, wie DuPont Tyvek®. Pigmentierte
Träger,
wie weißes
Polyester (transparentes Polyester mit darin eingebrachtem weißen Pigment),
sind ebenfalls verwendbar.
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Die
Bildempfangsschicht kann zudem beispielsweise ein Polycarbonat,
ein Polyurethan, ein Polyester, Poly(vinylchlorid), Polystyrol-Coacrylnitril), Polycaprolacton,
ein Poly(vinylacetal), wie Poly(vinylalkohol-Cobutyral), Poly(vinylalkohol-Cobenzal),
Poly(vinylalkohol-Coacetal)
oder Mischungen daraus enthalten. Die Bildempfangsschicht kann in
jeder Menge vorhanden sein, die für den vorgesehenen Zweck wirksam
ist. Im Allgemeinen sind gute Ergebnisse bei einer Konzentration
von 1 bis 5 g/m2 erzielbar.
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Pigmente,
die in der Erfindung verwendbar sind, sind u.a. organische Pigmente,
wie Metallphthalocyanine, z.B. Kupferphthalocyanin, Chinacridone,
Epindolidione, Rubine F6B (C.I. Nr. Pigment 184); Cromophthal® Yellow
3G (C.I. Nr. Pigment Yellow 93); Hostaperm® Yellow
3G (C.I. Nr. Pigment Yellow 154); Monastral® Violet
R (C.I. Nr. Pigment Violet 19); 2,9-Dimethylchinacridon (C.I. Nr.
Pigment Red 122); Indofast® Brilliant Scarlet R6300
(C.I. Nr. Pigment Red 123); Quindo Magenta RV 6803; Monstral® Blue G
(C.I. Nr. Pigment Blue 15); Monstral® Blue
BT 383D (C.I. Nr. Pigment Blue 15); Monstral® Blue
G BT 284D (C.I. Nr. Pigment Blue 15); Monstral® Green
GT 751D (C.I. Nr. Pigment Green 7) oder in US-A-5,171,650 oder US-A-5,672,458 oder US-A-5,516,622
beschriebene Materialien.
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In
der vorliegenden Erfindung verwendbare Farbstoffe sind u.a.: Anthrachinonfarbstoffe,
z.B. Sumikaron Violet RS® (von Sumitomo Chemical
Co., Ltd.), Dianix Fast Violet 3R-FS® (von
Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Kayalon Polyol Brilliant Blue
N-BGM® sowie
KST Black 146® (von
Nippon Kayaku Co., Ltd.); Azofarbstoffe, wie Kayalon Polyol Brilliant
Blue BM®,
Kayalon Polyol Dark Blue 2BM® und KST Black KR® (von
Nippon Kayaku Co., Ltd.), Sumikaron Diazo Black 5G® (von
Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Miktazol Black 5GH® (von
Mitsui Toatsu Chemicals, Inc.); Direktfarbstoffe, wie Direct Dark
Green B® (von
Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Direct Brown M® sowie
Direct Fast Black D® (von Nippon Kayaku Co.
Ltd.); Säurefarbstoffe,
wie Kayanol Milling Cyanine 5R® (von Nippon Kayaku Co.
Ltd.); Grundfarbstoffe, wie Sumiacryl Blue 6G® (von
Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Aizen Malachite Green® (von
Hodogaya Chemical Co., Ltd.); oder der in US-A-4,541,830; US-A-4,698,651; US-A-4,695,287;
US-A-4,701,439; US-A-4,757,046; US-A-4,743,582; US-A-4,769,360 und US-A-4,753,922
beschriebene Farbstoffe. Die zuvor genannten Farbstoffe oder Pigmente
sind einzeln oder in Kombination verwendbar.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendeten Farbstoffe und Pigmente
sind mit einem Auftrag von 0,02 bis 2 g/m2 verwendbar.
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Das
Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffbildes mit den in der vorliegenden
Erfindung verwendeten Farbstoffgeberelementen wurde in US-A-5,126,760
beschrieben und ist in kommerziell lieferbaren Laser-Thermoproofsystemen
im Einsatz, wie bei dem Kodak Approval® System
oder dem Creo Trendsetter® Spectrum System. Üblicherweise
wird ein Empfangsbogen auf eine rotierende Trommel aufgespannt,
wonach die einzelnen blaugrünen,
purpurroten, gelben und schwarzen Geberelemente aufgespannt werden,
wodurch das Bild für
jede Farbe durch die bildweise Belichtung des Laserstrahls durch
die Rückseite
des Geberelements übertragen wird.
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Wie
zuvor erwähnt,
wird ein Laser benutzt, um Farbstoff von den in der Erfindung verwendeten Farbstoffgeberelementen
und den Pigmentgeberelementen zu übertragen. Als Laser kommt
vorzugsweise ein Diodenlaser zum Einsatz, da er wesentliche Vorteile
in Bezug auf Baugröße, Kosten,
Stabilität, Zuverlässigkeit,
Haltbarkeit und Modulierbarkeit aufweist. Bevor ein Laser zur Erwärmung eines
Geberelements verwendet werden kann, muss das Element ein Absorptionsmaterial
enthalten, das bei der Wellenlänge
des Lasers Strahlung absorbiert. Das infrarotabsorbierende Material
kann in der Farbstoff- oder Pigmentschicht oder in einer benachbarten
Schicht vorhanden sein. Geeignete infrarotabsorbierende Materialien
sind u.a. Rußschwarz,
infrarotabsorbierende Cyaninfarbstoffe, wie in US-A-4,973,572 beschrieben,
oder andere in folgenden Schriften beschriebene Materialien US-A-4,948,777; US-A-4,950,640; US-A-4,950,639;
US-A-4,948,776; US-A-4,948,778; US-A-4,942,141; US-A-4,952,552; US-A-5,036,040
und US-A-4,912,083.
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Laser,
die zur Übertragung
von Farbstoff oder Pigment aus in der Erfindung verwendeten Farbstoffgeberschichten
geeignet sind, sind kommerziell erhältlich. Beispielsweise ist
der Laser des Typs SDL-2420-H2 von Spectra Diode Labs oder der Laser
des Typs SLD 304 V/W von der Sony Corporation verwendbar. Diese
Laser können
eine Leistungsdichte von mehr als 104 W/cm2 erzeugen, wie sie für die Rasterbebilderung erforderlich
ist.
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Ein
Thermodrucker, der den zuvor beschriebenen Laser benutzt, um ein
Bild auf einem Thermodruckmedium auszubilden, wird in US-A-5,268,708 beschrieben
und beansprucht.
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In
einer separaten Schicht über
der Farbstoffschicht des Farbstoffgeberelements oder der Übertragungsschicht
des Pigmentgeberelements in dem zuvor beschriebenen Laserverfahren sind
Abstandselemente verwendbar, um das Farbstoffgeberelement von dem
Farbstoffempfangselement während
der Farbstoffübertragung
zu trennen und dadurch die Gleichmäßigkeit und Dichte des übertragenen
Bildes zu erhöhen.
Diese Erfindung wird detaillierter in US-A-4,772,582 beschrieben. Alternativ hierzu
sind die Abstandselemente in der Empfangsschicht des Farbstoffempfangselements
verwendbar, wie in US-A-4,876,235 beschrieben. Die Abstandselemente
können,
falls gewünscht,
mit einem polymeren Bindemittel beschichtet werden.
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Die
Verwendung eines Empfangszwischenelements mit nachfolgender Rückübertragung
auf ein zweites Empfangselement ist ebenfalls in der Erfindung verwendbar.
Eine Mehrzahl verschiedener Substrate ist verwendbar, um das Farb-Proof
(das zweite Empfangselement) herzustellen, das vorzugsweise dasselbe
Substrat aufweist, wie das für
die Druckauflage in der Druckmaschine verwendete. Dieses Empfangszwischenelement
lässt sich
somit für
eine effiziente Farbstoffaufnahme ohne Schmieren oder Kristallisieren
des Farbstoffs optimieren.
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Beispiele
für Substrate,
die für
das zweite Empfangselement (Farb-Proof verwendbar sind, sind u.a.:
Flo Kote Cover® (S.
D. Warren Co.), Champion Textweb® (Champion
Paper Co.), Quintessence Gloss® (Potlatch Inc.), Vintage
Gloss® (Potlatch
Inc.), Khrome Kote® (Champion Paper Co.),
Consolith Gloss® (Consolidated
Papers Co.), Ad-Proof Paper® (Appleton Papers, Inc.)
und Mountie Matte® (Potlatch Inc.).
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Wie
zuvor erwähnt,
kann das Farbstoffbild nach Erzeugung auf einem ersten Farbstoffempfangselement
auf ein zweites Bildempfangselement rückübertragen werden. Dies kann
beispielsweise erfolgen, indem man die beiden Empfangselemente zwischen
zwei Heizwalzen durchführt.
Es sind auch andere Verfahren zur Rückübertragung des Bildes verwendbar,
wie die Verwendung einer Heizplatte, das Beaufschlagen mit Druck
und Wärme,
externes Erwärmen
usw.
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Wie
zuvor erwähnt,
wird bei der Herstellung eines Farb-Proofs ein Satz elektrischer
Signale erzeugt, die fair die Form und Farbe eines Originalbildes
repräsentativ
sind. Dies kann beispielsweise durch Abtasten eines Originalbildes
erfolgen, durch Filtern des Bildes zwecks Trennung in die gewünschten
additiven Grundfarben, d.h. rot, blau und grün, und Umwandeln der Lichtenergie
in elektrische Energie. Die elektrischen Signale werden dann per
Computer modifiziert, um die Farbauszugsdaten zu erzeugen, die zur
Herstellung eines Rasterfarb-Proofs dienen.
Anstatt ein Originalobjekt zur Erzeugung der elektrischen Signale
abzutasten, können
die Signale auch mittels Computer erzeugt werden. Dieses Verfahren
wird detaillierter in Graphic Arts Manual, herausgegeben von Janet
Field, Arno Press, New York 1980 (S. 358ff), beschrieben.
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Die folgenden Beispiele
dienen zur Veranschaulichung der Erfindung.
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Ein
treibmittelhaltiges Pigmentgeberelement wurde durch Auftragen folgender
Schichten auf einen 100 μm
dicken Poly(ethylenterephthalatträger hergestellt:
- 1) 21,5 cm3m-2 einer
Lösung
aus 20 Teilen Poly(methylcyanoacrylat-Coethylcyanoacrylat)(Methyl:Ethyl =
3:1) und 3 Teilen 2-{2-(2-Chlor-3-((1,3-Dihydro-1,1,3-Trimethyl-2H-Benz(e)indol-2-yliden)ethyliden)-1-Cyclohexen-1-yl)ethenyl}-1,1,3-Trimethyl-1H-Benz(e)indoliumsalz
mit Heptafluorbutansäure
(1:1), gelöst
in 7,4 Teilen Methanol und 1870 Teilen Cyclopentanon, und
- 2) 6,03 cm3m-2 einer
Dispersion aus 41,7 Teilen Superfine® P-7
Aluminumpaste (Silberlive Manufacturing Co.) in 462 Teilen einer
Lösung
aus 29 Teilen des Glycerolesters von teilhydriertem Holzharz, Staybelite
Ester 10® (Hercules
Co.), 7,2 Teile Polyethylmethacrylat, Elvacite 2043® (ICI
Americas Co.), und 2,0 Teile eines Surfactants, DC-510® Dow
Corning) gelöst
in 425 Teilen Toluol. Die erste Beschichtung wurde vor der zweiten
Beschichtung bei Raumtemperatur luftgetrocknet.
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Die
Bilder wurden auf eine Außentrommelvorrichtung
mit einem Laserdioden-Array von 830 nm Wellenlänge mit einem Mittellinienabstand
von 10 μm zwischen
den einzelnen Laserlinien geschrieben. Die Belichtungen wurden mittels
wechselnder Leistungsabgabe bei einer Lineargeschwindigkeit von
1550 cm/s variiert. Die Bilder wurden auf KODAK APPROVAL® Digital
Color Proofing Film I01/Intermediate/1834 von Kodak Polychrome Graphics
geschrieben. Ein Bild wurde erstellt, indem nacheinander zuerst
ein KODAK APPROVAL® Digital Color Proofing Film
DY01/Yellow Donor/1831, ein Farbstoffsublimationsgeberelement von
Kodak Polychrome Graphics, mit 213 mJ/cm2 beschrieben
wurde, zweitens ein KODAK APPROVAL® Digital
Color Proofing Film DMO1/Magenta Donor/1871, ein Farbstoffsublimationsgeberelement
von Kodak Polychrome Graphics, mit 219 mJ/cm2 und
drittens das zuvor beschriebene Lasertreibmittelgeberelement mit
258 mJ/cm2 beschrieben wurde. Das Bild wurde
mit einem Doppelwalzenlaminator, der bei 5,08 mm/s und einer mittleren
Walzentemperatur von 120°C
betrieben wurde, gemeinsam mit der obersten Schicht des Zwischenelements
auf das eigentliche Empfangselement laminiert.
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Das
Ergebnis war eine metallisch scheinende Goldfarbe, die mit den normalen
Kodak APPROVAL® Farbstoffgeberelementen
nicht erzielbar ist, wodurch sich der verfügbare Farbfächer erhöhte.