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Vorrichtung zur Bestimmung der Flüssigkeitshöhe in einem Behälter
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Bestimmung der Flüssigkeitshöhe in einem
Behälter, bei welchen ein senkrecht im Innern des Behälters geführter und von außen
her gesteuerter Teil unter Mitwirkung eines Schwimmers gehemmt wird, wenn dieser
eine bestimmte Stellung zum Flüssigkeitsspiegel erreicht.
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Zu diesem Zweck ist es bekannt, mit dem von außen her gesteuerten
Teil eine bewegliche Ausrüstung zu verbinden, welche unmittelbar den Schwimmer oder
lediglich eine Einrichtung trägt, die sich blockieren soll, wenn sie auf den auf
der Flüssigkeit frei schwebenden Schwimmer auftrifft.
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Diese bekannten Einrichtungen erfordern verwickelte und empfindliche
Vorrichtungen, deren Wirkungsweise unsicher ist.
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Es ist auch bereits vorgeschlagen, den Schwimmer außerhalb einer hohlen
Führung frei beweglich anzuordnen, so daß sich in der Führung der von außen her
gesteuerte Teil verschieben und das Zusammenwirken zwischen diesem Teil und dem
Schwimmer mit Hilfe einer Vorrichtung herbeiführen kann, welche durch einen in der
Führung angeordneten Längsschlitz hindurchfaßt.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist, wenn der bewegliche
Teil lediglich ein Verkannten des Schwimmers gegenüber der Führung herbeiführen
soll, die erzielte Verbindung nicht ausreichend, um die Blockierung zu gewährleisten.
Blockiervorrichtungen haben andererseits den Nachteil, daß sie sich leicht festklemmen,
wodurch die Messungen unmöglich oder fehlerhaft werden.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestimmung der Flüssigkeitshöhe
in einem Behälter.; ihr liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln ein sicheres
Anhalten des von außen her gesteuerten Teiles (Tastvorrichtung) in dem Augenblick
zu erzielen, in welchem dieser Teil auf den Schwimmer auftrifft, wobei der Teil
stets in entgegengesetzter Richtung frei beweglich bleiben soll.
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Die Erfindung besteht darin, daß die von dem Schwimmer getragene Vorrichtung,
durch welche der von außen her gesteuerte und in der Führung bewegliche Teil mit
dem Schwimmer zusammenwirkt, aus einem Anschlagstück besteht, das derart ausgebildet
ist, daß der bewegliche Teil (Tastvorrichtung) unter Einwirkung auf das Anschlagstück
auf den Schwimmer einen quer zu dessen Bewegungsrichtung wirkenden Druck ausübt.
Das Anschlagstück kann beispielsweise als eine am Schwimmer um eine waagerechte
Achse drehbar gelagerte Rolle, deren Rand in das Innere, der Hohlführung hineinragt,
ausgebildet sein.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformen
von Vorrichtungen nach der Erfindung dargestellt, und es zeigen Abb. i eine geschnittene
Einzelansicht der wesentlichen Teile einer Ausführungsform der neuen Vorrichtung,
Abb. 2 und 3 einen Längsschnitt und eine Draufsicht auf eine Vorrichtung, bei welcher
ein ringförmiger Schwimmer auf einer mittleren Stange geführt wird, Abb. 4 eine
geschnittene Einzelansicht des beweglichen, auf den Schwimmer einwirkenden Organs.
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In Abb. i bedeutet 2 eine senkrechte Führung, die man sich mit ihrem
oberen Ende am Deckel des die Flüssigkeit enthaltenden Behälters befestigt denken
muß. Diese Führung wird von einem Schwimmer 3 umfaßt. Die Führung :2 besteht aus
einem mit einem Längsschlitz 4 versehenen Rohr, in dessen Innern ein biegsames Kabel
5 angeordnet ist. Das äußere Ende des Kabels 5 ist mit einem nicht dargestellten
Steuerorgan verbunden, welches ermöglicht, das Kabel in einem oder dem anderen Sinne
zu verschieben. Das innere Ende des Kabels 5 ist mit einem Läufer ii versehen.
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Der Schwimmer weist eine Buchse.8 auf, die mit Armen 9 versehen ist.
An den Armen 9 ist eine Rolle io angebracht, die in solcher Lage drehbar gelagert
ist, daß ihr Kranz durch den Schlitz 4 hindurchgreift und in das Innere der Führung
2 hineinreicht.
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Wenn der Läufer i i in der Führung 2 infolge der von außen auf das
Seil 5 ausgeübten Wirkung abwärts bewegt wird, so legt er sich erfindungsgemäß gegen
die Rolle io und übt auf diese Weise einen radialen Druck aus. Dadurch bewirkt der
Läufer eine Verkantung des Schwimmers 3, dessen Buchse 8 sich an der Führung 2 festklemmt
und dadurch den Schwimmer an der Führung blockiert. Dann ist auch der Schwimmer
verhindert, weiter nach abwärts zu gehen, wodurch ermöglicht wird, die Flüssigkeitshöhe
im Behälter zu bestimmen.
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Andererseits kommt der Läufer i i mit der Rolle io nur derart in Eingriff,
daß sein Wiederanheben keinen Widerstand bietet, und der Schwimmer wird, sobald
der Läufer i i keinen Druck auf die Rolle io mehr ausübt, von neuem frei. Um zu
vermeiden, daß der Läufer i i sich mit der Rolle io verbindet, ist es zweckmäßig,
nach der Erfindung dem unteren Ende des Läufers eine kegelstumpfförmige Gestalt
zu geben, deren Fläche genügend geneigt ist, um eine Selbstsperrung mit der Rolle
io zu verhindern.
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Zu diesem Zweck wird vorzugsweise die Länge des . Armes 6 so gewählt,
daß er auf den Schwimmer 3 mit einem viel größeren Arm einwirkt als der Arm, mit
welchem die gegenüberliegenden Wandungen der Hülse 8 bei der Neigung des Schwimmers
Druck auf die Führung ausüben. Der durch die Wandung der Hülse 8 des Schwimmers
3 auf die Fläche der Führung ausgeübte Druck genügt alsdann, den Schwimmer zu verriegeln.
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Durch die von dem Arm 6 auf den Schwimmer ausgeübte Wirkung werden
diese beiden Organe jedoch nicht miteinander verbunden, und mithin kann der Draht
oder das Kabel 5 mit dem Arm 6 leicht zurückgezogen werden, woraus sich ergibt,
daß in dem gleichen Augenblick der Schwimmer wieder frei wird.
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Die obenbeschriebene Wirkung kann auch mit anderen Vorrichtungen erzielt
werden. So zeigt beispielsweise Abb. 2 eine Ausführungsform, bei welcher der Schwimmer
3 einen vorspringenden Arm 9 aufweist. In diesem Arm ist eine Rolle io drehbar gelagert;
die durch den Schlitz 4 hindurch in die Führung 2 hinein sich erstreckt. Das von
außen zu beeinflussende Steuerorgan besteht aus einem Läufer i i" der bei seiner
Berührung mit der Rolle io letztere nach außen verschiebt und mithin eine Neigung
des Schwimmers und dessen Festklemmung an der- Führung 2- zur Folge hat. Auch in
diesem Falle kann der Läufer i i frei wieder zurückgezogen werden, da die Rolle
io und der Läufer ii nicht ineinander eingreifen.
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In den Abb. ä und 3 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt,
gemäß welcher die Rolle io in einer Aussparung des Schwimmers 3 angeordnet ist,
der eine verhältnismäßig große Höhe hat, während die Hülse 8 teilweise ausgespart
ist, um dem engeren Teil eine geeignete Höhe zu geben. Durch die Wandungen dieses
engeren Teiles wird@dieKl:emmwirkung - an der Führungshülse 2 erzeugt.
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Wie bereits angegeben worden ist, dient die Rolle io zum leichteren
Lösen des Läufers ii und verhindert mithin jegliche Möglichkeit, daß der Läufer
mit dem Schwimmer in Eingriff bleibt. Die Wirkung des Läufers i i auf den Schwimmer
3 könnte auch durch einen zum Schwimmer gehörenden Teil erzielt werden, der durch
den Schlitz in das Innere der Führung 2 hinein sich erstreckt.
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Das das Ende des Drahtes oder Kabels bildende Organ besteht zweckmäßig
aus einem hohlen Stück 16, welches auf der gewöhnlich an Drähten oder Kabeln vorhandenen
Verstärkung 17 befestigt ist (Abb. 4).