DE586456C - Elektroakustischer Apparat - Google Patents
Elektroakustischer ApparatInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04R1/20—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
- H04R1/22—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. OKTOBER 1933
21. OKTOBER 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 586456 KLASSE 21a2 GRUPPE 14oi
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Elektroakustischer Apparat
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. August 1932 ab
Der Gegenstand der Erfindung betrifft • einen elektroakustischen Apparat, insbesondere
Mikrophon oder Telephon, und bezweckt eine Verbesserung desselben durch eine Verbesserung
seiner Frequenzkurve.
Derartige Apparate besitzen eine Mehrzahl schwingender Teile, Resonatoren, z. B.
Membran, Luftraum zwischen Membrangehäusen, 'Luftraum zwischen Membran und
Einsprache bzw. bei Telephonen zwischen Membran und Außenrohr, Vormembran usw. Jeder dieser schwingenden Teile hat eine
eigene Resonanz in einem ganz bestimmten Bereich des zu übertragenden Frequenzbandes.
Durch Superposition dieser Resonanzen ergibt sich eine unregelmäßige Frequenzkurve, welche ausgeprägte Spitzen von großer
Steilheit aufweist. Das bedeutet aber, daß ganz bestimmte Töne unverhältnismäßig laut
übertragen werden, während schon die nächstliegenden infolge der großen Steilheit nur
noch schwach oder gar nicht mehr zu hören sind.
Versucht man, die Frequenzkurve durch systematische Aneinanderreihung dieser Resonanzen,
etwa im oberen Teil des Frequenzbandes, zu entzerren, so zeigt sich, daß damit ^ die starken Schwankungen in der Frequenzcharakteristik
nicht ohne weiteres beseitigt werden können. Dies rührt daher, daß die Resonanzkurven durchweg einen zur Resonanzfrequenz
unsymmetrischen Verlauf haben, durch welchen bei Superposition mehrere' solcher Kurven eine erhebliche Vergrößerung
der Steilheit der resultierenden Kurven eintreten kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 eine Resultierende R dargestellt, "welche beispielsweise
durch Superposition dreier solcher verschieden stark gedämpfter Resonanzkurven i, 2, 3 entstanden ist. Es zeigt sich,
da,ß die durch den Abfall der wenig gedämpften Kurve ι bedingte Steilheit durch
das Anfügen der Resonanzen 2 und 3 nur wenig gemildert wird und eine Erweiterung
des Übertragungsfrequenzbandes hierdurch kaum stattfindet.
Der Gegenstand der Erfindung vermeidet nun diese Nachteile dadurch, daß die den
elektroakustischen Apparat bildenden Resonatoren derart ausgebildet und bemessen sind,
daß ihre Resonanzen in Richtung der steigenden Frequenzen mit fallenden Dämpfungsdekrementen sich aneinanderreihen. Durch
diese Anordnung erhält man bei Superposition der verschiedenen Resonanzen eine Resultierende,
welche bedeutend abgeflacht ist und sich mit geringer Steilheit über ein bedeutend
größeres Gebiet des zu übertragenden Frequenzbandes .erstreckt, als das bisher der
Fall war.
Die den verschiedenen Resonatoren eigene
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Carl A. Hartmann in Berlin-Siemensstadt, Hans Jacoby in Falkensee b. Berlin-Spandau
und Gerhard Jung in Berlin-Steglitz.
Dämpfung ist unter anderem durch Reibung, Massenträgheit und bei den Telephonmembranen
durch die bei ihrer Schwingung auftretenden Wirbelströme bedingt. Durch zusätzliche
Hilfsmittel oder durch entsprechende Bemessung oder Ausgestaltung der einzelnen
Resonatoren wird die Resonanz derselben gegenüber dem Frequenzband derart verschoben,
daß die am stärksten gedämpfte to Resonanz, also diejenige Kurve, welche die
geringste Steilheit aufweist, als untere Kurve erscheint, während die Frequenzkurve desjenigen
Resonators, welche die größte Steilheit aufweist, in den oberen Teil des Frequenzbandes
verschoben wird. Weiterhin können erfindungsgemäß Mittel vorgesehen
werden, welche die Höhe der Resonanz zu beeinflussen geeignet sind, um dieselben aneinander
anzugleichen zwecks Erzielung einer möglichst gleichförmig resultierenden Frequenzkurve.
Dies wird vorzugsweise durch Vergrößerung oder Verkleinerung der Reibung
bewegter Teile, durch Veränderung der Massen der schwingenden Teile, durch Veras
änderung der Durchtrittsöffnungen für die bewegten Luftteile usw. ermöglicht. Andere
Hilfsmittel sind beispielsweise Papierscheiben, Seidenscheiben, Druckschrauben, Veränderung
des Luftraumes, Anordnung von Luftspalten in die Membran, Einfügen von
Bandfiltern, Aufrauhen der an bewegte Luftteile grenzenden Oberfläche, schmale Ausbildung
der Magnetkerne usw.
Zweckmäßigerweise kann man auch als zusätzliche Dämpfung einen Teil des elektroakustischen
Apparates verwenden, welcher die durch die Dämpfung vernichtete Energie als Wirkleistung weiterzugeben geeignet ist z. B.
durch Verwendung der Kohlekörnerkammer als Dämpfungsmittel, dadurch, daß man dieselbe
in bestimmtem Maße prall füllt. Durch diese Anordnung wird eine Dämpfung der
Resonanz erzielt, ohne in dem Bereich unterhalb und oberhalb dieser Resonanz eine
solche Dämpfung und damit eine Herabsetzung der Leistung zu verursachen, da die durch die Dämpfung vernichtete Energie der
Membran als Wirkleistung in Form von die Lautstärke bestimmenden Widerstandsänderungen
in der Kohlekörnerkammer abgegeben wird.
Die in der beiliegenden Zeichnung in Fig. 2 dargestellten Frequenzkurven 1, 2 und 3 sind
dieselben wie die in Fig. 1 dargestellte, jedoch gemäß der Erfindung nach ihrer Dämpfung
geordnet. Wie aus dieser Figur her-vorgeht, erhält man eine resultierende
Kurve/?, welche abgeflacht ist und sich über einen wesentlichen Teil des Frequenzbandes
erstreckt, wobei die Steilheit bedeutend verringert ist.
Claims (5)
1. Elektroakustischer Apparat mit Resonatoren, insbesondere Mikrophon oder
Telephon, dadurch gekennzeichnet, daß die im elektroakustischen Apparat enthaltenen
Resonatoren derart ausgebildet und bemessen sind, daß ihre Resonanzen so auf dem Frequenzband verteilt sind,
daß die Resonanzen in Richtung der steigenden Frequenzen mit fallenden Dämpfungsdekrementen
-sich aneinanderreihen.
2. Elektroakustischer Apparat nach An- 7-5 spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die verschiedenen Resonatoren zusätzliche Dämpfungen .erhalten.
3. Elektroakustischer Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfung durch Energie verbrauchende Zusatzmittel, z. B, Papier, Seidenscheiben,
Druckschrauben oder schmale Kanäle und Schlitze, erreicht wird.
4. Elektroakustischer Apparat nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfung durch Wirkleistungsabgabe an den Verbraucher, z. B. an die Kohlekörnerkammer, erreicht wird.
5. Elektroakustischer Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dämpfung vorzugsweise durch Verringerung der Masse der einzelnen Resonatoren
erreicht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES105885D DE586456C (de) | 1932-08-20 | 1932-08-20 | Elektroakustischer Apparat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES105885D DE586456C (de) | 1932-08-20 | 1932-08-20 | Elektroakustischer Apparat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE586456C true DE586456C (de) | 1933-10-21 |
Family
ID=7526938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES105885D Expired DE586456C (de) | 1932-08-20 | 1932-08-20 | Elektroakustischer Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE586456C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975221C (de) * | 1955-04-09 | 1961-10-05 | Karl Dr-Ing Schoeps | Magnetisches Mikrophon |
| DE2738773A1 (de) * | 1976-09-01 | 1978-03-09 | Seiko Instr & Electronics | Elektroakustischer wandler |
| DE3131349A1 (de) * | 1981-08-07 | 1983-02-24 | Rosenthal Technik Ag, 8672 Selb | Piezoelektrischer dreitongeber |
-
1932
- 1932-08-20 DE DES105885D patent/DE586456C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975221C (de) * | 1955-04-09 | 1961-10-05 | Karl Dr-Ing Schoeps | Magnetisches Mikrophon |
| DE2738773A1 (de) * | 1976-09-01 | 1978-03-09 | Seiko Instr & Electronics | Elektroakustischer wandler |
| DE3131349A1 (de) * | 1981-08-07 | 1983-02-24 | Rosenthal Technik Ag, 8672 Selb | Piezoelektrischer dreitongeber |
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