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DE1253865B - Zahnaerztliches Handstueck mit stroemungsmittelgetriebenem Triebwerk - Google Patents

Zahnaerztliches Handstueck mit stroemungsmittelgetriebenem Triebwerk

Info

Publication number
DE1253865B
DE1253865B DED26323A DED0026323A DE1253865B DE 1253865 B DE1253865 B DE 1253865B DE D26323 A DED26323 A DE D26323A DE D0026323 A DED0026323 A DE D0026323A DE 1253865 B DE1253865 B DE 1253865B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
turbine
bearings
handpiece
handpiece according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED26323A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr John Victor Borden
Caroll Sidney Fritz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dentists Supply Company of New York
Original Assignee
Dentists Supply Company of New York
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dentists Supply Company of New York filed Critical Dentists Supply Company of New York
Publication of DE1253865B publication Critical patent/DE1253865B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C1/00Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design
    • A61C1/02Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design characterised by the drive of the dental tools
    • A61C1/05Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design characterised by the drive of the dental tools with turbine drive

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

  • Zahnärztliches Handstück mit strömungsmittelgetriebenem Triebwerk Die Erfindung betrifft ein zahnärztliches Handstück mit strömungsmittelgetriebenem Triebwerk, bei dem die Rotorachse der Turbine über Wälzlager am Gehäuse gelagert ist.
  • Es ist eine Reihe von zahnärztlichen Handstücken mit Gasturbinentriebwerk bekanntgeworden, die mit Drehzahlen bis zu 100000 Ulmin arbeiten. Es hat sich jedoch bei diesen bekannten Triebwerken insbesondere für zahnärztliche Handstücke gezeigt, daß die Lagerung bei diesen hohen Drehzahlen eine so große Reibung hat und einem so großen Verschleiß unterworfen ist, daß eine Steigerung der Drehzahlen mit bekannten technischen Mitteln nicht mehr möglich ist. Da jedoch insbesondere Diamantschleifkörper eine Schnittgeschwindigkeit von über 30m/sec erfordern, sind bei kleinen Werkzeugdurchmessern, wie sie z.. B. bei Zahnärzten oder Graveuren üblich sind, Drehzahlen von über 300 000 U/min notwendig.
  • Bei dem Versuch, derartig hohe Drehzahlen mit nach den bekannten Grundsätzen gebauten Triebwerken zu erreichen, zeigte es sich, daß die Lebensdauer der Lager sehr schnell auf Werte absinkt, die eine Verwendung derartiger Triebwerke im praktischen Bereich illusorisch machen.
  • Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein Triebwerk für zahnärztliche Handstücke od. dgl. zu schaffen, welches mit den in der Zahnarztpraxis zur Verfügung stehenden Beaufschlagungsdrücken höchste Drehzahlen erreicht, wobei die Lebensdauer der Lagerelemente so groß ist, daß ein wirtschaftlicher, ungestörter Betrieb möglich ist.
  • Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß im Gehäuse außer einer Hauptaustrittsöffnung mit Drosselwirkung für das Preßgas Drosselöffnungen vorgesehen sind, durch die ein Teil des aus der Turbine austretenden Preßgases unter Durchströmung der Wälzlager nach außen tritt, und daß die Wälzkörper dieser Wälzlager gegenüber ihren Lagerringen ein solches Spiel haben, daß zwischen ihnen und den Lagerringen ein die Lagerreibung herabsetzendes Gaspolster entsteht.
  • Es ist nun zwar bekannt, Wälzlager mit einem Spiel im Anlieferungszustand zu liefern, das jedoch in Betrieb bei Erwärmung des Lagers abnimmt. Ein solches Spiel hat lediglich die Aufgabe, dem Wälzlager eine ausreichende Reserve an Spiel mitzugeben, um im betriebswarmen Zustand einen Restbetrag an Spiel zur Verfügung zu haben, um ein Klemmen der Wälzkörper zwischen den Ringen, also ein Versagen des Lagers, zu hindern. In keinem bekannten Fall reicht ein solches Spiel aus, um die Wälzkörper auf einem sie allseits umgebenden Gaspolster zu tragen.
  • Es ist ferner bekannt, bei Gleitlagern eine Luftschmierung vorzusehen. Luftgeschmierte Gleitlager galten bisher sogar als den Wälzlager überlegen, denn es ist sogar vorgeschlagen worden, bei Drehzahlen über 30 000 U/min, für die sich Wälzlager nach herrschender Meinung nicht eigneten, luftgegeschmierte Gleitlager zu verwenden.
  • Das Bekanntsein luftgeschmierter Gleitlager konnte die Verwendung von die Lagerreibung herabsetzenden Gaspolstern bei Wälzlagern aber auch aus dem Grunde nicht nahelegen, weil die Betriebsbedingungen bei Wälz- und Gleitlagern wegen der rollenden Reibung im einen und der gleitenden Reibung im anderen Fall nicht vergleichbar sind.
  • Vorteilhafterweise führt die Hauptaustrittsöffnung über eine Drossel zur Atmosphäre. Dies hat den Vorteil, daß ein gewisser Rückdruck im Turbinengehäuse erzeugt wird. Die Beschaffenheit des Gaspolsters hängt vom Druckgefälle zwischen dem Arbeitsraum der Turbine und der Atmosphäre über die gedrosselten Austrittsöffnungen ab.
  • Im Interesse einer einwandfreien Einstellung des Gaspolsters kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Drossel als federbelastetes Überdruckventil ausgebildet sein, und die Feder dieses obere druckventils kann zu diesem Zweck durch ein verstellbares Widerlager abgestützt sein.
  • Vorteilhafterweise können bei einem solchen Handstück käfigfreie Wälzlager verwendet werden.
  • Wenn zu beiden Seiten des Läufers Wälzlager angeordnet sind, können die Drosselöffnungen an gegenüberliegenden Stirnseiten des Turbinengehäuses angeordnet sein. Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung können die Drosselöffnungen derart bemessen sein, daß die durch beide Wälzlager in der Zeiteinheit hindurchströmenden Gasmengen etwa gleich sind. Die gleichmäßige Verteilung der Gasmengen auf beide Lager ist im Interesse der gleichmäßigen Bildung der Gaspolster in beiden Lagern wünschenswert.
  • Wenn ferner die werkzeugseitigen Drosselöffnungen gegenüber der Achse der Läuferwelle in Strömungsrichtung einwärts gegen die Spitze des Werkzeuges geneigt sind, ergibt sich der weitere Vorteil einer Abkühlung des Werkzeuges und der Sauberhaltung der Frässtelle.
  • Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung können zwischen dem Arbeitsraum des Läufers und den Wälzlagern angeordnete, gegen die Bahnen der Wälzkörper der Wälzlager gerichtete Lenkkanäle vorgesehen sein. Diese Lenkkanäle begünstigen die Kühlwirkung des Luftstromes.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht eines zahnärztlichen Handstücks gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht des in Fig.1 gezeigten zahnärztlichen Handstücks, F i g. 3 eine Unteransicht des in F i g. 1 gezeigten zahnärztlichen Handstücks, F i g. 4 einen senkrechten Längsschnitt durch das in F i g. 1 gezeigte Handstück, Fig. 5 in vergrößertem Maßstab eine Teilansicht in senkrechtem Schnitt des Kopfes des in F i g. 1 gezeigten Handstücks, welcher Konstruktionseinzelheiten zeigt, F i g. 6 einen waagerechten Schnitt durch den Kopf des Handstücks nach der Linie 6-6 der F i g. 5, aus welchem insbesondere das Verhältnis der Wurzelteile der Abstände zwischen den Turbinenschaufeln zu den Wälzlagerkörpern der Lager sowie der Ringraum ersichtlich sind, in welchem die Umfangsteile der Turbinenschaufeln arbeiten, F i g. 7 eine Ansicht in waagerechtem Schnitt durch den Kopf des Handstücks nach der Linie 7-7 der Fig. 5, F i g. 8 eine senkrechte auseinandergezogene Darstellung des in Fig.5 gezeigten Kopfes des Handstücks, wobei einige Teile in senkrechtem Schnitt dargestellt sind, F i g. 9 eine graphische Darstellung, welche die Bereiche der Betriebsgrenzen der durch die Eintrittsdrücke hervorgerufenen Rückdrücke im Kopf des Handstücks sowie den bevorzugten Bereich der Rückdrücke relativ zum Eintrittsdruck zeigt, F i g. 10 eine Seitenansicht eines im Kopfende des Handgriffs des Handstücks verwendeten Halsblocks, Fig. 11 eine Rückansicht des in Fig. 10 gezeigten Halsblocks, F i g. 12 eine Vorderansicht des in F i g. 10 gezeigten Halsblocks, F i g. 13 eine Teilansicht im Längsschnitt einer anderen Ausführungsform des Gasauslaßkanals mit einem selbsttätig arbeitenden Regelventil zur Regelung des Gasaustritts aus der Kammer im Kopf mit einem gleichmäßigen Druck, Fig. 14 eine Ansicht im Schnitt nach der Linie 14-14 der F i g. 4, welche das rückseitige Ende der Verengungsscheibe im Handgriff 24 zeigt.
  • Das in den Zeichnungen gezeigte Handstück 22 besteht aus einem Handgriff 24, der bei 26 zur leichteren Handhabung gerändelt ist und an dessen Ende ein Triebwerksgehäuse 28 befestigt ist. Das Ende der Handgriffe ist bei 30 abgewinkelt, wie dies bei Winkelhandstücken üblich ist.
  • Das Triebwerksgehäuse28 weist eine im wesentlichen zylindrische Bohrung 32 auf, die an ihrem unteren Ende in eine Öffnung 34 übergeht, durch welche sich das normalerweise untere Ende der Läuferwelle 36 des Triebwerks erstreckt. Das normalerweise untere Ende der Läuferwelle 36 ist über ein unteres Wälzlager 38 drehbar gelagert, das aus einem Innenlaufring40, einem Außenlaufring 42 und lose gehaltenen Wälzkörpern, beim dargestellten Beispiel aus Kugeln 44, besteht. Das untere Ende der Läuferwelle 36 ist im inneren Laufring 40 eingepreßt.
  • Der äußere Laufring42 des Lagers sitzt auf einer Schulter 46 im Gehäuse 28 und wird in seiner Lage an dieser Schulter durch einen Klemmring 48 gehalten, der in die Bohrung 32 bei 50 eingeschraubt ist, wobei am unteren Ende des Gehäuses 28 unterhalb des inneren Laufringes 40 ein geringes Spiel 51 vorgesehen ist. Bei einem Handstück, das sich für alle Arten von zahnärztlichen Fräsarbeiten bewährt hat, beträgt der Außendurchmesser des äußeren Laufringes 42 6,35 mm, der Innendurchmesser des Innenlaufringes 3,18 mm und der Durchmesser jeder der fünfzehn Kugeln 44 1 mm, zwischen den Laufringen besteht eine seitliche Radialbeweglichkeit von zwischen 0,007 mm und 0,13 mm, und die Höhe beider Laufringe beträgt etwa 2,38 mm.
  • Der Innenlaufring des Wälzlagers 52 ist am oberen Ende der Läuferwelle 36 mit Preßsitz angebracht.
  • Das obere Lager 52 besteht aus einem äußeren Laufring 58, der mit Preßsitz in einem Abstandsring 60 sitzt, einem inneren Laufring 54 und lose sitzenden Lagerkugeln 56. Die Höhe des Ringes 60 ist etwas größer als die der Laufringe 54, 58, so daß sein oberes Ende über die Lagerlaufringe hinaus nach oben vorspringt und ein Spiel 61 an der oberen Stirnseite des Lagers 52 gebildet ist. Die Lager 38 und 52 sind im wesentlichen gleich.
  • Eine Kappe 62, die vorzugsweise mittels Gewinde 64 in der Bohrung 32 sitzt, hält den Abstandsring 60 in Anlage an einer ringförmigen Schulter 66 und dient so dazu, das Lager 52 zusammenzuhalten und die Welle 36 in ihrer Lage zu halten sowie das obere Ende der Ausnehmung 32 abzuschließen.
  • Mit der Welle 36 ist ein Turbinenläufer fest verbunden, der sich in axialer und in radialer Richtung erstreckende Flügel oder Schaufeln 68 aufweist. Wie am besten aus F i g. 6 ersichtlich, sind die Schaufeln 68 an ihrer Vorderseite 70 gekrümmt und haben eine ebene Rückseite 72. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die Welle 36 und der Läufer aus einem Stück, beispielsweise aus einem korrosionsbeständigen Metall, sein. Der Durchmesser des Läufers von Schaufelspitze zu Schaufelspitze beträgt bei erfolgreich arbeitenden Handstücken 7,1 mm während der Krümmungsradius der Vordersite der Schaufeln 4.37 mm beträgt. Die ebene Fläche 72 ist mit etwa 121,'-0 zum Durchmesser geneigt. Es wurde festgestellt. daß bei einer in der beschriebenen Weise bemessenen Turbine das eintretende Gas die ebene Fläche 72 beaufschlagen und sich gegen diese ausdehnen kann, um eine maximale, die Turbine um ihre Drehachse antreibende Kraftkomponente zu erzielen.
  • Wie insbesondere aus F i g. 6 ersichtlich, liegt der Schaufelgrund im wesentlichen über den Wälzkörpern, d. h. den Kugeln 44 und 56. Bei dieser Anordnung wird der Gasstrom unter Druck axial von den Enden der Scheitel der Zwischenräume zwischen den Schaufeln 68 austreten und auf die Kugel 44 und 56 strömen, so daß sie sowohl zur Kühlung als auch zur Bildung des angestrebten Gaspolsters beitragen.
  • Diese letztere Wirkung wird weiter unten näher erläutert.
  • An den gegenüberliegenden Stirnseiten der Turbinenschaufeln sind an der Welle ein oberer Bund 74 und ein unterer Bund 76 vorgesehen. Diese Bunde dienen dazu, die Lager 52 und 38 in einem genauen Abstand vom oberen und vom unteren Ende der Turbinenschaufeln zu halten. Da der Klemmring 48 genau gearbeitet ist, befindet er sich ebenfalls vorzugsweise in einem genauen Abstand vom unteren Ende der Turbinenschaufeln 68. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich ein in Fig.5 gezeigtes ringförmiges Schild77, das mit dem unteren Ende des Abstandsringes 60 aus einem Stück bestehen kann, in einem genauen Abstand von den oberen Enden der Schaufeln 68. Der Umfang der Mittelöffnungen im Schild 77 und der Öffnungen 134 im Klemmring 48 befindet sich vorzugsweise im wesentlichen in axialer Ausfluchtung mit der Mitte der Wälzkörper 44 und 56 für einen nachstehend näher beschriebenen Zweck.
  • Es wurde gefunden, daß die Abstände zwischen den Turbinenschaufeln 68 und dem Schild 77 einerseits und dem Klemmring 48 andererseits kritisch sind. Bei einem Motor der beschriebenen Größe sollen diese Abstände zwischen 0,125 und 0,65 mm liegen. Wenn diese Abstände zu klein sind, wird ein Zustand erzeugt, der die richtige Strömung des Antriebsgases durch die Lager stört, zu einer mangelhaften Kühlung führt und ein sirenenartiges Geräusch hervorruft, während, wenn der Raum zu groß ist, kein ausreichendes Drehmoment erzeugt wird, es sei denn, die Gesamtlänge des Aggregates würde vergrößert, was ja gerade vermieden werden soll.
  • Bei der vorangehend beschriebenen Konstruktion ist etwa die äußere Hälfte der Turbinenschaufeln in einer ringförmigen Tasche 79 aufgenommen, welche von der inneren zylindrischen Fläche der Bohrung 32, der Oberseite des Klemmringes 48 und der Unterseite des Schildes 77 begrenzt ist. Diese ringförmige Tasche 79 dient zur Begrenzung der äußeren Teile der Schaufeln 68 und der die Schaufeln beaufschlagenden und sich gegen diese ausdehnenden Gase, so daß der größere Teil der durch die Gase während der Ausdehnung entwickelten Kraft auf die Turbinenschaufeln wirksam wird, um in der Welle 36 ein Drehmoment zu erzeugen.
  • Den einzigen möglichen Strömungsweg für den Austritt der Gase aus dem ringförmigen Hohlraum 79 an dessen Enden bilden schmale ringförmige Öff- nungen, die zwischen dem Umfang der Mittelöffnungen im Schild 77 und im Ring 48 sowie in den Bund 74 und 76 gebildet sind und in die Wälzlager 38, 52 führen.
  • Da die Scheitel der Zwischenräume zwischen den Schaufeln 68 sich im wesentlichen in axialer Ausfluchtung mit den Wälzkörpern jedes Lagers befinden und sich der Turbinenläufer bei seinem Umlauf zweimal so schnell bewegt wie die Wälzkörper, werden die Wälzkörper ständig von aufeinanderfolgenden Gasströmen beaufschlagt. Dabei können der Spalt zwischen dem inneren Umfang des Schildes 77 und dem Bund 74, der Spalt zwischen dem Klemmring 48 und dem Bund 76 sowie zusätzliche Axialkanäle 134 im Klemmring 48 als Lenkeinrichtungen dienen, die die aus der Tasche79 austretende Luft gegen die Bahnen der Wälzkörper 56 bzw. 44 lenken.
  • Es wurde festgestellt, daß die Größe des Drehmoments am Werkzeugschaft und die Weichheit des Betriebs mit verengenden Auslässen, wie sie z. B. durch das Schild 77 und den Ring 48 vorgesehen sind, besser sind.
  • Die Kappe 62 ist mit einer oder mehreren gedrosselten Gasauslaßbohrungen 78 versehen, durch die das Gas aus dem oberen Ende des Ringraums79, das zwischen dem äußeren Laufring 58 und dem inneren Laufring 54 des oberen Lagers 52 hindurchströmt, austritt. Diese Anordnung erleichtert das Kühlen und die Bildung des Gaspolsters in dem Lager und verringert die Verwirbelung des Gases innerhalb des Gehäuses. Ferner ergibt sich, wie weiter unten näher erläutert wird, ein zusätzlicher Vorteil.
  • Im unteren Ende des Gehäuses sind mehrere, vorzugsweise drei, gedrosselte Gasaustrittsöffnungen 80 vorgesehen, die in gleichmäßigen Abständen um das untere Ende der Welle 36 angeordnet sind, um das Austreten des vom Läufer abströmenden Gases zwischen den Laufringen 40 und 42 des unteren Lagers 38 an den Wälzkörpern 44 vorbei und die Bildung eines Gaspolsters in diesem Lager zu gewährleisten. Ferner sind die Kanäle 80 etwas zur Achse der Welle 36 geneigt, um das ausströmende Gas gegen die Spitze eines Werkzeuges zu richten, welches normalerweise im unteren Ende der Turbinenwelle sitzt.
  • Wie F i g. 4, 5, 6, 8 und 10 zeigen, besteht ein am Turbinengehäuse liegender Teil des Handgriffs aus einem dünnen Metallrohr 82, in dessen Ende ein Halsblock 84 sitzt. Der Halsblock 84 ist mit einer Axialbohrung 86 versehen, deren äußeres Ende als Düse dient, um einen Gasstrahl kontinuierlich tangential gegen den Außenabschnitt der Turbinenschaufeln 68 zu richten. Die Bohrung 86 ist so ausgebildet, daß der Gasstrahl auf die Flächen 72 der Schaufeln 68 im wesentlichen in dem in Fig. 6 gezeigten Tangentialwinkel gegen die Achse des Turbinenläufers etwa in der Mitte der Turbinenschaufeln gerichtet ist, so daß das Gas im wesentlichen gleichmäßig aus den entgegengesetzten Enden der Räume zwischen den Schaufeln und durch die Lager austritt.
  • Die Mitte des Gasstroms liegt von der durch die Spitzen der Schaufeln 68 beschriebenen kreisförmigen Bahn nach innen, wobei sich der Strom der Schaufeln bei der Benihrung mit den Flächen 72 in allen Richtungen ausdehnt, so daß der Turbinenläufer ein maximales Drehmoment abgeben kann.
  • Im Halsblock ist auf der der Bohrung 86 diametral gegenüberliegenden Seite ein Schlitz88 ausgebildet, um Gas aus dem Turbinengehäuse radial in den Handgriff abzuleiten. Wie sich am besten aus Fig.12 ergibt, hat der Schlitz 88 einen wesentlich größeren Querschnitt als die Bohrung 86, so daß sich der Druck des in die Ausnehmung 32 austretenden Gases leicht in dieser entspannen kann und das entspannte Gas aus der Ausnehmung 32 in der Hauptsache durch den Schlitz 88 austritt, während ein Teil durch die Bohrung78 in der Kappe und durch die Bohrungen 80 im Gehäuse 28 austritt.
  • Hierbei ist zu beachten, daß infolge des geringen Abstandes der Einlaßbohrung 86 vom Auslaßschlitz 88 das Gas etwas weniger als 360° um das Gehäuse herumströmt, bevor es austritt, so daß der größtmögliche Anteil der in dem sich im Gehäuse entspannenden Gas enthaltenen Energie für den Antrieb der Turbine ausgenutzt wird.
  • Der Halsblock ist ferner mit einer weiteren Bohrung 90 versehen, die an ihrem vorderen Ende mit einer geneigten Bohrung 92 in der Hülse 94 (F i g. 5) in Verbindung steht, die dazu dient, Wasser auf den Fräser zu leiten. Im Halsblock 84 ist noch eine Bohrung 87 vorgesehen, die sich von dessen hinterem Ende nach innen erstreckt und die größer ist als die Einströmbohrung 86 und mit dieser in Verbindung steht. Mit den Bohrungen 87 und 90 sind Rohre 96 und 98 z. B. durch Hartlötung verbunden, welche zur Gas- bzw. Wasserzufuhr dienen. Die äußeren Enden dieser Rohre erstrecken sich zum hinteren Ende des Handgriffs 22 und durch dieses zur Verbindung mit biegsamen Rohren, durch die die Gas- bzw. Wasserzufuhr erfolgt.
  • Das Rohr 82 ist an einer Stelle, die sich vom Halsblock nach außen im Abstand befindet, mit einer Scheibe 100 versehen, die Bohrungen 102 und 104 für die Hindurchführung der Wasser- und Luftrohre 94 und 96 aufweist. Der Umfang dieser Bohrungen liegt fest an der Außenfläche dieser Rohre an, so daß eine Gaskammer begrenzt wird, in welcher das austretende Gas auf einem bestimmten Druck, z. B. bei der hier beschriebenen Größe des Handstücks und der Turbine zwischen 0,07 und 0,35 kg/cm2 gehalten wird. Dieser Druck hängt, entsprechend der nachstehend erläuterten graphischen Darstellung in F i g. 9 vom Beaufschlagungsdruck ab.
  • Wie ersichtlich, muß das aus dem Gehäuse durch den Auslaßkanal oder Schlitz 88 im Halsblock 84 austretende Gas durch die Auslaßöffnung 106 in der Scheibe 100 hindurchtreten, wobei durch die Verengung des Kanals 106 ein Rückdruck innerhalb der Gaskammer im Rohr 82 erzeugt wird, der eine wichtige Wirkung auf den Betrieb der Turbine hat. Es wurde beobachtet, daß durch einen zu hohen Gegendruck die Turbine beträchtlich verlangsamt wird und daß bei zu niederem Gegendruck, d. h. wenn das Gas frei austritt, für die Erzielung der gewünschten hohen Geschwindigkeit übermäßig hohe Eintrittsdrücke erforderlich sind.
  • Es wurde festgestellt, daß die verengte Öffnung 106 so bemessen sein soll, daß der Rückdruck das durch die Kurven in F i g. 9 dargestellte Verhältnis zum Eintrittsdruck haben soll. Diese Kurven wurden nach Werten aufgezeichnet, die aus dem Betrieb von Handstücken der erwähnten Größe unter Verwendung der beschriebenen Lager erhalten wurden. Dabei hat der Einlaßkanal 86 einen Durchmesser von 1,18 mm, die Bohrung 78 in der Kappe 62 einen Durchmesser von 0,79 mm, die drei Bohrungen 80 je einen Durchmesser von 0,53 mm, während der Unterschied in den Durchmessern zwischen der Welle 36 und der Bohrung 34 im Gehäuse 28 etwa 0,08 mm beträgt. Alle erwähnten Bohrungen, Kanäle und Ringräume um den unteren Stummel der Welle 36 sind Öffnungen, durch welche Gas zusätzlich zu dem durch die verengte Öffnung 106 gebildeten Hauptauslaß austreten kann.
  • In F i g. 9 sind außer den Kurven A und B für den höchsten und den niedrigsten relativen Rückdruck in der Ausnehmung 32 des Kopfes 28 auch ein optimaler Bereich der Rückdrücke durch eine Kurve C dargestellt. Rückdrücke, welche zwischen den Maxima-und Minimakurven liegen, ermöglichen einen zufriedenstellenden Betrieb des Handstücks, jedoch liefert der bevorzugte Bereich der Rückdrücke entlang Kurve C relativ zum Eintrittsdruck die besten Betriebsbedingungen hinsichtlich Drehzahl, Drehmoment, Laufruhe und Schwingungs- bzw. Erschütterungsfreiheit, und damit hinsichtlich des Schutzes des Patienten gegen Trauma. Wie ferner aus der Kurve ersichtlich, liegen die vorzugsweisen Beaufschlagungsdrücke im niederen Druckbereich und stehen im allgemeinen in jeder zahnärztlichen Ordination zur Verfügung. Es sind daher keine zusätzlichen Hochdruckverdichter nötig.
  • Der äußere Endteil des Handgriffs 24 hat vorzugsweise einen größeren Durchmesser als das Rohr 82.
  • Auf das äußere Ende des Handgriffes ist ein End-bzw. Spannringlll auQeschraubt, der ein Filter, beispielsweise eine Drahtmaschenscheibe 113 aus korrosionsbeständigem Material od. dgl., hält. Die Rohre 96 und 98 erstrecken sich durch Öffnungen in der Filterscheibe für den Eintritt von Wasser und Gas.
  • Die Aufgabe der Filterscheibe bzw. des Siebs 113 besteht darin, von der Turbine stammende Geräusche großer Tonhöhe zu dämpfen. Vorzugsweise wird statt oder zusätzlich zum Sieb 113 das äußere Ende des Handgriffs 22 mit einem korrosionsbeständigen Metallgewebe oder mit Metallwolle abgedichtet, um die Filterwirkung zu steigern.
  • Der Turbinenläufer ist mit einem Klemmfutter für einen zahnärztlichen Fräser od. dgl. versehen, das eine Gewindebohrung 110 aufweist, welche sich vom unteren Ende der Welle 6 nach innen fast zu deren oberem Ende erstreckt. Das obere Ende der Bohrung 110 steht mit einer Öffnung 112 von kleinerem Durchmesser als die Bohrung 110 in Verbindung, welche sich axial durch das obere Ende der Welle erstreckt und eine ringförmige Schulterll2' bildet.
  • Eine Hülse 114 aus einem ausdehnbaren Reibungsmaterial, wie Polyäthylen od. dgl., deren Außendurchmesser im wesentlichen gleich dem Gewindespitzendurchmesser in der Bohrung 110 ist, wird in die erwähnte Gewindebohrung eingeschoben, bis sie sich in Anlage an der ringförmigen Schulter 112' am oberen Ende der Bohrung befindet. Der Innendurchmesser der Hülse 114 ist geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des Schafts eines Fräsers 116, der axial in die Hülse von deren unterem Ende aus eingedrückt wird. Beim Einführen des Fräsers in die dehnbare Hülse wird diese erweitert und paßt sich der Form der Gewindegänge in der Bohrung an, wie in F i g. 5 gezeigt. Dies hat einen festen Reibungssitz zwischen der Hülse und dem Fräser zur Folge, verhindert das Herausfallen des Fräsers und ermöglicht ferner, daß der Fräser in jeder gewünschten Längsstellung im Klemmfutter gehalten werden kann. Der Gewindeeingriff der Bohrung mit der Hülse verhindert ferner das unbeabsichtigte Herausziehen der Hülse, beispielsweise beim Herausnehmen eines Fräsers. Da der Fräser durch Reibungssitz in der Hülse gehalten wird, kann er mit verschiedener Tiefe eingesetzt werden, wodurch innerhalb bestimmter Grenzen die Notwendigkeit vermieden wird, Fräser von verschiedener Länge vorzusehen. Ferner können bei Verwendung von Hülsen verschiedener Dicke Fräser mit Schäften benutzt werden, die einen kleineren Durchmesser als dargestellt besitzen. Dies ist vorteilhaft, da das Hauptprinzip der Arbeitsweise des Handstücks für einen bestmöglichen Wirkungsgrad viel mehr in der Drehzahl statt in der Massenträgheit liegt.
  • Das Einsetzen des Fräsers in die Hülse wird durch die im oberen Ende der Welle 36 vorgesehene Öffnung 112 erleichtert, da in der Hülse keine Luft eingeschlossen wird, die diesem Einsetzen Widerstand leisten würde. Ferner ermöglicht die Öffnung 112, daß irgendwelches Material, das in das Klemmfutter gelangt ist, dadurch herausgesaugt werden kann, daß die Luft rasch durch die Öffnung nach dem Hindurchtreten durch das obere Lager hindurchtritt und über den Auslaßkanal 78 in der Kappe 72 ausströmt.
  • Außerdem kann, falls ein Fräser von seinem Schaft abbricht, der abgebrochene Schaft dadurch leicht aus der Hülse 114 entfernt werden, daß ein dünner Draht durch die Öffnung 112 eingeführt und der abgebrochene Schaft aus der Hülse herausgeschoben wird.
  • Das Handstück wird über geeignete Ventile an eine Preßluftquelle und gegebenenfalls an die Wasserleitung angeschlossen, die beide normalerweise in einem zahnärztlichen Ordinationsraum vorhanden sind. Für die Preßluft wird vorzugsweise ein Druck zwischen 1,4 und 2,1 kg/cm2 verwendet. Die Preßluftquelle soll bei diesem Druck etwa 301/min liefern. Die Luft strömt im Handstück durch das Rohr 96, tritt durch die als Düse wirkende Bohrung 86 im Halsblock 84 aus und beaufschlagt als Hochdruckstrahl tangential die Axialschaufeln68 des Turbinenläufers, wie in Fig. 6 gezeigt, wobei sie gegen die ebenen Flächen 72 des Turbinenläufers expandiert und den Turbinenläufer mit einer Drehzahl bis über100 000 Ulmin, je nach der Einstellung des Lufteinlaßventils, antreibt. Die Entspannung des Gases dauert fast während 3600 um das Innere des Gehäuses herum an.
  • Der Expansionsbereich ist auf die ringförmige Tasche 79 begrenzt, welche durch die Gehäusebohrung, den Klemmring 48 und das ringförmige Schild 77 oder, falls kein Schild 77 vorgesehen ist, durch das obere Lager und den Abstandsring gebildet wird.
  • In der Zwischenzeit tritt überschüssige Luft aus dem oberen und dem unteren Ende der Räume zwischen den Turbinenschaufeln68 an deren Wurzelflächen aus und gelangt durch verengte ringförmige Öffnungen auf die Wälzkörper zwischen den Innen-und den Außenlaufringen der Lager 44 und 52.
  • Dieses austretende Gas hat das Betreben, die Walzkörper so zu umhüllen, daß diese miteinander und mit den Laufflächen der äußeren und inneren Laufringe keine metallische Berührung haben. Dies ist in etwas übertriebener Form in F i g. 5 dargestellt. Dabei werden außerdem Öldämpfe im Gas auf die benachbarten Teile jedes Lagers geschleudert, so daß diese bei Nichtbestehen des Luftpolsters, z. B. beim Anlaufen oder bei starken seitlichen Arbeitsdrücken, zusätzlich geschmiert werden.
  • Das aus den Lagern austretende Gas strömt durch die Öffnung 78 in der Kappe sowie durch die Auslaßkanäle 80 im unteren Teil des Gehäuses aus und wird durch die letzteren zur Kühlung gegen den Fräser gerichtet.
  • Ein wesentlicher Teil der der Turbine zugeführten Luft tritt durch den Schlitz 88 und die verengte Austrittsöffnung 106 aus, welche den Gasdruck innerhalb der Turbinenkammer auf dem obenerwähnten Druck relativ zum Eintrittsdruck hält. Dieser bewirkt ein Drehmoment, bei dem ein ausreichender Arbeitsdruck von etwa 0,45 kg durch einen Fräser auf beispielsweise eine Zahnfläche ausgeübt werden kann.
  • Selbst wenn einige Fräser durch diesen Druck abgebremst werden, treten keine Schädigungen des Triebwerkes auf. Die Verwendung eines relativ niedrigen Arbeitsdrucks ist außerdem ein Sicherheitsfaktor, um unbeabsichtigtes oder versehentliches Schneiden mit dem Fräser zu verhindern. Jedoch wird dadurch infolge der sehr hohen Drehzahlen die Arbeitsgeschwindigkeit selbst durch harten Zahnemail nicht vermindert.
  • Die bevorzugte empfohlene Bohrtechnik, besonders für das Entfernen des Emails, wenn z. B. ein Zahn für die Aufnahme einer Krone vorbereitet werden soll, ist eine leichte, dem Bürsten ähnliche Werkzeugführung. Das Schneiden von Zahnmaterial und anderen harten Stoffen, wie z. B. von Dentalmetallen, geht ungewöhnlich rasch und sicher vor sich, wobei praktisch keine traumatischen Wirkungen beim Patienten auftreten und dieser kaum empfindet, daß gebohrt oder geschnitten wird. Das Schneiden geschieht bei Bedarf unter gleichzeitiger Spülung der Zahnfläche und des Fräsers, während der Bohrer ständig durch aus dem unteren Ende des Turbinenkopfes in Richtung auf den Fräser und den Zahn austretende Luft gekühlt wird.
  • Obwohl bei ungewöhnlich hohen Drehzahlen gearbeitet wird, arbeiten die Lager, welche die einzigen Teile des Handstücks sind, die einem Verschleiß ausgesetzt sind, praktisch ohne Reibung kühl und werden gegebenenfalls durch Öl leicht geschmiert, so daß die Lebensdauer solcher Lager viele Monate betragen kann. Ferner kann das Auswechseln der Lager und der Klemmfutterhülse einfach und rasch durch den Zahnarzt oder einen Assistenten unter Verwendung eines zusammengesetzten Werkzeugs einfacher Bauart geschehen.
  • Eine andere Ausführungsform der Verengung für den Gasaustritt durch das hintere Ende des Handgriffs 22 ist in F i g. 13 dargestellt. Statt einer festen Öffnung 106 in der Scheibe 100, wie vorangehend beschrieben, kann eine andere Form einer gesteuerten und verstellbaren Verengung verwendet werden, von der Einzelheiten in beispielsweiser Ausführungsform in der Zeichnung gezeigt sind. Wie ersichtlich, ist ein zylindrischer Stopfen 118 durch Hartlötung oder in anderer Weise im Inneren des Rohrs 82, benachbart dessen äußerem Ende, befestigt. Dieser Stopfen ist mit geeigneten Bohrungen zur Hindurchführung der Gas- und Wasserzufuhrrohre 96 und 98 versehen.
  • Der Stopfen ist ferner mit einer Gasaustrittsbohrung 120 versehen, die sich in seiner Längsrichtung durchgehend erstreckt und deren inneres oder Einlaßende bei 122 verengt ist, während ihr äußeres Ende mit einem Innengewinde 124 versehen ist. Benachbart dem verengten Ende 122 ist ein Kugelrückschlagventil 126 beweglich, das, wenn es sich auf seinem Sitz befindet, das verengte Ende der Bohrung 120 verschließt. Zwischen der Kugel 126 und dem inneren Ende eines mit einem Gewinde versehenen Sitzes 130, der in dem mit einem Gewinde versehenen Ende 124 der Bohrung 120 axial verstellbar ist, ist eine Druckfeder 128 von verhältnismäßig geringer Kraft angeordnet, welche mit Hilfe des Gewindesitzes in ihrer Spannung verändert werden kann, so daß der durch sie gegen die Kugel 126 ausgeübte Druck verändert werden kann. Der Sitz 130 ist mit einer mittigen Bohrung 132 von polygonaler Form versehen, so daß ein Drehwerkzeug eingesetzt werden kann, beispielsweise ein Spezialschlüssel, um eine Verstellung des Sitzes 130 zur Veränderung des Drucks der Feder 128 im Sinn einer Erhöhung oder Verminderung desselben vornehmen zu können. Die Öffnung 132 ist vorzugsweise größer als der Durchmesser der verengten Öffnung 122, so daß der gesteuerte Gasaustritt, wie er durch den Druck des aus dem Rohr 82 austretenden Gases gegen die Kugel 126 und die Feder 128 bewirkt wird, nicht behindert wird. Durch die beschriebene Ventilanordnung läßt sich innerhalb des Gehäuses 28 ein gesteuerter Druck erzielen, selbst wenn der Eintrittsgasdruck sich während des Betriebs des Handstücks verändert.
  • Zum Einsetzen des Werkzeugs wird die Klemmfutterhülse 114 in die Gewindebohrung 110 der Welle 36 eingesetzt, bis sie an der ringförmigen Schulter 112' zur Anlage kommt. Hierauf wird z. B. ein Fräser 116 in die Hülse 114 eingesteckt, wodurch diese in das Gewinde 110 eingedrückt und eine axiale Bewegung der Hülse relativ zur Welle 36 verhindert wird. Das Einsetzen des Fräsers 116 in die Hülse 114 kann dadurch erleichtert werden, daß vorher das obere Ende des Fräserschafts in ein Gleitmittel eingetaucht wird.
  • Da die Hülse vorzugsweise aus einem geeigneten Harz wie Polyäthylen hergestellt ist, wird diese durch die normalen von den Zahnärzten für das Einsetzen von Fräsern in die üblichen Bohrfutter verwendete Gleitmittel nicht beschädigt. Das Auswechseln der Hülse 114 erfolgt in einfacher Weise durch das Einsetzen eines längsgerippten Werkzeugs, wobei die Hülse durch Herausschrauben aus der Gewindebohrung 110 entfernt wird.
  • Die Lebensdauer der Lager beträgt selbst bei ungewöhnlich großer Beanspruchung mehrere Monate, besonders wenn das dem Läufer für dessen Antrieb zugeführte Gas vor seinem Eintritt in das Turbinengehäuse 28 gefiltert wird. Es können dann keine Fremdkörperteilchen in die Lager eintreten und falls solche in die Hülse 114 gelangen, beispielsweise beim Einsetzen eines Fräsers, werden diese sofort durch die Öffnung 112 im oberen Ende der Welle 36 und durch die Öffnungen 78 in der Kappe 62 abgesaugt.
  • Obwohl vorgesehen ist, daß eine begrenzte Menge Schmieröl, beispielsweise ein leichtes Mineralöl, in das eintretende Gas vorzugsweise in Form eines Nebels eingebracht wird und ein Teil dieses Gases durch die Kanäle 80 und die Öffnung78 aus dem Gehäuse 28 in den Mundraum eines Patienten austritt, ist diese Gasmenge geringfügig im Vergleich zu der, welche durch das äußere Ende des Handgriffs des Handstücks austritt. Da die zur Schmierung der Lager benötigte Ölmenge sehr klein ist, kann höchstens ein außerordentlich kleiner Bruchteil des Öls in die Mundhöhle eines Patienten gelangen. Das für eine solche Schmierung verwendete Mineralöl ist sehr wirksam, billig und leicht erhältlich, und der Patient wird auch nicht durch die Schmierung der Lager des Handgriffs belästigt. Maisöl ist z. B. ein gut geeignetes Schmiermittel.
  • Vorzugsweise wird Luft für den Antrieb der Turbine des Handstücks verwendet. Es können jedoch auch andere, nicht toxisch wirkende Gase verwendet werden. Da kleine Mengen des Schmieröls im Rohr 82 aus dem Abgas kondensieren können, ist die verengte Gasauslaßöffnung 106 vorzugsweise so angeordnet, daß sie in normaler Arbeitsstellung an der unteren Seite der Scheibe 100 liegt (z. B. die Bohrung 120 im Block 118 bei der in Fig. 13 dargestellten Ausführungsform) und dadurch sich ansammelndes Öl leicht durch das äußere Ende des Handgriffs 22 entfernt werden kann.
  • Aus dem Vorangehenden ergibt sich, daß das durch die Erfindung geschaffene zahnärztliche Handstück mit einer Turbine von hoher Drehzahl einen revolutionären Fortschritt in der Technik darstellt.
  • Die extrem hohe Drehzahl, die Einfachheit der Konstruktion, die geringe Baugröße, das geringe Gewicht, das Fehlen von Kabeln und Zahnrädern und das völlig schwingungsfreie Arbeiten beim Betrieb ergeben ein Instrument, das, da bei der Benutzung des Handstücks keine traumatischen Wirkungen auftreten, vom Patienten sehr angenehm empfunden wird und für diesen noch weitere Annehmlichkeiten bringt und außerdem dem Zahnarzt eine leichte Handhabung und eine gute Sicht in der Mundhöhle ermöglicht. Es werden nur klein bemessene biegsame Zuführungsschläuche für das Gas zum Antrieb der Turbine und das Wasser zum Spülen und Kühlen des Fräsers benötigt. Die Zufuhr von Gas und Wasser läßt sich leicht durch Ventile regeln, die zweckmäßig entweder durch Hand- oder durch Fußbedienung betätigt werden.
  • Es können normale Niederdruckpreßluftbehälter, wie sie praktisch heute jedem Zahnarzt zur Verfügung stehen, zum Antrieb der Turbine und des Fräsers des Handstücks mit außerordentlich hohen Drehzahlen von bis über 100 000 U/min dienen. Das Gehäuse der Turbine am äußeren Ende des Handgriffs ist von gleicher Größe oder kleiner als die bekannten im Handel erhältlichen zahnärztlichen Handstücke.
  • Die mit dem erfindungsgemäßen Handstück erreichte Schwingungsfreiheit und das Fehlen von behindernden Antriebsmitteln und der Fortfall aller Riemen und Zahnräder bedeuten einen bei den gegenwärtig verwendeten Handstücken nicht erreichbaren Vorteil sowohl für den Patienten als auch für den Zahnarzt. Diese Vorteile ergeben sich aus den Merkmalen der Erfindung und deren Wirkung im Handstück, die, wie angenommen werden kann, darin besteht, daß der Läufer und die Wälzlager in einem Gas- oder Luftkissen gelagert arbeiten. Das Gewicht des Läufers ist außerordentlich klein, und Fräser mit Schäften von den kleinsten im Handel erhältlichen Größen arbeiten in dem erfindungsgemäßen Handstück mit höchstem Wirkungsgrad, wobei angenommen werden kann, daß die Drehzahl der wesentlichste Faktor ist, der zu den hohen Schnittgeschwindigkeiten bei sehr leichtem Druck auf das Handstück führt. Die unter Ausnutzung der Massenträgheit betriebenen verhältnismäßig schweren Klemmfutter der üblichen langsam laufenden Handstücke erfordern dagegen die Ausübung eines weit stärkeren Drucks durch den Zahnarzt. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion ist daher kein Schwungrad notwendig.
  • Das durch den Läufer des erfindungsgemäßen Handstücks abgegebene Drehmoment hängt von dem diesem zugeführten Luftdruck ab, jedoch reichen verhältnismäßig niedrige Drücke, vorzugsweise zwischen 1,4 und 2,1 kg, ohne weiteres aus. das gewünschte Betriebsdrehmoment zu liefern, welches in Verbindung mit den hohen Drehzahlen das Erreichen hoher Schnittgeschwindigkeiten selbst bei hartem Zahnemail und harten Dentalmetallen ermöglicht, ohne daß durch den Zahnarzt ein wesentlicher Druck ausgeübt werden muß. Die sehr geringe Massenträgheit des leichten Läufers ergibt den zusätzlichen Vorteil, daß der Antrieb rasch zum Stillstand kommt, wenn das Gasventil geschlossen wird oder der Fräser zu stark oder zu schnell durch den Zahnarzt gegen die durch den Fräser zu schneidende Fläche gedrückt wird. Andererseits wird jedoch die Höchstdrehzahl des Läufers sofort wieder erreicht, wenn der Turbine wieder Gas zugeführt wird oder der Fräser von dem Hindernis, das seinen Stillstand herbeigeführt hat, befreit wird. Bei den bisher verwendeten Handstükken haben die viel schwereren Klemmfutter eine weit größere Massenträgheit und erfordern daher im Gegensatz zum Handstück gemäß der Erfindung eine relativ lange Beschleunigungszeit.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Zahnärztliches Handstück mit strömungsmittelgetriebenem Triebwerk, bei dem die Rotorachse der Turbine über Wälzlager im Gehäuse gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse außer einer Hauptaustrittsöffnung (88) mit Drosselwirkung für das Preßgas Drosselöffnungen (78, 80) vorgesehen sind, durch die ein Teil des aus der Turbine austretenden Preßgases unter Durchströmung der Wälzlager (38, 52) nach außen tritt, und daß die Wälzkörper (44, 56) dieser Wälzlager gegenüber ihren Lagerringen ein solches Spiel haben, daß zwischen ihnen und den Lagerringen ein die Lagerreibung herabsetzendes Gaspolster entsteht.
  2. 2. Handstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung (88) zur Atmosphäre über eine Drossel (106; 122, 126) führt.
  3. 3. Handstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel (122, 126) als federbelastetes Oberdruckventil ausgebildet ist.
  4. 4. Handstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (128) des Überdruckventils an einem verstellbaren Widerlager (130) abgestützt ist.
  5. 5. Handstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung an sich bekannter käfigfreier Wälzlager.
  6. 6. Handstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Wälzlager zu beiden Seiten des Läufers angeordnet sind und die Drosselöffnungen an gegenüberliegenden Stirnseiten des Turbinengehäuses angeordnet sind.
  7. 7. Handstück nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnungen (78, 80) derart bemessen sind, daß die durch beide Wälzlager (38, 56) in der Zeiteinheit hindurchströmenden Gasmengen etwa gleich sind.
  8. 8. Handstück nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die werkzeugseitigen Drosselöffnungen (80) gegenüber der Achse der Läuferwelle (36) in Strömungsrichtung einwärts gegen die Spitze des Werkzeuges (116) geneigt sind.
  9. 9. Handstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch zwischen dem Arbeitsraum des Läufers und den Wälzlagern angeordnete, gegen die Bahnen der Wälzkörper (44, 56) gerichtete Lenkkanäle.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 357 117, 383 289, 455 504, 456 128, 561 203, 880 979, 939 994; österreichische Patentschrift Nr. 163 217; schweizerische Patentschrift Nr. 246 509: französische Patentschrift Nr. 591 352; USA.-Patentschriften Nr. 2 180 993, 2 762 457; Zeitschriften: »Zahnärztliche Rundschau«, 1954, H. 11, S. 344, 345; »Feingerätetechnik«, 1955, H. 7, S. 291 bis 296; Firmenschrift: »SKF Ball Bearings, Roller Bearings«. Catalogue Nr. 1760, Dezember 1947, S.36.
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