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DE539C - Kontinuirliche Dampf- oder Luft-Kompressionsbremse - Google Patents

Kontinuirliche Dampf- oder Luft-Kompressionsbremse

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Publication number
DE539C
DE539C DE000000000539DA DE539DA DE539C DE 539 C DE539 C DE 539C DE 000000000539D A DE000000000539D A DE 000000000539DA DE 539D A DE539D A DE 539DA DE 539 C DE539 C DE 539C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rails
brake
air compression
continuous vapor
compression brake
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE000000000539DA
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
A Kraemer
Original Assignee
A Kraemer
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Publication of DE539C publication Critical patent/DE539C/de
Application filed by A Kraemer filed Critical A Kraemer
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Description

1877.
Klasse 20.
AUG. KRÄMER in AUGSBURG und SIGMUND STERN in WARSCHAU. Continuirliche Dampf- oder Luft-Compressions-Bremse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1877 ab.
Die Construction dieser Bremse ist folgende; ihre Basis kann jedoch, nach dem Zwecke, welchen sie erfüllen soll und den danach erforderlichen Dimensionen in ihrer Kraftleistung beliebig geändert werden.
In der Mitte des Bodens eines Eisenbahnwagens ist ein verticaler Cylinder a angebracht, welchem beispielsweise ein Durchmesser von 45 cm mit einer Höhe von 12 cm im Lichten gegeben wird, sodafs nach Abrechnung des Kolbens sich nur eine Hubhöhe von ca. 2 cm ergiebt.
Auf beiden Seiten des Wagens zwischen den Rädern sind Schienen b b angebrächt, welche nicht ganz so lang sind, als der Abstand zwischen den beiden Radumfängen. Es ist hier zunächst nur die Einrichtung an einem vierrädrigen Wagen beschrieben. Die Schienen b b laufen parallel mit und über den Geleiseschienen, von welchen sie ca. 1 cm abstehen; sie sind an einer horizontalen Stange c befestigt, welche quer durch die Wagenbreite läuft, auf beiden Seiten in einer' Führung d ruht und mit der Kolbenstange e massiv verbunden ist. Hierzu gehört noch eine schwache Stange /, welche sich der Länge des Wagens nach, ebenfalls durch die Kolbenstange e erstreckt und rechts und links von einer, an dem Boden des Wagens befestigten Feder g g gehalten wird, welche Federn lediglich zu dem Zwecke dienen, die Schienen b b von dem festen Schienengeleise in einer Entfernung von ca. ι cm zu halten.
Das Anpressen der beiden Schienen b b auf das Schienengeleise wird durch Dampf bewirkt, der aus dem Kessel der Locomotive entnommen und mittelst Röhren in den Cylinder a geleitet, oder durch comprimirte Luft, welche mittelst einer auf dem Tender mitgeführten Luft-Compressions-Pumpe erzeugt wird. '
Es sei hier bemerkt, dafs, wenn der Druck durch comprimirte Luft ausgeübt werden soll, es von bedeutendem Nutzen ist, ein gewisses Quantum davon in einer beliebigen und nothwendigen Spannung mit zu führen. Dieser Vorrath kann sowohl am Anfange des Zuges (Tender), als am hintersten Wagen angesammelt und mitgeführt werden. Solche Reservoirs bergen noch den weitern Vortheil in sich, dafs auf die einfachste Weise auch die Conducteurs, sowie jeder auf dem Zuge befindliche, dazu autorisirte Beamte, befähigt ist, angesichts einer Gefahr das Stillstehen des Zuges zu bewirken.
Die Röhrenleitung, welche sich von der Locomotive, bezw. bei comprimirter Luft, vom Tender oder den Vorrathskammern aus, mit biegsamen Verbindungen versehen, den Wagen entlang hinzieht, kann sowohl an der Seite der Wagen, als in deren Mitte, hinführen.
Soll nun gebremst werden, so öffnet der Zugführer das an dem Hauptrohre zu diesem Zwecke befindliche Ventil; der Dampf, oder die comprimirte Luft, strömt in den Cylinder α und es tritt sofort, mit grofser Schnelligkeit und Kraft, eine Hemmung ein, welche den Stillstand in sechs, bezw. drei Secunden, vollständig herbeiführt.
Die Hemmung wird wieder aufgehoben durch einfaches Oeffhen eines in der Nähe des Zugführers an einem Zweigrohre zu diesem Zwecke angebrachten Ventils, indem der Dampf oder die comprimirte Luft aus dem Cylinder in die Röhren und von da aus dem geöffneten Ventile ins Freie entweicht.
Als Vortheile lassen sich anführen:
1. Billige und einfachste Construction;
2. Directe Hemmung ohne Uebersetzung und Hebelwerk.
3. Zweckmäfsigste Vertheilung der Reibflächen und Schonung aller in Wirksamkeit tretenden Theile, also geringe Abnutzung.
4. Gestattung jedes wünschenswerthen Kolbendurchmessers bei kleinstem Dampfverbrauch.
5. Leichte Anbringung unbeschadet der bestehenden Bremsen.
6. GröfsterEffect und höchste Kraftentwicklung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die directeste Uebertragung eines gegebenen Druckes für Bremszwecke, ohne kraftraubende Verschnürung, Verkettung, Kupplung oder Hebelwerke, wie beschrieben.
2. Die Ausübung des vollen Wagendrucks im ersten Moment der Bremsung, vermittelst der Bremsschienen b b auf die Geleiseschienen, anstatt auf die rohrenden Räder, wie beschrieben.
3. Die ganze Construction der Bremse, bestehend aus den Bremsschienen b b, den Schienen h k, in Verbindung mit dem Kolben a, wie beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE000000000539DA 1877-08-17 1877-08-17 Kontinuirliche Dampf- oder Luft-Kompressionsbremse Expired - Lifetime DE539C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE539T 1877-08-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE539C true DE539C (de)

Family

ID=70968619

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE000000000539DA Expired - Lifetime DE539C (de) 1877-08-17 1877-08-17 Kontinuirliche Dampf- oder Luft-Kompressionsbremse

Country Status (1)

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DE (1) DE539C (de)
  • 1877

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