DE583006C - Induktive Einrichtung zur Zeichenuebermittlung vom Fahrzeug auf die Strecke - Google Patents
Induktive Einrichtung zur Zeichenuebermittlung vom Fahrzeug auf die StreckeInfo
- Publication number
- DE583006C DE583006C DE1930583006D DE583006DD DE583006C DE 583006 C DE583006 C DE 583006C DE 1930583006 D DE1930583006 D DE 1930583006D DE 583006D D DE583006D D DE 583006DD DE 583006 C DE583006 C DE 583006C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- train
- track
- relay
- circuit
- resonance circuit
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 title claims description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 title 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 17
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 3
- 230000000763 evoking effect Effects 0.000 description 2
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 2
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 1
- 230000008054 signal transmission Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L13/00—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle
- B61L13/04—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors
- B61L13/047—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors controlling inductively or magnetically
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
Es gibt verschiedene Einrichtungen, um Zeichen von dem Zug auf die Strecke zu übermitteln,
z. B. bei Überwegsignalen und Zugschlußmeldern, wobei eine an dem Zug vorgesehene
Eisenmasse, z. B. ein Rad des Zuges oder ein am Ende des Zuges angeordneter Magnet, induktiv auf die Streckeneinrichtung
einwirkt.
Es ist auch bekannt, bei Zeichenübermittlung von der Strecke auf den Zug die Resonanz
zwischen zwei Schwingungskreisen, von denen der eine auf dem Zug, der andere an der Strecke angeordnet ist, zu verwenden.
Hierbei benötigt man höhere, mindestens • 15 mittlere Frequenzen, um bei hohen Geschwindigkeiten
des Zuges ein sicheres Ansprechen der Einrichtung zu erzielen und außerdem unterschiedliche Anzeigen hervorrufen zu
können, z. B. je nach Stellung des Signales
zo eine Beeinflussung zu erzielen oder nicht. Für . die Zeichenübertragung vom Zug auf die
Strecke zum Zwecke der Zugschlußmeldung sind ähnliche Einrichtungen bisher nicht bekanntgeworden. Dagegen hat man für Achs-
zähler bereits vorgeschlagen, an der Strecke einen Resonanzkreis anzuordnen. Hierbei ist
es jedoch ohne wesentliche Bedeutung, ob man mit Ruhestrom- oder mit Arbeitsstromprinzip
arbeitet. Die Erfindung beruht demgegenüber gerade auf der Erkenntnis, daß für
eine Zugschlußmeldung der Resonanzkreis in Verbindung mit dem Arbeitsstromprinzip eine
grundlegende neuartige und vorteilhafte Ausführung ergibt. Hierfür sind folgende Überlegungen
maßgebend:
Während man bei Zugbeeinflussungseinrichtungen mit Ruhestrom arbeiten muß und
ein überflüssiger Stromverbrauch hier dadurch vermieden wird, daß der die Stromquelle darstellende
Generator von der Lokomotive angetrieben wird, also nur während der Bewegung des Zuges beansprucht wird, würde bei
der Streckenfreigabe mit Ruhestrom ein dauernder Stromverbrauch eintreten, da in den
meisten Fällen die Stromquelle an der Strecke vorgesehen sein müßte.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß es gerade zweckmäßig ist, für Zugschlußmelder
nicht Ruhestrom, sondern Arbeitsstrom zu verwenden, da auf diese Weise
irgendwelche Störungen durch Leitungsbrüche genau so vermieden werden, wie bei einer
Zugbeeinflussungseinrichtung durch Verwendung von Ruhestrpm, und daß es ferner zweckmäßig ist, an der Strecke einen Resonanzkreis
zu verwenden. Bei dem Zuge kann man hierbei entweder einen Eisenkern oder
auch einen Resonanzkreis vorsehen. Verwendet man nun Arbeitsstrom, so wird die Beanspruchung
der Stromquelle fast ausschließlich auf die Augenblicke der Beeinflussung beschränkt,
so daß der Stromverbrauch verhält-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Schirm, in Berlin-Halensee.
nismäßig gering und damit die Anlage entsprechend wirtschaftlich betrieben werden
kann. Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß die induktive Streckenfreigabe unter Verwendung
eines Resonanzkreises in allen Kreisen nach dem Arbeitsstromprinzip bewirkt wird.
Einen Resonanzkreis auf dem Zuge wird man vor allem in denjenigen Fällen vorsehen,
ίο wo die Gefahr besteht, daß eine Beeinflussung des Streckenresonanzkreises willkürlich durch
irgendwelche Eisenkörper herbeigeführt werden kann.
Für die Beurteilung der vorliegenden Erfindung ist ferner zu berücksichtigen, daß bei
Zugbeeinflussungseinrichtungen ein scharfer Unterschied zwischen dem Beeinflussungsund dem Nichtbeeinflussungsfall gemacht
werden muß, was bei niederen Frequenzen nicht gut möglich ist.
Demgegenüber ist bei den Einrichtungen, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht,
nicht erforderlich, einen Beeinflussungs- und einen Nichtbeeinflussungsfall zu unterscheiden,
da ja die Beeinflussung immer beim Überfahren des Resonanzkreises durch die Eisenkerne
hervorgerufen werden soll; und außerdem ist bei der Beeinflussung durch Eisenmassen
die Beeinflussungszone wesentlich größer, da sie sich über die ganze Länge der Eisenmasse
und sogar noch darüber hinaus erstreckt. Dabei ist man also hier in der Lage, auch mit den technisch üblichen niederen
Periodenzahlen (z. B. mit 50 Perioden) zu arbeiten.
Hinzu kommt außerdem für die Beurteilung dieser Frage noch, daß bei den Beeinflussungseinrichtungen,
wo ein Signal auf dem fahrenden Zug hervorgerufen werden soll, man noch mit den mechanischen Erschütterungen rechnen
muß, die wiederum die Anwendung eines empfindlichen Relais verbieten, so daß man
also mit größeren Stromschwankungen rechnen muß, wenn man das wegen der Erschütterungen
robust ausgebildete Relais wirklich zum Abfallen bringen will. Demgegenüber
kann man bei Einrichtungen an der Strecke auch sehr empfindliche Relais verwenden. Im
ersteren Falle muß daher das Relais eine gewisse Trägheit haben, damit es nicht schon im
angezogenen Zustande den dauernden Richtungsänderungen des Wechselstromes folgt,
also vibriert. Im anderen Falle dagegen, wo das Arbeitsstromprinzip bevorzugt wird, und
sich der Anker also im Ruhezustande in-abgefallener
Lage befindet, kann das Relais also mit sehr geringer Trägheit ausgestattet sein,
was wiederum zur Folge hat, daß schon ein einzelner kurzzeitiger Impuls das Relais zum
Ansprechen bringt.
Man kann nun ferner eine weitere Verbesserung dadurch erreichen, daß man den Resonanzkreis
zusammen mit einer isolierten Schiene oder einem Schienenkontakt, der normalerweise
durch den Zug betätigt wird, auf die Empfangseinrichtung einwirken läßt. Man
erreicht dadurch mit größerer Sicherheit, daß unbeabsichtigte Beeinflussungen der Streckeneinrichtungen
durch irgendwelche nicht mit dem Zuge zusammenhängende Eisenteile verhindert
werden.
Einen weiteren Vorteil kann man erzielen, wenn man die Einrichtung so bemißt, daß sie
nicht im Minimum der Stromsenkung arbeitet, sondern oberhalb oder unterhalb des Minimums,
d. h. also, wenn man den Schwingungskreis absichtlich etwas verstimmt, da
hierbei der Unterschied zwischen der Stromhöhe vor und während der Beeinflussung
wesentlich größer wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Abb. ι un"d 2 näher erläutert.
Abb. ι zeigt einen Zugschlußmelder, bei welchem gleichzeitig der Streckenresonanzkreis
mit einer isolierten Schiene zusammenwirkt.
ι ist der Eisenkern, der auf die Wicklung 3 des Streckenresonanzkreises einwirkt, der
außer dem Kondensator 4 noch ein Relais S enthält. Die Leitung 21 ist über die isolierte
Schiene 22 mit dem Relais 5" verbunden. Der Anker 24 des Relais betätigt irgendwelche
Stromkreise und kann mit einer Verzögerungseinrichtung versehen sein, die im vorliegenden
Falle z. B. aus einem Luftpuffer 25 besteht. Will man die Verbindung des Resonanzkreises
mit einer isolierten Schiene vermeiden, so kann man die Beeinflussung des Resonanzkreises durch irgendwelche. Eisenkörper
auch dadurch verhindern, daß man an Stelle eines gewöhnlichen Eisenkerns 1, wie
punktiert gezeichnet, einen Resonanzkreis. 26 mit Kondensator 27 und Wicklung 28 vorsieht.
Die Speisung der Anlage erfolgt durch die Wechselstromquelle 6.
Abb. 2 zeigt ein weiteres Beispiel für einen Zugschlußmelder, wobei gleichzeitig ein Beispiel
für die Kombination des Resonanzkreises mit einem Schienenkontakt gegeben ist. 11 ist ein am Ende des Zuges angeordneter
Eisenkern. 12 ist ein an der Strecke angeordneter Eisenkern, dessen Wicklung 13
mit einem Kondensator 14 zu einem Schwingungskreis verbunden ist. Dieser Kreis wird
beispielsweise gespeist von einem Wechselstromnetz 15 und arbeitet auf ein Relais 16.
An diesem Relais 16 befindet sich ein Kontakt 17, der, vorausgesetzt, daß das Arbeitsstromsystem
verwendet wird, im Ruhezustand der Einrichtung unterbrochen ist und im Beeinflussungsfalle
geschlossen wird. Dieser Kontakt liegt in einem Stromkreis, der über
588
ein Relais 18 führt. Dieser Stromkreis kann
entweder auch von der Fernstromquelle, oder falls ein Gleichstromrelais verwendet werden
soll, von einer Batterie 19 gespeist werden. In diesem Stromkreise liegt außerdem ein
Schienenkontakt 20, der durch die Räder des Zuges geschlossen wird. Also nur wenn die
Kontakte 17 und 20 geschlossen sind, wird das Relais 18 beeinflußt. Um diese Übereinstimmung
mit Sicherheit zu erreichen, kann man entweder den Schienenkontakt entsprechend lang wählen, oder aber ihn mit Verzögerung
arbeiten lassen, oder aber zwischen den Kontakt und das Relais 18 noch ein besonderes
Verzögerungsrelais einschalten, durch welches erst der über das Relais 18
führende Stromkreis geschlossen wird. Man kann an Stelle eines Schienenkontaktes auch
eine isolierte Schiene verwenden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Induktive Einrichtung zur Zeichenübermittlung vom Fahrzeug auf die Strecke für Zugschlußmelder unter Verwendung eines Resonanzkreises an der Strecke nach dem Arbeitsprinzip.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE583006T | 1930-03-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583006C true DE583006C (de) | 1933-09-01 |
Family
ID=6571402
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930583006D Expired DE583006C (de) | 1930-03-19 | 1930-03-19 | Induktive Einrichtung zur Zeichenuebermittlung vom Fahrzeug auf die Strecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE583006C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973750C (de) * | 1954-04-29 | 1960-05-25 | Stin | Vorrichtung zur Zugschlussmeldung |
| DE4235256A1 (de) * | 1992-10-20 | 1993-04-01 | Volker Klahn | Einrichtung zur ueberwachung der position von zugschlusssendern |
-
1930
- 1930-03-19 DE DE1930583006D patent/DE583006C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973750C (de) * | 1954-04-29 | 1960-05-25 | Stin | Vorrichtung zur Zugschlussmeldung |
| DE4235256A1 (de) * | 1992-10-20 | 1993-04-01 | Volker Klahn | Einrichtung zur ueberwachung der position von zugschlusssendern |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE583006C (de) | Induktive Einrichtung zur Zeichenuebermittlung vom Fahrzeug auf die Strecke | |
| CH494664A (de) | Schaltungsanordnung zum Überwachen der Ausgangsspannung mindestens eines Gerätes in einer Eisenbahnsignalanlage, insbesondere eines Gleisgerätes zum Erzeugen von Achszählimpulsen in einer Achszählanlage | |
| DE507432C (de) | Elektrische Fernueberwachungsanlage | |
| AT110049B (de) | Signalanlage, die durch die aufeinanderfolgende Befahrung von drei Schienenkontakten durch einen Zug betätigt wird. | |
| DE563985C (de) | Einrichtung zur Abgabe einer Meldung o. dgl. an den fahrenden Zug | |
| AT204600B (de) | Vorrichtung zur induktiven Zugbeeinflussung | |
| DE945251C (de) | Einrichtung zum Zaehlen der Achsen von Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen | |
| DE479904C (de) | Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische Induktion | |
| CH371144A (de) | Einrichtung zur Übertragung von Signalen von an einer Gleisstrecke angebrachten Mitteln auf ein darüber fahrendes Schienenfahrzeug | |
| DE400012C (de) | Verfahren und Einrichtung zur UEbertragung von Signalen u. dgl. auf fahrende Zuege | |
| DE1530410C3 (de) | Einrichtung zum Übertragen und Auswerten von durch Radeinwirkungen erzeugten Kennzeichen im Eisenbahnsicherungswesen | |
| DE485379C (de) | Vorrichtung zur Ausloesung, Betaetigung oder Sperrung von Sicherheitseinrichtungen oder Stellvorgaengen, insbesondere Relais, durch Kurzschliessen von zwei isolierten Schienenteilstrecken | |
| DE892600C (de) | Eisenbahnsignalanlage mit Mitteln zur Zugschlussmeldung | |
| AT160363B (de) | Überwachungseinrichtung für Signalanlagen, insbesondere für Überwegsignalanlagen. | |
| DE480940C (de) | Einrichtung zur UEbertragung von Signalen auf fahrende Zuege | |
| DE564138C (de) | Beeinflussungseinrichtung auf induktivem Wege fuer Eisenbahnfahrzeuge | |
| AT218127B (de) | Vollautomatische Beleuchtungsschaltung für Tunnels od. dgl. | |
| DE539810C (de) | Einrichtung zur Fernbeeinflussung eines Streckenstromkreises vom Zuge aus | |
| DE954261C (de) | Einrichtung zur UEbertragung von Befehlen und Meldungen von der Strecke auf den Zug | |
| AT122088B (de) | Zugschlußmelder. | |
| DE869498C (de) | Zugschlussmelde-Einrichtung | |
| DE1160881B (de) | Einrichtung zur geschwindigkeitsabhaengigen Sicherung schienengleicher Weguebergaenge | |
| DE871316C (de) | Hilfsfreimeldeeinrichtung fuer isolierte Gleis- und Weichenabschnitte in Eisenbahnsicherungsanlagen | |
| DE656882C (de) | Schaltung fuer Relais o. dgl. im Eisenbahnsicherungswesen | |
| DE647146C (de) | Vorrichtung zur induktiven UEbertragung eines Streckensignals auf einen fahrenden Zug |