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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine, die ein
bei beiden Enden durch Enddeckel abgeschlossenes Gehäuseglied
hat, eine senkrecht zu den Enddeckeln durch das Gehäuseglied
verlaufende Antriebswelle hat; weiter ein innerhalb des Gehäusegliedes
angeordnetes und auf einem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle
gelagertes und im Betrieb der Brennkraftmaschine zur Durchführung einer
Orbitalbewegung ohne Rotation geführtes Kolbenglied hat; weiter
eine Mehrzahl radiale und gleichbeabstandete Flügel hat, die gegen die Enddeckel,
das Gehäuseglied
und das Kolbenglied abgedichtet sind.
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Brennkraftmaschinen,
die keine Kolben aufweisen die geradlinige Hubbewegungen durchführen, sondern
Drehbewegungen oder Orbitalbewegungen durchführen, haben beträchtliche
Vorteile über
Maschinen mit geradlinig bewegbaren Kolben.
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Diese
Vorteile sind die insgesamten Abmessungen, kleines Gewicht und ein
schnelles Ansprechen bezüglich
Leistung. Der Grund hierzu ist, dass die Kolben solcher Brennkraftmaschinen
als Rotore ausgebildet sind, die im Gegensatz zu den Kolben konventioneller
Brennkraftmaschinen unmittelbar mit der Antriebswelle verbunden
sind und eine gleichförmige
Rotations- oder bzw. Drehbewegung durchführen, keinen Beschleunigungen
und Verzögerungen ausgesetzt
sind. Weiter, weil die Verbrennungskammern solcher Brennkraftmaschinen
allgemein bei einem zentralen Bereich der Maschine angeordnet sind
und im Falle von Maschinen, die eine Orbitalbewegung ihrer Kolben
haben, spezifisch in einer punktsymmetrischen Anordnung relativ
zur Antriebswelle angeordnet sind, werden die dynamischen Eigenschaften
der insgesamten Maschine nicht durch die sich bewegenden Kolben
beeinflusst.
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Eine
wichtige Eigenschaft von Brennkraftmaschinen, deren Rotor eine dauernde,
gleichförmige Orbitalbewegung
um die Antriebswelle durchführt, liegt
in der Tatsache, dass die Maschine eine Mehrzahl separate Verbrennungskammern
aufweist, von welchen jede vorteilhafte Bedingungen für die Verbrennung
bietet.
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Die
hauptsächlichsten
Elemente von Brennkraftmaschinen mit einem Orbitalbewegungen durchführenden
Kolben sind das Maschinengehäuse
(oder Kasten resp.) in der Form grob einer flachen Büchse, welche
oben und unten durch Deckelplatten verschlossen ist, eine Antriebswelle,
die senkrecht zu den Deckelplatten verläuft, welche Antriebswelle einen
exzentrischen Abschnitt aufweist, entsprechend der Kurbelwelle von
konventionellen Brennkraftmaschinen. Ein Rotor, der als Kolbenglied
arbeitet, ist im Maschinengehäuse
auf dem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle montiert. Eine
Anzahl Schaufeln bzw. Flügel,
die gegen die obere Deckplatte und die untere Deckplatte abgedichtet
sind, erstrecken sich zwischen dem Rotor und dem Maschinengehäuse und
sind derart mit dem Rotor und dem Maschinengehäuse verbunden, dass sie im
Betrieb der Maschine Schwenkbewegungen ausführen. Diese Schaufeln bzw.
Flügel
sind daher in einer grob sternförmigähnlichen
Anordnung um den Rotor angeordnet und bestimmen die verschiedenen
Verbrennungskammern.
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Die
Seitenflächenabschnitte
des Rotors, die den Verbrennungskammern zugekehrt sind, können zusätzliche
Ausnehmungen und/oder Vorsprünge aufweisen,
Leisten, um ein verbessertes Vermengen bzw. Vermischen des Brennstoffs
und der Luft während
der Ausgangshubphase zu erwirken, und können zusätzlich derart geformt sein,
dass nach dem Zünden
eine Schicht-nach-Schicht-Verbrennung des Brennstoff/Luftgemisches
entsteht, so dass ein äusserst ökonomischer
Betrieb der Maschine erreicht wird.
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Die
Dichtungsglieder, die zwischen dem Orbitalbewegungen durchführenden
Rotor und der oberen und unteren Deckelplatte angeordnet sind, sind herkömmliche Dichtungsstreifen
oder Dichtungsringe, welche gegen die entsprechenden Oberflächen federvorgespannt
sind.
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Eine
sehr bekannte Brennkraftmaschine, die einen rotierenden Rotor aufweist,
ist die Ausbildung von Wankel. Ein Nachteil der Wankelmaschinen
sind die eher langen, gestreckten Verbrennungskammern, die eine
minderwertige Verbrennung des Luft-Brennstoffgemisches erzeugen,
was einen hohen Brennstoffverbrauch bewirkt. Weiter weisen die inneren
Seitenwände
des Gehäuses
eine trochoidenartige Form auf. Der Rotor ist mit Dichtungsstreifen ausgerüstet, die über diese
inneren trochoidförmigen Seitenwände hinwegstreichen.
Dieses führt
zu ernsten Vibrationen der Dichtungsstreifen und einem hohen Verschleiss
aufgrund der dauernden Änderung der
Kontur der Oberfläche
dieser inneren Seitenwände.
Auch führen
die trochoidförmigen
Seitenwände zu
einer ungleichförmigen
Erwärmung
derselben, so dass sich die Verbrennungskammer relativ zum Gehäuse verschiebt,
so dass thermische Spannungen erzeugt werden, die unter anderem
die trochoidförmige
Oberfläche
der inneren Seitenwände
des Gehäuses
der Maschine verformen.
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Eine
Anzahl Veröffentlichungen
offenbaren Brennkraftmaschinen, in denen der Kolben keine einfache
Rotationsbewegung ausführt,
sondern vielmehr eine orbitale Bewegung um die Mittelachse der Antriebswelle.
Solche Maschinen sind offenbart z.B. in der Schrift des US-Patentes Nr. 3 703,344
von Ritter und den französischen
Patentschriften FR 2,180,346 und FR 1,306,410.
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In
diesen und anderen bekannten Maschinen wird die Orbitalwegung des
Kolbengliedes allgemein erreicht, indem drei exzentrische Einheiten
an beiden Seiten des Kolbengliedes montiert sind, welche exzentrischen
Einheiten eine Exzentrizität
des Hauptexzentrizitätabschnittes
der Antriebswelle aufweisen. Weiter sind zusätzliche exzentrische Einheiten
in ausgenommenen Bereichen in der Deckelplatte und Seitenflächen der
Orbitalbewegungen durchführenden
Kolbens angeordnet. Diese Ausbil dungen erlauben jedoch nicht die
kleinen Drehbewegungen des Kolbengliedes relativ zu Antriebswelle,
die während
seiner Orbitalbewegung auftreten. Weiter benötigen diese bekannten Ausführungen
verhältnismässig grosse
insgesamte Abmessungen der Maschine, ein relativ hohes Gewicht des
Kolbengliedes und insbesondere ein sehr komlexes Schmiersystem.
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Ebenfalls
zu erwähnen
ist die US-Patentschrift
Nr. 3,87,150 von Savich. Die Flügel
bzw. Schaufeln der Savichmaschine sind bei einem Ende im Maschinengehäuse derart
geführt,
dass wenn das Kolbenglied seine Orbitalbewegung durchführt, analog
zu Gleitstücken
eine geradlinie Bewegung durchführen.
Die entgegengesetzt liegenden Enden der Flügel sind in tangential verlaufenden
Schlitzen im Orbitalbewegungen durchführenden Kolben aufgenommen.
Jedoch benötigt
diese Ausführung
sehr komplizierte Trag- und Abdichtungsstrukturen, speziell beim
Kolben, und insbesondere sind die Tragstrukturen einer beträchtlichen
Abnützung
ausgesetzt.
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Eine
weitere Veröffentlichung
ist die EP-A-0 601 218. Diese offenbart jedoch keine besonderen Bauteile
für ein
Dämpfen
der Bewegung der Flügel.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist eine Verbrennungsmaschine mit
einem Kolbenglied zu schaffen, das in einer Weise zum Durchführen von Orbitalbewegungen
gelagert und geführt
ist, die ein Minimum von Reibung und Abnützung erzeugt, welche kleine
insgesamte Abmessungen und ein einfaches Schmiersystem ermöglicht.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist eine Brennkraftmaschine zu schaffen,
die ein zum Ausführen
einer Orbitalbewegung gelagertes Kolbenglied aufweist, welche eine
Mehrzahl von ersten gleichbeabstandeten, zylinderförmigen Schwenkkörper aufweist,
wovon jeder drehbar in einer ersten entsprechenden Ausnehmung drehbar
gelagert ist, die in ihrem Gehäuseglied
gebildet ist und einen in Richtung seiner Erzeugenden einen Schlitz
aufweist, in welchem Schlitz ein erster Endabschnitt eines entsprechenden
Flügels
für eine
darin frei gleitende Hin- und Herbewegung
aufgenommen ist; und eine Mehrzahl von zweiten gleichbeabstandeten
zylinderförmigen Schwenkkörper aufweist,
wovon jeder drehbar in einer zweiten entsprechenden Ausnehmung gelagert ist,
die im Kolbenglied ausgebildet ist und einen in Richtung seiner
Erzeugenden verlaufenden Schlitz aufweist, in welchem Schlitz ein
zweiter Endabschnitt eines entsprechenden Flügels für eine darin frei gleitende
Hin- und Herbewegung aufgenommen ist; wobei im Betrieb der Brennkraftmaschine
jeder Flügel frei
hin- und hergehende und Schwenkbewegungen ausführen kann, um die Orbitalbewegung
des Kolbengliedes relativ zum Gehäuseglied zu bewirken.
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Weil
die Breite einer solchen Maschine durch die Exzentrizität des auf
dem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle getragenen Kolbengliedes, insbesondere
durch den Radius des exzentrischen Abschnittes, daher durch die
Abmessung des Lagers zwischen dem Kolbenglied und dem Abschnitt,
durch die Dimensionen der benötigten Ölabstreifstrukturen, welche
im Kolbenglied montiert sind und insbesondere den insgesamten Mechanismus,
z.B. Strukturen, die im Betrieb die Orbitalbewegung des Kolbengliedes
erzeugen bestimmt ist, weist die Maschine gemäss der vorliegenden Erfindung
den Vorteil auf, dass die Flügel,
die den Raum zwischen dem Kolbenglied und dem Gehäuseglied
in einzelne Verbrennungskammern aufteilen, durch Schwenkkörper schwenkbar
am Kolbenglied angelenkt sind, und durch weitere Schwenkkörper am
Gehäuseglied,
wobei die Abmessungen der Brennkraftmaschine durch den kleinstmöglichen
Abstand zwischen den Schwenkachsen der genannten Schwerkörper bestimmt
sind, die insgesamten Abmessungen der Maschine klein gehalten werden
können.
Weiter, weil die Flügel
für eine
freie Hin- und Herbewegung in den Schlitzen der Schwenkkörper aufgenommen
sind, kann die Abnützung
auf einem tiefen Wert gehalten werden. Ein Aufschlagen der Flügel in den
jeweiligen Endstellungen ihrer Hin- und Herbewegungen in den Schlitzen
kann damit durch mechanisch wirkende Federn und/oder eine Fluiddämpfungsanordnung verhindert
werden.
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Die
axiale Länge
der ersten Schwenkkörper, welche
im Gehäuse
montiert sind, kann gemäss
einer weiteren Ausführung
die insgesamten Dicke des Gehäusegliedes übersteigen
und sie können
in den Deckplatten der Maschine drehbar gelagert sein.
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Gleicherweise
kann die axiale Länge
der zweiten Schwenkkörper,
die im Kolbenglied montiert sind, ebenfalls die insgesamte Dicke
des Kolbengliedes übersteigen
und sie können
in rotierenden Scheiben in den Deckplatten drehbar gelagert sein,
in welchem Fall die Kolbenglieder in diesen Scheiben mit einer Exzentrizität exzentrisch
gelagert sind, welche gleich der Exzentrizität des Kolbengliedes ist.
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Ein
weiterer Vorteil der Lagerung der Flügel in Schwenkkörpern ist,
dass die Beschleunigung des Schwerpunktes der Flügel ausgeglichen werden kann,
und dass weiter durch die Übertragung
der Trägheitskräfte der
Flügel
auf das Gehäuseglied während dem
Verdichtungshub und auf den Rotor während dem Vebrennungshub die
Trägheit
der Flügel
als Antriebskraft ausgenützt
werden kann. Dieses erlaubt eine Verminderung der insgesamten Abmessungen
des Brennkraftmotors, eine Vereinfachung seines Aufbaus, eine Verminderung
der Reibung und, daher, eine Vereinfachung des Schmiersystems.
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Die
Erfindung wird besser verstanden und weitere Ziele als die oben
angeführten
werden ersichtlich wenn die nachfolgende detaillierte Beschreibung
desselben berücksichtigt
wird. Diese Beschreibung bezieht sich auf die beigelegte Zeichnung,
wobei
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1 eine schematische Ansicht eines Querschnitts
des Verbrennungsmotors ist, die seine grundsätzliche Ausbildung zeigt;
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2 eine erste Ausbildung von Mitteln zum Zurückhalten
der Flügel
in den Schlitzen des Schwenkkörpers
zeigt;
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3 eine zweite Ausbildung von Mitteln zum
Zurückhalten
der Flügel
in den Schlitzen des Schwenkkörpers
zeigt;
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4 eine weitere mögliche Ausbildung zum Zurückhalten
der Flügel
in den Schlitzen der Schwenkkörper
zeigt;
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5 eine Ansicht eines Schwenkkörpers ist,
der aus zwei Teilen besteht;
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6 einen in den Schlitzen seiner zwei Schwenkkörper eingesetzten
Flügel
und die Dämpfungsfederglieder
zeigt;
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7 einen Schnitt durch einen im Gehäuseglied
eingesetzten Schwenkkörper
mit seiner Abdichtungsstruktur zeigt;
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8 eine Aufsicht des Schwenkkörpers nach 7 zeigt;
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9 ein Schnitt durch einen im Kolbenglied aufgenommenen
und in den Deckplatten getragenen Schwenkkörper ist;
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10 eine Ansicht des in der 9 gezeigten Ausgleichskörpers ist;
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11 eine Schnittansicht eines längenverstellbaren
Flügels
ist;
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12 eine Schnittansicht eines Flügels und seiner
zwei in den Deckplatten rotierbar gelagerten Schwenkkörper ist;
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13 die Traganordnung der Flügel zeigt, welche
Traganordnung die Orbitalbewegung des Kolbengliedes erzeugt;
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14 ein Gaskanalanordnung für ein Tragen
der Flügel
in den Schlitzen durch Gasdruck zeigt;
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15a – c verschiedene Positionen von Gaskanälen während dem
Betrieb einer ersten Ausführung
zeigen;
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16 eine zweite Ausführung bezüglich des Ortes der Gaskanäle zeigt;
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17 eine dritte Ausführung bezüglich des Ortes der Gaskanäle zeigt;
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18 einen in seinen Schlitzen seiner zwei Schwenkkörper eingesetzten
Flügel
zeigt, wobei die Dämpf-
und Hin- und Herbewegung durch Federglieder und Fluiddämpfungsmittel
erreicht ist;
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19 eine Teilansicht eines Querschnittes durch
die Brennkraftmaschine für
eine schematische Darstellung der Schmierung zeigt;
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20a, b in
einer schematischen Weise die Ausbildung der als Pumpen des Schmiermittels
wirkenden Flügel
zeigen;
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21 eine Seitenansicht und eine Aufsicht eines
in 24 gezeigten Einwegventiles zeigt;
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22 ein Detail eines Schnitts durch einen Flügel einer
bevorzugten Ausführung
senkrecht zu den Schwenkkörpern
zeigt;
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23 im Detail einen Schnitt eines Flügels einer
bevorzugten Ausführung
parallel zu den Rotationsmacher der Schwenkkörper zeigt, und
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24 in einem vergrösserten Massstab, eine Ventilstruktur
für die
Gaskanäle
zeigt.
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Die
in 1 illustrierte Brennkraftmaschine weist
eine Antriebswelle 1 mit einem exzentrischen Abschnitt 2 auf. Dieser
exzentrische Abschnitt 2 kann ein einstöckiger Teil der Antriebswelle
1 oder ein mittels irgendwelcher Technik auf der Antriebswelle 1 fest
montierter Körper
sein. Die Distanz zwischen der Mittelachse 50 der Antriebswelle
1 und der Mittelachse 51 des exzentrischen Abschnittes 2 bestimmt
die Exzentrizität
und ist bezüglich
dem Betrieb analog zum Kurbelwellenradius herkömmlicher Kolbenmaschinen.
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Ein
Orbitalbewegungen durchführendes
Kolbenglied ist mittels eines Lagers 3 auf dem exzentrischen Abschnitt
2 montiert. Dieses Kolbenglied 5 ist in einem Gehäuseteil
5 und in einem Abstand von demselben angeordnet. Das Gehäuseglied
5 ist bei einer Seite von einem ersten Enddeckel 6 und bei der entgegengesetzten
Seite von einem zweiten Enddeckel 7 gedeckt, wie in den 12 und 13 gezeigt.
Die Bezugsziffer 8 bezeichnet Löcher
im Gehäuseglied
5 zur Aufnahme von Bolzen mittels welchen die Enddeckel 6 und 7
am Gehäuseglied
5 montiert sind. Somit umschliessen das Gehäuseglied 5 und die zwei Enddeckel
6 und 7 den Raum, in welchem das exzentrische getragene Kolbenglied
4 angeordnet ist und seine Orbitalbewegungen durchführt. Ringförmige Dichtungsstreifen
9 (von welchen nur einer gezeigt ist) sind in entsprechenden Rillen
im Kolbenglied 4 angeordnet, welche Dichtungsstreifen 9 in einer
allgemein bekannten Weise durch Vorspannfedern, die in den Rillen
des Kolbengliedes 4 angeordnet sind, gegen die Enddeckel vorgespannt
sind. Es können
bei beiden Seiten des Kolbengliedes 4 mehrere Dichtungsstreifen
9 vorhanden sein, von welchen eine Anzahl als Ölabstreifstreifen und eine
weitere Anzahl als Dichtungsstreifen wirken können.
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Der
Raum zwischen dem Kolbenglied 4 und dem Gehäuseglied 5 ist durch eine Anzahl
Flügel
10 in eine Anzahl Verbrennungskammern aufgeteilt. Die Bezugsziffer
11 bezeichnet die Zündkerzen,
die für jede
der Verbrennungskammern 12 benötigt
sind. Die Luft/Brennstoffeinlasskanäle und die Gasauslasskanäle einschliesslich
die entsprechenden Ventile sind nicht speziell illustriert, weil
sie im Fachgebiet gut bekannt sind.
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Die
Flügel
10 ragen bei ihrem ersten Ende in erste gleichbeabstandete, zylinderförmige Schwenkkörper 13,
von welchen jeder im Gehäuseglied
5 drehbar gelagert ist, und ragen bei ihrem zweiten, entgegengesetzten
Ende in zweite gleichbeabstandete, zylinderförmige Schwenkkörper 14,
die im Kolbenglied 4 drehbar gelagert sind wie weiter unten beschrieben
sein wird.
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Das
Kolbenglied weist weiter Dichtungsstreifen 15 auf, die entlang seines
Umfanges verlaufen, welche Dichtungsstreifen 15 bei ihren Längsrändern die
Enddeckel und bei beiden ihrer Enden die zweiten Schwenkkörper 14,
die im Kolbenglied angeordnet sind kontaktieren. Diese Dichtungsstreifen
sind durch Vorspannfedern und auch Gasdruck in einer dem Fachmann
bekannten Weise gegen die Oberflächen
gespannt, gegen welche sie dichten müssen.
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Die
ersten Schwenkkörper
13 sind in entsprechend ausgebildeten ersten Ausnehmungen 16, die
im Gehäuse
5 ausgebildet sind, drehbar gelagert. Der Sektorwinkel dieser Ausnehmungen
16 beträgt mehr
als 180°.
Die Mittelachsen der Schwenkkörper 14,
15 verlaufen parallel zur Mittelachse 50 der Antriebswelle 1.
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Die
zweiten Schwenkkörper
14 sind in entsprechend ausgebildeten zweiten Ausnehmungen 17, die
im Kolbenglied 4 ausgebildet sind, drehbar gelagert. Der Sektorwinkel
dieser Ausnehmungen 17 beträgt
mehr als 180°,
so dass die Schwenkkörper
14 im Kolbenglied 4 sicher gehalten sind.
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Alle
Schwenkkörper
13,14 weisen einen Schlitz 18 bzw. 19 auf, der in der Richtung der
Erzeugenden verläuft.
Die Breite der Schlitze 18 und 19 ist etwas grösser als die Dicke der Flügel 10.
Die Flügel 10
sind bei ihren zwei Enden in den Schlitzen 18 und 19 aufgenommen
und sind daher in den entsprechenden Schwenkkörpern 13, 14 frei hin- und
herbewegbar.
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Die
Schlitze 18 und 19 können
miteinander durch Kanäle
20 in Verbindung stehen, die durch die Flügel 10 hindurch verlaufen.
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Weil
die Schwenkkörper
13, 14 in ihren jeweiligen Ausnehmungen 16, 17 frei rotieren können, können die
Flügel
10, der Orbitalbewegung des Kolbengliedes 4 folgend, freie Hin-
und Herbewegungen durchführen.
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1 zeigt fünf Flügel 10, die in einer sternförmigen Art
angeordnet sind. Offensichtlich kann die Anzahl Flügel 10 unterschiedlich
gewählt
werden. Die axiale Länge
der zylinderförmigen
Schwenkkörper
13, 14 kann der Höhe
der Verbrennungskammer 12 bzw. des Kol bengliedes 4 entsprechen,
so dass die Schwenkkörper
13,14 in den Ausnehmungen 16, 17 geführt und gehalten sind. Alternativ
kann diese axiale Länge
die Höhe
der Verbrennungskammern 12 übersteigen,
und in einem solchen Fall können
sie in den Enddeckeln 6, 7 drehbar gelagert sein, so wie weiter
unten noch im Einzelnen beschrieben sein wird.
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Es
wird nun auf die 2 – 4 Bezug genommen.
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Es
sind Vorkehrungen getroffen, um beim Zusammenbauen der Maschine
ein Herausgleiten der Flügel
10 aus den Schlitzen 18, 19 zu verhindern. Gemäss 2 sind
die Flügel
bei ihren Enden mit einem doppelten Vorsprung 34 ausgerüstet. Die
Schlitze 18 sind bei ihrem freien Ende mit einem vorspringenden
Anschlagglied 35 ausgerüstet
(welches nicht ein vollständiger
Innenring sein muss, sondern eine Anzahl einzelner Vorsprünge aufweisen
kann). Damit kann der Flügel
nicht aus dem Schlitz 18 herausgleiten.
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Eine
weitere Ausführung
ist in der 3 dargestellt. Hier weist
der Flügel
10 einen einzigen Vorsprung 36 auf und im Schlitz 12 ist nur ein
einziger Vorsprung 37 vorhanden.
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Gemäss der Ausführung nach 4 ist eine Stange 38 im Schwenkkörper 13,
14 gehalten, welche Stange 38 bei ihrem freien Ende ein kreisringförmiges Anschlagglied
39 hat. Der Flügel
10 hat entlang seines Innenumfanges einen kreisringförmigen Vorsprung
40, so dass der Flügel
10 wieder im Schlitz 18 gehalten ist.
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Gemäss der Ausführung der 5 sind die Schwenkkörper aus zwei identischen,
langgestreckten Schwenkkörperhälften 47
und 48 gebildet. Jede Schwenkkörperhälfte weist
einen abgestuften Oberflächenabschnitt
auf, der eine Höhe
52 hat, die gleich der Dicke der Flügel ist. Wenn daher die zwei
Hälften 47,
48 zusammengebracht werden, formen die abgestuften Oberflächenabschnitte
zusammen die Schlitze 18 bzw. 19 zur Aufnahme eines Flügels 10.
Weil diese zwei Schwenkkörperhälften 47
und 48 in ihrer axialen Stellung relativ zueinander verschoben werden
können,
kann die Länge
der Schlitze 18, respektive 19, in welcher der Flügel 10 aufgenommen
ist, geändert
werden, um z.B. Herstellungstoleranz aufzunehmen.
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Die
Länge der
Flügel
10 ist kleiner als der Abstand zwischen den Böden der Schlitze 18, 19, so dass
in keiner Stellung der Flügel
10 ein Klemmen derselben zwischen den Schlitzen 18, 19 der Schwenkkörper 13,
14 möglich
ist. Gemäss
der in der 6 dargestellten Ausführung sind
in den Schlitzen 18, 19 Federn 21, 22 angeordnet, um zwischen den Enden
der Flügel
10 und dem Boden der Schlitze 18, 19, zu wirken. Diese Federn 21,
22 wirken als Dämpfungsglieder
um längsweise
erfolgende Hin- und
Herbewegungen der Flügel
10 zu dämpfen.
Diese Federn 21, 22 können
wendelförmige
Federn sein, Blattfedern, elastische Platten oder können irgendwelche
zweckdienliche Form oder irgendwelchen Aufbau haben.
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Die
Anordnung ist dabei derart gewählt,
dass die Flügel
10 in der mittleren Stellung relativ zu den Drehzentren der Schwenkkörper 13
und 14 getragen sind.
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7 und 8 zeigen
eine Ausführung
eines ersten Schwenkkörpers
13, das heisst ein Schwenkkörper
der in einer Ausnehmung 17 des Gehäusegebildes 5 angeordnet ist,
wobei die axiale Länge
des Schwenkkörpers
gleich der Höhe
der Verbrennungskammer 12, d.h. der Dicke des Gehäusegebildes
5 ist, so dass die Enden des Schwenkkörpers 13 gegen die Deckplatten
6 und 7 abzudichten sind.
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Eine
Ausnehmung 53 in der Form eines geteilten kreisringförmigen Ringes
(die Teilung auf Grund der Schlitze 18, 19) ist in beiden Endflächen des
Schwenkkörpers
13 angeordnet. Die Innenumfangswand der Ausnehmungen neben der Aussenseite
des Schwenkkörpers
und die bei den Enden des Schwenkkörpers 13 angeordnet ist, weist
einen Wandabschnitt 54 auf, der unter einem schiefen Winkel relativ
zur Mittelachse des Schwenkkörpers
13 verläuft,
wie aus der 7 deutlich ersichtlich
ist. Ein entsprechend geformter Dichtungsring 55 ist in dieser Ausnehmung
53 angeordnet. Dieser Dichtungsring 55 ist mittels einer Feder 56
nach aussen gespannt, das heisst, wenn zusammengebaut gegen einen
jeweiligen Enddeckel 6, bzw. 7, um ein einwandfreies Dichten entlang
dem oberen und unteren Ende der Schwenkkörper 13 sicherzustellen.
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Eine
Abdichtungs- und Montageanordnung des zweiten Schwenkkörpers 14
dieser Ausführung, d.h.
in welcher die axiale Länge
auch der zweiten Schwenkkörper
14 gleich der Höhe
der Verbrennungskammer 14 ist, ist in der 9 und 10 dargestellt. Die zweiten Schwenkkörper 14
sind im Kolbenglied 14 angeordnet. Wenigstens ein Ende dieser Schwenkkörper ist
mit Ausgleichsgliedern 57 und 58 ausgerüstet.
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Der
Schwenkkörper
14 hat bei einem Ende eine zylinderförmige Ausnehmung 59. Der Aussendurchmesser
des ersten Ausgleichsgliedes 57 beträgt weniger als der Innendurchmesser
der Ausnehmung 59, so dass das in der Ausnehmung 59 aufgenommene
Ausgleichsglied 57 in demselben frei rotieren kann. Dieses Ausgleichsglied
57 weist bei seinem in der genannten Ausnehmung aufgenommenen Ende
einen Schlitz 60 mit einer Breite auf, welche gleich der Breite
des Schlitzes 18 des Schwenkkörpers
14 ist. Daher ergänzt
der Schlitz 60 den Schlitz 18.
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Die
Bezugszahl 61 bezeichnet eine kreisförmige Platte, die drehbar im
Enddeckel 6 angeordnet ist und später unter Bezugnahme auf die 12 und 13 im
Einzelnen beschrieben sein wird. Das zweite Ausgleichsglied 58 ist
in der kreisförmigen
Platte 61 montiert.
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Das
erste Ausgleichsglied 57 enthält
bei seinem Ende, das dem zweiten Ausgleichsglied 58 zugekehrt ist
einen zweiten Schlitz 62, der senkrecht zum erstgenannten Schlitz
60 verläuft.
Das zweite Ausgleichsglied 58 enthält bei seinem Ende, das dem ersten
Ausgleichsglied 57 zugekehrt ist einen diametral verlaufenden Vorsprung
63, der im Schlitz 62 aufgenommen ist. Diese Aus gleichsglieder 57
und 58, insbesondere das erste Ausgleichsglied 57 erlaubt, dass
der Schwenkkörper
14 kleine, unbedeutsame Verschiebebewegungen in gegenseitig senkrechten Richtungen
durchführen
kann, so um mögliche
Ungenauigkeiten bei der Herstellung und möglicherweise beim Zusammenbauen
des fraglichen Bauteiles auszugleichen.
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11 zeigt einen Flügel 10, und insbesondere eine
Massnahme zum Überwinden
möglicher Spiele
zwischen den Längsrändern des
Flügels
und den entgegengesetzt angeordneten Enddeckel 6 und 7. Grundsätzlich muss
nur einer der zwei Längsränder eines
Flügels
10 die entsprechende Ausbildung aufweisen.
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Eine
halbkreisförmige
Rille 64 ist entlang dem fraglichen Längsrand ausgebildet. Ein Dichtungsstreifen
65 mit einer halbkreisförmigen
Querschnittsform ist in der Rille 64 aufgenommen. Beim Boden der
Rille 64 ist eine langgestreckte Ausnehmung 66 angeordnet und ein
Dichtungsstreifenanpressglied 67 ist in der langgestreckten Ausnehmung 66
angeordnet, welches Anpressglied 67 durch eine Feder 68 vorgespannt
ist und seinerseits den Dichtungsstreifen 65 gegen den Enddeckel
6 spannt.
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Wenn
die axialen Längen
der Schwenkkörper
13, 14 gleich der Höhe
der Verbrennungskammer 12 sind, d.h. der Höhe des Kolbengliedes 4, bzw.
des Gehäusegliedes
10, sind die Schwenkkörper
in den Ausnehmungen 16 und 17 geführt und getragen.
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Es
kann jedoch erwünscht
sein, die Schwenkkörper
13, 14 in den Enddeckeln 6 und 7 zu führen und zu tragen, in welchem
Fall die Länge
der Schwenkkörper
die oben angeführten
Abmessungen übersteigt.
Eine solche Anordnung erhöht
die Zuverlässigkeit
des Tragens und Führens
der Schwenkkörper
13, 14 und erlaubt des weiteren kleinere Abstände zwischen ihren Mittelachsen,
so dass die Abmessungen der Maschine kleiner gewählt werden können.
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Eine
solche Ausführung
ist in den 12 und 13 dargestellt.
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In
der 12 ist ein Teil des Kolbengliedes
4 gezeigt, in welchem ein zweiter Schwenkkörper 14 in einer Ausnehmung,
wie früher
erklärt,
aufgenommen ist.
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Der
Teil des Gehäusegliedes
5, der dem Kolbenglied 4 gegenüberliegt,
beherbergt einen ersten Schwenkkörper
13.
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Ein
Flügel
10 erstreckt sich zwischen dem ersten 13 und zweiten Schwenkkörper 14
und ist in deren entsprechenden Schlitzen 18, 19 aufgenommen.
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Im
Betrieb führt
der erste Schwenkkörper
13 während
den Schwenkbewegungen des Flügels
10 lediglich beschränkte
hin- und hergehende Rotationsbewegungen aus. Somit ist der erste
Schwenkkörper
im Enddeckel 6 mittels einem konventionellen Wälzlager 69 getragen und geführt. Die
Bezugszahl 70 bezeichnet einen Schutzdeckel des Wälzlagers 69.
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Der
zweiten Schwenkkörper
14 führen
jedoch im Betrieb eine Orbitalbewegung aus, gemäss der Orbitalbewegung des
Kolbengliedes 4 aus.
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Daher
ist eine kreisförmige
Platte 61 mittels Wälzlager
71 drehbar im Enddeckel 6 gehalten, und entsprechend ist eine weitere
kreisförmige
Platte 72 im entgegengesetzten Enddeckel 7 vorhanden. Die zweiten
Schwenkkörper
14 sind in einem Abstand X von der Drehachse 73 mittels Wälzlager
74 in den rotierenden kreisförmigen
Platten 16 und 72 getragen, welcher Abstand X gleich der Exzentrizität des exzentrischen
Abschnittes 2 der Antriebswelle 1 ist.
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Um
den zweiten Schwenkkörpern
14, welche eine Orbitalbewegung durchzuführen haben, ein Schmiermittel
zuzuführen,
wird eine Anordnung gemäss 13 verwendet.
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13 zeigt einen zweiten Schwenkkörper 14,
in welchem ein Ende eines Flügels
10 aufgenommen ist. Der Schwenkkörper
14 ist im Kolbenglied 4 eingesetzt. Der Schwenkkörper 14 ist im beschriebenen
exzentrischen Zustand wie oben erklärt in der kreisrunden Platte
61 eingesetzt. Die kreisrunde Platte 61 ist über ein Drucklager 75 auf einem
Schulterabschnitt 76 des Enddeckels 6 getragen. Bei seiner entgegengesetzten
Seite ist die kreisrunde Platte 61 über ein Federglied 77 und einem
weiteren Drucklager 78 gegen einen Lagerdeckel gedrückt, der
mittels beispielsweise Schraubbolzen fest mit dem Enddeckel 6 verbunden
ist.
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Somit
kann die kreisrunde Platte 61 mit dem exzentrischen gelagerten Schwenkkörper 14
im Enddeckel 6 frei rotieren.
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Ein
Verbindungsstutzen 80, der zum Anschluss an eine Schmiermittelzufuhrleitung
ausgebildet ist, kommuniziert strömungsseitig mit einem Kanal
81, der in die kreisrunde Platte 61 hineinverläuft. Dieser Kanal 81 ist von
einem weiteren Kanal 82 gefolgt. Eine ringförmige Rille 83 ist entlang
dem Umfang des Schwenkkörpers
14 ausgebildet. Eine Anzahl radial verlaufende, weitere Kanäle 84 verbinden diese
Rille 83 mit einem Kanal 25, der in axialer Richtung des Schwenkkörpers 14
verläuft.
Diese beschriebene Kanalanordnung erlaubt den Schmiermittelfluss
zu den verschiedenen Oberflächen
der Ausnehmungen und darin gehaltenen Schwenkkörper und den jeweiligen Berührungsflächen der
kreisrunden Platte 61 und des Enddeckels. Es ist weiter zu bemerken,
dass das Schmiermittel durch den axialen Kanal 85 zum entgegengesetzten
Ende des Schwenkkörpers
14 strömt,
das beim entgegengesetzten Ende des Enddeckels 7 angeordnet ist.
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Ausführungen
eines Dämpfens
des Hin- und Herbewegungen mittels Gasdruck wird nun unter Bezugnahme
auf die 14 – 17 beschrieben.
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Wie
in der 14 gezeigt ist, weist der Schwenkkörper 14
dieser Ausführung
Gaskanäle
41, 42 auf, die in einer V-förmigen
Konfiguration, vom Schlitz 19 gegen die Verbrennungskammer 12 verlaufend
angeordnet sind. Wie erkannt werden kann, ist eine Verbindung zwischen
dem Schlitz 19 und der jeweiligen Verbrennungskammer 12 nur in gewissen Drehstellungen
des Schwenkkörpers
14 möglich.
Die Verbrennungsgase, welche in die Schlitze 19 eintreten, wenn
die Kanäle
41, 42 eine Verbindung zwischen der jeweiligen Brennkammer 12 und
den jeweiligen Schlitzen 19 erlauben, werden die Flügel 10 zentriert
halten, d.h. in einer mittleren Stellung relativ zu den Schwenkkörpern 13
und 14.
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15a – 15c zeigen verschiedene Stellungen der
Gaskanäle
41, 42 während
dem Betrieb der Maschine. Bei der Stellung nach 15 erzeugt
ein Kanal 41 eine Verbindung zwischen der entsprechenden Brennkammer
12 und dem Schlitz 19, so dass ein Gasstrom zu demselben und zum
Ende des Flügels
10 ermöglicht
ist.
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In 5 hat das Kolbenglied 4 seine Orbitalbewegung
weitergeführt
und hat sich dem Gehäuseglied
5 angenähert.
Beide Gaskanäle
41, 42 sind blockiert, so dass in den Schlitzen 18, 19 ein Gaskissen vorhanden
ist, welches die Bewegung des Flügels
10 dämpft.
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In 15c bewegt sich das Kolbenglied 4 weg
vom Gehäuseglied
5. Nun kommuniziert der Gaskanal 41 mit den jeweiligen Verbrennungskammern,
so dass der Gasdruck in den Schlitzen 18, 19 entlastet wird.
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Es
muss erwähnt
werden, dass die Durchmesser der Gaskanäle 41, 42 und auch der Kanäle 30 derart
gewählt
sind, dass sie ein Drosseln des Gasdruckes bewirken.
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16 illustriert eine alternative Ausführung, gemäss welcher
beide Schwenkkörper
13, 14 Gaskanäle
aufweisen. Das heisst, jeder zweite Schwenkkörper 14 enthält die obigen
Gaskanäle
41, 42, jedoch enthält
der Schwenkkörper
13 zusätzliche
Gaskanäle
43, 44.
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Es
ist allgemein zu bemerken, dass die beschriebene Anordnungen allgemein
derart gewählt sind,
dass die Flügel
10 in der mittleren Stellung relativ zu den Zentren der Rotation
der Schwenkkörper 13
und 14 angeordnet sind. In anderen Worten sollten sich die Flügel 10 im
Betrieb um kleinste Strecken hin- und herbewegen, was zu den besten
Eigenschaften der dynamischen Bewegung der Flügel 10 führt. Dieses kann z.B. durch
eine genaue Auswahl der Federsteife der Federn 21 und 22 (2), oder im Falle eines Dämpfens der
Bewegung der Flügel 10
mittels Gasdruck 10, auch eine genaue Auswahl der Drosselung der
Gasströmung,
grundsätzlich durch
eine entsprechende Auswahl von Durchmessern der Gaskanäle erreicht
werden.
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Wie
gezeigt ist, gibt es drei Ausführungen bezüglich des
Ortes der Gaskanäle
41, 42 bzw. 43, 44.
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Gemäss der Ausführung der 15a – 15c sind die Gaskanäle 41, 42 ausschliesslich in
den zweiten Schwenkkörpern
14 angeordnet, die in Kolbenglied 14 aufgenommen sind. In dieser
Ausführung
ist ein jeweiliger Gaskanal (15c,
Kanal 41) offen, d.h. bewirkt eine Verbindung zwischen einer jeweiligen
Verbrennungskammer und dem Schlitz 19 im Schwenkkörper im
Zeitpunkt der Zündung,
d.h. Zünden
des Luft-Brennstoffgemisches. Dieser Zustand verlangt ein erzwungenes
Schliessen des jeweiligen Kanales, z.B. durch die Verwendung eines doppelt
wirkenden Ventils, welches im Flügelstabilisierungssystem
einen gewissen Bereich des Wertes des Gasdruckes bewirkt. Diese
Anordnung wird mehr im Detail weiter unten erklärt.
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17 zeigt eine Ausführung gemäss welcher die Gaskanäle 43, 44
ausschliesslich in den ersten Schwenkkörpern 13 angeordnet sind, die
im Gehäuseglied
5 aufgenommen sind. In dieser Ausführung werden die Gaskanäle 43, 44
im Zeitpunkt der Zündung,
d.h. Zündung
des Luft-Brennstoffgemisches, durch das Gehäuseglied 5 abgedeckt, so dass keine
weiteren Drucksteuermassnahmen erforderlich sind.
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Nun
wird der Schmiermittelkreislauf der Maschine unter Bezugnahme auf
die 18, 19, 20a, 20b und 21 beschrieben.
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Bei
jeder Stelle, die der Stelle eines ersten Schwenkkörpers 13
entspricht, ist eine Durchgangsbohrung 23 durch das Gehäuseglied
5 ausgebildet. Alle diese Durchgangsbohrungen sind bei der Aussenseite
des Gehäusegliedes
5 zur Verbindung mit entsprechenden Leitungen des Schmiermittelsystems
ausserhalb des Gehäusegliedes
(Schmieröltank,
etc.) ausgebildet. Jeder Schwenkkörper 13, 14 weist einen Übergangskanal
24, bzw. 25 auf, der vom Schlitz 18, bzw. 19 zu seinem Umfang verläuft. Das Kolbenglied
4 weist Durchgangsbohrungen 26 auf, die von seinen Ausnehmungen
17 zum Lager 3 hin verlaufen.
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Eine
Anzahl Durchgangsbohrungen 21 des Gehäusegliedes 5 werden mit einer
Schmiermittelzuströmleitung
verbunden, wobei das zuströmende Schmiermittel
in 19 mit dem Pfeil 27 aufgezeigt ist,
und mindestens eine Durchgangsbohrung, die mit der Bezugszahl 28
identifiziert ist, wird mit einer Schmiermittelausströmleitung
des insgesamten Schmiermittelsystems der Maschine verbunden, die mit
dem Pfeil 29 identifiziert ist.
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Die
Flügel
10, durch welche das Einströmen des
Schmiermittels erfolgt, sind mit Rückschlagventilen 30 ausgerüstet, die
einen Verteilkörper
31 und Führungsrippen
32 haben, siehe 20a, 20b und 21.
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Diese
Ventile 30 sind in einer solchen Weise angeordnet, dass sie nur
ein Strömen
in Richtung vom Gehäuseglied
5 gegen das Kolbenglied 4 erlauben. Dementsprechend arbeiten diese
Flügel
10, die die Ventile 30 haben, als Schmiermittelpumpen.
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Mindestens
einer dieser Flügel
10, z.B. in 19 der untere Flügel, weist
kein solches Ventil auf, so dass ein freies Schmiermittelausströmen vom Bereich
des Lagers 3 zurück
zum äusseren
Schmiermittelsystem sichergestellt ist.
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Der
Durchmesser der Durchgangsbohrung 20 im Kolbenglied 4 entspricht
dem Durchmesser des Übergangskanals
25 im Schwenkkörper
14.
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Somit
wird eine Strömungsverbindung
zwischen den Durchgangsbohrungen 20 und den Übergangskanälen 25 in nur einer Drehstellung
des Schwenkkörpers
14 relativ zum Kolbenglied 4 erstellt.
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Die Übergangskanäle 24 in
den Schwenkkörpern
13 des Gehäusegliedes
5 weisen bei der in der 3 gezeigten
Ausführung
gegenüber
der Durchgangsbohrung 23 im Gehäuseglied
5 einen konkaven Abschnitt 33 auf.
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Somit
wird eine Strömungsverbindung
zwischen der Durchgangsbohrung 23 und dem Übergangskanal 24 nur innerhalb
eines vorbestimmten Sektors des Bereiches der Drehbewegung des Schwenkkörpers 8
relativ zum Gehäuseglied
5 erstellt.
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Wenn
nun die Drehstellungen der Schwenkkörper 13, 14 derart sind, dass
kein Schmiermittelfluss möglich
ist, ist eine Menge des Schmiermittels in den jeweiligen Schlitzen
18, 19 der Schwenkkörper 13,
14 gefangen. Somit wirkt diese gefangene Menge des Schmiermittels
ebenfalls als Flügelbewegungsdämpfungsmittel,
das die Hin- und Herbewegungen der Flügel 10 in ihren jeweiligen
Endstellungen dämpft.
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22 illustriert im Detail einen Schnitt durch
einen Flügel
10 einer bevorzugten Ausführung senkrecht
zu den Schwenkkörpern
13, 14, wobei Gasdruck zum Zentrieren der Flügel 10 und zum Dämpfen ihrer
Bewegung zum Verhindern, dass die Flügel 10 auf dem Boden der Schlitze
des Schwenkkörpers
aufschlagen ausgenützt
wird.
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Ein
Ende des Flügels
10 ist im ersten Schwenkkörper
13 angeordnet, der wie oben beschrieben im Gehäuseglied gelagert ist. Das
entgegengesetzte Ende des Flügels
10 ist im zweiten Schwenkkörper
14 gelagert, der wie oben ebenfalls beschrieben im Kolbenglied gelagert
ist.
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Der
zweite Schwenkkörper
14 weist die Gaskanäle
41, 42 auf, die in gewissen Stellungen des zweiten Schwenkkörpers 14
eine Verbindung zwischen den jeweiligen Verbrennungskammern und dem
Schlitz 19 im Schwenkkörper
ermöglichen.
Die Bezugszahl 80 bezeichnet einen Einsatz, der im zweiten Schwenkkörper 14
angeordnet ist, und die Bezugszahl 87 bezeichnet einen Einsatz,
der im ersten Schwenkkörper
13 angeordnet ist. Im Einsatz 80 ist eine Stange 88 angeordnet,
die frei in eine zylinderförmige
Höhlung
89 im Flügel
hineinragt. Eine weitere Stange 90 ist mit dem Einsatz 87 verbunden und
ragt frei in eine weitere zylinderförmige Höhlung 91 im Flügel 10.
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Der
Einsatz 86 weist einen quer verlaufenden Kanal 92 auf. Im quer verlaufenden
Kanal 92 sind Ventile 93 und 94 angeordnet. Ein Kanal 95 der Stange
88 bildet eine Verbindung zwischen den Kanal 92 des Einsatzes 86
(und somit der Kanäle
41, 42) und der zylinderförmigen
Höhlung
89 im Flügel 10.
Die Stange 88 ist mittels einer Ringdichtung 96 gegen den Innenumfang
des Flügels
10 abgedichtet. Die Stange 90 ist durch eine zweite Ringdichtung
97 gegen den Innenumfang des Flügels
10 abgedichtet.
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Die
Kanäle
89 und 91 sind mittels eines Verbindungskanals 98 mit einander verbunden.
Die Bezugszahlen 21, 22 bezeichnen die früher erwähnten Federn, die verhindern,
dass der Flügel
auf dem Boden der Schlitze in den Schwenkkörpern aufschlagen.
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Es
wird nun auf die 23 verwiesen. Grundsätzlich soll
verstanden werden, dass sich der Flügel 10 in dieser Darstellung
vertikal bewegt.
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Wie
ersichtlich ist, weist der Flügel
in dieser Ausführung
zwei parallele Höhlungen
43 auf, in welchen total vier Kolben 99 aufgenommen sind. Diese Kolben
99 sind durch Federn 100 federvorgespannt.
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Ein
Kanal 101 verbindet die Höhlungen
89 mit den Verbindungskanälen
98.
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Diese
Kanäle
und ihre Verbindungen wie unter Bezugnahme auf die 22 und 23 beschrieben, und auch die gleiche Federsteuerung
der Bewegungen der Flügel
10, wie grundsätzlich
früher
beschrieben, werden nun aufgezeigt.
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Wie
in der 23 dargestellt, weisen die
Kanäle
10 zusätzlich
Durchgangskanäle
10 für
das Schmiermittel auf, siehe auch 19 und 20a, b. Wie
er sichtlich ist, verlaufen diese Kanäle parallel zu den Kanälen 89.
Der erste Schwenkkörper
13 enthält die
Schmiermittelkanäle
25 und der zweite Schwenkkörper
14 enthält
die Schmiermittelkanäle
24, wobei auf die 19 und 20, 20a hingewiesen
wird. Jeder Kanal 25 weist das Rückschlagventil
30 auf.
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Die
Schlitze 21 sind ebenfalls in der 23 dargestellt.
Somit ist ersichtlich, dass im Betrieb auf Grund der Bewegung des
Flügels
10 und der Ventile 30 eine Pumpwirkung vorhanden ist, indem während der
Abwärtsbewegung
(basiert auf der Darstellung der 27)
des Flügels,
das Schmiermittel auf Grund der Abhebebewegung bei den Ventilen
30 strömen
kann, und dass während
der Aufwärtsbewegung
der Flügel
die Ventile 30 schliessen. Somit, und wie früher erklärt, wird das Schmiermittel
vom Gehäuseglied
10 zum exzentrischen Abschnitt und dementsprechend zu allen anderen
Teilen der Maschine gepumpt, die geschmiert werden.
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24, endlich, zeigt in einem vergrösserten
Massstab die Anordnung der Ventile 93 und 94, wie in der 22 gezeigt ist. Die Ventile 93 und 94 sind
durch eine Feder 40 in eine Mittelstellung vorgespannt und bewegen
sich abhängig
von in den Verbrennungskammern 11 vorhandenen Gasdruck in ihre Offenstellung
und Schliessstellung.
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Das
Arbeitsvorgang der beschriebenen Brennkraftmaschine, die ein Orbitalbewegungen durchführendes
Kolbenglied 4 aufweist, ist auf der Tatsache begründet, dass
der Gasdruck, der durch die Verbrennung in den aufeinanderfolgenden
Verbrennungskammern 11 entsteht, auf die Oberflächen des exzentrisch gelagerten
Kolbengliedes 4 einwirkt, was seinerseits bewirkt, dass die Antriebswelle
1 rotiert.
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Die
Erzeugung der kreisförmigen
Parallelbewegung des Kolbengliedes 4 um die Antriebswelle 1 führt zu den
besten dynamischen Charakteristiken einer Brennkraftmaschine und
erzeugt optimale Zustände
in den Verbren nungskammern 12 für
den Vorgang des Umsetzens des Brennstoff-Luftgemisches in mechanische
Energie an der Antriebswelle 1. Dieses ist durch die kreisförmige Bewegung
des Kolbengliedes 4 um die Antriebswelle 1 (das heisst, die Orbitalbewegung
des Kolbengliedes 4) erreicht, von mindestens zwei Stellen des Kolbengliedes
4, welches erreicht ist, indem das Kolbenglied 4 auf der Antriebswelle
1 exzentrisch gelagert ist, und indem die Schwenkkörper 14,
die im Kolbenglied 4 gelagert sind, in den kreisrunden Platten 61,
72 mit derselben Exzentrizität
wie das Kolbenglied 4 gelagert sind, welche ihrerseits in den zwei
Enddeckeln 6 und 7 gelagert sind. Diese Anordnung erlaubt die Wahl
von kleinstmöglichen
Abmessungen der Brennkraftmaschine
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Die Übertragung
der Kräfte
und der Bewegung des Kolbengliedes verläuft wie folgt:
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Der
Verbrennungsgasdruck wirkt auf das Kolbenglied 4 ein und zwingt
es, sich zu bewegen. Das Kolbenglied 4 überträgt seine Bewegung auf die Antriebswelle
1, weil die Kraft, die über
das Kolbenglied 4 auf den exzentrischen Abschnitt 2 wirkt dementsprechend
eine Drehbewegung des exzentrischen Abschnittes 2 relativ zur Mittelachse
der Antriebswelle 1 bewirkt, womit ein Rotieren der Antriebswelle
bewirkt wird.
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Das
Kolbenglied 4 wird weiter bewirken, dass eine Kraft auf seine Schwenkkörper 14
einwirkt, womit die Flügel
10 gezwungen werden, sich zu bewegen und den ersten Schwenkkörper 13
des Gehäusegliedes
5 werden zum Schwenken gezwungen. Die Kraft, die auf die (zweiten)
Schwenkkörper
14 des Kolbengliedes 4 einwirkt, ist ebenfalls gegen ihre Mittelachse
gerichtet und erzeugen folglich eine Bewegung relativ zu Drehachse
der kreisrunden Platten 61, 72, so dass die kreisrunden Platten
61, 72 zum Drehen gezwungen werden. Die Exzentrizitäten des exzentrischen
Abschnittes 2 und der Schwenkkörper 14
in den kreisrunden Platten 61, 72, welche Exzentrizitäten gleich
gross sind, bestimmen den Bewegungsweg des Kolbengliedes 4 und stellen
die kreisförmig
parallele Bewegung, d.h. Orbitalbewegung aller fraglichen Teile
um die Antriebswelle 1 sicher.