DE523036C - Verfahren zur Foerderung von Massenteilen durch einen ringfoermigen, von aussen heizbaren Gluehraum mit senkrechter Achse sowie Ofen zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Foerderung von Massenteilen durch einen ringfoermigen, von aussen heizbaren Gluehraum mit senkrechter Achse sowie Ofen zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
- Verfahren zur Förderung von Massenteilen durch einen ringförmigen, von außen heizbaren Glühraum mit senkrechter Achse sowie Ofen zur Durchführung des Verfahrens Es siticl üfen für 1:Lassenteile bekannt, bei welchen das Glühgut zwangsläufig, und zwar entweder ,durch Förderschnecken oder durch eine oszillierende Kippbewegung des Ofens durch den Heizraum geführt wird.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur zwangsläufigen Förderung von vorzugsweise zylindrischen Massenteilen, durch einen Glühofen, dessen Glühraum in bekannter Weise in den Spalt bzw. Ringraum zwischen einem äußeren und einem inneren heizbaren Rotationskörper mit senkrechter oder annähernd senkrecht liegender Achse besteht. Erfindungsgemäß werden die Werkstücke durch Drehung des inneren oder äußeren, mit in den Spalt hineinragenden Mitnehrnern versehenen Drehkörpers zwangsl»iufig und einzeln so durch :den Glühraum geführt, daß sie einzelne Etagen nacheinander durchlaufen oder auf einer spiralig verlaufenden Bahn vorgeschoben werden.
- Der Zweck dieser Anordnung ist, die Werkstücke einzeln so zu fördern, daß sie sich nicht berühren und dabei in dem verhältnismäßig engen Glühraum allseitig der Glühwirkung ausgesetzt werden. Es ist daher zweckmäßig, die beiden Rotationskörper kegelig auszuführen, damit die Werkstücke an den schrägen Wänden anliegen und abrollen können. Der Spalt erhält dabei eine solche Breite, daß die Werkstücke sich in ihm leicht bewegen können.
- Die Abb. i bis d. zeigen zwei Ausführungsbeispiele, an denen noch einige besonders zweckmäßige Einrichtungen getroffen sind, -die im folgenden beschrieben werden und weitere Bestandteile der Erfindung bilden.
- Die Ab.b. i und 2 stellen in Aufriß und Grundriß einen Glühautomaten dar, ,dessen Glühraum der Spalt ist, welcher zwischen einem inneren, drehbaren. zylindrischen Körper i und einem äußeren, feststehenden, hohlzylindrischen Körper 2 gebildet wird. Beide Körper oder auch nur einer von ihnen kann die hier nicht dargestellten Heizkörper für Elektrizität oder Gas enthalten, die in den Wänden der mit einer wärmehaltenden Schicht versehenen Zylinderkörper untergebracht sein können. Art und Anordnung der Heizkörper ist für den Gegenstand der Erfindung umwesentlich. Zweckmäßig werden sie natürlich in nächster Nähe des Glühratuns verlegt. Die Massenteile 4, die zylindrische Forte besitzen, werden,dein Glühraum durch eine Einfallöffnung 3 zugeführt und fallen auf die an der Innenwand des hohlen Außenzylinders 2 etagenweise angeordneten, von außen in den Glühraum hineinragenden, waagerechten Führungsbahnen 5', 5", 5"' usw. An der Außenwand des drehbaren ?linenzylinders i sind die Mixnehmer 6', C", (i"' usw. in Gestalt von axial verlaufenden Streifen angeordnet, die von innen in den Glühraum hineinragen 111i,#1 die Werkstücke auf den waagerechten Führungsbahnen usw. verschieben. Nachdem die Werkstücke eine der Führungsbahnen durchlaufen haben, fallen sie durch eine der Öffnungen 7', 7" usw., die beliebig gegeneinander versetzt sind, zur nächsten Führungsbahn und gelangen schließlich zum Ausfallrohr 8, welches unmittelbar in das Kühlbad münden kann.
- Die Abb. 3 und ,4 zeigen eine besonders zweckmäßige Ausführungsform. Hier ist der innere Körper io als feststehender Kegelstumpf mit nach unten gerichteter Verjüngung ausgebildet und oben bei i i zylindrisch abgesetzt, M=ährend der äußere Körper 12 einen entsprechend jeformten Hohlkegelstumpf bildet und drehbar ist. Der innere feststehende Teil trägt die in den Spalt hineinreichenden, spiraligen Führungsbahnen 13 für die Werkstücke, der äußere die ebenfalls in den Spalt hineinreichenden 1\titnehmer i4.. Bei 15 sind,die Heizkörper angedeutet, deren Art und Anordnung wiederum ohne Belang für die Erfindung ist. '\Vesentlich ist dagegen, daß man bei dieser Ausführungsform, bei welcher die Zuführung der Werkstücke von oben durch eine später beschriebene Umsatzscheibe i7 erfolgt, für die Einführung der Teile am oberen, dickeren Ende des Kegels einen erweiterten Abstand der M.itnehnier und - durch das zylindrische Absetzen des inneren Kegels - eine Erweiterung des Spaltes in radialer Richtung erhält.
- Die Einführung der Werkstücke könnte bei dieser Anordnung auch von unten her erfolgen; zweckmäßig würde inan die Spitze :les Kegels nach oben und den zylindrischen Absatz des inneren Körpers nach unten verlegen.
- Das Beispiel zeigt auch noch an sich bekannte, besondere Einrichtungen, welche einen weitgehenden Luftabschluß bei der Zu- und Abfuhr der Werkstücke herbeiführen.
- Zu diesem Zwecke ist die zur Zuführung der einzelnen zylindrischen Werkstücke 1ö dienende rotierende Umsatzscheibe 17, die in an sich bekannter Weise mit den Durchbohrungen 18 zur Aufnahme der Werkstücke versehen ist, nach oben hin durch eine feststehende Platte i9 abgedeckt, in der nur eine einzige Einfallö ftnung 2o vorgesehen ist. Unterhalb der z. B. mit denn rotierenden Außenkörper 12 verbundenen UUisatzscheibe 1; ist eine weitere feststehende Platte 21 angeordnet, welche als "Zwischenboden finit einer einzigen Öffnung 22 versehen ist und den Glührauen im übrigen nach oben hin abschließt. Die U'erkstücke in den einzelnen Kaniniern 18 der sich drehenden Scheibe 17 schleifen während des größten Teiles ihres Weges mit ihrer Unterseite auf ;leni 7,wischenboden und fallen dann durch die Öffnung 22 in den Glühraum. Diese Öffnung 22 ist an einer von der Zuführungsstelle 2o entfernten Stelle angeordnet: das Eindringen der Frischluft von oben her ist daher auf ein Mindestmaß beschränkt.
- Durch eine Vervielfachung des Zwischenbodens 21 kann noch eine Verbesserung des oberen Luftabschlusses erreicht werden.
- Um von unten her jeden Zustrom von Luft zu verhindern, ist der Glührauen durch einen mit Öl o. dgl. gefüllten Behälter 23 luftdicht verschlossen, der zugleich das Drucklager 2¢ für den rotierenden Körper 12 aufnimmt; außerdem ist .das Ausfallrohr 25, durch welches die Werkstücke den Glühraum in an sich bekannter Weise verlassen, bis unterhalb der Oberfläche des Kühlbades-26 geführt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur zwangsläufigen Förderung von vorzugsweise zylindrischen Massenteilen durch einen ringförmigen. von außen heizbaren Glühraum mit senkrechter Achse, durch welchen das Glühgut infolge der Drehung der inneren oder äußeren Glühraumwandung von oben nach unten wandert, dadurch gekennzeichnet, daß Mitnehmer, welche von der inneren oder von der äußeren Wandung aus in den Glühraum ragen, die zu glühenden Teile einzeln entweder über etagenförmig untereinander angeordnete und mit Durchfallöffnungen versehene oder über spiralig verlaufende Herdsohlen schiebt.
- 2. Ringförmiger Glühraum zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichbleibendem Ringquerschnitt die Ringdurchmesser von oben nach unten abnehmen.
- 3. Glühraum nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Kegelkörper an seinem dickeren oberen Ende zylindrisch abgesetzt ist. d.. Obere Luftabschlußvorrichtung für den Glühraum nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch einen Zwischenhoden mit einer einzigen Durchfallöffnung, zu welcher die Werkstücke aus einer sich drehenden, über den Zwischenboden liegenden Zuführungsplatte, die mit in bekannter Weise angeordneten Kaininern für die einzelnen Werkstücke versehen ist, gelangen, wobei die Zuführung der Werkstücke zu den Kaimnern der Platte an einer von der genannten Durch-
ftilli'>ftnuiig entfernten Stelle von oben Tier erfolgt, «-idirend die übrigen Kammern der Platte durch eine feststehende Ab- cleckung nach oben lein abgeschlossen sind. ;. Untere Abschlußvorrichtung für den Glühraum nach Anspruch 2 und 3, äe- kennzeichnet durch einen init 01 gefüll- ten Behälter, der gleichzeitig das Druck- lager für deii ,drehbaren Ofenteil auf- nimmt.
Priority Applications (1)
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| DE523036C true DE523036C (de) | 1931-04-21 |
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Family Applications (1)
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| DEW79094D Expired DE523036C (de) | 1928-04-14 | 1928-04-14 | Verfahren zur Foerderung von Massenteilen durch einen ringfoermigen, von aussen heizbaren Gluehraum mit senkrechter Achse sowie Ofen zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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1928
- 1928-04-14 DE DEW79094D patent/DE523036C/de not_active Expired
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