DE531901C - Verfahren zum Behandeln von Haeuten - Google Patents
Verfahren zum Behandeln von HaeutenInfo
- Publication number
- DE531901C DE531901C DE1930531901D DE531901DD DE531901C DE 531901 C DE531901 C DE 531901C DE 1930531901 D DE1930531901 D DE 1930531901D DE 531901D D DE531901D D DE 531901DD DE 531901 C DE531901 C DE 531901C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- acid
- tanning
- sulphurous
- sulphurous acid
- bath
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N Sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 28
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M Bicarbonate Chemical class OC([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 2
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 claims description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 claims description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 claims description 2
- 235000013311 vegetables Nutrition 0.000 claims description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 14
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 6
- 239000000284 extract Substances 0.000 description 6
- AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N sulfur trioxide Inorganic materials O=S(=O)=O AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- DWAQJAXMDSEUJJ-UHFFFAOYSA-M Sodium bisulfite Chemical compound [Na+].OS([O-])=O DWAQJAXMDSEUJJ-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 3
- 235000010267 sodium hydrogen sulphite Nutrition 0.000 description 3
- 238000004061 bleaching Methods 0.000 description 2
- 235000010633 broth Nutrition 0.000 description 2
- 230000003139 buffering effect Effects 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- ZLNQQNXFFQJAID-UHFFFAOYSA-L magnesium carbonate Chemical compound [Mg+2].[O-]C([O-])=O ZLNQQNXFFQJAID-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 239000001095 magnesium carbonate Substances 0.000 description 2
- 229910000021 magnesium carbonate Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000000395 magnesium oxide Substances 0.000 description 2
- CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N magnesium oxide Inorganic materials [Mg]=O CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- AXZKOIWUVFPNLO-UHFFFAOYSA-N magnesium;oxygen(2-) Chemical compound [O-2].[Mg+2] AXZKOIWUVFPNLO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000000996 additive effect Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000012928 buffer substance Substances 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 1
- 230000006735 deficit Effects 0.000 description 1
- 230000000249 desinfective effect Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001954 sterilising effect Effects 0.000 description 1
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 1
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 1
- QHDCFDQKXQIXLF-UHFFFAOYSA-N sulfuric acid sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O.OS(O)(=O)=O QHDCFDQKXQIXLF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- -1 sulfurous acid compound Chemical class 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C3/00—Tanning; Compositions for tanning
- C14C3/02—Chemical tanning
- C14C3/08—Chemical tanning by organic agents
- C14C3/10—Vegetable tanning
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
- Verfahren zum Behandeln von Häuten Die Behandlung von Häuten mit Bädern, welche schweflige Säure enthalten, ist an sich bekannt. Die schweflige Säure wird in den verschiedensten Stadien der Ledergerbung mit Erfolg verwendet. So kann man beispielsweise das Bleichen der frischen Häute, das Desinfizieren, das Entkälken und das Vorgerben in Bädern durchführen, die schweflige Säure in Lösung enthalten.
- Ebenso wirkt ein Zusatz von schwefliger Säure zu den Gerbbädern sehr günstig. Er reinigt die Gerbbrühe und hellt das zu gerbende Leder auf.
- Wie eine längere praktische Erfahrung gezeigt hat, haften diesen bekannten Verfahren noch einige Übelstände an. - Die Qualität und die Gleichmäßigkeit des auf diese Weise gegerbten Leders hängen nämlich, wie gefunden wurde, in starkem Maße von der jeweils vorliegenden Säurekonzentration ab.
- Es hat sich nämlich ergeben,- daß selbst Bäder, welche dem Geruch nach annähernd gleiche Säurekonzentration aufweisen, doch in ihrer Wirkung auf die zu gerbenden Häute sich ganz verschieden verhalten. Die Ursache hierfür liegt nicht in geringen, etwa bisher nicht beachteten Schwankungen der schwefligsauren Konzentration, sondern in dem Gehalt an Schwefelsäureanhydrid, der, je nach der Herkunft der verwendeten schwefligen Säure, in starkem Maße schwankt.
- Wie festgestellt wurde, können bei der Darstellung von schwefliger Säure durch Verbrennen von Schwefel bis zu 2,80,16 S03 (Schwefelsäureanhydrid) entstehen. BeimAbbrennen von Pyriten zur Gewinnung der schwefligen Säure kann diese sogar bis zu i 3, i c;/o S O3 enthalten.
- Es gelingt nun verhältnismäßig leicht, die Konzentration der schwefligen Säure in dem Behandlungsbad annähernd konstant zu halten, da einer bestimmten Temperatur und Dichtigkeit des Behandlungsbades stets eine bestimmte Löslichkeit der schwefligen Säure entspricht, während der überschuß gasförmig entweicht. Dies ist jedoch beim Schwefelsäureanhydrid nicht der Fall. Dieses verbindet sich vielmehr mit dem Wasser -des Behandlungsbades zu Schwefelsäure, an welcher sich also das Bad bei wiederholtem oder fortgesetztem Einleiten von schwefliger Säure in unerwünschter Weise anreichert..
- Es besteht ja an sich die Möglichkeit; die schweflige Säure von Schwefelsäureanhydrid zu befreien. - Die restlose Beseitigung des S03 käme aber für den vorliegenden Fall wegen der damit verbundenen technischen Schwierigkeiten nicht in Frage. Im übrigen ist im Laufe der Zeit in dem Lederbehandlungsbad selbst dann Schwefelsäure nachzuweisen, wenn lediglich reine schweflige Säure eingeleitet wird, da auch ein Teil der schwefligen Säure von selbst allmählich zu Schwefelsäure oxydiert wird.
- Die in den Bädern auftretende Schwefelsäure wird nun erfindungsgemäß dadurch unschädlich gemacht, daß man den bekannten schwefligsäurehaltigen Bädern Salze der schwefligen Säure als Puffersubstanz zusetzt. In erster. ' Linie kommen' 'hierfür Sulfite, Bisulfite oder Pyrosulfite in Frage.
- Durch deren Zusatz wird die in dem Bad vorhandene Schwefelsäure, ebenso wie übrigens jede andere etwa vorhandene Säure, die stärker ist als die schweflige Säure, gebunden und auf diese Weise unschädlich gemacht. So gelingt es, die Azidität der Behandlungsbäder stets vollständig gleichmäßig zu erhalten. Hierdurch ist eine weitgehende Gleichmäßigkeit des nach dem neuen Verfahren vorbehandelten und gegerbten Leders gesichert.
- Gleichzeitig wird durch die Umsetzung der Sulfite -mit der Schwefelsäure schweflige Säure in statu nascendi erhalten, welche die bekannten günstigen Wirkungen der schwefligsauren Bäder auf die frischen Blößen oder die zu gerbenden Häute in besonders starkem Maße zeigt.
- Statt schwefligsaures Salz zu verwenden, kann es unter Umständen auch vorteilhaft sein, nur die Oxyde oder Carbonate bzw. Bicarbonate der Alkalien, Erdalkalien oder Erdmetalle zur Abstumpfung der im Behandlungsbad vorhandenen starken Säure zu verwenden. Insbesondere sind Salze, wie Magnesiumoxyd oder Magnesiumcarbonat, geeignet.
- Durch dieses Vorgehen wird die erwünschte Wirkung der schwefligen Säure gleichmäßig und zugleich verstärkt, währenddem die unerwünschte Wirkung vorhandener Schwefelsäure aufgehoben wird.
- Mit Hilfe des neuen Verfahrens gelingt es, die Azidität des Behandlungsbades je nach der Dichte der Gerbbrühe und nach der Temperatur des Bades auf einen bestimmten Grad einzustellen. , Diese neue Anwendung der schwefligsauren Salze hat offensichtlich nichts mit der an sich bekannten Verwendung dieser Verbindungen zum Bleichen, Weichen, Sterilisieren usw. von Häuten und Blößen zu tun.
- Damit eine hinreichende Pufferung der Azidität in Erscheinung tritt, genügen beispielsweise diejenigen Mengen von Sulfiten nicht, _wie sie in den handelsüblichen Extrakten vorkommen und wie sie nach bekanntem Verfahren verwendet werden zwecks Erreichung eines bestimmten Gerbeffektes und unter Einleitung von schwefliger Säure.
- Werden andererseits hochsulfitierte Extrakte angewendet, so kann zwar genügende Pufferung erreicht werden, jedoch auf Kosten der Wirtschaftlichkeit und unter Beeinträchtigung des Gerbeffektes.
- Beispiele i. Zu einer Gerbbrühe werden für je i oo kg flüssigen Gerbextrakt o, 5 kg Natriumbisulfit in Lösung von 38'B6 zugesetzt, währenddem schweflige Säure in das Bad eingeleitet wird. Im Laufe des Gerbprozesses kann der Zusatz nach Bedarf wiederholt werden.
- 2. Es wird nach' Beispiel i verfahren; indessen werden auf je ioo kg Gerbextrakt o, i kg Magnesiumoxyd oder Magnesiumcarbonat angewandt, währenddem schweflige Säure in das Bad eingeleitet wird.
- 3. Es wird nach Beispiel i verfahren; indessen wird auf je ioo kg flüssigen Gerbextrakt statt o,5 kg Natriumbisulfit die äquivalente Menge einer stark sulfitierten Lauge oder eines stark sulfitierten vegetabilischen Extraktes oder einer anderen Schwefligsäureverbindung zugesetzt, währenddem schweflige Säure in das Bad eingeleitet wird.
- 4. Die Hautblößen werden beispielsweise in ein Vorgerbebad eingehängt, in welchem alte Brühen aus dem Gerbprozeß ausgenutzt werden und welches sich vorteilhafter-weise in Bewegung befindet. Man - gibt dem Bade pro ioo kg Blößengewicht 3 kg Natriumbisulfit von 28'136 hinzu und leitet gleichzeitig schweflige Säure ein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Behandeln von Häuten und Fellen mit vegetabilischen Gerb= brühen unter gleichzeitigem Einleiten von schwefliger Säure, dadurch gekennzeichnet, daß man den Gerbbrühen Salze der schwefligen Säure oder Oxyde oder Carbonate öder Bicarbonate der Alkalien, Erdalkalien oder Erdmetalle zwecks Pufferung der Azidität zusetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE531901T | 1930-01-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE531901C true DE531901C (de) | 1931-08-24 |
Family
ID=6555186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930531901D Expired DE531901C (de) | 1930-01-17 | 1930-01-17 | Verfahren zum Behandeln von Haeuten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE531901C (de) |
-
1930
- 1930-01-17 DE DE1930531901D patent/DE531901C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE531901C (de) | Verfahren zum Behandeln von Haeuten | |
| DE2012658C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Titan gerbtnittel und dessen Verwendung zum Gerben von Bloßen und Fellen | |
| DE925605C (de) | Entkaelkungsmittel | |
| EP0026423B1 (de) | Verfahren zur Fettung und Imprägnierung von Leder und Pelzen | |
| DE746589C (de) | Verfahren zum Enthaaren von Haeuten und Fellen | |
| DE487670C (de) | Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mit Hilfe von Eisenverbindungen | |
| DE2424301C3 (de) | Verfahren zum Chromgerben und Gerbmischung dafür | |
| DE710789C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bloessen | |
| DE750361C (de) | Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen | |
| EP1297188B1 (de) | Verwendung von gallussäure zur stabilisierung von chrom-iii gegen oxidation in chromgegerbtem leder | |
| DE304349C (de) | ||
| DE687153C (de) | Verfahren zum Fixieren von Gerbstoffen im Leder | |
| DE685744C (de) | Verfahren zum Fixieren von Gerbstoffen im Leder | |
| DE691199C (de) | Verfahren zum AEschern von tierischen Haeuten und Fellen | |
| DE668590C (de) | Verfahren zum Konservieren von Haeuten, Fellen und Bloessen | |
| DE386891C (de) | Verfahren zur Vorbereitung der Haut fuer die Gerbung sowie zur Desinfektion und Vorgerbung | |
| DE419778C (de) | Verfahren zur Herstellung von Eisenleder | |
| DE499458C (de) | Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mit Hilfe von Eisenverbindungen | |
| DE268236C (de) | ||
| DE630250C (de) | Verfahren zum AEschern tierischer Haeute im Fass | |
| DE514240C (de) | Verfahren zum Gerben tierischer Haeute | |
| DE222670C (de) | Verfahren zum Beizen von Häuten | |
| DE593573C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung gerbfertiger tierischer Hautbloessen fuer die Gerbung | |
| DE1284028C2 (de) | Verfahren zum schnellgerben von haeuten | |
| DE432282C (de) | Verfahren zum AEschern bzw. Enthaaren und Entwollen von Haeuten und Fellen |