DE1066225B - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H9/00—Brakes characterised by or modified for their application to special railway systems or purposes
- B61H9/006—Brakes for locomotives
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
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- B60T13/465—Vacuum systems for railway vehicles
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine pneumatische Bremseinrichtung, insbesondere für Eisenbahnzüge, deren
Wagen mittels Saugluft und deren Triebfahrzeuge mittels Druckluft gebremst werden. Bei derartigen
Bremsausrüstungen ist es erforderlich, eine Kopplung zwischen beiden Bremssystemen zu schaffen, um im
Pralle von beispielsweise im Wagenzug eingeleiteten Notbremsungen nicht nur die Saugluftbremsen,
sondern auch die Druckluftbremsen der Triebfahrzeuge zur Wirkung zu bringen.
Um diese Kopplung der Bremssysteme sicherzustellen, haben die Triebfahrzeuge im allgemeinen ein
direkt auf die Zugleitung der Vakuumbremse einwirkendes Führerbremsventil und als weitere Baueinheit
ein vakuumgesteuertes, als VD-Ventil bezeichnetes Relaisventil, das die Steuerungsvorgänge
von der Saugluft- auf die Druckluftbremsanlage überträgt.
Um eine leichtere Montage und eine größere Freizügigkeit in der räumlichen Anordnung des Führerbremsventils
zu erreichen, ist es bekannt, einen von dem Führerbremsventil überwachten, druckluftbeaufschlagten
Vorsteuerkreis vorzusehen und die sich in diesem abspielenden Vorgänge über ein Relaisventil
auf die Saugluftzugleitung zu übertragen, die ihrerseits mittels des VD-Ventils die Druckluftbremsen des
Triebfahrzeugs überwacht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine pneumatische Bremseinrichtung für das dargestellte
Verwendungsgebiet zu schaffen, die bei einfachstem Aufbau und trotz Weglassens des VD-Ventils doch die
Vorteile der verhältnismäßig komplizierten bekannten Anlage aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur gegenseitigen Kopplung der Saug- und
der Druckluftbremse ein von jedem dieser Bremssysteme pneumatisch steuerbares, deren Regelungsvorgänge
wechselseitig übertragendes Relaisventil vorgesehen ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Druckluftbremsanlage
vom Führerventil in der normalen Weise direkt überwacht werden kann, also kein Umweg
über die Saugluftbremsanlage und einen zusätzlichen Steuerkreis wie bei den bekannten Anlagen erforderlich
ist.
In der Ausbildung der Erfindung erweist es sich als vorteilhaft, das Relaisventil mit einem Kolbensystem
auszustatten, das aus zwei miteinander verbundenen, gleichachsig angeordneten, jeweils einerseits von
konstantem oder nahezu konstantem Druck und andererseits von den Drücken der Bremssteuerleitung
der Saug- bzw. der Druckluftbremse beaufschlagten Kolben besteht, und mit diesem Kolbensystem eine der
Druckluft- und eine der Saugluftbremsanlage zugehörige Überwachungseinrichtung zu betätigen.
Pneumatische Bremseinrichtung, insbesondere für Eisenbahnzüge
Anmelder:
Knorr-Bremse G. m. b. H., München 13, Moosacher Str. 80
Dr.-Ing. Friedrich Hildebrand, München, ist als Erfinder genannt worden
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischem Mittelschnitt dargestellt.
Von einer Bremssteuerleitung 1 der Druckluftbremsanlage des Triebfahrzeugs, auch Hauptluftleitung
genannt, führt eine Zweigleitung 5 und von einer Bremssteuerleitung 3 der Saugluftbremsanlage
der angehängten Wägen, meist Zugleitung genannt, eine Zweigleitung 7 zu einem Relaisventil 9. Die
Zweigleitung 7 mündet in eine Kolbenkammer 11, die gemäß der Abbildung nach unten durch ein aus einem
Ventilsitz 13 und einer mittels einer Feder 17 dagegengepreßten Doppelventilplatte 15 gebildetes Bremsventil
von einer mit Außenluft beaufschlagten Ventilkammer 19 abgetrennt ist. Andererseits begrenzt die Kolbenkammer
11 ein von einem Rohr 23 durchsetzter Kolben 21, dessen eines Ende einen der Doppelventilplatte 15
zugeordneten Ventilsitz trägt und dessen anderes Ende in einer die Oberseite des Kolbens 21 beaufschlagenden
Pumpenkammer 25 frei endigt. Ein Anschlußrohr 24 führt von der Pumpenkammer 25 zu
einer nicht dargestellten Vakuumquelle konstanter Druckhöhe. Der Kolben 21 trägt eine Kolbenstange 27,
die abgedichtet durch eine die Pumpenkammer 25 von einer Steuerkammer 29 trennende Wand 31 hindurchführt
und dort mit einem zweiten Kolben 33 fest verbunden ist. Über die Zweigleitung 5 steht die Steuerkammer
29 mit der Bremssteuerleitung 1 in Verbindung. Die Oberseite des Kolbens 33 wird von dem in
einem Druckluftbehälter 37 herrschenden Druck über eine Kolbenkammer 35 beaufschlagt. Vor dem Kolben 33
endigt in der Kolbenkammer 35 ein ein Anschlagstück 38 tragender Ventilstößel 39, der abgedichtet in einen
mit Außenluft beaufschlagten Raum 41 führt und dort mit der Ventilplatte 43 eines durch eine Feder 44 belasteten
Ventils 43, 45 verbunden ist, das den Luftdurchtritt aus einem Ventilraum 47 in den Raum 41
überwacht. Eine Leitung 49 verbindet den Ventil-
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raum 47 mit der Bremssteuerleitung 1 und eine weitere Leitung 51 diese über ein Rückschlagventil 53 mit dem
durch ein Sicherheitsventil 55 abgesicherten Druckluftbehälter 37. An die Bremssteuerleitungen sind die
üblichen, nicht zur Erfindung gehörenden und daher auch nicht dargestellten Apparate angeschlossen, wie
beispielsweise an die Leitung 1 ein Führerbremsventil sowie die Beaufschlagung der Druckluftbremszylinder
des Triebfahrzeugs überwachende Steuerventile und an die Leitung 3 die Saugluftbremszylinder der Wagen.
Selbstverständlich ist es möglich, durch Verwendung geigneter. Vorrichtungen, z. B. Schnellbremsventile,
lastabhängige Einrichtungen usw., die Bremsanlage den gegebenen Betriebsbedingungen in der üblichen
Weise anzupassen.
Die Wirkungsweise dieser Bremseinrichtung ist folgende:
Bei gelöster Bremse herrscht in der Druckluft-Bremssteuerleitung 1 der Regeldruck, der über die
Leitung 5 die Unterseite und über die Leitung 51 die Oberseite des Kolbens 33 beaufschlagt, so daß an
diesem Kräftegleichgewicht herrscht. Die Kraft der Feder 44 hält hierbei das Ventil 43, 45 geschlossen.
Das Kolbensystem 33, 21 nimmt die in der Abbildung dargestellte Lage ein, d. h., der Ventilsitz des Rohres
23 liegt auf der durch die Feder 17 gegen den Ventilsitz 13 gepreßten Doppelventilplatte 15 auf. Bei einer
leichten Undichtigkeit in der Saugluft-Bremssteuerleitung 3 steigt der Druck in der Kolbenkammer 11 an,
und das Kolbensystem hebt sich etwas, so daß durch das Rohr 23 die eingedrungene Luft über die Leitung
24 abgesaugt wird.
Bei einer Bremsung wird mittels des Führerbremsventils der Druck in der Bremssteuerleitung 1 gesenkt,
so daß auch der Druck in der Steuerkammer 29 sinkt, während er auf der anderen Seite des Kolbens 33 infolge
des sich schließenden Rückschlagventils 53 in voller Höhe erhalten bleibt. Das Kolbensystem 21, 33
senkt sich also, das Ventil 23, 15 bleibt geschlossen, aber das Bremsventil 13, 15 öffnet sich, so daß aus der
Kammer 19 Luft sowohl in die Kolbenkammer 11 als auch in die Saugluft-Bremssteuerleitung 3 eindringt
und auch die Saugluft-Bremsanlage zum Ansprechen bringt.
Sobald der Differenzdruck zu beiden Seiten des Kolbens 21 genügend angewachsen ist, hebt sich das
Kolbensystem wieder in seine Abschlußstellung, in der sämtliche Ventile geschlossen sind. Bei weiterem
Bremsen wiederholen sich diese Vorgänge.
Sollen die Bremsen wieder gelöst werden, so muß in die Bremssteuerleitung 1 wieder der ursprüngliche
Regeldruck eingesteuert werden. Am Kolben 33 herrscht dann wieder Kraftgleichheit, und der in der
Kolbenkammer 11 herrschende Überdruck hebt das Kolbensystem bis zum Anlegen an den Anschlag 38.
Das Bremsventil 13, 15 schließt, und das Ventil 15, 23
öffnet sich hierbei, so daß aus der Saugluft-Bremssteuerle.itung
3 auf dem bereits beschriebenen Weg Luft abgesaugt wird, bis auch die Saugluftbremsen
wieder gelöst sind.
ίο Bei einer über die Saugluft-Bremssteuerleitung der
Wagen eingeleiteten Bremsung, z. B. beim Betätigen eines Notbremsventils, steigt der Druck in der Kolbenkammer
11 rasch an, und das Kolbensystem bewegt sich infolgedessen aufwärts. Da über das Rohr 23 eine
geringere Luftmenge abgesaugt wird, als über die Zweigleitung 7 hierbei in die Kolbenkammer 11 einströmt,
baut sich zu beiden Seiten des Kolbens 21 trotz geöffneten Ventils 15, 23 eine Druckdifferenz auf.
Nach Anlage an das Anschlagstück 38 hebt das Kolbensystem über den Stößel 39 die Ventilplatte 43
von ihrem Sitz ab, so daß aus der Druckluft-Bremssteuerleitung 1 über die Leitung 49 und den Ventilraum
47 Druckluft ins Freie abgeblasen wird und auch die Druckluftbremsen des Triebfahrzeugs ansprechen.
Durch die Wahl der Größe und des Verhältnisses der Kolbenflächen zueinander kann die Stufbarkeit
und die Empfindlichkeit des Relais\rentils bestimmt
werden.
Claims (2)
1. Pneumatische Bremseinrichtung, insbesondere für Eisenbahnzüge, deren Wagen mittels Saugluft
und deren Triebfahrzeuge mittels Druckluft gebremst werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur
gegenseitigen Kopplung der Saug- und der Druckluftbremse ein von jedem dieser Bremssysteme
pneumatisch steuerbares, . deren Regelvorgänge wechselseitig übertragendes Relaisventil (9) vorgesehen
ist.
2. Pneumatische Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relaisventil
(9) ein Kolbensystem aufweist, das aus zwei miteinander verbundenen, gleichachsig angeordneten
Kolben (21 und 33) besteht, die jeweils einerseits von konstantem oder nahezu konstantem
Druck und andererseits von den Drücken der Bremssteuerleitung (1 bzw. 3) der Druck- bzw.
Saugluftbremseinrichtung beaufschlagt sind, um eine der Druckluft- und eine der Vakuumbremsanlage
zugehörige Überwachungseinrichtung (43, 45 bzw. 13, 15) zu betätigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
630/8 9. 59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1066225B true DE1066225B (de) | 1959-10-01 |
Family
ID=592375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1066225D Pending DE1066225B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1066225B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157253B (de) * | 1960-03-26 | 1963-11-14 | Knorr Bremse Gmbh | Bremsventil fuer Eisenbahnzuege |
| WO2019137892A1 (de) * | 2018-01-12 | 2019-07-18 | Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Vorrichtung und verfahren zur realisierung kontrollierter reaktionen bei einer systemstörung |
| US11834017B2 (en) | 2018-01-12 | 2023-12-05 | Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Device and method for realizing controlled reactions in the event of a system malfunction |
-
0
- DE DENDAT1066225D patent/DE1066225B/de active Pending
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| DE1157253B (de) * | 1960-03-26 | 1963-11-14 | Knorr Bremse Gmbh | Bremsventil fuer Eisenbahnzuege |
| WO2019137892A1 (de) * | 2018-01-12 | 2019-07-18 | Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Vorrichtung und verfahren zur realisierung kontrollierter reaktionen bei einer systemstörung |
| KR20200103828A (ko) * | 2018-01-12 | 2020-09-02 | 크노르-브렘제 시스테메 퓌어 쉬에넨파쩨우게 게엠베하 | 시스템 장애 시 제어 반응을 구현하기 위한 장치 및 방법 |
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