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DE511913C - Arbeitsverfahren fuer in vier oder mehr als vier Takten arbeitende Dieselmaschinen - Google Patents

Arbeitsverfahren fuer in vier oder mehr als vier Takten arbeitende Dieselmaschinen

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Publication number
DE511913C
DE511913C DESCH87291D DESC087291D DE511913C DE 511913 C DE511913 C DE 511913C DE SCH87291 D DESCH87291 D DE SCH87291D DE SC087291 D DESC087291 D DE SC087291D DE 511913 C DE511913 C DE 511913C
Authority
DE
Germany
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air
stroke
working
charge
working cylinder
Prior art date
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Expired
Application number
DESCH87291D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE511913C publication Critical patent/DE511913C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/22Four stroke engines
    • F02B2720/223Four stroke engines with measures for charging, increasing the power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Arbeitsverfahren für in vier oder mehr als vier Takten arbeitende Dieselmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Dieselmaschinen, die nach einem vier oder mehr als vier Takte umfassenden Arbeitsverfahren arbeiten, wie z. B. Sechstakt-, Achttaktmaschinen usf. -Die Erfindung besteht darin, daß der Arbeitszylinder am Ende des Verbrennungshubes mit Frischluft gespült und in einem bereits einen Verbrennungshub (Arbeitshub) ermöglichenden Ausmaß geladen wird und diese Spülluftladung, die nur den kleineren Teil der ganzen in einem Arbeitsspiel verarbeiteten Luftladung bildet, im Verein mit während der folgenden Hübe des Arbeitsspiels geforderter N achladeluft im Arbeitszylinder während des letzten, der Verbrennung vorangehenden Hubes verdichtet wird.
  • Das Arbeitsverfahren gemäß der Erfindung ermöglicht, die Leistung solcher Dieselmaschinen zu erhöhen und gleichzeitig die Vorteile der Mehrtaktmaschinen bezüglich Brennstoffeinführung sowie Zerstäubung besonders bei hohen Drehzahlen auszunutzen. Das Arbeitsverfahren hat für eine Viertakt- und Mehrtaktmaschine die Wirkung, daß die Maschine mehr Luft verarbeitet als eine Zweitaktmaschine. Die dadurch erzielte Leistungssteigerung ist größer, als proportional der Leistung einer Zweitaktmaschine entsprechen würde. Denn bei einer Zweitaktmaschine wird ein Teil der Ladeluft mit den Verbrennungsgasen ausgespült, wodurch dieser Teil für die Arbeitsleistung verlorengeht. Diese Wirkung tritt bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nur bei der ersten Ladung, der Spülluftladung, auf, welche aber nur den kleinen Teil der Gesamtladung beim Arbeiten in Vier- oder Mehrtakt bildet, nicht aber auch bei den nachfolgenden Nachladungen des Arbeitszylinders, welche den übrigen Teil der Gesamtladung bilden helfen, so daß bei den der ersten Ladung - d. i. der Spülluftladung - folgenden ?#-,achladungen Arbeitsverluste infolge von Luftverlusten vermieden werden.
  • Die Leistung kann gemäß der Erfindung noch weiter dadurch gesteigert werden, daß auch der Arbeitskolben zur Luftansaugung in den Arbeitszylinder ausgenutzt wird und durch diese Luftmenge die vom Ladeverdichter während der Spülung und den darauffolgenden Nachladungen des Arbeitszylinders gelieferte Luftmenge vergrößert wird.
  • Das Arbeitsverfahren gemäß der Erfindung befähigt auch die Maschine nach Belieben mit verschiedener Taktzahl zu laufen, z. B. eine Viertaktmaschine auch als Zweitaktmaschine oder eine Sechstaktmaschine als Zweitaktmaschine oder Viertaktmaschine usf. Dies hat den Vorteil, daß man die Maschine bei solchen Drehzahlen, bei welchen der Mehrtakt die Brennstoffeinführung und Zerstäubung begünstigt, im Mehrtakt laufen lassen kann, während man in jenen Belastungsgebieten, bei welchen der mit einer geringeren Taktzahl oder im Zweitakt arbeitende Motor Vorteile bietet, auf diese Arbeitsweise übergeht und dadurch die bestmöglichen Arbeitsverhältnisse schafft. Diese Fähigkeit bietet auch ein Mittel zur Erleichterung des Anlassens von Viertakt- und Mehrtaktmaschinen, indem diese als Zweitaktmaschine angelassen und dann auf die normale Taktzahl umgeschaltet werden können, wobei diese Umschaltung auf die normale Taktzahl bei Maschinen, die nach einem mehr als vier Takte umfassenden Arbeitsverfahren laufen, unmittelbar oder stufenweise erfolgen kann.
  • In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungen des Erfindungsgedankens dargestellt.
  • Abb. i bis 3 sind drei verschiedene Ausführungsbeispiele einer Maschine gemäß der Erfindung.
  • Abb. q. zeigt das Diagramm der Maschine nach Abb. i beim Arbeiten im Sechstakt. Abb.5 zeigt das Diagramm der Maschine nach Abb. i, wobei die Maschine nur die vom Verdichter erzeugte Luft verarbeitet.
  • Abb. 6 zeigt eine Ausführungsforum, bei welcher der Arbeitszylinder nur mit Luft geladen wird, die von der Luftpumpe gefördert wird.
  • Abb.7 und 8 veranschaulichen den Druckverlauf im Arbeitszylinder bei der Maschine nach Abb. 6.
  • Abb. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die im Arbeitszylinder zur Verbrennung verwendete Luft sowohl durch Luftansaugung in den Arbeitszylinder als auch durch die Ladeluftpumpe geliefert wird.
  • Abb. io zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem Arbeitszylinder und Ladeluftpumpe ein gemeinsames Luftansaugeventil besitzen.
  • Abb. iia und iib zeigen eine Detaileinrichtung der Steuerung.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. i ist i der Arbeitszylinder, 2 der Arbeitskolben, 3 der Verdichterzylinder, q, der Verdichterkolben, 5 das Saugventil des Verdichters, 6 das Druckventil des Verdichters, 7 das Auspuffventil des Arbeitszylinders, 8 das Uberströmventil vom Arbeitszlinder zu einem Behälter 9 bzw. umgekehrt.' Der Verdichter ist durch eine an das Druckventil 6 angeschlossene Leitung 12 mit dem Arbeitszylinder verbunden.
  • Der Arbeitszylinder besitzt außer den in die Abbildung eingezeichneten Ventilen 7 und 8 auch noch ein in die Abbildung nicht eingezeichnetes Saugventil. Das Nadelventil io dient zur Brennstoffeinführung in den Arbeitszylinder.
  • Der nach diesem Ausführungsbeispiel ausgeführte Motor kann j e nach der Stellung der Steuerung sowohl nach dem Zweitakt wie auch nach dem Viertakt oder Sechstakt oder einem anderen Mehrtakt arbeiten.
  • Die Wirkungsweise ist also von der Taktzahl abhängig, mit welcher der Arbeitszylinder arbeiten soll.
  • Beim Arbeiten im Zweitakt ist der Vorgang folgender: Der Arbeitskolben geht aus seiner oberen Totpunktstellung nach unten, während der Verdichterkolben sich ebenfalls von seiner oberen Totpunktstellung ausgehend nach unten bewegt. Im Arbeitszylinder findet während dieses Hubes Verbrennung und Expansion statt, während im Verdichterzylinder die Luft verdichtet und gegen Ende des Hubes durch das Druckventil 6 in das Rohr 12 ausgeschoben wird. Bevor der Arbeitskolben die in der Zylinderwand befindlichen Schlitze ii öffnet, wird das Auspuffventil ? geöffnet, so daß die Verbrennungsgase entspannt werden. Nach Öffnung der Zylinderschlitze ii strömt Luft vom Verdichter bzw. vom Rohre ia durch das Druckventil 6 und das Verbindungsrohr 12 durch die Schlitze ii in den Arbeitszylinder und drückt die noch in diesem befindlichen entspannten Verbrennungsgase durch das Auspuffventil ? ins Freie. Beim nächsten Hub geht der Kolben 2 nach oben; es findet Verdichtung im Arbeitszylinder statt. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben q. ebenfalls nach oben und saugt durch das Saugventil 5 frische Luft an. Beim Arbeiten im Zweitat kommt also das in die Abbildung nicht eingezeichnete Saugventil des Arbeitszylinders überhaupt nicht zur Wirkung, und es wird dementsprechend nur jene Luftmenge im Arbeitszylinder aufgearbeitet, welche vom Verdichter geliefert wird.
  • Das Arbeiten desselben Motors zum Beispiel im Sechstakt ist folgendes: Erster Takt bzw. erster Hub: Der Arbeitszylinderkolben bewegt sich von oben nach unten, und es erfolgt im Zylinder Verbrennung und Expansion. Gleichzeitig bewegt sich auch der Verdichterkolben von oben nach unten und verdichtet die vorher angesaugte Luft.
  • In der Nähe des unteren Totpunktes, bevor der Arbeitskolben die in der Zylinderwand befindlichen Schlitze ii öffnet, wird das Auspuffventil ? geöffnet, und die Verbrennungsgase strömen aus dem Arbeitszylinder ins Freie; es findet eine Entspannung dieser Gase im Zylinder statt. Gleich danach werden die Schlitze ii durch den Kolben 2 geöffnet, wodurch Luft durch diese Schlitze in den Arbeitszylinder strömt und den letzteren von den Verbrennungsgasen reinigt.
  • Zweiter Hub: Die Kolben 2 und q. bewegen sich nach oben; im Arbeitszylinder findet Verdichtung statt; da aber gegen Ende des Hubes das Überströmventil 8 geöffnet wird, wird die verdichtete Luft in den Behälter 9 gefördert.
  • Während dieses Hubes saugt der Verdichterkolben q. frische Luft durch das Saugventil 5 an. Dritter Hub: Während der Arbeitsbewegung saugt der Arbeitskolben 2 durch das in die Abbildung nicht eingezeichnete Saugventil frische Luft in den Arbeitszylinder, während der ebenfalls sich nach abwärts bewegende Kolben q die vorher angesaugte Luft verdichtet und in das Rohr 12 ausschiebt. Gegen Ende des Hubes öffnet Kolben 2 - nachdem vorher das in die Abbildung nicht eingezeichnete Saugventil des Arbeitszylinders geschlossen wurde - die Schlitze ii, und es wird die vom Arbeitskolben angesaugte Luft durch die vom Verdichter geförderte und durch die Schlitze ii einströmende Luft vermehrt, der Arbeitszylinder also von letzterer Luftmenge überladen.
  • Vierter Hub: Während dieses Hubes wird ebenso wie während des zweiten Hubes die im Arbeitszylinder befindliche Luft in den Behälter 9 gepreßt und im VerdichterfrischeLuft angesaugt.
  • Fünfter Hub: Der Verlauf dieses Hubes gleicht vollkommen dem dritten Hube. Sechster Hub: Der Arbeitskolben 2 bewegt sich nach oben und komprimiert die Luft bis zu einem gewünschten Grad (dem Grad der Vorverdichtung), welcher durch den Hubteil festgesetzt ist, welchen der Kolben während dieser Verdichtung bestreicht. Diese Vorverdichtung kann aber auch gleich Null sein bzw. wegbleiben. Nach erfolgter Vorverdichtung bzw. bei Wegbleiben derselben, nach erfolgtem Abschlusse der Schlitze ii, wird das Ventil 8 geöffnet; die während der früheren zwei Ladehübe in den Behälter 9 gepreßte Luft strömt in den Arbeitszylinder zurück, so daß derselbe mit einem Mehrfachen - theoretisch mit dem Fünffachen - jener Luftmenge gefüllt ist, die ihn bei atmosphärischem Drucke ausfüllen würde. Das Ventil 8 wird nach einer entsprechend bemessenen kurzen Eröffnungszeit geschlossen, und während der weiteren Aufwärtsbewegung des Kolbens 2 erfolgt die endgültige Verdichtung bis zu jenem Enddrucke, bei welchem die Verbrennung stattfinden soll.
  • Während dieses Hubes saugt Verdichterkolben q. Luft in den Verdichtungszylinder. Wenn der Motor im Viertakt arbeiten soll, dann werden die Ventile 7 und 8 so gesteuert, daß nach dem ersten und zweiten Hub gleich der beim Sechstaktmotor als fünfter und sechster Hub beschriebene Vorgang erfolgt.
  • Es hängt also nur von der Steuerung der bezeichneten Ventile ab, ob der Motor im Zweitakt, Viertakt, Sechstakt oder Mehrtakt arbeitet. Durch eine Verstellung, z. B. Verschiebung oder irgendwie anders durchgeführte Verstellung der Steuerwelle, kann daher erreicht werden, daß der Motor zeitweilig und nacheinander nach verschiedenen Taktzahlen arbeitet.
  • Die im Arbeitszylinder im Falle des Arbeitens des Motors nach dem Sechstakt entstehenden Drücke sind in Abb. q. derart dargestellt, daß die sechs Takte nacheinander auf die Abszissenachse aufgetragen wurden, während die Ordinaten den jeweils im Arbeitszylinder herrschenden Druck darstellen.
  • Die zeitweilige Lagerung der Verbrennungsluft kann auch im Arbeitszylinder selbst erfolgen. In diesem Falle fällt der Behälter 9 und das Ventil 8 weg. Im Gegensatz zur früher beschriebenen Arbeitsweise, bei welcher nicht nur die vom Verdichter, sondern auch die vom Arbeitskolben angesaugte Luft verarbeitet wird, kann im Falle der Lagerung der Luft im Arbeitszylinder selbst nur die vom Verdichter gelieferte Luft verarbeitet werden, da im Arbeitszylinder während aller Hübe ein größerer Druck herrscht als der Druck der äußeren Atmosphäre, ein Ansaugen von Luft also nicht erfolgen kann.
  • Die in diesem Falle im Arbeitszylinder herrschenden Drücke sind in Abb. 5 für einen im Sechstakt arbeitenden Motor dargestellt. Während der einzelnen nacheinander erfolgenden Hübe reihen sich folgende Zustandsänderungen im Arbeitszylinder aneinander: Erster Hub: Verbrennung und Expansion, bis durch Öffnung des Ventiles 7 die Entspannung der Verbrennungsgase und gleich danach nach Eröffnung der Schlitze ii die Ausspülung des Zylinders durch die durch den Verdichter während eines Hubes gelieferte Luft erfolgt.
  • Zweiter Hub: Verdichtung der Füllung. Dritter Hub: Expansion der Füllung, bis bei geschlossenem Auspuffventil nach Eröffnung der Schlitze die zweite Ladung erfolgt.
  • Vierter Hub: Verdichtung der doppelten Ladung.
  • Fünfter Hub: Expansion der doppelten Ladung, bis nach Eröffnung der Schlitze ii die dritte Ladung erfolgt.
  • Sechster Hub: Verdichtung der dreifachen Ladung, an deren Ende der bei der Verbrennung gewünschte Enddruck entsteht.
  • Dieser Motor kann ebenso wie der vorhin beschriebene Motor im Zweitakt-Viertakt-Sechstakt oder nach einem noch mehr als sechs Takte umfassenden Arbeitsverfahren arbeiten, und die zur Veränderung der Taktzahl notwendige Vorkehrung besteht einfach darin, daß die Steuerwelle verschoben oder auf irgendeine andere Art das Auspuffventil und das Brennstoffeinspritzventil nach jeder Umdrehung oder nach jeder zweiten bzw. dritten Umdrehung der Motorwelle geöffnet wird.
  • In Abb. 2 ist eine zweite beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens dargestellt. Der Unterschied gegenüber der in Abb. i bezeichneten Ausführung besteht darin, daß hier'ein Differentialkolben 13 als Arbeits- und Verdichterkolben dient und daß das Auspuffventil 1q. am Hubende angeordnet und durch Schlitze mit dem Arbeitszylinderraum verbunden ist. Das Ventil 15 ist das Überströmventil zu einem Behälter 16; das Nadelventil 17 dient zur Einführung des Brennstoffes. Bei dem in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel arbeiten je zwei mit um 18o' verdrehten Kurbeln versehene Zylinder zusammen, wie in der Abbildung durch die Rohrverbindungen 18 dargestellt ist. Die zu den beiden Arbeitszylindern gehörenden Behälter 16 können durch eine in die Abbildung punktiert eingezeichnete Verbindung ig verbunden werden.
  • Die für Abb. = weiter oben beschriebenen zweierlei Arbeitsweisen (zeitweiliger Lagerung der Luft in einem Behälter oder im Arbeitszylinder selbst) können auch bei dem in Abb. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel verwirklicht werden.
  • In Abb. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, welches sich von dem oben erörterten dadurch unterscheidet, daß die vom Arbeitszylinder angesaugte und die vom Verdichter gelieferte Luft in je einem separaten Behälter 2o bzw. 21 gelagert wird.
  • Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform, z. B. im Sechstakt, ist folgende: Erster Hub: Arbeitskolben 22 und Verdichterkolben 23 bewegen sich nach unten. Im Arbeitszylinder erfolgt Verbrennung und Expansion. Im Verdichterzylinder erfolgt Verdichtung und Ausschub der Luft durch das Druckventil 24 in den Behälter 21.
  • Bevor der Arbeitskolben 22 die am unteren Hubende in der Arbeitszylinderwandbefindlichen Schlitze 25 öffnet, wird das Auspuffventil 26 geöffnet und die Entspannung der Verbrennungsgase erfolgt. Gleich danach wird durch die Schlitze 25 bei Öffnung des Ventiles 27 Luft aus dem Behälter 21 in den Arbeitszylinder geblasen, wodurch der Arbeitszylinder von den Verbrennungsgasen gereinigt und mit frischer Luft gefüllt wird.
  • Zweiter Hub: Beide Kolben gehen nach aufwärts; im Arbeitszylinder wird die Ladung zuerst ein wenig verdichtet und dann durch das Ventil 28 in den Behälter 2o gepreßt.
  • Im Verdichterzylinder wird während dieses Hubes durch das Ventil 29 Luft angesaugt. Dritter Hub: Im Arbeitszylinder wird durch ein nicht in der Abbildung eingezeichnetes Saugventil frische Luft angesaugt.
  • Im Verdichter wird die Luft verdichtet und durch das Ventil 24 in den Behälter 21 gepreßt. Vierter Hub: Im Arbeitszylinder wird Luft wie beim zweiten Hub verdichtet und in den Behälter 2o gepreßt, währenddem im Verdichterzylinder frische Luft angesaugt wird.
  • Fünfter Hub: Im Arbeitszylinder und im Verdichterzylinder erfolgen dieselben Zustandsänderungen wie beim dritten Hub. Sobald aber der Arbeitskolben nahe dem unteren Hubende die Schlitze 25 öffnet, wird Ventil 27 geöffnet, und es strömt die während der vorangegangenen Druckhübe in den Behälter 21 gepreßte Luft durch dieses Ventil 27 in den Arbeitszylinder, wodurch derselbe überladen wird.
  • Sechster Hub: Nachdem der Arbeitskolben während seiner Aufwärtsbewegung die Schlitze 25 geschlossen hat bzw. wenn bereits die Ladung durch eine weitere Vorwärtsschreitung des Kolbens auf ein gewünschtes Maß verdichtet ist, wird durch Öffnung des Ventils 28 der Arbeitszylinder mit dem Behälter 2o in Verbindung gebracht, wodurch ein Druckausgleich, d. h. die Zurückströmung der bei den vorangegangenen Hüben in den Behälter 2o gepreßten Luft in den Arbeitszylinder, also ein weiteres Überladen desselben, hervorgerufen wird.
  • Nach einer entsprechenden Öffnungszeit des Ventils 28 schließt dasselbe, und die ganze Ladung wird im Arbeitszylinder während der Bewegung des Arbeitskolbens bis zu seiner oberen Totpunktstellung endgültig bis zu dem gewünschten Verbrennungsdruck verdichtet.
  • In Abb. 5 wurde der im Arbeitszylinder erfolgende Druckverlauf punktiert eingezeichnet. Die oben beschriebenen Arbeitsverfahren können selbstverständlich miteinander zweckentsprechend kombiniert werden.
  • Durch Heizung der Behälter mit den Auspuffgasen kann in die vorkomprimierte Luft die sonst in Verlust gehende Abfallwärme überführt und zur Arbeitsleistung herangezogen werden. Diese Heizung kann auch im Falle der zeitweiligen Lagerung der Luft im Arbeitszylinder selbst durch im letzteren angeordnete Heizflächen durchgeführt werden.
  • In Abb. 6 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei weichem die Ladeluftpumpe die Luft unmittelbar in einen Behälter fördert, in welchem auch die Luft aus dem Arbeitszylinder zwecks Speicherung zeitweilig übergeführt werden kann. Die Ladeluft wird also hier nicht - wie früher -durch den Arbeitszylinder hindurch in den Behälter gefördert, sondern der Behälter wird von der Ladepumpe unmittelbar mit Luft beschickt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 6 ist 31 der Zylinder, der mit einem Kühlmantel 32 ausgestattet ist, in welchem z. B. Kühlwasser zirkuliert, und 33 ist der Kolben. Der Raum oberhalb des Kolbens ist der Arbeitszylinderraum und der Raum unterhalb des Kolbens der Pumpenzylinderraum. 38 ist das Saugventil und 37 das Druckventil für den Pumpenzylinderraum. An das Druckventil 37 ist7ein aus Rohr 39 und Knierohr 41 bestehender Druckraum bzw. Luftbehälter für die Pumpe angeschlossen, der über ein im Zylinderkopfe angebrachtes Ventil 34 mit dem Arbeitszylinderraum in Verbindung gesetzt ist. Der Druckraum bzw. Luftbehälter ist mit einem Heizmantel 40 versehen, um gegebenenfalls die im Druckraum aufgespeicherte Luft, z. B. mittels derVerbrennungsgase, zu erwärmen. Der Zylinder 31 ist unten mit einem Auspuffschlitz 35 versehen, der in einen Raum mündet, in welchem das Auspuffventil 36 angesaugt ist.
  • In den Abb. 7 und 8 sind die Diagramme gezeigt, in welchen der Druckverlauf ober dem Kolben als Ordinate, dagegen das Volumen bzw. die einzelnen Hübe I, II-I, II nacheinander als Abszissen aufgetragen sind.
  • Die Wirkungsweise dieser Maschine ist folgende Wenn die Maschine im Zweitakt arbeitet, so verläuft der Prozeß nach Abb. 7. Ausgehend von dem Verbrennungs- und Expansionshube, welcher in der Abb. 7 durch die Linie a-b-c dargestellt ist, findet während der Abwärtsbewegung des Kolbens oberhalb des Kolbens die Einführung des Brennstoffes und die Verbrennung nach der Linie a-b und die Expansion der Verbrennungsgase nach der Linie b-c statt, während unterhalb des Kolbens die während des bisherigen Hubes angesaugte Luft durch dasVentil 37 in den Behälter 39 gedrückt wird.
  • Wenn der Kolben in seiner unteren Totlage ankommt, wird das Auspuffventil 36 geöffnet, und es findet oberhalb des Kolbens die Entspannung der Verbrennungsgase nach der Linie c-d statt.
  • Nachdem dies geschehen ist, wird das Ventil34 geöffnet und Luft strömt aus dem Behälter 39 in den Zylinder und schiebt die noch darin befindlichen Verbrennungsprodukte durch das zu dieser Zeit noch offene Auspuffventil 36 ins Freie. Im Diagramm ist - vorausgesetzt, daß dieses Ausschieben der Verbrennungsprodukte während der Ruhelage des Kolbens in der unteren Totpunktstellung erfolgt - diese Zustandsänderung also in der Linie c-d inbegriffen.
  • Hierauf wird sowohl das Auspuffventil 36 als auch das Ventil 34 geschlossen, und es erfolgt während der Aufwärtsbewegung des Kolbens oberhalb des Kolbens die Kompression der Luftladung, dagegen unterhalb des Kolbens das Ansaugen von frischer Luft durch das Saugventil 38. Die Zustandsänderung oberhalb des Kolbens zeigt die Linie d-e.
  • Der Kolben 33 muß so lange gebaut sein, daß der Schlitz 35 auch in der höchsten Kolbenstellung nicht von der unteren Kolbenkante freigegeben wird.
  • Beim nächsten Hub erfolgt wieder oberhalb des Kolbens die Verbrennung nach der Linie erb', dann die Expansion nach der Linie b'-c', wie vorher beschrieben, und mit diesem Takt beginnt die Wiederholung des Arbeitsspieles.
  • Abb. 8 zeigt die Wirkungsweise beim Arbeiten im Sechstakt. Bei der Darstellung des Druckverlaufes ist wieder mit dem Verbrennungs- und Expansionshub begonnen, welcher so, wie früher beschrieben wurde, verläuft. Im unteren Totpunkt des Kolbens erfolgt, ebenso wie früher, zuerst Auspuff durch das Ventil 36 und dann Ausblasen der Verbrennungsprodukte aus dem Zylinder durch die vom Behälter 39 durch das Ventil 34 in den Zylinder strömende Luft.
  • Der zweite Hub hingegen verläuft anders als beim Zweitakt. Es wird nämlich im Totpunkt nur das Ventil 36 geschlossen, während das Ventil 34 offen bleibt. Beim Aufwärtsgange des Kolbens wird also die Luft im Zylinder und in dem damit verbundenen Raum 39 verdichtet (s. Linie d-e), dagegen unterhalb des Kolbens, so wie früher beim Arbeiten nach dem Zweitakte, frische Luft angesaugt.
  • Während des dritten Hubes bewegt sich der Kolben nach unten. Das Ventil 34 ist offen, so daß Luft aus dem Behälter 39 wieder in den Zylinder zurückströmt. Zur gleichen Zeit wird unterhalb des Kolbens die Luft, welche während des früheren Hubes angesaugt wurde, durch das Druckventil 37 in den Behälter 39 befördert.
  • Nachdem die Volumenvergrößerung, welche oberhalb des Kolbens durch die Kolbenbewegung nach unten verursacht wird, genau so groß ist wie die Volumenverkleinerung unterhalb des Kolbens, verläuft die Linie des Arbeitsdiagrammes (in der Abbildung mit e- f bezeichnet) anfänglich bei einer Druckverminderung, die so lange andauert, bis der im Pumpenraum steigende Druck den im Arbeitsraum abfallenden Druck erreicht, und dann weiter bei konstantem Drucke.
  • Während des vierten Hubes wird die Luft oberhalb des Kolbens durch das noch immer offene Ventil 34 in den Behälter 39 gepreßt (Druckverlauf f-g), und unterhalb des Kolbens wird frische Luft angesaugt.
  • Während des fünften Hubes findet, bei noch immer offenem Ventil 34, dieselbe Zustandsänderung statt wie während des dritten Hubes (Linie g-A).
  • Im unteren Totpunkte des Kolbens wird nun das Ventil 34 geschlossen; und während des sechsten Hubes wird die Luft oberhalb des Kolbens nach der Linie h-i verdichtet und unterhalb des Kolbens wieder frische Luft angesaugt.
  • Wenn die Maschine im Viertakt arbeitet, dann sind die ersten drei Takte dieselben wie beim Sechstakt; an Stelle der beim Sechstakt im vierten Takt stattfindendem Verdichtung f-g erfolgt jedoch die Verdichtung h-i mit dem Ausgangspunkte f.
  • Im Achttakt werden zu den beim Sechstakt beschriebenen ersten fünf Takten noch zwei Takte dazugeschaltet, welche entsprechend dem vierten und fünften Takt beim Sechstakte verlaufen, und dann erst erfolgt die endgültige Kompression der Luft im Zylinder während des achten Taktes.
  • Es genügt also eine Änderung der Steuerung der Ventile 36 und 34, um den Motor nach einer beliebigen Taktzahl arbeiten zu lassen. Im Zweitakt bleibt das Ventil 32 immer nur während der kurzen Zeit des Ausschiebens der Verbrennungsprodukte (Linie c-d) offen, während welcher Zeit auch das Ventil 36 geöffnet wird.
  • Im Viertakt wird das Auspuffventil 36 nach je vier Hüben einmal im Totpunkt des Kolbens nach dem Expansionshube auf kurze Zeit geöffnet, Ventil 34 hingegen, welches ebenfalls in demselben Totpunkt geöffnet wird, bleibt während der Dauer von zwei Hüben offen, um wieder im unteren Totpunkt des Kolbens geschlossen zu werden.
  • Im Sechstakt wird das Auspuffventil 36 nach je sechs Hüben im unteren Totpunkt geöffnet und kurze Zeit offen gelassen, wie beim Arbeiten nach anderen Taktzahlen. Das Ventil 34 wird wie früher nach dem Expansionshube im unteren Totpunkt des Kolbens geöffnet und bleibt während der Zeitdauer von vier Hüben offen.
  • Im Achttakt erfolgt die Bewegung des Auspuffventiles nach jedem achten Hube, und Ventil 34 bleibt während der Dauer von sechs Hüben offen.
  • Bei der Ausführung nach Abb. 9 ist 42 ein Saugventil und 36 ein Auspuffventil für den Arbeitszylinder, während die übrigen Ventile wie in Abb. 6 bezeichnet sind.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Erster Hub : Wenn der Kolben 33, der im unterhalb gelegenen Raum als Kompressor-und im oberhalb gelegenen als Arbeitskolben wirkt, von seiner oberen Totpunktlage ausgehend sich nach unten bewegt, findet im Arbeitszylinderraum Brennstoffeinspritzung, Verbrennung und Ausdehnung statt, während im Pumpenraum die während des vorangegangenen Hubes angesaugte Luft durch das Druckventil 37 in den für Pumpe und Arbeitszylinder gemeinsamen Behälter 39 gedrückt wird. Im unteren Totpunkte öffnet sich Auspuffventil 36, und es findet eine Entspannung der expandierten Verbrennungsgase statt. Im selben Momente öffnet sich Ventil 34, und die Luft strömt aus dem Behälter 39 in den ArbeitszyIinderraum und reinigt denselben von den Auspuffgasen.
  • Der Verlauf der folgenden Takte hängt davon ab, ob der Motor im Zwei- oder Mehrtakt arbeiten soll.
  • Im Zweitakt wird nach Beendigung des Ausblasens gleich nach der unteren Totpunktstellung am Anfang des zweiten Hubes sowohl Ventil 36 als auch Ventil 34 geschlossen, und es erfolgt im Arbeitsraum Verdichtung bis zum oberen Totpunkt, während im Pumpenraum Luft durch das Saugventil 38 angesaugt wird. Im oberen Totpunkt beginnt die Brennstoffeinspritzung durch das Ventil 1o in den Arbeitsraum, und das Spiel beginnt von vorne.
  • Beim Arbeiten im Mehrtakt, z. B. im Sechstakt, wird im zweiten Hub gleich nachdem der Kolben die untere Totpunktstellung verlassen hat, also nachdem die Verbrennungsgase aus dem Arbeitszylinderraum ausgeblasen wurden, das Auspuffventil 36 geschlossen, während das Überströmventil 34 offen bleibt, bis der Kolben in seinen oberen Totpunkt gelangt, und es wird während dieses Hubes die Luft aus dem Arbeitszylinder in den Behälter 39 hinübergeschoben, während im Pumpenraum Ansaugen von frischer Luft durch das Ventil 33 stattfindet. Es kann zweckmäßig sein, während des Auspuffes, z. B. durch geringeres Öffnen des Auspuffventiles, den Auspuff zu drosseln und dadurch die Füllung des Zylinders mit der Luft aus dem Behälter bei höherem Drucke zu veranlassen, was auch den Vorteil hat, daß der Verlust an Luft, der während des Ausblasens entsteht, geringer wird, also mehr Luft, die dann für die Verbrennung herangezogen werden kann, im Behälter 39 zurückbleibt. Hierbei kann dieser Druck entweder von Hand aus oder automatisch durch einen Regulator der jeweiligen Umdrehungszahl des Motors entsprechend eingestellt werden, indem z. B. bei geringerer Umdrehungszahl der Auspuff entsprechend stärker gedrosselt wird.
  • Dritter Hub: Im Arbeitszylinder wird, nachdem Ventil 34 im oberen Totpunkt geschlossen wurde, Luft durch ein Saugventil 42 angesaugt, während im Pumpenraum die verdichtete Luft durch das Ventil 37 in den Behälter 39 gefördert wird.
  • Vierter Hub: Die Luft im Arbeitsraum wird, nachdem das Ventil 42 im unteren Totpunkt geschlossen wurde, verdichtet und nach Öffnung des Ventiles 34 in den Behälter 39 gedrückt, wogegen im Pumpenraum wieder Luft durch das Ventil 38 angesaugt wird.
  • Fünfter Hub: Im Arbeitsraum wird, nachdem das Ventil 34 im oberen Totpunkt geschlossen wurde, Luft durch das Saugventil 42 angesaugt, im Pumpenraum hingegen erfolgt Verdichtung und Überschieben der Luft durch das Ventil 37 in den Behälter 39.
  • Sechster Hub: Nachdem das Ventil 42 im unteren Totpunkt geschlossen wurde, wird gleich im Totpunkt oder, nachdem die im Arbeitszylinderraum befindliche Luft bis zu einem gewissen Grad verdichtet wurde, das Ventil 34 geöffnet, worauf die während der vorangegangenen Hübe in den Behälter 39 geförderte Luft in den Arbeitsraum strömt. Nachdem dies geschehen ist, d. h. nachdem der Druckausgleich zwischen dem Arbeitsraum und dem Behälter stattgefunden hat, wird Ventil 34 geschlossen, und es erfolgt im Arbeitszylinder während der weiteren Aufwärtsbewegung des Kolbens bis zum Hubende die endgültige Verdichtung der gesamten Verbrennungsluft. Im Pumpenraum wird während dieses Hubes, wie beim vierten Hub, wieder Luft durch das Ventil 38 angesaugt. Im oberen Totpunkt beginnt dann die Brennstoffeinspritzung, und das Spiel wiederholt sich.
  • In Abb. io ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches sich von den vorher beschriebenen insofern unterscheidet, als das Auspuffventil 36z außerhalb des Arbeitszylinders angeordnet und ein Saugventil 42a gemeinsam für den Arbeits- und für den Pumpenraum angewendet ist. Die Wirkungsweise bei diesem Ausführungsbeispiel ist folgende: Beim Arbeiten im Zweitakt: Der Kolben 33 bewegt sich beim ersten Hub von seinem oberen Totpunkt nach unten. Im Arbeitsraum findet im Totpunkt Brennstoffeinspritzung und während des Hubes Ausdehnung der Verbrennungsgase statt. Im Pumpenraum erfolgt Luftförderung durch das Druckventil 37 in den Behälter 39. Wenn die obere Kante des Arbeitskolbens die im Arbeitszylinder vorhandene Öffnung 35 freilegt, wird das Auspuffventil 36a entweder von dem im Arbeitsraum herrschenden Überdruck automatisch oder von einer Steuerung zwangläufig geöffnet, und es findet eine Entspannung der Verbrennungsgase im Arbeitsraum statt. Nachdem dies erfolgt ist, wird Ventil 34 geöffnet, und die Luft strömt aus dem Behälter 39 in den Arbeitsraum, die Verbrennungsgase vor sich herschiebend, und der Arbeitszylinder wird von den Verbrennungsgasen gereinigt und mit frischer Luft gefüllt. Diese Füllung des Arbeitszylinders dauert so lange, bis der Kolben 33 den Schlitz 35 während seiner Aufwärtsbewegung (zweiter Hub) schließt, wonach Ventil 34 ebenfalls geschlossen wird. Während des weiteren Verlaufes des zweiten Hubes wird die Luft im Arbeitsraum endgültig verdichtet. Im oberen Totpunkt beginnt wieder die Brennstoffeinspritzung, und das Spiel wiederholt sich. Während des zweiten Hubes entsteht infolge der Aufwärtsbewegung des Kolbens im Pumpenraum Luftleere, deren Grad sich so lange erhöht, bis die untere Kante des Kolbens 33 den Schlitz 35 öffnet und durch das, z. B. automatische Ventil 42a Luft in den Pumpenraum strömt und die Luftleere ausgleicht.
  • Beim Arbeiten im Sechstakt: Erster Hub: Der Arbeitskolben bewegt sich nach unten. Nachdem im oberen Totpunkt die Brennstoffeinspritzung begonnen hat, erfolgt die Ausdehnung, und in dem Momente, wo die Oberkante des Kolbens den Schlitz 35 freilegt, beginnt, vvie beim Zweitakt, der Auspuff und nach Öffnung des Ventils 34 das Ausblasen der Verbrennungsprodukte. Es kann zweckmäßig sein, während des Auspuffes, entweder durch stärkere Federbelastung eines z. B. automatisch wirkenden Auspuffventils oder durch geringeres Öffnen eines gesteuerten Auspuffventiles, den Auspuff zu drosseln und dadurch die Ausspülung und Füllung des Zylinders aus dem Behälter bei höherem Drucke zu veranlassen. Im Pumpenraum erfolgt während des ersten Hubes Verdichtung und Förderung der Luft über das Druckventil 37 in den Behälter 39.
  • Zweiter Hub: Nachdem die obere Kante des sich nach aufwärts bewegenden Kolbens den Schlitz 35 geschlossen hat, wird die Luft durch das offen gebliebene Ventil 34 in den Behälter 39 überführt. Im Pumpenraum entsteht während dieses Hubes Luftleere, welche im oberen Totpunkt, nachdem die untere Kante des Kolbens den Schlitz 35 freigelegt hat, durch die über das Ventil 42 T zuströmende Luft ausgeglichen wird.
  • Dritter Hub: Ventil 34 wird im oberen Totpunkt geschlossen, und es entsteht, während der Kolben sich nach abwärts bewegt, Luftleere im Arbeitsraum, welche, nachdem die obre Kante des Kolbens den Schlitz 35 freilegt, durch die über das Ventil 42#z zuströmende Luft ausgeglichen wird. Im Pumpenraum erfolgt Luftförderung durch das Druckventil 37 in dem Behälter 39.
  • Vierter Hub: Im Arbeitsraum erfolgt Verdichtung, und, nachdem Ventil 34 geöffnet wurde, findet Überschieben der Luft in den Behälter 39 statt. Im Pumpenraum entsteht Luftleere, welche im oberen Totpunkt durch die zuströmende frische Luftladung ausgeglichen wird.
  • Fünfter Hub: Wie dritter Hub.
  • Sechster Hub: Nachdem die obere Kante des Kolbens den Schlitz 35 geschlossen hat, wird entweder gleich danach oder nachdem während eines Teiles des Hubes die Luft im Arbeitsraum verdichtet wurde, Ventil 34 geöffnet, und es findet ein Druckausgleich zwischen Arbeitsraum und Behälter statt, indem die ,nährend der vorangegangenen Hübe in den Behälter geförderte Luft in den Arbeitsraum strömt. Hierauf erfolgt während des restlichen Hubteiles die endgültige Verdichtung der ganzen Ladung im Arbeitsraum. Im Pumpenraum entsteht während dieses Hubes Luftleere, welche im oberen Totpunkt von der über das Ventil 42z zuströmenden Luft ausgeglichen wird.
  • Die zur Änderung der Taktzahl notwendige Änderung in der Steuerung kann auf verschiedene Weise, z. B. durch Verschiebung der Steuerwelle, erreicht werden. Die Veränderung der Steuerung kann sowohl von Hand aus als durch einen Regler, z. B. einen Zentrifugalregler, automatisch durchgeführt werden. So kann z. B. die Maschine im Zweitakt angelassen werden und der Zentrifugalregler nach Erreichung gewisser, im voraus bestimmter Tourenzahlen die Steuerung auf Viertakt, dann weiter auf Sechstakt und endlich auf Achttakt verstellen, um die Vorteile, welche der Mehrtakt Bekannterweise bei höheren Tourenzahlen bietet, auszunutzen und dabei ein leichtes Anlassen zu erzielen. Es sei erwähnt, daß eine nach dem Mehrtakt arbeitende Maschine mehr leistet als im Zweitakt, weil der Verlust an Ladeluft während des Ausblasens beim Zweitakt bei jeder Ladung, welche einem Pumpenbube entspricht, zur Geltung kommt, während dieser Verlust beim Mehrtakt nur für jene durch die Pumpe geförderte Ladung auftritt, welche das Ausblasen der Verbrennungsgase aus dem Zylinder bewirkt, jedoch nicht bei den übrigen Ladungen, welche zeitweilig im Behälter und Zylinder gespeichert werden.
  • Außerdem kann für den Mehrtakt, wie früher beschrieben wurde, außer der von der Pumpe geförderten Luft auch die im Arbeitsraum angesaugte Luft verarbeitet werden.
  • In Abb. iia und b ist eine beispielsweise Ausführungsform veranschaulicht, durch welche ermöglicht wird, daß der Motor, entweder von Hand oder selbsttätig durch einen Regler veranlaßt, im Zwei-, Vier-, Sechstakt usf. arbeiten kann, und zwar ist jener Teil der Steuerung dargestellt, welcher das Auslaßventil 36 bzw. 36,1 betätigt. A ist die die Bewegung des Ventils steuernde, mit einer Rolle B versehene Stange, welche je nach der Stellung der auf der Steuerwelle F verschiebbaren Nockenscheibe H durch die Nocken C oder D oder E bewegt wird. Die Nockenscheibe läuft mit einem Sechstel der Motordrehzahl, so daß beim Arbeiten im Zweitakt 6 Nocken E bei einer Umdrehung der Steuerwelle zur Wirkung kommen müssen.
  • Wenn hingegen die Nockenscheibe durch den Schleifring G verschoben wird und die Nocken C zur Wirkung kommen, dann wird das Auslaßventil, da drei solcher C-Nocken vorhanden sind, während einer Umdrehung der Nockenscheibe dreimal geöffnet werden, und der Motor arbeitet im Viertakt. Kommen hingegen die Nocken D (zwei an der Zahl) zur Wirkung, dann arbeitet der Motor im Sechstakt.
  • Das Brennstoffeinspritzventil wird ganz gleich dem Auspuffventil gesteuert, und zwar mittels einer ebenfalls verschiebbaren Nockenscheibe.

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Arbeitsverfahren für in vier oder mehr als vier Takten arbeitende Dieselmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder beim Verbrennungshubwechsel (mittels eines Ladeverdichters o. dgl.) mit Frischluft gespült und in einem bereits einen Verbrennungshub (Arbeitshub) ermöglichenden Ausmaß geladen wird und diese Spülluftladung (die nur den kleineren Teil der ganzen an einem Verbrennungsvorgang beteiligten Luftladung bildet) im Verein mit während der folgenden Hübe des gesamten Arbeitsspiels geförderten Nachladeluft im Arbeitszylinder während des letzten, der Verbrennung vorangehenden Hubes (mindestens bis zur Erreichung der Zündtemperatur der am Ende dieses Hubes eingeführten Brennstoffladung) verdichtet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte in einem Arbeitsspiel verarbeitete Luftladung (Spülluft- und Nachladeluftladung) durch einen Ladeverdichter in Teilmengen gefördert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Ladeverdichter geförderte Luft im Arbeitszylinder selbst gesammelt wird, der damit zugleich als Sammelbehälter dient. q..
  4. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftladung ganz oder teilweise zeitweilig in einem oder in mehreren Behältern gelagert wird (Behälter g in Abb. i, 16 in Abb. 2).
  5. 5. Verfahren nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Luftladung teilweise durch einen Verdichter, teilweise aber durch Ansaugen in den Arbeitszylinder gefördert wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Arbeitszylinder gesaugte Luft und die vom Ladeverdichter geförderte Luft zeitweilig in einem gemeinsamen Behälter gespeichert werden, wobei die dem letzten, vor der Verbrennung erfolgenden Verdichtungsbube im Arbeitszylinder vorangehenden Verdichtungshübe zur Überführung dieser Luft in den gemeinsamen Behälter dienen und die in ihm aufgespeicherte Luft zu Beginn oder im weiteren Verlauf des letzten Verdichtungshubes in den Arbeitszylinder zurückgeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Arbeiten im Vier- oder Mehrtakt durch Drosselung des Auspuffes die vom Ladeverdichter geförderte Teilmenge vergrößert und die Füllung des Arbeitszylinders mit der Behälterluft bei höherem Druck durchgeführt wird. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei geringerer Drehzahl der Auspuff stärker gedrosselt wird als bei größerer Drehzahl. g.
  9. Maschine für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder unmittelbar oder über einen Zwischenbehälter mit einer Ladeluftpumpe oder einem Ladeverdichter und allenfalls überdies noch mit einem Luftspeicherbehälter verbunden ist, wobei diese Behälter zur zeitweiligen Speicherung der geförderten Ladeluft dienen. io.
  10. Maschine nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Arbeitszylinder und der Ladeluftpumpe gemeinsamer Luftspeicherbehälter sowohl an den Arbeitszylinderraum als auch an den Ladeluftpumpenraum angeschlossen ist und Arbeitskolben und Ladeluftpumpenkolben abwechselnd bei ihrem Druckhube unmittelbar in diesen gemeinsamen Behälter fördern können. ii.
  11. Maschine nach Anspruch 9 und io, dadurch gekennzeichnet, daß Arbeitszylinder und Ladeluftpumpe einen gemeinsamen Kolben besitzen, der auf einer Seite als Kolben der Arbeitsmaschine und auf der anderen Seite als Kolben der Ladeluftpumpe (für die Arbeitsmaschine) Wirkt und jede Seite des Zylinders für sich mit dem gemeinsamen Speicherbehälter verbunden ist, dessen Verbindung mit dem Ladeluftpumpenraum während der Saughübe im Arbeitszylinderraum hergestellt ist.
  12. 12. Maschine nach Anspruch 9 und io, bei welcher die Ladeluftpumpe die gesamte im Arbeitszylinder zur Verarbeitung gelangende Luft erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Arbeitszylinder und Speicherbehälter so gesteuert ist, daß sie beim Arbeiten mit vier oder mehr Takten von der Spülung bis zu dem dem Verbrennungshub vorangehenden Verdichtungshub hergestellt ist, so daß der Arbeitszylinder bei den Druckhüben der Ladeluftpumpe den Luftspeicherraum vergrößert.
  13. 13. Maschine nach Anspruch 9, io und ii, bei welcher die Zufuhr von Verbrennungsluft in den Arbeitszylinder nicht nur.durch Luftförderung mittels des Ladeverdichters, sondern auch durch Luftansaugung in den Arbeitszylinder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Zylinderseite als Arbeitsmaschine mit eigener Luftansaugung ausgebildet ist und die in den Arbeitszylinder angesaugte Luft beim Laufen der Maschine mit vier oder mehr Takten in den dem Arbeits- und Luftpumpenraum gemeinsamen Speicherbehälter gedrückt wird, während die Ladeluftpumpe den Saughub ausführt. 1q..
  14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum und der Verdichterraum ein gemeinsames Ansaugventil besitzen, das vom Speicherbehälter unabhängig ist.
  15. 15. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile des Arbeitszylinders eine veränderliche Steuerung besitzen, durch deren Verstellung die Taktzahl eines Arbeitsspiels der Maschine verändert werden kann.
  16. 16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der Steuerung der Arbeitsmaschine selbsttätig durch einen Regler, zweckmäßig einen Geschwindigkeitsregler, bewirkt wird. _7. Maschine nach Anspruch 9 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler die Maschine stufenweise bei Erreichung bestimmter Geschwindigkeiten auf die entsprechende Taktzahl umstellt.
DESCH87291D 1927-10-04 1928-08-02 Arbeitsverfahren fuer in vier oder mehr als vier Takten arbeitende Dieselmaschinen Expired DE511913C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102015001985A1 (de) * 2015-02-14 2016-08-18 Benjamin-Elias Probst Doppelkammer Fünftaktmotor Sutur X

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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