-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
thermoplastischen Elastomerzusammensetzung durch Mischen von Kautschuk und
eines thermoplastischen Harzes in der Schmelze mit einem Extruder
und ein Automobil-Innenteil, das ein durch ein solches Verfahren
erhältliches
thermoplastisches Elastomer umfasst.
-
Eine
thermoplastische Elastomerzusammensetzung hat eine breite Anwendung
in verschiedenen Bereichen, wie Automobilteilen, Teilen von Elektrogeräten und
verschiedenartigen Gütern,
gefunden, da (i) kein Vulkanisationsprozess notwendig ist und (ii)
eine herkömmliche
Formmaschine für
ein thermoplastisches Harz zum Formen der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
verwendbar ist.
-
Als
thermoplastische Elastomerzusammensetzung sind eine thermoplastische
Olefin-Elastomerzusammensetzung
und eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung auf Styrolbasis
bekannt. Als die erste Zusammensetzung sind im Allgemeinen bekannt
(i) eine nichtvernetzte Zusammensetzung, die durch Mischen eines
Olefincopolymer-Kautschuks und eines Olefinpolymerharzes erhalten
wird und (ii) eine vernetzte Zusammensetzung, die durch Mischen
eines Olefincopolymer-Kautschuks und eines Olefinpolymerharzes in
der Schmelze in Anwesenheit eines Vernetzungsmittels, wie einem
organischen Peroxid, um dynamisches Vernetzen durchzuführen, erhalten
wird. Als die zweite Zusammensetzung sind Zusammensetzungen bekannt,
wie (i) eine Zusammensetzung, die ein Styrol-Butadien-Blockcopolymer und
ein Olefinpolymerharz umfasst, (ii) eine Zusammensetzung, die ein Styrol-Isopren-Blockcopolymer
und ein Olefinpolymerharz umfasst, und (iii) eine Zusammensetzung, die
ein Hydrierungsprodukt des Blockcopolymers und ein Olefinpolymerharz
umfasst.
-
Als
ein Verfahren zur Herstellung einer nichtvernetzten thermoplastischen
Elastomerzusammensetzung ist ein Verfahren bekannt, bei dem Kautschuk
und ein thermoplastisches Harz mit einer geschlossenen Knetmaschine,
wie einem Banbury-Mischer und einem Kneter, verknetet werden. Jedoch
ist dieses Herstellungsverfahren nicht effizient, da das Herstellungsverfahren
eine diskontinuierliche Knetmaschine mit geringer Produktivität, wie einen Banbury-Mischer
und einen Kneter, verwendet.
-
Als
ein Verfahren zur Herstellung einer vernetzten thermoplastischen
Elastomerzusammensetzung ist ein Verfahren bekannt, bei dem Kautschuk und
ein thermoplastisches Harz vorab mit einer geschlossenen Knetmaschine,
wie einem Banbury-Mischer
und einem Kneter, verknetet werden; das resultierende Knetprodukt
wird anschließend
granuliert, um Pellets zu erhalten; und die Pellets und ein Vernetzungsmittel
werden dann in einem Extruder in der Schmelze gemischt, um dynamisches
Vernetzen durchzuführen.
Jedoch hat das Herstellungsverfahren Probleme derart, dass (1) das
Verfahren einen Schritt benötigt,
bei dem der Kautschuk und ein thermoplastisches Harz vor dem dynamischen
Vernetzungsschritt verknetet werden und (2) das Verfahren kompliziert
und uneffizient ist, da das Verfahren eine diskontinuierliche Knetmaschine
mit geringer Produktivität,
wie einen Banbury-Mischer und einen Kneter, verwendet.
-
JP-A
58-25340 und
JP-A 58-152023 offenbaren
ein Verfahren, bei dem ein Gemisch eines Olefincopolymer-Kautschuks
in Partikelform mit einem Olefinpolymerharz in Pelletform durch
einen Trichter (engl. „hopper") einem Extruder
zugeführt
wird, um den Olefincopolymer-Kautschuk und das Olefinpolymerharz
in der Schmelze zu mischen und dann das dynamische Vernetzen durchzuführen. Da
jedoch der Olefincopolymer-Kautschuk in Partikelform klebrig ist,
kann Kautschuk mit einer Größe, die
der eines Pellets ähnlich
ist, kaum erhalten werden; folglich wird die Größe des Olefincopolymer-Kautschuks
in Partikelform größer als
die des Olefinpolymerharzes in Pelletform, so dass sich das Gemisch
daraus in dem Trichter leicht trennt; und es ist deshalb schwierig,
eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung zu erhalten, die
ein einheitliches Zusammensetzungsverhältnis zwischen dem Olefincopolymer-Kautschuk
und dem Olefinpolymerharz aufweist.
-
EP 0 837 098 offenbart auch
ein derartiges Verfahren zur Herstellung einer Kautschuk-Zusammensetzung.
-
Obwohl
eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung nun breite Verwendungen
für Automobil-Innenteile,
wie ein Instrumentenpanel (Armaturenbrett), das eine exzellente
Anti-Beschlag-Eigenschaft
erfordert, findet, kann eine derartige thermoplastische Elastomerzusammensetzung
mit exzellenter Anti-Beschlag-Eigenschaft kaum durch das vorstehend
erwähnte
Verfahren erhalten werden, da die Verarbeitungszeit, die ein Verfahren
zur Herstellung der Zusammensetzung benötigt, so lang ist, dass der
Kautschuk und das Harz sich während
der Verarbeitung unter Bildung flüchtiger Verbindungen mit niedrigem
Molekulargewicht verschlechtern. Nimmt man ein Auto als Beispiel,
verdampfen verschiedene Arten derartiger flüchtiger Verbindungen mit niedrigem
Molekulargewicht, die in der Zusammensetzung enthalten sind und
diese kondensieren dann an der Fensterscheibe des Autos, wobei die Scheibe
beschlägt,
was eine Unannehmlichkeit in Form einer Behinderung der Sicht des
Fahrers verursacht. Mit dem vorstehend erwähnten Begriff "Anti-Beschlag-Eigenschaft" ist die Eigenschaft
gemeint, frei von dieser Unannehmlichkeit zu sein.
-
Demgemäß ist es
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Verfahren
zur Herstellung einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
und eines verbesserten thermoplastischen Elastomers bereitzustellen.
-
Es
ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ein Verfahren mit hoher
Effizienz zur Herstellung einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung, die
ein einheitliches Zusammensetzungsverhältnis aufweist, bereitzustellen.
-
Es
ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung eine thermoplastische
Elastomerzusammensetzung bereitzustellen, die eine exzellente Anti-Beschlag-Eigenschaft
aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung einer
thermoplastischen Elastomerzusammensetzung gemäß den Ansprüchen 1 bis 7 bereit.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Automobil-Innenteil gemäß Anspruch
8 bereit.
-
Einen
weiteren Bereich für
die Anwendbarkeit der vorliegenden Erfindung wird aus der nachstehend
angegebenen detaillierten Beschreibung offensichtlich werden. Jedoch
ist es selbstverständlich, dass
die detaillierte Beschreibung und die spezifischen Beispiele, obwohl
sie bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung zeigen, nur zum Zweck der Veranschaulichung gemacht
werden, da verschiedene Änderungen
und Modifikationen innerhalb des Umfangs der Erfindung einem Fachmann
aus dieser detaillierte Beschreibung offensichtlich werden.
-
Die
vorliegende Erfindung wird aus der nachstehend gegebenen detaillierten
Beschreibung und aus den begleitenden Zeichnungen, die nur zum Zweck
der Veranschaulichung gemacht werden und folglich die vorliegende
Erfindung nicht beschränken, verständlicher.
-
1 zeigt ein Beispiel von
Ausführungsformen
gemäß der vorliegenden
Erfindung und zeigt ein exemplarisches Verfahren zur Herstellung
einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung unter Verwendung
von zwei Extrudern.
-
2 zeigt eine Ausführungsform
von Schnecken und einer Trommel, die unter einem Einlassstutzen 14 in
dem Extruder 12, gezeigt in 1, angeordnet
sind.
-
3 zeigt ein Beispiel von
Ausführungsformsformen
gemäß der vorliegenden
Erfindung und zeigt ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer vernetzten
thermoplastischen Elastomerzusammensetzung durch Mischen in der
Schmelze und dynamisches Vernetzen eines Olefincopolymer-Kautschuks und
eines Olefinpolymerharzes.
-
4 zeigt eine Schnittdarstellung
eines Geräts
gemäß den in
der ISO 6452 festgesetzten Vorschriften, das zur Messung des Trübungswertes des
Beschlagens verwendet wird.
-
5 zeigt einen Aufbau des
in dem Beispiel der vorliegenden Erfindung verwendeten Geräts.
-
In
den 1 und 2 kennzeichnet jedes der Bezugszeichen
L1, L2 und L3 die Länge
einer Seite eines Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form; L4 kennzeichnet
den Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken; und L5 kennzeichnet eine Ganghöhe einer Schnecke. Die Bezugsziffern
sind wie folgt gekennzeichnet:
-
Bezugszeichenliste
-
- 11, 22 und 40 – Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form,
wobei der Begriff "nahezuwürfelförmige Form" eine rechtwinklige
Parallelepiped-Form bedeutet.
- 12, 13, 23, 24, 42 und 43 – Extruder
- 14, 15, 25, 26, 27, 41, 44 und 45 – Einlassstutzen,
- 16 und 17 – Achse einer Schnecke
- 18 und 19 – Gang einer Schnecke,
- 20 und 21 – Trommel
- 28 und 46 – Öffnung,
- 29 und 47 – Dispergierzone
- 30, 48, 49 und 50 – Zone des
dynamischen Vernetzens,
- 31 – Ölbad
- 32 – Öl,
- 33 – Glasplatte
- 34 – Kühlplatte
versehen mit einem Temperaturregler,
- 35 – Becherglas
- 36 – ringförmige Packung
aus Silikonkautschuk,
- 37 – Probe,
und
- 38 und 39 – Metallring.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist nicht besonders auf den verwendeten Kautschuk beschränkt und
kann vorzugsweise für
klebrigen Kautschuk verwendet werden. Hierin bedeutet der Begriff "klebriger Kautschuk" solchen mit der
Eigenschaft, dass wenn der Kautschuk zu Pellets geformt wird, die
Pellets miteinander aggregieren, um aggregierte Klumpen zu bilden,
die nicht einfach in die ursprünglichen
Pellets gebrochen werden können.
-
Der
klebrige Kautschuk schließt
zum Beispiel einen Olefincopolymer-Kautschuk, einen Styrolkautschuk,
wie einen emulsionspolymerisierten Styrol-Butadien-Kautschuk und
einen lösungspolymerisierten
Styrol-Butadien-Kautschuk, einen Polyisobutenkautschuk, einen Butadienkautschuk,
einen Naturkautschuk, einen Isoprenkautschuk, einen Olefinkautschuk, einen
Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, einen Fluorkautschuk, einen Vinylpyridinkautschuk,
einen Siliconkautschuk, einen Butadien-Methylmethacrylat-Kautschuk,
einen Acrylkautschuk, einen Ethylen-Acryl-Kautschuk, einen Polyurethankautschuk,
einen Epichlorhydrinkautschuk, einen Butylkautschuk, einen Chlorbutylkautschuk
und einen Brombutylkautschuk ein. Von diesen ist der Olefincopolymer-Kautschuk
für das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung besonders bevorzugt.
-
Der
vorstehend erwähnte
Begriff "Olefincopolymer-Kautschuk" meint ein amorphes
und elastisches statistisches Copolymer, wobei der Gehalt an einer
sich wiederholenden Einheit, die von einem Olefin abgeleitet ist,
in dem Kautschuk nicht weniger als 50 Mol-% beträgt. Als der Olefincopolymer-Kautschuk
kann ein Copolymer beispielhaft aufgeführt werden, das durch Copolymerisieren
einer Kombination von zwei oder mehreren Monomeren, ausgewählt aus α-Olefinen
mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen und Ethylen erhalten wurde.
-
Beispiele
der α-Olefine
mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen sind geradkettige α-Olefine,
die zum Beispiel Propen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 1-Hepten, 1-Octen,
1-Nonen, 1-Decen, 1-Undecen,
1-Dodecen, 1-Tridecen, 1-Tetradecen, 1-Pentadecen, 1-Hexadecen,
1-Heptadecen, 1-Octadecen, 1-Nonadecen und 1-Eicosen einschließen; und
verzweigte α-Olefine,
die zum Beispiel 3-Methyl-1-buten, 3-Methyl-1-penten, 4-Methyl-1-penten,
2-Ethyl-1-hexen und 2,2,4-Trimethyl-1-penten einschließen.
-
Beispiele
für die
Kombination von zwei oder mehreren Monomeren ausgewählt aus α-Olefinen mit 3 bis
20 Kohlenstoffatomen und Ethylen sind Ethylen/Propen, Ethylen/1-Buten,
Ethylen/1-Hexen, Ethylen/1-Octen, Propen/1-Buten, Propen/1-Hexen, Propen/1-Octen,
Ethylen/Propen/1-Buten, Ethylen/Propen/1-Hexen, Ethylen/Propen/1-Octen,
Propen/1-Buten/1-Hexen,
Propen/1-Buten/1-Octen, Propen/1-Buten/1-Hexen/1-Octen, Ethylen/Propen/1-Buten/1-Hexen,
Ethylen/Propen/1-Buten/1-Octen und Ethylen/Propen/1-Buten/1-Hexen/1-Octen.
-
Der
Olefincopolymer-Kautschuk kann ein Copolymer aus zwei oder mehreren
Monomeren, ausgewählt
aus α-Olefinen
mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen und Ethylen mit einem nichtkonjugierten
Polyene einschließen.
Beispiele des nichtkonjugierten Polyens schließen aliphatische nichtkonjugierte
Polyene, alicyclische nichtkonjugierte Polyene und aromatische nichtkonjugierte
Polyene ein. Die aliphatischen nichtkonjugierten Polyene schließen geradkettige
aliphatische nichtkonjugierte Polyene und verzweigte aliphatische
nichtkonjugierte Polyene ein. Diese nichtkonjugierten Polyene können ein
Halogenatom oder eine Alkoxygruppe, Arylgruppe, Aryloxygruppe, Aralkylgruppe,
Aralkoxygruppe oder andere Gruppen an Stelle des Wasserstoffatoms
in ihren Molekülen
aufweisen.
-
Spezifische
Beispiele der aliphatischen nichtkonjugierten Polyene schließen 1,4-Hexadien, 1,5-Hexadien,
1,6-Heptadien, 1,6-Octadien, 1,7-Octadien, 1,8-Nonadien, 1,9-Decadien,
1,13-Tetradecadien, 1,5,9-Decatrien, 3-Methyl-1,4-hexadien, 4-Methyl-1,4-hexadien,
5-Methyl-1,4-hexadien, 4-Ethyl-1,4-hexadien,
3-Methyl-1,5-hexadien, 3,3-Dimethyl-1,4-hexadien,3,4-Dimethyl-1,5-hexadien, 5-Methyl-1,4-heptadien,
5-Ethyl-1,4-heptadien, 5-Methyl-l,5-heptadien,
6-Methyl-l,5-heptadien, 5-Ethyl-l,5-heptadien, 3-Methyl-l,6-heptadien, 4-Methyl-1,6-heptadien,
4,4-Dimethyl-1,6-heptadien, 4-Ethyl-1,6-heptadien, 4-Methyl-1,4-octadien,
5-Methyl-1,4-octadien, 4-Ethyl-1,4-octadien, 5-Ethyl-1,4-octadien,
5-Methyl-1,5-octadien, 6-Methyl-1,5-octadien, 5-Ethyl-1,5-octadien, 6-Ethyl-1,5-octadien,
6-Methyl-1,6-octadien, 7-Methyl-1,6-octadien, 6-Ethyl-1,6-octadien,
6-Propyl-1,6-octadien, 6-Butyl-1,6-octadien, 4-Methyl-1,4-nonadien,
5-Methyl-1,4-nonadien, 4-Ethyl-1,4-nonadien, 5-Ethyl-1,4-nonadien,
5-Methyl-1,5-nonadien, 6-Methyl-1,5-nonadien, 5-Ethyl-1,5-nonadien,
6-Ethyl-1,5-nonadien, 6-Methyl-1,6-nonadien, 7-Methyl-1,6-nonadien, 6-Ethyl-1,6-nonadien,
7-Ethyl-1,6-nonadien, 7-Methyl-1,7-nonadien, 8-Methyl-1,7-nonadien, 7-Ethyl-1,7-nonadien,
5-Methyl-1,4-decadien, 5-Ethyl-1,4-decadien, 5-Methyl-1,5-decadien,
6-Methyl-1,5-decadien, 5-Ethyl-1,5-decadien, 6-Ethyl-1,5-decadien,
6-Methyl-1,6-decadien, 6-Ethyl-1,6-decadien, 7-Methyl-1,6-decadien, 7-Ethyl-1,6-decadien,
7-Methyl-1,7-decadien, 8-Methyl-1,7-decadien, 7-Ethyl-1,7-decadien, 8-Ethyl-1,7-decadien,
8-Methyl-1,8-decadien, 9-Methyl-1,8-decadien, 8-Ethyl-1,8-decadien,
6-Methyl-1,6-undecadien, 9-Methyl-1,8-undecadien, 6,10-Dimethyl-1,5,9-undecatrien,
5,9-Dimethyl-1,4,8-decatien, 4-Ethyliden-8-methyl-l,7-nonadien,
13-Ethyl-9-methyl-1,9,12-pentadecatrien, 5,9,13-Trimethyl-1,4,8,12-tetradecadien,
8,14,16-Trimethyl-1,7,14-hexadecatrien
und 4-Ethyliden-l2-methyl-1,11-pentadecadien ein.
-
Spezifische
Beispiele der alicyclischen nichtkonjugierten Polyene schließen Vinylcyclohexen, 5-Vinyl-2-norbornen,
5-Ethyliden-2-norbornen, 5-Methylen-2-norbornen, 5-Isopropenyl-2-norbornen, Cyclohexadien,
Dicyclopentadien, Cyclooctadien, 2,5-Norbornadien, 2-Methyl-2,5-norbornadien, 2-Ethyl-2,5-norbornadien,
2,3-Diisopropyliden-5-norbornen, 2-Ethyliden- 3-isopropyliden-5-norbornen, 6-Chlormethyl-5-isopropenyl-2-norbornen,
1,4-Divinylcyclohexan,
1,3-Divinylcyclohexan, 1,3-Divinylcyclopentan, 1,5-Divinylcyclooctan,
1-Allyl-4-vinylcyclohexan, 1,4-Diallylcyclohexan, 1-Allyl-5-vinylcyclooctan,
1,5-Diallylcyclooctan,
1-Allyl-4-isopropenylcyclohexan, 1-Isopropenyl-4-vinylcyclohexan,
1-Isopropenyl-3-vinylcyclopentan
und Methyltetrahydroinden ein.
-
Spezifische
Beispiele für
aromatische nichtkonjugierte Polyene schließen Divinylbenzol und Vinylisopropenylbenzol
ein.
-
Bevorzugte
Beispiele des vorstehend erwähnten
Olefincopolymer-Kautschuks schließen Ethylen-Propen-Copolymer-Kautschuk,
Ethylen-Propen-nichtkonjugiertes-Dien-Copolymer-Kautschuk, Ethylen-1-Buten-nichtkonjugiertes-Dien-Copolymer-Kautschuk
und Propen-1-Buten-Copolymer-Kautschuk
ein.
-
In
der vorliegenden Erfindung ist der Olefincopolymer-Kautschuk zur
Herstellung der vernetzten thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
bevorzugt. Unter diesen sind Ethylen-Propen-nichtkonjugiertes-Dien-Copolymer-Kautschuk
und Ethylen-Propen-Copolymer-Kautschuk
bevorzugt. Als das hierin verwendete nichtkonjugierte Dien werden Dicyclopentadien,
1,4-Hexadien, Cyclooctadien, 5-Methylen-2-norbornen und 5-Ethyliden-2-norbornen als die
bevorzugten aufgezählt.
Von diesen ist 5-Ethyliden-2-norbornen stärker bevorzugt. Als der Olefincopolymer-Kautschuk
ist Ethylen-Propen-5-Ethyliden-2-norbornen-Copolymer-Kautschuk mit einem Gehalt
einer vom Propen abgeleiteten Einheit von vorzugsweise etwa 10 bis
55 Gew.-% und stärker
bevorzugt von etwa 20 bis 40 Gew.-% und einem Gehalt einer vom 5-Ethyliden-2-norbornen
abgeleiteten Einheit von vorzugsweise etwa 1 bis 30 Gew.-% und stärker bevorzugt
von etwa 3 bis 20 Gew.-% besonders bevorzugt. Hier bedeuten "100 Gew.-%" die Summe der entsprechenden
Gehalte der vom Ethylen, Propen und 5-Ethyliden-2-norbornen abgeleiteten
Einheiten in dem Copolymer.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung des vorstehend erwähnten Olefincopolymer-Kautschuks
ist nicht besonders beschränkt
und der Kautschuk kann durch jedes auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren hergestellt
werden. Ein für
das Verfahren verwendeter Katalysator ist ebenfalls nicht beschränkt und
Beispiele davon sind ein Katalysator mit mehreren aktiven Zentren
("multiple site"-Katalysator), wie
ein üblicher
fester Katalysator und ein Katalysator mit nur einem aktiven Zentrum
("single site"-Katalysator), der zum
Beispiel solche einschließt,
die bei Verwendung eines Metallocen-Komplexes erhalten werden. Als Olefincopolymer-Kautschuk kann auch
ein im Handel erhältlicher
Kautschuk verwendet werden.
-
Der
Olefincopolymer-Kautschuk weist bei 100°C eine Mooney-Viskosität (ML1 + 4 100 °C)
von vorzugsweise etwa 30 bis 350, stärker bevorzugt von etwa 120
bis 350 und am meisten bevorzugt von etwa 140 bis 300 auf.
-
Wenn
gewünscht,
können
der Kautschuk und das thermoplastische Harz, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, in Kombination mit einem Mineralöl-Weichmacher verwendet
werden. Wie der Mineralöl-Weichmacher
verwendet wird, kann aus den folgenden Verfahren ausgewählt werden:
- (i) Einem Verfahren, bei dem der Mineralöl-Weichmacher
durch einen optionalen Einlassstutzen eines Extruders zugeführt wird;
und
- (ii) einem Verfahren, bei dem der Mineralöl-Weichmacher und der Olefincopolymer-Kautschuk miteinander
vermischt werden, um einen ölgestreckten
Olefincopolymer-Kautschuk
zu erhalten, der dann verwendet wird.
-
Wenn
der Olefincopolymer-Kautschuk bei 100°C eine Mooney-Viskosität (ML1 + 4 100°C)
von etwa 30 bis 80 aufweist, ist das vorstehende Verfahren (i) bevorzugt,
und wenn die Viskosität
etwa 80 bis 350 beträgt,
ist das vorstehende Verfahren (ii) bevorzugt. Wenn die Viskosität etwa 80
bis 170 beträgt, kann
bevorzugt eine Kombination der vorstehenden Verfahren (i) und (ii)
durchgeführt
werden.
-
In
dem Fall wenn ein ölgestreckter
Olefincopolymer-Kautschuk gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, enthält
der ölgestreckte
Olefincopolymer-Kautschuk den Mineralöl-Weichmacher in einer Menge
von üblicherweise
etwa 20 bis 150 Gewichtsteilen und bevorzugt etwa 30 bis 120 Gewichtsteilen
bezogen auf 100 Gewichtsteile des Olefincopolymer-Kautschuks.
-
Mit
dem vorstehend erwähnten
Begriff "Mineralöl-Weichmacher" ist eine hochsiedende
Erdöl-Fraktion
gemeint, die verwendet wird, um die Verarbeitbarkeit und die mechanischen
Eigenschaften der so erhaltenen thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
zu verbessern. Beispiele für
Mineralöl-Weichmacher
sind Paraffin-Fraktionen, Naphthalin-Fraktionen und aromatische Fraktionen.
Von diesen sind Paraffin-Fraktionen bevorzugt. Es ist nicht bevorzugt
einen Mineralöl-Weichmacher
zu verwenden, der einen hohen Gehalt an aromatischen Komponenten
aufweist, da sich die durch die Verwendung eines solchen Mineralöl-Weichmachers
erhaltene thermoplastische Elastomerzusammensetzung in ihrer Färbung verstärken kann,
so dass es schwierig ist, eine derartige thermoplastische Elastomerzusammensetzung
für ein
transparentes oder hell gefärbtes
Produkt zu verwenden oder die thermoplastische Elastomerzusammensetzung
kann in ihrer Lichtbeständigkeit
schlechter werden.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung eines ölgestreckten
Olefincopolymer-Kautschuks, mit anderen Worten ein Verfahren zur
Vermischung eines Mineralöl-Weichmachers
mit Kautschuk ist nicht besonders beschränkt und kann jedes auf dem
Fachgebiet bekannte Verfahren sein. Es gibt beispielsweise:
- (i) Ein Verfahren, bei dem ein Olefincopolymer-Kautschuk
und ein Mineralöl-Weichmacher mechanisch
mit einer Knetmaschine, wie einem Walzwerk (engl. "open roll") und einem Banbury-Mischer,
geknetet werden; und
- (ii) ein Verfahren, bei dem ein Mineralöl-Weichmacher zu einer Lösung, die
einen Olefincopolymer-Kautschuk und ein Lösungsmittel umfasst, zugegeben
wird, gefolgt vom Entfernen des Lösungsmittels gemäß einem
Verfahren, wie einem Dampfstrip-Verfahren.
-
Es
wird empfohlen, einen ölgestreckten
Olefincopolymer-Kautschuk gemäß dem vorstehenden Verfahren
(ii) zu erhalten. Es ist wirtschaftlich, als Lösung, die den Olefincopolymer-Kautschuk
umfasst, eine Olefincopolymer-Kautschuk-Lösung zu verwenden, die während des
Herstellungsverfahrens des Olefincopolymer-Kautschuks erhalten wird.
-
Ein
in der vorliegenden Erfindung verwendetes thermoplastisches Harz
schließt
solche ein, die durch Mischen in der Schmelze in Kombination mit einem
Kautschuk eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung ergeben
können.
Von diesen ist ein Olefinpolymerharz bevorzugt. Mit dem Begriff "Olefinpolymerharz" ist ein Harz gemeint, das
durch Polymerisation eines Olefins erhalten wird und das zum Beispiel
ein Ethylen-Homopolymer;
ein α-Olefin -Homopolymer,
wie ein Propen-Homopolymer; ein Ethylen-α-Olefincopolymer, wie ein Ethylen-1-Buten-Copolymer;
ein Propen-α-Olefin-Copolymer,
wie ein Propen-Ethylen-Copolymer, ein Propen-1-Buten-Copolymer und
ein Propen-Ethylen-1-Buten-Copolymer;
und ein ethylenisches Copolymer, wie ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
und ein Ethylen-Methylmethacrylat-Copolymer, einschließt.
-
Unter
diesen Olefinpolymerharzen ist ein Harz auf Propen-Basis mit einer
isotaktischen Kristallinität,
wie ein Propen-Homopolymer und/oder ein Propen-α-Olefin-Copolymer bevorzugt.
Das α-Olefin schließt zum Beispiel
Ethylen, 1-Buten, 1-Penten, 3-Methyl-1-buten, 1-Hexen, 1-Decen,
3-Methyl-1-Penten, 4-Methyl-1-Penten und 1-Octen ein. In Bezug auf
das Propen-α-Olefin-Copolymer
sind im Allgemeinen ein statistisches Copolymer und ein Blockcopolymer
bekannt, die beide als das Olefinpolymerharz der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können.
-
Das
Harz auf Propen-Basis weist einen Schmelzindex von vorzugsweise
etwa 0,1 bis 100 g/10 Min. und stärker bevorzugt von etwa 0,5
bis 50 g/10 Min. auf, gemessen bei einer Temperatur von 230°C unter einer
Last von 21,18 N gemäß JIS K6758.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung des vorstehenden Olefinpolymerharzes ist
nicht besonders beschränkt
und das Harz kann durch jedes auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren
hergestellt werden. Ein für
das Herstellungsverfahren verwendeter Katalysator ist ebenfalls
nicht beschränkt
und Beispiele davon sind ein "multiple
site"-Katalysator,
wie ein üblicher
fester Katalysator und ein "single
site"-Katalysator,
der zum Beispiel solche einschließt, die bei Verwendung eines
Metallocen-Komplexes erhalten werden. Als Olefinpolymerharz können auch
im Handel erhältliche
Harze verwendet werden.
-
In
der vorliegenden Erfindung können
eine Sorte oder wenn gewünscht
zwei oder mehr Sorten eines thermoplastischen Harzes verwendet werden.
-
Das
Verhältnis
zwischen dem Kautschuk und dem thermoplastischen Harz, die gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, das heißt, das Gewichtsverhältnis von
Kautschukthermoplastischem Harz, beträgt vorzugsweise für die Herstellung
der vernetzten thermoplastischen Elastomerzusammensetzung etwa 20
bis 95/80 bis 5, stärker
bevorzugt etwa 35 bis 90/65 bis 10 und am meisten bevorzugt etwa
60 bis 90/40 bis 10. Für
die Herstellung der nichtvernetzten thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
beträgt
es vorzugsweise etwa 15 bis 80/85 bis 20 und stärker bevorzugt etwa 15 bis 50/85
bis 50. Wenn der vorstehend erwähnte ölgestreckte
Olefincopolymer-Kautschuk verwendet wird, ist mit dem Verhältnis des
Kautschuks das des ölgestreckten
Olefincopolymer-Kautschuks gemeint.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst den Schritt des Beschickens eines Extruders mit
dem vorstehend erwähnten
Kautschuk und dem vorstehend erwähnten thermoplastischen
Harz durch voneinander unabhängige
Einlassstutzen, um sie in der Schmelze zu mischen, wobei eine gewünschte thermoplastische Elastomerzusammensetzung
erhalten wird. Gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung kann Kautschuk in jeder Partikelform
oder Blockform ohne spezielle Beschränkungen verwendet werden, sofern dieser
durch den Einlassstutzen, der an den Extruder angeschlossen ist,
zugeführt
werden kann. Jedoch ist es in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung bevorzugt
Kautschuk in Blockform zu verwenden, da (i) Kautschuk üblicherweise
in Ballenform, das heißt in
einer Blockform angeliefert wird, und deshalb, um Kautschuk in Partikelform
zu verwenden, ein Schritt zur Herstellung von derartigem Kautschuk
in Partikelform erforderlich ist, was ein lästiges Verfahren ist, und (ii)
klebriger Kautschuk in Partikelform in einem Trichter leicht miteinander
aggregiert, wobei sich ein großer
Klumpen bildet, und es dadurch schwierig ist, einen Extruder mit
einem derartigen Kautschuk quantitativ zu beschicken.
-
Als
der vorstehend erwähnte
Kautschuk in Blockform ist ein solcher mit einem Volumen von nicht
weniger als etwa 27 cm3 bevorzugt. Als ein
derartiger Kautschuk mit einem Volumen von nicht weniger als etwa
27 cm3, kann zum Beispiel ein solcher mit
einem Volumen von nicht weniger als dem eines Würfels, dessen Seitenlänge etwa
3 cm beträgt,
aufgezählt
werden. Als Kautschuk mit einem derartigen Volumen wird beispielhaft
solcher in Ballenform, was eine übliche
Form ist, wenn Kautschuk von einer Fabrik angeliefert wird, und
solcher, der durch Zerschneiden von Kautschuk in Ballenform in Kautschuk mit
nahezu würfelförmiger Form
erhalten wird, aufgeführt.
Die Form von Kautschuk in Blockform ist nicht auf die eines Würfels oder
einer würfelähnlichen Form
beschränkt
und kann eine unbestimmte Form sein. Ein in Blockform erhältlicher
Kautschuk weist üblicherweise
ein Volumen von höchstens
etwa 100000 cm3 oder weniger auf, und auch
wenn hochklebriger Kautschuk in kleine Stücke geschnitten wird, können diese
leicht miteinander aggregieren, und darüber hinaus ist es schwierig
Stücke
mit kleinem Volumen zu handhaben. Aus diesen Gründen beträgt das Volumen eines Kautschuks
in Blockform vorzugsweise etwa 100 bis 100000 cm3,
stärker
bevorzugt etwa 1000 bis 70000 cm3 und am
meisten bevorzugt etwa 2000 bis 50000 cm3.
Zusätzlich
kann ein derartiger Kautschuk in Blockform in Kombination mit Kautschuk
in Partikelform verwendet werden, sofern sie nicht in einem Trichter
miteinander aggregieren, wobei sich ein großer Klumpen bildet, oder das Produktionsverfahren
und die Handhabung dieser nicht lästig sind.
-
Nebenbei
bemerkt, kann, in Bezug auf einen Kautschuk, wie einen Kautschuk
in Blockform mit kleiner Größe und einen
Kautschuk in Blockform mit unbestimmter Form, dessen Volumen schwer
zu bestimmen ist, die Volumenbestimmung zum Beispiel durchgeführt werden,
indem ein derartiger Kautschuk in einer Flüssigkeit, wie Wasser, die in
ein Gefäß gefüllt ist,
versenkt wird und dann das Volumen der Flüssigkeit, die aus dem Gefäß übergelaufen
ist, bestimmt wird.
-
Gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung werden der Kautschuk und das thermoplastische
Harz unabhängig
voneinander dem Extruder zugeführt,
um die Beschickungsmenge des Kautschuks zu regulieren. In der vorliegenden
Erfindung ist es bevorzugt das Verfahren derart durchzuführen, dass
der Kautschuk in Blockform, der dem Extruder zugeführt wird,
in dem Extruder zuerst pulverisiert und/oder erweicht wird und anschließend der
resultierende Kautschuk und das thermoplastische Harz dem Vermischen
in der Schmelze unterzogen werden. Es ist stärker bevorzugt das Verfahren
derart auszuführen,
dass der Kautschuk erweicht wird und anschließend der resultierende Kautschuk
und das thermoplastische Harz dem Vermischen in der Schmelze unterzogen
werden.
-
Bei
der Durchführung
des Pulverisierens und/oder des Erweichens des Kautschuks in Blockform,
gefolgt von dem Vermischen des resultierenden Kautschuks und des
thermoplastischen Harzes in der Schmelze, wird der Kautschuk in
Blockform mit dem Extruder pulverisiert und/oder erweicht, und anschließend wird
der resultierende Kautschuk üblicherweise
mit dem thermoplastischen Harz in der Schmelze vermischt ohne Entnahme aus
dem System. Mit dem Ausdruck "ohne
Entnahme aus dem System" ist
gemeint, dass der resultierende Kautschuk nicht aus der Reihe der
Geräte
zur Lagerung, von der Beschickung des Kautschuks in Blockform in den
Extruder bis zu der Zusammenführung
mit dem thermoplastischen Harz, herausgenommen wird.
-
In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung sind die Extruder in ihrer
Anzahl nicht besonders beschränkt.
Das Verfahren kann mit einem Extruder oder mit zwei oder mehr Extrudern
durchgeführt
werden. Zum Beispiel werden aufgezählt:
- (1)
Ein Verfahren, bei dem ein Extruder verwendet wird, wobei der Kautschuk
in Blockform stromaufwärts
des Extruders zugeführt
wird, um das Pulverisieren und/oder das Erweichen durchzuführen, und
das thermoplastische Harz stromabwärts davon zugeführt wird,
um beide zusammenzuführen
und das Vermischen in der Schmelze durchzuführen,
- (2) ein Verfahren, bei dem zwei Extruder verwendet werden, wobei
der Kautschuk in Blockform stromaufwärts des ersten Extruders zugeführt wird,
um das Pulverisieren und/oder das Erweichen durchzuführen, wobei
der erste Extruder an der Stromaufwärtsseite des zweiten Extruders
angeschlossen ist und das thermoplastische Harz stromabwärts der
Verbindungszone zugeführt wird,
um beide zusammenzuführen
und das Vermischen in der Schmelze durchzufihren, und
- (3) ein Verfahren, bei dem drei Extruder verwendet werden, wobei
der Kautschuk in Blockform dem ersten Extruder zugeführt wird,
um das Pulverisieren und/oder das Erweichen durchzuführen, das
thermoplastische Harz dem zweiten Extruder zugeführt wird und sowohl der resultierende
Kautschuk als auch das thermoplastische Harz von dem ersten beziehungsweise
dem zweiten Extruder dem dritten Extruder zugeführt werden, um beide zusammenzuführen und
das Vermischen in der Schmelze durchzuführen.
-
Von
diesen ist das Verfahren, bei dem zwei Extruder verwendet werden,
wie das vorstehend erwähnte
Verfahren (2), bevorzugt.
-
1 zeigt eine Ausführungsform
des vorstehenden Verfahrens (2). In 1 kennzeichnet die Bezugsziffer 11 einen
Kautschuk in Blockform, der nahezu würfelförmig ist; und die Bezugsziffern 12, 13, 14 und 15 kennzeichnen
einen ersten Extruder, einen zweiten Extruder, einen Einlassstutzen
des ersten Extruders, beziehungsweise einen Einlassstutzen des zweiten
Extruders. In 1 sind
der erste Extruder und der zweite Extruder miteinander in Reihe
verbunden. Der Kautschuk in Blockform 11 wird dem ersten
Extruder 12 durch den Einlassstutzen 14 zugeführt, um
das Pulverisieren und/oder Erweichen durchzuführen und der resultierende
Kautschuk wird dem zweiten Extruder 13 ohne Entnahme aus
dem System zugeführt.
Danach wird das thermoplastische Harz dem Extruder 13 durch
den Einlassstutzen 15 zugeführt, um das Vermischen des
Kautschuks und des thermoplastischen Harzes in der Schmelze durchzuführen, wodurch
eine gewünschte nichtvernetzte
thermoplastische Elastomerzusammensetzung oder eine gewünschte vernetzte
thermoplastische Elastomerzusammensetzung erhalten wird, vorausgesetzt,
dass ein dynamisches Vernetzen zum Zeitpunkt des Vermischens des
Kautschuks und des thermoplastischen Harzes in der Schmelze bewirkt
wird.
-
In 1 kann jedes Gerät, wie eine
bekannte Zahnradpumpe oder ein bekannter statischer Mischer, am
Kopfteil der Stromabwärtsseite
des ersten Extruders 12 bereitgestellt werden, um den Kautschuk
von dem ersten Extruder 12 zu dem zweiten Extruder 13 quantitativ
zu befördern.
-
Wenn
ein Kautschuk in Blockform verwendet wird, ist es bevorzugt einen
Extruder zu verwenden, in dem eine Schnecke, die an dem Kautschuk-Zuführungsabschnitt
angeordnet ist, eine Doppelschnecke ist, die in gegensätzlicher
Richtung rotiert, und es ist bevorzugt, dass der Kautschuk in Blockform
zwischen die zwei in gegensätzlicher
Richtung rotierenden Schnecken eingebracht wird. Mit dem Ausdruck "Schnecke, die an
dem Kautschuk-Zuführungsabschnitt
angeordnet ist" ist
hier zum Beispiel die in 1 unter
dem Einlassstutzen 14 angeordnete Schnecke gemeint.
-
2 zeigt eine Ausführungsform
der Schnecken und Trommeln, die unter dem Einlassstutzen 14 in 1 angeordnet sind. In 2 kennzeichnen die Bezugsziffern 16 beziehungsweise 17 eine
Achse der Schnecke; die Bezugsziffern 18 beziehungsweise 19 kennzeichnen
einen Gang der Schnecke; und die Bezugsziffern 20 beziehungsweise 21 kennzeichnen
eine Trommel. Zwei Schnecken, nämlich
eine Schnecke mit der Achse 16 und dem Gang 18 und
die andere Schnecke mit der Achse 17 und dem Gang 19 rotieren
in gegensätzlicher
Richtung zueinander. Der Kautschuk in Blockform 11 wird zwischen
die zwei Schnecken eingebracht, um, durch die Rotation der beiden
Schnecken, hineingezogen zu werden, so dass der Kautschuk in Blockform 11 dem
Extruder 12 stetig zugeführt werden kann.
-
Beispiele
des Extruders sind ein Extruder mit in gegensätzlicher Richtung rotierenden
Doppelschnecken und ein Doppelschnecken-Einzelschnecken-Extruder.
Mit dem Begriff "Doppelschnecken-Einzelschnecken-Extruder" ist ein Extruder
gemeint, der eine in gegensätzlicher
Richtung rotierende Doppelschnecke an seiner Stromaufwärtsseite und
eine Einzelschnecke an seiner Stromabwärtsseite aufweist.
-
In
Bezug auf die Anordnung der beiden Schnecken in dem Extruder mit
den in gegensätzlicher
Richtung rotierenden Doppelschnecken und dem Doppelschnecken-Einzelschnecken-Extruder können beide
Schnecken so angeordnet sein, dass sie parallel zueinander laufen.
In einer anderen Ausführungsform
können
die Schnecken schräg
angeordnet sein, wie in einem Inklinationsdoppelschnecken-Extruder.
Um den Kautschuk in Blockform einem Extruder stetig zuzuführen, ist
es bevorzugt, die beiden Schnecken parallel anzuordnen.
-
Um
den Kautschuk in Blockform gleichmäßig zwischen die beiden Schnecken
einzubringen, kann eine zusätzliche
Ausrüstung,
wie ein Schieber als eine Hilfseinrichtung verwendet werden. Der
Kautschuk in Blockform kann ferner dem Extruder durch Einbringen
des Kautschuks zwischen die beiden Schnecken mit Hilfe des Schiebers
stetig zugeführt werden.
-
Wenn
ein Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form,
wie ein Kautschuk in Ballenform, als Kautschuk in Blockform verwendet
wird, ist es bevorzugt, dass eine Länge mindestens einer Seite
der drei Seiten des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form kürzer als
der Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken ist, um den
Kautschuk in Blockform zwischen die beiden Schnecken stetig einzubringen.
-
In 1 kennzeichnen die Bezugszeichen L1, L2 und L3 jeweils die Länge der drei Seiten des Kautschuks
in nahezu würfelförmiger Form 11.
Und der vorstehende Ausdruck "Abstand
zwischen den Achsen der beiden Schnecken" bezeichnet den Abstand zwischen den
Zentren der Achsen in beiden Schnecken und entspricht dem in 2 gezeigten Bezugszeichen
L4. Die vorstehende Definition, dass "eine Länge mindestens
einer Seite der drei Seiten des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form
kürzer
als ein Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken ist" bedeutet, dass eines
von L1, L2 und L3 kürzer
als L4 ist. Mit anderen Worten heißt das,
dass eines von L1 < L4, L2 < L4 und L3 < L4 erfüllt ist.
-
Wenn
es schwierig ist den Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken
uneingeschränkt zu
bestimmen, zum Beispiel wenn der vorstehend erwähnte Inklinationsdoppelschnecken-Extruder
verwendet wird, bei dem die beiden Schnecken schräg angeordnet
sind, kann der Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken
durch einen Maximalabstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken,
die an dem Zuführungsabschnitt
für den
Kautschuk in Blockform angeordnet sind, ersetzt werden. Deshalb
ist es in diesem Fall bevorzugt, dass die Länge mindestens einer Seite
der drei Seiten des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form kürzer als der
Maximalabstand ist.
-
Ferner
ist es bevorzugt, wenn der Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form als der Kautschuk
in Blockform verwendet wird, dass die Länge mindestens einer Seite
der drei Seiten des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form kürzer als
eine Ganghöhe der
Schnecke ist, um den Kautschuk in Blockform stetig zwischen die
Schnecken einzubringen.
-
In 2 kennzeichnet das Bezugszeichen L5 eine Ganghöhe der Schnecke. Die vorstehende Definition,
dass "die Länge mindestens
einer Seite der drei Seiten des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form
kürzer
ist als eine Ganghöhe
der Schnecke" bedeutet,
dass eines von L1, L2 und
L3 kürzer
als L5 ist. Mit anderen Worten heißt das,
dass eines von L1 < L5, L2 < L5 und L3 < L5 erfüllt ist.
-
Darüber hinaus
ist es stärker
bevorzugt, dass, wenn der Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form als Kautschuk in
Blockform verwendet wird, die Länge
mindestens einer Seite der drei Seiten des Kautschuks in nahezu
würfelförmiger Form
kürzer
als der Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken ist und
auch die Länge
mindestens einer anderen Seite des Kautschuks in nahezu würfelförmiger Form
kürzer
als eine Ganghöhe
der Schnecke ist.
-
Wenn
zum Beispiel L1, L2 und
L3 in 1 die Beziehung
L1 < L2 < L3 aufweisen, sind beide Bedingungen L1 < L4 und L2 < L5 oder
beide Bedingungen L1 < L5 und L2 < L4 erfüllt.
-
In
dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
kann das thermoplastische Harz dem Extruder durch den Einlassstutzen
unter Verwendung eines bekannten Beschickungsgeräts, wie einem Bandbeschickungsgerät oder einem
Beschickungsgerät
vom Schneckentyp, beschickt werden. In Bezug auf den Einlassstutzen
für das
thermoplastische Harz können
ein einzelner Stutzen oder zwei oder mehrere Stutzen verwendet werden.
-
Gemäß dem Verfahren
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann dynamisches Vernetzen zum Zeitpunkt des Vermischens
des Kautschuks und des thermoplastischen Harzes in der Schmelze
durchgeführt
werden.
-
3 zeigt eine bevorzugte
Ausführungsform
des Verfahrens, wobei der Olefincopolymer-Kautschuk und das Olefinpolymerharz
dem Vermischen und dem dynamischen Vernetzen unterzogen werden,
um eine gewünschte
vernetzte thermoplastische Elastomerzusammensetzung zu erhalten. In 3 kennzeichnet die Bezugsziffer 22 einen
Olefincopolymer-Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form; Bezugsziffer 23 kennzeichnet
einen ersten Extruder; Bezugsziffer 24 kennzeichnet einen
zweiten Extruder; die Bezugsziffern 25, 26 beziehungsweise 27 kennzeichnen
einen Einlassstutzen; die Bezugsziffer 28 kennzeichnet
eine Öffnung
zum Ablassen eines flüchtigen
Gases aus dem Extruder 24; Bezugsziffer 29 kennzeichnet
eine Dispergierzone, in der der Olefincopolymer-Kautschuk und das Olefinpolymerharz
in der Schmelze gemischt werden; und Bezugsziffer 30 kennzeichnet
eine Zone des dynamischen Vernetzens.
-
Der
Olefincopolymer-Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form 22 wird
dem Extruder 23 durch einen Einlassstutzen 25 zugeführt, um
das Pulverisieren und/oder das Erweichen in dem Extruder 23 durchzuführen und
dann wird der pulverisierte und/oder erweichte Olefincopolymer-Kautschuk
dem Extruder 24 zugeführt.
Andererseits wird das Olefinpolymerharz dem Extruder 24 durch
den Einlassstutzen 26 unter Verwendung eines bekannten
Zuführungsgerätes, wie
einem Bandbeschickungsgerät oder
einem Beschickungsgerät
vom Schneckentyp, zugeführt.
Der Olefincopolymer-Kautschuk und das Olefinpolymerharz werden in
der Dispergierzone 29 in der Schmelze vermischt und dann
wird ein Vernetzungsmittel durch den Einlassstutzen 27 zugeführt, um
das dynamische Vernetzen in der Zone des dynamischen Vernetzens 30 durchzuführen.
-
Als
Extruder 24 kann ein Einzelschnecken-Extruder, ein Doppelschnecken-Extruder
und ein Multischnecken-Extruder, der einen Dreifachschnecken-Extruder
einschließt,
verwendet werden, die mit einer Schnecke oder einem Rotor in einer Bauform
bereitgestellt werden, die die Knetbarkeit verbessert. In Bezug
auf die Bauform, um die Knetbarkeit zu verbessern, werden zum Beispiel
eine Dulmage, Nadel- und Vielfach-Gangschnecken als Einzelschnecken-Extruder
und eine Knetscheibe und ein Rotor als Doppelschnecken-Extruder
aufgezählt. Als
im Handel erhältliche
Extruder von diesem Typ werden zum Beispiel ein BUSS KO-KNEADER
(Buss Co.) als Einzelschnecken-Extruder und ein Extruder vom ZSK-Typ (W&P Co.), ein Extruder
vom TEX-Typ (The Japan Steel Works, Ltd.), ein Extruder vom TEM-Typ
(Toshiba Machine Co., Ltd.), ein Extruder vom KTX-Typ (Kobe Steel,
Ltd.) und ein Extruder vom MIXTRON-LCM-Typ (Kobe Steel, Ltd.) als
Doppelschnecken-Extruder
aufgezählt.
In der vorliegenden Erfindung ist der Doppelschnecken-Extruder vom
Standpunkt der Produktivität
aus stärker
bevorzugt als der Einzelschnecken-Extruder. Unter den Doppelschnecken-Extrudern
ist ein Extruder vom Rotationstyp in gleicher Richtung stärker bevorzugt als
einer vom Rotationstyp in gegensätzlicher
Richtung, da kein Verschleiß auftritt,
auch wenn er über einen
langen Zeitraum betrieben wird.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
des Verfahrens zur Herstellung einer gewünschten thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
ist wie folgt. Ein Olefincopolymer-Kautschuk in Ballenform oder
ein Schnittprodukt davon wird einem ersten Extruder zugeführt, wobei
die Schnecke, die an dem Zuführungsabschnitt
angeordnet ist, eine Doppelschnecke ist, die in gegensätzlicher
Richtung rotiert, und der Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken
länger
als die Länge
mindestens einer Seite der drei Seiten des Olefincopolymer-Kautschuks in Ballenform
oder des Schnittprodukts davon ist, wodurch der Olefincopolymer-Kautschuk mit dem ersten
Extruder erweicht wird, und der resultierende Olefincopolymer-Kautschuk wird von
dem ersten Extruder dem anderen Extruder zugeführt, wobei der Olefincopolymer-Kautschuk
und das Olefinpolymerharz dem dynamischen Vernetzen unterzogen werden,
um eine gewünschte
thermoplastische Elastomerzusammensetzung zu erhalten. Stärker bevorzugt ist
ein Verfahren unter Verwendung eines ersten Extruders, wobei eine
Ganghöhe
der Schnecke länger ist
als die Länge
mindestens einer Seite von zwei Seiten, die durch das Wegnehmen
der einen Seite übrig
bleiben, wobei die Länge
dieser Seite von drei Seiten des Olefincopolymer-Kautschuks in Ballenform
oder des Schnittprodukts davon kürzer
als der Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken in dem
ersten Extruder ist.
-
Das
Vernetzungsmittel, das für
das dynamische Vernetzen verwendet wird, ist nicht besonders beschränkt. Bevorzugte
Vernetzungsmittel sind solche, die die Vernetzung des Kautschuks
durchführen können. Zum
Beispiel können
ein organisches Peroxid, Schwefel und ein Phenolharz als Vernetzungsmittel
verwendet werden. Von diesen ist ein organisches Peroxid bevorzugt.
-
Obwohl
der Einlassstutzen für
das Vernetzungsmittel nicht besonders beschränkt ist, ist es wie in 3 gezeigt bevorzugt, das
Vermischen in der Schmelze des Olefincopolymer-Kautschuks und des Olefinpolymerharzes
in der Dispergierzone 29 des Extruders 24 durchzuführen und
danach das Vernetzungsmittel durch den Einlassstutzen 27 zuzuführen, um
das dynamische Vernetzen des Olefincopolymer-Kautschuks und des
Olefinpolymerharzes in der Zone des dynamischen Vernetzens 30 durchzuführen. Dies
ist besonders bevorzugt, wenn ein organisches Peroxid als Vernetzungsmittel
verwendet wird.
-
Wenn
ein Vernetzungsmittel mit einer niedrigen Vernetzungswirkung verwendet
wird, ist es, auch möglich,
das Vermischen in der Schmelze des Olefincopolymer-Kautschuks, des
Olefinpolymerharzes und einem derartigen Vernetzungsmittel in der
Dispergierzone 29 des Extruders 24 durchzuführen und danach
einen Vernetzungsförderer
in die Zone des dynamischen Vernetzens 30 zuzugeben, um
das dynamische Vernetzen durchzuführen. Dies ist besonders bevorzugt
wenn ein Harz auf Methylphenol-Basis als Vernetzungsmittel und Zinnchlorid
als Vernetzungsförderer
verwendet werden.
-
Obwohl
das Vernetzungsmittel, das in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, in flüssiger Form
oder Pulverform vorliegen kann, ist ein flüssiges Vernetzungsmittel bevorzugt.
Vom Standpunkt eine exzellente thermoplastische Elastomerzusammensetzung
zu erhalten, ist es sehr wichtig, die Dispergierbarkeit des Vernetzungsmittels
zu verbessern. Infolgedessen ist es bevorzugt das Vernetzungsmittel
in Kombination mit einem Verdünner
zu verwenden, der zum Beispiel einen anorganischen Füllstoff,
ein Mineralöl
und ein Lösungsmittel
einschließt,
die gegenüber
der Vernetzungsreaktion innen sind. Ein Paraffinöl ist ein bevorzugter Verdünner, wegen
dessen einfacher Handhabung und da er ohne wesentlichen Effekt auf
die erhaltene thermoplastische Elastomerzusammensetzung ist. Die
flüssigen
und pulverförmigen
Vernetzungsmittel können dem
Extruder unter Verwendung einer quantitativen Pumpe beziehungsweise
einer quantitativen Beschickungseinrichtung zugeführt werden.
-
Als
Vernetzungsmittel eines organischen Peroxids können 2,5-Dimethyl-2,5-di(tbutylperoxy)hexan,
2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexin-3, 1,3-Bis(tbutylperoxyisopropyl)benzol,
1,1-Di(t-butylperoxy)-3,5,5-trimethylcyclohexan, 2,5-Dimethyl-2,5-di(peroxybenzoyl)hexin-3
und Dicumylperoxid beispielhaft aufgeführt werden. Von diesen ist 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexan
vom Standpunkt seines Geruchs und seiner Anvulkanisiereigenschaften
(engl. "scarching
property") besonders bevorzugt.
-
Eine
Menge des zugegebenen Vernetzungsmittels kann üblicherweise innerhalb des
Bereichs von etwa 0,005 bis 5 Gewichtsteilen und bevorzugt von etwa
0,01 bis 4 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Summe
des Kautschuks und des thermoplastischen Harzes festgesetzt werden.
Wenn es weniger als etwa 0,005 Gewichtsteile sind, kann der Effekt
der Vernetzungsreaktion unzureichend sein. Wenn die Menge 5 Gewichtsteile übersteigt, kann
es schwierig sein, die Vernetzungsreaktion zu steuern und es ist
vom ökonomischen
Standpunkt aus nicht vorteilhaft.
-
Das
organische Peroxid kann in Kombination mit einem Vernetzungshilfsmittel
verwendet werden. Es ist bevorzugt das Vernetzungshilfsmittel über (i) einen
Einlassstutzen stromaufwärts
des Einlassstutzens, durch den das Vernetzungsmittel zugeführt wird,
zuzuführen
oder über
(ii) den gleichen Einlassstutzen zuzuführen, wie den über den
das Vernetzungsmittel zugeführt
wird. Beispiele des Vernetzungshilfsmittels sind N,N'-m-Phenylenbismaleimid, Toluylenbismaleimid,
p-Chinondioxim, Nitrobenzol, Diphenylguanidin, Trimethylolpropan,
Divinylbenzol, Ethylenglykoldimethacrylat, Polyethylenglykoldimethacrylat,
Trimethylolpropantrimethacrylat und Allylmethacrylat.
-
Unter
Verwendung des Vernetzungsmittels in Kombination mit einem Vernetzungshilfsmittel kann
eine homogene und milde Vernetzungsreaktion erreicht werden, um
die mechanischen Eigenschaften der erhaltenen thermoplastischen
Elastomerzusammensetzung zu verbessern.
-
Die
Menge des zugegebenen Vernetzungshilfsmittels liegt üblicherweise
bei etwa 0,01 bis 4 Gewichtsteilen und bevorzugt bei etwa 0,05 bis
2 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Summe des Kautschuks
und des thermoplastischen Harzes. Eine Menge weniger als etwa 0,01
Gewichtsteile zeigt kaum einen Effekt und das Überschreiten von etwa 4 Gewichtsteilen
ist vom ökonomischen Standpunkt
aus nicht vorteilhaft.
-
Die
Dispergierzone 29 und die Zone des dynamischen Vernetzens 30 weisen
bevorzugt eine Schnecke, einen Rotor oder anderes auf, das so gestaltet
ist, dass es eine Knetbarkeit verbessert. Wenn ein Doppelschnecken-Extruder
für die
Dispergierzone 29 und die Zone des dynamischen Vernetzens 30 verwendet
wird, kann er in Kombination mit einer Scheibe, die zum Beispiel
eine Vorwärtsknetscheibe, eine
Rückwärtsknetscheibe
und eine senkrecht kreuzende Knetscheibe einschließt, verwendet
werden.
-
Die
Temperatur der Dispergierzone 29 ist mindestens die, bei
der das thermoplastische Harz schmilzt. Wenn die Temperatur zu hoch
ist, ist es schwierig das nachfolgende dynamische Vernetzen zu steuern.
Deshalb ist die Temperatur vorzugsweise so niedrig wie möglich, vorausgesetzt,
dass das thermoplastische Harz bei dieser Temperatur geschmolzen
werden kann. Wenn zum Beispiel Polypropylen als thermoplastisches
Harz verwendet wird, beträgt die
Temperatur bevorzugt etwa 140 bis 250°C.
-
Der
Kautschuk wird zu dem Extruder 24 bevorzugt in einem erweichten
Zustand befördert.
Die Temperatur des Kautschuks, der zu der Extruder-Maschine 24 befördert wird,
beträgt
vorzugsweise etwa 80 bis 200°C
und stärker
bevorzugt etwa 120 bis 180°C.
Wenn die Temperatur niedriger als etwa 80°C ist, kann es schwierig sein
den Kautschuk stetig zu dem Extruder 24 zu befördern, da
der Kautschuk unzureichend erweicht ist. Wenn dagegen die Temperatur
höher als
etwa 200°C
ist, kann sie unzureichend sein, um den Kautschuk und das thermoplastische Harz
in dem Extruder 24 zu kneten, oder es kann schwierig sein
das nachfolgende dynamische Vernetzen zu steuern.
-
Eine
maximale Scherrate in der Zone des dynamischen Vernetzens 30 beträgt vorzugsweise etwa
500 s–1 bis
2000 s–1 (ausschließlich) und
stärker bevorzugt
etwa 1000 s–1 bis
1900 s–1.
Die maximale Scherrate kann basierend auf einen Minimalabstand zwischen
der Trommel und der Schnecke, dem Innendurchmesser der Trommel und
der Rotationsgeschwindigkeit der Schnecke bestimmt werden.
-
Die
Temperatur der Zone des dynamischen Vernetzens 30 kann
in Abhängigkeit
von der Art des verwendeten Vernetzungsmittels bestimmt werden. Wenn
ein organisches Peroxid als Vernetzungsmittel verwendet wird, liegt
sie vorzugsweise nicht tiefer als etwa 150°C und stärker bevorzugt bei etwa 150
bis 300°C,
um das organische Peroxid bis zum Auslass des Extruders 24 (vgl.
rechtes Ende in 3) annähernd vollständig zu
verbrauchen. Die Temperatur des gekneteten Produkts in der Zone
des dynamischen Vernetzens 30 reicht vorzugsweise von etwa 180
bis 290°C
und stärker
bevorzugt von etwa 200 bis 280°C.
Wenn die Temperatur des gekneteten Produkts annähernd 300°C erreicht, findet leicht Zersetzung
oder eine Verschlechterung des gekneteten Produkts oder eine übermäßige Vernetzungsreaktion statt,
was Verfärbung
oder schlechtes Aussehen des erhaltenen thermoplastischen Elastomers
zur Folge hat.
-
Die
Verweildauer des gekneteten Produkts in der Zone des dynamischen
Vernetzens 30 kann abhängig
von zum Beispiel der Größe des Extruders 24, der
Temperatur der Zone des dynamischen Vernetzens 30 und den
verwendeten Reaktionspartnern bestimmt werden. Sie beträgt vorzugsweise
nicht weniger als mindestens etwa 10 Sekunden und beträgt vorzugsweise
weniger als 3 Minuten.
-
Ein
zusätzliches
thermoplastisches Harz kann nach der Beendigung des dynamischen
Vernetzens zugeführt
werden.
-
In
der vorliegenden Erfindung können,
wenn gewünscht,
Additive, wie ein anorganischer Füllstoff, ein Antioxidans, ein
Mittel zur Verbesserung der Wetterbeständigkeit, ein Antistatikmittel,
ein Schmiermittel und ein farbgebendes Pigment zugegeben werden.
In der Herstellung einer vernetzten thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
können
diese durch jeden Einlassstutzen des Extruders zugeführt werden,
vorausgesetzt die Vernetzungsreaktion wird nicht gestört.
-
Ferner
können
in der vorliegenden Erfindung sowohl die vernetzten als auch die
nichtvernetzten thermoplastischen Elastomerzusammensetzungen durch
jedes auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren, wie ein Unterwasserschneideverfahren,
ein Kaltschneideverfahren und ein Heißschneideverfahren in Pelletform
erhalten werden.
-
Wenn
gewünscht,
kann ein Mittel zum Hemmen der Klebrigkeit auf der Oberfläche der
erhaltenen thermoplastischen Elastomerzusammensetzung in Pelletform
angebracht werden. Beispiele des Mittels zum Hemmen der Klebrigkeit
sind anorganische Pulver, die zum Beispiel Talk, Natriumcarbonat
und Siliciumdioxid enthalten, und Pulver, die zum Beispiel Olefinpolymerharze
enthalten. Von diesen sind Pulver aus Ethylen-Polymerharzen bevorzugt.
-
Die
thermoplastische Elastomerzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
weist eine überragende
Anti-Beschlag-Eigenschaft auf und weist einen Trübungswert einer Glasscheibe
von nicht mehr als etwa 2% auf, vorausgesetzt, dass der Trübungswert
unter Verwendung eines Gerätes
gemäß den Vorschriften,
die in der ISO 6452 beschrieben sind, nach der Beendigung einer
Erwärmungszeit
von 20 Stunden bei einer Erwärmungstemperatur
von 100°C
gemessen wird.
-
Die
thermoplastische Elastomerzusammensetzung mit einem Trübungswert
von nicht mehr als etwa 2%, gemessen nach vorstehender Weise, ist
für Automobil-Innenteile,
insbesondere als Instrumentenpanel, geeignet. Eine thermoplastische
Elastomerzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung mit einer derartig überragenden
Anti-Beschlag-Eigenschaft kann vorzugsweise durch Vermischen eines
Kautschuks und eines thermoplastischen Harzes in der Schmelze erhalten
werden. In dieser Hinsicht schließt der Kautschuk vorzugsweise den
vorstehend erwähnten
Olefincopolymer-Kautschuk ein und das thermoplastische Harz schließt vorzugsweise
das vorstehend erwähnte
Olefinpolymerharz ein. Eine derartige thermoplastische Elastomerzusammensetzung
kann gemäß des vorstehend
erwähnten
Verfahrens zur Herstellung der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt werden.
-
Wie
vorstehend im Detail erwähnt,
wird hier, gemäß der vorliegenden
Erfindung, ein industriell vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung
einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung mit einem einheitlichen
Zusammensetzungsverhältnis
bereitgestellt, gemäß dem, auch
wenn hochklebriger Kautschuk verwendet wird, der Kautschuk einem
Extruder in einem Herstellungsverfahren für eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung
durch Vermischen des Kautschuks und eines thermoplastischen Harzes
in der Schmelze, stetig zugeführt
werden kann, um eine gewünschte
thermoplastische Elastomerzusammensetzung zu erhalten. Ferner wird hier
ein einfaches Verfahren zur Herstellung einer thermoplastischen
Elastomerzusammensetzung mit einem einheitlichen Zusammensetzungsverhältnis bereitgestellt,
gemäß dem, der
Kautschuk ferner einem Extruder unter Verwendung von Kautschuk in Blockform
stetig zugeführt
werden kann. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird darüber
hinaus eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung mit einer überragenden
Anti-Beschlag-Eigenschaft bereitgestellt, die für die Verwendung in Automobil-Innenteilen,
wie eines Instrumentenpanels (d. h. einem Armaturenbrett) benötigt wird.
-
Beispiel
-
Die
vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf das folgende Beispiel,
das nur veranschaulichend ist und das nicht für den Umfang der vorliegenden
Erfindung einschränkend
ist, detaillierter veranschaulicht.
-
Anti-Beschlag-Eigenschaft
-
Die
Anti-Beschlag-Eigenschaft wird durch den Trübungswert einer Glasscheibe
ausgedrückt, die
durch die Durchführung
eines Beschlag-Tests unter Verwendung eines Gerätes gemäß der ISO 6452 erhalten wurde.
Der Trübungswert
wurde gemäß JIS K7105
gemessen.
-
Mit
dem Begriff "ISO" ist hier die International Organization
for Standardization gemeint. Als Gerät gemäß der ISO 6452 wurde ein in 4 gezeigtes Gerät verwendet.
In 4 kennzeichnet die
Bezugziffer 31 ein Ölbad;
Bezugziffer 32 kennzeichnet ein Öl; Bezugziffer 33 kennzeichnet
eine Glasplatte; Bezugziffer 34 kennzeichnet eine Kühlplatte,
versehen mit einem Temperaturregler; Bezugziffer 35 kennzeichnet
ein Becherglas mit einem Innendurchmesser von 90 mm ⌀; und
die Bezugziffer 36 kennzeichnet eine ringförmige Packung
aus Silikonkautschuk. Der Abstand zwischen der Innenwand des Ölbads 31 und
der Außenwand
des Becherglases 35 beträgt 40 mm. Zusätzlich kennzeichnet
die Bezugsziffer 37 eine Probe und die Bezugsziffern 38 beziehungsweise 39 kennzeichnen
einen verchromten Metallring. Der Trübungswert der Glasplatte 33 wurde
vor dem Beschlag-Test auf 0,3% bestimmt. In der vorliegenden Erfindung
sollte der Trübungswert
der Glasplatte 33 vor dem Beschlag-Test nicht größer als
0,5% sein.
-
Beim
Messen der Anti-Beschlag-Eigenschaft wurden das Ölbad 31 und die Kühlplatte 34 auf
100 ± 2°C beziehungsweise
20 ± 2°C reguliert
und die Probe 37 wurde auf 80 mm Durchmesser × 1 mm (Dicke) angepasst.
Die Probe 37 wurde für
20 Stunden in dem Becherglas 35 erhitzt, wurde dann herausgenommen
und wurde unter Bedingungen von 23 ± 2°C und 50% relativer Luftfeuchte
gebracht und nach 1 ± 0,1
Stunden wurde der Trübungswert
der Glasplatte 33 gemäß JIS K
7105 gemessen. Der so erhaltene Trübungswert wurde als Maß der Anti-Beschlag-Eigenschaft
verwendet.
-
5 zeigt einen Aufbau des
in dem Beispiel verwendeten Gerätes.
In 5 kennzeichnet die
Bezugsziffer 40 ölgestreckten
Ethylen-Propen-5-ethyliden-2-norbornen-Copolymer-Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form
von etwa 130 mm × etwa
150 mm × etwa
330 mm; die Bezugziffer 41 kennzeichnet einen Einlassstutzen;
die Bezugsziffern 42 beziehungsweise 43 kennzeichnen
einen Extruder; die Bezugziffern 44 beziehungsweise 45 kennzeichnen
einen Einlassstutzen; die Bezugsziffer 46 kennzeichnet
eine Öffnung
zum Ablassen eines flüchtigen
Gases aus dem Extruder 43; und die Bezugziffern 47, 48, 49 beziehungsweise 50 kennzeichnen
eine Zone, die mit Knetscheiben versehen ist. Hier ist die Zone 47 zum
Dispergieren, und die Zonen 48 bis 50 sind für das dynamische
Vernetzen.
-
Als
Nächstes
werden die Struktur der Extruder 42 und 43 und
die Betriebsbedingungen dafür
wie folgt veranschaulicht.
- (1) Extruder 42:
ein Doppelschnecken-Extruder mit in gegensätzlicher Richtung rotierenden Schnecken,
mit einem Trommeldurchmesser = 230 mm, L/D = 5, Anzahl der Zylinderblöcke = 2 und
Abstand zwischen den Achsen der beiden Schnecken = 207 mm. Nachstehend
ist hierin jeder Zylinderblock in dieser Reihenfolge ausgehend von
der Stromaufwärtsseite
des Extruders 42 mit C1 und C2 gekennzeichnet. Der Einlassstutzen 41 zur
Zuführung
des Kautschuks ist an C1 angeschlossen. Die Ganghöhe der beiden Schnecken
unterhalb des Einlassstutzens 41 betrug 287,5 mm. Ein Schieber,
der nicht in 5 gezeigt
ist, wurde als Hilfseinrichtung zur Beschickung des Extruders mit
dem Kautschuk bereitgestellt. Die Rotationsgeschwindigkeit der Schnecken
betrug 13,5 Upm und die Temperatureinstellung für den Zylinder betrug C1/C2
= 170°C/170°C.
- (2) Extruder 43: ein Doppelschnecken-Extruder mit in
gleicher Richtung rotierenden Schnecken, mit einem Zylinderdurchmesser
= 120 mm, L/D = 42, Anzahl der Zylinderblöcke = 12. Nachstehend ist hierin
jeder Zylinderblock in dieser Reihenfolge ausgehend von der Stromaufwärtsseite
des Extruders 43 mit C1, C2, C3,..., C10, C11 und C12 gekennzeichnet
und eine Düse
ist mit D gekennzeichnet. Der Einlassstutzen 44 zur Zuführung eines
thermoplastischen Harzes und verschiedener Arten von Additiven und
der Einlassstutzen (Düse) 45 zur
Zuführung
eines Vernetzungsmittels sind an C2 beziehungsweise C6 angeschlossen. Die
Rotationsgeschwindigkeit der Schnecken betrug 120 Upm und die entsprechenden
Temperatureinstellungen für
den Zylinder und die Düse
betrugen C1/C2/C3/C4/CS/C6/C7/C8/C9/C10/C11/C12/D=160/160/160/140/140/140/160/180/200/200/160/160/240°C.
-
Ein
ballenförmiger ölgestreckter
Ethylen-Propen-5-ethyliden-2-norbornen-Copolymer-Kautschuk mit einer Größe von etwa
150 mm × etwa
660 mm × etwa
330 mm und einem Gewicht von 25 kg (hergestellt von Sumitomo Chemical
Co., Ltd.; Marke ESPRENE 670F) wurde mit einem Schneidwerk in 5
Stücke
geschnitten, um den Kautschuk in nahezu würfelförmiger Form 40 mit
etwa 130 mm × etwa
150 mm × etwa
330 mm zu bilden. Anschließend
wurde der Kautschuk dem Extruder 42 durch den Einlassstutzen 41 zugeführt und
darin erweicht, und der erweichte Kautschuk wurde dem Extruder 43 mit
530 kg/h zugeführt.
-
Andererseits
wurden Polypropylen (hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.;
Marke NOBLENE Y501N, mit einer MFR (Zuführungssrate) = 13 g/10 min,
gemessen bei 230°C
unter einer Last von 21,18 N gemäß JIS K6758)
bzw. ein Gemisch von Additiven dem Extruder 43 durch den
Einlassstutzen 44 unter Mithilfe einer quantitativen Beschickungseinrichtung
zugeführt.
Das Polypropylen und das Gemisch der Additive wurden mit einer Zuführungssrate von
86,4 kg/h beziehungsweise 7,48 kg/h zugeführt. Hier wies das Gemisch
der Additive eine Zusammensetzung von Vernetzungshilfsmittel (hergestellt
von Sumitomo Chemical Co., Ltd.; Marke SUMIFINE BM) zu Antioxidans
(hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.; Marke SUMLIZER BP101)
= 0,9/0,25 bezogen auf das Gewicht auf.
-
In
der Zone 47, die mit Knetscheiben ausgerüstet war,
wurden der ölgestreckte
Ethylen-Propen-5-ethyliden-2-norbornen-Copolymer-Kautschuk,
das Polypropylen und das Gemisch der Additive geknetet.
-
Ferner
wurde ein auf 10 Gew.-% verdünntes Produkt
von 2,5-Dimethyl-2,5-di(tbutylperoxy)hexans in einem Mineralöl (ein Paraffinöl hergestellt
von Idemitsu Kosan Co., Ltd.; Marke DIANA PROCESS OIL PW380) dem
Extruder 43 mit 20,9 kg/h unter Verwendung einer Plungerpumpe
zugeführt.
-
Das
dynamische Vernetzen wurde in den Knetscheiben-Zonen 48, 49 und 50 durchgeführt. Das
resultierende Produkt wurde unter Verwendung eines Unterwasserschneidwerks
in Pelletform geformt, um eine thermoplastische Olefin-Elastomerzusammensetzung
in Pelletform zu erhalten.
-
Die
so erhaltenen Pellets wurden unter einem Druck von 10 MPa mit einer
Presse, die auf 200°C
eingestellt war, für
2 Minuten gepresst, um eine Bahn mit einer Dicke von 1 mm zu erhalten.
Die resultierende Bahn wurde geschnitten, um eine Probe von 80 mm
Durchmesser × 1
mm zu erhalten, die dann einer Beurteilung der Anti-Beschlag-Eigenschaft
unterzogen wurde. Der Trübungswert
der Glasplatte betrug 0,4%.