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Die hierin offenbarte Erfindung betrifft
biochemische Mittel zur Beseitigung von Hornhautnarben, Opakifikation
und Trübung.
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Die Hornhaut ist die transparente
Wölbung
an der Vorderseite des Auges, durch welche Licht hindurchgeht. Ungefähr achtzig
Prozent des Fokus oder der Brechungskraft des Auges liegt in der
Hornhaut. Durch mangelnde Klarheit der Hornhaut aufgrund von Hornhauttraumata,
Hornhautnarben oder einer beliebigen anderen Ursache einer Hornhautopakifikation
kann sich eine Verringerung der Sehschärfe oder Blindheit ergeben.
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Die globale Prävalenz von Augen mit schweren
Hornhautopazitäten
wird auf mehr als drei Millionen geschätzt, wobei über 200 000 neue Fälle jedes
Jahr zu diesem Pool hinzukommen. Die gegenwärtige Behandlung für eine Opazität der Hornhaut,
welche mit einer signifikanten visuellen Beeinträchtigung assoziiert ist, ist
eine Form der Hornhauttransplantation, welche penetrierende oder
lamellare Keratoplastik (PKP, LKP) genannt wird, wobei Gewebe von
Hornhautspendern verwendet wird. Obwohl diese chirurgische Technik
im Allgemeinen als sicher und wirksam betrachtet wird, schließen assoziierte
Risiken ein Scheitern der Transplantation oder eine Transplantatabstoßung, und
durch die Spenderhornhaut (z.B. Tollwut, HIV usw.) oder durch das
chirurgische Prozedere (z.B. HIV, Staphylokokkeninfektionen usw.) übertragene
Infektionen ein. Ungeachtet der verschiedenen Nebenwirkungen ist
die Anzahl der Hornhauttransplantationsoperationen, welche durchgeführt werden
können,
durch die Anzahl der für
eine Transplantation verfügbaren
Hornhäute
begrenzt. Bis heute reicht das verfügbare Hornhautspendergewebe,
welches für
eine Transplantation geeignet ist, nicht aus, um die Bedürfnisse
der Patientenpopulation zu befriedigen.
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Gegenwärtige Verfahren zur Korrektur
von Refraktionsfehlern des Auges, wie etwa Brillen, Kontaktlinsen,
die radiale Keratotomie, die photorefraktive Keratotomie oder die
in situ Laser-Keratomileusis sind bei der Beseitigung einer Opakifikation
der Hornhaut nicht brauchbar. Vorläufige Hinweise deuten darauf
hin, dass die radiale Keratotomie, die photorefraktive Keratotomie
und die in situ Laser-Keratomileusis bei einigen Patienten eine
Hornhauttrübung
verursachen können.
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Zur Behandlung des Verlusts der Hornhauttransparenz
besteht ein Bedarf an einem biochemischen, nicht chirurgischen Behandlungsverfahren,
welches eine Hornhaut mit einer verbesserten Transparenz erzeugt.
Die hierin gelehrten Verfahren und Zusammensetzungen befriedigen
dieses lang gehegte Bedürfnis.
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Die hierin offenbarte Erfindung betrifft
biochemische Mittel zur Beseitigung einer Desorganisation der Hornhautkollagenfasern,
um das Sehvermögen
zu verbessern. Die Desorganisation von Hornhautkollagenfasern wird
bei Hornhautnarben, Hornhautopakifikation und Hornhauttrübung gesehen.
Außerdem
betrifft die Erfindung biochemische Mittel zur Beseitigung einer
Desorganisation der Hornhautkollagenfasern, welche aus einer durch
einen Unfall verursachten traumatischen Verletzung der Hornhaut
oder aus einer refraktiven Operation, wie etwa einer radialen Keratotomie
(RK), einer photorefraktiven Keratektomie (PRK) und einer in situ Keratomileusis
(LASIK) resultiert, um so die Sehschärfe und Qualität der Sehkraft
zu verbessern.
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Die hierin offenbarte Erfindung betrifft
die Verbesserung der Klarheit der Hornhaut unter Verwendung nicht
chirurgischer, biochemischer Mittel. Die biochemischen Mittel beseitigen
Hornhautnarben, Opakifikation der Hornhaut, und optische Aberrationen
einschließlich
einer Hornhauttrübung
im Auge eines Säugetierpatienten
ohne Hornhautchirurgie, und werden erreicht durch Behandlung des
Ursprungs der Distorsion der Hornhaut. Die Erfindung ist nützlich zur
Verringerung einer Desorganisation des Hornhautkollagens durch die
biochemische Modifikation von stromalen Glykoproteinen und Proteoglykanen
der Hornhaut.
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Die Hornhaut ist eine transparente,
aus vielen Komponenten bestehende Struktur des Auges, durch welche
Licht hindurchgeht und die Netzhaut erreicht. Die Transparenz der
Hornhaut gegenüber
Licht ergibt sich aus der einzigartigen extrazellulären Matrix
des Hornhautstromas. Das Stroma ist eine Gewebeschicht, welche in
aus Kollagen bestehenden Lamellen von eng gepackten parallelen Kollagenfasern
organisiert ist, welche in eine hydratisierte Matrix von Glykoproteinen
und Proteoglykanen eingebettet sind. Die Größe, Gleichmäßigkeit und die genauen Zwischenräume der
fibrillären
Strukturen sind die physikalischen Charakteristika, welche für die Transparenz
der Hornhaut essenziell sind (Maurice, 1957).
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Die Rolle von Glykoproteinen und
Proteoglykanen der Hornhaut bei der Errichtung und Beibehaltung der
Transparenz der Hornhaut ist nur schlecht verstanden. Es wird angenommen,
dass Stromaproteoglykane eine Rolle bei der Regulierung der Kollagenfaserzwischenräume spielen
(Hassell et al., 1983). Obwohl die genaue Rolle der Proteoglykane
noch immer unklar ist, beeinflussen sie wahrscheinlich die Hydration,
Dicke und Klarheit der Hornhaut (Borcheding et al., 1975). Die funktionelle
Bedeutung von Hyaluronan in der Hornhaut ist außer während der Entwicklung (Toole
und Trelstad, 1971) und bei einigen Anomalien der Hornhaut (Fitzsimmons
et al., 1994) noch immer unbekannt.
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Bei einigen opaken Hornhautnarben
des Menschen, wurde gefunden, dass die Narben Kollagenfibrillen
mit einem anormal großen
Durchmesser und einem unregelmäßigen Abstand
zwischen den Fibrillen enthalten (Schwarz und Keyserlingk, 1969).
Aber während
der Wundheilung von Kaninchenhornhäuten enthalten die frühen opaken
Narben Kollagenfibrillen mit einem im Allgemeinen normalen Durchmesser,
welche innerhalb des Gewebes unregelmäßig angeordnet sind. Der Durchmesser
der Kollagenfibrillen verändert
sich nach einem Jahr der Heilung nicht deutlich, aber der Abstand
zwischen den Fibrillen wird wieder normal und es tritt eine begleitende
Abnahme der Opazität
der Narbe auf (Cintron & Kublin,
1977 und Cintron et al., 1978).
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Eine Veröffentlichung von 1983 von Hassell
et al. zeigte, dass opake Narben, welche große Zwischenräume zwischen
den Fibrillen aufwiesen, auch ungewöhnlich große Chondroitinsulfat-Proteoglykane
mit Glykosaminoglykanseitenketten der normalen Größe enthielten.
Diesen opaken Narben fehlte auch das Keratansulfat-Proteoglykan,
sie enthielten jedoch Hyaluronsäure.
Die biochemische Analyse von Proteoglykanen in Hornhautnarben bei
Kaninchen in Hornhautwunden im Vergleich mit normaler Hornhaut neben
der Narbe zeigte, dass die Bereiche Proteoglykane synthetisieren,
welche sich messbar voneinander unterschieden (Cintron et al., 1990).
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Hassell et al. (1980) analysierten
Hornhautproben, welche während
einer Operation von Patienten mit einer Makuladystrophie der Hornhaut
erhalten wurden. Hassell et al. fanden, dass Zellen aus normalen
Hornhäuten
sowohl ein Chondroitinsulfat-Proteoglykan als auch ein Keratansulfat-Proteoglykan synthetisierten, ähnlich mit
den in Hornhäuten
von Affen und Rindern vorliegenden Proteoglykanen. Die Zellen bei
der Makuladystrophie der Hornhaut synthetisierten ein normales Chondroitinsulfat-Proteoglykan,
synthetisierten aber entweder kein Keratansulfat- oder kein reifes
Keratansulfat-Proteoglykan. Statt dessen synthetisierten die Zellen
ein Glykoprotein mit einer ungewöhnlich
großen
Oligosaccharidseitenkette.
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Wie oben erläutert, resultieren verschiedene
Traumata der Hornhaut in der Bildung von Hornhautnarben oder Opakifikation.
Die Opazität
des Narbengewebes selbst ergibt sich aus Hornhautkollagenfasern,
welche während
des Heilungsprozesses gewachsen sind und welche nicht das gleiche
Ausmaß an
Organisation besitzen, welches bei unbeschädigtem Hornhautgewebe gefunden
wird. Die penetrierende Keratoplastie, welche Hornhautgewebe von
Spenderhornhäuten
in Form eines Hornhauttransplantats verwendet, ist gegenwärtig das
einzige verfügbare
chirurgische Verfahren, um Hornhautnarben oder eine Opakifikation
zu beseitigen. Die Herausforderungen, welche mit der penetrierenden
Keratoplastie assoziiert sind, sind: (a) Verfügbarkeit von humanen Spenderhornhäuten für eine Operation;
(b) Kompatibilität
der Spenderhornhäute
und Wahrscheinlichkeit des Überlebens
des Transplantats; (c) Transplantatabstoßung der Spenderhornhaut; (d)
Infektion der Spenderhornhaut. Die Zusammensetzungen und Verfahren
der offenbarten Erfindung bieten eine nicht-chirurgische Alternative
zur penetrierenden Keratoplastie.
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Die Transparenz der Hornhaut kann
auf eine sanftere Art und Weise verändert werden, als die Art und Weise,
welche bei den oben beschriebenen Hornhautverletzungen gezeigt wird.
In bestimmten Situationen kann das Auftreten von optischen monochromatischen
Aberrationen die Sehschärfe
(VA „visual
acuity") eines Patientenauges
verringern. Aufgrund der Mosaikstrukturen der Netzhaut kann die
Sehschärfe
des menschlichen Auges 20/10 oder besser sein, jedoch wird eine
solch gute Schärfe
selten erhalten. Zwei optische Bedingungen, welche das sub-optimale
Niveau der Sehschärfe
erklären
sind: Diffraktion aufgrund der Pupillengröße und monochromatische Aberrationen
(Campbell et al., 1974). Die Beschränkungen der Sehschärfe aufgrund von
Diffraktion nehmen mit steigendem Pupillendurchmesser ab und spielen
eine wichtige Rolle nur bei Pupillen, welche kleiner als 2 mm sind.
Die optischen Fehler höherer
Ordnung (Aberrationen) des menschlichen Auges zeigen jedoch ein
umgekehrtes Verhalten und können
mit einem größeren Pupillendurchmesser
ansteigen.
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Die Form der menschlichen Hornhaut
und Linse ist normalerweise in einer Art und Weise gestaltet, dass
diese Aberrationen minimal sind. Unseres Wissens sind die monochromatischen
Aberrationen des menschlichen Auges bislang nicht bei großen Individuenzahlen
systematisch untersucht worden (Howland et al., 1977). Deswegen
sind Durchschnittswerte für
eine Standardpopulation nicht verfügbar. Aber der Verlust der
Sehschärfe
durch das Einbringen von optischen Aberrationen kann durch die Erfindung
der refraktiven korrektiven Chirurgie klinisch relevant werden.
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Eine refraktive Chirurgie für Myopie
und Astigmatismus, wie etwa die radiale Keratotomie (RK), die photorefraktive
Keratektomie (PRK) und die in situ Laser-Keratomileusis (LASIK)
induziert eine nicht physiologische Hornhautform mit einem flachen
zentralen Bereich und ansteigender Stärke in Richtung Peripherie.
Die Form induziert einen Anstieg der optischen Aberrationen (Seiler
T. et al., 1993) (Pallikaris I., 1998) und kann zu Sehverlusten
führen,
welche unter Bedingungen mit geringem Licht (Seiler T., et al.,
1994), und durch Untersuchung der Sehschärfe bei geringem Kontrast (Verdon
W., 1996) nachgewiesen wurden. Diese Nebenwirkungen der refraktiven
Hornhautchirurgie besitzen ein Potenzial für Probleme der Volksgesundheit
in einer bislang unbekannten Dimension.
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Der Vergleich von Aberrationen der
Hornhautwellenfront nach PRK und LASIK wurde in einer randomisierten
Prospektivstudie mit 22 Patienten mit einer bilateralen Myopie verglichen,
welche an einem Auge eine PRK und am anderen Auge eine LASIK erhielten
(Oshika T., et al., 1999). Vor der Operation verursachte eine simulierte
Papillardilatation von 3 mm auf 7 mm einen fünf- bis sechsfachen Anstieg
der Gesamtaberrationen. Nach der Chirurgie ergab die gleiche Dilatation
einen 25- bis 32-fachen Anstieg der Gesamtaberrationen in der PRK-Gruppe
und einen 28- bis 46-fachen Anstieg der Gesamtaberrationen in der
LASIK-Gruppe. Sowohl eine photorefraktive Keratektomie als auch
eine in situ Laser-Keratomileusis steigerten die Gesamtaberrationen
der Wellenfront signifikant und die Werte gingen während der
12-monatigen Folgeperiode nicht auf das Niveau vor der Operation
zurück.
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Untersuchungen der Hornhautwundheilung
nach LASIK bei Kaninchen zur Bewertung des Heilungsprozesses der
Hornhautwunde wurden 1, 2 und 9 Monate nach einer LASIK-Operation
durchgeführt.
Eine periodische histo pathologische Bewertung der Kaninchenhornhäute zeigte
sogar noch 9 Monate nach der LASIK-Operation desorganisierte Kollagenfasern
entlang der Grenzfläche
des Hornhautlappens. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Hornhautaberrationen
und der Wundheilungsprozess, welche durch die LASIK-Chirurgie induziert
werden, 9 Monate nach der LASIK andauerten (Kato T, 1999). Die hierin
offenbarte Erfindung stellt Mittel bereit, mit denen die Nebenwirkung
der optischen Aberration von modernen refraktiven chirurgischen Verfahren überwunden
werden.
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Ohne sich auf bestimmte Wirkungsmechanismen
zu beschränken,
wurde die Theorie aufgestellt, dass die verschiedenen Hornhautaberrationen,
welche aus einer RK, PRK, LASIK und anderen chirurgischen Verfahren
resultieren, sich aus der Desorganisation des Hornhautkollagens
ergeben, welche während
des Heilungsprozesses auftritt. Nach dem LASIK-Verfahren, nachdem
der Lappen zur Bedeckung der Stelle des chirurgischen Eingriffs
aufgelegt wird, wird beispielsweise Hornhautkollagen gebildet, um
den Schnitt zu verschließen.
Wenn sich dieses Kollagen bildet, wird es wahrscheinlich in einer
Konformation angeordnet sein, welche um den einen oder anderen Grad
geringer organisiert ist als das Kollagen, welches in den Bereichen der
Hornhaut lokalisiert ist, die nicht durch die Chirurgie betroffen
sind. Die Reorganisation dieses Materials führt zu einer Verringerung der
optischen Aberrationen, welche sich durch solche Operationen ergeben.
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Misra, S.S. et al. (1982), Indian
Journal of Animal Sciences 52(5): 360–361 offenbaren, dass subkonjunktival
verabreichte Hyaluronidase bei einer Dosis von 750 IU sowohl akute
als auch chronische Hornhautopazitäten bei sechs Versuchstieren
aufhellt.
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Die offenbarte Erfindung ist nützlich bei
einem biochemischen Verfahren zur Beseitigung von Hornhautaberrationen
und einer Desorganisation der Hornhautkollagenfasern, welche aus
einer durch einen Unfall verursachen traumatischen Verletzung der
Hornhaut oder durch eine refraktive Operation aufgrund einer Myopie,
Hyperopie oder Astigmatismus, wie etwa einer radialen Keratotomie
(RK), einer photorefraktiven Keratektomie (PKR) und einer in situ
Laser-Keratomileusis (LASIK) resultiert, um so die Sehschärfe und
Qualität
der Sehkraft zu verbessern.
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Entsprechend stellt die vorliegende
Erfindung die Verwendung einer Hyaluronidase ohne Hyaluronidase-MW-Fraktionen über 100
000, zwischen 60000–70000
und unter 40 000, unter Verwendung von 10% SDS-PAGE, zur Herstellung
eines Medikaments oder einer Zusammensetzung zur Beseitigung von
Hornhautnarben, Opazität
und Trübung
bereit.
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Die Hyaluronidase kann in zwischen
1 und 8000 internationalen Einheiten verabreicht werden.
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Das Medikament kann formuliert werden
zur
- (a) intrastromalen Injektion;
- (b) topischen Anwendung;
- (c) Verabreichung durch Kontaktlinsen;
- (d) Einzelverabreichung; oder
- (e) mindestens zweifachen Verabreichung.
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Die Hornhautopakifikation kann durch
ein chirurgisches Verfahren verursacht sein, das ausgewählt ist aus
der Gruppe, bestehend aus Kataraktoperation, Hornhauttransplantation,
radialer Keratotomie (RK), photorefraktiver Keratektomie (PRK) und
in situ Laser-Keratomileusis (LASIK).
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Gemäß der Verwendung der Erfindung
verbessert das Eindringen der bestimmten Zusammensetzungen in die
Hornhaut eines Patienten die Sehschärfe des Patienten. Die zur
Verwendung vorgesehenen Medikamente (Zusammensetzungen) können eine
Anzahl von Enyzmen oder anderen Mitteln enthalten, welche in der
Reorganisation der Hornhautkollagenfasern resultieren. Von besonderem
Interesse sind Enzyme, welche eine Veränderung, einen Verdau bewirken
oder verschiedene Bestandteile anderweitig abbauen, die die Hornhautkollagenfasern
dekorieren oder in Verbindung mit den Hornhautkollagenfasern stehen.
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Die Medikamente für eine erfindungsgemäße Verwendung
können
andere Chemikalien enthalten, welche verabreicht werden können, um
Hornhautkollagenfasern durch verschiedene Wirkungsmechanismen zu
reorganisieren. Beispielsweise beschleunigt eine die Hornhautkollagenfasern
reorganisierende Menge des bestimmten Enzyms bei Kontakt mit dem
Hornhautstroma die Rate der Spaltung von Hornhautproteoglykanen und
führt zu
einer Reorganisation des Hornhautkollagens. Die resultierende Reorganisation
hellt Hornhautnarben, Hornhautopazitäten und eine Hornhauttrübung auf.
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Alle Glykoaminoglykanase-Enzyme besitzen
die Eigenschaft, eine aufhellende Wirkung auf die Hornhautopazität bereitzustellen,
ebenso wie die Fähigkeit,
Hornhautaberrationen und eine Desorganisation von Hornhautkollagenfasern
zu beseitigen. Spezielle Enzyme schließen ein: Hyaluronidase, Keratinase,
Chondroitinase AC, Chondroitinase B, Chondroitinase ABC und Chondroitin-4-sulfatase.
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Metalloproteinase-Enzyme besitzen
eine aufhellende Wirkung auf eine Hornhautopazität und besitzen die Fähigkeit,
Hornhautaberrationen und eine Desorganisation von Hornhautkollagenfasern
zu beseitigen. Spezielle Beispiele für geeignete Enzyme schließen ein:
Matrixmetalloproteinase-1, Matrixmetalloproteinase-2, Matrixmetalloproteinase-3
und Matrixmetalloproteinase-9.
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Proteinkinase-Enzyme besitzen eine
aufhellende Wirkung auf eine Hornhautopazität, ebenso wie die Fähigkeit,
Hornhautaberrationen und eine Desorganisation von Hornhautkollagenfasern
zu beseitigen. Spezielle Beispiele für solche Enzyme schließen ein:
Streptokinase und Urokinase.
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Andere im Fachgebiet bekannte Enzyme,
welche die Fibrillenstruktur von Hornhautkollagen verändern und
modifizieren, können
erfindungsgemäß verwendet
werden. Geeignete Enzyme induzieren Modifikationen des Hornhautkollagens
oder der Bestandteile davon, welche die Opakifikation der Hornhaut
und optische Aberrationen der Hornhaut verringern.
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Formulierungen
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Die hierin offenbarte Erfindung betrifft
die Herstellung von Formulierungen, welche eine Reorganisation des
Hornhautkollagens bewirken. Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft
die Formulierung einer injizierbaren Lösung, welche ein Hornhautkollagen
reorganisierendes Enzym enthält.
Die injizierbare Lösung kann
bestimmte inaktive Bestandteile enthalten, welche bewirken, dass
die Lösung
im Wesentlichen isotonisch ist und einen pH besitzt, welcher für eine Injektion
in das Auge geeignet ist. Solch eine Lösung zur Injektion kann zunächst in
einen trockenen Zustand lyophilisiert werden, und danach kann sie
vor der Verwendung wieder hergestellt werden.
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Eine allgemeine Formulierung für eine erfindungsgemäße injizierbare
Thimerosal-freie Hyaluronidasepräparation
wird in der folgenden Tabelle I gezeigt: Tabelle
I
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Diese Formulierung von Bestandteilen
wird hergestellt durch anfängliches
Lösen der
Bestandteile in sterilem Wasser, Sterilfiltration der Lösung und
anschließendem
Zubereiten als eine Lösung
oder Lyophilisieren zu einer trockenen Zusammensetzung. Die lyophilisierte
Zusammensetzung kann für
eine nachfolgende Wiederherstellung vor der Verwendung in eine ausgewogenen
Salzlösung
oder eine sterile isotonische physiologische Salzlösung verpackt
werden. Solch eine ausgewogene Salzlösung enthält normalerweise: 0,64% Natriumchlorid,
0,075% Kaliumchlorid, 0,048% Calciumchlorid-Dihydrat, 0,03% Natriumacetat-Trihydrat, 0,17%
Natriumcitrat-Dihydrat, Natriumhydroxid/Salzsäure zum Einstellen des pH und
Wasser für
eine Injektion auf 100%.
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Die Bezeichnung „Hyaluronidase ACS" welche hierin verwendet
wird, beschreibt eine bevorzugte Hyaluronidase ohne die Hyaluronidase-Molekulargewichtsfraktionen über 100000,
zwischen 60000–70000
und unter 40000 (10% SDS-PAGE). Solch eine Hyaluronidase kann von
Schaftestikeln stammen und ist auf Nachfrage erhältlich von Biozyme Biochemicals,
9939 Hilbert Street, San Diego, Kalifornien 92131-1029. Die Anmelder
haben festgestellt, dass diese spezielle Molekulargewichtsverteilung
der Hyaluronidase ACS in einer geringeren ophthalmischen Toxizität resultiert
als andere Hyaluronidasepräparationen,
während
sie bei einer Anzahl von ophthalmischen Anwendungen die gewünschte therapeutische
Wirksamkeit aufweist.
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Die spezielle Molekulargewichtsverteilung
und das spezielle Enzymaktivitätsprofil
der erfindungsgemäßen Hyaluronidase
(ACS) und/oder der Ausschluss von Thimerosal aus der Formulierung
stellt eine Hyaluronidasepräparation
bereit, welche für
das Auge nicht toxisch ist, wenn sie in Dosierungen verabreicht
wird, bei denen andere Hyaluronidasepräparationen, welche mit Thimerosal
konserviert sind, toxische Effekte verursachen würden. Tabelle
II
Tabelle
III
Tabelle
IV
Tabelle
V
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Wie in den Beispielen unten beschrieben
wird, kann die bestimmte bevorzugte Formulierung als Hyaluronidase
ACS, wie in den Tabellen II bis V (oben) dargestellt, injiziert
werden, topisch verabreicht werden oder durch Kontaktlinsen direkt
in das Stroma des Auges verabreicht werden, in Dosierungen, welche
die gewünschten
therapeutischen Wirkungen herbeiführen, einschließlich aber
nicht notwendigerweise beschränkt auf
die Beseitigung einer Hornhautopazität, ohne eine signifikante Toxizität für das Auge
zu verursachen.
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Bestimmung geeigneter
Hornhautkollagen reorganisierender Enzyme und Agenzien und deren
Dosierungen
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Das Folgende wird als technischer
Hintergrund bereitgestellt. Die Hornhautkollagen reorganisierenden
Chemikalien, wie etwa verschiedene Agenzien und Enzyme, welche bei
den erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden, können
zusätzlich
zu den geeigneten Dosierungen solcher Agenzien und Enzyme von einem
Fachmann durch Routineversuche bestimmt werden. Solche Experimente
können
das Untersuchen einer Dosis eines Enzyms oder Agens an Augäpfeln (Augen)
von Spendern, welche in Höhlungen
eines Plastikmodells montiert werden, oder das Untersuchen einer
solchen Dosis an Versuchstieren umfassen. Kurz gesagt, um zu bestimmen,
ob ein Enzym oder Agens bei der Reorganisation des Hornhautkollagens
wirksam ist, ohne eine Toxizität
zu verursachen, wird das Enzym oder Agens zuerst in einem Trägervehikel
gemischt, welches für
ein Säugetier
pharmazeutisch akzeptabel ist. Bevorzugt liegt das Enzym oder Agens
in lyophilisierter Form (trockenes Pulver) vor und wird in isotonischer
physiologischer Salzlösung
gelöst.
Jedoch ist es für
einen Fachmann verständlich,
dass eine Vielzahl von pharmakologisch akezptablen Trägern verwendet
werden kann, welche die Funktion eines Enzyms oder Agens nicht behindern.
Solch ein Verfahren wird auch befolgt, um verschiedene Dosierungen
einer interessanten Verbindung zu untersuchen.
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Eine Testdosis des Enzyms oder Agens
in Lösung
wird dann in eine Testhornhaut verabreicht, um die Wirkungen auf
die Reorganisation des Hornhautkollagens und toxischen Wirkungen
zu bestimmen. In einem Verfahren zur Untersuchung von potenziellen
Verbindungen wird das Testenzym oder Agens zuerst in Hornhäute verabreicht.
Dieses Verfahren ist besonders bevorzugt zur Bestimmung der Wirkung
eines Enzyms oder Agens auf eine menschliche Hornhaut, da auf diese
Weise eine menschliche Hornhaut untersucht werden kann, ohne eine
lebende Person den Experimenten zu unterziehen.
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Die Testdosis des Enzyms oder Agens
wird dann in die Spenderhornhaut verabreicht. Solch eine Verabreichung
kann beispielsweise durch Injektion des Enzyms in die Hornhaut erfolgen.
Normalerweise werden die Linsen nach diesem Schritt aufgrund des
Einbringens von Wasser in das Auge getrübt und es tritt eine Veränderung
des Refraktionsindexes des Auges auf. Nach einem Versuchszeitraum
wird die montierte Hornhaut dann untersucht, um zu bestimmen, ob
irgendeine Reorganisation des Hornhautkollagens aufgetreten ist,
und falls dies der Fall ist, wird das Ausmaß einer solchen Reorganisation
bestimmt. Ebenso wird die Toxizität bestimmt, welche sich aus
der Injektion ergibt.
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Die Untersuchung der Hornhaut kann
beispielsweise mittels einer Spaltlampenuntersuchung durchgeführt werden,
um die Klarheit der Hornhaut zu bestimmen; einer Pachymetrie, um
die Dicke der Hornhaut zu messen; einer Messung der Zugfestigkeit
der Hornhaut; einer Messung der Dehnbarkeit der Hornhaut und einer
Keratometrie, um die zentrale Hornhautkrümmung zu messen. Die durch
diese Untersuchungen ermittelten Werte werden mit Werten verglichen,
welche vor dem Verabreichen des Agens oder Enzyms bestimmt wurden.
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Außerdem kann eine behandelte
Hornhaut eines montierten Augapfels einer Anzahl von anderen Untersuchungen
unterzogen werden, um die Festigkeit und Lebensfähigkeit der Hornhaut nach der
Behandlung zu bestimmen. Es können
beispielsweise Lichtmikroskopie, Scanning, Röntgendiffraktionsanalyse und
Transmissionselektronenmikroskopie verwendet wurden, um die Morphologie
der Hornhaut zu untersuchen; eine Gewebekultur wird präpiert, um
die Lebensfähigkeit
der Hornhautzellen nach der Behandlung zu bestimmen; es können nach
der Behandlung biochemische Untersuchungen werden an den Kollagenen
und anderen Strukturbestandteilen der Hornhaut durchgeführt werden.
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Die vorhergehenden Untersuchungen
der gespendeten Augäpfel
und Hornhäuten
können
verwendet werden, um zu bestätigen,
dass die Verwendung eines bestimmten Enzyms oder Agens die Transparenz
der Hornhaut verbessert, und dabei die Lebensfähigkeit der Hornhautzellen
nicht verringert oder die strukturelle Unversehrtheit der Hornhaut
nicht zerstört.
Das Testen der Verwendung eines Enzyms oder Agens auf der Hornhaut
eines Versuchstiers ist jedoch auch erwünscht, um sicherzustellen,
dass die potenzielle Verbindung keine unerwartete Wirkung in lebenden
Säugetieren
besitzt, welche während
der Untersuchungen an gespendeten Augen nicht entdeckt werden. Um
die Wirkung eines bestimmten Testenzyms oder Agens zu untersuchen,
wird eine Testdosis in einer pharmakologisch akzeptablen Trägerlösung einem
Versuchstier verabreicht, in diesem Fall ein Säugetier, um so das Agens in
die Hornhaut des Tieres zu bringen.
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Nach der Verabreichung eines Agens
in die Hornhaut des Tieres, kann die Hornhaut des Tieres den folgenden
Untersuchungen unterzogen werden: einer Spaltlampenuntersuchung,
um die Klarheit der Hornhaut, der vorderen Augenkammer und der Iris
zu untersuchen, einer Pachymetrie, um die Hornhautdicke zu messen;
einer Computer-unterstützten
Hornhauttopographie, um die topographische Veränderung der Hornhautoberfläche zu bewerten;
einer Messung der Elastizität
der Hornhaut; einer Tonometrie, um den Augeninnendruck zu messen;
einer Funduskopie, um den optischen Nerv und die Retina zu bewerten;
einer Keratometrie, um die zentrale Hornhautkrümmung zu messen; einer Retinoskopie,
um den Refraktionsfehler zu messen; einer Färbung mit Fluorescein oder
Rose Bengal, um die Schäden
des Hornhautepithels zu bestimmen; und einer indirekte Ophthalmoskopie.
Die durch diese Tests ermittelten Werte können mit Werten verglichen werden,
welche vor der Verabreichung des Enzyms oder Agens ermittelt wurden,
ebenso wie mit Werten, die bei dem nicht behandelten Auge des Tiers
ermittelt wurden.
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Außerdem kann eine behandelte
Hornhaut eines Versuchstiers einer Anzahl von anderen Tests unterzogen
werden, um die Klarheit, Festigkeit und Lebensfähigkeit der Hornhaut nach der
Behandlung zu bestimmen. Beispielsweise können Lichtmikroskopie, Scanning
und Transmissionselektronenmikroskopie verwendet werden, um die
Morphologie der Hornhaut zu untersuchen; eine Gewebekultur wird
hergestellt, um die Lebensfähigkeit
der Hornhautzellen nach der Behandlung zu bestimmen, und es können nach
der Behandlung biochemische Untersuchungen der Kollagene und anderer
Strukturbestandteile der Hornhaut durchgeführt werden.
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Andere hierin nicht offenbarte Hornhautkollagen-modifizierende
Enzyme und Agenzien und geeignete Dosen solcher bekannten und unbekannten
Enzyme und Agenzien können
bestimmt werden, wie es hierin oben in Verbindung mit der Bestimmung
von Enzymen und den Dosen von Enzymen beschrieben wird.
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Verabreichungsverfahren
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Die Anmelderin hat die Verwendung
einer Hyaluronidase ohne Hyaluronidase-MW-Fraktionen über 100000,
zwischen 60000 bis 70000 und unter 40000 unter Verwendung von 10%
SDS-PAGE zur Herstellung eines Medikaments für eine nicht chirurgische Beseitigung
von Hornhautnarben und Hornhautopazitäten identifiziert. Das Inkontaktbringen
der Hornhaut mit einem erfindungsgemäß hergestellten Medikament
bewirkt eine Beschleunigung der Beseitigung von Opazitäten der
Hornhaut. Das Aufhellen einer Hornhautopazität kann ohne weitere chirurgische
Manipulation oder Entfernung der Hornhaut durchgeführt werden,
wobei die möglichen Risiken
und Komplikationen vermieden werden, welche mit einer penetrierenden
Keratoplastie verbunden sind.
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Die zuvor genannten Medikamente (Zusammensetzungen)
können
auf eine im Fachgebiet bekannte Art und Weise verabreicht werden.
In einer Ausführungsform
wird beispielsweise die Zusammensetzung an eine Stelle proximal
zur Hornhaut direkt in das Auge injiziert. In dieser Ausführungsform
umfasst die Zusammensetzung einen pharmakologisch akzeptablen Träger, welcher
die Wirksamkeit der Zusammensetzung nicht verändert.
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Im Rest der folgenden Beschreibung
bedeutet ein Verweis auf „das
Hornhautkollagen reorganisierende Enzym", dass das Hyaluronidaseenzym der erfindungsgemäß hergestellten
Medikamente gemeint ist.
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In einer bestimmten Ausführungsform
der offenbarten Erfindung erfolgt die Verabreichung des Hornhautkollagen
reorganisierenden Enzyms auf dem Weg einer intrastromalen Injektion.
In dieser Ausführungsform
wird eine injizierbare Lösung,
welche das oben genannte Hornhautkollagen reorganisierende Enzym
enthält,
durch eine Nadel direkt in das Stroma injiziert, welches im vorderen
Teil des Auges lokalisiert ist.
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In einer anderen Ausführungsform
der offenbarten Erfindung wird das Hornhautkollagen reorganisierende
Enzym mittels topischer Applikation in Form von Augentropfen in
das Auge eines Patienten verabreicht. Es wird eine ausreichende
Zahl von Tropfen verabreicht, sodass eine gewünschte Konzentration des Enzyms in
die Hornhaut des Patienten verabreicht wird. Das Verabreichungsverfahren
mittels Augentropfen kann einer Verabreichung durch Injektion überlegen
sein, da an der Hornhaut des Patienten weniger Beschwerden verursacht
werden als bei einem Injektionsverfahren.
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In noch einer anderen Ausführungsform
können
alternative Mittel zur Diffusionshilfe durch das Auge in die Hornhaut
verwendet werden. Solche Mittel umfassen beispielsweise die Verwendung
von Liposomen, um das wirksame Enzym oder Agens zu verabreichen.
Das Enzym wird in Liposomen verpackt, welche durch die Lipid-lösliche Membran
des Hornhautepithels und in das Hornhautstroma gelangen können. Andere
Mittel zur Diffusionshilfe umfassen die Verwendung von elektrischem
Strom, um die äußere Membran
des Auges für den
Durchgang von Enyzmen permeabler zu machen, was als lontophorese
bekannt ist.
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In einer anderen Ausführungsform
wird die lontophorese verwendet, um die Hornhautkollagen reorganisierenden
Reagenzien zu verabreichen. Unter Verwendung dieses Verfahrens bewirkt
ein elektrischer Strom, welcher durch eine Salzlösung geleitet wird, dass die
Agenzien als geladene Partikel in das Auge gelangen.
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In noch einer anderen Ausführungsform
der offenbarten Erfindung wird das Hornhautkollagen reorganisierende
Enzym durch die Verwendung einer Kontaktlinse in die Hornhaut verabreicht.
Als ein Beispiel einer Ausführungsform
der offenbarten Erfindung wird eine das Hornhautkollagen reorganisierende
Menge eines Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms in eine Kammer
im Inneren einer steifen Kontaktlinsen geladen, bevorzugt eine Linse,
welche gasdurchlässig
ist. Alternativ kann das Enzym in eine weiche Linse geladen oder imprägniert werden,
wobei das Enzym oder Agens durch Einweichen der weichen Linse in
einer Lösung,
welche das Enzym oder Agens enthält,
aufgenommen werden kann. Das Enzym kann auch in eine Kombination einer
weichen und einer steifen Linse geladen werden.
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In all den folgenden Ausführungsformen
einer Kontaktlinse zur Verabreichung eines Hornhautkollagen reorganisierenden
Enzyms wird das Enzym verabreicht, wenn es aus der Kammer in der
Linse oder dem Material der Linse (freigesetzt wird) diffundiert
(wenn eine weiche Linse mit dem Enzym getränkt ist). Dosierungen für verschiedene
Verabreichungsvehikel von Kontaktlinsen können durch Routineversuche
eines Fachmanns optimiert werden.
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Gemäß eines Verabreichungsverfahrens
durch Kontaktlinsen können
Hornhautkollagen reorganisierende Enzyme und Agenzien durch die
Verwendung von steifen Kontaktlinsen in das Auge verabreicht werden. Diese
Linsen können
aus bekannten Fluorsilikonacrylat-Linsenmaterialien hergestellt
werden, welche gasdurchlässig
sind. Die Linse wird mit einer inneren Kammer zur Lagerung des Hornhautkollagen
reorganisierenden Enzyms oder Agens ausgestattet. Die Kammer umfasst
bevorzugt einen radial symmetrischen Raum, welcher die gesamte Linse
zwischen der vorderen Fläche
und der hinteren Fläche
der Linse umfasst.
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Steife Linsen für den vorliegenden Zweck können bequem
hergestellt werden durch Schneiden auf der Drehbank, Schmelzen oder
Fräsen
eines hinteren Bestandteils und eines vorderen Bestandteils aus
einem Kontaktlinsenknopf, welche während der Herstellung unter
Bildung einer einheitlichen Linse durch Verwendung von im Fachgebiet
bekannten Bindungsverfahren oder Haftmitteln aneinander befestigt
werden. Die Kammer kann durch Schneiden auf der Drehbank einer ringförmigen Vertiefung
in die konvexe Fläche
des hinteren Bestandteils der Linse vor der terminalen Linsenherstellung
gebildet werden. Es kann jede einer Vielzahl von Dimensionen verwendet
werden, eine bevorzugte Linse wird bereitgestellt mit einer ringförmigen Kammer mit
einer Breite von ungefähr
1,0 mm bis etwa 1,5 mm und einer Tiefe von etwa 0,05 mm bis etwa
0,10 mm.
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Im hinteren Teil der Linse werden
eine Vielzahl von mikroskopischen Löchern bereitgestellt, um eine Fluidverbindung
zwischen der Kammer und dem Auge zu ermöglichen, wobei die zeitlich
festgelegte Freisetzung des Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms
in die Hornhaut erleichtert wird. Diese Löcher können durch mechanisches Bohren
oder Laserbohren bereitgestellt werden, oder durch Schmelzen vor
dem Zusammensetzen des vorderen Bestandteils und hinteren Bestandteils
der Linse. In einer Ausführungsform
werden die Löcher
unter Verwendung eines mechanischen Bohrers mit einem Microcarbonbohrer
gebohrt.
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Die Pumpwirkung der Augenlider in
Verbindung mit natürlichen
Tränen
unterstützt
die Freisetzung des Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms durch
die winzigen Löcher.
Bevorzugt werden die Löcher
hergestellt durch mechanisches Bohren mit einem Microcarbonbohrer
und sie besitzen einen Durchmesser von etwa 0,002 mm bis etwa 0,010
mm, und bevorzugt etwa 0,005 mm. Die Anzahl und der Durchmesser
der Löcher kann
variiert werden, um die Freisetzungscharakteristika pro Zeiteinheit
zu beeinflussen, was für
einen Fachmann offensichtlich ist. Im Allgemeinen werden jedoch
die oben bezeichneten Durchmesserbereiche, und von etwa 3 bis etwa
10 Löcher
verwendet.
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In einer Ausführungsform der Linse besitzt
der hintere Teil der Linse am zentralen Punkt eine Dicke von ungefähr 0,12
mm und eine ringförmige
Vertiefung ist bis zu einer Tiefe von etwa 0,075 mm eingeritzt.
Eine Anzahl von Löchern,
jeweils mit einem Durchmesser von etwa 0,005 mm, sind durch den
Boden der Kammer gebohrt und mit dem gleichen Abstand voneinander
um die Peripherie der Kammer angeordnet, um eine Verbindung mit
der hinteren Fläche
der Linse bereitzustellen. Die Anzahl der Löcher in einer Linse variiert
in Abhängigkeit
von der gewünschten
Verabreichungsrate des Hornhautkollagen umorganisierenden Enzyms
oder Agens aus der Kammer.
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Der vordere Teil der Linse, welcher
im zentralen Punkt eine Dicke von ungefähr 0,12 mm besitzt, wird danach
an dem hinteren Teil befestigt, um die ringförmige Vertiefung einzuschließen und
eine Kammer zu bilden, wobei eine Linse mit einer Dicke des gesamten
Zentrums von etwa 0,24 mm gebildet wird. Die Bindung kann durchgeführt werden
durch Aufbringen einer kleinen Menge eines Haftmittels wie etwa
das ConciseTM Emaille-Bindungssystem, welches
von 3M (St. Paul, Minnesota) verkauft wird. Andere Mittel zur Verbindung der
hinteren und vorderen Teile der Kontaktlinse sind für einen
Fachmann offensichtlich.
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In einem anderen Aspekt wird eine
Kontaktlinse bereitgestellt, welche aus zwei Schichten zusammengesetzt
ist, welche aneinander laminiert sind. In diesem vorteilhaften Design
für Kontaktlinsen
können
größere Kammern
zur Lagerung des Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms erzeugt
werden.
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In dieser Kontaktlinse kann ein vorderer
Teil der Kontaktlinse hergestellt werden, welcher eine vordere Fläche und
eine hintere Fläche
besitzt. Ein hinterer Teil der Kontaktlinse kann ebenso hergestellt
werden mit einer vorderen Fläche
und einer hinteren Fläche.
Die äußere Begrenzung
der hinteren Fläche
des vorderen Teils kann so gestaltet sein, dass sie den gleichen
Kurvenradius wie die äußere Begrenzung
der vorderen Fläche
des hinteren Teils besitzt. Wenn die hintere Fläche des vorderen Teils und
die vordere Fläche
des hinteren Teils aneinander laminiert werden, kann auf diese Art
und Weise ein Verschluss zwischen den äußeren Begrenzungen des vorderen
und hinteren Teils gebildet werden.
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In dem zentralen Teil des vorderen
Teils kann die hintere Fläche
jedoch einen steileren Kurvenradius als die vordere Fläche eines
zentralen Teils des hinteren Teils besitzen. Aufgrund dieses steileren
Kurvenradius wird, wenn der vordere Teil und der hintere Teil aneinander
laminiert werden, eine Kammer zwischen dem zentralen Teil des vorderen
Teils und dem zentralen Teil des hinteren Teils der Kontaktlinse
gebildet. Das Kammervolumen kann durch Veränderung der Kurvenradien der
hinteren Fläche
des zentralen Teils und der vorderen Fläche des zentralen Teils angepasst
werden, was für
einen Fachmann offensichtlich ist.
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Vor der Fertigung können ein
oder mehrere Löcher
in den zentralen Teil des hinteren Teils der Kontaktlinse mit diesem
Design eingebracht werden. Die Löcher
können
durch mechanisches Bohren mit einem Microcarbonbohrer oder mittels
eines Lasers wie etwa einem Argonlaser hergestellt werden, und besitzen
einen Durchmesser von etwa 0,002 mm bis etwa 0,010 mm, und bevorzugt
etwa 0,005 mm. Die Anzahl und der Durchmesser der Löcher kann verändert werden,
um die Freisetzungscharakteristika pro Zeiteinheit zu beeinflussen,
was für
einen Fachmann offensichtlich ist. Folglich wird die Rate, mit der
eine Dosis eines Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms aus der
Kammer abgegeben wird, größtenteils
durch die Größe und Anzahl
der Löcher
kontrolliert, welche im zentralen Teil des hinteren Teils der Linse
vorliegen. Im Allgemeinen werden aber die oben bezeichneten Durchmesserbereiche
und etwa 3 bis etwa 10 Löcher
verwendet. Diese Löcher
können
um den zentralen Teil des hinteren Teils der Kontaktlinse räumlich angeordnet
sein, um eine Verbindung zwischen der Kammer und der Augenfläche eines
Patienten, welcher die Linse trägt,
bereitzustellen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Linse kann der hintere Teil der Linse im zentralen Punkt eine
Dicke von ungefähr
0,125 mm besitzen. Der vordere Teil der Linse kann im zentralen
Punkt eine Dicke von etwa 0,125 mm besitzen. Wenn der vordere Teil
und der hintere Teil verbunden werden, wird eine Linse mit einer
Gesamtdicke im Zentrum von etwa 0,24 mm erzeugt. Die Bindung kann
durchgeführt
werden durch Auftragen einer ausreichenden Menge eines Bindungsmittels
wie etwa dem ConciseTM Emaille-Bindungssystem, welches
von 3M (St. Paul, Minnesota) verkauft wird. Auch andere Bindungsverfahren
werden für
einen Fachmann offensichtlich sein.
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Eine Linse dieser Ausführungsform
kann hergestellt werden aus bekannten Fluorsilikonacrylat-Linsenmaterialien.
Solche steifen Linsen können
hergestellt werden durch Schneiden auf der Drehbank oder Schmelzen
oder Fräsen
eines hinteren Bestandteils und eines vorderen Bestandteils aus
einem Kontaktlinsenknopf. Nachdem der vordere und hintere Bestandteil
hergestellt wurden, können
sie unter Bildung einer einheitlichen Linse miteinander verbunden
werden unter Verwendung von Bindungsverfahren, Haftmitteln oder
anderen Verfahren zur Haftung, welche im Fachgebiet bekannt sind.
Beispielsweise kann ein Emaille-Bindungssystem verwendet werden,
um den vorderen und hinteren Kontaktlinsenteil zu verbinden. Ein
Beispiel für
ein solches System ist das ConciseTM Emaille-Bindungssystem,
welches von 3M (St. Paul, Minnesota) verkauft wird.
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In einer alternativen Ausführungsform
wird eine Kontaktlinse bereitgestellt, welche eher eine periphere Kammer
als eine Kammer im zentralen Teil der Linse besitzt. In dieser Ausführungsform
kann die Linse aus einem vorderen Teil und einem hinteren Teil zusammengesetzt
sein, welche aneinander laminiert sind. In dieser Ausführungsform
wird eine Kammer in einem intermediären Teil der Linse bereitgestellt.
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In einer anderen Ausführungsform
kann die Kammer im intermediären
Teil der Linse gebildet werden durch Bereitstellen eines Bereichs
der hinteren Fläche
des vorderen Teils der Linse, welche einen steileren Kurvenradius
besitzt als derjenige, welcher im Rest der hinteren Fläche des
vorderen Teils der Linse gefunden wird. Wie bei der vorhergehenden
Ausführungsform
einer Kammer-Kontaktlinse wird das Volumen des Hornhautkollagen
reorganisierenden Enzyms, welches in der Linse enthalten sein kann
und folglich einem Patienten verabreicht werden kann, größtenteils
bestimmt vom Kurvenradius der hinteren Fläche des inneren Teils der Linse
im intermediären
Teil der Linse, ebenso wie durch den Kurvenradius der vorderen Fläche des
hinteren Teils der Linse im intermediären Teil der Linse.
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Der hintere Teil der Linse wird ebenso
mit Löchern
im intermediären
Teil der Linse durch den hinteren Teil der Linse bereitgestellt.
Diese Löcher
dienen dazu, den Transfer der Bestandteile der Kammer aus der Kammer
in das Auge des Patienten zu ermöglichen.
Die Anzahl und die Größe der Löcher werden
größtenteils die
Rate bestimmen, mit der ein Hornhautkollagen reorganisierendes Enzym
oder Agens in das Auge verabreicht wird.
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Obwohl diese Ausführungsformen einer Kammer-Kontaktlinse
beschrieben wurden mit dem Merkmal der Herstellung durch aneinander
laminieren eines vorderen Teils und eines hinteren Teils der Linse,
wird ein Fachmann erkennen, dass andere Verfahren zur Bildung der
zuvor beschriebenen Kammern ebenso möglich sind.
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Gemäß eines weiteren Verabreichungsverfahrens
der offenbarten Erfindung kann eine Bandage oder ein Schild einer
weichen Linse getränkt
werden oder beladen werden mit einer Dosis des Hornhautkollagen reorganisierenden
Enzyms. Die weiche Linse kann dann korrekt an die Hornhaut angepasst
werden und für einige
Stunden getragen werden, um das Enzym oder Agens in die Hornhaut
freizusetzen. Nachdem das Enzym oder Agens das Hornhautkollagen
ausreichend modifiziert hat, löst
sich die weiche Linse entweder auf oder wird herausgenommen.
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Andere Arten von Materialien für weiche
Linsen neigen dazu, eine geringere Menge einer Lösung aufzunehmen, welche ein
Enzym oder Agens enthält
und auch dazu, es schneller freizusetzen. Beispiele für solche
Materialien sind gebräuchliche
hydrophile Materialien für
weiche Linsen wie etwa Etafilcon A und Phemfilcon A, erhältlich von
Vistacon und Wesley Jessen. Diese Linsen können eine Möglichkeit für Einweglinsen oder Linsen
zum Langzeitgebrauch sein. Es wurde gefunden, dass Linsen mit einem
H2O-Gehalt
von zwischen etwa 58% und etwa 70% für das offenbarte Verfahren
brauchbar sind.
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Anwendungsgebiete
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Eine vorgesehene Verwendung der offenbarten
Erfindung ist die Behandlung von Opakifikationen der Hornhaut. Hornhautopakifikationen
können
im Alter auftreten, wenn das Hornhautkollagen seine Organisation verliert,
oder als Ergebnis eines Traumas. Die Erfindung ist nützlich bei
der Beseitigung solcher Hornhautopakifikationen.
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Eine andere vorgesehene Verwendung
der offenbarten Erfindung ist die Wiederherstellung von Unregelmäßigkeiten
und die Verbesserung von Refraktionsfehlern, welche sich aus verschiedenen
Hornhautoperationen ergeben. Die gemeinten Operationen umfassen
die photorefraktive Keratektomie (PRK), die LASIK, die radiale Keratotomie
(RK), Hornhauttransplantationsoperation und die Kataraktoperation.
LASIK wird beispielsweise weltweit zu einem äußerst gebräuchlichen Verfahren. Obwohl
das Verfahren selbst erfolgreich ist, steigt das Auftreten von Nebenwirkungen
durch die Behandlung, welche einer Desorganisation des Hornhautkollagens
zuzuschreiben sind. Die offenbarte Erfindung kann verwendet werden,
um die Sehschärfe
eines Patienten nach dem chirurgischen Umformen der Hornhaut unter
Verwendung verschiedener chirurgischer Verfahren zu verbessern.
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In dieser Ausführungsform der Erfindung wird
ein Patient, welcher einem LASIK-Verfahren unterzogen wurde, identifiziert
und es wird ein akzeptables Hornhautkollagen reorganisierendes Agens
ausgewählt.
Die Verabreichung des Hornhautkollagen reorganisierenden Enzyms
kann vor, während
oder nach dem chirurgischen Verfahren durchgeführt werden. In einer Ausführungsform
kann der Patient das Hornhautkollagen reorganisierende Enzym nach
dem chirurgischen Verfahren erhalten, um ein richtiges Heilen der
Hornhaut zu erleichtern. Wie oben diskutiert, umfassen die vorgesehenen
Verabreichungswege eine Injektion und eine topische Verabreichung.
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Auf ähnliche Art und Weise kann
die offenbarte Erfindung auch die Erfolgschancen für andere
Hornhautverfahren verbessern, wie etwa einer Hornhauttransplantatoperation
oder einer Kataraktoperation. Einer der gebräuchlichsten Gründe für das klinische
Versagen von chirurgischen Verfahren wie etwa einer Hornhauttransplantation
ist die Existenz von verbleibenden Refraktionsfehlern nach einer
ansonsten erfolgreichen Operation. Die hier offenbarte Erfindung
kann verwendet werden, um den Refraktionsfehler zu korrigieren,
welcher als Ergebnis einer Erkrankung, Operation oder anderer Bedingungen
auftritt. Die Erfindung verringert oder beseitigt auch durch Verbesserung
der Sehschärfe
durch ein chirurgisches Verfahren den Bedarf für nachfolgende Operationen,
welche nun erforderlich sind, um ungewollte Refraktionsfehler zu
beseitigen.
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Um diese weiteren klinischen Vorteile
zu bewirken werden für
die Verwendung dieser Erfindung zuerst Patienten identifiziert,
welche eine Hornhautopakifikation, Desorganisation des Hornhautkollagens
besitzen oder welche einer Hornhautmanipulation unterzogen wurden.
Eine solche Identifizierung wird normalerweise durchgeführt durch
einen Augenspezialisten oder einen anderen Fachmann des Fachgebiets,
welcher einem Patienten die Diagnose stellen kann, dass er eine
Hornhautopakifikation, Desorganisation des Hornhautkollagens aufweist
oder einer Hornhautmanipulation unterzogen wurde. Die zuvor beschriebenen
Verabreichungsverfahren werden dann verwendet, um eine Reorganisation
des Hornhautkollagens zu induzieren, um eine verbesserte Sehschärfe zu erzeugen.
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Beispiele
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Beispiel 1
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Ophthalmische Toxizitäten von
Thimerosal, Hyaluronidase (ACS) und Hyaluronidase (Wydase®)
bei Kaninchen
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Zweiundfünfzig (52) gesunde Kaninchen
der Rassenkreuzung New Zealand (26 Männchen, 26 Weibchen) mit einem
Gewicht von 1,5 kg bis 2,5 kg wurden einzeln zur Identifizierung
markiert und wurden einzeln in hängenden
Käfigen
gehalten. Die Tiere erhielten täglich
ein kommerziell erhältliches
pelletiertes Kaninchenfutter, wobei Leitungswasser nach Belieben
verfügbar
war.
-
Die Tiere wurden in dreizehn Gruppen
von jeweils 4 Tieren (2 Männchen,
2 Weibchen) aufgeteilt. Zwei Tiere in jeder Gruppe (1 Männchen,
1 Weibchen) wurden ausgewählt
zur Vorbehandlung mit Augenspiegelung und Fluoresceinangiographie.
-
Die Augenspiegelung wurde durchgeführt durch
Festhalten der Tiere und Sichtbarmachung des optischen Nervs, der
Retinaarkaden und dem Fundus mit einer KOWA® RC-3
Funduskamera, ausgestattet mit einem Kodak Gold 200 ASA Film.
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Die Fluoresceinangiographie umfasste
eine 1,5 ml Injektion einer 2%-igen sterilen Fluoresceinlösung über die
marginale Ohrvene. Ungefähr
30 Sekunden nach der Injektion wurde das Fluorescein sichtbar gemacht
bei der Lokalisierung des optischen Nervs, der Netzhautgefäße und des
Fundus.
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Am folgenden Tag wurde jedes Tier
durch eine intravenöse
Verabreichung einer Kombination von 34 mg/kg Ketaminhydrochlorid
und 5 mg/kg Xylazin anästhesiert.
Die Augenlider wurden unter Verwendung eines Lidsspeculums zurückgehalten
und die Augen wurden mit einer Jod-Povidon-Waschlösung desinfiziert.
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Es wurden Versuchsbehandlungen entweder
mit einer ausgewogenen Salzlösung
(BSS), BSS+Thimerosal, (Wydase
®) oder Hyaluronidase (ACS)
verabreicht durch Injektion unter Verwendung einer 1 cm
3 Tuberkulinspritze
mit einem Maß von
30, an welcher eine Nadel mit 0,5 Inch befestigt war. Die Hyaluronidase (ACS)
Lösung,
welche in diesem Beispiel verwendet wurde, war frei von Thimerosal
und bestand aus der speziell bevorzugten Hyaluronidase- (ACS) Formulierung,
welche in Tabelle II oben dargestellt wird. Die an jede Tiergruppe
verabreichten experimentellen Behandlungen waren wie folgt: Tabelle
VI
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Am Tag nach den Injektionen (Tag
1) wurden die 26 Tiere, welche der Augenspiegelung und der Fluoresceinangiographie
unterzogen wurden, unter Verwendung der gleichen Verfahren wie für die Untersuchung vor
der Dosierung beobachtet.
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Am Tag 2 nach den Injektionen wurden
die 13 männlichen
Kaninchen, welche die Augenspiegelung und die Fluoresceinangiographie
vor der Dosierung und am Tag 1 erhalten hatten, ebenso wie die 13
weiblichen Kaninchen, welche nicht für eine Photographie ausgewählt wurden,
mit einem auf Natriumpentobarbial basierenden Arzneimittel getötet. Die
Augen wurden dann chirurgisch entfernt und in einer Fixierlösung aus 2,5%
Glutaraldehyd mit 0,1 M Phosphat-gepufferter Saline bei pH 7,37
platziert. Alternativ wurde ein zufällig ausgewähltes Kaninchen durch eine
Pentobarbitalinjektion getötet,
aber dann durch intrakardiale Injektion der Glutaraldehydlösung in
das linke Ventrikel fixiert, um die Wirkung des Fixierungsverfahrens
auf die histologischen Befunde innerhalb der eingebetteten Augen
zu bestimmen.
-
Am Tag 7 wurden die 13 weiblichen
Kaninchen, an welchen zuvor eine Augenspiegelung und eine Angiographie
durchgeführt
wurde, den gleichen Beobachtungen wie bei den zuvor beschriebenen
Verfahren unterzogen.
-
Die verbleibenden 26 Tiere wurden
7 Tage nach der Dosierung wie oben beschrieben getötet. Die
Augen wurden auf die gleiche Art und Weise wie diejenigen Augen
fixiert, welche an Tag 2 fixiert wurden. Es wurde auch ein zufällig ausgewähltes Kaninchen
dem gleichen intrakardialen Glutaraldehydfixierungsverfahren unterzogen,
welches hierin oben für
das zuvor zufällig
ausgewählte
Tier beschrieben wurde.
-
Die Augen der in diesem Beispiel
behandelten Tiere wurden im Hinblick auf durch die Behandlung verursachte
Toxizitäten
makroskopisch und mikroskopisch untersucht. Eine Tabelle, welche
eine Zusammenfassung des histologischen Beweises einer Toxizität oder Nicht-Toxizität in jeder
Behandlungsgruppe auflistet, ist als Tabelle VII unten dargestellt.
-
Zusammenfassend waren die Augen der
mit BSS-behandelten Kontrollgruppe am Tag 2 und am Tag 7 nach der
Dosierung frei von Toxizität.
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Die Augen der Tiere von Gruppe Nr.
2, welche mit BSS + Thimerosal (0,0075 mg) behandelt wurden, waren
am Tag 2 frei von Toxizität,
zeigten aber einen Hinweis darauf, dass am Tag 7 ein Zusammenbruch
der Blut-Retina-Schranke
vorlag.
-
Die Tiere der Gruppe Nr. 3, welche
mit BSS + Thimerosal (0,025 mg) behandelt wurden, zeigten schwere
mit der Behandlung zusammenhängende
toxische Wirkungen an Tag 2 und an Tag 7 nach der Dosierung.
-
Die Tiere der Gruppe Nr. 4, welche
mit Wydase® mit
einer Dosis von 1 IU behandelt wurden, waren frei von Toxizität an Tag
2 und Tag 7, jedoch wiesen die Augen der Tiere in den Gruppen Nr.
5 bis 8, welche mit Wydase® mit Dosierungen im Bereich
von 15 IU bis 150 IU behandelt wurden, im Allgemeinen an Tag 2 und Tag
7 nach der Dosierung Dosis-bezogene toxische Effekte auf.
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Die Augen der Tiere in den Behandlungsgruppen
Nr. 9–13,
welche mit Hyaluronidase (ACS) mit Dosierungen im Bereich von 1
IU bis 150 IU behandelt wurden, zeigten an Tag 2 und Tag 7 nach
der Dosierung keinen Hinweis auf toxische Wirkungen.
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Entsprechend wird daraus geschlossen,
dass Thimerosal und die Thimerosal-haltige Formulierung Wydase® toxische
Wirkungen in den Augen von Kaninchen bei den untersuchten Dosierungen
verursachen, jedoch verursachte Hyaluronidase (ACS) in diesen Tieren
bei den untersuchten Dosierungen keine toxischen Wirkungen.
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Die Ergebnisse der an Tag 7 durchgeführten Untersuchungen
sind in Tabelle VII zusammengefasst. Wie in Tabelle VII gezeigt
wird, wurden signifikante toxische Wirkungen an Tag 7 in den Augen
von Kaninchen beobachtet, welche mit BSS + Thimerosal (0,0075 mg)
und Hyaluronidase (Wydase
®) behandelt wurden, bei allen
Dosierungen zwischen 1 IU bis 150 IU. Im Gegensatz dazu wurden keine
toxischen Wirkungen in Augen von Tieren beobachtet, welche mit Hyaluronidase
(ACS) mit Dosen zwischen 1 bis 150 IU behandelt wurden. Tabelle
VII
Toxische Wirkungen einer intravitrealen Injektion einer
Einzeldosis von BSS, BSS + Thimerisol, Hyaluronidase (ACS) und Hyaluronidase
(Wydase
®)
bei Kaninchen
-
Beispiel II
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Ophthalmische Toxizitäten von
Thimerosal, Hyaluronidase und Hyaluronidase (Wydase®) bei
Injektion in Kaninchenhornhaut
-
Zwanzig (20) gesunde Kaninchen der
Rassenkreuzung New Zealand mit einem Gewicht von 1,5 kg bis 2,5
kg wurden einzeln zur Identifizierung markiert und einzeln in hängenden
Käfigen
gehalten. Die Tiere erhielten täglich
ein kommerziell erhältliches
pelletiertes Kaninchenfutter, wobei Leitungswasser nach Belieben verfügbar war.
-
Die Tiere wurden in 4 Gruppen von
jeweils 5 Tieren eingeteilt. Alle 20 Tiere wurden vor der Behandlung durch
Spaltlampenbiomikroskopie und Fluoresceinfärbung im Hinblick auf die Gesundheit
der Kaninchenhornhäute
vor der Behandlung untersucht.
-
Am folgenden Tag wurde jedes Tier
durch eine intravenöse
Verabreichung einer Kombination von 34 mg/kg Ketaminhydrochlorid
und 5 mg/kg Xylazin anästhesiert.
Die Augenlider wurden zurückgehalten
unter Verwendung eines Lidspeculums, und die Augen wurden mit einer
Jod-Povidon-Waschlösung desinfiziert.
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Experimentelle Behandlungen entweder
mit einer ausgewogenen Salzlösung;
Hyaluronidase (Wydase®) oder Hyaluronidase (ACS)
wurde durch Injektion verabreicht unter Verwendung einer 0,3 cm3 Tuberkulinspritze mit einem Maß von 29,
an welcher eine Nadel von 0,5 Inch befestigt war. Die in diesem
Beispiel verwendete Hyaluronidase- (ACS) Lösung enthielt kein Thimerosal
und bestand aus der oben dargelegten bevorzugten Hyaluronidase-ACS-Formulierung.
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Die jeder Tiergruppe verabreichten
experimentellen Behandlungen waren wie folgt:
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An Tag 1, 7, 15 und 30 nach den Injektionen
wurden die Augen der Tiere makroskopisch und biomikroskopisch auf
einen Nachweis von mit der Behandlung verbundenen Toxizitäten untersucht.
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Zusammenfassend waren die Augen der
mit BSS behandelten und nicht behandelten Kontrollgruppen frei von
Toxizität.
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Die Augen der Tiere aus Gruppe 2,
welche mit Hyaluronidase (Wydase®) behandelt
wurden, welches mit Thimerosal konserviert wurde, waren toxisch.
Die Augen von Tieren der Gruppe 3 und Gruppe 4, welche mit Hyaluronidase
(ACS) behandelt wurden, waren frei von Toxizität.
-
Entsprechend wird darauf geschlossen,
dass die Thimerosal-haltige Formulierung Wydase® bei
den untersuchten Dosierungen toxische Effekte in den Augen von Kaninchen
verursacht. Hyaluronidase (ACS) verursachte jedoch bei diesen Tiere
bei den untersuchten Dosierungen keine toxischen Wirkungen.
-
Beispiel III
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Wirksamkeit von Hyaluronidase
bei humaner Spenderhornhaut für
eine aufklärende
Wirksamkeit einer Hornhautopazität
-
Humane Spenderhornhäute mit
Stromanarben wurden 24–48
Stunden nach dem Tod entnommen. Die Hornhäute wurden photographiert,
um die Position der Narbe zu dokumentieren. Dann wurden die Hornhäute für 72 Stunden
in einer Organkultur platziert. Das Kulturmedium bestand aus Serumfreien
modifiziertem Dulbecco-MEM, ergänzt
mit Chondroitinsulfat, EGF, Dextran, Selen und Vitamin A. Die Hornhäute wurden
mit der Epithelseite nach oben in einer sterilen 10 mm Kulturschale
kultiviert, welche 10 bis 12 ml des Kulturmediums enthielt. Dann
wurde die Platte auf einer Schaukelplattform in einem befeuchteten
Inkubator bei 37°C
und in einer Umgebung mit 5% CO2 platziert
und so geschaukelt, dass die Epithelfläche des Gewebes ununterbrochen
einer Luft : Flüssigkeits-Interphase
ausgesetzt war.
-
An Tag 3 erhielten die Testhornhäute intrastromale
Injektionen von Hyaluronidase (ACS), wiederhergestellt in steriler
physiologischer Salzlösung
(500 IU/20 μl)
benachbart zur Narbe, wobei die Schrägung der Injektionsnadel in
Richtung der Mitte der Hornhaut zeigte. Die Kontrollgruppe der Hornhäute wurden
an Tag 3 mit einer physiologischen Salzlösung injiziert. Alle Hornhäute wurden
dann zurück
in die Kultur gegeben. Die Testhornhäute wurden anschließend an
Tag 7 wie oben beschrieben mit Hyaluronidase (ACS) (500 IU/20 μl) injiziert.
-
Die Hornhäute wurden täglich im
Hinblick auf eine Narbenauflösung
untersucht. Die Auflösung
wurde bestimmt durch Vorliegen oder Abwesenheit der Hornhautopazität. Am Ende
des Experiments wurden die Hornhäute
erneut photographiert und dann für
eine Licht- und Elektronenmikroskopie vorbereitet.
-
Ergebnisse
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Die Hornhäute behielten in der Kultur
eine gute Morphologie mit einer minimalen Schwellung bei. Die Hornhäute wurden
für 72
Stunden vor der Injektion mit Hyaluronidase (ACS) kultiviert, um
sicherzustellen, dass das Kultursystem selbst keinen Einfluss auf
die Narbenmorphologie besitzt. Die Ergebnisse dieses Experiments
sind in der Tabelle unten zusammengefasst. Während dieses Zeitraums wurden
keine Veränderungen im
Erscheinungsbild der Narbe beobachtet. Unmittelbar nach der Injektion
der Hyaluronidase (ACS) in das Hornhautstroma entwickelte sich eine
Region mit einer lokalisierten Trübung an der Injektionsstelle.
Die Trübung
rührt wahrscheinlich von
der Injektion des Fluids in das Stroma her und löste sich normalerweise innerhalb
von 4 bis 8 Stunden nach der Injektion auf. Bislang wurden insgesamt
14 vernarbte humane Hornhäute untersucht
und in 12 von 14 Fällen
waren innerhalb von 2 bis 4 Tagen nach der Hyaluronidase (ACS) Behandlung
die Narben bei einer Untersuchung mit bloßem Auge nicht mehr länger sichtbar.
Die Narben variierten in Art und Position zwischen peripheren post-chirurgischen
Vernarbungen, wie es gewöhnlich
nach einer IOL-Insertion gesehen wird, und Narben, welche aus Unfalltraumata
resultieren. Die Ursache der meisten der von uns untersuchten Narben
war unbekannt.
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Eine intrastromale Injektion von
Hyaluronidase (ACS) scheint sehr effektiv zu sein beim Bewirken
einer Auflösung
von Hornhautopazitäten
als eine alternative Behandlung zur Hornhauttransplantation.
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Beispiel IV
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Wirkung von Hyaluronidase
auf die Ultrastruktur von humanen Spenderhornhäuten
-
Humane Spenderhornhäute wurden
innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Tod des Spenders zur Verwendung
im folgenden Beispiel erhalten. Die Hornhäute wurden dann präpariert
und 1 % Glutaraldehydlösung
fixiert, bearbeitet und in Plastik eingebettet oder in einer Organkultur
platziert. Dann wurden die in Kultur platzierten Hornhäute wie
folgt eingruppiert: a) unbehandelte Kontrollen; b) mit physiologischer
Salzlösung
injizierte Kontrollen; und c) mit Hyaluronidase injizierte (500
IU/20 μl)
Behandlungsgruppe. Die Hornhäute
wurden mit der Epithelseite nach oben in einer sterilen 10 mm Kulturschale
kultiviert, welche 10 bis 12 ml Kulturmedium enthielt. Das Kulturmedium
bestand aus Serum-freiem modifiziertem Dulbecco-MEM, ergänzt mit Chondroitinsulfat,
EGF, Dextran, Selen und Vitamin A. Die Schale wurde dann auf einer
Schüttelplattform
in einem befeuchteten Inkubator bei 37°C und mit einer Umgebung mit
5% CO2 platziert und so geschüttelt, dass die
Epithelfläche
des Gewebes ununterbrochen einer Luft : Flüssigkeits-Interphase ausgesetzt war.
-
Am Ende der Behandlungsperiode wurden
die Hornhäute
präpariert
und in 1% Glutaraldehydlösung fixiert,
verarbeitet und in Plastik eingebettet. Schnitte der ganzen Diagonale
(1 μm) aus
den mittleren Stromaregionen wurden gefärbt und mittels Lichtmikroskopie
untersucht. Außerdem
wurden anschließend
ultradünne Schnitte
(0,1 μm)
geschnitten und mittels Transmissionselektronenmikroskopie untersucht.
Die Veränderungen
der Ultrastruktur in der Dichte der Kollagenfibrillen wurde durch
die elektronenmikrographischen Darstellungen (124 000-fache Vergrößerung)
durch Auszählen
der durchschnittlichen Zahlen der Kollagenfibrillen pro 180 mm
2 bestimmt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung
sind in Tabelle VIII zusammengefasst.
Tabelle
VIII
Zählung
der Dichte der Kollagenfibrillen aus elektronenmikrographischer
Darstellung (124 000-fache Vergrößerung)
-
Ergebnisse
-
Die Ergebnisse zeigen einen Anstieg
von 18,62% bei der Reorganisation der Kollagenfasern 48 Stunden
nach Injektion des Hyaluronidaseenzyms. Diese Größenordnung einer Kollagenfaserverdichtung
und Reorganisation bei einer 80 Jahre alten weiblichen Hornhaut
ist im Vergleich zu einer unbehandelten 65 Jahre alten männlichen
Hornhaut statistisch sehr signifikant. Eine intrastromale Injektion
von Hyaluronidase (ACS) war sehr wirksam beim Bewirken einer Reorganisation
der Hornhautkollagenfasern.
-
Beispiel V
-
Wirksamkeit von Hyaluronidase
bei der Aufhellung einer Hornhautopazität beim Menschen
-
In dieser Untersuchung wurden zwei
(2) menschliche Patienten, welche Hornhautopazitäten aufwiesen, mit einer intrastromalen
Hyaluronidase-Einzelinjektion
mit einem Dosisniveau von 500 IU für Patient #1 und 800 IU für Patient
#2 behandelt. Die beobachteten Ergebnisse dieses Experiments sind
in Tabelle IX zusammengefasst. Tabelle
IX
-
Bei den zwei (2) Patienten, welche
in diesem Beispiel behandelt wurden, wurde die Hornhautopazität innerhalb
von 30 Tagen nach einer einzelnen intrastromalen Injektion der Hyaluronidase
(ACS) ausreichend aufgehellt. Solche eine Aufhellung der Hornhaut
würde bei
diesen Patienten ohne Hyaluronidasebehandlung nicht aufgetreten
sein.
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Beispiel VI
-
Verwendung von Hyaluronidase
zur Auflösung
einer Hornhautnarbe
-
Ein Patient mit einer Hornhautnarbe
wird identifiziert als Patient, welcher eine Reorganisation des Hornhautkollagens
benötigt,
um seine Sehschärfe
zu verbessern. Die Patientin wird mit einer intrastromalen Injektion
der Hyaluronidase ACS gemäß Tabelle
IV behandelt. Die pharmakologische Zusammensetzung wird in das Stroma
des Auges injiziert, welches die Hornhautnarbe aufweist.
-
Die Hyaluronidase ACS-Behandlung
der offenbarten Erfindung wurde begonnen, nachdem eine vollständige ophthalmische
Untersuchung zur Etablierung einer Grundzustands der Augengesundheit
durchgeführt
worden war. Die ophthalmische Untersuchung umfasst: indirekte Ophthalmoskopie,
Spaltlampenbiomikroskopie, Untersuchung der peripheren Retina, Messungen
des Augeninnendrucks, Sehschärfe
(ohne Hilfe und bestmöglich
korrigiert) und Symptomatologie.
-
Nach einer einleitenden Untersuchung
wird eine intrastromale Injektion von Hyaluronidase ACS in das betroffene
Auge des Patienten verabreicht. Wenn beide Augen betroffen sind,
können
sie getrennt behandelt werden. In das zu behandelnde Auge werden
40 μl einer
Zusammensetzung intrastromal injiziert, welche 50 IU der oben beschriebenen
ophthalmischen Hyaluronidase ACS Lösung enthält, um die Reorganisation der Hornhautkollagenfaser
zu fördern
und mit der Zeit die Beseitigung der Hornhautnarbe zu bewirken.
-
Nach der Behandlung müssen die
Augen des Patienten am Tag eins (1 ), zwei (2), sieben (7), fünfzehn (15),
dreißig
(30) und sechzig (60) untersucht werden. An jedem Untersuchungstag
wird der Patient im Hinblick auf das Verschwinden der Hornhautnarbe
untersucht. Am Ende der Behandlungsperiode ist die Hornhautnarbe
beseitigt.
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Beispiel VII
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Verwendung von Hyaluronidase
zur Auflösung
einer Hornhautopakifikation
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Ein Patient, welcher eine Hornhautopakifikation
aufweist, wird als ein Patient identifiziert, welcher eine Reorganisation
des Hornhautkollagens benötigt,
um die Sehschärfe
zu verbessern. Eine pharmazeutische Hornhautkollagen reorganisierende
Zusammensetzung wird topisch über
eine weiche Kontaktlinse, welche mit der in Tabelle IV offenbarten
Zusammensetzung vorbehandelt ist, in das Auge verabreicht, welches
die Hornhautopakifikation enthält.
Die Hornhautopakifikation wird als ein Ergebnis der Behandlung aufgelöst.
-
Beispiel VIII
-
Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
nach einer radialen Keratotomie (RK)
-
Ein Patient, welcher einer RK unterzogen
wurde und welcher Zeichen einer beeinträchtigten Sehkraft zeigt, einschließlich einer
Blendung oder Sterne um Lichter (Trübung) wird als ein Patient
identifiziert, welcher eine Reorganisation der Hornhautkollagenfasern
benötigt.
Während
des RK- Verfahrens
führen
die Ärzte
eine Reihe von Schnitten (normalerweise 4 bis 8) in der Hornhaut
mit einem Skalpell durch, in einem Muster, welches an Radspeichen
erinnert. Diese Schnitte sind ziemlich tief, manchmal bis zu 90%
der Dicke der Hornhaut. Die Schnitte erinnern an den Buchstaben „V" und verursachen,
dass die zentrale Hornhaut sich entspannt oder abflacht und die
periphere Hornhaut steiler wird. Diese Veränderungen in der Struktur der
Hornhaut verringern die Wölbung
der zentralen Hornhaut, was eine Verbesserung der nicht korrigierten
Sehkraft ergibt. Nachdem die Schnitte durchgeführt wurden, verschmelzen die
Kanten der Schnitte und heilen. Während dieses Heilungsprozesses
verschmelzen die Kollagenfasern, jedoch die Organisation der Fasern
im Schnittbereich besitzt nicht das gleiche Ausmaß der Organisation,
wie es im nicht veränderten
Teil der Hornhaut vorliegt. Die fehlende Organisation der Kollagenfasern
an diesen Stellen ergibt oft eine Hornhauttrübung.
-
Ungefähr eine Woche nach dem RK-Verfahren
wird der Patient mit der in Tabelle IV offenbarten Hyaluronidase-haltigen
Lösung
injiziert. Die Hornhautkollagenfasern in den während des RK-Verfahrens durchgeführten Schnittbereichen
werden als Ergebnis der Hyaluronidaseverabreichung reorganisiert.
Als Ergebnis der Behandlung wird die Hornhauttrübung aufgelöst.
-
Beispiel IX
-
Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
während
einer radialen Keratotomie (RK)
-
Ein Patient, welcher einer RK unterzogen
wird, wie im Allgemeinen in Beispiel VIII beschrieben wird, wird
mit der in Tabelle IV offenbarten Hyaluronidase enthaltenden Lösung injiziert,
unmittelbar gefolgt vom Durchführen
der Schnitte in der Hornhaut. Als ein Ergebnis der Verabreichung
der Hyaluronidase sind die Hornhautkollagenfasern, welche die durch
das RK-Verfahren
verursachten Schnittbereiche heilen, eine höhere Organisation aufweisen
als Fasern, welche in einem nicht behandelten Auge heilten. Dieses
Zusatzverfahren zur RK dient zur Vorbeugung einer Hornhauttrübung.
-
Beispiel X
-
Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
nach einer photorefraktiven Keratotomie (PRK)
-
Ein Patient, welcher einer PRK unterzogen
wurde und Anzeichen einer beeinträchtigten Sehkraft aufweist,
einschließlich
Blendung oder Sterne um Lichter (Trübung) wird als ein Patient
identifiziert, welcher eine Reorganisation der Hornhautkollagenfasern
benötigt.
Das PRK-Verfahren macht keine Schnitte in die Hornhaut wie das RK-Verfahren,
sondern verwendet vielmehr einen Excimerlaser, um eine Fläche mit
5 bis 9 mm Durchmesser auf der Oberfläche des Auges zu formen. Dieses
Verfahren entfernt nur 5 bis 10% der Dicke der Hornhaut bei einer
schwachen bis moderaten Myopie und bis zu 30% bei einer extremen
Myopie – etwa
die Dicke von 1 bis 3 menschlichen Haaren. Der hauptsächliche
Vorteil dieses Verfahrens ist der, dass die Integrität und die
Stärke
der Hornhautwölbung
erhalten bleibt. Der Excimerlaser wird auf eine Wellenlänge von
193 nm eingestellt, bei welcher eine mikroskopische Hornhautzellschicht
ohne Schädigung
von benachbarten Zellen entfernt werden kann. Dies ermöglicht es
den Ärzten,
extrem genaue und spezielle Modifikationen der Hornhaut mit einem
geringen Trauma für
das Auge durchzuführen.
-
Wenn die sich Hornhaut von dem PRK-Verfahren
erholt, werden Hornhautkollagenfasern repariert und wieder vereinigt.
Die Organisation der Hornhautkollagenfasern leidet während diesem
Heilungsprozesses, was in der Bildung einer Hornhauttrübung resuliert.
-
Ungefähr eine Woche nach dem PRK-Verfahren
wird der Patient mit der in Tabelle IV offenbarten Hyaluronidase
enthaltenden Lösung
injiziert. Die Hornhautkollagenfasern in den Schnittflächen, welche
während des
PRK-Verfahrens entstanden,
werden als Ergebnis der Hyaluronidaseverabreichung reorganisiert.
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Beispiel XI
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Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
während
einer photorefraktiven Keratotomie (PRK)
-
Einem Patienten, welcher einer PRK
unterzogen wird, wird unmittelbar nach der Laserbehandlung wie in
Beispiel X beschrieben eine in Tabelle IV offenbarte Hyaluronidase
enthaltende Lösung
in Tropfenform verabreicht. Die Hornhautkollagenfasern in den durch
das PRK-Verfahren erzeugten Schnittflächen werden als Ergebnis der
Hyaluronidaseverabreichung reorganisiert. Dieses Hilfsverfahren
für RK
dient zur Verhinderung der Hornhauttrübung.
-
Beispiel XII
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Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
nach einer LASIK
-
Ein Patient, welcher einer LASIK
unterzogen wurde und Anzeichen einer beeinträchtigten Sehkraft aufweist,
einschließlich
Blendung oder Sterne um Lichter (Trübung) wird als Patient identifiziert,
welcher einer Reorganisation der Hornhautkollagenfasern bedarf.
Unter Verwendung eines Mikrokeratoms oder einer anderen ähnlichen
Vorrichtung schneiden die Ärzte
die Hornhaut von der Seite auf, wobei ein Lappen erzeugt wird. Ein
Teil der Vorrichtung flacht die Hornhaut während des Schneidens ab, um
einen Lappen mit einer einheitlichen Dicke zu erzeugen. In diesem
Stadium des Verfahrens muss der Arzt extrem präzise und vorsichtig vorgehen,
um einen perfekten Lappen zu erzeugen. Nach der Erzeugung des Lappens
wird dieses Gewebe zurückgefaltet,
um die inneren Schichten der Hornhaut freizulegen.
-
Mit dem zurückgefalteten Lappen führt der
Arzt nun die refraktive Korrektur der inneren Schicht der Hornhaut
durch, dies wird ähnlich
wie bei der PRK mit einem Excimerlaser durchgeführt. Wenn die Behandlung abgeschlossen
ist, wird der Lappen in seine ursprüngliche Position zurückgelegt
und das Verfahren ist abgeschlossen. Das Auge besitzt eine natürliche Ansaugfunktion,
welches den Lappen zu diesem Zeitpunkt fest an seinem Platz hält. Der
Arzt muss vorsichtig sein, um beim Wiederzurückfalten des Lappens einen
ausgezeichneten Sitz sicherzustellen. Da sehr wenig des Epithels
beeinträchtigt
wurde, berichten Patienten von einem hohen Maß an Bequemlichkeit nach dem
Verfahren. Allerdings werden, selbst wenn der Lappen perfekt wieder angeordnet
wurde, Hornhautkollagenfasern unter Auftreten eines bestimmten Maßes an Desorganisation
an den Begrenzungen des Lappens repariert.
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Ungefähr einen Tag nach dem LASIK-Verfahren
wird der Patient mit der in Tabelle IV offenbarten Hyaluronidase-haltigen
Lösung
injiziert. Die Hornhautkollagenfasern in den durch das LASIK-Verfahren
verursachten Schnittbereichen werden als Ergebnisse der Hyaluronidaseverabreichung
reorganisiert. Dieses Hilfsverfahren für RK dient zur Verhinderung
der Hornhauttrübung.
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Beispiel XIII
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Verwendung von Hyaluronidase
zur Verbesserung der Sehschärfe
während
einer LASIK
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Einem Patienten, welcher einer LASIK
unterzogen wird, wird die Hyaluronidase enthaltende Lösung, welche
in Tabelle IV offenbart ist, in Tropfenform unmittelbar nach dem
Wiederherstellen der Oberfläche
der Hornhaut verabreicht, wie es in Beispiel XII beschrieben wird.
Nach der Verabreichung der Hyaluronidase-haltigen Lösung wird
der Lappen wieder zurückgelegt
und kann heilen. Nach dem Zurücklegen
des Lappens werden die Hornhautkollagenfasern repariert und wachsen
in einer organisierteren Art und Weise, verglichen mit einem durch
LASIK behandeltem Hornhautgewebe, welches nicht mit einer Hyaluronidase-haltigen
Lösung behandelt
wurde. Dieses Hilfsverfahren für
RK dient zur Verhinderung einer Hornhauttrübung.
-
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