DE606015C - Verkuerzbarer Schirm - Google Patents
Verkuerzbarer SchirmInfo
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- A45—HAND OR TRAVELLING ARTICLES
- A45B—WALKING STICKS; UMBRELLAS; LADIES' OR LIKE FANS
- A45B19/00—Special folding or telescoping of umbrellas
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schirm, bei dem die Dachstangen und auch der Stockteil,
der beim entspannten Schirm zwischen der Schirmkrone und dem Schirmschieber liegt.
teleskopartig zusammenschiebbare Glieder enthalten und ferner die Streben, die an den
verschiebbaren Dachstangengliedern angelenkt sind, abseits von ihren Gelenken durch
Hilfsstreben abgestützt werden, so daß sie
ίο beim Aufspannen des Schirmes um diese Unterstützungspunkte eine Kippbewegung
ausführen und dadurch das Herausschieben der Dachstangenglieder bewirken.
Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß die Hilfsstreben mit einem Ende an dem
Schirmgestell frei verschiebbar angeordnet sind. Dies soll bezwecken, daß die Hilfsstreben
beim entspannten Schirm keine feste Verbindung zwischen den übereinanderliegen-
ao den Teleskopgliedern des Stockes und der Dachstangen bilden. Sonst würde nämlich
beim Zusammenschieben der Gestellglieder durch die sich verschiebenden Stockglieder an
den Hilfsstreben ein Zug ausgeübt werden, durch den die Streben und Dachstangen zu
nahe an den Stock herangezogen werden und dadurch das Zusammenschieben der Stockglieder
behindert ward. Auch würde sonst in gleicher Weise beim gleichzeitigen Auseinanderziehen
der übereinanderliegenden Stock- und Dachstangenglieder der am Stock ausgeübte
Zug auf die .Hilfsstreben übertragen werden, so daß diese gegen die Streben
drücken und dadurch ein das Ausziehen der Dachstangenglieder erschwerendes Abspreizen
der Dachstangen, bewirken. Das freie Verschieben der Hilfsstreben bietet - somit den
Vorteil, daß die übereinanderliegenden Teleskopglieder des Stockes und der Dachstangen
trotz der dazwischen befindlichen Hilfsstreben ohne Hinderung zusammengeschoben und auseinandergezogen
werden können.
Da nun die Hilfsstreben beim Zusammenschieben des Gestelles nicht unmittelbar von
Hand zugänglich sind, soll ferner das Griffrohr zwischen Streben und Dachstangen einschiebbar
angeordnet sein, so daß der beim Einschieben des Griffrohres und beim Zusammenschieben
des Gestells gegen die Streben ausgeübte Druck des Griffrohres zum Verschieben der Hilfsstreben dient und dabei an
allen Hilfsstreben in gleicher Stärke wirkt. Es wird somit ein gleichmäßiges Verschieben
aller Hilfsstreben erzielt. Auch besteht hierbei der Vorteil, daß die Hilfsstreben beim
Überschieben des Griffrohres über die Streben diese durch ihre Abstützung entlasten und
deren Bruch verhindern. Ebenso soll beim Ausziehen des Schirmes durch das Abstreifen
des Griffrohres von den Streben an diesen und somit auch an allen Hilfsstreben ein zum glatten
Verschieben der Hilfsstreben erforderlicher Zug ausgeübt werden.
Schließlich soll gemäß der Erfindung in dem Falle, in dem die Hilfsstreben mittels
eines besonderen Schiebers am Stock frei ver-
schiebbar sind, die Bauart des Teleskopstockes so getroffen sein, daß der Hilfsstrebenschieber
beim Aufspannen des Schirmes auf seinem am Stock zurückzulegenden Wege über einen Vorsprung gleitet, der durch
eine Feder oder einen Stocksatz gebildet wird, so daß der Hilfsstrebenschieber durch das
Herübergleiten über den Vorsprung vorübergehend einen gewissen Widerstand zu überwinden
hat, der einen Druck der Hilfsstreben gegen die Streben hervorruft. Dieser Druck
soll nun bewirken, daß die mit den Streben verbundenen, verschiebbaren Dachstangenglieder
noch vor Beendigung des Weges des Hilfsstrebenschiebers herausgeschoben werden, damit das Herausschieben möglichst
schon vor der Krümmung der Dachstangen erfolgt und somit nicht durch die Krümmung
verhindert wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigt
Abb. ι eine Seitenansicht eines Schirmgestells während der Schirmentspannung, wobei
jedoch das Dachgestell nur auf eine Dachstange beschränkt eingezeichnet ist,
Abb. 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des entspannten Schirms,
Abb. 3 hiervon den unteren Teil des zusammengeschobenen Schirmgestells in Seitenansicht,
wobei jedoch der hohle Griff im .Schnitt gezeichnet ist.
Die Schirmstöcke bestehen aus den teleskopartig zusammenschiebbaren Gliedern 1,
2, 3 und 4, die im ausgezogenen Zustande durch die Sperrfedern 5, 6 und 7 verriegelt
werden. Die Feder 5 dient ferner beim aufgespannten Schirm zum Festlegen des Schirmschiebers 8, der beim entspannten
Schirm durch die Feder 7 verriegelt wird. Am Stockgliede 4 ist das Griffrohr 9 und am
Stockgliede 1 die Schirmkrone 10 angebracht. 11 und 12 sind die zusammenschiebbaren
Dachstangenglieder, -und zwar ist das Dach-Stangenglied 12 in das obere Dachstangenglied
11 einschiebbar und wird hierbei an einem an diesem Gliede befestigten Ring 13
und an einem am Gelenk 14 der Strebe 15 angeordneten,
die beiden Dachstangenglieder umfassenden Bügel 16 geführt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 ist nun an der Strebe 15 mittels eines Gelenkes
17 eine Hilfsstrebe 18 angeordnet, die mit
ihrem oberen Ende an einem Bügel 19 an-. 55 gelenkt ist, der auf dem Dachstangengliede 11
ungehindert bis zur Schirmkrone 10 verschiebbar ist. Bei den auseinandergezogenen
Dachstangengliedern schlägt der Bügel 16 an den Ring 13 an. Schieben sich nun beim entspannten
Schirm die Dachstangenglieder, wie dargestellt, unbeabsichtigt etwas zusammen,
so werden sie durch das Aufspannen des Schirmes insofern wieder auseinandergeschoben,
als hierbei der Bügel 19 an dem Dachstangengliede 11 entlang gleitet und dann an
der Schirmkrone 10, wie mit abgesetzten Strichen eingezeichnet ist, einen Halt bekommt,
so daß die Strebe 15 durch Drehung um das Hilfsstrebengelenk 17 unter Hebelarmwirkung
den Bügel 16 bis an den Ring 13 verschiebt. Beim Verkürzen des Schirmes
wird das Zusammenschieben der Stockglieder durch die Hilfsstrebe 18 nicht behindert, da
diese infolge der Führung an dem Dachstangengliede 11 mit den Stockgliedern nicht
in Berührung kommt.
Die Hilfsstrebe 18 besteht" aus federndem
Werkstoff und ist mit einem beim entspannten· Schirm gegen die Strebe 15 anschlagenden
Knick 20 versehen, so daß zwischen der Hilfsstrebe 18 und der Strebe 15 eine Abspreizwirkung
und somit auch zwischen der Strebe und der Dachstange die gleiche Wirkung entsteht
und hierdurch das Aufspannen des Schirmes erleichtert wird. Diese Abspreizwirkung
wird beim Zusammenschieben des Schirmes dadurch aufgehoben, daß das Griftrohr
9 unterhalb des äußeren Dachstangengliedes 12 über die Strebe 15 geschoben wird.
Die am Stockgliede 3 angebrachte Sperrfeder 7 gleitet beim Einschieben des Griffrohres in
einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schlitz des Stockgliedes 4.
Bei der Ausführungsform nach den Abb. 2 und 3 ist die Hilfsstrebe 21 mit einem Ende
durch das Gelenk 22 mit der Strebe 15 und mit dem anderen Ende mit einem Schieber 23
verbunden, der auf dem Teleskopstock bis zur Schirmkrone 10 frei verschiebbar ist, so daß
auch bei dieser Ausführungsform die Hilfsstrebe 21 beim entspannten Schirm keine fegte
Verbindung zwischen den übereinanderliegend zu verschiebenden Teleskopgliedern des
Stockes und der Dachstange bildet. Der Schieber 8 ist beim Aufspannen des Schirmes
über den Hilfsstrebenschieber 23 verschiebbar, wonach er durch die Sperrfeder S verriegelt
wird. Beim Entspannen des Schirmes wird der Hilfsstrebenschieber 23 am freien Verschieben durch die Feder 5 nicht verhindert,
da er während des zum Herabziehen des Schiebers 8 erforderlichen Auslösens der Feder 5 über diese Feder herabgleitet.
Die Bauart des Teleskopstockes ist nun so getroffen, daß an dem Stock auf dem Wege,
den der Hilfsstrebenschieber 23 beim Aufspannen des Schirmes zurücklegt, ein durch
die Feder 5 und auch durch den Stockabsatz gebildeter Vorsprung angeordnet ist, so
daß der am Stock frei verschiebbare Hilfs-Strebenschieber beim Aufspannen des Schirmes
durch das Herübergleiten über den Vor-
sprung vorübergehend einen gewissen Widerstand zu überwinden hat, der einen Druck der
Hilfsstrebe 21 gegen die Strebe 15 hervorruft
und dadurch das äußere Dachstangenglied 12 schon vor Beendigung des Weges des
Hilfsstrebenschiebers und infolgedessen schon vor einer das Verschieben erschwerenden
Krümmung der Dachstange herausschiebt.
Das Gelenk 22 der Hilfsstrebe 21 ist an der Strebe außerhalb des über die Strebe 15 geschobenen
Griffrohres 9 angeordnet, damit beim Einschieben des Griffrohres der Druck der Griffrohrkante nicht oberhalb dieses Gelenks
22 an der Strebe zur Wirkung kommt, da hierdurch das Gelenk 14, das die Strebe
mit dem äußeren Dachstangengliede 12 verbindet, zu stark an den Stock herangezogen
und dadurch das Verschieben des Dachstangengliedes erschwert würde.
Claims (7)
1. Verkürzbarer Schirm, bei dem der bei entspanntem Schirm zwischen Schieber
und Schirmkrone liegende Stockteil und die Dachstangen ineinander einschiebbar ausgebildet sowie die Streben an den
äußeren Dachstangengliedern angelenkt und abseits von ihren Gelenken durch Hilfsstreben abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Streben abgekehrten Enden der Hilfsstreben (18, 21)
an dem Schirmgestell frei verschiebbar angeordnet sind und daß der Hauptschieber
an dem unteren Ende des Stockes in an sich bekannter Weise feststellbar ist.
2. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hilfsstreben (18) mit ihren von den Streben abgekehrten Enden an den oberen
Dachstangengliedern (11) verschiebbar angeordnet sind.
3. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus federndem Werkstoff bestehenden Hilfsstreben (18) mit einem
beim entspannten Schirm gegen die Streben (15) anschlagenden Knick (20) versehen
sind.
4. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, 50^
daß die zum Verschieben der Hilfsstreben (18, 21) dienenden Schieber (19, 23) bis
zur Schirmkrone (10) verschiebbar angeordnet sind.
5. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Verschieben der von den Streben abgekehrten Enden der Hilfsstreben (18,
2i) an dem Schirmgestell ein über die Streben (15) verschiebbares Griffrohr (9)
dient.
6. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenke (22) der Hilfsstreben (21) an den Streben (15) so weit oberhalb
des Schirmschiebers (8) angeordnet sind, daß sie außerhalb des zwischen Streben (15) und Dachstangen (12) einschiebbaren
Griffrohres (9) zu liegen kommen.
7. Verkürzbarer Schirm nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Stock auf dem Wege, den der am Stock frei verschiebbare Hilfsstrebenschieber
(23) beim Aufspannen des Schirmes zurücklegt, ein durch eine Feder (5)
oder einen Stockabsatz (24) gebildeter Vorsprung angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1902774X | 1930-04-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE606015C true DE606015C (de) | 1934-11-23 |
Family
ID=7748484
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
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| DE (1) | DE606015C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1930
- 1930-04-26 DE DE1930606015D patent/DE606015C/de not_active Expired
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1931
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