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Diese Erfindung betrifft bestimmte
3-Arylpyrazole mit 4,5(3,4)-bizyklischer Ringkondensation, welche Inhibitoren
von Proteinkinasen sind, insbesondere von Tyrosinkinasen und Serin-/Threoninkinasen,
wovon einige neuartige Verbindungen sind, pharmazeutische Zusammensetzungen,
die diese Pyrazole enthalten, und Verfahren zur Herstellung dieser
Pyrazole.
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Es gibt mindestens 400 Enzyme, die
als Proteinkinasen identifiziert wurden. Diese Enzyme katalysieren
die Phosphorylierung von Zielproteinsubstraten. Diese Phosphorylierung
ist normalerweise eine Übertragungsreaktion
von einer Phosphatgruppe aus ATP zu dem Proteinsubstrat. Die spezifische
Struktur in dem Zielsubstrat, zu welchem das Phosphat übertragen
wird, ist ein Tyrosin-, Serin- oder Threoninrest. Da diese Aminosäurereste
die Zielstrukturen für
die Phosphorübertragung
sind, werden diese Proteinkinaseenzyme für gewöhnlich als Tyrosinkinasen oder
Serin-/Threoninkinasen bezeichnet.
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Die Phosphorylierungsreaktionen und
entgegenwirkende Phosphatasereaktionen an den Tyrosin-, Serin- und
Threoninresten sind in unzählige
Zellprozesse, die den Reaktionen auf verschiedene intrazelluläre Signale
unterliegen (typischerweise durch Zellrezeptoren vermittelt), Regulierung
von Zellfunktionen, und Aktivierung oder Desaktivierung von Zellprozessen
verwickelt. Eine Kaskade an Proteinkinasen nimmt häufig an intrazellulärer Signalübertragung
teil und ist zur Realisierung dieser Zellprozesse notwendig. Wegen
ihrer Allgegenwart in diesen Prozessen können die Proteinkinasen als
ein integraler Teil der Plasmamembran oder als zytoplasmatische
Enzyme oder in dem Kern lokalisiert vorgefunden werden, oftmals als
Komponenten von Enzymkomplexen. In vielen Fällen sind diese Proteinkinasen
ein wesentliches Element von Enzym- und Strukturproteinkomplexen,
die bestimmen, wo und wann ein Zellprozess sich innerhalb einer
Zelle ereignet.
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Proteintyrosinkinasen
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Proteintyrosinkinasen (PTKs) sind
Enzyme, welche die Phosphorylierung von spezifischen Tyrosinresten
in Zellproteinen katalysieren. Diese posttranslationale Modifikation
von diesen Substratproteinen, die häufig selbst Enzyme sind, wirkt
als eine Molekülumstellung,
die die Zellproliferation, Aktivierung oder Differenzierung reguliert
(zur Nachprüfung
siehe Schlessinger und Ulrich, 1992, Neuron 9: 383–391). Anomale
oder übermäßige PTK-Aktivität ist in
vielen Krankheitszuständen
beobachtet worden, einschließlich
gutartig und bösartig wuchernde
Störungen
sowie Krankheiten, die aus unangemessener Aktivierung des Immunsystems
resultieren (z.B. Autoimmunkrankheiten), Transplantatabstoßung und
Transplantat-gegen-Empfänger-Reaktion.
Zusätzlich
vermitteln Endothelzell-spezifische Rezeptor-PTKs wie KDR und Tie-2
den angiogenen Prozess und sind folglich verwickelt in die Unterstützung des
Fortschreitens von Krebs und anderer Krankheiten, die unangemessene
Vaskularisation einschließen
(z.B. diabetische Retinopathie, Choroideaneovaskularisation wegen altersbezogener
Makuladegeneration, Schuppenflechte (Psoriasis), Arthritis, infantiler
Hämangiome).
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Tyrosinkinasen können vom Rezeptortyp sein (mit
extrazellulärer
Transmembran und intrazellulären Domänen) oder
vom Nichtrezeptortyp (vollständig
intrazellulär).
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Rezeptortyrosinkinasen
(RTKs)
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Die RTKs umfassen eine große Familie
von Transmembranrezeptoren mit verschiedenen biologischen Aktivitäten. Gegenwärtig sind
mindestens neunzehn (19) unterschiedliche RTK-Subfamilien identifiziert worden.
Die Rezeptortyrosinkinase(RTK)-Familie umfasst Rezeptoren, die für das Wachstum
und die Differenzierung von einer Vielfalt von Zelltypen entscheidend
sind (Yarden und Ullrich, Ann. Rev. Biochem. 57: 433–478, 1988;
Ullrich und Schlessinger, Cell 61: 243–254, 1990). Die intrinsische
Funktion von RTKs wird aktiviert nach Ligandbindung, welche zu Phosphorylierung
des Rezeptors und mehrerer Zellsubstrate führt, und anschließend zu
einer Vielfalt von Zellreaktionen (Ullrich & Schlessinger, 1990, Cell 61: 203–212). Folglich
wird eine Rezeptortyrosinkinasevermittelte Signalübertragung
durch extrazelluläre
Wechselwirkung mit einem spezifischen Wachstumsfaktor (Ligand) initiiert,
typischerweise gefolgt von Rezeptordimerisation, Stimulation der intrinsischen
Proteintyrosinkinaseaktivität
und Rezeptor-Trans-Phosphorylierung. Bindungsstellen werden dadurch
für intrazelluläre Signalübertragungsmoleküle erzeugt
und führen
zu der Bildung von Komplexen mit einem Spektrum von zytoplasmatischen
Signalmolekülen,
die die entsprechende Zellreaktion erleichtern (z.B. Zellteilung,
Differenzierung, metabolische Effekte, Änderungen der extrazellulären Mikroumgebung)
(siehe Schlessinger und Ullrich, 1992, Neuron 9: 1–20).
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Proteine mit SH2(src-Homologie-2)-
oder Phosphotyrosinbindungs(PTB)-Domänen binden aktivierte Tyrosinkinaserezeptoren
und deren Substrate mit hoher Affinität, um Signale in Zellen weiterzuleiten.
Beide Domänen
erkennen Phosphotyrosin (Fantl et al., 1992, Cell 69: 413–423; Songyang
et al., 1994, Mol. Cell. Biol. 14: 2777–2785; Songyang et al., 1993,
Cell 72: 767–778;
Koch et al., 1991, Science 252: 668–678; Shoelson, Curr. Opin.
Chem. Biol. (1997), 1(2), 227–234;
und Cowburn, Curr. Opin. Struct. Biol. (1997), 7(6), 835–838). Mehrere
intrazelluläre
Substratproteine, die mit Rezeptortyrosinkinasen (RTKs) assoziieren,
sind identifiziert worden. Sie können
in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: (1) Substrate, welche eine
katalytische Domäne besitzen;
und (2) Substrate, welchen eine solche Domäne fehlt, welche aber als Adapter
dienen und sich mit katalytisch aktiven Molekülen zusammenschließen (Songyang
et al., 1993, Cell 72: 767–778).
Die Spezifität der
Wechselwirkungen zwischen Rezeptoren oder Proteinen und SH2- oder
PTB-Domänen
ihrer Substrate wird bestimmt durch die Aminosäurereste, die den phosphorylierten
Tyrosinrest unmittelbar umgeben. Zum Beispiel korrelieren Differenzen
in den Bindungsaffinitäten
zwischen SH2-Domänen
und den Aminosäuresequenzen
um die Phosphotyrosinreste an einzelnen Rezeptoren herum mit den
beobachteten Differenzen in ihren Substratphosphorylierungsprofilen
(Songyang et al., 1993, Cell 72: 767–778). Beobachtungen legen
nahe, dass die Funktion von jeder Rezeptortyrosinkinase nicht nur
durch deren Muster der Expression und Ligandenverfügbarkeit
bestimmt wird, sondern auch durch die Anordnung von nachgeschalteten
Signalübertragungswegen,
die durch einen speziellen Rezeptor aktiviert werden, sowie der
zeitlichen Anordnung und Dauer solcher Stimuli. Somit stellt die
Phosphorylierung einen wichtigen Regulationsschritt bereit, welcher
die Selektivität
von Signalwegen bestimmt, die durch spezifische Wachstumsfaktorrezeptoren
sowie durch Differenzierungsfaktorrezeptoren rekrutiert werden.
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Für
mehrere Rezeptortyrosinkinasen und Wachstumsfaktoren, die daran
binden, ist vorgeschlagen worden, dass sie eine Rolle bei der Angiogenese
spielen, auch wenn einige die Angiogenese indirekt fördern können (Mustonen
und Alitalo, J. Cell Biol. 129: 895–898, 1995). Eine solche Rezeptortyrosinkinase,
die als "fötale Leberkinase
1" (FLK-1) bekannt
ist, ist ein Mitglied der Typ-III-Subklasse von RTKs. Eine alternative
Bezeichnung für
Human-FLK-1 ist "Kinase-Insert-Domäne-haltiger
Rezeptor" (KDR)
(Terman et al., Oncogene 6: 1677–83, 1991). Eine andere alternative
Bezeichnung für
FLK-1/KDR ist "vaskulärer Endothelzellwachstumsfaktorrezeptor
2" (VEGFR-2), da
er VEGF mit hoher Affinität
bindet. Die Mausversion von FLK-1/VEGFR-2 ist auch NYK genannt worden
(Oelrichs et al., Oncogene 8(1): 11–15, 1993). DNAs, die FLK-1
für Maus,
Ratte und Mensch codieren, sind isoliert worden, und das Nukleotid
und die codierten Aminosäuresequenzen
berichtet worden (Matthews et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 88:
9026–30,
1991; Terman et al., 1991, oben; Terman et al., Bichem. Biophys.
Res. Comm. 187: 1579–86,
1992; Sarzani et al., oben; und Millauer et al., Cell 72: 835–846, 1993).
Zahlreiche Studien wie jene, die in Millauer et al., oben, berichtet
wurden, legen nahe, dass VEGF und FLK-1/KDR/VEGFR-2 ein Ligand-Rezeptor-Paar
sind, das eine wichtige Rolle spielt bei der Proliferation von vaskulären Endothelzellen
und bei der Bildung und dem Wachstum von Blutgefäßen, bezeichnet als Vaskulogenese
bzw. Angiogenese.
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Eine andere Typ-III-Subklassen-RTK
mit der Bezeichnung "Flossenartige
Tyrosinkinase-1" (Flt-1)
ist verwandt mit FLK-1/KDR
(DeVries et al., Science 255: 989–991, 1992; Shibuya et al.
Oncogene 5: 519–524, 1990).
Eine alternative Bezeichnung für
Flt-1 ist "vaskulärer Endothelzellwachstumsfaktorrezeptor
1" (VEGFR-1). Bis heute wurde
für Mitglieder
der Subfamilien FLK-1/KDR/VEGFR-2
und Flt-1/VEGFR-1 herausgefunden, dass sie primär auf Endothelzellen exprimiert
werden. Diese Subklassenmitglieder werden spezifisch stimuliert
durch Mitglieder der vaskulären
Endothelzellwachstumsfaktor(VEGF)-Familie von Liganden (Klagsburn
und D'Amore, Cytokine & Growth Factor
Reviews 7: 259–270,
1996). Vaskulärer
Endothelzellwachstumsfaktor (VEGF) bindet an Flt-1 mit höherer Affinität als FLK-1/KDR
und ist mitogen gegenüber
vaskulären
Endothelzellen (Terman et al., 1992, oben; Mustonen et al., oben;
DeVries et al., oben). Für
Flt-1 wird angenommen, dass es wesentlich ist zur Endothelorganisation
während
der Gefäßentwicklung.
F1t-1-Expression ist verbunden mit früher Gefäßentwicklung bei Mäuseembryonen
und mit Neovaskularisation während
Wundheilung (Mustonen und Alitalo, oben). Expression von Flt-1 in
Organen von Erwachsenen wie Nierenglomeruli legt eine zusätzliche
Funktion für
diesen Rezeptor nahe, der nicht mit Zellwachstum in Beziehung steht
(Mustonen und Alitalo, oben).
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Wie zuvor bemerkt, legt ein zuvor
festgestellter, jüngster
Beweis nahe, dass VEGF eine Rolle spielt bei der Stimulation von
sowohl normaler als auch pathologischer Angiogenese (Jakeman et
al., Endocrinology 133: 848–859,
1993; Kolch et al.,.Breast Cancer Research and Treatment 36: 139–155, 1995;
Ferrara et al., Endocrine Reviews 18(1); 4–25, 1997; Ferrara et al'., Regulation of
Angiogenesis (Herausgeber L. D. Goldberg und E. M. Rosen), 209–232, 1997).
Zusätzlich
ist VEGF mit der Steuerung und Erhöhung der vaskulären Permeabilität in Zusammenhang
gebracht
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worden (Connolly et al., J. Biol.
Chem. 264: 20017–20024,
1989; Brown et al., Regulation of Angiogenesis (Herausgeber L. D.
Goldberg und E. M. Rosen) 233–269,
1997).
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Unterschiedliche Formen von VEGF,
die aus alternativem Spleißen
von mRNA hervorgehen, sind berichtet worden, einschließlich die
vier Spezies, die beschrieben wurden durch Ferrara et al. (J. Cell.
Biochem. 47: 211–218,
1991). Sowohl sekretierte als auch vorherrschend Zell-assoziierte
Spezies von VEGF sind identifiziert worden durch Ferrara et al.
oben, und für
das Protein ist bekannt, dass es in der Form von Disulfidverknüpften Dimeren
vorkommt.
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Mehrere verwandte Homologe von VEGF
sind kürzlich
identifiziert worden. Jedoch sind deren Rollen in normalen physiologischen
und Krankheitsprozessen noch nicht aufgeklärt worden. Zusätzlich werden
die Mitglieder der VEGF-Familie häufig mit VEGF in vielen Geweben
koexprimiert und sind, im Allgemeinen, in der Lage, Heterodimere
mit VEGF zu bilden. Diese Eigenschaft ändert wahrscheinlich die Rezeptorspezifität und biologischen
Effekte der Heterodimere und verkompliziert weiter die Aufklärung von
deren spezifischen Funktionen, wie unten veranschaulicht (Korpelainen
und Alitolo, Curr. Opin. Cell Biol., 159–164, 1998 und darin genannte
Referenzen).
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Plazentawachstumsfaktor (PlGF) hat
eine Aminosäuresequenz,
die signifikante Homologie zu der VEGF-Sequenz zeigt (Park et al.,
J. Biol. Chem. 269: 25646–54,
1994; Maglione et al., Oncogene 8: 925–31, 1993). Wie bei VEGF gehen
unterschiedliche Spezies von PlGF aus alternativem Spleißen von
mRNA hervor und die Proteine kommen in dimerer Form vor (Park et
al., oben). PlGF-1 und PlGF-2 binden an Flt-1 mit hoher Affinität, und PlGF-2 bindet außerdem begierig
an Neuropilin-1 (Migdal et al., J. Biol. Chem. 273 (35): 22272–22278),
aber keines bindet an FLK-1/KDR
(Park et al., oben). Für
PlGF ist berichtet worden., dass es sowohl die vaskuläre Permeabilität als auch
den mitogenen Effekt von VEGF auf Endothelzellen verstärkt, wenn
VEGF in niedrigen Konzentrationen vorhanden ist (angeblich wegen
der Heterodimerbildung (Park et al., oben).
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VEGF-B wird als zwei Isoformen produziert
(167 und 185 Reste), die auch Flt-1/VEGFR-1 zu binden scheinen.
Es kann eine Rolle spielen bei der Regulation von extrazellulärer Matrixdegradation,
Zelladhäsion und
Migration durch Modulation der Expression und Aktivität von Urokinase-Typ-Plasminogenaktivator
und Plasminogenaktivatorhemmer 1 (Pepper et al., Proc. Natl. Acad.
Sci. USA (1998), 95(20): 11709–11714).
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VEGF-C wurde ursprünglich kloniert
als ein Ligand für
VEGFR-3/Flt-4, welcher primär
exprimiert wird durch lymphatische Endothelzellen. In seiner vollständig verarbeiteten
Form kann VEGF-C außerdem KDR/VEGFR-2
binden und die Proliferation und Migration von Endothelzellen in
vitro und Angiogenese in In-Vivo-Modellen
stimulieren (Lymboussaki et al., Am. J. Pathol. (1998), 153(2):
395–403;
Witzenbichler et al., Am. J. Pathol. (1998), 153(2), 381–394). Die
transgene Überexpression
von VEGF-C verursacht
Proliferation und Vergrößerung nur
von Lymphgefäßen, während Blutgefäße unbeeinträchtigt bleiben.
Anders als bei VEGF wird die Expression von VEGF-C nicht durch Hypoxie
hervorgerufen (Ristimaki et al., J. Biol. Chem. (1998), 273(14),
8413–8418).
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Das allerjüngst entdeckte VEGF-D ist strukturell
sehr ähnlich
zu VEGF-C. Für
VEGF-D wird berichtet, dass es mindestens zwei VEGFRs, VEGFR-3/Flt-4
und KDR/VEGFR-2, bindet. Es wurde ursprünglich als ein c-fos-induzierbares
Mitogen für
Fibroplasten kloniert und wird am auffallendsten in den Mesenchymzellen
der Lunge und der Haut exprimiert (Achen et al., Proc. Natl. Acad.
Sci. USA (1998), 95(2), 548–553
und Referenzen darin).
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Für
VEGF-C und VEGF-D ist beansprucht worden, dass sie in einem Miles-Assay
Erhöhungen
in vaskulärer
Permeabilität
in vivo induzieren, wenn sie in kutanes Gewebe injiziert werden
(PCT/US97/14696; WO98/07832, Witzenbichler et al., oben). Die physiologische
Rolle und Bedeutung dieser Liganden bei der Modulierung von vaskulärer Hyperpermeabilität und Endothelreaktionen
in Geweben, wo sie exprimiert werden, bleibt unbestimmt .
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Beruhend auf sich herausstellenden
Entdeckungen von anderen Homologen von VEGF und VEGFRs und den Präzedenzfällen für Ligand-
und Rezeptorheterodimerisierung können die Aktionen solcher VEGF-Homologe
die Bildung von VEGF-Ligandheterodimeren einschließen, und/oder
Heterodimerisierung von Rezeptoren oder Bindung an ein noch unentdecktes
VEGFR (Witzenbichler et al., oben). Außerdem legen jüngste Berichte
nahe, dass Neuropilin-1 (Migdal et al., oben) oder VEGFR-3/Flt-4
(Witzenbichler et al., oben) oder andere Rezeptoren als KDR/VEGFR-2
verantwortlich sein können
für die
Induktion von vaskulärer
Permeabilität
(Stacker, S. A., Vitali, A., Domagala, T., Nice, E. und Wilks, A.
F., "Angiogenesis
and Cancer", Conference,
Amer. Assoc. Cancer Res., Jan. 1998, Orlando, FL; Williams, Diabetelogia
40: 5118–120
(1997). Bis jetzt ist kein direkter Beweis für die wesentliche Rolle von
KDR in VEGF-vermittelter vaskulärer
Hyperpemeabilität
offenbart worden.
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Die Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen
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Die Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen
stellen eine Sammlung von Zellenzymen dar, welchen extrazelluläre und transmembrane
Sequenzen fehlen. Gegenwärtig
sind mehr als vierundzwanzig einzelne Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen
identifiziert worden, die elf (11) Subfamilien (Src, Frk, Btk, Csk,
Abl, Zap70, Fes/Fps, Fak, Jak, Ack und LIMK) umfassen. Gegenwärtig setzt
sich die Src-Subfamilie von Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen aus der
größten Anzahl
von PTKs zusammen und umfasst Src, Yes, Fyn, Lyn, Lck, Blk, Hck,
Fgr und Yrk. Die Src-Subfamilie von Enzymen ist mit Onkogenese verknüpft worden.
Eine ausführlichere
Diskussion von Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen wird bereitgestellt
in Bolen, 1993, Oncogene 8: 2025–2031.
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Für
viele der Tyrosinkinasen, ob eine RTK oder Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinase, ist herausgefunden worden,
dass sie in zelluläre
Signalisierungswege verwickelt sind, die in zahlreiche pathogene
Zustände
verwickelt sind, einschließlich
Krebs, Schuppenflechte (Psoriasis) und andere hyperproliferative
Sörungen
oder Hyperimmunreaktionen.
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Entwicklung von Verbindungen,
um PTKs zu modulieren
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In Hinblick auf die vermutete Bedeutung
von PTKs für
die Steuerung, Regulation und Modulation von Zellproliferation,
der Krankheiten und Störungen,
die mit anomaler Zellproliferation verbunden sind, sind viele Versuche
unternommen wurden, um Rezeptor- und Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinase-"Inhibitoren" unter Verwendung
einer Vielfalt von Annäherungen
zu identifizieren, einschließlich
der Verwendung von mutierten Liganden (US-Patent Nr. 4.966.849),
löslichen
Rezeptoren und Antikörpern
(Anmeldung Nr. WO 94/10202; Kendall & Thomas, 1994, Proc. Natl. Acad.
Sci. 90: 10705–09;
Kim et al., 1993, Nature 362: 841–844), RNA-Liganden (Jellinek,
et al., Biochemistry 33: 10450–56;
Takano, et al., 1993, Mol. Bio. Cell 4: 358A; Kinsella, et al.,
1992, Exp. Cell Res. 199: 56–62;
Wright, et al., 1992, J. Cellular Phys. 152: 448–57) und Tyrosinkinasehemmern
(WO 94/03427; WO 92/21660; WO 91/15495; WO 94/14808; US-Patent Nr.
5.330.992; Mariani, et al., 1994, Proc. Am. Assoc. Cancer Res. 35:
2268).
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Vor kurzem sind Versuche unternommen
worden, um kleine Moleküle
zu identifizieren, welche als Tyrosinkinasehemmer agieren. Zum Beispiel
sind bimonozyklische, bizyklische oder heterozyklische Arylverbindungen
(PCT WO 92/20642) und Vinylen-Azaindol-Derivate
(PCT WO 94/14808) allgemein als Tyrosinkinasehemmer beschrieben
worden. Styrylverbindungen (US-Patent
Nr. 5.217.999), Styryl-substituierte Pyridylverbindungen (US-Patent
Nr. 5.302.606), bestimmte Chinazolinderivate (EP-Anmeldung Nr. 0 566 266 A1; Expert Opin.
Ther. Pat. (1998), 8(4): 475–478),
Selenoindole und Selenide (PCT WO 94/03427), trizyklische Polyhydroxylverbindungen
(PCT WO 92/21660) und Benzylphosphonsäureverbindungen (PCT WO 91/15495)
sind beschrieben worden als Verbindungen zur Verwendung als Tyrosinkinasehemmer
zum Gebrauch bei der Behandlung von Krebs. Anilinocinnoline (PCT
WO 97/34876) und Chinazolinderivatverbindungen (PCT WO 97/22596;
PCT WO 97/42187) sind beschrieben worden als Hemmer von Angiogenese
und vaskulärer
Permeabilität.
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Zusätzlich sind Versuche unternommen
worden, kleine Moleküle
zu identifizieren, welche als Serin/Threoninkinasehemmer agieren.
Insbesondere für
Bis(indolylmaleimid)-Verbindungen ist beschrieben worden, dass sie
spezielle PKC-Serin/Threoninkinaseisoformen hemmen, deren Fehlfunktion
verbunden ist mit geänderter
vaskulärer
Permeabilität
in VEGF-verwandten Krankheiten (PCT WO 97/40830; PCT WO 97/40831).
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Die Identifizierung von wirksamen.
kleinen Verbindungen, welche Signalübertragung spezifisch hemmen,
indem sie die Aktivität
von Rezeptor- und Nicht-Rezeptor-Tyrosin- und Serin/Threoninkinasen
modulieren, um anomale oder unangemessene Zellproliferation, Differenzierung
oder Metabolismus zu regulieren und zu modulieren, ist deshalb erwünscht. Insbesondere
wäre die
Identifikation von Verfahren und Verbindungen vorteilhaft, die die
Funktion einer Tyrosinkinase spezifisch hemmen, welche für angiogene
Prozesse oder zur Bildung von vaskulärer Hyperpermeabilität wesentlich
ist, die zu Ödemen,
Aszites, Ergüssen,
Exsudaten und makromolekularer Extravasation und Matrixablagerung
sowie verbundenen Krankheiten führen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung stellt
Verbindungen der Formel I bereit:
und pharmazeutisch verträgliche Salze
davon, in denen
L
1 eine Gruppe der
Formel (E)
s(CH
2)
q darstellt, in der E NR
24,
O oder S darstellt, s ist 0 oder 1 und q ist eine ganze Zahl von
0 bis 6, vorausgesetzt, dass, wenn s 1 ist, q mindestens 1 ist,
in der die Alkylenkette wahlweise substituiert ist durch ein oder
mehrere der folgenden: eine C
1-C
6-Alkylgruppe, wahlweise substituiert durch
ein oder mehrere von Hydroxy, Halo oder wahlweise substituiertem
Amino; eine C
1-C
6-Alkoxygruppe
wahlweise substituiert durch ein oder mehrere von Hydroxy, Halo
oder wahlweise substituiertem Amino; Hydroxy; Halo; oder wahlweise
substituiertes Amino;
A stellt CONH, NHCO, SO
2NH,
NHSO
2 oder NR
25 dar;
L
2 stellt eine Gruppe der Formel (CH
2)
r dar, in der r
eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist, in der die Alkylenkette wahlweise
substituiert ist durch ein oder mehrere der folgenden: eine C
1-C
6-Alkylgruppe, wahlweise substituiert durch
ein oder mehrere von Hydroxy, Halo oder wahlweise substituiertem
Amino; eine C
l-C
6-Alkoxygruppe wahlweise
substituiert durch ein oder mehrere von Hydroxy, Halo oder wahlweise
substituiertem Amino; Hydroxy; Halo; oder wahlweise substituiertes
Amino;
R
2 stellt eine C
1-C
6-Alkylgruppe dar, wahlweise substituiert
durch ein oder mehrere der folgenden: Halo, Hydroxy, C
1-C
6-Alkoxy oder wahlweise substituiertes Amino;
eine C
1-C
6-Alkoxygruppe
wahlweise substituiert durch ein oder mehrere der folgenden: Halo,
Hydroxy, C
1-C
6-Alkoxy
oder wahlweise substituiertes Amino; oder R
2 ist
Halo, Hydroxy, Cyano, Nitro, Carbamoyl, eine C
1-C
6-Alkanoylgruppe,
eine (C
1-C
6-Alkoxy)carbonylgruppe oder
wahlweise substituiertes Amino;
n stellt 0, 1, 2 oder 3 dar;
X
stellt folgendes dar: a) substituiertes Methylen, b) Carbonyl, c)
Sauerstoff, d) eine Gruppe der Formel -C=NOR
7,
in der R, H oder eine C
1_
4-Alkylgruppe
darstellt, e) eine Gruppe der Formel NR
8,
in der R
8 H darstellt, eine wahlweise substituierte
C
1_
4-Alkylgruppe oder
wahlweise substituiertes Phenyl, f) eine Gruppe der Formel (CH
2)
n, in der n 1,
2 oder 3 ist, oder g) eine Gruppe der Formel S(O)
p,
in der p 0, 1 oder 2 ist;
R
3, R
4, R
5 und R
6 stellen unabhängig folgendes dar: a) H, b)
Halo, c) eine C
1_
6-Alkylgruppe,
wahlweise substituiert durch ein oder mehrere der folgenden: Hydroxy,
eine C
1_
6-Alkoxygruppe,
Halo oder eine wahlweise substituierte Aminogruppe; d) eine C
1-
6-Alkoxygruppe wahlweise
substituiert durch ein oder mehrere der folgenden: Hydroxy; eine
C
1_
6-Alkoxygruppe;
Halo; oder eine wahlweise substituierte Aminogruppe, vorausgesetzt, dass
diese Gruppen nicht an den Kohlenstoff gebunden sind, der an den
Sauerstoff der Alkoxygruppe gebunden ist; e) wahlweise substituiertes
Phenoxy, f) Hydroxy, g) eine Gruppe der Formel COR
a,
in der R
a Hydroxy, eine C
1_
6-Alkoxygruppe darstellt, oder R
a stellt
eine wahlweise substituierte Aminogruppe dar, h) eine wahlweise
substituierte Aminogruppe, i) eine C
1_
6-Alkanoylgruppe, j) Nitro, k) wahlweise
substituiertes Phenyl-C
1_
6-Alkyl,
l) wahlweise substituiertes Phenyl-C
1_
6-Alkoxy, m) Cyano; oder o) eine C
2_
4-Alkenylgruppe
oder eine C
2_
4-Alkinylgruppe,
die jeweils wahlweise substituiert sind durch Phenyl, das wahlweise
substituiert ist durch ein oder mehrere der folgenden: eine C
1-
6-Alkylgruppe, eine
C
1_
6-Alkoxygruppe
oder Halo; und
1) wenn A SO
2NH oder
NHSO
2 ist
dann stellt R
1 folgendes
dar: a) wahlweise substituiertes Phenyl, b) wahlweise substituiertes
Heteroaryl, c) einen fünf-,
sechs- oder siebengliedrigen
gesättigten
heterozyklischen Ring, ein Stickstoffatom enthaltend, der wahlweise
ein zusätzliches
Heteroatom enthält,
gewählt
aus O, S oder N, und wahlweise substituiert ist durch eine C
1_
6-Alkylgruppe,
worin der gesättigte
Ring gebunden sein kann durch Kohlenstoff oder ein Heteroatom, d)
eine wahlweise substituierte Aminogruppe oder e) eine C
1_
6-Alkoxygruppe;
2)
wenn A CONH oder NHCO darstellt,
dann stellt R
1 folgendes
dar: a) Phenyl substituiert durch Nitro oder ein oder mehrere C
1_
6-Alkoxygruppen, wahlweise
substituiert durch ein oder mehrere der folgenden: Halo, Hydroxy,
C
1_
6-Alkoxy oder
wahlweise substituiertes Amino, b) wahlweise substituiertes Heteroaryl
oder c) einen fünf-
sechs- oder siebengliedrigen gesättigten
heterozyklischen Ring, ein Stickstoffatom enthaltend, der wahlweise
ein zusätzliches
Heteroatom enthält,
gewählt
aus O, S oder N, und wahlweise substituiert ist durch eine C
1_
6-Alkylgruppe,
worin der gesättigte Ring
durch ein Kohlenstoffatom gebunden ist, oder d) eine C
1_
6-Alkoxygruppe;
3) wenn A eine Gruppe
NR
25 darstellt und q mindestens 1 ist, dann
stellt R
1 a) wahlweise substituiertes Phenyl, b)
wahlweise substituiertes Heteroaryl oder c) eine wahlweise substituierte
Aminogruppe dar; und
4) wenn A eine Gruppe NR
25 darstellt
und q 0 ist und s 0 ist, dann stellt R
1 wahlweise
substituiertes Heteroaryl dar;
R
24 und
R
25 stellen unabhängig H dar; eine C
1_
6-Alkylgruppe wahlweise substituiert durch
ein oder mehrere der folgenden: Hydroxy, eine C
1_
6-Alkoxygruppe, Halo oder eine wahlweise
substituierte Aminogruppe; eine C
1_
6-Alkanoylgruppe oder eine C
1_
6-Alkylsulphonylgruppe;
vorausgesetzt, dass keine zwei Heteroatome an das gleiche sp3-hybridisierte
Kohlenstoffatom gebunden sind.
-
Es wird vom Fachmann verstanden werden,
dass wenn n etwas anderes als 0 oder 1 ist, die Gruppen R2 die gleichen oder verschieden sein können.
-
Der Ausdruck wahlweise substituierte
Aminogruppe bedeutet eine Gruppe der Formel NRkRl, worin Rk und Rl unabhängig
Wasserstoff, eine C1_12-Alkylgruppe,
eine C1_12-Alkoxygruppe,
eine C3_12-Cycloalkylgruppe,
eine Phenylgruppe, eine Phenyl-C1_6-Alkylgruppe,
eine Heteroarylgruppe oder eine Heteroaryl-C1_6-Alkylgruppe
darstellen, worin jede der Gruppen wahlweise substituiert ist durch
ein oder mehrere der folgenden: eine C1_6-Alkylgruppe,
eine C1_6-Alkoxygruppe,
Hydroxy, Halo; öder
Rk und Rl zusammen
mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, stellen einen
fünf-,
sechs- oder siebengliedrigen gesättigten
heterozyklischen Ring dar, der wahlweise ein zusätzliches Heteroatom enthält, gewählt aus
O, S oder N, und wahlweise substituiert ist durch eine C1_6-Alkylgruppe.
-
Der Ausdruck wahlweise substituiert,
wie er hier bezüglich
Phenyl und Heteroaryl verwendet wird, bedeutet substituiert durch
ein oder mehrere der folgenden: a) Halo, b) eine C1_6-Alkylgruppe
wahlweise substituiert durch ein oder mehrere der folgenden: Hydroxy,
Halo, eine wahlweise substituierte Aminogruppe oder ein fünf-, sechs-
oder siebengliedriger gesättigter
heterozyklischer Ring, ein Stickstoffatom enthaltend, der wahlweise
ein zusätzliches
Heteroatom enthält,
gewählt
aus O, S oder N, und der wahlweise substituiert ist durch eine C1_6-Alkylgruppe,
worin der gesättigte
Ring durch ein Kohlenstoffatom gebunden ist; c) eine C1_6-Alkoxygruppe wahlweise substituiert durch
ein oder mehrere der folgenden: Hydroxy; eine C1_6-Alkoxygruppe; Halo; oder eine wahlweise
substituierte Aminogruppe, vorausgesetzt, dass diese Gruppen nicht
an den Kohlenstoff gebunden sind, der an den Sauerstoff der Alkoxygruppe
gebunden ist, oder ein fünf-,
sechs- oder siebengliedriger gesättigter
heterozyklischer Ring ist, ein Stickstoffatom enthaltend, der wahlweise
ein zusätzliches
Heteroatom enthält,
gewählt
aus O, S oder N, und wahlweise substituiert ist durch eine C1_6-Alkylgruppe,
worin der gesättigte
Ring durch ein Kohlenstoffatom gebunden ist, d) wahlweise substituiertes
Phenoxy, e) Hydroxy, f) eine Gruppe der Formel CORa,
in der Ra Hydroxy, eine C1_6-Alkoxygruppe darstellt, oder Ra stellt
eine Gruppe der Formel NRbRc dar,
in der Rb und Rc unabhängig Wasserstoff,
eine C1_12-Alkylgruppe, eine
C3_12-Cycloalkylgruppe
oder Phenyl darstellen, worin die Alkylgruppe, die Cycloalkylgruppe
und Phenyl wahlweise substituiert sind durch ein oder mehrere der
folgenden: Hydroxy, Halo, eine C3_12-Cycloalkylgruppe oder
eine Aminogruppe der Formel NRhRj, worin Rh und Rj unabhängig
Wasserstoff oder eine C1_6-Alkylgruppe darstellen,
oder worin Rh und Rj zusammen
mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen fünf-, sechs-
oder siebengliedrigen gesättigten
heterozyklischen Ring darstellen, der wahlweise ein zusätzliches
Heteroatom enthält,
gewählt
aus O, S oder N, und wahlweise substituiert ist durch eine C1-6-Alkylgruppe, g) eine Gruppe
der Formel NRdRe,
in der Rd und Re unabhängig gewählt sind
aus Wasserstoff, einer C1_12-Alkylgruppe, einer
C3_12-Cycloalkylgruppe
oder Phenyl, oder einer Gruppe der Formel CORf,
worin Rf Wasserstoff, eine C1-12-Alkylgruppe, eine C3_12-Cycloalkylgruppe, eine Phenyl-C1_6-Alkylgruppe oder
Phenyl darstellen, worin in jedem Fall die Alkylgruppe, die Cycloalkylgruppe
und das Phenyl wahlweise substituiert sind durch ein oder mehrere
der folgenden: Halo, Hydroxy, Nitro oder eine Aminogruppe der Formel
NRhRj, worin Rh und Rj wie oben
definiert sind, h) eine Gruppe der Formel O(CH2)mRg, in der m 2,
3, 4 oder 5 ist, und Rg stellt Hydroxy oder eine
Gruppe der Formel NRdRe dar,
in der Rd und Re wie
oben definiert sind; oder Rg stellt eine
Gruppe der Formel CORa dar, worin Ra wie oben definiert ist und m ist 1, 2,
3, 4 oder 5, i) Nitro, j) wahlweise substituiertes Phenyl-C1_6-Alkyl, k) wahlweise
substituiertes Phenyl-C1_6-Alkoxy,
l) Cyano, m) eine C3_6-Alkenyloxygruppe, n)
eine Pyridyloxy- oder Pyridylthiogruppe, in der der Pyridinring
wahlweise substituiert ist durch ein oder mehrere der folgenden:
Trifluormethyl oder Nitro, o) Hydroxyamidino, p) Aminomethyl, q)
Formamidomethyl, r) eine C1-6-Alkylthiogruppe,
s) Phenyl oder t) eine C2_4-Alkenylgruppe
oder eine C2_4-Alkinylgruppe,
wobei jede wahlweise substituiert ist durch Phenyl, das wahlweise
substituiert ist durch ein oder mehrere der folgenden: eine C1_6-Alkylgruppe,
eine C1-6-Alkoxygruppe oder
Halo.
-
Der Ausdruck Heteroaryl bedeutet
einen wahlweise substituierten mono- oder bizyklischen Heterozyklus,
in dem der Heterozyklus 1, 2, 3 oder 4 Heteroatome enthält, gewählt aus
Stickstoff, Schwefel oder Sauerstoff. Die Heteroarylgruppe kann durch
Kohlenstoff oder ein Heteroatom angelagert sein. Geeignete Heteroarylgruppen
umfassen Imidazolyl, Furyl, Pyrrolyl, Thienyl, Oxazolyl, Thiazolyl,
Isoxazolyl, Thiadiazolyl, Oxadiazolyl, Pyridinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl,
Pyridazinyl, Chinolyl, Isochinolyl, Indazolyl, Benzoxazolyl, Benzofuryl,
Benzothiazolyl, Indolizinyl, Imidazopyridinyl oder Benzo(b)thienyl,
die jeweils wahlweise wie oben beschrieben substituiert sind.
-
Wenn die wahlweise substituierte
Aminogruppe einen gesättigten
heterozyklischen Ring darstellt, ist der Ring vorzugsweise Morpholin,
Perhydrothiazin-4-yl, Piperidino, Pyrrolidin-1-yl, Piperazin-1-yl,
4-Methylpiperazin-4-yl, Thiamorpholinyl, Perhydro-1,4-diazepin-1-yl
oder Perhydroazepinyl.
-
Der Ausdruck substituiertes Methylen
bedeutet Methylen, substituiert durch ein oder mehrere der folgenden:
Hydroxy oder eine C1_4-Alkylgruppe,
worin die Alkylgruppe wahlweise weiter substituiert ist durch eine Gruppe
der Formel NRrRs,
worin Rr und Rs unabhängig H oder
eine C1_6-Alkylgruppe
darstellen.
-
Es versteht sich, dass jede hierin
erwähnte
Gruppe, welche eine Kette von drei oder mehr Atomen enthält, eine
Gruppe bedeutet, in der die Kette gerade oder verzweigt sein kann.
Zum Beispiel kann eine Alkylgruppe Propyl umfassen, welches n-Propyl
und Isopropyl einschließt,
und Butyl, welches n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl
und tert-Butyl einschließt.
Der Ausdruck C3_12-Cycloalkylgruppe
umfasst gebrückte
Gruppen, zum Beispiel Adamantyl. Der Ausdruck 'Halo',
wie er hierin verwendet wird, bedeutet Fluor, Chlor, Brom und Iod.
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Vorzugsweise ist X CH2 oder
S.
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In einer ersten Gruppe bevorzugter
Verbindungen der Formel I ist X CH2 und
A ist NR25.
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In einer zweiten Gruppe bevorzugter
Verbindungen der Formel I ist X S und A ist NR25.
-
In einer dritten Gruppe bevorzugter
Verbindungen der Formel I ist X CH2 und
A ist HNSO2.
-
In einer vierten Gruppe bevorzugter
Verbindungen der Formel I ist X CH2 und
A ist SO2NH.
-
In einer fünften Gruppe bevorzugter Verbindungen
der Formel I ist X CH2 und A ist CONH.
-
In einer sechsten Gruppe bevorzugter
Verbindungen der Formel I ist X CH2 und
A ist HNCO.
-
In den am meisten bevorzugten Verbindungen
der Formel I ist X CH2, A ist NR25, L1 ist (CH2)q, worin q eine
ganze Zahl von 1 bis 6 ist, und die Alkylenkette ist wahlweise substituiert
durch ein oder mehrere der folgenden: eine C1_6-Alkylgruppe wahlweise substituiert durch
ein oder mehrere von Hydroxy, Halo oder wahlweise substituiertem
Amino; eine C1_6-Alkoxygruppe
wahlweise substituiert durch ein oder mehrere von Hydroxy, Halo
oder wahlweise substituiertem Amino; Hydroxy; Halo; oder wahlweise
substituiertes Amino; L2 ist eine Bindung
und R1 ist wahlweise substituiertes Pyridyl.
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Verbindungen der Formel I können als
Salze mit pharmazeutisch verträglichen
Säuren
vorkommen. Die vorliegende Erfindung schließt solche Salze ein. Beispiele
für solche
Salze umfassen Hydrochloride, Hydrobromide, Sulfate, Methansulfonate,
Nitrate, Maleate, Acetate, Citrate, Fumarate, Tartrate [z.B. (+)-Tartrate, (-)-Tartrate
oder Mischungen davon einschließlich
racemischer Gemische], Succinate, Benzoate und Salze mit Aminosäuren wie
Glutaminsäure.
Diese Salze können
hergestellt werden durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind.
-
Bestimmte Verbindungen der Formel
I, welche saure Substituenten haben, können als Salze mit pharmazeutisch
verträglichen
Basen vorkommen. Die vorliegende Erfindung schließt solche
Salze ein. Beispiele für
solche Salze umfassen Natriumsalze, Kaliumsalze, Lysinsalze und
Argininsalze. Diese Salze können
durch Verfahren hergestellt werden, die dem Fachmann bekannt sind.
-
Bestimmte Verbindungen der Formel
I und deren Salze können
in mehr als einer Kristallform vorkommen, und die vorliegende Erfindung
schließt
jede Kristallform und Mischungen davon ein..
-
Bestimmte Verbindungen der Formel
I und deren Salze können
in der Form von Solvaten vorkommen, zum Beispiel Hydrate, und die
vorliegende Erfindung schließt
jedes Solvat und Mischungen davon ein.
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Bestimmte Verbindungen der Formel
I können
ein oder mehrere Chiralitätszentren
enthalten und in unterschiedlichen optisch aktiven Formen vorkommen.
Wenn Verbindungen der Formel I ein Chiralitätszentrum enthalten, kommen
die Verbindungen in zwei enantiomeren Formen vor, und die vorliegende
Erfindung schließt
beide Enantiomere und Mischungen von Enantiomeren ein. Die Enantiomere
können
getrennt werden durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind,
zum Beispiel durch Bildung von diastereomeren Salzen, welche getrennt
werden können,
zum Beispiel durch Kristallisation; Bildung von diastereomeren Derivaten oder
Komplexen, welche getrennt werden können, zum Beispiel durch Kristallisation,
Gas-Flüssig-
oder Flüssig-Chromatographie;
selektive Reaktion von einem Enantiomer mit einem Enantiomer-spezifischen
Reagenz, zum Beispiel enzymatische Veresterung; oder Gas-Flüssig- oder
Flüssig-Chromatographie
in einer chiralen Umgebung, zum Beispiel auf einem chiralen Träger, zum
Beispiel Silicagel mit einem gebundenen chiralen Liganden oder in
der Anwesenheit eines chiralen Lösungsmittels.
Es wird verstanden werden, dass da, wo das gewünschte Enantiomer in eine andere
chemische Einheit umgewandelt wird durch eines der oben beschriebenen
Trennverfahren, ein weiterer Schritt erforderlich ist, um die gewünschte enantiomere
Form freizusetzen. Alternativ können
spezifische Enantiomere synthetisiert werden durch asymmetrische
Synthese unter Verwendung optisch aktiver Reagenzien, Substrate,
Katalysatoren oder Lösungsmittel,
oder durch Umwandlung eines Enantiomers in den anderen durch asymmetrische
Transformation.
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Wenn eine Verbindung der Formel I
mehr als ein Chiralitätszentrum
enthält,
kann sie in diastereomeren Formen vorkommen. Die Diastereomerenpaare
können
getrennt werden durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind,
zum Beispiel Chromatographie oder Kristallisation, und die einzelnen
Enantiomere innerhalb jedes Paares können wie oben beschrieben getrennt
werden. Die vorliegende Erfindung schließt jedes Diastereomer von Verbindungen
der Formel I und Mischungen davon ein.
-
Bestimmte Verbindungen der Formel
I können
in verschiedenen tautomeren Formen oder als unterschiedliche geometrische
Isomeren vorkommen, und die vorliegende Erfindung schließt jedes
Tautomer und/oder geometrisches Isomer von Verbindungen der Formel
I und Mischungen davon ein.
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Bestimmte Verbindungen der Formel
I können
in unterschiedlichen stabilen Konformationsformen vorkommen, die
getrennt werden können.
Torsionsasymmetrie wegen eingeschränkter Rotation um eine asymmetrische
Einfachbindung, zum Beispiel wegen sterischer Hinderung oder Ringspannung,
kann die Trennung von unterschiedlichen Konformeren erlauben. Die
vorliegende Erfindung schließt
jedes Korformationsisomer von Verbindungen der Formel I und Mischungen
davon ein.
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Bestimmte Verbindungen der Formel
I kommen in zwitterionischer Form vor, und die vorliegende Erfindung
schließt
jede zwitterionische Form von Verbindungen der Formel I und Mischungen
davon ein.
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Die Verbindungen dieser Erfindung
sind nützlich
als Inhibitoren von Serin/Threonin- und Tyrosinkinasen. Insbesondere
sind die Verbindungen dieser Erfindung nützlich als Inhibitoren von
Tyrosinkinasen, die wichtig sind bei Hyperproliferationskrankheiten,
besonders in dem Prozess der Angiogenese. Da diese Verbindungen
anti-angiogen sind, sind sie wichtige Substanzen zur Hemmung der
Progression von Krankheitszuständen,
wo Angiogenese eine bedeutende Komponente ist.
-
Bevorzugte Definitionen der Substituenten
werden jetzt gegeben.
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Vorzugsweise stellt R1 wahlweise
substituiertes Phenyl, wahlweise substituiertes Thienyl, wahlweise substituiertes
Pyridyl, wahlweise substituiertes Furyl oder wahlweise substituiertes
Pyrrolyl dar.
-
Bevorzugter stellt R1 2-Thienyl,
3-Thienyl, 2-Furyl, 3-Furyl,
2-Pyridyl, 3-Pyridyl oder 4-Pyridyl dar, wobei jedes davon wahlweise
substituiert ist, und wahlweise mono-, di- und tri-substituiertes
Phenyl, worin die Substituenten gewählt sind aus wahlweise substituiertem
Alkoxy (insbesondere Methoxy, 3-Morpholinopropoxy,
2-Morpholinoethoxy, 3-Carboxypropoxy, Carboxymethoxy, 2-Carboxyethoxy,
2-Carbamoylethoxy, Carbamoylmethoxy, 3-Carbamoylpropoxy, 2-Piperidinoethoxy,
2-(Piperazin-1-yl)ethoxy, 2-(Pyrrolidin-1-yl)ethoxy, 2-Dimethylaminoethoxy,
2-(Perhydro-thiazin-4-yl)ethoxy, 3-Piperidinopropoxy, 3-(Piperazin-1-yl)propoxy, 3-(Pyrrolidin-1-yl)-propoxy, 3-Dimethylaminopropoxy,
3-(Perhydrothiazin-4-yl)propoxy),
Niederalkyl (insbesondere Methyl), Halo (insbesondere Fluor und
Chlor), Aryl (insbesondere Phenyl), Hydroxy, Aryloxy (insbesondere
Phenoxy), Arylalkoxy (insbesondere Benzyloxy), Di-Niederalkylamino
(insbesondere Dimethylamino), Polyhalo-Niederalkyl, Polyhalo-Niederalkoxy
(insbesondere Difluoromethoxy), Nitro, Cyano, Niederalkylthio (insbesondere
Methylthio), Carboxy, Niederalkoxycarbonyl (insbesondere Methoxycarbonyl),
Amido (insbesondere Acetamido und Benzamido) und wahlweise substituiertes
Carbamoyl (insbesondere Carbamoyl, N-Methylcarbamoyl, N-Phenylcarbamoyl)
und eine Pyridyloxy- oder Pyridylthiogruppe, in der der Pyridinring wahlweise
substituiert ist durch ein oder mehrere der folgenden: Trifluoromethyl
oder Nitro.
-
Am meisten bevorzugt stellt R1 4-Pyridyl dar, 2-Formamidomethyl-4-Pyridyl, 2-Aminomethyl-4-Pyridyl, 2-(Hydroxyamidino)-4-Pyridyl,
2-Carbamoyl-4-Pyridyl, 4-Pyridyl-N-oxid,
2-Chloro-4-Pyridyl, 2-Cyano-4-Pyridyl, 5-Methyl-2-furyl, 5-(2-Nitro-4-trifluoromethylphenyl)fur-2-yl,
Phenyl, 4-Methoxyphenyl,
3-Methoxyphenyl, 2-Methoxyphenyl, 3,4-Dimethoxyphenyl, 3,4,5-Trimethoxyphenyl,
4-(3-Morpholinoprgpoxy)phenyl,
4-(2-Morpholinoethoxy)phenyl, 4-(3-Carboxypropoxy)phenyl, 4-Carboxymethoxyphenyl,
4-(3-Carbamoylpropoxy)phenyl,
4-Carbamoylmethoxyphenyl, 3-(3-Morpholinopropoxy)phenyl,
3-(2-Morpholinoethoxy)phenyl, 3-(3-Carboxypropoxy)phenyl, 4-Carboxymethoxyphenyl,
3-(3-Carbamoylpropoxy)phenyl,
3-Carbamoylmethoxyphenyl, 2-Hydroxyphenyl,
3-Hydroxyphenyl, 4-Hydroxyphenyl, 3-Hydroxy-4- methoxyphenyl, 4-Hydroxy-3-methoxyphenyl,
4-Difluormethoxyphenyl,
3-Nitrophenyl, 4-Nitrophenyl, 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl, 4-Methylphenyl,
4-Fluorphenyl, 2-Chlorphenyl,
3-Chlorphenyl, 4-Chlorphenyl, 2,4-Dichlorphenyl, 2-Chlor-5-nitrophenyl, 4-Fluor-2-chlorphenyl,
4-Methylthiophenyl, 4-Biphenylyl, 3-Phenoxyphenyl, 4-Phenoxyphenyl,
4-Benzyloxyphenyl,
4-Dimethylaminophenyl, 4-Diethylaminophenyl, 4-Methoxycarbonylphenyl, 4-Carbamoylphenyl,
4-Cyanophenyl, 4-N-Methylcarbamoylphenyl,
4-N-Phenylcarbamoylphenyl, 4-Acetamidophenyl,
4-Benzamidophenyl, 4-Carboxyphenyl, 4-[N-(2-Diethylaminoethyl)carbamoyl]phenyl,
4-(Prop-1-enyloxy)phenyl, 3-(2-Hydroxyethoxy)phenyl, 3-(N-(2-Diethylaminoethyl)carbamoylmethoxy)phenyl,
3-[3-(N-(2-Diethylaminoethyl)carbamoyl)propoxyl]phenyl,
4-(N-(2-Diethylaminoethyl)carbamoylmethoxy)phenyl,
4-[3-(N-(2-Diethylaminoethyl)-carbamoyl)propoxy]phenyl,
2-Furyl, 5-(3,5-Bis(trifluormethyl)phenyl]-2-furyl,
3-Brom-2-thienyl, 5-Methoxy-2-furyl, 5-(2-Nitro-4-trifluormethylphenyl)-2-furyl,
3-N-(2-Morpholinoethyl)carbamoylmethoxy)phenyl,
3-[3-(N-(2-Morpholinoethyl)carbamoyl)propoxyphenyl-],
4-(N-(2-Morpholinoethyl)carbamoylmethoxy)phenyl,
4-(Morpholinoacetamido)phenyl und 4-[3-(N-(2-Morpholinoethyl)carbamoyl)propoxy]phenyl.
-
Vorzugsweise stellen R3,
R4, R5 und R6 unabhängig
Wasserstoff dar, Halo (insbesondere Fluor), wahlweise substituiertes
Niederalkoxy (insbesondere Methoxy, 3-Morpholinopropoxy, 2-Morpholinoethoxy,
3-Carboxypropoxy, Carboxymethoxy, 2-Carboxyethoxy, 2-Carbamoylethoxy,
3-Carbamoylpropoxy,
2-Piperidinoethoxy, 2-(Piperazin-1-yl)ethoxy, 2-(Pyrrolidin-1-yl)ethoxy,
2-Dimethylaminoethoxy, 2-(Perhydrothiazin-1-yl)ethoxy, 3-Piperidinopropoxy,
3-(Piperazin-1-yl)propoxy, 3-(Pyrrolidin-1-yl)propoxy, 3-Dimethylaminopropoxy,
3-(Perhydrothiazin-4-yl)propoxy), Carbamoylmethoxy, Hydroxypropyloxy,
Hydroxyethoxy, (3-Morpholino)propoxy
und 2-Morpholino)ethoxy), Amido (insbesondere Acetamido und Benzamido),
wahlweise substituiertes Carbamoyl (insbesondere Carbamoyl, N-Methylcarbamoyl
und N- Phenylcarbamoyl),
Carboxy, Nitro und Amino.
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Bevorzugter stellen R3,
R4, R5 und R6 das Folgende dar: 6,7-Dimethoxy, 6,7,8-Trimethoxy, 6-Fluoro, 6-Acetamido,
7-Methoxy, 6-Carbamoyl, 6-(N-Methylcarbamoyl), 6-(N-Phenylcarbamoyl),
(3-Morpholino)propoxy
und 2-Morpholino)-ethoxy.
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Der Ausdruck Nieder, wie er hierin
verwendet wird, bedeutet eine Gruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen.
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Spezielle Verbindungen der vorliegenden
Erfindung schließen
folgende ein:
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol)-N-(4-pyridyl)benzylamin
N-[4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)phenyl]benzensulphonamid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-methoxyethyl)benzamid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(4-nitrophenyl)benzamid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)imidazol-l-ylacetanilid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-[2-(imidazol-1yl)ethyl]anilin
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethyl)benzensulphonamid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-methoxyethyl)benzensulphonamid
N-[2-(N,N-Diethylamino)ethyl]-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzylamin
N-[2-(N,N-Diethylamino)ethyl]-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzensulphonamid
4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethyl)benzylamin
N-(4-Ethoxyphenyl)-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzylamin
(S)-4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(pyrrolidin-2-ylmethyl)benzamid
4-(1H-[1]Benzothieno[3,2-c]pyrazol-3-yl)-N-[3-(imidazol-1-yl)propyl]benzylamin
4-(1H-[1]Benzothieno[3,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethyl)benzylamin
und
pharmazeutisch verträgliche
Salze davon einschließlich
einzelner Enantiomere und Mischungen von Enantiomeren.
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Die vorliegende Erfindung schließt weiter
die Verwendung dieser Verbindungen in pharmazeutischen Zusammensetzungen
mit einer pharmazeutisch wirksamen Menge der oben beschriebenen
Verbindungen und einem pharmazeutisch verträglichen Träger oder Bindemittel ein. Diese
pharmazeutischen Zusammensetzungen können an Individuen verabreicht
werden, um den Prozess der Angiogenese in Angiogenese-gestützten Krankheiten
zu verlangsamen oder aufzuhalten, oder um Ödeme, Ergüsse, Exsudate oder Aszites
und andere Zustände
zu behandeln, die mit vaskulärer
Hyperpermeabilität
verbunden sind.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die Verbindungen dieser Erfindung
haben anti-angiogene Eigenschaften. Diese anti-angiogenen Eigenschaften
sind mindestens teilweise der Hemmung von Proteintyrosinkinasen
zuzuschreiben, die für
angiogene Prozesse wesentlich sind. Aus diesem Grund können diese
Verbindungen verwendet werden als aktive Substanzen gegen solche
Krankheitszustände
wie Arthritis, Atherosklerose, Schuppenflechte (Psoriasis), Hämangiome,
myokardiale Angiogenese, koronare und zerebrale kollaterale Vaskularisation,
ischämische
Gliederangiogenese, Wundheilung, peptischer Ulkus-Helicobacter-bezogene
Krankheiten, Frakturen, Katzenkratzkrankheit, Hautrötung, neovaskuläres Glaukom
und Retinopathien wie jene, die mit diabetischer Retinopathie oder
alters-bezogener Makuladegeneration verbunden sind. Zusätzlich können einige
dieser Verbindungen verwendet werden als aktive Substanzen gegen
feste Tumoren, maligne Aszites, hämatopoetische Krebsformen und
Hyperproliferationserkrankungen wie Schilddrüsenhyperplasie (insbesondere
Basedow-Krankheit) und Zysten (wie Hypervaskularität von Ovarialstroma
charakterisch für
polyzystisches Ovarialsyndrom (Stein-Leventhal-Syndrom), da solche
Krankheiten eine Proliferation von Blutgefäßzellen für Wachstum und/oder Metastase
erfordern.
-
Weiter können einige dieser Verbindungen
verwendet werden als aktive Substanzen gegen Verbrennungen, chronische
Lungenkrankheit, Anfall, Polypen, Anaphylaxie, chronische und allergische
Entzündung, ovariales
Hyperstimulationssyndrom, Gehirntumor-assoziiertes zerebrales Ödem, Höhenkrankheit,
Trauma- oder Hypoxie-induziertes zerebrales oder Lungenödem, Okular-
und Makulaödem,
Aszites, und andere Krankheiten, wo vaskuläre Hyperpermeabilität, Ergüsse, Exsudate,
Proteinextravasation oder Ödem
eine Manifestation der Krankheit sind. Die Verbindungen werden auch
nützlich
sein bei der Behandlung von Störungen,
in denen Proteinextravasation zu der Ablagerung von Fibrin und extrazellulärer Matrix
führt,
was die Stromaproliferation fördert
(z.B. Fibrosis, Zirrhose und Karpaltunnelsyndrom).
-
VEGFs sind einzigartig insofern,
als dass sie die einzigen angiogenen Wachstumfaktoren sind, von
denen bekannt ist, dass sie zu vaskulärer Hyperpermeabilität und zu
der Bildung eines Ödems
beitragen. Tatsächlich
scheinen vaskuläre
Hyperpermeabilität
und Ödem,
die mit der Expression oder Anwendung von vielen anderen Wachstumsfaktoren
verbunden sind, über
eine VEGF-Produktion vermittelt zu werden. Entzündliche Zytokine stimulieren
die VEGF-Produktion. Hypoxie führt
zu einer deutlichen Hochregulierung von VEGF in zahlreichen Geweben,
da Situationen, die Infarkt, Okklusion, Ischämie, Anemie oder zirkulatorische
Beeinträchtigung
einschließen,
VEGF/VPF-vermittelte
Reaktionen hervorrufen. Vaskuläre
Hyperpermeabilität,
assoziiertes Ödem,
geänderter
Transendothelaustausch und makromolekulare Extravasation, welche
häufig
von Diapedese begleitet ist, können
zu exzessiver Matrixablagerung, abweichender Stromaproliferation,
Fibrose usw. führen.
Daher kann VEGF-vermittelte Hyperpermeabilität signifikant zu Erkrankungen
mit diesen ätiologischen
Merkmalen beitragen.
-
Es wird in Aussicht genommen, dass
die oben aufgeführten
Erkrankungen in einem bedeutenden Ausmaß durch Proteintyrosinkinaseaktivität vermittelt
werden, die die KDR/VEGFR-2- und/oder die Flt-1/VEGFR-1-Tyrosinkinasen einschließt. Durch
Hemmen der Aktivität
dieser Tyrosinkinasen wird die Progression der aufgeführten Erkrankungen
gehemmt, da die angiogene oder vaskuläre Hyperpermeabilitätskomponente
des Krankheitsstatus ernsthaft beschnitten wird. Die Aktion von
den Verbindungen dieser Erfindung führt durch ihre Selektivität für spezielle
Tyrosinkinasen zu einer Minimierung von Nebenwirkungen, die vorkommen
würden, wenn
weniger selektive Tyrosinkinasehemmer verwendet würden.
-
Die Verbindungen dieser Erfindung
haben hemmende Wirksamkeit gegen Proteinkinasen. Das heißt, diese
Verbindungen modulieren Signalübertragung
durch Proteinkinasen. Verbindungen dieser Erfindung hemmen Proteinkinasen
aus Serin/Threonin- und Tyrosinkinaseklassen. Insbesondere hemmen
diese Verbindungen selektiv die Aktivität der KDR/FLK-1/VEGFR-2-Tyrosinkinasen.
Bestimmte Verbindungen dieser Erfindung hemmen außerdem die
Aktivität
zusätzlicher
Tyrosinkinasen wie Flt-1/VEGFR-1, -Src-Subfamilie-Kinasen wie Lck, Src, fyn,
yes usw. Zusätzlich
hemmen einige Verbindungen dieser Erfindung Serin/Threoninkinasen
wie CDKs signifikant, welche eine wesentliche Rolle bei der Zellzyklusprogression
spielen. Die Wirksamkeit und die Spezifität der generischen Verbindungen
dieser Erfindung gegenüber
einer bestimmten Proteinkinase können
oftmals durch Variationen in der Natur, der Zahl und der Anordnung
der Substituenten (d.h. R1, R2,
R3, R4, R5 und R6) und Konformationsrestriktionen
geändert
und optimiert werden. Zusätzlich
können
die Metabolite von bestimmten Verbindungen ebenfalls signifikante
Proteinkinasehemmwirksamkeit besitzen.
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Die Verbindungen dieser Erfindung
hemmen, wenn sie Individuen verabreicht werden, die solche Verbindungen
benötigen,
die vaskuläre
Hyperpermeabilität
und die Bildung eines Ödems
bei diesen Individuen. Diese Verbindungen wirken, wie geglaubt wird,
durch Hemmen der Aktivität
der KDR-Tyrosinkinase,
welche in den Prozess der vaskulären
Hyperpermeabilität
und Ödembildung
verwickelt ist. Die KDR-Tyrosinkinase
kann auch als FLK-1-Tyrosinkinase, NYK-Tyrosinkinase oder VEGFR-2-Tyrosinkinase
bezeichnet werden. KDR-Tyrosinkinase
wird aktiviert, wenn vaskulärer Endothelzellwachstumsfaktor
(VEGF) oder ein anderer aktivierender Ligand (wie VEGF-C, VEGF-D
oder HIV-Tat-Protein) an einen KDR-Tyrosinkinaserezeptor bindet,
welcher auf der Oberfläche
von vaskulären
Endothelzellen liegt. Nach einer solchen KDR-Tyrosinkinaseaktivierung
tritt eine Hyperpermeabilität
der Blutgefäße ein und
Fluid bewegt sich aus dem Blutstrom über die Blutgefäßwände in die
Zwischenräume,
wodurch ein Ödembereich
gebildet wird. Diapedese begleitet ebenfalls häufig diese Reaktion. Ähnlich kann
exzessive vaskuläre
Hyperpermeabilität
normalen Molekülaustausch
zwischen dem Endothel in kritischen Geweben und Organen (z.B. Lunge
oder Niere) stören,
wodurch makromolekulare Extravasation und Ablagerung verursacht
werden. Im Anschluss an diese akute Reaktion auf eine KDR-Stimulation, von
der angenommen wird, dass sie den nachfolgenden angiogenen Prozess
erleichtert, führt
eine verlängerte KDR-Tyrosinkinasestimulation
zu der Proliferation und Chemotaxie von vaskulären Endothelzellen und zur
Bildung neuer Gefäße. Indem
die KDR-Tyrosinkinaseaktivität
gehemmt wird, entweder durch Blockieren der Produktion des aktivierenden
Liganden, oder durch Blockieren der aktivierenden Ligandbindung
an den KDR-Tyrosinkinaserezeptor, durch Verhindern der Rezeptordimerisation
und Transphosphorylierung, durch Hemmen der Enzymaktivität der KDR-Tyrosinkinase
(Hemmen der Phosphorylierungsfunktion des Enzyms) oder durch einige
andere Mechanismen, die ihre nachfolgende Signalisierung unterbricht
(D. Mukhopedhyay et al., Cancer Res. 58: 1278–1284 (1998) und Referenzen
darin), können
Hyperpermeabilität
sowie damit verbundene Extravasation, nachfolgende Ödembildung
und Matrixablagerung und angiogene Reaktionen gehemmt und minimiert
werden.
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Eine Gruppe bevorzugter Verbindungen
dieser Erfindung hat die Eigenschaft, die KDR-Tyrosinkinaseaktivität zu hemmen,
ohne die Flt-1-Tyrosinkinaseaktivität zu hemmen (Flt-1-Tyrosinkinase
wird auch als VEGFR-1-Tyrosinkinase bezeichnet). Sowohl KDR-Tyrosinkinase als
auch Flt-1-Tyrosinkinase werden durch VEGF-Bindung an KDR-Tirosinkinaserezeptoren
bzw. an Flt-1-Tyrosinkinaserezeptoren
aktiviert. Da Flt-1- Tyrosinkinaseaktivität wichtige
Ereignisse in der Endothelerhaltung und vaskulären Funktion vermitteln kann, kann
eine Hemmung dieser Enzymaktivität
zu toxischen oder nachteiligen Wirkungen führen. Allermindestens ist eine
solche Hemmung unnötig
zum Blockieren der angiogenen Reaktionen, Induktion von vaskulärer Hyperpermeabilität und der
Bildung von Ödem,
so dass sie verschwenderisch ist und wertlos für das Individuum. Bestimmte
bevorzugte Verbindungen dieser Erfindung sind einzigartig, da sie
die Aktivität
einer VEGF-Rezeptortyrosinkinase
(KDR) hemmen, die aktiviert wird durch aktivierende Liganden, aber
keine anderen Rezeptortyrosinkinasen wie Flt-1 hemmen, die ebenfalls
durch bestimmte aktivierende Liganden aktiviert werden. Die bevorzugten
Verbindungen dieser Erfindung sind deshalb selektiv in ihrer Tyrosinkinasehemmwirksamkeit.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von Geschwüren – bakteriell,
fungal, Mooren-Ulcus und Colitis ulcerosa.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von Zuständen,
worin unerwünschte
Angiogenese, Ödem
oder Stromaablagerung vorkommen, bei Virusinfektionen wie Herpes
simplex, Herpes zoster, AIDS, Karposi-Sarkom, Protozoeninfektionen
und Toxoplasmosen, im Anschluss an Trauma, Bestrahlung, Schlag,
Endometriose, ovariales Hyperstimulationssyndrom, systemischer Lupus,
Sarkoidose, Synovitis, Crohn-Krankheit, Sichelzellenanämie, Lyme-Krankheit,
Pemphigoid, Paget-Krankheit, Hyperviskositätssyndrom, Osler-Weber-Rendu-Krankheit,
chronische Entzündung,
chronische Lungenentzündung,
Asthma, rheumatoide Arthritis und Osteoarthritis.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von okulären
Erkrankungen wie Okular- und Makulaödem, okuläre neovaskulärere Krankheit,
Skleritis, radiale Keratotomie, Uveitis, Vitritis, Myopie, Sehgruben,
chronische Netzhautablösung,
Postlaserkomplikationen, Konjunktivitis, Stargardt-Krankheit und
Eales-Krankheit zusätzlich
zu Retinopathie und Makuladegeneration.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen wie Atherosklerose,
Restenose, vaskuläre
Okklusion und obstruktive Carotis-Krankheit.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von Krebs-bezogene Indikationen wie festen Tumoren,
Sarkoma (insbesondere Ewing-Sarkom und Osteosarkom), Retinoblastom,
Rhabdomyosarkome, Neuroblastom, hämatopoetische Malignitäten einschließlich Leukämie und
Lymphom, Tumor-induzierte pleurale oder perikardiale Ergüsse und
maligne Aszites.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sind außerdem
nützlich
bei der Behandlung von diabetischen Erkrankungen wie Glaukom, diabetische
Retinopathie und Mikroangiopathie.
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Es wird in Aussicht genommen, dass
die oben aufgeführten
Erkrankungen in einem bedeutenden Ausmaß durch Proteintyrosinkinaseaktivität vermittelt
werden, die die VEGF-Rezeptoren
(z.B. KDR und Flt-1) einschließt.
Indem die Aktivität
dieser Rezeptortyrosinkinasen gehemmt wird, wird die Progression
der aufgeführten
Erkrankungen gehemmt, da die angiogene Komponente des Krankheitsstatus
ernsthaft beschnitten wird. Die Aktion der Verbindungen dieser Erfindung
führt durch
ihre Selektivität
für spezielle
Tyrosinkinasen zu einer Minimierung von Nebenwirkungen, die vorkommen
würden,
wenn weniger selektive Tyrosinkinasehemmer verwendet würden.
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Unter einem anderen Gesichtspunkt
stellt die vorliegende Erfindung Verbindungen der Formel I bereit wie
anfänglich
definiert (einschließlich
der Bedingungen) zur Verwendung als Medikamente, insbesondere als Inhibitoren
der Proteinkinaseaktivität,
zum Beispiel Tyrosinkinaseaktivität, Serinkinaseaktivität und Threoninkinaseaktivität. Unter
einem noch anderen Gesichtspunkt stellt die vorliegende Erfindung
die Verwendung von Verbindungen der Formel I wie ursprünglich definiert
(einschließlich
der Bedingungen) bei der Herstellung eines Medikamentes bereit zur
Verwendung bei der Hemmung der Proteinkinaseaktivität.
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In dieser Erfindung sind die folgenden
Definitionen anwendbar:
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"Pharmazeutisch
verträgliche
Salze" verweisen
auf solche Salze, welche die biologische Wirksamkeit und Eigenschaften
der freien Basen erhalten und welche erhalten werden durch Reaktion
mit anorganischen Säuren
wie Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Schwefelsäure,
Phosphorsäure,
und organischen Säuren
wie Sulfonsäure,
Carbonsäure,
organische Phosphorsäure,
Methansulfonsäure,
Ethansulfonsäure,
p-Toluensulfonsäure,
Salicylsäure,
Milchsäure,
Weinsäure
und dergleichen.
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"Alkyl" bezeichnet einen
gesättigten
aliphatischen Kohlenwasserstoff einschließlich geradkettiger und verzweigter
Gruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffen.
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"Alkoxy" bezeichnet eine "O-Alkyl"-Gruppe, worin "Alkyl" wie oben beschrieben
definiert ist.
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Pharmazeutische Formulierungen
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Die Verbindungen dieser Erfindung
können
selbst an einen humanen Patienten verabreicht werden oder in pharmazeutischen
Zusammensetzungen, wo sie mit geeigneten Trägern oder Bindemitteln gemischt sind
bei Dosen, um vaskuläre
Hyperpermeabilität, Ödem und
assozierte Erkrankungen zu behandeln oder zu verbessern. Mischungen
dieser Verbindungen können
außerdem
an den Patienten verabreicht werden als eine einfache Mischung oder
in geeignet formulierten pharmazeutischen Zusammensetzungen. Eine
therapeutisch wirksame Dosis bezeichnet weiter die Menge der Verbindung
oder der Verbindungen, die ausreichend ist, um zu der Verhinderung
oder Dämpfung
von unangemessener Neovaskularisation, Progression von Hyperproliferationserkrankungen, Ödem, VEGF-assoziierter
Hyperpermeabilität
und/oder VEGF-bezogener Hypotonie zu führen. Techniken zur Formulierung
und Verabreichung der Verbindungen der vorliegenden Anmeldung sind
zu finden in "Remington's Pharmaceutical
Sciences", Maek
Publishing Co., Easton, PA, letzte Ausgabe.
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Wege der Verabreichung
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Geeignete Wege zur Verabreichung
können
zum Beispiel einschließen:
orale, als Augentropfen, rektale, transmukosale, topische oder intestinale
Verabreichung; parenterale Verabreichung einschließlich intramuskuläre, subkutane,
intramedulläre
Injektionen sowie intrathekale, direkt intraventrikuläre, intravenöse, intraperitoneale,
intranasale oder intraokulare Injektionen.
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Alternativ kann man die Verbindung
eher auf eine lokale als eine systemische Art und Weise verabreichen,
zum Beispiel durch Injektion der Verbindung direkt in eine ödematöse Stelle,
häufig
in einem Depot oder einer Formulierung mit verzögerter Freisetzung.
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Weiterhin kann man den Arzneistoff
in einem zielgerichteten Arzneistoffabgabesystem verabreichen, zum
Beispiel in einem Liposom, das mit Endothelzellen-spezifischem Antikörper beschichtet
ist.
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Zusammensetzung/Formulierung
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Die pharmazeutischen Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung können
auf eine Art und. Weise hergestellt werden, die selbst bekannt ist,
z.B. durch herkömmliche
Misch-, Auflöse-,
Granulier-, Dragee-Herstellungs-, Glätt-, Emulgier-, Einkapsel-,
Einschließ-
oder Lyophilisierungsverfahren.
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Pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung können somit
auf herkömmliche
Art und Weise hergestellt werden unter Verwendung von einem oder
mehreren physiologisch verträglichen
Trägern,
die Bindemittel und Hilfsmittel umfassen, welche die Verarbeitung
der aktiven Verbindungen in Zubereitungen erleichtern, welche pharmazeutisch
verwendet werden können.
Die richtige Formulierung ist abhängig von dem gewählten Weg
der Verabreichung.
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Zur Injektion können die Substanzen der Erfindung
in wässerigen
Lösungen
formuliert werden, vorzugsweise in physiologisch kompatiblen Puffern
wie Hank-Lösung,
Ringer-Lösung
oder physiologischen Salzpuffern. Zur transmukosalen Verabreichung
werden Penetrationsmittel in der Formulierung verwendet, die geeignet
sind für
die Barriere, die zu durchdringen ist. Solche Penetrationsmittel
sind auf dem Gebiet allgemein bekannt.
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Zur oralen Verabreichung können die
Verbindungen ohne weiteres formuliert werden, indem die aktiven
Verbindungen mit pharmazeutisch verträglichen Trägern kombiniert werden, die
auf dem Gebiet gut bekannt sind. Solche Träger ermöglichen, dass die Verbindungen
der Erfindung als Tabletten, Pillen, Dragees, Kapseln, Flüssigkeiten,
Gele, Sirupe, Aufschlämmungen,
Suspensionen und dergleichen formuliert werden können zur oralen Aufnahme durch
einen zu behandelnden Patienten. Pharmazeutische Präparate zur
oralen Verwendung können
erhalten werden durch Kombinieren der aktiven Verbindung mit einem
festen Bindemittel, wahlweise Zerkleinern einer resultierenden Mischung
und Verarbeiten der Mischung von Granulaten, bei Bedarf nach Zugabe
geeigneter Hilfsmittel, um Tabletten oder Drageekerne zu erhalten.
Geeignete Bindemittel sind insbesondere Füllstoffe- wie Zucker, einschließlich Laktose,
Saccharose, Mannitol oder Sorbitol; Cellulosepräparate wie zum Beispiel Maisstärke, Weizenstärke, Reisstärke, Kartoffelstärke, Gelatine,
Tragantgummi, Methylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und/oder Polyvinylpyrrolidon (PVP). Bei Bedarf können auflösende Mittel hinzugegeben werden
wie das quervernetzte Polyvinylpyrrolidon, Agar, oder Algensäure, oder
ein Salz davon wie Natriumalginat.
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Drageekerne werden mit geeigneten Überzügen versehen.
Zu diesem Zweck können
konzentrierte Zuckerlösungen
verwendet werden, welche wahlweise Gummi arabicum, Talk, Polyvinylpyrrolidon,
Carbopolgel, Polyethylenglykol und/oder Titandioxid, Lacklösungen und
geeignete organische Lösungsmittel
oder Lösungsmittelmischungen
enthalten können.
Farbstoffe oder Pigmente können
zu den Tabletten oder Drageeüberzügen hinzugegeben
werden zur Identifikation, oder um unterschiedliche Kombinationen
von aktiven Verbindungsdosen zu kennzeichnen.
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° Pharmazeutische
Zubereitungen, welche oral verwendet werden können, schließen push-fit
Kapseln aus Gelatine sowie weiche, abgedichtete Kapseln aus Gelatine
und einen Weichmacher wie Glycerol oder Sorbitol ein. Die push-fit
Kapseln können
die aktiven Bestandteile in Beimischungen mit Füllstoffen wie Laktose, Bindemitteln
wie Stärken
und/oder Gleitmitteln wie Talk oder Magnesiumstearat, und wahlweise
Stabilisatoren enthalten. In weichen Kapseln können die aktiven Verbindungen
in geeigneten Flüssigkeiten
wie fette Öle,
flüssiges
Paraffin oder flüssigen
Polyethylenglykolen gelöst
oder suspendiert sein. Zusätzlich
können
Stabilisatoren zugesetzt werden. Alle Formulierungen zur oralen
Verabreichung sollten in Dosierungen sein, die für eine solche Verabreichung
geeignet sind.
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Zur bukkalen Verabreichung können die
Zusammensetzungen die Form von Tabletten oder Pastillen annehmen,
die auf eine herkömmliche
Art und Weise formuliert werden.
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Zur Verabreichung durch Inhalation
werden die Verbindungen zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung
praktischerweise in der Form einer Aerosolspraypräsentation
aus unter Druck gesetzten Packungen oder eines Zerstäubers abgegeben,
unter Verwendung eines geeigneten Treibgases, z.B. Dichlordifluormethan,
Trichlorfluormethan, Dichlortetrafluorethan, Kohlendioxid oder einem
anderen geeigneten Gas. In dem Fall eines unter Druck gesetzten
Aerosols kann die Dosierungseinheit bestimmt werden, indem ein Ventil
bereitgestellt wird, um eine abgemessene Menge abzugeben. Kapseln
und Patronen z.B. aus Gelatine zur Verwendung in einem Inhalator
oder Insufflator können
formuliert werden, dass sie eine Pulvermischung der Verbindung und
eine geeignete Pulverbasis wie Laktose oder Stärke enthalten.
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Die Verbindungen können formuliert
werden zur parenteralen Verabreichung durch Injektion, z.B. Bolusinjektion
oder fortlaufende Injektion. Formulierungen zur Injektion können in
Einheitsdosierungsform präsentiert
werden, z.B. in Ampullen oder in Multidosisbehältern mit einem zugesetzten
Konservierungsmittel. Die Zusammensetzungen können solche Formen annehmen
wie Suspensionen, Lösungen
oder Emulsionen in öligen
oder wässerigen
Trägersubstanzen
und können
Formulierungsmittel enthalten wie Suspensionsmittel, Stabilisatoren
und/oder Dispersionsmittel.
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Pharmazeutische Formulierungen zur
parenteralen Verabreichung umfassen wässerigen Lösungen der aktiven Verbindungen
in wasserlöslicher
Form. Zusätzlich
können
Suspensionen der aktiven Verbindungen hergestellt werden als geeignete ölige Injektionssuspensionen.
Geeignete lipophile Lösungsmittel
oder Trägersubstanzen
umfassen fette Öle
wie Sesamöl,
oder synthetische Fettsäureester
wie Ethyloleat oder Triglyzeride, oder Liposome. Wässerige
Injektionssuspensionen können
Substanzen enthalten, welche die Viskosität der Suspension erhöhen, wie
Natriumcarboxymethylcellulose, Sorbitol oder Dextran. Wahlweise
kann die Suspension außerdem
geeignete Stabilisatoren oder Mittel enthalten, welche die Löslichkeit
der Verbindungen erhöhen,
um die Herstellung von hoch konzentrierten Lösungen zu ermöglichen.
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Alternativ kann der wirksame Inhaltsstoff
in Pulverform sein zur Konstitution mit einer geeigneten Trägersubstanz,
z.B. sterilem pyrogenfreien Wasser, vor der Verwendung.
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Die Verbindungen können außerdem in
rektalen Zusammensetzungen formuliert werden, wie z.B. Zäpfchen oder
Retentionsklistieren, die herkömmliche
Zäpfchenbasen
wie Kakaobutter oder andere Glyzeride enthalten.
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Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen
Formulierungen können
die Verbindungen außerdem
als ein Depotpräparat
formuliert werden. Solche lang wirkenden Formulierungen können durch
Implantation verabreicht werden (zum Beispiel subkutan oder intramuskulär oder durch
intramuskuläre
Injektion). Somit können zum
Beispiel die Verbindungen mit geeigneten polymeren oder hydrophoben
Materialien (zum Beispiel als eine Emulsion in einem verträglichen Öl) oder
Ionenaustauscherharzen formuliert werden, oder als schwerlösliche Derivate,
zum Beispiel als ein schwerlösliches
Salz.
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Ein Beispiel für einen pharmazeutischen Träger für die hydrophoben
Verbindungen der Erfindung ist ein Hilfslösungsmittelsystem, das Benzylalkohol,
einen unpolaren oberflächenaktiven
Stoff, ein wassermischbares organisches Polymer und eine wässerige
Phase umfasst. Das Hilfslösungsmittelsystem
kann das VPD-Hilfslösungsmittelsystem
sein. VPD ist eine Lösung
aus 3% m/V Benzylalkohol, 8% m/V des unpolaren oberflächenaktiven
Stoffs Polysorbat 80 und 65% m/V Polyethylenglykol 300, in absolutem
Ethanol auf Volumen gebracht. Das VPD-Hilfslösungsmittelsystem (VDP : 5W)
besteht aus VPD verdünnt
1 : 1 mit einer 5%igen Dextrose-Wasserlösung. Dieses Hilfslösungsmittelsystem
löst hydrophobe
Verbindungen gut und produziert selbst wenig Toxizität nach systemischer
Verabreichung. Natürlich
können
die Proportionen eines Hilfslösungsmittelsystems
beträchtlich
variiert werden, ohne dass seine Löslichkeits- und Toxizitätsmerkmale
zerstört werden.
Des weiteren kann die Identität
der Hilfslösungsmittelkomponenten
variiert werden; zum Beispiel können
anstelle von Polysorbat 80 andere gering toxische unpolare oberflächenaktive
Stoffe verwendet werden; die Fraktionsgröße von Polyethylenglykol kann
variiert werden; andere biokompatible Polymere können Polyethylenglykol ersetzen,
z.B. Polyvinylpyrrolidon; und andere Zucker oder Polysaccharide
können
Dextrose ersetzen.
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Alternativ können andere Abgabesysteme für hydrophobe
pharmazeutische Verbindungen eingesetzt werden. Liposome und Emulsionen
sind gut bekannte Beispiele von Abgabeträgersubstanzen oder Träger für hydrophobe
Arzneistoffe. Bestimmte organische Lösungsmittel wie Dimethylsulfoxid
können
ebenfalls eingesetzt werden, auch wenn normalerweise auf Kosten
einer größeren Toxizität. Zusätzlich können die
Verbindungen abgegeben werden unter Verwendung eines langsam freisetzenden
Systems wie semipermeable Matrizen aus festen hydrophoben Polymeren,
die das therapeutische Mittel enthalten. Verschiedene langsam freisetzende
Materialien haben sich etabliert und sind dem Fachmann gut bekannt.
Langsam freisetzende Kapseln können
je nach ihrer chemischen Natur die Verbindungen für ein paar
Wochen bis zu mehr als 100 Tage freisetzen. Je nach der chemischen
Natur und der biologischen Stabilität des therapeutischen Reagenzes
können
zusätzliche
Strategien zur Proteinstabilisierung eingesetzt werden.
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Die pharmazeutischen Zusammensetzungen
können
außerdem
geeignete feste oder Gelphasenträger
oder Bindemittel enthalten. Beispiele für solche Träger oder Bindemittel umfassen,
sind aber nicht beschränkt
auf, Calciumcarbonat, Calciumphosphat, verschiedene Zucker, Stärken, Cellulosederivate,
Gelatine und Polymere wie Polyethylenglykole.
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Viele der organischen Molekülverbindungen
der Erfindung können
als Salze mit pharmazeutisch kompatiblen Gegenionen bereitgestellt
werden. Pharmazeutisch kompatible Salze können mit vielen Säuren gebildet
werden, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf, Salzsäure,
Schwefelsäure,
Essigsäure,
Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure usw.
Salze neigen dazu, in wässerigen
oder anderen protonischen Lösungsmittel
löslicher
zu sein als die entsprechenden freien Basenformen.
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Wirksame Dosierung
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Pharmazeutische Zusammensetzungen,
die zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
umfassen Zusammensetzungen, worin die wirksamen Bestandteile in
einer wirksamen Menge enthalten sind, um den beabsichtigten Zweck
zu erreichen. Ausdrücklicher
bedeutet eine therapeutisch wirksame Menge eine Menge, die wirksam
ist, um die Entwicklung bestehender Symptome bei dem behandelten
Patienten zu verhindern oder diese bestehenden Symptome zu lindern.
Die Bestimmung der wirksamen Menge liegt gut innerhalb der Fähigkeit
eines Fachmanns.
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Für
jede Verbindung , die in dem Verfahren der Erfindung verwendet wird,
kann die therapeutisch wirksame Dosis anfänglich aus Zellassays abgeschätzt werden.
Zum Beispiel kann eine Dosis in Zell- und Tiermodellen formuliert
werden, um einen Umlaufkonzentrationsbereich zu erreichen, der den
IC50-Wert einschließt, wie er in Zellassays bestimmt
wurde (d.h. die Konzentration der Testverbindung, welche eine halbe
maximale Hemmung einer gegebenen Proteinkinaseaktivität erreicht).
In einigen Fällen
ist es geeignet, den IC50-Wert in der Anwesenheit
von 3 bis 5% Serumalbumin zu bestimmen, da solch eine Bestimmung
den Bindungswirkungen von Plasmaprotein an die Verbindung näher kommt.
Solche Informationen können
verwendet werden, um nützliche
Dosen für
Menschen genauer zu bestimmen. Weiter hemmen die am meisten bevorzugten
Verbindungen zur systemischen Verabreichung die Proteinkinasesignalisierung
in intakten Zellen wirksam bei Spiegeln, die in Plasma sicher erhältlich sind.
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Eine therapeutisch wirksame Dosis
bezeichnet die Menge der Verbindung, die zu einer Verbesserung von
Symptomen bei einem Patienten führt.
Toxizität
und therapeutische Wirksamkeit von solchen Verbindungen können bestimmt
werden durch pharmazeutische Standardverfahren in Zellkulturen oder
Versuchstieren, z.B. zur Bestimmung der maximalen tolerierten Dosis
(MTD) und des ED50-Wertes (effektive Dosis
für 50%
der maximalen Reaktion). Das Dosisverhältnis zwischen toxischen und
therapeutischen Wirkungen ist der therapeutische Index, und er kann
ausgedrückt
werden als das Verhältnis
zwischen MTD und ED50. Verbindungen, welche
hohe therapeutische Indizes zeigen, sind bevorzugt. Die Daten, die
aus diesen Zellkulturassays und Tierstudien gewonnen werden, können verwendet
werden bei der Formulierung eines Bereichs der Dosierung zur Verwendung
bei Menschen. Die Dosierung von solchen Verbindungen liegt vorzugsweise
innerhalb eines Bereichs der Umlaufkonzentration, die den ED50-Wert einschließt mit geringer oder keiner
Toxizität.
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Die Dosierung kann innerhalb dieses
Bereichs variieren, abhängig
von der eingesetzten Dosierungsform und dem verwendeten Weg der
Verabreichung. Die genaue Formulierung, Weg der Verabreichung und Dosierung
kann von dem einzelnen Arzt in Hinblick auf den Zustand des Patienten
gewählt
werden. (Siehe z.B. Fingl et al., 1975, in "The Pharmaceutical Basis of Therapeutics", Kapitel 1, Seite
1.) Bei der Behandlung von Krisen kann die Verabreichung eines akuten
Bolus oder einer Infusion erforderlich sein, die sich dem MTD nähert, um
eine schnelle Reaktion zu erhalten.
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Dosierungsmenge und Intervall können individuell
eingestellt werden, um Plasmaspiegel der wirksamen Komponente bereitstellen,
die ausreichend sind, um die Kinase-modulierenden Wirkungen beizubehalten oder
die minimale wirksame Konzentration (MEC). Der MEC-Wert wird für jede Verbindung
variieren, aber er kann aus in vitro-Daten abgeschätzt werden;
z.B. die Konzentration, die notwendig ist, um 50–90% Hemmung von Proteinkinase
zu erreichen unter Verwendung der hierin beschriebenen Assays. Dosierungen,
die notwendig sind, um den MEC-Wert zu erreichen, werden von individuellen
Merkmalen und Weg der Verabreichung abhängen. Es können jedoch HPLC-Assays oder
Bioassays verwendet werden, um Plasmakonzentrationen zu bestimmen.
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Dosierungsintervalle können außerdem unter
Verwendung des MEC-Wertes bestimmt werden. Verbindungen sollten
verabreicht werden unter Verwendung eines Therapieschemas, welches
Plasmaspiegel über
dem MEC beibehält
für 10–90% der
Zeit, vorzugsweise zwischen 30–90%,
und am besten zwischen 50–90%,
bis die gewünschte
Besserung von Symptomen erreicht ist. In Fällen von lokaler Verabreichung
oder selektiver Aufnahme kann die wirksame lokale Konzentration
des Arzneistoffes nicht auf die Plasmakonzentration bezogen werden.
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Die Menge der verabreichten Zusammensetzung
wird selbstverständlich
abhängig
sein von dem Patienten, der behandelt werden soll, von dem Gewicht
des Patienten, der Ernsthaftigkeit der Beschwerden, der Art und
Weise der Verabreichung und dem Urteil des anordnenden Arztes.
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Verpackungen
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Die Zusammensetzungen können bei
Bedarf in einer Packung oder einer Abgabevorrichtung präsentiert
werden, welche ein oder mehrere Einheitsdosierungsformen enthält, die
den wirksamen Bestandteil enthalten. Die Packung kann zum Beispiel
Metall oder Kunststofffolie umfassen, wie eine Blisterpackung. Die
Packung oder die Abgabevorrichtung kann begleitet sein von Anweisungen
zur Verabreichung. Zusammensetzungen, die eine Verbindung der Erfindung
umfassen, die in einem kompatiblen pharmazeutischen Träger formuliert
ist, können
ebenfalls hergestellt werden, in einen geeigneten Behälter gebracht
werden und zur Behandlung auf eine indizierte Erkrankung etikettiert
werden.
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In einigen Formulierungen kann es
vorteilhaft sein, die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in der
Form von Partikeln von sehr kleiner Größe zu verwenden, wie sie zum
Beispiel durch eine Strahlmühle erhalten
werden.
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In den Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung kann die wirksame Verbindung bei Bedarf mit anderen kompatiblen
pharmakologisch wirksamen Bestandteilen verbunden werden. Zum Beispiel
können
die Verbindungen dieser Erfindung in Kombination mit einer oder
mehreren zusätzlichen
pharmazeutischen Substanzen verabreicht werden, die die Produktion
von VEGF hemmen oder verhindern, intrazelluläre Reaktionen auf VEGF dämpfen, intrazelluläre Signalübertragung
blockieren, vaskuläre
Hyperpermeabilität
hemmen, Entzündung
verringern oder die Bildung von Ödem
oder die Neovaskularisation hemmen oder verhindern. Die Verbindungen
der Erfindung können
vor, nach oder gleichzeitig mit der zusätzlichen pharmazeutischen Substanz
verabreicht werden, welcher Weg der Verabreichung auch immer geeignet
ist. Die zusätzlichen
pharmazeutischen Substanzen umfassen, sind aber nicht beschränkt auf,
anti-ödemische
Steroide, NSAIDS, Ras-Inhibitoren, anti-TNF-Mittel, anti-IL1-Mittel, Antihistamine,
PAF-Antagonisten, COX-1-Hemmer, COX-2-Hemmer, NO-Synthase-Hemmer, PKC-Hemmer
und PI3-Kinase-Hemmer. Die Verbindungen der Erfindung und die zusätzlichen
pharmazeutischen Substanzen wirken entweder additiv oder synergetisch.
Folglich kann die Verabreichung einer solchen Kombination von Substanzen,
die vaskuläre
Hyperpermeabilität
hemmen und/oder die Bildung von Ödem
hemmen, größere Linderung
von den schädlichen
Wirkungen einer Hyperproliferationserkrankung, Angiogenese, vaskulärer Hyperpermeabilität oder Ödem bereitstellen
als die Verabreichung irgendeiner Substanz allein. Bei der Behandlung
maligner Störungen
werden Kombinationen mit antiproliferativen oder zytotoxischen Chemotherapien
oder Bestrahlung erwartet.
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Die vorliegende Erfindung umfasst
auch die Verwendung einer Verbindung der Formel I als einem Medikament.
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Sowohl die Src- als auch die Syk-Familien
von Kinasen spielen zentrale Rollen bei der Regulierung der Immunfunktion.
Die Src-Familie umfasst zur Zeit Fyn; Lck, Fgr, Fes, Lyn, Src, Yes,
Hck und Blk. Für
die Syk-Familie wird zur Zeit verstanden, dass sie nur Zap und Syk
einschließt.
Die Janus-Familie von Kinasen ist in die Übertragung von Wachstumsfaktor
und Proentzündungs-Zytokinsignalen
durch viele Rezeptoren verwickelt. Obwohl BTK und ITK, Mitglieder
der Tec-Familie von Kinasen, eine weniger verstandene Rolle in der
Immunbiologie spielen, kann deren Modulation durch einen Hemmer
therapeutische Vorteile zeigen. Die Kinasen RIP, IRAK-1, IRAK-2,
NIK, IKK-1 und IKK-2 sind in die Signalübertragungswege für die Proentzündungs-Schlüsselzytokine
TNF und IL-1 verwickelt. Auf Grund ihrer Fähigkeit, eine oder mehrere
dieser Kinasen zu hemmen, können
Verbindungen der Formel I als Immunmodulatormittel funktionieren,
die nützlich
sind für
die Beibehaltung von Allotransplantaten und die Behandlung von Autoimmunerkrankungen.
Durch ihre Fähigkeit,
T-Zellaktivierung oder die Potenzierung eines Entzündungsprozesses
zu regulieren, könnten
diese Verbindungen verwendet werden, um solche Autoimmunerkrankungen
zu behandeln. Transplantationen sind wegen der Abstoßphänomene,
entweder Empfänger
gegen Transplantat für
feste Organe oder Transplantat gegen Empfänger für Knochenmark, begrenzt durch
die Toxizität
von derzeit verfügbaren
immunsuppressiven Mitteln und würden
von einem wirksamen Arzneistoff mit verbessertem therapeutischen
Index profitieren. Zielorientierte Genexperimente haben die wesentliche
Rolle von Src in der Biologie von Osteoklasten gezeigt, den Zellen,
die für
Knochenresorption verantwortlich sind. Verbindungen der Formel I
können
durch ihre Fähigkeit, Src
zu regulieren, nützlich
sein bei der Behandlung von Osteoporose, Osteopetrose, Paget-Krankheit, Tumor-induzierter
Hyperkalzämie
und bei der Behandlung von Knochenmetastasen.
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Für
viele Proteinkinasen ist gezeigt worden, dass sie Protoonkogene
sind. Chromosombruch (an dem ltk-Kinas-Bruchpunkt auf Chromosom
5), Translokation wie in dem Fall des Abl-Gens mit BCR (Philadelphia-Chromosom),
Abstumpfung in Fällen
wie c-Kit oder EGFR, oder Mutation (z.B. Met) führen zu der Erzeugung fehlregulierter
Proteine, was sie von Protoonkogen- zu Onkogenprodukten wandelt.
Bei anderen Tumoren wird die Onkogenese angetrieben durch eine autokrine
oder parakrine Ligand/Wachstumsfaktor-Rezeptor-Wechselwirkung. Mitglieder
der src-Familien-Kinasen sind typischerweise verwickelt in nachfolgende
Signalübertragung,
wodurch die Onkogenese potenziert wird und sie selbst onkogen werden
können
durch eine Überexpression
oder Mutation. Indem die Proteinkinaseaktivität dieser Proteine gehemmt wird,
kann der Krankheitsprozess unterbrochen werden. Vaskuläre Restenose
kann den Prozess von FGF- und/oder PDGF-geförderter glatter Muskel- und
Endothelzellproliferation einschließen. Hemmung der FGFr- oder
PDGFr-Kinaseaktivität
kann eine wirksame Strategie zum Hemmen dieses Phänomens sein.
Somit können
Verbindungen der Formel I, welche die Kinaseaktivität von normalen
oder abweichenden c-kit, c-met, c-fms, scr-Familienmitgliedern,
EGFr, erbB2, erbB4, BCR-Abl,
PDGFr, FGFr und anderen Rezeptor- oder zytosolischen Tyrosinkinasen
hemmen, wertvoll sein bei der Behandlung von gutartigen und neoplastischen
Proliferationskrankheiten.
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Bei vielen pathologischen Zuständen (zum
Beispiel feste Primärtumoren
und Metastasen, Karposi-Sarkom, rheumatoide Arthritis, Blindheit
wegen unangemessener Augengefäßneubildung,
Schuppenflechte (Poriasis) und Atherosklerose) ist der Krankheitsfortschritt
abhängig
von anhaltender Angiogenese. Polypeptidwachstumsfaktoren, die häufig durch
das erkrankte Gewebe oder assoziierter Entzündungszellen produziert werden,
und deren entsprechenden Endothelzell-spezifischen Rezeptortyrosinkinasen
(z.B. KDR/VEGFR-2, Flt-1/VEGFR-1, Tie-2/Tek und Tie) sind wesentlich für die Stimulation
von Endothelzellwachstum, Migration, Organisation, Differenzierung
und die Etablierung der erforderlichen neuen funktionellen Blutgefäßanordnung.
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Als ein Ergebnis der "vaskulären Permeabilitätsfaktor"aktivität von VEGF
bei der Vermittlung von vaskulärer
Hyperpermeabilität
wird für
die VEGF-Stimulation einer VEGFR-Kinase ebenfalls angenommen, dass sie
eine bedeutende Rolle spielt bei der Bildung von Tumoraszites, zerebralem
und pulmonaren Ödem,
pleuralen oder perikardialen Ergüssen,
verzögerten
Hypersensitivitätsreaktionen,
Gewebeödem
und Organfehlfunktion im Anschluss an Trauma, Verbrennungen, Ischämie, diabetische
Komplikationen, Endometriose, Schocklunge (adult respiratory distress
Syndrome (ARDS)), postkardiopulmonare Bypass-bezogene Hypotonie
und Hyperpermeabilität,
und Okularödem,
das zu Glaukom oder Blindheit führt
wegen unangemessener Neovaskularisation. Zusätzlich zu VEGF können kürzlich identifiziertes
VEGF-C und VEGF-D und HIV-Tat-Protein ebenfalls eine vaskuläre Hyperpermeabilitätsreaktion
verursachen durch die Stimulation einer VEGFR-Kinase.
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Tie-2 wird ebenfalls in einer ausgewählten Population
von hämatopoetischen
Stammzellen exprimiert, in denen es eine Rolle Spielen kann bei
deren Rekrutierung, Adhäsion,
Regulation und Differenzierung (Blood 89, 4317–4326 (1997)); diese Tie-2-exprimierende Population
kann als zirkulierende angiogene endotheliale Progenitor-Zellen
dienen. Bestimmte Mittel gemäß Formel
I, die in der Lage sind, die Kinaseaktivität von Endothelzell-spezifischen
Kinasen zu blockieren, könnten
deshalb den Krankheitsfortschritt unter Verwicklung dieser Situationen
hemmen .
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Die Verbindungen der Formel I oder
ein Salz davon, oder pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine
therapeutisch wirksame Menge davon enthalten, können bei der Behandlung von
gutartigen und neoplastischen Proliferationskrankheiten und Erkrankungen
des Immunsystems verwendet werden. Solche Krankheiten schließen Autoimmunkrankheiten
ein wie rheumatoide Arthritis, Schilddrüsenentzündung, Typ-1-Diabetes, multiple
Sklerose, Sarkoidose, Crohn-Krankheit, Myasthenia gravis und systemischen
Lupus erythematosus; Schuppenflechte (Psoriasis), Organtransplantatabstoßung (z.B.
Nierenabstoßung,
Transplantat-gegen-Empfänger-Krankheit),
gutartige und neoplastische Proliferationskrankheiten, humane Krebserkrankungen
wie Lungen-, Brust-, Magen-, Blasen-, Dickdarm-, Pankreas-, Eierstock-,
Prostata- und Mastdarmkrebs und hämatopoetische Zellen (Leukämie und
Lymphom); und Krankheiten, die unangemessene Vaskularisation umfassen,
zum Beispiel diabetische Retinopathie, choroidale Neovaskularisation
wegen altersbezogener Makuladegeneration und infantiles Hämangiom
bei Menschen. Zusätzlich
können
solche Hemmer nützlich
sein bei der Behandlung von Erkrankungen, die VEGF-vermitteltes Ödem, Aszites,
Ergüsse
und Exsudate einschließen, einschließlich zum
Beispiel Makulaödem,
zerebrales Ödem
und Schocklunge (adult respiratory distress Syndrome (ARDS)).
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung können
außerdem
nützlich
sein bei der Prophylaxe der obigen Krankheiten.
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Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden
Erfindung stellt die Verwendung einer Verbindung der Formel I oder
eines Salzes davon bei der Herstellung eines Medikamentes bereit
zur Behandlung vaskulärer Hyperpermeabilität, Angiogenese-abhängiger Erkrankungen,
Proliferationskrankheiten und/oder Erkrankungen des Immunsystems
bei Säugern,
insbesondere Menschen.
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Die vorliegende Erfindung stellt
auch ein Verfahren bereit zur Behandlung von vaskulärer Hyperpermeabilität, unangemessener
Neovaskularisation, Proliferationskrankheiten und/oder Erkrankungen
des Immunsystems, welches die Verabreichung einer therapeutisch
wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I an einen Säuger, insbesondere
einen Menschen umfasst, der einer solchen Behandlung bedarf.
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Die in vitro-Wirksamkeit von Verbindungen
bei der Hemmung dieser Proteinkinasen kann bestimmt werden durch
die Verfahren, die unten ausführlich
beschrieben werden.
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Die Wirksamkeit von Verbindungen
kann bestimmt werden durch das Ausmaß der Hemmung der Phosphorylierung
eines exogenen Substrats (z.B. eines synthetischen Peptids (Z. Songyang
et al., Nature. 373: 536–539)
durch eine Testverbindung in bezug auf eine Kontrolle.
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KDR Tyrosinkinase-Produktion unter
Verwendung des Baculovirus-Systems:
Die
codierende Sequenz für
die Human-KDR-intrazelluläre
Domäne
(aa789-1354) wurde erzeugt durch PCR unter Verwendung von cDNAs,
die aus HUVEC-Zellen isoliert waren. Eine poly-His6-Sequenz wurde bei
dem N-Terminus von diesem Protein ebenso eingeführt. Dieses Fragment wurde
in den Transfektionsvektor pVL1393 an die Stelle Xba 1 und Not 1
kloniert. Rekombinantes Baculovirus (BV) wurde erzeugt durch co-Transfusion
unter Verwendung des BaculoGold Transfection-Reagenzes (PharMingen).
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Rekombinantes BV wurde Plaque-gereinigt
und durch Western-Analyse
verifiziert. Zur Proteinproduktion wurden SF-9-Zellen in SF-900-II-Medium
bei 2 × 106/ml aufgezogen und wurden bei 0,5 Plaquebildungseinheiten
pro Zelle (MOI) infiziert. Zellen wurden 48 Stunden nach der Infektion
geerntet.
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Reinigung von KDR
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SF-9-Zellen, die (His)6KDR(aa789-1354)
exprimieren, wurden lysiert durch Zugabe von 50 ml Lysepuffer Triton
X-100 (20 mM Iris, pH 8,0, 137 mM NaCl, 10% Glycerol, 1% Triton
X-100, 1 mM PMSF, 10 μg/ml Aprotinin,
1 μg/ml
Leupeptin) zu dem Zellpellet aus 1 l Zellkultur. Das Lysat wurde
bei 19.000 Upm in einem Sorval SS-34-Rotor 30 Minuten lang bei 4°C zentrifugiert.
Das Zelllysat wurde auf eine chelatbildende Sepharose-Säule aufgebracht,
mit 50 mM HEPES, pH 7,5, 0,3 M NaCl ins Gleichgewicht gebracht.
KDR wurde eluiert unter Verwendung- des gleichen Puffers, der 0,25
M Imidazol enthielt. Säulenfraktionen
wurden analysiert unter Verwendung von SDS-PAGE und einem ELISA-Assay (unten), wodurch
die Kinaseaktivtät
gemessen wurde. Das gereinigte KDR wurde in 25 mM HEPES, pH 7,5,
25 mM NaCl, 5 mM DTT-Puffer ausgetauscht und bei –80°C gelagert.
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Humane Tie-2-Kinase-Produktion
und -Reinigung
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Die codierende Sequenz für die humane
Tie-2-intrazelluläre
Domäne
(aa775-1124) wurde erzeugt durch PCR unter Verwendung von cDNAs,
die aus humaner Plazenta als eine Matrize isoliert waren. Eine poly-His6-Sequenz wurde bei dem N-Terminus eingeführt und
dieses Konstrukt in den Transfektionsvektor pVL 1939 an der Stelle
Xba 1 und Not 1 kloniert. Rekombinantes BV wurde erzeugt durch co-Transfusion
unter Verwendung des BaculoGold Transfection-Reagenzes (PharMingen).
Rekombinantes BV wurde Plaque-gereinigt und durch Western-Analyse
verifiziert. Zur Proteinproduktion wurden SF-9-Insektenzellen in
SF-900-II-Medium bei 2 × 106/ml aufgezogen und wurden bei einem MOI
von 0,5 infiziert. Die Reinigung der His-markierten Kinase, die
beim Screenen verwendet wurde, war analog zu der, die für KDR beschrieben
wurde.
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Humane Flt-1-Tyrosinkinase-Produktion
und -Reinigung
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Der Baculovirus-Expressionsvektor
pVL1393 (Phar Mingen, Los Angeles, CA) wurde verwendet. Eine Nucleotidsequenz,
die poly-His6 codiert, wurde 5' an die Nucleotidregion angeordnet,
die die gesamte intrazelluläre
Kinasedomäne
von Human-Flt-1 codiert (Aminosäuren
786–1338).
Die Nucleotidsequenz, die die Kinasedomäne codiert, wurde erzeugt durch
PCR unter Verwendung von cDNA-Bibliotheken, die aus HUVEC-Zellen
isoliert waren. Die Histidinreste ermöglichten Affinitätsreinigung
des Proteins auf eine Art und Weise analog zu der für KDR und
ZAP70. SF-9-Insektenzellen
wurden bei einer Mehrfachheit von 0,5 infiziert und 48 Stunden nach
Infektion geerntet.
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EGFR-Tyrosinkinase-Quelle
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EGFR wurde gekauft von Sigma (Kat.-Nr.
E-3641); 500 Einheiten/50 μl)
und der EGF-Ligand wurde erworben von Oncogene Research Products/Calbiochem
(Kat.-Nr. PF011-100).
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Expression von ZAP70
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Der Baculovirus-Expressionsvektor,
der verwendet wurde, war pVL1393 (Pharmingen, Los Angeles, CA).
Die Nucleotidsequenz, die Aminosäuren
M(H)6 LVPR9S codiert, wurde 5' an die Region angeordnet,
die die Gesamtheit von ZAP70 codert (Aminosäuren 1-619). Die Nucleotidsequenz, die die
ZAP70-codierende Region codiert, wurde erzeugt durch PCR unter Verwendung
von cDNA-Bibliotheken,
die aus Jurkat-immortalisierten T-Zellen isoliert waren. Die Histidinreste
ermöglichten
die Affinitätsreinigung
des Proteins (siehe unten). Die LVPR9S-Brücke bildet
eine Erkennungssequenz zur proteolytischen Spaltung durch Thrombin,
was die Entfernung des Affinitätsmarkers
aus dem Enzym ermöglicht.
SF-9-Insektenzellen wurden bei einer Mehrfachheit der Infektion
von 0,5 infiziert und 48 Stunden nach Infektion geerntet.
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Extraktion und Reinigung
von ZAP70
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SF-9-Zellen wurden in einem Puffer
lysiert; der aus 20 mM Tris, pH 8,0, 137 mM NaCl, 10% Glycerol, 1%
Triton X-100, 1 mM PMSF, 1 μg/ml
Leupeptin, 10 μg/ml
Aprotinin und 1 mM Natriumorthovanadat bestand. Das lösliche Lysat
wurde auf eine chelatbildende Sepharose-HiTrap-Säule (Pharmacia) aufgebracht,
die in 50 mM HEPES, pH 7,5, 0,3 M NaCl ins Gleichgewicht gebracht
war. Fusionsprotein wurde mit 250 mM Imidazol eluiert. Das Enzym
wurde in Puffer gelagert, der 50 mM HEPES, pH 7,5, 50 mM NaCl und
5 mM DTT enthielt.
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Lck-Quelle
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Lck oder abgestumpfte Formen von
Lck können
kommerziell erhalten werden (z.B. von Upstate Biotechnology Inc.
(Saranac Lake, N.Y.) und Santa Cruz Biotechnology Inc. (Santa Cruz,
CA)) oder aus bekannten natürlichen
oder rekombinanten Quellen unter Verwendung herkömmlicher Verfahren gereinigt
werden.
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Cdc2-Quelle
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Das humane rekombinante Enzym und
Assaypuffer können
kommerziell erhalten werden (New England Biolabs, Beverly, MA. USA)
oder aus bekannten natürlichen
oder rekombinanten Quellen unter Verwendung herkömmlicher Verfahren gereinigt
werden.
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Cdc2-Assay
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Das verwendete Protokoll war das,
das mit den gekauften Reagenzien bereitgestellt wurde, mit geringen
Modifikationen. Kurz gesagt, die Reaktion wurde in einem Puffer
ausgeführt,
der aus 50 mM Tris pH 7,5, 100 mM NaCl, 1 mM EGTA, 2 mM DTT, 0,01
Brij, 5% DMSO und 10 mM MgCl2 bestand (handelsüblicher
Puffer), angereichert mit frischem 300 μM ATP (31 μCi/ml) und 30 μg/ml Histon-Typ-IIIss-Endkonzentration.
Ein Reaktionsvolumen von 80 μl,
das Einheiten von Enzym enthielt, wurde 20 Minuten lang bei 25 Grad
Celsius in der Anwesenheit oder Abwesenheit von Hemmer ausgeführt. Die
Reaktion wurde durch die Zugabe von 120 μl 10%iger Essigsäure beendet.
Das Substrat wurde von nicht eingelagertem Marker getrennt, indem
die Mischung auf Phosphocellulosepapier getüpfelt wurde, gefolgt von 3
Waschungen von jeweils 5 Minuten mit 75 mM Phosphorsäure. Zählungen
wurden durch einen Betazähler
in der Anwesenheit von Flüssigszintillationsmittel
gemessen.
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Bestimmte Verbindungen dieser Erfindung
hemmen cdc2 bei Konzentration unter 50 μM signifikant.
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PKC-Kinasequelle
-
Die katalytische Untereinheit von
PKC kann kommerziell erhalten werden (Calbiochem).
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PKC-Kinaseassay
-
Ein radioaktiver Kinaseassay wurde
eingesetzt unter Befolgung eines veröffentlichten Verfahrens (Yasuda,
I., Kirshimoto, A., Tanaka, S., Tominaga, M., Sakurai, A., Nishizuka,
Y. Biochemical and Biophysical Research Communication 3: 166, 1220–1227 (1990)).
Kurz gesagt, alle Reaktionen wurden in einem Kinase-Puffer ausgeführt, der
aus 50 mM Tris-HCl, pH 7,5, 10 mM MgCl2,
2 mM DTT, 1 mM EGTA, 100 μM
ATP, 8 μM Peptid,
5% DMSO und 33P. ATP (8 Ci/mM) bestand.
Verbindung und Enzym wurden in dem Reaktionskessel gemischt und
die Reaktion wurde durch Zugabe der ATP- und Substratmischung initiiert.
Im Anschluss an die Beendigung der Reaktion durch die Zugabe von
10 μl Stopppuffer
(5 mM ATP in 75 mM Phosphorsäure)
wurde ein Teil der Mischung auf Phosphocellulosefilter aufgetüpfelt. Die
aufgetüpfelten
Proben wurden 3 mal in 75 mM Phosphorsäure bei Raumtemperatur 5 bis
15 Minuten lang gewaschen. Einlagerung von radioaktivem Marker wurde
durch Flüssigszintillationszählung quantitativ
bestimmt.
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Erk2-Enzymquelle
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Das rekombinante Mäuseenzym
und Assaypuffer können
kommerziell erhalten werden (New England Biolabs, Beverly MA. USA)
oder aus bekannten natürlichen
oder rekombinanten Quellen unter Verwendung herkömmlicher Verfahren gereinigt
werden.
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Erk2-Enzymassay
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Kurz gesagt, die Reaktion wurde in
einem Puffer ausgeführt, der
aus 50 mM Tris pH 7,5, 1 mM EGTA, 2 mM DTT, 0,01% Brij, 5% DMSO
und 10 mM MgCl2 bestand (handelsüblicher
Puffer), angereichert mit frischem 100 μM ATP (31 μCi/ml) und 30 μM Myelinbasisprotein
unter Bedingungen, die von den Lieferanten empfohlen wurden. Reaktionsvolumina
und Verfahren zur Untersuchung der eingelagerten Radioaktivität waren
wie für
den PKC-Assay beschrieben (siehe oben).
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Heterogener Enzymimmunoassay
(ELISA) für
PTKs
-
Heterogene Enzymimmunoassays (ELISA)
wurden verwendet, um die Anwesenheit von Tyrosinkinaseaktivität zu detektieren
und zu messen. Der ELISA wurde ausgeführt gemäß bekannter Protokolle, welche beschrieben
sind zum Beispiel in Voller, et al., 1980, "Enzyme-Linked Immunosorbent Assay", in: Manual of Clinical
Immunology, 2. Ausgabe, herausgegeben von Rose und Friedman, Seite
359–371
Am. Soc. of Microbiology, Washington, DC.
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Das offenbarte Protokoll wurde zur
Bestimmung der Aktivität
bezüglich
einer spezifischen PTK angepasst. Zum Beispiel werden bevorzugte
Protokolle zum Ausführen
der ELISA-Experimente unten bereitgestellt. Anpassung dieser Protokolle
zur Bestimmung der Aktivität
einer Verbindung für
andere Mitglieder der Rezeptor-PTK-Familie
sowie für
Nicht-Rezeptor-Tyrosinkinasen liegen gut innerhalb der Fähigkeiten
eines Fachmanns. Zum Zwecke der Bestimmung der Hemmselektivität wurde
ein universelles PTK-Substrat
(z.B. zufälliges
Copolymer von poly(Glu4 Tyr), 20.000–50.000
Molekulargewicht) eingesetzt zusammen mit ATP (typischerweise 5 μM) bei Konzentrationen
von ungefähr
zweimal dem scheinbaren Km in dem Assay.
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Das folgende Verfahren wurde verwendet,
um die Hemmwirkung von Verbindungen dieser Erfindung auf KDR, Flt-1,
Tie-2, EGFR und ZAP70-Tyrosinkinaseaktivität zu untersuchen:
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Puffer und Lösungen
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PGT: Poly (Glu,Tyr) 4 : 1
Pulver
bei –20°C lagern.
Pulver in Phosphat-gepufferter Salzlösung (PBS) auf 50 mg/ml Lösung lösen. 1-ml-Aliquote
bei –20°C lagern.
Bei Herstellung von Platten auf 250 μg/ml in Gibco-PBS verdünnen.
Reaktionspuffer:
100 mM HEPES, 20 mM MgCl2, 4 mM MnCl2, 5 mM DTT, 0,02 BSA, 200 μM NaVO4, pH 7,10
ATP: Aliquote von 100 mM
bei –20°C lagern.
Auf 20 μM
in Wasser verdünnen.
Waschpuffer:
PBS mit 0,1% Tween 20
Antikörperverdünnungspuffer:
0,1% Rinderserumalbumin (BSA) in PBS
TMB-Substrat: TMB-Substrat
und Peroxidlösungen
9 : 1 mischen kurz vor Verwendung oder K-Blue-Substrat von Neogen
verwenden
Stopplösung:
1 M Phosphorsäure
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Verfahren
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1. Plattenherstellung
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PGT-Vorrat (50 mg/ml, gefroren) in
PBS auf 250 μg/ml
verdünnen.
125 μl pro
Vertiefung von modifizierten Corning-Flachboden-Hochaffinitäts-ELISA-Platten (Corning Nr.
25805-96) hinzugegeben. 125 μl
PBS zu leeren Vertiefungen hinzugegeben. Mit Dichtungsband abdecken
und über
Nacht bei 37°C
inkubieren. 1 × mit
250 μl Waschpuffer
waschen und etwa 2 Stunden lang in 37°C-Trockeninkubator trocknen. Überzogene Platten
in dichtem Beutel bei 4°C
bis zur Verwendung lagern.
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2. Tyrosinkinasereaktion
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Hemmlösungen bei einer 4 × Konzentration
in 20% DMSO in Wasser herstellen.
Reaktionspuffer herstellen.
Enzymlösung herstellen,
so dass gewünschte
Einheiten in 50 μl
sind, z.B. für
KDR auf 1 ng/μl
für insgesamt 50
ng pro Vertiefung in den Reaktionen herstellen. Auf Eis lagern.
4 × ATP-Lösung zu
20 μM aus
100-mM Vorrat in Wasser herstellen. Auf Eis lagern.
50 μl der Enzymlösung pro
Vertiefung hinzugeben (typischerweise 5–50 ng Enzym/Vertiefung abhängig von der
spezifischen Aktivität
der Kinase)
25 μl
4 × Hemmer
hinzugeben.
25 μl
4 × ATP
für Hemmassay
hinzugeben.
10 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren.
Reaktion
durch Zugabe von 50 μl
0,05 N HCl pro Vertiefung stoppen.
Platte waschen.
**Endkonzentrationen
für die
Reaktion: 5 μM
ATP, 5% DMSO
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3. Antikörperbindung
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1 mg/ml Aliquot von PY20-HPR(Pierce)-Antikörper (ein
Phosphotyrosinantikörper)
auf 50 ng/ml in 0,1% BSA in PBS durch eine 2-Schritt-Verdünnung verdünnen (100fach,
dann 200fach).
100 μl
Ab pro Vertiefung hinzugegeben. 1 Stunde bei Raumtemperatur inkubieren.
1 Stunde bei 4°C
inkubieren.
Platte 4 × waschen.
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4. Farbreaktion
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TMB-Substrat herstellen und 100 μl pro Vertiefung
hinzugeben.
OD bei 650 nm überwachen,
bis 0,6 erreicht ist.
Mit 1 M Phosphorsäure stoppen. Auf Plattenleser
schütteln.
OD
sofort bei 450 nm ablesen.
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Optimale Inkubationszeiten und Enzymreaktionsbedingungen
variieren leicht mit Enzympräparaten und
werden für
jede Charge empirisch bestimmt.
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Für
Lck war der verwendete Reaktionspuffer 100 mM MOPSO, pH 6,5, 4 mM
MnCl2, 20 mM MgCl2,
5 mM DTT, 0,2% BSA, 200 mM NaVO4 unter den
analogen Assaybedingungen.
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Verbindungen der Formel I können therapeutische
Nützlichkeit
haben bei der Behandlung von Krankheiten, die sowohl identifizierte,
einschließlich
solcher, die hierin nicht genannt sind, als auch bisher nicht identifizierte
Proteintyrosinkinasen einschließen,
welche durch Verbindungen der Formel I gehemmt werden. Alle Verbindungen,
die hier beispielhaft aufgeführt
sind, hemmen KDR-Kinase bei Konzentrationen von 50 mikromolar oder
darunter signifikant.
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Einige Verbindungen dieser Erfindung
hemmen außerdem
andere PTKs wie lck bei Konzentrationen von 50 mikromolar oder darunter
signifikant.
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In vitro-Modelle zur T-Zell-Aktivierung
-
Nach Aktivierung durch Mitogen oder
Antigen sind T-Zellen induziert, um IL-2 zu sekretieren, einen Wachstumsfaktor,
der deren nachfolgende Proliferationsphase unterstützt. Deshalb
kann man entweder die Produktion von IL-2 aus oder Zellproliferation
von primären
T-Zellen oder entsprechenden T-Zelllinien als einen Stellvertreter
für T-Zellaktivierung
messen. Beide dieser Assays sind gut in der Literatur beschrieben
und deren Parameter gut dokumentiert (in Current Protocols in Immunology,
Vol. 2, 7.10.1–7.11.2).
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Kurz gesagt, T-Zellen können aktiviert
werden durch Co-Kultur
mit allogenen Stimulatorzellen, ein Prozess, der als gemischte Einweg-Lymphozytreaktion
bezeichnet wird. Responder- und
Stimulator-Peripherblutmononuclearzellen werden durch Ficoll-Hypaque-Gradient
(Pharmacia) nach Anweisungen des Herstellers aktiviert. Stimulatorzellen
werden mitotisch inaktiviert durch Behandlung mit Mitomycin C (Sigma)
oder Gammastrahlung. Responder- und Stimulatorzellen werden zusammen
kultiviert bei einem Verhältnis
von zwei zu eins in der Anwesenheit oder Abwesenheit der Testverbindung.
Typischerweise 105 Responder werden mit
5 × 104
Stimulatoren gemischt und in einer U-Boden-Mikrotiterplatte (Costar
Scientific) plattiert (200 μl
Volumen). Die Zellen werden kultiviert in RPMI 1640, ergänzt entweder
mit hitzedesaktivierten fötalem
Rinderserum (Hyclone Laboratories) oder gepooltem humanen AB-Serum
von männlichen
Spendern, 5 × 10-5 M 2-Mercaptoethanol und 0,5% DMSO. Die
Kulturen werden mit 0,5 μCi
von 3H Thymidin (Amersham) einen Tag vor der
Ernte (typischerweise Tag drei) gepulst. Die Kulturen werden geerntet
(Betaplatten-Erntegerät,
Wallac) und durch Isoptopenaufnahme durch Flüssigszintillation (Betaplate,
Wallac) bewertet.
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Das gleiche Kultursystem kann verwendet
werden, um T-Zellaktivierung
durch Messung der IL-2-Produktion zu bewerten.
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Achtzehn bis vierundzwanzig Stunden
nach Kulturinitiierung werden die Überstände entfernt und die IL-2-Konzentration
wird durch ELISA (R- und D-Systeme) unter Befolgung der Anweisungen
des Herstellers gemessen.
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In vivo-Modelle zur T-Zell-Aktivierung
-
Die in-vivo-Wirksamkeit von Verbindungen
kann in Tiermodellen getestet werden, die bekannt sind dafür, dass
sie die T-Zell-Aktivierung direkt messen oder für welche sich T-Zellen als die Effektoren
erwiesen haben. T-Zellen können
in vivo aktiviert werden durch Ligation des konstanten Abschnitts
des T-Zeltrezeptors mit einem monoklonalen anti-CD3-Antikörper (Ab).
In diesem Modell wird BALB/c-Mäusen
10 μg anti-CD3-Ab
intraperitoneal zwei Stunden vor dem Ausbluten verabreicht. Tiere,
die ein Testarzneimittel erhalten, werden vorbehandelt mit einer
Einzeldosis der Verbindung eine Stunde vor der anti-CD3-Ab-Verabreichung.
Serumspiegel der Proentzündungszytokine
Interferon-g (IFN-g) und Tumornekrosefaktor-a (TNF-a), Indikatoren
der T-Zellaktivierung, werden durch ELISA gemessen. Ein ähnliches
Modell verwendet in vivo-T-Zell-Priming mit einem spezifischen Antigen
wie ein Keyhole-Limpet-Hämocyanin
(KLH), gefolgt von einer zweiten in vitro-Reizung von Drainage-Lymphknotenzellen
mit dem gleichen Antigen. Wie zuvor wird Messung der Zytokinproduktion
verwendet, um den Aktivierungszustand der kultivierten Zellen zu
bewerten. Kurz gesagt, C57BL/6-Mäuse werden
subkutan immunisiert mit 100 μg
KLH, emulgiert in komplettem Freund Adjuvans (CFA) am Tag 0. Tiere werden
mit der Verbindung vorbehandelt einen Tag vor der Immunisierung
und danach an den Tagen eins, zwei und drei nach der Immunisierung
behandelt. Drainage-Lymphknoten werden geerntet an Tag 4 und deren Zellen
kultiviert bei 6 × 106
pro ml in Gewebekulturmedium (RPMI 1640 angereichert , mit hitzeinaktiviertem fötalen Rinderserum
(Hyclone Laboratories), 5 × 10-5 M 2-Mercaptoethanol und 0,5% DMSO) sowohl
für vierundzwanzig
als auch für
achtundvierzig Stunden. Kulturüberstände werden
dann auf den autokrinen T-Zellwachstumsfaktor
Interleukin-2 (IL-2) und/oder IFN-g-Spiegel durch ELISA bewertet.
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Leitverbindungen können ebenfalls
in Tiermodellen für
humane Krankheit getestet werden. Diese werden beispielhaft dargestellt
durch experimentelle Autoimmun-Enzephalomyelitis (EAE) und Kollagen-induzierte
Arthritis (CIA). EAE-Modelle, welche Aspekte von humaner multipler
Sklerose nachahmen, sind beschrieben worden sowohl für Mäuse als
auch für
Ratten (besprochen in FASEB J. 5: 2560–2566, 1991; Mäusemodell: Lab.
Invest. 4(3): 278, 1981; Nagetiermodell: J. Immunol. 146(4): 1163–8, 1991).
Kurz gesagt, Mäuse
oder Ratten werden mit einer Emulsion von Myelinbasisprotein (MBP),
oder neurogenen Peptidderivaten davon, und CFA immunisiert. Akute
Krankheit kann durch die Zugabe von bakteriellen Toxinen wie bordetella
Pertussis induziert werden. Rückfall/remittierende
Krankheit wird induziert durch adoptive Übertragung von T-Zellen aus MBP/Peptid-immunisierten
Tieren.
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CIA kann in DBR/1-Mäusen induziert
werden durch Immunisierung mit Typ-II-Kollagen (J. Immunol: 142(7):
2237–2243).
Mäuse werden
Zeichen von Arthritis schon innerhalb von zehn Tagen im Anschluss
an die Antigenreizung entwickeln und können bis zu neunzig Tage nach
Immunisierung gezählt
werden. Sowohl in dem EAE- als auch in dem CIA-Modell kann eine
Verbindung entweder prophylaktisch oder zum Zeitpunkt des Einsetzens
der Krankheit verabreicht werden. Wirksame Arzneimittel sollten
die Schwere und/oder Häufigkeit
verringern.
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Bestimmte Verbindungen dieser Erfindung,
welche eine oder mehrere angiogene Rezeptor-PTK und/oder eine Proteinkinase
wie Ick hemmen, die in die Vermittlung von Entzündungsreaktionen verwickelt sind,
können
die Schwere und Häufigkeit
von Arthritis in diesen Modellen verringern.
-
Verbindungen können auch in Mäusetransplantationsmodellen
getestet werden, entweder Haut (besprochen in Ann. Rev. Immunol.,
10: 333–58,
1992; Transplantation: 57(12): 1701–17D6, 1994) oder Herz (Am. J.
Anal.: 113–273,
1963). Kurz gesagt, Hauttransplantate in voller Dicke werden von
C57BL/6-Mäusen
auf BALB/c-Mäuse
transplantiert. Die Transplantationen werden täglich, beginnend an Tag sechs,
auf Beweis der Abstoßung untersucht.
In dem Mäuseneonatalherztransplantatmodell
werden neugeborene Herzen ektopisch von C57BL/6-Mäusen in
die Ohrmuscheln von erwachsenen CBA/J-Mäusen transplantiert. Herzen
fangen vier bis sieben Tage nach Transplantation zu schlagen an
und Abstoßung
kann visuell bewertet werden unter Verwendung eines Präpariermikroskops,
um nach dem Beenden des Herzschlags zu suchen.
-
Zelluläre Rezeptor-PTK-Assays
-
Der folgende zelluläre Assay
wurde verwendet, um den Spiegel der Aktivität und die Wirkung der unterschiedlichen
Verbindungen der vorliegenden Erfindung auf KDR/VEGFR2 zu bestimmen. Ähnliche
Rezeptor-PTK-Assays, die einen spezifischen Ligandenstimulus einsetzen,
können
nach den gleichen Grundsätzen für andere
Tyrosinkinasen gestaltet werden unter Verwendung von Verfahren,
die auf dem Gebiet gut bekannt sind.
-
VEGF-induzierte KDR-Phosphorylierung
in humanen Nabelvenenendothelzellen (HUVEC), wie gemessen durch
Western-Blots
- 1. HUVEC-Zellen (von gepoolten Spendern) wurden
von Clonetics (San Diego, CA) gekauft und gemäß den Anweisungen des Herstellers
kultiviert. Nur frühe
Passagen (3–8)
wurden für
diesen Assay verwendet. Zellen wurden in 100-mm-Schalen (Falcon
für Gewebekultur;
Becton Dickinson; Plymoth, England) kultiviert unter Verwendung
von kompletten EBM-Medium (Clonetics).
- 2. Zur Bewertung der Hemmaktivität einer Verbindung wurden Zellen
mit Trypsin behandelt und bei 0,5–1,0 × 105 Zellen/Vertiefung in
jede Vertiefung von 6-Vertiefung-Gruppenplatten
(Costar; Cambridge, MA) ausgesät.
- 3. 3–4
Tage nach Aussaat waren Platten 90–100% zusammengewachsen. Das
Medium wurde aus allen Vertiefungen entfernt, Zellen wurden mit
5–10 ml
PBS gespült
und 18–24
Stunden mit 5 ml EBM-Basismedium ohne Zusatz von Ergänzungen (d.h.
Serummangel) inkubiert.
- 4. Serielle Verdünnungen
von Inhibitoren wurden in 1 ml EBM-Medium (25 μM, 5 μM oder 1 μM Endkonzentration) zu Zellen
hinzugeben und eine Stunden lang bei 37°C inkubiert. Humanes rekombinantes VEGF165 (R- und D-Systeme) wurde dann zu allen
Vertiefungen in 2 ml EBM-Medium bei einer Endkonzentration von 50
ng/ml hinzugegeben und bei 37°C
10 Minuten lang inkubiert. Kontrollzellen, unbehandelt oder behandelt
mit VEGF allein, wurden verwendet, um die Hintergrundphosphorylierung
und Phosphorylierungsinduktion durch VEGF zu bewerten.
-
Alle Vertiefungen wurden dann mit
5–10 ml
kaltem PBS mit 1 mM Natriumorthovanadat (Sigma) gespült und Zellen
wurden lysiert und in 200 μl
RIPA-Puffer (50 mM Tris-HCl, pH 7, 150 mM NaCl, 1% NP-40, 0,25%
Natriumdesoxycholat, 1 mM EDTA), der Proteasehemmer (PMSF 1 mM,
Aprotinin 1 μg/ml,
Pepstatin 1 μg/ml,
Leupeptin 1 μg/ml,
Natriumvanadat, Natriumfluorid 1 mM) enthielt, und 1 μg/ml Dnase
gerieben (alle Chemikalien von Sigma Chemical Company, St. Louis,
MO). Das Lysat wurde bei 14.000 Upm 30 Minuten lang geschleudert,
um Kerne zu eliminieren.
-
Gleiche Mengen von Proteinen wurden
dann durch Zugabe von kaltem (–20°C) Ethanol
(2 Volumen) mindestens 1 Stunden lang oder maximal über Nacht
ausgefällt.
Pellets wurden verdünnt
in Laemli-Probenpuffer, der 5% b-Mercaptoethanol enthielt, (BioRad;
Hercules, CA) und 5 Minuten lang gekocht. Die Proteine wurden durch
Polyacrylamidgelelektrophorese (6%, 1,5 mm Novex, San Diego, CA)
wieder gelöst
und auf eine Nitrocellulosemembran unter Verwendung des Novex-Systems überführt. Nach
Blockieren mit Rinderserumalbumin (3%) wurden die Proteine über Nacht
mit polyklonalem anti-KDR-Antikörper
(C20, Santa Cruz Biotechnology; Santa Cruz, CA) oder mit monoklonalem
anti-Phosphotyrosin-Antikörper (4G10,
Upstate Biotechnology, Lake Placid, NY) bei 4°C erforscht. Nach Waschen und
Inkubieren 1 Stunde lang mit HRP-konjugiertem F(ab)2 von
Ziegen-anti-Kaninchen-IgG oder Ziegen-anti-Maus-IgG wurden die Banden
visualisiert unter Verwendung des Emissionschemilumineszenz(ECL)-Systems
(Amersham Life Sciences, Arlington Height, IL).
-
Bestimmte Beispiele der vorliegenden
Erfindung hemmen die zelluläre
VEGF-induzierte KDR-Tyrosinkinasephosphorylierung bei Konzentrationen
von weniger als 50 μM
signifikant.
-
In vivo-Uterusödem-Modell
-
Dieser Assay misst die Kapazität von Verbindungen,
die akute Zunahme des Uterusgewichts bei Mäusen zu hemmen, welche in den
ersten paar Stunden nach einer Östrogenstimulation
eintritt. Für
dieses frühe Einsetzen
der Uterusgewichtzunahme ist bekannt, dass sie wegen dem Ödem erfolgt,
das durch die erhöhte Permeabilität der Uterusblutgefäßverteilung
verursacht wird. Cullinan-Bove und Koss (Endocrinology (1993), 133:
829–837)
zeigten eine enge zeitliche Beziehung des Östrogen-stimulierten Uterusödems mit
der erhöhten Expression
von VEGF mRNA in dem Uterus. Diese Ergebnisse sind bestätigt worden
durch – die
Verwendung von neutralisierendem monoklonalem Antikörper zu
VEGF, was die akute Zunahme des Uterusgewichts im Anschluss an eine Östrogenstimulation
signifikant verringert (WO 97/42187). Folglich kann dieses System
als ein Modell zur in vivo-Hemmung der VEGF-Signalisierung und der
damit verbundenen Hyperpermeabilität und dem verbundenen Ödem dienen.
-
Materialien: Alle Hormone wurden
von Sigma (St. Louis, MO) oder Cal Biochem (La Jolla, CA) als lyophilisierte
Pulver gekauft und gemäß Anweisungen
des Lieferanten präpariert.
-
Trägersubstanzkomponenten (DMSO,
Cremaphor EL) wurden von Sigma (St. Louis, MO) gekauft.
-
Mäuse
(Balb/c, 8–12
Wochen alt) wurden von Taconic (Germantown, NY) gekauft und in einer
Krankheitserreger-freien Tiereinrichtung gemäß Animal Care and Use-Komitee-Richtlinien
für Institute
untergebracht.
-
Verfahren
-
- 1. Tag: Balb/c-Mäusen wurden eine intraperitoneale
(i.p.) Injektion von 12,5 Einheiten des Serums Gonadotropin einer
schwangeren Stute (PMSG) verabreicht.
- 3. Tag: Mäuse
erhielten 15 Einheiten von humanem Choriongonadotropin (hCG) i.p.
- 4. Tag: Mäuse
wurden zufällig
in Gruppen von 5–10
eingeteilt. Testverbindungen wurden i.p., i.v. oder p.o. verabreicht,
wobei die Wege abhängig
waren von Löslichkeit
und Trägersubstanz,
in Dosisbereichen von 1–100
mg/kg. Die Trägersubstanzkontrollgruppe
erhielt nur Trägersubstanz
und zwei Gruppen blieben unbehandelt.
-
Dreißig Minuten später erhielten
die experiementellen Gruppen, die Trägersubstanzgruppe und 1 der unbehandelten
Gruppen eine i.p.-Injektion von 17 b-Estradiol (500 μg/kg). Nach
2–3 Stunden
wurden die Tiere durch CO2-Inhalation getötet. Nach
einem Mittellinien-Einschnitt wurde jeder Uterus isoliert und durch
Abschneiden genau unter der Zervix und an den Verbindungen des Uterus
und der Eileiter entfernt. Fett- und Bindegewebe wurden vorsichtig
entfernt, damit die Integrität
des Uterus vor dem Wiegen nicht gestört wurde. Mittelgewichte von
behandelten Gruppen wurden verglichen mit unbehandelten oder Trägersubstanz-behandelten Gruppen.
Signifikanz wurde bestimmt durch Student-Test. Die nicht-stimulierte Kontrollgruppe
wurde verwendet, um die Östradiolreaktion
zu überwachen.
-
Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte
Verbindungen der vorliegenden Erfindung die Bildung von Ödem hemmen,
wenn sie systemisch auf verschiedenen Wegen verabreicht werden.
-
Für
bestimmte Verbindungen dieser Erfindung, welche Hemmer von angiogenen
Rezeptortyrosinkinasen sind, kann auch gezeigt werden, dass sie
wirksam sind in einem Matrigel-Implantatmodell der Neovaskularisation.
Das Matrigel-Neovaskularisationsmodell umfasst die Bildung von neuen
Blutgefäßen innerhalb
einer klaren "Murmel" von extrazellulärer Matrix,
die subkutan implantiert wurde, was durch die Anwesenheit von proangiogenem
Faktor angezeigt wird, der Tumorzellen produziert (siehe zum Beispiel:
Passaniti, A., et al., Lab. Investig. (1992), 67(4), 519–528; Anat.
Rec. (1997), 249(1), 63–73;
Int. J. Cancer (1995), 63(5), 694–701; Vasc. Biol. (1995), 15(11),
1857–6).
Das Modell läuft
vorzugsweise über
3–4 Tage
und Endpunkte umfassen makroskopische visuelle Bewertung/Bildbewertung
der Neovaskularisation, mikroskopische Mikrogefäßdichtebestimmungen und quantitative Hämoglobinbestimmung
(Drabkin-Verfahren) im Anschluss an die Entfernung des Implantats
gegenüber
Kontrollen von Tieren, die nicht mit Hemmern behandelt wurden. Das
Modell kann alternativ bFGF oder HGF als Stimulus einsetzen.
-
Bestimmte Verbindungen dieser Erfindung,
welche ein oder mehrere onkogene, protonkogene oder Proliferations-abhängige Proteinkinasen
oder angiogene Rezeptor-PTK hemmen, hemmen auch die Größe von primären Maus-,
Ratten- oder Human-Xenotransplantat-Tumoren
bei Mäusen,
oder hemmen die Metastase in Mäusemodellen.
-
ERLÄUTERUNGEN
DURCH BEISPIELE
-
I. Synthese
-
Die Verbindungen der Formel I können wie
unten beschrieben hergestellt werden. In dem Folgenden ist
-
Verbindungen der Formel I, in denen
A CONH darstellt, können
hergestellt werden, indem eine Verbindung der Formel TL1 CORt, worin Rt eine
Austrittsgruppe ist, zum Beispiel Halo oder Alkoxy, mit einem Amin der
Formel H2N-L2-R1 bei einer Temperatur im Bereich von 0–250°C umgesetzt
wird, wahlweise in der Anwesenheit eines Lösungsmittels.
-
Verbindungen der Formel I, in denen
L1A CH2NH darstellt,
können
hergestellt werden, indem eine Verbindung der Formel I, in der A
CONH darstellt, mit einem Reduktionsmittel, zum Beispiel Lithiumaluminiumhydrid
bei einer Temperatur im Bereich von 0–250°C umgesetzt wird, wahlweise
in der Anwesenheit eines Lösungsmittels.
-
Alternativ können Verbindungen der Formel
I, in denen L1A CH2NH
darstellt, hergestellt werden, indem eine Verbindung der Formel
TL1 CHO mit einem Amin der Formel HN2-L2-R1 in
der Anwesenheit eines Reduktionsmittels, zum Beispiel Natriumtriacetoxyborohydrid,
bei einer Temperatur im Bereich von 0–250°C umgesetzt wird, wahlweise
in der Anwesenheit eines Lösungsmittels.
-
Alternativ kann die Gruppe L
1-A-L
2-R
1 in
dem Phenylring vorhanden sein und das Ringsystem kann konstruiert
werden wie unten beschrieben, in dem
-
Es gibt zwei allgemeine Ansätze für die Synthese
der Ringsysteme von den Verbindungen der Formel I, die in US-Patent
3.843.665 und US-Patent 3.843.666 bekannt gemacht wurden.
-
In US-Patent 3.843.665 wird die Ringschließung des
Pyrazolrings bewirkt, indem Verbindungen der Formel II mit einem
aromatischen Sulfonylhydrazid der Formel III in einem inerten Lösungsmittel
und einer katalytischen Menge einer Säure erhitzt werden. Die Reaktion
wird für
einen Zeitraum von 5 bis 30 Stunden ausgeführt, vorzugsweise bei einer
Temperatur von 75°C
bis 100°C,
und ergibt Verbindungen der Formel I, in denen R
1 Wasserstoff
ist,
worin:
p 0, 1, 2 ist;
W ist ein Niederalkyl; und R, R
3, R
4, R
5, R
6 und
X sind wie zuvor definiert. Verbindungen der Formel II werden hergestellt,
indem eine geeignet funktionalisierte Verbindung der Formel IV mit
einem Aldehyd der Formel V in der Anwesenheit eines Säure- oder
Basenkatalysators behandelt wird (Braun, R. A.; Mosher, W. A. J.
Amer. Chem. Soc. 1958, 80, 2749).
-
-
Ein zweites Verfahren zur Herstellung
der Ringsysteme von den Verbindungen der Formel I ist bekannt gemacht
worden durch US-Patent
3.843.666, wo Verbindungen mit der allgemeinen Formel VI auf 75° bis 175°C mit einer
katalytischen Menge einer organischen Carbonsäure oder einer organischen
Sulfonsäure
in einem inerten Lösungsmittel
wie einem aromatischen Kohlenwasserstoff für einen Zeitraum von 6 bis
24 Stunden erhitzt werden,
worin R, R
3,
R
4, R
5, R
6 und X wie zuvor definiert sind.
-
Verbindungen der Formel VI werden
hergestellt, indem Verbindungen der allgemeinen Formel VII mit Hydrazin
in, einem inerten Lösungsmittel
behandelt werden. Die Reaktion wird bei 15°C bis 20°C für einen Zeitraum von bis zu
24 Stunden ausgeführt.
-
Alternativ können Verbindungen der Formel
I direkt hergestellt werden, indem eine Verbindung der Formel VII
mit Hydrazin umgesetzt wird, ohne Isolierung der Verbindung der
Formel VI, zum Beispiel durch Erhitzen einer Verbindung der Formel
VII mit Hydrazin in einem inerten Lösungsmittel, z.B. Methanol,
in der Anwesenheit eines Säurekatalysators,
z.B. Essigsäure,
bei einer Temperatur im Bereich von 60°C bis zum Siedepunkt – des eingesetzten
inerten Lösungsmittels.
-
Verbindungen der Formel I können außerdem hergestellt
werden, indem eine Verbindung der Formel XVI
worin:
R, R
3,
R
4, R
5, R
6 und X wie zuvor definiert sind, mit einem
Hydrazin in einem inerten Lösungsmittel,
z.B. Methanol, bei einer Temperatur im Bereich von 15°C bis zum
Siedepunkt des eingesetzten inerten Lösungsmittels umgesetzt wird.
-
Verbindungen, welche die allgemeine
Formel VII haben, werden hergestellt, indem eine Verbindung der
Formel VIII mit einem Aldehyd der Formel V unter basischen Bedingungen
umgesetzt wird. Die Reaktion wird in einem inerten Lösungsmittel
bei einer Temperatur zwischen 5°C
und 10°C
für einen
Zeitraum von 3 bis 6 Stunden ausgeführt,
worin:
Y eine herkömmliche
Austrittsgruppe ist, wie Chlor, Brom, Iod, Tosylat oder Mesylat,
und R
3, R
4, R
5, R
6 und X wie zuvor
definiert sind.
-
Verbindungen der Formel VII können außerdem hergestellt
werden, indem eine Verbindung der Formel II mit einem Epoxydierungsmittel,
zum Beispiel Wasserstoffperoxid, in einem inerten Lösungsmittel,
zum Beispiel Methanol, Dichlormethan, Wasser oder Mischungen davon,
bei einer Temperatur im Bereich von 0°C bis 100°C umgesetzt wird, wahlweise
in der Anwesenheit einer Base, zum Beispiel Natriumhydroxid.
-
Ringschließung von VI kann auch bewirkt
werden durch Behandlung mit einer Mineralsäure wie Salzsäure, Schwefelsäure oder
Phosphorsäure.
Die Reaktion wird in einem niederen Alkanol bei einer Temperatur zwischen
15°C und
20°C für einen
Zeitraum von 12 bis 48 Stunden ausgeführt. Das Produkt der Reaktion,
IX, kann dann zu I aromatisiert werden, indem es auf eine Temperatur
von 50°C
bis 150°C
mit einer organischen Carbonsäure
oder einer organischen Sulfonsäure
in einem geradkettigen Ether oder einem zyklischen Ether für den Zeitraum
von 8 bis 30 Stunden erhitzt wird.
-
Verbindung IX kann diacetyliert werden
durch Behandlung mit einem Säureanhydrid
der Formel (R
xCO)
2O
(Struktur X), in der R
x eine C
1_
4-Alkylgruppe ist, in einem inerten Lösungsmittel
wie einem aromatischen Kohlenwasserstoff bei einer Temperatur zwischen
35°C und
200°C für einen
Zeitraum von 5 bis 8 Stunden, um eine Verbindung der Formel XI zu
ergeben.
-
Verbindung XI kann dann aromatisiert
werden zu Verbindung XII durch Erhitzen auf eine Temperatur von
35°C bis
200°C mit
einer Mineralsäure
oder einer organischen Säure
in einem inerten Lösungsmittel
für einen
Zeitraum von 4 bis 8 Stunden. Zuletzt kann Verbindung XII umgewandelt
werden zu I durch Erhitzen auf eine Temperatur von 50°C bis 150°C in einem
inerten Lösungsmittel
wie Wasser oder einem niederen Alkohol in der Anwesenheit eines
Alkalimetalls oder eines Alkalimetallhydroxids für den Zeitraum von 8 bis 30
Stunden.
-
Verbindungen mit der allgemeinen
Formel II können
zyklisiert werden zu Verbindungen der Formel XIII durch Reaktion
mit Hydrazin in einem inerten Lösungsmittel,
zum Beispiel Methanol, bei einer Temperatur im Bereich von 35–150°C.
-
Verbindungen der Formel I können hergestellt
werden, indem eine Verbindung der Formel XIII mit einem Dehydrierungsmittel,
zum Beispiel Schwefel, Sauerstoff, Palladium, Mangandioxid oder
Bleidioxid, wahlweise in der Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels,
zum Beispiel einem Kohlenwasserstoff, bei einer Temperatur im Bereich
von 15 bis 250°C
umgesetzt wird.
-
Spezifische Beispiele für die obigen
Transformationen sind in US-Patent 3.843.665 und 3.843.666 zu finden.
-
Das brückenbildende Carbonyl kann
zu einer Methylengruppe umgewandelt werden über eine Wolf-Kishner-Reduktion
des entsprechenden Hydrazons (Mosher, W. A., Tawfik, E.-Z., Lipp,
D. W., J. Org. Chem. 1971, 36, 3890).
-
Zusätzliche Verfahren zur Funktionalisierung
des brückenbildenden
Carbonyls und spezielle Beispiele sind in der Japanischen Patentanmeldung
JP 60 130521 A2 ,
und B. Loev, US-Patent
3.004.983 (1960) zu finden.
-
Verbindungen der Formel I können hergestellt
werden, indem eine Verbindung der Formel XIV
mit einer starken Base, zum
Beispiel n-Buthyllithium, bei einer Temperatur im Bereich von –78° bis 25°C umgesetzt
wird, gefolgt von einer Reaktion mit einer Verbindung der Formel
R
2COG (Struktur XV) , in der R
2 wie zuvor
definiert ist und G eine C
1-
6-Alkoxygruppe darstellt.
-
Verbindungen der Formel IV, VIII,
XIV, XV und XVI sind kommerziell erhältlich oder können durch
Verfahren hergestellt werden, die dem Fachmann bekannt sind.
-
Verbindungen der Formel I, in denen
X SO oder SO2 darstellt, können hergestellt
werden, indem eine Verbindung der Formel I, in der X S darstellt,
durch Verfahren oxidiert wird, die dem Fachmann bekannt sind, zum
Beispiel unter Verwendung einer geeigneten Anzahl von Moläquivalenten
von 3-Chlorperbenzoesäure.
-
Verbindungen der Formel I, in denen
X eine Gruppe der Formel -C=NOR7 darstellt,
können
hergestellt werden, indem eine Verbindung der Formel I, in der X
Carbonyl darstellt, mit einer Verbindung der Formel H2NOR7 umgesetzt wird durch Verfahren, die dem
Fachmann bekannt sind.
-
Verbindungen der Formel I, in denen
R1 = 4-Pyridyl ist, können weiter an der 2-Position
des Pyridinrings funktionalisiert werden durch Verfahren, die dem
Fachmann bekannt sind, zum Beispiel über Pyridin-N-Oxid-vermittelte
Neuanordnung.
-
Bestimmte Substituenten in Verbindungen
der Formel I können
gegenseitig umgewandelt werden durch Verfahren, die dem Fachmann
bekannt sind. Zum Beispiel können
Alkoxysubstituenten mit einem geeigneten Etherspaltreagenz, zum
Beispiel Bromwasserstoffsäure,
Bortribromid oder Pyridinhydrochlorid, umgesetzt werden, um eine
Verbindung der Formel I mit einem Hydroxysubstituenten zu ergeben.
Alternativ können
Verbindungen der Formel I mit einem Alkoxysubstituenten hergestellt
werden, indem Verbindungen der Formel I, die einen Hydroxysubstituenten
aufweisen, alkyliert werden. Carbonsäureestersubstituenten können in
Carboxy- oder Aminsubstituenten umgewandelt werden, und Carbonsäuresubstituenten
können
in Carbonsäureester-
oder Amidsubstituenten umgewandelt werden. Nitrosubstituenten können zu
Aminen reduziert werden, und Amine können acyliert werden durch
Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind.
-
Es wird vom Fachmann erkannt werden,
dass bestimmte Substituenten mit einigen der beschriebenen Reagenzien
in den obigen Prozessen reagieren können. In solchen Fällen sollte
ein alternativer Prozess verwendet werden, oder der reaktive Substituent
sollte vor der Reaktion geschützt
und der Schutz nach der Reaktion aufgehoben werden.
-
Die Erfindung wird durch die folgenden
Beispiele veranschaulicht, welche nur beispielsweise gegeben werden.
Das Endprodukt von jedem dieser Beispiele wurde durch eine oder mehrere
der folgenden Verfahren charakterisiert:
Hochleistungsflüssigchromatographie,
Elementaranalyse, kernmagnetische Resonanzspektroskopie, Infrarotspektroskopie
und Hochauflösungsmassenspektroskopie.
Die folgenden Abkürzungen
werden verwendet:
IMS = denaturierter Spiritus
LCMS =
Flüssigchromatographie/Massenspektroskopie
-
Beispiel 1
-
- a) Eine Mischung von Indan-1-on (3,3 g), Methyl-4-formylbenzoat (5,0
g), Piperidin (0,6 ml) und Eisessig (0,5 ml) wurde auf einem Dampfbad
3 Stunden lang erhitzt. Die erhaltene feste Masse wurde in denaturiertem
Spiritus (200 ml) gekocht und dann heißt filtriert. Der erhaltene
feste Rückstand
wurde mit denaturiertem Spiritus gewaschen und getrocknet, um Methyl-4-(1-oxoindan-2-ylidenmethyl)benzoat
zu ergeben, Schmelzpunkt 194–198°C.
- b) Das Produkt von a) (1,5 g) wurde in Methanol (10 ml) und
Dichlormetan (15 ml) suspendiert und bei 0–5°C gerührt, während 2 M Natriumhydroxidlösung (2,7
ml) hinzugegeben wurde, gefolgt von 30%igem Wasserstoffperoxid (100
Vol. 1,1 ml). Die Mischung wurde bei 0–5°C 5 Minuten lang, dann bei Raumtemperatur
24 Stunden lang gerührt.
Dichlormethan (100 ml) wurde zu der Mischung hinzugegeben, welche dann
mit Salzlösung
(2 × 50
ml) gewaschen, getrocknet, filtriert und eingedampft wurde, um Methyl-4-(1-oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoat zu ergeben,
Schmelzpunkt 160–163°C. Die wässerige Phase
wurde mit 5 M Salzsäure
angesäuert
und mit Dichlormethan extrahiert, um 4-(1-Oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoesäure zu ergeben,
Schmelzpunkt 220°C
mit Zersetzung..
- c) 4-(1-Oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoesäure von
Abschnitt b) (780 mg), Methanol (50 ml), Hydrazinhydrat (0,18 ml)
und Eisessig (6 Tropfen) wurden unter Rückfluss 24 Stunden lang erhitzt.
Die Mischung wurde in Eis gekühlt
und filtriert, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzoesäure zu ergeben, Schmelzpunkt >320°C.
- d) Eine Mischung des Produkts von c) (5,3 g) und Dichlormethan
(250 ml) wurde bei Raumtemperatur gerührt, und dann wurde Oxalylchlorid
(5 ml) und trockenes N,N-Dimethylformamid (6 Tropfen) hinzugegeben. Die
Mischung wurde bei Raumtemperatur 10 Minuten lang gerührt und
dann am Rückflusskühler 90
Minuten lang erhitzt. Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt, um ein rohes Säurechlorid
zu ergeben, das direkt in dem nächsten
Experiment verwendet wurde.
- e) Das Säurechlorid
von d) (3,73 g) wurde bei Raumtemperatur in Dichlormethan (150 ml)
gerührt,
dann wurden Triethylamin (3 ml) und dann 4-Aminopyridin (0,9 g)
hinzugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 3 Stunden lang
gerührt.
Wasser (150 ml) und 5 M Natriumhydroxidlösung (50 ml) wurden hinzugegeben
und die Mischung wurde 90 Minuten lang bei Raumtemperatur gerührt. Die
Mischung wurde filtriert und der Rückstand wurde mit Dichlormethan
und Wasser gewaschen. Das Filtrat und die Waschungen wurden vereinigt,
getrennt und die Dichlormethanschicht wurde getrocknet und eingedampft,
um einen Feststoff zu ergeben, welcher mit dem ursprünglich aus
der Filtration erhaltenen Feststoff vereinigt und durch Flash-Säulenchromatographie auf Silicagel
unter Verwendung von Dichlormethan/Ethylalkohol (10 : 1) getrennt
wurde, um N-(4-Pyridyl)-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzamid
zu ergeben.
- f) Lithiumaluminiumhydrid (830 mg) wurde portionsweise zu einer
gerührten
Mischung von dem Produkt von e) (1,9 g) in trockenem Tetrahydrofuran
(50 ml) bei Raumtemperatur hinzugegeben. Die Mischung wurde unter
Rückfluss
1 Stunde lang gekocht. Die Mischung wurde auf 0–5°C gekühlt und zu Ethylacetat (70 ml)
hinzugegeben, und dann wurde Wasser (70 ml) hinzugegeben. Die Mischung
wurde 10 Minuten lang, gerührt
und filtriert, um einen Feststoff A zu ergeben. Die wässerige Schicht
wurde abgetrennt und mit weiterem Ethylacetat (100 ml) extrahiert.
Der Feststoff A wurde mit Ethanol gerührt und filtriert. Die Ethylacetatextrakte
und das Ethanolfiltrat wurden vereinigt und eingedampft. Der erhaltene
Rückstand
wurde durch Flash-Säulenchromatographie
gereinigt unter Verwendung von Dichlormethanol/Ethanol (10 : 1),
um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol)-N-(4-pyridyl)benzylamin
zu ergeben, Schmelzpunkt 270–274°C.
-
Beispiel 2
-
- a) Eine Mischung von Indan-1-on (20,0 g), 4-Nitrobenzaldehyd
(27,0 g), Eisessig (3,0 g) und Piperidin (3,06 g) wurde bei 95°C unter Stickstoff
3,5 Stunden lang erhitzt. Die Mischung wurde auf 20°C gekühlt und
filtriert, um einen Feststoff zu ergeben, welcher aus denaturiertem
Spiritus umkristallisiert wurde, um 2-(4-Nitrobenzyliden)indan-1-on
zu ergeben.
- b) Das Produkt von a) (28,0 g) wurde mit Dichlormethan (100
ml) und Methanol (100 ml) bei 20°C
gerührt, und
dann wurde 2 M Natriumhydroxidlösung
(50 ml) hinzugegeben, gefolgt von Wasserstoffperoxid (20 ml, 100
Volumen). Die Mischung wurde bei 20°C 24 Stunden lang gerührt. Weiteres
Wasserstoffperoxid (10,0 ml, 100 Volumen) wurde hinzugegeben und
die Mischung wurde weitere 24 Stunden gerührt. Weiteres Wasserstoffperoxid
(10 ml, 100 Volumen) wurde hinzugegeben und die Mischung wurde 64
Stunden lang gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit Eisessig neutralisiert und der Feststoff,
der sich bildete, wurde durch Filtration gesammelt und getrocknet,
um 3'-(4-Nitrophenyl)-1-oxospiro[indan-2,2'-oxiran] zu ergeben.
- c) Das Produkt von b) (10,0 g) wurde in Ethanol (180 ml) gelöst und Hydrazinhydrat
(1,78 g) wurde zu der erhaltenen Lösung hinzugegeben, gefolgt
von Eisessig (30 Tropfen). Die Mischung wurde unter Rückfluss 5
Stunden lang gekocht, und dann auf 20°C gekühlt und bei dieser Temperatur
18 Stunden lang stehen gelassen. Der Feststoff wurde durch Filtration
gesammelt und aus Aceton umkristallisiert, um 3-(4-Nitrophenyl)-1,4- dihydroindeno[1,2-c]pyrazol
zu ergeben, Schmelzpunkt 267–270°C.
- d) Das Produkt von c) (3, 0 g) wurde in denaturiertem Spiritus
(200 ml) suspendiert und 5% Palladium auf Holzkohle (250 mg) wurde
hinzugegeben, gefolgt von Ammoniumformiat (2,05 g). Die Mischung
wurde gerührt
und bei 70°C
3 Stunden lang erhitzt, und dann auf Raumtemperatur gekühlt und
dann filtriert. Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck eingeengt
und mit Dichlormethan zerrieben, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)anilin
zu ergeben, Schmelzpunkt 253–254°C.
- e) Das Produkt von d) (1,0 g) wurde in Dichlormethan (30 ml)
gelöst
und Triethylamin (0,62 ml) wurde hinzugegeben. Die Mischung wurde
auf 0°C
gekühlt
und Benzensulfonylchlorid (0,79 g) wurde unter Rühren hinzugegeben. Die Mischung
wurde auf 20°C
erwärmt
und bei dieser Temperatur 2 Stunden lang erhitzt. Weiteres Triethylamin
(0,62 ml) und Benzensulfonylchlorid (0,79 g) wurden hinzugegeben,
und die Mischung wurde bei Raumtemperatur 4 Stunden lang gerührt und
dann bei Raumtemperatur 16 Stunden stehen gelassen. Ether (80 ml)
wurde hinzugegeben, gefolgt von Wasser (40 ml). Der Feststoff, der
ausfiel, wurde durch Filtration gesammelt, mit Natriumbicarbonatlösung und
Ether gewaschen und dann unter Vakuum bei 60°C getrocknet. Das Material wurde
aus Aceton umkristallisiert, um einen Feststoff zu ergeben, der
durch Flash-Säulenchromatographie
auf Silicagel gereinigt wurde unter Verwendung von Dichlormethan,
um einen Feststoff zu ergeben, der als 4'-(1-Phenylsulfonyl(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-phenylsulfonylanilin
identifiziert wurde.
- f) Das Produkt von e) (0,56 g) wurde in Methanol (40 ml) suspendiert
und 2 M Natriumhydroxidlösung
(5,3 ml) wurde hinzugegeben. Eine klare Lösung wurde erhalten und diese
wurde bei 20°C
20 Minuten lang gerührt.
Die Mischung wurde in 2 M Salzsäure
(75 ml) geschüttet
und der erhaltene Feststoff wurde durch Filtration gesammelt, um
einen Feststoff zu ergeben, welcher mit gesättigtem Natriumbicarbonat (25
ml) und Ethylacetat (25 ml) 30 Minuten lang gerührt und dann filtriert wurde,
um N-[4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)phenyl]benzensulphonamid zu ergeben,
Schmelzpunkt 286–288°C.
-
Beispiel 3
-
Eine Mischung des Säurechlorids
von Beispiel 1 d) (100 mg), Dichlormethan (5 ml), 2-Methoxyethanol (26 μl) und Triethylamin
(84 μl)
wurde bei Raumtemperatur 20 Stunden lang gerührt. Die Mischung wurde mit Natriumbicarbonatlösung (5
ml gesättigt)
gerührt
und filtriert. Das Filtrat wurde eingedampft, um einen Feststoff zu
ergeben, der durch Flash-Säulenchromatographie
unter Verwendung von Dichlormethan/denaturiertem Spiritus (25 :
2) als die mobile Phase gereinigt wurde, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-methoxyethyl)benzamid
als einen farblosen Feststoff zu erhalten.
-
Beispiel 4
-
Eine Mischung des Säurechlorids
von Beispiel 1 d) (100 mg), Dichlormethan (5 ml), 4-Nitroanilin
(41 mg) und Triethylamin (64 μl)
wurde bei Raumtemperatur 20 Stunden lang gerührt. Die Mischung wurde mit
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
(5 ml) 10 Minuten lang gerührt
und dann filtriert. Der Feststoff wurde mit Dichlormethan, dann
mit Alkohol gewaschen und getrocknet, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(4-nitrophenyl)benzamid
als einen farblosen Feststoff zu ergeben.
-
Beispiel 5
-
- a) Das Anilin von Beispiel 2 d) (6 g) wurde
in Dichlormethan (200 ml) gelöst
und dann wurde Triethylamin (7,4 ml) hinzugegeben. Die Mischung
wurde auf 0°C
gekühlt,
und dann wurde Chloracetylchlorid (4,2 ml) unter Rühren hinzugegeben
und die Mischung wurde auf 20°C
erwärmt.
Die Mischung wurde filtriert und der erhaltene Feststoff wurde mit
Wasser und dann Ether gewaschen und getrocknet, um ein Zwischenprodukt
zu ergeben, welches an dem 1-Nitrogen des Pyrazols und an der NH2-Gruppe des Ausgangsanilins chloracetyliert
worden war.
- b) Das Produkt von a) (1,4 g), Imidazol (0,95 g) und Tetrahydrofuran
(40 ml) wurden unter Rückfluss
bei 90°C
unter Stickstoff 6 Stunden lang gekocht. Die Mischung wurde filtriert
und das Filtrat wurde eingedampft unter reduziertem Druck, um einen
Rückstand
zu ergeben, der zwischen Ethylacetat und 2 M Salzsäure verteilt
wurde. Der erhaltene Feststoff wurde durch Filtration gesammelt
und getrocknet, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)imidazol-1-ylacetaniliddihydrochlorid
zu ergeben, Schmelzpunkt 264–266°C.
-
Beispiel 6
-
Das Produkt von Beispiel 5 (0,27
g) wurde in Tetrahydrofuran (30 ml) unter Stickstoff unter Rühren suspendiert
und Lithiumaluminiumhydrid (87 mg) wurde hinzugegeben. Die Mischung
wurde bei 20°C
18 Stunden lang gerührt.
Die Mischung wurde mit einer gesättigten
Lösung
von Natriumsulfat (40 ml) gequencht und dann mit Ethylacetat (2
x 30 ml) extrahiert, um einen Feststoff zu ergeben, der in Ethanol
(3 ml) gelöst
wurde, zu dem konzentrierte Salzsäure (10 Tropfen) hinzugegeben
wurde. Das Ethanol wurde entfernt, um einen gelben Feststoff zu
ergeben, der mit Ether zerrieben wurde, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-[2-imidazol-1-yl)ethyl]anilindihydrochlorid
zu ergeben, Schmelzpunkt 205–209°C.
-
Beispiel 7
-
- a) Eine Mischung von 4-Cyanobenzensulfonylchlorid
(5,15 g) in Aceton (70 ml) wurde bei Raumtemperatur gerührt, und
dann wurde eine Lösung
von 2-Morpholinoethylamin (6,7 ml) in Aceton (15 ml) tropfenweise unter
Rühren
hinzugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden lang
gerührt,
und dann wurde das Aceton durch Verdampfung entfernt und der Rückstand
wurde durch ein Silicagelkissen eluiert unter Verwendung von Ethylacetat,
um 4-Cyano-N-2-morpholinoethylbenzensulphonamid
zu ergeben.
- b) Das Produkt von a) (0,65 g) und trockenes Toluol (30 ml)
wurden bei 0–5°C gerührt und
Diisobutylaluminiumhydrid (4,4 ml einer 1,0-M-Lösung in Cyclohexan) wurde bei
0–5°C hinzugegeben.
Nach der Zugabe wurde die Lösung
30 Minuten lang auf Raumtemperatur erwärmt, und dann unter Rückfluss über 30 Minuten
bis zum Kochen erhitzt und 3 Stunden lang gekocht. Die Mischung
wurde gekühlt
und zu 5 M Salzsäure (10
ml) bei 10–15°C hinzugegeben.
Die Mischung wurde dann auf 90°C
10 Minuten lang erwärmt
und dann gekühlt,
und die Toluolschicht wurde abgetrennt. Die wässerige Schicht wurde mit Ethylacetat
gewaschen und dann auf pH 7–8
neutralisiert unter Verwendung von 5 M Natriumhydroxidlösung. Diese
Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert, getrocknet, filtriert
und eingedampft, um einen Gummi zu ergeben, welcher unter Vakuum
bei 40°C
getrocknet wurde, um einen Feststoff zu ergeben, der als 4-Formyl-N-(2-morpholinoethyl)benzensulphonamid
identifiziert wurde, Schmelzpunkt 114–116°C.
- c) Das Produkt von b) (200 mg), 2-Bromindanon (142 mg) und trockenes
Methanol (3 ml) wurden bei 0°C gerührt, und
zu dieser Mischung wurde eine Lösung
von Natriummethoxid (44 mg) in Methanol (0,5 ml) hinzugegeben. Die
Mischung wurde bei 0°C
2 Stunden lang gerührt,
um einen Feststoff zu ergeben, der durch Filtration gesammelt, mit
Methanol gewaschen und unter Vakuum getrocknet wurde, um das Epoxid
zu ergeben.
- d) Das Produkt von c) (3,7 g), Hydrazinhydrat (1 ml), Eisessig
(10 Tropfen) und Ethanol (100 ml) wurden unter Rückfluss 26 Stunden lang gekocht
und das Ethanol über
Molekularsieben in einem Soxhlet-Extraktionsapparat getrocknet.
Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt und der Rückstand wurde durch Flash-Säulenchromatographie
gereinigt, um 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethyl)benzensulphonamid
zu ergeben, Schmelzpunkt 218–220°C.
-
Beispiel 8
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 7 hergestellt, außer dass 2-Methoxyethylamin
anstelle von 2-Morpholinoethylamin verwendet wurde, und das erhaltene
Produkt war 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-methoxyethyl)benzensulphonamid.
-
Beispiel 9
-
- a) Eine Mischung von Indan-1-on (3,3 g), Methyl-4-formylbenzoat (5,0
g), Piperidin (0,6 ml) und Eisessig (0,5 ml) wurde auf einem Dampfbad
3 Stunden lang erhitzt. Die erhaltene feste Masse wurde in denaturiertem
Spiritus (200 ml) aufgekocht und dann heiß filtriert. Der erhaltene
feste Rückstand
wurde mit denaturiertem Spiritus gewaschen und getrocknet, um Methyl-4-(1-oxoindan-2-ylidenmethyl)benzoat
zu ergeben, Schmelzpunkt 194–198°C.
- b) Das Produkt von a) (1,5 g) wurde in Methanol (10 ml) und
Dichlormethan (15 ml) suspendiert und bei 0–5°C gerührt, während 2 M Natriumhydroxidlösung (2,7
ml) hinzugegeben wurde, gefolgt von 30%igem Wasserstoffperoxid (100
Vol. 1,1 ml). Die Mischung wurde bei 0–5°C 5 Minuten lang, dann bei Raumtemperatur
24 Stunden lang gerührt.
Dichlormethan (100 ml) wurde zu der Mischung hinzugegeben, welche dann
mit Salzlösung
(2 × 50
ml) gewaschen, getrocknet, filtriert und eingedampft wurde, um Methyl-4-(1-oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoat zu ergeben,
Schmelzpunkt 160–163°C. Die wässerige Phase
wurde mit 5 M Salzsäure
angesäuert
und mit Dichlormethan extrahiert, um 4-(1-Oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoesäure zu ergeben,
Schmelzpunkt 220°C
mit Zersetzung.
- c) Eine Mischung von Methyl-4-(1-Oxospiro[indan-2,2'-oxiran]-3'-yl)benzoat (750 mg), Methanol (30 ml) und
Hydrazinhydrat (0,16 ml) wurde bei Raumtemperatur gerührt, während Eisessig
(6 Tropfen) hinzugegeben wurde. Die Mischung wurde unter Rückfluss
24 Stunden lang erhitzt und dann bei Raumtemperatur 24 Stunden stehen
gelassen, dann auf 0°C
gekühlt
und filtriert, um Methyl-4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzoat
zu ergeben, Schmelzpunkt 224–226°C.
- d) Der Ester von c) (2,20 g) und N,N-Diethylethylendiamin (7
ml) wurden unter Rückfluss
4,5 Stunden lang gekocht. Die Mischung wurde auf Raumtemperatur
gekühlt
und dann wurde Petroleumether, Siedepunkt 40–60°C (50 ml) hinzugegeben. Die
Mischung wurde filtriert, um das Amid zu ergeben.
- e) Das Amid (2,75 g) wurde in Tetrahydrofuran (80 ml) suspendiert
und bei Raumtemperatur unter Stickstoff gerührt, wenn Lithiumaluminiumhydrid
(1,14 g) hinzugegeben wurde. Die Mischung wurde 3,5 Stunden lang
gerührt,
und dann wurden weiteres Lithiumaluminiumhydrid (1,14 g) und Tetrahydrofuran
(40 ml) hinzugegeben. Eine dritte Portion Lithiumaluminiumhydrid
wurde nach 22,5 Stunden hinzugegeben, und diese Mischung wurde dann
24 Stunden lang gerührt.
Die Mischung wurde unter Rückfluss
2,5 Stunden lang gekocht, dann über
Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen. Die Mischung wurde unter
Stickstoff mit Kühlen
in einem Eisbad gerührt,
während
Ethylacetat (100 ml) hinzugegeben wurde, gefolgt von Wasser (100
ml). Die organische Schicht wurde abgetrennt, gewaschen, getrocknet
und eingedampft, um ein Öl
zu ergeben, welches durch Flash-Säulenchromatographie auf Silicagel
gereinigt wurde unter Verwendung von Ethylacetat/Ethanol/Triethylamin
(7 : 2 : 1). Geeignete Fraktionen wurden vereinigt und eingedampft,
um einen Gummi (0,85 g) zu ergeben, der in Ethanol (5 ml) unter
Erwärmen
gelöst
wurde, und zu der Lösung wurde
konzentrierte Salzsäure
(0,6 ml) hinzugegeben. Die Mischung wurde dann unter reduziertem
Druck eingedampft, und der übriggebliebene
gummiartige Feststoff wurde mit Ethanol (10 ml) gekocht, dann in Eis
gekühlt
und filtriert, um N-[2-(N,N-Diethylamino)ethyl]-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzylamintrihydrochlorid
zu ergeben, Schmelzpunkt 225°C.
-
Beispiel 10
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 7 hergestellt, außer dass N,N-Diethylaminoethylamin
anstelle von 2-Morpholinoethylamin verwendet wurde. Das erhaltene
Produkt war N-[2-(N,N-Diethylamino)ethyl]-4-(1,4- dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzensulphonamiddihydrochlorid, Schmelzpunkt
192–196°C.
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Beispiel 11
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 9 hergestellt, außer dass 2-Morpholinoethylamin
anstelle von N,N-Diethylaminoethylamin verwendet wurde. Das erhaltene
Produkt war 4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethylbenzylamindihydrochlorid,
Schmelzpunkt 266–269°C (mit Zersetzung).
-
Beispiel 12
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 1 hergestellt, außer dass 4-Ethoxyanilin anstelle
von 2-Methoxyethylamin verwendet wurde. Das erhaltene Produkt war
N-(4-Ethoxyphenyl)-4-(1,4-dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)benzylamin, Schmelzpunkt
180°C (mit
Zersetzung).
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Beispiel 13
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 9 d) hergestellt, außer dass (S-(+)-2-(Aminomethyl)pyrrolidin
anstelle von N,N-Diethylethylenamin verwendet wurde. Das erhaltene
Produkt war (S)-4-(1,4-Dihydroindeno[1,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(pyrrolidin-2-ylmethyl)benzamiddihydrochlorid, Schmelzpunkt
222–226°C.
-
Beispiel 14
-
- a) Methylthiosalicylat (9,89 ml) wurde zu einer
Lösung
von Natriummethoxid (11,6 g) in Ethanol (100 ml) unter Rühren hinzugegeben.
Nach 15 Minuten wurde eine Lösung
von 4'-Bromphenacylbromid
(20,0 g) in Ethanol (100 ml) hinzugegeben und die Mischung wurde
gerührt
und unter Rückfluss
18 Stunden gekocht. Die Mischung wurde gekühlt und mit l0%iger Salzsäure (150
ml) angesäuert.
Der Feststoff wurde gesammelt und direkt in dem nächsten Experiment
verwendet.
- b) Das Produkt von a) (18,0 g) wurde gerührt und in Ethanol (150 ml)
in einem Kolben unter Rückfluss
gekocht, der mit einer Soxhlet-Extraktionshülse ausgestattet war, die 4-A-Molekularsiebe enthielt.
1 Tropfen Eisessig wurde hinzugegeben, gefolgt von Hydrazinhydrat
(3,9 ml), und die Mischung wurde gekocht und unter Rückfluss
64 Stunden lang gerührt.
Die Mischung wurde gekühlt
und der Niederschlag wurde gesammelt und direkt in dem nächsten Experiment
verwendet.
- c) Das Produkt von b) (4,0 g) wurde in Tetrahydrofuran (200
ml) gelöst
und tropfenweise unter Rühren
bei 0°C
unter Stickstoff zu einer gerührten
Suspension von Kaliumhydrid (1,53 g) in Tetrahydrofuran (100 ml) hinzugegeben.
Nach der Zugabe wurde die Mischung 15 Minuten lang gerührt und
dann auf –78°C gekühlt. Tert-Butyllithium
(17,0 ml einer 1,5-M-Lösung
in Pentan) wurde tropfenweise hinzugegeben, und nach Rühren 45
Minuten lang bei dieser Temperatur wurde Dimethylformamid (4,7 ml)
hinzugegeben. Die Temperatur wurde bei –78°C 1 Stunde lang gehalten, und
dann wurde das Reaktionsgemisch langsam auf Raumtemperatur erwärmen gelassen.
Die Mischung wurde durch die vorsichtige Zugabe von 1 M Salzsäure (200 ml)
gequencht. Die organische Schicht wurde getrennt, mit Wasser, gesättigtem
Bicarbonat, Salzlösung
gewaschen und dann getrocknet, filtriert und eingedampft, um einen
wachsartigen roten Feststoff zu ergeben, der durch Flash-Säulenchromatographie
auf Silicagel unter Verwendung von 20% Ethylacetat in Petroleumether,
Siedepunkt 260–280°C, als mobile
Phase gereinigt wurde, um 3-(4-Formylphenyl)-1H-[1]benzothien[3,2-c]pyrazol
zu ergeben, Schmelzpunkt 261–263°C.
- d) Eine Lösung
des Produktes von c) (100 mg), 3-(1-Imidazolyl)propylamin (58 mg) in 1,2-Dichlorethan,
das Eisessig (0,03 ml) enthielt, wurde bei Raumtemperatur 1 Stunden
lang gerührt.
Natriumtriacetoxyborohydrid (84 mg) wurde hinzugegeben und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur 16 Stunden lang gerührt. Zusätzliches Natriumtriacetoxyborohydrid
(90 mg) wurde hinzugegeben und die Mischung wurde bei Raumtemperatur
24 Stunden lang gerührt.
Die Mischung wurde in eine gerührte
Lösung
von gesättigtem wässerigen
Natriumbicarbonat (ungefähr
20 ml) geschüttet.
Die organische Schicht wurde getrennt und die wässerige Schicht wurde mit Dichlormethan
extrahiert. Die vereinigte organische Schicht und die Extrakte wurden
mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter reduziertem Druck eingedampft,
um einen Feststoff zu ergeben, der in Ethanol (15 ml) gelöst wurde,
und 2 Tropfen konzentrierte Salzsäure wurden hinzugegeben. Die
Lösung
wurde unter reduziertem Druck eingeengt, um einen Feststoff zu ergeben,
der mit Diethylether zerrieben, filtriert und getrocknet wurde,
um 4-(1H-[1]Benzothieno[3,2-c]pyrazol-3-yl)-N-[3-(imidazol-1yl)propyl]benzylamintrihydrochlorid
zu ergeben, Schmelzpunkt 206–208°C (mit Zersetzung).
-
Beispiel 15
-
Dieses Beispiel wurde auf eine ähnliche
Art und Weise wie Beispiel 14 hergestellt, indem 3-(4-Formylphenyl)-1H-[1]benzothieno[3,2-c]pyrazol
mit 2-Morpholinoethylamin umgesetzt wurde, um 4-(1H-[1]Benzothieno[3,2-c]pyrazol-3-yl)-N-(2-morpholinoethyl)benzylamintrihydrochlorid
zu ergeben, Schmelzpunkt 270–272°C.
-
Beispiel A
-
Die Verwendung von Verbindungen der
vorliegenden Erfindung bei der Herstellung von pharmazeutischen
Zusammensetzungen wird durch die folgende Beschreibung veranschaulicht.
In dieser Beschreibung bezeichnet der Ausdruck "aktive Verbindung" jede beliebige Verbindung der Erfindung,
aber insbesondere jede Verbindung, die das Endprodukt eines der
vorausgehenden Beispiele ist.
-
a) Kapseln
-
Bei der Herstellung von Kapseln werden
10 Gewichtsteile aktive Verbindung und 240 Gewichtsteile Laktose
desaggregiert und vermischt. Die Mischung wird in harte Gelatinekapseln
gefüllt,
wobei jede Kapsel eine Einheitsdosis, oder einen Teil einer Einheitsdosis
an aktiver Verbindung enthält.
-
b) Tabletten
-
Tabletten werden aus den folgenden
Bestandteilen hergestellt:
-
Die aktive Verbindung, die Laktose
und etwas von der Stärke
werden desaggregiert, vermischt, und die resultierende Mischung
wird granuliert mit einer Lösung
von Polyvinylpyrrolidon in Ethanol. Das trockene Granulat wird mit
dem Magnesiumstearat und dem Rest der Stärke vermischt. Die Mischung
wird dann in einer Tablettiermaschine komprimiert, um Tabletten
zu ergeben, die jeweils eine Einheitsdosis oder einen Teil einer Einheitsdosis
an aktiver Verbindung enthalten.
-
c) Tabletten mit magensaftresistentem Überzug
-
Tabletten werden hergestellt durch
das Verfahren, das in (b) oben beschrieben ist. Die Tabletten werden
auf eine herkömmliche
Art und Weise unter Verwendung einer Lösung von 20% Celluloseacetatphthalat und
3% Diethylphthalat in Ethanol : Dichlormethan (1 : 1) mit einem
enterischen Überzug
versehen.
-
d) Zäpfchen
-
Bei der Herstellung von Zäpfchen werden
100 Gewichtsteile aktive Verbindung in 1300 Gewichtsteilen Triglyzeridzäpfchenbasis
eingelagert und die Mischung zu Zäpfchen geformt, die jeweils
eine therapeutisch wirksame Menge an wirksamen Bestandteil enthalten.
-
ÄQUIVALENTE
-
Während
diese Erfindung besonders mit Bezugnahmen auf bevorzugte Ausführungsformen
davon gezeigt und beschrieben worden ist, wird es für den Fachmann
verständlich
sein, dass verschiedene Änderungen in
Form und Einzelheiten darin vorgenommen werden können, ohne von dem Schutzumfang
der Erfindung abzuweichen, wie er in den angehängten Ansprüchen definiert ist. Der Fachmann
wird bei Verwendung von nicht mehr als routinemäßigem Experimentieren viele Äquivalente
zu den speziellen Ausführungsformen
der Erfindung, die hierin besonders beschrieben sind, erkennen oder
in der Lage sein, diese in Erfahrung zu bringen. Es ist beabsichtigt,
dass solche Äquivalente
im Schutzumfang der Ansprüche
eingeschlossen sind.