DE180030C - - Google Patents
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- DE180030C DE180030C DENDAT180030D DE180030DA DE180030C DE 180030 C DE180030 C DE 180030C DE NDAT180030 D DENDAT180030 D DE NDAT180030D DE 180030D A DE180030D A DE 180030DA DE 180030 C DE180030 C DE 180030C
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- pipe
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B25/00—Mandrels for metal tube rolling mills, e.g. mandrels of the types used in the methods covered by group B21B17/00; Accessories or auxiliary means therefor ; Construction of, or alloys for, mandrels or plugs
- B21B25/02—Guides, supports, or abutments for mandrels, e.g. carriages or steadiers; Adjusting devices for mandrels
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Metal Rolling (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Walzwerken zum Ausstrecken von Rohren und anderen Hohlkörpern ist es bekannt, sowohl
die Walzen als auch den Dorn, zwischen denen das Rohr ausgewalzt wird, anzutreiben, so daß
beide gleichzeitig das Hereinziehen und die Vorbewegung des Rohres durch das Walzwerk
hindurch bewirken oder unterstützen.
Die mit großer Kraft bewirkte Vorbewegung des Domes bezw. Werkstückes dient hierbei
ίο in der Hauptsache dazu, die in einem Stich
erreichbare Streckung des ' Rohres auf ihr Maximum zu steigern und das Rohr durch die
Walzen hindurch zu zwingen, auch wenn das Rohr für die Kaliber nach bisherigen Anschaumigen
zu stark ist und durch die Walzen allein nicht oder nicht regelmäßig ausgewalzt
wird. :
Das Walzwerk hat aber bei. diesem Verfahren eine große Arbeitsleistung auszuführen, da es
die "Wandstärke vermindern und dem Rohr die fertigen Dimensionen geben soll.
, Bei diesem Verfahren wird die Streckung des Hohlkörpers in einem Walzenansatz bewirkt. Es treten daher sehr starke Beanspruchungen des Materials und Verschiebungen der einzelnen Teile gegeneinander ein. Außerdem ist man in der Streckung beschränkt, wenn diese Beanspruchungen des Materials nicht zu Fehlern im Rohr führen sollen.
, Bei diesem Verfahren wird die Streckung des Hohlkörpers in einem Walzenansatz bewirkt. Es treten daher sehr starke Beanspruchungen des Materials und Verschiebungen der einzelnen Teile gegeneinander ein. Außerdem ist man in der Streckung beschränkt, wenn diese Beanspruchungen des Materials nicht zu Fehlern im Rohr führen sollen.
, 30 Diese Nachteile werden vermieden, wenn man den angetriebenen Dorn mit einer größeren Anzahl
von hintereinander angeordneten Walzenpaaren oder Walzensätzen arbeiten läßt. Dann
kann die Arbeit des Streckens auf eine größere Anzahl von Arbeitsstellen verteilt werden.
Bei dieser Verbindung des angetriebenen Dorns mit mehreren Walzenpaaren oder Walzensätzen
tritt eine Arbeitsweise ein, die von der bekannten abweicht.
Bei dem bekannten Verfahren stimmt die Geschwindigkeit des Dorns mit der Umfangsgeschwindigkeit
der Walzen überein. Bei dem vorliegenden Walzwerk stimmt die Dornbewegung aber nur mit der des letzten Walzenpaares
überein, bei'den vorhergehenden Walzenpaaren, die geringere Umfangsgeschwindigkeit
haben, bewegt sich der Dorn erheblich schneller als die Walzenoberflächen, und zwar ist der
Geschwindigkeitsunterschied beim Eintritt des Werkstücks in das Walzwerk am größten.
Er nimmt bei den folgenden Walzen ab, bis er, wie erwähnt, am letzten Walzenpaar oder
Walzensatz Null wird.
Durch die größere Geschwindigkeit der Walzenoberflächen in den ersten Kalibern,
welche ein starkes Strecken bewirken müssen, wird das Fließen- des Materials erheblich befördert.
.
Wollte man mit einem einzigen Walzenpaar die Dorngeschwindigkeit gegenüber der Geschwindigkeit
der Walzenoberfläche erheblich steigern, so wäre die Vorbewegung des,Materials
abhängig von der Reibung an den Walzen und . am Dorn. Da die Geschwindigkeit beider
verschieden "ist, hängt diese Vorbewegung des Materials von dem Wärmegrad und anderen
die Reibung beeinflussenden Faktoren ab, wodurch ein ungestörter Walzvorgang wesentlich
erschwert wird.
Bei dem neuen Walzwerk wird die bestimmte Vorbewegung des Materials vollständig gesichert,
da das letzte Walzenpaar mit dem Dorn das Material in regelmäßiger Weise wegzieht und
ίο wegspinnt, während die vorderen Walzenpaare
die Streckung des Rohres besorgen.
Hintereinander liegende Walzenpaare .oder Walzensätze zum Bearbeiten von Rohren und
Dornen sind an und für sich bekannt, z. B. in Verbindung mit einem stillstehenden Dorn.
Hierbei ergibt sich ein Entgegenwirken der Reibung der Walzen am Werkstück und der
Reibung des Werkstücks am stillstehenden Dorn. Nur wenn die Reibung der Walzen überwog,
wurde das Material vorbewegt; da diese Reibung im praktischen Betriebe bei wechselnder
Hitze des Werkstücks und aus anderen Gründen wechseln kann, war ein praktischer Betrieb nach diesem Verfahren ausgeschlossen.'
Es ist auch bekannt, mehrere Walzenpaare hintereinander mit einem beweglichen Dorn
arbeiten zu lassen. Die Walzen fassen das Material, das auf dem Dorn steckt, und bewegen
beide voran. Durch eine bestimmte Kalibrierung der Walzen soll erreicht werden, daß
der Dorn mit dem Werkstück die Geschwindigkeit des letzten Walzenpaares annimmt. Die
Kalibrierung der Walzen ist derart, daß die zuerst angreifenden Walzenpaare stark oval
gestaltetes Kaliber besitzen, das bei den folgenden Paaren weniger oval wird, bis es beim
letzten Walzenpaar kreisrund ist. Die Reibung des kreisrunden Kalibers am Werkstück und
Dorn soll so groß sein, daß die Reibung der davor liegenden Walzenpaare, die erheblich
langsamere Geschwindigkeit haben, so klein ausfällt, daß der Dorn, unbekümmert um die
ersten Walzen, die Geschwindigkeit der letzten annimmt.
Es ist klar, daß zur Erreichung dieses Zweckes die Reibung der ersten Walzenpaare am Dorn
verhältnismäßig gering gehalten werden muß, denn sonst würde der Dorn eine mittlere Geschwindigkeit
der Walzen annehmen. Man ist daher bei diesem Walzwerk auf verhältnismäßig wenige Walzenpaare hintereinander angewiesen,
ebenso kann man nur in beschränktem Maße strecken, wenn sich nicht zu hohe Grate
bilden sollen, die bei dem folgenden Walzenpaar durch Umlegen Längsfalten erzeugen.
Außerdem ist mit dieser Streckung des Rohrs in nur wenigen Kalibern eine außerordentliche
Beanspruchung des Materials dadurch verbunden, daß abwechselnd nur je zwei einander
gegenüberliegende Stellen des Rohrquerschnitts stark gestreckt werden, während die übrigen
Teile des Querschnitts keine Bearbeitung erfahren, so daß Zerrungen und Risse auftreten
können.
Wird der Dorn statt durch Vermittlung des von dem letzten Walzenpaar bearbeiteten Werkstücks
durch ein mechanisches Getriebe, wie bei vorliegendem Walzwerk, vorbewegt, so kann man die Kalibrierung der Walzen so gestalten,
wie es für die günstigste Auswalzung des Materials erforderlich ist, und man ist ferner
in der Anzahl der Walzenpaare oder Walzensätze praktisch nicht beschränkt, solange die
Zugfestigkeit des Dorns genügt.
Beispielsweise können, wie schon bekannt ist, ovale Kaliber mit runden abwechseln.
Beim Walzen mit mehreren Walzenpaaren und beweglichem Dorn ist das glatte Arbeiten
von der großen Reibung der letzten Walzen am Werkstück und Dorn abhängig. Tritt aus
irgendwelchem Grunde eine stärkere Reibung der vorhergehenden Walzen auf oder eine Verminderung
der Reibung des letzten Paares, so müssen im Werkstück Stauchungen oder
Zerrungen auftreten. Diese werden vermieden, wenn der Dorn, wie bei vorliegendem Walzwerk,
durch ein mechanisches Getriebe bewegt wird, dessen Geschwindigkeit der Umfangsgeschwindigkeit
des letzten Walzenpaares gleich ist.
Ein weiterer, durch den mechanisch angetriebenen Dorn erreichbarer Vorteil besteht
darin, daß man hinter dem letzten Walzenpaar oder Walzensatz eine Einrichtung zum Abstreifen
des Rohrs vom Dorn anbringen kann.
Auf der Zeichnung ist ein solches Rohrwalzwerk in Fig. ι als Beispiel schematisch dargestellt.
Die Fig. 2 bis 6 zeigen Einzelheiten. Vor dem als Beispiel angenommenen, aus vier zu- löo
sammen arbeitenden Walzen α bestehenden Walzwerk sind mehrere Rundwalzen d mit entsprechenden
Kalibern angeordnet.
Das auf dem Dorn b sitzende Werkstück c passiert zunächst mit dem angetriebenen Dorn b
die Rundwalzen d und wird in seiner Wandstärke reduziert. Das Vierwalzwerk α gibt
dann dem Werkstück die fertigen Dimensionen. Der Dorn wird bei dem dargestellten Beispiel
durch die Kette g einer Ziehbank in bekannter Weise angetrieben. Hinter den Walzen α ist
noch eine Vorrichtung, etwa eine Platte h, angebracht, um das Rohr nach dem Durchgang
durch die Walzen vom Dorn abzustreifen.
Eine Platte h mit einem Loch, das nur wenig 115 ■ größer ist als der Dorn, wird an der Austrittsstelle des Walzwerks auf den Dorn geschoben
und geht während des Walzens mit dem Dorn und Rohr voran. Sobald aber das Auswalzen
beendet ist, stößt die Platte h beim weiteren Vorgehen des Dörnes b gegen die an beiden
Seiten der Kette g angeordneten Anschläge i, i
Claims (1)
- (Fig. I a und ib) an und streift das ausgewalzte Rohr vom Dorn ab.. Da auf diese Weise das Rohr ohne Zeitverlust vom Dorn entfernt wird, sobald es ausgewalzt ist, also im gleichen Durchgang mit dem Auswalzen, so bleibt es meist so warm, daß es ohne erneute Erhitzung gekratzt werden kann, wodurch nicht nur an Kosten gespart, sondern auch gegenüber erneuter Erhitzung ein viel schöneres Produktίο erzielt wird.An Stelle der gelochten Platte können auch hufeisenförmige oder andere feste Körper oder Vorrichtungen dienen, die das Rohr nach dem Auswalzen festhalten, während der Dorn vor-geht. 'Die Fig. 2 bis 6 zeigen verschiedene Anordnungen und Antriebsarten der vier Walzen a.Werden, wie in der Zeichnung Fig. 4 angenommen, je. zwei Walzen zu einem Walzensatz benutzt, der an einer Peripherie angreift, so werden am besten die aufeinander folgenden ■ Paare mit kreuzweise versetzten Achsen angeordnet, trotzdem dies nicht in allen Fällen nötig ist. Nötig ist aber, daß die Ovalisierungen oder die Grate, welche in einem Walzensatz erzeugt werden, in einem folgenden nieder- : gewalzt werden, damit eine Streckung des ganzen Umfanges eintritt. Greifen drei oder vier Walzen an denselben Querschnitt an, so ist die Lage der Achsen der einzelnen Walzensätze entsprechend zu wählen, um die Grate sachgemäß niederzuwalzen.Pate ν τ-A NSPRUCH :Walzwerk zum Strecken von Rohren und anderen Hohlkörpern vermittels mehrerer aufeinander folgender Walzenpaare oder Walzensätze mit zunehmender Geschwindigkeit und beweglichem Dorn, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn durch ein mechanisches Getriebe mit einer Geschwindigkeit bewegt wird, die gleich oder annähernd gleich der Umfangsgeschwindigkeit des letzten Walzenpaares oder Walzensatzes ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE180030C true DE180030C (de) |
Family
ID=444318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT180030D Active DE180030C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE180030C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903085C (de) * | 1942-02-14 | 1954-02-01 | Westdeutsche Mannesmannroehren | Kontinuierliches Vierwalzen-Reduzierwalzwerk |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903085C (de) * | 1942-02-14 | 1954-02-01 | Westdeutsche Mannesmannroehren | Kontinuierliches Vierwalzen-Reduzierwalzwerk |
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