DE567168C - Selbsttaetig gesteuerte Verkehrssignalanlage - Google Patents
Selbsttaetig gesteuerte VerkehrssignalanlageInfo
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- G08G1/07—Controlling traffic signals
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. DEZEMBER 1932
29. DEZEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74d GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*) Selbsttätig gesteuerte Verkehrssignalanlage
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Oktober 1930 ab
Bekannt sind Verkehrssignalanlagen, bei denen die regelmäßige Betätigung der Signalmittel
durch eine Antriebsvorrichtung und eine von ihr über ein veränderliches Über-Setzungsgetriebe
bewegte Schalteinrichtung an jeder Signalstelle erfolgt. Diese bekannten Signalanlagen werden erfindungsgemäß
dahin verbessert, daß die Übersetzung zwischen Antriebsvorrichtung und Schalteinrichtung
durch von einer Zentralstelle gesteuerte Schaltmittel wahlweise einstellbar ist. Dadurch
wird eine einheitliche, den jeweiligen Yerkehrsbedürfnissen möglichst angepaßte
Steuerung aller einer Zentralstelle zugeordneten Verkehrssignalstellen gewährleistet, und
zwar selbst dann, wenn die von der Zentralstelle ausgehende Steuerleitung, z. B. bei
Drahtbruch, nicht mehr die S teuer vorgänge für die Verkehrssignalstellen übermitteln
so kann. Da die Schaltgeschwindigkeit der den Signalstellen zugeordneten Signalschaltwerke
durch das zuletzt eingestellte Übersetzungsverhältnis bestimmt wird und dieses Übersetzungsverhältnis
mit größter Wahrscheines lichkeit den während der Betriebsstörung bestehenden Verkehrsbedingungen genügt, wirkt
sich diese Betriebsstörung in geringst möglicher Weise nachteilig auf die Verkehrsregelung
aus.
Als Ausführungsbeispiel ist in den Figuren eine Verkehrssignalanlage dargestellt worden,
bei welcher von einer Zentralstelle gesteuerte Schaltmittel die Übersetzung zwischen
Antriebsvorrichtung und Schalteinrichtung ändern. In Fig. 1 wird die Zentralstelle
gezeigt, und zwar nur so weit, als zur Erläuterung des Erfindungsgedankens notwendig
ist, während in Fig. 2 ein von der Zentralstelle gesteuertes Verkehrssignal dargestellt
ist, bei welcher in regelmäßiger Folge die Verkehrszeichen Rot, Gelb, Grün, Gelb, Rot
usw. gegeben werden.
In Fig. ι ist mo ein zweckmäßig mit
synchroner Drehzahl umlaufender Antriebsmotor, der über ein Vorgelege eine den Kontakt
km steuernde Kontaktscheibe derart bewegt, daß diese alle Minuten oder 2 Minuten
den ihr zugeordneten Kontakt kurzzeitig öffnet. Da dieser Kontakt in der die Zentralstelle
mit dem Verkehrssignal nach Fig. 2 verbindenden Leitung angeordnet ist, wird bei
dieser Kontaktöffnung der durch die Batterie Ba hervorgerufene Ruhestrom in dieser Leitung
unterbrochen.
Außer diesem Kontakt km kann eine derartige Stromunterbrechung noch durch einen
weiteren Kontakt ki hervorgerufen werden, der durch eine Impulsscheibe ni gesteuert
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Wäinö Holmsten in Hohen Neuendorf b. Berlin.
wird. Zweckmäßig wird diese Impulsscheibe durch eine Vorrichtung nach Art der in der
Selbstanschlußtechnik bekannten Nummernscheiben derart bewegt, daß durch den Impulskontakt
ki eine dem Rücklaufweg der Nummernscheibe entsprechende Anzahl von .Kontaktöffnungen hervorgerufen werden.
Weiterhin ist in der Zentralstelle nach Fig. ι noch ein doppelpoliger Umschalter Sch
ίο vorgesehen, durch den der von der Batterie Ba in der Verbindungsleitung mit den Adern I1,12
hervorgerufene Ruhestrom umgepolt werden kann. Durch eine Taste Ta kann ein in der
Ader I2 angeordneter Widerstand W kurzgeschlossen
und damit der in der Verbindungsleitung fließende Strom erhöht werden. In dem in Fig. 2 dargestellten Teil der Verbindungsleitung
sind drei Relais Ru, Rv1 Rp angeordnet, von denen Ru1 das im folgenden
als Unterbrechungsrelais bezeichnet wird, dauernd erregt ist und seinen Schaltzustand
nur dann ändert, wenn durch den Kontakt km bzw. ki der Ruhestrom in der Verbindungsleitung I11I2 unterbrochen ist. Das Relais Rv
— im folgenden kurz als Verstärkungsrelais bezeichnet — spricht nur beim Schließen der
in Fig. ι dargestellten und bereits erwähnten Taste Ta und der dadurch bedingten Stromerhöhung
an, während das dritte Relais Rp — kurz polarisiertes Relais genannt — seinen
Schaltzustand ändert, wenn der in der Zentralstelle nach Fig. 1 angeordnete Schalter Sch
umgelegt wird.
In bekannter Weise verbleibt der als Kippgesperre ausgebildete Anker des polarisierten
Relais und damit sein Kontakt rp in der zuletzt eingenommenen Stellung so lange,
bis er durch Hervorrufen von Gegenamperewindungen in die andere Schaltlage übergeht,
in der er vor allem auch beharrt, wenn der Strom, gleich welcher Richtung, in der
Relaiswicklung verschwindet. '
Zum Antrieb des Verkehrssignals nach Fig. 2 ist ein Synchronmotor Mo vorgesehen,
der einmal über ein veränderliches Übersetzungsgetriebe mit den Zahnrädern X1 Y, Z
und x, y, 2, des weiteren über ein Getriebe U
mit feststehender Übersetzung eine aus mehreren Kontaktscheiben bestehende Schalteinrichtung
antreibt. Die Wirkungsweise dieser Kontaktscheibenj von denen die Minutenscheibe
Km starr mit der durchgehenden Welle verbunden ist, während die übrigen
Kontaktscheiben durch je eine Reibungskupplung drehbeweglich auf der gleichen Welle gelagert
sind, ist für den vorliegenden Erfindungsgedanken nebensächlich. Für den vorliegenden
Erfindungsgedanken genügt der Hinweis, daß bei einer Umdrehung der den
Kontaktscheiben zugeordneten Welle über die Zwischenrelais Rgr und Rro die drei Signallampen
Lro, Lge und Lgr derart gesteuert werden, daß zunächst die dem Freifahrtzeichen
zugeordnete grüne Lampe Lgr, dann die dem Aufmerksamkeitszeichen zugeordnete
gelbe "TLarnpe Lge und endlich die für das
Haltzeichen vorgesehene rote Lampe Lro an der Straßenkreuzung aufleuchtet, deren Verkehr
geregelt werden soll.
Sollen die Signalzeiten der einzelnen Lampen Lgr, Lge, Lro verändert werden, so können
durch Erregen des Elektromagneten EM bzw. Betätigen der Sperrung Sp die einzelnen
Kontaktscheiben Sge, Sgr, S'ge, Sr0 verstellt
werden, da die vorgesehenen Reibungskuppkragen eine Bewegung relativ zu ihrer vom
Motor Mo angetriebenen Welle ermöglichen. Der Elektromagnet EM wird durch den Kontakt
rv des Verstärkungsrelais Rv eingeschaltet, daher so lange erregt, als in der Zentralstelle
nach Fig. 1 durch Drücken der Taste Ta und Kurzschließen des Widerstandes W der
Strom in der Verbindungsleitung I1, I2 verstärkt
wird.
Die vorerwähnten drei Signallampen Lro, Lge, Lgr werden vom gleichen Wechselstromnetz
r, s gespeist, das auch die Antriebsleistung für den Synchronmotor Mo hergibt.
Zwischen den drei Verkehrssignallampen und diesem Netz sind zwei von einem Hilfsrelais
H gesteuerte Arbeitskontakte A1, h2, die
in der dem erregten Zustand ihres Relais entsprechenden Schaltlage dargestellt sind. Erregt
wird dieses Hilfsrelais über den vom bereits erwähnten polarisierten Relais Rp gesteuerten
Kontakt rp.
In der der dargestellten entgegengesetzten Schaltstellung legt das polarisierte Relais Rp
Pluspotential an den Fortschaltemagneten Mf, dessen anderes Wicklungsende durch Kontakt
2 des Unterbrecherrelais Ru mit dem Minuspotential verbunden werden kann. Bei
jeder Erregung betätigt dieser Fortschaltemagnet die ihm zugeordnete Fortschalteklinke Kf1
die bei jeder Aberregung unter dem Einfluß einer Zugfeder ein Schaltrad Rf um eine
Zahnteilung dreht. Um eine Rückdrehung dieses Schaltrades zu verhindern, ist in bekannter
Weise eine ortsfeste Halteklinke Hk vorgesehen, die eine Bewegung des Schalt- im
rades in nur einer Richtung gestattet.
Über eine gemeinsame Welle steht · das Schaltrad Rf mit einer Exzenterscheibe Ex
in Verbindung, die mittels einer Rolle einen Kniehebel Kn zu drehen vermag. Der obere
Arm dieses Kniehebels ist bügeiförmig ausebildet und greift mit einem Führungsstein
in eine Nut der die Wechselräder X, Y1 Z
tragenden Buchse B, die durch Feder und Nut mit der Welle des Motors Mo derart in Verbindung
steht, daß sie zwar der Wellendrehung folgen muß, jedoch eine axiale Ver-
Schiebung unter dem Einfluß des Kniehebels Kn ausführen kann.
Durch diese axiale Verschiebung kann ein beliebiges Zahnradpaar X\x bzw.Yjy bzw. Z/s
in Eingriff gebracht werden und dadurch bei gleicher Drehzahl des MotorsMo und infolgedessen
der von ihm angetriebenen Welle bzw. der Buchse B die Eingangswelle zum festen
Übersetzungsgetriebe U mit verschiedener
ίο Drehzahl angetrieben werden, und zwar je
nach der Stellung, die die ExzenterscheibeEx relativ zum Kniehebel Kn einnimmt, bzw. je
nach der Anzahl der durch den Magneten Mf hervorgerufenen Fortschaltungen des Scnalt-
t5 rades Rf.
Im Antriebsstromkreis des Synchronmotors Mo ist außer dem doppelpoligen Handschalter
S noch der von der Minutenscheibe Sm gesteuerte Minutenkontakt Km vorgesehen, zu
so dem parallel der Ruhekontakt ι des Unterbrecherrelais
Ru angeordnet ist. Alle Minuten oder 2 Minuten kann infolgedessen
durch die Scheibe Sm bzw. den Kontakt Km
der Antriebsstromkreis des Motors Mo unterbrochen werden. Die Kontaktöffnung von Km
wird aber nur dann wirksam, wenn das alle Minuten oder 2 Minuten erfolgende Aberregen
des Unterbrecherrelais Ru ausbleibt. Durch diese Anordnung wird eine zur Aufrechterhaltung
der sogenannten grünen Welle notwendige Synchronisierung aller von der gleichen Zentralstelle abhängigen Verkehrssignale hervorgerufen.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Anordnung ist folgende: In der in Fig. 2
gezeigten Schaltstellung treibt der an das Wechselstromnetz r, s angeschlossene Synchronmotor
Mo über die fest mit der Motorwelle durch Feder und Nut verbundene
Buchse B und dem an ihr befestigten Zahnrad Y das Gegenrad y und damit die Eingangswelle
zum festen Übersetzungsgetriebe U derart an, daß die die links dargestellten Kontaktscheiben
tragende Ausgangswelle in der Minute eine Umdrehung ausführt. Während dieser Umdrehung wird durch die dem Zeichen
Grün zugeordnete Kontaktscheibe Sgr der zugehörige Kontakt Kgr geschlossen und
dadurch das Relais Rgr erregt (—, Rgr, Kgr, +). Das Stockwerkrelais Rgr hält sich
über seinen eigenen Kontakt 2 im Stromkreis (—, Rgr, 2, Kge, +) in Abhängigkeit von
der dem Zeichen Gelb zugeordneten Kontaktscheibe Sge.
Durch die Erregung des Stockwerkrelais Rgr wird sein Umschaltekontakt 1 umgelegt,
wodurch einmal die bisher leuchtende Aufmerksamkeitslampe Lge kurzgeschlossen, dafür
andererseits der Kurzschluß der für das Freifahrtzeichen vorgesehenen grünen Lampe
Lgr aufgehoben wird. Die Freifahrtlampe leuchtet daher in einer bestimmten Straßenrichtung,
während in bekannter Weise die Querrichtung durch eine Haltlampe gesperrt wird.
Nach beispielsweise 25 Sekunden wird durch die Kontaktscheibe Sge der Ruhekontakt
Kge und damit der Haltestromkreis für das Stockwerkrelais Rgr aufgetrennt, so daß die
Schaltungsanordnung für die drei Verkehrs-Signallampen Lro, Lge, Lgr die in Fig. 2 dargestellte
Lage einnimmt, in welcher die Haltlampe Lro und die Freifahrtlampe Lgr
kurzgeschlossen sind, während der Kurzschluß der Aufmerksamkeitslampe Lge aufgehoben
ist, so daß die gelbe Lampe aufleuchtet.
Nach 5 Sekunden wird durch die Schaltscheibe Sro der Kontakt Kro geschlossen und
damit das zweite Stockwerkrelais Rro erregt, dessen Umschaltekontakt 1 die Aufmerksamkeitslampe
Lge kurzschließt und dafür den Kurzschluß der Haltlampe Lro aufhebt. Der
Verkehr in der vorerwähnten Straßenrichtung ist infolgedessen gesperrt, während die Querrichtung
durch das gleichzeitige Leuchten der dieser Straßenrichtung zugeordneten Freifahrtlampe
freigegeben wird. Das Stockwerkrelais Rro hält sich über seinen eigenen Kontakt 2 in Abhängigkeit von dem durch
die Scheibe S'ge gesteuerten Kontakt K'ge,
bis nach weiteren 5 Sekunden dieser Kontakt geöffnet wird und damit der eingangs angenommene
Schaltzustand erreicht wird. Innerhalb ι Minute ist infolgedessen eine aus den
Zeichen Grün, Gelb, Rot, Gelb bestehende Signalfolge gegeben worden.
In Abhängigkeit von der in Fig. 1 dargestellten Zentralstelle soll nun die Periodendauer
derart abgeändert werden, daß die vorerwähnte Signalfolge sich in I1Z2 Minuten abspielt.
Zu diesem Zweck werden in der Zentialstelle der Schalter Sch umgelegt und dadurch
die Stromrichtung in der Verbindungsleitung I1, I2 umgekehrt. Durch diese Änderung
der Stromrichtung wird in der Verkehrssignalstelle nach Fig. 2 das polarisierte Relais Rp derart erregt, daß sein Umschaltekontakt
rp nach links umgelegt wird, wodurch das Pluspotential statt an das Hilfsrelais
H an das Wicklungsende des Fortschaltemagneten Mf gelegt wird. Das Hilfsrelais
H fällt ab, so daß seine Kontakte A1, h2
sich öffnen und die Verbindung zwischen Netz und Lampengruppe Lro, Lge, Lgr aufgetrennt
wird. Hinsichtlich des Fortschaltemagneten Mf ist die Umschaltung durch das polarisierte
Relais Rp vorläufig ohne Bedeutung, da das Unterbrecherrelais Ru noch erregt, sein Kontakt
2 daher offen ist.
In der Zentralstelle (Fig. 1) wird nun durch die Impulsscheibe ni, deren Betätigung, wie
schon erwähnt, nach Art der in der Selbst-
anschlußtechnik bekannten Nummernschalter erfolgt, der Impulskontakt M mehrfach geöffnet.
Hierdurch werden mehrfache Stromunterbrechungen in der Verbindungsleitung
I1, I2 hervorgerufen, die ein ebenfalls
mehrfaches Ändern des Betriebszustandes des Unterbrecherrelais Ru bedingen. Über seinen
Kontakt 2 werden diese Stromunterbrechungen in mehrfache Stromschließungen für ίο den Fortschaltemagneten Mf umgewandelt,
durch dessen Erregen und Aberregen das Schaltrad Rf über die Fortschalteklinke Kf
um einen der Anzahl der Stromunterbrechungen entsprechenden Winkel gedreht wird. Mit dem Schaltrad wird auch
die Exzenterscheibe Ex im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers bewegt, so daß der Kniehebel
Kn eine ebenfalls im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers erfolgende Drehung
ausführt, unter deren Einfluß die mit der Motorwelle durch Feder und Nut in Verbindung
stehende Buchse B in axialer Richtung nach links bewegt wird. Statt des Zahnradpaares
Yjy treten die beiden Zahnräder Z\z miteinander in Eingriff, so daß bei gleicher
Drehzahl des Synchronmotors Mo die Eingangswelle zum festen Übersetzungsgetriebe U
mit einer im Verhältnis ι : 3 geringeren Drehzahl
angetrieben wird. Die Ausgangswelle, auf welcher die links dargestellten Schaltscheiben
entweder fest oder drehbeweglich angeordnet sind, dreht sich infolgedessen nunmehr
langsamer, so daß auch die vorerwähnte Signalfolge Grün, GeIb3 Rot, Gelb statt in
ι Minute erst in 1^2 Minuten gegeben wird.
Nachdem das geänderte Übersetzungsverhältnis durch die in Fig. 1 dargestellte Zentralstelle
bei der Verkehrsampel nach Fig. 2 hergestellt worden ist, wird in der Zentralstelle
der Schalter Sch in die in Fig. 1 bezeichnete Stellung zurückgelegt und dadurch
wiederum die Stromrichtung· in der Verbindungsleitung I1, I2 umgepolt. Das polarisierte
Relais Rp (Fig. 2) legt seinen Kontakt rp infolgedessen wieder in die gezeigte Schaltstellung
zurück, so daß das Hüfsrelais H wieder erregt wird und durch Schließen seiner Kontakte
It1, h2 die Netzspannung an die Lampengruppe
Lro, Lge, Lgr legt. Die Steuerung der Lampen erfolgt in der bereits beschriebenen
Weise, jedoch nunmehr so, daß die Periodendauer I1J2 Minute beträgt.
Um eine Abhängigkeit der Einschaltzeiten der einzelnen Signallampen von der Zentralstelle
zu erreichen, was zur Aufrechterhaltung der sogenannten grünen Welle erforderlich
ist, ist eine alle Minuten oder 2 Minuten erfolgende Synchronisierung der von der Zentralstelle
abhängigen Motorlaufwerke der einzelnen Verkehrssignale vorgesehen. Zugleich mit der Einschaltung der dem Freifahrtzeichen
zugeordneten grünen Lampe Lgr und Schließen des Kontaktes Kgr wird beispielsweise
durch die Minutenscheibe Sm der Kontakt Km geöffnet. Bei ordnungsgemäßem
Betrieb des Verkehrssignals ist kurz zuvor in der Zentralstelle nach Fig. 1 durch den dort
vorgesehenen und vom Motor Mo gesteuerten Minutenkontakt km der Ruhestrom in der
Verbindungsleitung I1, 'I2 unterbrochen und
damit das Unterbrecherrelais Ru (Fig. 2) aberregt worden. Das Öffnen des Minutenkontaktes
Km bleibt infolgedessen für den Motor Mo der Verkehrssignalstelle nach Fig. 2
wirkungslos, da der parallel angeordnete Kontakt 2 des Unterbrecherrelais geschlossen ist.
Ist jedoch durch irgendeine Ursache, beispielsweise durch Ausbleiben der Netzspannung,
die Übereinstimmung zwischen den Motorlaufwerken der Zentralstelle und eines der Verkehrssignale nicht vorhanden, so
schaltet der MinutenkontaktZm den Wechselstrom für den Synchronmotor Mo dieses Verkehrssignals
so lange ab, bis durch dienächste Synchronisierungsstromunterbrechung der Motor über den Kontakt 2 des Unterbrecherrelais
Ru wieder eingeschaltet wird und nunmehr in der gewünschten Übereinstimmung
mit der Zentralstelle die weitere Schaltung der Lampengruppe Lro, Lge, Lgr übernimmt.
Für den Erfindungsgedanken ist die Art des veränderlichen Übersetzungsgetriebes
natürlich unerheblich. Ohne daß das Erfindungsbereich verlassen wird, kann die als
Ausführungsbeispiel gezeigte Verkehrssignalanlage vorteilhaft darin abgeändert werden,
daß zwischen Antriebsvorrichtung und Schalteinrichtung ein eine stetige Änderung der
Übersetzung ermöglichendes Getriebe, beispielsweise ein Reibradgetriebe, vorgesehen
wird.
Claims (3)
1. Selbsttätig gesteuerte Verkehrssignalanlage, bei der die regelmäßige Betätigung
der Signalmittel durch eine zweckmäßig als Synchronmotor ausgebildeteAntriebsvorrichtung
und eine von ihr über no ein veränderliches Übersetzungsgetriebe
bewegte Schalteinrichtung an jederSignalstelle erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß
durch von einer Zentralstelle (Fig. 1) gesteuerte Schaltmittel (Ru, Rp3 Mf, Kf, Ex,
Km) die Übersetzung zwischen Antriebsvorrichtung (Mo) und Schalteinrichtung
(Sge, Sgr, Sro) an den Signalstellen wahlweise
einstellbar ist.
2. Verkehrssignalanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
von der Zentralstelle (Fig. 1) gesteuerten
und die Übersetzung ändernden Schaltmittel als Schrittschaltwerke (Mf, Kf, Rf)
ausgebildet sind.
3. Verkehrssignalanlage nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als veränderliches Übersetzungsgetriebe ein in bekannter Weise ausgebildetes
Zahnradwechselgetriebe (X\x, Yjy, Z/z) vorgesehen ist, dessen verschiedene
Zahnräder durch axiale Bewegungen in to Eingriff gebracht werden, wobei die axialenBewegungen durch ein vom Schrittschaltwerk
(Mf, Kf, Rf) gesteuertes Exzenter (Bx) hervorgerufen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE567168T | 1930-10-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE567168C true DE567168C (de) | 1932-12-29 |
Family
ID=6567756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930567168D Expired DE567168C (de) | 1930-10-05 | 1930-10-05 | Selbsttaetig gesteuerte Verkehrssignalanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE567168C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1616228B1 (de) * | 1967-01-30 | 1971-09-23 | Bern Und Micro Electric Ag | Steuereinrichtung fuer eine Verkehrssignalanlage |
-
1930
- 1930-10-05 DE DE1930567168D patent/DE567168C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1616228B1 (de) * | 1967-01-30 | 1971-09-23 | Bern Und Micro Electric Ag | Steuereinrichtung fuer eine Verkehrssignalanlage |
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