DE1951289B1 - Vorrichtung zum Rupfen von Gefluegel - Google Patents
Vorrichtung zum Rupfen von GefluegelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Rupfen von Geflügel, mit einer Anzahl rotierend
angetriebener, mit axial vorstehenden Rupffingern bestückten Rupf scheiben, die in verschiedenen Höhen
und einander gegenüberliegend längs der Bahn des Geflügels angeordnet sind.
Vorrichtungen dieser Art sind an sich bekannt. Die bekanntesten Vorrichtungen sind jedoch derart
ausgebildet, daß sie jeweils nur zum Behandeln einer bestimmten Geflügelart, die eine bestimmte Größe
aufweist, geeignet sind. Bei den bekannten Vorrichtungen besteht nicht oder nur in sehr beschränktem
Maße die Möglichkeit, die Rupfscheiben derart zu richten und einzustellen, daß eine bestimmte Vorrichtung
mit wenig Aufwand zum Behändem einer anderen Geflügelsorte als die, für welche die Vorrichtung
vorgesehen ist, geeignet gemacht werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erläuterten Art zu schaffen, ao
welche bei einfachem Aufbau und wirtschaftlicher Herstellung rasch auf verschiedene Geflügelarten umstellbar
ist, im Betrieb robust, zuverlässig und einfach zu warten ist und bei der im Fall von Störungen
einzelne Teile rasch ausgewechselt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im wesentlichen gleiche, längliche, prismatische
Träger vorgesehen sind, von denen jeder eine Anzahl in seiner Längsrichtung im wesentlichen in
einer Linie angeordneter Rupfscheiben trägt und einen Antriebsmotor für die untereinander gekuppelten
Rupfscheiben aufweist, wobei jeder Träger leicht austauschbar und in Höhe, im Abstand zu benachbarten
sowie gegenüberliegenden Trägern und in seiner Winkelstellung beliebig einstellbar an einem
Gestell angebracht ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat wesentliche Vorteile. Sie ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut
und enthält eine Anzahl gleich aufgebauter Einheiten, die in ihrer Lage zueinander verstellbar und
rasch auswechselbar sind. Diese Einheiten sind als längliche prismatische Träger ausgestaltet, von denen
jeder jeweils eine Anzahl in der Längsrichtung der Träger, im wesentlichen in einer Linie liegende Rupfscheiben
trägt. Durch diesen Aufbau, bei dem die Vorrichtung aus einer Anzahl untereinander gleicher
Einheiten besteht, die jede ihren eigenen Antrieb aufweist, ist es möglich, eine existierende Vorrichtung
einfach und schnell durch Hinzufügen oder Entfernen eines oder mehrerer Rupfscheiben-Träger,
die jeweils ihren eigenen Antriebsmotor aufweisen, für die Bearbeitung einer beliebigen anderen Geflügelart
geeignet zu machen. Durch die weitgehende Einstellbarkeit der Stellung der Träger und damit
der Rupfscheiben kann eine sehr gute Anpassung an die jeweilige Form des Geflügels erhalten werden,
wodurch sich eine optimale Rupfwirkung erzielen läßt. Die Wartung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist sehr einfach. Wenn in einer der Baueinheiten ein Defekt eintritt, kann die betroffene Einheit
rasch entfernt und durch eine andere ersetzt werden. Hieraus geht hervor, daß der Aufbau und
eine etwaige Reparatur der gesamten Vorrichtung leicht mit einem Mindestmaß an Zeitverlust durchgeführt
werden kann, wodurch die Bearbeitung des Geflügels, die in einem kontinuierlichen Vorgang vor
sich geht, auch bei Reparaturen so wenig wie möglich oder überhaupt nicht unterbrochen wird. Insgesamt
gesehen ist die erfindungsgemäße Vorrichtung somit einfach aufgebaut und im Betrieb robust und
wirtschaftlich und gut an unterschiedliche Geflügelarten anpaßbar.
Mit Vorteil ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß unterhalb der einander
gegenüberhegenden Rupfscheiben-Träger eine an sich bekannte, mit Rupffingern versehene Rupftrommel
oder ein weiterer Rupfscheiben-Träger vorgesehen ist.
Auf diese Weise werden die Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung noch erhöht.
Obwohl die Funktion der Rupffinger einer derartigen unteren Rupftrommel bis auf eine gewisse
Höhe von den unteren Rupfscheibenreihen übernommen werden kann, die zu diesem Zweck schräg
einwärts gerichtet aufgestellt werden könnten, ist es bei der Bearbeitung bestimmter Geflügelarten sehr
vorteilhaft, wenn eine derartige Rupftrommel zusätzlich angeordnet ist, um ein besonders zufriedenstellendes
Rupfen des Geflügels zu erreichen.
Eine günstige Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist auch dadurch gegeben, daß jeder
Träger um seme Längsachse kippbar an semen beiden
Enden mit je einer Stütze über ein eine Verstellung in Querrichtung erlaubendes Zwischenstück verbunden
ist, wobei diese Stützen höhenverstellbar von senkrechten an dem Gestell vorgesehenen Ständern
getragen sind. Auf diese Weise ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau und eine weitgehende Möglichkeit,
die einzelnen Rupfscheiben-Träger relativ zueinander in ihrer Lage einzustellen.
Ein günstiger Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
der eine Anpassung an die jeweiligen Raum- und Arbeitsverhältnisse ermöglicht, ist dadurch
gegeben, daß das Gestell vier Beine aufweist, an denen zwei quer zur Bewegungsbahn des Geflügels
verlaufende Balken höhenverstellbar angeordnet sind, an denen in einstellbarem Abstand von den Beinen
die Ständer befestigt sind.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
teilweise im Schnitt,
Fig. 2 bis 5 verschiedene Ausführungsbeispiele und Einstellungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in skizzenhafter Darstellung.
Die in der F i g. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem die vier Beine la bis Id aufweisenden
Gestell, wobei die Beine la und Ib sowie die Beine Ic und Id durch eine Querstange 2 miteinander verbunden
sind. Um jedes Bein ist ein Führungsschuh 3α bis 3d vorgesehen, und zwar derart, daß diese
Führungsschuhe auf einer bestimmten gewünschten Höhe an den Beinen la bis Id festgelegt werden
können. Die Führungsschuhe 3 α und 3 c tragen den Querbalken 4; die Führungsschuhe 3 b und 3 d tragen
den Querbalken 5. Entlang dieser Querbalken 4 und 5 sind die Führungsschuhe 6 α bis 6 d vorgesehen,
an denen die Ständer Ta bis 7d befestigt sind.
Die die Rupfscheiben tragenden Träger, die alle untereinander gleich ausgebildet und mit den Bezeichnungen
8 α bis 8 h angegeben sind, sind zwischen den Ständern 7 α und 7 b bzw. 7 c und 7 d befestigt.
Zu diesem Zweck ist jeder Rupf scheiben-
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träger an seinen beiden Enden mit einem Zwischenstück 9 versehen, das derart ausgeführt ist, daß der
beteiligte Träger in einer Richtung quer zu seiner Längsachse hinsichtlich dieser Zwischenstücke- verschiebbar
ist. Jedes Zwischenstück ist in im einzelnen nicht dargestellter Weise um die Längsachse des Trägers
kippbar mit einer Stütze 10 verbunden, welche Stützen 10 entlang den zugehörigen Ständern 7 α bis
7 rf angebracht sind. Dies erfolgt dabei derart, daß die Stelle, an der eine bestimmte Stütze entlang dem
Ständer festgelegt werden kann, einstellbar ist; zu diesem Zweck können z. B. Zahnstangen 11 α bis 11 rf
verwendet werden. ·
Jeder Rupfscheibenträger 8 a, Sb usw. ist mit seinem
eigenen Elektromotor 12 verbunden, der über ein Treibband 13 (in dem teilweise aufgeschnitten
dargestellten Träger 8 c ersichtlich) die Rupfscheiben 14 antreibt. Selbstverständlich kann der Antrieb der
Rupfscheiben auch in anderer Weise, z. B. mittels ineinandergreifender Zahnräder, verwirklicht werden.
Die Einstellmöglichkeiten der mit den Rupfscheiben versehenen Träger sind vielerlei. So kann der
Abstand und die Querrichtung hinsichtlich der Gefiügelbahn
der Ständer 7 α und Ib und der Ständer
Ic und 7 rf dadurch eingestellt werden, daß die
Führungsschuhe 6 a bis 6d entlang den Querbalken
4, 5 verstellt und an der richtigen Stelle festgestellt werden. Hierdurch kann nicht nur der
gewünschte gegenseitige Abstand in Zusammenhang mit dem zu behandelnden Geflügel eingestellt werden,
sondern wird auch die Überwachung und Reinigung erleichtert, wobei die eingestellte Winkelstellung
und das Niveau der unterschiedlichen Träger beibehalten bleiben.
Die Höhe der ganzen Träger anordnung kann auch durch Verstellen der Führungsschuhe 3α bis 3d
entlang den Beinen la bis Id geändert werden. Außerdem kann jeder Träger mittels der Zwischenstücke
9 noch zusätzlich in Querrichtung eingestellt werden, während weiter die Winkelstellung jedes
Trägers hinsichtlich der Senkrechten gesondert eingestellt werden kann.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen einige Beispiele möglicher
Aufstellungen der Rupf scheiben aufweisenden Träger. Dabei zeigen die Fig. 2, 3 und 5 Ausführungsfornien,
wobei ausschließlich Träger mit Rupfscheiben verwendet werden, während Fig. 4 veranschaulicht,
wie das Gestell mit einer mit ihrer Längsachse in der Bewegungsrichtung des Geflügels
liegenden an sich bekannten Rupftrommel 15 versehen sein kann, die mit ihrem nicht dargestellten
Antrieb in einem abnehmbar in dem Gestell angeordneten und in senkrechter Richtung einstellbaren
Halter 16 angeordnet sind.
Wie Fig. 5 zeigt, kann jedoch auch an Stelle einer Rupftrommel mit radialen Rupffingern ein
Träger 17 mit Rupfscheiben derart zwischen den zwei Reihen Rupfscheibenträgern 8 a bis 8 / angeordnet
sein, daß die Rupffinger von unten gegen den Raum zwischen den seitlich aufgestellten Rupfscheiben
gerichtet sind.
Aus F i g. 1 geht hervor, daß es besonders einfach ist, ein oder mehrere vollständige Rupfscheibenträger
mit ihrem Antrieb zu entfernen, wenn die Verarbeitungsanlage, in die die Rupfvorrichtung aufgenommen
ist, z. B. auf die Verarbeitung einer anderen Geflügelart umgestellt werden soll, oder wenn eine
Störung eingetreten ist.
Unter Beibehaltung der eingestellten Stellung der Stützen 10 und der Zwischenstücke 9 kann ein bestimmter
Träger abgenommen werden, so daß der neue Träger genau dieselbe Stellung einnimmt.
Arbeiten an den Rupfscheiben, der Lagerung und dem Antrieb brauchen nicht mehr an der Maschine
selbst vorgenommen zu werden. Falls ein Ersatzträger zur Verfügung steht, kann im Turnus ein Rupfscheibenträger
nach dem anderen ersetzt werden. Die ausgewechselten Rupfscheibenträger der Vorrichtung
können dann leicht in der Werkstätte überprüft und gegebenenfalls ausgebessert werden.
...
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Rupfen von Geflügel, mit einer Anzahl rotierend angetriebener, mit axial
vorstehenden Rupffingern bestückten Rupfscheiben, die in verschiedenen Höhen und einander
gegenüberliegend längs der Bahn des Geflügels angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen gleiche, längliche,
prismatische Träger (8 α bis 8 /) vorgesehen sind, von denen jeder eine Anzahl in seiner Längsrichtung
im wesentlichen in einer Linie angeordneter Rupfscheiben trägt und einen Antriebsmotor
für die untereinander gekuppelten Rupfscheiben aufweist, wobei jeder Träger (8 α bis
8 /) leicht austauschbar und in Höhe, im Abstand zu benachbarten sowie gegenüberliegenden Trägern
und in seiner Winkelstellung einstellbar an einem Gestell angebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der einander gegenüberliegenden
Rupfscheibenträger (8 α bis 8/) eine an sich bekannte, mit Rupffingern versehene
Rupftrommel (15) oder ein weiterer Rupfscheibenträger (17) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Träger (8 α bis
8/) um seine Längsachse kippbar an seinen beiden Enden mit je einer Stütze (10) über ein
eine Verstellung in Querrichtung erlaubendes Zwischenstück (9) verbunden ist. wobei diese
Stützen (10) höhenverstellbar von senkrechten an dem Gestell vorgesehenen Ständern (7 α bis
7 rf) getragen sind.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3.
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell vier Beine (1 α bis 1 rf) aufweist, an denen zwei quer
zur Bewegungsbahn des Geflügels verlaufende Balken (4, 5) höhenverstellbar angeordnet sind,
an denen in einstellbarem Abstand von den Beinen (la bis lrf) die Ständer (7α bis 7rf)
befestigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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