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Diese Erfindung bezieht sich auf
ein Verfahren zur Herstellung von Papier und Pappe aus einem Celluloserohstoff,
das ein neues Flockungssystem einsetzt.
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Während
der Herstellung von Papier und Pappe wird ein dünner Celluloserohstoff auf
einer bewegten Siebvorrichtung (oft als Maschinensieb bezeichnet)
entwässert,
um einen Bogen zu bilden, der dann getrocknet wird. Es ist allgemein
bekannt, wasserlösliche
Polymere auf die Cellulosesuspension aufzutragen, um die Ausflockung
der Cellulosefeststoffe zu bewirken und die Entwässerung auf der bewegten Siebvorrichtung
zu verbessern.
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Um den Ausstoß von Papier zu erhöhen, arbeiten
viele moderne Papierherstellungsmaschinen bei höheren Geschwindigkeiten. Infolge
der erhöhten
Maschinengeschwindigkeiten ist starkes Schwergewicht auf Entwässerungs-
und Retentionssysteme, die erhöhte
Entwässerung
bereitstellen, gelegt worden. Jedoch ist es bekannt, daß die Erhöhung des
Molekulargewichtes eines polymeren Retentionshilfsmittels, das unmittelbar
vor der Entwässerung
zugegeben wird, gewöhnlich
die Entwässerungsgeschwindigkeit
erhöht,
aber der Bildung schadet. Es ist schwierig, das optimale Gleichgewicht
von Retention, Entwässerung,
Trocknen und Bildung durch Zugabe eines einzelnen polymeren Retentionshilfsmittels
zu erhalten, und es ist daher allgemein praktisch, zwei separate
Materialien der Reihe nach zuzugeben.
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EP-A-235893 stellt ein Verfahren bereit, worin
ein wasserlösliches
im wesentlichen lineares kationisches Polymer vor einem Scherschritt
auf den Papierherstellungsrohstoff aufgetragen und dann durch Einbringen
von Bentonit nach dem Scherschritt wieder ausgeflockt wird. Dieses
Verfahren stellt verbesserte Entwässerung und ebenso gute Bildung
und Retention bereit. Dieses Verfahren, das von Ciba Specialty Chemicals unter
dem Warenzeichen Hydrocol
® vermarktet wird, hat
für mehr
als ein Jahrzehnt einen nachgewiesenen Erfolg aufgewiesen.
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Kürzlich
sind verschiedene Versuche durchgeführt worden, um Änderungen
dieses Gegenstandes mittels kleinerer Modifikationen bezüglich einer
oder mehrerer der Komponenten bereitzustellen.
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US-A-5393381 beschreibt ein Verfahren, in
dem ein Verfahren zum Herstellen von Papier oder Pappe durch Zugabe
eines wasserlöslichen
verzweigten kationischen Polyacrylamids und eines Bentonits zu der
faserigen Suspension aus Fasermasse. Das verzweigte kationische
Polyacrylamid wird durch Polymerisieren eines Gemisches aus Acrylamid,
kationischem Monomer, Verzweigungsmittel und Kettenübertragungsmittel durch
Lösungspolymerisation
hergestellt.
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US-A-5882525 beschreibt ein Verfahren, in
dem ein kationisch verzweigtes wasserlösliches Polymer mit einem Löslichkeitsquotienten
größer als
etwa 30% auf eine Dispersion aus suspendierten Feststoffen, beispielsweise
ein Papierherstellungsrohstoff, aufgetragen wird, um Wasser freizusetzen.
Das kationische verzweigte wasserlösliche Polymer wird aus ähnlichen
Bestandteilen wie bei
US-A-5393381 hergestellt,
d. h. Polymerisieren eines Gemisches aus Acrylamid, kationischem
Monomer, Verzweigungsmittel und Kettenübertragungsmittel.
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In
WO-A-9829604 wird ein Verfahren zum Herstellen
von Papier beschrieben, in dem ein kationisches polymeres Retentionshilfsmittel
zu einer Cellulosesuspension zugegeben wird, um Flocken zu bilden,
wobei die Flocken mechanisch abgebaut werden und dann die Suspension
durch Zugabe einer Lösung
aus einem zweiten anionischen polymeren Retentionshilfsmittel wieder
ausgeflockt wird. Das anionische polymere Retentionshilfsmittel
ist ein verzweigtes Polymer, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es einen
rheologischen Oszillationswert vom tan Delta bei 0,005 Hz von über 0,7
aufweist oder eine deionisierte SLV-Viskositätszahl aufweist, die mindestens
das dreifache der gesalzenen SLV-Viskositätszahl des entsprechenden Polymers
ist, das in Abwesenheit des Verzweigungsmittels hergestellt wurde.
Das Verfahren stellt im Vergleich zu den früheren Verfahren des Standes
der Technik signifikante Verbesserungen hinsichtlich der Retention
und Bildung bereit.
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EP-A-308752 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
von Papier, in dem ein kationisches organisches Polymer mit niedrigem
Molekulargewicht zu dem Stoffgemisch zugegeben wird und dann ein
kolloides Siliciumdioxid und ein Acrylamidcopolymer mit einem hohen
Molekulargewicht von zumindest 500.000. Die Beschreibung der Polymere
mit hohem Molekulargewicht zeigt, daß sie lineare Polymere sind.
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EP-A-608986 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
von gefülltem
Papier durch Zugabe eines kationischen Koagulators zu der Einspeisungssuspension,
um eine relativ konzentrierte Suspension aus Fasern und Füllstoff
auszuflocken, Zugabe von Bentonit oder anderem anionischen partikulären Material
zu dem cellulosischen Dünnstoff
oder Dickstoff und anschließend
Zugabe von polymeren Retentionshilfsmittel zu dem Dünnstoff
vor dem Entwässern
des Dünnstoffes,
um einen Bogen zu bilden. Das polymere Retentionshilfsmittel kann
kationisch oder anionisch sein, ist aber vorzugsweise nicht-ionisch.
Die Faser- und Füllstoffretention wird
durch die Gegenwart des Koagulators in der konzentrierten Suspension
aus Faser und Füllstoff
verbessert.
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EP-A-499448 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
von innen geleimtem Papier durch Zugabe einer nicht-ionischen oder
einer anionischen Emulsion aus Leim zu einer Cellulosesuspension
in Gegenwart eines kationischen Polymers, das den Leim für die Feststoffe
in der Suspension wesentlich macht. Die Suspension wird durch Zugabe
von wasserlöslichem
kationischen Retentionshilfsmittel vor der Zugabe der nicht-ionischen
oder anionischen geleimten Emulsion zu der Suspension ausgeflockt.
Eine Lösung
oder Dispersion aus einer anionischer Verbindung wird zugegeben,
um eine aggregierte Suspension, die den Leim enthält, zu bilden.
Die anionische Verbindung kann ein wasserlösliches anionisches Polymer
sein. Vorzugsweise ist die anionische Verbindung ein anorganisches
Material, vorzugsweise kolloide Kieselsäure oder am stärksten bevorzugt
Bentonit. Anstelle der oder zusätzlich
zu der Zugabe von Bentonit oder wasserlöslichem, anionischem Polymer
vor, mit oder nach der Zugabe von Leim können stark verzweigte oder
quellbare, anionische Polymere, wie beispielsweise Umkehrphasen-Emulsionspolymere
von vernetzten Acrylsäure-Acrylamid-Copolymeren, verwendet
werden.
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Jedoch besteht noch eine Notwendigkeit,
die Papierherstellungsverfahren durch weitere Verbesserung der Entwässerung,
Retention und Bildung weiter zu verbessern. Außerdem besteht ebenso die Notwendigkeit
zum Bereitstellen eines effektiveren Flockungssystems zum Herstellen
stark gefüllten
Papiers.
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Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Herstellen
von Papier oder Pappe bereitgestellt, umfassend die Bildung einer
Cellulosesuspension, Flockulation der Suspension, Entwässe rung
der Suspension auf einer Siebvorrichtung, um einen Bogen zu bilden,
und dann Trocknen des Bogens,
in dem die Suspension unter Verwendung
eines Flockungssystems, umfassend ein wasserlösliches kationisches Polymer,
ausgeflockt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flockungssystem
einen quellbaren Ton und ein anionisches, verzweigtes, wasserlösliches
Polymer, das aus einem wasserlöslichen,
ethylenisch ungesättigten,
anionischen Monomer oder Monomergemisch gebildet worden ist, und
ein Verzweigungsmittel umfaßt,
und worin das Polymer
- (a) eine Grenzviskosität über 4 dl/g
und
- (b) einen rheologischen Oszillationswert von tan Delta bei 0,005
Hz von über
0,7 und/oder
- (c) eine deionisierte SLV-Viskositätszahl, die das dreifache des
gesalzenen SLV der Viskositätszahl
des entsprechenden unverzweigten Polymers ist, das in Abwesenheit
des Verzweigungsmittels hergestellt wird, umfaßt,
und worin das
wasserlösliche
katonische Polymer zu der Cellulosesuspension vor dem quellbaren
Ton und dem anionischen, verzweigten, wasserlöslichen Polymer zugegeben wird.
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Es ist überraschenderweise herausgefunden
worden, daß die
Ausflockung der Cellulosesuspension unter Verwendung eines Flockungssystems,
das einen quellbaren Ton und anionisches, verzweigtes, wasserlösliches
Polymer mit den speziellen rheologischen Eigenschaften umfaßt, Verbesserungen
hinsichtlich der Retention, Entwässerung
und Bildung im Vergleich zu der Verwendung des anionischen, verzweigten
Polymers in Abwesenheit des quellbaren Tonsystems oder des quellbaren
Tons in Abwesenheit des anionischen, verzweigten Polymers bereitstellt.
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Die quellbaren Tonsorten können beispielsweise
ein typischer Bentonitton sein. Die bevorzugten Tonsorten sind in
Wasser quellbar und umfassen Tonsorten, die natürlich wasserquellbar sind,
oder Tonsorten, die modifiziert werden können, beispielsweise durch
Ionenaustausch, um sie wasserquellbar zu machen. Geeignete wasserquellbare
Tonsorten umfassen Tonsorten, die oftmals als Hectorit, Smectite,
Montmorillonite, Nontronite, Saponit, Sauconit, Hormite, Attapulgite
und Sepiolite bezeichnet werden, sind aber nicht darauf beschränkt. Typische
anionische, quellbare Tonsorten werden in
EP-A-235893 und
EP-A-335575 beschrieben.
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Am stärksten bevorzugt ist der Ton
ein Bentonitton. Das Bentonit kann als ein Alkalimetallbentonit
bereitgestellt werden. Bentonite treten natürlich entweder als alkalisches
Bentonit, wie Natriumbentonit, oder als Erdalkalimetallsalz, normalerweise
das Calcium- oder Magnesiumsalz, auf. Im allgemeinen werden die
Erdalkalimetall-Bentonite durch Behandlung mit Natriumcarbonat oder
Natriumbicarbonat aktiviert. Aktivierter quellbarer Bentonitton
wird der Papierfabrik oft als trockenes Pulver zugeführt. Alternativ
kann das Bentonit als eine fließfähige Aufschlämmung mit
hohem Feststoffanteil, beispielsweise mindestens 15 oder 20% Feststoffe,
wie es beispielsweise in
EP-A-485124 ,
WO-A-9733040 und
WO-A-9733041 beschrieben
wird, bereitgestellt werden.
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Bei der Papierherstellung kann das
Bentonit auf die Cellulosesuspension als wässerige Bentonitaufschlämmung aufgetragen
werden. Typischerweise umfaßt
die Bentonitaufschlämmung
bis zu 10 Gew.-% Bentonit. Die Bentonitaufschlämmung wird normalerweise mindestens
3 Gew.-% Bentonitton, typischerweise rund 5 Gew.-% Bentonit umfassen.
Wenn sie der Papierfabrik als fließfähige Aufschlämmung mit
hohem Feststoffanteil zugeführt
wird, wird die Aufschlämmung
normalerweise auf eine entsprechende Konzentration verdünnt. In
einigen Fällen
kann die fließfähige Aufschlämmung mit
hohem Feststoffanteil an Bentonit direkt auf den Papierherstellungsrohstoff
aufgetragen werden.
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Das anionische, verzweigte Polymer
wird aus einem wasserlöslichen
Monomergemisch gebildet, das mindestens ein anionisch oder potentiell
anionisch ethylenisch ungesättigtes
Monomer und eine kleine Menge an Verzweigungsmittel umfaßt, wie
beispielsweise in
WO-A-9829604 beschrieben.
Im allgemeinen wird das Polymer aus einem Gemisch aus 5 bis 100
Gew.-% aNionischem, wasserlöslichem
Monomer und 0 bis 95 Gew.-% nicht-ionischem wasserlöslichem
Monomer gebildet. Typischerweise weisen die wasserlöslichen
Monomere eine Löslichkeit
in Wasser von mindestens 5 g/100 cm
3 auf.
Das anionische Monomer wird vorzugsweise aus der Gruppe, bestehend
aus Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Maleinsäure,
Crotonsäure,
Itaconsäure, 2-Acrylamido-2-methylpropan-Sulfonsäure, Allylsulfonsäure und
Vinylsulfonsäure
und Alkalimetall- oder Ammoniumsalzen davon, ausgewählt. Das
nicht-ionische Monomer
wird vorzugsweise aus der Gruppe, bestehend aus Acrylamid, Methacrylamid,
N-Vinylpyrrolidon und Hydroxyethylacrylat, ausgewählt. Ein
besonders bevorzugtes Monomergemisch umfaßt Acrylamid und Natriumacrylat.
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Das Verzweigungsmittel kann jedes
chemische Material sein, das die Verzweigung durch die Reaktion durch
die Carboxyl- oder andere anhängende
Gruppen verursacht (beispielsweise ein Epoxid, Silan, mehrwertiges
Metall oder Formaldehyd). Vorzugsweise ist das Verzweigungsmittel
ein polyethylenisch ungesättigtes Monomer,
das in dem Monomergemisch, aus dem das Polymer gebildet wird, enthalten
ist. Die Mengen an erforderlichem Verzweigungsmittel werden gemäß dem speziellen
Verzweigungsmittel variieren. Wenn daher polyethylenisch ungesättigte Acrylverzweigungsmittel,
wie Methylenbisacrylamid, verwendet werden, liegt die molare Menge
normalerweise unter 30 mol-ppm und vorzugsweise unter 20 ppm. Im
allgemeinen liegt sie unter 10 ppm und am stärksten bevorzugt unter 5 ppm.
Die optimale Menge an Verzweigungsmittel beträgt vorzugsweise rund 0,5 bis
3 oder 3,5 mol-ppm oder sogar 3,8 ppm, aber in einigen Fällen kann
es erwünscht
sein, 7 oder 10 ppm zu verwenden. Vorzugsweise ist das Verzweigungsmittel
wasserlöslich.
Typischerweise kann es ein bifunktionelles Material, wie Methylenbisacrylamid,
sein oder es kann ein trifunktionelles, tetrafunktionelles oder
höher funktionelles
Vernetzungsmittel sein, beispielsweise Tetrallylammoniumchlorid.
Da im allgemeinen das Allylmonomer niedrigere Reaktivitätsverhältnisse
aufweist, polymerisiert es wenig bereitwillig und es ist daher Standardpraxis,
wenn polyethylenisch ungesättigte
Allylverzweigungsmittel, wie Tetrallylammoniumchlorid, verwendet
werden, höhere
Niveaus zu verwenden, beispielsweise 5 bis 30 oder sogar 35 mol-ppm oder
sogar 3 8 ppm und sogar so viel wie 70 oder 100 ppm.
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Es kann ebenfalls wünschenswert
sein, ein Kettenübertragungsmittel
in das Monomergemisch einzuschließen. Wo ein Kettenübertragungsmittel
enthalten ist, kann es in einer Menge von mindestens 2 Gew.-ppm verwendet
werden und kann ebenso in einer Menge von bis zu 200 Gew.-ppm enthalten
sein. Typischerweise liegen die Mengen an Kettenübertragungsmittel in dem Bereich
von 10 bis 50 Gew.-ppm. Das Kettenübertragungsmittel kann jede
geeignete chemische Substanz, beispielsweise Natriumhypophosphit,
2-Mercaptoethanol, Äpfelsäure oder
Thioglykolsäure,
sein. Vorzugsweise wird das anionische Polymer jedoch in Abwesenheit des
zugegebenen Kettenübertragungsmittels
hergestellt.
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Das anonische, verzweigte Polymer
liegt im allgemeinen in der Form einer Wasser-in-Öl-Emulsion oder -Dispersion
vor. Typischerweise werden die Polymere durch Umkehrphasen-Emulsionspolymerisation hergestellt,
um eine Umkehrphasenemulsion zu bilden. Dieses Pro dukt weist normalerweise
eine Teilchengröße von zumindest
95 Gew.-% unter 10 μm
und vorzugsweise zumindest 90 Gew.-% unter 2 μm auf, beispielsweise im wesentlichen über 100
nm und insbesondere im wesentlichen zwischen 500 nm und 1 μm. Die Polymere
können
durch konventionelle Umkehrphasen-Emulsions- oder Mikroemulsionspolymerisations-Techniken hergestellt
werden.
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Das tan Delta bei einem Wert von
0,005 Hz wird unter Verwendung eines Controlled Stress Rheometer im
Oszillationsmodus an einer 1,5 gewichtsprozentigen wässerigen
Lösung
des Polymers in deionisiertem Wasser nach zwei Stunden Trommeln
erhalten. Im Laufe dieser Arbeit wird ein Carrimed CSR 100 verwendet, der
mit einem 6 cm Acrylkegel, mit einem 1°58' Kegelwinkel und einem 58 mm Begrenzungswert
ausgestattet ist (Artikel-Nr. 5664). Ein Probevolumen von ungefähr 2 bis
3 cm3 wird verwendet. Die Temperatur wird
bei 20,0°C ± 0,1°C unter Verwendung
der Peltier-Platte kontrolliert. Eine Winkelverschiebung von 5 × 10–4 Radianten
wird über
eine Frequenzabtastung von 0,005 Hz bis 1 Hz in 12 Stufen auf Logarithmusbasis
eingesetzt. G'-
und G"-Messungen
werden aufgezeichnet und verwendet, um tan Delta-Werte (G"/G') zu berechnen. Der Wert
von tan Delta ist das Verhältnis
des (vikosen) Verlustmoduls G" zu
dem (elastischen) Speichermodul G' innerhalb des Systems.
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Bei niedrigen Frequenzen (0,005 Hz)
wird angenommen, daß die
Deformationsrate der Probe ausreichend langsam ist, um es linearen
oder verzweigten verwickelten Ketten zu ermöglichen sich zu entwirren. Netzwerk-
oder vernetzte Systeme weisen ständig
Verwirrungen der Ketten auf und zeigen niedrige Werte von tan Delta über einen
breiten Bereich an Frequenzen. Daher werden Niedrigfrequenzmessungen
(beispielsweise 0,005 Hz) verwendet, um die Polymereigenschaften
in wässeriger
Umgebung zu charakterisieren.
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Die anionischen, verzweigten Polymere
sollten einen tan Delta-Wert bei 0,005 Hz von über 0,7 aufweisen. Bevorzugte
anionische, verzweigte Polymere weisen einen tan Delta-Wert von
0,8 bei 0,005 Hz auf. Die Grenzviskosität beträgt über 4 dl/g, insbesondere mindestens
5 oder 6 dl/g. Es kann wünschenswert
sein, Polymere mit wesentlich höherem
Molekulargewicht bereitzustellen, die Grenzviskositäten so hoch
wie 16 oder 18 dl/g aufweisen. Jedoch weisen die am stärksten bevorzugten
Polymere Grenzviskositäten
im Bereich von 7 bis 12 dl/g, insbesondere 8 bis 10 dl/g, auf.
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Das bevorzugte verzweigte, anionische
Polymer kann ebenso in bezug auf das entsprechende Polymer, das
unter denselben Polymerisationsbedingungen, aber in Abwesenheit
des Verzweigungsmittels (d. h. des "unverzweigten Polymers") hergestellt wird,
charakterisiert werden. Das unverzweigte Polymer weist im allgemeinen
eine Grenzviskosität
von mindestens 6 dl/g und vorzugsweise mindestens 8 dl/g auf. Oftmals
beträgt
sie 16 bis 30 dl/g. Die Menge an Verzweigungsmittel ist normalerweise
so, daß die
Grenzviskosität
um 10 bis 70% oder manchmal bis zu 90% des ursprünglichen Wertes (ausgedrückt in dl/g)
für das
unverzweigte Polymer, auf das man sich oben bezieht, vermindert
wird. Die Salz-Brookfield-Viskosität des Polymers wird durch Herstellen
einer 0,1 gewichtsprozentigen wässerigen
Lösung
von aktivem Polymer in 1M NaCl wässeriger
Lösung
bei 25°C
unter Verwendung eines Brookfield-Viskosimeters, ausgestattet mit einem
UL-Adapter bei 6 U/min, gemessen. Dadurch wird erst ein pulverisiertes
Polymer oder ein Umkehrphasenpolymer in deionisiertem Wasser gelöst, um eine
konzentrierte Lösung
zu bilden, und diese konzentrierte Lösung wird mit 1M wässerigem
NaCl verdünnt.
Die Salzlösungsviskosität beträgt im allgemeinen über 2,0
mPa·s
und normalerweise mindestens 2,2 und vorzugsweise mindestens 2,5
mPa·s.
Im allgemeinen beträgt
sie nicht mehr als 5 mPa·s und
Werte von 3 bis 4 werden normalerweise bevorzugt. Diese werden alle
bei 60 U/min gemessen.
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Die SLV-Viskositätszahlen, die verwendet wurden,
um das anionische, verzweigte Polymer zu charakterisieren, werden
unter Verwendung eines Viskosimeters mit hängendem Glaskugelniveau bei
25°C bestimmt,
wobei das Viskosimeter so ausgewählt
wird, das es gemäß der Viskosität der Lösung geeignet
ist. Die Viskositätszahl
ist η–η0/η0, worin η und η0 die Viskositätsergebnisse für die wässerigen
Polymerlösungen
bzw. dem reinen Lösungsmittel
sind. Dies kann ebenso als spezifische Viskosität bezeichnet werden. Die deionisierte
SLV-Viskositätszahl ist
die Zahl, die für
eine 0,05%ige wässerige
Lösung
des Polymers, das in deionisiertem Wasser hergestellt wird, erhalten
wird. Die gesalzene SLV-Viskositätszahl
ist die Zahl, die für
eine 0,05%ige wässerige
Polymerlösung,
die in 1M Natriumchlorid hergestellt wird, erhalten wird.
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Die deionisierte SLV-Viskositätszahl beträgt vorzugsweise
mindestens 3 und im allgemeinen mindestens 4, beispielsweise bis
zu 7, 8 oder höher.
Beste Ergebnisse werden erhalten, wenn sie über 5 liegt. Vorzugsweise ist
sie höher
als die deionisierte SLV-Viskositätszahl für das unverzweigte Polymer,
d. h. das Polymer, das unter denselben Polymerisationsbedingungen, aber
in Abwesenheit des Verzweigungsmittels hergestellt wird (und daher
höhere
Grenzviskosität
aufweist). Wenn die deionisierte SLV-Viskositätszahl nicht höher als
die deionisierte SLV-Viskositätszahl
des unverzweigten Polymers ist, liegt sie vorzugsweise bei mindestens 50%
und normalerweise mindestens 75% der deionisierten SLV-Viskositätszahl des
unverzweigten Polymers. Die gesalzene SLV-Viskositätszahl liegt
normalerweise unter 1. Die deionisierte SLV-Viskositätszahl beträgt oft mindestens
das fünffache
und vorzugsweise mindestens das achtfache der gesalzenen SLV-Viskositätszahl.
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Erfindungsgemäß können die Komponenten, anionisches,
verzweigtes Polymer und quellbarer Ton, des Flockungssystems in
einem Gemisch vereinigt und in die Cellulosesuspension als Einzelzusammensetzung
eingeführt
werden. Alternativ können
das anionische, verzweigte Polymer und der quellbare Ton getrennt,
aber gleichzeitig eingeführt
werden. Jedoch werden der quellbare Ton und das anionische, verzweigte Polymer
nacheinander eingeführt,
stärker
bevorzugt wird der quellbare Ton in die Suspension eingeführt und dann
das anionische, verzweigte Polymer.
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In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
werden das wasserlösliche,
anionische, verzweigte Polymer und der quellbare Ton zu der Cellulosesuspension
zugegeben, wobei die Suspension mit einem kationischen Material
vorbehandelt worden ist. Die kationische Vorbehandlung kann durch
Aufnehmen kationischer Materialien in die Suspension zu jedem Zeitpunkt
vor der Zugabe des anionischen, verzweigten Polymers und des quellbaren
Tons durchgeführt
werden. Dadurch kann die kationische Behandlung unmittelbar vor
der Zugabe des anionischen, verzweigten Polymers und quellbaren
Tons erfolgen, obwohl das kationische Material vorzugsweise ausreichend
früh in
die Suspension eingeführt
wird, um in der ganzen Cellulosesuspension verteilt zu werden, bevor
entweder das anionische, verzweigte Polymer oder der quellbare Ton zugegeben
werden. Es kann wünschenswert
sein, das kationische Material vor einem der Misch-, Sieb- oder Reinigungsschritte
und in einigen Fällen,
bevor die Rohstoffsuspension verdünnt wird, zuzugeben. Es kann
sogar vorteilhaft sein, das kationische Material in die Mischbütte oder
Verschnittbütte
oder sogar in ein oder mehrere der Komponenten der Cellulosesuspension
zu geben, beispielsweise Suspensionen aus beschichtetem Ausschuß oder Füllstoff,
beispielsweise ausgefällte
Calciumcarbonataufschlämmungen.
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Das kationische Material kann jede
Anzahl von kationischen Arten sein, wie wasserlösliche, kationische, organische
Polymere, oder anorganische Materialien, wie Alaun, Polyaluminiumchlorid,
Aluminiumchloridtrihydrat und Alumochlorhydrat. Die wasserlöslichen,
kationischen, organischen Polymere können natürliche Polymere, wie kationische
Stärke,
oder synthetische kationische Polymere sein. Besonders bevorzugt werden
kationische Materialien, die die Cellulosefasern und andere Komponenten
der Cellulosesuspension koagulieren oder ausflocken.
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Erfindungsgemäß umfaßt das Flockungssystem mindestens
drei Flockungsmittelkomponenten. Daher setzt das System ein wasserlösliches,
verzweigtes, anionisches Polymer, quellbaren Ton und ein wasserlösliches
kationisches Polymer als zumindest ein zusätzliches Flockungsmittel/Koagulationsmittel
ein.
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Die zusätzliche Flockungsmittel/Koagulationsmittel-Komponente
wird entweder vor dem quellbaren Ton oder dem anionischen, verzweigten
Polymer zugegeben. Typischerweise ist das zusätzliche Flockungsmittel ein
natürliches
oder synthetisches Polymer oder anderes Material, das zum Bewirken
der Ausflockung/Koagulation der Fasern und anderen Komponenten der
Cellulosesuspension fähig
ist. Das zusätzliche Flockungsmittel/Koagulationsmittel
kann ein kationisches, nicht-ionisches, anionisches oder amphoteres
natürliches
oder synthetisches Polymer sein. Es kann ein natürliches Polymer, wie natürliche Stärke, kationische Stärke, anionische
Stärke
oder amphotere Stärke,
sein. Alternativ kann es jedes wasserlösliche synthetische Polymer
sein, das vorzugsweise ionische Eigenschaften aufweist. Die bevorzugten
ionischen wasserlöslichen Polymere
weisen kationische oder potentiell kationische Funktionalität auf. Beispielsweise
kann das kationische Polymer freie Amingruppen umfassen, die kationisch
werden, wenn sie in eine Cellulosesuspension mit einem ausreichend
niedrigen pH eingeführt
werden, um so freie Amingruppen zu protonieren. Jedoch tragen die
kationischen Polymere vorzugsweise eine permanentne kationische
Ladung, wie quartäre
Ammoniumgruppen.
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Das zusätzliche Flockungsmittel/Koagulationsmittel
kann zusätzlich
zu der oben beschriebenen kationischen Vorbehandlung verwendet werden.
In einem besonders bevorzugten System ist die kationische Vorbehandlung
ebenso das zusätzliche
Flockungsmittel/Koagulationsmittel. Daher umfaßt dieses bevorzugte Verfahren
die Zugabe eines kationi schen Flockungsmittels/Koagulationsmittels
zu der Cellulosesuspension oder zu ein oder mehreren der Suspensionskomponenten
davon, um die Cellulosesuspension kanonisch vorzubehandeln. Die
Suspension wird anschließend
weiteren Ausflockungsschritten unterzogen, die die Zugabe des wasserlöslichen,
anionischen, verzweigten Polymers und des quellbaren Tons umfassen.
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Das kationische Flockungsmittel/Koagulationsmittel
ist wünschenswerterweise
ein wasserlösliches Polymer,
das beispielsweise ein Polymer mit relativ niedrigem Molekulargewicht
von relativ hoher Kationität sein
kann. Beispielsweise kann das Polymer ein Homopolymer von jedem
geeigneten ethylenisch ungesättigten
kationischen Monomer sein, das polymerisiert wird, um ein Polymer
mit einer Grenzviskosität
von bis zu 3 dl/g bereitzustellen. Homopolymere von Diallyldimethylammoniumchlorid
werden bevorzugt. Das stark kationische Polymer mit niedrigem Molekulargewicht
kann ein Additionspolymer sein, das durch Kondensation von Aminen
mit anderen geeigneten di- oder trifunktionellen Arten gebildet
wird. Beispielsweise kann das Polymer durch Umsetzen ein oder mehrerer
Amine, ausgewählt
aus Diemthylamin, Trimethylamin und Ethylendiamin usw., gebildet
werden, und Epihalohydrin, Epichlorhydrin werden bevorzugt.
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Vorzugsweise ist das kanonische Flockungsmittel/Koagulationsmittel
ein Polymer, das aus einem wasserlöslichen, ethylenisch ungesättigten
kationischen Monomer oder Gemisch aus Monomeren gebildet worden ist,
wobei mindestens eines der Monomere in dem Gemisch kationisch der
potentiell kanonisch ist. Unter wasserlöslich meinen wir, daß das Monomer
eine Löslichkeit
in Wasser von mindestens 5 g/100 cm3 aufweist.
Das kationische Monomer wird vorzugsweise aus Diallyldialkylammoniumchloriden,
Säureadditionssalzen
oder quartären
Ammoniumsalzen von entweder Dialkylaminoalkyl(meth)acrylat oder
Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamiden ausgewählt. Das kationische Monomer
kann allein polymerisiert oder mit wasserlöslichen, nicht-ionischen, kationischen
oder anionischen Monomeren copolymerisiert werden. Stärker bevorzugt
weisen derartige Polymere eine Grenzviskosität von mindestens 3 dl/g, beispielsweise
so hoch wie 16 oder 18 dl/g, aber normalerweise in dem Bereich 7
oder 8 bis 14 oder 15 dl/g auf.
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Besonders bevorzugte kationische
Polymere umfassen Copolymere von Methylchlorid-quartären Ammoniumsalzen von Dimethylaminoethylacrylat
oder -methacrylat. Das wasser lösliche
kationische Polymer kann ein Polymer mit einem rheologischen Oszillationswert
von tan Delta bei 0,005 Hz von über
1,1 sein (durch das hierin angegebene Verfahren definiert).
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Das wasserlösliche kationische Polymer
kann ebenso eine leicht verzweigte Struktur aufweisen, beispielsweise
durch Einführen
kleiner Mengen an Verzweigungsmittel, beispielsweise bis zu 20 Gew.-ppm.
Typischerweise umfaßt
das Verzweigungsmittel jedes der hierin definierten Verzweigungsmittel,
die zum Herstellen des verzweigten, anionischen Polymers geeignet
sind. Derartig verzweigte Polymere können ebenso durch Einbringen
eines Kettenübertragungsmittels
in das Monomergemisch hergestellt werden. Das Kettenübertragungsmittel
kann in einer Menge von mindestens 2 Gew.-ppm und in einer Menge
von bis zu 200 Gew.-ppm eingebracht werden. Typischerweise liegen
die Mengen des Kettenübertragungsmittels
zwischen 10 und 50 Gew.-ppm. Das Kettenübertragungsmittel kann jede
geeignete chemische Substanz, beispielsweise Natriumhypophosphit,
2-Mercaptoethanol, Äpfelsäure oder
Thioglykolsäure,
sein.
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Verzweigte Polymere, die das Kettenübertragungsmittel
umfassen, können
unter Verwendung höherer Niveaus
an Verzweigungsmittel, beispielsweise bis zu 100 oder 200 Gew.-ppm,
hergestellt werden, vorausgesetzt, daß die verwendeten Mengen an
Verzweigungsmittel ausreichend sind, um sicher zu gehen, daß das hergestellte
Polymer wasserlöslich
ist. Typischerweise kann das verzweigte kationische wasserlösliche Polymer
aus einem wasserlöslichen
Monomergemisch, umfassend mindestens ein kationisches Monomer, mindestens
10 mol-ppm eines Kettenübertragungsmittels
und unter 20 mol-ppm eines Verzweigungsmittels, gebildet werden.
Vorzugsweise weist das verzweigte wasserlösliche kationische Polymer
einen rheologischen Oszillationswert von tan Delta bei 0,005 Hz
von über
0,7 auf (durch das hierin angegebene Verfahren definiert). Typischerweise
weisen die verzweigten kationischen Polymere eine Grenzviskosität von mindestens
3 dl/g auf. Typischerweise können
die Polymere eine Grenzviskosität
in dem Bereich von 4 oder 5 bis zu 18 oder 19 dl/g aufweisen. Bevorzugte
Polymere weisen eine Grenzviskosität von 7 oder 8 bis etwa 12
oder 13 dl/g auf.
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Die kationischen wasserlöslichen
Polymere können
ebenso durch jedes günstige
Verfahren, beispielsweise durch Lösungspolymerisation, Wasser-in-Öl-Suspensionspolymerisation
oder durch Wasser-in-Öl-Emulsionspolymerisation,
hergestellt werden. Die Lösungspolymerisati on
führt zu
wässerigen
Polymergelen, die trenngetrocknet und zerkleinert werden können, um
ein pulverisiertes Produkt bereitzustellen. Die Polymere können als
Kügelchen
durch Suspensionspolymerisation oder als Wasser-in-Öl-Emulsion
oder -Dispersion durch Wasser-in-Öl-Emulsionspolymerisation beispielsweise
gemäß einem
Verfahren, das durch
EP-A-150933 ,
EP-A-102760 oder
EP-A-126528 definiert
wird, hergestellt werden.
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Das Flockungssystem umfaßt kationisches
Polymer, das im allgemeinen in einer ausreichenden Menge zugegeben
wird, um die Ausflockung zu bewirken. Normalerweise würde die
Dosis des kationischen Polymers über
20 Gew.-ppm des kationischen Polymers betragen, bezogen auf das
Trockengewicht der Suspension. Vorzugsweise wird das kationische
Polymer in einer Menge von mindestens 50 Gew.-ppm beispielsweise 100
bis 2.000 Gew.-ppm zugegeben. Typischerweise kann die Polymerdosis
zwischen 150 und 600 Gew.-ppm, insbesondere zwischen 200 und 400
ppm liegen. Typischerweise kann die Menge des anionischen, verzweigten
Polymers mindestens 20 Gew.-ppm betragen, bezogen auf das Gewicht
der Trockensuspension, obwohl sie vorzugsweise mindestens 50 Gew.-ppm,
insbesondere zwischen 100 und 1.000 Gew.-ppm beträgt. Dosierungen
zwischen 150 und 600 Gew.-ppm werden stärker bevorzugt, insbesondere
zwischen 200 und 400 Gew.-ppm. Der quellbare Ton kann bei einer
Dosierung von mindestens 100 Gew.-ppm, bezogen auf das Trockengewicht
der Suspension, zugegeben werden. Beispielsweise liegt die Dosierung
an Ton zwischen 100 und 15.000 Gew.-ppm. Für einige Anwendungen können Dosierungen
von 100 bis 500 ppm sogar bis zu 1.000 ppm als besonders geeignet
für das
erfindungsgemäße Verfahren
nachgewiesen werden. Für
einige Anwendungen können
höhere
Dosierungen an Ton, beispielsweise 1.000 bis 5.000 Gew.-ppm, bevorzugt
werden.
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In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird die Cellulosesuspension der mechanischen Scherung unterzogen,
gefolgt von der Zugabe von mindestens einer der Komponenten des
Flockungssystems. Daher wird in dieser bevorzugten Ausführungsform
mindestens eine Komponente des Flockungssystems in die Cellulosesuspension,
die die Ausflockung verursacht, gemischt und die ausgeflockte Suspension
wird dann mechanisch geschert. Dieser Scherschritt kann durch das
Führen
der ausgeflockten Suspension durch ein oder mehrere Scherstufen,
ausgewählt
aus Pump-, Reinigungs- und Mischstufen, erreicht werden. Beispielsweise
umfassen diese Scherschritte Gebläsepumpen und Schleudersiebe,
können aber
jeder andere Schritt in dem Verfahren sein, wo das Scheren der Suspension
auftritt.
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Der mechanische Scherschritt arbeitet
wünschenswerterweise
in der ausgeflockten Suspension in einer derartigen Weise, das die
Flocken zerlegt werden. Alle Komponenten des Flockungssystems können vor einem
Scherschritt zugegeben werden, obwohl vorzugsweise mindestens die
letzte Komponente des Flockungssystems zu der Cellulosesuspension
zu einem Zeitpunkt in dem Verfahren zugegeben wird, wo kein beträchtliches
Scheren vor dem Entwässern
stattfindet, um den Bogen zu bilden. Daher wird es bevorzugt, daß mindestens
eine Komponente des Flockungssystems zu der Cellulosesuspension
zugegeben wird und die ausgeflockte Suspension dann der mechanischen
Scherung unterzogen wird, wobei die Flocken mechanisch zerlegt werden,
und dann mindestens eine Komponente des Flockungssystems zugegeben
wird, um die Suspension vor dem Entwässern erneut zu auszuflocken.
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Gemäß einer stärker bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird das wasserlösliche
kationische Polymer zu der Cellulosesuspension zugegeben und die
Suspension wird dann mechanisch geschert. Der quellbare Ton und
das wasserlösliche
verzweigte, anionische Polymer werden dann zu der Suspension zugegeben.
Das anionische, verzweigte Polymer und der quellbare Ton können entweder
als vorgemischte Zusammensetzung oder getrennt, aber gleichzeitig
zugegeben werden, vorzugsweise werden sie aber nacheinander zugegeben.
Daher kann die Suspension durch Zugabe des verzweigten, anionischen
Polymers, gefolgt von dem quellbaren Ton erneut ausgeflockt werden,
vorzugsweise wird die Suspension aber durch Zugabe des quellbaren
Tons und dann des anionischen, verzweigten Polymers erneut ausgeflockt.
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Die erste Komponente des Flockungssystems
kann zu der Cellulosesuspension zugegeben werden und dann kann die
ausgeflockte Suspension durch ein oder mehrere Scherschritte geführt werden.
Die zweite Komponente des Flockungssystems kann zugegeben werden,
um die Suspension erneut zu auszuflocken, wobei die erneut ausgeflockte
Suspension dann weiterem mechanischen Scheren unterzogen werden
kann. Die gescherte, erneut ausgeflockte Suspension kann auch durch
Zugabe einer dritten Komponente des Flockungssystems weiter ausgeflockt
werden. In dem Fall, wo die Zugabe der Komponenten des Flockungssystems
durch Scherschritte getrennt wird, wird es bevorzugt, daß das verzweigte,
anionische Polymer die letzte zuzugebende Komponente ist.
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In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
kann die Suspension keiner beträchtlichen Scherung
nach der Zugabe jeder der Komponenten des Flockungssystems zu der
Cellulosesuspension unterzogen werden. Das quellbare Tonmaterial,
das anionische, verzweigte Polymer und, wo enthalten, das wasserlösliche kationische
Polymer können
alle in die Cellulosesuspension nach dem letzten Scherschritt vor
der Entwässerung
eingebracht werden. In dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform kann das wasserlösliche verzweigte
Polymer die erste Komponente sein, gefolgt von entweder dem kationischen
Polymer (wenn enthalten) und dann dem quellbaren Ton. Jedoch können ebenfalls
andere Reihenfolgen der Zugabe verwendet werden.
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In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
stellen wir ein Verfahren zur Herstellung von Papier aus einer Celluloserohstoffsuspension,
die Füllstoff
umfaßt,
bereit. Der Füllstoff
kann jedes der traditionell verwendeten Füllstoffmaterialien sein. Beispielsweise
kann der Füllstoff
Ton wie Kaolin sein oder der Füllstoff
kann ein Calciumcarbonat sein, das zerkleinertes Calciumcarbonat
oder insbesondere ausgefälltes Calciumcarbonat
ist, oder es kann bevorzugt werden, Titandioxid als Füllstoffmaterial
zu verwenden.
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Beispiele von anderen Füllstoffmaterialien
umfassen ebenso synthetische polymere Füllstoffe. Im allgemeinen ist
ein Celluloserohstoff, der beträchtliche
Mengen an Füllstoff
umfaßt,
schwieriger auszuflocken. Dies stimmt insbesondere für Füllstoffe
mit sehr feiner Teilchengröße, wie
ausgefälltes
Calciumcarbonat. Daher stellen wir gemäß einem bevorzugten Aspekt
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von gefülltem Papier
bereit. Der Papierherstellungsrohstoff kann jede geeignete Menge
an Füllstoff
umfassen. Im allgemeinen umfaßt
die Cellulosesuspension mindestens 5 Gew.-% Füllstoffmaterial. Typischerweise
beträgt die
Menge an Füllstoff
bis zu 40%, vorzugsweise zwischen 10% und 40% Füllstoff Wünschenswerterweise umfaßt der endgültige Bogen
Papier oder Pappe bis zu 40 Gew.-% Füllstoff. Daher stellen wir
gemäß diesem
bevorzugten Aspekt dieser Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
von gefülltem
Papier oder Pappe bereit, wobei wir erst eine Cellulosesuspension
bereitstellen, die Füllstoff
umfaßt,
und in der die Suspensionsfeststoffe durch Einbringen eines Flockungssystems,
umfassend einen quellbaren Ton und ein wasserlösliches, anionisches, verzweigtes
Polymer, wie hierin definiert, in die Suspension, ausgeflockt werden.
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In einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform
stellen wir ein Verfahren zur Herstellung von Papier oder Pappe
aus einer Celluloserohstoffsuspension bereit, die im wesentlichen
keinen Füllstoff
enthält.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen
die Erfindung.
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Beispiel 1 (Vergleich)
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Die Entwässerungseigenschaften werden
unter Verwendung eines Schopper-Riegler-Gerätes bestimmt, wobei der Hinterausgang
blockiert ist, so daß das
Sickerwasser durch die vordere Öffnung
austritt. Der verwendete Celluloserohstoff ist eine 50/50-gebleichte
Birke/gebleichte Kiefer-Suspension, enthaltend 40 Gew.-% (bezogen
auf Gesamtfeststoffe) ausgefälltes
Calciumcarbonat. Die Rohstoffsuspension wird auf einen Entwässerungsgrad
von 55° (Schopper-Riegler-Verfahren)
vor der Zugabe des Füllstoffes
aufgeschlagen. 5 kg pro Tonne (bezogen auf Gesamtfeststoffe) kationische
Stärke
(0,045 DS) werden zu der Suspension zugegeben.
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Ein Copolymer von Acrylamid mit Methylchlorid-quartärem Ammoniumsalz
von Dimethylaminoethylacrylat (75/25 Gew./Gew.) mit einer Grenzviskosität über 11,0
dl/g (Produkt A) wird mit dem Rohstoff gemischt, und dann nach Scheren
des Rohstoffes unter Verwendung eines mechanischen Rührers wird
ein verzweigtes, wasserlösliches,
anionisches Copolymer von Acrylamid mit Natriumacrylat (65/35) (Gew./Gew.)
mit 6 Gew.-ppm Methylenbisacrylamid mit einer Grenzviskosität von 9,5
dl/g und einem rheologischen Oszillationswert von tan Delta bei
0,005 Hz von 0,9 (Produkt B) in den Rohstoff gemischt. Die Entwässerungszeit
in Sekunden für
600 ml des zu entwässernden
Filtrats wird bei verschiedenen Dosierungen von Produkt A und Produkt
B gemessen. Die Entwässerungszeiten
in Sekunden werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 2
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Die Entwässerungstests von Beispiel
1 werden für
eine Dosierung von 500 g/t für
Produkt A und 250 g/t für
Produkt B wiederholt, außer
daß ein
Bentonit nach dem Scheren, aber unmittelbar vor der Zugabe von Produkt
B angewendet wird. Die Entwässerungszeiten
werden in Tabelle 2 gezeigt.
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Wie man sehen kann, verbessert sogar
eine Dosierung von 125 g/t Bentonit wesentlich die Entwässerung.
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Beispiel 3 (Vergleich)
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Standardpapierbögen werden unter Verwendung
der Celluloserohstoffsuspension von Beispiel 1 und erst durch Mischen
des kationischen Copolymerprodukts A in den Rohstoff bei einer angegebenen
Dosierung und dann Scheren für
60 Sekunden und dann Mischen in Produkt B bei einer angegebenen
Dosierung hergestellt. Der ausgeflockte Rohstoff wird dann auf eine
feine Siebmasche gegossen, um einen Bogen zu bilden, der dann bei
80°C 2 Stunden
getrocknet wird. Die Bildung der Papierbögen wird unter Verwendung des
Scanner-Meßsystems,
entwickelt von PIRA International, bestimmt. Die Standardabweichung
(SD) von Grauwerten wird für
jedes Bild berechnet. Die Bildungswerte für jede Dosierung von Produkt
A und Produkt B werden in Tabelle 3 gezeigt. Niedrigere Werte zeigen
bessere Ergebnisse an.
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Beispiel 4
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Beispiel 3 wird wiederholt, außer der
Verwendung der Dosierungen von 500 g/t Produkt A und einer Dosierung
von 250 g/t Produkt B, und 125, 250, 500, 750 und 1000 g/t Bentonit
werden nach dem Scheren, aber unmittelbar vor der Zugabe von Produkt
B angewendet. Die jeweiligen Bildungswerte für jede Dosierung von Bentonit
werden in Tabelle 4 gezeigt.
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Ein Vergleich der Dosierungen, die
erforderlich sind, um äquivalente
Entwässerungsergebnisse
bereitzustellen, zeigt, daß das
Flockungssystem, das das kationische Polymer, Bentonit und das verzweigte,
anionische, wasserlösliche
Polymer nutzt, verbesserte Bildung bereitstellt. Beispielsweise
stellt in Beispiel 2 eine Dosierung von 500 g/t Polymer A, 250 g/t
Polymer B und 1000 g/t Bentonit eine Entwässerungszeit von 7 Sekunden
bereit. Aus Tabelle 4 ist ersichtlich, daß die äquivalenten Dosierungen von
Produkt A, Bentonit und Produkt B einen Bildungswert von 17,61 angeben.
In Beispiel 1 stellt eine Dosierung von 2000 g/t Produkt A und 750
g/t Produkt B in Abwesenheit von Bentonit eine Entwässerungszeit
von 7 Sekunden bereit. In Tabelle 3 stellen die äquivalenten Dosierungen von
Produkt A und Produkt B einen Bildungswert von 28,00 bereit. Daher verbessert
die Erfindung für äquivalent
hohe Entwässerung
die Bildung um mehr als 37%. Sogar für äquivalent höhere Entwässerungswerte, beispielsweise
10 Sekunden, können
noch Verbesserungen in der Bildung beobachtet werden.
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Daher kann es aus den Beispielen
ersichtlich werden, daß die
Verwendung eines Flockungssystems, einschließlich kationischem Polymer,
Bentonit und verzweigtem, anionischem, wasserlöslichen Polymer, schnellere
Entwässerung
und bessere Bildung als das kationische Polymer und das verzweigte,
anionische, wasserlösliche
Polymer in Abwesenheit von Bentonit bereitstellt.
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Beispiel 5 (Vergleich)
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Die Retentionseigenschaften werden
durch Standard-Dynamic-Britt-Jar-Verfahren an der Rohstoffsuspension
von Beispiel 1 bestimmt, wenn ein Flockungssystem verwendet wird,
das kationisches Polymer (Produkt A) und ein verzweigtes, anionisches
Polymer (Produkt B) in Abwesenheit von Benonit umfaßt. Das Flockungssystem
wird in derselben Weise wie in Beispiel 3 angewendet. Die Gesamtretentionszahlen
werden in Prozent in Tabelle 5 gezeigt.
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Beispiel 6
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Beispiel 5 wird wiederholt, außer das
als Flockungssystem 250 g/t kationisches Polymer (Produkt A), 250
g/t verzweigtes, anionisches Polymer (Produkt B) und 125 bis 1000
g/t Bentonit verwendet werden. Das Flockungssystem wird in derselben
Weise wie in Beispiel 4 angewendet. Die Gesamtretentionszahlen werden in
Tabelle 6 gezeigt.
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Aus den in Tabelle 5 gezeigten Ergebnissen
ergibt eine Dosierung von 250 g/t kationisches Polymer (Produkt
A), 250 g/t verzweigtes, anionisches Polymer (Produkt B) eine Retention
von 81,20. Durch Einbringen von 1000 g/t Bentonit wird die Retention
auf 91,92 erhöht.
Um äquivalente
Retention in Abwesenheit von Bentonit zu erreichen, wird eine Dosierung
von 250 g/t Produkt A und 500 g/t Produkt B benötigt.
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Beispiel 7
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Entwässerung und Trübheit wird
unter Verwendung einer Cellulosesuspension, umfassend 80/20-Hartholz/Weichholz-Fasermasse,
30% Ausschuß,
ausgefälltes
Calciumcarbonat (40%, basierend auf dem Trockengewicht des Rohstoffes),
bestimmt. Die Cellulosesuspension wird mit klarem Filtrat auf eine
Faserkonzentration von 0,9% verdünnt.
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Test 1 (Vergleich)
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6 kg/t einer kationischen Stärke werden
gründlich
mit einer 1000 ml Probe der Rohstoffsuspension gemischt. Nach 30
Sekunden werden 400 g/t eines Copolymers von Acrylamid und Methylchlorid-quartärem Ammoniumsalz
von Dimethylaminoethylacrylat (60/40) mit einer Grenzviskosität von über 10 dl/g
in den Rohstoff gemischt und nach weiteren 30 Sekunden werden 2
kg/t Bentonit in die Suspension gemischt. Das Rühren der Rohstoffsuspension
wird bei 1500 U/min während
der Zugabe der Behandlungschemikalien aufrechterhalten. Die behandelte
Rohstoffsuspension wird in einem Becherglas 6 mal umgedreht und
dann zu einem SR-Tester mit dem verschlossenen Abwasser-Hinterausgang übertragen
und die Entwässerungszeit
für 750
ml, die zu entwässern
sind, und die Trübheit
des Filtrats werden gemessen.
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Test 2
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Test 1 wird wiederholt, außer daß nur 1
kg/t Bentonit angewendet wird und 225 g/t eines wasserlöslichen,
verzweigten, anionischen Copolymers von Acrylamid mit Natriumacrylat
(65/35) (Gew./Gew.) mit 6 Gew.-ppm Methlyenbisacrylamid mit einer
Grenzviskosität
von 9,5 dl/g und einem rheologischen Oszillationswert von tan Delta
bei 0,005 Hz von 0,9 zu der Rohstoffsuspension nach dem Bentonit
zugegeben werden.
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Test 3
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Test 2 wird wiederholt, außer daß das kationische
Polymer durch 450 g/t eines Copolymers von Acrylamid mit Methylchlorid-quartärem Ammoniumsalz
von Dimethylaminoethylacrylat (79/21 Gew./Gew.) mit einer Grenzviskosität von über 8,5
dl/g und einem rheologischen Oszillationswert von tan Delta bei
0,005 Hz von 1,82 ersetzt wird.
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Test 4
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Test 3 wird wiederholt, außer daß die Reihenfolge
der Zugabe des Bentonits und des verzweigten, anionischen Polymers
umgekehrt wird.
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Die Entwässerungs- und Trübheitsmessungen
werden in Tabelle 7 gezeigt.
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Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß die Verwendung
des verzweigten, anionischen Polymers die Trübheit des Filtrats verbessert.
Verminderte Trübheit
ist ein Maß von
verbesserter Füllstoff-
und Feinstoffretention.
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Beispiel 8
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Entwässerung und Trübheit wird
unter Verwendung einer Cellulosesuspension, umfassend 70 Gewichtsteile
einer 70/30 TMP/Weichholz-Fasermasse, 30 Gewichtsteile eines 80/20
beschichteten/nicht-beschichteten Ausschusses, bestimmt. Die Cellulosesuspension
wird mit klarem Filtrat auf eine Faserkonzentration von 0,8% verdünnt.
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Test 1 (Vergleich)
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2 kg/t einer kationischen Stärke (DS
0,042) werden gründlich
mit einer 1000 ml Probe der Rohstoffsuspension gemischt. Nach 30
Sekunden werden 700 g/t eines Copolymers von Acrylamid und Methylchlorid-quartärem Ammoniumsalz
von Dimethylaminoethylacrylat (60/40) mit einer Grenzviskosität von über 10 dl/g
in den Rohstoff gemischt und nach dem gründlichen Mischen werden 2 kg/t
Bentonit in die Suspension gemischt. Das Rühren der Rohstoffsuspension
wird bei 1500 U/min während
der Zugabe der Behandlungschemikalien aufrechterhalten. Die behandelte
Rohstoffsuspension wird in einem Becherglas 6 mal umgedreht und
dann zu einem SR-Tester mit dem verschlossenen Abwasser-Hinterausgang übertragen
und die Entwässerungszeit
für 250
ml, die zu entwässern
sind, und die Trübheit
des Filtrats werden gemessen.
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Test 2
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Test 1 wird wiederholt, außer daß 125, 250
und 450 g/t eines wasserlöslichen
verzweigten, anionischen Copolymers von Acrylamid mit Natriumacrylat
(65/35) (Gew./Gew.) mit 6 Gew.-ppm Methylenbisacrylamid mit einer
Grenzviskosität
von 9,5 dl/g und einem rheologischen Oszillationswert von tan Delta
bei 0,005 Hz von 0,9 nach dem Bentonit zugegeben werden.
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Die Entwässerungs- und Trübheitsergebnisse
werden in Tabelle 9 gezeigt.
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Die Ergebnisse zeigen, daß die Zugabe
des anionischen, verzweigten Polymers sowohl die Entwässerungszeit
als auch die Trübheit
verbessert.
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Test 3
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Test 2 wird wiederholt, außer daß eine konstante
Dosis von 250 g/t des verzweigten Polymer und 0,5, 1,0, 1,5 und
2,0 kg/t Bentonit verwendet werden.
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Die Entwässerungs- und Trübheitsergebnisse
für die
Tests werden in Tabelle 10 gezeigt.
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Die Ergebnisse zeigen, daß die Verwendung
des anionischen, verzweigten Polymer die Entwässerung und Trübheit verbessert,
selbst wenn ein vermindertes Niveau an Bentonit verwendet wird.
Der Test unter Verwendung von 0,5 kg/t Bentonit und 250 g/t verzweigten,
anionischen Polymers ergibt ähnliche
Entwässerungsergebnisse
und noch bessere Trübheit
zu dem äquivalenten
Verfahren unter Verwendung von 2 kg/t Bentonit und keinem verzweigten,
anionischen Polymer.