DE479904C - Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische Induktion - Google Patents
Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische InduktionInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/02—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
- B61L3/08—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. JULI 1929
27. JULI 1929
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oi GRUPPE
Es sind Einrichtungen zur Signalübertragung von Zügen bekannt, bei welchen auf einer Lokomotive
ein Wechselstromgenerator aufgestellt wird, der über einen Streckenstromkreis einen
ebenfalls auf der Lokomotive befindlichen Empfänger beeinflußt.
Diese Schaltung besitzt einen gewissen praktischen Vorteil. Der Empfangskreis kann
nämlich durch metallische Teile der Strecke nicht beeinflußt werden, so daß bei anderen
Einrichtungen dadurch verursachte Fehlauslösungen hier nicht stattfinden können. Diesen
Nachteil besitzen in gewissem Grade z. B. induktive Einrichtungen, bei denen Stromänderungen
eines elektromagnetisch von der Strecke aus beeinflußten Lokomotivstromkreises zur Signalgebung benutzt werden. Nähert man
bei diesenAnordnungen dem Lokomotivmagneten einen metallischen Körper, so ändert sich der
Widerstand des Lokomotivmagneten und damit der Lokomotivstrom. Je nach dem Grade der
Störung kann die entsprechende Stromänderung das Signalrelais zur Auslösung bringen. Die
Stromänderung wird um so größer sein, wenn man den Lokomotivstromkreis in Resonanz
schaltet, in welchem Falle ja verhältnismäßig geringe Änderungen des induktiven Widerstandes
des Lokomotivmagneten verhältnismäßig große Stromänderungen zur Folge haben können.
Bei derartigen Einrichtungen muß also auf die Möglichkeit von Fehlauslösungen durch gewisse
Gleisanordnungen (z. B. Eisenanordnungen be Bauarbeiten an Brücken u. dgl.) Rücksicht
genommen werden. Die zuerst erwähnte, von derartigen Schwierigkeiten freie Schaltungsanordnung
hat aber den Nachteil, daß der Empfangskreis im Ruhezustand nicht stromdurchflossen
ist, seine Ansprechfähigkeit also nicht dauernd überprüft wird. Dieses ist wahrscheinlich
der Grund, warum sich die Anordnung nicht in den Betrieb hat einführen lassen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird
der Nachteil dadurch vermieden, daß dem Empfangskreis zu Prüfzwecken eine besondere
elektromotorische Kraft dauernd aufgedrückt wird, durch die ein Ruhestrom zur Überwachung
des Empfangskreises hervorgerufen wird. Ein entsprechendes Schaltungsbeispiel ist auf der
Zeichnung dargestellt. In der Abbildung ist •mit G der Wechselstromgenerator der Lokomotive,
mit Lx der Senderwechselstrommagnet, mit L4 der empfangende Wechselstrommagnet
bezeichnet. L1 und L4 sind auf der Lokomotive
in ihrem Fahrgestell angeordnet, mit offener magnetischer Streuung nach dem Gleiskörper.
Der Empfängermagnet L4 der Lokomotive ist an ein Relais R angeschaltet. Der so gebildete
Empfangsstromkreis III wird von der elektromotorischen Kraft E dauernd erregt. Auf der
Strecke sind zwei Magnete L2 und La angeordnet
mit einer den beiden Lokomotivmagneten entsprechenden gegenseitigen Lage. Der Sende-
') Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden.
Paul Tät\ in Berlin.
lokomotivmagnet L1 wirkt normalerweise nicht
auf den Empfängermagneten Z4. Eine Beeinflussung findet erst statt, wenn die Lokomotive
über die Streckenmagnete hinwegfährt. 5 Obwohl man z. B. auch Gleichspannung aus
der Beleuchtungsturbine der Lokomotive als Stromquelle für den Empfangskreis benutzen
könnte, wählt man doch zweckmäßig den Signalwechselstromgenerator G selbst dazu, daeinevollkommen
einwandfreie Ruhestromüberwachung nur durch die Signalfrequenz selbst gewährleistet
wird.
Die im Empfangskreis wirkende EMK wählt man dann zweckmäßig durch geeignete Anschaltung
an Generator G in ihrer Amplitude und Phase derart, daß bei Streckenwirkung der Strom im Empfangskreis verschwindet.
Um größere Änderungen der aus dem Streckenkreis II in dem Empfangskreis II induzierten
Spannung im Betrieb zu vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung möglichst geringer Kopplungen
UT1 und K2 zwischen den Magneten L1,
L2 bzw. L3, L1.
Die im Empfangskreis induzierte Spannung kann durch Resonanzschaltung in den verschiedenen
Stromkreisen erhöht werden. Schaltet man auch den Empfangskreis in Resonanz, so wird man die Kopplung K2 um so geringer
wählen müssen, um Ruhestromschwankungen durch Streckeneinflüsse zu vermeiden.
Die Relaisanordnung kann entweder je nach der Höhe der Frequenz aus einem gewöhnlichen
eisengeschlossenen oder dynamometrischen Relais, aber auch aus Elektronen- oder Gas- und
Gleichstromrelais mit oder ohne Verstärkung bestehen. Zur Ruhestromüberwachung und
zur Signalübertragung können natürlich auch getrennteRelaisanordnungenVerwendungfinden.
Die Überwachungsrelaisanordnung braucht dann nicht mehr hohe Ansprechgeschwindigkeit zu
besitzen, so daß für ihren Betrieb auch entsprechend geringe, der vorher genannten Amplitudenbedingung
nicht mehr genügende Überwachungsspannungen benutzt werden können.
Der Senderstromkreis I wird zweckmäßig ebenfalls mit einer Ruhestromüberwachung auszustatten
sein.
Claims (3)
1. Verfahren zur Signalübertragung auf fahrende Züge durch elektromagnetische
Induktion, bei welcher ein auf der Lokomotive angeordneter Wechselstromgenerator
einen Wechselstrommagneten speist, welcher magnetische Energie über einen Strecken-Stromkreis
auf den gleichfalls auf der Lokomotive
befindlichen Empfängermagneten weitergibt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Empfangsstromkreis (III) eine zusätzliche
elektromotorische Kraft (StromquelleE) aufgedrückt
wird, um seinen Bereitschaftszustand zu prüfen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu Prüfzwecken
dem Empfängerstromkreis (III) aufgedrückte elektromotorische Kraft dem Signalwechselstromgenerator
(G) entnommen wird und die Größe und Phase dieser EMK so gewählt wird, daß der Empfängerruhestrom
durch die vom Streckenkreis (II) bei der Vorbeifahrt induzierte Spannung ungefähr
zum Verschwinden gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung
der vom Streckenkreis (II) in dem Empfangskreis (III) induzierten Spannung Resonanzschaltung in allen oder einzelnen
Stromkreisen vorgenommen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET34272D DE479904C (de) | 1927-11-24 | 1927-11-24 | Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische Induktion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET34272D DE479904C (de) | 1927-11-24 | 1927-11-24 | Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische Induktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE479904C true DE479904C (de) | 1929-07-27 |
Family
ID=7558378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET34272D Expired DE479904C (de) | 1927-11-24 | 1927-11-24 | Verfahren zur Signaluebertragung auf fahrende Zuege durch elektromagnetische Induktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE479904C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973750C (de) * | 1954-04-29 | 1960-05-25 | Stin | Vorrichtung zur Zugschlussmeldung |
| DE1265187B (de) * | 1956-05-18 | 1968-04-04 | Pierre Rene Haas Dit Rolle | Zugbeeinflussungseinrichtung |
-
1927
- 1927-11-24 DE DET34272D patent/DE479904C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973750C (de) * | 1954-04-29 | 1960-05-25 | Stin | Vorrichtung zur Zugschlussmeldung |
| DE1265187B (de) * | 1956-05-18 | 1968-04-04 | Pierre Rene Haas Dit Rolle | Zugbeeinflussungseinrichtung |
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