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DE575179C - Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe - Google Patents

Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe

Info

Publication number
DE575179C
DE575179C DED60368D DED0060368D DE575179C DE 575179 C DE575179 C DE 575179C DE D60368 D DED60368 D DE D60368D DE D0060368 D DED0060368 D DE D0060368D DE 575179 C DE575179 C DE 575179C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling
rolling mill
mill
stock
work
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED60368D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MESSINGWERKE CARL EVEKING AKT
WILHELM OBERMEYER
Original Assignee
MESSINGWERKE CARL EVEKING AKT
WILHELM OBERMEYER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MESSINGWERKE CARL EVEKING AKT, WILHELM OBERMEYER filed Critical MESSINGWERKE CARL EVEKING AKT
Priority to DED60368D priority Critical patent/DE575179C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE575179C publication Critical patent/DE575179C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B1/00Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
    • B21B1/22Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling plates, strips, bands or sheets of indefinite length
    • B21B1/24Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling plates, strips, bands or sheets of indefinite length in a continuous or semi-continuous process
    • B21B1/28Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling plates, strips, bands or sheets of indefinite length in a continuous or semi-continuous process by cold-rolling, e.g. Steckel cold mill

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Walzwerk für Metallbleche, -bänger und -stäbe Die Erfindung verfolgt den Zweck, das Walzen von Metallblechen, -bändern und -stäben zu vereinfachen und abzukürzen. Die Herstellung dünner Bleche und Bänder erfolgte bisher auf Walzwerken, die in der Technik als Duo-, Trio- oder Mehrrollenwalzwerke bekannt sind.
  • Die Walzwerke sind nach den Gesichtspunkten gebaut, daß die Walen einerseits den beim Walzen auftretenden großen Druck aushalten und andererseits das zu übertragende Drehmoment aufnehmen können. Durch diese Beanspruchung ergaben sich für die Walzen verhältnismäßig große Durchmesser. Große Walzendurchmesser geben den Walzen ein gutes Greifvermögen, d. h. sie üben auf das Walzgut eine große Durchzugkraft aus, erschweren jedoch die Deformationsarbeit, d. h. die Erreichung großer Querschnittsabnahmen des Walzgutes, die letzten Endes der eigentliche Zweck des Walzens ist.
  • Man ist deshalb seit einiger Zeit dazu übergegangen, Walzwerke zu verwenden, die so gebaut sind, daß man den angetriebenen Arbeitswalzen oder einigen von ihnen einen verhältnismäßig sehr kleinen Durchmesser gibt, wodurch die Deformationsarbeit erleichtert wird. Die auftretenden Walzdrücke werden dabei durch stärkere Stützwalzen aufgenommen, so daß die Arbeitswalzen im wesentlichen nur das zum Walzen notwendige Drehmoment zu übertragen haben. Die Durchmesserverminderung der Arbeitswalzen hat jedoch ihre Grenzen darin, daß das Greifvermögen der Walzen bei der Durchmesserverminderung stark zurückgeht, so daß nur ganz dünnes Material, beispielsweise Walzgut von 2 mm Stärke abwärts; /auf solchen Walzwerken mit wirtschaftlichem Vorteil gewalzt werden kann. Man hat vorgeschlagen, auf das gute Greifvermögen bei solchen Walzwerken zu verzichten und das Walzgut durch diese mit Antrieb versehenen Walzwerke nicht durchzuwalzen, sondern durchzuziehen, indem man die Walzwerke ohne Antrieb ausführt und das Walzgut auf einen angetriebenen Haspel aufwickelt (bei bandförmigem Walzgut) oder wie bei einer Ziehbank mit Zangen faßt und geradlinig von dem Walzwerk fortzieht (bei Streifen, Platinen usw.).
  • Bei diesem Verfahren hat man jedoch den großen Nachteil, daß das verhältnismäßig dicke Walzgut entweder zunächst so dünn angespitzt werden muß, daß es durch die Walzen hindurchgeschoben werden kann, oder daß man bei dem Walzwerk zunächst den Walzenspalt vergrößern muß, damit man das Walzgut über eine gewisse Länge durch den Walzenspalt hindurchschieben kann, dann das Walzwerk zusammenpressen muß und nun erst mit den Greifzangen o. dgl. das Walzgut erfassen und durch die Walzen hindurchziehen kann. Diese Verfahren bedingen entweder eine erhebliche Mehrarbeit oder einen verhältnismäßig großen Abfall durch das nicht gewalzte Anfangsstück des Walzgutes, der besonders bei größeren Walzgutdicken sich für das wirtschaftliche Arbeiten störend bemerkbar macht.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die Maschine mit einem oder mehreren die Durchzugkraft für das Walzgut erzeugenden Walzwerken A mit großem Walzendurchmesser versehen. Diese großen Walzen ziehen dann das Walzgut durch das oder die außerdem vorhandenen Walzwerke B mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser hindurch. Diese Walzwerke B mit kleinem Durchmesser können ohne Antrieb sein oder aber mit einem Hilfsantrieb versehen sein. Der Hilfsantrieb wird dabei vorzugsweise elastisch ausgestaltet, z. B. indem eine Rutschkupplung eingeschaltet wird, damit sich die Umlaufgeschwindigkeiten der beiden Walzwerke einander anpassen können. Vorteilhaft wird das Walzwerk A mit verhältnismäßig großem Walzendurchmesser umsteuerbar eingerichtet, und zwar vorteilhaft unter gleichzeitiger Ausschaltung des Walzwerkes B mit verhältnismäßig kleinem Walzendurchmesser, damit das Walzwerk mit großem Walzendurchmesser zu Beginn des Walzvorganges. mit wechselnder Drehrichtung betrieben werden kann, so daß der Anfang des Walzgutes allmählich durch das Walzwerk A auf die später durch das Walzwerk B mit kleinem Walzendurchmesser erzielbare Stärke heruntergewalzt wird.
  • Man verfährt z. B. in folgender Weise. Man öffnet zunächst den Walzenspalt des Walzwerkes B soweit, daß das Walzgut hindurchgeschoben werden kann. Dann walzt man mit dem Walzwerk A ein kurzes Stück des Walzgutes tunlichst in mehreren Stichen so dünn, bis die Stärke erreicht ist, die später durch das Walzwerk B erzielt werden soll. Hierauf walzt oder zieht man das Walzgut so weit zurück, daß der dünner gewalzte Walzgutanfang zwischen den Walzen B liegt, und stellt dann den Walzenspalt des Walzwerks B auf diese Stärke ein. Darauf walzt man mit dem Walzwerk A das Walzgut noch dünner und zieht es gleichzeitig durch das hältnismäßig dünnen Arbeitswalzen in diesem Walzwerk in einem Stich die gleiche Querschnittsabnahme des. Walzgutes erzielt wird, die vorher durch mehrere Stiche erreicht wurde.
  • Mit diesem Verfahren werden verschiedene Vorteile erreicht.
  • i. Das Walzgut wird ohne Abfall ausgewalzt.
  • a. Das das Walzwerk A verlassende Walzgut ist vollständig glatt. Die spezifisch hoch beanspruchten dünnen Walzen B werden sehr leicht rauh bzw. beschädigt, aber die sich dann auf dem Walzgut markierenden Fehlstellen werden durch das Walzwerk A beseitigt.
  • 3. Es ist keine Vorbehandlung des Walzgutes durch Anspitzen auf anderen Maschinen oder von Hand erforderlich.
  • 4. Es können die Vorteile, die beim Walzen mit dünnen Arbeitswalzen darin bestehen, daß verhältnismäßig große Abnahmen bei verhältnismäßig geringem Kraftverbrauch erzielt werden können, bei dickerem Walzgut -als bisher üblich auf verhältnismäßig weniger Raum einnehmenden Walzwerken erzielt werden: 5. Die für das Hindurchziehen durch das Walzwerk mit dünnen Arbeitswalzen erforderliche große Zugkraft wird ohne zusätzliche Hilfsmittel erzeugt.
  • Die von dem Walzwerk B mit, dünnen Arbeitswalzen geleistete Walzarbeit kann auch noch erhöht werden, indem man die Walzen ebenfalls antreibt. Dieser Antrieb wird zweckmäßig elastisch ausgeführt, damit sich die Walzgeschwindigkeit des kleinen Walzwerkes der des großen Walzwerkes anpaßt.
  • Natürlich, kann auch durch das ziehende Walzwerk A das Walzgut gleichtzeitig durch mehrere hintereinander angeordnete Walzwerke mit kleinerem Walzendurchmesser hindurchgezogen werden. Gegenüber den bisher bekannten Walzwerken, die hintereinander angeordnet sind, jedoch alle angetrieben werden (kontinuierliche Straßen), ergibt sich bei dem neuen Verfahren der Vorteil, daß die bei kontinuierlichen Straßen auftretenden baulichen Schwierigkeiten, die Walzgeschwindigkeit jedes Walzwerkes der jeder jeweiligen Querschnittsverminderung entsprechenden Walzgutgeschwindigkeit anzupassen, nicht in Erscheinung treten.
  • Gegebenenfalls könnte außer dem hinter dem Walzwerk B angeordneten Walzwerk A mit Walzen großen Durchmessers ein solches auch vor dem Walzwerk B angeordnet werden. Wenn dann beide Walzwerke mit großem Walzendurchmesser umsteuerbar eingerichtet sind, kann durch Umschalten dieser Walzwerke das Walzgut in mehreren unmittelbar aufeinanderfolgenden Stichen - heruntergewalzt werden, und zwar in wechselnder Arbeitsrichtung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Walzwerk für Metallbleche, -bänder und -stäbe, bei welchem das Walzgut durch Arbeitswalzen verhältnismäßig kleinen Durchmessers hindurchgezogen wird, gekennzeichnet durch ein oder mehrere die Zugkraft für. das Walzgut erzeugende Walzwerke (A) mit verhältnismäßig großem Durchmesser, wobei das oder die eigentlichen Arbeitswalzwerke (B) entweder antriebslos ausgebildet oder mit einem zusätzlichen Hilfsantrieb versehen sind, vorzugsweise unter elastischer Ausgestaltung dieses Antriebes.
  2. 2. Walzwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzwerk (A) mit großem Walzendurchmesser umsteuerbar eingerichtet ist.
  3. 3. Walzwerk nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugwalzwerk (A) derart steuerbar eingerichtet ist, daß es zu Beginn des Walzvorganges unter- Ausschaltung des eigentlichen Arbeitswalzwerkes (B) mit wechselnder Drehrichtung betrieben wird, so daß der Anfang des Walzgutes allmählich durch das Zugwalzwerk (A) auf die später durch das Arbeitswalzwerk (B) erzielbare Stärke heruntergewalzt wird.
DED60368D 1931-02-13 1931-02-13 Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe Expired DE575179C (de)

Priority Applications (1)

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DED60368D DE575179C (de) 1931-02-13 1931-02-13 Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe

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DE575179C true DE575179C (de) 1933-04-25

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ID=7057926

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DED60368D Expired DE575179C (de) 1931-02-13 1931-02-13 Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe

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DE (1) DE575179C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE751212C (de) * 1935-07-16 1953-09-14 Tadeusz Sendzimir Verfahren zum Auswalzen von insbesondere breiten und duennen Metallstreifen oder -baendern
DE1004574B (de) * 1953-03-17 1957-03-21 Gustaf Leonard Fisk Vorschubwalze fuer Kaltwalzwerke

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE751212C (de) * 1935-07-16 1953-09-14 Tadeusz Sendzimir Verfahren zum Auswalzen von insbesondere breiten und duennen Metallstreifen oder -baendern
DE1004574B (de) * 1953-03-17 1957-03-21 Gustaf Leonard Fisk Vorschubwalze fuer Kaltwalzwerke

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