DE533236C - Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von TitanpigmentenInfo
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- DE533236C DE533236C DEV19400D DEV0019400D DE533236C DE 533236 C DE533236 C DE 533236C DE V19400 D DEV19400 D DE V19400D DE V0019400 D DEV0019400 D DE V0019400D DE 533236 C DE533236 C DE 533236C
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten Die hervorragenden pigmentären Eigenschaften der Titansäure sind bekannt. Die daraus hergestellten Pigmente sind bezüglich ihrer Deckkraft und Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Einflüssen den besten anderen weißen Pigmenten gleichzustellen oder sogar überlegen. Indessen weisen die bisherigen Titanpigmente den schwerwiegenden Übelstand relativ geringer Haltbarkeit im Außenanstrich auf. Solche Anstriche zeigen nach verhältnismäßig kurzer Zeit die unerwünschte Erscheinung des Abkreidens, so daß sie Bleiweißanstriche, welche größere Haltbarkeit aufweisen, bisher nicht vollwertig ersetzen konnten. Untersuchungen der letzten Jahre haben bewiesen, daß die Haltbarkeit der Anstriche mit der Ölaufnahme der Titansäure im Zusammenhang steht, welche für die Titanpigmente zur Verwendung gelangte, und zwar daß die Haltbarkeit der Anstriche um so höher ist, je geringer die Ölaufnahme der Titansäure ist. .
- Es wurde nun gefunden, daß man zu Titanpigmenten geringer Ölaufnahme und hoher Haltbarkeit, die im Außenanstrich den erwähnten Übelstand nicht aufweisen, gelangen kann, wenn man auf =, beliebige Weise abgeschiedene Titansäüre mit Zusätzen solcher Stoffe erhitzt, welche eine Sinterung hervorrufen.
- Als derartige Zusätze kommen vorzugsweise in Betracht Kolloidstoffe, insbesondere kolloide Oxyde und Oxydhydrate, wie die Oxyde oder Oxydhydrate der Edelerden, des Thoriums, des Zirkons, des Titans usw., kolloide Tonerde usw., die beim gemeinsamen Erhitzen mit Titandioxydhydrat auf Temperaturen von über 8oo° eine wesentliche Verbesserung der pigmentären Eigenschaften des Titandioxyds bewirken.
- Mit Rücksicht auf die für 'das Sinterungsprodukt erforderlichen pigmentären Eigenschaften wird man als Sinterungsmittel solche wählen, die entweder selbst pigmentären Charakter aufweisen oder wenigstens die pigmentären Eigenschaften der Titansäure nicht erheblich ungünstig beeinflussen.
- Das vorstehend beschriebene Verfahren unterscheidet sich grundlegend von den bekannten Verfahren, nach welchen Mischungen von Titansäure mit- =sogenannten_ Fiill-- oder-., Streckstoffe, wie Barium-, Cälciumcärbonat Calciumsulfat, u. dgl.. auf beliebigem. Wege hergestellt und -durcht älcinieren dieser Mischungen Pigmentfarbstoffe erzeugt werden, Diese bekannten Verfahren bezwecken, aus den eigentlichen Pigmenten, der Titansäure und dem Streckmittel (wie z. B. Bariumsulfat) ein möglichst gut deckendes Kompositionspigment darzustellen. Nach dem Calcinieren dieser Mischungen, die größtenteils a Streckmittelteilchen bestehen, die mit it@ ansäure überzogen sind, besitzt die V6rhäriderie-Titänsäüre im wesentlichen dieselbe Porosität, wie wenn sie allein calciniert worden wäre. Das inerte-Streckmittel schafft lediglich eine großere äußere Ober-, fläche, ohne die Porosität in der Titansäure im wesentlichen zu beeinflussen. Dies äußert sich insbesondere in der Ölaufnahme der so gewonnenen Produkte. Nach der vorliegenden Erfindung wird dagege-4 die Titansäure durch geeignete Zusätze gesintert und ihre Porosität dadurch vermindert, so daß -nach dem Mahlen des calcinierten Gutes ein Produkt von geringer Ölaufnahme entsteht.
- Auch von dem bekannten Verfahren, Titandioxyd auf schwammigem, sinterungsfähigem Bariumsulfat -hydrolytisch niederzuschlagen und die erhaltene Mischung zu glühen, unterscheidet sich die Erfindung schon dadurch, daß sie die Verbesserung bereits gefällter Titansäure betrifft. Beispiele z. Titansäurehyärat, das durch Hydrolyse aus Titansulfatlösung gefällt ist, wird mit 5o °/o mit Salzsäure peptisierter Titansäure versetzt und die Masse nach guter Vermengung zwecks Koagulierung der kolloiden Titansäure mit verdünntem Ammoniak behandelt. Nach '/4 bis Calcination bei etwa 95o° und entsprechender. Feinmahlung erhält man ein Titanpigment, das 35 °/o_ Leinölaufnahme aufweist, während das gefällte Titansäurehydrat, für `sich calcfniert, eine Leinölaufnahme von 6o'/" zeigt. Dementsprechend ist auch die Haltbarkeit des letzteren im Anstrich eine viel geringere.
- 2. zo Gewichtsteile Titanoxyd als feuchtes Hydrat mit etwa 5o °/o Wassergehalt werden mit 7 Gewichtsteilen kolloider Thorlösung, welche 300 g Thoroxyd im Liter hat, vermischt. Aus dem Gemisch wird das Wasser verdampft und bei Rotglut. calciniert, das Glühprodukt in Wasser abgeshreckt und naß gemahlen.
- Das geglühte Produkt wird im allgemeinen zwecks Erzielung genügender Feinheit in bekannter Weise trocken oder naß gemahlen. Zur Vermeidung nachträglicher Mahlung ist es häufig vorteilhaft, die Behandlung der Titansäure unter Verteilung derselben in einem porösen, indifferenten Verdünnungsmittel vorzunehmen, welches nach der Calcination auf einfache Weise, z. B. durch Lösen von der gesinterten Titansäure, getrennt werden kann.
- So kann man beispielsweise Titansäure, die mit einem geringen Zusatz von kolloidem Thoriumhydroxyd versetzt wurde, in eine größere Menge Natriumsulfat verteilen und das Gemisch auf etwa 8oo° erhitzen. Nach beendigter Calcination wird das Natriumsulfat von der fein verteilten und gesinterten Titansäure durch Behandeln mit Wasser getrennt.
- Das nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren gewonnene Produkt bildet sowohl als solches als auch im Gemisch mit den üblichen Verdünnungsmitteln, wie Bariumsulfat, Zinkoxyd usw., ein geeignetes Ausgangsmaterial für Farben, die auch im Außenanstrich hohe Haltbarkeit aufweisen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten durch Erhitzen von gefällter Titansäüre mit Zusatzstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung unter Zusatz kolloider Oxyde und Oxydhydrate, insbesondere der Oxyde und - Oxydhydrate der seltenen Erden, des Thoriums, des Titans und des Zirkons, erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhaltung der feinen Verteilung des gefällten Titandioxydhydrates die Erhitzung der Titansäure mit dem Sinterungsmittel verteilt in einem porösen, indifferenten Verdünnungsmittel vorgenommen wird, das nach der Calcination auf einfache Weise, beispielsweise durch Lösen von dem Sinterungsprodukt, getrennt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV19400D DE533236C (de) | 1924-08-12 | 1924-08-12 | Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV19400D DE533236C (de) | 1924-08-12 | 1924-08-12 | Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533236C true DE533236C (de) | 1931-09-10 |
Family
ID=7577820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV19400D Expired DE533236C (de) | 1924-08-12 | 1924-08-12 | Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE533236C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748765C (de) * | 1937-10-09 | 1944-11-09 | Herstellung von Titandioxydpigmenten | |
| DE1080245B (de) * | 1958-01-11 | 1960-04-21 | Bayer Ag | Mischphasen auf der Grundlage von Titandioxyd |
-
1924
- 1924-08-12 DE DEV19400D patent/DE533236C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748765C (de) * | 1937-10-09 | 1944-11-09 | Herstellung von Titandioxydpigmenten | |
| DE1080245B (de) * | 1958-01-11 | 1960-04-21 | Bayer Ag | Mischphasen auf der Grundlage von Titandioxyd |
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