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DE575891C - Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial fuer Schuhoberleder - Google Patents

Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial fuer Schuhoberleder

Info

Publication number
DE575891C
DE575891C DEU11820D DEU0011820D DE575891C DE 575891 C DE575891 C DE 575891C DE U11820 D DEU11820 D DE U11820D DE U0011820 D DEU0011820 D DE U0011820D DE 575891 C DE575891 C DE 575891C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
upper leather
cloth
lining
leather
fibers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU11820D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
United Shoe Machinery Corp
Original Assignee
United Shoe Machinery Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United Shoe Machinery Corp filed Critical United Shoe Machinery Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE575891C publication Critical patent/DE575891C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/07Linings therefor

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial für Schuhoberleder Futtertuch für Schuhwerk, beispielsweise und insbesondere sogenanntes Verstärkungsfutter für den Vorderteil des Schuhoberleders, besteht gewöhnlich aus gerauhtem Gewebestoff oder Drell, das im Falle des Verstärkungsfutters zwischen dem Oberleder selbst und dem eigentlichen Futter eingefügt wird und auf Grund dessen das Oberleder sich, wie erwünscht, weich und satt anfühlt.
  • Bei dem Zusammenfügen der verschiedenen Oberlederbestandteile war es seither üblich, die gerauhte Seite des Verstärkungsfutters mittels einer Bürste mit Klebstoff oder Kitt zu bestreichen, das Verstärkungsfutter gegen das Oberleder zu legen und dann anzureiben. Dieses Verfahren ist nicht allein zeitraubend, unsauber und klebstoffverschwendend, sondern die Verbindung zwischen dem Oberleder und dem Futter ist nicht gleichmäßig, so daß oft das Oberleder, nachdem das Klebemittel abgebunden hat, an manchen Stellen sehr hart ist und an anderen Stellen keine Bindung zwischen Oberleder und Verstärkungsfutter besteht.
  • Die Erfindung bezweckt deshalb, Futter- und Verstärkungsmaterial glatt und gleichmäßig an dem Oberleder anzubringen, so daß insbesondere das von Verstärkungsmaterial hinterlegte Oberleder sich weich und satt anfühlt. Das Anbringen des Verstärkungsfutters soll gleichzeitig rascher, sauberer und sparsamer geschehen.
  • Zu diesem Zweck ist Gegenstand der Erfindung ein gerauhtes Tuchzeug für Schuhfutter o. dgl., dessen Noppefasern an ihren äußeren Teilen kleine Klebstoffteilchen tragen. Der verwandte Klebstoff oder Kitt ist vorzugsweise thermoplastisch bei einer Temperatur, die höher als die durchschnittliche atmosphärische Temperatur ist, jedoch nicht hoch genug ist, iun irgendwie dem Leder schädlich zu sein, z. B. 5o' bis 65' Celsius.
  • Das Tuchzeug, d. h. die gerauhte Seite desselben, wird entweder während des Herstellungsprozesses, insbesondere bei Entnahme aus der Rauhmaschine, oder in einem besonderen Arbeitsgang nach der vollendeten Herstellung (einschließlich Rauhen) des Tuchzeuges mit einer Klebstoff- oder Kittlösung oder einer Klebstoffemulsion besprüht, so daß die Noppefasern des Tuchzeuges die fein verteilten Teilchen des Sprühregens mit ihren äußeren Teilen auffangen und festhalten.
  • Bei dem Anbringen eines solchen vorbehandelten Futtermaterials an dem Oberleder genügt ein leichtes Anpressen des Futters gegen das Oberleder unter Aufwendung von Wärme, wodurch die thermoplastischen Klebstoffbestandteile eine Verbindung der Noppefasern mit dem Oberleder bewirken. Wie ersichtlich, besteht somit keine starre Verbindung zwischen Futter und Oberleder, so daß eine begrenzte Bewegung oder Verschiebung der Oberlederlagen zueinander möglich ist, welcher Umstand insbesondere zum Ausgleich des beim Überholen und Zwicken des Oberleders ausgeübten Zuges von großem Wert ist und ebenfalls die Faltenbildung des Oberleders verhütet.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht.
  • Fig. z ist eine stark vergrößerte Draufsicht auf die äußeren Enden der Noppefasern eines Tuchzeuges mit von diesen getragenen Klebstoffteilchen.
  • Fig. z ist ein vergrößerter Querschnitt durch das in Fig. r dargestellte Tuchzeug.
  • Fig. 3 ist ein vergrößerter Querschnitt eines Oberledermaterials,wobei das in Fig. z und 2 dargestellte Tuchzeug als Verstärkungsfutter zwischen dem Oberleder und dem eigentlichen Futtertuch eingefügt ist.
  • In Fig. x ist ein gerauhtes Schuhfuttertuch oder Verstärkungsfutter dargestellt, dessen Noppefasern zo an der Außenseite einzelne Klebstoffteilchen tragen. Die Klebstoffteilchen können verschiedene Formen annehmen, wie bei 12, 1q., 16 und 18 angedeutet. Bei 12 befindet sich ein Klebstoffteilchen an dem Ende einer Faser; bei 1q. sind mehrere Klebstoffteilchen in der Mitte einer Faser angesammelt; bei 16 haben sich mehrere Teilchen oder Tröpfchen in der Mitte einer Faser zu einem länglichen Gebilde vereinigt, und wo mehrere Fasern sich kreuzen oder sonstwie berühren, befinden sich, wie bei 18 dargestellt, größere Ansammlungen von Klebstofftröpfchen. Es ist ersichtlich, daß der Klebstoffbezug auf den Fasern nicht einheitlich und ununterbrochen ist, sondern daß die Klebstoffteilchen durch verhältnismäßig weite Zwischenräume voneinander getrennt sind. In Fig. 2 ist der Hauptteil des Tuchzeuges mit 2o bezeichnet. Es ist aus dieser Figur ersichtlich, daß die Klebstoffteilchen an den äußeren oder freien Teilen der Fasern abgelagert sind, so daß der größte Teil der INToppendicke keinen Klebstoff aufweist.
  • Um das Zeit und Material verschwendende Auftragen von Klebstoff auf jedes einzelne Verstärkungsstück in der Schuhfabrik zu vermeiden, wird der Klebstoff bereits während des Herstellungsprozesses des Tuchzeuges auf die Noppe aufgetragen, und zwar vorzugsweise durch Aufsprühen einer geeigneten Emulsion oder Lösung eines Klebstoffes oder durch anderweitiges Niederschlagen in fein verteilter Verfassung. Das Tuchzeug kann bei der Herausnahme aus der Aufrauhmaschine, wie beschrieben, besprüht werden. Es kann aber auch dies in einem gesonderten Arbeitsgang an dem bereits gerauhten Tuchzeug vorgenommen werden. Vorzugsweise wird das bereits gerauhte Tuchzeug in großer Geschwindigkeit an Düsen vorbeigeführt, durch welche eine Klebstofflösung auf das Tuchzeug gesprüht wird. Die äußeren Teile der Noppefasern fangen den Sprühregen und halten die Tröpfchen fest, worauf das Lösungsmittel verdunstet.
  • Verschiedene Klebemittel mögen zu diesem Zwecke verwandt werden, einerlei ob sie plastisch sind oder nicht. Sehr gute Ergebnisse sind mit Paracumaronharz erreicht worden. Es ist dies ein klares, leicht gefärbtes, synthetisches Harz bekannter Art mit einem Schmelzpunkt von 5o bis 65' C.
  • Als ein geeignetes Lösungsmittel für dieses Harz kommt insbesondere Tetrachlorkohlenstoff in Betracht. Das Harz ist ebenfalls erhältlich in der Gestalt einer Wasseremulsion, in dem das Harz mit Wasser in einer geeigneten Colloidmühle gemahlen wird, wobei, wenn erwünscht, ein Emulsierungsmittel, z. B. Seife, hinzugefügt werden kann. Diese Emulsion wird in gleicher Weise wie die obenbeschriebene Lösung auf die Noppefasern in fein verteilter Verfassung gesprüht. .
  • Weitere gute Ergebnisse in der beschriebenen Behandlung des Tuchzeuges wurden bei Verwendung einer Lösung von Siak-Guttapercha in Benzol oder Naphtha oder einer Lösung oder einer Wasseremulsion von Kolophonium erreicht. Da die Klebstoffteilchen an der Noppe durchsichtig und somit nicht leicht erkennbar sind, kann nicht leicht ermittelt werden, ob das Tuchzeug bereits in der beschriebenen Weise behandelt wurde oder nicht. Es ist demgemäß ratsam, der Lösung oder der Emulsion einen kleinen Betrag eines Farbstoffes beizufügen, so daß das behandelte Tuchzeug von dem unbehandelten leicht unterscheidbar "ist.
  • In der Schuhfabrik wird das Verstärkungsfutter aus dem in Gemäßheit der Erfindung vorbehandelten Tuchzeug in bekannter Weise ausgestanzt, um es mit-dem Schuhoberleder zu verbinden. Auf das Ausstanzen des Tuchzeuges mit den üblichen Ausstanzmaschinen übt die beschriebene Vorbehandlung der Noppefasern in keiner Weise irgendeinen ungünstigen Einfluß aus. Beim Zusammenfügen der Oberlederteile legt der Arbeiter das ausgestanzte Verstärkungsfutter 2o (Fig. 2) gegen die Innenfläche des Schuhoberleders, z. B. des Vorderteils 22, an. Das Verstärkungsfutter wird so gegen das Oberleder gelegt, daß die gerauhte und mit Klebstoff besprühte Seite des Verstärkungsfutters mit der Innenseite des Leders in Berührung steht, worauf dann die gegeneinandergelegten Teile unter Ausübung von Wärme angepreßt werden. Dies geschieht vorzugsweise durch leichtes Anpressen des Verstärkungsfutters auf das Leder mittels eines Bügeleisens. Im Falle, daB das Oberlederinaterial aus mehreren Lagen besteht, wird, wie bekannt, das Verstärkungsmaterial 2o zwischen das Futter 24 und das Oberleder 22 angebracht, wobei natürlich wiederum die gerauhte und besprühte Fläche des Verstärkungsmaterials in Berührung mit der Aasseite des Oberleders steht. Auf Grund der sodann erfolgenden Erwärmung werden wie zuvor die Gummiteilchen 12, 14, 16 und 18 auf den äußeren oder freien Teilen der Fasern =o an dem Oberleder 22 festhaften. Wird das Futtermaterial --4, wie in Fig. 3 dargestellt, in ähnlicher Weise gerauht und dann gemäß der Erfindung mit einem Klebematerial besprüht, so kann gleichzeitig das Futtermaterial an dem Verstärkungsmaterial in derselben Art und Weise und in demselben Arbeitsgang angeklebt werden. Das Aneinanderpressen der verschiedenen Lagen des Oberledermaterials unter Anwendung von Wärme kann natürlich im Handbetrieb oder auch im Maschinenbetrieb geschehen.
  • Ein Schuhoberleder dieser Art, in dem die Enden der Noppefasern des Verstärkungsmaterials mit der Innenseite des Oberleders verklebt sind, so daß gewissermaßen das Verstärkungsmaterial mit seiner Noppe an dem Leder angebunden ist, hat die Eigenschaft, daß das Verstärkungsmaterial bezüglich des Oberleders leicht beweglich ist, da keine starre Verbindung zwischen dem Oberleder und dem Verstärkungsmaterial vorliegt. Das Verstärkungsmaterial verleiht somit dem Oberleder die vorzugsweise Eigenschaft, sich, wie gewünscht, weich und satt anzufühlen. Das Verstärkungsfutter gemäß der Erfindung ist weiterhin sehr zweckdienlich, um einen Teil des beim Überholen und Zwicken des Oberleders ausgeübten Zuges aufzunehmen, . und besitzt ebenfalls die weitere Eigenschaft, die Bildung von Falten in dem Oberleder beim Zwicken zu verhüten.
  • Das gemäß der Erfindung behandelte Verstärkungsmaterial kann auch in solchen Schuhen verwandt werden, in denen die äußerste Lage des Oberledermaterials nicht Leder, sondern Tuchstoff usw. ist.

Claims (1)

  1. PATEN TANsPRücHE: i. Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial für Schuhoberleder, dadurch gekennzeichnet, daß kleine Teilchen eines thermoplastischen Kittes nur an den Außenteilen der Noppefasern anhaften. Verfahren zur Herstellung von ggerauhtem Tuchmaterial nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klebstofflösung auf ein Tuchzeug gesprüht wird, wobei die kleinen Klebstoffteilchen nur an den Außenteilen der Noppefasern aufgefangen und. gehalten werden. 3. Verfahren zum Ausfüttern von Schuhoberledern mit einem Tuchzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Futter gegen die Innenfläche des Schuhoberleders gelegt wird und Futter und Oberleder erwärmt werden, so daß die Endteile der Noppefasern des Futtertuches an der Innenseite des Oberleders festkleben. 4. Schuhoberleder, bestehend aus einer äußeren Lage und einer Lage aus Futtertuch gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Ankleben der Noppefasern des Tuchzeuges gegen die Innenseite der äußeren Lage des Oberleders diese Lagen nur aneinander angebunden sind, so daß eine begrenzte Bewegung der Lagen zueinander möglich ist.
DEU11820D 1931-08-03 1932-07-02 Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial fuer Schuhoberleder Expired DE575891C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US575891XA 1931-08-03 1931-08-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE575891C true DE575891C (de) 1933-05-04

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ID=22011535

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU11820D Expired DE575891C (de) 1931-08-03 1932-07-02 Gerauhtes Tuchzeug zur Herstellung von Futtermaterial fuer Schuhoberleder

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DE (1) DE575891C (de)

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