DE608401C - Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben - Google Patents
Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit StufenkolbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben
und paarweise zusammengefaßten, um i8o°
versetzt arbeitenden Arbeitszylindem. Blei
. 5 Maschinen dieser Art wird in bekannter Weise jede Ringstufe zum Vorverdichten der
frischen Ladung für den zugeordneten Arbeitszylinder benutzt, der über lein Verbindungsstück mit dem ringförmigen Pumpen-
raum in Verbindung steht. Es gibt nun schon Verbindungsstücke, welche an der Außenseite
der Arbeitszylinder lösbar befestigt sind und sich kreuzende Kanäle besitzen, deren Enden
mit Einlaßschlitzen des Arbeitsraumes und Auslaßschlitzen des Pumpenraumes in Verbindung
stehen. Bei einer bekannten Maschine muß zwecks Auswechselung des Verbindungsstückes
zuerst ein Kühlmantel abgenommen werden. Es ist ferner bekannt, das
so Verbindungsstück aus zwei aufeinanderliegenden Platten mit Öffnungen und Kanälen herzustellen
und dieselben an der Außenseite des Arbeitszylinders anzuschrauben.
Erfindungsgemäß ist die Verbindung durch einen zwei getrennte Kammern aufweisenden
Einsatz hergestellt, dessen Kammern je eine Einlaßöffnung und je eine Auslaßöffnung be-%
sitzen. Dieser Einsatz deckt zwei durch eine Längswand gegen die Pumpenräume und eine
Querwand voneinander getrennte, je durch einen Einlaßschlitz mit dem zugeordneten Arbeitszylinder
verbundene Kammern ab. Der Einsatz kann durch eine abnehmbare, zum
Abschluß der Kammern dienende Abdeckplatte in seiner Stellung festgehalten werden.
Durch diese Ausbildung des Verbindungsstückes wird die Herstellung der Maschine \rereinfacht; denn das Verbindungsstück hat
nur geringe Abmessungen und kann leicht hergestellt und bearbeitet werden. Es wird
sicher an seinem Platz gehalten und kann zum Zwecke der Besichtigung und Reinigung
leicht entfernt werden. Außerdem wird die Zylinderbreite nicht vergrößert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Brennkraftmaschine dargestellt.
Fig. ι zeigt eine geniisohverdichtende
Brennkraftmaschine mit Fremdzündung, teilweise im Schnitt lund in Ansicht.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch einen Zylinder quer zu ;Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Ansicht des gemäß der Erfindung gestalteten Verbindungsstückes, und
Fig. 4 ist eine Ansicht desjenigen Teiles der 'einander zugeordneten Zylinder, an die
das Verbindungsstück angesetzt wird.
Der Zylinderblock 1 besteht aus paarweise
zusammengefaßten Zylindern 2, die je zwei verschiedene Durchmesser haben. Der untere
Teil des Zylinders hat größeren Durchmesser und bildet einen ringförmigen Vorverdichtungsraum.3
für das Ladegemisch. In jedem Zylinder arbeitet ein Stufenkolben 4, dessen unterer Teil zur Vorverdichtung des in den
ringförmigen Raum 3 eingeführten Brennstoffluftgemisches
dient. Eine hülsenartige Verlängerung 6 des Arbeitszylinders ragt in den
Ringraum 3 hinein. An dem unteren Ende
jedes Kolbens 4 ist ein Lappen 7 angeordnet, der die Einlaß öffnung 20 mit Ausnahme des
Weges in der Nähe der inneren Totlage abdeckt. Ein Verbindungsstück 8 ist in einer
Aussparung in einer Seitenwand des Zylinderblockes eingesetzt und wird darin durch eine
Abdeckplatte 9 gehalten, welche in irgend· einer Weise an dem Zylinderblock, z. B.
durch Schraubenbolzen 10, befestigt ist. In
der Aussparung des Zylinderblockes sind Wände 11, 12 und 12' angeordnet, welche mit
dem Verbindungsstücks und dem Zylinder2
Kammern 13 bilden. Jede Kammer hat 'einen
Schlitz 14, welcher zum unteren Teil des Arbeitsraumes führt. Im Innern des Einsatzes
8 sind Zwischenwände 15 angeordnet, durch welche die zwei getrennten Kammern
16 gebildet werden. Jede dieser beiden Kam- -mern 16 ist durch eine Einlaßöffnung 17 mit
einem der beiden Ringräume 3 und durch 'eine Auslaßöffnung 18 mit einer der beiden Kammern
13 verbunden. Eine Einlaßleitung 19 stent durch Öffnungen 20 mit jedem Ringraum
3 in Verbindung. Von den Zylindern 2 führen Auslaßschlitze zu einer Auslaßleitung
21. In dem Kurbelgehäuse 24 ist die Kurbelwelle 23 gelagert. Mit 25 sind die Pleuelstangen
bezeichnet. Die beiden Kurbeln der einander zugeordneten Zylinder sind um ι So0 versetzt, so daß, wenn der 'eine Kolben
sich in seiner tiefsten Lage befindet, der andere Kolben seine höchste Lage in seinem
Zylinder einnimmt.
Aus dem Obigen geht hervor, daß, wenn ein Kolben sich in seiner tiefsten Lage befindet,
die Einlaßöffnung 20 freigelegt ist, so daß das Brennstoffluftgemisch von der Einlaßleitung 19 in die Pumpenkammer 3 'eintreten
kann. Wenn sich der Kolben 5 nach aufwärts bewegt, verschließt er zuerst die
Einlaßöffnung 20, welche während der ganzen weiteren Aufwärtsbewegung durch den Lappen
7 verschlossen gehalten wird. Das in der Kammer 3 vorverdichtete Brennstoffluftgemisch
strömt durch die Öffnung 17 in die Kammer 16' hinein und von dieser über
Schlitz 18 und Kammer 13 in den Verbrennungsraum,
sobald der Einlaßschlitz 14 durch den Arbeitskolben freigelegt wird. Bei dem
Einströmen der vorverdichteten Ladimg in den Verbrennungsraum werden die verbrannten
Gase durch die Öffnung 22 in die Auspuffleitung 21 hineingetrieben. Zur Führung
der 'einströmenden frischen Ladung ist an der Stirnfläche des Arbeitskolbens eine Prallfläche
26 angeordnet.
Die Brennkraftmaschine kann Zündkerzen aufweisen, jedoch ist die Anwendung von
Zündkerzen nicht unbedingt erforderlich, da man das Gemisch so hoch verdichten kann,
daß es sich von selbst entzündet. Statt der Zündkerzen 27 könnte man ohne weiteres
Brennstoffeinspritzvorrichtungen vorsehen und statt Gemisch Luft in den Arbeitszylinder
einführen, so daß die Maschine als Dieselmaschine arbeitet.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben und paarweise zusammengefaßten, um i8o° versetzt arbeitenden Afbeitszylindern, _bei der jede Ringstufe zur Vorverdichtung der frischen Ladung für den zugeordneten Arbeitszylinder dient, der über ein Verbindungsstück mit dem Pumpenraum in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück (8) aus einem zwei getrennte Kammern (16) aufweisenden Einsatz besteht, dessen Kammern je eine Einlaßöffnung (17) und je eine Auslaßöffnung (18) besitzen und der zwei durch eine Längswand (12) gegen die Pumpenräume (3) und eine Querwand (12') voneinander getrennte, je durch einen Einlaßschlitz (14) mit dem zugeordneten Arbeitszylinder verbundene Kammern abdeckt.
- 2. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. das Verbindungsstück (8) durch eine abnehmbare, zum Abschluß der Kammern (16) dienende Abdeckplatte (9) in seiner Stellung gehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH135623D DE608401C (de) | 1933-03-17 | 1933-03-17 | Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH135623D DE608401C (de) | 1933-03-17 | 1933-03-17 | Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608401C true DE608401C (de) | 1935-01-23 |
Family
ID=7177321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH135623D Expired DE608401C (de) | 1933-03-17 | 1933-03-17 | Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608401C (de) |
-
1933
- 1933-03-17 DE DEH135623D patent/DE608401C/de not_active Expired
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