DE578348C - Axialdresch- und -strohzerreissmaschine mit stufenweiser Verarbeitung des Dreschgutes und Reinigungsvorrichtung - Google Patents
Axialdresch- und -strohzerreissmaschine mit stufenweiser Verarbeitung des Dreschgutes und ReinigungsvorrichtungInfo
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- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F7/00—Threshing apparatus
- A01F7/02—Threshing apparatus with rotating tools
- A01F7/06—Threshing apparatus with rotating tools with axles in line with the feeding direction ; Axial threshing machines
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Description
Die den Gegenstand des Hauptpatentes bildende Axialdresch- und -Strohzerreißmaschine
mit stufenweiser Verarbeitung des Dreschgutes und Reinigungsvorrichtung ist auch
zur stufenweisen Verarbeitung des Reinigungsgutes eingerichtet, indem die Reinigungsgutströme
verschiedenen Verunreinigungsgrades durch voneinander getrennte, in Achsenrichtung der Maschinentrommel
ίο und unterhalb derselben liegende Leitmittel
verschiedenen untereinander angeordneten Stufen der Reinigungsvorrichtung zugeführt
werden.
Gemäß der Erfindung sind für die verschiedenen aus der Arbeitstrommel austretenden
Gutströme an sich bekannte Reinigungsvorrichtungen mit durch Gebläse belüfteten Schüttelsieben quer zur Längsachse der Maschine
in deren Längsrichtung hintereinander angeordnet, wobei es sich empfiehlt, die Gebläse
oder ein einziges entsprechend größer bzw. länger ausgebildetes Gebläse parallel zur
Längsachse der Maschine anzuordnen.
Durch Anordnung der unter der Trommel befindlichen Reinigungsvorrichtungen nebeneinander
wird die Bauhöhe der Maschine verkleinert, deren Standsicherheit verbessert und
das Einlegen vereinfacht. Die Reinigungsvorrichtungen können übersichtlicher bzw. leichter
hergestellt werden und eine wesentlich größere Arbeitsfläche erhalten, was bei günstigerer
Verteilung des Reinigungsgutes eine bessere Absiebung und Reinigung der Körner ergibt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Abb. 1 zeigt einen
Längsschnitt durch die Maschine. Abb. 2 veranschaulicht die Draufsicht. Abb. 3 stellt
eine Ansicht vom hinteren Maschinenende dar. Abb. 4 zeigt einen Querschnitt nach der
Linie A-A der Abb. 2, Abb. 5 einen Querschnitt nach der Linie B-B der Abb. 2 und
Abb. 4a veranschaulicht einen Querschnitt durch das Gebläse.
Es ist ι und 4 die Trommel einer Axialdresch- und -Strohzerreißmaschine vom
Schlayer-Typ, d.. h. die auf der Schlägerwelle 2 befestigten Arbeitskörper 3 stehen am
Einlaufende in einem gewissen radialen Abstande von den an der Dresch- und Zerreißtrommel
4 angeordneten Gegenkörpern 5, wobei ihr Abstand nach dem Auslaufende der
Maschine kleiner wird, bis sie in einen gegenseitigen
Eingriff von zunehmender Wirksamkeit übergehen. Es bezeichnet I die Dreschzone, II die Vorzerreißzone, III die Endzerreißzone,
IV den Kurzstrohauslauf.
Die Maschinentrommel ι wird von einem Rahmen 6 getragen, der auf abnehmbaren
Fahrrädern 7 ruht und in seinem unteren Teil mit verstellbaren, zahnartig ausgebildeten
ίο Füßen 8 versehen ist, auf denen die Maschine
während der Arbeit steht. Auf einem vorderen und mittleren Querteil des Rahmens 6
sind die Lager 9 für die Schlägerwelle 2 befestigt, welche am vorderen Ende die Antriebsriemenscheibe
10, am hinteren Ende eine axial verstellbare Stauscheibe 11 trägt. Letztere
läßt zwischen ihrem Außenkranz und der Trommel wandung das gehäckselte Stroh austreten,
während sie an der Nabe eine Öffnung zum Einlassen von Zusatzluft aufweist. Diese
strömt vom hinteren Maschinenende durch einen zylindrischen Aufsatz 12, welcher die
als Kurzstrohauslauf dienende Haube 13 durchsetzt.
Seitlich der Trommel 4 befindet sich der Einlauftrog 14. Die beschriebenen Teile sind
bekannt und bilden nicht Gegenstand der Erfindung.
Auf der Seite des Einlauftroges sind parallel zur Trommelachse die Gebläse 17, 18
für die Körnerreinigungsvorrichtungen angeordnet, wobei die Lager 15 der gemeinsamen
Gebläsewelle 16 für die Gebläseflügel 19 an den Seitenteilen des Rahmens 6 befestigt sind.
Das vordere Gebläse 17 erstreckt sich bis zum Ende des Endzerreißraumes III, das hintere
Gebläse vom ersten Drittel der Haube 13 bis zum hinteren Ouerteil des Rahmens 6.
Die Gebläsewelle 16 ist durch Riementrieb 20 mit der Schlägerwelle 2 verbunden.
Unterhalb der Dresch- und Zerreißtrommel 4 und vor dem Gebläse 17 befindet sich
eine in an sich bekannter Weise aus zwei übereinanderliegenden, gegenläufig bewegten
Schüttelkästen bestehende Vorreinigungsvorrichtung 21, die vorn an Federn 22, hinten an
Schwinghebeln 221 aufgehängt ist und eine quer zur Maschinentrommel gerichtete Bewegung
ausführt, die von der Gebläsewelle 16 mittels Schubstangen 23 abgeleitet wird. Aus
der Schnittdarstellung (Abb. 4) ersieht man, daß die aus dem Kanal 24 des Gebläses 17
austretende Luft, wie bekannt, beide Schüttelkästen regelbar belüftet und auf die aus
der Trommel 4 austretenden Reinigungsgutströme einwirkt.
Im Kanal 24 befindet sich ein an sich bekanntes, im Querschnitt dreieckiges Reglerblech 241, das um die Kante 242 seiner breiten
Grundfläche geschwenkt werden kann. Mit Hilfe dieses Bleches läßt sich die im Einlaufteil
des Kanals gleichmäßig verteilte Gebläseluft im Augenblick des Austritts auf die
beiden Austrittsstellen gleichmäßig oder ungleichmäßig verteilen.
In der Berührungsebene der Zonen I und II, gegebenenfalls auch in der Berührungsebene
der Zonen II und III ist auf dem oberen Sieb der Reinigungsvorrichtung 21 eine die Gutströme
trennende Leiste 211 fest oder ausbaubar angebracht. - 25 bedeutet einen die vorgereinigten
Körner auffangenden und zu einem Becherwerk führenden Kanal. Eine zweite, ebenfalls aus zwei übereinanderliegenden,
gegenläufig und quer zur Maschinenlängsachse bewegten Schüttelkästen bestehende Vorreinigungsvorrichtung 27 befindet sich
unter und hinter der Haube 13. Der Antrieb dieser Vorrichtung kann von der Vorrichtung
21 abgeleitet werden, mit der es dann starr zu kuppeln ist. Es kann jedoch auch hier zum
Antrieb ein Schwinghebel 221 benutzt werden. Der kurze untere Arm der Schwinghebel 221
greift unmittelbar am unteren Kasten des S chüttelwerkes an, während der längere obere
Arm durch eine Schubstange mit dem oberen Kasten der Vorrichtung in Verbindung steht.
Letzterer hängt vorn und hinten an Federn 22, während der Unterkasten vorn auf Stützfedern
ruht und am hinteren Ende von den Schwinghebeln getragen wird. Die Angriffstelle
der Schubstange 23 am Schwinghebel 22X kann, wie üblich, verstellbar sein. Die
Verwendung von Schwinghebeln ermöglicht, jedem Kasten einen seiner Arbeitsbeanspruchung
entsprechenden Hub zu erteilen, ohne an der gemeinsamen Antriebswelle 16 etwas
ändern zu müssen. Die Reinigungsvorrichtung 27 wird durch das Gebläse 18 belüftet,
und zwar gegebenenfalls auch regelbar. Die vorgereinigten Körner gelangen durch einen
Kanal 28 zum Becherwerk 26.
Letzteres ist zwischen den Gebläsen 17, 18
bis zu solcher Höhe durchgeführt, daß es die Körner in eine über dem Maschinenrahmen 6
parallel zur Maschinenlängsachse liegende Trommel 29 abgeben kann, welche als Entgranner-
und Fördervorrichtung dient und die Körner in das hinter der Haube 13 über der
Reinigungsvorrichtung 27 befindliche Putzwerk 30 befördert. Wenn das Getreide nicht
grannenhaltig ist, werden die Körner durch eine Fördervorrichtung 291 unmittelbar dem
Putzwerk 30 zugeführt.
Letzteres besteht, wie bekannt, aus einem einzigen, quer zur Maschinenlängsachse bewegbaren,
an senkrechten Federn aufgehängten Schüttelkasten, der mittels eines am Ende des Entgranners angeordneten Gebläses 31 belüftet
wird. Zum Antrieb dient eine an die Schubstange 23 angreifende Schubstange 301.
Das abgesiebte Korn wird auf dem Boden 32
gesammelt und den Absackstutzen 33 zugeführt. Übergeblasene Körner oder Halme
• fallen durch einen nach rückwärts gerichteten Trichter 34 auf das obere Sieb der Vorreinigungsvorrichtung
27, wo sie auf einer beispielsweise durch Leiste 271 abgesonderten Fläche zur nochmaligen Reinigung bzw. weiteren
Verarbeitung kommen. 35 stellt den von dem Absackbecherwerk 26 abgeleiteten
to Antrieb der Entgranner- bzw. Fördervorrichtung 29, 291 dar.
Die Maschine arbeitet wie folgt: Das zu dreschende Getreide wird, wie üblich., durch
den Einlauf 14 den Schlägern 3 zugeführt, die es erfassen und in der Zone I durch Schleudern
gegen die feststehenden Körper 5 entkörnen, während es in der Zone II infolge der
zunehmenden Annäherung der Arbeitskörper 3, 5 eine schärfere, dem Zerreißen sich
nähernde Behandlung erfährt, die im Raum III in ein Zerfetzen von gewünschter Wirksamkeit
übergeht.
Entsprechend dieser Behandlungsweise tritt durch den siebartig ausgebildeten unteren
Teil der Trommel 1, 4 und aus der unteren Öffnung der Haube 13 ein Reinigungsgutstrom,
den man sich aus axial hintereinanderliegenden Einzelströmen zusammengesetzt denken kann, die in der Einlaufzone im
wesentlichen nur aus Körnern bestehen, nach dem hinteren Maschinenende zu aber mehr
und mehr Verunreinigungen mit sich führen und am Auslaufende fast nur noch Kurzstroh
enthalten.
Durch die neuartige Anordnung der Gebläse und Reinigungsvorrichtungen 21, 27 zur
Arbeitstrommel 4 werden die einzelnen Gutströme nebeneinander und quer zur Längsrichtung
der Maschine verarbeitet, wobei sie unmittelbar je für sich dem Windstrome ausgesetzt
werden. Die Reinigung ist somit fast ganz auf die Windwirkung der Gebläse eingestellt,
während die Arbeit der Siebe mehr zurücktritt. Letztere dienen im wesentlichen nur noch dazu, das Reinigungsgut in seinem
Fall etwas aufzuhalten, damit der Wind genügend und öfter zur Geltung kommt. Die
Gutströme bewegen sich nahezu in gerader Linie nach außen, so daß sie auch ohne An-
go Ordnung von besonderen Wänden auf den Sieben parallel nebeneinander und damit für
sich bleiben.
Natürlich können besondere Verhältnisse die Anordnung mehrerer Trennwände als
wünschenswert erscheinen lassen. So'hat die bei der vorderen Reinigungsvorrichtung dargestellte
Leiste 211 den Zweck, bei Getreide mit scharfen, als Viehfutter nicht verwendbaren,
in der Einlegezone sich lösenden Ährenteilen letztere vollständig von dem übrigen Kurzstroh zu trennen und.dies auch ,
augenfällig dem Bedienungspersonal kenntlich zu machen.
Das aus der Haube 13 austretende Kurzstroh befindet sich in einem scharf blasenden
Windstrom der Maschine, welche, wie bekannt, zusätzliche Arbeitsluft durch den Aufsatz
12 ansaugt. Der Windstrom lockert das auf das hintere Vorreinigungswerk 27 fallende
Kurzstroh auf und verteilt es auf der Siebfläche, die ganz von dem Gebläse 18 belüftet
wird.
Die in den Vorreinigungsvorrichtungen 21, gleichmäßig vorgereinigten Körner gelangen
zum Becherwerk 26, das sie in die als Entgranner arbeitende Trommel 29 oder in die Fördervorrichtung 291 befördert, von wo
sie in das Putzwerk 30 übertreten. Die gereinigten Körner werden bei 33 abgesackt.
Die Erfindung ist auch anwendbar bei Maschinen, die nur dreschen oder nur zerreißen.
Claims (6)
1. Axialdresch- und -strohzerreißmaschine mit stufenweiser Verarbeitung
des Dreschgutes und Reinigungsvorrichtung nach Patent 540 256, dadurch gekennzeichnet,
daß für die verschiedenen aus der Trommel (4) austretenden Gutströme an sich bekannte Reinigungsvorrichtungen
(21, 27) mit durch Gebläse (17, 18) belüfteten Schüttelsieben quer
zur Längsachse der Maschine in deren Längsrichtung hintereinander angeordnet sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläse (17, 18)
parallel zur Längsachse der Maschine liegen und in den Raum zwischen Arbeitstrommel (4), Siebwerk (21, 27) und Ma-
schinengestell hineingerückt sind, wobei ihre Luftauslässe (24) dicht neben und
unterhalb der das Reinigungsgut durchlassenden Öffnungen der Arbeitstrommel münden. i°5
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der oder
den Reinigungsvorrichtungen in deren Längsrichtung verlaufende, fest oder ausbaubar
angeordnete senkrechte Wände (211, 271) zum Abteilen des Reinigungsgutes vorgesehen sind.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leitböden (25, 28) für die in den Reinigungsvorrichtungen anfallenden, Unwesentlichen
gleichmäßig vorgereinigten Körner in das Aufnahmeende eines zwischen zwei Reinigungsvorrichtungen angeordneten
Becherwerkes (26) münden, das die Körner einer hinter dem Maschinengehäuse oberhalb der letzten Reini-
gungsvorrichtung liegenden Endreinigungsvorrichtung (30) zuführt.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen dein
Becherwerk und der Endreinigungsvorrichtung eingeschaltete Förderschnecke (29, 291) in bekannter Weise als Entgranner
ausgebildet ist.
6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Endreinigungsvorrichtung
(30) ein für das vorübergehende Reinigungsgut bestimmter Fallkanal (24) vorgesehen ist, der über
einem durch eine Längsleiste (271) gebildeten Abteil des oberen Siebes der einen
Reinigungsvorrichtung (27) mündet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| DESCH89296D Expired DE578348C (de) | 1928-02-20 | 1929-02-15 | Axialdresch- und -strohzerreissmaschine mit stufenweiser Verarbeitung des Dreschgutes und Reinigungsvorrichtung |
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1929
- 1929-02-15 DE DESCH89296D patent/DE578348C/de not_active Expired
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