DE530107C - Verteilungs- und Schalteinrichtung fuer elektrische Stromkreise - Google Patents
Verteilungs- und Schalteinrichtung fuer elektrische StromkreiseInfo
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Description
- Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise Verteilungs- und Schalteinrichtungen für elektrische Stromkreise, insbesondere solche in Starkstromanlagen bestehen aus sich kreuzenden Schienen und Verbindungsstöpseln, die dazu dienen, elektrische Leitungssysteme mehrerer Erzeuger- und Verbraucherkreise elektrisch leitend miteinander zu verbinden.
- Bei den bisherigen derartigen Einrichtungen sind die zu einem Leitungssystem gehörenden Pole, meistens in Form von rechteckigen Metallschienen, je in nur einer Ebene übereinander oder nebeneinanderliegend so angeordnet, daß die meistens waagerecht verlaufenden Stromzuführungssysteme die in einer dahinterliegenden Ebene befindlichen Ableitungssysteme senkrecht kreuzen. Zur Verbindung je zweier zusammenzuschließender, hintereinanderliegender Leitungen verwendet man dabei Metallstöpsel, die in Löcher im Kreuzungspunkt der Leitungsschienen eingesteckt oder eingeschraubt werden.
- Diese Anordnung besitzt den Nachteil, daß die Flächenabmessungen des Kreuzschienenverteilers bei einer größeren Anzahl von Systemen ziemlich groß ausfallen, so daß ihre Herstellung teuer und ihre Bedienung unbequem wird. Außerdem sind zum Verbinden zweier Systeme so viel Stöpsel erforderlich, wie Pole vorhanden sind. Ferner erhöhen die großen Längen der Schienen und ihre Schwächung durch die Stöpsellöcher den elektrischen Widerstand und damit auch den Spannungsverlust, abgesehen von dem großen Zeitaufwand zum Einsetzen bzw. Entfernen der Schraubstöpsel.
- Alle diese Nachteile vermeidet der Erfindungsgegenstand dadurch, daß die Polschienen jedes aus je zwei oder mehr Leitungen oder Leitungsschienen bestehenden Systems entsprechend der Polzahl in je zwei oder mehr parallelen Ebenen hintereinander angeordnet sind, und daß jedesmal alle zusammengehörigen Pole zweier Systeme durch ein einziges stöpselartiges, starres Verbindungsstück, gegebenenfalls über besondere, hintereinanderliegende Metallkontakte und da hineinpassende Stromschlußstücke, ohne Verschraubung leitend miteinander verbunden werden.
- Einige Ausführungsbeispiele der Hauptelemente eines Kreuzschienenverteilers gemäß der Erfindung zeigt die Zeichnung in Form zweier miteinander zu verbindender dreipoliger Systeme A und B.
- Darin stellen Abb. z und z Aufriß und Seitenriß einer Ausführung der beiden Systeme A und B, Abb. 3 und 4 den Verbindungsstöpsel C in Längsansicht und Querschnitt, Abb. 5 bis 8 eine andere Ausführungsform dar.
- Die in den Beispielen-dreipolig angenommenen und übereinander angeordneten Systeme A bestehen jedes für sich nach Abb. r, a, 5, 6 aus den waagerecht liegenden, gegebenenfalls an_ die Stromerzeuger anzuschließenden Schienen a, b, c, die in bekannter Weise isoliert in einer-geeigneten Tragkonstruktion gehalten werden. Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen liegen hier die Schienen a, b, c der waagerechten Systeme in drei parallelen Ebenen hintereinander.-Hinter jeder Schiene des Systems A liegen, diese senkrecht kreuzend, die zugehörigen Schienend, f, g der im allgemeinen zu den Stromverbrauchern führenden Systeme B ebenfalls in drei parallelen Ebenen hintereinander. Die Schienen können hintereinander angeordnete, zylindrische Bohrungen enthalten, in die Stöpsel mit zylindrischen, gegebenenfalls federnden Stromschlußstücken 1, m, o (Abb. 3 und q.) eingeschoben werden. ' Für eine besser leitende Verbindung, insbesondere bei großen Stromstärken, empfiehlt sich zweckmäßig folgende Anordnung gemäß Abb. 1 und a. Dabei sind nämlich mit den Schienen durch Lotung, Schweißung, Verschraubung o. dgl. die halbhohlzylindrischen Metallkontakte h, i verbunden, die in Abb. a an den Schienen a, d und b, f in Ansicht, dagegen an c, g im Schnitt längs x-x (Abb. 1) dargestellt sind.
- Will man nun eins der waagerechten Zuführungssysteme El mit irgendeinem der Ableitungssysteme B elektrisch polweise verbinden, so führt man in die an ihrer Kreuzungsstelle befindlichen metallenen Kontaktstücke h, i einen einzigen Verbindungsstöpsel C (Abb. 3 und q.) ein. Nach Abb. 3 besteht dieser aus einem isolierenden Schaft k und den darauf in passenden Abständen aufgesetzten zylindrischen Stromschlußstücken 1, m, o. Da- mit nun diese beim Einschitben durch die nicht zugehörigen Kontaktstücke bequem hindurchgehen, werden sie zweckmäßig im Durchmesser gegen das Ende hin abgestuft. Um ferner auch bei großen Stromstärken gute Kontaktflächen zu erhalten, versieht man die Metallkontäkte und Stromschlußstücke durch Schlitze, Einschnitte o. dgl. mit zungenartigen oder sonstwie federnden, wechselweise aufeinander gleitenden Teilen.
- Im allgemeinen wird die kreiszylindrische Form der Stöpselkontakte und Stromschlußstücke aus fabrikatorischen Gründen zweckmäßig sein, doch kann dafür unter gewissen Umständen auch eine andere Form mit rechteckigem, dreieckigem, flachem oder einem sonstigen Querschnitt des Verbindungsstöpsels gewählt werden.
- Abb. 5 bis 8 stellen eine andere Ausführungsform dar, die für einfachere Kreuzschienenverteiler und kleinere Stromstärkenzweckmäßig sein dürfte. Hierbei sind die besonderen, an den Schienen befestigten Metallkontakte 1z, i fortgelassen. Um aber trotzdem eine gute Verbindung zwischen den zusammengehörigen Schienen der einzelnen Pole zu bewirken, sind nach Abb. 5 und 6 die hintereinanderliegenden Schienen mit einer zylindrischen Ausfräsung p versehen, die beispielsweise den Schnittpunkt zweier Schienenkanten als Mittelpunkt besitzt und in diesem Fall einen Dreiviertelkreis umfaßt. Diese Ausfräsungen dienen einerseits als Führung für den einzuschiebenden Stöpsel C (Abb. 7 und 8), andererseits bilden sie mit den auf dem isolierenden Schaft k des Stöpsels befestigten, gegebenenfalls federnd gehaltenen Stromschlußstücken 1, m, o eine gut leitende Schienenverbindung. Um jedoch den -Obergangswiderstand der Verbindungsstellen weiter zu verringern, werden zweckmäßig die Stromschlußstücke 1, m, o noch mit sektorförmigen Metallansätzen q versehen, die nach dem Einschieben des Stöpsels C in die Ausfräsungen p in einer Lage, wie sie in Abb. 5 gestrichelt angedeutet ist, durch Drehen des Stöpsels um 18o0 zwischen die zu verbindenden Schienen a, d bzw. b, f bzw. c, g als weitere Stromschlußverbindungen hineingeschoben werden. Die Innenflächen miteinander zu verbindender Schienen können dabei gegebenenfalls noch federnde Kontaktstücke tragen. In der Endlage greifen ferner die' Metallansätze q mit einer schlitzartigen Aussparung y um einen zwischen den Schienen angeordneten Isolierstift s als Anschlag herum und bewirken dadurch gleichzeitig bei passender Form des Schlitzes r ein kräftiges Anpressen der Stromschlußstücke 1, nz, o gegen die Auflageflächen in den Schienenaussparungen p. Die Metallansätze q können auch nach Art der federnden Kontakte bei Messerschaltern mit Schlitzen, Einschnitten, zungenartigen Lamellen o. dgl. zur besseren Federung und Anliegen versehen sein.
- Der ganze Kreuzschienenverteiler braucht in dieser Form als Vorderplatte keine schwere Marmorplatte, sondern es genügt als Abdeckung eine dünne Isolierplatte mit den Einführungsöffnungen für die Verbindungsstöpsel.
- Welche besonderen Vorzüge u. a. der Erfindungsgegenstand gegenüber den bekannten Ausführungen besitzt, ist am einfachsten daraus zu ersehen, daß für eine der am meisten vorkommenden Anordnungen mit zwei- und dreipoligen Systemen, die in der bisher üblichen Ausführung eine dicke große Marmorplatte und dementsprechende Wandfläche von beispielsweise ¢ qm benötigen, in der Bauart gemäß der Erfindung nur etwa 1 qm und demgemäß nur etwa ein Viertel an Leitungsschienengewicht erforderlich sind. Dazu kommen noch die geringere Anzahl der Stöpsel, kleinere Spannungsverluste und die einfachere Schalt- und Bedienungsweise neben verbilligten Transport- und Montagekosten als weitere Vorteile.
Claims (3)
- PATEN TANSPRÜcHr i. Verteilungs- und Schalteinrichtung für elektrische Stromkreise, vorzugsweise für Starkstromanlagen mit mehreren Erzeuger- und Verbraucherkreisen, bestehend aus sich kreuzenden Schienen und Verbindungsstöpseln, dadurch gekennzeichnet, daß die Polschienen (a, b, c und d, f, g) jedes aus je zwei oder mehr Leitungen oder Leitungsschienen bestehenden Systems (A, B) entsprechend der Polzahl in zwei oder mehr parallelen Ebenen hintereinander angeordnet sind, und daß ein einziger Verbindungsstöpsel (C), gegebenenfalls über besondere, auf den hintereinander angeordneten Polschienen durch Lötung, Schweißung, Verschraubung o. dgl. befestigte Metallkontakte (h, i) und da hineinpassende Stromschlußstücke (l, m, o), jedesmal alle zusammengehörigen Pole zweier Systeme ohne Verschraubung leitend miteinander verbindet.
- 2. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander zu verbindenden Leitungsschienen seitliche Ausfräsungen (p) erhalten, in die metallene, gegebenenfalls federnde zylindrische Stromschlußstücke (l, m, o) des Verbindungsstöpsels (C) eingeschoben werden.
- 3. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromschlußstücke (l, m, o) mit sektorförmigen, gegebenenfalls federnden Metallansätzen (q) versehen sind, die durch Drehen des Stöpsels (C) als weitere Stromschlußverbindungen zwischen die Schienen eingeschoben werden. q.. Verteilungs- und Schalteinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallansätze (q) mit einem passend geformten Schlitz (y) um einen zwischen den Schienen angeordneten isolierenden Stift (s) als Anschlag herumgreifen.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEL77030D DE530107C (de) | 1929-12-18 | 1929-12-18 | Verteilungs- und Schalteinrichtung fuer elektrische Stromkreise |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE530107C true DE530107C (de) | 1931-07-22 |
Family
ID=7284100
Family Applications (1)
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| DEL77030D Expired DE530107C (de) | 1929-12-18 | 1929-12-18 | Verteilungs- und Schalteinrichtung fuer elektrische Stromkreise |
Country Status (3)
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE1103432B (de) * | 1957-05-04 | 1961-03-30 | Karl Glaser | Elektrischer Kreuzschienenverteiler |
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Families Citing this family (3)
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