DE56027C - Bogenlampe - Google Patents
BogenlampeInfo
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- DE56027C DE56027C DENDAT56027D DE56027DC DE56027C DE 56027 C DE56027 C DE 56027C DE NDAT56027 D DENDAT56027 D DE NDAT56027D DE 56027D C DE56027D C DE 56027DC DE 56027 C DE56027 C DE 56027C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
Landscapes
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Nach vorliegender Erfindung kommt behufs Regelung der Kohlenstiftsteilung ein eigenthümlicher
Mechanismus zur Anwendung, dessen Wirkung von einer Hauptstrom-, Nebenschlufs- oder Differentialwickelung abhängig ist, je nachdem
die Lampe für den einen oder anderer Zweck bestimmt ist.
Einrichtung und Wirkungsweise wird zunächst an der schematischen Darstellung einer
beispielsweise mit Differentialwickelung versehenen Bogenlampe (Fig. 1) erklärt werden,
woraus sich die in den Fig. 2 bis 5 dargestellte Ausführungsweise von selbst ergiebt.
Der Hauptstrom geht zwischen den Klemmen af in einem dicken Draht durch die Leitung
b, die Kohlenstifte c d und in den wenigen Windungen eum einen Elektromagneten herum;
von b zweigt ein' dünner Draht k ab, der in
vielen Windungen / um denselben Elektromagneten, entgegengesetzt zu den Windungen e,
herumgeführt ist und sich bei m an die Hauptstromleitung anschliefst. Die dünne Leitung
b k Im liegt also zum Lichtbogen im Nebenschlufs. Eine dritte Leitung geht von α durch
den Stromunterbrecher g h, den Widerstand i nach f. Letztere Leitung dient bei Stromschlufs
zwischen g und h zur Durchführung des Stromes von der vorhergehenden nach der
nächsten Lampe unter Vermeidung der zwischenliegenden Lampe, wenn diese aus irgend einem
Grunde aus der Reihenschaltung ausgeschaltet ist.
Der Hauptstrom geht also durch abcd ef, während ein Bruchtheil des Stromes durch
b k Im geht; die Differenz zwischen den beiden Stromstärken ergiebt die Gröfse der magnetischen
Anziehungskraft in den Polen des Elektromagneten und schwankt diese Kraft je nach
den Veränderungen im Widerstände, den der Hauptstrom in seinem Ueberspringen zwischen
den Kohlenstiften c d findet.
Die Kohlenstifthalter hängen an einer Schnur, die über die Schnurrolle r geführt ist. Der
Halter des oberen Stiftes d ist beschwert, so dafs er das Bestreben hat, die beiden Kohlenspitzen zu vereinigen. Die Schnurrolle r ist
in einem um den Punkt χ drehbaren Bügel q aufgehängt. Dieser Bügel bildet an seinem
unteren Ende den verhältnifsmäfsig schweren Anker p, welcher dem Einflufs des Poles u
gegen die Wirkung der Feder y unterliegt.
Der Umfang der Schnurrolle r ist mit Zähnen besetzt, die in das oben im Bügel q gelagerte
Getriebe s eingreifen; auf der Achse dieses Getriebes sitzt die Bremsscheibe η. Das Stromschlufsstück
g bildet die Bremse für diese Scheibe und sitzt an dem Anker t, welcher den
Einwirkungen des Polschuhes ν unterliegt; Bremse g und Anker ί sitzen an der Feder 0.
Anker t ist verhältnifsmäfsig leicht, so dafs er geringer magnetischer Anziehung seitens ν nachgiebt
und durch ihn eine bremsende Wirkung mittelst g auf η ausgeübt wird, ehe Anker ρ
von u angezogen wird.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun folgende: Geht Strom von α über b
durch die Kohlenstifte c d und die Windungen e nach f und bildet sich der Lichtbogen in
richtiger Weise, so wird nur ein geringer Bruchtheil Strom über k durch die Windungen
I nach m gehen. Der Unterschied in der Wirkung beider Windungen wird ein grofser
sein, demnach auch sich volle Bremswirkung durch Anziehung des Ankers t, welcher im
Gleichgewicht neben Polschuh ν schwebt, mittelst Bremse g gegen Scheibe η äufsern,
wodurch die gegenseitige Annäherung der Kohlenstifte verhindert wird.
Erhöht sich durch Abbrand der Kohlenstifte der Widerstand im Hauptstrom, so nimmt die
Stromstärke im Nebenschlufs k I m zu, die Differentialwirkung der Windungen auf den
Elektromagneten verringert sich und mit ihr die Anziehung des Ankers t durch Pol ν bis
zu dem Punkt, bei welchem die bremsende Wirkung von g gegen η so weit nachläfst,
bis sie dem Bestreben des Kohlenhalters d, sich zu senken, nicht mehr Widerstand leistet;
die Scheibe n, Getriebe s und Schnurrad r drehen sich unter dem Einfiufs des sinkenden
oberen Kohlenstifthalters, wodurch eine Annäherung der Stifte zur richtigen Bogenbildung
stattfindet. Mit der Verringerung des Widerstandes zwischen den Kohlenstiften verringert
sich auch wiederum die Stromstärke im Nebenschlufs bis zum Eintritt voller Bremswirkung
gegen die Scheibe n, wodurch weiteres Sinken des oberen Kohlenstifthalters verhindert wird.
Neben der eben beschriebenen sogenannten feinen Regulirung rindet noch eine gröbere
Regulirung des Abstandes der Kohlenstifte von einander (durch welche sich auch der Lichtbogen
beim Anbrennen bildet) durch die beschriebenen Organe statt. Die wirkende Fläche
des Bremskörpers g besteht aus dem Theil eines Kreises, dessen Mittelpunkt in χ liegt.
Bei den durch Anziehung des Ankers ρ seitens des Poles u hervorgerufenen Schwingungen
des Bügels q kann sich also die Scheibe η auf der Fläche des Bremskörpers g abwälzen, ohne
dafs die Bremswirkung aufhört. Da nun die Bremsscheibe η durch ihr Getriebe s mit dem
Schnurrad r verbunden ist, so wird bei Schwingungen des Bügels q das Schnurrad r, welches
mit seinen Zähnen in die Zähne des Getriebes s greift, wobei letzteres durch Bremsung der
Scheibe η am Drehen verhindert wird, sich drehen, und diese Drehung von r bewirkt
aufser der Bildung des Lichtbogens grobe Regulirung der Kohlenstifte bei grofsen Stromschwankungen.
Da die Annäherung der beiden Kohlenstifthalter beim Abbrennen der Kohlen an einem
gewissen Punkte durch einen Anhalter aufgehoben wird, demnach ein sehr hoher Widerstand
in der Leitung ab c d ef, also grofse Stromstärke in dem Nebenschlufs k Im entsteht,
so wird der Unterschied in den Windungseinwirkungen auf den Kern so weit sinken, dafs die Kraft der Feder ο die Anziehungskraft
des Poles ν auf Anker t überwiegt; die Bremse g wird mit h Stromschlufs
geben und der Strom wird nunmehr direct von α über g hi nach f gehen.
Die vollständige Aufhebung der Bremswirkung zwischen g und η wird in diesem Falle aufser
Einwirkung auf die Kohlenstiftstellung bleiben, da deren Annäherung und dadurch Herstellung
der Stromleitung durch die Stifte durch den oben erwähnten Anhalter ausgeschlossen ist.
Aus der Beschreibung geht also hervor, dafs von Schwankungen in der Bremswirkung zwischen
g und n, welche Schwankungen aus Veränderungen in den Widerständen entstehen,
die der Strom in den Kohlenstiften findet, die feinere Regelung der Kohlenstiftstellung abhängt,
während' die volle Bremswirkung die gröbere Regelung der Kohlenstiftstellung nicht
hindert, welche Regelung ebenfalls aus den (gröfseren) Schwankungen abgeleitet ist, die
der Strom durch Widerstand in den Kohlenstücken findet, und welche Regelung durch
geringe Drehung des Schnurrades erfolgt, das durch Festhalten der Bremsscheibe η beim Ausschwingen
des Bügels q veranlafst wird.
In Bezug auf die Ausführung einer solchen Regelungseinrichtung bei Bogenlampen, welche
in den Fig. 2 und 3 in zwei Ansichten rechtwinklig zu einander und in den Fig. 4 und 5
in den entsprechenden Oberansichten dargestellt ist, ist nur noch Folgendes nachzutragen:
Es kommen hier zwei Elektromagnete w w1
zur Anwendung, deren Pole u und ν auf die Anker ρ und t einwirken. Der Pol ν ist
durchbrochen und zwischen den so gebildeten Polflächen schwebt der.Anker t von dreieckiger
Form, dessen als Bremse wirkende Fläche den Theil eines Kreises mit dem Mittelpunkt χ
bildet; dieser Anker t ist demnach auch nur in der Breite der Bremsscheibe η ausgebildet.
Zum Tragen des Bügels q sind die Arme ql
angeordnet. Ferner ist hier zwischen der Bremsscheibe η und dem Zahnkranz des Schnurrades
r eine Uebersetzung durch das Getriebe s auf der Achse der Bremsscheibe und durch das
Treibrad s1 und Getriebe s2 auf gleicher Achse
angeordnet, von denen s2 in den Zahnkranz des
Schnurrades r greift.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur Regulirung von Bogenlampen die Anordnung eines von zwei Ankern ft und p) bethätigten Mechanismus, von denen der eine ft) bei seiner Bethätigung bremsend oder ■ freigebend auf das die Kohlenhalter tragende Schnurrad fr) einwirkt, um die Annäherung der Kohlenstifte zu gestatten oder zu verhindern, während der andere Anker (p) bei seiner Bethätigung drehend auf genanntes Schnurrad fr) einwirkt, um die Lichtbogenbildung und grobe Einstellung der einander genäherten Kohlenstifte zu veranlassen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56027C true DE56027C (de) |
Family
ID=330514
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56027D Expired - Lifetime DE56027C (de) | Bogenlampe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56027C (de) |
-
0
- DE DENDAT56027D patent/DE56027C/de not_active Expired - Lifetime
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