-
Gehäuse, insbesondere für zahnärztliche Werkzeuge Die Erfindung betrifft
ein Gehäuse, insbesondere für zahnärztliche Werkzeuge mit Turbinenantrieb.
-
Bei den bisher gebräuchlichen Werkzeugen dieser Art bestand die Antriebsvorrichtung
im allgemeinen aus vielen Einzelheiten, und ihre Bauart war für die Bedienung mit
einer Hand unzweckmäßig. Weiterhin waren sie wegen des großen Lärmes, den sie bei
der Arbeit verursachten oder wegen der notwendigen Anordnung eines besonderen Schalldämpfers
zur Verringerung dieses Lärmes ungeeignet.
-
Bei dem Werkzeug nach der Erfindung wurde die Anzahl der Einzelteile
auf ein Minimum gebracht und die Bauart in der Weise geändert und verbessert, daß
es sich zur Bedienung mit einer Hand eignet, ohne daß eine unerwünschte Belästigung
durch den Schlauch eintritt, der das Druckmittel zum Antrieb der Turbine zuführt.
Ferner besteht das Gehäuse nur aus zwei Teilen und ist so ausgebildet, daß das Werkzeug
geräuschlos ohne die Anordnung eines besonderen Schalldämpfers arbeitet. Zu diesem
Zweck strömt das Treibmittel nach dem Verlassen der Turbine durch Leitkanäle, die
durch Längsrippen gebildet werden.
-
Auf der Zeichnung zeigt Fig. i einen Längsschnitt nach Linie I-I der
Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. i mit den Einlaßöffnungen
für das Druckmittel, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie III-III der Fig. i mit
der Laufscheibe der Turbine und ihrer Anordnung im Gehäuse, Fig. q. einen Querschnitt
nach Linie IV-IV der Fig. i, die innere Bauart des Auslaßgehäuses darstellend, Fig.5-
einen gebrochenen Schnitt nach Linie V-V der Fig. i, die Lage einer der Zufuhröffnungen
zur Laufscheibe veranschaulichend, und Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI von
Fig. i mit den Einzelheiten des Druckmittelsteuerventiles.
-
Das hohle Gehäuse 7 hat einen langen Vorderteil 8 und einen erweiterten
hinterenTeil9. Im vorderen bzw. im hinteren Teil dieses Gehäuses sind zweckmäßigerweise
mehrere aus einem Stück mit dem Gehäuse hergestellte, radial angeordnete, mit Zwischenräumen
versehene Rippen ii und io vorgesehen. Ein Abschlußdeckel 12 ist in das erweiterte
hintere Ende g des Gehäuses 7 eingeschraubt. Dieser Deckel enthält eine innere Kammer
13 und eine Anzahl radial verlaufender
Druckmittelleitungen 14 (Fig.
2), die sich von der Kammer 13 zur Stirnfläche des Deckels erstrecken und in Öffnungen
35 enden. Die Kammer 13 erstreckt sich bis zum hinteren Ende des Deckels 12 und
enthält ein Ventil 15 zur Regelung der Druckmittelzufuhr.
-
Weiterhin enthält dieser Deckel iä die Leitung 22, die zeitweise mit
der Kammer 13 verbunden werden kann. Diese Leitung ist zweckmäßig mit Gewinde zur
Aufnahme eines kurzen Nippels 23 ausgestattet, welchem das Druckmittel von einer
geeigneten Quelle durch einen Schlauch oder ein biegsames Rohr 2.4 zugeführt wird.
Der Nippel 23 und die Leitung 22 sind vorteilhaft in einem gewissen Winkel zur Längsachse
des Werkzeuges angeordnet, um die Bedienung des Steuerventiles 15 nicht zu behindern.
-
Das Ventil 15 hat, wie am besten aus den Fig. i und 6 ersichtlich
ist, einen Drehkörper 18, der an seinem äußeren Ende einen Handgriff 16 trägt. In
diesem Drehkörper 18 liegt eine Leitung 21, die in einer bestimmten Stellung des
Ventiles eine Verbindung zwischen der Kammer 13 und der Leitung 22 ermöglicht. Der
Drehkörper 18 hat hinter der Leitung 21 einen kleineren Durchmesser, um eine Stellschraube
i9 aufzunehmen, die in den Abschlußdeckel 12 eingeschraubt ist. Ein Stift 2o, der
quer durch den Drehkörper 18 hindurchgeht, legt sich gegen die Schraube i9 sowohl
in der Offen- als auch in der Geschlossenstellung des Ventiles. Die Drehmöglichkeit
des Drehkörpers 18 ist dadurch auf etwa cgo° beschränkt. - Der Abschlußdeckel 12
ist an seinem äußeren Ende 17 mit Gewinde zur Aufnahme einer Dichtungspackung 1711
versehen, welche ein Ausströmen des Druckmittels von der Rückseite des Ventiles
aus verhindert.
-
Das Ventil kann durch Drehung des Handgriffes 16 bedient werden. Wenn
die einzelnen Teile die in der Zeichnung dargestellte Stellung einnehmen, fällt
das Ende der Leitung 21 mit dem der Leitung 22 in dieselbe Richtung, so daß die
Druckmittelquelle mit derKammer13 verbunden wird. Wenn jedoch der Handschalter 16
gedreht wird, bis der Stift 2o sich gegen die andere Seite der Stellschraube ig
legt, als auf der Zeichnung dargestellt ist, so ist die öffnung der Leitung 22 geschlossen.
Durch entsprechende Einstellung des Handgriffes 16 kann die Menge des zuzuführenden
Druckmittels nach Belieben geregelt werden.
-
Durch die Rippen io und ii des Gehäuses 7 werden kreisförmige Zwischenräume
gebildet, die zur Aufnahme der Lager 25 und -26 für die Welle z7 dienen. Das Lager
25 hat eine ringförmige Vertiefung 25a und wird durch den Ölbehälter 37 geschmiert.
Das Lager 26 dagegen enthält eine schräg nach innen versenkte, ringförmige ölnut
26a auf der Innenseite nach der Welle 27 zu. Die Nut 26a steht mit einer kleinen
Längsnut 26b in Verbindung, Ist das Werkzeug imBetrieb, so drückt das Druckmittel,
welches durch den Teil 8 des Gehäuses 7 austritt, öl an der Welle entlang,
so daß es sich in den Nuten 26a und 26b in einer zur Schmierung des Lagers ausreichenden
Menge ansammelt.
-
Die Welle 27 ist in diesen Lagern drehbar eingebaut und trägt an ihrem
hinteren Ende ein Turbinenlaufrad 28. Am hinteren Ende der Welle 27 ist eine kegelförmige
Vertiefung 29 für eine Kugel 30 vorgesehen. Diese legt sich gegen die vordereFläche
des Deckels 12, wenn er in Verschlußstellung gebracht ist. Das vordere Ende der
Welle 27 trägt den eigentlichen Werkzeughalter 31, in welchen ein geeignetes Werkzeug
32 eingesetzt werden kann. Die Welle hat abgeflachte Stellen 38 zur Aufnahme eines
Schlüssels, wenn der Werkzeughalter 31 geöffnet oder geschlossen werden soll.
-
Bei normaler Tätigkeit des Werkzeuges wird die Welle a7 von den Lagern
25 und 26 getragen, wenn jedoch das Werkzeug gegen das Werkstück gedrückt wird,
legt sich das Kugellager 30 gegen die vordere Fläche des Abschlußdeckels
12 und bildet ein Drucklager für die Welle.
-
Die Laufscheibe 28 trägt an ihrer hinteren Fläche die in einem ringförmigen
Kranz angeordneten Schaufeln 33, die mit den Stirnflächen gegen die Einlaßöffnungen
35 gerichtet sind. Die inneren Teile der radialen Schaufeln 33 werden durch eine
ringförmige Erhöhung 34 (Fig. 3) abgeschlossen, so daß das Druckmittel nicht nach
innen austreten kann, sondern nach außen in den erweiterten Teil 9 des Gehäuses
geleitet wird. Das Laufrad 28 stellt in Verbindung mit den Leitungen-14. eine einfache,
axial wirkende Druckturbine dar.
-
Wenn irgendeine geeignete Quelle eines Druckmittels, etwa Preßluft,
mit dem Schlauch 24. verbunden wird und d-&s Ventil 15 in die in Fig. i gezeigte
Offenstellung gebracht ist, gelangt das Druckmittel durch Nippel 23, die Leitungen
22 und :2i, die Kammer 13 und die Leitungen 14 an die Öffnungen 35, von wo es in
der Weise auf die Turbinenschaufeln 33 aufstößt, daß das Laufrad 28 in Bewegung
gesetzt und damit gleichzeitig Welle 27 und das Werkzeug 32 gedreht wird.
-
Nachdem das Druckmittel durch seine Ausdehnung einen beträchtlichen
Teil seiner kinetischen Energie beim Aufstoßen auf die Schaufeln 33 abgegeben hat,
tritt es nach außen. und zwar zunächst in Radial-.und
dann in Längsrichtung
turn Gehäuse; (Iii: Ca die Ütfnungen zwischen den 1Zippen i.-i. den lZauiu 36 und
zwischen den Rippen i i, un.1 bläst um das Werkzeug 32 herum nach außen ab, so daß
die Spürte, die sich während der Arbeit um das Werkstück sammeln, mit weggenommen
werden, Da das Laufrad 28 fliegend von den Lagern getragen wird und die Welle 27
von beträchtlicher Länge ist, sind die einzelnen Teile gut ausgewuchtet und arbeiten
ruhig finit einem 'Mindestmaß von Erschütterung. Wenn kein axialer Druck auf (las
Werkzeug 32 ausgeübt wird, tragen die Lager 25 und 26 (las ganze Gewicht der sich
drehenden Teile. Der axiale Druck, der, durch den Aufschlag des Druckmittels auftritt,
wird dadurch aufgenommen, daß sich (las Laufrad 28 gegen die abgesetzte hintere
Fläche 2511 des Lagers 25 legt.
-
Wird indessen ein Axialdruck auf das Werkzeug 32 ausgeübt, so wird
dieser von (lein Kugellager bzw. der Kugel 3o aufgenommen und verringert die entstehende
Reibung bis zu einem ganz zu vernachlässigenden ,Betrag.
-
Das Werkzeug ist also aus einer ganz geringen Anzahl von Einzelteilen
zusammengesetzt. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Laufscheibe 28 kann leicht durch
Drehen des Handgriffes 16 geregelt werden, so daß durch öffnen oder Schließen des
Ventiles 15 die lIengenzufulirides die Schaufeln treffenden Druckmittels geregelt
werden kann.
-
Das Werkzeug eignet sich besonders zum Arbeiten mit einer Hand und
kann sehr klein herriestellt werden. Dadurch, (1aß man (leg il)pel 23 sehr kurz
ausgestaltet und einen Schlauch oder ein biegsänies Rohr 24 verwenc'.et, wird die
Einlaßstelle für das Druckmittel der Handhabung der Vorrichtung nicht sonderlich
im Wege sein. Lediglich das Auf- und Zudrehen des Hahnes für das Steuerventil muß
mit der anderen Hand erfolgen.
-
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Bauart gemäß der Erfindung ist
(las geräuschlose Arbeiten ohne Anordnung eines Schalldämpfers. Das zwischen den
Rippen i i ausgestoßene Druckmittel tritt so aus, daß Schalldämpfer überflüssig
sind.