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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung
von Pentafluorethan HFC 125 von Chlorpentafluorethan CFC 115.
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CFC
115 ist eine Verunreinigung von HFC 125, die sich in den Verfahren
zur Herstellung von Pentafluorethan bildet. Darüber hinaus stellt es eine Verunreinigung
dar, die durch Destillation von HFC 125 sehr schwierig abzutrennen
ist.
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HFC
125 mit hoher Reinheit kann direkt durch Synthese gemäß den Verfahren
nach dem Stand der Technik erhalten werden, jedoch mit Ausbeuteeinbußen, wodurch
die Wirtschaftlichkeit dieser Verfahren vermindert wird.
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HFC
125 wird technisch durch direkte Fluorierung von Perchlorethylen
oder einer halogenierten Verbindung mit der allgemeinen Formel C2HX5, worin X eine
beliebige Kombination von Halogenen darstellt, von denen wenigstens
eines von Fluor verschieden ist, oder durch Dismutation von HCFC
124 (Tetrafluorchlorethan C2HF4Cl)
zu HFC 125 und HCFC 123 produziert.
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Der
erstgenannte Weg ist direkter als der zuletzt genannte Weg, hat
aber eine niedrigere Selektivität.
Wenn die Reaktionsbedingungen in Richtung der Produktion von HFC
125 forciert werden, werden erhebliche Mengen an CFC 115 gebildet,
oder, wenn die Reaktion derart ausgeführt wird, daß die Selektivität begünstigt wird,
sind die aus der Umsetzung erhaltenen Pentafluorethanmengen ungenügend, um das
Verfahren technisch wirtschaftlich ausführen zu können. Darüber hinaus ist es in dem Fluorierungsverfahren
erforderlich, HCFC 124 mit hoher Reinheit anzuwenden, frei von CFC
114, das in der Fluorierungsreaktion zur Bildung von CFC 115 führen würde, wie
in WO 95/16654 ausgeführt
wird. Die Reinigung von HCFC 124 in dem Fluorierungsverfahren stellt
daher zusätzliche
Kosten dieses Verfahrens dar.
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Auch
in den Verfahren zur Herstellung von Pentafluorethan durch Dismutation
von HCFC 124, das durch Fluorieren der vorstehend angeführten halogenierten
Verbindungen und anschließende
Reinigung zur Abtrennung von CFC 114 erhalten wird, ist es nicht
möglich,
hohe Umwandlungen zu erzielen, da CFC 115 zusammen mit anderen Nebenprodukten
gebildet wird, wenngleich in niedrigeren Mengen als im Direktfluorierungsverfahren.
Siehe hierzu das US-Patent
5,841,006 im Namen der Anmelderin.
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Als
Fazit ergibt sich somit, daß die
Gewinnung von sehr reinem HFC 125 durch Direktsynthese nach den
Verfahren gemäß dem Stand
der Technik den Nachteil aufweist, die Verfahrensausbeute zu vermindern
und/oder die Produktionskosten infolge des Reinigungsschrittes der
Zwischenverbindungen zu erhöhen.
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In
alternativer Weise können
Verfahren angewendet werden, die eine Reinigung des HFC 125 von
CFC 115 ermöglichen.
In
EP 0 687 660 wird
ein Verfahren zur Reinigung von HFC 125 durch Umsetzen eines aus
wenigstens 85 Vol.% Pentafluorethan und nicht über 15 Vol.% Chlorpentafluorethan
gebildeten Gemisches mit Wasserstoff in Gegenwart eines Gruppe VIII-Metallkatalysators
bei Temperaturen im Bereich von 170 bis 400 °C beschrieben. Bekanntlich erfordern
Reaktionen, bei denen gasförmiger Wasserstoff
eingesetzt wird, eine spezielle Anlage, weil dieses Gas brennbar
und explosiv ist und darüberhinaus
mit verschiedenen metallischen Materialien unverträglich ist.
In
EP 0 508 631 wird
ein Verfahren zur Verringerung von CFC 115 durch dessen Absorption
in einer organischen Lösung
eines komplexen Metallhydrids beschrieben. Die Anwendung dieses
Reaktanten zieht hohe Kosten nach sich. Darüber hinaus entwickeln Hydride
in Gegenwart von Feuchtigkeitsspuren Wasserstoff, wodurch auch in diesem
Falle das zutrifft, was für
das Verfahren von
EP 0 687 660 gesagt
worden ist. In der US-Patentschrift 5,346,595 wird ein mehrstufiges
Destillationsverfahren zur Abtrennung von CFC 115 aus HFC 125 beschrieben.
Das Verfahren erfordert einen gesonderten Destillationsabschnitt
und wenigstens zwei verschiedene Destillationsschritte, wobei bei
verschiedenen Drücken
gearbeitet wird, mit einem fakultativen Rücklauf im zweiten Schritt.
Die maximal erreichbare Reinheit von HFC 125 beträgt 99,8
%, mit einem Restgehalt an CFC 115 von 0,2 %, was nach wie vor sehr
hoch ist.
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Die
EP 0 356 892 offenbart ein
Verfahren zur Herstellung von partiell fluorierten Ethanen mit der Formel
CF
3-CFH
xCl
2-x (x=0,1,2) durch Umsetzen eines partiell
fluorierten Ethans mit der Formel C
2F
3H
xCl
2-x (x=0,1,2)
mit einem Fluorierungsmittel mit der Formel CF
3-xCl
x-CH
3-yCl
y (x=0,1,2; y=0,1,2,3) und Inkontaktbringen
der Reaktanten mit einem Katalysator auf Chrombasis. Die erhaltenen
Produkte sind nicht rein und eine gewisse Menge an HF oder HCl findet
sich stets als Nebenprodukt.
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In
EP 0 612 709 wird ein Verfahren
zum Reinigen von Pentafluorethan von Chlorpentafluorethan durch
Ausführung
einer katalytischen Fluorierung des Gemisches in der Gasphase über einem
Katalysator auf Chrombasis unter Zugabe von HF beschrieben.
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Es
bestand daher der Bedarf nach einem vereinfachten Verfahren zum
Reinigen von HFC 125 von CFC 115, das wirtschaftlich kostengünstiger
ist als die Verfahren nach dem Stand der Technik und das insbesondere
nicht eine spezielle, gegenüber Fluorwasserstoff
oder Wasserstoff beständige
Anlage benötigt.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Lösung dieses technischen Problems.
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Es
stellt ein Ziel der vorliegenden Erfindung dar, ein fluorwasserstofffreies,
in der Gasphase ablaufendes Verfahren zum weitgehenden Verringern der
Menge an von in Pentafluorethan (HFC 125) vorliegender Chlorpentafluorethan(CFC
115)-Verunreinigung zu schaffen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß Pentafluorethan über einen
Fluorierungskatalysator in fester Phase, gegebenenfalls auf einem
Träger,
bei Temperaturen im Bereich von 200 °C bis 400 °C, vorzugsweise 280 °C bis 350 °C, strömen gelassen
wird, wobei eine Umsetzung von Chlorpentafluorethan mit Pentafluorethan
unter Ausbildung von Hexafluorethan (FC 116) und Tetrafluorchlorethan (HCFC
124) erhalten wird.
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Sowohl
FC 116 als auch HCFC 124 sind von HFC 125 leicht abtrennbar; darüber hinaus
kann HCFC 124 in das Syntheseverfahren von HFC 125 recycliert werden.
FC 116 ist ein technisch wertvolles Produkt. Das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung benötigt
nicht die Zugabe von Reaktanten, die CFC 115 in ein von HFC 125
leicht abtrennbares Produkt umwandeln.
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Der
Katalysator mit dreiwertigem Chromsalz kann beispielsweise jener
sein, der in den Verfahren nach dem Stand der Technik zur Herstellung
von HFC 125 verwendet wird, beispielsweise durch Fluorierung von
Perchlorethylen mit Fluorwasserstoff (WO 95/16654) oder durch Dismutation
von HCFC 124 (US-Patent
5,345,014).
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Das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung kann direkt im gleichen Reaktor ausgeführt werden, der zur Gewinnung
von HCFC 124 verwendet wird, mit offensichtlichem wirtschaftlichem
Vorteil.
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Die
Kontaktzeit mit dem Katalysator, gemessen als das Verhältnis zwischen
dem Katalysatorvolumen und demjenigen des Gasstroms bei Arbeitstemperatur
und Arbeitsdruck, liegt im Bereich von 1 – 30 Sekunden, vorzugsweise
5 – 20
Sekunden.
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Der
Arbeitsdruck ist nicht kritisch, vorzugsweise wird jedoch im Bereich
von 1 – 10
bar gearbeitet.
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Die
Umsetzung wird dadurch ausgeführt, daß das CFC
115/HFC 125-Gemisch,
gegebenenfalls verdünnt
mit einem Inertgas, durch den Katalysator in einem Festbett oder
Fließbett
strömen
gelassen wird. Wenn der Katalysator in einem Fließbett vorliegt,
weisen die Katalysatorteilchen eine für diesen Prozeß geeignete
Größe auf.
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Der
Fluorierungskatalysator ist vorzugsweise ein Chromsalz. Vorzugsweise
ist der Katalysatorträger
Aluminiumflorid AlF3, das durch Fluorierung von
Aluminiumoxid erhältlich
ist und einen Fluorgehalt von nicht unter 90 %, vorzugsweise nicht
unter 95 %, bezogen auf die Stöichiometrie,
aufweist.
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Im
Allgemeinen besteht das verwendete Aluminiumfluorid hauptsächlich aus
gamma-Phase, wie in FR 1,383,927 beschrieben, und weist im Allgemeinen
eine Oberfläche
im Bereich 25-35 m2/g auf. Wenn der Katalysator
in einem Fließbett
eingesetzt wird, muß der
Träger
eine für
diese Reaktortype geeignete Korngröße aufweisen, wie dem Fachmann bekannt
ist.
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Die
Chrommenge in dem Trägerkatalysator liegt
im Bereich von 5-15 Gew.%, vorzugsweise 10-15 %, berechnet als Metallmenge
und bezogen auf das Gewicht des fertigen Trägerkatalysators.
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Der
Trägerkatalysator
wird vorzugsweise durch Imprägnieren
des Trägers
mit einer wässerigen
Lösung
eines löslichen
Chromsalzes hergestellt. Das Imprägnieren des Trägers kann
nach jeder im Stand der Technik bekannten Methode vorgenommen werden,
beispielsweise nach der als "Trockenimprägnierung" bekannten Methode.
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Gemäß dieser
Methode wird das Imprägnieren
dadurch ausgeführt,
daß auf
den Träger
aufeinanderfolgend aliquote Anteile einer Imprägnierlösung in solcher Weise aufgegossen
werden, daß das
Gesamtvolumen nicht größer ist
als das Volumen der Aluminiumfluoridporen. Die Imprägnierlösung wird durch
Auflösen
der erforderlichen Mengen der entsprechenden Salze, vorzugsweise
der Chloride, des dreiwertigen Chroms in Wasser bereitet. Die Lösung wird
in aliquoten Anteilen auf den Träger
aufgegossen, wobei nach jeder Zugabe ein Trocknen bei 110 °C während einiger
Stunden erfolgt, um das Wasser aus den Poren des Trägers zu
verdampfen.
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Der
trägerfreie
Katalysator wird nach in der Technik bekannten Methoden hergestellt,
beispielsweise durch Ausfällen
aus einem löslichen
dreiwertigen Chromsalz, wie im US-Patent 5,345,014 beschrieben.
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Vor
dem Gebrauch wird der Katalysator durch Kalzinieren während 4 – 8 Stunden
in einem Inertgasstrom bei einer Temperatur von etwa 400 °C und anschließendes Behandeln
mit wasserfreiem Fluorwasserstoff bei 360 °C während einer zwischen 12 und
24 Stunden betragenden Zeitdauer aktiviert. Dieser Vorgang kann
in dem zum Reinigen von HFC 125 verwendeten Reaktor vorgenommen
werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann die Reinigung von HFC 125 bis zu dem gewünschten Ausmaß an Restmenge
an CFC 115 ausgeführt
werden, wobei die Reaktionstemperatur, die Kontaktzeit und gegebenenfalls
ein Recyclieren des Produktes kombiniert werden, da in der Reaktion
gemäß der Erfindung
der HFC 125-Abbau vernachlässigbar
ist und praktisch die mit dem Verfahren der Erfindung erzielte HFC
125-Ausbeute im Wesentlichen quantitativ ist.
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Während der
Gebrauches unterliegt der Katalysator einer langsamen Desaktivierung,
infolge der Ablagerung von organischen Substanzen; er kann durch
Behandeln mit Luft bei einer Temperatur im Bereich von 300 °C – 400 °C während 4-8
Stunden und anschließend
mit wasserfreiem Fluorwasserstoff bei 360 °C während 12-24 Stunden regeneriert
werden.
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Das
Molverhältnis
zwischen CFC 115 und HFC 125 in dem gasförmigen Speisegemisch ist nicht
kritisch; beispielsweise kann es von 0,1 bis 4 % betragen.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung ist aus technischer Sicht vorteilhaft,
weil es ausreicht, das zu reinigende HFC 125 über ein Katalysatorbett bei
den angeführten
Temperaturen ohne Zugabe irgendeiner anderen Reaktionskomponente
strömen zu
lassen, insbesondere ohne Verwendung von Fluorwasserstoff Dies vereinfacht
die Konstruktion und den Betrieb der Anlage ganz wesentlich, da
keine HF-Einspeise- und -abtrennabschnitte benötigt werden, die bekanntlich
die kritischsten Teile darstellen. Darüber hinaus werden nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren überraschenderweise
nur technisch brauchbare Produkte erhalten, und das Auftreten von unbrauchbaren
Nebenprodukten ist vernachlässigbar.
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Zur
Erläuterung
und nicht zur Beschränkung der
Anwendungsmöglichkeiten
der Erfindung werden einige Beispiele angeführt.
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Beispiel 1
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150
g (120 ml) Trägerkatalysator
mit einem Gehalt an 10 Gew.% Chrom auf Aluminiumfluoridträger mit
einer zur Anwendung in einem Fließbett geeigneten Korngröße werden
in einen Inconel® 600-Reaktor mit einem
Durchmesser von 50 mm eingeführt,
der an seiner Basis ein poröses
Septum aufweist und elektrisch beheizt wird, wobei die vorgewärmten und
vorgemischten Reaktanten vom Boden her eingeführt werden. Der Katalysator
wird durch Behandlung mit Stickstoff und anschließend mit
wasserfreiem Fluorwasserstoff aktiviert, wie vorstehend beschrieben.
Anschließend
wir die Reaktortemperatur auf 320 °C gebracht. Bei einem Druck
von 1 atm werden 1,70 Mol/h eines CFC 115/HFC 125-Gemisches mit
einem Gehalt an etwa 0,15 Mol% CFC 115 eingespeist. Die Kontaktzeit
beträgt
5,2 Sekunden. Die aus dem Reaktor ausströmenden Gase werden in Wasser
gewaschen, um Säurespuren
zu absorbieren, und mit einem Gaschromatographen mit einem Wärmeleitfähigkeitsdetektor
analysiert, der mit einer aus Perfluorethern auf einem inerten Träger (Fluorcol® oder äquivalente
Träger)
gebildeten Säule
ausgestattet ist. Die Ergebnisse der gaschromatographischen Analyse
an dem Produktgemisch sind nachfolgend wiedergegeben. Die Ergebnisse
sind in Mol% ausgedrückt.
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Die
Umwandlung von CFC 115 beträgt
45 %. In der Umsetzung werden äquimolare
Mengen an CFC 116 und HCFC 124 gebildet.
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Beispiel 2
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Unter
den in Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen wird eine Katalysatormenge
von 600 g (480 ml) verwendet und die Einspeisung und Reaktionstemperatur
(320 °C)
sind die gleichen wie in Beispiel 1, die Kontaktzeit beträgt 21 Sekunden.
Die aus dem Reaktor abströmenden
Gase werden wie in Beispiel 1 angegeben behandelt und analysiert.
Die Ergebnisse sind nachstehend angeführt (in Mol%):
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Die
Umwandlung von CFC 115 beträgt
65 %.
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Beispiel 3
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In
einen Inconel
® Rohrreaktor
mit einem Durchmesser von 7 mm werden 14 g (etwa 11 ml) Katalysator
eingebracht. Nach dem Aktivieren mit Stickstoff und Fluorwasserstoff,
wie zuvor beschrieben, wir der Katalysator auf eine Temperatur von
350 °C erwärmt und
4,6 ml/min, entsprechend 11,5 mMol/h an HFC 125 mit einem Gehalt
an 0,15 Mol% CFC 115 werden eingespeist, wobei das Gemisch mit einer Heliummenge
entsprechend 10 ml/min verdünnt wird,
wodurch eine Kontaktzeit von 21 Sekunden erhalten wird. Die aus
dem Reaktor abströmenden Gase
werden wie in Beispiel 1 angegeben behandelt und analysiert. Die
Ergebnisse sind nachstehend angeführt (in Mol%):
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Die
Umwandlung von CFC 115 beträgt
92 %. Wie ersichtlich, ist bei einem Arbeiten bei hoher Temperatur
und mit einer ausreichend langen Kontaktzeit selbst nach nur einer
Stufe die Abwesenheit von CFC 115 nahezu vollständig.
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Beispiel 4
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Der
Reaktor von Beispiel 1 wird mit 163 g (120 ml) Katalysator betrieben,
der aus Chromoxid in Pelletform mit einer 1/8" Zylinderform besteht (Engelhard® E-410T}.
In den Reaktor wird HFC 125 mit einem Gehalt an 0,15 Mol% CFC 115
mit einem Durchsatz von 0,425 Mol/h eingeführt. Die Reaktionstemperatur
beträgt
320 °C und
die Kontaktzeit liegt bei 20 Sekunden. Die aus dem Reaktor abströmenden Gase
werden wie in Beispiel 1 angegeben behandelt und analysiert. Die
Ergebnisse sind nachstehend angeführt (in Mol%).
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Die
CFC 115-Umwandlung beträgt
89 %.
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Beispiel 5
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Beweis
dafür,
daß das
Fehlen von CFC 115 nicht auf die im Stand der Technik bekannt Dismutationsreaktion
zurückzuführen ist,
sondern auf die Umsetzung zwischen HFC 125 und CFC 115 gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Es
wurden die folgenden beiden Versuche ausgeführt.
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In
dem ersten Versuch (Versuch 5A) wurden der gleiche Katalysator und
die gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 angewendet, und 1,74
Mol/h eines CFC 115/HFC 125-Gemisches mit einem Gehalt an 2,5 %
CFC 115 werden eingespeist. Die aus dem Reaktor abströmenden Gase
werden wie in Beispiel 1 angegeben behandelt und analysiert. Die
Ergebnisse sind in Mol% angegeben, bezogen ausschließlich auf
die organische Fraktion, siehe die nachfolgenden Angaben:
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In
dem zweiten Versuch (Vergleichsversuch 5B) werden unter den gleichen
Bedingungen, wie sie vorstehend angewendet werden, 1,74 Mol/h eines Stickstoff/CFC
115-Gemisches mit einem Gehalt an 2,35 % CFC 115 eingespeist. Die
aus dem Reaktor abströmenden
Gase werden wie zuvor behandelt und analysiert. Die erhaltenen Ergebnisse,
bezogen ausschließlich
auf die organische Fraktion, sind wie folgt:
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Aus
den Ergebnissen folgt, daß die
Umwandlung von CFC 115 im Versuch A 18 % und im Versuch B 9,5 %
beträgt.
Dies bedeutet, daß in
Abwesenheit von HFC 125 und bei gleicher CFC 115-Einspeisung die
Umwandlung von CFC 115 um 50 % abnimmt. Darüber hinaus enthält das im
Versuch B erhaltene Produktgemisch verschiedene Chlorfluorkohlenstoffe,
die keinen technischen Nutzen haben, da sie, wie allgemein bekannt,
durch den Montreal-Vertrag verbannt sind.