DE57893C - Elektrisches Thürschlofs - Google Patents
Elektrisches ThürschlofsInfo
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- DE57893C DE57893C DENDAT57893D DE57893DC DE57893C DE 57893 C DE57893 C DE 57893C DE NDAT57893 D DENDAT57893 D DE NDAT57893D DE 57893D C DE57893D C DE 57893DC DE 57893 C DE57893 C DE 57893C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B49/00—Electric permutation locks; Circuits therefor ; Mechanical aspects of electronic locks; Mechanical keys therefor
Landscapes
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 68: Schlosserei.
J. GAETCKE in KÖLN a. Rh. Elektrisches Thiirschlofs.
Bei dem vorliegenden elektrischen Thiirschlofs braucht die elektromagnetische Kraft den
Magnetanker nicht aus gröfserer Entfernung anzuziehen, sondern soll ihn, während er an
den Polen fast ganz anliegt, nur festhalten können. Alle übrigen Vorgänge vollziehen sich
mechanisch. Kein Hindernifs, dem er zu entreifsen wäre, stützt sich wie bei den bisherigen
Constructionen auf den Anker, sondern dieser hängt frei und fast reibungslos auf einer
schneidenartigen Achse. Die Ueberwindung aller Reibungen, welche in Winddruck, Klemmen
der Thür etc. beruhen und zumeist das öftere Versagen des Oeffhens verschuldeten, ist
hier der Hand des Eintretenden überlassen, dem ein elektrisches Zeichen sagt, wann er
öffnen kann.
In Fig. ι ist das Schlofs dargestellt.
Der horizontal liegende Elektromagnet E ist oben links am Boden des Schlofstheiles A befestigt.
Seine Pole sind fast berührt von dem aufrecht stehenden Anker e. Dieser ist im
rechten Winkel mit dem Achsende einer starken Sperrklinke α fest verbunden, welche mit ihrem
oben kantigen Achsloch auf einer Schneide ax hängt und in horizontaler Lage erhalten wird
durch einen Ansatz a3, welcher von der Oberkante
der Schliefsfalle c gestützt wird.
Unmittelbar vor dem Ansatz a3 ist die Kante der Schliefsfalle c eingeschnitten (c&), so dafs,
wenn Jemand beim unbefugten. Versuch zu öffnen von der Strafse aus den Thürdrücker i
niederdrückt und dadurch mittelst z1 die Falle c
und also auch den Einschnitt c& verschiebt, der
Ansatz a3 seinen Stützpunkt verliert und in den Einschnitt c8 herabfällt. Der abgeschrägte
Kopf λ'4 der Klinke α kommt nun, wie Fig. 4
zeigt, vor die entsprechende Abschrägung der Fallenkopfführung cl zu liegen, und gleichzeitig
erreicht die Klinke a mit ihrem hinteren Ende ein starkes Vierkant k, an welchem sie
festen Rückhalt findet, ohne dafs die Achse λ1
in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein weiteres Zurückziehen der Falle c, d. h. Oeffnen der
Thür ist also unmöglich.
Sobald die Hand den Thürdrücker wieder freigiebt, drücken eine oder zwei Federn f1
und y2 die Falle c wieder vor. Hierbei drückt
die schiefe Seitenebene des Fallenausschnittes c8 gegen die schiefe Ebene des Klinkenansatzes a3
und führt die Klinke α wieder in die ursprüngliche Stellung zurück, in welcher der Anker
die Pole fast berührt. Der Ankerabstand braucht nicht über ]/4 bis Y3 mm zu betragen;
die Kante des Klinkenendes a* soll von der Kante c1 des Fallenkopfes nur gerade gegriffen
werden können. (Das Herabziehen besorgt die schiefe Ebene c1 und das Eigengewicht
der Klinke a.)
Beim Einlafs von einer Wohnung aus durch Druck auf den elektrischen Knopf ziehen die
magnetischen Pole des Elektromagneten den Anker vollends an, und dann kann die Schneide cl
unter der Schneide al zurückgezogen, die Thür
also geöffnet werden.
Für den Austritt aus dem Hause kann, je nachdem es vom Besitzer beabsichtigt wird, die
Thür sich als verschlossen oder als unverschlossen darstellen, das erstere eventuell für
die Nacht, wenn Niemand das Haus verlassen soll. Tagsüber aber soll die Thür ohne
Weiteres wie jede andere von innen geöffnet
werden können, indem man die Falle c am Ziehknopf g zurückzieht. Die Klinke α darf
also nicht einfallen, und zu diesem Zwecke hat das Schlofs die folgende Einrichtung:
In dem hinteren Fallentheil c5 ist die aus
dem Schlofs hervorragende Stange c6 verschraubt. Der darüber geschobene Knopf g
hat drei verschieden weite Bohrungen. Die zunächst am Schlofs liegende entspricht der
Stange c6, die folgende g1 ist so viel weiter,
dafs sie eine auf Stange ce gesteckte Feder f
umschliefst, und endlich die dritte so grofs, dafs eine Mutter c7 darin Platz hat. Ein
starker Splint schliefst 'die Stange ce nach
hinten ab, und gegen diesen Splint ist die Mutter c7 fest zurückgeschraubt. Mit dem
Knopf g ist ferner verschraubt die Stange d3, welche durch eine Verstärkung d2 mit dem
kurzen Arm di eines an der Falle c bei d1
drehbar gelagerten Winkelhebels d fest verbunden ist. Zieht man am Knopf g, so kann
die Fortbewegung der Falle c erst beginnen, wenn der Knopf g bis an die Mutter c1 zurückgezogen
worden, weil die Feder/schwächer ist als die Fallenfedern f1/2. Inzwischen aber
hat der Knopf die Stange d3 und diese den kurzen Hebelarm d* um so weit zurückgezogen, dafs der lange Arm d, Fig. 5, unter die
Klinke α gelegt ist, und nun erst bewegen sich Falle e und Hebel d zusammen nach rückwärts.
Die Klinke ist also verhindert, einzufallen; die Thür läfst sich öffnen wie jede
andere nicht verschlossene.
Soll die Thür von innen zu öffnen sein, so schraubt man mittelst des für jedes Schlofs
anders gearbeiteten Schraubenschlüssels die Mutter c7 fest gegen den Knopf g. Alsdann
findet beim Zug am. Knopf g kein Zug. auf den Hebelarm rf4 statt, d bleibt dann unverändert
liegen und bewegt sich mit der Falle nach rückwärts, so dafs die Klinke dann auch
beim Versuch, von innen zu öffnen, in den Ausschnitt cs einfällt und das Zurückziehen der
Falle verhindert.
Damit die Bewohner auch mittelst Schlüssels das Haus öffnen können, falsche Schlüssel und
Dietriche dagegen Alarm hervorrufen, so lange mit ihnen im Schlofs hantirt wird, so ist im
Deckel r, Fig. 2, des Schlosses eine gröfsere runde Ausbohrung vorhanden, welche durch
einen von unten her (Fig. 2) eingetriebenen Isolirblock b wieder ausgeglichen ist. Durch
den Mittelpunkt dieses Blockes b, Fig. 2 und 3, ist von unten her eine Schraube b2 durchgelassen
, deren Inneres ausgebohrt und zur Schlüsselführung bestimmt ist. In diese Schlüsselführung
ist wieder ein Isolirblock eingeschraubt, durch dessen Mittelpunkt eine Contactschraube b3
nach oben durchgreift. Um die Schlüsselführung b- herum sind die Ringe b* i>5, Fig. 2
und 3, in den Isolirblock b eingelassen. Durch eine Oeffnung reicht bei aufliegendem Deckel
ein Stift α6, Fig. 2 und 3, in den Schliefsraum
hinauf. Dieser Stift α6 ist, wie Fig. 1 zeigt, mit einer Feder verbunden, die mit dem äufsersten
Achsende der Klinke α verschraubt ist (a1).
Von oben her wird das Ganze von einer Büchse bl aus isolirendem Material (Fig. 2)
überdeckt. Drei Schrauben greifen durch die Büchse bl, den Deckel r und Klotz b und
verbinden b und b1 zu einem festen Gehäuse,
in dessen Innern der Schlüssel umläuft. Dieser wird durch die Pfeife 0 eingeführt (Fig. 2),
welche auf der Büchse b1 festgeschraubt ist, und kann nur eingreifen bezw. umgedreht werden,
wenn er am Stiel eine Bohrung für die Schraube b3 und genau den Ringen έ4 b5 entsprechende
Barteinschnitte hat. Auch von oben und von der Seite sind ihm Schrauben in den Weg gestellt (s bezw. s1), an welchen er mangels
richtiger Einschnitte nicht vorbei kann. Ring- und Stiftversetzung bedingt eine grofse Verschiedenartigkeit
der Schlüssel. Der Schliefsstift α6, Fig. 2 und 1, reicht nur eben in den
Schliefsraum hinein und kann, aufser mit dem rechten Schlüssel, nicht erreicht werden. Drückt
aber der richtige Schlüssel mit dem Bart auf den Schliefsstift a&, Fig. 1 und 3, so kann .die
Klinke α nicht fallen, wenn sie beim Zurückgehen der Falle ihren früheren Stützpunkt verloren
hat. Falsche Schlüssel und Dietriche verfehlen den Schliefsstift, kommen dagegen
überall mit Ringen und Stiften in Berührung und setzen die Alarmschelle in Gang, da diese
alle, wie Fig. 2 zeigt, mit einander und über Klemme 4 des Schlosses (Fig. 1) unter Einschaltung
der Alarmschelle i1, Fig. 7, mit dem einen Batteriepol verbunden sind, während die
isolirte Pfeife 0, Fig. 2, über Klemme 3, Fig. 1, nach dem anderen Batteriepol, Fig. 7, geführt
ist.
Damit beim Thürschliefsen nur ein blofses Andrücken oder Zuziehen nöthig werde, ist
der Umstand, dafs die Klinke α auch bei offener Thür das Zurückziehen der Falle c und
dadurch das Wiederschliefsen der Thür verhindern würde, durch folgende Einrichtung
vermieden:
Der Schlofstheil A besitzt, wie in Fig. 1, 4,
5 und 6 ersichtlich, eine zweite ganz kleine Falle h, welche durch Federkraft, wie in Fig. 6,
vorwärts getrieben wird, bis der erste von zwei an ihrer unteren Fläche befestigten Stiften die
Schlofswand erreicht hat. Zwischen diesen Stiften liegt das eine Ende eines um h1 drehbaren
Hebels. Das andere Ende dieses Hebels wendet der Klinkenspitze α5 ein Dreieck zu,
dessen Spitze unter die Klinkenspitze ah greift,
die dann unter dem Druck der Feder (von h) an der Abschrägung so weit hinaufgleitet, bis
der Anker vollends an den Polen liegt (Fig. 6). Bei offener Thür ist diese Stellung stets vor-
handen und tritt selbst dann wieder ein, wenn man ft etwa' mit dem Finger zurückdrückt,
dann die Klinke durch Zurückziehen der Falle c .zum Einfall (in c8) bringt und darauf/? wieder
losläfst, um so das Wiederhochkommen der Klinke zu erschweren. Jetzt steht. hl wie in
Fig. 6, α wie in Fig. 4; doch beim Wiedervorlassen der Falle c drückt die schiefe Ebene
von c8, Fig. 6, die Klinke α in die Normalstellung
zurück, und dabei trifft die Spitze α5 gegen den unteren Schenkel des Hebeldreiecks,
drückt den Hebel ft1 zurück und springt in die normale Stellung über (Fig. 6). Bei geöffneter
Thür ist darum die .Wirkung so, als wäre eine Klinke α überhaupt nicht vorhanden. Wenn
man aber die Thür schliefst, so wird Falle ft, weil sie mit Falle c in gleicher Verticallinie
liegt, aber kleiner ist, so viel später zurückgedrückt als diese, dafs c1, Fig. 6, inzwischen
unter α4 hindurch ist; dann aber trifft der
Druck des Schlofstheiles B auch die Falle ft, und.die Klinke α wird frei und bleibt es, da
für erstere im Schlofstheil B eine Einfallöffnung nicht vorhanden .ist (Fig.. 1, 4 und 5).
Fig. 7 zeigt die elektrische Verbindung zwischen Schlofs etc. und Wohnungen. \ ist das
Knopfbrett vor der Hausthür als Ersatz für den bisherigen Haustelegraphen. Auf das Anschellen
von unten drückt man in der Wohnung den Knopf k1, dadurch giebt die Schelle i1
das Zeichen, dafs man öffnen kann. Inzwischen hat man in der Wohnung· den Finger auf
Knopf Ä2 gelegt und so den Schlofselektromagnetstromkreis
geschlossen. Durch Druck auf Knopf /c3 schlägt die eigene Wohnungsschelle an, sofern die Hausthür geschlossen
ist; denn dieser Knopf und Schelle t liegen in einem Stromwege, der zur Schlofsklemme 5,
also zur isolirten Feder/3 des Schlofstheiles B,
Fig. i. und 7, führt, die diesen Stromweg hier schliefst, so lange die Falle c (also der Schlofskörper,
welcher durch Klemme 1 mit der Batterie verbunden ist) mit ihr in Berührung ist. Bei offener Thür fehlt diese Berührung,
und darum kann man in der Wohnung, wenn man den Finger von Knopf k'1 nach Knopf /c3
weiterführt bezw. den Eintretenden genau beobachten, ob bezw. wann er die Thür hinter
sich schliefst; denn in demselben Augenblick tönt dann die Wohnungsschelle' t. Das Schlofs
ist in Fig. 7 schematisch dargestellt. Die punktirte Linie χ dient nur, das Verfolgen des
Stromlaufes zu erleichtern. Für den Elektromagneten E ist an Klemme 0" ein besonderer
Poldraht gelegt, um u. U. zur Schonung der Batterie für das Schlofs weniger Elemente
wirken zu lassen als für die Schellen.
Claims (4)
1. Ein elektrisches Thürschlofs (Fig. 1), bei welchem, wenn der Thürdrücker von Unberufenen
niedergedrückt wird, das Oeffnen der Thür verhindert ist durch eine Klinke (a),
welche, um eine Achse (a1) drehbar und
bei vorgelassener Falle (c) auf der Oberkante . dieser Falle gestützt, in einen Falleneinschnitt
(cs) einfällt, sobald dieser ein wenig nach rückwärts verschoben · wird,
wogegen die Falle ungehindert zurückgezogen werden kann, wenn der mit der
Klinke α fest verbundene Anker von den Polen des Elektromagneten festgehalten wird.
2. Ein elektrisches Thürschlofs der durch An-, spruch i. geschützten Art, welches je nach
Belieben des Besitzers ein »Oeffnen von innen« zuläfst oder verwehrt; ersteres, indem
durch den Zug am Knopf (g) und an der daran befestigten Stange da zunächst
ein auf Falle c drehbar verschraubter Winkelhebel d so weit angezogen wird, dafs die
Klinke α während des darauf folgenden Fallenrückganges angehoben ist; letzteres,
indem die Mutter a1 fest gegen den Knopf g
geschraubt wird, so dafs ein Zug an demselben sich nicht mehr auf den Winkelhebel d überträgt.
3. Ein elektrisches Thtirschlofs der durch Anspruch i. geschützten Art, bei welchem
behufs Oeffnens von aufsen die Klinke a am Einfallen in den Fallenausschnitt durch
den- Bart eines Schlüssels verhindert wird, welcher sich in einer elektrisch isolirten
Büchse mit elektrisch leitenden Besatzungen (b* b^ b5 S S1J von solcher Form dreht, dafs
er letztere nicht berührt, während ein falscher Schlüssel durch Berührung der Besatzungen
einen zur Ingangsetzung eines Alarmappärates dienenden elektrischen Strom
schliefst.
4. Ein elektrisches Thürschlofs der durch Anspruch i. geschützten Art, bei welchem,
um das Zumachen der Thür nicht zu hindern, die Klinke α bei offener Thür
durch einen Hebel ft1 hochgehalten wird (Fig. 6), welcher, mit einer besonderen
kleineren Falle ft beweglich verbunden,, bei Schlufs der ThUr ausgelöst ist, indem hierbei
das hier lochlose Anschlagblech diese Falle zurückdrückt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57893C true DE57893C (de) |
Family
ID=332231
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57893D Expired - Lifetime DE57893C (de) | Elektrisches Thürschlofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57893C (de) |
-
0
- DE DENDAT57893D patent/DE57893C/de not_active Expired - Lifetime
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