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Die
vorliegende Erfindung richtet sich auf neue Pyrazolobenzodiazepine,
welche cyclinabhängige
Kinasen (CDKs) inhibieren, im Besonderen CDK2. Diese Verbindungen
und ihre pharmazeutisch verträglichen Salze
und Wirkstoffvorstufen der Verbindungen sind antiproliferative Mittel,
die geeignet sind zur Behandlung oder Bekämpfung von Zellproliferationsstörungen,
im Besonderen Krebs. Die Erfindung richtet sich ebenfalls auf pharmazeutische
Zusammensetzungen, die solche Verbindungen enthalten und auf Verfahren
zur Behandlung oder Vorbeugung von Krebs, im Besonderen die Behandlung
oder die Bekämpfung
fester Tumore. Die Verbindungen der Erfindung sind besonders geeignet
bei der Behandlung oder Bekämpfung
von Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatatumoren. Die Erfindung richtet
sich auch auf Zwischenstufen, die geeignet sind zur Herstellung
der obigen Antiproliferationsmittel.
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Ungesteuerte
Zellproliferation ist das Merkmal von Krebs. Krebsartige Tumorzellen
weisen typischerweise eine gewisse Form der Schädigung der Gene auf, die direkt
oder indirekt den Zellteilungszyklus steuern.
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Cyclinabhängige Kinasen
(CDKs) sind Enzyme, welche kritisch für den Zellsteuerungszyklus
sind. Diese Enzyme regulieren die Übergänge zwischen den verschiedenen
Phasen des Zellzyklus, wie etwa die Progression von der G1-Phase
in die S-Phase (die Dauer aktiver DNA-Synthese) oder die Progression
von der G2-Phase in die M-Phase, worin aktive
Mitose und Zellteilung auftritt.
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CDKs
bestehen aus einer katalytischen CDK-Untereinheit und einer steuernden
Cyclinuntereinheit. Die Cyclinuntereinheit ist der Schlüsselregulator
der CDK- Aktivität, wobei
jede CDK mit einem spezifischen Untersatz von Cyclinen wechselwirkt:
z.B. Cyclin A (CDK1, CDK2). Die verschiedenen Kinase/Cyclin-Paare steuern bzw.
regulieren die Progression durch spezifische Stufen des Zellzyklus.
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Abweichungen
in dem Zellzyklussteuerungssystem sind in Zusammenhang gestanden
mit unkontrolliertem Wachstum krebsartiger Zellen. Es gibt umfangreiche
Literatur, die die Verwendung von Verbindungen, welche CDKs als
antiproliferative therapeutische Mittel validiert.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Pyrazolobenzodiazepine, die in der
Lage sind zum Inhibieren der Aktivität von einer oder mehreren CDKs,
im Besonderen CDK2. Derartige Verbindungen sind geeignet für die Behandlung
von Krebs, im Besonderen von festen Tumoren. Im Besonderen sind
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung besonders geeignet bei
der Behandlung oder Bekämpfung
von Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatatumoren. Die Erfindung richtet
sich auch auf Zwischenproduktverbindungen, die geeignet sind bei
der Herstellung der oben genannten Pyrazolobenzodiazepine.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind Verbindung der nachstehenden
Formel I
worin
R
1 Wasserstoff,
NO
2, CN, Halogen, OR
5,
R
6OR
7, COOR
7, CONR
8R
9, NR
10R
11,
NHCOR
12, NHSO
2R
13 oder geradkettiges niederes Alkyl ist,
das optional durch Hydroxy und/oder Halogen substituiert ist, ist;
R
2 und R
4 jeweils
unabhängig
Wasserstoff, Halogen, NO
2, CF
3 oder
geradkettiges niederes Alkyl sind;
R
3 Wasserstoff,
Cycloalkyl, Aryl, Heterozyklus, Heteraryl, COOR
7,
CN,
Alkenyl, CONR
8R
9,
Alkinyl oder niederes Alkyl, das gegebenenfalls substituiert ist
durch Hydroxy, OR
9, F und/oder Aryl ist;
R
5 niederes Alkyl ist, das optional durch
Halogen substituiert ist;
R
6 niederes
Alkyl ist;
R
7 Wasserstoff oder niederes
Alkyl ist;
R
8 und R
9 jeweils
unabhängig
Wasserstoff oder niederes Alkyl sind, welches selbst optional substituiert
ist durch Hydroxy und/oder NH
2; wobei R
8 und R
9 alternativ
einen 5- oder 6-gliedrigen Heterozyklus bilden können der optional durch Hydroxy,
NH
2 und/oder niederes Alkyl substituiert
ist;
R
10, R
11 und
R
12 jeweils unabhängig Wasserstoff oder niederes
Alkyl sind;
R
13 niederes Alkyl ist,
das optional substituiert ist durch Halogen und/oder NR
14R
15; und
R
14 und
R
15 jeweils unabhängig Wasserstoff oder niederes
Alkyl sind, optional substituiert durch Halogen oder alternativ
ist in NR
14R
15 ein
Heterozyklus.
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Weiterhin
betrifft die Erfindung Wirkstoffvorstufe und pharmazeutisch aktive
bzw. wirksame Metaboliten von Verbindungen der Formel I und die
pharmazeutisch verträglichen
Salze der oben angegebenen Verbindungen.
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Weiterhin
betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung von Verbindungen
der Formel I oder Wirkstoffvorstufen und pharmazeutisch aktiven
bzw. wirksamen Metaboliten von Verbindungen der Formel I und der
pharmazeutisch verträglichen
Salze der oben angegebenen Verbindungen als Medikamente; und pharmazeutische
Zusammensetzung, umfassend eine pharmazeutisch wirksame Menge einer
oder mehrerer der oben beschriebenen Verbindungen oder eines pharmazeutisch
verträglichen
Salzes oder einer Wirkstoffvorstufe davon und einen pharmazeutisch
verträglichen
Träger
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Hilfsmittel.
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich auch auf die Verwendung der Verbindungen
der Formel I, Wirkstoffvorstufen oder pharmazeutisch aktiver Metaboliten
der Verbindungen der Formel I oder pharmazeutisch verträglicher
Salze der vorstehenden Verbindungen zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung fester Tumore, im Besonderen Brust-, Darm-, Lungen-
und Prostatatumoren, noch spezieller Brust- und Darmtumoren.
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Wie
hier verwendet sollen die folgenden Ausdrücke die folgenden Definitionen
besitzen.
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"Aryl" bedeutet eine aromatische
Gruppe mit 5 bis 10 Atomen und welche aus 1 oder 2 Ringen besteht. Beispiele
von Arylgruppen umfassend Phenyl und 1- oder 2-Naphthyl.
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"Alkenyl" bedeutet einen geradkettigen
oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten, aliphatisch
ungesättigten
Kohlenwasserstoff mit 2 bis 6, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen
und welcher Doppelbindungen enthält.
Typische Alkenylgruppen umfassen Ethylen, Propylen, Isopropylen,
Butylen und dgl. Bevorzugte Alkenylgruppen sind geradkettig.
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"Alkinyl" bedeutet einen geradkettigen
oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten aliphatischen
ungesättigten
Kohlenwasserstoff mit 2 bis 6, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen
und welcher Dreifachbindungen enthält. Typische Alkinylgruppen
umfassen Acetylen und dgl. Bevorzugte Alkinylgruppen sind geradkettig.
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"Cycloalkyl" bedeutet eine nichtaromatische,
teilweise oder vollständig
gesättigte
cyclische aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe mit 3 bis 8 Atomen.
Beispiele von Cycloalkylgruppen umfassen Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl und Cyclohexyl.
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"Wirksame Menge" bedeutet eine Menge
mindestens einer Verbindung der Formel I oder eines pharmazeutisch
verträglichen
Salzes, einer Wirkstoffvorstufe oder eines Metaboliten davon, welche
wesentlich Proliferation einer Tumorzelle, einschließlich humaner
Tumorzelllinien, inhibiert.
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"Halogen" bedeutet Fluor,
Chlor, Brom oder Jod. Bevorzugte Halogene sind Fluor und Chlor.
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"Heteroaryl"-Gruppen sind aromatische
Gruppen mit 5 bis 10 Atomen, einem oder zwei Ringen, und welche
ein oder mehrere Heteroatome enthalten. Beispiele von Heteroarylgruppen
sind 2-, 3- oder 4-Pyridyl, Tetrazolyl, Oxadiazolyl, Pyrazinyl,
Chinolyl, Pyrrolyl und Imidazolyl.
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"Heteroatom" bedeutet ein Atom,
ausgewählt
aus N, O und S.
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"Heterozyklus" bedeutet eine 3-
bis 10-gliedrige nichtaromatische, teilweise oder vollständig gestättigte Kohlenwasserstoffgruppe,
wie etwa Tetrahydrochinolyl, welche ein oder zwei Ringe und mindestens
ein Heteroatom enthält.
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"IC50" betrifft die Konzentration
eines speziellen Pyrazolobenzodiazepins, die erforderlich ist, um
50 % einer spezifischen gemessenen Aktivität zu inhibieren. IC50 kann inter alia wie unten in Beispiel
4, beschrieben, gemessen werden.
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"Niederes Alkyl" bezeichnet einen
geradkettigen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten,
gesättigten
aliphatischen Kohlenwasserstoff mit 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis
4 Kohlenstoffatomen. Typische niedere Alkylgruppen umfassen Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, t-Butyl, 2-Butyl, Pentyl, Hexyl
und dgl.
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"Pharmazeutisch verträgliches
Salz" betrifft herkömmliche
Säurezugabesalze
oder Basezugabesalze, welche die biologische Wirksamkeit und Eigenschaften
der Verbindungen der Formel I beibehalten und werden aus geeigneten
nicht toxischen organischen oder anorganischen Säuren oder organischen oder
anorganischen Basen gebildet. Beispielhafte Säurezugabesalze umfassen diejenigen,
die erhalten werden aus anorganischen Säuren, wie etwa Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Sulfaminsäure, Phosphorsäure und
Salpetersäure,
und diejenigen, die von organischen Säuren, wie etwa p-Toluolsulfonsäure, Salicylsäure, Methansulfonsäure, Oxalsäure, Succinsäure, Zitronensäure, Hydroxybernsteinsäure, Milchsäure, Fumarsäure und
dgl. Beispielhafte Basezugabesalze umfassen diejenigen, die erhalten
werden mit Ammonium, Kalium, Natrium und quaternären Ammoniumhydroxiden, wie
etwa z.B. Tetramethylammoniumhydroxid.
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"Pharmazeutisch verträglich", wie etwa pharmazeutisch
verträglicher
Träger,
Hilfsmittel, Wirkstoffvorstufen usw. bedeutet pharmazeutisch verträglich und
im Wesentlichen nicht toxisch für
den Patienten, welchem die spezielle Verbindung verabreicht wird.
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"Pharmazeutisch aktiver
Metabolit" bedeutet
ein Metabolitenprodukt einer Verbindung der Formel I, welches pharmazeutisch
verträglich
und wirksam ist.
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"Wirkstoffvorstufe
bedeutet eine Verbindung, die unter physiologischen Bedingungen
oder durch Solvolyse in eine der Verbindungen der Formel I oder
ein pharmazeutisch verträgliches
Salz einer Verbindung der Formel I übergeführt werden kann. Eine Wirkstoffvorstufe
kann bei Verabreichung an einen Patienten inaktiv sein, wird jedoch
in vivo in eine aktive Verbindung der Formel I übergeführt.
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"Substituiert", wie etwa substituiertes
Alkyl, bedeutet, dass die Substitution an einer oder mehreren Positionen
auftreten kann, es sei denn, es ist anders angegeben, dass die Substituenten
an jeder Subsitutionsstelle unabhängig ausgewählt sind aus den angegebenen
Optionen.
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Die Verbindungen
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In
einer Ausführungsform
richtet sich die vorliegende Erfindung auf Verbindungen mit der
Formel:
und Wirkstoffvorstufen und
pharmazeutisch aktive Metaboliten von Verbindungen der Formel I
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze der vorhergehenden Verbindungen, worin R
1 bis
R
15 wie oben definiert sind.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Formel I ist R1 Wasserstoff, NO2, CN, CONH2, Halogen
oder unsubstituiertes niederes Alkyl. Bevorzugte niedere Alkyle
sind Methyl und Ethyl. Bevorzugter ist R1 NO2, CN oder CONH2.
R1 ist vorzugsweise in der 7- oder 8-Position.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I ist R2 in
der 2'-Position und
ist Wasserstoff oder Halogen.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I ist R3 unsubstituiertes niederes
Alkyl, niederes Hydroxyalkyl, Cycloalkyl, heterocyclisch oder Heteroaryl.
Bevorzugte niedere Alkylgruppen sind Methyl, Ethyl und Hydroxymethyl.
Bevorzugte Cycloalkylgruppen sind unsubstituiertes C3-C5.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I ist R4 in
der 4'-Position und
ist Wasserstoff oder Halogen, am bevorzugtesten ist R4 Wasserstoff.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I sind R5 und
R6 unabhängig
Methyl oder Ethyl, wobei jedes davon optional substituiert sein
kann durch Halogen. Bevorzugter ist R5 Trifluormethyl.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I ist R7 Wasserstoff,
Methyl oder Ethyl.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I sind R8 und
R9 jeweils unabhängig Wasserstoff, Methyl, Ethyl
oder Hydroxyethyl. Wenn R8 und R9 einen Heterocyclus bilden, sind bevorzugte
Heterocyclusgruppen 6-gliedrige unsubstituierte Gruppen, die am
bevorzugtesten zwei Heteroatome umfassen. Die bevorzugtesten Heteroatome
sind ausgewählt
aus O und N.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I sind R10,
R11 und R12 jeweils
unabhängig
Wasserstoff, Methyl und Ethyl.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I ist R13 niederes
Alkyl, welches optional substituiert sein kann durch Halogen, am
bevorzugtesten ist R13 Methyl, Ethyl oder
Trifluormethyl.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Verbindungen der Formel I sind R14 und
R15 jeweils unabhängig Wasserstoff, Methyl, Ethyl
oder heterocyclisch. Bevorzugte Heterocylcen sind 3-7-gliedrige
Ringe, die mindestens einen Stickstoff umfassen.
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Die
folgenden Zwischenstufen sind ebenfalls Beispiele zusätzlicher
bevorzugter Verbindungen gemäß der vorliegenden
Erfindung:
worin R
1,
R
2 und R
4 wie oben
definiert sind;
worin
in jeder der unmittelbar vorhergehenden Formeln jedes R
1,
R
2, R
3 und R
4 wie hier zuvor definiert ist. Diese Zwischenstufen
sind geeignet bei der Synthese von Verbindungen der Formel I.
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Die
hier offenbarten und durch die obige Formel umfassten Verbindungen
können
eine Tautomerie oder Strukturisomerie zeigen. Es ist vorgesehen,
dass die Erfindung jede tautomere oder strukturell isomere Form
dieser Verbindungen oder Gemische solcher Formen umfasst und nicht
auf eine tautomere oder strukturisomere Form, die innerhalb der
oben aufgezeichneten Formeln verwendet wird, begrenzt ist.
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Synthese von Verbindungen
der Formel I
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Die
Verbindungen der Erfindung können
durch in der Technik bekannte Verfahren hergestellt werden. Geeignete
Verfahren zum Synthetisieren dieser Verbindungen werden in den Beispielen
bereitgestellt. Im Allgemeinen können
diese Verbindungen gemäß den unten
angegebenen Syntheseschemata hergestellt werden. Schema
1 R
3=H
a) Lawesson-Reagenz (eine bekannte Reaktion für die meisten
Substitutionen)
b) Reaktion mit Me
2N-CH(OEt)
2 c) Reaktion mit Hydrazin.
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Die
Verbindung 1 ist entweder über
kommerzielle Quellen erhältlich
oder wird durch in der Technik bekannte Verfahren synthetisiert. Schema
2 R
3 ist von H verschieden
a) Lawesson-Reagenz (eine bekannte Reaktion für die meisten
Substitutionen)
b) Reaktion mit R
3-CHO
in der Gegenwart einer Base, vorzugsweise Piperidin
c) Reaktion
mit Hydrazin
d) Oxidation von Dihydropyrazol zu Pyrazol (Verwendung
von Luft in DMSO RT-150 °C oder in
der Gegenwart von Luft und Base (Cs
2CO
3/DMF)). Schema
3 Alternatives
Schema, wenn R
3 von H verschieden ist
a) Lawesson-Reagenz (eine bekannte Reaktion für die meisten
Substitutionen)
f) Reaktion mit R
3-CHO
in der Gegenwart einer Base, vorzugsweise Diazabicycloundecan oder
2,2,6,6-Tetramethylpiperidin.
g) Dehydrierung durch Behandlung
mit schwacher Säure
(Pyridinium-p-toluolsulfonat,
Pyridiniumacetat, usw) oder mit Chlortrimethylsilan in Pyridin unter
Rückfluss.
d)
Reaktion mit Hydrazin
e) Oxidation von Dihydropyrazol zu Pyrazol
(Verwendung von Luft in DMSO RT- 150 °C oder in
der Gegenwart von Luft und Base (Cs
2CO
3/DMF). Schema
4 Überwandlung
der funktionellen Gruppen R
1 oder R
3 worin R
1' eine der Optionen für R
1, wie oben definiert, sein kann und ähnlich R
3' eine
der Optionen für
R
3, wie oben definiert, sein kann.
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Mehrere
Substitutionen können
durch chemische Modifikation bestehender funktioneller Gruppen unter
Verwendung bekannter Verfahren, wie in Schema 4 oben beispielhaft
ausgeführt,
erhalten werden. Wenn z.B. das gewünschte R1 =
NH2 ist, kann diese Substitution erhalten
werden durch die Reduktion der entsprechenden Nitrogruppe. Ähnlich,
wenn das gewünschte
R1 = NHR' (worin
R' = -COR12, -SO2R13 oder -R10R11ist), kann diese Substitution durch Reaktion
der entsprechenden R1 = NH2-Verbindung
mit einem Säurehalogenid oder
-anhydrid erreicht werden. Wenn das gewünschte R1 =
CONRR" (worin R
= Wasserstoff oder niederes Alkyl und R" = niederes Alkyl), kann diese Substitution
erhalten werden durch Reaktion der entsprechenden Verbindung, worin
R1 = I, mit Kohlenmonoxid und einem primären oder
sekundären
Amin in der Gegenwarf eines Palladiumkatalysators.
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Zusätzlich,
wenn R3 im Ausgangsmaterial CO2Et
ist, können
chemische Standardmodifizierungen verwendet werden, um Verbindungen
herzustellen, die die folgenden entsprechenden R3-Gruppen
aufweisen:
CH2OH (Reduktion; CHO (teilweise
Reduktion); CH2NMe2 (reduktive
Aminierung des Aldehyds; CH2OMe (Alkylierung
des Alkohols); CH=CH2 (Olefinierung des
Aldehyds); CONRR" (worin
R = H oder niederes Alkyl und R" =
H oder niederes Alkyl, Aminolyse mit dem entsprechenden Amin HNRR", worin R = H oder
niederes Alkyl und R" =
H oder niederes Alkyl); CONHNHR (worin R=H, niederes Alkyl oder
Aryl) (Hydrazinolyse – Reaktion mit
Hydrazin); CN (Dehydrierung des Amids CONH2).
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In
den vorhergehenden Schemata ist Verbindung 1 entweder kommerziell
erhältlich,
z.B. von Sigma, oder kann leicht durch in der Technik bekannte Verfahren
synthetisiert werden. So wird Verbindung 2 aus dem entsprechenden
Lactam (Verbindung 1) durch das Verfahren von Sternbach et al.,
J. Org. Chem. 29:231 (1964) oder durch Reaktion mit Lawesson-Reagenz
hergestellt.
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Zusammensetzungen/Formulierungen
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In
einer alternativen Ausführungsform
ist die vorliegende Erfindung auf pharmazeutische Zusammensetzungen
gerichtet, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel I oder
eine Wirkstoffvorstufe davon oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz einer Verbindung der Formel I oder eine Wirkstoffvorstufe einer
solchen Verbindung.
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Diese
pharmazeutischen Zusammensetzungen können oral verabreicht werden,
z.B. in der Form von Tabletten, beschichteten Tabletten, Dragees,
harten oder weichen Gelatinekapseln, Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen.
Sie können
auch rektal verabreicht werden, z.B. in der Form von Suppositorien,
oder parenteral, z.B. in der Form von Injektionslösungen.
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Diese
pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die
Verbindungen der Formel I, Wirkstoffvorstufen solcher Verbindungen
oder die Salze davon umfassen, können
auf eine ähnliche
Art, welche in der Technik bekannt ist, hergestellt werden, z.B.
durch herkömmliche
Misch-, Einkapselungs-, Lösungs-,
Granulier-, Emulgier-, Einschluss-, Drageeherstellungs- oder Lyophilisierungsverfahren.
Diese pharmazeutischen Präparate
können
mit therapeutisch inerten, anorganischen oder organischen Trägern formuliert
werden. Lactose, Getreidestärke
oder Derivate davon, Talk, Stearinsäure oder ihre Salze können als
solche Träger
für Tabletten,
beschichtete Tabletten, Dragees und harte Gelatinekapseln verwendet
werden. Geeignete Träger
für weiche
Gelatinekapseln umfassen Pflanzenöle, Wachse und Fette. In Abhängigkeit
von der Natur der aktiven Substanz sind im Allgemeinen keine Träger erforderlich
im Falle von weichen Gelatinekapseln. Geeignete Träger zur
Herstellung von Lösungen
und Sirupen sind Wasser, Polyol, Saccharose, Invertzucker und Glucose.
Geeignete Träger
zur Injektion sind Wasser, Alkohole, Polyole, Glycerin, Pflanzenöle, Phospholipide
und oberflächenaktive
Mittel. Geeignete Träger
für Suppositorien
sind natürliche
oder gehärtete Öle, Wachse,
Fette und halbflüssige
Polyole.
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Die
pharmazeutischen Präparate
können
ebenfalls Konservierungsmittel, Solubilisierungsmittel, Stabilisierungsmittel,
Benetzungsmittel, Emulgiermittel, Süßungsmittel, färbende Mittel,
Aromamittel, Salze zum Verändern
des osmotischen Drucks, Puffer, Beschichtungsmittel oder Antioxidantien
enthalten. Sie können auch
andere therapeutisch wertvolle Substanzen enthalten, einschließlich zusätzliche
aktive Bestandteile, die von denjenigen der Formel I verschieden
sind.
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Dosierungen
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Wie
oben angegeben, sind die Verbindungen der Formel I, Wirkstoffvorstufen
davon und ihre Salze und Zusammensetzungen, die diese Verbindungen
enthalten, geeignet bei der Behandlung oder Bekämpfung von Zellproliferationsstörungen,
im Besonderen onkologischen Störungen.
Diese Verbindungen und Formulierungen, die diese Verbindungen enthalten,
sind besonders geeignet bei der Behandlung oder Bekämpfung fester
Tumore, wie etwa z.B. Brust- und Darmtumore.
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Eine
therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung gemäß dieser
Erfindung bedeutet eine Menge der Verbindung, die wirkungsvoll ist,
um Symptome der Krankheit zu verhindern, zu lindern oder zu verbessern oder
das Überleben
des zu behandelnden Patienten zu verlängern. Die Bestimmung einer
therapeutisch wirksamen Menge ist innerhalb des Fachwissens in der
Technik.
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Die
therapeutisch wirksame Menge oder Dosis einer Verbindung der Formel
I kann innerhalb weiter Grenzen liegen und wird auf die individuellen
Anforderungen in jedem speziellen Fall eingestellt. Im Allgemeinen
sollte im Falle von oraler oder parenteraler Verabreichung an erwachsene
Menschen mit einem Gewicht von ungefähr 70 kg eine Tagesdosis von
etwa 10 mg bis etwa 10.000 mg, vorzugsweise von etwa 200 mg bis etwa
1000 mg geeignet sein, wenngleich die obere Grenze bei Indikation überschritten
werden kann. Die Tagesdosis kann als eine Einzeldosis oder in Teildosen
verabreicht werden oder kann bei parenteraler Verabreichung als
eine kontinuierliche Infusion verabreicht werden.
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Beispiele
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können entsprechend bekannter
Techniken, wie etwa z.B. den allgemeinen oben angegebenen Schemata,
hergestellt werden. Die folgenden Beispiele zeigen bevorzugte Verfahren
zum Synthetisieren der Verbindungen und Formulierungen der vorliegenden
Erfindung.
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In
den folgenden Beispielen werden die NMR-Daten in ppm relativ zu
Tetramethylsilan in dem angegebenen Lösungsmittel und bei der angegebenen
Spektrometerfrequenz bereitgestellt.
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Beispiel 1 : Pyrazole,
die gemäß Schema
1 hergestellt werden
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Schritt a: Reaktion von
Lactam (Verbindung 1) mit Lawesson-Reagenz um Thiolactam (Verbindung 2)
zu bilden:
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1.1 Verbindung A1: R1 = H, R2 = F, R4 = H
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Zu
einer Lösung
von 5,085 g (20 mmol) Lactam 1 (worin R1 =
H, R2 = F und R4 =
H) in 50 ml Dimethoxyethan wurden bei 75 °C 8,9 g (22 mmol) Lawesson-Reagenz (2,4-bis(4-Methoxyphenyl)-1,3-dithia-2,4-diphosphetan-2,4-disulfid
gegeben; Pedersen, B.S.; Scheibye, S.; Nilsson, N.H.; Lawesson,
S.-O., Bull. Soc. Chim. Belg., 1978, 87:223). Das Gemisch wurde
für 30
Minuten gerührt,
gekühlt
und dann in 10 %-ige Natriumbicarbonatlösung (wässrig) gegossen. Das wässrige Gemisch
wurde mit Methylenchlorid extrahiert und die Extrakte mit Wasser
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Der Rückstand
wurde aus Methylenchlorid-Methanolumkristallisiert,
um 4,0 g Verbindung A1 (Thiolactam 2) zu ergeben.
1H-NMR:
(DMSO-d6, 300 MHz) 12,56 (s, 1H, NH), 7,10–7,65 (m, 8H), 4,59 (s, 2H).
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1.2 Verbindung A2: R1 = F, R2 = R4 = H
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Verbindung
A2 wurde auf dieselbe Art wie oben für Verbindung A1 beschrieben,
hergestellt.
1H-NMR: (DMSO-d6, 300
MHz) 12,50 (s, 1H, NH), 7,37–7,56
(m, 7H), 7,06 (dd, J = 3,9 Hz, 1H), 4,60 (br s, 2H).
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Schritt b: Reaktion von
Thiolactam 2 mit DMF-Acetal, um Dimethylaminomethylenderivat 3 zu
bilden:
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1.3 Verbindung A3: R1 = Cl, R2 = Cl,
R4 = H
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Eine
Lösung
von 0,999 g (3,1 mmol) Thiolactam 2 (R1 =
Cl, R2 = Cl, R4 =
H), 10 ml trockenem Tetrahydrofuran und 10 ml Dimethylformamiddiethylacetal
wurden bei Raumtemperatur für
2 Stunden gerührt. Flüchtige Bestandteile
wurden unter verringertem Druck entfernt, wobei ein rot-oranger
Feststoffrückstand
zurückblieb.
Kristallisation aus Hexan-Ethylacetat ergab 0,716 g von Verbindung
A3 (Derivat 3, worin R1 = Cl, R2 = Cl, R4 = H) als ein roter Feststoff, Schmp. 196–198 °C.
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 10,21 (s, 1H),
7,84 (s, 1H), 7,43–7,56
(m, 4H), 7,32 (dd, J = 3,9 Hz, 1 H), 7,00 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,60
(d, J = 3 Hz, 1H), 3,27 (s, 6H).
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Schritt c: Umsetzung des
Dimethylaminomethylenderivats 3 in Pyrazol 4:
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1.4 Verbindung A4: R1 = Cl, R2 = Cl,
R3 = R4 = H
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5-(2-Chlorphenyl)-7-chlorpyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
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Zu
einer Lösung
von 0,265 g (0,71 mmol) in 10 ml trockenem Methylenchlorid wurden
ca. 39,8 Mikroliter (1,27 mmol) wasserfreies Hydrazin gegeben. Das
Gemisch wurde unter einer Argonatmosphäre für 85 min gerührt und
dann in Methylenchlorid aufgenommen und mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert, um 0,219 g Verbindung A4 (Pyrazol 4, worin R1 = Cl,
R2 = Cl, R4 = H)
als einen gelbbraunen Feststoff zu erhalten. Die Analysenprobe wurde
durch ein kurzes Silikagelbett filtriert, wobei mit Ethylacetat
eluiert wurde, und dann aus Ethylacetat umkristallisiert. Schmp. > 300 °C.
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,07 (s, 1H,
NH), 8,03 (s, 1H, NH), 7,58 (s, 1H), 7,4–7,5 (m, 4H), 7,17 (dd, J =
2,9 Hz, 1H), 6,79 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,25 (s, 1H).
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Die
folgenden Pyrazole (Verbindung 4) wurden gemäß Schema 1 und wie in den Schritten
a–c oben beschrieben,
hergestellt:
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1.5 Verbindung A5: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = H, R4 = H
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5-(2-Chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR:: (DMSO-d6, 300 MHz) 9,16 (s, 1H,
NH), 7,90 (dd, J = 2,8 Hz, 1H), 7,4-7,6 (m, 5H), 7,08 (d, J = 2 Hz, 1H),
6,75 (d, J = 8 Hz, 1H).
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1.6 Verbindung A6: R1 = Cl, R2 = H, R3 = H, R4 = H
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5-Phenyl-7-chlor-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 200 MHz) 7,97 (s, 1H, NH),
7,62 (s 1H), 7,35–7,60
(m, 5H), 7,29 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 6,93 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,60
(d, J = 2 Hz, 1H).
-
1.7 Verbindung A7: R1 = Cl, R2= F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-chlor-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,10 (s, 1H,
NH), 8,01 (s, 1H), 7,60 (s, 1H), 7,5 (m, 2H), 7,18–7,33 (m,
3H), 6,83 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,47 (s, 1H).
-
1.8 Verbindung A8: R1 = Cl, R2 = Cl,
R3 = H, R4 = Cl
-
5-(2,4-Dichlorphenyl)-7-chlor-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,09 (s, 1H,
NH), 8,05 (s, 1H, NH), 7,68 (s, 1H), 7,56 (s, 1H), 7,52 (d, J =
10 Hz, 1H), 7,48 (d, J = 10 Hz, 1H), 7,19 (dd, J = 2,9 Hz, 1H),
6,78 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,27 (d, J = 2 Hz, 1H).
-
1.9 Verbindung A9: R1 = H, R2 = H, R3 = H, R4 = H
-
5-Phenyl-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,04 (s, 1H),
7,77 (s, 1H), 7,58 (s, 1H), 7,32- 7,47
(m, 5H), 7,22 (dt, J = 2,8 Hz, 1H), 6,92 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,76
(d, J = 8 Hz, 1H),6,67 (dd, J = 1,8 Hz, 1H).
-
1.10 Verbindung A10: R1 = H, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 200 MHz) 12,00 (s, 1H,
NH), 7,79 (s, 1H), 7,32–7,56
(m, 3H), 7,00–7,32
(m, 3H), 6,78 (d, J = 6 Hz, 1H), 6,64 (t, J = 6 Hz, 1H), 6,48 (d,
J = 6 Hz, 1H).
-
1.11 Verbindung A11: R1 = F, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-fluor-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 200 MHz) 12,10 (s, 1H,
NH), 7,85 (s, 1H), 7,4–7,7
(m, 3H), 7,18–7,39
(m, 2H), 7,05 (m, 1H), 6,86 (m, 1H), 6,26 (br d, J = 8 Hz, 1H).
-
1.12 Verbindung A12: R1 = CH3O, R2 = Cl, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Chlorphenyl)-7-methoxy-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 200 MHz) 12,00 (s, 1H,
NH), 7,35–7,60
(m, 5H), 6,81 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,75 (d, J = 8 Hz, 1H), 5,89 (s,
1H), 3,46 (s, 3H).
-
1.13 Verbindung A13: R1 = NO2, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-nitro-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,14 (s, 1H,
NH), 89,06 (s, 1H, NH), 7,89 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,55 (s, 1H), 7,4–7,5 (m,
2H), 6,76 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
1.14 Verbindung A14: R1 = CH3SO2, R2 = H, R3 = H, R4 = H
-
5-Phenyl-7-methansulfonyl-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,18 (s, 1H),
NH), 8,54 (s, 1H, NH), 7,72 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,64 (s, 1H), 7,43
(m, 5H), 7,14 (d, J = 2, Hz, 1H), 7,06 (d, J = 9 Hz, 1H), 3,01 (s,
3H).
-
1.15 Verbindung A15: R1 = CN, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-cyano-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,16, (s, 1H,
NH), 8,63 (s, 1H, NH), 7,59 (s, 1H), 7,4–7,58 (m, 3H), 7,2–7,37 (m,
2H), 6,82 (dd, J = 2,8 Hz, 1H), 6,78 (s, 1H).
-
1.16 Verbindung A16: R1 = NO2, R2 = H, R3 = H, R4 = H
-
5-Phenyl-7-nitro-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,19 (s, 1H,
NH), 8,96 (s, 1H, NH), 8,03 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,62 (s, 1H), 7,35–7,5 (m,
6H), 6,94 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
1.17 Verbindung A17: R1 = NO2, R2 = CF3, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Trifluormethylphenyl)-7-nitro-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,12 (s, 1H,
NH), 9,18 (s, 1H, NH), 7,45–7,9
(m, 6H), 7,00 (s, 1H), 6,71 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
1.18 Verbindung A18: R1 = CO2CH3, R2 = H, R3 = H, R4 = H
-
5-Phenyl-7-carbomethoxy-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,15 (s, 1H,
NH), 8,42 (s, 1H, NH), 7,78 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,62 (s, 1H), 7,35–7,45 (m,
5H), 7,29 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,93 (d, J = 9 Hz, 1H), 3,66 (s, 3H).
-
1.19 Verbindung A19: R1 = 1, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-jod-pyrazol[,3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 mMHz) 12,09 (s, 1H,
NH), 7,99 (s, 1H, NH), 7,58 (s, 1H), 7,4–7,55 (m, 3H), 7,19–7,35 (m,
2H), 6,76 (s, 1H), 6,62 (d, J = 8 Hz, 1H).
-
1.20 Verbindung A20: R1 = CO2Et, R2 = F, R3 = H, R4 =H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-carboethoxy-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,08 (s, 1H,
NH), 8,50 (s, 1H, NH), 7,62 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,57 (s, 1H), 7,4–7,5 (m,
2H), 7,18–7,35
(m, 2H), 7,14 (s, 1H), 6,80 (d, J = 8 Hz, 1H), 4,15 (q, J = 6 Hz,
2H), 1,17 (t, J = 6 Hz, 3H).
-
1.21 Verbindung A21: R1 = H, R2 = Cl, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Chlorphenyl)-pyrazol[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,95 (s, 1H),
8,40 (s, 1H), 7,84 (s, 1H), 7,53 (s, 1H), 7,38–7,48 (m, 4H), 7,09 (t, J =
8 Hz, 1H), 6,78 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,61 (t, J = 8 Hz, 1H), 6,34
(d, J = 8 Hz, 1H).
-
Beispiel 2: Umsetzung
von Thiolactam 2 in das substituierte Pyrazol 7 gemäß den Schemata
2 und 3
-
2.1 Verbindung B1: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 2-Pyrrolyl,
R4 = H;
-
Schema 2
-
3-(2-Pyrrolyl)-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
-
Ein
Gemisch von 0,995 g (3 mmol) Thiolactam 2 (R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = 2-Pyrrolyl,
R4 = H), 0,571 g (6 mmol) Pyrrol-2-carboxaldehyd,
0,383 g (4,5 mmol) (Aldrich) Piperidin und 10 ml Dimethoxyethan
wurde unter Argon für
2 Stunden gerührt.
Das Gemisch wurde in Ethylacetat aufgenommen und aufeinanderfolgend
mit 0,1 M Schwefelsäure,
Wasser und dann Kochsalzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert. Das entsprechende Olefin 5 wurde durch Silikagelchromatographie
(Elution mit Hexan/Ethylacetat (1:1)) als ein roter Feststoff (0,309
g) isoliert und direkt im nächsten
Schritt verwendet. Olefin 5 (0,309 g) wurde in 6 ml Dimethylsulfoxid
gelöst
und mit 72,5 mg (2,2 mmol) Hydrazin unter einer Argonatmosphäre umgesetzt.
Nach 20 min. wurde das Gemisch in Ethylacetat aufgenommen und aufeinanderfolgend
mit Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert, um ein Gemisch der Dihydropyrazole 6 (0,296
g) zu ergeben. Das Gemisch von 6 wurde in Dimethylsulfoxid gelöst und in
der Gegenwart von Luft bei 130 °C
für 2 Stunden
erhitzt, gekühlt,
in Ethylacetat aufgenommen und aufeinanderfolgend mit Wasser und dann
Salzlösung
gewaschen. Der Extrakt wurde über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert. Das Produkt 7, Verbindung B1, wurde durch Silikagelchromatographie
gereinigt (Elution mit Hexan-Ethylacetat 25/75).
1H-NMR:
(DMSO-d6, 300 MHz) 12, 12 (s, 1H, NH), 10,39 (s, 1H, NH), 9,07 (s,
1H, NH), 7,96 (dd, J = 2,8 Hz, 1H), 7,4–7,65 (m, 4H), 7,15 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,90 (s, 1H), 6,79 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,48 (s, 1H), 6,12
(d, J = 2 Hz, 1H).
-
2.2 Verbindung B2: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CO2Et, R4 = H;
-
Schema 3
-
3-Carboethoxy-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4Jbenzodiazepin
Ein Gemisch von 5,0 g (15,1 mmol) Thiolactam 2 (R1 =
NO2, R2 = Cl), 6
ml einer 50 %-igen Lösung
von Ethylglyoxylat in Toluol, 4,5 ml (31 mmol) Diazabicycloundecan
und 100 ml Dimethoxyethan wurde unter einer Argonatmosphäre für 30 Minuten
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wurde mit 0,005 M H2SO4 angesäuert,
mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Das Aldoladdukt 8 wurde als ein Gemisch von Diastereomeren
(5,6 g) durch Silikagelchromatographie (Elution mit Hexan-Ethylacetat 60/40)
erhalten.
-
Ein
Gemisch von 4,7 g (10,8 mmol) des Aldoladdukts 8, das wie oben erhalten
wurde, 100 ml Pyridin und 6,9 ml (54,4 mmol) Chlortrimethylsilan
wurde für
10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann bei 120 °C für 1,5 Stunden
erhitzt. Das Gemisch wurde gekühlt,
in 1 l Ethylacetat aufgenommen und aufeinanderfolgend mit Wasser
und Salzlösung
gewaschen und die Ethylacetatschicht über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
Nach Filtration und Verdampfen der flüchtigen Bestandteile unter
verringertem Druck wurde der rohe Rückstand durch Silikagel filtriert,
wobei mit Hexan-Ethylacetat (1:1) eluiert wurde, um 4,3 g Olefin
5 zu erhalten.
-
Eine
Lösung
von 4,3 g des oben erhaltenen Olefins 5 in 210 ml Dichlormethan
wurde mit 0,68 ml (21,6 mmol) wasserfreiem Hydrazin für 30 min
gerührt.
Das Gemisch wurde dann mit Wasser aufgetrennt und die wässrige Phase
mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Der Rückstand,
welcher ein Gemisch von Dihydropyrazolen 6 enthielt, wurde in 50
ml Dimethylsulfoxid gelöst
und bei 130 °C
in der Gegenwart von Luft für 3
Stunden erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde gekühlt, in Ethylacetat aufgenommen
und mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Das Produkt wurde durch Silikagelchromatographie isoliert,
wobei mit Hexan-Ethylacetat
(40/60) eluiert wurde, um 0,580 g Verbindung B2 (R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CO2Et, R4 = H) zu erhalten.
1H-NMR:
(DMSO-d6, 400 MHz) 13,33 (s, 1H), 9,15 (s, 1H), 8,02 (dd, J = 2,9
Hz, 1H), 7,46–7,55
(m, 4H), 7,18 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,89 (d, J = 9 Hz, 1H), 4,25 (q,
J = 7 Hz, 2H), 1,27 (t, J = 7 Hz, 3H).
-
Die
folgenden Pyrazole (Verbindung 7) wurden gemäß Schema 2 oder 3 wie oben
beschrieben hergestellt:
-
2.3 Verbindung B3: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H (Schema
2)
-
3-Methyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,85 (s, 1H,
NH), 9,04 (s, 1H, NH), 7,83 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,39–7,52 (m, 4H),
7,05 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,69 (d, J = 9 Hz, 1H), 1,98 (s, 3H).
-
2.4 Verbindung B4: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH2CH3, R4=H
(Schema 2)
-
3-Ethyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,91 (s, 1H,
NH), 9,05 (s, 1H, NH), 7,85 (dd, J = 2,8 Hz, 1H), 7,35–7,58 (m, 4H),
7,04 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,71 (d, J = 8 Hz, 1H), 2,41 (q, J = 7 Hz,
2H), 1,06 (t, J = 7 Hz, 3H).
-
2.5 Verbindung B5: R1 = NO2, R2= Cl, R3 = CH2CH2Ph, R4 = H (Schema 2)
-
3-(2-Phenylethyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 200 MHz) 11,95 (s, 1H,
NH), 9,05 (s, 1H, NH), 7,82 (dd, J = 2,8 Hz, 1H), 7,05–7,60 (m, 10H),
6,70 (d, J = 8 Hz, 1H), 2,82 (m, 2H), 2,64 (m, 2H).
-
2.6 Verbindung B6: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = i-Pr,
R4 = H (Schema 2)
-
3-(1-Methylethyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,90 (s, 1H,
NH), 9,02 (s, 1H, NH), 7,84 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,35–7,55 (m, 4H),
7,04 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,74 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,86 (sept., J =
9 Hz, 1H), 1,14 (d, J = 9 Hz, 6H).
-
2.7 Verbindung B7: R1 = CN, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-carbonitril
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,05 (s, 1H,
NH), 8,55 (s, 1H, NH), 7,45 (m, 3H), 7,25 (m, 2H), 6,78 (d, J =
8 Hz, 1H), 6,71 (s, 1H), 2,03 (s, 3H).
-
2.8 Verbindung B8: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH2Ph, R4 = H (Schema
2)
-
3-(Phenylmethyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,08 (s, 1H,
NH), 9,08 (s, 1H), 7,85 (d, J = 9 Hz, 1H), 7,40–7,56 (m, 4H), 7,16–7,34 (m,
5H), 7,06 (br s, 1H), 6,71 (d, J = 9 Hz, 1H), 3,71 (s, 2H).
-
2.9 Verbindung B9: R1 = CO2Et, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H (Schema
2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorphenyl)-7-carboethoxy-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,81 (s, 1H),
8,37 (s, 1H), 7,59 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,39–7,51 (m, 2H), 7,16–7,31 (m,
2H), 7,09 (s, 1H), 6,74 (d, J = 9 Hz, 1H), 4,08 (q, J = 7 Hz, 2H),
2,04 (s, 3H), 1,12 (t, J = 7 Hz, 3H).
-
2.10 Verbindung B10: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 5-(4-Me)-pyrazolyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-(4-Methylpyrazol-5-yl)-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,58 (s, 1H),
9,26 (s, 1H), 8,75 (br s, 1H), 7,95 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,42–7,6 (m, 5H),
7,12 (s, 1H), 6,81 (d, J = 8 Hz, 1H), 2,32 (s, 3H).
-
2.11 Verbindung B11: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH2-iPr, R4 = H (Schema
2)
-
3-(2-Methylpropyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 11,91 (s, 1H),
9,06 (s, 1H), 7,87 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,4–7,56 (m, 4H), 7,08 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,74 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,28 (d, J = 7 Hz, 2H), 1,89
(n, J = 7 Hz, 1H), 0,88 (d, J = 7 Hz, 6H).
-
2.12 Verbindung B12: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CF3, R4 = H (Schema
3)
-
3-Trifluormethyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (CDCl3+DMSO-d6,
300 MHz) 7,98 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,2–7,6 (m, 6H), 7,02 (br s, 1H),
6,62 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
2.13 Verbindung B13: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 1-Thiazolyl,
R4 = H (Schema 3)
-
3-(1-Thiazolyl)-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 13,08 (s, 1H),
9,21 (s, 1H), 7,88–7,92
(m, 2H), 7,84 (d, J = 3 Hz, 1H), 7,42–7,62 (m, 4H), 7,12 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,79 (d, J = 8 Hz, 1H).
-
2.14 Verbindung B14: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 4-Imidazolyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-(4-Imidazolyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,33 (s, 1H),
12,29 (s, 1H), 9,07 (s, 1H), 7,90 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,76 (s, 1H),
7,44–7,63
(m, 4H), 7,35 (s, 1H), 7,11 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,78 (d, J = 9 Hz,
1H).
-
2.15 Verbindung B15: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 2-Pyrazolyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-(2-Pyrazolyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 13,11 (s, 1H),
12,48 (s, 1H), 9,12 (s, 1H), 7,93 (d, J = 9 Hz, 1H), 7,76 (s, 1H), 7,39–7,60 (m,
4H), 7,11 (s, 1H), 6,78 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,59 (s, 1H).
-
2.16 Verbindung B16: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = 3-Pyrazolyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-(3-Pyrazolyl)-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 13,09 (s, 1H),
12,31 (s, 1H), 9,13 (s, 1H), 7,80-8,05 (m, 4H), 7,40–7,62 (m, 3H), 7,13 (s, 1H),
6,78 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
2.17 Verbindung B17: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH(Me)CH2Me, R4 = H (Schema
2)
-
3-(1-Methylpropyl)-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,90 (s, 1H),
9,04 (s, 1H), 7,85 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,38–7,55 (m, 4H), 7,05 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,72 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,65 (m, 1H), 1,52 (m, 2H), 1,13
(d, J = 7 Hz, 3H), 0,79 (t, J = 8 Hz, 3H).
-
2.18 Verbindung B18: R1 = MeO, R2 = Cl,
R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-chlorphenyl)-7-methoxy-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,69 (s, 1H),
7,34–7,50
(m, 5H), 6,77 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 6,72 (d, J = 9 Hz, 1H), 5,86
(d, J = 9 Hz, 1H), 5,86 (d, J = 2 Hz, 1H), 3,44 (s, 3H), 2,05 (s,
3H).
-
2.19 Verbindung B19: R1 = Cl, R2 = H, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-7-chlor-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 11,85 (s, 1H),
7,90 (s, 1H), 7,46–7,52
(m, 2H), 7,39–7,44
(m, 3H), 7,29 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 6,92 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,62
(d, J = 2 Hz, 1H), 2,16 (s, 3H).
-
2.20 Verbindung B20: R1 = Cl, R2 = Cl,
R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-chlorophenyl)-7-chlor-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,78 (s, 1H),
7,95 (s, 1H), 7,38–7,55
(m, 4H), 7,17 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 6,75 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,22
(d, J = 2 Hz, 1H), 2,03 (s , 3H).
-
2.21 Verbindung B21: R1 = H, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,75 (s, 1H),
7,69 (s, 1H), 7,36–7,52
(m, 2H), 7,04–7,30
(m, 3H), 6,77 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,63 (t, J = 8 Hz), 6,50 (d, J
= 8 Hz, 1H), 2,07 (s, 3H).
-
2.22 Verbindung B22: R1 = F, R2 = H, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-7-fluor-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,85 (s, 1H),
7,70 (s, 1H), 7,46–7,55
(m, 2H), 7,35–7,43
(m, 2H), 7,11 (dt, J = 3,9 Hz, 1H), 6,92 (dd, J = 5,9 Hz, 1H), 6,41
(dd, J = 3,10 Hz, 1H), 2,14 (s, 3H).
-
2.23 Verbindung B23: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = Phenyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-Phenyl-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 12,65 (s, 1H),
9,18 (s, 1H), 7,95 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,78 (d, J = 8 Hz, 2H), 7,32–7,63 (m,
7H), 7,14 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,85 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
2.24 Verbindung B24: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = n-Propyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-Propyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 11,91 (s, 1H),
9,06 (s, 1H), 7,86 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,41–7,53 (m, 4H), 7.08 (s, 1H),
6,72 (d, J = 8 Hz, 1H), 2,38 (t, J = 8 Hz, 2H), 1,54 (tq, J = 8,7
Hz, 2H), 0,88 (t, J = 7 Hz, 3H).
-
2.25 Verbindung B25: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = Cyclopropyl,
R4 = H (Schema 2)
-
3-Cyclopropyl-5-(2-chlorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 400 MHz) 11,72 (s, 1H),
9,05 (s, 1H), 7,87 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,41–7,55 (m, 4H), 7,08 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,72 (d, J = 9 Hz,1H), 1,79 (p, J = 7 Hz, 1H), 0,88 (d,
J = 7 Hz, 4H).
-
2.26 Verbindung B26: R1 = F, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorophenyl)-7-fluoro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,82 (s, 1H),
7,76 (s, 1H), 7,41–7,58
(m, 2H), 7,18–7,35
(m, 2H), 7,05 (dt, J = 3,9 Hz, 1H), 6,84 (dd, J = 6,9 Hz, 1H), 6,25
(dd, J = 3,9 Hz, 1H), 2,08 (s, 3H).
-
2.27 Verbindung B27: R1 = NO2, R2 = N, R3 = CH3,
R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
-
2.28 Verbindung B28: R1 = H, R2 = H, R1 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,78 (s, 1H),
7,66 (s, 1H), 7,47 (m, 2H), 7,39 (m, 3H), 7,20 (dt, J = 1,8 Hz, 1H),
6,88 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,75 (t, J = 8 Hz, 1H), 6,68 (dt, J = 1,8
Hz, 1H), 2,14 (s, 3H).
-
2.29 Verbindung B29: R1 = I, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorophenyl)-7-jod-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,81 (s, 1H),
7,90 (s, 1H), 7,39–7,57
(m, 3H), 7,18–7,36
(m, 2H), 6,75 (s, 1H), 6,59 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,07 (s, 3H).
-
2.30 Verbindung B30: R1 = H, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-chlorophenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
-
2.31 Verbindung B31: R1 = NO2, R2=F, R3=CH3, R4=H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorophenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,90 (s, 1H),
9,00 (s, 1H), 7,87 (dd, J = 3,9 Hz, 1H), 7,47 (m, 2H), 7,18–7,32 (m,
3H), 6,73 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,02 (s, 3H).
-
2.32 Verbindung B32: R1=Cl, R2=F, R3=CH3, R4=H
(Schema 2)
-
3-Methyl-5-(2-fluorophenyl)-7-chlor-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,81 (s, 1H),
7,96 (s, 1H), 7,40–7,55
(m, 2H), 7,17–7,32
(m, 3H), 6,79 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,42 (s, 1H), 2,08 (s, 3H).
-
2.33 Verbindung B33: R1=I,
R2=H, R3=CH3, R4=H (Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-7-jod-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,82 (s, 1H),
7,85 (s, 1H), 7,36–7,55
(m, 6H), 6,91 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,70 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,15 (s,
3H).
-
2.34 Verbindung B34: R1=Br, R2=H, R3=CH3, R4=H
(Schema 2)
-
3-Methyl-5-phenyl-7-brom-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 7,89 (s, 1H),
7,49 (m, 2H), 7,38 (m, 4H), 6,85 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,74 (d, J =
2 Hz, 1H), 2,15 (s, 3H).
-
2.35 Verbindung B35: R1 = CN, R2 = F, R3 = CH2OH, R4 = H (Schema 3)
-
3-Hydroxymethyl-5-(2-fluorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-carbonitril.
-
Beispiel 3: Modifikation
der funktionellen Gruppe gemäß Schema
4
-
Wie
oben unter Bezugnahme auf Schema 4 angegeben, können bestimmte Verbindungen
leicht erhalten werden durch Umwandlung bestehender funktioneller
Gruppen. Mehrere dieser Umwandlungen sind weiter unten beispielhaft
ausgeführt.
-
A. Substitution von Jod
durch Carbonyl: R1 = I zu R1 =
CONRR'
-
3.1 Verbindung C1: R1 = CON(-CH2CH2-O-CH2-CH2-), R2 = F, R3=H, R4=H
-
5-(2-Fluorphenyl)-7-morpholinylcarbonyl-pyrazolo[3,4)[1,4]benzodiazepin
Ein
Gemisch von 0,0712 g (0,17 mmol) Pyrazol 4 (R1 =
I, R2 = F, R3 =
H, R4 = H), 0,0082 g (0,0012 mmol) Bis-triphenylphosphonin-Palladiumdichlorid-Katalysator,
1 ml Morpholin wurde gerührt
und unter einer Kohlenmonoxidatmosphäre für 90 Minuten erhitzt (75 °C). Das Gemisch
wurde gekühlt
und dann durch Chromatographie auf reverse Phase-Silikagel gereinigt
(Gradientenelution mit Wasser-Acetonitril) um 0,06 g Verbindung
C1 zu ergeben (Pyrazol 4, worin R1 = CON(-CH2CH2-O-CH2-CH2-), R2 = F, R3 = H, R4 = H).
1H-NMR:
(DMSO-d6, 300 MHz) 12,05 (s, 1H, NH), 8,18 (s, 1H, NH), 7,59 (s,
1H), 7,4–7,5
(m, 2H), 7,18–7,35 (m,
3H), 6,84 (d, J = 9 Hz, 1H), 3,25 (m, 8H).
-
Die
folgenden Verbindungen wurden unter Verwendung des obigen Verfahrens
A hergestellt:
-
3.2 Verbindung C2: R1 = CONHCH2CH2OH, R2 = F, R3 = H, R4 = H
-
N-(2-Hydroxyethyl)-5-(2-fluorophenyl)-pyrazolo[3,4][1,4jbenzodiazepin-7-carboxamid
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,08, (s, 1H,
NH), 8,20 (s, 1H, NH), 8,16 (m, 1H, NH), 7,61 (d, J = 9 Hz, 1H), 7,57
(s, 1H), 7,4–7,5
(m, 2H), 7,14–7,3
(m, 2H), 7,11 (s, 1H), 6, 89 (d, J = 9 Hz, 1H), 4,63 (m, 1H, OH),
3,40 (m, 2H), 3,18 (m, 2H).
-
3.3 Verbindung C3: R1 = CON(CH2CH2OH)2, R2 =
F, R3 = H, R4 =
H
-
N,N-bis-(2-Hydroxyethyl)-5-(2-fluorophenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-carboxamid
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,10 (s, 1H,
NH), 8,11 (s, 1H, NH), 7,59 (s, 1H), 7,4–7,52 (m, 2H), 7,15–7,3 (m,
3H), 6,80 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,58 (s, 1H), 4,65 (m, 2H, OH), 3,30
(m, 8H).
-
B. Reduktion von Nitro
zu Amino: R1 = NO2 zu
R1 = NH2
-
3.4 Verbindung C4: R1 = NH2, R2 = Cl, R3= CH3, R4 = H
-
3-Methyl-5-(2-chlorophenyl)-7-amino-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
Eine
Lösung
von 0,20 g (0,57 mmol) Pyrazol 7 (R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H) in 8 ml Ethanol wurde bei Raumtemperatur
unter einer Wasserstoffatmosphäre
mit Raney-Nickel (0,5 ml einer 50 %-igen Aufschlämmung in Wasser, gewaschen
mit Ethanol unmittelbar vor der Anwendung) gerührt. Nach 4 Stunden wurde das Gemisch
filtriert und unter verringertem Druck konzentriert, um 0,177 g
Verbindung C4 (Aminoderivat 7, worin R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H) zu ergeben. Schmp. 260–263 °C.
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,62 (s, 1H),
7,38–7,47
(m, 4H), 7,07 (s, 1H), 6,53 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,38 (dd, J = 2,9
Hz, 1H), 5,74 (d, J = 2 Hz, 1H), 4,52 (s, 2H), 2,06 (s, 3H).
-
Die
folgenden Verbindungen wurden unter Verwendung des obigen Verfahrens
B hergestellt:
-
3.5 Verbindung C5: R1 = NH2, R2 = Cl, R3 = H, R4 = H
-
5-(2-Chlorphenyl)-7-amino-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR:(CD3OD, 300
MHz) 7,35–7,55
(m, 5H), 6,72 (dd, J = 3,7 Hz, 1H), 6,62 (d, J = 7 Hz, 1H), 6,13
(d, J = 3 Hz, 1H).
-
3.6 Verbindung C6: R1 = NH2, R2 = Cl, R3 = i-Pr,
R4 = H
-
3-(1-Methylethyl)-5-(2-chlorphenyl)-7-amino-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,65 (s, 1H),
7,38–7,4
(m, 4H), 7,08 (s, 1H), 6,75 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,39 (dd, J = 2,8
Hz, 1H), 5,74 (d, J = 2 Hz, 1H), 2,98 (sept, J = 7 Hz, 1H), 1,18
(d, J = 7 Hz, 6H).
-
C. Derivatisierung von
Aminoverbindungen: R1 = NH2 zu
R1 = NHR' (wie
oben in Schema 4) definiert
-
3.7 Verbindung C7: R1 = NHAc, R2 = Cl,
R3 = CH3, R4 = H
-
N-(3-Methyl-5-(2-chlorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazipin-7-yl)-acetamid
Eine
Suspension von 0,323 g (1 mmol) Pyrazol 7 (R1 =
NH2, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H) in 20 ml Dichlormethan wurde mit 0,112
g (1,1 mmol) Essigsäureanhydrid
unter einer Inertatmosphäre
bei Raumtemperatur für
2 Stunden umgesetzt. Das Gemisch wurde dann mit Ethylacetat verdünnt und
aufeinanderfolgend gewaschen mit Wasser und Kochsalzlösung. Die
wässrigen
Schichten wurden mit Ethylacetat extrahiert und die vereinigten Extrakte über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Das Produkt wurde durch Silikagelchromatographie unter
Elution mit Hexan-Ethylacetat
(30/70) isoliert, um 0,175 g Verbindung C7 zu ergeben.
-
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,71 (s, 1H),
9,56 (s, 1H), 7,56 (s, 1H), 7,38-7,57
(m, 5H), 6,67 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,57 (d, J = 2 Hz, 1H), 2,05 (s,
3H), 1,83 (s, 3H).
-
Die
folgenden Verbindungen wurden analog Verbindung C7 gemäß obigem
Verfahren C hergestellt:
-
3.8 Verbindung C8: R1 = AcryloylNH, R2 =
Cl, R3 = CH3, R4 = H
-
N-(3-Methyl-5-(2-chlorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-yl)-2-propenamid
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,71 (s, 1H),
9,78 (s, 1H), 7,63 (s, 1H), 7,52 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,35–7,50 (m,
4H), 6,71 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,69 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,23 (dd, J
= 10, 18 Hz, 1H), 6,08 (dd, J = 2,18 Hz, 1H), 5,60 (dd, J = 2,10
Hz, 1H), 2,05 (s, 3H).
-
3.9 Verbindung C9: R1 = CH3SO2NH, R2 = Cl, R3 = CH3, R4 = H
-
N-(3-Methyl-5-(2-chlorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-yl)-methansulfonamid
-
Ein
Gemisch von 0,323 g (1 mmol) Pyrazol 7 (R1 =
NH2, R2 = Cl, R3 =
CH3, R4 = H), 0,122
g (1 mmol) 4-Dimethylaminopyridin und 5 ml Tetrahydrofuran wurde
unter einer Inertatmosphäre
bei Raumtemperatur für 2
Stunden gerührt.
Das Gemisch wurde mit Ethylacetat verdünnt und aufeinanderfolgend
gewaschen mit Wasser und Salzlösung,
unter Reextraktion der wässrigen
Phasen mit Ethylacetat. Die kombinierten Ethylacetatextrakte wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Das Produkt wurde durch Silikagelchromatographie isoliert,
unter Elution mit Hexan-Ethylacetat
(10/90), um 0,244 g Verbindung C9 (Pyrazol 7, worin R1 =
CH3SO2NH, R2 = Cl, R3 = CH3, R4= H) (Umkristallisation
aus Ethylacetat) mit
Schmp. 196–198 °C zu ergeben.
1H-NMR:(DMSO-d6,
300 MHz) 11,74 (s, 1H), 9,12 (s, 1H), 7,71 (s, 1H), 7,36-7,46 (m, 4H), 6,94
(dd, J = 2, 8 Hz, 1H), 6,72 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,31 (d, J = 2 Hz,
1H), 2,70 (s, 3H), 2,05 (s, 3H).
-
D. Aminolyse von R3 = CO2Et zu R3 = CONRR'
-
3.10 Verbindung C10: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CONH2, R4 = H
-
5-(2-Chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-3-carboxamid
0,15
g (0,36 mmol) Pyrazol 7 (R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CO2Et, R4 = H) wurden mit einer Lösung von Ammoniak (15 ml) in
Ethanol (50 ml) bei Raumtemperatur über 48 Stunden gerührt. Flüchtige Bestandteile
wurden unter verringertem Druck entfernt und das Produkt durch Silikagelchromatographie
gereinigt. Elution mit Ethylacetat-Isopropanol (95/5) ergab 0,074
g Verbindung C10 (Pyrazol 7',
worin R1 = NO2,
R2 = Cl, R3 = CONH2, R4 = H) als ein
Feststoff mit Schmp. > 340 °C (Umkristallisation
aus Ethylacetat).
1H-NMR: (DMSO-d6,
400 MHz) 12,95 (br s, 1H), 9,23 (br s, 1H), 7,92 (d, J = 8 Hz, 1H),
7,81 (s, 1 H), 7,45–7,61 (m,
4H), 7,21 (s, 1 H), 7,08 (s, 1H), 6,75 (d, J = 8 Hz, 1H).
-
Die
folgenden Verbindungen wurden analog Verbindung C10 unter Verwendung
des obigen Verfahrens D hergestellt:
-
3.11 Verbindung C11: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CONMe2, R4 = H
-
N,N-Dimethyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4jbenzodiazepin-3-carboxamid
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,65 (s, 1H),
9,18 (s, 1H), 7,91 (d, J = 9 Hz, 1H), 7,41-7,55 (m, 4H), 7,08 (s, 1H),
6,75 (d, J = 9 Hz, 1H), 3,01 (s, 3H), 2,88 (s, 3H).
-
3.12 Verbindung C12: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CONHNH2, R4 = H
-
N-Amino-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-3-carboxamid
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 13,02 (s, 1H),
9,19 (s, 1H), 8,58 (t, J = 5 Hz, 1H), 7,91 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,41–7,62 (m,
4H), 7.09 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,75 (d, J = 9 Hz, 1H), 4,54 (d, J
= 5 Hz, 2H).
-
E. Reduktion von R3 = CO2Et zu R3 = CHO und R3 =
CH2OH
-
3.13 Verbindung C13: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CHO,
R4 = H; und Verbindung C14 R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CH2OH, R4 = H
-
Ein
Gemisch von 0,48 g (1,17 mmol) Pyrazol 7 (R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CO2Et, R4 = H) und 30 ml Tetrahydrofuran wurde bei –15 °C unter einer
Inertatmosphäre
mit 1,52 ml einer 1 M Lösung
von Lithiumaluminiumhydrid in Tetrahydrofuran für 30 Minuten behandelt. Das
Gemisch wurde dann mit Ethylacetat verdünnt und aufeinanderfolgend
mit wässriger
Natriumkaliumsulfatlösung
und Kochsalzlösung
gewaschen, wobei die organischen Waschphasen mit Ethylacetat reextrahiert
wurden. Die kombinierten Ethylacetatextrakte wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem Druck
konzentriert. Reinigen durch Silikagelchromatographie unter Elution
mit Hexan-Ethylacetat ergab 0,21 g Verbindung C13 (Pyrazol 7', worin R1 = NO2,
R2 = Cl, R3 = CHO, R4 = H) als einen roten Feststoff und 0,11 g
Verbindung C14 (Pyrazol 7',
worin R1 = NO2,
R2 = Cl, R3= CH2OH, R4 = H), ebenfalls
als einen roten Feststoff.
-
Verbindung C13:
-
5-(2-Chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-3-carboxaldehyd
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 13,29 (s, 1H),
9,66 (s, 1H), 9,27 (s, 1H), 7,96 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,45–7,59 (m,
4H), 7,13 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,79 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
Verbindung C14:
-
3-Hydroxymethyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 12,11 (s, 1H),
9,08 (s, 1H), 7,85 (dd, J = 2, 9 Hz, 1H), 7,42–7,50 (m, 4H), 7,06 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,71 (d, J = 9 Hz, 1H), 5,23 (t, J = 5 Hz, 1H), 4,27
(d, J = 5 Hz, 2H).
-
F. Reduktive Aminierung
eines Aldehyds: R3 = CHO zu R3 =
CH2NR2
-
3.14 Verbindung C15: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH2NMe2, R4 =
H
-
3-(N,N-Dimethylaminomethyl)-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
-
Eine
Suspension von 0,142 g (0,39 mmol) Pyrazol 7 (R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CHO, R4 = H),
0,0631 g (0,78 mmol) Dimethylaminhydrochlorid, 0,11 ml (0,78 mmol)
Triethylamin, 0,165 g (1 mmol) Natriumtriacetoxyborhydrid, 0,2 g
eines 4 Å-Molekularsiebes
und 20 ml Dichlormethan wurden unter einer Inertatmosphäre für 3 Stunden
gerührt.
Das Gemisch wurde filtriert, mit Ethylacetat verdünnt und
aufeinanderfolgend mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, wobei Reextraktion
der wässrigen
Phasen mit Ethylacetat erfolgte. Die kombinierten Ethylacetatextrakte
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert. Reinigung durch reverse Phase- Silikagelchromatographie
(Gradientenelution mit Wasser-Acetonitril-Trifluoressigsäure) ergab
0,147 g Verbindung C15 (Pyrazol 7', worin R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CH2NMe2, R4 = H) als das
Trifluoracetatsalz.
1H-NMR: (DMSO-d6,
300 MHz) 12,54 (s, 1H), 9,92 (s, 1H), 9,25 (s, 1H), 7,91 (dd, J
= 2, 8 Hz, 1H), 7,45–7,55 (m,
4H), 7,10 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,76 (d, J = 8 Hz, 1H), 4,08 (s, 2H),
2,75 (s, 6H).
-
G. Alkylierung von Alkoholen:
R3 = CH2OH zu R3 = CH2OCH3
-
3.15 Verbindung C16: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CH2OCH3, R4 =
H
-
3-Methoxymethyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
Ein
Gemisch von 0,075 g (0,2 mmol) Pyrazol 7 (R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CH2OH, R4 = H) 0,2 g Silikagel und 20 ml Tetrahydrofuran
wurde mit einer Lösung
von Diazomethan in Ether (50 ml, ca. 9,2 mmol) gerührt. Nach
2 Stunden wurde das Gemisch filtriert, unter verringertem Druck
konzentriert. Das Produkt wurde durch Chromatographie auf Silikagel
gereinigt, wobei mit Hexan-Ethylacetat eluiert wurde, um Verbindung
C16 (Pyrazol 7',
worin R1 = NO2,
R2 = Cl, R3 = CH2OCH3, R4 =
H) als einen roten Feststoff zu erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, 300 MHz) 12,27 (s, 1H), 9,11 (s, 1 H), 7,86 (dd, J = 2,
9 Hz, 1H), 7,43–7,50
(m, 4H), 7,06 (d, J = 2 Hz, 1H), 6,72 (d, J = 9 Hz, 1H), 4,20 (s,
2H), 3,25 (s, 3H).
-
H. Methylenierung von
Aldehyd: R3 = CHO zu R3 =
CHCH2
-
3.16 Verbindung C17: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CHCH2, R4 = H
-
3-Ethenyl-5-(2-chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin
Zu
einer Lösung
von Methylentriphenylphosphoran, hergestellt durch Reaktion von
0,109 g (0,31 mmol) Methyltriphenylphosphoniumbromid in 5 ml Tetrahydrofuran
und 0,29 ml einer 1 M Lösung
Kaliumtert.-butoxid in Tetrahydrofuran wurden bei –78 °C unter einer
Ineratmosphäre
0,080 g (0,22 mmol) Pyrazol 7 (R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CHO, R4 = H)
gegeben. Das Gemisch wurde auf Rückfluss
erwärmt
und über
Nacht gerührt,
wonach das Gemisch auf Raumtemperatur gekühlt, mit Ethylacetat verdünnt und
aufeinanderfolgend mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen wurde. Der Ethylacetatextrakt
wurde über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert. Reinigung durch Silikagelchromatographie, unter
Elution mit Hexan-Ethylacetat
(70/30) ergab 0,043 g Verbindung C17 (Pyrazol 7', worin R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CHCH2, R4 = H) als einen roten Feststoff.
-
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz)12,33 (s, 1H),
9,11 (s, 1H), 7,88 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,40–7,50 (m, 4H), 7,08 (d, J =
2 Hz, 1H), 6,74 (d, J = 9 Hz, 1H), 6,40 (dd, J = 12, 18 Hz, 1H),
5,85 (d, J = 18 Hz, 1H), 5,36 (d, J = 12 Hz, 1H).
-
I. Dehydratisierung von
Amid: R3 = CONH2 zu
R3 = CN
-
3.16 Verbindung C18: R1 = NO2, R2 = Cl, R3 = CN,
R4 = H
-
5-(2-Chlorphenyl)-7-nitro-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-3-carbonitril
Ein
Gemisch von 0,47 g (1,23 mmol) Pyrazol 7 (R2 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CONH2, R4 = H), 0,34 g (2,46 mmol) Kaliumcarbonat,
0,94 g (6,15 mmol) Phosphoroxychlorid und 20 ml Acetonitril wurde
auf Rückfluss
für 4 Stunden
unter einer Inertatmosphäre
erhitzt. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt, mit
Ethylacetat verdünnt
und aufeinanderfolgend mit gesättigter
wässriger
Natriumbicarbonatlösung,
Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen, wobei die wässrigen
Phasen mit Ethylacetat extrahiert wurden. Die kombinierten Ethylacetatextrakte
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde auf Silikagel unter Elution mit Hexan-Ethylacetat eluiert
(70/30), um 0,24 g Verbindung C18 (Pyrazol 7', worin R1 =
NO2, R2 = Cl, R3 = CN, R4 = H) als
einen orange-farbenen Feststoff (Umkristallisation aus Dichlormethan)
zu erhalten. Schmp. = 193–196 °C.
-
IR
(KBr) 2240 cm–1. 1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 9,36 (s, 1H),
7,96 (dd, J = 2, 9 Hz, 1H), 7,48–7,58 (m, 4H), 7,11 (d, J =
2 Hz, 1 H), 6,77 (d, J = 9 Hz, 1H).
-
J. Nitrilhydrolyse R1 = CN zu R3 = CONH2
-
3.18 Verbindung C19: R1 = CONH2, R2 = F, R3 = CH3, R4 = H
-
3-Methyl-5-(2-fluorphenyl)-pyrazolo[3,4][1,4]benzodiazepin-7-carboxamid
Zu
einer Lösung
von 0,5 g (1,6 mmol) Pyrazol 7 (R1 = CN,
R2 = F, R3 = CH3, R4 = H) in 79 ml Dimethylsulfoxid wurden
47 ml eiskaltes Wasserstoffperoxid (30 %-ige wässrige Lösung) und 24 ml 1 M Natriumhydroxid
gegeben. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, wurde das Gemisch
mit Ethylacetat extrahiert und die Extrakte aufeinanderfolgend mit
Wasser, Kochsalzlösung
gewaschen und dann über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Gemisch wurde filtriert
und unter verringertem Druck konzentriert. Reinigung durch Silikagelchromatographie
(Elution mit Ethylacetat/Methanol) (95:5)) ergab 0,5 g Verbindung
C19 (Pyrazol 7, worin R1 = CONH2,
R2 = F, R3 = CH3, R4 = H) als gelben
Feststoff. Schmp. 323–324 °C.
1H-NMR: (DMSO-d6, 300 MHz) 11,79 (s, 1H),
8,08 (s, 1H), 7,64 (s, 1H), 7,58 (dd, J = 2,9 Hz, 1H), 7,38–7,52 (m,
2H), 7,02–7,30
(m, 4H), 6,73 (d, J = 9 Hz, 1H), 2,05 (s, 3H).
-
Zusätzliche
Verbindungen, die nicht im Speziellen in den Beispielen 1 bis 3
oben aufgeführt
sind, wurden unter Verwendung der oben beschriebenen Verfahren hergestellt.
Diese Verbindungen, die als "D" bezeichnet sind,
sind in den nachstehenden Tabellen I–IV enthalten.
-
Beispiel 4: Antiproliferative
Wirkung
-
Die
antiproliferative Wirkung bzw. Antiproliferationswirkung der Verbindungen
der Erfindung wird unten gezeigt. Diese Wirkungen zeigen, dass die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung geeignet sind bei der Behandlung
von Krebs, im Besonderen festen Tumoren, wie etwa Brust- und Darmtumoren.
-
CDK2 FlashPlate Assay
-
Zum
Bestimmen der Inhibierung der CDK2-Aktivität wurde gereinigtes rekombinantes
Retinoblastom (Rb)-Protein auf FlashPlatten (FlashPlates) mit 96
Vertiefungen (New England Nuclear, Boston, MA) beschichtet. Rb ist
ein natürliches
Substrat zur Phosphorylierung durch CDK2 (Herwig und Strauss Eur.
J. Biochem., Vol. 246 (1997) S. 581–601 und darin zitierte Literaturstellen).
Rekombinante aktive humane Cyclin E/CDK2-Komplexe wurden teilweise
gereinigt aus Extrakten von Insektenzellen. Das aktive Cyclin E/CDK2 wurde
zu den Rb-beschichteten FlashPlates zusammen mit
33P-ATP
und Verdünnungen
von Testverbindungen gegeben. Die Platten wurden 25 Minuten bei
Raumtemperatur unter Schütteln
inkubiert, dann gewaschen und in dem Topcount-Szintillationszähler (Packard
Instrument Co., Downers Grove, IL) gezählt. Verdünnungen der Testverbindungen
wurden mehrfach in jedem Assay getestet. Die prozentuale Inhibierung
von Rb-Phosphorylierung, welche ein Maßstab der Inhibierung der CDK2-Aktivität ist, wurde
gemäß der folgenden
Formel bestimmt:
worin "Testverbindung" sich auf die mittleren Zählungen
pro Minute der Testduplikate bezieht, "nicht spezifisch" die mittleren Zählungen pro Minute betrifft
wenn kein Cyclin E/CDK2 zugegeben wurde, und "total" die mittleren Zählungen pro Minute betrifft,
wenn keine Verbindung zugegeben wurde.
-
Die
Ergebnisse der vorstehenden in vitro-Versuche sind in den Tabellen
IA bis 1C unten angegeben.
-
TABELLE
IA Inhibierung
von Cdk2 - IC
50- Bereich 0,01–0,99 µM
-
-
Im
Rest der Tabellen sind die Positionen der substituierten R1, R2, R3 und
R4 wie in Tabelle IA oben angegeben.
-
TABELLE
IB Inhibierung
von Cdk2 - IC
50-Bereich 1–9,99 µM
-
TABELLE
IC Inhibierung
von Cdk2 – IC
50-Bereich 10–30 µM
-
Assays auf Zellbasis
-
Die Östrogen-Rezeptor-negativen
Epithelialbrustkarzinomlinie (MDA-MB-435) wurde von der American
Type Cell Cultur Collection (ATCC; Rockwell, MD) bezogen und wurde
in dem gemäß ATCC erforderlichen Medium
gezüchtet.
Für die
Analyse der Wirkung der Testverbindungen auf das Wachstum dieser
Zellen wurden die Zellen bei 2000 Zellen pro Vertiefung in einer
Gewebekulturplatte mit 96 Vertiefungen plattiert und wurden über Nacht
bei 37 °C
mit 5 % CO2 inkubiert. Am nächsten Tag
wurden die Testverbindungen in 100 % Dimethylsulfoxid (DMSO) gelöst, um 10
mM Stammlösung
zu erhalten. Jede Verbindung wurde mit sterilem Medium auf 1 mM
in einer ausreichenden Menge verdünnt, um eine Endkonzentration
von 120 µm
zu ergeben. Die Verbindungen wurden dann reihenverdünnt in einem
Medium mit 1,2 % DMSO. Ein Viertel des Endvolumens der verdünnten Verbindungen
wurde in Platten mit 96 Vertiefungen übergeführt.
-
Testverbindungen
wurden doppelt untersucht. DMSO wurde zu einer Reihe von "Kontrollzellen" gegeben, sodass
die Endkonzentration von DMSO in jeder Vertiefung 0,3 % war. Vertiefungen,
in welche keine Zellen gegeben wurden, dienten als "Blindwert". Vertiefungen, in
welche kein Inhibitor gegeben wurde, dienten als "Inhibitor-freie Kontrolle". Die Platten wurden
in den Inkubator zurückgegeben
und wurden 5 Tage nach Zugabe der Testverbindung wie unten beschrieben,
analysiert.
-
3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenyl-2H-Tetrazoliumbromid
(Thiazolyl Blau; MTT) wurde in jede Vertiefung gegeben, um eine
Endkonzentration von 1 mg/ml zu ergeben. Die Platten wurden dann
bei 37 °C für 3 Stunden
inkubiert. Die Platten wurden bei 1000 UpM für 5 Minuten vor dem Absaugen
des MTT-enthaltenden
Mediums zentrifugiert. Das MTT-enthaltende Medium wurde dann entfernt
und 100 µl
100 %-iges Ethanol wurde in jede Vertiefung gegeben, um den resultierenden
Formazan-Metaboliten zu lösen.
Um vollständige Lösung sicherzustellen,
wurden die Platten für
15 Minuten bei Raumtemperatur geschüttelt. Absorptionen wurden
in einem Mikrotiterplattenlesegerät (Molecular Dynamics) bei
einer Wellenlänge
von 570 nm mit einer 650 nm-Referenz ausgelesen. Die prozentuale
Inhibierung wurde berechnet durch Abziehen der Absorption der Blindwertvertiefungen
(keine Zelle) von allen Vertiefungen, dann Subtrahieren der Division
der mittleren Absorption von jedem doppelten Test durch das Mittel
der Kontrolle von 1.00. Inhibierungskonzentrationen (IC50) wurden
aus der linearen Regression einer Auftragung des Konzentrations-Logarithmus gegen
die prozentuale Inhibierung bestimmt.
-
Die
Ergebnisse des vorstehenden auf MDA-MB-435-Zellen basierenden Assays
sind in den Tabellen IIA–IIC
unten angegeben.
-
TABELLE
IIA Assay
der Antiproliferationsaktivität
von MDA-MB435 (Brust) – IC
50-Bereich 0,01–1 µM
-
TABELLE
IIB Assay
der Antiproliferationsaktivität
von MDA-MB435 (Brust) – IC
50-Bereich 1,1–9,99 µM
-
TABELLE
IIC Assay
der Antiproliferationsaktivität
von MDA-MB435 (Brust) – IC
50-Bereich 10–30 µM
-
Die
Darm-Adenokarzinomlinie SW480 und die Darmkarzinomlinie HCT-116
wurden ebenfalls von der ATCC erhalten und wurden gemäß dem gleichen
Protokoll, das oben für
den auf MDA-MB-435-Zellen basierenden Assay angegeben ist, unter
den folgenden Modifikationen durchgeführt. Die Zelllinie SW480 wurde
mit 1000 Zellen pro Vertiefung plattiert und 6 Tage nach Zugabe
der Testverbindung analysiert. Die Zelllinie HCT-116 wurde mit 1000
Zellen pro Vertiefung plattiert und 4 Tage nach Zugabe der Testverbindung
analysiert.
-
Die
Ergebnisse der vorstehenden auf SW480 (Darm) und HCT-116 (Darm)
basierenden Assays sind in den Tabellen IIIA–IIIC bzw. IVA–IVC angegeben.
-
TABELLE
IIIA Assay
der antiproliferativen Aktivität
von SW480 (Darm)- IC
50-Bereich 0,01-1 µM
-
TABELLE
IIIB Assay
der Antiprolieferationsaktivität
von SW480 (Darm)- IC
50-Bereich 1,1-99,9 µM
-
TABELLE
IIIC Assay
der Antiproleferationsaktivität
von SW480 (Darm)- IC
50-Bereich 10–30 µM
-
TABELLE
IVA Assay
der Antiprolieferationsaktivität
von HCT 116 (Darm)- IC
50-Bereich 0,01–1µM
-
TABELLE
IVB Assay
der Antiprolieferationsaktivität
von HCT 116 (Darm)- IC
50-Bereich 1,1-99,9 µM
-
TABELLE
IVC Assay
der Antiprolieferationsaktivität
von HCT 116 (Darm)- IC
50-Bereich 10-30 µm
-
-
Beispiel
5: Tablettenformulierung
-
Herstellungsverfahren:
-
- 1. Mischen der Position 1, 2 und 3 in einem
geeigneten Mischer für
15 Minuten.
- 2. Granulieren des Pulvergemisches aus Schritt 1 mit 20 % Povidone
K30-Lösung
(Position 4).
- 3. Trocknen des Granulats aus Schritt 2 über 50 °C.
- 4. Führen
des Granulats aus Schritt 3 durch eine geeignete Mahlausstattung.
- 5. Zugeben der Position 5 zu dem gemahlenen Granulierungsschritt
4 und Mischen für
3 Minuten.
- 6. Komprimieren des Granulats aus Schritt 5 auf einer geeigneten
Presse.
-
Beispiel
6: Kapselformulierung
-
Herstellungsverfahren:
-
- 1. Mischen der Positionen 1, 2 und 3 in einem
geeigneten Mischer für
15 Minuten.
- 2. Zugeben der Positionen 4 & 5
und Mischen für
3 Minuten.
- 3. Füllen
in eine geeignete Kapsel.
-
Beispiel
7: Injektionslösung/Emulsionspräparat
-
Herstellungsverfahren:
-
- 1. Lösen
von Position 1 in Position 2.
- 2. Zugeben der Positionen 3, 4 und 5 zu Position 6 und Mischen
bis zur Dispersion, dann Homogenisieren.
- 3. Zugeben der Lösung
aus Schritt 1 zu dem Gemisch aus Schritt 2 und Homogenisieren bis
die Dispersion durchscheinend ist.
- 4. Sterilfiltration durch einen 0,2 µm Filter und Füllen in
Gläschen.
-
Beispiel
8: Injektionslösung/Emulsionsherstellung
-
Herstellungsverfahren:
-
- 1. Lösen
von Position 1 in Position 2.
- 2. Zugeben der Positionen 3, 4 und 5 zu Position 6 und Mischen
bis zur Dispersion, dann Homogenisieren.
- 3. Zugeben der Lösung
aus Schritt 1 zu dem Gemisch aus Schritt 2 und Homogenisieren bis
die Dispersion durchscheinend ist.
- 4. Sterilfiltration durch ein 0,2 µm Filter und Füllen in
Gläschen.
-
Während die
Erfindung unter Bezugnahme auf spezifische und bevorzugte Ausführungsformen
veranschaulicht worden ist, wird der Fachmann in der Technik erkennen,
dass Variationen und Modifikationen durch Routineversuche und die
Praxis der Erfindung durchgeführt
werden können.