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DE54749C - Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung - Google Patents

Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung

Info

Publication number
DE54749C
DE54749C DENDAT54749D DE54749DA DE54749C DE 54749 C DE54749 C DE 54749C DE NDAT54749 D DENDAT54749 D DE NDAT54749D DE 54749D A DE54749D A DE 54749DA DE 54749 C DE54749 C DE 54749C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
door
front door
door lock
closed
mouthpiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54749D
Other languages
English (en)
Original Assignee
B. NIENHAUS in Köln, Zülpicherstr. 24, und J. GAETCKE, Telegraphensekretär, in Köln-Lindenfhal, Klosterstr. 19
Publication of DE54749C publication Critical patent/DE54749C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B45/00Alarm locks
    • E05B45/06Electric alarm locks

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Einrichtungen, die Hausthür von den Wohnungen her zu öffnen, sind unvollständig, unbequem, auch gefährlich für die häusliche Sicherheit. Ein Dieb schellt z. B. nach dem IV. Stock; man öffnet; er tritt ein und verbirgt sich. Ein muthwilliger Junge schellt nach oben und läuft davon. In solchen Fällen öffnet man von oben; es kommt Niemand.. Man mufs hinab, die Thür wieder zu-• zumachen, die man aufgedrückt hat, und hat womöglich den Dieb im Hause.
Dem Parterrebewohner macht das Offenlassen der Thür viel Unbequemlichkeiten und Verdriefslichkeiten.
Alle diese Uebelstände sollen durch das vorliegende Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung •vermieden werden.
Der Bewohner soll von seiner Wohnung aus die Hausthür nicht öffnen, sondern nur ermöglichen, dafs der Besuch sie öffnen könne, weil sonst schon ein Kind beim Spielen dieThür öffnen könnte, ohne dafs es bemerkt würde; die Thür soll wieder verschlossen sein, wenn das Kind den Druckknopf losläfst. Man soll die Thür auch nicht früher freigeben, als bis man weifs, wer geschellt hat, damit nicht, wie oben gezeigt, Dieben das Haus geöffnet werde.
Zu diesem Zweck liegt im Schlosse oder besser an einem geeigneten Platz vor der Thür ein starkes eisernes Mundstück zu einem Sprachrohr, welches im Innern des Hauses nach allen Richtungen verzweigt ist. Man ruft also den Schellenden an und hört, wer sich meldet; auch die Stimme controlirt man. Nicht genehme Personen werden abgewiesen, mündlich abgefertigt, Almosen eventuell durch's Fenster gegeben. .
Genehmen Personen ruft man, während man auf einen Knopf drückt, ein »Herein« entgegen und dann kann die Person die Thür öffnen. Ob die Person nun eintritt oder nicht, ob sie die Thür hinter sich schliefst oder offen läfst etc., dies alles controlirt man dort, wohin die Person geht bezw. von wo sie kommt. Der Parterrebewohner kann, wenn er sich dauernd oder zeitweise mit einschaltet, mitcontroliren und hört, ohne aufzustehen, ebenso wie die gerade controlirende Wohnung, alles mit der Thür vorgehende, wobei genau unterschieden wird, ob Jemand eintritt oder austritt, die Thür von innen oder von aufsen öffnet und schliefst, die Thür offen läfst etc. Die Nachlässigen sind schnell erkannt und gewöhnt; man kann diese vor dem Eintritt durchs Rohr erinnern, die ThUr zuzumachen, und hört, ob der Zuruf befolgt wird. Hat man nicht Acht gegeben, ob die Thür wieder geschlossen wurde, so hat man noch , eine allzeit anwendbare Nachcontrole. Endlich hat der Hauswart noch ein Alarmsignal für versuchten Einbruch bezw. Unfug am Sprachrohr.
Die hierzu erforderliche Einrichtung setzt sich zusammen aus:
i. dem Hausthürschlofs, dessen Vorderansicht und verschiedene Schnitte nach x-x, y-y und yY-yl durch die Fig. 1 bis 6, Blatt I, Fig. 4 nach Pfeil y2· und Fig. 5 nach Pfeily% gesehen, dargestellt werden;
2. dem Sprachrohr mit den Abzweigverbindungen Fig. ι 5 , Blatt I, und dem vor der Hausthür befindlichen Mundstück, dessen Einrichtung durch die Fig. 12, 13 und 14, Blatt I, im Querschnitt und Schnitt nach ^-\ gezeigt wird;
3. dem Umschalter, dargestellt durch Fig. 8 bis 11, Blatt I, in Ober-, zwei Vorder- und Seitenansichten;
4. der Drahtleitung, welche schematisch durch Fig. 16, Blatt II, in der Weise dargestellt ist, dafs die zum bisherigen gewöhnlichen , nur zum Ankündigen bei der betreffenden Wohnung und zur Magnetisirung der Elektromagnete dienenden Verbindungen (auf welche sich der Patent-Anspruch nicht erstreckt) in punktirten Linien eingetragen, während die neuen Verbindungen in voll ausgezogenen oder in -)—|—|—|—j—)— Linien dargestellt sind; die voll ausgezogenen werden zunächst für sich allein betrachtet werden.
i. Das Schlofs, Blatt I.
Dasselbe besteht aus dem eigentlichen Schlofs A und dem Kasten B. In dem Kasten B ist die Riegelstange (Falle) a in passender Führung·λ9, Fig. 1, verschiebbar gelagert; sie wird durch die Feder a1 immer nach vorn geschoben, so dafs ihr vorderes dickes Ende a2 in den Schlofskasten A hin^ einragt, aber auch noch mit einem Stück im Gehäuse B bleibt, um, wenn später die -ThUr eintrocknet, die Schlofstheile A und B sich also trennen, mittelst der auf dem Schraubengewinde von α angebrachten Mutter a3 und Gegenmutter α4 den Riegel nach Bedarf vorwärts~ auslassen zu können.
Auf dem Grunde von A ist auf der Achse c1 eine Sperrklinke c drehbar angebracht, deren vorn abgerundeter Haken c2 durch sein eigenes· Gewicht in einen genau entsprechenden Einschnitt <z5 des vorderen abgeschrägten Riegeltheiles α2 selbsttätig eingreift, sobald der vorn gerundete Riegel sich vorschiebt. Die Sperrklinke wird von demselben dabei angehoben und greift dann in den Einschnitt a5 ein, wodurch ein Wiederzurückziehen des Riegels verhindert wird. Die ThUr ist verschlossen, und bevor diese Klinke c nicht ausgehoben ist, kann die Thür nicht geöffnet werden. Dieses Ausheben kann auf mehrfache Weise geschehen:
a) wie in der Zeichnung angegeben, auf elektrischem Wege. Zu diesem Zweck ist unterhalb der Klinke c ein um c* drehbarer Hebel c° angebracht, dessen kurzer Arm einen Anker c9 trägt, der dem darunter befindlichen Elektromagneten E so nahe liegt, dafs ein schwacher Magnetismus genügt, den Hebel c° und damit zugleich die Klinkenhaken c2 genügend zu heben. Die Beweglichkeit von c kann auf alle Fälle genügend leicht gemacht werden, indem dem kurzen Arm c6 ein entsprechendes Gewicht gegeben wird. Der Hülfshebel kann natürlich auch ganz fehlen, der Arm c6 mit dem Anker versehen werden, gegen welchen dann der Elektromagnet direct wirkt.
Um, wenn die Thür sich senkt, mit dem Haken c2 nachgehen zu können, ist von oben her die Schraube c7 mit Gegenmutter c8 durchgelassen , um dadurch die Hebelstellung zu ändern, überhaupt um ein Herabfallen des Armes zu verhindern.
Auch der Einschnitt im Schlofsblech ist des Thürsenkens wegen für das Riegelende a'2, wie aus Fig..4 ersichtlich, nach unten um den Theil c10 erweitert;
b) von aufsen durch den zugehörigen Schlüssel, welcher den nahe dem unteren Ende sehr verstärkten Schieber d (Fig. 1 Vorderansicht, Fig. 5 Seitenansicht) aufwärts schiebt, indem er die dem Schlüssel angepafsten, um e2 drehbaren, durch eB ei angedrückten Zuhaltungen e zur Seite schiebt, so dafs der Schieberstift d1, Fig. 1 und 5, in die Nuth e1 gelangt und der Schlüssel, welcher inzwischen den Einschnitt d2 gepackt hat, den Schieber anhebt. .
Um den Versuch eines Diebes erfolglos zu machen, unter Durchbohrung der Thür und Hindurch'greifen mit dem Arm die Thür von innen zu öffnen, ist für die Nacht ein zweiter Verschlufs vorhanden, der nur allein mittelst des passenden Schlüssels aufgehoben werden kann.
Der Nachtriegeiy3 wird vorgeschoben, indem der Schlüssel (z. B. von innen) in der Zeichnung, Fig; ι, also von unten kommend, durch, die Führung g1 ins Schlofs tritt und, nach rechts umgedreht, den Einschnitt fafst. Er drückt d, nachdem d1 in die Nuth e1 getreten ist, herunter, bis dl in den unteren Seitenausschnitt von e gelangt. Senkt sich demnach d, so "wird dadurch auch der Hebelarm f1, der in f seinen Drehpunkt hat, niedergedrückt* Während ein am Ende von f1 befindlicher Stift in eine Nuth des unteren dünnen Theiles von d eingreift, Fig. 5, befindet sich der zweite Hebelarm f'2 in Eingriff mit einer Nuth des dünneren Theiles, Fig. 1 und 4, eines starken, in geführten Riegels f3, wodurch dieser zur Hälfte in das Gehäuse B hinübergeschoben wird, sb dafs jetzt also ein zweiter Verschlufs stattfindet. Dieser wird durch Drehung des Schlüssels in umgekehrter Richtung wieder aufgehoben.
Der Schieber d, Fig. 1 und 5, wird durch einen Bügel d^ und eine Führung ds stets in der geraden Richtung erhalten, und zwar bei dB mittelst einer in den Schieber d eingreifenden Schraube, welche mit diesem beweglich in einem Schlitz des Widerlagers dz läuft, Fig. 5.
Der Ring g, innerhalb dessen sich der Schlüssel dreht, ohne ihn vollends zu berühren, ist, wie aus Fig. ι ersichtlich, nur an einem Ende geschlossen; für die übrigen Theile ist er ausgeschnitten, damit er nirgendwo mit Metallteilen in Berührung komme. Deshalb ist er auch (s. Fig. ι und 4) isolirt auf einem Ebonitstück g-2 befestigt, durch welches nur die Schraube g3 ins Metall von A hineindringt, welches mit dem einen Pol der Batterie- verbunden ist, deren anderer Pol zu einer an der. Hausthür befindlichen Alarmschelle und von hier nach dem rsolirten Alarmring g geführt ist (Fig. 16, Blatt II). Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dafs der Ring berührt und dadurch die elektrische Lärmschelle in Bewegung gesetzt wird, wenn mit einem Dietrich oder dergleichen, der im Schlosse keine genaue Führung hat, Oeffnungsversuche gemacht werden, zumal da eine dem gewöhnlichen Schliefsen nicht hinderliche zu lange Bartausschneidung im Schlüsselloch den Unberufenen täuscht.
An der Seite des Isolirstückes g2, Fig. 1 und 4, ist ferner eine Feder a& befindlich, die, wenn der Riegel α .vorgeschoben ist, an diesem anliegt. Sie steht in leitender Verbindung mit der rechten Seite der Umschalter h in den Etagen, Fig. 16, und da das Schlofs selbst, also auch der Riegel mit dem einen Pol in leitender Verbindung steht, so ist, wenn man die Umschalterkurbel nach rechts schiebt, von diesem Pol ein Strom über g3, den Riegel a, die Feder as und den Umschalter zur Schelle und weiter zum anderen Pol vorhanden. Es schellt also. Dieser Strom ist selbstredend nicht vorhanden, wenn der Riegel zurückgezogen ist, und es" wird in den Etagen bei Rechtsstellung der Kurbel dann still bleiben, ein Zeichen, dafs die Thür offen ist. Dies ist die jederzeit mögliche Nachcontrole.
Weiter befindet sich auf der Isolirplatte g2 eine Feder a7 , Fig. 1 und 4; diese ist oben recht breit und etwas ausgerundet, um stets von einem Stift a6, welcher unten an der Nase des Riegels angebracht ist, berührt zu werden, so oft dieser letztere zurückgezogen wird oder sich vorschiebt. Diese Feder steht mit der linken Seite der Umschalter /2, Blatt II, in Verbindung und wird gebraucht, wenn ein Bewohner den Aus- und Eingang cohtroliren will. Er stellt den Umschalter auf links. Die Schelle ertönt dann bei jeder Berührung zwischen α6 und a1 ganz kurz, also einmal beim Auf- und das andere Mal beim Zumachen der Hausthür. Der Strom geht dann, Blatt II, von einem Batteriepol den Weg über g3, den Schlofskasten A, den Riegel λ, den Stift λ6 und die Feder a7 zum Umschalter h und über die Schelle zum anderen PoL
Der eine Schlag erfolgt bei jedem Oeffnen oder Schliefsen von innen. Oeffnen oder Schliefsen von aufsen soll sich dagegen durch zwei kurze Schläge kundgeben.
Deshalb ist die Hälfte B des Schlosses wie folgt eingerichtet.
Ein leichter Drücker sitzt aufsen . auf der Achse b, Fig. 1 und 6. Der an der Nufs b10 befindliche Arm b9 ist bestimmt, beim Druck auf den Drücker den Riegel nach links zu schieben. Er fafst dabei hinter den Ansatz a°, Fig. ι und 2. Diesen aber erreicht er erst, nachdem er bereits eine Strecke Weges zurückgelegt hat. Auf dem Vierkant be, Fig. 1 , ist eine Feder b 5 von solcher Form angebracht, dafs sie bei jeder nur möglichen Stellung des Armes b9 stets auf den Stift b* den gleichen nur leichten Druck ausübt, nur stark genug, um selbstthätig den Drücker in- horizontaler Lage zu erhalten, und so leicht, dafs, wie leicht auch man die Hand auf den Drücker legt, dieser nachgeben mufs, bis der Arm b9 gegen den Ansatz α stöfst. Dieser leichte Druck der Feder soll in allen Lagen gleichmäfsig wirken, damit die Feder nicht leide.
Auch an dem anderen Arm bl ist ein Stift b2 angebracht, und diesem gegenüber eine Feder b3 auf dem Isolirstück b 7, durch welches die Schraube b% bis in den Kasten B hineingreift, so dafs dieser durch Drahtverbindung zwischen den Schrauben b8 und gs auch bei geöffneter Thür mit dem Schlofskasten A in metallischer Verbindung bleibt und wie dieser mit dem einen Pol der Batterie in Verbindung steht.
Liegt nun bei solcher Einrichtung die Hand am Drücker, so hat sich schon dadurch unvermerkt der Stift b2 an die Feder b3 gelegt. Aber es ist darum doch der Stromweg noch nicht geschlossen; denn dieser führt von der Feder b 3 weiter zu zwei Contacten ./, Blatt II, welche im Hausinnern, der eine am Thürrahmen, der andere an der Thür selbst befindlich sind und mit einander nur dann kurz in Berührung kommen, wenn die Thür etwa ein bis zwei Finger breit geöffnet ist. Mag man nun aber die Thür auf- oder zumachen, es werden beide Contacte / einen Augenblick zugleich mit b 2 und b s geschlossen und dann führt der Strom vom Pol der Batterie über die Feder be, den Kasten B, den Stift ft2, die Feder b3, zum Contact /, Fig. 16, und zum Umschalter h, welcher hier zwecks Controlirens links gestellt ist, und von dort -zur Schelle und zum anderen Batteriepol zurück. Also auch jetzt schlägt die Schelle kurz an. Dies ist der zweite Schellenschlag beim Oeffnen oder Schliefsen von aufsen. Bei Handhabung der Falle von innen (am Knopf) fehlt dieser Schlag, obgleich dann die Contacte über der Thür / ebenfalls zusammenkommen; denn dann fehlt der Schlufs dieses besonderen Stromweges noch zwischen der Federt3 und dem Stift £>2, da die Hand am Drücker fehlt.
Jener Schlag, der in den Wohnungen, wo man die Umschalterkurbel auf links gestellt hat, stets gehört wird, wenn der Stift αβ auf die Feder a1 trifft, d. h. also sowohl beim Oeffnen und Schliefsen von innen wie von aufsen, bleibt beim Oeffnen und Schliefsen von innen allein; beim Oeffnen oder Schliefsen von aufsen aber, wo, weil eine Hand am Drücker liegt (der Stift b2 mit Feder ά3 verbunden ist), gesellt sich diesem Schlage ein zweiter hinzu, sobald die. Thürcontacte / sich begegnen. Beim Oeffnen folgt er jenem nach, beim Schliefsen geht er jenem voran.
Der über die Feder α 7 führende Stromweg mufs an zwei Stellen geschlossen werden (bei a7 und am Umschalter links), ebenso der über die Feder aB führende (an der Feder selbst und am Umschalter rechts), ehe die Schelle ertönt. Der zweite Schellenschlag be-, darf zu seiner Erzeugung des gleichzeitigen Schlusses dreier Unterbrechungsstellen des betreffenden Stromweges, nämlich bei der Feder b3, dem Thürcontact / und dem Umschalter h links, Fig. 16, Blatt II. Mit Rücksicht darauf, dafs einige Zeit vergeht, bis Jemand in die Thür eingetreten ist, werden die Signale also wie folgt ertönen;
α) bei Linksstellung des Umschalters:
r r-r es tritt Jemand herein,
r rr es tritt Jemand heraus,
rr die Thür wird von innen geöffnet und geschlossen,
rrrr die Thür wird von aufsen geöffnet und geschlossen;
ß) bei Rechtsstellung des Umschalters (Nachcontrole):
r rr rrr die Thür ist geschlossen (Verbindung zwischen α8 und Schieber).
Die Schelle schweigt; die Thür ist offen.
Zu α) ist noch zu bemerken : fehlt die zweite Signalhälfte ganz, so ist die Thür offen, fehlt vom Schlufs rr nur ein r, so stellt man den Umschalter nach rechts (Nachcontrole); meldet dann die Schelle rr rr r r, ist also die Thür wirklich geschlossen, so hat sich der Betreffende eingeschlossen (s. drittes Signal).
Noch einfacher und besser ist es, für jede Wohnung eine zweite, anders klingende Schelle aufzuwenden, welche dann stets nur den Schlag markirt, welcher »aufsen« bedeutet, also in den Strom weg geschaltet würde, der als dreistellig unterbrochen dargestellt wurde. In diesem Falle wird vom Thürcontact / ein besonderer Draht nach allen Wohnungen abgezweigt, zunächst an einen besonderen Contact am Umschalter h9 geführt und von einem zweiten hs durch die zweite Schelle. Diese beiden Contactfedern werden dann so auf dem Umschalter angebracht, dafs, wenn die Kurbel nach links gestellt wird, diese zugleich die beiden Federn gegen einander drückt. Zwischen der Kurbel und der Feder h9 Hegt Isolirmasse. Die so beschaffene Verbindung ist in ■+ + H-.-f--\--\—Linien angedeutet worden, Fig. 16. Die Linie ^ zwischen Thürcontact e und dem von Feder α 7 kommenden Draht fällt dann weg.
2. Der Umschalter, Blatt I.
Der Umschalter, Fig. 8, 9, 10 und 11, dessen Kurbel h wie gewöhnlich nach zwei i'Seitencontacten hA h& verschiebbar ist, hat, wenn in den Wohnungen je zwei Schellen von verschiedenem Klang Verwendung finden sollen, auf seiner linken Seite noch zwei Federcontacte, welche von der Kurbel auf einander gedrückt werden, wenn diese nach links auf den Contact /ζ4 gestellt wird. Wo die Kurbel die Federcontacte berührt, ist sie mit Isolirmasse versehen.
Auf die an den Umschaltern vorhandene Vorrichtung zur Luftabschneidung im Gummischlauch' (wenn die Thür pneumatisch geöffnet werden soll) wird kein Gewicht gelegt.
3. Das Sprachrohr, Blatt I.
Durch das vor der Hausthür befindliche Brett, auf welchem die Druckknöpfe sich befinden, mittelst deren man sich der betreffenden Wohnung ankündigt·, mündet zugleich das Sprachrohr aus, welches, wie Fig. 15 und 16 zeigen, nach allen Wohnungen in solcher Weise abgezweigt ist, dafs von überall her die Schallwellen direct und voll nach der geräuschvolleren Strafse fallen, während umgekehrt nach den stillen Wohnungen Schalltheilung stattfindet.
Um zu ermöglichen, dafs die Wellendichte in allen Wohnungen die gleiche ist, dafs also das von der Strafse Heraufgesprochene überall gleich gut, das Hinabgesprochene dagegen yon einem etwaigen Lauscher gar nicht verstanden, werden soll, so dafs er nicht einmal erfährt, »mit wem« im Hause gesprochen wird, wendet man statt des durch die Fig. 14 und 15 dargestellten Abzweigungsstückes ν das in Fig. 17 und 18 veranschaulichte Stück an.
An den cylindrischen Theil 1 schliefst sich der Konus 2 an, welcher in der durch punktirte Linien angedeuteten Weise, Fig. 17, abgetheilt ist. Fig. 18 zeigt die Abtheilungen von unten gesehen.
Das Abtheilen des Konus wird den Umständen , d. h. der Anzahl der Wohnungen bezw. Etagen, mit denen das Sprachrohr angeschlossen werden soll, entsprechend gewählt.
Ist ein Hausz. B. zehnstöckig mit je einer Wohnung,' so sind also im Ganzen 10 Abzweigungsstücke erforderlich. Wird angenommen, dafs die an der Thür eingesprochene Wellendichte 100 sei, so müfste die Dichte für jede Wohnung Y10 von 100, mithin 10 sein.
Infolge dessen müssen die Abzweigungen, wie aus der schematischen Darstellung Fig. 19 ersichtlich, eingerichtet und folglich der Querschnitt der durch die Scheidewand 3 gebildeten kleinen Abtheilung 4 Y10 des Querschnitts der unteren Fläche des Konus sein. Aendert sich die Zahl der Wohnungen, so mufs das Verhältnifs der Querschnitte der beiden eben erwähnten Flächen demselben proportional gewählt werden, so dafs also beim Anschlufs von nur drei Wohnungen die kleinste Abtheilung Y3 des ganzen Querschnitts sein müfste.
Bei grofser Verzweigung oder wenn man schlecht hört, kann man sich die einfallenden Wellen wieder verdichten, indem man beim Hören sich eines Schalltrichters bedient.
ν ist der Deckel der ohne Weiteres erkennbaren Abzweigungen. In den Wohnungen ist das gewöhnliche Mundstück , verstöpselt. Der Stöpsel hängt nicht an der Kette, man behält ihn beim Gebrauch des Sprachrohres in der Hand, um das Wiedereinstöpseln nicht zu vergessen. · . .
Eigenartig ist das Mundstück S vor der Hausthür, Fig.* 12, 13 und 14. Um zu verhindern oder wenigstens kund werden zu lassen, dafs ein Muthwilliger das Rohr verstopfen will, ist im Innern des Mundstückes eine Metallbüchse i1 eingelagert, welche sich bei jedem Versuche, das Rohr zu verstopfen, mit vorwärts schiebt. Hierbei stöfst sie gegen einen Contact s1, der mit der Alarmschelle verbunden ist. Dieäe ist mit einer Batterie verbunden, mit welcher andererseits der Contact s des Mundstückes, Fig. 16, in Verbindung steht, welcher die metallische Führung i berührt und also mit Hülse i1 in leitender Verbindung steht. Eine Feder Γ2, welche einerseits gegen den Ansatz der Führung i4, andererseits an dem Ansatz i 5 der Hülse selbst Widerlager hat, bringt die Hülse, i1 wieder in die Ruhelage zurück, sobald das Hindernifs entfernt wird. Die Hülse legt sich dabei gegen den Ansatz z'e, welcher mit i fest verbunden ist. Damit es nicht 'möglich ist, das Mundstück ohne Weiteres wegzunehmen, ist dasselbe mit einer Eindrehung versehen, in welche zwei Halbringe i 7, Fig. 12, 13 und 14, eingreifen, die man auf dem Grundbrett mittelst Schrauben befestigt.
4. Die Drahtleitung, Blatt II.
Die Zeichnung veranschaulicht die Verbindungen des Erdgeschosses nebst Abzweigung nach einer zweiten Wohnung, ferner die Verbindung nach ' dem ersten Stock; für die übrigen Stockwerke und Wohnungen wiederholt sich dasselbe.
Die Neuerungen sind' in vollen Linien ausgezogen bezw. durch + + + + -f- + - Linien, und zwar:
Die an zwei Stellen unterbrochenen Stromwege:
1. Positiver Pol, Schelle I, Umschalterkurbel, rechte Umschalterseite, Feder as und Stift a6, Schlofskörper, negativer Pol (Zweck: Feststellung, ob die Thür offen oder geschlossen ist. Nachcontrole).
2. Positiver Pol, Schelle I, Umschalterkurbel, linke Umschalterseite, Feder a7 und weiter wie oben (Zweck: Controle der Riegelbewegung bezw. Aus- und Eintritt).
Die dreistellig unterbrochenen Stromwege:
1. Positiver Pol, Schelle I, Kurbel, linke Umschalterseite, Thürcontact/, Feder fc8, Stift ^2, Schlofskörper,_ negativer Pol.
2. Die + + -f- + + - Linien von den Thürcontacten / zum Contact h9 am Umschalter, Contact /ζ8 zur Schelle II und weiter an den positiven Poldraht. . ' ■ '
Zweck: Meldung, dafs aufsen eine Hand am Drücker liegt, von aufsen geöffnet bezw. geschlossen wird.
Einstellig unterbrochene Stromwege.
ι. Positiver Pol, Alarmschelle, Alarmring g, Schlofskörper, negativerPol. (Zweck: Alarmirung durch einen Dietrich).
2. Positiver Pol, Alarmschelle, Mundstückcontact s1, Mundstückcontact s, negativer Pol. Alarmirung (Zweck: bei Verstopfung des Sprachrohres). .
Die bekannte Verbindung des Elektromagneten in den Stromkreis der Batterie unter Zwischenschaltung des Druckknopfes Q in den Etagen, sowie die gewöhnliche Verbindung der Thürbrettdruckknöpfe mit den Schellen (zur ersten Ankündigung) sind punktirt angedeutet.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung, bei welcher der Zustand und die Zustandsänderungen der Hausthür von beliebig zu wählenden Punkten aus durch Einschaltung elektrischer Signalleitungen festgestellt werden, deren erste, für sich eingeschaltet, geschlossen ist, so lange die Falle, ins Schliefsblech eingreifend, mit ihrem Kopf eine Contactfeder (as) berührt, und deren zweite, die mit einer dritten stets zugleich eingeschaltet wird, jedesmal vorübergehend geschlossen wird, wenn die Falle beim Vorbder Zurückschieben mit einem Stift (a6) an einer Contactfeder (a1) vorbeistreift, während die dritte nur dann gleichfalls vorübergehend geschlossen wird, wenn die Thür, indem sie an der beim Anfassen einen Contact (b2 b%) herstellenden Klinke
    aufgemacht wird, einen zweiten Contact (I) herstellt.
  2. 2. Ein Hausthürschlols mit Signalvorrichtung, wie es im Anspruch i. bezeichnet ist, bei welchem aufserdem zur Anzeigung von unbefugten Oeffnungsversuchen ein isolirter Ring (g) aus, leitendem Material hinter dem Schlüsselloch derart angebracht ist, dafs bei Einführung eines falschen Schlüssels ein elektrischer Strom geschlossen wird.
  3. 3. Ein Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung, wie es durch Anspruch 1. geschützt ist, bei welchem aufserdem die Falle von einer auf der Schliefsblechseite angebrachten Klinke (c) festgehalten wird, die entweder auf elektrischem Wege oder mittelst Schlüssels von aufsen oder durch einen Knopf von innen ausgehoben werden kann. ,
    Ein Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung, wie es durch Anspruch 1. geschützt ist, bei welchem aufserdem zur Vermittelung des Verkehrs zwischen Strafse und Wohnung ein Sprachrohr mit Abzweigungen, Fig. 17 und 18, zu den verschiedenen Wohnungen und mit einem Mundstück angebracht ist, in welchem eine Büchse (V-) so gelagert ist, dafs sie beim Versuch des Verstopfens des Mundstückes einen Strom schliefst und dadurch ein Alarmsignal giebt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT54749D Hausthürschlofs mit Signalvorrichtung Expired - Lifetime DE54749C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5049193A (en) * 1988-06-16 1991-09-17 Bayer Aktiengesellschaft Heat stable iron oxide pigments of upsilon-Fe2 O3 structure, a process for their production and their use

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5049193A (en) * 1988-06-16 1991-09-17 Bayer Aktiengesellschaft Heat stable iron oxide pigments of upsilon-Fe2 O3 structure, a process for their production and their use

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