DE557016C - Einrichtung zur gleichphasigen UEbertragung von Kraeften auf Flaechen, insbesondere auf Lautsprechermembranen - Google Patents
Einrichtung zur gleichphasigen UEbertragung von Kraeften auf Flaechen, insbesondere auf LautsprechermembranenInfo
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-
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. AUGUST 1932
17. AUGUST 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 557016 .KLASSE 21 a2 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1931 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Anordnungen, bei denen Kräfte auf Flächen übertragen
werden und bei denen es erwünscht ist, daß die Kraftübertragung für alle Punkte der
Fläche möglichst gleichphasig erfolgt. Sie bezieht sich insbesondere auf Lautsprecher, die
große und dünne Membranen besitzen.
Die Bedingung der Gleichphasigkeit kann für niedrige und mittlere Frequenzen leicht
erfüllt werden. Bei hohen Frequenzen jedoch stellen sich große Schwierigkeiten ein, da
Membranen, sofern sie eine bestimmte Größe überschritten haben, nicht mehr als Ganzes
schwingen, sondern Schwingungen in sich ausführen. Dieser Nachteil kann zwar durch Verwendung
kleiner Membranen vermieden werden, jedoch sind diese insofern ungünstig, als die Schallabstrahlung nur gering ist.
Eine andere Möglichkeit, das Auftreten schädlicher Schwingungen zu vermeiden, besteht
darin, die Membran stärker auszuführen. Die Folge davon jedoch ist eine unerwünschte
Vergrößerung der Membranmasse. Auch mit anderen Ausbildungsformen sind befriedigende
Lösungen bisher noch nicht erzielt worden.
Gemäß der Erfindung wird eine gleichphasige Übertragung der Kräfte auf die Flächen
dadurch erreicht, daß zwischen dem Krafterzeuger und der Fläche Übertragungszwischenglieder
verschiedener Fortpflanzungsgeschwindigkeit angeordnet werden und daß die Fläche an solche Punkte der verschiedenen
Übertragungsglieder angeschlossen wird, die gleiche Phase besitzen.
Die Möglichkeit, Membranen von mehreren Punkten aus anzutreiben, ist an sich, bekannt.
Eine bekannte Anordnung beispielsweise besitzt eine Kraftquelle, von der aus zu einzelnen
Punkten der Membran gespannte Drahtsaiten führen. Infolge der verschiedenen Saitenlängen
treten hier aber die gleichen Nachteile auf wie bei Membranen, die von einem einzigen
Punkt aus angetrieben werden. Erst durch Ausstattung der Zwischenglieder — in diesem
Falle der Saiten — mit verschiedenen Fortpflanzungsgeschwindigkeiten wird Gleichphasigkeit
erreicht.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt, und
zwar zeigen die Fig. 1 bis 3 Ausbildungsformen der Übertragungszwischenglieder, die
Fig. 4 und S Querschnitte durch Membranen.
In Fig. ι ist ein Übertragungszwischenglied dargestellt, das aus sternförmig sich kreuzenden
Stäben besteht. Diese Stäbe sind so bemessen, daß sie, wie bereits angegeben, verschiedene
Fortpflanzungsgeschwindigkeiten besitzen, und zwar sind die Abmessungen in diesem
Beispiel so gewählt, daß die in den
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Walter Hähnle in Berlin-Spandau.
Punkten A endigenden Stäbe eine höhere Fortpflanzungsgeschwindigkeit
besitzen als die übrigen Stäbe. Die Schwingungen, die auf die Membran übertragen werden sollen, greifen
im Mittelpunkt des Systems an, von wo aus sie sich in die einzelnen Stabarme fortpflanzen.
In dem Augenblick, in dem sie in den Punkten .4 eintreffen, mögen sie in den übrigen
Stäben — der geringeren Fortpflanzungsgeschwindigkeit wegen — die Punkte B erreicht
haben. Alle Punkte A und B schwingen infolgedessen trotz verschiedenen Abstandes
vom Mittelpunkt mit der gleichen Phase. Das gleiche trifft infolgedessien auch für die Membran
zu, die mit den genannten Punkten fest verbunden ist. Es ist nun leicht möglich, eine
so große Anzahl verschiedenartiger Zwischenglieder vorzusehen, daß die Antriebspunkte
der Membran genügend dicht beieinander lieso gen, um in ausreichendem Maße Gleichphasigkeit
der ganzen Fläche zu erzwingen.
Zur Erzielung guter Resultate ist es notwendig1,
daß die Zwischenglieder eine geringe Dämpfung besitzen. An ihren Endpunkten, an denen sie befestigt, beispielsweise mit
dem Lautsprechergehäuse starr verbunden sind, sind Dämpfungen vorzusehen, die die
Aufgabe haben, Reflexionen zu verhindern und dadurch die Ausbildung stehender Wellen
unmöglich zu machen. Die verschiedenen Fortpflanzungsgeschwindigkeiten in den Stäben
lassen sich leicht durch Verwendung verschiedener Materialien oder durch verschiedenartige
Bemessung der Stäbe, insbesondere hinsichtlich ihrer Querschnitte, erzielen.
In Fig. 2 ist ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt, auf das die eben
angestellten grundsätzlichen Überlegungen ebenfalls zutreffen. Als Übertragungszwischenglied
ist hier ein System gespannter Saiten S benutzt. Es ist mit Hilfe von Bändern D in
einem Rahmen R befestigt, der zweckmäßigerweise Kreisform, besitzt. Die Erregung erfolgt
wieder vom Mittelpunkt aus, und es sind auch wieder mit A und B die Punkte gleicher Phase
bezeichnet. Die dämpfende Wirkung wird durch die Bef estigungsbänder D ausgeübt. Als
Saitenmaterial kommt in erster Linie Metall in Frage. Um -ein gewünschtes Verhältnis zwisehen
Masse und Elastizität der Saiten zu erzielen, können gegebenenfalls Zusatzmassen
aufgebracht werden.
Fig. 3 stellt das gleiche Ausführungsbeispiel noch einmal dar, jedoch in etwas abgeänderter
Form. Es sind hier die Saiten und die Bänder so bemessen, daß die Punkte gleicher
Phase mit den Endpunkten der Saiten zusammenfallen.
Die Eigenschaften dieser Einrichtungen lassen sich beispielsweise an Hand von Ersatzbildern
untersuchen und dadurch im voraus in gewünschter Weise rechnerisch festlegen. Die Bemessung der Elemente einschließlich
der Zwischenglieder kann so gewählt werden, daß die ganze Anordnung wie 'ein Kettenleiter,
insbesondere wie eine Spulenkettei wirkt.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei Ausführungsbeispiele von Membranen dargestellt, die sich
als besonders zweckmäßig erwiesen haben, und zwar stellt Fig. 4 'einen Querschnitt durch eine
Papiermembran für einen Hochtonlautsprecher
mit einem Frequenzbereich von 800 bis 8000 Hz dar, Fig. 5 eine solche aus Leichtmetall.
Die Angriffspunkte dieser kreisförmig ausgebildeten Membranen sind, entsprechend
den vorher erläuterten Darstellungen, mit A und B bezeichnet.
Beide Ausführungsformen sollen die grundsätzlichen Gesichtspunkte veranschaulichen und
sind daher der Einfachheit wegen für Übertragungszwischenglieder mit nur zwei verschiedenen
Fortpflanzungsgeschwindigkeiten gezeichnet. Zur Erzielung größerer Gleichförmigkeit
der Membranbewegung ist jedoch meist eine dichtere Unterteilung vorteilhaft.
Wie aus vorstehendem hervorgeht, kann der. Erfindungsgedanke auf sehr verschiedenartige
Weise verwirklicht werden. So können beispielswieiseÜbertragungsgliederVerwen.-dung
finden, die Biegungsschwingungen ausführen, wie die in Fig. 1 dargestellte Anordnung.
Wesentlich vorteilhafter jedoch sind — wie bereits eingangs 'erwähnt — solche Anordnungen,
die als Saiten schwingen, und zwar besonders die Ausführungsformen gemäß
Fig. 2 und 3. Diese besitzen den Vorzug, daß die Fortpflanzungsgeschwindigkeit von der
Frequenz unabhängig ist.
Die Anwendung des Erfindungsgedankens ermöglicht es demnach, große und dünne
Membranen zu verwenden und trotzdem für alle in Frage kommenden Frequenzen Gleichphasigkeit
mit Sicherheit zu erzielen.
Claims (6)
1. Einrichtung zur gleichphasigen Übertragung von Kräften auf Flächen, insbesondere
auf Lautsprechermembranen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem no
Krafterzeuger 'und der FlächeÜbertragungszwischenglieder verschiedener Fortpflanzungsgeschwindigkeit
angeordnet sind, die an Punkten mit der Fläche gekoppelt sind, die gleiche Phase besitzen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Übertragungszwischengliedern und deren Einspannungen Dämpfungsmittel angeordnet
sind, um die Ausbildung stehender Wellen zu verhindern.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, ge-
kennzeichnet durch die Vierwendung schwingungsfähiger starrer — vorzugsweise stabförmiger
— Übertragungszwischenglieder.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung gespannter
Saiten als Übertragungszwischenglieder.
5. Einrichtung nach. Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnetj daß die Saiten in einem zweckmäßigerweise kreisförmigen
Rahmen in Richtung von Durchmessern gespannt sind.
6. Errichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung
der Saiten, daß die Punkte gleicher Phase, in denen die Kräfte auf die Fläche übertragen
werden, mit den Endpunkten der Saiten zusammenfallen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98790D DE557016C (de) | 1931-05-20 | 1931-05-20 | Einrichtung zur gleichphasigen UEbertragung von Kraeften auf Flaechen, insbesondere auf Lautsprechermembranen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98790D DE557016C (de) | 1931-05-20 | 1931-05-20 | Einrichtung zur gleichphasigen UEbertragung von Kraeften auf Flaechen, insbesondere auf Lautsprechermembranen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE557016C true DE557016C (de) | 1932-08-17 |
Family
ID=7521729
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES98790D Expired DE557016C (de) | 1931-05-20 | 1931-05-20 | Einrichtung zur gleichphasigen UEbertragung von Kraeften auf Flaechen, insbesondere auf Lautsprechermembranen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE557016C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2752851A (en) * | 1951-04-02 | 1956-07-03 | Lawrence M Garner | Rotary, uni-directional, variable and reversible delivery pump |
-
1931
- 1931-05-20 DE DES98790D patent/DE557016C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2752851A (en) * | 1951-04-02 | 1956-07-03 | Lawrence M Garner | Rotary, uni-directional, variable and reversible delivery pump |
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