DE527548C - Verfahren zum Herstellen von Druckerwalzen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von DruckerwalzenInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Druckerwalzen Die allgemein bekannten Walzen mit Lederüberzug sind an sich für den Druckereibetrieb sehr geeignet, weil das Leder widerstandsfähig ist und die Farbe aufnimmt. Sie haben aber den großen Nachteil, daß sie sich nicht in genau zylindrischer Form herstellen lassen und daß sich im Gebrauch eine Dehnung des überzuges ergibt, der ein Nacharbeiten der Walzen möglich macht und zu Störungen Veranlassung gibt. Man ist daher vielfach zur Anwendung von Massewalzen übergegangen, deren genaue Formgebung keinerlei Schwierigkeiten macht. Im übrigen haben aber die Massewalzen den Fehler, daß sie nur eine geringe Widerstandsfähigkeit besitzen und die Farbe nicht aufsaugen können. Der zunehmende Gebrauch von Massewalzen beruht somit lediglich darauf, daß es trotz aller Bemühungen nicht gelungen ist, eine einwandfreie Lederwalze herzustellen. Der Versuch, die Lederhülle anstatt durch eine Naht durch Kitten zusammenzuschließen, hat die Sachlage nicht geändert, zumal die bisherigen Kittverbindungen den Beanspruchungen beim Arbeiten und beim Reinigen der Walze nicht gewachsen sind.
- Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Herstellen von Lederwalzen für den Druckereibetrieb, welches ein einwandfreies Erzeugnis ergibt. Nach der Erfindung werden die Ränder der Lederhülle ebenfalls durch Kitten zusammengeschlossen, aber es wird dabei eine neuartige Verbindung benutzt, und außerdem werden sowohl der Walzenkörper und auch das zur Herstellung des Überzuges dienende Lederstück zunächst einer Vorbehandlung unterzogen.
- Während bisher der eigentliche Walzenkörper zunächst mit einer aufgenähten Stoffauflage belegt und dann hierüber der ebenfalls genähte Lederschlauch gezogen wurde, wird nach der Erfindung zunächst ein völlig zylindrischer Körper dadurch hergestellt, daß nach dem Überziehen des Walzenkörpers mit einer Stoffauflage diese genau zylindrisch abgedreht bzw. abgeschliffen wird. Um das in guter Weise zu ermöglichen, verwendet man als Stoffauflage zweckmäßig einen Filzstreifen, der in schraubenförmiger Bahn auf den Walzenkörper aufgewickelt wird. Eine derartige Auflage läßt sich zu einem völlig zylindrischen Körper abschleifen, und er bildet die Grundlage zu einer einwandfreien zylindrischen Lederwalze.
- Das Lederstück, aus welchem die Hülse gebildet wird, wird zunächst sowohl in der Breite wie in der Länge derart gestreckt, daß eine Dehnung beim Gebrauch der Walze nicht mehr eintreten kann. Sodann werden die Längsränder durch eine Kittstelle verbunden, die so verlaufen, daß von außen nach innen zunächst eine wesentlich senkrechte Stoßstelle vorhanden ist und an diese sich eine Überlappung der beiden Teile anschließt. Die Überlappung sichert den völlig sicheren Zusammenschluß des Lederschlauches. Die äußere, wesentlich senkrechte Stoßstelle sichert dagegen ein einwandfreies Verhaltender Walze beim Arbeiten und beim Reinigen und ferner eine weitgehende Abnutzbarkeit.
- Der in der angegebenen Weise hergestellte Lederschlauch, dessen innerer Durchmesser etwas geringer sein soll als der äußere Durchmesser des vorbereiteten Walzenkörpers, wird nunmehr zunächst an der Innenseite mit einer Isoliermasse imprägniert und dann über diesen gezogen und in Zugspannung an den Enden befestigt. Das Tränken der Innenschicht des Lederschlauches verhindert einen Übergang von Farbe in die Stoffauflage. Es wird dadurch das Reinigen der Walzen erleichert und ihre Lebensdauer verlängert. Der fertige Schlauch wird schließlich ebenfalls nochmals abgedreht oder abgeschliffen. Die in der angegebenen Weise hergestellten Lederwalzen sind im Gebrauch dauernd völlig zylindrisch und erfordern kein Nacharbeiten. Sie entsprechen in bezug auf genaue Form durchaus den Massewalzen, übertreffen diese aber in allen anderen Eigenschaften. Gegenüber den genähten Lederwalzen bieten sie, abgesehen von den schon genannten Vorzügen, noch den Vorteil, daß sie eine weit größere Abnutzung vertragen als jene. Die Innernnähte gestatten nur eine Abnutzung bis auf etwa ein Drittel der Lederstärke, während die der Erfindung gemäß gekitteten Walzen noch brauchbar sind, wenn sie mehr als zur Hälfte abgenutzt sind.
- Als Kleb- und Isoliermittel für den Lederschlauch werden Stoffe verwendet, die sich indifferent gegen Öl, Ölsäure, Fett, Benzin, Benzol, Petroleum und Terpentin verhalten, wie beispielsweise Leim, Casein, Kleb- und Isoliermittel und Zellstofflösungen. Da die Beanspruchung und Verwendung der Walze verschiedenartig ist, haben sich auch die verschiedenen Mittel im Betriebe gut bewährt. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Walze dargestellt. Es zeigen Abb. t den filzüberzogenen Walzenkörper, Abb. z eine Seitenansicht der fertigen Walze teilweise im Schnitt, Abb. 3 einen dazugehörigen Querschnitt, Abb. q. eine Kittstelle im vergrößerten Maßstabe.
- Der Walzenkörper a ist zunächst mit dem in Schraubenlinienform aufgewickelten Filzstreifen b belegt, der nach dem Befestigen zylindrisch abgeschliffen wird. Auf diesen Körper wird dann der Lederschlauch c gezogen, der an der Innenschicht, also bei d, mit einer Isoliermasse getränkt ist, welche ein Durchdringen der Farbe in die Filzauflage verhindert. Die Kittstelle besteht aus der äußeren, wesentlich senkrecht verlaufenden Stoßstelle e und der Überlappung f. Der Lederschlauch c, dessen innerer Durchmesser etwas kleiner ist als der äußere Durchmesser des Filzbelages b, wird unter starker Zugspannung über den Filzbelag b gezogen und unter Spannung an den Enden der Walze befestigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Druckerwalzen; die aus einem mit Stoff überzogenen Walzenkörper und einem an den Stoßstellen zusammengekitteten Lederüberzug bestehen; dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Filzstreifen spiralförmig auf den Walzenkörper aufgewickelt und abgedreht oder. abgeschliffen wird, dann ein gekitteter, an der Innenseite mit einer Isoliermasse getränkter Schlauch aus gerecktem Leder, . dessen Kittstelle eine äußere, wesentlich senkrechte Stoßstelle (e) und eine innere Verlappung (f) aufweist, übergezogen, befestigt und ebenfalls abgedreht und abgeschliffen wird.
Priority Applications (1)
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| DE527548C true DE527548C (de) | 1931-06-18 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE527548C (de) |
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1929
- 1929-02-06 DE DEJ37048D patent/DE527548C/de not_active Expired
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